Ich jogge allein…Straßenwechseln für Männer

Es begann mit diesem Tweet:

Twitter nimmt es begeistert auf:

Zum Ganzen auch:

 

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Schämt euch ihr weißen körperlich und geistig gesunden heterosexuellen Männer der Spezies Homo Sapiens!

Ein bewegender Text, indem endlich jemand einen kleinen Teil seiner Privilegien gesteht:

Ich, Michael Jon Sliwa, möchte mich aufrichtig dafür entschuldigen, dass ich nicht genug getan habe, um die Ungerechtigkeiten anzugehen, die meine inhärenten Privilegien anderen zugefügt haben. Ich fühle mich überhaupt nicht schuldig für meine angeborenen, persönlichen Umstände, aber ich fühle mich verantwortlich für die Ungerechtigkeit gegenüber dem anderen Leben, die mit einem solchen Privileg einhergeht. Ich bin dieser Verantwortung nicht gerecht geworden.

Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich wurde als Humanoid des Homo sapiens geboren. Ich habe meine suprematistischen Schöpfungsgeschichten als Vorwand benutzt, um mit anderen Erdlingen zu tun, was ich will. Durch meinen Anspruch habe ich immenses Leid verursacht. Ich habe eine Art zu leben verfestigt, die nicht nur das Klima, sondern fast alle physischen Merkmale des Planeten verändert hat.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortungsvoller bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich bin deutscher und polnischer Abstammung. Diese Identitäten wurden im Laufe der Zeit kollektiv als Weiß bekannt. Mit der Weiße kommt die weiße Vorherrschaft. Nicht nur die Art von weißer Überlegenheit, die weiße Laken trägt oder ihre Köpfe rasiert. Die systemische oder institutionelle weiße Vorherrschaft ist viel kodifizierter und heimtückischer. Es ist schwer in den Griff zu bekommen, weil es nicht so krass ist wie brennende Dörfer oder Angriffe mit Deutschen Schäferhunden und der Polizei mit Feuerwehrschläuchen. Stattdessen geht es um Wohnraum, Beschäftigungsmöglichkeiten, das Rechtssystem und das, was als normal angesehen wird. Mit anderen Worten, es geht um die Durchsetzung des Status quo. Heute nennen wir es „Making America Great Again“. Wenn wir das dritte Wort in diesem Slogan in „Weiß“ ändern, scheint es etwas genauer zu sein.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortungsvoller bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich wurde körperlich leistungsfähig geboren. Ich musste nie über den Zugang zu etwas nachdenken. Ich musste nie an diejenigen denken, die wegen ihrer Behinderung über ihren Zugang nachdenken mussten. Ich habe meinen Körper für selbstverständlich gehalten.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortungsvoller bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich wurde als fähiger Mensch geboren. Auch hier musste ich nie über den Zugang nachdenken. Ich habe die Bedürfnisse derjenigen, die Dienstleistungen benötigen, die ich nicht benötige, ignoriert.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortungsvoller bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich wurde heterosexuell geboren. Ich habe Familie, Freunde, ehemalige Kollegen und Studenten, die sich als  LGBTQ identifizieren. Ich war nicht nur kein konsequenter Verbündeter. Ich habe mir nicht genug Zeit genommen, um die Auswirkungen meines Privilegs auf diese Gemeinschaft zu erfahren.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortungsvoller bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich wurde männlich geboren. Das ist vielleicht der Umstand, in dem ich meiner Verantwortung am wenigsten gerecht geworden bin. Ich habe meine Frau, Großmütter, Mutter, Schwester, Tanten, Nichten, Cousins, Freunde, ehemalige Freundinnen, ehemalige Kollegen und Studenten unzählige Male im Stich gelassen. Noch heute werden Frauen ermordet, vergewaltigt, angegriffen, verstümmelt, bedroht, eingeschüchtert und von Männern unterdrückt.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortungsvoller bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich wurde in die Mittelschicht hineingeboren. Damit es eine Mitte gibt, muss es einen Boden und einen Deckel geben. Ich war auf sozioökonomischer Ebene nicht für diejenigen unter mir da. Ich habe zu oft nur über mich geschaut, wenn ich kritisierte, ohne meine eigenen Umstände in Frage zu stellen.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortungsvoller bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich wurde in einem gebildeten Haushalt geboren. Ich nahm meine formale Ausbildung als selbstverständlich an. Ich nutzte die Möglichkeiten, die es mir bot, als selbstverständlich. Als Lehrer habe ich nicht hart genug für diejenigen gekämpft, die ohne mein Privileg geboren wurden.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortungsvoller bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich wurde im Christentum geboren. Der größte Glaube in der Welt und derjenige, den das mächtigste Land der Welt als seine Religion hat, war die Grundlage meiner religiösen Erziehung. Ein Christ in einem Land zu sein, in dem der Glaube oft benutzt wurde, um Völkermord und Sklaverei zu rechtfertigen, ist manchmal eine schwierige Hürde. Wenn man bei der Geburt eine bestimmte Geschichte erhält – eine Geschichte, die einen direkt darüber informiert, wie man zur Erlösung kommt – macht diese Geschichte die persönliche Verantwortung zu einer großen Herausforderung. Ich identifiziere mich nicht mehr als Christ, aber das negiert nicht meine Verantwortung, eine Erzählung in Frage zu stellen, die immer noch Menschen im Namen Gottes schadet.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortungsbewußt bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich wurde in den Vereinigten Staaten geboren. In das reichste und mächtigste Land der Weltgeschichte hineingeboren zu werden, hat zu viele Vorteile, um sie hier aufzulisten. Ich habe meine Regierung und mein Militär nicht annähernd genug für ihre schrecklichen Taten in meinem Namen verantwortlich gemacht. Ich habe mein ganzes Leben auf einem Land gelebt, das durch Völkermord und eine Wirtschaft, die durch Sklaverei entstanden ist, gestohlen wurde.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortungsvoller bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich wurde im technologischen Zeitalter geboren. Dieser besondere Umstand hat es ermöglicht, alle Bereiche meines suprematistischen Glaubenssystems zu verbessern. Der unsichtbare Schaden im Namen des technischen Fortschritts wurde von mir nicht genug in Frage gestellt.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortundsvoller bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Ich wurde in die industrielle Zivilisation hineingeboren. Das ist die verheerendste Lebensform in der Geschichte der Menschheit. Ich habe erst begonnen, seine lebensbedrohlichen Auswirkungen zu sehen. Meine fortgesetzte Teilnahme daran ist eine Verantwortung, der ich mich derzeit zuwende. Ich bin weiterhin ein Heuchler, da das Leben auf diesem Planeten verschwindet, um mein eigenes Leben zu unterstützen.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht verantwortlich bin. Ich werde es besser machen. Ich werde mehr tun. Ich werde zuhören.

