Selbermach Samstag 331 (13.03.2021)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Ein paar Weihnachtsgedanken

Ich verbinde viel positives mit Weihnachten, auch wenn ich Atheist bin. Es ist jedenfalls für mich ein Fest, welches man wunderbar von seiner religiösen Bedeutung abspalten und auch so feiern kann. Es hat ja eh so viele Elemente, die mit der Geburt von Jesus nur am Rande zu tun haben und stellt eine Vermischung anderer traditioneller Feste mit der christlichen Religion dar. Von Weihnachtsbaum bis Weihnachtsmann, von Geschenken für alle bis zu Festtagsessen ist für alle auch abseits der Religion etwas dabei.

Ich könnte es auch als „Lichterabend“ zu Ehren des Fliegenden Spaghettimonsters feiern und es würde sich nicht viel ändern:

Dieses Jahr hat sich aber natürlich einiges geändert. 

Einmal wird es natürlich weitaus weniger das Familienfest, dass es sonst ist. Weihnachten ist sonst immer der sichere Termin gewesen, bei dem die Familie auf alle Fälle zusammen kommt und das ist, da wir etwas verstreut wohnen, eine gute Sache gewesen, um die ganzen Kinder von Verwandten zu sehen und einfach mal bei einander zu sein. Das ging dieses Jahr nur sehr eingeschränkt und das ist schade. Natürlich nehmen wir uns vor das entsprechend nachzufeiern, „wenn Corona mal vorbei ist“. Aber ob das so bald möglich ist, ist ja eine ganz andere Sache.

Es ist aber natürlich auch anders, weil Fräulein Schmidt inzwischen mehr versteht als im letzten Jahr und auch mehr mit den anderen Kindern hätte interagieren können. Weihnachten im typischen „großen Stil“ hätte ihr glaube ich gut gefallen. So gab es ja auch Geschenke und was so sonst dazu gehört, aber eben alles deutlich gemäßigter. 

Weil die Tage so viel los war hat sie noch gar nicht richtig thematisiert, dass heute der erste Tag ohne Adventskalender war. Ich würde ja vermuten, dass sie sich daran gewöhnt hat und eigentlich erwartet, dass der wieder gefüllt wird. Mal sehen wie sie es findet, wenn dann Anfang des neuen Jahres der Weihnachtsbaum rausfliegt, den sie eigentlich ganz schön fand. 

 

Was ist Antifeminismus?

Lucas Schoppe bespricht in einem wie immer lesenswerten Artikel die Reaktionen darauf, dass das Forum soziale Inklusion 400.000 Euro vom Staat erhalten soll (der Link auf meinen Artikel dazu)

Dabei hält er den Kritikern vor weniger auf Inhalte einzugehen, sondern eher mit Schlagwörtern wie Antifeminismus zu arbeiten und stellt dabei die Frage, was eigentlich genau Antifeminismus ist:

Nun ist der Begriff „Antifeminismus“ heute allerdings kaum noch zu definieren, schon weil der Begriff „Feminismus“ kaum noch zu definieren ist. Zu vielen Fragen – zur Transsexualität zum Beispiel, zum Islam oder zur Prostitution – haben Feministinnen heute radikal konträre, unvereinbare Positionen. Es ist kaum möglich, irgendeine feministische Position zu beziehen, ohne damit aus anderer Perspektive als irgendwie antifeministisch dazustehen.

In der Tat gibt es da einige Grabenkämpfe, die gerade führende Ideologie, der intersektionale Feminismus lehnt eh alle anderen als Falsch ab und verteilt Schuldzuweisungen wie „Terf“, „Swerf“ oder auch schlicht Rassist. 

Aber natürlich ist klar, dass etwa Alice Schwarzer, auch wenn sie von vielen intersektionalen Feministinnen abgelehnt wird oder sogar nicht als Feministin bezeichnet wird, weil sie kritisch dem Islam gegenüber ist (Zum „Altfeminismus vs intersektionalen Feminismus“ vergleiche hier) deswegen noch keine Antifeministin ist. Hingegen werden sich viele Feministinnen durchaus einig sein, dass jeder Männerrechtler, mit Ausnahme derer, die eigentlich feministisch argumentieren und damit keine wirkliche Vertretung von Männern vornehmen, sondern allenfalls Schuld der Männer abbauen wollen, „antifeministisch“ sind.

