Forderungen des „Google Walkouts“

Bei Google ist wohl bekannt geworden, dass es zu einer Reihe von Belästigungen gekommen war und wohl auch einige vertuscht worden sind. Da Google eh schon eine gewisse Vorbelastung mit SJWs hat, wie die Vorfälle um Damore zeigten, kam es dort zu Protesten und es sollte ein „Walkout“ organisiert werden, bei dem Mitarbeiter an einem bestimmten Tag aus Protest das Büro verlassen.

Jetzt wurden deren Forderungen veröffentlicht: (wobei mir nicht bekannt ist, ob diese tatsächlich so beschlossen worden sind oder einfach ein Gremium meint für alle sprechen zu können)

An end to Forced Arbitration in cases of harassment and discrimination for all current and future employees, along with a right for every Google worker to bring a co-worker, representative, or supporter of their choosing when meeting with HR, especially when filing a harassment claim.

A commitment to end pay and opportunity inequity, for example making sure there are women of color at all levels of the organization, and accountability for not meeting this commitment. This must be accompanied by transparent data on the gender, race and ethnicity compensation gap, across both level and years of industry experience, accessible to all Google and Alphabet employees and contractors. Such data must include, but not be limited limited to: information on relative promotion rates, under-leveling at hire, the handling of leaves, and inequity in project and job ladder change opportunities. The methods by which such data was collected and the techniques by which it was analyzed and aggregated must also be transparent.

A publicly disclosed sexual harassment transparency report, including: the number of harassment claims at Google over time and by product area; the types of claims submitted; how many victims and accused have left Google; any exit packages and their worth.

A clear, uniform, globally inclusive process for reporting sexual misconduct safely and anonymously. The process today is not working, in no small part because HRs’ performance is assessed by senior management and directors, forcing them to put management’s interests ahead of employees reporting harassment and discrimination. The improved process should also be accessible to all: full-time employees, temporary employees, vendors, and contractors alike. Accountability, safety and an ability to report unsafe working conditions should not be dictated by employment status.

Promote the Chief Diversity Officer to answer directly to the CEO and make recommendations directly to the Board of Directors. In addition, appoint an Employee Representative to the Board. Both the CDO and the Employee Representative should help allocate permanent resources for demands 1-4 and other equity efforts, ensure accountability to these demands, and propose changes when equity goals are not met.

A company is nothing without its workers. From the moment we start at Google we’re told that we aren’t just employees; we’re owners. Every person who walked out today is an owner, and the owners say: Time’s up.

Deepl übersetzt wie folgt:

Ein Ende des Zwangsschlichtungsverfahrens in Fällen von Belästigung und Diskriminierung für alle derzeitigen und zukünftigen Mitarbeiter, zusammen mit dem Recht für jeden Google-Mitarbeiter, einen Mitarbeiter, Vertreter oder Unterstützer seiner Wahl mitzubringen, wenn er sich mit der Personalabteilung trifft, insbesondere wenn er einen Belästigungsanspruch einreicht.

Das scheint mir unproblematisch. Wobei die Frage wäre, was ein Zwangsschlichtungsverfahren genau ist und wie es ausgestaltet ist. Sicherlich kann es sinnvoll sein bei bestimmten Vorwürfen nach Möglichkeit einen konstruktiven Weg nach vorne zu finden und die Sache nicht eskalieren zu lassen.

Eine Verpflichtung zur Beendigung der Lohn- und Chancengleichheit, z.B. die Sicherstellung, dass es auf allen Ebenen des Unternehmens Frauen gibt, die sich durchsetzen, und die Rechenschaftspflicht, diese Verpflichtung nicht zu erfüllen. Dazu müssen transparente Daten über das Gefälle bei der Vergütung von Geschlecht, Rasse und ethnischer Herkunft über das gesamte Niveau und die Jahre der Branchenerfahrung hinweg vorliegen, die für alle Mitarbeiter und Auftragnehmer von Google und Alphabet zugänglich sind. Zu diesen Daten müssen unter anderem gehören: Informationen über relative Beförderungsquoten, Unternivellierung bei der Einstellung, Umgang mit Urlaub und Ungleichheit bei den Veränderungsmöglichkeiten von Projekten und Karriereleitern. Die Methoden, mit denen diese Daten erhoben wurden, sowie die Techniken, mit denen sie analysiert und aggregiert wurden, müssen ebenfalls transparent sein.

Natürlich der alte Mythos von der Diskriminierung gerade von Frauen in einem hochtechnischen Konzern. Wäre aber interessant ob so eine Datenerhebung nicht nach hinten losgehen könnte.

Ein öffentlich bekannt gegebener Bericht über die Transparenz sexueller Belästigung, einschließlich: der Anzahl der Belästigungsansprüche bei Google im Laufe der Zeit und nach Produktbereichen; der Art der eingereichten Ansprüche; der Anzahl der Opfer und Angeklagten, die Google verlassen haben; aller Exit-Pakete und ihres Wertes.

