Selbermach Mittwoch 172 (18.07.2018)

Auch gerne für Berichte aus einem eventuellen Urlaub, oder eben zu dem hier Üblichen

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Selbermach Samstag 196 (14.07.2018)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen.

Selbermach Samstag 195 (07.07.2018)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen.

Da sich die Urlaubszeit nährt gilt der Hinweis auf den Gastartikel noch einmal um so mehr. Wer schon immer mal was schreiben wollte: Jetzt wäre eine gute Zeit dafür!

Dänemarks neues Modell zur Anerziehung „dänischer Werte“

Ein interessanter Bericht in der New York Times über Dänemark:

KOPENHAGEN — When Rokhaia Naassan gives birth in the coming days, she and her baby boy will enter a new category in the eyes of Danish law. Because she lives in a low-income immigrant neighborhood described by the government as a “ghetto,” Rokhaia will be what the Danish newspapers call a “ghetto parent” and he will be a “ghetto child.”

Starting at the age of 1, “ghetto children” must be separated from their families for at least 25 hours a week, not including nap time, for mandatory instruction in “Danish values,” including the traditions of Christmas and Easter, and Danish language. Noncompliance could result in a stoppage of welfare payments. Other Danish citizens are free to choose whether to enroll children in preschool up to the age of six.

Denmark’s government is introducing a new set of laws to regulate life in 25 low-income and heavily Muslim enclaves, saying that if families there do not willingly merge into the country’s mainstream, they should be compelled.

For decades, integrating immigrants has posed a thorny challenge to the Danish model, intended to serve a small, homogeneous population. Leaders are focusing their ire on urban neighborhoods where immigrants, some of them placed there by the government, live in dense concentrations with high rates of unemployment and gang violence.

Also eine staatliche „Umerziehung“ hin zu einer dänischen „Leitkultur“. Bei 25 Stunden in der Woche entspricht dies quasi einer „Halbtagstätigkeit“.

Man kann darin die positiven Seiten sehen: Kinder, die früh gefördert werden und früh die Sprache lernen, werden auch später bessere Chancen haben und natürlich kann man ihnen hier Weltoffenheit etc beibringen.

Andererseits ist eine staatliche Umerziehung natürlich auch eine gefährliche Sache, der Staat nimmt sich hier das Recht heraus wesentlich früher als sonst Kinder aus der Familie heraus zu nehmen und sie in einer dort für richtig gehaltenen Weise zu „indoktrinieren“, was eben auch ein deutliches Mißbrauchspotential hat.

Politicians’ description of the ghettos has become increasingly sinister. In his annual New Year’s speech, Prime Minister Lars Lokke Rasmussen warned that ghettos could “reach out their tentacles onto the streets” by spreading violence, and that because of ghettos, “cracks have appeared on the map of Denmark.” Politicians who once used the word “integration” now call frankly for “assimilation.”

That tough approach is embodied in the “ghetto package.” Of 22 proposals presented by the government in early March, most have been agreed upon by a parliamentary majority, and more will be subject to a vote in the fall.

Ich bin gespannt, was man von diesen Projekten noch so hört. Eigentlich ist Skandinavien ja immer so der Musterschüler in Sachen Gleichheit etc gewesen, was eigentlich für viele Feministinnen auch mit dem sehr hohen Anteil der weißen Bevölkerung ein schwerer Schlag gewesen sein muss. Jetzt versuchen sie im Prinzip ein soziales Umerziehungskonzept, quasi soziale Konstruktion der Gesellschaft, die aber „PoCs“ belasten wird und sich in andere Kulturen einmischt, wenn auch um diese zu besseren Menschen zu machen.

Ich vermute für intersektionale Feministen sind sie damit, einfach weil der Rassismusvorwurf dort alles sticht, quasi Nazis.

Some are punitive: One measure under consideration would allow courts to double the punishment for certain crimes if they are committed in one of the 25 neighborhoods classified as ghettos, based on residents’ income, employment status, education levels, number of criminal convictions and “non-Western background.” Another would impose a four-year prison sentence on immigrant parents who force their children to make extended visits to their country of origin — described here as “re-education trips” —in that way damaging their “schooling, language and well-being.” Another would allow local authorities to increase their monitoring and surveillance of “ghetto” families.

Die höhere Strafe scheint mir rechtsstaatlich etwas problematisch und wäre eine sehr harte Politik, ob sie so zu einer „Befriedung“ der Orte führt bzw ob sie so überhaupt verabschiedet wird wird man sehen. Und auch die „Re-education-Trips“ sind nicht ganz ohne: Wie lang müssen sie sein und wie bewertet man das einen evtl Zwang bzw grenzt ihn von einem „berechtigen“ Besuch im Ausland ab?

Some proposals have been rejected as too radical, like one from the far-right Danish People’s Party that would confine “ghetto children” to their homes after 8 p.m. (Challenged on how this would be enforced, Martin Henriksen, the chairman of Parliament’s integration committee, suggested in earnest that young people in these areas could be fitted with electronic ankle bracelets.)

Alle Bewohner von vorneherein Sträflingen gleich zu setzen ist in der Tat starker Tobak.

Es scheint jedenfalls eine erstaunliche Maßnahme zu sein, die sich hier wahrscheinlich noch nicht einmal die AfD vorzuschlagen trauen würde. Sie wird wahrscheinlich auch schon dazu führen, dass viele Familien in andere Länder ausweichen, wo die Vorschriften weniger streng sind, wenn sie können.

Ich bin gespannt, ob das evtl auch in andere skandinavische Länder schwappt. Im sehr linken Schweden wäre es vielleicht ein noch erstaunlicherer Kurswechsel.