Meinungsfreiheit auf sozialen Netzwerken

Durch den Kauf von Twitter durch Elon Musk ist eine Diskussion um Meinungsfreiheit auf sozialen Netzwerken entbrannt.

Die einen freuen sich, dass Elon Musk endlich tatsächlich Meinungsfreiheit zulassen will und nicht einseitig zugunsten einer bestimmten Ideologie reguliert wird, was man sagen darf.

Die anderen führen an, dass dies Hass und Hetze im Netz freien Raum geben würde und damit gerade ein Teil des Meinungsspektrums vergrault werde. Man müsse erst die Räume bilden, in denen man seine Meinung auch wirklich äußern kann, ohne das Hass und Hetze einen daran hindern.

Ich halte letzteres für eine falsche Panikmache. Blocklisten werden ja bestehen bleiben und auch bisher konnte sich jeder zur Not einen kleinen Trollaccount nach dem anderen machen und „Hass und Hetze“ betreiben ohne das man dem wirklich Herr werden konnte.

Aber dennoch ist es ja eine Debatte, die durchaus interessant ist.

Wieviel Kontrolle braucht Freiheit und welche Möglichkeiten würdet ihr gerne haben um unliebsame Meinungen auszublenden?

Fräulein Schmidts zwei Popos

Sonntags steige ich häufig mit den beiden Kindern in die Badewanne. Südländerin holt dann Schmidt junior nach einiger Zeit raus und Fräulein Schmidt und ich planschen noch etwas, spielen mit diversen Badespielzeug und tasten uns langsam ans tauchen ran. Es ist für uns alle ein großer Spass (zumindest bis es zum Haarewaschen kommt, aber daran arbeiten wir noch)

Bisher war das Baden bezüglich neugieriger Nachfragen zum Penis auch ganz glimpflich verlaufen: Siehe hatte einmal nachgefragt, was ich „da“ habe. Ich habe ihr erklärt, dass Jungs das haben und Mädchen eben ihre Ausstattung und damit war sie (zu meinem Erstaunen) ganz zufrieden.

Beim letzten Baden kam das Thema dann aber wieder auf: „Papa, wo ist dein anderer Popo?“

Ich muss zugeben ist war etwas verwundert bis ich verstand, dass sie ihren „Normalen Popo“ und ihre Scheide beide als Popos bezeichnete. Wenn man das erst einmal verstanden hat ist es ja auch gar nicht so fernliegend, so rein von der Form halber.

Sie brauchte dann etwas um zu verstehen, dass sie nur einen Popo hat. Und sie hat ein neues Wort gelernt: Scheide.

Ich hoffe allerdings, dass sie jetzt nicht allen im Kindergarten erklärt, dass ich keinen zweiten Po und sie eine Scheide hat.

In-Group und Outgroup (Eigengruppe und Fremdgruppe)

Das Konzept der In-Group und Outgroup war hier schon häufiger Thema. Die Gruppenbildung ist insbesondere in der Kooperation ein sehr wichtiges Element, weil Kooperation ein gewisses Vertrauen benötigt,  dass derjenige, dem man einen Gefallen tut bzw dem man hilft dies auch erwidern wird und nicht nur die Tat von einem selbst als „Trittbrettfahrer“ mitnimmt und damit die Kosten eigener Wohltätigkeit spart. Es erlaubt die Entwicklung eines „reziproken Altruismus“. Dabei ist insbesondere relevant, dass man mit Personen aus der In Group eher erwartet, dass sie einem etwas zurück geben, auch weil man mit ihnen immer wieder kontakt hat und damit der Ruf ein Ausnutzer zu sein für sie besonders gefährlich ist, während Leute aus der Outgroup evt. zum einen leichter „Opfer“ abgeben, bei denen der schlechte Ruf nicht schadet, weil man keinen Kontakt mit ihnen hat bzw. die einen selbst schnell als „Opfer“ sehen können, welches sie ausnehmen können.

