„Männer wirken in der Exosphäre, Frauen in der Endosphäre“

Ich fand diesen Kommentar von Only Me ganz interessant:

Ist eine alte These von mir:
a) Männer wirken in der Exosphäre, Frauen in der Endosphäre. Außer in Ausnahmefällen ist das die Geschichte der Menschheit

b) In einer überschaubaren Sphäre, in der sich alle gut und lange kennen, braucht es keine oder wenige formale Regeln, es reicht das unausgesprochene, austarierte moralische System der Art, das Kinder beim Spielen entwickeln. Weicht einer zu weit von dem ab, was die meisten „irgendwie fair“ empfinden, gibts einen auf die Glocke und gut is. (Vereinfacht gesprochen)

b1) „Ich will nicht, dass du in meiner Familie dazwischenquatschst, also quatsche ich nicht in deiner Familie dazwischen“

c) In der Exosphäre haben sehr häufig Menschen miteinander zu tun, die sich ggf. nicht gut kennen und nur kurz miteinander zu tun haben. Es ist keine Zeit da, dass sich was austariert, also braucht es formulierte Spielregeln und Schiedsrichter. Aus der nur gefühlten Moral wird Recht.

=> Recht (und damit abfärbend: Rechtsempfinden) war immer dafür da, männliches Verhalten zu regeln. Weibliches Verhalten musste nicht rechtlich geregelt werden, da es in der Familie statt fand und es die Verantwortung der Familie war, es einzuhegen, wie auch immer.

Das Prinzip wird natürlich befördert dadurch, dass die männliche Art der Problemlösung besser sichtbar ist als die weibliche. Des Mannes Power-Fantasy ist ja: „Ich kann mich durchsetzen und alle wissen das“ während der Frauen Power-Fantasy ist: „Ich schaffe es, dass alle mich für gut und unschuldig halten, so dass ich nicht aus der Endosphäre verstoßen werde und gleichzeitig durch unsichtbare Aktionen einen hohen sozialen Status erlange“
Und diese Ausrichtung entstand sehr lange vor dem ersten Rechtssystem

Was sagt ihr dazu?

Thomas Fischer zum „Femizid“

Thomas Fischer schreibt in seiner Kolumne interessantes zu den in der Presse gerade sehr populistisch („jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem Partner umgebracht“) dargestellten Tötungen von Frauen durch Partner:

Richtig ist, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik die Anzahl von Taten unter dem Gesichtspunkt „Partnerschaftsgewalt“ erfasst (zuletzt: Bundeskriminalamt, „Partnerschaftsgewalt“, Berichtsjahr 2018). Für das Jahr 2018 sind insgesamt 144 Fälle von Tötungsdelikten in „Partnerschaften“ registriert: Opfer waren in 77 Prozent der Fälle Frauen, in 23 Prozent der Fälle Männer. Bei den „Gewaltdelikten“ war die Verteilung ungefähr gleich: 114.000 Frauen (80 Prozent), 26.000 Männer (20 Prozent) waren Opfer.

Zu Berücksichtigen ist allerdings, dass die Kriminalstatistik noch keine endgültig entschiedenen Fälle enthält:

Die deutsche Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist die bekannteste und am häufigsten zitierte Kriminalstatistik. Sie wird seit 1953 jährlich vom Bundeskriminalamt herausgegeben.[1] Die PKS gibt in der Hauptsache die bei der Polizei angezeigten Straftaten an und gibt darüber hinaus Auskunft über Tatumstände, Tatverdächtige, Opfer und Schäden. Als sogenannte Ausgangsstatistik erfolgt die statistische Erfassung erst nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen vor Aktenabgabe an die Staatsanwaltschaft

Sie gibt also ein vorläufiges Ermittlungsergebnis wieder.

Wenn man, was zu empfehlen ist, die BKA-Studie liest, erfährt man zum Beispiel, dass unter „Partnerschaft“ z.B. auch „ehemalige“ Beziehungen verstanden werden und dass „Gewaltdelikte“ im Sinn der Statistik z.B. auch Taten ohne körperlich wirkende Gewalt sind. Interessant ist auch, dass der Zuwachs an registrierten Taten annähernd übereinstimmt mit der Zahl der Anzeigen wegen neu unter Strafe gestellter Handlungen: Wenn man herausrechnet, was früher nicht strafbar war, entfällt der Zuwachs.

Das erfreuliche an Thomas Fischer ist, dass er sich von solchen Populismus nicht anstecken lässt und die Zahlen weitaus nüchterner einordnet als es sonst geschieht.

