Weihnachtszeit

Heute hat der Dezember angefangen und damit der „Countdown für Weihnachten“. Ich hoffe ihr habt alle gut gefüllte Adventskalender erhalten und wart auch schon ordentlich auf den Weihnachtsmärkten

Dieses Mal liegt Weihnachten ja einigermaßen Arbeitnehmerfreundlich, ich nehme an, dass viele Betriebe, die nicht noch ein Weihnachtsgeschäft mitnehmen wollen, die Woche vom 23.12- 29.12 zumachen.

Was sind eure Weihnachtspläne? Genießt ihr die Zeit oder ist es eher stressig?

Selbermach Samstag

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Zwischen einem Kommentar, der nur einen Link oder einen Tweet ohne Besprechung des dort gesagten enthält, sollten mindestens 5 Kommentare anderer liegen, damit noch eine Diskussion erfolgen kann.

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

GPS-Ortung von Kindern über Uhren etc

Technischer Fortschritt bringt neue Möglichkeiten und darunter eben auch die Möglichkeit seine Kinder per GPS zu überwachen

Ein Beispiel wäre zB eine GPS Uhr wie diese:

Andere sind Apple- oder AndroidTags die man zb im Schulranzen deponiert, einfach damit man schauen kann, ob das Kind sicher angekommen ist und was es gerade macht.

Klar: Früher ist man ohne so etwas ausgekommen. Aber jetzt gibt es die Technik und natürlich hat sie gewisse Vor- und Nachteile.

Der Vorteil ist Ortbarkeit und die Möglichkeit anzurufen, ohne dass das Kind ein Smartphone oder ein anderes Telefon haben muss, bei welchem man dann bezüglich des Medienkonsums und Apps wieder besonders aufpassen muss und welches evtl auch weniger präsent für das Kind ist.

Nachteil ist, dass man eine Kontrolle hineinbringt, die vielleicht auch wieder zu viel ist und sich damit gleichzeitig nervöser macht als man sein sollte.

Eine Freundin von Fräulein Schmidt hat eine solche Uhr und es scheint ihr in gewisser Weise ein mehr an Freiheit zu ermöglichen. Sie steht gerne mal einfach bei uns vor der Tür und fragt, ob Fräulein Schmidt Zeit zum spielen hat und war auch die Erste, die vorgeschlagen hat, dass die Kinder alleine auf einen kleinen Bolzplatz mit Klettergerüst in der Nähe gehen.

Die Eltern rufen dann dafür ab und zu bei ihr an, wenn sie nach Hause kommen soll, wo wir das Kind vielleicht gar nicht losschicken würden, weil wir dann nicht wissen wo sie ist und nicht sicherstellen können, dass wir sie erreichen, damit sie zurückkommt (gut, man kann einfach den drei Eltern aus der Nähe, bei denen Freundinnen wohnen einen Nachricht schicken und hätte dann eine gewisse Trefferquote aber das ist ja auch irgendwie blöd.

Insofern kann ich schon sagen, dass die Uhr praktisch ist. Die Hersteller und die Telekommunikationsunternehmen sind auch froh, weil man dafür auch noch einmal einen Vertrag abschließen muss und das Ding kaufen muss.

In der Schule darf es allerdings nicht getragen werden, sondern muss in den Ranzen.

Altertümliche Regelungen und ihr damaliger Sinn: Das Paradies im Islam (inklusive der Jungfrauen)

Die Vorstellung im Islam, wie das Paradies aussieht ist interessant:

Hier eine kurze Zusammenfassung aus der englischen Wikipedia:

Das Leben nach dem Tod (akhirah) ist das Hauptthema dieses Kapitels. In Anknüpfung an das vorangegangene Kapitel Ar-Rahman, in dem die Belohnungen des Paradieses (jannah) erörtert werden, werden sie auch in diesem Kapitel erwähnt und dann der Bestrafung in der Hölle gegenübergestellt.