Lucas möchte dann auch Hedwig Dohm abstellen, aber eine solche „Historische Auslegung“ des Begriffs greift für den heutigen Feminismus etwas kurz bzw das Zitat geht schon in die richtige Richtung, ist aber noch nicht abschließend zu sehen.

Lucas schreibt:

Hedwig Dohm  hat 1902 „Die Antifeministen“ am Beispiel der „Herrenrechtler“ so beschrieben:

Die Charakterschwachen machen Front gegen die Frauenbewegung – aus Furcht. Sie haben immer Angst, von der Frau – besonders von ihrer eigenen – unterdrückt zu werden. Weil sie sich heimlich ihrer Schwäche bewußt sind, betonen sie bei jeder Gelegenheit ihre Oberhoheit.

Antifeministen bestehen bei Dohm aus religiösen oder egoistischen Gründen auf einer klaren Geschlechterhierarchie, auf einer klaren Trennung der Sphären von Mann und Frau, und sie betonen ihre Stärke, weil sie Angst davor haben, Erfahrungen der Schwäche einzugestehen.

Das ist exakt das Gegenteil dessen, was das Forum Soziale Inklusion vertritt: Dem geht es darum, dass die Sorge für Kinder gleichermaßen Verantwortung von Müttern und Vätern ist – und dass offen darüber gesprochen werden kann, wenn eben auch Männer Erfahrungen der Schwäche, der Hilflosigkeit und der Gewalt machen und dabei Hilfe brauchen.

Wer das als „Antifeminismus“ bezeichnet, zeichnet damit ein erbärmliches Bild des Feminismus.

Ich würde es etwas anderes fassen (aus der Sicht des Feminismus). Ich hatte hier schon einmal eine wie ich finde sehr schöne Darstellung der Gemeinsamkeiten aller feministischer Theorien von Griet Vandermassen zitiert:

„Sie beginnen regelmäßig damit, dass Frauen (und gelegentlich Männer) die Quellen der Unterdückung in ihrem Leben suchen und versuchen, sich von diesen zu befreien“.

Antifeminismus muss damit das Spiegelbild des Feminismus sein, also:

Männer, die die (im jeweiligen Feminismus angenommen) Unterdrückung der Frau nicht anerkennen wollen und ihre in Geschlechterfragen alleinige Opferrolle nicht akzeptieren, sondern meinen selbst Opfer sein zu können oder aber die Unterdrückung der Frau dadurch zu schmälern, dass sie Frauen für Aspekte davon selbst verantwortlich machen (und so die Befreiung der Frau verhindern)

Man lese unter dieser Definition die Kritik aus dem TAZ-Artikel noch einmal:

Der Verein diskreditiere alleinerziehende Mütter und die Gleichstellung von Frauen, so Ulle Schauws. Auf der Webseite des „Forums Soziale Inklusion“ heißt es zum Beispiel: Die Belange von Jungen, Männern und Vätern würden durch die Bundespolitik oft „vorsätzlich unsichtbar gemacht“. Deshalb sehe sich der Verein gezwungen, sich „deutlich den Bedürfnissen“ von Männern zu widmen.

Das sei ein typisch antifeministisches Argumentationsmuster, so Schauws: Die Benachteiligung von Frauen einfach umzudrehen und die Bekämpfung von Diskriminierung als unberechtigte Bevorzugung von Frauen darzustellen.

Das passt aus meiner Sicht durchaus. Denn der Angriff auf die (Allein)stellung im Geschlechterbereich als Opfer ist das große Problem. Das darf nicht wirklich sein.

Dohm könnte man auch einordnen:

Bei ihr sind die Männer feige Angsthasen, die Frauen kleinhalten wollen. Sie akzeptieren die Opferstellung auf eine andere Weise nicht: Sie sagen, dass Frauen keine Opfer sind, sondern ihr natürlicher Platz unterhalb der Männer ist, weil Männer eben überlegen sind. Wobei dies für Dohm eben selbst aus Sicht der damaligen Männer eine Scheinposition ist, die nur dazu dienen soll die Frauen kleinzuhalten.