Interessant dazu der Artikel aus der Wikipedia, wobei ich die Texte einfach mal durch Deepl gejagt habe:

In der Soziologie und Sozialpsychologie ist eine In-Group eine soziale Gruppe, mit der sich eine Person psychologisch als Mitglied identifiziert. Im Gegensatz dazu ist eine Out-Group eine soziale Gruppe, mit der sich eine Person nicht identifiziert. Menschen können sich z. B. mit ihrer Peer-Gruppe, Familie, Gemeinschaft, Sportmannschaft, politischen Partei, ihrem Geschlecht, ihrer Rasse, Religion oder Nation identifizieren. Es hat sich gezeigt, dass die psychologische Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen und Kategorien mit einer Vielzahl von Phänomenen verbunden ist.

Die Terminologie wurde in den 1970er Jahren von Henri Tajfel und seinen Kollegen im Rahmen der Formulierung der Theorie der sozialen Identität populär gemacht. Die Bedeutung der Kategorisierung in eine Gruppe und aus einer Gruppe wurde mit Hilfe einer Methode ermittelt, die als Minimalgruppenparadigma bezeichnet wird. Tajfel und Kollegen fanden heraus, dass Menschen innerhalb weniger Minuten selbstreferenzielle In-Groups bilden können und dass solche Gruppen sogar auf der Grundlage völlig willkürlicher und erfundener diskriminierender Merkmale, wie z. B. der Vorliebe für bestimmte Gemälde, gebildet werden können.[1][2][3][4]

In der Neurologie gibt es eine etablierte Literatur[5] über die angeborene Neigung des menschlichen Gehirns, die Welt in Wir- und Sie-Valenzkategorien aufzuteilen, wobei die genaue Zugehörigkeit zur In-Group und Out-Group sozial kontingent (und damit anfällig für Propagandainstrumente) ist und die Intensität entlang eines Spektrums von leichter bis hin zu vollständiger Entmenschlichung der „anderen“ Gruppe reicht.

Gruppenbildung und wie sie passiert ist ein sehr interessanter Bereich und natürlich kann man fast beliebige Unterscheidungskriterien verwenden. Interessant ist, dass es einen biologischen Unterbau dafür gibt.

Gruppenbildung ist damit auch Fluch und Segen für die Menschheit. Segen weil sie überhaupt erst Kooperation ermöglicht hat. Fluch, weil sie zu viel Anfeindungen und Abgrenzungen zB auch nach Hautfarbe etc geführt hat.

Das Schöne ist aber, dass es ebenso möglich ist größere Gruppen zu sehen, etwa auch die Menschheit etc. Um so globaler die Welt wird um so mehr Beziehungen bestehen zwischen den Menschen und es gibt uns die Möglichkeit enger zusammen zu rücken. Natürlich kommt es, wie man an der Situation in der Ukraine sieht, auch immer wieder dazu, dass Leute nicht kooperativ sein wollen und damit gleichzeitig aber auch zu einer Gruppenbildung gegen sie einladen.

Die psychologische Kategorisierung von Menschen in Mitglieder einer Gruppe und Mitglieder einer anderen Gruppe wird mit einer Vielzahl von Phänomenen in Verbindung gebracht. Die folgenden Beispiele haben allesamt große wissenschaftliche Aufmerksamkeit erregt.