Das Kapitel unterscheidet auch die drei Klassen von Menschen im Jenseits,

  • „die Ersten“,
  • „die Gefährten der Rechten“ und
  • „die Gefährten der Linken“:

Die ersten beiden Gruppen werden ins Paradies eingehen, während die Gefährten der Linken in die Hölle gehen werden.  Hier wird „die Rechte“ mit dem Guten assoziiert, die Gerechten werden zur Rechten von Gottes Thron sitzen und ihre Aufzeichnungen über ihre Taten in ihrer rechten Hand halten.Die „Ersten“ beziehen sich auf eine besondere Gruppe von Menschen, die im Jenseits ein noch besseres Schicksal haben werden als die Gefährten der Rechten. Die Korankommentatoren sind sich nicht einig darüber, wer die Ersten sind. Sie identifizieren die Ersten mit den Propheten, den Heiligen, den Wahrhaftigen, den Märtyrern, den ersten, die den Islam angenommen haben, und anderen.

Eigentlich gar keine schlechte Idee, die Sonderanreize gib:

Die Guten kommen ins Paradies, die Schlechten in die Hölle. Soweit so klassisch. Allerdings gibt es eben noch die „Early Subscribers“ und die besonders verdienten. Damit kann man Leute anhalten früh dem Glauben beizutreten und sich so einen Platz zu sichern bzw besonders gute Taten zu begeben (Gut in Hinblick auf die jeweiligen Gebote der Religion, darunter fallen nach bestimmten Auslegungen eben auch Selbstmordattentäter)

Damit grenzt es sich etwas ab von der Vorstellung des Christentums, dass eher auf eine breite Wirkung setzt, nicht der besondere kann ins Paradies kommen, sondern jeder, auch der Sünder, wenn er nur Buße tut und zu Gott findet.

Aus dem Koran:

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.

Wenn das unvermeidliche Geschehnis eintrifft – es gibt nichts, das sein Eintreffen verhindern könnte –, wird es (einige) erniedrigen und (andere) erhöhen.

Wenn die Erde heftig erschüttert wird, und die Berge zerschmettert werden, so dass sie zu zerstreutem Staub verkommen, werdet ihr in drei Gruppen eingeteilt:

Die Gefährten der Rechten – was wird mit den Gefährten der Rechten sein?
Und die Gefährten der Linken – was wird mit den Gefährten der Linken sein?

Die (durch gute Taten) Vorangehenden werden die Ersten sein. Sie sind diejenigen, die Allah nahestehen. In den Gärten der Wonne (werden sie verweilen). Eine Vielzahl der ersten Generationen, und eine kleine Anzahl der letzten Generationen. Auf durchwobenen Liegen (aus Gold) werden sie einander gegenüber(sitzen). Unter ihnen werden ewig junge Diener umhergehen  mit Trinkschalen, Krügen und einem Becher, gefüllt aus einem fliessenden Quell – (ein Getränk,) das weder Kopfschmerzen noch Benommenheit verursacht –,  und mit Früchten, die sie sich wünschen, sowie Fleisch von Vögeln, nach dem sie verlangen (können). Und holdselige Frauen mit grossen, schönen Augen, werden ihnen zur Seite stehen, gleich wohlverwahrten Perlen, als Belohnung für das, was sie zu tun pflegten.  Dort werden sie weder leeres Gerede noch sündhafte Rede hören, sondern nur den Ruf: „Salâm [Friede], Salâm [Friede].“

Und die Gefährten der Rechten – was wird mit den Gefährten der Rechten sein?  (Sie werden) unter dornlosen Lotusbäumen (verweilen,) (umgeben) von dicht geschichteten Bananenstauden, unter ausgedehntem Schatten, (neben) fliessendem Wasser,  und einer grossen Vielfalt an Früchten, die niemals ausgehen und nicht verwehrt sind.  Und (sie werden) auf hohen Liegen (ruhen),  (an der Seite von Frauen des Paradieses,) die Wir auf einzigartige Weise erschaffen haben – (alle) unberührt,  liebevoll und gleichaltrig –, für die Gefährten der Rechten. Eine Vielzahl der ersten Generationen,  und eine Vielzahl der letzten Generationen.

