„Privilegierte“ schlecht behandeln, damit sie merken, wie es ist, wenn man diskriminiert wird

Was ich schon verschiedentlich gelesen habe als Rechtfertigung für die aggressive Art im Umgang mit „Privilegierten“ ist die Aussage, dass es für diese gut ist, wenn sie mal merken, wie es ist, diskriminiert zu werden.

Das schlechte Verhalten Privilegierten gegenüber ist also dann quasi eine erzieherische Maßnahme und damit gerechtfertigt. Neulich lief es mir wieder über den Weg und ich wollte anhand des Beispiels einen Artikel darüber machen, ich finde es aber leider nicht mehr. Hat jemand vielleicht entsprechende Stellen?

Es ist ein weiterer wunderbarer Punkt, warum man sich selbst wie die Axt im Walde benehmen kann, warum man seine Wut und seinen Hass an anderen auslassen kann, und sich dabei sogar noch gut fühlen kann. Endlich erfahren diese als Gruppe privilegierten mal wie es für Nichtprivilegierte ständig ist!

Das ist natürlich schon Blödsinn, weil das gesamte binäre Schema von Privilegien und Nichtprivilegien nach Gruppe auf vollkommen heterogene Gruppen angewendet wird, bei der Unterschiede im Schnitt bestehen und der Nachweis, dass tatsächlich eine Diskriminierung vorliegt, oft gerade nicht erbracht ist und es  – wie bei Männern und Frauen – weitaus eher Unterschiede im Verhalten im Schnitt sind, die oft auf biologischen Grundlagen beruhen, die zu den Unterschieden führen.

Aber die befreiende Wirkung einer solchen Erklärung kann ich durchaus nachvollziehen. Feindbilder machen das Leben halt immer einfacher.

„Feminismus hat euch nicht diesen unsäglichen #Edeka Muttertagsspot eingebrockt“

Nils Pickert tweetete zu der Edeka Werbung:

Noch einmal als Text:

Hier, Männer: Feminismus hat euch nicht diesen unsäglichen Muttertagsspot eingebrockt. Auch keinen Wehrdienst, 5 Jahre früher sterben, nicht weinen dürfen und alpha sein müssen. Feminismus bietet euch vielmehr einen Ausweg aus dieser Scheiße.

Ich tweetete dazu:

Der Tweet von Nils ist dabei eine Abwandlung von „The Patriarchy hurts men too“, womit der Feminismus üblicherweise alle Umstände , die für Männer negativ sind, meint und damit anführen will, dass Männer Feministen sein sollten, damit sie die von dem Patriarchat geschaffenen Nachteile beseitigen könnne, denn einen anderen Machtfaktor, der so etwas hervorrufen würde,

Im Endeffekt ist es eine der vielen Immunisierungsstrategien des Feminismus, denn er kann damit die Verantwortung immer an die Männer (oder die weißen etc) zurückgeben.

Aus meiner Sicht bietet der moderne Feminismus auch keinen Ausweg aus den von Nils dargestellten Problemen. Denn als Männerprobleme sind sie ihm erst einmal vollkommen egal. Es sind Probleme, die Männer lösen müssen, sie können nicht erwarten, dass Frauen da die Arbeit für sie machen. Demzufolge gibt es auch keine Artikel auf feministischen Blogs, die sich tatsächlich dafür einsetzen, dass Männer da besser dastehen. Wenn dann wird weitaus eher auf Frauen abgestellt und gefordert, dass sie sich in bestimmten Bereichen, wo es für Frauen vorteilhaft wäre, anders verhalten.  Insofern werden die Männer allenfalls darauf verwiesen dagegen vorzugehen.

Allerdings kann man aus meiner Sicht durchaus gut vertreten, dass der gegenwärtige intersektionale Feminismus eine gewisse Mitschuld trägt. Den gerade das vom intersektionalen Feminismus geschaffene Klima erlaubt ja diese Abwertungen von Männern, die in dieser Form vor ein paar Jahren sicherlich noch deutlich schwerer gewesen wären. In einem Klima, wo es immer Artikel über die ´Schrecklichkeit von Männern gibt wird man so etwas eher machen können

Alice Schwarzer vs Margarete Stokowski (Teil 2)

Der Tagesspiegel hat eine Diskussion zwischen Margarete Stokowski und Alice Schwarzer in einem Artikel. Teil 1 der Besprechung findet sich hier

Sie beide bezeichnen sich als Feministinnen. Was bedeutet das für Sie?

Stokowski: Für mich bedeutet es, Teil einer Bewegung zu sein, die sich dafür einsetzt, dass alle Menschen gleiche Rechte und Freiheiten haben, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Aussehen und Körper.

Das ist die schön klingende Definition von Feminismus, die in der Praxis dann aber selten zum tragen kommt. Denn beispielsweise gesteht sie ja Männern nicht einmal das Recht zu überhaupt eine Diskriminerung anführen zu können, weil eine solche kategorisch ausgeschlossen isut.

Schwarzer: Ich sehe das ähnlich. Gleiche Chancen und Rechte und Pflichten unabhängig vom Geschlecht. Natürlich spielen da auch andere Machtverhältnisse hinein: Wir sind nie nur Frau, sondern auch Deutsche oder Nicht-Deutsche, privilegiert oder nicht privilegiert, weiß oder schwarz. Aber das Fundament, auf dem alle anderen Machtverhältnisse aufbauen, ist das zwischen den Geschlechtern.

Schwarzer lässt etwas Intersektionalismus einfließen, wäre interessant, was sie damit erreichen will. Stokowski etwas den Wind aus den Segeln nehmen?

Frau Schwarzer, Sie haben noch gegen den Abtreibungsparagraphen 218 gekämpft und für das Recht von Frauen zu arbeiten. In ‚Untenrum frei‘ stellt Margarete Stokowski fest, dass die Unterschiede zwischen Frauen und Männern kleiner geworden sind, damit weniger sichtbar und vielleicht auch schwieriger zu bekämpfen. Welche Ziele hat der Feminismus in Deutschland heute, wenn es keine rechtlichen Ungleichheiten mehr gibt?

Schwarzer: In den ersten Jahren der Revolte hätte meine Generation sich nicht erträumen lassen, dass wir da ankommen, wo wir jetzt sind. Wir haben unvorstellbar viel erreicht. Das ist ein Fortschritt. Gleichzeitig ist aber die brachiale Unterdrückung sichtbarer. Bis 1976 konnte zum Beispiel der Ehemann zum Chef seiner Frau gehen und sagen, hiermit kündige ich ihre Stelle, die macht ihren Haushalt nicht ordentlich. Heute gibt es innere Fesseln, die schwerer zu erkennen sind als die äußeren.

Konnte er meines Wissen nach nicht. Aber spielt ja auch keine Rolle mehr. Die „inneren Fesseln“ sind auch ein klassisches feministisches Bild, man könnte auch von „internalisierten Sexismus“ sprechen, wenn man es etwas anders formulieren will. Es ist letztendlich nur die Feststellung, dass die Menschen gleiche Rechte haben, aber sich trotzdem relativ stereotyp verhalten, in freieren Gesellschaften stereotyper als in konservativen. Was mit einer evolutionären Herleitung der Unterschiede im Schnitt ja auch gut zu erklären ist. Aber das wäre ja keine Unterdrückung. Also muss doch irgendwas die Frauen dazu zwingen so zu handeln.