Also im Prinzip eine Art Pranger für Beschuldigte, der zudem auch Google an den Pranger stellen soll, wenn sie sich wegen der Vorwürfe von ihm trennen und ihm zuviel geben. Scheint mir wenig durchdacht: Wenn Google etwas nicht beweisen kann, dann kann es schwer sein einen Mitarbeiter loszuwerden, was dann Prozesse bedeutet. Was bedeuten kann, dass man eine höhere Motivation hat es zu vertuschen. Was auch für die Listen gelten könnte. Es dürfte eher zu den Fragen führen, ob man es wirklich offiziell machen muss, weil es alle schlecht dastehen lässt.

Ein klarer, einheitlicher und weltweit einheitlicher Prozess zur sicheren und anonymen Meldung sexuellen Fehlverhaltens. Der heutige Prozess funktioniert nicht, nicht zuletzt, weil die Leistung der Personalverantwortlichen von Führungskräften und Direktoren bewertet wird, was sie zwingt, die Interessen des Managements über die der Mitarbeiter, die Belästigung und Diskriminierung melden, zu stellen. Der verbesserte Prozess sollte auch für alle zugänglich sein: Vollzeitbeschäftigte, Aushilfen, Lieferanten und Auftragnehmer gleichermaßen. Rechenschaftspflicht, Sicherheit und die Fähigkeit, unsichere Arbeitsbedingungen zu melden, sollten nicht durch den Beschäftigungsstatus bestimmt werden.

Auch nicht schlecht: Eine anonyme Anzeige heißt, dass es nahezu nicht zu zu überprüfen ist. Also perfekt für Rachegelüste etc. Allerdings scheint es mir auch bereits jetzt nicht so schwierig eine anonyme Email an Google zu senden?

Befördern Sie den Chief Diversity Officer, direkt dem CEO zu antworten und Empfehlungen direkt an den Verwaltungsrat zu richten. Ernennen Sie außerdem einen Arbeitnehmervertreter in den Vorstand. Sowohl die CDO als auch der Arbeitnehmervertreter sollten dazu beitragen, permanente Ressourcen für die Forderungen 1-4 und andere Eigenkapitalbemühungen bereitzustellen, die Verantwortlichkeit für diese Forderungen sicherzustellen und Änderungen vorzuschlagen, wenn die Eigenkapitalziele nicht erreicht werden.

Also quasi ein Politkommissar, der direkt der Führung zuarbeitet und die Einhaltung der richtigen Politik umsetzt. Da würde sich Google eine weitere Laus in den Pelz setzen, die sie dann nicht loswird und die das Klima eher verschlechtert.

Ein Unternehmen ist nichts ohne seine Mitarbeiter. Von dem Moment an, an dem wir bei Google anfangen, wird uns gesagt, dass wir nicht nur Mitarbeiter sind, sondern auch Eigentümer. Jeder, der heute rausgegangen ist, ist ein Besitzer, und die Besitzer sagen: Die Zeit ist vorbei.

Mal sehen, wie es weitergeht

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Zur Beliebtheit der politischen Korrektheit in verschiedenen Bevölkerungsgruppen

In einem Artikel wird eine interessante Studie zur amerikanischen politischen Landschaft besprochen:

According to the report, 25 percent of Americans are traditional or devoted conservatives, and their views are far outside the American mainstream. Some 8 percent of Americans are progressive activists, and their views are even less typical. By contrast, the two-thirds of Americans who don’t belong to either extreme constitute an “exhausted majority.” Their members “share a sense of fatigue with our polarized national conversation, a willingness to be flexible in their political viewpoints, and a lack of voice in the national conversation.”

Also ein geringer Anteil an Aktivisten und ein großer Anteil, der von beiden Extremen genervt ist und es auch nicht jeweils ins extreme geführt sehen will.

Most members of the “exhausted majority,” and then some, dislike political correctness. Among the general population, a full 80 percent believe that “political correctness is a problem in our country.” Even young people are uncomfortable with it, including 74 percent ages 24 to 29, and 79 percent under age 24. On this particular issue, the woke are in a clear minority across all ages.

Eine Statistik, die man vielleicht mal einigen Politikern vorhalten sollte. Die Woken sind deutlich in der Minderheit und damit auch in der Minderheit bei den Wählern.

Youth isn’t a good proxy for support of political correctness—and it turns out race isn’t, either.

Whites are ever so slightly less likely than average to believe that political correctness is a problem in the country: 79 percent of them share this sentiment. Instead, it is Asians (82 percent), Hispanics (87percent), and American Indians (88 percent) who are most likely to oppose political correctness.

Viele PoCs sind da also auch sehr kritisch, was für zukünftige Diskussionen mit SJWs ja durchaus interessant ist. Was auch verständlich ist, gerade im hispanischen Bereich sind die Geschlechterrollen ja auch durchaus stark verankert. Und zuviel politische Korrektheit erzeugt auch kein Klima, in dem man gut miteinander arbeiten kann-.

