Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 24. September 2016

Selbermach Samstag 205 (24.09.2016)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 24. September 2016

Dokumentation: The Red Pill

Die Dokumentation „The Red Pill“ ist zwischenzeitlich fertig, wird aber wie bei dem Thema zu erwarten, erhebliche Vertriebsschwierigkeiten haben.

Wer die Hintergrundgeschichte noch nicht kennt:

ABOUT THE FILM:

When feminist filmmaker Cassie Jaye sets out to document the mysterious and polarizing world of the Men’s Rights Movement, she begins to question her own beliefs. Jaye had only heard about the Men’s Rights Movement as being a misogynist hate-group aiming to turn back the clock on women’s rights, but when she spends a year filming the leaders and followers within the movement, she learns the various ways men are disadvantaged and discriminated against. The Red Pill challenges the audience to pull back the veil, question societal norms, and expose themselves to an alternate perspective on gender equality, power and privilege.

 

Also der Film einer Feministin, die ursprünglich die Machenschaften der Männerbewegung aufdecken wollte, aber dann merkt, dass an der Männerbewegung etwas dran ist und einen positiven Film über diese dreht.

Aus einer Besprechung beim Telegraph:

Jaye began the process as a feminist, but she ended up not only sympathising with the MRAs, but fundamentally questioning the “aggressive” ethos of modern feminism.

For her efforts, she says she has been smeared, threatened with “career suicide” and even saw her funding dry up – to the point where the movie was unlikely to see the light of day.

But then something incredible happened: via a Kickstarter fund, a “global army” of 2,732 free speech advocates (of both genders), raised a staggering $211,260, ensuring the movie’s cinematic release.

 (…)

The title The Red Pill refers to a scene in the Matrix, when Keanu Reeves’ character takes the red pill to see “the truth” – MRAs claim they see the “truth” about women and a world they feel is systematically stacked against men and boys.

The Red Pills’ key interviewees – including MRA luminaries such as A Voice For Men founder Paul Elam, author of The Myth Of Male Power Dr Warren Farrell and the National Coalition For Men’s Dean Esmay – have long been smeared as some of the internet’s biggest anti-feminist bogeyman.

Yet until now no serious documentary maker has tried to get inside their world.

“When I started this project, my perception of MRAs was definitely negative,” she tells me. “I thought they’d say shocking things and it would be a peek inside this mysterious, misogynistic community. All I knew about them was the cherry-picked, shocking comments used on feminist websites.

“But when I started to really listen to them, I started to empathise with a lot of their issues. Our cultural conditioning is that women have been oppressed and men are the oppressors. But I saw that wasn’t so.

“Within the feminist community, there is a level of dismissiveness and a lack of compassion. There is a feeling ‘they have been the oppressors, and now it’s our turn’. Some prefer to step on men in the process. Even when men were suffering, like falling behind at school, I heard a lot of talk about ‘toxic masculinity’ – that it was somehow the fault of the patriarchy, that men caused their own problems.

“But the MRAs weren’t loners or misogynists. Most of them are in loving relationships and have children, and that was shocking for me.”

When it began to emerge that Jaye was to tell a sympathetic story of the MRAs, her feminist interviewees were furious – and her funding suddenly dried up.

“There was anger from feminists when they found out I was being too kind to MRAs,” she says. “They said, ‚they’re going to turn on you. Don’t be fooled’.

“As time went on they did not want to go through with funding – because I was balanced and ‘giving the MRAs a platform’.

“It was a way of stopping this film getting too big. They hoped it would fizzle out. They believed they had control of the film. It was an indirect attempt to censor my voice.

‘So I looked at film grants, but there were no categories for boys and men. The situation was desperate”.

Der Film wurde dann, nicht zuletzt weil IMHO Milo eifrig dafür warb, über Crowdfunding finanziert.
Jetzt steht die Premiere an und da kein Studie hinter dem Film steht muss dies teilweise ebenfalls über Crowdfunding  finanziert werden. In Deutschland soll ebenfalls eine Aufführung stattfinden, und zwar am Montag, dem 14.11.2016, 20 Uhr, in einem Kino in Berlin-Hohenschönhausen.
Allerdings müssen dafür genug Karten verkauft werden, damit die Aufführung stattfinden kann. Deswegen wurde eine Kickstarterkampagne dafür gestartet:

Dieses Crowdfunding funktioniert im Prinzip einfach wie ein Kartenvorverkauf. Wer es mit 10 Euro unterstützt, trägt dazu bei, dass die Premiere stattfindet, und hat bereits seine Eintrittskarte bezahlt.

