Selbermach Samstag 242 (10.06.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Philip Davis wiedergewählt trotz erheblicher Verluste seiner Partei

Philip Davis, der dadurch bekannt geworden ist, dass er gleichen Schutz für Männer und Frauen und nicht eine einseitige Frauenpolitik will, ist in der Parlamentswahl in seinem Bezirk erneut gewählt worden.

Zunächst hatten Feministen sich bereits gefreut, dass er seinen Wahlkreis verloren haben soll:

Rumours began to swirl that Mr Davies had lost his Shipley seat hours before the result was announced.

Among those celebrating his apparent defeat was the Labour MP for Tottenham, who kept his seat. Mr Lammy said: “Apparently Philip Davies is in trouble in Shipley? Couldn’t happen to a nicer bloke! Women and (everyone who isn’t a sexist bigot) rejoice.”

‘Heartbroken’ Feminist writer Kirsty Strickland said: “Philip Davies should feel free to filibuster his loser’s speech. It will be the last one he ever makes.”

 

Tatsächlich hat er aber mit einer recht deutlichen Mehrheit gewonnen. 

Shipley parliamentary constituency Election 2017 BBC News

Shipley parliamentary constituency Election 2017 BBC News

Interessant ist dabei die Women’s Equality Party, eine feministische Partei, die extra in diesem Bezirk angetreten ist, um gegen Davis vorzugehen:

The leader of the Women’s Equality Party, Sophie Walker, had launched an election campaign to oust the notorious anti-feminist.

Ms Walker aimed to unseat Mr Davies following his repeated attempts to derail legislation aimed at protecting women and girls from male violence and his comments that “feminist zealots” exaggerate gender inequalities in the UK.

Women’s Equality Party loses out

“Philip Davies’ track record of misogyny should have no place in Parliament. It is a national embarrassment that he sits on the Women and Equalities Committee,” Ms Walker said in a statement as she launched her election bid.

“Shipley deserves an MP that will represent the needs and interests of all its constituents, instead of one who spends constituency time on a self-indulgent anti-women campaign,” she added.

Ms Walker won just 1.9 per cent of the vote with 1,040 ballots cast for her. Labour’s Mr Clapcote finished with 22,736 votes (42.6% compared to Mr Davies’ 51.3%).

Sie erhielt nur 1,9% aller Stimmen. Trotz der „großen Gefahr“, die gerade in diesem Bezirk bestand und der andauernden Unterdrückung der Frau durch die Männer gelang es einer (rein) feministischen Partei nicht mehr als 1,9% der Wähler zu überzeugen, dass sie an die Macht kommen sollten.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut es dem Patriarchat gelingt, Frauen selbst in freien, geheimen Wahlen davon abzuhalten, denen, denen es um ihre Erlösung und Befreiung aus der Unterdrückung geht, ihre Stimme zu geben. Anscheinend werden sie lieber von einem „Monster“ vertreten, welches an ihrer Unterdrückung nachhaltig mitwirkt.

Entsprechend war die Laune:

After it emerged initial reports had been inaccurate women expressed their dismay on social media.

Twitter user Bethy McKeefry wrote: “devastated about Shipley result, Philip Davies deserves so little in life and certainly not a seat in Parliament, heart broken.” Another user wrote: “Gutted. The [House of Commons] would be far better without his time wasting nonsense”.

Wie Arne auch bereits feststellte: Wie viele Frauen sich nun darüber aufgeregt haben ist hier gar nicht festzustellen.

Entweder haben ihn ein nicht unerheblicher Teil der Frauen gewählt obwohl sie auch mit einer Feministin ein Zeichen hätten setzen können oder Männern war das Thema so wichtig, dass sie ihn fast ausschließlich gewählt haben. Beides wäre sehr interessant.

Wenn jemand eine Aufschlüsselung nach Geschlecht findet, dann wäre ich sehr interessiert.

Wahlen im Vereinigten Köigreich (UK)

Mit extremen Ausnahmen die Häufungen leugnen

Ein beliebtes Argument im feministischen ist es, extreme Ausnahmen anzuführen und das als Beleg dafür zu sehen, dass ebenso festgestellte deutliche Häufungen nicht bestehen. Ein Beispiel, der Seite „Everyday Feminism“ entnommen, führt der Blog „Why evolution is true“ an:

1. Believing That XX and XY Actually Mean Something

Boom. Let’s start with one of my favorites, if only because it tends to ignite passions the fastest.