 

As one 40-year-old American Indian in Oklahoma said in his focus group, according to the report:

It seems like everyday you wake up something has changed … Do you say Jew? Or Jewish? Is it a black guy? African-American? … You are on your toes because you never know what to say. So political correctness in that sense is scary.

The one part of the standard narrative that the data partially affirm is that African Americans are most likely to support political correctness. But the difference between them and other groups is much smaller than generally supposed: Three quarters of African Americans oppose political correctness. This means that they are only four percentage points less likely than whites, and only five percentage points less likely than the average, to believe that political correctness is a problem.

Also auch 75% der schwarzen Amerikaner sind gegen die politische Korrektheit. Zwar mehr als jede andere Gruppe, aber nur 4% weniger als die Weißen.

If age and race do not predict support for political correctness, what does? Income and education.

While 83 percent of respondents who make less than $50,000 dislike political correctness, just 70 percent of those who make more than $100,000 are skeptical about it. And while 87 percent who have never attended college think that political correctness has grown to be a problem, only 66 percent of those with a postgraduate degree share that sentiment.

Es wäre interessant die Zustimmung innerhalb der Rassen noch einmal mit den Einkommen abzugleichen.

Aber auch so ist es bereits interessant: Politische Korrekheit ist eine Ideologie der Eliten, der Besserverdiener, der Gutausgebildeten. Wenig Verwunderlich, wenn es um Virtue Signalling geht.

Political tribe—as defined by the authors—is an even better predictor of views on political correctness. Among devoted conservatives, 97 percent believe that political correctness is a problem. Among traditional liberals, 61 percent do. Progressive activists are the only group that strongly backs political correctness: Only 30 percent see it as a problem.

Und auch hier eine interessante Aufspaltung: Konservative sind ganz überwiegend dagegen, traditonellere Linke ebenfalls zu immerhin 61 Prozent, nur die extremeren Aktivisten, die 8% von oben, sind da relativ unkritisch.

So what does this group look like? Compared with the rest of the (nationally representative) polling sample, progressive activists are much more likely to be rich, highly educated—and white. They are nearly twice as likely as the average to make more than $100,000 a year. They are nearly three times as likely to have a postgraduate degree. And while 12 percent of the overall sample in the study is African American, only 3 percent of progressive activists are. With the exception of the small tribe of devoted conservatives, progressive activists are the most racially homogeneous group in the country.

Lustigerweise scheinen also die „SJWs“ selbst ein Rassismusproblem zu haben: Denn ihre Theorie ist ja, dass es auf Rassismus zurück zu führen sein muss, wenn in einer Gruppierung schwarze unterrepräsentiert sind.

Diese Denkweise ist also eine Denkweise der weißen, reichen, gut ausgebildeten Weißen.

There is, however, plenty of additional support for the idea that the social views of most Americans are not nearly as neatly divided by age or race as is commonly believed. According to the Pew Research Center, for example, only 26 percent of black Americans consider themselves liberal. And in the More in Common study, nearly half of Latinos argued that “many people nowadays are too sensitive to how Muslims are treated,” while two in five African Americans agreed that “immigration nowadays is bad for America.”

Also nur 26% der Schwarzen sehen sich als Links. Viele Latinos sind muslimfeindlich und zwei von fünf schwarzen Amerikanern haben was gegen Einwanderer.

Und auch interessant:

It is obvious that certain elements on the right mock instances in which political correctness goes awry in order to win the license to spew outright racial hatred. And it is understandable that, in the eyes of some progressives, this makes anybody who dares to criticize political correctness a witting tool of—or a useful idiot for—the right. But that’s not fair to the Americans who feel deeply alienated by woke culture. Indeed, while 80 percent of Americans believe that political correctness has become a problem in the country, even more, 82 percent, believe that hate speech is also a problem.

It turns out that while progressive activists tend to think that only hate speech is a problem, and devoted conservatives tend to think that only political correctness is a problem, a clear majority of all Americans holds a more nuanced point of view: They abhor racism. But they don’t think that the way we now practice political correctness represents a promising way to overcome racial injustice.

Interessant wäre natürlich noch gewesen, ob sie auch Angriffe gegen Weiße, Männer, etc als Hatespeech gesehen hätten.

 

 

 

Identitätstheorien und die Freude daran, seinen Ressentiments freien Lauf lassen zu können

In einem Artikel über die Wähler der AfD heißt es:

In Wirklichkeit macht die AfD ihren Wählern ein ganz anderes, kostenloses Geschenk: Wer AfD wählt, wählt das Versprechen, von moralischen Zwängen der sogenannten politischen Korrektheit befreit zu sein. Das ist ihre vorpolitische Energie, erst danach entsteht daraus ein Weltbild. Gruppenbezogene Vorurteile sind in der AfD grundsätzlich erlaubt, solange es um Muslime, Asylbewerber, Linke, Berufspolitiker und Journalisten geht. Einzige Ausnahme: Vorurteile über AfD-Anhänger. Da wird von Parteifunktionären eine übergenaue Betrachtung angemahnt.