Früher durften Männer ihren Ehefrauen verbieten zu arbeiten. Heute gehen Frauen freiwillig in Teilzeit oder ziehen sich aus der Arbeitswelt zurück, wenn sie Kinder bekommen.

Stokowski: Wenn wir von Freiwilligkeit reden, lenken wir davon ab, dass es nach wie vor Machtstrukturen gibt. Wir alle möchten weiter an das Bild der selbstbewussten emanzipierten Frau glauben. Und dann merken wir, die Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Ungleichheit zu erhalten – Frauen treffen immer wieder dieselben Entscheidungen und stehen immer wieder vor denselben Hürden. Wenn wir diese Entscheidungen einfach nur als freiwillig ansehen, ist es schwieriger, über die politische Dimension zu reden. Stattdessen heißt es, das ist doch der freie Wille, und wir können Frauen nicht zwingen, sich die Hälfte der Macht zu nehmen.

Auch sehr schön:  „ich würde ja leider gerne an die selbstbewußte emanzipierte Frau glauben, aber es gibt sie leider nicht“. Wenn man mal eine richtig schlechte Meinung über Frauen hören möchte, dann fragt man nach wie vor am besten eine Feministin. Was auch vergessen wird zu fragen: Warum soll es so interessant sein die Hälfte der Macht zu nehmen? und natürlich: Können nur Angehörige einer Gruppe für diese Macht ausüben? Aber das sind im Feminismus nicht gern gesehene Fragen.

Schwarzer: Das mindestens 4000 Jahre währende Patriarchat lässt sich nicht in 40 Jahren aus den Angeln heben. Was man Frauen früher aufgezwungen hat, machen sie heute scheinbar freiwillig. Der gesellschaftliche Druck ist immer noch groß, ein bestimmtes Ideal zu erfüllen. Das läuft subtil ab, der Zwang ist weniger sichtbar. Die Schlacht spielt sich dabei wieder auf unserem Körper ab. Ich habe eine ähnliche Rückwärtsbewegung schon einmal Mitte der 70er Jahre erlebt. Da hat man auch innerhalb der Frauenbewegung von einer sogenannten „neuen Weiblichkeit“ oder der „neuen Mütterlichkeit“ geredet. Das war aber in Wahrheit die alte.

Wie kommen die nur auf „mindestens 4000 Jahre“. Weit eher sind es viele Millionen Jahre. Hier noch einmal ein Zeitstrahl:

  • vor ca. 4 Milliarden Jahren: Erste Lebewesen
  • vor ca. 2,5 Milliarden Jahren: Mehrzellige Lebewesen
  • vor ca. 600 Millionen Jahren: Erste geschlechtliche Fortpflanzung
  • vor ca. 545 Millionen Jahren: wirbellose Tiere
  • vor ca. 495 Millionen Jahren: Erste Wirbeltiere
  • vor ca. 440 Millionen Jahren: Erste Panzerfische
  • vor ca. 417 Millionen Jahren: Fische verbreiten sich, Erste Amphibien
  • vor ca. 350 Millionen Jahren: Reptilien und Dinosaurier, flugfähig Insekten
  • vor ca. 250 Millionen Jahren: primitive Säugetiere
  • vor ca. 140 Millionene Jahre: die großen Dinosaurier
  • vor ca. 120 Millionene Jahre:  kleinere Säugetiere
  • vor ca. 65 Millionen Jahren:  Aussterben der Dinosaurier
  • vor ca. 65 Millionen Jahren: erste Primaten
  • vor ca. 20 Millionen Jahren: Menschenartige
  • vor. ca. 10 Millionen JahrenTrennung Abtrennung der Gorillas
  • vor. ca. 6 Millionen JahrenTrennung Menschen – Schimpansen
  • vor ca. 3,9 Millionen Jahren: Erste Funde Australopithecus
  • vor ca. 2,8  Millionen Jahren: Erste Funde Homo habilis
  • vor ca. 2,5 Millionen Jahren: Erste Werkzeuge
  • vor ca. 1,9  Millionen Jahren: Erste Funde Homo rudolfensis
  • vor ca. 1,8  Millionen Jahren: Erste Funde Homo erectus
  •  vor ca. 600,000 Jahren: Erste Funde Homo heidelbergensis
  • vor ca. 300,000 Jahren: Erste Funde Homo sapiens
  • vor ca. 300,000 Jahren: Erster Neanderthaler
  • vor 12.000 Jahren: Sesshaftigkeit und Landwirtschaft
  • vor etwa 7000 Jahren: Kupferzeit
  • vor etwa 5000 Jahren: Bronzezeit
  • vor etwa 3000 Jahren: Eisenzeit
  • vor ca. 300 Jahren: Erste Dampfmaschine

Bereits die Primaten dürften häufig „patriarchal“ gelebt haben. Und es ist natürlich eine Unerhörtheit, dass Frauen so leben wollen, wie sie leben wollen. Merken die denn gar nicht, wie sie unterdrückt werden? Schrecklich diese Frauen.

Gesellschaftliche Bilder von Weiblichkeit oder Männlichkeit prägen schon von Kindheit an. Heute gibt es unterschiedliches Lego für Mädchen und für Jungs, es gibt pinke und „normale“ Überraschungseier. Drängt unsere Konsumwelt Kinder stärker als früher in bestimmte Rollen?

Schwarzer: Das ist längst eine eigene Millionen-Industrie, die es vor ein paar Jahrzehnten noch gar nicht gab.

Aber natürlich findet man die gleichen Geschlechterrollen auch in Völkern ohne pinke Überraschungseier. Schon Kinder im Kindergarten spielen häufig lieber mit dem eigenen Geschlecht, weil es gleicher ist und sich der Spielstil besser vereinbaren lässt. Mädchen mit einem erhöhten pränatalen Testosteronspiegel hingegen spielen lieber mit Jungs, pinke Überraschungseier hin oder her.

Stokowski: Bei Kinderspielzeug und Kinderkleidung ist es extrem. Aber das gibt es auch für Erwachsene. Der Drogeriemarkt DM hat jetzt ein Männerregal, damit Männer nicht aus Versehen Waschmittel kaufen, sondern nur Männercreme. Das macht im Kapitalismus natürlich Sinn, weil man Produkte in zwei Varianten herstellen kann.

Oder es erleichtert die Entscheidung beim Kaufen, weil Leute gerne in einer bestimmten Identität leben, in der sie das Gefühl haben, dass ein Produkt genau zu ihnen passt. Eigentlich erstaunlich, dass eine Ideologie, die so stark auf Identitäten setzt das nicht anerkennt.

Schwarzer: Und die für Frauen sind oft teurer, oder?

Stokowski: Häufig. Natürlich kann man sagen, dass Frauen freiwillig rosa Rasierklingen kaufen und selbst entscheiden, in Teilzeit zu gehen. Aber die Frage ist, was mit denen passiert, die von der aufgestellten Norm abweichen. Was ist, wenn eine Frau sofort nach der Geburt des Kindes wieder anfängt zu arbeiten? Sie wird beleidigt oder muss sich anhören, dass sie eine schlechte Mutter ist. Man kann schon von freiwilligen Entscheidungen sprechen, aber solange abweichendes Verhalten bestraft wird, ist es mit der Freiheit nicht weit her.