Entschuldigungen gehen nur so weit. Es gibt Arbeit zu tun. Meine Fehler und Fehltritte einzugestehen, reicht nicht aus. Ich muss in meiner kurzen Zeit hier noch mehr tun. Ich muss mein Privileg und mein Ego überprüfen und die Demut annehmen, während ich voranschreite. Ich werde aufmerksam sein. Ich werde um Hilfe bitten. Ich werde diejenigen verteidigen, unterstützen und ihnen zuhören, die aufgrund meines Privilegs verwundbar bleiben. Am wichtigsten ist, dass ich diese Dinge aus Respekt und Liebe anstelle von Schuld oder Scham tun werde. Schließlich habe ich mich nicht für meine inhärenten Umstände entschieden, sondern bin für deren Auswirkungen verantwortlich

Liebe Mitleser dieses Textes, sofern ihr auch die obigen Sünden begangen habt oder auch nur Teile davon: Bitte den Text ausdrucken, Namen und kleinere Details wie etwa die USA als Land anpassen und jeden Abend vor dem Schlafengehen laut vorlesen. Unterstützend bitte dieses Hilfsmittel anwenden.

Schämt euch ihr weißen, körperlich und geistig gesunden heterosexuellen Männer der Spezies Homo Sapiens!

Aber noch kurzer Hinweis:

  • Männlicher Feminist bzw Ally sein ist toll
  • Feminismus hasst Männer nicht

 

Gräuelpropaganda

Ich folge dem Twitteraccount „Real Scientists DE“ bei dem immer ein anderer Wissenschaftler eine gewisse Zeit den Account übernimmt und dann aus seinem Fachgebiet berichtet. Dieses mal ging es um Gräuelpropaganda („Atrocity propaganda“):

Ich fand dabei vieles sehr interessant:

Gräuelpropaganda baut auf dem einfachen Prinzip auf, dass man zum einen ein „Wir gegen die“ Gefühl erzeugen muss und dann auch noch eine „moralische Richtigkeit“ des Kampfes gegen die andere Seite errichten muss, so dass der einzige richtige Weg die Solidarisierung mit der eigenen Seite und der Kampf gegen die andere Seite ist. Zudem erleichtert das Entmenschlichen des Gegners den Kampf und das Töten des Gegners noch zusätzlich.