Bevorzugung von Gruppenmitgliedern
Hauptartikel: Gruppeninterne Bevorzugung (in-group favoritism)
Darunter versteht man die Tatsache, dass Menschen unter bestimmten Bedingungen ihre eigene Gruppe (In-Group) gegenüber der Out-Group oder gegenüber Personen, die als außerhalb der In-Group stehend angesehen werden, bevorzugen und eine Affinität zu ihr entwickeln. Dies kann sich in der Bewertung anderer, in der Verknüpfung, in der Zuweisung von Ressourcen und auf viele andere Arten äußern[6] Die Art und Weise, wie wir die Handlungen anderer wahrnehmen, wird ebenfalls durch die Bevorzugung der eigenen Gruppe beeinflusst. Menschen können ein und dieselbe Handlung sehr unterschiedlich wahrnehmen, je nachdem, ob sie von einem Mitglied derselben Gruppe oder einem Mitglied einer anderen Gruppe ausgeführt wurde.[7] Tatsächlich neigen Menschen dazu, Handlungen ihrer eigenen Gruppe oder von Teammitgliedern sehr viel positiver zu bewerten als die von Mitgliedern der Outgroup.[7] Ein anschauliches Beispiel für die Art und Weise, wie dieses Phänomen auftritt, lässt sich allein durch die willkürliche Zuweisung einer Person zu einer bestimmten und objektiv bedeutungslosen neuen Gruppe demonstrieren; dies allein reicht aus, um gruppeninterne Verzerrungen zu erzeugen, bei denen Mitglieder der eigenen Gruppe bevorzugt werden. [8] Dieses Phänomen wurde in einer empirischen Studie von Molenberghs und Kollegen aus dem Jahr 2013 nachgewiesen:[7] In der Studie wurden die Teilnehmer willkürlich in zwei Teams eingeteilt und sahen sich Videos an, in denen Personen aus konkurrierenden Teams und Personen aus ihrem eigenen Team Handbewegungen ausführten. Die Teilnehmer wurden dann gebeten, die Geschwindigkeit der Handbewegungen zu beurteilen.[7] Im Durchschnitt schätzten die Teilnehmer die Mitglieder ihres eigenen Teams als schneller ein, obwohl die Handbewegungen durchweg die gleiche Geschwindigkeit hatten. In ähnlicher Weise führten Hastorf und Cantril 1954 eine bahnbrechende Studie durch, bei der sich Studenten aus Princeton und Dartmouth ein umstrittenes Footballspiel zwischen ihren beiden Mannschaften ansahen.[9] Obwohl sie denselben Film des Spiels gesehen hatten, waren ihre Versionen des Geschehens so stark unterschiedlich, dass es schien, als hätten sie zwei völlig verschiedene Spiele gesehen

Wie schnell wir Partei ergreifen ist eine Erfahrung, die man schnell macht. Das macht Gruppensportarten auch so attraktiv, weil man auch als Zuschauer Teil dieser Gruppe werden kann und sie einen Stellvertreterkampf für einen durchführen kann. Wir erleben, wie die dort angeführten Experimente zeigen unsere Gruppen bzw die gegnerischen Gruppen auch nicht objektiv. Wir neigen dazu, die Mitglieder der eigenen Gruppe vorteilhafter zu sehen. Das führt dann auf größerer Ebene schnell zu einem Nationalismus oder zu der Abwertung der anderen Gruppen, wenn man nicht auch mit diesen ein verbindendes Element hat.

Neuronale Mechanismen der Bevorzugung von Gruppenmitgliedern und der Voreingenommenheit gegenüber anderen Gruppenmitgliedern