Und die Gefährten der Linken – was wird mit den Gefährten der Linken sein? Sie werden inmitten von glühenden Winden und siedend heissem Wasser sein,  und im Schatten von schwarzem Rauch, der weder erfrischend ist noch Linderung bringt.  Zuvor lebten sie in Üppigkeit, und verharrten in der grossen Sünde (des Unglaubens). Sie sagten: „Wenn wir gestorben und zu Staub und Knochen geworden sind, sollen wir dann wirklich auferweckt werden, (wir) und unsere Vorfahren?“  Sprich: „Wahrlich, (sowohl) die früheren als auch die späteren (Generationen) werden zur festgesetzten Zeit eines bekannten Tages versammelt. Dann, ihr irregeführten Leugner, werdet ihr sicherlich vom Baum Zaqqum essen und eure Bäuche damit füllen; darüber hinaus werdet ihr siedendes Wasser trinken, (und) ihr werdet trinken, wie durstige Kamele (es tun).  Das wird eure Bewirtung am Tag des Gerichts sein.“

Während der Koran materiellere Details des Paradieses betont (wie Essen, Trinken und Begleitung durch Huris), liegt der Schwerpunkt in der Bibel auf der Beziehung zu Gott und der Abwesenheit von Sünde und Tod. Ich meine es fehlen entsprechende Schilderungen, wenn ich auch fest davon ausgehe, dass in damaligen Predigten auch kein Hunger etc versprochen wurde.

Ich glaube die Schilderungen oben, die sich gerade an Männer richten, passen gut zu einer Religion, die in ihrer Entstehungsgeschichte bereits Krieg führte und das zu einer Zeit, als man eben auch Sklaven halten konnte und Vielehe zulässig war.

Das Christentum wandte sich insofern vielleicht eher an den normalen Bürger, der verheiratet war und Kinder hatte, da wäre ein Verweis auf die Hurien im Paradies wahrscheinlich nicht so gut angekommen.

Der Islam hingegen musste ja auch gerade kämpfende Singles überzeugen, da ist es besser, wenn im Paradies Frauen auf einen Warten, gerade für die, die sich um die Sache besonders verdient machen (und für sie sterben).

Es gab aber, weil man ja auch Frauen und der normalen Bevölkerung eine Religion verkaufen musste auch dort etwas mehr auf diese ausgerichtete Passagen:

Sure 4:124:
„Diejenigen aber, die rechtschaffen handeln, sei es Mann oder Frau, und gläubig sind, werden ins Paradies eintreten, und ihnen wird nicht um ein Härchen Unrecht zugefügt werden.“

Sure 33:35:
„Die muslimischen Männer und die muslimischen Frauen, die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, die gehorsamen Männer und die gehorsamen Frauen, die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen … Gott hat ihnen Vergebung und großartigen Lohn bereitet.“

Sure 52:21:
„Und diejenigen, die glauben und denen ihre Nachkommenschaft im Glauben gefolgt ist – Wir werden sie mit ihrer Nachkommenschaft zusammenführen, und Wir werden ihnen nichts von ihrem Lohn vorenthalten.“

Sure 36:56:
„Sie und ihre Gattinnen befinden sich im Schatten, auf (Ruhe)liegen gestützt.“

Es ist also an alle gedacht. So kann man auf der einen Seite den Leuten ein gutes Leben mit schönen Frauen versprechen und auf der anderen Seite den Leuten ein Leben mit ihren Liebsten.