„Beschützt die Frauen und Kinder“ ist dabei ein sehr einfaches Bild, welches sehr wirksam ist. Es bedient gleich mehrere Vorstellungen:

  • Die Frauen und Kinder sind in Gefahr
  • Der Andere bedroht die, die du beschützen musst und willst
  •  Frauen wollen, dass du sie verteidigst, wenn du es nicht machst, dann verlierst du an Wert.

Es wäre interessant, aus welcher Richtung die traditionellen Rollenbilder kommen: Verständlicherweise appellieren traditionelle Rollenbilder eher an den Beschützer, aber gefährliche Zeiten machen auch den Versorger und Beschützer für Frauen interessanter.

Zum „Khaki Fever“ habe ich noch das Folgende gefunden:

khaki Fever

khaki Fever

Ob es so etwas wirklich im nennenswerten Umfang gab wäre interessant. Wenn ja, dann wäre es ein klassischer Fall davon, dass Status attraktiv macht: Überall wurde der Soldat gehypt, also waren Soldaten besonders sexy. Wobei Uniformen häufig eine gewisse Wirkung bei Frauen haben.

Wäre es ein kleineres Phänomen als hier dargestellt, dann wäre es auch eine geniale Propaganda: Das junge Frauen unbedingt mit einem schlafen wollen und es so viele sind, dass sie eingesperrt werden müssen, um die armen Soldaten zu schützen – das dürfte gut für die Einschreibungsraten gewesen sein.

Auch das wäre interessant: Gräuelpropaganda stumpft ab. Gerade dann, wenn man merkt, dass sie eben nur Gräuelpropaganda war.

Und natürlich ist auch die Übertreibung klar. Ein möglichst brutales Bild von der anderen Seite zeichnen, diesen Entmenschlichen, als jemanden darstellen, den man zerstören muss, bevor er einen selbst verstört. Das ist das typische an einer Gräuelpropaganda.

Ich kommentierte dort über Twitter:

Es folgte eine kurze Diskussion in der sie davon ausging, dass Feminismus natürlich nur Gleichberechtigung will und insofern keine Gräuelpropaganda betreibt.

Ich finde es aber eigentlich durchaus für den radikalen Feminismus gar nicht so fernliegend:

Er übertreibt bewusst, Frauen sind in allen Lebensbereichen unterdrückt und haben quasi kaum Luft zum atmen in dieser patriarchalen Welt.

Gläserne Decke, Rape Culture, überall müssen Frauen gegen die Männer kämpfen, weswegen man sie aus den Räumen verbannen muss, sie müssen zurückgeschlagen werden, Frauen müssen sich endlich wieder auf die Straße trauen können.

Wenn man dann die eigene Propaganda glaubt, dann hält man Männer nur noch für Mörder, Vergewaltiger etc. Beispiel Nadine Lantzsch bei der Mädchenmannschaft über Hetero-Frauen, die weiterhin Männer nicht vollkommen ausgrenzen:

klar, wer möchte schon zugeben, dass er_sie im herzen dabei ist (literally), welche körper und identitäten als begehrenswert vorgestellt und hergestellt werden oder welche menschen objekte deines creepy fetischs sind?! wer möchte schon gerne zugeben, sich berechtigterweise über typen von mansplainer bis mörder und vergewaltiger und die normalität von patriarchalen gewalt/verhältnissen aufzuregen, aber kein problem damit zu haben typen in unserem leben raum zu geben und ihre existenz in unserem leben mit kackscheiße als feministisch zu verteidigen. aber die rechtfertigung „ich bin halt so“??? wow, stell dir vor, du bist so ignorant, dass deine kognitive dissonanz dir nix anhaben kann.+

Das Bild ist nicht weit weg von dem Tier, dem wilden Affen, der alles zerstören will.

Oder auch direkter:

„Weil das Jetzt schon weiblich ist. Soziale Netzwerke sind weiblich. Das Internet ist weiblich. Digitalisierung ist weiblich. Deswegen bäumen sich ja auch die alten weißen Männer gerade noch mal auf. Wie ein Tier kurz vorm Tod. Sie spüren sehr wohl, dass die Zeit für sie gekommen ist.

Was ist entscheidend dafür, dass Netzwerke gut funktionieren und etwas bewegen können?