Lucas hat Recht, dass diese Definition auf das Forum soziale Inklusion nicht zutrifft. Aber das bringt wenig, weil die Opferstellung durch diese ja dennoch angegriffen wird. 

 

 

Wie sollte ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk aussehen und was darf er kosten?

Gestern ist die Erhöhung der Rundfunkgebühren gescheitert und öffentlich rechtliche Sendeanstalten haben bereits angekündigt vor das Bundesverfassungsgericht ziehen zu wollen.

Anknüpfungspunkt ist die Rundfunkfreiheit, die aus der Meinungsfreiheit hergeleitet wird und nach der der Staat eine gewisse „Grundversorgung“ mit einer Vielfalt von Meinungen sicherzustellen hat, da nur so eine wirkliche Meinungsfreiheit entstehen kann.

Das Bverfg war in dem Bereich schon tätig und hat eine Art Pflicht zur Grundversorgung durch den Staat geschaffen:

Die subjektive Seite: Rundfunkfreiheit als Abwehrrecht

Sowohl öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten als auch die privaten Rundfunkveranstalter haben aus der Rundfunkfreiheit ein eigenes, subjektives Recht auf ihre Programmautonomie.

Gesetze, die in diese Freiheit eingreifen (Eingriffsgesetze), sollen durch die Einschränkung der Rundfunkfreiheit ein anderes Grundrecht (z. B. das allgemeine Persönlichkeitsrecht) schützen. Dabei müssen sie inhaltlich am Maßstab des Art. 5 Abs. 2 GG gemessen werden, also allgemeine Gesetze (Gesetze, die nicht zur Beschränkung einer bestimmten Meinung, sondern zum Schutz eines schlechthin zu schützenden Rechtsguts dienen[14]) sein beziehungsweise dem Schutz der Jugend oder der Ehre dienen. Hier wird zwischen der Rundfunkfreiheit und dem kollidierenden Grundrecht abgewogen, wobei auch das kollidierende Grundrecht im Lichte der Rundfunkfreiheit auszulegen ist (Wechselwirkungslehre). Außerdem müssen Eingriffsgesetze verhältnismäßig sein.

Die objektive Seite: Rundfunkfreiheit als Ausgestaltungsvorbehalt

Die öffentliche und individuelle Meinungsbildung – ein konstitutiver Bestandteil der Demokratie – kann von den Rezipienten nur ausgeübt werden, wenn der Staat durch gesetzliche Rahmenbedingungen die Grundversorgung mit einem vielfältigen Programm sicherstellt. Nach dem Bundesverfassungsgericht ist der Staat verpflichtet, durch Gesetze eine positive Ordnung zu schaffen, die die wesentlichen Anforderungen an die Vielfalt, das Programm, den Marktzugang, Aufsicht und Finanzierung des Rundfunks regelt. Ein solches Gesetz gestaltet die Rundfunkfreiheit aus (Ausgestaltungsgesetz). Die Anforderungen der Rundfunkfreiheit an den Gesetzgeber und die Veranstalter von Rundfunk wurden vom Bundesverfassungsgericht in seinen Rundfunkurteilen formuliert und präzisiert. Ein Ausgestaltungsgesetz muss das Ziel der Gewährleistung freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung sowie die Staatsfreiheit des Rundfunks zumindest fördern.[15] Die wichtigsten Konkretisierungen des Bundesverfassungsgerichts betreffen die Grundversorgung der Bevölkerung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dessen Bestands– und Entwicklungsgarantie und die funktionsgerechte Finanzierung sowie die Anforderungen an die duale Rundfunkordnung.[16]

Grundversorgung

Grundsätzlich garantiert die Rundfunkfreiheit die Grundversorgung. Diese muss also durch den Staat gesichert werden. Zur Grundversorgung gehört die Versorgung der Bevölkerung mit Rundfunkprogrammen inklusive InformationenBildung, Unterhaltung und Kultur, wobei die Meinungsvielfalt gesichert sein muss.[17][18]

