In den USA können wohl bald auch Frauen zum Wehrdienst herangezogen werden

In den USA müssen sich jetzt auch Frauen zum Wehrdienst „einschreiben“, sie werden also vorgemerkt für einen eventuelle Wehrdienst, auch wenn gegenwärtig in den USA eine reine Freiwilligenarmee ihre Arbeit macht.

Hintergrund ist, das die Streitkräfte dort für alle Frauen für den freiwilligen Dienst geöffnet worden sind, womit aus Sicht vieler ein wichtiges Argument weggefallen ist.

Ein Artikel zu den Einzelheiten:

On Tuesday, the Senate passed a defense authorization bill that would require young women to register for the draft — the latest development in a long-running debate over whether women should sign up for the Selective Service. The provision would apply to women turning 18 in 2018 or later and would impose the same requirements and rules that currently apply to men.

The policy is still far from being law. The House, after considering a similar provision earlier this spring, ultimately passed an authorization bill that omitted it; the two branches of Congress now must resolve the differences between their bills. And the bill faces a veto threat from President Obama over other elements of the legislation, such as the prohibition on closing down the Guantanamo Bay military prison.

But the bill’s passage brings women a step closer to Selective Service registration — a historic change that has bipartisan support in Congress but is firmly opposed by some conservative lawmakers.

For decades, the U.S. policy of having a draft for men, and not women, was approved as constitutional by the Supreme Court.

But as NPR’s David Welna reported last year, the court’s reasoning relied on the fact that women were barred from combat roles.

Now that women are eligible for combat duty, „Congress seems to have lost its court-endorsed rationale for limiting Selective Service registration to males only,“ David wrote.

Zu meiner Zeit bei der Bundeswehr und Frauen bei der Bundeswehr hatte ich hier schon etwas geschrieben. Aus meiner Sicht sollte eher die Wehrpflicht ganz abgeschafft werden. Ich finde eine Wehrpflicht nicht mehr Zeit gemäß. Wenn man allerdings meint, dass eine Wehrpflicht bestehen soll oder auch nur eine Einziehungsmöglichkeit, dann ist es nur konsequent, wenn man diese auf beide Geschlechter erstreckt. Aufgrund der Körperkraftunterschiede sind zwar ein Großteil der Frauen für tatsächliche Kampfeinsätze wenig geeignet, aber es gibt genug andere Jobs, die man dort machen könnte, die keine Körperkraft erfordern.

Auch in Deutschland ist die Wehrpflicht nur ausgesetzt. Auch hier sollte man sich daher entscheiden: Entweder ganz abschaffen oder geschlechtsneutal.

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110 Gedanken zu “In den USA können wohl bald auch Frauen zum Wehrdienst herangezogen werden

  1. In Norwegen sind die Frauen jetzt auch wehr-verpflichtet.
    Betrifft alle Frauen ab Jahrgang 1997.
    Hier in Deutschland sind die Frauen ja per Gesetz gegen die Wehrpflicht
    exklusiv geschützt:
    ‚Frauen dürfen in keinen Fall zum Dienst an der Waffe verpflichtet werden.‘
    Ein schickes Privileg für unsere weisen, deutschen Fräuleins.
    Übrigens, die AFD möchte ja die zur Zeit ausgesetzte Wehrpflicht wieder
    einsetzen – nur für Männer versteht sich.

    • In Norwegen ist die Wehrpflicht schon länger freiwillig. Zudem haben die Frauen, die in Amerika bereits im Militär sind meisten nur ungefährliche Unterstützungsrollen und können nicht zum Kriegseinsatz gezwungen, was bei Männern natürlich völlig legal ist. Daher würde dies alles wenig ändern; am Ende wären trotzdem 99% der Toten und Verstümmelten Männern, dafür hat man nachher Feministinnen, die behaupten Frauen werden im Militär nicht gut genug geschützt. Das wird dann dazu führen, dass tatsächliche Sicherheitsmassnahmen für Männer weiter abgebaut werden um die 1% an Frauen zu schützen, die dann tatsächlich in gefährliche Rollen stecken.

    • Übrigens, die AFD möchte ja die zur Zeit ausgesetzte Wehrpflicht wieder
      einsetzen – nur für Männer versteht sich

      genau damit ist die AfD eigentlich schon obsolet.
      Ganz abgesehen von ihrem sozialfeindlichen Punkten, die vor allem Männer in prekären Lebenssituationen treffen würden.
      Das trotzdem so viele Männer die AfD gut finden, zeigt vielleicht, wie sehr sie ihr Dasein als Kanonenfutter schon verinnerlicht haben, bzw. es mit dem Trugbild ja der große Kämpfer zu sein, der die anderen besiegt, vor sich selbst bemänteln, als Lebenslüge sozusagen.

      Fällt eigentlich jemanden auf, das all diese sogenannten angeblich rechten, männerlastigen Protestparteien einen hohen Prozentsatz weiblicher Führungskräfte hat, von Petri über Le Pen usw. Ich finde das schon bemerkenswert, eine Tatsache der man durchaus Beachtung schenke sollte, genauso wie dem auffälligen Desinteresse der Mainstream-Medien an dieser Tatsache.

      • Die meisten werden AfD aus einem Grund wählen: Begrenzung der Einwanderung. Ich würde auch wieder Wehrpflicht machen, wenn ich die Garantie hätte, in keiner islamischen Gesellschaft zu leben.
        Abgesehen davon ist Wehrpflicht so schlimm nicht.

        • „Abgesehen davon ist Wehrpflicht so schlimm nicht.“
          Ich weiss nicht: 100 Tote pro Jahr unter Wehrpflichtigen? Zugegeben, das ist eine sehr niedrige Rate – es gibt mehr Verkehrstote. Andererseits: Es ist ein staatlicher Zwangsdienst, und wenn dadurch ein junger Mann zu Tode kommt ist das irgendwie nicht nur Scheisse.

        • „Abgesehen davon ist Wehrpflicht so schlimm nicht.“

          Es ist schlicht Freiheitsberaubung – oder eine Art Haftstrafe auf den Tatbestand „falsches Geschlecht“.
          Vollkommen inakzeptabel.

          Mal von der schreiend nutzlos vertanen(?) Zeit.
          Ich habe 15 Monate abgesessen, in einem der brisantesten Jahre der Nachkriegszeit (1982).

          Man verlangte von mir, auf Befehl mein Leben für – ja, für was eigentlich? – abzugeben.
          Weil ein paar durchgeknallte Politproleten 1000e Kilometer entfernt das Säbelrasseln nicht lassen können.

          Kommt mir nicht mit dem Sülz von der Freiheit und Co.
          Den Müll hat man auch schon meinem Urgroßvater erzählt, dessen Knochen immer noch irgendwo nahe der Somme in Frankreich in irgendeinem verschütteten Graben verrotten.
          Oder meinem Großonkel, dem im Polenfeldzug 1939 schon gleich am Anfang die Lampe ausgepustet wurde.

          Die Wehrpflicht ist schlimm – und ungerecht.

      • „Fällt eigentlich jemanden auf, das all diese sogenannten angeblich rechten, männerlastigen Protestparteien einen hohen Prozentsatz weiblicher Führungskräfte hat, von Petri über Le Pen usw. Ich finde das schon bemerkenswert, eine Tatsache der man durchaus Beachtung schenke sollte, genauso wie dem auffälligen Desinteresse der Mainstream-Medien an dieser Tatsache.“

        Die haben auch gemerkt das wenn eine Frau etwas sagt oder fordert das deutlich positiver aufgenommen wird und bei einer Frau wird auch niemand in den Mainstream-Medien das Geschlecht gegen sie verwenden und z.B. sagen das sie nur ihre Privilegien sichern will.

      • Oder sie gehen nicht von einem Krieg aus in dem sie nicht auch ohne Wehrpflicht kämpfen mussten und damit sind alle Berechnungen über die leiden des Krieges egal.

        Wehrpflichtige sind heutzutage absolut ineffektiv. Sie haben keine effektive Ausbildung und erzeugen politisch zu viele Spannungen. Sofern man daher nicht schlicht Neffen Soldaten braucht wird man sie nicht einsetzen

      • „Übrigens, die AFD möchte ja die zur Zeit ausgesetzte Wehrpflicht wieder einsetzen – nur für Männer versteht sich.“

        Das ist inhaltlich richtig, nur wird in Deutschland im Kriegsfall jede Partei die allgemine Wehrpflicht (für Männer) sofort wieder aktivieren, egal ob es sich um die Linke, die CDU oder eben die AFD handelt. De Facto sind sich in Deutschland alle Parteien einig, dass im Extremfall Männer verheizt werden müssen. Die AFD ist da vielleicht nur zu dumm und zu ehrlich und behauptet in der Friedenszeit nicht das genaue Gegenteil dessen, was systemnahe Parteien zu Kriegszeiten sowieso umsetzen würden.

        In stabilen Zeiten gegen die Wehrpflicht zu sein ist quasi gratis und beschert einem Moralpunkte ohne Aufwand.

        • Hinzu kommt, dass die AfD dafür eine zivile Dienstpflicht für Frauen fordert.

          Und dass die AfD keine echte allgemeine Wehrpflicht fordern kann, die auch Frauen zur Allgemeinheit zählt, liegt nur daran, dass das Grundgesetz die Geschlechter diskriminierend behandelt und eine zwangsweise Wehrpflicht für Frauen ohne Grundgesetzänderung nicht möglich ist. Und dass die AfD 2/3 Mehrheiten im Bundestag und Bundesrat erhalten wird, um die gesetzlichen Benachteiligungen von Männern im Grundgesetz zu beseitigen, ist unwahrscheinlich.

          Indem die AfD zugleich fordert, dass Frauen genauso einen (zivilen) Dienst zu Gunsten der Allgemeinheit zu leisten haben, versucht die AfD – im Gegensatz zu allen anderen Parteien – die Geschlechter wenigstens einigermaßen gleich zu behandeln. Denn letztlich ist es so, dass Männer statt Wehrdienst auch Zivildienst wählen können und Frauen statt Zivildienst auch den Wehrdienst, so dass die Geschlechter im Endeffekt gleich behandelt werden.