„Das man lernt in diesen Netzwerken zu kommunizieren. Narzissmus-frei zu kommunizieren. Im Moment dienen Netzwerke dem Ego. Es ist ein ständiges Monologisieren aneinander. Wir müssen also lernen, auch ohne direktes Gegenüber zuzuhören. Dem anderen zuhören. Und nicht nur uns selbst.“

Was müssen wir jetzt bewegen, damit die Zukunft sich für alle in eine positive Richtung wendet?

„Wir müssen eine feministische Terror-Gruppe gründen und die alten weißen Männer aus dem Weg schaffen.“

(aus der ersten Version, später im letzten Satz um eine „(lacht)“ ergänzt)

Das bedient alles, was Gräuelpropaganda so braucht. Der Gegner wird entmenschlicht, klar gegen die eigene Gruppe abgegrenzt, man muss ihn beseitigen, wenn die Zukunft positiv werden soll.

Natürlich:

Das gibt es auch von der anderen Seite:

Etwa wenn Frauen als zur Liebe unfähige Wesen dargestellt werden, die nur den Mann ausnehmen wollen und die man deswegen so weit wie nur möglich von einem Fernhalten muss.

Das schlimme beim radikalen Feminismus ist eben, dass es kritiklos in Zeitungen abgedruckt werden kann, an Universitäten gelehrt wird und die Politik mit beeinflusst.

Jetzt will dieses schreckliche Patriarchat auch noch den Mars unterdrücken, dabei sind da noch nicht mal Frauen

Das Patriarchat hat längst alles unterdrückt, was man auf Erden unterdrücken kann, aber das reicht ihm natürlich nicht. Das hat messerscharf eine feministische Journalistin erkannt und schreibt dementsprechend:

These men, particularly Musk, are not only heavily invested in who can get their rocket into space first, but in colonizing Mars. The desire to colonize — to have unquestioned, unchallenged and automatic access to something, to any type of body, and to use it at will — is a patriarchal one. Indeed, there is no ethical consideration among these billionaires about whether this should be done; rather, the conversation is when it will be done. Because, in the eyes of these intrepid explorers, this is the only way to save humanity.

It is the same instinctual and cultural force that teaches men that everything — and everyone — in their line of vision is theirs for the taking. You know, just like walking up to a woman and grabbing her by the pussy.

It’s there, so just grab it because you can

Das ist so herrlich doof, wie es eben im modernen Feminismus zu erwarten ist: Man kann alles abwerten, indem man es einfach irgendwie in die Nähe von Vergewaltigungen und Raumeinnahme rückt.
Sie führt weiter aus:

In this way, colonizing Mars is a “collective life insurance policy.” Although considering the last 500 years of colonization on this planet alone, one could wonder whose lives, according to Musk and other rich white men like himself, are worth being insured.

But again, this impulse to enter the “space race” isn’t simply the embodiment of the American spirit of invention or forward-thinking entrepreneurship. Neither is it driven by the kind of nationalist Cold War fervor that inspired the creation of America’s space program in the 1950s.

Rather, the impulse to colonize — to colonize lands, to colonize peoples, and, now that we may soon be technologically capable of doing so, colonizing space — has its origins in gendered power structures. Entitlement to power, control, domination and ownership. The presumed right to use and abuse something and then walk away to conquer and colonize something new.

Sie scheint sich wirklich Sorgen um den armen Mars zu machen. Er wird kolonisiert und die armen Marsmenschen werden dann erleben müssen, wie ihre Kultur für neue Faschingskostüme missbraucht werden. Schlimm so etwas. Insbesondere weil auf dem Mars niemand ist. Nichts. Es ist ein unbewohnter Planet, bei dem man niemanden was wegnehmen kann und keine Eingeborenen unterdrücken kann.

Mars ist der rote Planet, und damit ein PoC (Planet of Color)

Mars ist der rote Planet, und damit ein PoC (Planet of Color)

 

Aber ihr  Männerhass muss noch deutlicher ausgeführt werden:

This 21st century form of imperialism is the direct result of men giving up on the planet they have all but destroyed.

As if history hasn’t proven that men go from one land to the next, drunk on megalomania and the privilege of indifference.

The raping and pillaging of the Earth, and the environmental chaos that doing so has unleashed, are integral to the process of colonization. And the connection of the treatment of Mother Earth to women is more than symbolic: Study after study has shown that climate change globally affects women more than men.

“Women in developing countries are particularly vulnerable to climate change because they are highly dependent on local natural resources for their livelihood,” a 2013 United Nations report noted. “Women charged with securing water, food and fuel for cooking and heating face the greatest challenges. Women experience unequal access to resources and decision-making processes, with limited mobility in rural areas.”

