Verbergen eines höheren Partnerwerts zur Vermeidung sexueller Belästigung

Ein Artikel in „Vice“ ist sicherlich immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, dieser hier ist aber vom Thema her sehr interessant:

All men are bad—even the non-human ones. We talked to an evolutionary biologist and author of a new paper, „Why aren’t signals of female quality more common?,“ that suggests female animals have adapted their appearance to avoid them.

Just like human women who walk innocuously down the street on two legs, female animals also endure unwanted catcalls (or worse) from their male counterparts. And while other animals haven’t developed pepper spray or the vocalization „fuck off,“ they have their own defenses against unwanted sexual attention.

Some female butterflies, for example, emit an anti–aphrodisiac when a male tries to mate with them after they have already mated with another; the unpleasant substance drives horny males straight away. The female African swallowtail butterfly employs a unique tactic to avoid harassment: it dresses in drag by morphing its usual markings to resemble that of the black and yellow male.

Now, a new paper from UK researchers at the University of Exeter, led by Professor David Hosken, suggests female animals across most species have subtly weaponized their appearance.

Male animals typically attract female mates through flagrant visual displays that signal they’re the best reproductive choice, but males can also be discerning about their partner’s appearance. In that case, Hosken muses, „Why do females not signal their sexual quality via ornamental secondary sexual traits like males do?“

It’s long been observed that females are typically less decorated than their male counterparts—the sexual dimorphism displayed amongst peacocks is an obvious example. Previous explanations for the penchant for drab plumage among female animals have focused on the increased need for females to camouflage from predators and conserve energy for reproduction.

But Hosken theorizes that, „given that selection can favor female signals that reduce male harassment“—such as emitting an anti–aphrodisiac or forming communities away from males entirely—“it is very likely that the costs of male harassment could also select against ornaments that positively signal female quality, even if these ornaments would increase fitness in the absence of sexual harassment.“

In other words, Hosken suggests that females look deceptively dull in part to ward off unwanted male attention because the threat of sexual harassment outweighs the potential benefits of being able to attract a better mate. To test his theory, Hosken told Broadly that he is currently doing work to determine if „attractive females are more harassed“ than „non-attractive“ females.

Der Artikel ist hier über Sci-Hub im Volltext abrufbar

Ein paar Überlegungen vorab zu „Fitnesssignalen“

  • Ein Signal für Fitness ist nur dann ein ehrliches Signal, wenn es mit Kosten verbunden ist und dadurch schwer zu fälschen ist.
  • diese Kosten müssen demnach geringer sein als die Vorteile, die dadurch entstehen, dass man jemanden einen hohen Wert mitteilt.
  • Ein hoher Partnerwert lohnt sich insbesondere dann, wenn der andere zwischen vorhandenen Partnern diskriminieren muss, also sich entscheiden muss, um welchen der in Frage kommenden Partner er wirbt bzw. welchen er auswählt.
  • Sperm is cheap, eggs are expensive: In einer Spezies, bei der der Mann außer seinem Sperma nichts beisteuert, also keine Versorgung, Verteidigung oder Ausbildung der Kinder und/oder der Partnerin übernimmt lohnt es sich nicht für ihn groß auszusuchen. Das ändert sich, wenn er besonders aufwändig um eine exklusive Partnerin werben muss oder eine gemeinsame Aufzucht des Nachwuchses dessen Chancen wesentlich verbessert.
  • Ein Signal kann noch teurer sein, wenn man zusätzlich zu seinen Kosten noch die Kosten eines „Austragens“ trägt: Ein Tier, dass schwanger schwerer flüchten kann und noch besonders auffällig ist, kann insgesamt zu hohe Kosten haben, ebenso ein Tier, welches zwar seinerseits bei Entdeckung fliehen könnte, dessen Nachwuchs, der noch nicht kräftig genug ist, um zu fliehen, aber evtl mitentdeckt wird und dann nicht fliehen kann.
  • Eine Strategie, eine Person mit hohem Partnerwert für sich zu sichern ist auch, deren eigene Wahl auszuschließen, etwa durch Gewalt oder dadurch, dass man andere davon abhält, überhaupt an diese heranzukommen.

Damit ist der häufigste Grund dafür, dass Weibchen keine besonderen Verzierungen haben, dass sich die Kosten dafür nicht lohnen. Da ein Pfau freudig jede Henne begattet, die ihn lässt, reicht es, sich einfach zu dem, mit dem besten Gefieder hinzubewegen. Ansonsten wird er sich weder gesondert für eine bestimmte Henne einsetzen noch für deren Nachwuchs. Eine Vermeidung der Kosten bringt mehr.

