Wehrpflicht

Teile der CDU und anscheinend auch die AfD sind für die Wiedereinführung/das Auflebenlassen der Wehrpflicht.

ich habe dazu schon einiges im Blog:

Was sagt ihr zu der aktuellen Debatte?

85 Gedanken zu “Wehrpflicht

  1. Eine Dienstpflicht für Frauen wird es mit Sicherheit nicht geben:

    1. weil es dafür eine Verfassungsänderung geben müsste und die Politik es wohl kaum eingestehen wird, dass das Grundgesetz bisher männerdiskriminierend war. Eine 2/3 Mehrheit im Bundestag und Bundesrat für eine Gesetzesänderung, wodurch Vorteile von Frauen abgeschafft werden, halte ich für nahezu ausgeschlossen. Oder könnt ihr Euch vorstellen, dass Linke, Grüne oder die SPD die weiblichen Privilegien aus der Verfassung streichen, um auch Frauen zwangsweise einziehen zu können? Das traut sich doch keine Partei, nachdem man Frauen jahrzehntelang eingehämmert hat, sie würden überall so schrecklich benachteiligt.

    2. weil es auch in der Sache keinen Sinn macht. Es galt früher immer der Spruch, dass die Bundeswehr nur so gut sein kann, wie sein schwächstes Glied. Wenn man sich die Videos bei Youtube über Frauen auf der Hindernisbahn anschaut, dann kommt man schnell zu dem Schluss, dass es den Männern erheblich besser gehen würde, wenn diese nur Kartoffelsäcke als Ballast mitschleppen müssten. Kartoffelsäcke hätten den Vorteil, dass diese nicht plärren, wenn man sie aus Versehen an den falschen Stellen berührt. Auch könnte man sich im Einsatz von den Kartoffeln ernähren.

    3. weil Frauen von der Gesellschaft inzwischen so verpampert und verzogen worden sind, dass diese mit ihrem Dauergeplärre der Tod jeder Gemeinschaft und somit jeder Truppenmoral wären. Schneeflöckchen und Gänseblümchen würden einen Herzkasper bekommen, wenn diese sich der Armeehierarchie unterordnen müssten. Armeedrill bei den heutigen Frauen ist ein netter Gedanke, erscheint mir aber nicht durchführbar. Die fangen doch sofort an zu weinen und schon werden edle weiße Ritter herbeischweben. Frauen hat man nun wirklich jahrzehntelang gesellschaftlich eingehämmert, dass sie nichts gegen ihren Willen machen brauchen und es immer irgendeinen gibt, der ihnen wieder Auswege baut (z.B. völlige Verbiegung rechtlicher Argumentationen).

    4. Und es ist ja ein offenes Geheimnis, dass Frauen im Ernstfall sich ohnehin verpissen werden und z.B. plötzlich schwanger werden.

    Eine Dienstpflicht für Frauen wird daher ziemlich sicher nicht kommen, da sich das weibliche Dauergeplärre kein Mensch und auch kein Gesetzgeber antun möchte. Jedenfalls glaube ich das nicht, bevor eine solche Verpflichtung tatsächlich existiert. Die interessante Frage wird daher eher sein, ob der Gesetzgeber es sich traut bzw. weiterhin so dreist ist, einseitige Zwangsdienste zu Lasten von Männern weiterhin als eine Form von Gleichberechtigung zu verkaufen. Aber der Gesetzgeber und das Bundesverfassungsgericht haben ja ohnehin überhaupt keinen Skrupel und keine Selbstachtung mehr.

    • „Und es ist ja ein offenes Geheimnis, dass Frauen im Ernstfall sich ohnehin verpissen werden und z.B. plötzlich schwanger werden.“

      Interessant!

      Aber jetzt musst Du weiter denken.
      Wir haben ein wachsendes demographisches Problem. Es gibt immer weniger Kinder.
      Wäre es nicht verlockend, Frauen bei der Bundeswehr zwangszuverpflichten und dann gelegentlich ein bisschen Kriegsangst zu verbreiten?
      Du sollst mal sehen, Schwangerschaften unter Soldatinnen verbreiten sich wie Windpocken oder Schnupfen nach einem längeren Winter 😀
      Und – schwupps – sind die demopgraphischen Probleme gelöst 😀

      • Klingt zwar reichlich fies, was Du da spekulierst, aber ich muß gestehen, daß ich den Initiatoren dieser Sommerlochdebatte derartige Intriganz ganz locker zutraue ( nur ob die Verantwortlichen dafür intelligent genug sind, mag ich nicht sicher einschätzen ).

        • „nur ob die Verantwortlichen dafür intelligent genug sind“

          Wenn man sich anschaut, was Feministinnen wie z.B. Eva Longoria für Hintenrum-Manöver fahren, um sich junge Konkurrenz vom Hals zu schaffen, muss man sagen, dass Bäuerinnenschläue für jedes Maß an Intriganz augenscheinlich ausreicht.

      • Der Gedanke ist in der Tat interessant, weil man sich auch noch zu gleich öffentlich als totaler Feminist und Frauenbevorzuger darstellen könnte.
        Man könnte z.B. eine Wehrpflicht für alle einführen und als Feminist darauf bestehen, dass Frauen von der Wehrpflicht befreit werden, wenn Sie bis zum 27. Lebensjahr Kinder haben.
        Man müsste somit noch nicht einmal wirkliche Krisenfälle initiieren, sondern vermutlich einfach nur Frauen vor die Wahl stellen „Zwangsdienst oder Kinder“!

      • Ist zwar böse formuliert, aber nicht von der Hand zu weisen. Habe in meiner beruflichen Laufbahn schon zweimal während einer Übernahme auf der falschen Seite (beim übernommenen Unternehmen) gestanden und während die Männer erbittert um die verbleibenden Arbeitsplätze kämpften, wurden erstaunlich viele Kolleginnen plötzlich schwanger.

      • „Wir haben ein wachsendes demographisches Problem. Es gibt immer weniger Kinder.“

        Die Geburtenzahlen auf deutschem Hoheitsgebiet entsprechen wieder ungefähr denen kurz nach der Wiedervereinigung (allerdings steigt der Anteil der Kinder mit ausländischer Mutter insbesondere überproportional).

        Wir haben dennoch ein grundsätzliches, wachsendes demographisches Problem: immer mehr Langzeit-pflegebedürftige Alte.

        In diesem Jahrtausend nun gab es keinen männlichen Jahrgang mehr, der im Schnitt auch nur halb so lange Wehr-&Wehrersatzdienst geleistet hätte wie eine Schwangerschaft (von der im Schnitt jede Frau mehr als eine austrägt) andauert.

        Korrekt?

        • „In diesem Jahrtausend nun gab es keinen männlichen Jahrgang mehr, der im Schnitt auch nur halb so lange Wehr-&Wehrersatzdienst geleistet hätte wie eine Schwangerschaft (von der im Schnitt jede Frau mehr als eine austrägt) andauert.“

          Willst Du uns eine Einführung in Küchenmathematik geben, oder worauf soll das hinausführen?

          Statistisch haben wir eine Geburtenrate von 1,5 Kindern pro Frau.
          Nach Deiner Argumentation ist also JEDE Frau im Mittel in ihrem Leben 13,5 Monate schwanger. Ohne mit letzter Sicherheit zu argumentieren wsage ich zu behaupten, dass es auf diesem Planeten keine einzige Frau gibt, die so lange schwanger war/ist.
          Dann versuchst Du, uns – frauentypisch – die ganzen neun Monate Schwangerschaft als eine einzige körperliche Last zu verkaufen, die Anspruch auf eine lebenslange Bewunderung rechtfertigt. Von Einzelfällen abgesehen, könnte man aber wohlwollen allenfalls die letzten drei Monate als „Last“ definieren.Wohlgemerkt, wir übersehen mal freundlich die als gewollte „Lebensplanung“ herbeigeführte Schwangerschaft. Meiner Erfahrung nach genießen Frauen ihre Schwangerschaft in vollen Zügen, wenn man von den letzten Wochen absieht, wo der Zwerg wohl schon ein recht wildes Eigenleben in Mamas Bauch entwickeln kann.

          Anyway.

          Dann willst Du mit diesem hohlen Argument eine private Lebensentscheidung von Frauen gegen einen Zwangsdienst für Männer aufrechnen, der massiv in die Grundrechte und privaten Lebensplanungen eingreift.
          Du hast bestimmt noch nie einen Gedanken daran verschwendet, dass Dein Mann seine Lebensplanungen auf Deine ausrichtet und seine eigene, eventuell abweichenden, hintanstellt, stimmt’s? Wie willst Du diese Einschränkungen in Deinem Modell verrechnen?

          Nee, Semi, wenn Du meinst, das Vaterland mit Deinem Leben gegen böse Wilde verteidigen zu müssen, dann nur zu. Aber die Kirschen von der Torte fressen, aber den harten Boden anderen (zwangsweise) zuführen, läuft nicht.
          Gleichberechtigung ist Gleichverpflichtung – irgendwann auch für Frauen.

          • „worauf soll das hinausführen?“

            Es ist kaum mehr als der Versuch sich einigermaßen über die aktuelle Realität zu verständigen, die Meisten hängen da ja scheinbar noch im letzten Jahrtausend fest – als selbst die tüchtigsten Frauen keinerlei Dienst an der Waffe tun durften bei der Bundeswehr.
            Ohne den Zwang seitens der EU wäre diese Option für Frauen womöglich bis heute ausgeschlossen.
            Und vielleicht hätten wir ja nichtmal eine Bundeskanzlerin haben können ohne diese Änderung, weiß mans?

            Zur Realität gehört übrigens auch, dass im Schnitt jährlich etwa 6x so viele Mütter bei der Geburt sterben wie deutsche Soldaten im Auslandseinsatz zu Tode kommen (inklusive aller Unfälle etc.). Und ungefähr die gleiche Größenordnung kommt nochmal obendrauf an weiblichen Pillen-Toten.

          • https://de.statista.com/statistik/daten/studie/285595/umfrage/muettersterblichkeit-in-deutschland/

            Wenn ich die Statistik richtig verstehe, starben in Deutschland im Jahr 2015 3,3 Mütter auf 100.000 Geburten (oder kurz danach). Bei ca. 700.000 Geburten im Jahr also insgesamt ca. 23 Mütter, die im Jahr 2015 in Deutschland bei der Geburt oder kurz danach.