Die Beschreibung der Huris (himmlische Gefährtinnen) im Koran bezieht sich auf die Freuden, die im Paradies gewährt werden, und ist nicht auf Männer beschränkt. Viele Gelehrte betonen, dass Frauen im Paradies ebenfalls Belohnungen erhalten, die für sie erfüllend und angemessen sind, auch wenn diese nicht so konkret wie die Huris beschrieben werden. Es wird angenommen, dass die Wünsche und Bedürfnisse aller Gläubigen im Paradies, egal ob Mann oder Frau, vollumfänglich erfüllt werden.

Ein bekannter Ausspruch des Propheten Muhammad verdeutlicht dies:

„Im Paradies gibt es Dinge, die kein Auge gesehen, kein Ohr gehört und kein Herz eines Menschen erdacht hat.“ (Sahih al-Bukhari)

Das bedeutet, dass die Freuden des Paradieses für beide Geschlechter die Vorstellungskraft übersteigen.

vgl auch:

„Jetzt wollen sie alle den Frauen helfen“

Der Spiegel berichtet über nach seiner Sicht durch den Wahlkampf bedingte Aktionen zum Frauenschutz:

»Jede Stunde werden in Deutschland mehr als 14 Frauen Opfer von häuslicher Gewalt.« Dieser Satz stammt von Friedrich Merz – oder seinem PR-Team. Der Kanzlerkandidat der Union blickte dieser Tage auf seinem Instagram-Profil mit besorgter Mine in die Kamera, faltete seine Hände und forderte »einen nationalen Aktionsplan, der Frauen besser schützt und Täter konsequenter zur Verantwortung zieht«. Einen Antrag dazu hat seine Fraktion schon veröffentlicht. Er liest sich verblüffend ähnlich wie der Gesetzentwurf zur Gewalthilfe, der an diesem Mittwoch im Kabinett von SPD und Grünen beschlossen werden soll.

Plötzlich also scheint Konsens zu herrschen. Endlich wollen alle den Frauen helfen. Schade, dass dafür erst der Wahlkampf anfangen musste.
Was Merz, der Chef einer Fraktion, die in ihren 16 Regierungsjahren nichts an der Finanzierung der Hilfestrukturen änderte, der Ampel in seinem Video vorwirft, stimmt. In den letzten drei Jahren hat Familienministerin Lisa Paus es nicht geschafft, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der das Recht von Frauen auf Schutz vor Gewalt durch den Partner sichert. Sie wusste um die Bedenken der FDP, die kein Geld für den Ausbau von Frauenhäusern bereitstellen wollte, der daran geknüpft war. Dann legte sie ausgerechnet zu der Zeit einen Entwurf vor, als die Spitzenmänner der Ampel gerade dabei waren, die Koalition zu zerlegen. Der Gesetzentwurf wirkt so wie der letzte Versuch, eine dürftige Bilanz der Ampel in der Gesellschaftspolitik aufzubessern.

Vor einer Woche stellte Paus mit Innenministerin Nancy Faeser das erste Bundeslagebild zu Gewalt gegen Frauen vor. Die Zahl der Straftaten gegen Frauen und Mädchen ist im vergangenen Jahr in allen Bereichen gestiegen. Es sei deshalb wichtig, nun fraktionsübergreifend für ihren Gesetzentwurf zu stimmen, befand Paus. Sie hofft, ihn mit Stimmen auch aus der Union beschließen zu können. Sie freue sich auf »gute Beratungen« im Bundestag. Es gehe um ein Thema, sagte sie, »was sich nicht eignet für irgendwelche Profilierungen«.
Doch genau dazu wird dieses Thema gerade genützt. Von Paus. Und von Merz. Einmal mehr zeigt sich: Frauenrechte und Familienpolitik sind in Wahlkämpfen, Wahlprogrammen und Regierungsprogrammen beliebte Themen. In der Praxis fallen sie dann aber leider hinten runter.

