Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 23. Juli 2016

Selbermach Samstag 196 (23.07.2016)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Dieser Beitrag ist Teil der feministischen Theoriewoche Teil 2: Widersprüche im Feminsmus.

Das heutige Thema ist

„“Frauen werden in Geschlechterrollen gezwungen, die für sie schädlich sind vs. Wenn Frauen mehr beteiligt werden, dann wird ihr Anderssein eine Menge Vorteile bringen“ 

 

Frauen sind gleichzeitig Opfer ihre Geschlechterrollen und Gleichzeitig sind diese ihre Stärke.

  • Mit Frauen gibt es keine Kriege, weil sie friedlicher sind (Sie wurden zu Geschlechterrollen erzogen, in denen sie Konflikte meiden und sich nicht durchsetzen)
  • Frauen sind komunikativer und persönlicher, sie setzen sich mehr für Mitmenschen ein (Frauen werden dazu erzogen die Carearbeit zu leisten und sich für alles verantwortlich zu fühlen)
  • Frauen gebären Leben und sind wie eine Mutter zu allen (Über die Mutterrolle werden Frauen unterdrückt)
  • Frauen sind frei von Statusstreben und Machoallüren (Frauen wird anerzogen genügsam zu sein und sie lernen nicht egoistisch oder durchsetzungsstark zu sein)

Ich denke anhand der Beispiele wird deutlich, was ich meine. Theoretisch versucht der Feminismus das wieder abzufangen, in dem er lediglich darauf abstellt, dass es dabei nur um Gruppenperspektiven geht und so Interessen von Frauen eher respektiert werden. Wenn diese dann aufgezählt werden, dann sind wir meist wieder darin, dass etwa diese „mehr Rücksicht auf die Kinderbetreuung nehmen“ während andererorts diese gleich wieder Mittel der Unterdrückung ist.

Lässt sich dieser Konflikt auflösen?

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 22. Juli 2016

Hypothesen und Fakten können nicht rassistisch oder voreingenommen sein (Gad Saad)

Dieser Beitrag ist Teil der feministischen Theoriewoche Teil 2: Widersprüche im Feminsmus.

Das heutige Thema ist

„“Die Erziehung der Frauen bewirkt, dass diese schwach sind vs. Frauen werden durch das Patriarchat gehindert, sind sonst aber genau so fähig und es ist reiner Sexismus, sie nicht nach oben zu lassen“ 

Der Feminismus leidet darunter, dass er Theorie eher als Versatzstück sieht und sie beliebig austauscht, solange es eine Unterdrückungsgeschichte rechtfertigt.

Dabei konkurrieren zwei Unterdrückungsgeschichten miteinander:

In der ersten werden bereits Mädchen so erzogen, dass sie später keine Chance haben. Hier wird alles verarbeitet, was Geschlechterunterschiede so hergeben: Mädchen spielen nicht mit dem richtigen Spielzeug, also können sie ihr räumliches Denken nicht trainieren, Jungen aber schon, deswegen sind sie später Physiker und Frauen nicht. Mädchen wird nichts zugetraut, Jungen aber schon, deswegen sind diese mutiger und experimentierfreudiger und entwickeln auch mehr Selbstvertrauen. Mädchen hören alle möglichen Vorurteile und sobald man sie daran erinnert, dass sie Mädchen oder später Frauen sind, fallen sie in sich zusammen und können gar nichts mehr, weil man ihnen beigebracht hat, dass Mädchen nichts können. Ihnen wurde beigebracht, dass Mädchen schlechter sind als Jungs, deshalb können sie als Frauen mit Männern nicht konkurrieren.

In der zweiten Unterdrückungsgeschichte haben wir hochkompetente Frauen, die in allen Bereichen genau so gut wären. Sie wären gute Führungspersönlichkeiten, sie wären in allen Punkten genau so gut wie Männer, aber das Netzwerk der Männer hält sie zurück und bösartige männliche Chefs (weiße heterosexuelle Männer allesamt) bremsen diese hochgradig fähigen Frauen aus, zum Nachteil der eigenen Firma und der Gesellschaft. Jeder Hinweis darauf, dass Frauen schlechter wären verbietet sich in dieser Geschichte. Natürlich würden Frauen gleich gut abschneiden, wenn sie nur die Gelegenheit hätten sich zu beweisen.