Unsere Gesellschaft hat engmaschige Normen, Affektkontrolle ist für viele Menschen ein täglicher Kampf. Niemand sollte unterschätzen, welchen Rausch es bedeutet, seinen Ressentiments freien Lauf lassen zu dürfen. Entsprechend aussichtslos ist es, auf AfD-Wähler einzureden, sie sollten aus moralischen Gründen auf die Befreiung von ebensolchen Zwängen verzichten. Der Effekt ist gleich null. Wenn AfD-Politiker nun gezwungen sind, moralischen Zwang anzuwenden, um ihre Partei vor dem Extremismus zu bewahren, brechen sie ein zentrales Versprechen. Sie könnten deshalb versucht sein, nichts zu tun. Aber dann driftet die AfD eben weiter ab.

Das scheint mir ein Vorteil vieler weiterer Identitästheorien zu sein: Weil sie so simpel auf Gruppen ausgerichtet sind kann man unter dem Deckmantel, dass diese Gruppenvorurteile zutreffend sind, wunderbar über die anderen herziehen.

Man hat einen wunderbaren Sündenbock, man darf alles negative sagen, es befreit von dem Druck, dass man bestimmte Sachen nicht sagen darf.

In den recht einfachen rassistischen Theorien ist das noch weniger gut durchdacht, in etwas akademischeren Theorien gibt es eine Vielzahl von Versatzstücken, die einem erlauben den Vorwurf zu entkräften, dass man gerade schlicht über andere herzieht.

Im Feminismus beispielsweise dienen dazu Theorien, dass man die „privilegierten“ Gruppen gar nicht diskriminieren kann, dass man sich nicht beschweren kann, wenn Benachteiligte ihrem Ärger über die Benachteiligung Luft machen, dass es gar nichts im Vergleich ist zu dem, was andere erleiden.

Insofern ist Political Correctness auch nur die nach innen gerichtete Norm, die Befreiung von dieser tritt bei diesen Theorien ein, wenn man über Weiße, Männer, Heterosexuelle etc herziehen darf. Wenn man alle anderen für das Leid dieser Welt verantwortlich machen darf und eine Gruppe beschimpfen darf und sich dabei noch gut fühlt.

„Ich bin eine Frau, habe das Verhalten eines Mannes kopiert und es hat dazu geführt, dass ich gute Resultate erreicht habe“

Eine Frau sieht ein bestimmtes Verhalten bei einem männlichen Coach und plant es zu übernehmen.

Hier ihre Beschreibung des Verhaltens:

Imagine then, my puzzlement watching a leader whose monosyllabic brevity accrues such respect. Paper and pen in hand, I observed Coach Taylor, making note of his phrases. In coaching meetings he would end conversations with the sentence, “We’re not going to do that.” He responded to student concerns with “Nope. Not gonna do it” or “You’re better than this!” “Stay away from dumb, gentlemen,” and “Don’t quit.”

Actors on the receiving end of Coach Taylor’s missives usually respond quite positively and fall in step with him, appreciating his brick wall approach. At home his utterances appear even more brief: to his wife: “don’t ask me that” or “Damn I love you” and to his daughter, “If you’re wondering if he’s thinking about you, he’s not.”

Also kurz angebunden, relativ dominant und mit einer gewissen Autorität und einem hohen Selbstvertrauen.

Ihre Version:

My last name is also Taylor. Sweeping my hair uneasily into a baseball cap, I decided to try to be as “Coach Eric Taylor” as possible for two weeks. I am a five-foot-two white woman with glasses, shoulder-length hair, a wide smile and ready eye contact. I was dubious about this stunt working. Could I truly effect male power?

When students asked for alternatives to the assignment, I swallowed, paused, and said, “Not gonna happen.” They packed up and got the work done as I asked. I met a graduate student who was dragging her feet on her dissertation with, “Do you have what it takes? Then just do it.” She looked dumbfounded but turned a chapter in shortly thereafter. In a faculty meeting, a colleague ventured complex curriculum revision that I would normally have spoken at length against based on my extensive experience as a former associate chair. Instead I let people cast about with questions and concerns and then said, trying not to laugh at its simplicity, “We’re not gonna do it.” The subject was dropped.

Ein anderes Auftreten bringt ihr also auch eine andere Autorität. Was natürlich interessant für viele Fragen ist, etwa Vorhaltungen von Feministinnen, dass Männer eher mit bestimmten Verhalten durchkommen, seltener unterbrochen werden oder was auch immer. Es könnte demnach auch schlicht am Verhalten liegen.

Weiter aus dem Text:

I came to meetings late, and left early. I made jokes. Crucially, I started to meet colleagues for beers more in my faculty association, where I was a member of the council. I was one of the only women, and my status was quickly elevated to one of the power brokers and I joined the executive committee. I believe drinking beer and speaking with more jocularity helped me gain respect. Coach Taylor’s affect was effective for me at work.