Manch einer mag sich fragen, warum es selbst in willkürlich zugewiesenen Gruppen, in denen die Gruppenmitglieder außer der Gruppe, der sie zugewiesen wurden, nichts gemeinsam haben, zu einer Bevorzugung innerhalb der Gruppe kommt. Die Forschung weist auf unbewusste Entscheidungsfindungsprozesse hin, die auf neurologischer Ebene ablaufen und bei denen die Bevorzugung von Gruppen und die Voreingenommenheit gegenüber anderen Gruppen schon sehr früh in der Wahrnehmung stattfindet. Dieser Prozess kann schon beim bloßen Betrachten des Gesichts einer Person beginnen.[10] Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen Gesichter von Mitgliedern einer Gruppe schneller und genauer erkennen als die von Mitgliedern einer anderen Gruppe.[11] In einer rassenübergreifenden Studie zur Erkennung von Gesichtern zeichneten Forscher beispielsweise die Aktivität des vom Sauerstoffgehalt des Blutes abhängigen Signals (BOLD) von schwarzen und weißen Teilnehmern auf, während sie Bilder von unbekannten schwarzen Gesichtern, weißen Gesichtern und Objekten betrachteten und sich daran zu erinnern versuchten. [12] Sie fanden heraus, dass die Teilnehmer dieser Studie beim Betrachten von Gesichtern derselben Rasse im Vergleich zu Gesichtern anderer Rassen eine höhere Aktivität im fusiformen Gesichtsbereich (FFA) aufwiesen, einem Bereich des fusiformen Gyrus im inferioren temporalen Kortex des Gehirns, der mit der Objekt- und Gesichtserkennung in Verbindung steht. [12] Die geringere Aktivität in der FFA spiegelt ein Versagen bei der Kodierung von Mitgliedern der Outgroup auf individueller Ebene statt auf kategorialer Ebene wider, was auf Kosten der Kodierung individuierender Informationen geht.[13][14][15] Dies deutet darauf hin, dass Gesichter der Outgroup oder unbekannte Gesichter möglicherweise nicht mit der gleichen Intensität „Gesichter“ sind wie Gesichter der Ingroup. [16] Frühere Forschungen haben auch gezeigt, dass die Abwertung und Entmenschlichung von Outgroup-Mitgliedern verstärkt wird, wenn die anfängliche Kodierung und konfigurative Verarbeitung eines Outgroup-Gesichts behindert wird. 17] Dieser anfängliche Kodierungsprozess entmenschlicht also nicht nur Outgroup-Mitglieder, sondern trägt auch zu einem Homogenitätseffekt bei, bei dem Outgroup-Mitglieder als einander ähnlicher wahrgenommen werden als Ingroup-Mitglieder. 18]

Das alles sind interessante Mechanismen und es zeigt auch wieder, dass unsere Wahrnehmung nicht einfach eine Kamera ist, die 1 zu 1 die Wirklichkeit abbildet, sondern die Daten sogleich gefiltert, gewichtet und aufgearbeitet werden.
Es kann dabei durchaus ein nützlicher Mechanismus gewesen sein die Outgroup weniger als Individuum zu sehen, einfach weil es einem erlaubt eigene Vorteile besser durchzusetzen und sich gleichzeitig nicht zu vertraut zu machen, damit man nicht auf die andere Seite hereinfällt. Und natürlich erleichtert es auch Kampfhandlungen aller Art, wenn die andere Seite anonymer, weniger indiviualisiert, ist.

Homogenität der Gruppe
Hauptartikel: Outgroup-Homogenität
Die Einteilung von Menschen in soziale Gruppen erhöht die Wahrnehmung, dass die Gruppenmitglieder einander ähnlich sind. Ein Ergebnis davon ist der Outgroup-Homogenitätseffekt. Darunter versteht man die Wahrnehmung der Mitglieder einer Outgroup als homogen, während die Mitglieder der eigenen Ingroup als vielfältig wahrgenommen werden, z. B. „die sind gleich, wir sind vielfältig“[19][20] Dies gilt insbesondere für negative Eigenschaften. Unter bestimmten Bedingungen können die Mitglieder der eigenen Gruppe in Bezug auf positive Merkmale als ähnlich wahrgenommen werden. Dieser Effekt wird als Homogenität innerhalb der Gruppe bezeichnet[21].

Ingroup-Homogenität ist nichts neues. Eine bestimmte Uniform, ein Trikot einer Mannschaft, kann das Gruppengefühl stärken und eine Gemeinsamkeit erzeugen, auch wenn man die einzelnen Mitglieder nach wie vor als Individuum wahrnimmt. Bei der Outgroup wiederum kann dann die Individualität eher ausgeblendet werden: Es sind „die Weißen“, „die Schwarzen“ die „die Barbaren“ oder was auch immer.