            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/276002/umfrage/gemeldete-toedliche-arbeitsunfaelle-in-deutschland-seit-1986/

            Zum Vergleich mal eine Statistik über die tödlichen Arbeitsunfälle, wonach 2015 470 Menschen bei der Arbeit tödlich verünglückten. Für das konkrete Jahr habe ich nichts gefunden, aber in der Regel treffen 90-95% der tödlichen Arbeitsunfälle Männer, also im Jahr 2015 somit ca. 425 Männer.

            Nach der Argumentation sollte man also vielleicht ausschließlich nur eine Dienstpflicht für Frauen einführen, da die Hauptlast der Erwerbstätigkeit schon seit Jahrtausenden immer an den Männern hängen geblieben ist.

          • „Bei ca. 700.000 Geburten im Jahr“

            Wir kratzen an den 800.000, aber die Idee stimmt zumindest.

            „Zum Vergleich mal eine Statistik über die tödlichen Arbeitsunfälle, wonach 2015 470 Menschen bei der Arbeit tödlich verünglückten. Für das konkrete Jahr habe ich nichts gefunden, aber in der Regel treffen 90-95% der tödlichen Arbeitsunfälle Männer, also im Jahr 2015 somit ca. 425 Männer. “

            Da steht aber ‚Wegeunfälle‘ drüber in Deinem Link… – verglichen mit der Gesamtzahl Aller im Straßenverkehr zu Tode gekommene entspricht das nur dem Aufkommen von ca. 6-8 Wochen.

          • „Bei ca. 700.000 Geburten im Jahr also insgesamt ca. 23 Mütter, die im Jahr 2015 in Deutschland bei der Geburt oder kurz danach.“

            Wenn die absoluten Zahlen nichts hergeben, switchen wir auf die relativen.
            „6x so viele Mütter“ lässt den unbedarften Leser sofort empört zusammenzucken und für Maßnahmen zum Schutz der Mütter auf die Barikaden stürmen.
            „23 Todesfälle auf 700.000 Geburten“, bzw. „0,0033% aller Mütter sterben bei der Geburt“ dagegen überzeugt nicht zur Revolte.
            Semi liefert hier ein Musterbeispiel für feministische Propaganda und Agitation.

            „… als selbst die tüchtigsten Frauen keinerlei Dienst an der Waffe tun durften bei der Bundeswehr.
            Ohne den Zwang seitens der EU wäre diese Option für Frauen womöglich bis heute ausgeschlossen.“

            Schätzchen, erstens war das nicht die EU, sondern der Europäische Gerichtshof, der die Klage einer Frau entsprechend beschied und zweitens hielt sich bis dahin der Protest, fürs Vaterland zu sterben, bei Frauen sehr zurück.
            Auch nachdem die Bundeswehr für Frauen geöffnet wurde, strömte das emanzipierte Geschlecht nun nicht gerade mit wehenden Röcken zu den Waffen. Gerade mal 11,8% aller Soldaten sind weiblich (Quelle https://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/start/streitkraefte/truppe/frauen/!ut/p/z1/hU67DoIwFP0WB9bea_EBblWjCWEwwUToYgrUoimU1Ap-vhgmE41nO88c4JACb0R3VcJdTSP0wDO-OK-D-BjTkNLtLKLItuFuH1AfcbOE078AH2z8AYaQlBKyYWP5cyOZQgIc-E104klaY52Wjoji_RCySjSllgdTsFGIgCtt8vE6a3I_UMCtvEgrLXnYQa6ca-8rDz3s-54oY5SWpDC1h98qlbk7SD-T0NZpj_5cdzGbvADMx91d/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_B8LTL2922D4J20AD9FG82300S1).

            „Und vielleicht hätten wir ja nichtmal eine Bundeskanzlerin haben können ohne diese Änderung, weiß mans?“

            Aha. Dank EuGH haben wir eine weibliche Kanzlerin, nicht durch demokratische Wahl. Ich hab’s schon immer gewusst.
            Mädel, was immer Du da einwirfst, nimm was anderes. Das Zeug tut Dir nicht gut.

          • >>> Wir kratzen an den 800.000,
            >>> aber die Idee stimmt zumindest.

            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/235/umfrage/anzahl-der-geburten-seit-1993/

            Da die aktuellsten (von mir gefundenenen) Zahlen der Muttersterblichkeit sich ja auf 2015 bezogen, wären auch die Geburtenzahl von 2015 zu berücksichtigen. Demnach also 737.575, so dass wir bei ca. 24 Müttern wären, die im Jahr 2015 bei der Geburt oder kurz danach gestorben sind.

            Richtig ist, dass in Deutschland im Jahr 2016 (792131) und im Jahr 2017 (785252) mehr Geburten zu verzeichnen waren. Krass wie die Zuwanderung in die Sozialsicherungssysteme sich auf die Geburtenzahl auswirkt. Die diesbezügliche Geburtenproduktion wird man aber schwerlich als ein Dienst für das Land bezeichnen können, denn hier werden Vielfach nur dauerhafte Leistungsbezieher produziert.

            Aber gut, wollen wir heute nicht so sein und da ich heute meinen großzügigen Tag habe, gehe ich mal von 800.000 Kindern aus. Zwar ist die Muttersterblichkeit auch relativ kontinuerlich gesunken, aber auch hier gehen wir mal davon aus, dass 2017 die Zahl ähnlich wie 2015 bei ca. 3,3 Müttern lag. Damit wären im Jahr 2017 ca. 26 Mütter bei ihrer uneigenützigen plichtbewussten Produktion von neuen Rentenzahlern gestorben.

            >>> Da steht aber ‚Wegeunfälle‘
            >>> drüber in Deinem Link…

            Vielleicht bin ich blind, aber bei mir steht dort:

            „Anzahl der Arbeitsunfälle mit Todesfolge in Deutschland in den Jahren 1986 bis 2017“

          • Also bei 2 von 3 Versuchen (auf dem gleichen Gerät) fand ich unter diesem Link
            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/276002/umfrage/gemeldete-toedliche-arbeitsunfaelle-in-deutschland-seit-1986/
            eine Tabelle („Es werden die Daten 1-13 angezeigt von insgesamt 32“, die überschrieben ist mit: „Gemeldete tödliche Wegeunfälle“

            Der mittlere Versuch aber führte seltsamerweise zu einem ausklappbaren Säulendiagramm ohne diesen Hinweis.

            Wunder der Technik^^

          • Aber um jetzt wieder zurück zum Thema zu kommen:
            Die absolute Zahl der Wehr- und Zivildienstverpflichteten, die seit Bestehen der BRD bedingt (allein) durch ihren geleisteten Dienst ums Leben kamen, ist wie hoch ungefähr, was schätzt ihr?

          • „… als selbst die tüchtigsten Frauen keinerlei Dienst
            an der Waffe tun durften bei der Bundeswehr.
            Ohne den Zwang seitens der EU wäre diese Option für
            Frauen womöglich bis heute ausgeschlossen.“

            Achja, noch ein kleiner Nachtrag!

            Das witzige ist ja, dass man einen Vorteil zu Gunsten der Frau wieder zu einem Nachteil erklären will. Hintergrund ist, dass Art. 12a GG festlegt, dass eine Frau auf gar keinen Fall zu einem Dienst an der Waffe verplichtet werden darf. Das ist auch heute noch so.

            Das führt inzwischen zu der vollkommen absurden Situation, dass Frauen in Friedenszeiten zwar alle Laufbahnen bei der Bundeswehr offen stehen, aber im Ernstfall keinen Dienst an der Waffe leisten brauchen, weil man sie nicht zum Dienst an der Waffe zwingen kann. So steht dann im „Gesetz zur Gleichstellung von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr (SGleiG)“ in § 3 auch folgendes „Dieses Gesetz ist im Spannungs- und Verteidigungsfall nicht anwendbar.“ Eine Gleichstellung der Geschlechter findet daher nur in Friedenszeiten statt.

            Absurder geht es eigentlich kaum, da Sinn und Zweck der Bundeswehr ja eigentlich gerade ist, sich für einen Krisenfall vorzubereiten bzw. dafür vorbereitet zu sein. Welchen Sinn macht es also, einen Teil für den Krisenfall auszubilden, wenn dieser den Job dann gar nicht wahrnehmen braucht, wenn die Tätigkeit wirklich mal benötigt wird?

            Deutlicher kann man es kaum sagen, dass Frauen bei der Bundeswehr ausschließlich nur zur bloßen Dekoration und sinnvollen Nutzen mitgeschleppt werden.

            Dass Frauen daher früher nicht die gleiche Laufbahn bei der Bundeswehr machen konnten, hatte somit einfach nur den Hintergrund, dass früher die Menschen noch feministisch hirntot waren und man keinen Sinn darin sah, jemanden teuer auszubilden, der die Tätigkeit ohnehin nicht ausüben wird, wenn die Notwendigkeit eintritt.

            Das wäre ungefähr so sinnvoll wie wenn jeder einen Anspruch hat, als Notarzt Karriere zu machen, man aber einem Teil der Auszubildenden zusichert, dass diese bei Unfällen keinen zu behandeln brauchen.

            Aber Feministinnen schaffen es wirklich immer wieder, auch ihre Bevorzugungen noch als einen Nachteil zu betrachten bzw. bei einer Abschaffung der diesbezüglichen Nachteile rosinenpickend die Vorteile (bzw. Benachteiligungen der Männer) beizubehalten. Und so können Frauen nun bei der Bundeswehr alles werden und können im „Spannungs- und Verteidigungsfall“ trotzden nicht zum Dienst an der Waffe verpflichtet werden.

          • >>> Aber um jetzt wieder zurück zum Thema zu kommen…
            >>> Die absolute Zahl der Wehr- und Zivildienstverpflichteten,
            >>> die seit Bestehen der BRD bedingt (allein)
            >>> durch ihren geleisteten Dienst ums Leben kamen,
            >>> ist wie hoch ungefähr, was schätzt ihr

            Das ist zwar nicht das Thema, da es eigentlich nur darum geht, dass Frauen mal wieder versuchen, ihre Verfolgung eigener Lebensverwirklichung wieder als einen Dienst für die Allgemeinheit zu verkaufen und dabei wieder vollkommen ausblenden, dass sie (a) dieses weder tun, weil sie dem Staat einen Dienst leisten wollen und (b) dass gewöhnlich Männer ihnen ihre Lebensverwirklichung finanzieren.