Sie lässt sich also auf die anderen ein, gliedert sich ein, wird lockerer und wird akzeptiert. Das kann einen großen Unterschied machen.

Es könnte auch ein Grund sein, warum überzeugte Feministinnen in ihrer Wahrnehmung gestärkt werden, dass Frauen diskriminiert werden. Denn sie sind eben nicht locker, sie vertragen keine Witze, sie sehen in allem einen Angriff auf sich, sie wirken nicht selbstbewußt etc. Wenn sie dann die Ablehnung gegen ihre Person auf ihr Geschlecht beziehen, dann scheint sich ihr Weltbild zu bestätigen.

The same was true at home. I responded to my kids’ entreaties with, “Don’t ask me that.” I opened dinner with, “here’s how it’s gonna go” giving each person a job and no room for argument. Our household is so dialogical, I was afraid no one would fall for it, but they did. Things ran my way.

I noticed many things. I wasn’t co-operating, I was dictating, and I used a lot less energy. No one asked followup questions, there was less negotiation, and I didn’t lose time wondering if everyone was OK with the decisions. Students were more productive, and I was more effective at getting what I wanted. I will never forget that my colleagues, with PhDs and argumentation in their bones, dropped a proposal after I uttered five words. Adopting white male southern swagger was pretty darn effective for getting my way.

Wenn sie jetzt noch darüber hinwegkommt, dass es per se etwas weißes und männliches ist, dann wäre sie einen Schritt weiter. Es hat eher damit zu tun, wie wir auf Autorität reagieren, wie sich Hierarchien bilden etc.

Männern mag dies im Schnitt leichter fallen, aber es wird nicht akzeptiert, weil es männlich ist, sondern weil Hierarchien zu erkennen und zu befolgen (aber auch: unsichere Hierarchien und solche, die keinen Gehalt haben zu erkennen und weniger ernst zu nehmen) eben Teil unserer Natur ist.

So why am I not delivering TED Talks on how women can gain power by imitating white male football coaches on TV? Because this was an experiment in affect, language, demeanour and gender, and one I found deeply saddening. Being a good partner, mother, professor and citizen to me has always meant being deferential, inclusive, transparent about what I am thinking, as concrete and thoughtful as possible in explaining my decisions, and collaborative with students, family and colleagues. But these features are not often respected as signs of good leadership, and they are exhausting to perform. I won’t promote getting one’s way by force and intimidation. I won’t promote the silencing of dissent through verbal muscularity.

Aber natürlich ist es doch wieder toxische Männlichkeit. Das viele Menschen, nicht nur Männer, verschiedene Gesprächsstile erfolgreich kombinieren, Autorität wenn es sinnvoll ist, aber auch kritische Stimmen zulassen und Leute andere Meinungen haben lassen, wenn eine Frage ausdiskutiert werden muss, darauf scheint sie gar nicht zu kommen. Auch hier wird der Mittelweg oder eher das gezielte Einsetzen beider Strategien häufig der beste Weg sein.

Natürlich ist es auch okay, wenn sie sich so nicht wohlfühlt ihren eigenen Stil zu praktizieren.

Interessant ist aber, dass sie da auch zugesteht, dass so vieles produktiver war als bei ihrem Führungsstil.

Wobei es eben in dem Bereich sehr viele Führungsstile gibt: Von Autoritär und diktatorisch bis zu väterlich betreuend. Es ist schade, dass sie es so wenig von dem Geschlecht trennen kann.

„Ich werde mein männliches Kind immer lieben“

Wieder einmal ein sehr merkwürdiger Artikel bei Pinkstinks. Eine Feministin, Mithu Sanyal, schreibt über ihren Sohn:

Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, als meine Gynäkologin mir verriet, dass ich einen Jungen bekommen würde. Weil es echt schwierig war, bis auf die Toilette zu kommen, bevor ich in Tränen ausbrach. Und zwar nicht vor Freude. Mein erster Gedanke war: Dann hat sich das ja gar nicht gelohnt. Der zweite: Wie schnell kann ich nach der Geburt wieder schwanger werden? Meine Mutter tröstete mich:

„Die hat sich bestimmt geirrt.“

Was für Gedanken! Welch merkwürdiges Verhältnis gegenüber Männern muss man haben, um so etwas zu denken?  Und eine Mutter, die meint einen deswegen trösten zu müssen….

Seitdem habe ich bei jedem neuen Baby in meinem Umfeld die mitleidigen Blicke bemerkt, wenn es ein Junge war. Und das stolze, überlegene Lächeln der Mädchenmütter. Wie in einem viktorianischen Roman. Nur halt umgekehrt.

Was muss man dafür für ein Umfeld haben? Wenn man je einen Beweis für eine sehr radikale feministische Szene bräuchte: Dieser Text wäre einer.