Ein großer Teil der Beleidigungen werden dabei von Frauen im Wege der intrasexuellen Konkurrenz kommen. Man kann das natürlich reduzieren, wenn man erhebliche Privilegien der Frauen abbaut: Wenn die Familienversicherung der Frau nur bis zu einem Jahr nach der Geburt eine Krankenversicherung geben würde, dann würde recht schnell viele Frauen wieder anfangen müssen zu arbeiten. Oder wenn wie in der DDR der Unterhalt stark eingeschränkt wird. Aber dann legt man sich natürlich auch mit Frauen an, die diese Privilegien gerne verteidigen.

Wie kann Feminismus gegen solche Marketing- und Erziehungsmechanismen ankommen?

Schwarzer: Aufklären und ermutigen abzuweichen. Meine Großmutter war Schneiderin, ich habe mich mein Leben lang für Mode interessiert. Aber ich habe mich nie einzwängen lassen. Ich muss mich nicht jeden Morgen schminken und auf Schuhen gehen, in denen ich nicht laufen kann.

Ein alter Fehler in der Geschlechterdebatte; „Weil mich bestimmte typischerweise für Frauen interessante Sachen nicht interessieren können und sollten auch alle anderen Frauen lernen, dass sie diese Sachen nicht interessieren“

Der Grund kann auch schlicht sein, dass Frau Schwarzer einen höheren pränatalen Testosteronspiegel hatte und deswegen Schminken und hohe Schuhe weit weniger interessant fand.

Andere Frauen würden dann gar kein Verständnis dafür haben, dass sie auf Schminke und hohe Schuhe verzichten sollen (wobei hohe Schuhe in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern ja selten getragen werden).

Stokowski: Wir müssen die Leute ermutigen, nicht jeden Scheiß mitzumachen. Gleichzeitig ist es gerade bei den Kindersachen eine extreme Klassen- und Geldfrage. Die billigen Sachen sind häufig viel stärker gegendert als die teuren. In einem Bio-Öko-Fairtrade-Kinderladen ist alles bunt, bei Kik oder anderen Textil-Discountern sind Sachen für Mädchen und Jungen klar unterteilt. Manche Leute haben gar nicht die Wahl, genderneutrale, nicht rollenkonforme Sachen zu kaufen. Die, die es sich leisten können, das zu vermeiden, sagen dann auch noch, naja, die Leute, die das kaufen, sind ein bisschen dumm und unemanzipiert und stecken ihre Mädchen in rosa Sachen.

Oder auf der billigeren Einkommensseite verkaufen sich solche Sachen einfach nicht so gut, weil man realere Sorgen hat und Gender Ideologien ein Elitendiskurs sind.

Die AfD agitiert gegen „Gender-Wahn“, eine Gruppe von Schriftstellern und Prominenten hat gerade in einem offenen Brief das „Gender-Sprech“, also geschlechtergerechte Sprache, kritisiert. Ist das das letzte Aufbäumen des Patriarchats? Oder hat sich der moderne Feminismus verrannt und zur Sprachpolizei gemacht?

Stokowski: Ich fürchte, es ist nicht das letzte Aufbäumen. Ich kenne aber keine Feministin, die sagt, wir müssen uns auf eine Variante festlegen. Es gibt Binnen-I, Sternchen, Unterstrich, manche wechseln sich ab und sprechen mal von Lehrerinnen und mal von Lehrern, andere erfinden neue Formen wie die Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch.

Natürlich ist es nicht das letzte Aufbäumen, denn wenn das Patriarchat tot wäre, dann wäre der Feminismus arbeitslos. Und auch die Gender Sprache interessiert außerhalb der Bubble keine Sau.

Schwarzer: Die Gegner stürzen sich natürlich auf Dinge, wo der Mann und die Frau von nebenan sagen: ‚Sind die denn verrückt geworden? Man kann es aber auch übertreiben.‘ In Wahrheit gibt es auch in feministischen Kreisen sehr unterschiedliche Weisen, mit Sprache umzugehen. Wir sollten uns davor hüten, eine bestimmte Sprache vorzuschreiben. Es stimmt zwar: Sprache ist der Stoff, in dem wir fühlen und denken. In den 70er Jahren mussten wir Feministinnen erstmal dafür sensibilisieren, dass es oft nur die männliche Form gibt und die Frau in der Sprache gar nicht vorkommt. Als Journalistin weiß ich aber auch, dass Sprache lebendig ist und man sie sprechen können muss. Einen Unterstrich oder ein Sternchen im Wort kann ich nicht sprechen. Das verhunzt die Sprache.

Schwarzer hier mit dem realistischeren Ansatz, aber das war ja auch zu erwarten.

Frau Stokowski, Sie verwenden das Sternchen in Ihren Texten.

Stokowski: Ich verwende unterschiedliche Varianten. In meinen Büchern gibt es ein Sternchen, das mitten im Wort steht, um es von den Fußnotenzeichen abzugrenzen. Meine Erfahrung ist, dass viele das überlesen. Es wäre mir aber auch egal, wenn ein Sternchen die Leute zunächst aus dem Text rauswirft. Wir haben uns schon an viele Sachen gewöhnt. Und es gibt auch die Möglichkeit, Sternchen oder Unterstrich als Pause auszusprechen.

Die Aussprache ist in der tat eine der unpraktischsten Seiten dieser „Sonderzeichen“. Niemand möchte Pausen in seinen Worten haben. Aber es geht ja auch gar nicht um Praktikabilität. Es soll gerade stören und „sichtbarmachen“.  Es ist eben auch eine Form des Virtue Signalling sich immer kompliziertere Varianten zu überlegen, die noch mehr Hingabe zeigen.

Kommen wir zu dem Thema, das Sie beide am meisten trennt: Frau Schwarzer, Sie haben den politischen Islam neulich als „Faschismus des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. Was meinen Sie damit?

Schwarzer: Eines möchte ich zum hundertsten Mal klarstellen: Es geht mir nicht um den Islam, den Glauben, ich rede ausschließlich über den politisierten Islam, den Islamismus, der 1979 mit Khomeini im Iran begonnen hat. Das ist keine Religion, sondern eine Ideologie, die von Anfang an die Trennung der Geschlechter im Fokus hatte. Im Iran wurde gerade eine Anwältin zu 148 Peitschenhieben und 38 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie es gewagt hat, Frauen zu verteidigen, die gegen den Kopftuchzwang protestieren und für Rechte der Frauen. Es ist das offene Grauen.

Kann man eigentlich schwer etwas gegen sagen. Wie könnte man nicht dagegen sein?

Frau Stokowski, nicht nur Alice Schwarzer, auch Politikerinnen wie Julia Klöckner und Malu Dreyer haben die Einwanderung von Männern aus patriarchal geprägten Gesellschaften problematisiert. Ist der politische Islam eine Gefahr für die Emanzipation in Deutschland?