This means that while men compete with each other over whose rocket is the biggest, fastest, and best, and send playthings off to become flashy space junk, women around the world are fighting to stay alive against violent assaults on their personhood — and their planet. As reported by Marc Bain for Quartz, in seven separate studies “researchers found evidence that people perceive consumers who behave in eco-friendly ways as ‘more feminine,’ and that those consumers “‘perceive themselves as more feminine.’

Wunderbar. „Männer“ kolonisieren den Mars und sind damit nicht mehr von der Verschmutzung der Erde betroffen. Wie groß war das Raumschiff, welches Musk bauen wollte? Ich meine es war ausgerichtet auf 3,5 Millarden und Musk hatte nur Männertoiletten vorgesehen, weil man zu einer Kolonisierung ja nur Männer mitnimmt.

Der Text ist wirklich selten doof, mit der üblichen feministischen Scheinlösung. Aber anzuführen, dass Männer mit der Kolonisation des Marses der von ihnen allein verursachten Umweltverschmutzung entkommen wollen, ist wirklich unredlich.

Frauen leben auf dem selben technologischen Standard wie Männer und fordern gleichzeitig auch männliches Verhalten von Männern ein. Der Besitzer eines Kleinwagens erscheint vielen Frauen in vielen Fällen immer noch weniger interessant als der eines teuren Sportwagens, ungeachtet des Verbrauchs.

Not only, according to researchers, do women generally have a greater environmental conscience when it comes to the planet we currently live on, but the same researchers have found a connection between men’s insecurity about their masculinity and their lack of environmental conscience. Apparently, caring for the planet is perceived to be a “feminine” quality and concern; the psychology of toxic masculinity spills over into the unethical disregard for the environment.

This masculine insecurity is everywhere in American culture and, increasingly, American politics. Trump himself has spoken about making sure our nuclear bomb is “bigger and more powerful and can often be found “bragging about building a “beautiful,” “great, great wall.”

Trump wurde auch mit einer Mehrheit der Stimmen weißer Frauen gewählt (66%). Und natürlich mögen auch Frauen ihre in China in Indien hergestellte Mode, nutzen Klimaanlagen, heizen gerne und lieben auch sonst jeden Luxus, den diese Gesellschaft zu bieten hat. Sie fliegen ebenso gerne in den Urlaub, sie leben, wenn sie können, lieber in großen Häusern und sie wässern im Sommer ihren Garten, damit er schön grün aussieht. So zu tun als sei alles schwarz und weiß, Frauen die reine Unschuld, die kein Kohlendioxidchen in die Atmosphere entlassen würden und Männer allesamt persönlich an der Abholzung des Regenwaldes beteiligt ist billig und falsch.

Right now, there is a robot dummy propped up in the driver’s seat of a red Tesla convertible, flying through space, away from the manmade garbage fires devouring Earth.

Houston, we have a problem.

And it’s the patriarchy.

Hurr, hurrr, wir haben es mal wieder geschafft. Das Patriarchat zeigt erneut seine Großartigkeit.  Per aspera ad astra. Und das Raue sind eben nun einmal wir selbst.

Mit der Erde sind wir durch. Und es gibt ja auch noch genügend andere Planeten, wenn wir den Mars trotz aller Bemühungen der Frauen auch verwüstet haben.

«Ich hasse Männer als Gruppe»

Die Musikerin Zara Larsson wird interviewt und ich finde ein paar Stellen aus dem Interview so typisch, dass sie für eine Besprechung interessant sind:

Du nennst dich selbst auch «Männer-Hasserin».
Ich hasse Männer als Gruppe, nicht als Individuen. Die ganze Geschlechter-Aufteilung, der Patriarchismus – die Männer werden einfach besser behandelt, und sie sind schuld, dass sich daran nichts ändert. Viele wollen mich extra falsch verstehen, bilden sich ihre Meinung über mich, ohne mit mir geredet zu haben. Würden sie mir richtig zuhören, würden sie mich auch verstehen.

Na so ein Glück, sie hasst Männer nur als Gruppe. Da ist es in der Tat ganz unverständlich, wenn die Individuen das ganz falsch verstehen.