Dort waren es die weiblichen Babys, die als waste-of-space im Uterus angesehen wurden. Und die Baby-boys, die die braven Ehefrauen und Mütter mit dem befriedigenden Gefühl erfüllten, eine Leistung vollbracht zu haben. Und erst die Väter. Deshalb versuchen die Töchter in diesen Romanen so häufig, Söhne zu sein, um auch zu den erwünschten Kindern zu gehören. Und deswegen haben sich Feministinnen genau gegen diesen boy bias gewehrt und gesagt: Wir wollen Mädchen!

Das wäre eine etwas verharmlosende Beschreibung nach dem obigen. Sie scheinen ja nicht nur etwas lieber Mädchen zu wollen oder zu wollen, dass  man sich auf Mädchen freut. Sondern sie scheinen ein echtes Problem mit einem männlichen Baby zu haben. So starke Probleme, dass man weinen muss, wenn man hört, dass man einen Jungen bekommt.

Es geht weiter

Das Problem ist nur, ich bin eine Feministin. Und ich habe einen Sohn.

Als er auf die Welt kam, schickten mir Freundinnen Artikel: Wie kann ich verhindern, meinen Sohn als Macho zu erziehen. (Als könnten wir mit Erziehung auch nur halb so viel bewirken wie die Gesellschaft um uns herum, aber das ist ein anderes Thema.) Als er auf die Welt kam, schaute ich ihn mit einer Mischung aus Faszination und Befremden an, dieses fremde Wesen mit einem noch fremderen Geschlecht, und wusste nicht, wie ich Anteile von mir selbst in ihm wiedererkennen sollte. Als er auf die Welt kam, war ich sicher, dass er der Gewinner in der Geschlechterlotterie sein würde, und entsprechend unvorbereitet auf die Reaktion der Umwelt auf männliche Babys.

Mir scheint, dass sie damals dann noch eine radikalere Feministin war und in einem sehr radikalen Umfeld. Aber in der Tat ist ein männliches Baby für radikale Feministinnen ein Problem oder ein Projekt: Er ist ja das Böse und ihn zu fördern heißt ihm seine Privilegien gewähren. Man kann es allenfalls sportlich sehen: Schaffe ich es ihm das Böse, die Privlegierung, zu nehmen und ihn zu einem „guten Mann“ zu machen? Allerdings kann das ja kaum gelingen, tatsächlich wegen der Biologie, aber in feministischer Vorstellung auch, weil er ja durch die Gesellschaft privilegiert ist.

Inzwischen weiß ich, dass Eltern mit ihren Söhnen von der ersten Sekunde an weniger sprechen und wenn sie es tun, benutzen sie eine weniger metaphernreiche Sprache. Ich weiß, dass männliche Kinder weniger in den Arm genommen werden und insgesamt weniger Zärtlichkeit erhalten als weibliche Kinder. Töchter werden dafür mehr in ihrer Autonomie und Bewegungsfähigkeit eingeschränkt und sie erhalten erschreckend viel positives Feedback für jedes Zögern und Zurückweichen: Oh, du hast Angst? Ach, dann lass das lieber. Komm zu Mama/Papa/Omi. Sei vorsichtig. Mach dich nicht schmutzig. Sei nett.

Sie weißt also auf gewisse Nachteile hin (die vermutlich eher daraus entstehen, dass die Eltern merken, worauf ihre Kinder besser reagieren bzw. ob sie ängstlicher sind etc).

[…]

Sich zu entscheiden, ob man in dieser Welt lieber ein Junge oder ein Mädchen werden möchte, ist wie die Entscheidung zwischen Armen und Beinen. Spoiler: Wir brauchen beides, Wärme und Zärtlichkeit sowie Stärke und Zuversicht. Darüber, wie schwierig es ist, ohne Beine – sprich als Mädchen – aufzuwachsen, haben andere und klügere Menschen bereits eine Menge gedacht, gesagt und geschrieben. Welche Herausforderungen das Leben ohne Arme – also als Junge – mit sich bringt, wurde so viel weniger untersucht, dass es den meisten Jungen selbst nicht auffällt. Arme? Was sind Arme?

Ich denke sie will darstellen, dass sie über das Kind einiges gelernt hat, dass sie gemerkt hat, dass auch die Jungs Nachteile haben. Dass sie den Männerhass ihres feministischen Umfeldes überwunden hat. Es wäre dann in Teilen ein antifeministischer Text.

[…]

Ich hatte mich zuerst dagegen entschieden, diesen Text I will always love my male child zu nennen, weil die Übersetzung davon ist: Ich werde mein Kind immer lieben, obwohl er ein Junge ist. Und das ist ein wenig so wie zu sagen: Ich liebe ihn, obwohl er ein Mensch ist. Oder obwohl er er ist. Natürlich ist er noch mehr als nur sein Geschlecht, aber er hat und ist eben auch sein Geschlecht. Deshalb wäre es passender zu sagen: Ich liebe ihn, weil er ein Junge ist. Nicht nur, aber eben auch deshalb.