Stokowski: Wir sollten uns nicht nur darauf konzentrieren, patriarchale Strukturen bei denen zu sehen, die nicht urdeutsch und christlich sind. Natürlich sehe ich als Feministin vieles kritisch, Zwangsverschleierung, Zwangsverheiratung, fehlende Hilfe für Frauen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind. Ich glaube nur, dass der Feminismus nicht auch noch bei der Stimmungsmache gegen Musliminnen und Muslime mitmachen sollte. Die gibt es ohnehin schon genug. Wir sollten nicht so tun, als sei es das eigentliche Problem, dass durch geflüchtete Menschen frauenfeindliche Ideologien nach Deutschland kommen. Damit tut man den Nazis leider einen sehr großen Gefallen.

Das ist eine sehr vorsichtige Antwort, die nur etwas an dem kratzt, was da häufig gemeint ist: Die deutsche Kultur ist selbstverständlich schlimmer und Weiße sowie so Satan. Und weil man das nicht deutlich genug macht kann der Vorwurf gegen islamistische Praktiken nur Rassismus sein, weswegen man diese generell nicht bringen darf.

Schade, dass es kein wirklich kritisches Interview gibt, wo so etwas mal direkt nachgefragt wird. Es wäre ja interessant, wenn man Stokowski mal direkt zu einer Stellungnahme auffordert, wie sie nun zu dem von Schwarzer beschriebenen steht, ohne ausweichen auf das Verhalten weißer.

Frau Schwarzer, stellen Sie Flüchtlinge unter Pauschalverdacht?

Schwarzer: Ich? Das ist einfach lachhaft! Im Gegenteil: Ich schaue genau hin. So hatten wir in der Emma im Herbst 2015 einen Vater auf dem Titel, die fünfjährige Tochter auf den Schultern, zwei Menschen auf der Flucht. Im Blatt finden Sie einen Forderungskatalog, was für die Frauen und Kinder in den Flüchtlingsunterkünften getan werden muss. Um die hat sich zu dem Zeitpunkt noch kein Schwein gekümmert. Aber mit den Flüchtlingen hat das Problem ja auch gar nicht angefangen.

Schwarzer führt eine Trennung von „normalen Flüchtlingen“ und „politischen Islam“ an. Da wird Stokowski wahrscheinlich nicht mitziehen wollen.

Womit denn?

Schwarzer: In Westeuropa gibt es seit mindestens 25 Jahren eine Agitation des politischen Islam, der Islamisten. Manche Imame geben den Eltern Geld, wenn sie ihre Töchter verschleiern. Den jungen Männern sagen sie, ihr braucht nichts zu lernen, weil ihr mehr wert seid als eure Frauen und die Ungläubigen und mal heilige Krieger werdet. Dieser Verhetzung haben wir im Westen nichts entgegengestellt. Wir haben die Mehrheit der Muslime in Europa, die aufgeklärt sind und Demokratie wollen, im Stich gelassen und dem Druck der radikalen Minderheit ausgeliefert. Und wir haben uns nicht nur in Deutschland den ungeheuren Luxus erlaubt, nicht genau zu unterscheiden: zwischen normalen Muslimen und islamistischen Ideologen und Hetzern. Und jetzt wundern wir uns, wenn die Rechte da aufsattelt. Für diese neue Art von Rassismus sind die Kräfte verantwortlich, die immerzu diesen Kulturrelativismus gepredigt haben, die gesagt haben: Das ist eine andere Religion, das sind andere Sitten, die sind eben so. Du gehörst dazu, Margarete. Es gäbe keine AfD, wenn Liberale und Linke nicht so versagt hätten.

Das ist erst einmal ein harter Vorwurf: Fast schon Verständnis für die AfD, weil der „islamistische Ideologen und Hetzer“ nicht hinreichend ausgegrenzt werden sondern zuviel Freiraum hatte.

Frau Stokowski, sind Sie mitschuldig am Aufstieg der AfD?

Stokowski: Nee. Die Liste aus der Emma mit den Forderungen für geflüchtete Frauen ist doch ein gutes Beispiel. Es gibt sexualisierte Gewalt in Flüchtlingsunterkünften, aber in der Debatte hört man eben nicht die Forderung nach mehr Plätzen in Frauenhäusern oder speziellen Beratungsangebote für muslimische Mädchen und Frauen. Viele konzentrieren sich darauf, gegen die Männer zu sprechen und nicht für die Frauen. Man hört dann nur: Die haben eine komische Kultur, die wollen wir hier nicht haben. Für mich heißt das: Das Thema wird rassistisch instrumentalisiert

„Viele konzentrieren sich darauf gegen die Männer zu sprechen und nicht für die Frauen“. Von einer intersektionalen Feministin. Hätte ja schon fast was lustiges, wenn es nicht so bizarr wäre. Aber auch eine Nichtantwort. Sie schließt eben schlicht auf die rassistische Instrumentalisierung, sie gibt keine Wertung zum „politischen Islamismus“ ab

Schwarzer: Liebe Margarete, da wird leider überdeutlich, dass Du Emma nicht liest. Du weißt aber trotzdem genau, was drin steht. Realität ist, dass all die Forderungen, die du jetzt erhebst, bei uns schon sehr lange Thema sind. Du gehörst ja auch zu den Frauen, die Emma Anfang 2016 dafür angegriffen haben, dass wir nach der Silvesternacht in Köln die Wahrheit über die Übergriffe am Hauptbahnhof geschrieben haben. Von den 2000 Männern waren die meisten Algerier und Marokkaner, viele Illegale, 690 Frauen haben Anzeige erstattet wegen sexueller Gewalt. Das haben wir geschrieben – und es schallte uns der Ruf „Rassismus“ entgegen. Und da antworte ich Ihnen, nein Dir – siehst Du, kaum sind wir so kontrovers, falle ich ins Sie, wir sind eben zwischen Du und Sie – ich antworte: Ich finde es rassistisch, zweierlei Maß einzuführen und zu sagen, das sind Algerier, aber wir dürfen das nicht sagen, sonst wird es missbraucht. Damit nehmen wir diese jungen Männer nicht ernst. Denn die müssen die Tausende von Kilometern, die sie zu Fuß zurückgelegt haben, auch noch mal im Kopf zurücklegen, wie Kamel Daoud gesagt hat. Sie kommen schließlich aus Ländern, in denen Gewalt gegen Frauen und Kinder eine Selbstverständlichkeit ist und Frauen rechtlose Unmündige sind.

Also eine Prägung durch eine bestimmte Kultur, die Frauenrechte geringer schätzt als moderne Länder. Darüber kann man reden. Aber natürlich nicht mit intersektionalen Feministinnen. Denn dort darf das schlicht nicht sein. Dort ist die schlimmste denkbare Kultur der Weiße Mann. „PoC-Kulturen“ dürfen kein rückständigeres Bild haben ohne dass das jemals begründet werden muss.

Stokowski: An diesen Ausführungen kann man sehr gut sehen, wie Rassismus funktioniert: Man nimmt die Taten von einigen und sagt, die ganze Gruppe sei potenziell kriminell.