            Es ist mal wieder typisch feministisches Ausblenden, denn Männer leisten die Hauptlast des Steueraufkommens. Wenn man daher nach Ausreden sucht, weshalb nur ein Geschlecht Zwangsdienste zu leisten hat, dann wird man das für jedes Geschlecht finden können.

            Wieviele Wehr- und Zivildienstverpflichtete ums Leben gekommen sind, kann ich nicht schätzen. Hier aber mal eine Auflistung der Todesfälle im Dienst bei der Bundeswehr (wohl nicht nur Wehrpflichtige):

            https://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/start/gedenken/todesfaelle_in_der_bundeswehr/!ut/p/z1/hY4xD4IwFIR_iwNr30uNCG5VF5XBKInQxRSpRVMpKRX8-dYwmUi87d377nLAIQNei-6mhLuZWmh_5zw8L6MkTWhMaZKuVsjCGV3v4gMiDeH0D-D-jSNiCMdSQu475qMdGw8BB34XnXiRxlinpSPi8lkIeSXqUsu9ubDB2AJX2hTDdFYX00gBt_IqrbTkab1dOde0iwAD7PueKGOUlqSUAf5KVKZ1kH2B0DyyHqcz3SVs8gbBF7LH/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_B8LTL2922LTCC0A652DK9R00I0

            Dort ist auch eine Zahl der Suizide zu finden, die ich ganz schön krass finde. Alleine die Suizide entsprechen ungefähr den Zahlen der Muttersterblichkeit, nämlich so ca. 20-30 Suizide im Jahr (ab 2010), davor zum Teil noch viel mehr (zum Teil über 100 Suizide im Jahr), was dann wohl auch vermehrt Wehrpflichtige gewesen sein dürften.

            Ich kann jedenfalls nur sagen, dass alleine in meinen 12 Monaten (1995) bei uns in der Kaserne einer bei einer Übung ums Leben gekommen ist und 2 weitere auf dem Weg zum Dienst bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt (Koma und später mit bleibenden Schäden wie steifes Bein) wurden.

          • „Wenn die absoluten Zahlen nichts hergeben, switchen wir auf die relativen.
            „6x so viele Mütter“ lässt den unbedarften Leser sofort empört zusammenzucken und für Maßnahmen zum Schutz der Mütter auf die Barikaden stürmen.
            „23 Todesfälle auf 700.000 Geburten“, bzw. „0,0033% aller Mütter sterben bei der Geburt“ dagegen überzeugt nicht zur Revolte.“

            Es können auch mal doppelt so Viele (oder noch mehr) sein bzw. waren es vor noch vor wenigen Jahren. Der Rückgang der Müttersterblichkeit ist aber sicher einer der ganz großen Erfolge der Gegenwart (das ausgelobte Weltweit-Ziel für 2030 lautet übrigens max. 70 auf 100.000).

            Ein anderer ganz großer Erfolg: von (nur? ich war echt überrascht…) ca. 3500 Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz (an wievielen Standorten sind wir zurzeit eigentlich? 15? 17?) verliert im Schnitt jährlich bedauerlicherweise ungefähr einer sein Leben durch Feindeinwirkung.

            Wehrdienstleistende mussten seit Bestehen der BRD nun noch überhaupt nicht auf Auslandseinsatz, es ging bei dem Spaß rein um die Ausbildung der jungen, männlichen Staatsbürger (ohne körperliche oder geistige Beeinträchtigungen, insofern sie nicht für den THW etc. tätig sind, usw.), bzw. die Beförderung ihrer höchstpersönlichen Wehrhaftigkeit, korrekt? Durch die sportlichen Anforderungen in ihrem Kasernen-Alltag waren sie aber sicher unfallgefährdeter als Zivildienstleistende. Diese wiederum hatten statistisch wahrscheinlich eine vergleichbare Todeswahrscheinlichkeit wie diejenigen, die sich ohne Umweg um ihre (sonstige) Arbeitskraftvermarktung kümmern.

            Wenn wir die Prämisse setzen, dass auch zukünftig der Schnitt der Frauen wenigstens eine Schwangerschaft zuende führen wird (Einige wollen ja sogar eine 2 vor der hiesigen Geburtenzahl pro weiblichem Kopf sehen!), bleibt irgendwo halt die Frage offen, zu was genau wir im Gegenzug Männer (im Regelfall) verpflichten müssten, um uns faktisch der Gleichberechtigung (wieder) weiter anzunähern.

          • Der Rückgang der Müttersterblichkeit ist aber sicher einer der ganz großen Erfolge der Gegenwart (das ausgelobte Weltweit-Ziel für 2030 lautet übrigens max. 70 auf 100.000).

            Angesichts der Überbevölkerung habe ich so meine Zweifel, ob der Rückgang der Müttersterblichkeit einer der ganz großen Erfolge der Gegenwart ist…

          • @ ;

            „Es können auch mal doppelt so Viele (oder noch mehr) sein bzw. waren es vor noch vor wenigen Jahren.“

            Was auch immer „vor wenigen Jahren“ sein mag.
            In der Tat können es auch mal wieder doppelt so viele werden, je nach Zeitläuften.

            „Der Rückgang der Müttersterblichkeit ist aber sicher einer der ganz großen Erfolge der Gegenwart …“

            Ach, komm Semi, eigentlich ist das doch einer der ganz großen Erfolge des Feminismus, möchtest Du uns mitteilen. Eines Erfolges, den die Feministinnen gegen den erbitterten Widerstand der Männer errungen haben.

            „Ein anderer ganz großer Erfolg: von (nur? ich war echt überrascht…) ca. 3500 Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz (an wievielen Standorten sind wir zurzeit eigentlich? 15? 17?) verliert im Schnitt jährlich bedauerlicherweise ungefähr einer sein Leben durch Feindeinwirkung.“

            Schätzchen, nur als kleiner Hinweis: die Bundeswehrsoldaten dort sind FREIWILLIGE, die – so sollte man zumindest hoffen – sich der Gefahren ihres Jobs bewusst waren, als sie sich verpflichteten. Das gleiche gilt für Polizisten und Berufsfeuerwehrmänner.
            Du hingegen möchtest, dass als Ausgleich für bei der Geburt gestorbene Mütter Männer im gleichen Umfang zwangsweise erschossen werden.

            „Wehrdienstleistende mussten seit Bestehen der BRD nun noch überhaupt nicht auf Auslandseinsatz, es ging bei dem Spaß rein um die Ausbildung der jungen, männlichen Staatsbürger (…), bzw. die Beförderung ihrer höchstpersönlichen Wehrhaftigkeit, korrekt?“

            Ehrlich gesagt wäre ich auch ohne die Ausbildung im Schießen mit einem Panzer für meinen Alltag wehrhaft genug. Die muss nicht noch zwangsweise gefördert werden.

            „Durch die sportlichen Anforderungen in ihrem Kasernen-Alltag waren sie aber sicher unfallgefährdeter als Zivildienstleistende. Diese wiederum hatten statistisch wahrscheinlich eine vergleichbare Todeswahrscheinlichkeit wie diejenigen, die sich ohne Umweg um ihre (sonstige) Arbeitskraftvermarktung kümmern.“

            Du solltest Dich wirklich bei Themen zurückhalten, von denen Du NICHTS verstehst.
            Drei Beispiele Deiner „sportlichen Anforderungen“ zu meiner Zeit: ein Rekrut wird durch den Schuss eines Bord-MG eines Panzers getötet, als er es ausbauen wollte und nicht wusste, dass durch eine Ladehemmung eine scharfe Patrone im Rohr war.
            Ein Rekrut pisst von der hinteren Ladeklappe eines Transport-Lkw, als dieser anfährt und der Mann kopfüber hinabstürzt und sich das Genick bricht.
            Ein Rekrut nimmt sich das Leben, weil seine Freundin ihn wegen der örtlichen und zeitlichen Trennung verlässt.
            Ein anderer (das ist jetzt Fall 4, der aber NUR damit endete, dass der Soldat im Knast landete) schnappte sich – ebenfalls wegen einer Beziehungskrise – in der Kaserne Wentorf bei Hamburg einen Schützenpanzer und machte eine Amokfahrt Richtung Hamburg-City. Erst kurz vor dem Stadtzentrum (30 km vom Startpunkt entfernt) wurde er gestoppt. Auf der Fahrt machte er – unter Missachtung der Verkehrsregeln mehrere Pkw im wahrsten Sinne des Wortes platt. Es war ein Wunder, dass niemand ernsthaft verletzt wurde.
            Alle vier Männer wären heute vermutlich brave Großväter, ohne dieses staatlich „sportliche“ Sauftraining.
            Ach ja, ich selbst wäre um ein Haar auf einer nächtlichen Übung von einem gegnerischen Kampfpanzer zu Brei gefahren worden, der sich verirrt hatte und quer durch unsere Landser-Stellungen preschte. So hat er nur meinen Schlafsack am Fußende erwischt.

            „Wenn wir die Prämisse setzen, dass auch zukünftig der Schnitt der Frauen wenigstens eine Schwangerschaft zuende führen wird (Einige wollen ja sogar eine 2 vor der hiesigen Geburtenzahl pro weiblichem Kopf sehen!), bleibt irgendwo halt die Frage offen, zu was genau wir im Gegenzug Männer (im Regelfall) verpflichten müssten, um uns faktisch der Gleichberechtigung (wieder) weiter anzunähern.“

            Tja, Erschießen wäre schön, geht aber nicht, nicht wahr? Dann müsstest Du tatsächlich selbst morgens Deinen Hintern aus dem Bett hieven, damit die Brötchen auf den Tisch kommen und der Schornstein raucht.
            Wie Du hier Deinen Mann darstellst ist wirklich eine Frechheit. Weiß der eigentlich, was Du hier raushaust?

          • >>> Es können auch mal doppelt so
            >>> Viele (oder noch mehr) sein
            >>> bzw. waren es vor noch vor wenigen Jahren.