Natürlich kann es auch Situationen geben, wo man bestimmten hochwertigen Partnern Signale geben möchte, dass man selbst interessant ist, anderen weniger hochwertigen aber nicht. Das wäre dann der Fall, wenn entweder unsicherer Situationen bestehen oder die Werbung um einen selbst Kosten verursacht, die durch das sonstige Signalling nicht aufgewogen werden.

Bei Menschen ist die Lage etwas anders: Frauen wollen einen Partner, der nicht einfach nur Sperma liefert, sondern üblicherweise Versorgung, Schutz und Ausbildung. Wir verfolgen als Menschen eine „K-Strategie„:

Typische Eigenschaften von K-Strategen

  • Langsame Individualentwicklung und hohe Körpergröße
  • Lange Lebensspanne mit geringer Vermehrungsrate
  • Später Fortpflanzungsbeginn, lange Geburtenabstände, geringe Wurfgröße
  • Ausgeprägte elterliche Brutpflege
  • Großes (leistungsstärkeres) Gehirn

Wir sind die Spezies mit den wohl unselbständigen Nachwuchs, der eine umfassende Betreuung benötigt und sich sehr langsam entwickelt. Die Chancen des Nachwuchs steigen mit einer guten Versorgung während der Schwangerschaft, der Aufzucht und auch mit der Sicherung und Weitergabe einer Position in der Gruppe.

Die Auswahl des Partners ist dafür durchaus entscheidend, weswegen die sexuelle Selektion Brüste und andere Merkmale wie etwa einen flachen Bauch als Signale für einen hohen Partnerwert bei Frauen hat entstehen lassen.

Ein Verbergen kann dann Sinn machen, wenn man die Lage als besonders gefährlich für Strategien, bei denen die Partnerwahl der Frau umgangen wird (=Vergewaltigung, aggressive Belästigung), einschätzt oder man die Werbung von zu vielen Männern einen einschränkt.

Theoretisch würde das bedeuten: Um so sicherer eine Gesellschaft, um so freizügiger können Frauen sich zeigen. Um so unsicherer eine Gesellschaft bzw. das Umfeld einer Frau, um so weniger Freizügig wird sie sich zeigen.

Es wäre insofern nicht erstaunlich, wenn Anhängerinnen einer Rape Culture Theorie, die tatsächlich eine Bedrohung sehen, sich unattraktiver machen würden.

 

Auch gut damit vereinbaren ließe sich die zusätzliche Verwendung von „Warnfarben“, die Gefahr signalisieren und abschrecken sollen:

binx big red

binx big red

Allerdings neigt menschliches Verhalten dazu, komplizierter zu sein. Gerade in einer Spezies, bei der beiderseitige Attraktivität wichtig ist, macht Attraktivität in vielen Bereichen etwas aus und betrifft auch sonstige Bewertungen. Demnach gibt es auch eine Vielzahl von Strategien neben dem Verbergen von Attraktivität, die dies ergänzen:

  • Man kann Verlangen, dass die Sicherheit noch mehr erhöht wird, damit man trotz erhöhter Angst keine Einschränkungen vornehmen muss (siehe zB Verbot des Slutshaming, die Idee, dass Kleidung nie provozieren darf und jedes Ansinnen dieser Art geahndet wird, die Idee, dass Belästigungen die schlimmste aller denkbaren Taten sind und auch bei Kleinigkeiten oder Unsicherheit sehr schwer bestraft werden, um einen Abschreckungseffekt zu erreichen und die Sicherheit zu erhöhen bzw. wieder herzustellen)
  • Man kann verlangen, dass die Nachteile des eigenen Verbergens von Attraktivität gemindert werden, indem alle anderen auch die eigene Attraktivität verbergen müssen bzw indem Werbung mit besonders schönen und attraktiven Personen tabuisiert wird.

Ich finde den Gedanken des Artikels aus evolutionärer Sicht durchaus interessant. Inwieweit er beim Menschen dann tatsächlich ausschlaggebend war, wäre eine andere Frage.

Selbermach Samstag 244 (24.06.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Verschwörungstheoretiker und ihre Sichweise

Ein Tweet wies auf eine interessante Studie hin:

Aus dem Artikel:

Conspiracy theories (CTs) are widespread ways by which people make sense of unsettling or disturbing cultural events. Belief in CTs is often connected to problematic consequences, such as decreased engagement with conventional political action or even political extremism, so understanding the psychological and social qualities of CT belief is important. CTs have often been understood to be “monological,” displaying the tendency for belief in one conspiracy theory to be correlated with belief in (many) others. Explanations of monologicality invoke a nomothetical or “closed” mindset whereby mutually supporting beliefs based on mistrust of official explanations are used to interpret public events as conspiracies, independent of the facts about those events (which they may ignore or deny). But research on monologicality offers little discussion of the content of monological beliefs and reasoning from the standpoint of the CT believers. This is due in part to the “access problem”: CT believers are averse to being researched because they often distrust researchers and what they appear to represent. Using several strategies to address the access problem we were able to engage CT believers in semi-structured interviews, combining their results with analysis of media documents and field observations to reconstruct a conspiracy worldview – a set of symbolic resources drawn on by CT believers about important dimensions of ontology, epistemology, and human agency. The worldview is structured around six main dimensions: the nature of reality, the self, the outgroup, the ingroup, relevant social and political action, and possible future change. We also describe an ascending typology of five types of CT believers, which vary according to their positions on each of these dimensions. Our findings converge with prior explorations of CT beliefs but also revealed novel aspects: A sense of community among CT believers, a highly differentiated representation of the outgroup, a personal journey of conversion, variegated kinds of political action, and optimistic belief in future change. These findings are at odds with the typical image of monological CT believers as paranoid, cynical, anomic and irrational. For many, the CT worldview may rather constitute the ideological underpinning of a nascent pre-figurative social movement.

In dem Artikel dann weiter (um Auflistung ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit):

The worldview is structured around six main dimensions:

  • the nature of reality,
  • the self,
  • the outgroup,
  • the ingroup,
  • relevant social and political action, and
  • possible future change.

We also describe an ascending typology of five types of CT believers, which vary according to their positions on each of these dimensions. Our findings converge with prior explorations of CT beliefs but also revealed novel aspects:

  • A sense of community among CT believers,
  • a highly differentiated representation of the outgroup,
  • a personal journey of conversion,
  • variegated kinds of political action, and optimistic belief in future change.

These findings are at odds with the typical image of monological CT believers as paranoid, cynical, anomic and irrational. For many, the CT worldview may rather constitute the ideological underpinning of a nascent pre-figurative social movement.

Dann erfolgt eine interessante Einordnung in Typen:

Type 1: Something Is Not in Order

One participant (R6) expressed this dissatisfaction with the status quo and mainstream problem solutions, a sense that the world is out of joint, and a desire to proffer solutions within commonsense ontology and conventional values. R6 explicitly disavows the relevance of CTs, not considering their potential truth or falsity: “I don’t mean to make that sound like there’s a conspiracy such as the Illuminati conspiracy. I am not, I don’t delve into that. Just, is there an over-influence? I don’t mean, I don’t believe that our politicians are evil people.” R6 saw themself as an “issue entrepreneur,” offering a website and criteria for developing societal solutions like “regulated capitalism” with a “greater happiness index.” So Type 1’s unease is an entirely conventional questioning of political orthodoxies, which does not see the relevance or potential truth of CTs. No particularly high degree of epistemic uncertainty attaches to this position.

Type 2: There Is More to Reality Than Meets the Eye

Two participants (R4 and R15) expressed this dissatisfaction with the status quo and a sense that there is really more at play in the world than appears to be the case to ordinary observers. This is broadly skeptical, aiming not to make “false negative” assumptions about reality, suspending (dis)belief pending further evidence. By contrast with Type 1, Type 2 sees CTs as relevant and possibly believable: R15 says (re 9/11): “In my opinion, the mainstream story is a load of crap but at the same time, I can’t say with any certainty what really happened. I just don’t think it is as it appears … I can’t say what has happened but I don’t believe with certainty.” And R4 suggests that the decision about whether to follow CTs is an active one: “We have the choice of what we will buy into,” and chooses not to do so because “belief in this is pretty damned sinister,” and leads “people [to] give their energy to negativity.” This uses commonsense ontology and expresses uncertainty about official explanations. R15 says, “I really hate it when people shoot down … ‘CTs’ and I’m like, ‘why, why, why did you shoot this down? Because BBC News told you that Al Qaeda flew a plane into a building.’ That to me is the definition of narrow-mindedness. I mean I don’t know what happened, I have no idea what happened … I can’t say with any certainty this did happen and this didn’t happen.” R15 explicitly juxtaposes a potentially believable specific CT with unbelievable general CTs: “Like 9/11, I think it is perfectly reasonable and not crazy to say that one is suspicious of the mainstream story and that’s fine most people can get on board with that. The minute you put David Icke into the mix with his Reptilian nonsense, you are then devaluing a whole field.” R4 also expressed open-mindedness about CT and non-CT explanations: “that middle zone of ‘I believe it and I don’t believe it.’ I don’t have to come down to one side or the other.” Type 2’s unease thus runs deeper than Type 1, accepting the relevance and the possible truth of specific CTs.