Now, to be fair, XX and XY chromosome pairs do mean something: a general idea of future conditions a person may or may not develop that are directly due to those chromosomal pairings.

They do not, however, concretely stand for any of the following: indicating a person’s intelligence, physical abilities, sexual orientation, development during puberty, appearance or make of genitals, or what level of bodily production of which sex hormones.

In short, XY does not indicate a biological man and XX does not indicate a biological woman.

Why not?

We simply have too many examples of when any of the above was untrue.

Transgenderism, intersexuality, and Androgen Insensitivity Syndrome (AIS), to name a few. (Fun fact: That last one can sometimes give female-identified people the stereotypical look of a model. Just sayin’.)

Think about it: If one instance of a mathematical proof is shown to be wrong, then the entire proof has to be tossed on account of it being deemed inaccurate. Because it’s—you know—useless to the bettering and/or benefit of humankind.

Call me starry-eyed, but I’m preeeeetty sure we like to treat our science like our math as often as we can.

Ein durchaus klassisches Argument: Es soll dargelegt werden, dass es Ausnahmen gibt und daraus soll Folgen, dass das ganze Konzept nicht stimmt und nicht stimmen kann.

Das ist in der Tat erst einmal ein logischer Ansatz: Die Behauptung „Alle Raben sind weiß“ kann man widerlegen, in dem man einen schwarzen Raben präsentiert.

Allerdings wird eben die Behauptung „Die allermeisten Raben sind schwarz“ nicht widerlegt, in dem man einen weißen Raben präsentiert. Auch dann würde man man, wenn auf tausende von Schwarzen Raben ein weißer Rabe kommt nicht die Aussage, dass Raben (grundsätzlich) schwarz sind, nicht für falsch halten, ungeachtet der wenigen weißen Raben, weil die Ausnahme schlicht zu selten ist. Dies gilt um so mehr, wenn man sich bewusst macht, dass Albinismus üblicherweise auf bestimmten Mutationen beruht, bei denen ein Enzym nicht produziert wird, welches zu der schwarzen Farbe führt.

Biologie ist voller Ausnahmen. Lebewesen einer Spezies sind eben nicht nach einheitlichen Bauplan in einer Fabrik produziert, sondern teilen sich nur einen gemeinsamen Genpool, der ihnen erlaubt, sich untereinander fortzupflanzen, der aber ansonsten eine Vielzahl von Unterschieden aufweist. Aussagen in der Biologie können daher selten absolut sein, aber dennoch gibt es bestimmte Abläufe im menschlichen Körper und viele Prozesse, die einheitlich ablaufen. Und ein sehr einheitlicher Mechanismus ist eben, dass  bei XY-Chromosomen ein Programm abläuft, welches den Menschen zu einem Mann macht und bei XX-Chromosomen einen Menschen zur Frau macht.

Dieses Programm hängt nicht schlicht an den Chromosomen, sondern hat verschiedene weitere Ausführungsschritte. Insbesondere führt das Y-Chromoson dazu, dass Hoden „gebaut“ werden und dies führt wiederum zu Testosteronausschüttungen, die wiederum bestimmte andere Programme aktivieren. Zwei X-Chromosome hingegen führen zu Eierstöcken, die dann wiederum Östrogene und andere Hormone auschütten, die ihrerseits andere Programme bzw Wachstumspläne aktivieren als das Testosteron.

In dem Blog dazu:

Yes, there are a few exceptions, like AIS, but the various forms of that syndrome occur between 1 in every 20,000 to 1 in only 130,000 births.  Is that “too many examples” to all0w us to say that biological sex is not connected with chromosomes? If you look at all cases of intersexuality that occur in people with XX or XY chromosomes (we’re not counting XOs or XXYs or other cases of abnormal chromosomal number), the frequency of exceptions is far less than 1%. That means that, in humans as in flies, there is almost a complete correlation between primary/secondary sex characteristics and chromosome constitution.  As for intelligence, no, I know of no correlation, but who’s claiming that the sexes differ in smarts? As for physical abilities, sexual orientation, appearance of genitalia, and hormone titer, the correlation between being XX or XY and those traits is very tight. Again, there are exceptions: some females are bigger, stronger, and have more muscles mass than some males, but there’s a biological reason why most Olympic events depending on physical traits are separated by sex. What we see is a bimodality of traits depending on sex-chromosome constitution, with a very low valley between those two XX and XY peaks. 