Große Ankündigungen, kleine Veränderungen
Die Fortschrittskoalition war vor drei Jahren angetreten, um große Veränderungen in der Gesellschaftspolitik anzustoßen. Was davon bleibt, sind einzelne Vorhaben, die es über die Ziellinie geschafft haben: das »Werbeverbot« für Schwangerschaftsabbrüche wurde abgeschafft, die sogenannte Gehsteigbelästigung verboten, das Selbstbestimmungsgesetz ist in Kraft.
Es ist ein kleiner Trost für die vielen großen Vorhaben, die es nicht geschafft haben. Zum Beispiel die Kindergrundsicherung – das Projekt an dem Lisa Paus sich als Familienministerin messen lassen wollte.  Kinderarmut sollte abgeschafft werden. Gelungen ist das nicht. Auch das Demokratiefördergesetz, das Geld für Projekte dauerhaft bereitstellen sollte, die sich gegen Rassismus und Antisemitismus einsetzen, fiel dem Streit mit der FDP zum Opfer.

Die Elternstartzeit hat es noch nicht einmal ins Kabinett geschafft: Partner hätten dadurch bei vollem Lohnausgleich zwei Wochen nach der Geburt mit ihren Kindern verbringen können. Es ist ein Thema, das viele Wählerinnen und Wähler umtreibt. Auch wurde nicht einmal darüber debattiert, Schwangerschaftsabbrüche aus dem Strafgesetz zu streichen, wie es Grüne und SPD fordern.

Und selbst bei den Themen, bei denen unter den Fraktionen Einigkeit herrscht, dass sie wichtig sind, gibt es keine Ergebnisse: der gestaffelte Mutterschutz bei Fehlgeburten wurde nicht eingeführt, ein Gesetzentwurf zur Verbesserung der Strukturen gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder  liegt noch im Bundestag.
Daran ist nicht Paus allein schuld. Nicht nur in ihrem Ressort wurden wichtige Gesellschaftsthemen nicht umgesetzt. Auch der große Umbau des Familienrechts konnte vom Justizministerium nicht eingeleitet werden – wieder ändert sich für moderne Familienkonstellationen nichts. Aber Paus trägt die Verantwortung dafür, dass es ihr nicht gelungen ist, ihre Vorhaben gegen die Widerstände der Koalitionspartner durchzusetzen. Dass sie auf den letzten Metern versucht, nachzubessern, wo es geht, ist ehrenvoll. Aber wenig aussichtsreich. Dass sich die Union als Mehrheitsbeschaffer für die Last-Minute-Gesetze aus der Ampel-Schublade anbietet, damit rechnet kaum jemand.

Das Gewalthilfegesetz ist nicht das einzige Vorhaben aus Paus Ministerium, das nun noch vom Parlament beschlossen werden soll. Kürzlich forderte Paus den Bundestag auf, einen Antrag für den gestaffelten Mutterschutz nach Fehlgeburten zu beschließen. Sie befürwortet auch das Vorhaben von Abgeordneten der SPD und der Grünen, die derzeit Mehrheiten für eine Regelung des Schwangerschaftsabbruchs außerhalb des Strafgesetzbuches  suchen.
Promis und Aktivisten werben mit Petitionen darum, diese drei Vorhaben endlich durchzusetzen. Das ist einerseits gut, weil die Themen wichtig sind. Wie schön wäre es, wenn sich die Parlamentarier von ihren Fraktionszwängen freimachen und gemeinsam für eine gute Sache stimmen würden! Vielleicht gelingt das ja!
Andererseits zeigt der plötzliche Einsatz für Frauenrechte wieder einmal, dass hier keine Partei einfach nur an das Gemeinwohl denkt, sondern besonders an das ihrer Wählerinnen.

Es ist schade, dass Gewaltschutz immer nur auf Frauen bezogen wird. Eine Verbesserung bei Frauenhäusern ist im Gespräch, wenn es „Männerhäuser“ für Opfer von Gewalt quasi nicht gibt (ich meine nur eins). Höhere Strafen für Gewalt gegen Frauen sind im Gespräch, ein Ausschluss des Umgangs mit den Kindern bei Gewalt gegen die Frau (oder wird das Geschlechtsneutral formuliert werden?)