Das sich diese Geschichten ausschließen fällt dabei gar nicht auf. Wären die Frauen durch die Erziehung (die üblicherweise Frauen ausüben, aber das wäre ein weiterer Widerspruch) quasi „verkrüppelt“, dann bräuchte es keinen Sexismus, damit Männer die bessere Entscheidung wären. Die Männer wären dann tatsächlich besser. Die Generation derer, die nur mit Puppen, aber nicht mit Bauklötzen spielen durften, hätte bereits deswegen ein schlechteres räumliches Denken. Es wäre kein Sexismus zum Zeitpunkt des Studiums, dass sie keine Physiker werden, es wäre bereits weit vorher geschehen. Es wäre zu erwarten, dass Frauen in bestimmten Bereichen schlechter abschneiden, würden sie es nicht, dann wäre die Theorie, dass die frühe Erziehung ihnen den Weg verbaut widerlegt. Die Erziehung hätte dann keinen Einfluss. Wenn aber Frauen schlechter abschneiden, dann wäre es wiederum auch kein Sexismus, wenn man sie nicht einstellt. Es wäre vielmehr eine nachvollziehbare Entscheidung, dass man keine Person in diesen Positionen haben will, die sich als schlechter ansehen, wenn sie mit „Guten Tag Frau X“ begrüßt werden.

Das die Geschlechterrollen aber keinen Einfluss haben ist wiederum auch nicht denkbar im Feminimus. Man braucht also starke Frauen, die es aber den Geschlechterrollen nach nicht geben darf, denn diese erfordern ein Opfer.

Ist der Widerspruch auflösbar?

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 21. Juli 2016

#Freemilo

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 21. Juli 2016

Feministische Theoriewoche II: „Das Private ist politisch“ vs. „Choice Feminismus“

Dieser Beitrag ist Teil der feministischen Theoriewoche Teil 2: Widersprüche im Feminsmus.

Das heutige Thema ist

„“Das Private ist politisch“ vs. „Choice Feminismus““ 

Dabei geht es darum, dass der Feminismus sich einerseits dafür ausspricht, dass jede Frau so handeln kann wie sie will und frei sein soll von Rollenzuweisungen, gleichzeitig aber bestimmte Verhaltensweisen anfordert und als richtig ansieht, weil sie einer Befreiung der Frau aus einer bestimmten Rolle dienen.

Ein entgegenstehendes Verhalten ist dann falsch, es darf kritisiert werden, es darf gefordert werden, dass man dieses Verhalten Frauen erschwert, weil ein anderes Verhalten richtig ist.

Und das gilt natürlich auch für Männer. Auch diese müssen sich daran halten, dass das private politisch ist und dürfen sich nicht so verhalten, wie sie wollen, sondern so, wie es richtig ist. Es gilt sogar noch mehr für sie.

Der Feminismus stellt sich einerseits als eine Ideologie dar, die von Verhaltenszwängen befreit, aber gleichzeitig fordert sie gewisse Verhaltensweisen, weil nur eine wirklich befreite und moralische Position ein bestimmtes Verhalten zeigen würde und jedes andere Verhalten ausschließen würde, weil es falsch ist. Allenfalls kann man den Zwang entkommen, wenn man bestimmte Verhaltensweisen ausdrücklich unter Hinweis darauf, dass man ihre unterdrückende Wirkung kennt, aber sie trotzdem, quasi als Wiederaneignung dieses Prozesses für die Frau an sich betreibt, um sie von ihrer unterdrückerischen Wirkung zu reinigen. Dann wieder kann eine befreite Frau auch Spass daran haben, zB im Sex der unterwürfige Sexsklave eines Mannes zu sein, soweit klar ist, dass sie das aus einer feministischen Position macht. Diese wiederum kann natürlich jede Feministin nach belieben anzweifeln und darauf abstellen, dass das private Politisch und so etwas zu unterlassen ist, da es nicht Ausdruck des freien Willens ist.