            Das war bei den tödlichen Arbeitsunfällen auch so. Hier noch mal die Zahlen:

            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/276002/umfrage/gemeldete-toedliche-arbeitsunfaelle-in-deutschland-seit-1986/

            Wenn man die Statistik ausklappt, sieht man dass auch iher vor wenigen Jahren die Zahlen noch deutlich höher als heute waren:

            2017: 454 tödliche Arbeitsunfälle
            1999: 1070 tödliche Arbeitsunfälle
            1993: 1543 tödliche Arbeitsunfälle

            >>> Der Rückgang der Müttersterblichkeit ist aber
            >>> sicher einer der ganz großen Erfolge der Gegenwart

            Ja richtig, die im Wesentlichen von Männern betriebene Forschung und Fortentwicklungen führt zu Erfolgen.

            >>> Ein anderer ganz großer Erfolg: von (nur? ich war echt überrascht…)
            >>> ca. 3500 Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz (an wievielen
            >>> Standorten sind wir zurzeit eigentlich? 15? 17?)
            >>> verliert im Schnitt jährlich bedauerlicherweise ungefähr
            >>> einer sein Leben durch Feindeinwirkung.

            Hier mal eine Liste der Soldaten, die seit 1993 bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommen sind. Es sind danach 107 Menschen.

            Bei der Bundeswehr sind angeblich ca. 11,8% Frauen. Und jetzt die Preisfrage: Wie viel Prozent der Frauen beteiligen sich auch an den gefährlicheren Tätigkeiten bei den Auslandeinsätzen der Bundeswehr bzw. anders gefragt, wie hoch ist wohl der Anteil der weiblichen Soldaten, die bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommen sind?

            Richtig: 0 Frauen! Zumindest kann ich in der obigen Wikipediaaufstellung keine einzige Frau finden.

            >>> Wenn wir die Prämisse setzen, dass auch
            >>> zukünftig der Schnitt der Frauen wenigstens
            >>> eine Schwangerschaft zuende führen wird
            >>> (Einige wollen ja sogar eine 2 vor der
            >>> hiesigen Geburtenzahl pro weiblichem Kopf sehen!),
            >>> bleibt irgendwo halt die Frage offen, zu
            >>> was genau wir im Gegenzug Männer (im Regelfall)
            >>> verpflichten müssten, um uns faktisch der
            >>> Gleichberechtigung (wieder) weiter anzunähern.

            Der übliche Versuch, die eigene Existenz und das eigene Hobby bzw. Lebensverwirklichung als einen großartigen Dienst für die Allgemeinheit zu verkaufen und alles andere penetrant auszublenden. Dass die Frauen bei ihrem Hobby (Kinder) von den Männern finanziert werden, sei es vom des Esel Ehemann oder über die im Wesentlichen von Männern abgeführten Steuern, ist für die Frau von heute eine Selbstverständlichkeit und keine Leistung.

            Seit wann sind Frauen eigentlich verpflichtet, 2 Kinder zu bekommen. Frauen fallen doch eher damit auf, dass die großflächig Leben vernichten und ca. jedes 8 werdende Leben abtreiben, weil Frauen ansonsten herumplärren, dass sie keine Verantwortung für ihr voriges Tun übernehmen können.

            Genausogut könnten Männer sagen, dass sie es im Wesentlichen sind, die am Wochenende die harte Arbeit übernehmen, die im Rahmen der Fußballindustrie anfallen (z.B. Kauf eines Tickets, um die Fortentwickling zu beobachten, Kauf von Trikots, Networking mit anderen Beobachtern, …), um diesen durchaus finanzstarken Wirtschaftszweig für die Nation am Leben zu halten und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken.

            Es ist einfach nur übel peinlich, wenn man seine selbst erwünschte Lebensverwirklichung auch noch als einen Dienst für die Gesellschaft verkaufen möchte, nur, weil es irgendwo vielleicht auch für die Gesellschaft einen Nutzen hat.

            Nach der dummerhaften Argumentation leisten alle Reichen, die z.B. einen Porsche kaufen und damit viele Umsatzsteuern zahlen und Jobs in der Industrie liefern einen super Dienst für die Gemeinschaft, so dass es gerechtfertigt wäre, nur arme Menschen zu Zwangsdiensten einzuziehen, damit diese auch einen Teil für die Gesellschaft leisten.

            Aber vielen Frauen ist halt nichts zu peinlich und bringen auch die dümmsten Argumente, um ihre weitere vollrundum-Bepamperung rechtfertigen zu wollen.

          • „Ach ja, ich selbst wäre um ein Haar auf einer nächtlichen Übung von einem gegnerischen Kampfpanzer zu Brei gefahren worden, der sich verirrt hatte und quer durch unsere Landser-Stellungen preschte. So hat er nur meinen Schlafsack am Fußende erwischt.“

            Fu*k! Sch*, Carnofis, da hast Du aber Sahne gehabt! Freut mich ehrlich, dass Du hier kommentieren kannst und nicht unter die Ketten gekommen bist!

            (Ja, habe selbst gedient. In meinem Umfeld ist mir zum Glück kein Todesfall eines Wehrdienstlers vorgekommen, sondern nur’n paar üble Gesichtsverletzungen durch den G3-Kolben, weil die Kameraden von den Grenadieren beim Schießen etwas nachlässig angesetzt hatten. Der Fallschirmjäger, der bei der Nachtübung in einem Baum gelandet war und dabei an der Schulter von einem Ast penetriert worden ist, ist unverifiziert: das hat mir mein San-HptFw von einem seiner eigenen Einsätze erzählt. Bw ist kein Spielplatz, da sterben jährlich Männer. Wenn TATSÄCHLICH mal eine Frau stirbt (bei der Nachtwache über Bord gegangen oder aus der Takelage gefallen, beides Gorch Fock), ist das im Gegensatz zu den jährlichen toten Männern gleich eine Staatsaffäre.)

          • „Freut mich ehrlich, dass Du hier kommentieren kannst und nicht unter die Ketten gekommen bist!“

            Ja, das war echt Glück.
            Obwohl ich den Vorfall eher als merkwürdig surreal in Erinnerung habe.

            Es war eine Übung in DK an der Nordseeküste, Ende März, also saukalt.
            Deshalb hatten wir uns alle in unseren Mulden in Schlafsäcke eingemummelt.

            Eigentlich war vor dem Morgen nichts geplant, dennoch sollten wir in unseren Stellungen bleiben.
            Ich lag also, Knarre im Schlafsack, bis aufs Gesicht eingehüllt auf dem Rücken und versuchte, zu schlafen, als ich plötzlich Vibrationen spürte und diese typischen sehr tieffrequenten Motorengeräusche von Panzern hörte.
            Danach war das Ganze wie ein Traum.
            Ich dehte mich um und blickte in „Feind“richtung. Von links bewegte sich etwa 30 m vor mir quer zu unseren Linien – schwarz gegen den fast schwarzen Nachthimmel – besagter Kampfpanzer.
            Und irgendwie wusste ich sofort, ich müsste hier weg.
            Im selben Augenblick schwenkte er auch in unsere Richtung und kam direkt auf mich zu.
            Wie erwähnt, es war wie in einem Traum, deshalb hatte ich auch überhaupt keine Angst. Ich zog den Reißverschluss meines Schlafsacks herunter – er klemmte filmgerecht für einen Moment – schlüpfte heraus und sprang zur Seite. Dann rollte der Panzer auch schon diagonal über das untere Ende meiner Mulde, Höhe Unterschenkel.
            Die Mulde meines Nachbarn hat er am Kopfende erwischt, der aber war glücklicherweise gerade auf Wache.

            Unser Zugführer hielt mit wildem Geschrei den Panzer an, fluchte und tobte und war so kreidebleich, dass man es sogar im Dunklen sehen konnte 🙂

          • Carnofis Geschichte erinnert mich an meine Grundausbildung. Ich glaube, die gefährlichen Ausbildungsabschnitte hat man in der Grundausbildung nach und nach eingestellt, weil sich (tödliche) Unfälle in friedenszeiten schlecht verkaufen lassen. Normalerweise sollte mein Ausbildungsjahrgang unter echtem MG-Feuer durchrobben. Das sei normalerweise integraler Bestandteil der Ausbildung. Die Soldaten sollen erfahren, wie es ist, wenn einem unter körperlichem Stress echte Kugeln um die Ohren fliegen. Diese Übung haben wir aber nie gemacht. Eine offizielle Begründung hat man uns jedoch nicht genannt. Insofern ist meine Behauptung, das Sicherheitsbedenken der Grund waren, zwar plausibel aber eher spekulativ.

          • >>> Eigentlich war vor dem Morgen nichts geplant,
            >>> dennoch sollten wir in unseren Stellungen bleiben.

            Das erinnert mich an einen Vorfall meiner glorreichen Zeit. Ich hatte das „Glück“, nicht wie alle meine Klassenkameraden im Sommer, sondern erst im Herbst eingezogen zu werden (obwohl ich nicht einmal wirklich sicher sagen kann, was blöder ist, im Hochsommer seine Grundausbildung zuhaben oder aber im Herbst im Dauerregen).

            Bei einem Biwak – 2 Tage vor Weihnachten – hatten wir herrliche Minusgrade und trotz Handschuhen froren meine Hände quasi an der Waffe fest. Ich spürte meine Finger kaum noch. Irgendwie hatte ich dann immer ein Händchen, die beschissenen Wachzeiten zugeteilt zu bekommen. Ich lag also mit einem Kameraden zwischen 2-4 Uhr, also mitten in der Nacht, in dem ausgehobenen Wachstand.

            Unser Ausbilder hatte da wohl selber Mitleid mit uns, weil man bei der blöden Wachzeit weder vorher, noch danach richtig schlafen konnte. Und weil er wohl auch selber durchschlafen wollte, teilte er uns vor unserem Wachdienst mit, dass während unserer Wachzeit nichts geplant sei.

            So lagen wir also in der benannten Uhrzeit in unserem Wachstand, als plötzlich am Horizont Fahrzeuglampen aufleuchteten und ein Fahrzeug sich auf unsere Panzersperre zu bewegte. Mein Kamerad und ich dachten dann, Scheiße, was machen wir jetzt. Uns wurde doch gesagt, es würde nichts passieren, so dass das doch wohl nichts mit der Übung zu tun hat, wenn wir daher jetzt Alarm ausrufen, dann sind wir die Arschlöcher, die den anderen die Nachtruhe zerstört haben. Auf der anderen Seite dachten wir, wenn jetzt etwas passiert und das Fahrzeug fährt frontal in unsere Panzersperre, dann möchte ich nicht wissen, welche disziplinarischen Folgen das dann gehabt hätte, weil wir unseren Wachdienst nicht richtig ausgeübt haben.