Von Merz hörte man etwas zu verpflichtenden Anti Aggressionstraining was schon deswegen interessant wäre, weil ich gar nicht wüsste wie man die Stellen dafür bereit stellen möchte.

Da wirkt vieles sehr unüberlegt, Hauptsache es klingt gut. Und ich glaube auch, dass es als Thema überschätzt wird.
Um Frauen ein höheres Sicherheitsgefühl zu geben wäre wahrscheinlich das Thema Einwanderung und Abschiebung interessanter. Die meisten Frauen haben ja keinen gewalttätigen Partner oder meinen in ein Frauenhaus fliehen zu müssen.

Selbermach Mittwoch

Bitte Kommentare bündeln, wenn sie nur aus einzelnen Tweets und kurzem Kommentar bestehen und man sehr viele davon plant.

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Kinder mit auf die Arbeit nehmen

Wir haben ja leider keine Großeltern in der Nähe und wenn dann mal was ist – der Kindergarten oder die Schule haben wegen irgendwas zu – dann müssen wir etwas jonglieren.

Ab und zu nehme ich die Kinder dann auch mal mit auf die Arbeit, zumindest wenn es von der Art der Termine, die ich habe einigermaßen passt. Andere Mitarbeiter machen das bei uns auch, es ist besser als wenn man eben einen Ausfalltag hat.

Viele Kunden finden das sogar recht sympathisch, gerade wenn man ihnen erzählt, dass es eben ein Notfall war. Bei Fräulein Schmidt geht das besser als bei Schmidt Junior, einfach weil der noch kleiner ist. Bei letzteren muss man schon genau überlegen, was man machen will an dem Tag. Wobei ich da auch eine kleine Kindermatratze habe auf der er dann mitunter einfach seinen Mittagsschlaf macht.

Wenn ich allerdings darüber nachdenke, dann sieht man vergleichsweise selten Kinder auf der Arbeit bei anderen. Wobei natürlich auch nicht alle Arbeiten damit kompatibel sind.

Habt ihr das schon mal gemacht oder bei einem Termin den ihr bei jemanden hattet gesehen? War das für euch okay?

 

Politik für alte Leute

Im Zusammenhang mit der US-Wahl habe ich in den Joe Rogan Podcast reingehört, den ich in Bezug auf Trump und Vance auch ganz interessant fand, der aber bei anderen Interviews wirklich erstaunlich schnell zu „war die Mondlandung echt?“ umschwenken kann, wenn man Pech hat.

Eine in einem Interview dort genannte These fand ich aber ganz interessant (ich weiß leider nicht mehr wer sie brachte):

Wenn es immer weniger Familien mit Kindern gibt und gleichzeitig immer mehr alte Menschen (weil weniger Kinder geboren werden) wird es auch für Politiker immer uninteressanter Politik für Familien zu machen und immer interessanter Politik für alte Leute zu machen.
Das wiederum macht es uninteressanter eine Familie zu gründen und das bedeutet noch weniger Kinder, was Politik für diese wieder uninteressanter macht….

Das klingt erst einmal logisch, aber andererseits mögen auch ältere konservative Leute Politik für junge Familien und ohne Nachwuchs hat man andere Probleme.

Und Sachen wie Rentenerhöhungen etc sind ja auch teuer und anderweitig nicht so populär.

Würdet ihr davon etwas sehen in der deutschen Politik?

