Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 29. März 2017

Selbermach Mittwoch 106 (29.03.2017)

Was, außer Hosentaschen, gibt es noch interessantes?

Es ist einer dieser aus meiner Sicht unglaublich dummen Artikel, bei denen ich mich immer wieder frage, wie man so etwas vertreten kann:

Man kann es sich einfach machen und dem Internetorakel gutefrage.net vertrauen. Demnach sind Hosentaschen für Frauen nur deswegen kleiner als bei Männern, weil deren Hände nicht so groß sind. Eine Erzählweise, die ablenkt und dem Handtaschenkartell gefallen würde. Tatsächlich ist der Sachverhalt komplexer, krimineller. Hinter jeder Hosen­tasche einer Frau steht ein Handtaschenhersteller, der gerissen die Fäden zieht.

Es geht um Macht, um Geld, um Einfluss. Und einen bis in die letzte Faser kapitalistischen Geheimbund, der es über die Jahre geschafft hat, enormen Einfluss auf etwa die Hälfte der Gesellschaft zu entwickeln. Opfer ist die Frau.

Mafiöse Strukturen üben ständig Druck auf die Hosentaschenlobby aus. Ja, diese Lobby gibt es wirklich, nur ist sie schlecht organisiert. Frauen aller Länder, vereinigt euch! Sprechen Sie mal eine x-beliebige Frau auf ihre Hosentaschen an. Nach einem kurzen, verständlichen Moment der Verwirrung werden Sie schnell feststellen, dass ihr das Problem vertraut ist und sie in Rage bringt.

Ich habe extra zweimal geschaut, ob da irgendetwas von Satire steht oder ob man es sonst irgendwie unter Humor einordnen kann, aber es scheint mit tatsächlich ernst gemeint zu sein. Ich habe über die „Hosentaschenverschwörung“ auch schon an anderer Stelle gelesen und es scheint mir als würden Feministen tatsächlich davon ausgehen, dass da ein Handtaschenkartell sich gegen Frauen verschworen hat.

„Put some real fucking pockets on my pants“, fordert die amerikanische YouTuberin „Hollishillis“. Gebt ihr doch verdammt noch mal endlich echte Hosentaschen! Per Definition sind echte Hosentaschen zum Unterbringen von Dingen bestimmt, die jemand bei sich tragen möchte. Frauenhosentaschen allerdings sind nicht dazu da, diesen Zweck zu erfüllen. Frauenhosentaschen sind dafür viel zu klein. Sie taugen höchstens zum Fingernägelaufwärmen.

Obwohl alle Frauen dieses Platzproblem teilen, gehen nur wenige auf die Barrikaden, um für mehr Platz in ihren Hosentaschen zu kämpfen. Das Handtaschenkartell legt beruhigt den kleinen Finger in den Mundwinkel und lacht sich eins.

Weil sie eben Handtaschen haben. Das sich die Hosen mit großen Taschen nicht verkaufen, weil Frauen sich selbst so entscheiden kommt erstaunlicherweise in dem Text nicht vor. Stattdessen ist eine Youtuberin plötzlich die Stimme aller Frauen.

Dieses hatte schon vor etwa 150 Jahren damit angefangen, stetig seine Macht auszubauen. Sowohl Handtaschenkarteller als auch Hosentaschenlobbyisten unterwarfen sich einem gesellschaftlichen Diktat: „Je zierlicher die Frau, desto attraktiver.“

Oder das ist schlicht so und die Frauen wollten gerne attraktiver wahrgenommen werden (intrasexuelle Konkurrenz lässt grüßen) und sind daher und weil sie eh mehr mit sich herumtragen mussten (von Schminkzeug bis Tampons oder Binden) eher auf Taschen ausgewichen.

Handtaschen entwickelten sich danach indirekt pro­portional zu den Hosentaschen. Je größer die Tasche am Arm, desto kleiner die Tasche am Bein. Je größer die Tasche am Arm, desto zierlicher erscheint die Frau. Es war nur eine Frage der Zeit, bis erste Handtaschenhersteller die Chance witterten und ihre Marktmacht durch Hand- und zusätzlich Zu-kleine-Hosentaschen-Verkauf sicherten. Die Hosentasche machte sich überflüssig. Sie ließ sich vom Handtaschenkartell abschaffen.