          Ob es sinnvoll ist, dass der Bürger einen Dienst zu Gunsten der Allgemeinheit leisten soll, muss jeder für sich selber entscheiden. Jede Partei sollte aber beantworten können, ob bzw. wie der Staat sich im Ernstfall verteidigen kann und wie die Bereitschaft der Bürger gesteigert werden kann, sich zu Gunsten der Gemeinschaft einzusetzen. So führte die Wehrpflicht z.B. dazu, dass auch die freiwilligen Feuerwehren, Deichschutz, … weniger Personalproblem hatten, weil man so seinen Wehrdienst umgehen konnte.

          Wer den Wehrdienst nicht möchte, der muss dann halt auch Antworten liefern, wie die ganzen anderen sozialen Dienste ihr Personal finden sollen bzw. wie diese bezahlt werden.

        • „Hinzu kommt, dass die AfD dafür eine zivile Dienstpflicht für Frauen fordert.“

          Was schlicht nicht möglich ist. Eine zivile Dienstpflicht kann nur als Ersatzdienst zum Wehrdienst eingeführt werden

          Artikel 4 Europäische Menschenrechtskonvention

          Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit

          (1) Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden.

          (2) Niemand darf gezwungen werden, Zwangs- oder Pflichtarbeit zu verrichten.

          (3) Nicht als Zwangs- oder Pflichtarbeit im Sinne dieses Artikels gilt

          a) eine Arbeit, die üblicherweise von einer Person verlangt wird, der unter den Voraussetzungen des Artikels 5 die Freiheit entzogen oder die bedingt entlassen worden ist;

          b) eine Dienstleistung militärischer Art oder eine Dienstleistung, die an die Stelle des im Rahmen der Wehrpflicht zu leistenden Dienstes tritt, in Ländern, wo die Dienstverweigerung aus Gewissensgründen anerkannt ist;

          c) eine Dienstleistung, die verlangt wird, wenn Notstände oder Katastrophen das Leben oder das Wohl der Gemeinschaft bedrohen;

          d) eine Arbeit oder Dienstleistung, die zu den üblichen Bürgerpflichten gehört.

          Damit wäre ein Zivildienst ohne Wehrdienst eine unzulässige Zwangsarbeit.

        • Da würde wenigstens für alle deutlich werden, wie ungleich die Geschlechter vom Gesetzgeber behandelt werden.

          Oder man müsste den zwangsweisen Dienst der Frau halt so ausgestalten, dass sie nur nicht an den Dienst an die Waffe gezwungen werden darf (wegen Grundgesetz) und dann halt zu allen sonstigen Diensten zwingen, die im Ernstfall auch benötigt werden wie z.B. Bundeswehrküche, Bundeswehrkrankenhaus, …

          Und auch können Bürger ja z.B. zur Feuerwehr bzw. sonstigen Katastrophenschutz gezwungen werden. Eine Dienstpflicht von Frauen z.B. in Krankenhäusern, … wäre meiner Meinung nach daher zum Ausgleich für die männliche Dienstpflicht sehr wohl denkbar. Sie werden damit quasi ebenfalls auf den Notstandsfall vorbereitet, wenn die Männer verwundet von den Schlachtfeldern kommen.

          Auch zwangsweise Verwendungen im Deichschutz, bei der der Feuerwehr, … wären im Rahmen des Katastrophenschutz dann genauso möglich.

          Und, wenn das nicht möglich sein sollte, dann würde der Staat wenigstens in erhebliche Erklärungsnot geraten bzw. seine männerdiskriminierende Gesetzgebung offenbaren.

        • „Eine Dienstpflicht von Frauen z.B. in Krankenhäusern, … wäre meiner Meinung nach daher zum Ausgleich für die männliche Dienstpflicht sehr wohl denkbar. Sie werden damit quasi ebenfalls auf den Notstandsfall vorbereitet, wenn die Männer verwundet von den Schlachtfeldern kommen.“

          Nein, es darf nur ein Ersatzdienst bei Verweigerung sein. Wobei das wahrscheinlich ein theoretisches Problem ist. Ich vermute eine Verweigerungsquote bei Frauen wäre sehr hoch

        • >>> Nein, es darf nur ein Ersatzdienst bei Verweigerung sein.

          Und wie ist dann zu erklären, dass auch Männer bei der Bundeswehr im Zwangswehrdienst in die Küche-, Sanitätsbereich-, Verwaltungsbereich- bzw. sonstigen Bereiche eingesetzt werden können?

          Ich war z.B. nach der Grundausbildung in der Personalabteilung eingesetzt worden und hatte die Personalakten der Soldaten zu führen bzw. der Verwaltung zuzuarbeiten. War das etwa ein Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention?

        • @marenleinchen

          >>> https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst

          Frauen und ihre typische Unsachlichkeit.

          Wie sieht denn ihr Lösungsvorschlag aus, wie

          a) der Staat sich im Ernstfall verteidigen, wenn die Berufsbundeswehr zunehmend Personalprobleme hat, weil sie nicht mehr – wie früher – aus dem Kreis der Wehrpflichten Personal rekrutieren kann und heutzutage die Anforderungen quasi auf Null gesenkt werden müssen, um Personal zu finden

          und

          b) wie die sonstigen Katastrophendienste (Feuerwehr, Deichschutz, Technisches Hilfswerk, …) ihre Personalprobleme lösen sollen, weil sich nicht mehr so viele Freiwillige – wie früher – melden, die so den Wehrdienst umgehen wollen.

        • @xyz
          Zwangsverpflichtungen sind da zumindest keine Lösung.

          Wenn Bundeswehr und Katastrophendienste kein Personal mehr finden, sollten sie eventuell darüber nachdenken, wie man das Ganze attraktiver gestalten könnte. Wie andere Arbeitgeber es auch tun müssen. ^^

        • >>> Zwangsverpflichtungen sind da zumindest keine Lösung.

          Vertreten Sie die gleiche Ansicht auch im Unterhaltsrecht, dass Zwangsverpflichtungen keine Lösung sind?

          >>> … sollten sie eventuell darüber nachdenken, wie man das Ganze attraktiver gestalten könnte

          Ich hoffe, das Gleiche erzählen Sie den Frauen, die sich darüber beschweren, dass Männer immer seltener bereit sind, sie beschützen zu wollen oder keinen Unterhalt leisten wollen.

          Und wie sieht Ihr Vorschlag aus, wie man Bundeswehr, Katastrophendienste und Frauen attraktiver gestalten kann, damit andere freiwillig die Gesundheit riskieren und im Ernstfall die Gemeinschaft vor feindlichem Militär, Hochwasser, Feuer, Grapschern … zu beschützen versuchen?

          Ich vermute, das wird kaum ohne Zwang gehen. Denn auch bei besserer Bezahlung würden Berufsträger im Ernstfall trotzdem immer weiterhin gucken, wie sie den Risiken entkommen können (Soldatinnen werden dann z.B. gerne schwanger). Ich finde Zwang ja auch nicht gut, aber wenn die Berufsträger nicht über Strafrecht oder der Ende der beruflichen Existenz gezwungen werden, dann ist es schlicht menschlich, dass diese sich nicht in ernste Gefahren begeben wollen und dann dürfen wir uns auch über die Zustände von Köln/Silvester nicht beschweren, dass die Polizisten und Polizistinnen die Risiken für die eigene Gesundheit offenbar für zu hoch hielten.

          Dann kann man ja auch damit zufrieden sein, dass die derzeitige Politik wenig dagegen unternimmt, dass der Schutz immer schlechter gewährleistet werden kann.

        • „Was schlicht nicht möglich ist. Eine zivile Dienstpflicht kann nur als Ersatzdienst zum Wehrdienst eingeführt werden

          Artikel 4 Europäische Menschenrechtskonvention
          […]
          Damit wäre ein Zivildienst ohne Wehrdienst eine unzulässige Zwangsarbeit.“

          Das Problem ist nicht die Europäische Menschenrechtskonvention; ein unbewaffneter Wehrdienst für Frauen im Bereich des Sanitätswesens oder der Zivilverteidigung wäre vollkommen unproblematisch. Dieser Dienst dürfte auch nicht mal verweigert werden. Was dem tatsächlich im Wege steht, ist das Grundgesetz. Nach Art. 12a Abs. 3 dürfen Frauen im Kriegsfall zum Dienst im Sanitätswesen verpflichtet werden. Im Umkehrschluss könnte man daraus schließen, dass eine derartige Verpflichtung im Frieden unzulässig ist.

        • „Das Problem ist nicht die Europäische Menschenrechtskonvention; ein unbewaffneter Wehrdienst für Frauen im Bereich des Sanitätswesens oder der Zivilverteidigung wäre vollkommen unproblematisch. “

          Wenn du es als Wehrdienst ausweisen kannst und das hält, dann würde es gehen – dann dürfte es aber eben kein reiner Zivildienst sein

        • „Wenn du es als Wehrdienst ausweisen kannst und das hält, dann würde es gehen – dann dürfte es aber eben kein reiner Zivildienst sein“

          Wenn der Sanitätsdienst der Bundeswehr (kein Kombattantenstatus) dazu zählt, dann auch das hier:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilverteidigung

          Man darf beim Wort „Wehrdienst“ eben nicht nur an Waffen und Tarnuniformen denken.

        • „Es ist aber eben nicht einfach Defintionssache. Es muss deutlich als solche ausgewiesen sein und einer entsprechenden Ausbildung dienen, nicht einfach ein allgemeiner Sozialdienst sein.“

          Man nehme die Grundausbildung der Bundeswehr, streiche Waffen- und Feldausbildung und ersetze sie durch Sanitäts-, ABC-Schutz- und/oder Brandbekämpfungsausbildung. Der eigentliche Einsatz kann dann bei entsprechenden zivilen Einrichtungen erfolgen, oder man richtet extra dafür einen weiteren militärischen Organisationsbereich neben Heer, Luftwaffe, Marine, Streitkräftebasis und Zentralem Sanitätsdienst ein.

        • Schutz und Sicherheit. Dies ist das Zeitalter der ABC-Waffen.

          Dabei liegt dieser Gedanke doch so nahe. Und doch so fern für diejenigen, die hier nicht konsequent denken….