Damit die Kalkulation aufgeht und die Kosten fair verteilt sind, bitte ich darum, keine kleineren Beträge als 10 Euro beizusteuern, wenn man die Vorstellung besuchen will. Ein kleines zusätzliches Trinkgeld wäre natürlich hochwillkommen. Wenn etwas mehr zusammenkommt, kann ich einen Saal eventuell auch mieten, wenn er nicht ganz voll wird.

Als Minimum soll ein Saal mit 236 Plätzen gemietet werden. Deshalb ist dasCrowdfunding-Ziel bei 2.360 Euro erreicht. Der Betrag errechnet sich aus der Saalmiete, den Lizenzkosten für die Aufführungsrechte, den Kickstarter-Gebühren und einem (sehr kleinen) Sicherheitspuffer.

Wenn das Ziel verfehlt wird, findet keine Premiere statt und werden keine Unterstützer-Beiträge eingezogen.

Wenn das Ziel überschritten wird, besteht die Möglichkeit, in einen größeren Saal umzuziehen. Der größte im Cinemotion hat 404 Plätze. Das Idealziel wäre also, dass 404 Interessierte zusammen 4.040 Euro beisteuern.

Realistisch ist damit zu rechnen, dass nicht exakt 2.360 oder 4.040 Euro zusammenkommen. Wenn der Betrag irgendwo dazwischen liegt, bekommen die ersten 236 Unterstützer eine Eintrittskarte und die übrigen ihr Geld zurück. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Entsprechendes gilt, wenn auch die 4.040 Euro überschritten werden sollten. Die ersten 404 Unterstützer bekommen eine Eintrittskarte und die übrigen ihr Geld zurück.

Ich finde es großartig, dass das hier organisiert wird, auch wenn ich leider selbst keine Zeit habe und insofern keine Karte kaufen werde. Man kann das Projekt aber auch ohne Kartenkauf unterstützen, näheres dazu auf der Kickstarterseite.

Hier noch ein paar Videos zu dem Kinofilm:

Diskussionen zu dem Film gerne in den Kommentaren. Wenn einer derjenigen, die sich den Film anschauen, hier eine Besprechung als Gastbeitrag schreiben möchte, dann würde mich das freuen.

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 23. September 2016

Argumente gegen antifeministische Behauptungen (@andreteilzeit)

Hier kurz die Punkte, die er zu widerlegen meint, darunter seine wesentlichen Ausführungen dazu. Die Links verweisen auf Artikel von mir dazu:

1.Feminismus ist heutzutage doch nur ein Synonym für Männerhass

Sein Argument: Nein, Feminismus will nur von Geschlechterrollen befreien 

2. Aber Männer und Frauen können doch jetzt schon tun was sie wollen, keiner schreibt dir was vor

–> Rein rechtliches ist es richtig, aber nicht jeder kann diese Freiheit ausleben. Ein Schwarzer kann auch nicht auf ein Treffen des KuKluxclans gehen, auch wenn er die gleichen Rechte hat. Es geht darum, dass man nicht nur frei ist, sondern sich auch frei fühlt

3. Feministinnen wollen einem Vorschreiben, wie wir zu leben haben

Stimmt nicht, ist uns scheiß egal. Der heutige Feminismus steht für Wahlfreiheit, du musst nur die Entscheidungsfreiheit der Anderen auch akzeptieren

4. Männer und Frauen sind nun einmal von Natur aus verschieden, das ist wissenschaftlich belegt!

Ja, sind sie, die Unterschiede sind aber verschwindend gering. Es gibt auch Männer mit zierlicher, femininer Figur und Frauen mit breiterer maskuliner Figur. Da gibt es nicht nur Extreme. Aber auch die Gehirnforschung zeigt, dass das Gehirn kein Geschlecht kennt. Da gibt es die „Mosaicstudie“, wobei ich nur einen Artikel und nicht die Studie gelesen habe, damit sind alle anderen Studien und Forschungen eindeutig widerlegt!