How does James St. James respond to these uncontestable correlations? By saying that we have to abandon the whole notion of biological sex because there is a small percentage of exceptions, as the correlation is not perfect. As he says (I’m assuming James St. James is a “he”):

Bei AIS werden zwar die Ansätze von Hoden gebildet, da ein Y-Chromoson vorhanden ist, das dann ausgeschüttete Testosteron wird aber nicht oder nur im geringeren Maße erkannt, weil die Rezeptoren, die dies sonst machen, hier nicht funktionieren. Da kein Testosteron erkannt wird läuft nicht das normale Programm ab, welches bei Y-Chromosonen vorgesehen ist (Das „männliche Programm“), sondern das „weibliche Programm“ mit der Ausnahme der Unterschiede, die nicht durch Testosteron bedingt sind. Es ist also innerhalb dieser Theorien gut erklärbar, warum die Unterschiede in diesem konkreten Fall bestehen und daher kann damit die Theorie nicht widerlegt werden, sie ist dann lediglich verkürzt dargestellt.

In dem Blog dazu:

I wouldn’t call him starry eyed, but arrantly ignorant of biology, and willfully so because he wants to believe that sex is a complete continuum, which fits his ideological agenda. I suppose that agenda comes from assuming that we have to shade the biological truth because those who don’t conform to the norms (intersexes, transgender people, and so on) will be marginalized or discriminated against.

And indeed, that can happen, and has happened. But the solution is not to lie about or distort biology, pretending that biological sex is a complete continuum with no modes. The solution is to accept the biological facts and realize that they say nothing about what’s moral or immoral, or about how we should treat people. A genuine bimodality of sexual traits does not mean that we should treat those who lie between the peaks as “inferior” or “wrong”.

And we don’t treat biology like math, ignoring a phenomenon if there are some exceptions.  Math is a system of logic; biology is the messy real world, where things can go awry and there are no absolute “laws” in the sense that physics has them. To use part of a famous quote by Richard Feynman, “reality must take precedence over public relations, for Nature cannot be fooled.”

Indeed. It’s a characteristic of the Regressive Left that they deny scientific truths when it’s convenient for them to do so—when they’re faced with Ideologically Inconvenient Truths. We all know the dangers of that route—Lysenko comes to mind. It’s far better to know what’s true, and deal with it, than make up stuff that fits your narrative. The latter is what theologians do, not rational people.

Die Annahme, dass man mit diesen extremen Ausnahmen bei einem Genpool und Mutationen etwas widerlegen könnte, zeigt ein Unverständnis für die Biologie. Und extreme Ausnahmen entwerten dort auch ansonsten Konzepte nicht.

Beispielsweise ist es weitaus häufiger in einigen Gegenden, dass Menschen mehr als 5 Finger haben:

Die isolierte Polydaktylie – die häufigste Variante ist die Hexadaktylie – hat beim Menschen in Europa, Asien und Nordamerika eine Häufigkeit von 1:3.000, in Afrika von 1:300. In etwa 40 Prozent der Fälle tritt die Veränderung beidseitig auf.[8] Polydaktylie wird generell mit einer Häufigkeit von 1:500 Lebendgeburten angegeben

Würde man hier die in den feministischen Theorien bestehenden Regeln anwenden, dann müsste man alle Angaben, dass Menschen 5 Finger haben, als unwahr ansehen und fordern, dass mehr mehralsfünffingrige Menschen abgebildet werden. Ähnliche Punkte könnte man für nahezu alles am Menschen bringen: Der Mensch hat bestimmte Sinne? Ha, keineswegs, viele Menschen haben sie eben gerade nicht. Also falsch. Der Mensch hat Beine? Einige Menschen werden ohne Beine geboren etc. All das macht keinen Sinn, auch wenn es sowohl Menschen ohne Beine als auch Menschen mit einem Bein und mit 2 Beinen gibt wird die Anzahl der Beine, die ein Mensch üblicherweise hat, dadurch nicht verändert.

 

 

„Hört auf euren Freund zu mißhandeln“

Auf 9Gag gefunden:

Freund mißhandeln

Freund mißhandeln

Was sagt ihr dazu?

Intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen: Schilderungen einer Frau

Eine Frau schildert in einem Blogbeitrag eine durchaus klassische Situation: Abwertungen von Frauen durch Frauen:

Fakt ist: Frauen sind eifersüchtig und neidisch. Das ist nix Neues mehr und ja, ich schließe mich selbst natürlich auch nicht aus. Doch werde ich nie verstehen, wieso Frauen sich gegenseitig aufs Übelste niederschmettern, Immer und immer wieder. Ich rede jetzt nicht unbedingt von der Art Eifersucht, die Frau hat, wenn sie in einer Beziehung ist und es um ihren Mann geht. Nein, ich rede von der Eifersucht von Frau zu Frau, bzw. vom NEID. Ein Beispiel: Lisa lädt ein Foto auf Instagram hoch. Es ist ein Foto, das sie in Unterwäsche zeigt. Sie lädt es hoch, weil sie es schön findet, so wie sie auch Selfies oder Naturbilder hochlädt, weil sie es schön findet. Sie möchte ein schönes Foto festhalten und es mit der Öffentlichkeit teilen. Kaum ist das Bild online, bekommt sie Kommentare. „Du Schlampe“, „Zieh dir etwas an“, „Das ist ja ekelhaft“, „Du hast Dellen im Arsch, das will doch keiner sehen“. Von wem stammen diese Kommentare? Drei Mal dürft ihr raten? VON FRAUEN! Frauen, die anderen Frauen nichts gönnen. Frauen, die mit ihrem eigenen Aussehen so unzufrieden sind, dass sie die Makel bei anderen suchen. Soll ich euch mal sagen was ihr seid? Ekelhaft. Es sind nicht die Männer, wegen denen wir Frauen Komplexe haben. Ich rede aus eigener Erfahrung. Nein, es sind die Frauen. Neulich habe ich ein solches Bild von mir hochgeladen. Ich sollte dazu erwähnen, dass eine Dame einen Instagram Aufruf startete, in dem sich alle Frauen so präsentieren dürfen, wie sie es möchten, um anderen zu zeigen, dass sie einen Schei* darauf geben, was sie von ihnen halten und um gegen Bodyshaming zu protestieren. (Hier der Link zu ihrem Instagram Profil) Also gesagt getan. Es war wirklich kein schlimmes Bild, ich hatte ein Spitzenoberteil an, wie viele Frauen es im Sommer auch draußen tragen. Meinen Ausschnitt habe ich versteckt, indem ich meine Hand darüber gelegt hatte. Unten hatte ich einen 50er Jahre Slip in Spitze an. Ihr wisst schon, die Slips, die bis über den Bauchnabel gehen. Man sah also eigentlich nur meine Arme -Oh Schreck- und einen wirklich schmalen Spalt meines Bauches und eben diese Spitze. Weil es Spitze war, wurde ich natürlich direkt in eine Schublade gesteckt. Ich durfte Dinge lesen wie „Oh mein Gott ist die so hässlich, die soll sich doch bitte weghängen“, „denkt die echt sie wäre sexy in dieser Labberunterwäsche“ und „und sowas ist Mutter“. Doch ganz ehrlich? Ich habe es nicht anders erwartet. Drei Mal dürft ihr raten von welcher Spezies Mensch diese Kommentare kamen? Natürlich, von Frauen.

Im Feminismus würde man da den Frauen die eigene Agenda aussprechen und davon ausgehen, dass es internalisierte Frauenhass als Folge des Patriarchats und der damit verbundenen Gehirnwäsche ist.

Aus meiner Sicht macht ein intrasexueller Wettbewerb, in dem man mittels „Wächter der Sitten und des Anstandes“ virtue Signalling betreiben kann und gleichzeitig auch sich selbst durch Kritik an anderen aufwerten kann wesentlich mehr Sinn.

Selbermach Mittwoch 116 (07.06.2017)

Was gibt es zu berichten?

Programm der „Liberalen Männer in der FDP“

Genderama berichtet über das Programm der „Liberalen Männer in der FDP„. Ich möchte es hier auch noch einmal ebenso wie die Forderungen der Frauenverbände zur Diskussion stellen

Das KURZPROGRAMM:

Eine tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern kann es nur geben, wenn die berechtigten Anliegen beider Geschlechter berücksichtigt und Benachteiligungen beider Geschlechter thematisiert und beseitigt werden.