Abweichung von der Außengruppe
Bei der Diskriminierung zwischen In-Gruppen und Out-Gruppen geht es um die Bevorzugung einer In-Group und das Fehlen einer entsprechenden Bevorzugung einer Out-Group.[22] Out-Group-Derogation ist das Phänomen, bei dem eine Out-Group als bedrohlich für die Mitglieder einer In-Group wahrgenommen wird.[23] Dieses Phänomen geht häufig mit der Bevorzugung einer In-Group einher, da es eine Affinität zu ihrer In-Group voraussetzt. Einige Forschungsarbeiten deuten darauf hin, dass eine Abwertung der Out-Group stattfindet, wenn eine Out-Group als Blockade oder Hindernis für die Ziele der In-Group wahrgenommen wird. Es wurde auch argumentiert, dass die Abwertung der Außengruppe eine natürliche Folge des Kategorisierungsprozesses ist.

Es ist nicht verwunderlich, dass wir Mechanismen haben, welche uns erleichtern „Hindernisse“ oder „Gegner“ anders zu sehen als „Kooperationspartner“. Vieles in unserer Evolutionären Vergangenheit war eben auch Kampf und Krieg.

Gleichzeitig dürfte es für den Aufbau einer Out-Group wichtig sein, diese als Hindernis oder Blockade darzustellen, um eben diese Wirkung zu erzielen. Also „Die sind Schuld an X“ oder „Die wollen euch etwas wegnehmen“ oder „die haben unfaire Vorteile“

Sozialer Einfluss
Hauptartikel: Sozialer Einfluss
Es hat sich gezeigt, dass Menschen von Mitgliedern der eigenen Gruppe in unterschiedlicher Weise beeinflusst werden. Das heißt, dass Menschen unter Bedingungen, unter denen die Gruppenzugehörigkeit psychologisch auffällig ist, ihre Überzeugungen im Einklang mit den sozialen Normen der Gruppe ändern.

Auch das macht natürlich Sinn. Wer eine Gruppe gefunden hat, die ihn unterstützt und in der er soziales Kapital aufbauen kann, der muss darauf achten die Werte der Gruppe anzunehmen und er muss darauf achten, dass er diesen Leuten eher glaubt und vertraut.
Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum Promis für Werbung so interessant sind. Wenn wir sie als Teil unserer Gruppe sehen dann wollen wir eben eher auch deren Rat annehmen, weil wir sie als Statushoch und Einflussreich in dem Bereich wahrnehmen

Polarisierung der Gruppe
Hauptartikel: Polarisierung von Gruppen
Dies bezieht sich im Allgemeinen auf die Tendenz von Gruppen, Entscheidungen zu treffen, die extremer sind als die ursprüngliche Neigung ihrer Mitglieder, obwohl auch eine Polarisierung in Richtung der zentralsten Überzeugungen beobachtet wurde. Es hat sich gezeigt, dass dieser Effekt mit einer psychologisch auffälligen Kategorisierung in In-Group und Out-Group zusammenhängt.

Auch eine interessante Sache. Vielleicht will man sich dann eher von der anderen Gruppe abgrenzen oder eine festere Identität ausbilden

Postulierte Rolle in der menschlichen Evolution
In der Evolutionspsychologie wird die Bevorzugung innerhalb einer Gruppe als ein evolutionärer Mechanismus angesehen, der aufgrund der Vorteile einer Koalitionszugehörigkeit ausgewählt wurde.[25] Es wurde argumentiert, dass Merkmale wie Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit unflexible oder sogar essenzielle Merkmale solcher Systeme sind.[26][27] Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Elemente der Bevorzugung insofern flexibel sind, als sie durch Veränderungen in der sozialen Kategorisierung ausgelöscht werden können.[28] Eine Studie aus dem Bereich der Verhaltensgenetik legt nahe, dass es biologische Mechanismen geben könnte, die eine Koexistenz sowohl flexibler als auch essentialistischer Systeme begünstigen.[29]

Wir können eben auch Bestandteil mehrere Gruppen sein. Wir können uns etwa als  Teil unserer Geschlechtergruppe sehen, gleichzeitig aber auch eine Übergruppe der Deutschen oder der Oberschicht oder der Fußballfans sehen, die dann natürlich Männer und Frauen umfassen kann.