(Exkurs:

dazu habe ich auch mal kommentiert:

Die von dir erwähnte Studie hat nicht festgestellt, dass es keine Geschlechterunterschiede gibt, im Gegenteil: Sie hat geschaut, ob es Gehirne gibt, die nur und ausschließlich ganz extreme Ausprägungen von Männlich und weiblich enthalten. Übertragen bedeutet das, dass man nach folgenden Männern und Frauen schaut:

  • Männer, die ganz besonders groß, ganz besonders kräftig, ganz besonders hart und ganz besonders gut in Mathe und ganz besonders wortkarg sind
  • Frauen, die besonders klein, besonders schwach, ganz besonders gefühlsbetont und ganz besonders schlecht in Mathe sind und die ganze Zeit reden

Lag nur eine der Voraussetzungen nicht vor, dann haben die Forscher das als „Gegenbeweis“ gesehen. Ob dennoch deutliche Unterschiede im Schnitt vorliegen, der sich nicht an den Extremen bewegt, etwa das wesentlich mehr Männer 1,80 sind als Frauen und die meisten Frauen kleiner sind, haben sie nicht geprüft. Deine Studie sagt insofern leider gar nicht das aus, was du hier behauptest

meine Artikel dazu:

Exkurs Ende)

5. Immer dieses Gehetze gegen Werbung, Männer werden doch genauso zum Sexobjekt gemacht

Es geht um das Zeigen von Perfektion, die keiner erreichen kann und daher krank macht und die Übersexualisierung. Man sollte lieber eine breite Facette an Formen zeigen

6. Männer werden aber auch vergewaltigt

Stimmt! Und das hängt mit den Geschlechterrollen zusammen, dass Männern da nicht geschützt werden, genau deswegen brauchen wir den Feminismus. Männerrechte wollen damit nur Feministen angreifen

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 23. September 2016

Der Gender Pay Gap im Osten: Sind Ostdeutsche weniger sexistisch?

Auf Destatis habe ich eine interessante Statistik zum Gender Gender Pay Gap gefunden:

Jahre Deutschland Früheres
Bundesgebiet
Neue Länder
Quelle: Verdienststrukturerhebung 2006;

fortgeschätzt mit Ergebnissen der vierteljährlichen Verdiensterhebung.

1 Unbereinigte Werte.

2006 23 24 6
2007 23 24 6
2008 23 24 6
2009 23 24 6
2010 22 24 7
2011 22 24 7
2012 22 24 8
2013 22 23 8
2014 22 23 9
2015 21 23 8

Ich binde es sicherheitshalber auch noch mal als Bild ein:

Gehaltsunterschiede Männer Frauen Westen Osten

Gehaltsunterschiede Männer Frauen Westen Osten

Das finde ich einen ganz erstaunlichen Unterschied: Im Westen Deutschlands haben wir einen Gehaltsunterschied von 23%, im Osten allerdings, mit ansonsten gleichen Gesetzen einen Gehaltsunterschied von 8%, wobei dieser nicht etwa weiter sinkt, sondern anscheinend eher steigt.

Ossis scheinen mir aber nicht weniger davon auszugehen, dass es zwei Geschlechter gibt als Wessis. Allerdings war es im Osten eben üblicher, dass auch die Frau arbeitet und Kinderbetreuung durch Dritte auch im frühen Alter war akzeptierter.

Das wäre eigentlich ansonsten ein schönes Forschungsfeld: Sind Ossis weniger sexistisch? Gehen sie weniger davon aus, dass Männer Männer und Frauen Frauen sind? Oder ist dort einfach die Einstellung verbreiteter, dass die Frau eben Vollzeit arbeiten sollte? Oder ist es schlicht notwendig und die geringeren Unterschiede sind schlicht die Folge davon, dass der Osten im Schnitt ärmer ist?

Was können westdeutsche Frauen von Ostdeutschen lernen und wie ist der Gender Pay Gap Ostdeutscher Frauen, die „rübergemacht haben“?