Die PKS beschreibt bekanntlich einen Teil des sog. „Hellfelds“. Das „Dunkelfeld“ ist nicht erfasst. Es dürfte im hier betroffenen Tatbereich hoch sein (wobei die vielfach berichtete Erkenntnis, „jede dritte Frau“ sei Opfer, wenig erhellend ist). Vor allem im Bereich der einfachen Körperverletzung ist die Anzeigenbereitschaft allgemein gering. Sie ist aber auch geschlechtsspezifisch und sozial sehr unterschiedlich: Die Bereitschaft von Frauen, Körperverletzungen durch Partner anzuzeigen oder sonst zu skandalisieren (Beratungsstellen Frauenhäuser, Ärzte, Scheidungsverfahren), ist stark gestiegen und dürfte deutlich höher sein als die Anzeigeneigung von männlichen Opfern. Das gilt in allen Altersstufen, insbesondere auch in höherem Alter, wenn Männer ihren Partnerinnen nicht mehr körperlich über-, sondern oft unterlegen sind: Wenige gebrechliche alte Männer dürften Strafanzeige stellen, weil sie von Lebenspartnerinnen geschlagen, geschubst oder eingesperrt werden.

Auch das ein wichtiger Hinweis, der auch nicht gut in den Populismus passt. Viele Studien zeigen, wie auch hier schon oft besprochen, dass bei Gewalt eher eine 50/50 Verteilung vorliegt.

Unterschiedlich ist auch die Bereitschaft, Anzeigen ernst zu nehmen. Wenn ein erwachsener Mann ins Polizeirevier geht und anzeigt, seine Freundin habe ihn geohrfeigt, dürfte die Wahrscheinlichkeit hoch sein, dass er nicht ernst genommen wird. Die Gründe sind vielfältig und können hier dahinstehen.

Im Feminismus würde man sagen „toxische Männlichkeit“ und „Folgen des Patriarchats (das Patriarchat schadet eben auch Männern). Da passt es allerdings nicht, dass auch im Feminismus diese Zahlen nicht wahrgenommen werden.

Das ändert natürlich weder etwas daran, dass 80 Prozent der registrierten Gewaltopfer Frauen und 80 Prozent der registrierten Tatverdächtigen Männer sind. (Am Rande sei bemerkt, dass Frauen auch von Frauen und Männer auch von Männern misshandelt werden.) Umso befremdlicher ist es, dass In der Berichterstattung, noch mehr in der Kommentierung auch diesmal wieder die Zahl der Opfer durchweg um 20 Prozent gekürzt wurde. Anders gesagt: Die männlichen Opfer (26.000 Personen im Hellfeld!) kommen im Empörungs-Rauschen so gut wie nicht vor – als seien 26.000 mehr oder weniger schwer Verletzte und 25 Tote gar nicht der (kriminalpolitischen) Rede wert. Auch im „Zeit“-Stück werden sie gar nicht erst erwähnt. Dies zu kritisieren zielt nicht auf wohlfeiles „Mitleid mit Männern“. Interessant sind vielmehr die Argumente, mit denen schon die Möglichkeit von Mitleid (opferdeutsch: Empathie) regelmäßig abgewehrt wird.

In der Tat: Immerhin würde dann auch jeden elften Tag ein Mann von seiner Partnerin umgebracht werden. Geht aber etwas unter.

Eine gern benutzte Einwendung lautet: Was sind 25 tote Männer im Angesicht von 120 toten Frauen?

Bei 144 Toten, davon 23% Männer würde ich auf 33 kommen?

Solche Aufrechnung wird in anderen Fällen zu Recht als opferverachtende „Relativierung“ gegeißelt. Noch verdrehter ist dies: Die meisten Täter seien ja schließlich auch Männer. Um sich die Infamie dieses Arguments klarzumachen, muss man nur probeweise statt „Frauen“ den Begriff „Deutsche“ einsetzen und statt „Männer“ den Begriff „Ausländer“. Es lautet dann: Durch Gewalttaten Verletzte aus fremden Ethnien sollen sich so lange nicht beklagen, wie Angehörige fremder Ethnien hierzulande überproportional viele Gewalttaten begehen. Dieses Argument steht mit beiden Beinen im rassistischen Sumpf. Es lastet dem einzelnen Opfer seine Zugehörigkeit zu einer biologischen oder ethnischen „Täterklasse“ an. Es wird nicht besser, wenn man die Ethnie gleich ganz durch die Biologie ersetzt.