Sie hat also anscheinend das Lagerdenken ihrer feministischen Umgebung zumindest etwas überwunden und sieht ihn als Individuum und nicht nur als Vertreter der Gruppe Mann.

Und sie kann anscheinend jetzt auch etwas schönes an seinem Junge sein sehen.

Aus irgendeinem Grund – wahrscheinlich aus demselben Grund, aus dem Mädchen pinke Empathiespielsachen wie Prinzessin Lillifee und Jungen schlammfarbenes Actionspielzeug wie Plastikpistolenaufgedrängt bekommen – war ich davon ausgegangen, dass ein Junge grundlegend verschieden von einem Mädchen, ergo von mir sein würde. Dass wir keine weiteren Gemeinsamkeiten haben würden – außer der Hälfte unserer DNA – und nur in einer komplizierten Form von Morsecode kommunizieren könnten. Und hier lag ein winziges Wesen mit Regenwurmarmen und Beinchen und war einfach es selbst. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich einen männlichen Menschen nicht zuerst als Mann oder Junge wahrnahm. Seitdem haben sich die Kategorien Männlich und Weiblich mehr und mehr aufgelöst. Ich liebe meine Tochter nicht nur, aber auch, weil sie ein Mädchen ist und ich deshalb mit ihr bestimmte Mädchendinge machen kann wie die neuesten veganen Superfoods auszuprobieren.

Das ist ja ein altes Problem aller Identitätstheorien: Wenn man nette Vertreter der eigentlichen „Antigruppe“, der Sündenbockgruppe, kennenlernt, dann sieht man in ihnen das Individuum. Einige denken es sich dann zurecht, dass diese die rare Ausnahme sind und sie ruhig weiter hassen können. Andere erkennen, dass die Theorien nicht stimmen können.

Aber ich weiß, dass das nicht an ihren Genitalien oder Chromosomen oder Hormonen oder woran auch immer wir inzwischen Geschlecht festmachen liegt, sondern an der Welt, in der wir uns bewegen und die Frauen erklärt, dass sie gefälligst auf ihre Figur zu achten haben und das am besten durch Ernährung tun.

Das ist falsch, aber gut.

Aber auch wenn ich Geschlecht immer weniger beschreiben kann – was ist wirklich weiblich, was wirklich männlich, was wirklich trans? – hat es einen immensen Einfluss auf uns. Weil wir an jeder Ecke danach beurteilt und behandelt werden. Deshalb ist es so wichtig, unsere Vorstellung von Geschlechtern zu erweitern, so dass Jungen auch schön sein dürfen und Mädchen auch mutig. Und deshalb möchte ich diesen Text doch I will always love my male child nennen. Denn ich glaube, das ist es, was Jungen und Männern in unserer Gesellschaft am meisten fehlt:

Ein versöhnliches Ende. Aber ein Text, der Leuten wie Nadine Lantzsch von der Mädchenmannschaft nicht gefallen würde. 

Bei kleineren Kindern ist es natürlich auch noch besser aufrechtzuerhalten. Interessanter wird es, wenn die Pubertät einsetzt und sich das geschlechtliche Verhalten immer mehr zeigt. Das kann dann bei radikalen Feministinnen zu ernsten Problemen führen. Ich hoffe hier geht es gut

„Gleichberechtigung: Sind Ostfrauen emanzipierter?“

Auf einem feministischen Treffen redet man über Unterschiede zwischen Ost- und Westfrauen und dem Feminismus:

Der Raum war voll, es war stickig und heiß, einige Ostfrauen hatten gerade von sich erzählt, von ihren Müttern und Großmüttern und wie diese den Jüngeren vorlebten, dass Erwerbsarbeit so selbstverständlich war wie der Wunsch nach Kindern, die selbstredend in die Kita gingen. Und dann sagte die Frau diesen Satz: „Ich will Ihre gute Laune ja nicht stören, aber mich regt die Mythologisierung der Ostfrauen total auf.“

Das muss die Feministinnen auch echt stören: Frauen, die emanzipiert leben und den Gender Pay Gap auf 8% drücken und in einigen Städten sogar einen „umgekehrten Gender Pay Gap“ haben. Sie lassen die Westfrauen schlecht aussehen und es sieht fast so aus als könnte man mit eigener Verhaltensänderung einiges an Unterdrückung und Patriarchat ablegen. Dabei sind doch eigentlich die Männer an allem schuld. Und dann sind die Männer da auch noch alle Nazis. Die Frauen müssten da eigentlich noch unterdrückter sein.