 

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 22. September 2016

#Rageculture: Femisophie für die ungewaschenen Massen (Weltraumaffen)

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 22. September 2016

Models, Messehostess und die intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen

Marie von den Benken hat im Stern eine Kolumne, in dem sie aus der Modelwelt berichtet. In einem ihrer Artikel schreibt sie etwas zu Messehostessen:

Im Model-Business gibt es einen hohen Konkurrenzkampf. Viele Tausend Models streiten um wenige hundert Jobs. Am Ende machen 20 Prozent der Mädchen 80 Prozent der Jobs. Im Kampf um Honorare und die wirtschaftliche Lebensgrundlage ihrer Klientinnen erweitern viele kleinere Modelagenturen daher häufig ihren Einsatzbereich Richtung Messe.

Es ist eigentlich ganz interessant, das gerade dieser Bereich vielleicht einer der Bereiche mit der meisten weiblichen Konkurrenz ist. Es könnte etwas damit zu tun haben, dass sonstige Jobs vielleicht Status geben, dieser aber weitaus weniger klar mit dem Partnerwert bei Frauen korreliert. Eine Frau mag zB Rechtsanwältin oder Managerin sein, aber das formt nicht unbedingt das eindeutige Bild einer Konkurrentin auf dem Partnermarkt für eine andere Frau. Wenn sie hingegen Model ist, dann hat das schon einen ganz anderen klang, denn Models stehen für Schönheit.

Der Umweg über den Messejob ist aber wenig glamourös:

Die Protagonistinnen des neuen Netzfeminismus, denen bereits der Satz „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen“ für eine #Aufschrei-Bewegung ausreicht, fänden an nur einem durchschnittlichen Tag auf der „CeBIT“, der „Boot“ oder der „Essener Motor Show“ Material für weitere 25 Grimmepreise. Ein Beispiel. Auch ich habe mich ein einziges Mal dazu überreden lassen, auf einer Messe zu arbeiten. Vor einigen Jahren hatte mich ein damals, vor Instagram, sehr beliebter Online-Bilderdienst für Europas größte Digital-Marketing-Messe gebucht. Meine Mitstreiterinnen und ich wurden mit einem lustigen, bauchfreien T-Shirt mit dem Bild eines süßen Hundepärchens ausgestattet, auf dem „Hübsche Möpse“ stand. So viel zum Humor, den man Entscheidern im Online-Marketing zuspricht. Unnötig zu erwähnen, dass wir die Messetage primär damit verbrachten, schelmisch grinsenden Fachbesuchern aus dem Weg zu gehen, die auf unsere Brüste starrend „ja, stimmt eigentlich, hehehe“ säuselten.

Der Unterschied dürfte damit zusammenhängen, dass man auf Modeshows üblicherweise für Frauen läuft und eine Statusfrau darstellen soll, während man auf den Messen häufig tatsächlich den „Male Gaze“ bedienen soll und das Produkt irgendwie mit „so werde ich interessant für schöne Frauen“ verbinden soll. Wenn es dann noch mit so billigen Witzen wie „hübsche Möpse“ gemacht wird, dann mag das noch mehr zu Sprüchen einladen.

Sie berichtet dann von einer Freundin, die sich auf solche Auftritte als Messehostess spezialisiert hat:

Eine meiner Lieblingsgeschichten ist ihr Ausflug auf eine Landwirtschafts-Messe in einem Vorort von Bielefeld. Ja, ich weiß. „Vorort von Bielefeld“ hört sich bereits so an, wie ganz schlechte Horrorfilme beginnen. Irgendwo zwischen der Stadt, die es nach der Überzeugung einiger Verschwörungstheoretiker gar nicht gibt und Bad Salzuflen stand sie in einem winzigen Minikleid vor einem riesigen neuen Mähdrescher, für den sich in drei Tagen genau eine Person interessierte.

Der Mähdrescher, so erklärte ihr ein ortskundiger Maisbauer, wäre fünf Mal so teuer wie alle Maschinen im Umkreis von 100 Kilometern zusammen und daher völlig unerschwinglich für jeden Messebesucher. Verkaufserfolge blieben also aus. Dafür erhielt sie aber eine Lektion von besitzergreifenden Dorfschönheiten, die der plötzlichen Konkurrenz als Messe-Highlight souverän mit Handtaschenklau und zerstochenen Reifen an Kayas Auto begegneten. Eine auf dem Dorf offensichtlich völlig legitime Reaktion darauf, dass die volltrunkenen männlichen Dorfjugendlichen Kaya eindeutig für die schönste Frau der Welt hielten und sie mal mehr, mal weniger subtil für eine Heirat oder zumindest ein verruchtes, sexuelles Abenteuer auf einem der zahlreichen Dixi-Klos gewinnen wollten.