Type 3: Some Official Narratives Are Not True

One participant (R10) expressed this view, advancing a CT to address one specific issue, but disavowing generalized CTs. This CT used commonsense ontology and assumptions to explain the behavior of specific conspiratorial agents. R10 suggested that “chemtrails” produced by aeroplanes have not been satisfactorily explained; following investigation, R10 suggests it may connect to weather manipulation, but believes there is a cover-up. For R10 this CT belief has no monological extrapolation: for example, of the Illuminati, and New World Order, they say: “I don’t know. I’m not too familiar with that. I don’t really know what I believe about that.” However, the general uncertainty is not ameliorated – other conspiracies could be possible, though there is no clear evidence either way. For R10 this is because of a lack of accurate information: “If you are going to have a society where a lot of truth isn’t told and if there are outlets for truth-tellers why would you allow that? It would be so easy to create a misinformation site to discredit that,” created by “people who are currently in control of society.” This lack of trust in authority and its explanations does not generate monologicality: CTs apply to specific cases but are not the default frame of reference In Type 3, but even more in Type 4, participants indicate increasing concern with the deceptive nature of official narratives (Sutton and Douglas, 2014).

Type 4: All Official Narratives Are Illusions: The Mainstream versus Reality

Several participants (R2, R8, R11, R12, R13, R14, and R16) expressed this monological conspiratorial worldview as a default frame of reference. This uses commonsense ontology of conspiring agents with, as the quasi-religious account of CTs (Franks et al., 2013) suggests, a minimally counter-intuitive understanding of their actions and agency; ordinary people and groups able to control things which are usually seen as outside human control, e.g., financial markets, climate change and variation. Supernormal agency in specific areas is ascribed to normal actors. Analogous religious representations (e.g., Sperber, 1996; Boyer, 2001) involve uncertainty because their implications are not fully processed – for example, in the Roman Catholic Mass the wine is simultaneously wine and the blood of Christ (Franks, 2003). The uncertain but potentially malign qualities of authority agents supports a mistrust of authority. For example, R2 aims to develop a “unifying theory of political economy,” to explain financial crises and governments’ complicitness in them, and explain 9/11, where “what can’t be true is an official story”; this lack of trust extends to official ‘false flags’ regarding other CTs by R2 (e.g., the murder of JFK on November 22, 1963, or the Charlie Hebdo attacks of January 7, 2015). R11 mirrors this pattern: one CT – the legal issues surrounding the United Kingdom’s decision to go to war in Iraq in 2002 – is used as the paradigm case for generalizing to others (e.g., 9/11/2001, 7/7/2005), so that ultimately, “we can no longer trust our government.” Hence, a monological lack of trust in official sources generates widespread CTs.

Type 5: All of Reality Is an Illusion: The Ontological-Symbolic Turn

Several participants (R1.1, R1.2, R1.3, R1, R3, R5, R7, R9, R17, and R18) expressed this fully fledged conspiratorial worldview. However, unlike Type 4, at least some of the key agents hypothesized go beyond commonsense ontologies to supernatural explanations incorporating non-human agents or human agents with non-human lineages. R1, following David Icke, speaks of alien reptilian entities which “feed on fear and lower energies which is why there is again a certain control because they are manipulating the planet.” R5 refers to contacts with UFOs, and a controlling human “cabal” originating in non-human aliens. R7 also refers to controlling aliens, but does not suggest these are reptilian nor any human contact with them. Such entities are able to demonstrate control via capacities that go beyond the human – an ontology of supernatural entities possessing supernatural agency. Whereas for Type 4 there appears an essential connection between the espoused CTs and their monological generalization, for Type 5 there is no such connection; instead, what guarantees monologicality is the appeal to an ontology populated with supernatural agency which permeates all important areas of life. Here we hear of the lizards and shapeshifters who control things behind the scenes. The distrust of authority may be a consequence rather than a cause of monologicality. The all-embracing explanation renders the CTs immune from doubt. Nor do they answer to publicly available empirical data in the way that Type 4 at least has the scope to do. As R1 comments, “It doesn’t matter if you think, ‘oh this guy that everybody is talking about is absolutely nuts,’ because it is part of my journey of understanding my existence.”

Für mich hat der moderne Feminismus viel von einer Sekte, einer Religon oder einer Verschwörungstheorie. das war auch schon Gegenstand einiger Artikel:

Sie sind vielleicht nicht auf der Stufe von den Echsenmenschen, aber das allumfassende Patriarchat und die Rape Culture, das geheimen Netzwerk der alten weißen Männer und Thesen wie die Zwangsheterosexualisierung der Frauen etc sind ja auch nicht schlecht. Der Poststrukturalismus eignet sich auch perfekt dazu, alle Realität zu leugnen und dahinter nur Macht zu sehen, die geheime Strukturen erzeugt, die Frauen kleinhalten.  Es wäre auch interessant für die Einstufung der „Mitläufer“ auf geringeren Stufen („ich glaube zwar nicht an ein Patriarchat, aber Frauen verdienen nun einmal weniger“).

Was auch gut passt ist die Gruppe der „Sheep“. Das wären dann die Frauen mit ihrer internalisierten Frauenfeindlichkeit und die Männer, die sich ihrer Privilegien und der Art und Weise wie ihnen das Patriarchat schadet nicht bewußt sind.
Die Ebenen darüber wäre dann die „hegemoniale Männlichkeit“ und die weißen alten Männer die „Elite Evils“.