            Wir zögerten daher noch etwas, immer in der Hoffnung, dass das Fahrzeug vielleicht noch woanders hinfährt. Irgendwann konnten dann aber nicht mehr anders, da das Fahrzeug unserer Panzersperre immer näher kam und so riefen wir dann doch Alarm bzw. schossen unsere (ich glaube man nannte sie) Manövermunition auf das Fahrzeug, so dass auch unser Ausbilder bzw. die weiteren Kameraden ihre Nachtruhe unterbrechen mussten und in die Stellungen kommen mussten. Da die Nacht wirklich relativ stockduster war und diese fluoreszierende Bundeswehrbänder nicht wirklich den Weg in der Dunkelheit zu ihren Stellungen mehr leitete, sind die Kameraden zum Teil richtig zwischen den Bäumen umhergeirrt und gegen die Baumzweige gedonnert. Einer ist dann richtig brutal in eine (nicht zu unserer Übung gehörenden) festen Stellung (mit Eisenblechen) gefallen und hat sich dabei sein Bein aufgeschrammt

            Das Fahrzeug („Wolf“) ist dann wenige Meter vor unserer Panzersperre zu stoppen gekommen. Es stellte sich dann heraus, dass noch andere Truppen in dem Wald Übungen hatten und deren Ausbilder offensichtlich nichts von unseren Panzersperren wusste. Keine Ahnung, was wirklich passiert, aber man hatte uns mal gesagt, wenn ein Fahrzeug in die Panzersperre fährt, dann fressen sich Widerhacken der Drähte richtig ins Blech hinein, so dass man das Fahrzeug dann nur noch Schrott ist und wegschmeißen kann.

            Glücklicherweise hatten wir daher Alarm gerufen, denn wie gesagt, wenn das Fahrzeug in die Panzersperre reingefahren wäre, dann möchte wirklich nicht wissen, was danach passiert mit uns passiert wäre.

            Komischerweise gab es derartig bescheuerte Zwickmühlen („mache ich Alarm oder nicht“) in der Bundeswehrzeit mehrfach. So hatten wir auf der Kaserne so einen blöden Test. Wir hatten glaube ich 8 Blöcke auf der Kaserne. Jeden Abend war jeder Block mit einem UvD und einem GvD besetzt, die sich jeweils mit ihrem Wachdienst abwechselten. Zu bestimmten Uhrzeiten hatten dann einer von den beiden Wachgänge auf dem Kaserengelände zu machen, während der andere im Block weiter Wache schob. Bei etwaigen Vorkommnissen waren wir angehalten, vorne bei der Hauptwache am Eingangstor Meldung zu machen. Natürlich war es so, dass zu 99,9999999999999999% nichts passierte. Und natürlich wusste man auch, dass die UvDs sich auf den Wachgängen auch öfter mal untereinander trafen und klönten, so dass es mal sein konnte, dass diese längere Zeit nicht von ihren Wachgängen zurückkamen. Da hat sich von den GvDs eigentlich keiner Gedanken darüber gemacht. Es traute sich vermutlich auch kein GvD ernsthaft, deswegen vorne bei der Hauptwache anzurufen und zu melden, dass der UvD nicht zurückkommen würde. Erst recht traute man sich das in der Grundausbildung nicht, seinen UvD damit vorne auf der Hauptwache anzuschwärzen und ihm damit gegebenenfalls disziplinarische Probleme zu bereiten. Nun passierte es aber, dass in der Kaserne ein Test durchgeführt wurde und alle UvD zu gleichen Zeit ihre Wachgänge hatten und absichtlich verschwanden, also nicht wieder zurückkamen. Glücklicherweise hatte ich in der Nacht keinen Dienst. Irgendwann nach einer Stunde soll dann wohl tatsächlich mal ein GvD vorne bei der Wache angerufen haben und die Nichtrückkehr des UvD mitgeteilt haben. Das gab dann am nächsten Tag richtig Ärger für die GvD und die wurden richtig zusammen gefaltet. Ich dachte mir nur, scheiße, ich hätte an deren Stelle wohl auch nicht anders gehandelt, denn auch da wäre es wieder die Abwägung gewesen: (a) ich mache mich zum Arsch und verpetze meinen UvD, weil zu 99,9999999999999999% nicht wirkliches vorgefallen ist oder (b) ich mache mich zum Arsch, weil ausnahmsweise doch etwas vorgefallen ist.

            Da fällt mir noch eine weitere Situation ein. Ab und zu hatte man ja auch vorne auf der Hauptwache Wachdienst. Auch hier hatte man Wachgänge zu machen. Und auch hier hatte ich wieder das Händchen für die unbeliebten Zeiten, also Dienst am Wochenende und Wachgang mitten in der Nacht. Und irgendwie fühlte ich mich nicht wirklich wohl, mitten in der Nacht gegen 3 Uhr mit einer echten Waffe alleine über das ganze Kasernengelände zu gehen, um zu schauen, ob überall alles in Ordnung ist. Irgendwie hatte ich da schon alleine aufgrund der Situation bammel, obwohl man sich dann immer einredete, dass zu 99,9999999999999999% nichts passiert. Und so klapperte ich dann gegen 3-4 Uhr die Hallen, die etwas abgelegender auf unserem Kasernengelände lagen ab und bei einer Halle, wo die Panzer drin standen, hörte ich im Inneren der Halle dann ein ständiges relativ lautes klopfen. Und so stand man dann wieder da und überlegte, scheiße, was mache ich jetzt? Ist das vielleicht nur der Wind oder sind Leute in der Halle? Mache ich mich jetzt zum Vollidioten, wenn Alarm mache? Oder ist das vielleicht wieder so ein Test, ich ich bekomme richtig Ärger, weil keinen Alarm mache? Oder sind da sogar vielleicht wirklich Einbrecher und bekomme dann noch mehr Ärger, wenn ich keinen Alarm mache! Und wie gesagt, alleine im Dunkel fühle ich mich ohnehin schon nicht wirklich wohl, aber ich bin dann glaube ich mindestens 10-15 Mal um die Halle herumgelaufen, um irgendwie zu gucken, ob da irgendwas ist. Und die ganze Zeit am grübeln, scheiße, was mache ich jetzt! Obwohl das Klopfen in der Halle nicht aufhörte, hatte mich dann dann irgendwann doch entschieden, einfach weiterzugehen, weil ich von außen nichts finden konnte. Und irgendwie hatte man die ganze Nacht hindurch dann dieses Scheißgefühl, sich vielleicht falsch entschieden zu haben und richtig Ärger zu bekommen. Glücklicherweise hatte ich man wohl richtig entschieden und es war wohl wirklich nur der Wind, denn es war dann nichts weiter passiert.

            Herrlich, man fand seine Zeit dort zwar richtig beschissen, aber irgendwie hat jeder Dienstleistende tausende von Geschichten, einfach weil vieles so anders zum eigentlichen Leben war! 🙂 Wer kommt auch sonst auf die Idee, 2 Tage vor Weihnachten mitten im Wald zu übernachten, halb zu erfrieren und Krieg zu spielen!

          • „Herrlich, man fand seine Zeit dort zwar richtig beschissen, aber irgendwie hat jeder Dienstleistende tausende von Geschichten, einfach weil vieles so anders zum eigentlichen Leben war!“

            Naja, für Viele der Zeitsoldaten und Z-Grabsteine ist das ja nichts anderes, als Räuber und Gendarm für Große. Wenn die Zeit nicht erzwungen und so gnadenlos verschwendet gewesen wäre, hätte ich bestimmt auch mehr Spaß dran gehabt.
            Und nirgendwo hat man wohl so viele schräge Typen auf einem Haufen, wie dort.

            Wir hatten einen Zwerg, der beim Schießen mit dem MG immer gestützt werden musste, weil er sonst vom Rückstoß nach hinten weggetrieben worden wäre. Der musste bei den Ex-Übungen immer den General spielen. Und wenn nur bei einem der Mundwinkel zu einem Grinsen gezuckt hätte, hätte die ganze Truppe über den Platz robben müssen.

            Wachgänge wurden bei uns nur von der Wache am Haupttor durchgeführt. Die Wache wurde reihum von jeweils einer Kompanie gestellt. 24 h absolute Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Schon das Verlassen des Wachgebäudes hätte zu einem Diszi geführt. Nur für die Wachgänge durfte man ins Freie. Mit nächtlichen Kontrollgängen hatte ich nie Probleme. Ich bin praktisch im Wald aufgewachsen und war es von Kleinkind auf an gewohnt, im Dunkeln im Wald zu spielen, oder spazieren zu gehen. Außerdem hatte ich damals noch echte Eulenaugen 😉 .
            Nächtliche Geräusche waren mir also vertraut und wo meine spätere WG-Genossin im Dunkeln stockblind war, konnte ich sie noch vor jedem Steinchen auf dem Boden, oder jedem über den Waldweg ragenden Zweig warnen können.
            Beim Klopfen hätte ich allerdings wahrscheinlich die Wache informiert. Allein hätte man in Zweifelsfall so einen „Tatort“ wahrscheinlich eh nicht betreten dürfen und ich bin mir nicht sicher, ob ich mit einem guten Gefühl in den Schuppen gegangen wäre, wissend, dass hinter mir mein Kamerad mit durchgeladenem – und vielleicht entsicherten – G 3 gestanden hätte.