Natürlich kann die arme Kaya gar nichts dafür, es ist eben ihr Job gut auszusehen und zu lächeln. Aber das bedeutet ja nicht, dass sie die anderen Frauen nicht dennoch für „eine miese Schlampe, die sich einbildet etwas besseres als wir zu sein und mit unseren Männern zu flirten“ halten können (um mal einen insoweit typischen Frauenvorhalt zu bringen). Und da kann es dann, wenn man in der direkten Konkurrenz nicht gewinnen kann, interessant sein, ihr auf anderem Wege eins auszuwischen.

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 21. September 2016

Selbermach Mittwoch 79 (21.09.2016)

Mittwoch, was gibt es neues?

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 21. September 2016

Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

Eine Diskussion mit dem „Bundesministerium für alles außer Männer“ brachte bezüglich der Frage, wer dort eigentlich überprüft, welche Benachteiligungen evtl für Männer bestehen, einen Verweis auf den „Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, der Gerade in Arbeit ist.

Dazu aus der Wikipedia:

Zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

Im April 2015 setzte Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Sachverständigenkommission zur Erstellung eines Gutachtens für den Zweiten Gleichstellungsberichts ein. Im Mai 2015 konstituierte sich die Kommission. Die Anwendung derLebensverlaufsperspektive im Ersten Gleichstellungsbericht machte die ungleiche Verteilung der Chancen und Risiken im Lebensverlauf von Frauen und Männern sichtbar. Insbesondere an entscheidenden Übergängen (z.B. in der Phase des Eintritts ins Berufsleben oder der Familiengründung) entstehen so nachteilige Folgen, die im weiteren Lebensverlauf soziale Geschlechterunterschiede verstärkt. Die Arbeit der Sachverständigenkommission unter Vorsitz von Eva Kocher knüpft an dieses zentrale Ergebnis und den daraus resultierenden Empfehlungen des Ersten Gleichstellungsberichts an. Ihre Aufgabe besteht nun darin, entscheidende Übergänge in den Blick zu nehmen und neue Impulse für die Gleichstellungspolitik in Deutschland zu geben. Anfang 2017 soll der Zweite Gleichstellungsbericht, der sich aus dem Gutachten der Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung zusammensetzt, veröffentlicht werden. Darüber hinaus wird die Bundesregierung eine Bilanz zum Stand der Umsetzung der Handlungsempfehlungen aus dem Ersten Gleichstellungsbericht erarbeiten.

Das ist sehr allgemein und nichtssagend. Interessanter ist wer mitarbeitet:

Die Sachverständigenkommission arbeitet ehrenamtlich und unabhängig. Sie setzt sich aus den folgenden zwölf Mitgliedern zusammen:

Eva Kocher (Vorsitz), Universität Frankfurt (Oder)
Thomas Beyer, Technische Hochschule Nürnberg
Eva Blome, Universität Greifswald
Holger Bonin, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)
Ute Klammer, Universität Duisburg-Essen
Uta Meier-Gräwe, Justus-Liebig-Universität Gießen
Helmut Rainer,ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München
Stephan Rixen, Universität Bayreuth
Christina Schildmann, Hans-Böckler-Stiftung
Carsten Wippermann, Katholische Stiftungsfachhochschule München und Delta-Institut für Sozialforschung
Anne Wizorek, Autorin, Beraterin für digitale Medien
Aysel Yollu-Tok, Hochschule für angewandte Wissenschaften München

Anne Wizorek ist klar und allen hier bekannt. Bei den anderen fällt mir zumindest auf den ersten Blick nichts ein. Es wäre interessant, wenn wir zu ihnen mal Informationen zusammentragen könnten, inwiefern es sich dabei um Ideologen handelt. Wenn nicht, dann wäre es vielleicht durchaus interessant, diese mal zu kontaktieren und sie auf bestimmte Ungerechtigkeiten, etwa die hier gesammelten, oder andere Studien, hinzuweisen. Einige Angabe zu den Personen finden sich auch hier