Da hat jemand nicht verstanden, wie Kapitalismus funktioniert. Das Handtaschenkartell kann Hosentaschen eben gerade nicht verbieten. Wenn ein enormer Bedarf an großen Hosentaschen bestehen würde, dann würde irgendjemand sie herstellen oder Frauen würden eben zB auf entsprechende Hosen ausweiche, die es natürlich gibt, zB diese oder diese  zurückgreifen.

Heute ist die „Skinny Jeans“ eine der meistgetragenen Frauenhosen, die Hüfthose ist etabliert. Deren Kreateuren geht es vor allem darum, dass der Arsch gut aussieht und die Waden nicht zu krass spannen. Eng ist gut, und für Taschen, in die etwas hineinpasst, das die Hüften ausbeult, ist in der Hose kein Platz. Die Handtasche übernimmt den Rest: Portemonnaie, Schlüsselbund und, wenn nötig, ein umfangreiches Survival-Kit.

Und den Käuferinnen geht es wahrscheinlich ebenso darum, dass es gut aussieht. Was ja auch ein Wert für sich sein kann.

Doch es gibt sie, die Frauen, die immer wieder versuchen, das zu ändern. Mit Hosen. Mit anderen Hosen. Die Sängerinnen Lady Gaga oder die Schauspielerin Selena Gomez tragen sie „highwaisted“, das heißt weit über den Hüften, sodass reichlich Platz für fette Hosentaschen ist. Es sind Hosen, die nach einer Deklination von Beziehungs- und Verwandtschaftsstatus klingen. Sie heißen Mom-, Girl­friend- oder Boyfriend-Jeans. Modemagazine schreiben ihnen in den Beipackzettel: „Derartige Jeans lassen das Hinterteil breiter und flacher wirken. Sie sollen möglichst unmodisch aussehen und verlangen deswegen ordentlich Selbstbewusstsein.“

Die High Waist Hosen sind meines Wissens nach nicht durch Hosentaschen bekannt geworden. Sie werden ebenfalls aus rein modischen Aspekten getragen, wohl auch weiterhin mit Handtasche. Ich persönlich finde sie stehen den allermeisten Frauen nicht, es wäre interessant, ob Frauen vielleicht den Aspekt, dass sie die Beine länger wirken lassen eher attraktiv finden als Männer oder ob es geradezu ein Costly Signal unter Frauen ist, solche Hosen zu tragen. Dagegen spricht, dass viele Frauen sie tatsächlich hübsch finden, was ich nach wie vor nicht verstehe. Es würde mich aber tatsächlich mal interessieren, ob sie überhaupt tiefere Taschen haben.

Selbstbewusstsein, das die Hosentaschenlobby auch gebrauchen kann. Es geht nicht darum, einen Geschäftszweig zu zerstören, sondern darum, einen zu stärken. Eine starke Hosentaschenlobby bedeutet Freiheit. Die Freiheit der Frau, selbst zu wählen, ob sie Wertsachen oder was auch immer in ihre Hosentaschen steckt oder in eine Handtasche packt. Es geht um die Befreiung aus der Unmündigkeit. Wer künftig eine Handtasche tragen will, soll dies tun, aber selbstverschuldet und nicht durch den Einfluss eines unbändigen Handtaschenkartells, das sich die Verkäufe durch zu kleine Hosentaschen sichert.

Ich finde es ja schon deswegen so erstaunlich, dass man so etwas wirklich glauben kann, weil jeder, der wirklich meint, dass Frauen nach tieferen Taschen lechzen, die nur eine Handtaschenmafia verhindert, ein unglaubliche Geschäft wittern müsste. Heutzutage kann jeder in China Kleidung herstellen lassen und Jeans sind nicht gerade kompliziert. Man nehme ein gewisses Kapital, welches bei einer so brillianten Idee ja leicht zu beschaffen sein sollte, stelle nach gängigen Schnittmustern Jeans her, in die man einfach tiefere Taschen macht, mache etwas Werbung und starte mit ein paar Geschäften in großen Städten und schon müssten einem die Frauen die Hosen aus der Hand reißen. Ich hatte bereits an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass diese geschäftliche Zurückhaltung des Feminismus unerklärlich ist, sie lassen, wenn sie tatsächlich daran glauben, Geld auf der Straße liegen.