Intersektionale Feministinnen sehen echt nicht wie sehr ihre eigenen Theorien genau darauf aufbauen. „Not all Men“ wäre ja genau das, ebenso wie der Ansatz, dass Männer dafür verantwortlich sind, eine „toxische Männlichkeit“ abzubauen oder für eine Belästigungsrate von 0,0000 zu sorgen.

Linken Feministinnen wird sehr häufig vorgeworfen, sie würden muslimischen Männern alles durchgehen lassen und andere schon für ein Anlächeln verurteilen. Das ist der Versuch so zu tun, als gäbe es in Deutschland keine Probleme von weißen deutschen Männern, die übergriffig wären.

Auch hier noch einmal: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wenn weiße Männer übergriffig wären, dann müsste man dennoch erst einmal anführen, dass muslimische Männer es auch sind und es wäre zu untersuchen, welche Gruppe es mehr ist.

Schwarzer: Es geht nicht um Einzelne, es geht um Strukturen. Du hörst einfach nicht zu! Die Realität interessiert dich nicht.

In der Tat interessiert sie die Realität nicht. Aber schön, dass Schwarzer ihr Strukturen vorwirft. Schön substanzlos. Aber schlechte Strukturen bei PoCs gehen eben nicht.

Wir würden gerne noch einmal das Thema wechseln.

Gerade wenn es spannend wird. Warum eigentlich? Sie sind ja noch lange nicht zum Kernkonflikt vorgedrungen.

 

Auf die erste Kanzlerin der Bundesrepublik folgt wahrscheinlich die zweite Kanzlerin. Angela Merkel hat sich immer geweigert, sich als Feministin zu bezeichnen. Annegret Kramp-Karrenbauer hält das anders – ein Fortschritt?

Stokowski: Ich glaube, Annegret Kramp-Karrenbauer ist kein Fortschritt für den Feminismus. Also wirklich nicht. Ich habe im Moment das eigenartige Gefühl, dass ich traurig sein werde, wenn Angela Merkel weg ist. Frau Kramp-Karrenbauer ist homofeindlich und sehr polemisch gegen alles, was Zweigeschlechtlichkeit in Frage stellt. Es bringt dem Feminismus nichts, wenn eine Frau an eine obere Position kommt und dann weiter frauen- oder minderheitenfeindliche Positionen vertritt.

Auch ein großartiger Satz dem man mal in die Quotendebatte werfen sollte.

Schwarzer: In Relation zu Frau Merkel ist Frau Kramp-Karrenbauer allgemeinpolitisch eindeutig konservativer. Aber aus feministischer Perspektive gesehen ist sie eindeutig feministischer. Das hat was mit ihrem West-Lebenslauf zu tun.

Stokowski: Woran machen Sie das fest?

Schwarzer: An konkreten Aussagen in meinem Interview in der aktuellen Emma. Aber auch daran, wie sie selber lebt, zum Beispiel, dass ihr Mann Hausmann war. Aber ich finde grundsätzlich interessant, in welchem Maße der Begriff Feminismus in Deutschland im Verschiss ist. Deutschland, das Land der sogenannten Rabenmütter, ist innerhalb der westlichen Welt ja auch in Sachen Pay Gap Schlusslicht.

Wäre mal eine interessante Frage: Wer von den beiden ist feministischer? Und reicht dafür ihr Leben aus oder müsste sie auch feministische Ideen vertreten?

 

Ist es nicht ein bisschen cool geworden, sich zum Feminismus zu bekennen? Es gibt sogar entsprechende T-Shirts.

Schwarzer: Ja, das ist zurzeit Modetrend. Aber was steckt hinter dem Label? Ehrlich gesagt interessiert mich schon lange nicht mehr, ob eine Frau sich als Feministin bezeichnet. Entscheidend ist nicht, was sie sagt, sondern was sie tut. Und da sind eben manchmal Nicht-Feministinnen in Wahrheit feministischer als vorgebliche Feministinnen, die krass antifeministisch sind.

Der alte Krieg im Feminismus: Beide werfen sich gegenseitig vor, dass sie keine Feministinnen sind, weil es nur den einen richtigen Feminismus gibt.

Wäre interessant, wenn die Zeitung da mal mehr nachgefragt hätte: Welche vorgeblichen Feministinnen oder feministischen Positionen sind für sie antifeministisch?

Dann kommen wir zu den Taten. Wenn Sie am Koalitionsvertrag der nächsten Bundesregierung mitschrieben könnten – was würden Sie reinschreiben?

Stokowski: Abtreibung raus aus dem Strafgesetzbuch, eine bessere Schulung von Menschen, die in Beratungsstellen, Gerichten oder bei der Polizei mit Opfern sexualisierter Gewalt arbeiten. Die Position von Alleinerziehenden stärken, die Möglichkeit zur Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit verbessern, das Ehegattensplitting abschaffen. Und ich würde einen besseren Umgang mit Hate Speech und anderen Formen von Gewalt im Internet durchsetzen. Die trifft häufig Frauen und die Strafverfolgungsbehörden tun sich immer noch sehr schwer damit.

Interessanterweise keine Forderung dabei, die Frauen irgendwie mehr in Führungspositionen bringt. Und etwas vage: Wie will sie die Position von Alleinerziehenden stärken? Und HateSpeechSchutz verbessern ist immer eine Sache, die Feministinnen sich überlegen sollten: Sie produzieren selbst eine Menge davon.

Schwarzer: Das ist doch schön, Margarete. Zu guter Letzt haben wir ein Happy End zu vermelden. Ich schließe mich uneingeschränkt diesen Forderungen an. Ich möchte nur eines hinzufügen: Wir brauchen dringend gesetzliche Maßnahmen zum Schutz vor Altersarmut. Auf die rasen gerade die Töchter der Frauenbewegung mit 180 Sachen zu, weil sie die Lüge geglaubt haben, sie hätten die Wahl und könnten alles: auch Teilzeit arbeiten oder aus dem Beruf aussteigen. Da kommt ein Drama auf Millionen Frauen zu.

Auch hier wenig aufregendes. Insgesamt eine Diskussion die an der Oberfläche kratzt und  nie wirklich in die Tiefe geht. Bei der viel ausgewichen wird und wenig gesagt wird.

Pinkstinks zu „Kritik am Feminismus“

Pinkstinks will Kritik am Feminismus aufgreifen:

Feminismus hasst Männer.

Diese Kritik wird gerne von Männern vorgebracht, die prinzipiell nichts gegen eine gleichberechtigte Gesellschaft haben und sich selbst als „gute Typen“ verstehen, vor denen Frauen nichts zu befürchten haben. So nachvollziehbar sie anhand überspitzter, pointierter Hashtags wie #menaretrash sein mag, so substanzlos ist sie im Kern. Mit Sicherheit gibt es Menschen innerhalb des feministischen Spektrums, die Männer aus welchen Gründen auch immer hassen. Aber die überwiegende Mehrheit hat Probleme mit spezifischen Aspekten von Männlichkeit, nicht mit Männer an sich. Und im weiteren Verlauf eben sehr wohl mit Männern, die Sexismus für Unfug halten, Feminismus für die Emanzenweltverschwörung und Privileg für ein Konstrukt, um andere zu diffamieren und sich selbst in den Vorteil zu setzen. An der Debatte um #menaretrash lässt sich das gut nachvollziehen. Die überspitzte Formulierung in einem satirischen Gedicht der Journalistin Sibel Schick, dass „Männer strukturell Arschlöcher sind“, verleitet zahllose Männer dazu, sich wie besagte Arschlöcher zu verhalten und Schick mit Beschimpfungen, Vergewaltigungen und Todesdrohungen einzudecken. Warum sind wir nicht darauf wütend?