Bestands- und Entwicklungsgarantie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Wegen der beschränkten programmlichen Vielfalt und Breite des privaten Rundfunks ist die Gewährleistung der Grundversorgung Aufgabe und Legitimationsgrundlage für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Aus diesem Grund muss der Gesetzgeber den öffentlich-rechtlichen Rundfunk einrichten und die erforderlichen (finanziellen) Mittel sichern. Damit wäre es nicht vereinbar, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seinem Bestand eingefroren würde. Der Grundversorgungsauftrag lässt sich nur erfüllen, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch in seiner Entwicklung gesichert ist.[19]

Duale Rundfunkordnung

Wenn die Grundversorgung durch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gesichert ist, können daneben auch private Rundfunkveranstalter treten. Das ließ das Bundesverfassungsgericht von Anfang zu.[20] Im 3. Rundfunk-Urteil stellte es ausdrücklich fest: „Das Grundgesetz schreibt [dem Gesetzgeber] keine bestimmte Form der Rundfunkorganisation vor; es kommt allein darauf an, dass freie, umfassende und wahrheitsgemäße Meinungsbildung […] gewährleistet ist, [er hat sicherzustellen], dass der Rundfunk nicht einer oder einzelnen Gruppen ausgeliefert wird, das die in Betracht kommenden gesellschaftlichen Gruppen im Gesamtprogramm zu Wort kommen und dass die Freiheit der Berichterstattung unangetastet bleibt.[21] Solange diese Anforderungen im Rahmen der Grundversorgung durch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erfüllt werden, können an die privaten Rundfunkveranstalter geringere Anforderungen gestellt werden[22], allerdings muss der Gesetzgeber Leitgrundsätze verbindlich machen, die ein „Mindestmaß an inhaltlicher Ausgewogenheit, Sachlichkeit und gegenseitiger Achtung gewährleisten“.[23] Vor diesem Hintergrund sind auch die Programmgrundsätze zu verstehen (vgl. § 3 und § 41 RStV). Der Gesetzgeber hat sich dabei für eine Kombination aus binnenpluralistisch organisierten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und Außenpluralität durch eine Vielzahl an privaten Rundfunkveranstaltern entschieden.

Für eine Entscheidung des BVerfG wäre also dieser Satz hier ganz entscheidend:

Wegen der beschränkten programmlichen Vielfalt und Breite des privaten Rundfunks ist die Gewährleistung der Grundversorgung Aufgabe und Legitimationsgrundlage für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Aus diesem Grund muss der Gesetzgeber den öffentlich-rechtlichen Rundfunk einrichten und die erforderlichen (finanziellen) Mittel sichern.

Natürlich könnte man hier auch darauf abstellen, dass sich die Lage heute weitgehend geändert hat und die Vielzahl von privaten Sendern hinreichende Meinungsvielfalt bieten. Das kombiniert mit dem Internet macht den klassischen „Rundfunk“ weit weniger erforderlich. Im Internet ist Meinungsfreiheit weitaus leichter herzustellen als mit vielen Sendern und es lässt sich zu allem etwas finden. 

Und natürlich könnte das BVerfG auch entscheiden, dass die großen Kostenfaktoren wie Fußballrechte und Spielfilme heute nicht mehr erforderlich sind und hinreichend durch die privaten abgedeckt sind. 

Und natürlich könnte man auch anführen, dass die ÖRR sich nicht hinreichend um Neutralität bemühen und es kaum wirklich konservative Moderatoren gibt.

Ist also der öffentlich-rechtliche Rundfunk in dieser Form noch notwendig oder hat er sich überholt? Sollte das Angebot zurückgeschraubt werden und die Kosten erheblich reduziert werden? 

Oder ist er für euch ein Schutz gegen private Medienkonzerne, die sonst zuviel Einfluss hätten? 

Letztendlich ruft der Artikel zu einer allgemeinen Diskussion über Sinn und Zwecke der Öffentlich-Rechtlichen auf, wie sollten sie sich wandeln oder sollen sie gerade so bleiben wie sie sind? Was sind euch die öffentlich-rechtlichen Wert?

Selbermach Samstag 316 (21.11.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Ist die Beteuerung, dass Feminismus auch Männern helfen will, ein potemkinsches Dorf?