Die „InGroup“ der „heldenhaften Personen“ und der „Wahrheitssucher“, die versucht die anderen zum „Erwachen“ zu bringen („Woke“ ist ja der Ausdruck im amerikanischen für die, die erkannt haben, wie unterdrückt die Welt ist)

Natürlich ist das nicht auf den Feminismus beschränkt. Auch die Männerbewegung oder die Vaterrechtsbewegung haben teilweise ähnliche Strukturen. Insbesondere die „Große Gerichtsverschwörung„, nach der alle Familienrichter entweder Feministen sind, vorsätzlich die Gesetze falsch anwenden, am Kinderhandel verdienen oder einen nur fertig machen wollen geht in diese Richtung. Auch der Bereich „Game“ hat über „Red Pill“ ein Konzept, auf dem sich leicht eine sehr krude Weltsicht zB der Überlegenheit des Mannes und des Wunsches der Frau nach Unterwerfung aufbauen lässt.

Rassismus ergibt sich nicht aus Macht und Vorurteilen

Ein Artikel nimmt sich noch einmal dem Argument an, dass eine Diskriminierung wie Sexismus oder Rassismus nur dann vorliegen kann, wenn derjenige, der diskriminiert einer Gruppe angehört, die  Vorurteile und Macht hat  („+ Prejudice + Power „)

The fact that the R=P+P argument leads to such ridiculous terms as “reverse racism” is indicative of a mistake in reasoning. Such a concept would break down as soon as you applied it to other moral transgressions. Let’s take murder as an example and apply the same one-directional culpability based on supposed power. I doubt that people who make the R=P+P argument would be comfortable with altering the language to say that if a white person kills a racial minority it is called murder, but if a racial minority kills a white person it is not murder. If the latter occurred would it make any sense for someone to claim it is “reverse murder”? Likewise if a poor person were to assault a rich and powerful person it would be no less considered assault than if the powerful person assaulted a poor person. The crime is still the same despite the power imbalance in each case. In a court of law if the poor person’s defence was to say “your honour what I did is not assault it is only reverse assault and it’s not wrong because he has more power than me,” such a claim would be laughed out of court and rightly so. Being a racist is not against the law but it is still considered to be immoral.

Eben. Was am Rassismus nicht gefällt ist der Umstand, dass jemand aufgrund seiner Rasse abgewertet wird oder wenn eine Gruppe als ganze wegen einer körperlichen Eigenschaft herabgesetzt wird. Das bleibt vollkommen gleich, wenn derjenige weiße Haut hat. Auch dann wäre die Behauptung, dass er aufgrund seiner Zugehörigkeit zur weißen Rasse minderwertig ist, falsch.

If we consider racism to be morally wrong then it should be regarded as wrong for everyone in society regardless of their race and social status (if you think racism is ok for some people then you might be a racist). The only exceptions usually made to moral or legal rules are for people we would normally consider to lack or have diminished agency such as children, insane people and some mentally disabled people. Therefore if only white people can be racist due to P+P theory, it is giving all other races an exemption to a moral standard which is not only unfair but also insinuates that people of other races are less responsible for their actions than whites. An inconsistent application of moral responsibility based on race is inherently racist since it implies these people have less agency to act morally. This is often referred to as the bigotry of low expectations.

Auch das halte ich durchaus für ein gutes Argument: Wer meint, dass der andere abwerten kann, der legt ihm eine geringere moralische Verpflichtung auf und lässt ihn insofern ein schlechterer Mensch sein.

Er hält ihn in gewisser Weise selbst für minderwertig, weil er ihm mehr Freiraum gibt.

This above video is a good example of how the R=P+P narrative can warp peoples thinking and allow them to excuse themselves or others for racist actions. Notice how the Asian girl recounts an incident of racism committed against her by black men and the black lady immediately tries to silence her whilst another person in the crowd yells out “but R=P+P”. There is also the controversy regarding Bahar Mustafa, a student union leader at Goldsmiths university in the UK, who requested that white people not attend a university event and used the hashtag #killallwhitemen. When responding to accusations of being a racist and incitement to violence her defence was as follows: “I, as an ethnic minority woman, cannot be racist or sexist towards white men, because racism and sexism describe structures of privilege based on race and gender.”

Und damit wird ein Doppelstandard errichtet, der allenfalls dazu führt, dass man diese Gruppierungen als unfair wahrnimmt.