        • „Gut, aber was bringt der Gesellschaft das?“

          Eine Steigerung der Überlebenschancen im Kriegsfall. Ob man so einen Dienst tatsächlich einführt, hängt natürlich davon ab, für wie wahrscheinlich man diesen hält; ich bevorzuge jedenfalls eine vorbereitete Bevölkerung. Trotzdem bin ich aber gegen einen Zwangsdienst und würde stärkere Anreize einsetzen, um einen Freiwilligendienst attraktiv zu machen.

        • „Dabei liegt dieser Gedanke doch so nahe. Und doch so fern für diejenigen, die hier nicht konsequent denken….“

          Oder Krieg und andere Katastrophen konsequent ausblenden. Sie wohnen ja auf der Insel der Seeligen, da kann sowas nicht passieren.

  2. „Aufgrund der Körperkraftunterschiede sind zwar ein Großteil der Frauen für tatsächliche Kampfeinsätze wenig geeignet, aber es gibt genug andere Jobs, die man dort machen könnte, die keine Körperkraft erfordern.“

    Würde in einem grossem Krieg bedeuten, daß Männer dann an die Front müssten und die Jobs in der Etappe von den Frauen übernommen werden. Also noch gefährlicher für Männer!

    • „Würde in einem grossem Krieg bedeuten, daß Männer dann an die Front müssten und die Jobs in der Etappe von den Frauen übernommen werden. Also noch gefährlicher für Männer!“

      Nicht zwangsläufig. Zum Minenräumen reicht die Fähigkeit zum einfachen Spazierengehen, gerne auch in der Gruppe, völlig aus.
      Als Schein- oder Ablenkziel reicht schlicht auffälliges Herumsitzen, was keinerlei körperliche Anstrengung erfordert.

      • Perfekt dargestellt!
        Einführung der Wehrpflicht auch für Frauen und dann ab mit ihnen in die Minenräumkommandos.

        Dann haben wir den ersten, winzigen Schritt hin zur echten Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern im Westen gemacht.

        • @VC

          Die Progressiven würden wohl eher Kinder dazu nehmen, nach Vorbild des Iran und eines der obersten Staatsführer der „Religion des Friedens“, Khomeinei:

          „…. 1982, im Krieg zwischen dem Irak und dem Iran, schickte der Revolutionsführer Tausende iranischer Kinder ab zwölf Jahre in den sicheren Tod: Er veranlasste sie, die Minenfelder mit ihren jungen Körpern zu räumen, um, so die Propaganda, ins Paradies zu kommen. Vor den Einsätzen wurde ihnen ein silberner Plastikschlüssel um den Hals gehängt, der ihnen die Pforten zum Paradies öffnen werde.

          Diese Lüge verfing. „Sie kommen in riesigen Horden“, klagte 1982 ein irakischer Offizier. „Man kann die erste Welle erschießen, auch die zweite, aber irgendwann türmen sich vor dir die Leichen, dass du nur noch heulen und dein Gewehr wegwerfen willst, das sind doch alles Menschen.““

  3. Frauen dürfen sich bei der Bundeswehr einiger exklusiv Rechte sicher sein:

    Obwohl Frauen bereits beim allerersten Gesetz was den militärischen Dienst anbelangt – dem Gesetz zur Wehrpflicht privilegiert sind, wird für die Frauen die sich dazu entschließen Soldatin zu werden, ein nicht unerheblicher Aufwand betrieben um sie vor möglichen Benachteiligungen zu schützen.

    Deswegen hat man ein Gesetz zur Gleichstellung von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr geschaffen.

    Das SGleiG (Soldatinnen- und Soldatengleichstellungsgesetz).
    Ziel des Gesetzes ist nach §1:

    (1) Dieses Gesetz dient der Gleichstellung von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sowie der Beseitigung bestehender und der Verhinderung künftiger Diskriminierungen wegen des Geschlechts.
    Nach Maßgabe dieses Gesetzes werden Soldatinnen gefördert, um bestehende Benachteiligungen abzubauen.

    Diese Förderung von Soldatinnen besteht aus gesetzlich verankerten Privilegien für Frauen:
    §6 Bevorzugte Einstellung von Frauen bei gleicher Qualifikation für Bereiche, in denen Soldatinnen unterrepräsentiert sind.

    §8 Sind Frauen in einzelnen Bereichen unterrepräsentiert, sind sie beim beruflichen Aufstieg bei gleicher Qualifikation bevorzugt zu berücksichtigen.

    §10 Soldatinnen sind verstärkt als Leiterinnen und Referentinnen von Fortbildungsveranstaltungen einzusetzen.

    Des weiteren gibt es einen Gleichstellungsplan und eine gewählte Gleichstellungsbeauftragte. Wahlberechtigt wie auch wählbar sind jedoch ausschließlich Soldatinnen.

    Durch diese Bevorzugung die den Soldatinnen per Gesetz garantiert ist, machen Frauen bei der Bundeswehr eine steilere Karriere als ihre männlichen Kameraden. Bei den Dienstgruppen der Unteroffiziere und Offiziere sind Frauen, gemessen an an ihren Gesamtanteil überproportional präsentiert.
    Bei der Gruppe der Unteroffiziere liegt der Frauenanteil bei 63,06%, der Männeranteil hingegen liegt mit 51,53% deutlich darunter. Bei den Offizieren sind die Frauen mit 17,89% dabei, die Männer liegen mit 18,36% gerade mal 0,47 Prozentpunkte darüber. Dafür sind die Männer die „Gewinner“ bei den einfachen Mannschaftsdienstgraden, hier liegt ihr Anteil bei 30,12%, die Frauen begnügen sich hier mit 19,04%.

    Die Prozentzahlen stehen im Kontext zu den jeweiligen Gesamtanteil der Geschlechter – man darf hier nicht den Fehler machen absolute Zahlen zu vergleichen, da der Frauenanteil nur ca: 9,3 % der Gesamtstärke der Bundeswehr ausmacht (Stand 2012).

    Auch verfährt man bei der Bundeswehr nach dem Grundsatz:
    Save the Ladys! Guys go to hell!

    In Afghanistan getöteten Soldaten:
    Von 2002 bis 2013 sind insgesamt 54 deutsche Bundeswehrsoldaten in Afghanistan gefallen.
    __________________________________________________________
    Gefallene Soldatinnen gab es bisher nur eine.
    Am 13.Juni 2014 viel die 23 Jährige Unteroffizierin Katrin G. in der General Merkel Kaserne in Hamburg-Neugraben die Treppe herunter. Dabei schrappte die junge Frau sich den linken Knöchel auf. Zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten verklagte sie die Bundeswehr auf Schadensersatz in Höhe von 100.000 Euro. Ministerin Ursula v.d. Leyen ordnete als Konsequenz daraus, extra-stark gepolsterte Stiefel für alle weiblichen Kämpferinnen in den Farben schwarz, pink und StrassGold an.

    (der letzten Abschnitt ist von mir frei erfunden 😉

    • §6 Bevorzugte Einstellung von Frauen bei gleicher Qualifikation für Bereiche, in denen Soldatinnen unterrepräsentiert sind.

      §8 Sind Frauen in einzelnen Bereichen unterrepräsentiert, sind sie beim beruflichen Aufstieg bei gleicher Qualifikation bevorzugt zu berücksichtigen.

      §10 Soldatinnen sind verstärkt als Leiterinnen und Referentinnen von Fortbildungsveranstaltungen einzusetzen

      Das sind so Paragrafen wo man das kalte Kotzen kriegen kann. Damit werden Frauen schnellstmöglich in Sicherheit an einen Schreibtisch befördert, mit mehr Gehalt versteht sich, um dort dann womöglich zu entscheiden wo und wie Männer sterben sollen, ohne selbst jemals das durchgemacht haben zu müssen.

      Bei der Polizei soll es ja ähnlich sein. In unserer frauenverachtenden Gesellschaft will eben kein Revier durch den Tod einer Polizistin in die Medien kommen. Wenn auf jemand geschossen wird, dann doch lieber auf einen Mann.

      Was sind denn „möglichen Benachteiligungen“? Das bei 9,3% Frauenanteil Frauen nicht 50% der Generäle stellen?

      • „Das sind so Paragrafen wo man das kalte Kotzen kriegen kann.“

        Ich hatte vor einigen Jahren einen Major in NRW kennengelernt. Noch nie ist mir zuvor ein Mensch begegnet, der in Sekunden nur durch ein Wort – hier „Soldatin“ – aus einem phlegmatischen Ruhezustand in den eines Tobsüchtigen geriet.
        Als Kompaniechef musste er mit in der Tasche geballter Faust Frauen fördern und zusehen, wie sich seine qualifizierten Männer ausklinkten und Dienst nach Vorschrift schoben, ohne dass die Mädel nun wirklich Mehrleistung brachten.

    • Finde ich als Schweizer positiv. Vor dieser Armee braucht nun wirklich keiner mehr Angst zu haben. Für alle Fälle steht auch noch die Pfadfindergruppe Schaffhausen bei uns an der Nordgrenze. Ich bin beruhigt.

  4. „Aus meiner Sicht sollte eher die Wehrpflicht ganz abgeschafft werden. Ich finde eine Wehrpflicht nicht mehr Zeit gemäß. Wenn man allerdings meint, dass eine Wehrpflicht bestehen soll oder auch nur eine Einziehungsmöglichkeit, dann ist es nur konsequent, wenn man diese auf beide Geschlechter erstreckt. Aufgrund der Körperkraftunterschiede sind zwar ein Großteil der Frauen für tatsächliche Kampfeinsätze wenig geeignet, aber es gibt genug andere Jobs, die man dort machen könnte, die keine Körperkraft erfordern.“

    Sehe ich genauso. Das Frauen durch die Schwangerschaft irgendwie Zeit verlieren ist bei eine Geburtenrate von unter 1,4 und gleichzeitig mit den Frauen die dafür kämpfen auch schwanger länger arbeiten zu dürfen schon etwas fadenscheinig.

    • „Dass Frauen durch die Schwangerschaft irgendwie Zeit verlieren i“

      Das Argument kam immer, stimmt. Wo waren eigentlich die Kreisbährersatzämter, zu denen die Mädchen zur Musterung mussten? Ich hab das irgendwie nie mitgekriegt. Und wurde je eine eingezogen? „DU kriegst jetzt ein Kind fürs deutsche Volk“?