Um auf das Ziel einer tatsächlichen Gleichberechtigung von Frauen und Männern, Müttern und Vätern, Mädchen und Jungen hinzuarbeiten, wird der Verein Liberale Männer e.V. mit Sitz in Berlin gegründet. Die Mitglieder sind vereint in ihrem Bestreben, gemeinsam die im Folgenden genannten Ziele zu erreichen:

Die kompromisslose Umsetzung des Artikels 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Nachteile und Benachteiligungen von Jungen, Männern und Vätern sind geschlechterpolitisch zu thematisieren und zu beseitigen.

Jungen-, Männer- und Väterfeindlichkeit sind ebenso zu verurteilen und zu beseitigen wie Frauenfeindlichkeit.

 

Das ausführlichere PROGRAMM:

 

1. Gleichberechtigung statt Frauenrechte

„Frauenrechte“ gibt es genauso wenig wie „Männerrechte“. Die Begriffe widersprechen bereits dem Gleichbehandlungsgrundsatz. Es gibt nur Menschenrechte. Diese müssen ohne Ausnahme für Frauen wie für Männer gelten. Wir fordern die kompromisslose Umsetzung der Gleichberechtigung gemäß Artikel 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

 

2. Gleichberechtigung statt Gleichstellung

Eine Gleichstellung der Geschlechter kann nicht dadurch erreicht werden, dass Gleichstellungsbeauftragte grundsätzlich ausschließlich weiblich sind. Gleichstellungsbeauftragte müssen männlich oder weiblich sein, die Interessen beider Geschlechter vertreten und von beiden Geschlechtern gewählt werden können. Wo es eine Frauenbeauftragte gibt, muss es immer auch einen Männerbeauftragten geben. Wo Gleichstellung drauf steht, muss auch Gleichstellung drin sein.

 

3. Gleichberechtigung in der Schulbildung

In der Bildung müssen geschlechterspezifische Unterschiede auf wissenschaftlicher Basis Rechnung getragen werden. Hierzu bedarf es einer verstärkten Förderung und Erforschung geschlechterspezifischer Bildungsmethoden.

Unter Erziehern/-innen und Lehrkräften muss eine Soll-Quote von 30% eingeführt werden, um ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis, männliche Erziehungswerte und -vorstellungen und männliche Rollenvorbilder zu ermöglichen.

Am Ende der Grundschule ist ein verpflichtender Multiple Choice Test für alle Kinder einzuführen als ergänzendes Beurteilungskriterium für die weiterführende Schulempfehlung.

 

4. Gleichberechtigung statt Quote

Frauenquoten verletzen den Gleichbehandlungsgrundsatz und diskriminieren. Bei Einstellungen und Beförderungen dürfen ausschließlich Qualifikation, Leistung und Erfahrung entscheidend sein, nicht aber das Geschlecht. Gleichzeitig müssen für Väter die gleichen Möglichkeiten wie für Mütter geschaffen werden, Elternzeit zu nehmen und in erziehungsbedingter Teilzeit zu arbeiten.

Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz ist auf Bundes- und Länderebene zu ändern von „Frauen“ auf „das unterrepräsentierte Geschlecht“. Denn heute gibt es zahlreiche Unternehmen, Behörden und Institutionen, wo Männer signifikant unterrepräsentiert sind, z.B. Lehrer an Grundschulen.

 

5. Gleichberechtigung im Strafrecht

Gleiche Straftaten müssen gleich geahndet werden. Es kann nicht angehen, dass von Frauen verübte Straftaten seltener verfolgt und deutlich milder bestraft werden als von Männern verübte.

 

6. Gleichberechtigung bei häuslicher und sexueller Gewalt

Hilfsangebote für Opfer häuslicher oder sexueller Gewalt müssen männlichen Opfern genauso offenstehen wie weiblichen. Für die Erforschung und Bekämpfung von gegen Männer und Jungen gerichteter häuslicher und sexueller Gewalt müssen die gleichen öffentlichen Mittel bereitgestellt werden wie für die Erforschung und Bekämpfung der gegen weibliche Opfer gerichteten. Männer dürfen nicht länger pauschal nur als Täter und Frauen nur als Opfer dargestellt werden. Häusliche und sexuelle Gewalt darf nicht länger als rein männliches Problem benannt, sondern muss als menschliches Problem erkannt werden. Bei jedem Verdacht auf häusliche oder sexuelle Gewalt muss das rechtsstaatliche Grundprinzip der Unschuldsvermutung kompromisslos Anwendung finden.