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 28. März 2017

Erwartung und Realität: Wer wird eher Opfer eines Tötungsdelikts, Männer oder Frauen?

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 28. März 2017

„Es sollte illegal sein, Hausfrau zu sein“

Ein Artikel, in dem die Verfasserin der Meinung ist, dass es illegal sein sollte, Hausfrau zu sein, hat bereits für einiges an Aufruhr gesorgt. Es geht um folgende Passagen:

Zunächst führt sie an, dass es einige Diskussionen gab, als eine Behörde anführte, dass das Potential von Frauen für die Wirtschaft verlogen geht:

“One of the areas of greatest untapped potential in the Australian labour force is inactive and/or part-time working women, especially those with children,’’ concluded the landmark study. “There are potentially large losses to the economy when women stay at home or work short part-time hours.’’

Right on cue, hysteria ensued, with commentators from coast to coast howling in indignation at the very idea that the uppity OECD would insinuate Australia might have a tiny bit of a problem with our female workforce participation rates.

For days you couldn’t walk past a television, radio or computer screen without encountering a defensive rant about how the most valuable work a woman can do involves nappies, play-doh, and a strict adherence to only leaving the family home during the hours of 9am to 5pm to attend playgroup or a similar non-work sanctioned activity.

And then we wonder why Australia continues to languish in the bottom third of OECD member states when it comes to female employment. It’s no mystery; our collective support for working women makes Donald Trump’s cabinet look like Women’s March HQ by comparison.

In der Tat gibt es natürlich auch eine „Mütterlobby“, die auf alle Abwertungen des „Mutterberufs“ höchst allergisch reagiert. Das kann eine gefährliche Zwickmühle entstehen lassen, in der man den „Beruf der Mutter“ als ungemein wichtig ansehen muss, gleichzeitig aber auch dafür sein muss, dass Frauen im gleichen Maße in Führungspositionen vertreten sind. Das kann der Versuch einer Quadratur des Kreises sein, denn wenn die Mutterschaft eben unersetzbar ist und viele Frauen das entsprechend machen und sei es nur über Teilzeit oder so, dass sie eben keine Überstunden machen und zu aufwändige Jobs nicht antreten, dann fehlen diese Frauen eben schlicht für Führungspositionen.

Sie führt dann auch erst einmal an, dass sie die Arbeit der Eltern sehr wichtig findet und das ihr bewusst ist, dass Frauen das Leben verändern. Danach leitet sie über:

Once again, there is nothing wrong with this. In fact, that time at home should be a privilege afforded to more new mums, which is why a few years back I was a lone voice in supporting Tony Abbott’s grossly misunderstood and thus ill-fated paid parental leave scheme, which proposed all female employees receive their normal salary for six months.

So it’s not as simple as suggesting that the OECD’s rallying call to utilise the potential of stay-at-home mums is an insult to mothers — on the contrary, it is the desperately needed voice of reason that Australians cannot afford to ignore.

Rather than wail about the supposed liberation in a woman’s right to choose to shun paid employment, we should make it a legal requirement that all parents of children of school-age or older are gainfully employed.

Da geht es, wenn ich es richtig verstanden habe, sogar nur darum, unter welchen Umständen sie soziale Leistungen oder Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen können und inwiefern sie dafür im Gegenzug dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Das geht aus den folgenden Absätzen hervor:

The OECD was right to criticise the double standards applied to Australia’s work-search rules regarding welfare benefits. While young people face strict criteria when seeking to access the dole, those aged over 50 can still receive it despite not looking for a job by citing 15 hours volunteer work a week.

The double standards are even greater for stay-at-home mums, with governments of all persuasions traditionally wary to tackle the unfair tax concessions enjoyed by one-income households for fear of inciting voting fury. (No doubt they refer to Abbott’s aforementioned paid parental leave scheme as a cautionary tale).

Da würde man bei uns an die gemeinsame Veranlagung denken und den Umstand, dass dadurch eben auch ein erheblicher Steuervorteil besteht, gerade dann, wenn die Frau nicht arbeitet. Und anscheinend will sie diese Pflicht auch erst ab dem „Schulalter“ der Kinder, bei uns also ab ca. 6 Jahren.