      • Man stelle sich mal vor, Frauen würden per Gesetz und unter Androhung von Gefängnisstrafe gezwungen werden, sich von einem Mann die Geschlechtsteile untersuchen zu lassen. Genau das mussten aber Männer für Jahrzehnte, bei mehrfach weiblichen Ärzten im Kreiswehrersatzamt.

        • „Wie wurden den Anträge darauf, dass man einen männlichen Arzt will behandelt?“

          Einen männlichen Arzt zu wollen ist voll schwul. Niemand hat das gefordert.

        • Soweit ich das mitgekriegt habe dürfen Frauen, wenn sie gemustert werden, die ärztliche Untersuchung bei einem Arzt ihrer Wahl machen lassen, Brust abtasten und so.

          Während von Männern auch erwarten wird vor zwei Frauen die Vorhaut mehrmals vor- und zurückzuziehen.

          Wie sie mich aufgefordert hat die Vorhaut zurückziehen, hab ich das sehr langsam und unwillig gemacht. Sie forderte mich auf die Vorhaut weiter zurückziehen und ein bischen schneller. Plötzlich sagt sie: das geht mir zu langsam, geben sie die Hände weg. Was ich auch gemacht hab. Dann hat sie meinen Penis genommen und selbst die Vorhaut herumgeschoben. Ich war wie gelähmt und hab alles mit mir machen lassen.

          http://www.meinungsschreiber.net/forum/?page=Postings;id=18;thread=4552;post=2901

          Frauen haben da wieder so eine heilige Ehre oder sowas, die nicht verletzt werden darf. Mit dem Haarerlass ist es ja ähnlich.

        • Ja, stimmt.

          Unsere Gesellschaft ist geprägt von einer besonderen Empathie für Frauen.

          Es geht in vielen Fällen gar nicht um double standards, sondern die an der Oberfläche liegende Sonderbehandlung der Männer ist vermutlich eine völlig im Rahmen liegende Reaktion auf die Tatsache, daß die Gesellschaft für Männer keine Empathie hat – einfach, weil sie sie sich in Zeiten des Krieges oder der Kriegsgefahr (also: quasi immer) nicht leisten kann.

          Daher sind z.B. Microagressions bei Frauen ein Thema, bei Männern nicht, die sollen sich mal nicht so haben.

          Übrigens ist das alte Rom, die ja nun wirklich eine Sklavennation waren, shwer vorstellbar, wenn die Römer eine ähnliche Empathie für ihre Sklaven gehabt hätten wie für sich. Also: Es kann kein Patriarchat geben.(Hat es vermutlich auch nie.)

          Auch das Frauen Männer wie Dreck behandeln, hat vermutlich weniger mit einem besondern Charakterzug der Frauen, den die Biologisten generisch oder hormonell erklären müßten, zu tun, sondern entspricht einfach dem kulturellen Normalzustand einer Gesellschaft, die Krieg führt – und zwar mit dem biologisch stärkeren Geschlecht.

  5. Ich vermute schon länger, daß die kulturell erworbene Fähigkeit einer Gesellschaft zur Empathie gegenüber Männern schon so lange zurückgefahren wird, wie Männer in Kriegen getötet werden: Eltern nehmen es seit tausenden von Jahren hin, daß ihre Söhne verletzt, verstümmelt und im Krieg zerfetzt werden. Es ist – im Gegensatz zur Unterdrückung religiöser Gruppen, die – historisch gesehen – bei einer Größe von ca. 10% in im Mittel150 Jahren einen Staat in diesem Fall zerstören – kein Fall eines elterlichen Massenaufstandes bekannt, indem sie gegen die Wehrpflicht ihrer aufgestanden wären.

    Im Gegenteil, wir erziehen unsere Söhne nach wie vor so, daß sie es bereits mit 18 als Ehre ansehen, für den Vorgarten des Nachbarn oder die Eitelkeit der Politiker in den Tod gehen – was ja im Grunde einer Geisteskrankheit gleichkommt, zu der man klarerweise jahrelang erzogen werden muß.

    Das kann nicht über Jahrhundertestabil funktionieren, ohne daß eine Gesellschaft als Kulturleistung geschlossen für ein Geschlecht – das der Männer – keinerlei Mitleid hat. Und in dem Moment, wo auch die Frauen im Krieg sterben oder als Verstümmelte einfach nur noch eine Belastung sind, wird sich das für die Frauen auf großer Zeitskala ebenso entwickeln.

    Und in dem Fall sind wir das Problem des Feminismus ohnehin los. Dann haben wir einfach nur noch eine eiskalte, unbarmherzige und mitleidlose Gesellschaft.

    • „Eltern nehmen es seit tausenden von Jahren hin, daß ihre Söhne verletzt, verstümmelt und im Krieg zerfetzt werden. Es ist “

      Ich kann jetzt nicht zitieren, da ich es verborgt habe, aber in seinem Kriegstagebuch aus dem WW1 schreibt R. Binding über seine Verwunderung, das er Frauen im „Kohlrübenwinter“ 1917 oft mehr über das Fehlen z.B von echter Butter (Ersatz war Margarine) hat jammern hören, als über das Schicksal eines Sohnes im Felde.

      Dazu passt auch die Information Flüchtlingshelfern über die bizarre Tatsache, das manche vor dem Krieg geflohene Familien im Libanon aus ihrer zahlreichen Kinderschar „entbehrliche“ Söhne als Kindersoldaten an den IS oder sonstige Räuberbanden verkaufen, um Geld für das durchbringen der Restlichen zu erwerben und damit den Krieg wiederum verlängern.

    • *Im Gegenteil, wir erziehen unsere Söhne nach wie vor so, daß sie es bereits mit 18 als Ehre ansehen, für den Vorgarten des Nachbarn oder die Eitelkeit der Politiker in den Tod gehen – was ja im Grunde einer Geisteskrankheit gleichkommt, zu der man klarerweise jahrelang erzogen werden muß.*

      So ein ausgemachter Blödsinn.
      Niemand muss Berufssoldat werden und das sind mWn die einzigen, die auf Auslandseinsätze geschickt werden (und dafür hervorragend bezahlt werden).
      Das Bild des großäugigen Jungen, der an die Front muß um fürs Vaterland zu sterben, ist seit dem WK2 passé.

      • @marenleinchen Ach? Und deswegen wurde die Wehrpflicht eklusiv nur für junge Männer nur ausgesetzt, statt abgeschafft?

        Wieso redest du eigentlich mit? Du bist doch gar nicht betroffen? Das jedenfalls sagt man mir jedes mal wenn ich mich zu Abtreibung äußern will. Also sei so nett und halt den Mund ja? Das ist eine Sache von uns Männer. 😉

        • Red ich eigentlich chinesisch?

          „Niemand muss Berufssoldat werden und das sind mWn die einzigen, die auf Auslandseinsätze geschickt werden (und dafür hervorragend bezahlt werden).“

        • Scheint so. Offenbar ist dir nicht bewusst was es Wehrpflicht bedeutet. Sobald ein Kriegszustand eintritt (Natobündnisfall gegenüber Russland?) dann werden alle Leute die wehrpflichtig waren oder sind bis zu einem gewissen Alter (im Normalfall bis 50) eingezogen und an die Front zum Sterben geschickt. Du nicht, deine lieben feministischen Kolleginnen auch nicht und auch nicht aaaarme „unterdrückte“ kinderlose Frauen. Sondern nur Männer. Die dürfen dann in Massen verrecken, den „Heldentod“ sterben, damit du in deinem sicheren Heim nicht angegriffen, ausgebombt oder sogar getötet wirst.

          Vielleicht doch mal Deutsch lesen lernen? Dann wird es einfacher einen Sachverhalt wie diesen zu verstehen.

  6. Rein von der Effizienz der Armee betrachtet wäre ich rational gesehen dagegen Frauen auch einzuberufen.

    Da ich aber die Feministinnen weinen sehen will und ihr verquertes Denken aufzeigen will wäre ich absolut dafür.

  7. Mal angenommen, die USA fängt einen Krieg a la Vietnam an und zieht tatsächlich junge Frauen zum Dienst an der Waffe ein, so wie damals in den 60ern jeder junge Mann eingezogen und in den Dschungel geschickt werden konnte, dann ist doch völlig klar was passieren wird:

    Es wird einen instantanen Baby-Boom geben. Klaro werden die Mädels dann sofort die wirksamste Karte ausspielen die sie haben um sich zu drücken.

      • Gegen wen Hillary wohl den Krieg vom Zaun brechen wird?

        Da bin ich auch mal gespannt. Ich denke weil sie nicht so unberechenbar (?) wie Trump daher kommt wird ihre Gefährlichkeit unterschätzt, aber die meisten Männer unterschätzen eh die Gefährlichkeit vieler Frauen.

        Mit Iran ist ja eher Ruhe, da kann sie schlecht was machen. Ich tippe auf ein anheizen in Syrien um dort eventuell eine Entscheidung zu erzwingen, und parallel wird sie aufpassen daß das Feuer in der Ukraine nicht ganz ausgeht, sprich Russland weiter an seiner Westflanke beunruhigen.

        • „Mit Iran ist ja eher Ruhe, da kann sie schlecht was machen.“

          Clinton würde weiterhin dafür sorgen, dass der Einfluss des Iran in der Region wächst.

          Aber die wird ohnehin nicht Präsident, da kann sich unsere Jubelperserpresse die Finger wund schreiben.

    • „die sie haben um sich zu drücken.“

      Dann verpassen sie aber unter Umständen so schöne Märchen, wie das vom Sternthaler, das die Russen so schön erzählen können:

    • *Es wird einen instantanen Baby-Boom geben. Klaro werden die Mädels dann sofort die wirksamste Karte ausspielen die sie haben um sich zu drücken.*

      Und das ist „unehrenhafter“ als nach Kanada zu türmen?

      • „Und das ist „unehrenhafter“ als nach Kanada zu türmen?“

        Und wie stellst Du Dir dieses „Türmen“ vor?
        Mit Faltboot?
        Oder rüber schwimmen?