„Der schwarze Nachbar ist ganz okay, ich hasse nur Schwarze als Gruppe“ – das wäre ungefähr das gleiche Niveau

Ist es schwierig, Feminismus und sexy Musikvideos zusammenzubringen?
Das einzig Schwierige daran ist das Frauenbild. Frauen müssen immer gut aussehen, schlank, grosser Hintern und so weiter. Ich gebe mich sexy, wenn ich sexy sein will, nicht, weil jemand das will. Das zu unterscheiden, ist manchmal schwer.

Warum sollte man auch nicht sexy sein wollen? Aber es ist eine interessante Argumentation, mit der man gleichzeitig allen anderen Vorwerfen kann, dass sie den Rollen folgen, es für sich aber dennoch ausnehmen kann und es zu freien Willen machen kann.

Wie gehst du mit negativen Kommentaren um?
Die gibt es immer. Bei mir hiess es schon, ich hätte etwa einen flachen Hintern. Ich denke mir dann: Was soll ich dagegen tun? Mir Implantate reinmachen? Dann würde es wieder negativ ankommen. Deshalb versuche ich gar nicht erst, allen gerecht zu werden. Die Kommentare werden gelöscht und die Nutzer blockiert, so mache ich das.

Auch klassischer Feminismus. Einfaches ignorieren reicht nicht.

Einteilung nach Interessen an der jeweiligen Person vs. allgemeines Bild vom anderen Geschlecht

Ich fand diesen Tweet hier ganz interessant:

Die Übersetzung wäre:

Leute, eingeschlossen Leute die sexuell belästigen, unterteilen. Ein Mann mag einige Frauen als sexuelle Spielzeuge sehen und bei anderen deren Fähigkeiten erkennen. Das stimmt für Trump, der hochrangige weibliche Angestellte hat und für Bill Clinton

Das ist eigentlich relativ banal. Aber doch ein Punkt, der im Feminismus gerne übersehen wird, bei dem man eher der Vorstellung anhängt, dass ein Mensch eher bestimmte toxische Verhaltensweisen verinnerlicht hat oder eben nicht, und je nach dem handelt.

Verlinkt war auf ein Text von Cathy Young in dem diese das oben genannte schrieb:

Weinstein’s support for Clinton is easy to see as a hypocritical mask, but the facile assumption that all sexual harassers are, in Bee’s words, “men who hate women” underrates human complexity. Misogyny hardly explains same-sex harassment, or the fact that sexual abusers are often abusive bullies toward other males.

The thing is, people, including sexual harassers, compartmentalize. A man may treat some women as sexual playthings while recognizing others for their abilities. It’s true of Trump, who has had high-level female associates and was once a great fan of Hillary Clinton. It is also true of one of Clinton’s staunchest supporters: her husband.

Whether or not Bill Clinton is a sexual predator, there is little doubt that he is a womanizer who has behaved badly toward women at times. Yet he also has a long history of working with women as equals, appointing them to top posts and, more recently, of being a gracious helpmate in his wife’s political career. That does not excuse his past behavior. But it would be absurd to suggest that, were he suddenly to become a TV pundit, his commentary on female politicians should be flagged for poisonous misogyny.

Wer einige Frauen als Sexobjekt sieht muss eben nicht alle Frauen als Sexobjekt sehen. Es muss also nicht per se eine Frauenabwertende Haltung dahinter stehen, eher kann es ein gewisses Kalkül aus einem starken Sexualtrieb heraus sein, der zu einem anderen Verhalten bei Frauen führt, die man als wahrscheinlichere Sexkandidaten sieht und wieder zu einem anderen bei Frauen, die man als in anderen Bereichen nützlich ansieht.

Und weil dahinter eben ein gewisser „Markt“ steht, auf dem man nach seinen Interessen handelt, ist es auch kein Problem feministische Theorie aus dem FF zu beherrschen, aber dennoch bei passenden Frauen, bei denen man eine gute Chance sieht, eher eine „Sexobjektbetrachtung“ vorzunehmen.

„Toxische Männlichkeit“ ist selbst ein toxisches Konzept

Passend zum Nikolaus geht es um das Konzept der „toxischen Männlichkeit“, also dem Grund, warum Männer nach den feministischen Theorien heute allenfalls eine Rute im Stiefel gehabt haben sollten.

Ein interessanter Artikel erläutert , warum „Toxische Männlichkeit“ als Konzept nicht überzeugt:

Whether or not you accept the concept of “toxic masculinity,” it obviously refers to something real. Men, after all, are arrested for almost 75 percent of all crimes and 90 percent of violent crimes. The vast majority of murders and rapists are male. And as many feminists have pointed out, with only rare exceptions such as (half of) San Bernardino, mass shooters are male, too.