I mentioned earlier that the R=P+P assertion is Anglocentric in origin and application. I have not heard any of its proponents apply the principle to countries in which white people are a minority population and do not have institutional power. If they did so they would have to accept the opposite of the conclusion that only white people can be racist, at least in that context. It would mean that white people living in Asian, African or middle eastern countries cannot be racist since they are a minority in countries where the institutional power is held by the native ethnic populations. This would be the case even if they held racist views. So if some neo Nazis or KKK members decided to emigrate from the USA and move to Zimbabwe they would cease to be considered racist as soon as they are living under Robert Mugabe’s oppressive regime, even though their mindset and hatred of blacks and jews has not changed.

Hier würde ein Vertreter vielleicht argumentieren, dass selbst in einem vollkommen von schwarzen Machthabern regiertes Land der Weiße eben bezogen auf die Welt immer noch der Privilegierte ist. Aber bereits dazu muss er unglaubliche Verrenkungen geistiger Art durchführen, denn die tatsächliche Macht liegt ja nun bei den schwarzen Machthabern, Polizisten oder sonstigen Personen.

Gesteht er das zu, dann müsste er in der Tat zu dem Ergebnis kommen, dass ein weißer Rassist in solchen Ländern dann kein Rassist mehr wäre, schlicht weil er keine Macht hat.

This is a logical consequence of equating racism with the ability to enforce prejudice via institutional power. Similarly when a power shift takes place such as when the ANC took over as the ruling party in South Africa, would the R=P+P proponents have us believe that any white South Africans who were racists during the apartheid era are suddenly unable to be racist towards the majority black population now that the state institutions are run mostly by blacks? If it was eventually the case that the demographics of the USA shifted and a vast majority of institutions were controlled by Hispanics, they would have to conclude that only Hispanics can be racist and that members of white supremacist groups cannot be racist but only prejudiced, since they are not in power and neither are members of their race. Also what happens if the power is equally shared? If there was an exactly equal representation of white and black people holding institutional power and a white person made a racial slur towards a black person, would it only be half as racist as it was in the past when whites had a greater share of the power? Similarly, if white people were in power would an individual who is half white and half black be considered more racist than somebody who is 100% black even if they both had the same racial prejudices against Mexicans or Indians?

Durch die Zuspitzung sieht man ganz gut, dass das Konzept nicht wirklich trägt. Vermutlich würde sich ein Vertreter damit herausreden, dass es einen Zustand, in dem nicht einer die Macht hat, gar nicht geben kann oder dann eben tatsächlich kein Grund mehr für Rassismus bestehen kann und es deswegen dann auch keinen mehr gibt.

Aber das ist eine Illusion, denn natürlich bilden Leute weiterhin Gruppen und werten andere ab.

These are some of the absurdities which arise from collectivist thinking of the type which gives rise to the P+P definition. The collectivist thinking that would have you believe that a homeless white veteran with PTSD has more power and privilege than Barack Obama, or that white people living in poverty in trailer parks have more power and privilege than the children of wealthy black, Asian or Latino parents who are Studying at Yale or Harvard. Those who hold this view require us to believe that it would not be racism if a gang of young men from an ethnic minority decide to go out and beat up a white person for no other motivation than their hatred and resentment of white people. Even if you pointed out that this act is itself an exercise of power and that they were using their overwhelming power in the situation to act on their racial prejudice, the answer would be that this is not the power which matters. All these confusing logical consequences, absurd conclusions, contradictions and ridiculous phrases such as “reverse racism” disappear if we reject the P+P definition and continue to use the actual definition of racism. It is not only more parsimonious and useful, but in it its neutrality it is also less racist.

Das sind Punkte, die dem Konzept immer wieder entgegen gehalten worden sind. Es ist denke ich gut, die Argumente parat zu haben. Man wird zwar nicht zu den Fanatikern durchkommen, dazu hängt zu viel für sie von diesen Theorien ab, aber vielleicht macht man anderen deutlich, zu welchen absurden Ergebnissen diese Theorien führen.

Vgl auch:

Liberaler Islam – Liberale Moschee in Berlin

Der Tagesspiegel berichtet über den Versuch einen liberalen Islam entstehen zu lassen:

Berlin soll eine neue, moderne und liberale Moscheegemeinde bekommen: Die Juristin, Frauenrechtlerin und Autorin Seyran Ates plant, am 16. Juni die „Ibn Rushd-Goethe-Moschee“ zu eröffnen. Dort sollen jeweils eine Imamin und ein Imam gemeinsam das Freitagsgebet vortragen, Frauen und Männer zusammen gleichberechtigt in einem Raum beten können. Ein Novum in dieser Stadt mit ihrer großen muslimischen Community – und ein Modellprojekt auch für Europa.

(…)

Einen solchen Ort für freiheitsliebende Muslime wolle sie nun in Berlin schaffen. In der „Ibn Rushd-Goethe-Moschee“ wird als Vorbeter auch der offen homosexuelle Imam Ludovic-Mohamed Zahed erwartet, der in Marseille eine liberale Moschee gründete – dieser vermittelt, dass der Koran Bi- oder Homosexualität nicht verbiete, vielmehr habe der Prophet Homosexuelle sogar beschützt.