Elon Musk kauft Twitter und will für mehr Meinungsfreiheit sorgen

Elon Musk hat ein Angebot für Twitter abgegeben, welches gestern wohl angenommen worden ist. Er kauft Twitter für 43 Milliarden Dollar.

Hier ein paar seiner Anküdngungen:

Zudem will er den Code von Twitter wohl Open Source machen, was ich auch interessant finde.

Interessant an Musk ist auch, dass er sich dem „woken Zeitgeist“ entgegenstellt zB

 

Wenn er es tatsächlich so umsetzt, dann könnte das interessant werden, weil damit eine höhere Meinungsfreiheit eintritt und insbesondere Kritiker woker Theorien nicht mehr einfach von der Plattform verbannt werden. Das er auch die 10% der extremsten Linken genau so wie der extremsten Rechten ausbremsen will klingt interessant, die Frage ist natürlich wie es jeweils ausgeübt wird.

Angesichts der Proteste, die eher von der woken Seite kommen, könnte es interessant werden, diese scheinen etwas Angst zu haben, dass sie die Meinungshoheit verlieren.

Den meisten Nutzern wird es vergleichsweise egal sein vermute ich, aber gerade wenn es sich positiv entwickelt könnte es eine interessante Signalwirkung haben: Man kann auch „nicht woke“ sein und das Leben geht weiter.

Natürlich: Wenn Musk abdreht und sagen wir mal alle schlechten Nachrichten über Tesla etc verhindert oder anderweitig als Privatperson Einfluss nimmt, dann wäre es ein Problem. Ich glaube aber nicht, dass er das machen wird. Er hat sich hier für Meinungsfreiheit ausgesprochen und ich denke das will er auch wirklich erreichen. Aber natürlich ist Macht auch immer verführerisch.

 

 

Seitdem die Opferrolle über das Heldentum triumphiert hat, verkünden die Tyrannen unserer Welt stattdessen die Sprache der Verletzten und Verstörten, der Schwachen und Leidenden

Ich wurde auf ein Zitat von Douglas Murry  hingewiesen, welches ich ganz interessant finde:

The bullies of the era do not come shouting foul epithets and derogatory names. They do not come proclaiming their strength. Ever since victimhood triumphed over heroism, the bullies of our world have instead come proclaiming the language of the hurt and upset, of weakness and suffering. It’s become such a tried and tested tactic we barely even notice it anymore.

Where once a person would have assaulted another person, verbally or otherwise, to win in the era of “oppression” the would-be victor must claim that they themselves are the ones who have been assaulted. Where once the loser would have wept, today the would-be winner must weep: very early, very fast and as insincerely as occasion necessitates.

Durch Deepl gejagt:

Die Tyrannen dieser Zeit kommen nicht und schreien üble Bezeichnungen und abfällige Namen. Sie kommen nicht, um ihre Stärke zu verkünden. Seitdem die Opferrolle über das Heldentum triumphiert hat, kommen die Tyrannen unserer Welt und verkünden stattdessen die Sprache der Verletzten und Verärgerten, der Schwachen und Leidenden. Diese Taktik hat sich so gut bewährt, dass wir sie kaum noch wahrnehmen.

Wo früher eine Person eine andere angegriffen hätte, sei es verbal oder anderweitig, muss in der Ära der „Unterdrückung“ der vermeintliche Sieger behaupten, dass er selbst derjenige ist, der angegriffen wurde. Wo früher der Verlierer weinte, muss heute der vermeintliche Sieger weinen: sehr früh, sehr schnell und so unaufrichtig, wie es der Anlass erfordert.

Das passt zu vielem innerhalb der intersektionalen Theorien.

Die Einschränkung wäre vielleicht, dass SJWs natürlich angreifen, aber es eben so darstellen, dass sie damit für die Opfer auftreten, gegen das Unrecht kämpfen. Und es ist üblicherweise mit einer Darstellung verbunden, dass sie die Ungerechtigkeit gegen die Opfer nicht ertragen und für diese in die Bresche springen.