Between the bookends of the horrific mass shootings by Stephen Paddock in Las Vegas and Devin Kelley Harris at a Baptist church is Texas, we’ve had a flurry of sexual harassment, assault and rape accusations leveled against high profile men in Hollywood, the media and government such as Harvey Weinstein, James Toback, Kevin Spacey and many others.

It would seem that “toxic masculinity” is out in force.

Das alte Prinzip: Viele schlechte Taten werden von Männern getätigt, aber die wenigsten Männer begehen schlechte Taten.

Und: Frauen machen häufig andere Sachen oder sind generell sehr passiv, im Guten und im Schlechten.

Interessant aber die nächste Frage:

But shouldn’t the concept of “toxic masculinity” should be opposed by something on the other side? Namely, something good. For example, in between the Paddock shooting and the Weinstein scandal, the Nobel Prizes were announced. Nine prizes in science were awarded, nine men won.

As of 2015, men had won 825 of the 871 Nobel Prizes since 1901, or 94.7 percent. In physics, the ratio is 199 to 2. Yes, there have obviously been institutional barriers for women in the past, but all such barriers have been removed. While discrimination may still play a roll, the Cornell University study shows that, in STEM fields, women’s resumes were preferred over identical male ones by a ratio of two to one.

In der Tat kann man auch einen Großteil der modernen Errungenschaften Männern zuordnen, sie erwirtschaften einen Großteil der Gelder, zahlen die meisten Steuern, entwicklen die meisten neuen Produkte, gründen die meisten Gesellschaften etc

As one might expect, feminists berated the Nobel Prizes as being “sexist.” This highlights the problem. While it is not a contradiction per se, it does seem that the prism through which feminists view the world mandates that men are somehow bad no matter what. If men do something bad, they have “toxic masculinity.” If they do something good, that simply proves that men are discriminating against women as there’s no way men could do something better than women without oppressing them.

Es wäre mal ein interessantes Konzept: Eine Gruppe von Feministinnen führt an, wie sich Männer benehmen sollen, damit sie nicht toxisch handeln, dann gibt man diese Liste anderen Feministinnen mit dem Hinweis, dass sie darlegen sollen, warum das Verhalten doch schlecht ist. Es wäre interessant, was dabei heraus kommt und wie lange man das machen kann.

However, there are other, more convincing explanations for men’s disproportionate share of Nobel prizes than discrimination. For example, women tend to value status and wealth in a mate more than men (who are even more superficial in this regard), giving men a greater incentive to strive for achievement. Women are more likely to drop out of the workforce when they have a child than men are, which makes it difficult for women to reach the upper echelons of achievement.

Regardless, one would think that winning Nobel Prizes and moving humanity forward would be a credit in men’s collective account. Therefore, in so far as “toxic masculinity” is a useful concept at all, it should be seen as a negation. A negation of “positive masculinity,” or some other term like that which would signify the positive characteristics that good men hold and that we should teach boys and men to aspire to.

So what is that term?

Is it “positive masculinity” or “healthy masculinity” or just “good masculinity?” What is it?

Es hätte was, wenn im modernen Feminismus ein solches Konzept aufgestellt werden würde. Aber dort gilt eher: Gutes Verhalten ist lediglich Ausdruck eines Privilegs oder eben eine Selbstverständlichkeit (es gibt keine Kekse für gutes Verhalten)

While you can find these terms used from time to time, as well as awkward, academic nonsense-phrases such as “a positive reconstruction of what masculine identity should pertain to espouse,” there appears to be no agreed upon term for this incredibly simple concept.

Jezebel is one of the most popular feminist websites online, so I decided to search for these various phrases on its site. Here are the results as of this writing:

Toxic Masculinity: 871

Positive Masculinity: 1

Good Masculinity: 0

Healthy Masculinity: 2

Das ist doch mal eine interessante Statistik. Auch gut ist die nähere Aufschlüsselung:

The only article that came up under “positive masculinity” was an article titled “Monday Morning Misandry.” The article is just one paragraph and links to a Medium article titled “Men, Get on Board with Misandry” by Jess Zimmerman. The subtitle reads: “Believe it or not, the man-hating movement loves you and needs your help. Here’s why.”

In this confused, mess of an article, Zimmerman describes how men should hate men, not because men are evil, but because the “concept of masculinity” is evil and needs to be “taken out and shot.”

The term “positive masculinity” does not appear in Zimmerman’s article. It shows up in a comment by ModestMoussourgsky in the article on Jezebel that linked to Zimmerman’s piece. It notes that “One of the reasons a lot of guys [get] upset with the term ‘toxic masculinity’ is that it’s so rarely contrasted with positive masculinity.” Good point, ModestMoussourgsky.