Annalena Baerbock, das Scheitern ihrer Ehe und der Zeitaufwand von Spitzenpositionen

Durch die Presse geht gerade, dass Annalena Baerbock und ihr Partner Daniel Holefleisch sich getrennt haben:

In ihrer gemeinsamen Erklärung gaben die Politikerin und der Kommunikationsberater bekannt: „Wir haben in einem längeren Prozess gemeinsam vor einiger Zeit entschieden, dass wir kein Paar mehr sind“ Sie gingen dabei nicht auf die Einzelheiten der Trennung ein und baten darum, ihre Privatsphäre zu respektieren. In Bezug auf den aktuellen Beziehungsstatus von Baerbock und Holefleisch stellten sie klar: „Um möglichen Spekulationen zuvorzukommen: Es gibt keine neuen Partner.“

Baerbock und Holefleisch, die zwei gemeinsame Töchter haben, betonten, dass das Wohl ihrer Kinder an erster Stelle steht. „Das Wichtigste bleibt für uns, gemeinsam dafür zu sorgen, dass unsere beiden Töchter in Ruhe und in einem liebevollen Umfeld aufwachsen können“, so ein weiteres Zitat aus der Erklärung. Sie planen, weiterhin in ihrem gemeinsamen Haus in Potsdam zu wohnen.
Wie sich ein Spitzenamt auf Familie und Privatleben auswirken kann wurde gerade auch bei  Baerbock diskutiert als sie noch „Kanzlerkandidatin“ war. Ich zitiere mal aus meinem Artikel:

Baerbock hat entscheidenden Anteil daran, dass die Partei so geschmeidig daherkommt, trotz Doppelbelastung als Politikerin und Mutter. „Ich habe zwei kleine Kinder und ich will nicht aufhören Mutter zu sein, bloß, weil ich Spitzenpolitikerin bin. Und es wird Momente geben, da bin ich nicht da, weil es da wichtiger ist, dass ich bei meinen Kindern bin.“

Ob ein solcher Satz von einem Mann ähnlich durchgegangen wäre? Und ob es letztendlich möglich sein wird?

Kinder und Kanzleramt – lässt sich das vereinbaren? Die Regierungschefin in Neuseeland, Jacinda Ardern, macht es vor. Baerbock macht nicht den Eindruck, als würde sie daran zweifeln. Sie sieht es als Aufgabe von Politik an, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern – auch in der Spitzenpolitik. Eine junge Mutter im Kanzleramt kann außerdem die Familienpolitik und die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Fragen vorantreiben – Role-Model sein.

Mal sehen, ob ihr das gelingt. Immerhin reagiert die Presse üblicherweise nicht sehr positiv, wenn zB wichtige politische Themen zu regeln sind und Politiker sich dann frei nehmen statt and der Lösung dieser zu arbeiten.

„Ich halte nichts davon, alles schön zu reden und zu sagen, das kriegt man alles easy hin, so einen Rund-um-die-Uhr-Job und kleine Kinder,“ erklärt Baerbock. „Und ich habe das Glück, dass mein Mann mir viel abnimmt.“ Ihre Tochter hat sie mal gefragt, ob eigentlich auch Frauen Elternzeit nehmen können.

Es ist natürlich müßig zu spekulieren, woran ihre Ehe geschieden ist, aber dennoch sollte man das auch bei  jeder „Männer sind privilegiert“ Diskussion mitdenken. 
Interessant ist auch der Plan weiter zusammen in einem Haus zu leben. Betont wird: „Es gibt keinen neuen Partner“. Problem ist: Irgendwann wird es einen geben. Und spätestens dann kann man nicht mehr gemeinsam in einem Haus leben.
Es wird familienrechtlich interessant, wer dann die Kinder bekommt. Bei der klassischen Trennung eines männlichen Spitzenpolitikers meist relativ einfach: Die Frau. Hier von den Voraussetzungen eigentlich nicht wesentlich anders: Ihr Partner wird die Hauptbezugsperson gewesen sein, zumindest in der Zeit als sie Außenministerin ist.
Es wäre immerhin emanzipiert und ja in gewisser Weise „Feministische Politik“, wenn die Kinder für den Fall eines Auszugs bei ihm leben würden und in gewisser Weise – und das soll keine Häme sein – ein Scheitern feministischer Politik, wenn sie reduzieren würde um sich um die Kinder kümmern zu können.
Das Private ist eben auch immer politisch.