Ein ziemliches Ausweichen, gerade weil sie gegen „Feminismus hasst Männer“ agieren und man es damit perfekt umdrehen kann. „Sicher gibt es vereinzelt Leute, die aus welchen Gründen auch immer Feministinnen hassen. Aber die überwiegende Mehrheit hat Probleme mit spezifischen männerfeindlichen Aspekten von Feminismus. Warum wird auf die überspitzte Kritik eingegangen und warum darf Sibel unter dem Deckmantel des Feminismus Männer abwerten? Gegen einen Feminismus, der auf Gleichberechtigung aus ist haben wir nicht, aber gegen einen toxischen Feminismus, der eine übliche Identitätspolitik dazu mißbraucht Leute nach Hautfarbe und Geschlecht abzulehnen schon“.

Feminismus ist nicht kritikfähig.

Die Hälfte dieses Kritikpunktes hat sich schon mit dem Vorwurf, Feminismus sei zerstritten, erledigt: Es gibt große Verwerfungslinien wie Prostitution, Kopftuchverbot und andere innerhalb des Feminismus, entlang derer sehr hart und gestritten und kritisiert wird. Was Kritik von außen anbelangt, ist Feminismus nicht besser oder schlechter als andere politische Ideen. Politischen Ideen hängt man zumeist aus Überzeugung an. Das bedingt, dass man in Debatten nicht leicht vom Gegenteil zu überzeugen ist. Sei es nun aufgrund des zwanglosen Zwangs des besseren Arguments oder der eigenen Starrköpfigkeit. Darüber hinaus verwechseln viele Kritiker*innen Kritikfähigkeit mit Kritikübernahme. Als Autor beweise ich Kritikfähigkeit nicht dadurch, dass ich mich mit allen Einwänden gegen meine Formulierungen und Argumente gemein mache, sondern dadurch, dass ich sie erwäge und dann entscheide, sie umzusetzen oder zu verwerfen.

Nur machen Feministinnen das eben nicht. Sie hören nicht zu, sie blocken. Sie sind nicht für Meinungsfreiheit, sie rufen zu Boykotts auf, wenn etwas nicht in ihr Programm passt und sie haben auch keine wirklichen Gegenargumente und können ihre eigenen Theorien meist überaus schlecht verteidigen bzw auf Sachargumente stützen. Argumente werden nicht abgewägt, sondern ihnen Raum zu geben ist bereits Ketzerei.

Feminismus ist humorlos.

Stimmt teilweise. Feminismus hat grundsätzlich ein Problem damit, wenn Menschen humoristisch nach unten treten und nicht nach oben. Wenn das Private politisch ist, dann ist es der Humor schon lange. Deshalb findet man Vergewaltigungswitze nicht witzig. Nicht weil die Oberbefehlshaberin der feministischen Weltverschwörung das so verfügt hat, sondern weil man die unfassbaren Ausmaße sexualisierter Gewalt irgendwann nicht mehr ignorieren kann. Also ja: Bei Vergewaltigungswitzen ist Feminismus „unentspannt“. Er hat aber trotzdem Humor. Wenn Margarete Stokowski einen Rant über den deutschen Spargelkult schreibt und ihn als den „alten weißen Mann der Kulinarik“ bezeichnet, mag man das witzig finden oder nicht.
Aber spätestens wenn Christian Lindner sich auf dem Parteitag der FDP über ihren Text aufregt und beklagt, dass Deutschland nicht „Spargelweltmeister“ ist und in der „Spargeltechnologie“ gegen China verliert, dann ist das urkomische Realsatire, weil der Mann rückwirkend eben jenen Spargelkult betreibt, der Spott auf sich gezogen hat.

Natürlich ist Feminismus humorlos. Weil sie alles auf Glaubensdogmen aufbauen, die nicht hinterfragt werden dürfen. Wer sich über eine ihrer Dogmen lustig macht, der wird als Feind gesehen. Jeder kleinste Bestandteil eines Witzes, der politisch unkorrekt ist – was eine häufige Form von Humor ist, weil dieser von Grenzverletzungen lebt – ist ein Verbrechen. Und Stokowski war auch in ihrem Rant nicht witzig.

Feministinnen und Feministen sind humorlos, weil sie Fanatiker sind, die ihre Welt auf Dogmen und deren Unberührbarkeit aufbauen. Der Grad des Humors zu dem sie fähig sind entspricht insofern dem von anderen religiösen Fanatikern. Gerne wird „war doch nur Satire“ aber eingesetzt um Beleidigungen und Hetze zu verschleiern.

Feminismus ist irrelevant.

Der letzte und zugleich langweiligste Kritikpunkt dieser Liste. Feminismus die Relevanz abzusprechen ist ziemlich irrelevant. Klar, vielen Menschen ist Feminismus vollkommen gleichgültig. Das sind dann aber eher nicht die, die ihm Irrelevanz unterstellen. Warum sollten sie mit derlei Unterstellungen ihre Zeit verschwenden? Feminismus ist irrelevant ist letztlich nur eine verbrämte Feminismus ist doof Version. Gerne von Leuten vorgebracht die „Ich kenne keine feministischen Texte weil Feminismus irrelevant ist.“ mit „Weil Feminismus irrelevant ist, kenne ich keine feministischen Texte.“ kombinieren. Außerdem schlägt sich Feminismus zumindest in den weltweiten Google Trends der letzten 12 Monate ganz gut. Nicht so gut wie Demokratie aber doch besser als Humanismus.

Interessanterweise kann er selbst nicht anführen, was den Feminismus relevant macht. Wäre auch ein sehr gefährliches Unterfangen, da in den allermeisten Bereichen die Diskriminierungen, die der Feminismus ausgemacht zu haben glaubt, keine mehr sind. Aber auf das dünne Eis begibt man sich bei Pinkstinks lieber nicht.

 

 

Wie kann ich als Mann Feminist sein? (Teil 1)

Im Spiegel werden Tipps veröffentlicht, wie man als Mann Feminist sein kann:

  • 1. Erwarten Sie keine kostenlose Nachhilfe von Frauen in Sachen Feminismus. Informieren Sie sich selbst, das Internet ist voll und die Bibliotheken auch.

Merkwürdigerweise werde ich dann immer angeschnauzt, wenn ich mich über den Feminismus informiert habe und meine Auffassung darlege

  • 2. Lesen Sie Bücher von Frauen, sehen Sie Filme von Frauen, hören Sie Musik von Frauen.