Also wären die Artikel, in denen etwas positives auftaucht letztendlich nicht positiv. Im wesentlichen schreibt man dort nur negatives über Männer und Männlichkeit.

This highlights the critical failing of the concept of “toxic masculinity.” Other than the relatively small group of radical feminists who see men as some sort of subhuman, genetic mistake, most feminists see men as otherwise decent people who have been infected by the dreaded patriarchy. In other words, feminists see men and women as effectively the same (when not talking about how there are 57 different genders, of course), it’s just that evil patriarchy thing that causes men to be so terrible and oppress women so much.

So, for example, this year Hollywood provided us with The Battle of the Sexes which depicts how in 1973, the 30-year old Billy Jean King proved women are just as good at sports by beating the 55-year old Bobby Riggs in tennis. You’ll find countless articles on the “myth” of the male and female brain, like this one. (Despite a mountainofevidenceto the contrary.) James Damore was pretty much fired from Google for merely suggesting such differences in an internal memo just as Larry Summers was forced to resign from Harvard some years ago for a similar “infraction.” And of course, you’ll also see plenty of action movies with 115-pound petite women beating the daylights out of some muscular, 250-pound man.

Everything must not just be equal, but the same. We must have the same number of male and female politicians, scientists and CEO’s (but not inmates, of course). Norway even introduced a quota that 40 percent of company directors must be female.

Es ist schon erstaunlich, dieses Patriarchat. Es wird eher stärker in offeneren und wohlhabenderen Gesellschaften, es funktioniert ohne wirkliche Organisation, es findet sich in allen Völkern der Erde und Frauen können trotz einer Mehrheit in einer Demokratie bei freien geheimen Wahlen nichts dagegen tun.

Therefore, if feminists generally believe men and women are effectively the same biologically and that men are infected with “toxic masculinity,” then the answer to the question I opened this article with is self-evident: There is no such thing as “positive masculinity.

Und das ist in der Tat das einfache Argument, welches im Feminismus jedes Hinterfragen von Gründen für Ungleichheit ersetzt. Es ist in seiner Einfachheit vergleichbar damit, dass man eine Person als Hexe ausfindig macht, wenn die Ernte schlecht ist, statt zu ermitteln, warum diese schlecht war. „Der Böse Blick“ ist dann das Gegenstück zur „Toxischen Männlichkeit“. Beide bleiben aus den gleichen Gründen auch vollkommen vage.

It would appear that androgyny is the goal. Indeed, one feminist professor laid this out neatly, noting that “the problem is not toxic masculinity; it’s that masculinity is toxic.”

This, unfortunately, does not seem to be a particularly unusual sentiment.

Yet, as noted above, men and women are not the same and men do plenty of great things that should be lauded. And such achievements should not be taken as further proof of male malevolence. In addition, women are by no means incapable of being “toxic.” For example, there is a wide array of studies showing that domestic violence is committed by men and women in roughly similar proportions, although women are hurt more often. Furthermore, the worst forms of so-called “toxic masculinity” are found in places where there are few if any good male role models, such as fatherless homes in poor and crime-infested areas.

Masculinity should be seen as a positive thing in and of itself and men should be lauded for meeting a certain ideal and condemned when failing to do so. Some men will be more feminine (as some women will be more masculine) and that’s fine. No broad category can apply to all. But “toxic masculinity” only takes one side into account. Men should not just be diagnosed as “toxic” because they aren’t androgynous.

Es ist eben einer der anziehenden Punkte des modernen Feminismus, dass er eine so einfache Schuldzuweisung ermöglicht. Die Behauptung, dass es eben die toxische Männlichkeit ist, ersetzt den Beweis, weil es gar nichts anderes sein kann. Die Verantwortung wird insofern komplett abgegeben, die Männer sollen sich eben besseren. Die Frau kann sich exkulpieren, der männliche Feminist kann Besserung geloben.

The longingness to strive, create, build and innovate while tempered by courage, wisdom and kindness would make for a solid description of such “positive masculinity.” Of course, this isn’t all or nothing. Women can have those traits too. But that description would certainly make for a positive conception of masculinity that we should uphold as an ideal for boys and men to aspire to.

Es wäre schon eine erhebliche Verbesserung, aber es würde den Feminismus in seiner heutigen Form eben um sein einfaches Weltbild, die Einteilung in Gut und Böse bringen.