 

Irre Feministische Thesen: Sibel Schick: JK Rowling ist die kleinere Putin

Sibel Schick haut ein Statement raus, welches mich zu einer neuen Serie inspiririert: Irre feministische Thesen:

Noch mal als Text:

Putin ist einer der größten und bekanntesten lebendigen Faschisten der Welt. Putin kriminalisiert, verfolgt und tötet queere Menschen. Putin verteidigt JK Rowling öffentlich. Die Gleichung ist nicht so schwer, liebe Leute. JK Rowling ist die kleinere Putin. Jede*r TERF ist.

Ist das noch rational zu erklären?

Mal wieder eine Kommentardiskussion

Es ist mal wieder Zeit für eine Kommentardiskussion (leider)

Crumar schreibt:

Und @Christian, kann man Murdoch/Kniggeldi/Ostfront usw. nicht langsam mal den Stecker ziehen?
Dein Liberalismus in allen Ehren, aber nur weil dem Fascho langweilig ist, braucht man ihm keine Bühne bieten.
Alex mit seinem Gemisch an Twitter-Verschwörungstheorien ist schon anstrengend genug.

Ich muss zugeben, dass mir momentan einiges an Kommentaren durchgeht und ich es nicht schaffe alles zu lesen, gerade weil die Ukraine und die Covidartikel auch einiges an Kommentaren zusätzlich zum normalen Aufkommen generieren. Ich schaue, dass ich vieles mitbekommen, aber mitunter komme ich allenfalls zum überfliegen.

Das lässt auch eine vernünftige Moderation nur sehr eingeschränkt zu.

Was helfen würde wären Hinweise in den Kommentaren, dass bestimmte Kommentare Moderationsbedarf haben. Das macht es für mich leichter diese schnell zu finden.

Ich bitte auch um Vorschläge wie weiter vorgegangen werden sollte. Welche Art von Kommentaren oder Arten zu Kommentieren stören, wie kann man sie minimieren oder weniger störend machen?

„Du bist nicht mehr meine Freundin“

„Sandra“ sagt Fräulein Schmidt “ ist nicht mehr meine Freundin“. Sandra ist ein Mädchen aus dem Kindergarten, mit dem sie immer gerne gespielt hat, dass dann aber in die „Gruppe der großen Kinder“ gekommen ist während Fräulein Schmidt noch in der „Gruppe der kleinen Kinder“ ist. Sie sehen sich aber ab und zu noch, wenn die Kinder bei gutem Wetter auf den Spielplatz dürfen und die Gruppen sich mischen.  Fräulein Schmidts bester Freund im Kindergarten aus der „kleinen Grupp“ ist seit ein paar Tagen krank. Und beim Rausgehen hatte sie dann Sandra gesehen und ist gleich auf sie zu. Aber Sandra wollte nicht mit ihr spielen und hat ihr gesagt, dass sie nicht mehr ihre Freundin ist. Sie schaut traurig.

Abends will sie wie üblich noch nicht schlafen gehen. Es folgt die übliche Verzögerungstaktik: Noch ein Buch vorlesen. Und noch eins. Und dann habe ich Hunger! Irgendwann sind alle Ausreden aufgebraucht und weil sie weiß, dass es jetzt Zeit ist und sie zudem in einer müden Trotzigkeit gefangen ist, versucht sie es mit einer neue Waffe: „Papa, wenn ich jetzt schlafen muss, dann bist du nicht mehr mein Freund!“

Sie sagt es so empört, dass ich lachen muss. Ich nehme sie in den Arm und drücke sie und sage, dass ich immer ihr Freund bin und sie dagegen gar nichts machen kann. Aber das jetzt trotzdem Schlafenszeit ist. Und das Sandra auch wieder ihre Freundin sein wird. Sie muss es einfach noch mal versuchen. Wenn sie morgen ausgeschlafen ist.