Es ist immer schwer, über ein Rechtssystem zu reden, von dem man nichts weiß. Ich habe keine Ahnung, welche Regelungen in Australien gelten. Aber in Deutschland gelten im Unterhalt zumindest grundsätzliche Erwerbsobliegenheiten ab dem 3 Lebensjahr, allerdings in Abhängigkeit von Betreuungsmöglichkeiten etc. Ich denke mal auch sozialhilferechtlich wird von einer Mutter ab einem gewissen Alter erwartet werden, dass sie wieder arbeitet, wenn sie sozialleistungen will. Ein googlen der Regeln dafür ergab:

Sozialhilfe: Leistungen für Alleinerziehende
Alleinerziehende Eltern von Kindern unter 15 Jahren, die hilfebedürftig sind und nicht das Arbeitslosengeld II erhalten, können mit Sozialhilfe unterstützt werden. Voraussetzung ist, dass sie nicht mehr als drei Stunden pro Tag erwerbstätig sein können, aber auch noch nicht voll erwerbsgemindert sind. Zudem dürfen sie nicht älter als 65 Jahre alt sein.

Mehrbedarfszuschlag für Alleinerziehende
Wie auch andere Sozialempfänger erhalten Alleinerziehende je nach Lebenslage und Bedarf unterschiedlichste Sozialhilfen. Zusätzlich zur Regelleistung wird ihnen außerdem ein Mehrbedarfszuschlag für ihre Kinder gewährt. Die Höhe des Zuschlags richtet sich nach Alter und Anzahl der Kinder.
Bei einem Kind unter sieben Jahren oder bei zwei oder drei Kindern unter 16 Jahren gibt es 36 Prozent der Regelsatzleistung für Alleinstehende dazu. In allen anderen Fällen gibt es pro Kind einen Zuschlag von zwölf Prozent, der jedoch in der Summe die Obergrenze von 60 Prozent der Regelleistung nicht überschreiten darf. Im Einzelfall kann der Mehrbedarf auch als höher oder tiefer eingestuft werden.

In dem Artikel heißt es weiter:

But it’s time for a serious rethink of this kid-glove approach to women of child-bearing and child-rearing age. Holding us less accountable when it comes to our employment responsibilities is not doing anyone any favours. Not children, not fathers, not bosses — and certainly not women.

Only when the female half of the population is expected to hold down a job and earn money to pay the bills in the same way that men are routinely expected to do will we see things change for the better for either gender.

Only when it becomes the norm for all families to have both parents in paid employment, and sharing the stress of the work-home juggle, will we finally have a serious conversation about how to achieve a more balanced modern workplace.

Only when the tiresome and completely unfounded claim that “feminism is about choice” is dead and buried (it’s not about choice, it’s about equality) will we consign restrictive gender stereotypes to history.

So long as we as a nation cling to the lie that only a stay-at-home mum is best placed to assume the responsibilities of caregiver then working fathers will continue to feel insecure about stepping off the corporate treadmill to spend more time with their children.

It’s not good enough — and only when we evenly divide the responsibility for workplace participation between the two genders will we truly see a more equitable division between men and women in all parts of Australian life.

Ich denke, dass sie da Recht hat. Es gilt der alte Spruch von Beauvoir: 

No woman should be authorized to stay at home to raise her children. Society should be totally different. Women should not have that choice, precisely because if there is such a choice, too many women will make that one. It is a way of forcing women in a certain direction.

Wer will, dass Frauen mehr in die Berufswelt einsteigen, der muss es ihnen erschweren, dort auszusteigen. Alle Regelungen, die Frauen entsprechende Freiräume geben und dies finanziell unterstützen sind dann kontraproduktiv. Ich bin sicher, dass selbst dann ein Gender Pay Gap bliebe und auch Männer eher in Führungspositionen wären, aber Frankreich mit seiner in der Hinsicht anderen Einstellung, was Fremdbetreuung angeht macht deutlich, dass man da gesellschaftlichen Druck ausüben könnte.

Natürlich muss man sich dabei auf erheblichen Widerstand gefasst machen, sowohl von Frauen, die eben Mütter sein wollen als auch von Leuten allgemein, die an dem bisherigen Leben und den Steuervorteilen festhalten wollen.