Stille. Irritierende Blicke. Die Frau schaute sich um, dann nach vorn und erzählte: Kurz nach der Wende sei sie aus beruflichen Gründen mit der Familie aus dem Westen in den Osten gezogen. Sie hatte sich darauf gefreut, zu erleben, was im anderen Teil Deutschlands vor sich ging. Vor allem aber war sie – als Feministin – neugierig auf die Frauen aus dem Osten und den emanzipatorischen Schwung, den sie aus allen Zeitungstexten über die DDR herauslas und aus allen Erzählungen heraushörte. Sie hatte das Bild von Kämpferinnen im Kopf, von Frauen, die Widerworte geben, um ihre Rechte ringen, die angriffslustig sind. Aber dann traf sie auf graue Gestalten, die von ihrem Alltag gestresst waren und den Männern im Haushalt nichts abforderten, die keine Ahnung vom Feminismus hatten und statt gelassen eher verbittert waren. Was soll daran bewundernswert, emanzipiert sein? Sehen so Vorreiterinnen in der politischen Auseinandersetzung um gleiche Rechte aus, im Kampf für Abtreibung und mehr weibliche Sichtbarkeit?

Ah, die Rettung! Sie sind doch noch unterdrückt, irgendwie. Wobei das eigentlich auch wieder den feministischen Theorien widerspricht. Sollte nicht die berufliche Emanzipation auch dafür sorgen, dass Frauen in anderen Bereichen emanzipierter sind?

Manche Frauen rutschten auf ihren Stühlen hin und her, Raunen, Arme schnellten in die Höhe, jede wollte etwas sagen. Aus manchen brach es förmlich heraus: Wir mussten nicht um unsere Rechte kämpften, wir hatten sie einfach. Wir konnten uns vom Partner trennen, wenn wir das wollten, und hingen nicht – wie viele Frauen aus dem Westen – in männlicher Abhängigkeit fest. Kitas mögen von 6 bis 18 Uhr geöffnet gewesen sein, weil Frauen ihre Arbeitskraft voll dem Staat zur Verfügung stellen sollten, aber wir konnten eben arbeiten, auch in leitenden Positionen. Insgesamt hatten Frauen im Osten, so das Fazit, gegenüber Frauen im Westen eben doch einen emanzipatorischen Vorsprung: Während Ostfrauen weitgehend gleichberechtigt lebten, ohne darüber in jeder Sekunde nachzudenken und das zu theoretisieren, hatten Westfrauen zwar feministisches Basiswissen, in der Regel aber keine Chance, das in die Realität umzusetzen.

„Keine Chance, das in die Realität umzusetzen“ ist wirklich erstaunlich. Aber immerhin auch ein Eingeständnis, dass sie etwas umsetzen müssten. Und die armen Frauen im Osten hatten keinen Zugriff auf feministische Theorie und deswegen konnte sich anscheinend die positive Wirkung der Gleichberechtigung nicht entfalten.

Auch eine schöne Aussage: Eine Unterdrückungserfahrung gab es natürlich schon immer auf allen Seiten.  Beide waren eben nur verschieden. Auch wenn eine Seite wesentlich weniger Gehaltsunterschied gehabt hat. Und weswegen man da auch nur anführen kann, dass ihr „das feministische Bewußtsein“ fehlt. Sie waren anscheinend nicht genug Opfer. Man kann noch nicht einmal benennen, was sie im praktischen weniger haben, insofern scheint ihre Reaktion auf die „Wessis“ zutreffend, die ihnen, die wesentlich weiter sind, anscheinend vorwerfen, dass sie nicht aus den richtigen Gründen weiter sind und gefälligst von ihnen, die wesentlich schlechter stehen, lernen sollen.

Man könnte das „Wessisplaining“ nennen.

Auch interessant: Die Ossis sind etwas mehr in die Unterdrückung rein, obwohl aus dem „emanzipierteren System“ kommend (da mit kleineren Gender Pay Gap).

In der Tat sollten die Westfeministinnen eher schauen, welche Theorien die „Ostfeministinnen“ so vertreten (vertreten haben). Leider sind die wahrscheinlich nicht so gut für einen Opferkult: „Studier als Frau dann eben einfach Ingenieurwesen“ wäre ja viel zu simpel

Da schütteln die Frauen mit ihrem Gender Studium kritisch den Kopf: Da lassen die sich einfach Ingenieur nennen und passen sich so unkritisch an! Hätten die doch lieber Gender Studies studiert, dann wären sie zwar keine Ingenieure, aber sie wüßten, dass sich weibliche Ingenieure mit Ingenieurin anreden lassen müssen, wenn es zu einer Gleichberechtigung kommen soll.

Feminismus – so wichtig!

Auch faszinierend: Die Westfrauen wissen also, dass eine Theorie von ihnen, mit 23% Lohunterschied, im Osten Lohnungleichheit verbirgt, bei 8% Unterschied. Das ist schon erstaunlich. Die Daten scheinen ja eher das Gegenteil darzulegen.

„Das private ist politisch“ ist in letztendlicher Konsequenz auch für die meisten Westdeutschen Frauen nicht politisch. Schlicht weil sie eben nicht hart daran arbeiten, den Gender Pay Gap zu senken, indem sie zB Ingenieur werden, möglichst viele Überstunden machen, einen Mann, der die Kindererziehung übernimmt und weniger verdient heiraten etc. Es ist nur politisch, sofern es ihnen passt.