Beide Positionen scheinen mir unausweichlich in einem Dauerkonflikt zu liegen, der sich nie auflösen lässt. Kann in solchen Fällen eine klare Position gefunden werden?

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 20. Juli 2016

Selbermach Mittwoch 70 (20.07.2016)

Für alle, die nicht im Urlaub sind

(Wer aus dem Urlaub kommentiert ist natürlich auch gerne gesehen)

Dieser Beitrag ist Teil der feministischen Theoriewoche Teil 2: Widersprüche im Feminsmus.

Das heutige Thema ist

„Das Patriarchat schadet auch den Männern vs. Männer sind nicht unterdrückt“ 

Das Patriarchat oder die hegemoniale Männlichkeit ist eine Geheimorganisation mittels der Frauen in einer freien Demokratie mit geheimen Wahlrecht trotz Mehrheit unterdrückt werden. Sie wird irgendwie dadurch aufrechterhalten, dass sie für einige Männer günstiger ist (die hegemonialen Männer) aber jedenfalls auch allen Männern Privilegien zuweist. Wenn auf Nachteile für Männer hingewiesen wird, dann soll das aber wiederum keine Diskriminierung sein, sondern es erfolgt schlicht ein Hinweis darauf, dass das Patriarchat ja auch Männern schadet und diese daher schleunigst Feminsten bzw. Allies werden sollten, um das Patriarchat zu stürzen, dass allen Männern Privilegien gibt.

Es darf jedenfalls in diesem System nichts geben, was schlicht ein Nachteil für Männer ist und was Frauen zugute kommt und deswegen kann bewusst als gesellschaftliche Struktur von ihnen gefördert wird, wo sie also ihre Macht ausüben. Denn Frauen sind obwohl sie eine Mehrheit in einer Demokratie haben vollkommen ohne jegliche Macht und Politiker oder Betriebe könnten gar nicht auf die Idee kommen um die Gunst dieser machtlosen Kreaturen zu buhlen. Denn das ist in einem Patriarchat unmöglich, da haben bestimmte Männer alle Macht und Männer müssen ihre Privilegien hinterfragen, aber trotzdem Feminist werden.

Lässt sich der Widerspruch auflösen?

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 19. Juli 2016

Giorgos Mazonakis – Summer in Greece

 

(Lyrics)

Dieser Beitrag ist Teil der feministischen Theoriewoche Teil 2: Widersprüche im Feminsmus.

Das heutige Thema ist

„Internalisierter Sexismus vs. Frauen wollen etwas anderes als der Feminismus“ 

Dabei geht es darum, dass der Feminismus es sich sehr einfach macht, indem er Übereinstimmung mit dem Feminismus als Erkenntnis dessen, was Frauen eigentlich wollen und als Befreiung bezeichnet, aber alles, was nicht im Übereinstimmung mit dem Feminismus von Frauen gewollt wird als internalisierter Sexismus abtut, den die Frauen verinnerlicht haben sollen.

Das an sich ist noch kein Widerspruch, es wäre sogar eine mögliche Erklärung. Das Problem ist, dass der Feminismus kein wirkliches Unterscheidungsmerkmal bereitstellt, welches eine Kontrolle der Entscheidung ermöglicht. Die Zuweisung erfolgt alleine danach, ob das Verhalten zu dem passt, was der Feminismus für richtig hält bzw was er nicht als frei ansieht.

Die Frau wird in allen Punkten, die unter internalisierter Sexismus fallen als jemand dargestellt, der dumm den Vorgaben der Gesellschaft folgt und einen Hass auf sich selbst entwickelt hat, der ein abweichen von diesen Regeln unmöglich macht, selbst wenn diese bedeuten, dass jede dritte Frau vergewaltigt wird.

Ist das Ergebnis feministisch genehmigt, dann wandelt sich die gleiche Frau plötzlich in jemanden, der die gesellschaftlichen Regeln klar erkennt und sich aus der Unterdrückung befreit hat.

Lässt sich der Widerspruch zwischen den dummen Frauen und den befreiten Frauen auflösen?

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