Weswegen Politiker von allem Druck in diese Richtung eher die Finger lassen.

Eine interessante Sicht darauf findet sich auch hier:

As long as women with children put family first, feminists’ utopian vision for gender equality—where 50 percent of women hold top corporate and government positions right along with men—will never be achieved.

And they’re right, of course. It won’t. The mistake is in thinking most women care. The research shows, unequivocally, that they do not.

I remember my mother telling me, more than once, that when she attended her graduate school reunion at Radcliffe, one of the female professors gave a lecture about work and family and said women would need to deal with children as an “intrusion” in their lives.

That really stuck with my mother, who hailed from the Greatest Generation and who had great respect for motherhood.

So does Camille Paglia, the Baby Boomer feminist who parts ways with her ilk when it comes to the awesome nature of biology and human desire.

In her new book, „Free Women, Free Men,“ Paglia explains that feminists have zero regard for procreation. “Feminist ideology has never dealt honestly with the role of the mother in human life,” she writes.

Indeed it hasn’t. The truth is, women change when they have children. They care less about what they do for a living and more about how their children are faring. They also realize they’re needed at home in a visceral and primal way.

Fathers care just as much about their children, of course, and they too are needed at home. But men and women are different. Men have a visceral need to provide for and protect their families, whereas women are more invested in the home. Naturally, this is major a roadblock for so-called gender equality. Feminists need women to care less about the home and their kids than they do.

And women aren’t listening.

According to Pew Research Center, approximately 30 percent of married mothers with children at home are not employed. Of the remaining 70 percent who are employed, at least half of those mothers work part-time or far less than their husbands do. Even mothers who do work full-time do not put in the kind of overtime men typically do.

Asked what they value most in a job, working mothers say they’re more concerned with having a flexible schedule than they are with more pay or prestige.

Even the ‘breadwinner moms’ we heard so much about in 2013 don’t represent what feminists wish they did. Single mothers represent 63 percent of this group, which makes the share of married breadwinner moms considerably smaller than people were led to believe. It has jumped considerably—from 4 percent in 1960 to 15 percent in 2011—but it hardly represents the norm.

That’s why feminists are so frustrated. They can’t get women to do what they want.

The stubborn fact is that a woman’s desire to work for pay, once she has children, is not synonymous with a man’s. Even today, parents “split up paid and domestic work along gendered lines because that’s what most of them want to do,” writes Ashley McGuire of Institute for Family Studies.

If feminists like Le Marquand don’t like this fact, that’s too bad—but they’ll have to take it up with Mother Nature. A quick note of warning, though.

She always wins.

Dass Frauen diese Gleichheit um den Preis der Einschränkung der Familie gar nicht wollen, dass scheint mir auch eine der wesentlichen Probleme zu sein. Die Vision der Gleichheit mag gut klingen – aber der einzelnen Frau sind die Kosten dafür entschieden zu hoch

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 27. März 2017

Verbrechern beizubringen, dass sie keine Verbrechen begehen sollen klappt nicht

Aus meiner Sicht einer der größten Schwachpunkte des feministischen Ansatzes „ich muss mich nicht schützen, die müssen lernen, dass das Verhalten nicht okay ist“: Die Leute handeln auch dann, wenn sie wissen, dass etwas verboten ist.

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 27. März 2017

Warum will die Linke die Wiederbelebung der Apartheid?

Matt Ridley schreibt etwas zu dem Trend innerhalb der linken Theorie im Rahmen der Intersektionalität auf Identitätspolitik zu setzen:

The student union at King’s College London will field a team in University Challenge that contains at least 50 per cent “self-defining women, trans or non-binary students”. The only bad thing Ken Livingstone could bring himself to say about the brutal dictator Fidel Castro was that “initially he wasn’t very good on lesbian and gay rights”. The first page of Hillary Clinton’s campaign website (still up) has links to “African Americans for Hillary, Latinos for Hillary, Asian Americans and Pacific islanders for Hillary, Women for Hillary, Millennials for Hillary”, but none to “men for Hillary”, let alone “white people for Hillary”.