Viele Feministinnen führen immer wieder gerne an, dass Feminismus ja eigentlich für Männer gut ist und Feministinnen ja auch Männeranliegen vertreten würden. Damit untermauern sie zum einen ihren Alleinvertretungsanspruch in Geschlechterfragen und wehren zum anderen Kritik ab.

Tatsächlich ist dieses „Helfen“ in Richtung Männer meist relativ inhaltsleer. Eher geht es darum, dass Männer von der ominösen „toxischen Männlichkeit“ Abschied nehmen sollen und dann wären alle Probleme irgendwie gelöst. Und zu diesem Abschied nehmen von der toxischen Männlichkeit gehört ja letztendlich sich zum Feminismus zu bekennen und auch einzusehen, dass Männer an allem Schuld und außerdem privilegiert sind. Ein wirklich positives Männerbild wird soweit mir bekannt unter der Überschrift „Nichttoxische Männlichkeit“ nicht präsentiert.

Insofern errichtet der Feminismus eine gewisse Fassade, nach der er Männern hilft, aber es steckt nichts dahinter.
Es sind eben potemkinsche Dörfer:

Als Potemkinsches Dorf – meist im Plural als Potemkinsche Dörfer, seltener auch Potemkin’sche Dörfer oder Potjomkinsche Dörfer (erlaubt ist laut Duden auch die Kleinschreibung: potemkinsche Dörfer usw.)[1] – wird Vorgetäuschtes bzw. die „Vorspiegelung falscher Tatsachen“ bezeichnet:[1] Durch materiellen und/oder organisatorischen Aufwand („Attrappen“, Schauspieler usw.) wird die Illusion von vorweisbaren Erfolgen, Wohlstand usw. geschaffen. Die Bezeichnung geht zurück auf die unwahre Geschichte, dass Feldmarschall Potemkin (moderne Transkription: Potjomkin) Kulissen von Dörfern aufgestellt und angebliche Dorfbewohner von einem zum nächsten transportieren lassen habe, um Katharina die Große auf einer Reise nach Neurussland über die Entwicklung bzw. den Wohlstand der neubesiedelten Gegend zu täuschen.

Passt das oder was wäre eine bessere kurze Umschreibung/Bezeichnung?

US-Wahl 2020 – eure Prognose

Morgen, am 3.11.2020, wählen die USA ihren Präsidenten – Biden oder Trump.

Das (vorläufige) Ergebnis wird man erst am Morgen des nächsten Tages, also am 4.11.2020 erfahren.

Die meisten Umfragen sehen Biden vorne und geben an, dass sie aus ihren Fehlern bei der letzten Wahl gelernt haben und nun bestimmte Faktoren, wohl inbesondere Bildung, stärker gewichtet haben, so dass sie diesmal richtig liegen und sich der Fehler nicht wiederholt.

Andere, allerdings weniger, Umfragen sehen Trump vorne und geben an, dass die anderen Institute zwar gewisse Punkte korrigiert haben mögen, aber immer noch unterschätzen, dass die Leute bei den Umfragen schlicht nicht die richtige Antwort geben, weil Trump ein gewisses Tabu mit sich trägt.

Hier mal eine kleine Umfrage als Einstimmung:

Hier hatte ich übrigens eine Umfrage, wie Trump als Präsident wird.  Wer es noch in Erinnerung hat, der kann ja seine damalige Antwort mal mit den letzten Jahren abgleichen. Hier gab es eine Aufstellung der Positionen von Trump bzw Hillary Clinton.

So oder so wird die Wahl gut für diverse Artikel sein.
Welche Wählergruppen nach Rasse und Geschlecht werden wie wählen? Wird es einen „Bürgerkrieg“ nach der Wahl geben, weil die unterlegende Seite die Wahl nicht akzeptiert?

Wie wird Biden mit den „linkeren“ Forderungen umgehen? Etwa „Defund the police“ oder „black lifes matters“, wenn er Präsident wird? Ist er dann, wenn das Feindbild Trump weg ist, wieder nur der „alte weiße Mann“, der jedenfalls nicht genug macht?