        Als ich anno ’82 in einen „Nato-Alarm“ geriet (man erfährt immer erst nach Stunden, ob es ein ernster oder gefakter Alarm ist. Die Panzer werden jedenfalls scharf aufmunitioniert), überlegte ich auch, zu „türmen“.
        Allein, ich wusste nicht, wohin?
        Die (west-)deutschen Nachbarländer waren selbst involviert, oder hätten sich bedankt, wenn tausende deutsche junge Männer sich bei ihnen durch den Grenzzaun gewühlt hätten.
        Nein, das Türmen hat nie wirklich funktioniert. Nicht zuletzt auch deshalb, weil das System der Häscher das erste ist, das voll funktionsfähig ist.

      • Dann wollen wir hoffen, dass wenigstens bei der Fahnenflucht mal Gleichberechtigung herrscht und auch Frauen dann mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe rechnen müssen.

  8. So verzweifelt sucht von der Leyen neue Soldaten

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article156337306/So-verzweifelt-sucht-von-der-Leyen-neue-Soldaten.html

    „Fachkräftemangel“ bei der Bundeswehr:

    „…. auch von der Leyens Vorvorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), der die Aussetzung der Wehrpflicht betrieben hatte, ahnte bereits, dass eine Freiwilligenarmee sich neue Rekrutierungspotenziale erschließen muss.“

    -> Söldnerarmee wie in der Antike bis zum Aufkommen der Nationalstaaten. Sollte das Geschichtsbewusstsein ansprechen, bei der Frage, was das bedeutet….

    Eine Demokratie brauch eine Armee aus den Mitgleidern ihrer eigenen Gesellschaft. Auch dies eine Lehre, die mal aus der Weimarer Zeit gezogen wurde und heute natürlich versucht wird zu entsorgen.

  9. Zu dem Thema hat Prof. van Creveld einiges gesagt:

    http://www.welt.de/politik/article2207152/Von-wegen-hart-Israel-und-seine-Soldatinnen.html

    Treffend: „Doch was macht eigentlich die Mehrzahl der Frauen in der israelischen Armee? „Gar nichts“, sagt eine Soldatin, die seit einigen Jahren dabei ist und es – für eine Frau jedenfalls – zu einem durchaus beachtlichen militärischen Rang gebracht hat. „Unter uns gesagt ist die meiste Arbeit unsinnig, die Frauen in der Armee verrichten. Sie kochen Kaffee und mischen täglich den Papierhaufen auf dem Schreibtisch einmal gut durch.“

    Noch immer seien 85 Prozent aller Soldatinnen mit Sekretärinnenarbeiten beschäftigt – so viele Sekretärinnen brauche aber nicht einmal eine Armee.“

    Das hier ist auch aufschlussreich:

    „So zeigen Studien, dass die meisten Frauen das Minimalgewicht der Ausrüstung für Kampfsoldaten von 50 Kilogramm einfach nicht tragen können. Auch haben selbst durchtrainierte Frauen Schwierigkeiten, Gepäckmärsche von mehr als 20 Kilometern durchzustehen. Zum Training gehören aber Märsche der doppelten Länge. Der Militärhistoriker Martin van Creveld kam in einer umfangreichen Untersuchung gar zu dem Schluss, der Einsatz von Frauen an der Front sei „geradezu kriminell“. Schon das Verletzungsrisiko liege unverhältnismäßig höher als bei Männern, weil Frauen mehr als doppelt so anfällig für Knochenbrüche seien. Im Durchschnitt verfügten Frauen über nicht mehr als 59 Prozent der Oberkörperstärke von Männern und seien für Kampfhandlungen einfach physisch nicht so gut aufgestellt. Hinzu kommen schlechte Erfahrungen, die die Armee im Unabhängigkeitskrieg 1948 mit dem Einsatz weiblicher Kämpfer gemacht hat.“

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-18975705.html

    Best of:

    „Beim Werfen von Handgranaten, einer Waffe mit Zukunft in Stadtkriegen, hatten Frauen Schwierigkeiten oder drohten sich gar in die Luft zu sprengen, wie sich im Training zeigte. Als Frauen während der achtziger Jahre in der US-Militärakademie West Point gleichberechtigt geschunden wurden, erlitten sie zum Beispiel zehnmal so viele Ermüdungsbrüche wie Männer.“

    https://jungefreiheit.de/pressemitteilung/2013/martin-van-creveld-frauen-im-militaer-sind-teure-farce/

    http://www.berliner-zeitung.de/krieg-ist-nichts-fuer-frauen–schreibt-der-militaerhistoriker-martin-van-creveld-fallschirme-falten-fuer-den-sieg-16687902

    Ob es frauenfeindlich ist, solche Artikel zu zitieren? Nein, die Wehrpflicht für oder eher gegen Frauen ist frauenfeindlich, und ich bin gegen diese Wehrpflicht, ob sie nun Frauen oder Männer betrifft.

    Es hat einfach keinen Zweck, Menschen zu Tätigkeiten zu zwingen, für die sie sich nicht eignen, wie z.B. Frauen zum Militärdienst. Eine Hirschkuh eignet sich ja auch nicht für Geweihkämpfe. Es wird aus rein ideologischen Überzeugungen gemacht, weil es zu den Prinzipien in Israel gehört, verteidigungsbereit zu sein – in Sachen Frauenwehrpflicht offenbar mit dem Kopf durch die Wand und ohne gute Begründung – oder weil es zu den radikalfeministischen Überzeugungen gehört.

    Aber werden Frauen aus feministischen (!) Gründen zum Wehrdienst zwangsweise eingezogen, dann ist das ein gutes Beispiel dafür, wie frauenfeindlich Feminismus sein kann.

    Nicht vergessen: Eine Wehrpflicht bedeutet, dass diejenigen, die sich weigern, sie abzuleisten, dafür ins Gefängnis kommen und anschließend vorbestraft sind. Ich glaube, dass vergessen viele, die immer so schnell daherplappern, dass sie bestimmte Zwangsdienste sinnvoll finden.

    • „bestimmte Zwangsdienste sinnvoll finden“

      Wenn es um das Überleben einer Nation geht, ist diese Art von „Zwang“ gerechtfertigt, oder nicht?
      Und vor allem, wenn es um einen Verteidigungskrieg geht.

      „Es wird aus rein ideologischen Überzeugungen gemacht, weil es zu den Prinzipien in Israel gehört, verteidigungsbereit zu sein“

      Leider hat das mit Ideologie rein gar nichts zu tun und nur mit Erfahrung. Dass der Spiegel und Konsorten hier gegen anschreiben, kann auch nicht wundern. Eine objektive Einschätzung der Sache kannst du von denen sicherlich nicht erwarten.

      • „Wenn es um das Überleben einer Nation geht, ist diese Art von „Zwang“ gerechtfertigt, oder nicht?
        Und vor allem, wenn es um einen Verteidigungskrieg geht.“

        Es geht aber nicht um das Überleben einer Nation. Die Frauen in Israel verändern nichts daran, dass dieses land verteidigungsfähig ist. Das ist es mit und ohne Frauen.

        Und die meisten Länder brauchen heute auch keine männlichen Wehrpflichtigen mehr, um überlebensfähig zu sein.

        „„Es wird aus rein ideologischen Überzeugungen gemacht, weil es zu den Prinzipien in Israel gehört, verteidigungsbereit zu sein“

        Leider hat das mit Ideologie rein gar nichts zu tun und nur mit Erfahrung.“

        Doch, die Frauenwehrpflicht ist was ideologisches. Erfahrung hat man doch (siehe oben) mit Frauen im Krieg gemacht, und zwar schlechte.

        „Dass der Spiegel und Konsorten hier gegen anschreiben, kann auch nicht wundern. Eine objektive Einschätzung der Sache kannst du von denen sicherlich nicht erwarten.“

        Ist denn van Crevelds Einschätzung nicht objektiv?

        • @matthias

          „Und die meisten Länder brauchen heute auch keine männlichen Wehrpflichtigen mehr, um überlebensfähig zu sein.“

          Wer den Frieden will. muss für den Krieg rüsten – ist eine alte Weisheit, die nie ihre Aktualität verliert. Vor allem in Zeiten, in dem eine immer aggressiver werdene Politik von immer mehr Ländern und Gruppen ausgeht.

          Übrigens sind auch viele Männer nicht fähig im Militär zu arbeiten, dass die Anzahl der Frauen naturgemäss noch höher ist, spricht keinesfalls prinzipiell gegen Frauen. Daher müssen die auch herangezogen werden können.

          Die Exrembeispiele, die genannt wurden, sind albern, typisch Spiegel oder „Junge Freiheit“.

          Natürlich sind diese oben genannten Frauenbevorzugungs-Progamme völlig kontraproduktiv, wie immer, und müssten abgeschafft werden: (SGleiG (Soldatinnen- und Soldatengleichstellungsgesetz), das Gesetz verletzt ohnehin das Grundgesetz und sein grundsätzliches Diskriminierungsverbot.

          Das einzig richtig Gute an diesen ganzen Aktionen der Bundesregierung bis jetzt ist, dass sein Militär keine wirkliche Schlagkraft entwickeln wird und daher auch die weitere Machtentfaltung dieses Deutschlands untergraben dürften. Und es besteht ja durchaus Grund zur Sorge um dieses Deutschland, das zB von sich sagt, dass der Islam zu ihm gehören würde und das so eifrig dabei ist sich wieder auf die „falsche Seite der Geschichte“ zu stellen….

        • @ Alex

          „Wer den Frieden will. muss für den Krieg rüsten – ist eine alte Weisheit, die nie ihre Aktualität verliert. Vor allem in Zeiten, in dem eine immer aggressiver werdene Politik von immer mehr Ländern und Gruppen ausgeht.“

          Das schon, aber rüstet man durch die Wehrpflicht – also die für Männer – denn überhaupt auf? Ich glaube das nicht. Die Zeiten sind vorbei, in denen massenweise Soldaten gebraucht werden. Kriege sind heute anders als im 2. Weltkrieg.