Aber von den richtigen Frauen! Hoff-Sommers oder andere feminismuskritische Frauen oder gar die vielen Biologinnen, die Geschlechterunterschiede nachweisen sollte man da dann nicht erwähnen

Was wäre mit: Frauen haben natürlich auch wichtige Erfindungen gemacht, aber Männer sind für einen weitaus größeren Teil der Erfindungen verantwortlich gewesen.
Im Gegenzug wäre es natürlich auch interessant, wenn Feminismus Verdienste von Männern anerkennen würde und nicht immer so tun würde als hätten sie nicht sehr viel positives und produktives geschaffen

  • 4. Lesen Sie weiter, auch wenn Sie ungern belehrt werden, vielleicht kommt am Ende raus, dass Sie längst Feminist sind.

Nur das ihr meine Art von Gleichberechtigung nicht gefallen würde

  • 5. Fragen Sie sich, ob es eine Frau gibt, die Ihr Vorbild ist. Wenn Ihnen nur Ihre eigene Großmutter einfällt, fragen Sie sich, warum das so ist.

Mir würde gegenwärtig noch nicht einmal ein Mann einfallen, den ich als Vorbild sehe.

  • 6. Lassen Sie Frauen ausreden.

Wenn sie mich auch ausreden lassen natürlich.

  • 7. Unterbrechen Sie Männer, die Frauen unterbrechen.

Weil das die Frau nicht selbst kann? Ich würde weit eher Personen unterbrechen, die Personen unterbrechen, die in meinem Lager stehen. Das Geschlecht ist dabei relativ egal. Es sei denn die Fairness/das Gesprächsklima gebietet geschlechterunabhängig ein Hinweis darauf, dass man den anderen auch mal ausreden lassen sollte.

  • 8. Glauben Sie Frauen, wenn sie von ihren Erfahrungen berichten, auch wenn es Ihnen schwerfällt. Neulich gab es ein Video, das viral ging: Eine Frau trug in einem Club ein „smart dress“, das die Menge der Berührungen maß, die unerlaubt auf ihrem Körper landeten. Viele Männer reagierten geschockt auf die Vielzahl der Übergriffe. Sie hätten das auch einfacher haben können, mit Zuhören.

Das ist so ein typischer feministicher Doppelstandard. Sie lehnen jede Benachteiligung von Männer kategorisch ab und hören da nicht zu. Aber man soll Frauen alles glauben ohne es hinterfragen zu können.

„Nichts ist objektiv, außer die Erfahrung von Frauen“ – für eine Ideologie, die immer wieder betont, dass es keine Objektivität gibt ist es schon erstaunlich, dass sie diese dann bei den Erfahrungen der Frauen absolut setzen. Natürlich kann eine Frau auch fälschlicherweise davon ausgehen, dass sie diskriminiert wird. Natürlich kann sie auch bewußt lügen. Genauso wie dies Männer können.

  • 9. Geben Sie Frauen keine unerbetenen Ratschläge und vor allem keine, die Sie bei Männern unangemessen fänden.

„Geben sie keine unangemessen Ratschläge und seinen sie vorsichtig mit unerbetenen Ratschlägen“ würde rationaler sein. Unerbetene Ratschlage können natürlich denoch richtig sein. Zumal Feministen pausenlos unerbetene Ratschläge zu allem möglichen geben, die ich häufig sehr unangemessen finde.

  • 10. Fangen Sie keine Sätze an mit „Ich könnte dein/ Ihr Vater sein,…“.

Habe ich glaube ich noch nie. Aber drückt ja auch nur aus, dass man ein mehr an Lebenserfahrung hat. Was durchaus ja mal relevant sein kann.

  • 11. Beenden Sie auch keine Sätze so.

Zwei Punkte für so etwas? Ist das eine so häufige Äußerung mit so hohen Bedrohungspotential?

  • 12. Kommentieren oder berühren Sie die Körper oder Kleidung von Frauen nicht, wenn Sie auch nur den geringsten Zweifel haben, ob das gerade unangemessen ist. Unangemessen ist es in den meisten beruflichen Situationen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, und bei Frauen, die nicht so aussehen, als wären sie an einem Gespräch interessiert (Kopfhörer sind ein guter Hinweis dafür). Wenn Sie denken, dass Sie dann ja gar nichts Nettes mehr sagen können, denken Sie noch mal nach.

Ich kommentiere die Kleidung oder den Körper von fremden Frauen eh nie so, dass diese das hören können, warum sollte man auch? Und Berühren auch nicht, sofern es nicht ausdrücklich erforderlich ist (neulich tippte ich einer Frau mit Kopfhörern auf die Schulter, weil ihr etwas beim gehen aus der Tasche gefallen war). Meine Flirttage sind natürlich vorbei, aber wenn sich das auch aufs Flirten beziehen soll: Natürlich kann man da nie 100% sicher sein, wobei da ja das alte Prinzip gilt:

  • auf IOIs und andere Signale für Interesse warten bzw diese erzeugen
  • Erst mit Berührungen in „harmlosen Bereichen“ anfangen, etwa kurz am Arm, dann entsprechend weiter „eskalieren“
  • 13. Sagen Sie Frauen mit kurzen Haaren oder Fingernägeln nicht, dass Sie lieber lange Haare oder Fingernägel mögen. Die ahnen das schon. Sagen Sie geschminkten Frauen nicht, dass Sie lieber ungeschminkte mögen.

Ungefragt und bei Fremden sicherlich nicht. Aber wenn ich gefragt werde, dann sage ich natürlich meine Meinung dazu.

Machen Frauen ja auch: Als ich mir mal einen Bart habe stehen lassen haben mir auch Männer und Frauen ihre Meinung dazu gesagt, genauso bei neuen Frisuren. Aus meiner Sicht gelten da auch wieder so ziemlich die gleichen Regeln wie bei Männern auch.

  • 14. Laufen Sie nachts nicht dicht hinter fremden Frauen her, auch wenn Sie den gleichen Weg haben. Gehen Sie langsamer oder auf der anderen Straßenseite. Wirklich.

Hatten wir hier auch schon ein paar Mal:

Einen Straßenseitenwechsel kann eine Frau beim besten Willen nicht erwarten. Das muss sie dann schon selbst machen. Klar schleicht man sich nicht nachts von hinten an jemanden ran, das gilt auch für Männer und Frauen

  • 15. Bezahlen Sie Frauen für ihre Arbeit, mindestens so viel wie Männer.

Das „Mindestens“. Damit ist eigentlich alles gesagt. Bewußte Provokation? Oder „Abbau der Erbschuld der Männer“? Das der Gender Pay Gap ja auch nur ein Unterschied zwischen den Geschlechtern im Schnitt aufgrund anderer Jobs ist und nicht ein Vergleich innerhalb des gleichen Jobs: Geschenkt.

  • 16. Geben Sie Ihrer Tochter mindestens so viel Taschengeld wie Ihrem Sohn im selben Alter.

Geben sie keinem Kind wegen seines Geschlechtes weniger oder mehr Taschengeld. Natürlich: Wenn es einem wenn das eine Kind ein bestimmtes Alter erreicht hat finanziell besser geht als zu dem Zeitpunkt als das alte Kind so alt war, dann ist es nicht ungerecht, dem Kind dann mehr zu geben.

  • 17. „Helfen“ Sie Ihrer Partnerin nicht im Haushalt: Machen Sie einfach die Hälfte.