Aus der Wikipedia dazu:

Die Kommission besteht aus Expertinnen und Experten, die in der Wissenschaft, aber auch im öffentlichen Leben, in Politik, Verbänden oder der Wirtschaft zu gleichstellungspolitischen Themen arbeiten und forschen. Interdisziplinarität besteht auch in Hinblick auf den eingebrachten Sachverstand der Kommission, der verschiedene Forschungs- und Arbeitsfelder umfasst, wie u.a. Digitale Medien, Germanistik, Geschlechterforschung, Politikwissenschaften, Rechtswissenschaften, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften. Durch die erneute Berufung von Ute Klammer und Uta Meier-Gräwe wird darüber hinaus an die Arbeit der Sachverständigenkommission zum Ersten Gleichstellungsbericht angeknüpft.

Für die wissenschaftliche und organisatorische Unterstützung der Sachverständigenkommission wurde beim Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. eine „Geschäftsstelle Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung“ eingerichtet. Zu den Aufgaben der Geschäftsstelle mit Sitz in Berlin und Frankfurt/M. gehören u.a. die inhaltliche und organisatorische Vor- und Nachbereitung der Kommissionssitzungen, Foren und Fachgespräche. Darüber hinaus unterstützt sie die Kommission bei der Vorbereitung des Gutachtens.[3]

Die Geschäftsstelle finde ich sehr interessant:

Regina Frey

Dr. phil., Leitung, Politikwissenschaftlerin, zwölf Jahre gleichstellungspolitische Beratung für internationale Organisationen, Bundes- und Landesbehörden, Bildungseinrichtungen und NRO im Rahmen des genderbüros Berlin (www.gender.de). Schwerpunkte: Gleichstellungsstrategien, Entwicklungspolitik, Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, Strukturfonds, Personal- und Organisationsentwicklung.
Debora Gärtner

Volkswirtin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg; davor u.a. Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) (2013-2015) und in verschiedenen Positionen bei Rambøll-Management (2009-2012), einem Beratungsunternehmen für den öffentlichen Sektor im Bereich Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik (2009-2012). Schwerpunkte: Tarifverhandlungen, Arbeitsbewertung, Gender Pay Gap, Übergang Schule-Ausbildung/Beruf, Schulische Ausbildung und duale Ausbildung, aktive Arbeitsmarktpolitik.

Katrin Lange

Katrin Lange, Politikwissenschaftlerin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Schwerpunkte: Arbeitszeitsouveränität, gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Erwerbsleben, Entgeltgleichheit, Frauen in Führungspositionen in Deutschland, betriebliche Gleichstellungspolitik, gleichstellungsorientierte Digitalisierung in der Arbeitswelt, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit.
Sophie Rotino

LL.M., Volljuristin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin; während der Ausbildung lange aktiv beim Arbeitskreis kritischer Juristinnen und Juristen, bis 2014 Redakteurin und Autorin der rechtspolitischen Zeitschrift Forum Recht und des Grundrechte – Reports. Mitglied der Inhaltsgruppe des 41. Feministischen Juristinnentags (2015), davor Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle von Transparency International Deutschland (2015). Schwerpunkte: Kriminologie, Menschenrechte, insbesondere Völkerstrafrecht und Geschlecht, Aufenthaltsrecht, Rassismus in Polizei und Justiz, Feministische Rechtswissenschaft.

Sebastian Scheele

Soziologe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG), Technische Universität Berlin. 2003-2009 arbeitete er in der Politikberatung zu Gleichstellungspolitik am GenderKompetenzZentrum an der Humboldt-Universität Berlin. Danach war er als freier Wissenschaftler u.a. für verschiedene politische Stiftungen und am Deutschen Institut für Menschenrechte tätig. Schwerpunkte: Strategien der Gleichstellungspolitik, Genderkompetenz, Auseinandersetzung mit Antifeminismus, Männlichkeitsforschung, feministische und antirassistische Soziale Bewegungen.