Since when did the left insist on judging people by — to paraphrase Martin Luther King — the colour of their skin rather than the content of their character? The left once admirably championed the right of black people, women and gays to be treated the same as white, straight men. With only slightly less justification, it then moved on to pushing affirmative action to redress past prejudice. Now it has gone further, insisting everybody is defined by his or her identity and certain victim identities must be favoured.

Given the history of such stereotyping, it is baffling that politicians on the left cannot see where this leads. The prime exponents of identity politics in the past were the advocates of apartheid, of antisemitism, and of treating women as the legal chattels of men. “We are sleepwalking our way to segregation,” Trevor Phillips says.

Identity politics is thus very old-fashioned. Christina Hoff Sommers, author of Who Stole Feminism, says equality feminism — fair treatment, respect and dignity — is being eclipsed in universities by a Victorian “fainting couch feminism”, which views women as “fragile flowers who require safe spaces, trigger warnings and special protection from micro-invalidations”. Sure enough, when she said this at Oberlin College, Ohio, 35 students and a “therapy dog” sought refuge in a safe room.

It is just bad biology to focus on race, sex or sexual orientation as if they mattered most about people. We’ve known for decades — and Marxist biologists such as Dick Lewontin used to insist on this point — that the genetic differences between two human beings of the same race are maybe ten times as great as the average genetic difference between two races. Race really is skin deep. Sex goes deeper, for sure, because of developmental pathways, but still the individual differences between men and men, or women and women, or gays and gays, are far more salient than any similarities.

Ich bin ebenfalls der Ansicht, dass Gruppenbildung der schlechteste Weg ist, um eine bessere Welt zu schaffen. Gruppen gegeneinander zu stellen und künstliche Graben zu errichten, in denen man darauf abstellt, dass eine Seite der anderen Seite etwas wegnimmt ist einer der sichersten Weg Hass und Mißtrauen zu errichten und Einigkeit und ein „Wir Gefühl“ zu verhindern. Wer einer Gruppe beständig vorhält, dass sie schlecht ist und die Leute von einander abgrenzt, der wird wenig Gutes erreichen. Genau das ist aber das Grundmodell intersektionaler Theorien: Gruppenidentitäten fördern und Gegenspieler (die Privilegierten und die Nichtprivilegierten) benennen. Dann noch eine Umumkehrbarkeit dieser Gruppen und eine Einteilung in Gut und Böse vornehmen und das Desaster ist perfekt. Die einen bauen eine Opferidentität auf, die anderen fühlen sich zu Unrecht als Täter dargestellt und beide Fronten verhärten sich.

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 26. März 2017

Saarlandwahl 2017

Derzeitige Hochrechnung:

Die CDU liegt bei 40,4 Prozent, die SPD bei 30,1 Prozent, Die Linke bei 12,9 Prozent und die AfD bei 5,9 Prozent. Grüne, FDP und die Piraten verpassen weiterhin den Einzug.

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 26. März 2017

„Sexuelles Fanatasieobjekt und Machtfantasie“

Eine paar Tweets zeigen verkürzt eine sehr typische Argumentation:

Verkürzt geht es um folgendes:

  • Feministen führen an, dass Frauen als Sexobjekte dargestellt werden
  • Männer führen an, dass Männer auch stark sexualisiert dargestellt werden, etwa muskelbepackte Helden
  • Feministen führen an, dass die muskelbepackten Helden nicht für die Frauen da sind, sondern für die Männer als Identifizierungsfläche.

Ich hatte zu „Barbie vs. He-Man“ schon mal folgendes ausgeführt:

He-Man ist aus meiner Sicht weniger ein Schönheitsideal als ein Ausdruck eines Helden mit viel Status, der wohl eher auf intrasexuelle Konkurrenz, also Konkurrenzkampf unter Männern ausgerichtet ist. Deswegen bekämpft er sich ja auch mit einer feindlichen Gruppe, Skeletor und Co.