In der Zeit heißt es:

In der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee beten Männer und Frauen nebeneinander. Das Gotteshaus steht Sunniten, Schiiten und Aleviten offen. Das erste Freitagsgebet leiteten ein Mann und eine Frau gemeinsam. Die Imamin trug kein Kopftuch.

Diyanet kritisierte, mit diesem Vorgehen würden „die Grundsätze unserer erhabenen Religion missachtet“. Es handele sich um Bemühungen, die Religion „zu untergraben und zu zerstören“. Die Behörde rief „gläubige Brüder“ auf, sich nicht provozieren zu lassen. Diyanet untersteht dem Amt des Ministerpräsidenten in der Türkei.

Auch die oberste Fatwa-Behörde in Ägypten, Dar al-Iftaa, kritisierte die Moschee. „Nein zu liberalen Moscheen“, forderte die Behörde auf Facebook. „Frauen können nicht in einer Reihe neben Männern beten. Frauen ist es nicht erlaubt, ohne Schleier zu beten. Frauen ist es nicht gestattet, Imam zu sein, wenn dort Männer beten.“

Leider sind die ersten Reaktionen vieler sehr negativ:

Ich finde es ein sehr gutes und unterstützenswertes Projekt. Der Islam braucht dringend eine Form der Aufklärung und der Reformation. Es wäre schön, wenn sich hier eine Art „evanglische Kirche auf Islamisch“ etablieren würde, die das radikale über Board wirft und modern wird. Und der dann möglichst viele Leute beitreten, die bisher in konventionellen Moscheen waren.

2. Gleichstellungsbericht

Der 2. Gleichstellungsbericht ist erschienen:

Es wird insbesondere angeführt, dass Frauen viel mehr Carearbeit machen. Dazu auch zwei Tweets

Aber nun zu den eigentlichen Empfehlungen, aus dem Bericht kopiert:

Die Sachverständigenkommission empfiehlt für die Förderung
der Gleichstellung in der abhängigen Erwerbsarbeit:
– die Einführung eines Wahlarbeitszeitgesetzes
(sowie flankierend flexible Arbeitszeiten mit
Gesundheitsschutz und Grenzmanagement)
– eine öffentliche Debatte über die Vorstellungen
von „Vollzeit“

– die Förderung von Entgelttransparenz insbesondere
durch gesetzlich verpflichtende betriebliche Entgeltaudits
und Auskunftsansprüche (sowie flankierend
Berichterstattung und Verbesserungen im
Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG))
– Maßnahmen der betrieblichen Gleichstellungspolitik
und deren Flankierung durch gesetzliche
Pflichten zu Berichterstattung und Gleichstellungsaktionsplänen
(sowie ergänzend Erweiterung des
Anwendungsbereichs des FüPoG und Unterstützung
freiwilliger Instrumente, u. a. eines Code of Ethics
für Personalberatungen)
– diskriminierungsfreie und gleichstellungsorientierte
Personalbeurteilung im öffentlichen Dienst

Die Sachverständigenkommission empfiehlt für die
geschlechtergerechte Gestaltung von Berufswahl und
beruflicher Weiterbildung:
– gleichstellungsorientierte Berufsberatung und
-orientierung
– „Qualitätsoffensive Weiterbildung“ als Anlaufstelle
– familienfreundliche und gleichstellungsorientierte
Gestaltung öffentlicher und betrieblicher Weiterbildungsangebote
(und flankierend die Förderung
regionaler Weiterbildungsverbünde)
– gleichstellungsorientierte Finanzierung von Weiterbildung
durch Verbesserung der Erwachsenenbildungsförderung,
Erweiterung der Anspruchsberechtigung
nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III sowie
Schaffung persönlicher Weiterbildungsbudgets

Die Sachverständigenkommission hält im Bereich der
selbstständigen Erwerbsarbeit zwei Handlungsempfehlungen
für zentral:
– Optimierung des Zugangs zu Kapital, Kompetenzen
und Netzwerken für alle Selbstständigen
– Verbesserung der sozialen Sicherung von Soloselbstständigen,
insbesondere von weiblichen Selbstständigen,
durch eine konsequente Einbindung in die
Sozialversicherungssysteme; hierzu gehören u. a.
auch die Erstreckung des Mutterschutzes auf
weibliche Selbstständige sowie die Behebung von
Defiziten der derzeitigen Elterngeld-Regelung

Die Sachverständigenkommission empfiehlt für
die Aufwertung der erwerbsförmigen Sorgearbeit:
– Reform der Berufsprofile, der Aus- und Weiterbildung
und der Aufstiegsmöglichkeiten
– Förderung geeigneter Nachfrage- und Honorierungsstrukturen
für höherqualifizierte Beschäf­tigte
in den entsprechenden Berufen
– Reform der institutionellen Rahmenbedingungen
für Pflegeberufe