Ist Biden tatsächlich senil und bekommen damit die USA über Umwege eine erste weibliche Präsidentin, wenn die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte übernimmt? Und wie enttäuscht werden die Feministinnen sein, wenn „das Patriarchat“ dann dennoch nicht besiegt ist?

 

„SJWs kämpfen nicht intellektuell, sondern sie wollen sich über die sozialen Ebene und über Machtspiele durchsetzen“

Auf dem Twitteraccount „Woke Distance“ fand sind ein interessanter Thread:

The woke are not trying to win the culture war against liberals intellectually, they are trying to win SOCIALLY. The woke don’t fight academically with evidence and reason. They fight SOCIALLY using power moves to take over institutions and bullying tactics to shut us up.

he woke do not want to merely participate in liberal democratic society; allowing their ideas to be carefully scrutinized by our academic, cultural and democratic institutions. The woke want to SEIZE POWER in those institutions, and mutate them into institutions of wokeness.

So the tactics adopted by the woke were developed for seizing institutional, cultural, and political power, not for discovering the truth. If it works to send social media mobs after people to get them fired so woke people can take their jobs works, then that is what they do

Since the goal of the woke is to seize social and political power so they can wield it in the name of their ideology, they are not interested in being kind, civil, or „nice.“ In fact Robin DiAngelo actually says „niceness“ is bad, and claims it reproduces white supremacy:
The result is that when the woke try to get into positions of power, they do not typically do so by demonstrating they have the MERIT to be in those positions. They are not, to be frank, interested in meeting the standard of merit that liberals use in selecting their leaders.
This is because the woke think liberals and other non-woke groups don’t really care about merit, and just use merit as an excuse to keep „marginalized groups“ out of positions of power. The woke think leadership requirements are little more than poorly disguised power hoarding
As such they think meeting liberal standards accepts the logic of liberalism, which they reject and want to replace with wokeness. So, rather than follow liberal rules of civility, merit, reason, and democracy; they follow woke rules and play cynical social power games.
They will accuse, imply, and insinuate all kinds of things about anyone in order to socially destroy whoever dares to get in their way. They’re not going to tell you you’re wrong, they’re going to tell everyone else you’re a racist, sexist, homophobe. That’s how it works.
Here, @BretWeinstein explains how false accusations of racism were used to try to intimidate him into going along with a woke takeover of College where he was teaching at the time. Please pay close attention here
In this Clip Reihan Salam (@reihan) response to comments by Eddie Glaude (@esglaude ) and while he is talking Eddie interrupts him to insinuate that Reihan is not being genuiune and is merely trying to score political points in a debate. This is a typical woke tactic.
The point he is that if you think you’re going to push back on wokeness with arguments according to the rules of civility, fairplay, evidence and reason you are sorely mistaken. This is not how this works.
The woke don’t play that game. Theirs is a contest for power, and they use cynical social tactics in order to try to browbeat people into doing what the woke want them to do. Push back requires we recognize what game the woke are playing, and make that clear to everyone else
Wokeness has a vulnerability: being understood. When people understand the game the woke play, they stop going along with it and the woke lose power. So make their game clear, make it transparent, and call it out. The sooner you do the sooner they woke lose power.
Für eine Ideologie, die alles als einen Machtkampf, ein Nullsummenspiel um Einfluss, versteht und die keine „objektive Wahrheit“ akzeptiert, sondern alles als konstruiert ansieht ist es verständlich, wenn sie auch ansonsten nichts als Macht akzeptieren.
Natürlich wird dennoch versucht sich einen Anschein von Wahrheit, von Wissenschaftlichkeit zu geben. Eben durch die dabei üblichen Mittel: Komplizierte Begriffe, den Verweis auf Authoritäten, darauf dass das was sie vertreten weithin akzeptiert ist.
Deswegen meine ich ja auch immer, dass „der Kaiser ist nackt“ ein gutes Gegenmittel ist.

Onlyfans, Simps und Savannah Solo

Auf Twitter wurde mir diese Nachricht in die Timeline gespült:

„Im Januar hatte ich nichts als Schulden und gestern habe ich ein ganzen Haus gekauft mit dem Onlyfansgeld aus meinem „Schlampenkonto““

Auf Twitter hat sie 114.630 Follower, auf Instagramm nur 5.000 auf Onlysfans kann ich es nicht sagen, keine Ahnung ob man es da nachschauen kann.