          „Übrigens sind auch viele Männer nicht fähig im Militär zu arbeiten, dass die Anzahl der Frauen naturgemäss noch höher ist, spricht keinesfalls prinzipiell gegen Frauen.“

          Dass viele Männer nicht wehrdienstfähig sind, weiß ich – ich selbst halte mich diesbezüglich auch nicht für fähig. Ein guter Grund, nicht einfach Männer zwangsweise einzuziehen.

          Bei den Frauen ist nicht einfach der Anteil der Wehrdienstunfähigen höher, sie sind meines Erachtens alle oder fast alle wehrdienstunfähig.

          Die stärksten Frauen spielen kräftemäßig in der Liga, in der die schwächsten Männer mitspielen – und Letztere sind wehrdienstunfähig.

          „Daher müssen die auch herangezogen werden können.“

          Das hat aber bei fast allen Frauen keinen Zweck und nützt der Armee rein gar nichts. Ab Frauenanteilen von 10-15 % bricht die Wehrfähigkeit der Truppe zusammen, so van Creveld. Glaub ich auch.

          „Die Exrembeispiele, die genannt wurden, sind albern, typisch Spiegel oder „Junge Freiheit“.“

          Ich glaube nicht, dass das Extrembeispiele sind. Frauen können beispielsweise fast immer nicht gut werfen. Logisch, dass sie somit auch keine Handgranaten werfen können und sich dabei drohen, selbst in die Luft zu jagen.

          „Natürlich sind diese oben genannten Frauenbevorzugungs-Progamme völlig kontraproduktiv, wie immer, und müssten abgeschafft werden: (SGleiG (Soldatinnen- und Soldatengleichstellungsgesetz), das Gesetz verletzt ohnehin das Grundgesetz und sein grundsätzliches Diskriminierungsverbot.“

          Klar, aber unabhängig davon darf es keine Wehrpflicht geben, schon gar keine für Frauen. Die können mit ihrem Leben besseres anfangen, und das ist auch für die Allgemeinheit besser, egal, was sie anders machen.

          „Das einzig richtig Gute an diesen ganzen Aktionen der Bundesregierung bis jetzt ist, dass sein Militär keine wirkliche Schlagkraft entwickeln wird und daher auch die weitere Machtentfaltung dieses Deutschlands untergraben dürften.“

          Machtenfaltung durch militärische Stärke? Deutschland? Das gibt eh nichts. Wir haben keine Atomwaffen. Also gibt das nichts.

          „Und es besteht ja durchaus Grund zur Sorge um dieses Deutschland, das zB von sich sagt, dass der Islam zu ihm gehören würde und das so eifrig dabei ist sich wieder auf die „falsche Seite der Geschichte“ zu stellen….“

          Gründe der Sorge gibt es wirklich viele. Aber ich glaube nicht, dass militärische Zwangsdienste und dann auch noch welche für Frauen irgendwas daran verbessern.

        • @Matthias

          „rüstet man durch die Wehrpflicht – also die für Männer – denn überhaupt auf?“

          Aber sicher, denn es existiert ein hohes Potential an ausgebildeten Soldaten, die sich innerhalb kürzerer Zeit mobilisieren lassen. Diese „Wehrbereitschaft“ wiederherzustellen, wäre im besten Sinne des Wortes „Ausrüstung“.

          „Die Zeiten sind vorbei, in denen massenweise Soldaten gebraucht werden.“

          „Diese Zeiten sind ganz anders“ ist eine der verhängnisvollsten Platitüden, schon immer gewesen….

          „Die stärksten Frauen spielen kräftemäßig in der Liga, in der die schwächsten Männer mitspielen – und Letztere sind wehrdienstunfähig.“

          Wenn die Menschen noch mit Schwert. Lanze und Schild kämpfen würden, täte ich deiner Meinung zustimmen. Aber im Zeitalter der Automatikwaffen und der entscheidenen Bedeutung von Flugkörpern nicht.

          „Ab Frauenanteilen von 10-15 % …“

          Kommt wohl ganz auf die Situation an und auf die Art des Konflikts, der sich entwickelt. Wenn Frauen zB ausbildet werden würden, heisst das ja nicht, dass sie auch eingesetzt werden.

          „Logisch, dass sie somit auch keine Handgranaten werfen können und sich dabei drohen, selbst in die Luft zu jagen.“

          Na, dann muss man eine Granate in Form einer Handtasche entwickeln, dann klappt das bestimmt sehr gut 😉
          Scherz beiseite, heute wirft man keine Granaten mehr, man feuert sie ab, aus Schussvorrichtungen.

          „darf es keine Wehrpflicht geben, schon gar keine für Frauen. Die können mit ihrem Leben besseres anfangen“

          Natürlich, auch für die Männer gilt das. Aber es ist nunmal eine wichtige Aufgabe, auch wenn sie völlig undankbar ist, das will ich gar nicht bestreiten.

          „Machtenfaltung durch militärische Stärke? Deutschland? Das gibt eh nichts. Wir haben keine Atomwaffen. Also gibt das nichts.“

          Frankreich hat welche und Deutschland könnte die geradezu aus dem Hut zaubern. Hier sähe ich kein Problem in Bezug auf dieses Szenario.

          „Gründe der Sorge gibt es wirklich viele. Aber ich glaube nicht, dass militärische Zwangsdienste und dann auch noch welche für Frauen irgendwas daran verbessern.“

          Doch, weil das Militär ein wichtiger Machtfaktor im Staat ist und eine Demokratie sicherlich die Demokratie und unseren Staat stabilisieren würde, in unruhigen Zeiten. Eine Sodateska wäre viel zu leicht zu missbrauchen.

          Die Aussetzung der Wehrpflicht und die jetzigen Vorstösse, die Bundeswehr zu „internationalisieren“, über die EU zB, sehe ich als grundsätzlich destabilisierend an.

          Damit kann Deutschland zB leicht ein ähnliches Schicksal von Frankreich im 2. WK erleiden und im „Blitz“ erobert werden.

        • @ Alex

          „Aber sicher, denn es existiert ein hohes Potential an ausgebildeten Soldaten, die sich innerhalb kürzerer Zeit mobilisieren lassen. Diese „Wehrbereitschaft“ wiederherzustellen, wäre im besten Sinne des Wortes „Ausrüstung“.“

          Ja, aber solche Massen von Soldaten werden nicht mehr gebraucht, sondern eher militärische Spezialeinheiten.

          Und für die eigenen sich nur ganz wenige.

          „„Die Zeiten sind vorbei, in denen massenweise Soldaten gebraucht werden.“

          „Diese Zeiten sind ganz anders“ ist eine der verhängnisvollsten Platitüden, schon immer gewesen….“

          Nee, in dem Fall nicht. Es gibt im Krieg keine Schützengräben mehr.

          „„Die stärksten Frauen spielen kräftemäßig in der Liga, in der die schwächsten Männer mitspielen – und Letztere sind wehrdienstunfähig.“

          Wenn die Menschen noch mit Schwert. Lanze und Schild kämpfen würden, täte ich deiner Meinung zustimmen. Aber im Zeitalter der Automatikwaffen und der entscheidenen Bedeutung von Flugkörpern nicht.“

          Aber genau wegen dieser Luftwaffe werden ja nicht mehr Massen von Soldaten gebraucht.

          „„Ab Frauenanteilen von 10-15 % …“

          Kommt wohl ganz auf die Situation an und auf die Art des Konflikts, der sich entwickelt. Wenn Frauen zB ausbildet werden würden, heisst das ja nicht, dass sie auch eingesetzt werden.“

          Wozu bildet man sie dann aus? Für die Katz?

          „„Logisch, dass sie somit auch keine Handgranaten werfen können und sich dabei drohen, selbst in die Luft zu jagen.“

          Na, dann muss man eine Granate in Form einer Handtasche entwickeln, dann klappt das bestimmt sehr gut😉
          Scherz beiseite, heute wirft man keine Granaten mehr, man feuert sie ab, aus Schussvorrichtungen.“

          Doch, bei Häuserkämpfen bestimmt auch normale Handgranaten.

          „„darf es keine Wehrpflicht geben, schon gar keine für Frauen. Die können mit ihrem Leben besseres anfangen“

          Natürlich, auch für die Männer gilt das. Aber es ist nunmal eine wichtige Aufgabe, auch wenn sie völlig undankbar ist, das will ich gar nicht bestreiten.“

          Wir brauchen hier in Deutschland keine Wehrpflicht, und auch keine Wehrersatzdienstpflicht.

          „„Machtenfaltung durch militärische Stärke? Deutschland? Das gibt eh nichts. Wir haben keine Atomwaffen. Also gibt das nichts.“

          Frankreich hat welche und Deutschland könnte die geradezu aus dem Hut zaubern. Hier sähe ich kein Problem in Bezug auf dieses Szenario.“

          Die Atomwaffen sorgen dafür, dass NATO-Staaten nicht angegriffen werden. Auch wenn Deutschland keine hat. Wir sind in der Nato zusammen mit 3 Atommächten. Die USA haben dazu noch eine sehr mächtige konventionelle Schlagkraft. Deshalb erobert niemand Deutschland.

          „„Gründe der Sorge gibt es wirklich viele. Aber ich glaube nicht, dass militärische Zwangsdienste und dann auch noch welche für Frauen irgendwas daran verbessern.“

          Doch, weil das Militär ein wichtiger Machtfaktor im Staat ist und eine Demokratie sicherlich die Demokratie und unseren Staat stabilisieren würde, in unruhigen Zeiten.“

          Daran ändern wehrpflichtige junge Männer nichts und wehrpflichtige Frauen schon gar nichts. Die Schlagkraft der Armee hängt nicht von ihnen ab.

          „Eine Sodateska wäre viel zu leicht zu missbrauchen.“

          Damit kann man meines Erachtens nicht Zwangsdienste rechtfertigen. Der Missbrauch muss halt anders vermieden werden.

          „Die Aussetzung der Wehrpflicht und die jetzigen Vorstösse, die Bundeswehr zu „internationalisieren“, über die EU zB, sehe ich als grundsätzlich destabilisierend an.“

          Destabilisierend? Nur weil die Wehrpflicht weg ist? Das halte ich für Blödsinn.