Die Sachverständigenkommission empfiehlt für mehr
Gleichstellung im Bereich der Sorge für Kinder:
– bedarfsgerechte Qualitätsverbesserung der
Betreuungsinfrastruktur in Kindertageseinrichtungen
und Ganztagsschulen
– Überprüfung der Auswirkungen der U2-Umlage,
Einführung einer Vaterschaftsfreistellung nach
Geburt eines Kindes, Ausbau der Partnermonate
– Unterstützung und Flankierung einer partnerschaftlichen
Aufteilung familiärer Sorgearbeit
durch Förderung einer Familienarbeitszeit
– Stärkung Alleinerziehender durch eine Reform
des Unterhaltsvorschussgesetzes

Für geschlechtergerechte Pflegeinfrastrukturen
empfiehlt die Sachverständigenkommission:
– Berücksichtigung von Genderaspekten bei der Planung
und Finanzierung von Pflegeinfrastrukturen
– geschlechtergerechte Pflegeangebote im Sozialraum
– Abkehr vom Primat informeller Pflege und Hinwendung
zu familienfreundlichen gemischten
Betreuungsarrangements
– weitere Stärkung der Kompetenzen professionell
Pflegender
– unterstützende Maßnahmen für professionell
Pflegende, insbesondere bei der Personalbemessung
Um die Situation informell Pflegender zu verbessern,
empfiehlt die Sachverständigenkommission:
– Freistellungsoptionen für informell Pflegende
– Finanzierung der Freistellungsoptionen durch
ein Zeitbudget mit Entgeltersatzleistung

Die Sachverständigenkommission empfiehlt
für eine verbesserte Infrastruktur der
privaten Haushaltsführung:
– Regelung arbeitsrechtlicher Mindeststandards
– Entwicklung von Standards und Zertifizierung
guter haushaltsnaher Dienstleistungsarbeit
– Einführung öffentlich geförderter Gutscheine
für haushaltsnahe Dienstleistungen

Die Sachverständigenkommission empfiehlt
im Einkommenssteuerrecht folgende Schritte:
– Streichung der Lohnsteuerklasse V
– Weiterentwicklung zu einem Realsplitting

Die Sachverständigenkommission empfiehlt in Bezug
auf das arbeitsmarktpolitische Instrument des Minijobs:
– Besteuerung von Einkommen aus geringfügiger
Beschäftigung
– Einführung einer Sozialversicherungspflicht
für geringfügige Beschäftigung

Die Sachverständigenkommission empfiehlt
in Bezug auf das Güterstandsrecht:
– Einführung des gesetzlichen Güterstands der
Errungenschaftsgemeinschaft
– Informationspolitik betreffend: Umbenennung des
Güterstands der Zugewinngemeinschaft; frühzeitige
Vermittlung von Informationen über die Folgen
von Ehe und Eingetragener Lebenspartnerschaft;
Einbeziehung ehe- und familienrechtlicher Fragen
in Programmen zur Förderung der finanziellen
Allgemeinbildung von („financial literacy“)
– Untersuchung der Praxis der Eheverträge und
eine Beratungspflicht vor Vereinbarung einer
Gütertrennung

Die Sachverständigenkommission empfiehlt
in Bezug auf Rente und Alterssicherung:
– Einführung einer durchgängigen Rentenversicherungspflicht
– Verbesserung der Anrechnung von Pflegezeiten
in der gesetzlichen Rentenversicherung
– Verlagerung von der abgeleiteten hin zur eigenständigen
Sicherung, insbesondere Einführung
eines Anwartschaftssplittings bei Ehepartnerinnen
und Ehepartnern sowie Eingetragenen Lebenspartnerinnen
und Lebenspartnern als Regelmodell
– nachsorgender sozialer Ausgleich bei niedrigen
Rentenansprüchen
– Verbesserung des Zugangs von Frauen zur
betrieblichen und privaten Alterssicherung

 

Die Sachverständigenkommission empfiehlt für
einen leichteren Wiedereinstieg in die Erwerbsarbeit :
– arbeitsförderungsrechtliche Unterstützung durch
Information, Beratung und Weiterbildung, die
verpflichtende Institutionalisierung der Angebote
des Programms „Perspektive Wiedereinstieg“
sowie sozialleistungsunabhängige Beratungsund
Informationsangebote
– Rechte auf Rückkehr und bei Rückkehr in den
Betrieb oder die Dienststelle; Erwerbsarbeitsunterbrechungen
im öffentlichen Dienst sollen künftig
nicht mehr automatisch zu Rückstufungen führen
– arbeitsrechtlichen Anspruch auf ein „betriebliches
Wiedereinstiegsmanagement“