Das ist ein gerne verwandtes Argument, welches in der Tat zeigt, wie bescheuert das Argument ist. Im Feminismus würde man natürlich anmerken, dass die eine Gruppe aber privilegiert ist und die andere nicht und das alles ändert.

Scharfsinnig erwägt die „Zeit“, vielleicht sei „häusliche Gewalt … eine Sache der inneren Sicherheit“, und fragt aus dieser Analysehöhe den Bundesinnenminister: „Leben wir in einem sicheren Land? Was gedenken Sie zu tun gegen das andauernde Versagen der Behörden…?“ So schließt sich der Kreis zum Polizei-Staatssekretär der Herzen.

Mit einem schönen Versprechen endete das besinnliche Stück: „Kommende Ausgabe dokumentieren wir alle Fälle der von Männern im Jahr 2018 getöteten Frauen.“ Unsere war Vorfreude war groß. Leider jedoch enthüllt auch diese Dokumentation keine Tatzusammenhänge und Motive. Zum dritten Advent folgt, wenn wir Glück haben, die Dokumentation aller Fälle der getöteten Männer, und dann als finale Überraschung eine Analyse aller Fälle von Kindstötung.

Eigentlich eine interessante Auflistung, die ich auch schon mal im Einzelnen durchgehen wollte und damit auch schon angefangen habe. Ich schaue mal, was ich daraus noch mache.

Die Spitze von Thomas Fischer sitzt aus meiner Sicht.

Aus einem Link:

Im Jahr 2018 waren es bundesweit 136 unter vierzehnjährige Tötungsopfer.

Im Jahr 2017 waren es bundesweit 143 unter vierzehnjährige Tötungsopfer.
Hiervon waren 111 Kinder jünger als sechs Jahre.

Im Jahr 2016 waren es bundesweit 133 unter vierzehnjährige Tötungsopfer.

Mütter dürften dabei sehr häufig vertreten sein. Auch hier: etwa jeden dritten Tag. Infantizid. Wahrscheinlich mit Müttern überproportional vertreten. Sind Kinder noch sicher? Was macht man gegen diese toxische Weiblichkeit? Wird Müttern beigebracht, dass die Kinder ihr Eigentum sind und bringen sie sie daher um?

Parallelen lassen sich genug ziehen

 

MontanaBlack, Beziehungen und der Hundervergleich

Gerade der Aufreger im Netz

 

Ein Hoch auf Großeltern

Der Besuch von südländerin Mutter ist vorbei und wir haben in gleichzeitig sehr stark ausgenutzt und nicht das gemacht, was wir eigentlich geplant hatten.

Fräulein Schmidt hatte sich passend zu dem Besuch erkältet und stark gehustet. Zuletzt kam auch noch Fieber dazu. Die Nächte waren kurz, gerade weil wir auch noch mit Fräulein Schmidt in einem Zimmer geschlafen haben, da wir noch ein weiteres Zimmer für die Großmutter brauchten.

Mitunter war sie schon sehr früh wach, gegen 4 Uhr, und wollte nicht mehr schlafen. Ich habe sie dann meistens mit ins Wohnzimmer genommen und kurz betreut, dann ist meistens schon die Großmutter gekommen und meinte, dass ich mich ruhig wieder hinlegen soll, ich müsste ja arbeiten.ich weiß, dass sie das nicht nur so daher gesagt hatte, sie hat sich darauf gefreut Zeit mit Fräulein Schmidt zu verbringen und natürlich lässt sich von einem Schmidt auch er darauf ein, wenn kein Elternteil in der Nähe ist. Das war schon eine große Hilfe, sich dann noch einmal hinlegen zu können. Dazu der Vorteil, dass man das Kind, wenn es aus der Kita wegen Krankheit abgeholt werden musste, direkt bei der Oma abgeben konnte und nicht einer seiner Arbeitspläne umstellen musste. Die Großeltern als Sicherheitsreserve sind schon eine tolle Sache.

gerade bei Fräulein Schmidt dann auch krank war haben wir es nicht geschafft, einfach einmal wegzugehen. Wir wollten auch nicht, dass die Großmutter dann mit einer vollkommen fertigen Fräulein Schmidt alleine ist, es ist dann abends schon einfacher, wenn Eltern in der Nähe sind. und natürlich waren wir auch trotz der Hilfe rechtschaffen müde und ganz froh etwas Schlaf zu bekommen.

Dazu gab es gutes Südländeressen, ich werde die nächsten Wochen Diät machen müssen.