          „Damit kann Deutschland zB leicht ein ähnliches Schicksal von Frankreich im 2. WK erleiden und im „Blitz“ erobert werden.“

          Nie im Leben. Von wem denn? Wer ist schon so verrückt und greift ein Land an, wo die USA immer noch einige wenige Atomwaffen stationiert haben? Und immer noch – wenn auch stark verringert – militärisch präsent sind? Wer ist schon so verrückt und greift ein Land an, dass Mitglied der NATO ist?

        • @Matthias

          „Wer ist schon so verrückt und greift ein Land an, dass Mitglied der NATO ist?“

          Ein anderes Nato-Land… Was dann?
          Ausserdem zerfällt die Nato gerade oder weist zumindest grosse Auflösungserscheinungen auf. Die USA werden sicherlich nicht länger gewillt sein, den Verein unbedingt weiterzuführen, wenn auf ihnen die Hauptlast liegt und sich die sogenannten Alliierten schön sauber aus allem raushalten.
          Und Europa ist mittlerweile von mächtigen Störenquellen umgeben, deren Zukunft sehr ungewiss ist, Russland, Ukraine, Türkei, Nordafika. Völlig fahrlässig mE, da keine schlagkräftige Armee mehr zu besitzen. Soetwas ist ja auch nicht schnell aufgebaut im Frieden, der Zeithorizont ist beträchtlich.

        • @alex

          Wehrpflicht ergibt keine schlagkräftige Armee.

          Ich halte die Schreckensszenarien auch für reichlich übertrieben. Auch Russland will keinen großen Krieg und die Türkei, Nordafrika und Co können keinen anfangen

        • „Dass ein deutscher Außenminister nun aber sogar dem gesamten westlichen Verteidigungsbündnis in den Rücken fällt, indem er es wegen dringend nötiger Übungen, an denen auch die Bundeswehr teilnimmt, mit Kriegslüsternheit in Verbindung bringt, ist ein beispielloser Akt von Illoyalität.“

          meint Richard Herzinger bei der „Welt“
          http://www.welt.de/debatte/kommentare/article156358027/Steinmeiers-beispielloser-Akt-der-Illoyalitaet.html

          Das ist, was ich mit Verfall der Nato meinte.

        • „Wer ist schon so verrückt und greift ein Land an, dass Mitglied der NATO ist?“
          Allah akbar…

      • @chris

        Vorsicht ist besser als Nachsicht. Und ein militärisch ausgebildetes Land ist ohne Zweifel wehrhafter als ohne jegliche Ausbildung. Insbesondere erschwert dies die Besetzung eines Landes.
        Ein Argument habe ich noch vergessen: eine Armee aller sichert die demokratische Legitimität der grössten und gefährlichsten Macht, die ein Staat entwickeln kann und sichert damit den Status des Volks als oberstem Souverän mit. Ein Äquivalent zum 2. Zusatz der US Verfassung.

        • Das kann man wohl nicht abschätzen oder gar errechnen.
          Leider kostet das was und wenn man die Armee hat, in der angemessenen Weise, ist diese sogar noch nutzlos! (denn sie wird ja nicht einsetzt, insofern „nutzlos“)

      • „Wenn es um das Überleben einer Nation geht, ist diese Art von „Zwang“ gerechtfertigt, oder nicht?“
        Menschen leben länger als Nationen, wenn man sie läßt. Mir erscheint es so, daß eine Nation, die nur über Zwangsdienste ihr überleben sichern kann eingentlich verdient hat, Geschichte zu sein. So geschehen bei Napoleons Eroberung Preußens, um mal ein Beispiel zu nennen. „Auferstanden“ ist es erst wieder, als ein großer Teil der Bevölkerung freiwillig anfing Widerstand zu leisten.

        • „Menschen leben länger als Nationen, wenn man sie läßt. Mir erscheint es so, daß eine Nation, die nur über Zwangsdienste ihr überleben sichern kann eingentlich verdient hat, Geschichte zu sein. “

          Das war auch die Auffassung von Robert Heinlein („Starship Troopers“). Ich halte das für gefährlich idealistisch. Wenn die einzige realistische Möglichkeit zur Abwehr des Zwangs eines feindichen Staates die Wehrpflicht ist, sollte man sie auch nutzen. Ob so eine Nation verdient hat, zu überleben, ist eine Einschätzung, die ich Philosophen und Historikern überlassen möchte. Die Menschen, die unter der Besatzung leiden müssen, haben andere Sorgen.

        • @DJ
          „So geschehen bei Napoleons Eroberung Preußens …“

          Ein nicht so tolles Beispiel aus der Frühzeit der sich konstituierenden europäischen Nationen. In der alten feudalen Ordnung waren die Staaten etwas ganz anderes, da *herrschte* die Oberschicht über ihre Untertanen und diese Gebilde waren es, denen „niemand“ hinterhertrauerte, wenn sie durch ein anderes ersetzt wurden.
          In der neuen demokratischen Ordnung von Staaten heute (wenigstens auf Europa bezogen, die des Nahen Osten zB sind demgegenüber auf dem Niveau des Mittelalters oder der frühesten Neuzeit) sieht das ganz anders aus und die Pflicht das Land zu verteidigen wird gleichzeitig auch ein *Recht*.

          Ich habe schon das Gefühl, dass mit der Ablehung eines demokratischen Militärs auch eine Ablehung des ganzen Systems einhergeht und kann diesen falschen Pazifismus, der in diesen Diskussionen so häufig auftaucht, daher nicht gutheissen.

          Daher sehe ich auch die Aussetzung der Wehrpflicht als eine Destabilisierung der Demokratie an, hier geht es eben auch um das Recht und um die Möglichkeit der Bürger (und Bürgerinnen, bitteschön!) ihr Land zu verteidigen und damit die höchste Macht des Staates auszuüben.

        • „Ein nicht so tolles Beispiel aus der Frühzeit der sich konstituierenden europäischen Nationen. “
          Die DDR. Die Grenzruppen haben überhaupt nicht so reagiert, wie ihnen befolen war: Sie haben die Leute einfach rübergelassen.
          Dabei standen die Schützenpanzer schon in den Hinterhöfen. Und schießen konnten die Leute auch.

        • @DJ

          Die DDR war ja auch keine Nation, sondern viel eher ein ideologisches Konstrukt. Und natürlich ein Produkt des Krieges.

        • „Daher sehe ich auch die Aussetzung der Wehrpflicht als eine Destabilisierung der Demokratie an, hier geht es eben auch um das Recht und um die Möglichkeit der Bürger (und Bürgerinnen, bitteschön!) ihr Land zu verteidigen und damit die höchste Macht des Staates auszuüben.“

          Oh Mann, dieses Pathos macht fast sprachlos.

          Den Stuss hat man den Männern schon 1914 erzählt und 1939 wieder.
          Millionen Männer krepierten für Führer, Volk und VATERLAND.

          Nur zur Erinnerung: beide Kriege gingen für Deutschland verloren.

          Und?

          Ist Deutschland untergegangen? Leben wir in welscher oder bolschewistischer Sklaverei?
          Definitely not!

          Die Demokratie ist ein verteidigenswertes Gut. Aber aus dem, was ich hier in den letzten Monaten gelesen habe, scheinen wir über den Inhalt dieser Gesellschaftsordnung ziemlich unterschiedliche Ansichten haben.
          Und Deine Vorstellung davon würde ich nicht mit meinem Leben verteidigen wollen.
          Ich habe nämlich nur dieses eine.
          Und meine Söhne habe ich auch immer inständig vor den Rattenfängern gewarnt, die sie fürs Vaterland als Weichziele rekrutieren wollen.

  10. Recht so!
    Ich bin auch gegen die Wehrpflicht, aber wenn sie schon da ist, soll sie wenigstens nicht diskriminieren. Und würde sie jemals akut werden, wäre es die größte Hoffnung für ihre Abschaffung, wenn sie auch Frauen beträfe. Die will man im Krieg nicht verheizen, wie Männer.

    Aber seit man es als einseitig-frauenfeindlichen Sexismus deklariert hat, dass Frauen früher nicht durften, was Männer mussten, habe ich jede Hoffnung aufgegeben, dass sich in dem Bereich auch nur der Schatten von Gerechtigkeit erheben könnte.

    • *Ich bin auch gegen die Wehrpflicht, aber wenn sie schon da ist, soll sie wenigstens nicht diskriminieren.*

      Und das, Ladies und Gentlemen, ist der Grund, warum die Wehrpflicht bis dato nicht abgeschafft ist. Wenn sie grundsätzlich ok ist, warum soll man sie auch abschaffen?

      Ist so ähnlich wie „Mein Gehalt ist zwar scheiße, aber wenigstens verdienen alle anderen genauso mies wie ich.“

      *Die will man im Krieg nicht verheizen, wie Männer.*

      Lt Wiki (Stand 2015) sind in der Bundeswehr seit 1992 106 Menschen bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommen, davon 37 unter Fremdeinwirkung. Kein einziger Wehrpflichtiger. Heutzutage wird niemand mehr verheizt. ^^

      • Nein, nein – wie gesagt, ich bin absolut und restlos dagegen.

        Ihre Erweiterung auf beide Geschlechter sehe ich lediglich als Chance ihrer Abschaffung, da es nun einmal eher als Unrecht erkannt wird, wenn Frauen mit staatlicher Drohung eingezogen und zwecks Prüfung ihrer körperlichen Verwertbarkeit untersucht werden, als wenn es Männern geschieht.

        Will nicht leugnen, dass ich seit dem angeblichen Gleichstellungseingriff, Frauen hier noch zusätzliche Privilegien einzuräumen (halt zu „dürfen“) etwas trotzig und gehässig bin, aber von der grunsätzlichen Unzulässigkeit der Wehrpflicht bin ich dennoch überzeugt.

        Dass man als Wehrpflichtiger nicht mehr real verheizt wird, ist mir auch klar. Aber der historische Hintergrund und das, was es einem über den eigenen Wert aussagt, ist schon allzu deutlich.