Dort findet man auch:

XBIZ 2020 BEST PREMIUM SOCIAL MEDIA STAR NOMINEE
18+ ADULT ONLY
~ I am indeed nekkid! You’ll find everything from lewd to explicit here!
~ I always reply (but I’m SLOW IM SORRY)
~ Monthly Cosplay photosets
~ Daily posting
~ One weekly PPV (and it’s always dirt cheap for my penny pinching pals)
~ 10% of all my earnings goes to sex worker friendly human trafficking relief organizations.

Abonentenpakete sind:

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Ich finde sie hat ein sympathisches Gesicht, aber jetzt keinen besonders schönen Körper, zwar recht große Brüste, aber eben eher Kleidungsgröße 38-40
Ich binde mal was von Instagram ein:
Angesichts des Angebots an wesentlich hübscheren Frauen (Nach meinem Geschmack) die man kostenlos im Internet findet ist mir nicht recht verständlich, was Leute dazu bewegt, da Geld zu zahlen.
Sie scheint mir einen gewissen Humor zu haben und einen quirligen, lebenslustigen Charakter, der Menschen anspricht und hat vielleicht darüber dann das nahbare. Aber auf meinen Geschmack kommt es ja auch nicht an, wenn Leute Geld ausgeben, dann ist es ihnen eben die Sache wert und sie hat eine lukrative Nische gefunden und genutzt. Gut für sie und weiterhin viel Erfolg.
18 € für 3 Monate sind ja nicht viel und vielleicht ist es das Wert. Der Vorteil bei diesem Modell ist eben, dass, wenn viele Leute zusammen kommen, es sich richtig lohnen kann. Es wäre interessant, ob ihr auch viele Frauen folgen, die es gerade interessant finden, dass sie nicht den Schönheitsnormen entspricht und sie da unterstützen wollen. Ich vermute aber mal das meiste Geld erhält sie von Männern. Was dann wohl eine deutliche Form des Simpings wäre.
Das Businessmodell von Onlyfans ist so genial wie einfach: Es ist letztendlich nur ein Internetplatz für Content aller Art, hauptsächlich aber nackte Haut und pornographisches, bei dem nur „Fans“ zutritt haben und dafür etwas persönlicheres bekommen als auf anderen Seiten, mit der Person eher interagieren können und das Gefühl haben, dass sie zu einem exklusiveren Kreis mit exklusiven Content gehören. Jeder zahlt einen (verhältnismäßig) geringen Preis, dazu kann man noch Sonderkosten für persönliche Gespräche etc aktivieren. Der „Performer“ bekommt 80% und die Seite 20%. Dadurch, dass es geschlossen ist, bietet es noch eine gewisse Privatssphäre, wer was sehen will, muss zahlen.
Es ist insofern ein größerer virtueller StripteaseClub mit Lifevorführungen und der Möglichkeit mit der Darstellerin in ein (virtuelles) Separee zu gehen.
Gleichzeitig ist so etwas natürlich auch ein „Hemmschwellen reduzierer“. Jede Frau kann ohne viel Vorkenntnisse etwas Online stellen und sie bestimmt wie sexuell es ist und welchen Grad es erreicht. Sie kann mit Bikinibildern oder Cosplay anfangen und dann doch Nacktbilder oder andere Sachen nachschieben, je nach dem wie es sich entwickelt.
Und gerade Geschichten wie die oben machen es zu einer Möglichkeit reich zu werden ohne viel dafür tun zu müssen oder viel zu leisten.
Natürlich wird es auch bei vielen schiefgehen und sie werden sich nachher ärgern, dass Nacktbilder o.ä. von ihnen zirkulieren.
Und natürlich wird es Männer geben, die irgendwann feststellen, dass sie viel zu viel Geld in eine der dortigen Damen investiert haben aber auch solche, die Investieren und glücklich sind, wenn sie dann dafür eine Cosplay-Fantasie für sie umsetzt oder was auch immer macht.
Es zeigt auch mal wieder wie leicht kommerzialisierbar sexuelles und Aufmerksamkeit für Frauen sein kann.