Das zeigt die verschiedene Ausrichtung der Geschlechter eigentlich ganz gut. Bei Frauen ist Schönheitwichtiger, bei Männern Status und Bestehen in der intrasexuellen Konkurrenz. Danach richten sich auch die Spielpräferenzen.
Der Einwand, dass beide Geschlechter mit Puppen spielen, bei Männern würde man sie nur einfach Action-Figuren nennen, geht insofern an der Sache vorbei. Denn die Spielzeuge von Männern und Frauen sind eben nach deren Präferenzen im Schnitt ausgerichtet und dabei wollen eben Mädchen häufiger als Jungen Schönheit, Pflege, Miteinander und Gesellschaft spielen und Männer intrasexuelle Stellvertreterwettkämpfe austragen. Dazu ist eben He-Man besser geeignet als Barbie, Playmobil-Ritter besser als My Little Pony etc.

Das He-Man über sein relativ weiches Alter Ego Prinz Adam ein ziemliches Weichei sein kann macht insofern eine Identifikation oder ein Träumen von der Heldenrolle nur einfacher.

Sowohl die Darstellung leicht bekleideter Frauen als auch muskelbepackter Männer kann insofern sowohl intrasexuelle Konkurrenz ansprechen als auch auf das andere Geschlecht ausgerichtet sein. Letztendlich ist das schlicht eine Frage der Zielgruppe auf der einen Seite und der Frage, mit was der Einzelne sich identifizieren kann. Es gibt sicherlich auch Frauen, die sich gerade mit einer Darstellung wie oben identifizieren könnten. Für sie wäre es auch eine „Power Fantasy“. Anderen wäre es zu sexuell.

 

 

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 25. März 2017

Selbermach Samstag 231 (25.03.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 25. März 2017

Geschlechtertypisches Verhalten und sexuelle Orientierung

Eine interessante Studie hat geschlechtertypisches Verhalten und sexuelle Orientierung verglichen:

Abstract Lesbian and gay individuals have been reported to show more interest in other-sex, and/or less interest in same-sex, toys, playmates, and activities in childhood than heterosexual counterparts. Yet, most of the relevant evidence comes from retrospective studies or from prospective studies of clinically-referred, extremely gender nonconforming children. In addition, findings are mixed regarding the relationship between childhood gender-typed behavior and the later sexual orientation spectrum from exclusively heterosexual to exclusively lesbian/gay. The current study drew a sample (2,428 girls and 2,169 boys) from a population-based longitudinal study, and found that the levels of gender-typed behavior at ages 3.50 and 4.75 years, although less so at age 2.50 years, significantly and consistently predicted adolescents’ sexual orientation at age 15 years, both when sexual orientation was conceptualized as two groups or as a spectrum. In addition, within-individual change in gender-typed behavior during the preschool years significantly related to adolescent sexual orientation, especially in boys. These results suggest that the factors contributing to the link between childhood gender-typed behavior and sexual orientation emerge during early development. Some of those factors are likely to be nonsocial, because nonheterosexual individuals appear to diverge from gender norms regardless of social encouragement to conform to gender roles.

Quelle: Childhood Gender-Typed Behavior and Adolescent Sexual Orientation: A Longitudinal Population-Based Study

Ein Ergebnis, welches nach den biologischen Theorien, nach denen die sexuelle Orientierung und das geschlechtertypische Verhalten insbesondere durch pränatales Testosteron hervorgerufen werden und später unter der Wirkung der Sexualhormone, insbesondere auch Testosteron weiterentwickelt wird, gut zu erklären ist. Es ist allerdings aus meiner Sicht weit aus schwieriger mit sozialen Theorien zu erklären.

Yeyo dazu:

Wie er richtig anmerkt kann man auch überlegen, ob andere Kausalitäten vorliegen: Es könnte auch sein, dass tatsächliche geschlechteruntypisches Spielen schwul macht. Das wäre allerdings eine Interpretation, welche die meisten Genderfeministen wohl eher nicht vertreten werden wollen, da sie sehr konservativen Kreisen und ihren Ideen, dass man Kinder eben möglichst mit den für ihr Geschlecht typischen Spielzeug spielen lassen sollte, entspricht.

Es zeigt, folgt man der Theorie, dass beides – Geschlechteruntypisches Spielen und eine von der Norm abweichende Sexualität – auf einem gemeinsamen Grund beruht, nämlich den Hormonen, aber auch gut, wie dieser weit verbreitete Irrtum, dass das falsche Spielzeug die sexuelle Orientierung beeinflusst entstehen konnte. Es wäre dann eine schlichte Falschdeutung der Kausalitäten.

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