      • An dieser Stelle sei mal an den Begriff „Grundwehrdienst“ erinnert: nämlich das, was im Allgemeinen als „zum Bund müssen“ und „die Wehrpflicht“ bezeichnet wird.
        Und zum Grundwehrdienst wird z.Z. nicht eingezogen.
        Wehrpflichtig ist jeder taugliche Mann bis 45 (Offiziere bis 60) wehrpflichtig. Dazu gehört auch, dass man z.B. die BRD ohne Genehmigung nicht länger als drei Monate verlassen darf (§ WPflG).

        Im Verteidigungsfall (also auch wenn ein NATO-Partner angegriffen wird) müssen „wir“ (also die Entbehrlichen) alle ran. Anerkannte Kriegsdienstverweigerer wie ich (die ihren Grundwehrdienst in Form von Zivildienst geleistet haben), müssen auch einrücken. Wir kämpfen dann nicht, dürfen aber die Verletzten und Verstümmelten versorgen bzw. an der Heimatfront Feuer löschen.

        Ein wichtiges Detail: wenn uns jemand (meinetwegen die Bugs von Klendathu) angreift, dann ist die erste, menschliche Reaktion: Koffer packen und nix wie weg.
        Als Frau: kein Problem;
        als Wehrpflichtiger: mindestens Ordnungswidrigkeit nach WPflG wenn nicht sogar Straftat nach Soldatengesetz.

        • *Im Verteidigungsfall (also auch wenn ein NATO-Partner angegriffen wird) müssen „wir“ (also die Entbehrlichen) alle ran.*

          Nope.

          WPflG §6a
          1) Zu Verwendungen, die auf Grund eines Übereinkommens, eines Vertrages oder einer Vereinbarung mit einer über- oder zwischenstaatlichen Einrichtung oder mit einem auswärtigen Staat auf Beschluss der Bundesregierung im Ausland oder außerhalb des deutschen Hoheitsgebietes auf Schiffen oder in Luftfahrzeugen stattfinden (besondere Auslandsverwendung), können gediente Wehrpflichtige herangezogen werden, soweit sie sich dazu schriftlich bereit erklärt haben.

          WPflG §6c
          (1) Zu Verwendungen der Streitkräfte im Rahmen der Amtshilfe oder zur Hilfeleistung bei einer Naturkatastrophe oder einem besonders schweren Unglücksfall nach Artikel 35 des Grundgesetzes kann ein gedienter Wehrpflichtiger herangezogen werden, soweit er sich dazu schriftlich bereit erklärt hat.

          WPflG §6d
          (1) Zu Verwendungen der Streitkräfte im Rahmen von humanitären Hilfeleistungen im Ausland kann ein gedienter Wehrpflichtiger herangezogen werden, soweit er sich dazu schriftlich bereit erklärt hat.

        • @maren

          Das sind Verwendungen im Ausland in Friedenszeiten. Die Einberufung im Krieg erfolgt nicht aufgrund Vertrag oder den anderen dort angeführten Gründen, sondern wegen des Verteidigungsfalls

          § 4 Arten des Wehrdienstes

          (1) Der nach Maßgabe dieses Gesetzes zu leistende Wehrdienst umfasst
          1.
          den Grundwehrdienst (§ 5),
          2.
          die Wehrübungen (§ 6),
          3.
          die besondere Auslandsverwendung (§ 6a),
          4.
          den freiwilligen zusätzlichen Wehrdienst im Anschluss an den Grundwehrdienst (§ 6b),
          5.
          die Hilfeleistung im Innern (§ 6c),
          6.
          die Hilfeleistung im Ausland (§ 6d) und
          7.
          den unbefristeten Wehrdienst im Spannungs- und Verteidigungsfall.
          (2) (weggefallen)
          (3) Der Wehrdienst kann auch freiwillig geleistet werden. Wer auf Grund freiwilliger Verpflichtung einen Wehrdienst nach Absatz 1 leistet, hat die Rechtsstellung eines Soldaten, der auf Grund der Wehrpflicht Wehrdienst leistet. Das gilt auch für eine besondere Auslandsverwendung nach § 6a, den freiwilligen zusätzlichen Wehrdienst im Anschluss an den Grundwehrdienst nach § 6b, die Hilfeleistung im Innern nach § 6c und die Hilfeleistung im Ausland nach § 6d.

          § 21 Einberufung

          (1) Ungediente Wehrpflichtige werden von den Kreiswehrersatzämtern in Ausführung des Musterungsbescheides zum Wehrdienst einberufen. Ort und Zeitpunkt des Diensteintritts werden durch Einberufungsbescheid bekannt gegeben. Im Einberufungsbescheid ist auch die Dauer des zu leistenden Wehrdienstes anzugeben; dies gilt nicht für die Einberufung zum Wehrdienst im Spannungs- und Verteidigungsfall nach § 4 Absatz 1 Nummer 7 und zu Wehrübungen als Bereitschaftsdienst nach § 6 Absatz 6.
          (2) Die Wehrpflichtigen haben sich entsprechend dem Einberufungsbescheid zum Wehrdienst in der Bundeswehr zu stellen.
          (3) Der Einberufungsbescheid soll vier Wochen vor dem Diensteintrittstermin zugestellt sein. Als Ersatz für Ausfälle vorgesehene Wehrpflichtige sind schriftlich davon zu unterrichten, dass sie kurzfristig einberufen werden können. Wehrpflichtige können ohne Einhaltung einer Frist einberufen werden, wenn
          1.
          Wehrübungen als Bereitschaftsdienst angeordnet sind,
          2.
          die Einberufung zu einer nach den Umständen gebotenen Erhöhung der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte notwendig ist,
          3.
          der Spannungs- oder Verteidigungsfall eingetreten ist,
          4.
          das Bundesministerium der Verteidigung oder die von ihm bestimmte Stelle Wehrübungen von kurzer Dauer als Alarmübungen angeordnet hat oder
          5.
          eine Hilfeleistung im Innern oder im Ausland zu erbringen ist.

        • „Das mit dem NATO-Partner bleibt aber trotzdem falsch. ^^“
          Nein. Lies das Gesetz. Es gilt immer der Wortlaut.

          Der Spannungs- oder Verteidigungsfall muss halt eingetreten sein. Dieser tritt ein wenn ein solcher durch die NATO deklariert wird.

        • @dummerjan
          Also, du meinst also, dass wenn, mal hypothetisch gesprochen, Russland und die Türkei sich an die Gurgel gehen, alle Wehrpflichtigen Deutschlands an den Ort des Geschehens geschickt werden? Meinst du das wirklich?

        • @marenleinchen:
          Zugegeben ich bin nicht besonders in internationalem Recht bewandert; nur ein wenig im Europa-Recht. Allerdings glaube ich, dass der Bündnisfall gemäß Artikel 5 des Nordatlantikvertrages für Deutschland den Verteidigungsfall bedeutet…
          …also sofern der Bundestag zustimmt…

        • „Also, du meinst also, dass wenn, mal hypothetisch gesprochen, Russland und die Türkei sich an die Gurgel gehen, alle Wehrpflichtigen Deutschlands an den Ort des Geschehens geschickt werden? Meinst du das wirklich?“

          Die meisten würden in diesem Fall wohl in Deutschland verbleiben oder nach Polen/ins Batikum geschickt werden. Entscheidend ist, dass die Wehrpflichtigen es sich nicht aussuchen können.

        • „Also, du meinst also, dass wenn, mal hypothetisch gesprochen, Russland und die Türkei sich an die Gurgel gehen, alle Wehrpflichtigen Deutschlands an den Ort des Geschehens geschickt werden? Meinst du das wirklich?“
          Die Türkei muss die NATO anrufen und die NATO muß den Bündnisfall erklären. Dann wird dies so sein.
          Praktisch gesehen taugt die Wehrdienstarmee eher als Truppe zum Sichern der rückwärtigen Gebiete. Aber immerhin: Auch dort knallt es und moderne Kriege sind sicher nicht regional begrenzt.

        • „Also, du meinst also, dass wenn, mal hypothetisch gesprochen, Russland und die Türkei sich an die Gurgel gehen, alle Wehrpflichtigen Deutschlands an den Ort des Geschehens geschickt werden? Meinst du das wirklich?“

          Exakt das ist Sinn und Zweck der NATO.
          Sicher nicht sofort, aber in dem Maße, in dem der Konflikt eskaliert, würden immer mehr Truppen zumindest in Bereitschaft gebracht.
          Und irgendwann – keiner weiß wann – entwickelt die Geschichte eine Eigendynamik, die in einer Generalmobilmachung und Mobilisierung aller Verbände enden kann.

          Es hat diverse Fälle gegeben, wo nur ein verantwortungsbewusster Offizier an einer Stelle NICHT auf den roten Knopf gedrückt hat, obwohl er dazu verpflichtet gewesen wäre.
          Lies Dir mal die Akten zur Kuba-Krise durch, oder zu dem Wintex-Cimex-Manöver der NATO 1983, das den Politikern und Militärs um Haaresbreite außer Kontrolle geraten wäre.
          Aber wir können nicht immer auf solche lokale Vernunft hoffen.

          Aber in jedem Fall würde JEDER wehrfähige Mann in Deutschland zum Militärdienst zwangsverpflichtet.
          Deine Einlässe sind da rührend naiv. Sie betreffen nur kleine, ferne Geplänkel, die sich politisch gegenüber Zwangsrekrutierten schlicht nicht rechtfertigen ließen.

  11. Das Frauen mitkämpfen, wenn es um ihre Kinder, Land und Existenz geht kann man sich bei den Kurden, der YPG/YPL anschauen.

    Habe aber den Eindruck einer gewissen “Mobilmachung“ . Vorkehrung dazu auch Frauen, genauso wie Männern, das Recht zu nehmen, sich nicht einziehen zu lassen.

  12. Eigentlich fand ich Wehr- bzw. Zivildienst doof, aber das Argument pro ist mMn, dass gewisse Organisationen durchaus davon profitieren, dass da nicht immer nur „dieselben“ Leute arbeiten.

    Und mir hat man mal gesagt, dass ich beim Wehrdienst im Panzer gelandet wäre – weil klein+Abi. Ich sach mal, ob ich ein Panzergeschütz bediene oder eine Frau, ist für die Leute am falschen Ende des Geschützes auch egal.

  13. Pingback: Warum Frauen nicht für einen Wehrdienst registriert werden sollten | Alles Evolution

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