Angesichts der Teilzeitquote von Frauen von 53% und einer noch höheren Teilzeitquote bei Kindern unter 18 und dem Umstand, dass viele Frauen auch weiterhin in Teilzeit arbeiten wollen, selbst wenn die Kinder längst alt genug sind um weniger Betreuung zu brauchen oder schon aus dem Haus sind eine etwas merkwürdige Forderung, wenn sie nicht damit verbunden ist, dass sie dann auch 50% der Erwerbsarbeit übernehmen soll.

dazu aber auch noch der Hinweis auf einige Artikel:

Natürlich kann es für einen Mann durchaus ein erheblicher Vorteil sein, wenn beide Hausarbeit machen und beide auch im gleichen Maße Erwerbsarbeit nachgehen, schon wegen Unterhalt und Versorgungsausgleich. Aber wie auch schon in einem der oben genannten Artikel festgehalten haben nicht selten Frauen auch ein ganz anderes Bedürfnis danach einen bestimmten Standard in der Wohnung zu haben, den Männer oft nicht benötigen. Männer würden (im Schnitt) wahrscheinlich weniger putzen, weniger noch mal alles durchwaschen etc.

  • 18. Denken Sie nicht, dass Sie schon Feminist sind, weil Sie nett zu Ihren weiblichen Familienangehörigen sind.

Ich bin nett zu den meisten Leuten, solange sie nett zu mir sind.

  • 19. Fordern Sie Frauen, die nicht lächeln, niemals zum Lächeln auf.

Hatten wir hier schon mal. Habe ich bei einer Fremden meines Wissens nach noch nie gemacht. Bei einer Freundin würde ich auch, wenn sie beständig sehr ernst sind, eher fragen, ob alles okay ist.

Gut, Fräulein Schmidt versuche ich sehr häufig zum lächeln zu animieren. Wenn man ihr etwas vorlacht und sie etwas kitzelt, dann lacht sie das aller süßeste Babylachen dieser Welt.

  • 20. Oder, wenn Sie es bei Frauen nicht lassen können: Fordern Sie auch mal Männer, die nicht lächeln, zum Lächeln auf, und fühlen Sie mal, wie bescheuert das ist.

Ich vermute mal ich bin schon mal aufgefördert worden zu lächeln. Eben als Ersatz für „das wird schon wieder“ oder „nimm es nicht so schwer“ oder „alles okay bei dir?“. Fand ich nicht wirklich schlimm.

Weiter im nächsten Teil

Hat Pinkstinks seine weibliche Geschäftsführerin nicht bezahlt und einen Gender Pay Gap?

Ein interessanter Artikel bei Pinksstinks:

Nachdem sie selbst in den letzten Wochen eingestand, dringend Luft holen zu müssen, haben wir sie erst mal vier Wochen in eine Pause geschickt. In dieser Zeit übernehmen Ariane und ich Koordinationstätigkeiten und Presse. Da fehlt natürlich viel und Stevie sagte selber: Wenn sie wiederkommt, wird sie nicht so weiter arbeiten können wie früher.

Die Krise hatte sich in dem hier besprochenen Artikel ja bereits angekündigt. Stevie – gute Besserung für sie – hatte da quasi toxische Männlichkeit gelebt und sich überfordert.

Das Interessante: Anscheinend wurde sie dafür nicht bezahlt:

Das Problem: Wir haben zurzeit vier finanzierte Teilzeitstellen, Stevie selbst war nie bei Pinkstinks angestellt. Sie generierte durch ihre Expertise honorierte Vortragsanfragen und Publikationen. Aber auch die konnte sie in den letzten Monaten vor Überlastung immer weniger wahrnehmen und der Druck, zu aller Arbeit zusätzlich zu reisen, war verrückt.

Das Team bei Pinksstinks wird hier dargestellt. Für Stevie ist vermerkt:

Dr. Stevie Meriel Schmiedel, Deutsch-Britin, ist promovierte Dozentin für Genderforschung und lehrte zuletzt an der Universität Hamburg und der Hochschule für Soziale Arbeit (Rauhes Haus). Sie hat zwei Töchter und ist 1. Vorstandsvorsitzende, Geschäftsführerin und Pressesprecherin bei Pinkstinks.

Ihren Job an der Uni hatte sie anscheinend nicht mehr, sie war Geschäftsführerin und Pressesprecherin (und wie im Impressum ersichtlich auch erste Vorsitzende) des Vereins. Anscheinend ohne Gehalt.

Chefredakteur ist dann ein Mann, Nils, mit 20 Stunden, organisatorische Geschäftsführerin eine Frau mit ungeklärter Stundenzahl. Ein männlicher Redakteur hat dann wieder 30 Stunden. Dann noch eine Frau für Recherche und eine Frau für die Theaterpräventionsarbeit.

Anscheinend hat Pinkstinks hier eine Frau ausgebeutet, die den Job der Vorsitzenden kostenlos mache durfte, sich dafür vollständig überarbeitete.

Wir wissen, dass wir gerade erst um Geld gebeten haben – es kamen rund 4.500 Euro für Beratungstage für uns zusammen, für die wir uns ganz herzlich bei euch bedanken möchten! Was wir aber brauchen, sind regelmäßige Förder*innen, damit wir eine weitere Stelle einrichten können. Stevies Stelle muss finanziert sein, damit wir sie in Krankheitsfällen ersetzen oder sogar durch eine weitere halbe Stelle ergänzen können, die für sie recherchiert, Texte vorschreibt und Social Media übernimmt. Egal, wie es weiter geht – auf Stevies Hochleistungsmodus werden wir erstmal verzichten müssen. Hauptsache, ihre Expertise bleibt uns erhalten, ihre Strategie- und Kampagnenschläue, mit der wir schon so weit gekommen sind. Das hoffen wir.

Ich verstehe das so, dass sie die kostenlose Arbeit von Frau Schmiedel durch eine bezahlte Arbeit ersetzen wollen und dafür Geld brauchen.

Eigentlich ja ein starkes Stück für eine feministische Aktion, die sich gegen Geschlechterbenachteiligung ausspricht.

Zumal dann der Chefredakteur, also ein Mann, zumindest für einige Zeit der bestbezahlte Mitarbeiter gewesen sein dürfte. Also vermutlich auch noch ein Gender Pay Gap. Auf meine diesbzügliche Nachfrage hat man leider nicht reagiert.

Und wenn sich Stevie Schmiedel da in Vollzeit aufgerieben hat, wie hat sie dann eigentlich ihr Leben finanziert und das ihrer zwei Kinder?

Gerade da sie um weiteres Geld bitten würde es sich aus meiner Sicht schon gehören, wenn sie darlegen würden, ob Stevie anderweitig Geld über Vorträge etc vom Verein erhalten hat. Dann wäre die Angabe etwas irreführend.
Ich würde es auch interessant finden, wenn die Mitarbeiter dort tatsächlich beständig den Gender Pay Gap etc anprangern und dann bei einem Verein arbeiten, bei dem die hochgradig aktive Geschäftsführerin nicht bezahlt wird (und damit dazu beiträgt, dass Frauen schlechter verdienen bzw dieses Bild reproduziert)

Wer da näheres hat: Ich bin interessiert.

 

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