Anne Stahlmann

Masterabsolventin der Haushalts- und Dienstleistungswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen, seit 2011 Mitarbeiterin am ISS-Frankfurt a.M. mit einem Schwerpunkt bei der Kinder- und Jugendhilfe (insbesondere Kindertageseinrichtungen, Mehrgenerationenhäuser); in den Jahren 2010 bis 2014 parallel zur ISS-Tätigkeit wissenschaftliche Hilfskraft in der Professur für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft der JLU Gießen.

Jessica Schon

Jessica Schon, Projektassistentin am ISS e.V. seit 2016 u.a. für die Geschäftsstelle Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Gelernte Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, mehrjährige Berufserfahrungen im sozialpolitischen Bereich.

Sebastian Scheele ist meine ich mit Heinz-Jürgen Voss am gleichen Lehrstuhl gewesen, Regina Fey könnte auch einigen hier bekannt sein. Auch die anderen sind interessant.

Mich würde es freuen, wenn wir hier in den Kommentaren mal ein paar Fakten über diese Besetzung diese Ausschusses und ihre dogmatische Einordnung zusammentragen könnten. Einmal um zu sehen, wie ideologisch er besetzt ist und dann auch um zu sehen, ob es sich lohnt bestimmte Leute anzuschreiben.

 

Wenn jeder ein paar Leute nachschlägt, dann sollte sich doch einiges an Informationen zusammenbringen lassen.

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 20. September 2016

#MÄNNERHASS Mansplaining – wenn Jungs dir die Welt erklären @suziegrime

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 20. September 2016

Jungs, die den Unterricht stören

Eine befreundete Lehrerin erzählt bei einem Treffen von einem stressigen Tag. Ein Schüler, 5 Klasse, sei super aggressiv, er störe immer alle und habe sich auch schon mit anderen Schüler geschlagen. Er hat keine Freunde in der Klasse, aber das wäre bei seinem Verhalten auch kein Wunder. Sie habe ihn jetzt mal beiseite genommen, ihn gefragt, warum er das mache, ob es Probleme zuhause gebe, aber er hat es auch nicht erklären können. Sie hat ihn dann ermahnt und ihm noch mal deutlich gemacht, dass es ernst wird, wenn er so weiter macht.

Nachmittags habe sie dann mit seiner Mutter telefoniert. Die hat einen ganz guten Eindruck gemacht, sie hat ihr gesagt, dass sie sich das auch nicht erklären kann, der Junge sei auch bei ihnen kaum zu bändigen. Irgendwie fühlt er sich wohl als Außenseiter. Die Mutter spricht gutes deutsch, der Mann aber wohl nur Russisch, deswegen werde auch dort nur russisch gesprochen. Der Vater sei wohl mitunter sehr darauf aus, dass der Sohn sich durchsetzt. Aber Gewalt, damit habe man gar nichts zu tun.

Er stört jedenfalls den Unterricht. Und wegen zwei anderer Jungs musste sie auch mit den Eltern telefonieren. Sie haben Stunden geschwänzt und auch den Unterricht gestört. Sie hat die Klasse gerade zum neuen Schuljahr übernommen und es müssen sich wohl noch alle finden.

„Alles Jungs, die stören?“ frage ich. „Ja“ bestätigt sie, die Mädchen seien wesentlich braver und einfacher. „Vielleicht muss man einen Weg finden, der da die Jungs besonders berücksichtigt?“ frage ich mal. „Tja, das ist schwierig, man hat ja die ganze Klasse zu managen, man kann versuchen, die mehr einzubinden, aber letztendlich hat man im Unterricht auch nicht so viel Möglichkeiten. Gerade bei den richtigen Störern ist es sehr schwer. Und natürlich sind auch die Lehrer nicht so unmotiviert, die loswerden. Die sind gerade neu auf der Realschule, wenn die eine schlechte Bewertung bekommen, dann gehen sie nächstes Jahr auf die Hauptschule. Das erklärt man ihnen alles und den Eltern auch. Mal sehen, ob es wirkt. Aber so schlimm findet man es natürlich auch nicht, wenn man danach eine ruhigere Klasse hat“

Auch das kann ich verstehen. Man schaut schon, dass man ihn etwas diszipliniert, versucht es über die passenden Kanäle, Eltern etc. Aber es ist auch menschlich, dass man eine ruhigere Arbeit möchte und ein Kind, bei dem man es versucht hat, auch nicht ungern gehen sieht.

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