          • Das beste waren doch immer noch die völlig platten Sprüche der Vorgesetzten:

            Wenn jemand sich am Montag krank zum Dienst meldete, kam der Spieß und schrie:

            „Zu Hause die schwere Elli stemmen und hier einen auf krank machen!“

            Oder einer meiner Lieblingssprüche, wenn man mal einen Knopf der seitlichen Hosentasche nicht geschlossen hatte:

            „Passen Sie auf, dass Sie sich nicht erkälten!“

            Oder, wenn man einer flappsig gegenüber seinem Vorgesetzten war:

            „Sie haben wohl heute morgen einen Kasper gefrühstückt!“

            Oder, wenn sich mal jemand an die Wand lehnte:

            „Die Wand steht auch von alleine!“

            Wenn jemand mal seine Hände in den Hosentaschen hatte:

            „Nicht kratzen, waschen!“

            oder

            „Haben Sie heute Geburtstag, nein, dann Hände von der Kerze!“

            Oder, wenn es zu langsam ist:

            „Jetzt mal Hacken in den Teer!“

            Oder Formaldienst:

            „Der Abstand zum Vordermann beträgt genau XX cm, ein cm zu viel ist Fahnenflucht, ein cm zu wenig ist schwul“

            „Wenn ich stillgestanden sage, dann pendelt maximal noch ihr Sack!“

            Oder die Klassiker bei der Stubenkontrolle:

            Erst an den absurdesten Ecken in der Stube Staub mit dem Finger abwischen, dann den Staub vom Finger pusten und schreien: „Können Sie mich noch sehen!“

            Oder die Kontrolle des Essgeschirrs „es lebt“

            Super war auch Folgendes! Nachdem man (zunächst) nichts bei uns bei der Stubenkontrolle zum Meckern gefunden hatte und man als besonders vorbildlich gelobt wurde (man also das Gefühl hatte, die Stimmung würde auflockern) wurde man freundlich gefragt, wer sich trocken rasieren würde. Die, die das dann zugaben, durften dann ihre Rasierer öffnen und wurden dann wieder zusammengefaltet, wenn der Rasierer nicht picobello gereinigt war. Wenn man wollte, fand man halt immer irgendetwas. 🙂

            Super auch Folgendes bei der Stubenkontrolle! Erst wird die Stube zusammengebrüllt: „Wer stand da vorhin auf dem Tisch!“ Nachdem dann alle glaubhaft versicherten, dass sich keiner auf den Tisch gestellt hatte, dann wurde wieder gebrüllt „Das kann doch nicht Ihr Ernst sein, dann wurde der Staub von der Lampe ja noch geputzt!“

            Besonders ist mir auch noch Folgendes in Erinnerung. Wir waren gerade eingezogen worden, hatten noch nicht einmal unsere Ausrüstung und alle fühlten sich gerade richtig beschissen wie in einem Gefängnis eingesperrt und entrechtet. In der allerersten Nacht in der Kaserne waren wir dann gerade eingeschlafen, da ging die Tür auf und der UvD kam herein, machte das Licht an, ging zum Mülleimer (in der sich eine einzige leere Coladose befand) und machte einen Riesenalarm. Wir hielten das erst für einen Scherz und wurden dann richtig zusammengefaltet, so dass wir tatsächlich wegen einer einzigen Coladose uns noch einmal anziehen mussten und den Müll (= Coladose) nach draußen in den Müllcontainer bringen mussten. Das Absurde war, dass das später mit der netteste Unteroffizier war, den man sich vorstellen konnte. Aber konnte in der ersten Nacht ja noch keiner ahnen.

            Im nachhinein lacht man darüber, aber in der konkreten Situation fühlt man sich einfach nur Scheiße und entrechtet!

          • „Im nachhinein lacht man darüber, aber in der konkreten Situation fühlt man sich einfach nur Scheiße und entrechtet!“

            Das stimmt.
            Allerdings muss ich zugeben, dass ich es vielleicht nicht ganz so hart getroffen hatte, weil ich in der KPFü war. Und in der Höhle des Löwen lebt es sich ja bekanntlich am sichersten 😀

            Bei allem Verdruss konnte ich dann doch auch den einen oder anderen inneren Reichsparteitag feiern 😀
            Unser Chef war eine tiefrote Socke, im WK II hätte man gesagt: „Er hat Halsschmerzen“.
            Eigentlich wäre er wohl gern Fallschirmjäger geworden und musste dann doch zu den Grenadieren. Dafür hat er uns schon gehasst. Aber so richtig brassig wurde er, als irgend so’n General ihn (vor Untergebenen) aufforderte, seine Uniform der Waffengattung anzupassen und zukünftig seine schneidige Airforce-Uniform im Schrank zu lassen.
            Danach durften wir ihm nur noch mit Schuhen unter die Augen treten, die aussahen, wie gerade eben gekauft und frisch angezogen. Das führte natürlich dazu, dass die Leute selbst im Gefecht immer beim Schuheputzen waren und dafür auf ihre 1. Hilfe-Kit in der Beintasche verzichteten 😀 .
            Und unsere selbst bei den Freilaufenden stets perfekt geputzten Kampfstiefel sorgten wiederum bei den anderen KP-Chefs und sonstigen Sternträgern für einige Irritationen und spitze Bemerkungen, was unserem Chef etwas unangenehm war.
            Der war total durchgeknallt. Heute würde ich vermuten, der war ständig auf Speed.

          • „Normalerweise sollte mein Ausbildungsjahrgang unter echtem MG-Feuer durchrobben. Das sei normalerweise integraler Bestandteil der Ausbildung.“

            Kommst Du aus Trabi-Land?
            Ich glaub nicht, dass es jemals in Westdeutschland erlaubt, schon gar nicht üblich, war, mit scharfer Mun über die Leute zu schießen. Nicht einmal auf den Truppenübungsplätzen.

            „Es stellte sich dann heraus, dass noch andere Truppen in dem Wald Übungen hatten und deren Ausbilder offensichtlich nichts von unseren Panzersperren wusste.“

            Ah, so’n ähnliches Ding hatten wir auch. War ein Happening, das als „Schlacht am Sechsstückerberg“ in die Annalen des Bataillons einging.

            Es war am frühen Morgen, das Wetter war recht gut, aber leichter Bodennebel waberte noch über die Heide. Der gegnerische Angriff sollte jeden Augenblick starten und wir sollten mit einem Gegenangriff reagieren. Aber außer gelegentlicher Schiedsrichterkübel war nix zu sehen.
            Da wurde es im Funk plötzlich hektisch. Irgendjemand schrie, er würde angegriffen, worauf die Führung den „Zug alpha“ zum sofortigen Gegenschlag aufforderte – das waren wir.

            Dummerweise sahen wir keinen Feind, so sehr wir uns auch die Augen aus dem Kopf stierten.
            Der Funk wurde immer panischer, also begannen wir wie die Blöden mit unseren BMK auf irgendwelche Nebelbänke zu feuern, während wir mit Fullspeed vorrückten. Irgendwann bildeten wir uns ganze Panzerarmeen ein, die aus allen Richtungen kamen. Es war der Teufel los – und die Schiedsrichter rasten ziellos durch die Heide.
            Wir schossen, bis die Rohre glühten, bzw. unsere Mun alle war.
            Dann trat wieder Ruhe ein und alle standen etwas ratlos in der Landschaft. Nachdem sich die Panik wegen Mun-Mangels gelegt hatte, war klar, dass dort kein Feind war und wir nur die Luft perforiert hatten – bis er wirklich angriff – und wir uns nicht mehr wehren konnten.
            In der anschließenden Beratung erfuhr ich, dass wir in den Funkverkehr einer anderen Übung geraten waren, die ganz woanders stattfand und mit uns gar nix zu tun hatte. Und die Leute dort hatten – phantasievoll, wie der Verein nun mal ist – die gleichen Bezeichnungen für ihre Truppenteile benutzt, wie wir.
            Ich weiß nicht, welche Folgen die Geschichte hatte, aber unser Chef war wieder mal not amused 😀
            Ich dagegen fand, die Schlacht war ne Mega-Party. Das war Cowboy und Indianer vom Allerfeinsten.

          • „Kommst Du aus Trabi-Land? Ich glaub nicht, dass es jemals in Westdeutschland erlaubt, schon gar nicht üblich, war, mit scharfer Mun über die Leute zu schießen. Nicht einmal auf den Truppenübungsplätzen.“

            Kann ich nichts zu sagen. Ich war einfaches Kanonenfutter bei einer Luftwaffensicherungsstaffel in Norddeutschland und habe mich nie mit den zentralen Dienstvorschriften auseinandergesetzt. Und, es soll auch auch Praktiken bei der Bundeswehr gegeben haben, die nicht „offiziell“ waren. Letztlich gebe ich hier nur wieder, was mir irgendwelche Vorgesetzte erzählt haben. Ich gebe zu: groß hinterfragt habe ich das nicht. Unplausibel war es aber auch nicht, weil wir durchaus mit scharfer Munition geschossen haben und manche Übungen an körperliche Grenzen gingen. Ein fest arretiertes MG das über die Köpfe vor sich hinrobbender Soldaten schiesst, war also durchaus vorstellbar.

        • Semikolon,

          In diesem Jahrtausend nun gab es keinen männlichen Jahrgang mehr, der im Schnitt auch nur halb so lange Wehr-&Wehrersatzdienst geleistet hätte wie eine Schwangerschaft (von der im Schnitt jede Frau mehr als eine austrägt) andauert.

          und wie viele Frauen genau sind in diesem Jahrtausend von Feldjägern abgeholt und der Zwangsbefruchtung zugeführt worden, weil sie zum vom Staat bestimmten Zeitpunkt noch nicht schwanger waren?

          Wie viele mußten sich gegen ihren Willen von einem Arzt, den sie sich nicht aussuchen durften, intim untersuchen lassen, der ihre Gebärtauglichkeit feststellen sollte? (Nebenbei: Etwas ähnliches gab es wirklich mal, in den 1980ern in Rumänien unter Ceaușescu.)

          Du ignorierst den Kernpunkt, daß es sich um einen Zwangsdienst handelt, um mal wieder Deine Lieblingsplatte von den Frauen als den größten Opfern von allem spielen zu können. Dabei habe ich nicht den Eindruck, daß die meisten Frauen eine Schwangerschaft als Opfer betrachten; im Gegenteil.

          B20

          • „Wenn wir die Prämisse setzen, dass auch zukünftig der Schnitt der Frauen wenigstens eine Schwangerschaft zuende führen wird (Einige wollen ja sogar eine 2 vor der hiesigen Geburtenzahl pro weiblichem Kopf sehen!), bleibt irgendwo halt die Frage offen, zu was genau wir im Gegenzug Männer (im Regelfall) verpflichten müssten, um uns faktisch der Gleichberechtigung (wieder) weiter anzunähern.“ (Zitat: Semikolon)

            Soweit ich mich erinnern kann, wird diese Argumentationslinie schon seit 30 Jahren von Feministinnen abgelehnt, da hier (verklausuliert) Frauen zu „Gebährmaschinen“ erklärt werden, deren vermeintliche natürliche Aufgabe es ist, dem Land neue Kinder (Soldaten) zu schenken.