 

7. Gleichberechtigung im Familienrecht

Trotz Abschaffung des Schuldprinzips werden Männer bis heute von den Gerichten häufig so behandelt, als trügen sie die Schuld am Scheitern der Ehe. Die Folgen des Scheiterns einer Ehe müssen von beiden Partnern entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zu gerechten Anteilen getragen werden. Dauerarmut durch überhöhten Unterhalt darf es nicht mehr geben.

Die Väter sind im Leben eines Kindes genauso wichtig wie die Mütter. Daher muss die Paritätische Doppelresidenz, das Wechselmodell, per Gesetz der Standard bei der Betreuung der Kinder getrennt lebender Eltern werden. Kein Elternteil darf aus dem Leben seines Kindes ausgegrenzt werden, sondern nur bei nachgewiesener Kindeswohlgefährdung. Das sogenannte Residenzmodell dient nicht dem Wohl des Kindes.

Das bedingungslose gemeinsame Sorgerecht mit allen Teilsorgebereichen muss beiden Eltern automatisch zustehen, unabhängig davon, ob sie verheiratet sind oder nicht.

Artikel 6 Absatz 4 des Grundgesetzes, „Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft“, muss durch „Jeder Elternteil (…)“ ersetzt werden, da die derzeitige Fassung in Widerspruch zum Gleichbehandlungsgrundsatz gemäß Art. 3 Abs. 3 steht.

 

8. Gleichberechtigung in der Elternschaft

Jeder Vater hat ein Informationsrecht über die Vaterschaft, die Mutter eine Informationspflicht. Frauen können eine Schwangerschaft regulieren, ggf. sogar abtreiben. Auch Männer müssen das Recht auf Ablehnung einer Kindschaft bekommen.

 

9. Gleichberechtigung statt Gleichmacherei

Mädchen und Jungen sind nicht gleich. Sie durchlaufen Kindheit, Jugend und Erwachsenwerden in unterschiedlichen Schritten. Bei den Interessen und Neigungen, die sie dabei entwickeln, setzten Jungen im Durchschnitt die Schwerpunkte anders als Mädchen; die Fähigkeiten und Qualitäten, welche sie ausprägen müssen, um in ihren Altersgruppen anerkannt zu werden, sind ebenfalls bei Jungen und Mädchen unterschiedlich.

Echte Gleichberechtigung der Geschlechter bedeutet, in der Erziehung und Förderung der Kinder diesen Unterschieden Rechnung zu tragen anstatt sie zu negieren oder gar wegerziehen zu wollen. Bildungs- und Sozialpolitik müssen sich dabei ausschließlich an wissenschaftlichen Fakten orientieren und dürfen sich nicht von Genderideologie leiten lassen.

Die unterschiedlichen gesundheitlichen Risiken, denen Männer und Frauen respektive ausgesetzt sind, müssen eine entsprechende, auf wissenschaftlichen Fakten basierende Berücksichtigung in der Gesundheitspolitik und im Arbeitsschutz finden.

 

10. Gleichberechtigung beim Vatertag

Echte Gleichberechtigung spiegelt sich auch in Symbolen und Ritualen wieder. Während in Deutschland am Muttertag die Mütter für ihre Bedeutung in ihren Familien geehrt werden, vermittelt der als „Vatertag“ bezeichnete kirchliche Feiertag Christi Himmelfahrt ein Negativbild von Vätern, die diesen Tag von ihren Familien abgesondert verbringen. Wir fordern die Einführung eines dem Muttertag gleichgestellten Vatertages, der, wie in über sechzig Ländern der Erde, an jedem dritten Sonntag im Juni gefeiert wird.

Da sind viele Punkte drin, mit denen sich viele Leute, die im Bereich der Männerrechte aktiv sind, anfreunden können. Was findet ihr gut, was nicht, was sollte ergänzt werden?

Welche der Forderungen haltet ihr für durchsetzbar, bei welchen wird es sehr schwer?