Tatsächlich treffen wir Sandra mit ihrem Vater auch ein paar Tage später auf einem Spielplatz und alles ist vergessen. Sie sind wieder Freunde. Und klettern gemeinsam die Spielgeräte hoch und runter.

Wenn nur alle Probleme so leicht aus der Welt zu schaffen wären.

 

„100 Milliarden für die Bundeswehr“

Als Reaktion auf die Ukraine hat die Bundesregierung, bestehend aus Grünen mit einem starken pazifistischen Flügel, der SPD und der FDP, die eigentlich Sparen als Motto ausgegeben hat, beschlossen, dass die Bundeswehr zusätzliche Gelder erhalten soll.
Über welchen Zeitraum genau da die im Rede stehenden 100 Milliarden gezahlt werden sollen wurde meine ich nicht gesagt, wie es finanziert wird auch nicht. Zudem  soll wohl auch in den laufenden Haushalten zusätzlich (?) 2% des Haushaltes für das Militär aufgewandt werden, was eigentlich schon seit längeren etwas ist, wozu sich Deutschland verpflichtet hat.

Ein Wechsel im Bundesverteidigungsministerium ist bisher nicht im Gespräch, soweit ich weiß.

Bisher scheint mir die Bundeswehr ziemlich schlecht verwaltet worden zu sein, viele Beraterverträge und Punkte wie „Der Innenraum eines Schützenpanzers muss von den Luftfiltern her für eine geeignet sein“ lassen vermuten, dass da viel Geld verschwendet worden ist.

Was sagt ihr zu den Plänen?

Wie wird es finanziert werden?

Kriegs- und Weltuntergangspanik bzw die Angst vor einem Atomkrieg

Am Wochenende hatten wir glücklicherweise kurzfristig eine Möglichkeit abends unsere Kinder betreuen zu lassen und haben die Zeit genutzt, um uns mit ein paar Freunden zu treffen.

Es war eine sehr nette Runde, eine Mischung aus Leuten, die wir gut kennen und Bekannten bzw Freunden von Freunden.

Natürlich kam das Gespräch dabei auch auf die Krise in der Ukraine und ich war erstaunt, wie schwer das einige Leute belastete, die also schon den Atomkrieg kurz bevor stehen sahen.

Einer gab an, dass sein Vater bereits in einen kleinen Generator für Notstrom investiert hat und sich Vorräte zugelegt hat. Und das er auch überlegt, etwas zu „preppen“.

Eine andere sagte, dass sie zwar gerade mit ihrem Freund Kinder bekommen möchte, sie aber einfach zu aufgewühlt von der ganzen Lage ist und sie das erst einmal zurückgestellt haben. Sie wolle nicht schwanger sein, wenn dann der Weltkrieg ausbricht.

Ich wurde gefragt, was für Gedanken ich mir als Vater mache inwiefern die Kinder sicher sind.

Und jetzt mag es an meiner Naivität liegen, aber ich bin eigentlich nicht sonderlich beunruhigt was eine Einbeziehung von Deutschland in einen Krieg betrifft. Ein konventioneller Krieg würde denke ich erst einmal nicht auf deutschen Boden stattfinden und bei einem Atomkrieg setze ich gedanklich darauf, dass den im Endeffekt keiner haben will und da keiner als Sieger draus hervorgehen kann. Putin mag verrückt sein, aber auch ihm bringt es nichts und ich denke mal es wird auch in Russland Sicherheitsvorkehrungen geben, die verhindern, dass jemand einfach so die gesamte Menschheit in die Luft jagen kann.

Und natürlich: Wenn der komplette Atomkrieg ausbricht, dann braucht man sich auch keine Sorgen mehr zu machen. Dann ist man wahrscheinlich recht schnell tot.

Es ist nicht so, dass mich die ganze Sache nicht beunruhigt. Aber eben nicht, weil ich glaube, dass der Krieg bis zu uns kommt.

Wie ist das bei euch?