            1. Das „Kinder kriegen“ ist kein Dienst am bzw. für den Staat.
            2. Das „Kinder kriegen“ ist für Frauen keine Verpflichtung, die Wehrpflicht (wie der Name schon sagt) hingegen schon.
            3. Wenn wir nicht gerade paarungswillige Männer aus dem Ausland in Land holen, ist unsere Geburtenrate rückläufig.

          • @ Radikal:
            Da sprichst Du ziemlich genau 50% der Begründung an, warum ich „dat Semi“ nicht mehr als solches bezeichne, sondern als ( insofern „vollwertigen“, hust ) Inkubator.
            Die andere Hälfte basiert darauf, daß es Väter grundsätzlich als reine Erzeuger betrachtet und entmenschlicht. Da passe ich mich insofern einfach an, um ein Gefälle in der „Kommunikationsbasis“ zu vermeiden.

            Allerdings ist das Argument, daß selbst der Feminismus sich vor dreißig Jahren gegen solche Betrachtungsweisen von Menschen ausgesprochen hat, m.E. akut am Schwächeln. Einfach weil die heutigen Intersektierer offenbar immer mehr in eine Richtung abdriften, möglw. durch ihre großen Überschneidungen mit Imperialismus und ähnlichen Totalitarismen, daß man wohl befürchten muß, daß auch irgendwelche Lebensbornideologien ihnen nicht mehr allzu fern liegen und bei passender Gelegenheit übernommen werden. Bei Inkubator ist das m.E. schon recht deutlich ausgeprägt.

          • Hallo Bombe20, lang ist’s her…

            Nein, Frauen werden keiner staatlich-kontrollierten Zwangsbefruchtung zugeführt (jedenfalls in Friedenszeiten). Der Anteil der Frauen, die lebenslang kinderlos bleiben, liegt allerdings dennoch (aller Voraussicht nach auch noch auf absehbare Zeit) nur so ungefähr zwischen 20 und 25 %.

            Wieviele davon niemals (ohne Hilfe der mod. Med.) Kinder kriegen konnten/können, ist ungewiss (ich schätze wenigstens die Hälfte); es ist nämlich gar nicht so einfach die reproduktive Potenz aka. Gebärfähigkeit einer Frau von außen zu bestimmen (solange unschwanger), soweit ich weiß.

            Im verlinkten Beitrag wird Vieles zusammengetragen, was die Intimuntersuchung anlässlich der Musterung als unzumutbare Prozedur beschreibt. Mein Verhältnis zu Ärzten war auch nicht immer unproblematisch, von daher bin ich da schon empfänglich für die Kritik (bzw. etwaige Verbesserungsvorschläge).

            Und jetzt kommt mein allfälliges Aber: jede Frau, die mit Pille verhütet (und das sind immernoch die Meisten), muss 2x im Jahr min. einen Muttermundabstrich über sich ergehen lassen. In meinem Fall waren das also ca. 20 Intimuntersuchungen allein bis zum Alter von 23 Jahren. In meiner unmittelbaren Wohnortnähe (also wo ich auch als Minderjährige leicht hin kam) gab es damals m.E.n. nur zwei niedergelassene Gynäkologen (m) – deutlich älter als meine Eltern. Ich habe sie beide ausprobiert und blieb dann bei dem, wo ich leichter einen Termin bekam.

            Später probierte ich „freiwillig“ noch zwei aus, bevor ich zu meinem jetzigen fand (mit vorallem einem Händchen für Schwangere, der mich sonst aber leider auch schon enttäuscht hat…). Pro Schwangerschaft sind übrigens 10 Vorsorgeuntersuchungen „empfohlen“ (die tatsächliche Anzahl variiert aber).

            Das vielfältige medizinische Krankenhauspersonal, das anlässlich der Geburten innerhalb weniger Stunden dutzende Intimuntersuchungen an mir durchführte, konnte ich mir natürlich nicht im Geringsten aussuchen; und bis auf drei, vier Ausnahmen würde ich sie auch nicht wiedererkennen können (also nichtmal direkt danach wäre mir das möglich gewesen). Wieviele es waren? Keinen blassen Schimmer.

            Ich trage ja bekanntermaßen den Wunsch mit mir rum, junge Männer sollten zukünftig tatsächlich Routinemäßig Spermaproben untersuchen lassen, damit sich die überflüssige Medikamenteneinnahme auf weiblicher Seite zukünftig reduzieren lässt.

            Ließe sich dafür denn überhaupt Motivation wecken, was meinst Du?

          • Semi Kolon,

            ohne auf die Einzelheiten einzugehen: Ich kann mir Deine Antwort eigentlich nur so erklären, daß Du noch nie wirklich zu etwas gezwungen worden bist, das Du absolut nicht wolltest.

            Denkanstoß:
            Was ist der entscheidende(!) Unterschied zwischen einer (potentiell schwer traumatisierenden) Vergewaltigung und (im Idealfall für alle Beteiligten befriedigendem) Sex?

            Ich trage ja bekanntermaßen den Wunsch mit mir rum, junge Männer sollten zukünftig tatsächlich Routinemäßig Spermaproben untersuchen lassen, damit sich die überflüssige Medikamenteneinnahme auf weiblicher Seite zukünftig reduzieren lässt.

            Klassischer Hermine-Feminismus:
            „Wir sollten etwas für Männer tun,“ (versteinerte Blicke im Publikum) „weil das einen Nutzen für Frauen hätte.“ (Standing Ovations)

            Nur zur Sicherheit: Meinst Du mit „routinemäßig“ zwangsweise oder freiwillig, aber niederschwellig und kostenlos?

            Ließe sich dafür denn überhaupt Motivation wecken, was meinst Du?

            Wie hoch schätzt Du den Pearl-Index Deiner Methode? Und meinst Du, es ließe sich bei Frauen Motivation wecken, einer staatlichen Zeugungsunfähigkeitsbescheinigung zu vertrauen?

            (Von den Mißbrauchsmöglichkeiten der gesammelten DNA-Proben und anderen Kleinigkeiten der Umsetzung mal abgesehen.)

            B20

          • „Nur zur Sicherheit: Meinst Du mit „routinemäßig“ zwangsweise oder freiwillig, aber niederschwellig und kostenlos?“

            Dass die Untersuchung Kassenleistung sein müsste, versteht sich natürlich von selbst. Aber eigentlich meinte ich damit:

            Es sollte normal sein für einen jungen Mann bevor er überhaupt (hetero-)Sex hat schon in Erfahrung gebracht zu haben, ob er im medizinischen Sinne zeugungsfähig ist oder nicht.

            Und dann sollte es normal sein, dass er das ca. alle 5-10 Jahre (bei Bedarf auch in kürzeren Abständen) erneut testen lässt, ob rauszufinden, ob z.B. sein zwischenzeitlicher Lebenswandel (oder aber eine erfolgte, vielleicht sogar unbemerkt-gebliebene Erkrankung) Auswirkungen auf die Qualität seiner Spermaprobe hatte.

            Nur wie kommen wir dahin, frag ich mich.

            Heute ist es ja m.W.n. noch so, dass selbst in Paarbeziehungen mit unerfülltem Kinderwunsch i.d.R. erst die Frau so einige Untersuchungen über sich ergehen lässt, bevor der dazugehörige Mann bereit ist, seinen Samen überprüfen zu lassen.

            „Wie hoch schätzt Du den Pearl-Index Deiner Methode?“

            Das kommt immer auf die genaue Diagnose an.

            „Und meinst Du, es ließe sich bei Frauen Motivation wecken, einer staatlichen Zeugungsunfähigkeitsbescheinigung zu vertrauen?“

            Klar doch.

  2. Eine Wehrpflicht oder ersatzweise einen Zivildienst für Frauen halte ich für ausgeschlosssen. Die müssen doch die Kinder kriegen und machen all die Carearbeit und kriegen 23 Prozent weniger Lohn und werden unterdrückt und es gibt nur wenige Frauen an der Spitze der grossen Unternehmen und die Tampons müssen sie auch selbst bezahlen und Frauen werden sexuell belästigt und sie kriegen immer rosa Kleidchen als Mädchen und sind dann schlechter in Mathe …

  3. Man hätte schon vor Jahren einen für beide Geschlechter verpflichtenden allgemeinen Zivildienst einführen sollen. Wehrpflicht nützt der Gesellschaft kein Stück , wenn jeder Bürger ein Jahr lang mal im Gesundheitswesen was für die Allgemeinheit tun würde, entstände eine Entlastung auf diesem Sektor und zusätzlich würde jeder da mit ein wenig mehr Demut vor den schwächsten unserer Gesellschaft geimpft. Wird aber nicht kommen, wird ja nicht mal diskutiert. Wäre übrigens auch was für Flüchtlinge mit unklarem Status. Geh ins Gesundheitswesen, werd Pfleger , dann kannst du bleiben. Der allgemeine Dienst wäre wohltuend für die Neoliberalen und sonstige sozial darwinisten , weil sie mal mitkriegen, wie viele Menschen auf Hilfe der Gemeinschaft angewiesen sind. Auch die kleinen Prinzessinen würden innerlich profitieren. Leider wunschdenken.

    • Das wird wohl auch deshalb nicht diskutiert, weil Zwangsarbeit grundsätzlich ein Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention und somit nicht zulässig ist.

      Die Menschenrechtskonvention sieht lediglich einzelne Ausnahmen vor, z.B. für Zwangsmilitärdienste oder Ersatzdienste für den Militärdienst, wenn aus Gewissensgründen der Wehrdienst verweigert wird. In Deutschland besteht nur das Problem, dass Frauen nach dem Grundgesetz auf keinem Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden können und nur Männer zum Dienst in den Streitkräften verpflichtet werden können (Art. 12a GG). Einen Zwangsmilitärdienst von Frauen wird es daher ohne eine Grundgesetzänderung mit Sicherheit nicht geben können. Und da Frauen somit einen Zwangsmilitärdienst nicht aus Gewissensgründen verweigern können, weil sie ja gar nicht dazu gezwungen werden können, würde eine verplfichtendes soziales Jahr bei Frauen kein Ersatzdienst im Sinne der Menschenrechtskonvention darstellen. Denn es wäre kein Ersatzdienst für einen Militärdienst, der „aufgrund von Gewissensgründen“ verweigert wurde, sondern nur ein Ersatzdienst, weil Frauen nicht zum Militärdienst eingezogen werden können.