Wer sind ansonsten die „Liberalen Männer“? Gibt es da schon bestimmte Personen, die man hier zur Diskussion einladen kann?

 

Wer wen tötet

Wer hat es schwerer in der Schule, Jungen oder Mädchen?

Ein Spiegelartikel zu der Frage, wer es in der Schule schwieriger hat, Jungen oder Mädchen. Die Autorin ist Mutter und sieht die Lage wie folgt:

Sie gesteht erst folgende „offizielle Lage“ zu:

Elternabend, 8. Klasse. Eine Mutter moniert, dass die Kinder gerade so wahnsinnig viel lernen müssen: die vielen Hausaufgaben und Referate, und dann auch noch das Kunstprojekt. Ob man dafür nicht wenigstens den Abgabetermin verschieben könne? Jetzt ist deutlich zu sehen, wer einen Sohn und wer eine Tochter hat. Zustimmendes Nicken: Mädcheneltern. Irritierte Blicke: Jungseltern. Darunter auch ich. „Welches Kunstprojekt?“

Ich höre gerade das erste Mal davon, auch von dem Lernpensum. Anderen Eltern mit Söhnen geht es ähnlich. Denn unsere Jungs machen sich vor allem in der 7. und 8. Klasse eins nicht: Stress in der Schule. Anders als manches Mädchen.

Das sind natürlich alles Klischees! Es stimmt NICHT, dass Mädchen in der Schule alle lieb und fleißig sind und gerne Mandalas ausmalen und dass Jungs alle faul und wild sind und eine miese Handschrift haben. Aber TENDENZIELL ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass viele Jungen in der Schule anders drauf sind als Mädchen.

Bildungsforscher haben daraus in den vergangenen Jahren immer wieder abgeleitet, dass Jungs es in der Schule schwerer haben als Mädchen. Weil der Unterricht einfach mehr auf ausmalfreudige Mädels zugeschnitten sei. Von einer Jungskrise war die Rede.

Und ja, wenn Jungen an Lehrer geraten, denen ausmalfreudige Mädchen am liebsten sind, kann das schwierig werden. Plus: Mädchen bekommen im Schnitt bessere Noten, wechseln häufiger aufs Gymnasium, landen seltener auf Förderschulen…, haben es also leichter.

Ich halte die Klischees im Schnitt auch nicht für falsch. Mädchen sind eher angepasster, Jungs machen häufiger Blödsinn und folgen dem Unterricht weniger. Das ist eine Beobachtung, die ich schon von einigen Lehren gehört habe. Aber natürlich nur im Schnitt. Genug Jungen arbeiten auch genauso mit und machen ihre Aufgaben, und es gibt auch faule Mädchen.

Sie schildert dann das Folgende:

Statistisch betrachtet ist das alles richtig – und trotzdem falsch.

Statistiker werten Zahlen aus, Eltern hören sich den Schulfrust ihrer Kinder an, und da haben Töchter mindestens genau so viel zu bieten wie Söhne. Beim letzten Kneipenabend mit anderen „Mädchenmüttern“ – aus der Klasse meiner Tochter – kamen diverse Geschichten auf den Tisch, die zeigen, dass Mädchen in der Schule oft genug ziemlich ungerecht behandelt und eben nicht bevorzugt werden:

7. Klasse, neue Sitzordnung: Lea muss mal wieder neben Torben sitzen, das dritte Schuljahr in Folge. Torben stört immer wieder, beleidigt andere, auch Lea. Sie will deshalb nicht schon wieder neben ihm sitzen. Aber die Lehrerin bleibt dabei. Torben verhalte sich dann ruhiger, und Lea könne ihm helfen, sagt sie. Lea habe sich zwar etwas verschlechtert, aber Torben sei neben ihr besser geworden. „Deshalb bleibt das jetzt so.“

8. Klasse, Bio: Joana wird in eine Referatsgruppe eingeteilt, drei Mädchen, zwei Jungen. Die Mädchen arbeiten immer wieder am Thema, die Jungs machen nicht mit. Die Mädchen verteilen Aufgaben für zu Hause, auch an die Jungen. Sie erledigen ihren Part aber nicht. Die Mädchen schreiben ihnen deshalb auf Karteikarten, was sie im Referat sagen sollen. Das machen sie. Am Ende bekommen alle eine Zwei.

5. Klasse, Sport: Die Lehrerin teilt die Klasse zum Fußballspielen in zwei Gruppen ein, getrennt nach Jungen und Mädchen – und damit offenbar auch getrennt nach „guten“ und „schlechten“ Fußballern. Zwei „schlechte“ Jungen müssen zu den Mädchen. Dort wiederum regt die Lehrerin an: „Carla, du spielst gut. Geh du mal zu den Jungs rüber.“

9. Klasse, Geschichte: Der Lehrer teilt Gruppen für Referate ein: drei Mädchen und Tim. Aber Tim macht nicht mit. Die Mädchen fordern ihn mehrfach auf, aber er hat keine Lust. Die Mädchen halten das Referat schließlich allein, Tim steht daneben. Am Ende gibt der Lehrer allen eine Drei minus: Inhaltlich sei das Referat zwar gut gewesen, aber die Mädchen hätten Tim „nicht integriert“.

Bereits der Ansatz ist natürlich wenig neutral. Natürlich fallen Mädchenmüttern eher die Punkte auf, wo ihre Kinder benachteiligt sind.

Ein Kommentator unter dem Artikel schreibt dazu passend:

Meine beiden Söhne hatten das auch schon andersrum: Mädchen, deren Beitrag zu Referaten bescheiden bis nicht vorhanden war. Und natürlich gab es das auch schon mit anderen Jungs. Und — jetzt kommt’s: auch mit meinen. Das Problem ist eher, wer gerade besonders schwer an Pubertät erkrankt ist. (Leiden tun vor allem die anderen.) Momentan kann ich mir jeden Tag anhören, dass es in Mathe und Physik nicht voran geht, weil bestimmte Mädchen (natürlich nicht alle) nichts raffen und darauf natürlich besondere Rücksicht genommen wird. Es sei einfach nur noch langweilig. Macht’s nicht so sehr am Geschlecht fest. Noch nicht mal am Individuum.

Ein anderer schreibt:

Ok, aus den persönlichen Beobachtungen von Frau Silke Fokken werden nun Schlüsse für die Allgemeinheit gezogen, oder wie? In meiner Schulzeit wurden Jungs aufgefordert, nicht so oft aufzuzeigen, wenn der LehrerIn eine Frage stellte. Dies würde die Mädchen verunsichern. Die Jungs sollten also auf Wortbeiträge zu Gunsten der Mädchen verzichten. Einige unserer Nerds wurden gerade in Mathe oder Physik von einigen Mädels geradezu belagert um ihnen die Hausaufgaben zu erledigen, die haben dann mitgemacht in der Hoffnung vielleicht mal eine Freundin abzukriegen, was aber natürlich nie geklappt hat. So gibt es immer zwei Seiten einer Medaille, das die eine Seite solcher persönlicher Erlebnisse es aber sogar als Kolumne auf SPON schafft, ist etwas verwunderlich

Und ein weiterer Kommentar:

Mit Verlaub, aber selten hat mir ein Text bei SPON soviel Anlass dazu gegeben, mich zu echauffieren. Es ist schon eine Kunst (wenn auch heutzutage keine seltene mehr), alles, alles aber auch wirklich alles zu Ungunsten des männlichen Geschlechts zu deuten. „Mädchen haben gemeinhin mehr Erfolg in der Schule? Das kann nicht damit zusammenhängen, dass es Jungs oft schwerer haben. Mädchen sind einfach fleißiger.“ – oder – „Mädchen A arbeitet mehr, als Junge B? Das kann nichts mit den Herangehensweisen der konkreten Kinder zu tun haben. Jungs heimsen sich einfach grundsätzlich die Lorbeeren der Mädchen ein.“ Meine Schulzeit ist noch nicht lange her. Und, glauben Sie mir, so, wie Sie es schildern, ist es nicht. Trotzdem aber ist Ihre Geisteshaltung die allgemein anerkannte: Jungs und Männer werden schlichtweg für faule Stücke gehalten. Viele Lehrerinnen – die gegenüber Lehrern ja in der Überzahl sind – machen daraus letztlich auch keinen Hehl. So werden Jungs, die sich tatsächlich nicht sehr für die Schule begeistern können, erst recht demotiviert. Die Jungs werden zu Verlierern, und das weibliche Geschlecht darf sich moralisch weiter überlegen fühlen, denn es ist ja ‚tendenziell‘ fleißiger.