      Während bei Männern ein Ersatzdienst somit kein Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention darstellt, würde das bei Frauen wohl der Fall sein, weil bei Frauen der Dienst eben kein Ersatzdienst, sondern unzulässige Zwangsarbeit wäre.

      Und auch Männern stellt es nur dann kein Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention dar, wenn der soziale Dienst als ein Ersatz für den Militärdienst angesehen werden kann, weil der Militärdienst aus Gewissensgründen verweigert werden durfte. Ohne eine Wehrpflicht würde daher wohl auch bei Männern eine Ersatzdienst unzulässig.

  4. Wird nicht wieder eingeführt werden — wäre auch volkswirtschaftlich reichlich dämlich. Wir haben praktisch Vollbeschäftigung und wollen dann ein paar hundertausend Mannjahre pro Jahr in einen recht sinnfreien Wehrdienst stecken???
    Und das mit der geschlechtsunabhängigen Pflicht wird erst recht nicht kommen. Das ist ein totales Sommerlochthema. Die Bundeswehr braucht mehr teures Gerät und Spezialisten für dieses; nicht ein paar tausend schlecht trainierte Infanteristen.

  5. Den Leuten die nach der Schule nichts mit sich anzufangen wissen und deshalb irgendwas studieren würde es vielleicht ganz gut tun, stattdessen irgendeinen Job aufs Auge gedrückt zu bekommen. Und ich meine, die Pflegestellen würden sich darüber freuen, wenn jemand da wäre, der Zeit dafür hat sich mit den Alten zu beschäftigen (die müssen ja nichts kompliziertes tun). Persönlich gehe ich nicht davon aus, dass sich jemand die Mühe machen wird, das ganze nur Männern aufzudrücken. Absolut niemand könnte es verteidigen, den Dienst Frauen nicht aufzubürden. Ich würde mich um des Krawalls willen jedenfalls freuen, wenn sie es doch nur für Männer machen würden.
    Dass besonders viele Leute in die Bundeswehr gehen, sehe ich nicht kommen, es sei denn natürlich Trump hat bei der Nato etwas Kanonenfutter bestellt, der muss als US Präsident ja noch seinen obligatorischen Krieg anfangen.

    Alles in allem wäre das alles auch gut gelöst, wenn fürs FSJ aggressiver geworben werden würde.

  6. Vielleicht muß gar kein Zwangsdienst her, ich würde aber andere Dinge davon abhängig machen, ob ein Dienst fürs Land geleistet wurde, z.B. die Zulassung zum Studium oder wenigstens den Erlass der Studiengebühren, vorstellen könne ich mir alternativ auch einen Steuerrabatt von 1..2% fürs künftige Leben oder so..

  7. Ich halte eine Dienstpflicht – gleich welcher Art – für ein ökonomisch hochgradig schwachsinniges, radikalkommunistisches Instrument. (Auch wenn der Vorschlag von der CDU kommt.) Warum hängen wir an das Wehrpflichtjahr und das Pflegedienstjahr nicht noch ein Bäckerdienstjahr, damit wir alle frische Brötchen kriegen, ein Metzgerdienstjahr, damit wir genug Fleisch haben, ein Bankerdienstjahr, damit die Versorgung mit Bankdienstleistungen sichergestellt ist, und und und … Warum stellen wir nicht einfach unsere gesamte Wirtschaft auf Zwangsarbeit um?

    Weil die Menschen unglaublich viel effizienter arbeiten, wenn sie sich ihren Job selbst aussuchen können. Und weil sie in einem selbst gewählten Beruf glücklicher sind.

    Wenn in Bundeswehr und Pflege das Personal fehlt, muss man halt mehr Gehalt zahlen. Dann werden die Leute schon kommen. Ja, das kostet Geld. Aber es ist immer noch günstiger als die Kosten, die durch eine Dienstpflicht entstehen. (Steuerausfall, Abwanderung, …)

    • Radikalkommunistisch? LOL! Du hast die Intention dahinter nicht verstanden. Es geht

      a) um brauchbares Kanonenfutter, denn schließlich muss sich die arme, arme NATO gegen den übermächtigen und bösen Feind aus dem Osten wappnen (PSSSSSPT: die NATO ist 10x überlegen, aber das darf keiner wissen)

      b) eventuell noch um Billigarbeitskräfte für Pflege etc., denn es darf auf gar keinen Fall ein wirklicher Fachkräftemangel entstehen. Wäre ja schrecklich, wenn man plötzlich ordentliche Löhne zahlen müsste.

      Back to Topic: Selbstverständlich kommt nur der Wehrdienst/Ersatzdienst wieder und es wird auf gar keinen Fall eine Dienstpflicht auch für Frauen geben. Das ist nur eine Nebelkerze. Am „besten“ wäre das Schweizer Modell. Umfassender Wehrdienst UND noch späterer Renteneintritt für Männer. Schließlich darf man Männern doch nicht das Privileg nehmen, sich ausgiebig über Jahrzehnte im Job selbst zu verwirklichen.

      Wer Ironie oder Sarkasmus findet, darf es behalten.

  8. Hans Peter Bartels:“ Einen verpflichtenden Dienst für alle jungen Menschen einmal im Leben für die Gesellschaft zu organisieren, das ist eine sympathische Idee. Das stößt aber auch schnell an verfassungsrechtliche Grenzen. Es gilt das Verbot der Zwangsarbeit.“

    https://www.pnp.de/nachrichten/politik/3032380_Bartels-zur-Dienstpflicht-Es-gilt-das-Verbot-der-Zwangsarbeit.html

    Der SPD Mann findet Zwangsarbeit also eine sympathische Idee? 🙂

  9. Ich bin absolut gegen eine Wehrpflicht, da sie mir ein zu starker Eingriff in die Rechte des Bürgers ist. Insofern schöpfe ich etwas Hoffnung aus dem derzeitigen Vorstoß, dass er vielleicht zu einer endgültigen Abschaffung führt: Denn dass eine so große Reform dafür durchgebracht wird, Frauen in die Pflicht zu nehmen, ist für mich absolut illusorisch. Wenn aber das scheitert, sehe ich die Chance, dass man dann auch nicht drumhin kommt, die Ungerechtigkeit gegenüber Männern einzuräumen und entsprechend zu beseitigen.
    Auch das ist natürlich nur eine Chance, keine Sicherheit, Man ist ja leider geübt genug im Doppeldenk, Benachteiligung von Männern als Gleichberechtigung zu ettiketieren. Wir hören ja schon jetzt überall das „Aber Frauen werden doch schwanger! Das ist doch schon deren Dienst an der Gesellschaft“-Argument, welches wir nie hören, wenn man sagt, wieso Frauen wegen „Schwangerschaftsgefahr“ ungeliebtere Arbeitnehmer sind.

  10. Die Diskussion findet doch nur statt, weil die Kacke am Dampfen ist. Die Bundeswehr ist quasi handlungsunfähig dank zwei komplett unfähiger Verteidigungsminister. Gleichzeitig füllen wir unser Land mit Gewaltpotential an allen Ecken und Rändern. Bundeswehreinsatz im Innern wurde ja auch schon mehr als einmal diskutiert.

    Es bleibt spannend…

  11. Eine Frage hätte ich da dann doch noch mitten hinein ins Sommerloch: habe in jüngster Zeit vielerlei Belehrungen von Leuten über mich ergehen lassen müssen, die es für absolut unakzeptabel halten, dass junge Männer für eine gewisse Zeit in Sammelunterkünften verbringen müssen (Mehrbettzimmer), um ihr Ansinnen zu prüfen und diese Prüfungen zu bündeln und die daraus resultierenden Entscheidungen zu beschleunigen. Bis zu den Ausführungen des Wehrbarons, der dies für die männliche Bürgerschaft abgeschafft hat, war dies bei den jungen Männern der schon immer hier lebenden Herkunft die Regel. Was denn nun? Oder gibt es pro Rekrut künftig ein kleines Reihenhaus?

  12. Schwierig, schwierig. Ich bin eigentlich ein Fan eines wehrfähigen Staates, aber unser Staat ist schwach, dumm, korrupt und nicht souverän. Er kann sein Gebiet noch nichtmal gegen Sozialmigranten schützen und die Diskussionen drehen sich ja auch schon wieder darum, möglichst günstige Arbeitskräfte durch diese Maßnahme zu gewinnen und vergiften damit den ganzen Ansatz umgehend wieder.

    Unter den aktuellen Umständen sage ich: nein, macht keinen Sinn. Erstmal sollen die CDUler die Verräterin in den eigenen Reihen, von der wir regiert werden, loswerden. Dann reden wir weiter.

    • Im Übrigen halte ich einen Überfall durch Russland (gegen den wir wahrlich nichts nennenswertes aufbieten können, also NATO-Atomwaffen, wovor Gott uns bewahre) für das geringere Übel, wenn die Alternative in fortgesetzter Islamisierung und Zerstörung unseres Staates besteht. Die Russen sind aktuell vermutlich besser in der Lage, unsere Kultur zu schützen, als wir selbst.

  13. „„Die Jugend hat kein Ideal, kaan Sinn für wahre Werte
    Den jungen Leuten geht’s zu gut, sie kennen kaane Hearte!“
    So reden die, die immer nur kuschen, geldgierig, bestechlich san
    Nach’m Skandal dann pensioniert werdn – kurz a echtes Vorbild san!“
    — Wolfgang Ambros —

    Ich empfinde es als bizarr, dass der Vorschlag einer allgemeinen Dienstpflicht zwecks Förderung des Gesellschaftlichen Zusammenhalts ausgerechnet von denen kommt, die teilweise alles tun, um die Gesellschaft zu spalten.
    Ich möchte Fraum Kramp-Karrenbauer erst mal mit dem G 36 durch den Schlamm robben sehen, Horst Seehofer beim Flüchtlinge aus dem Mittelmeer ziehen (gerne an Bord einer Deutschen Marineeinheit) und Frau von Storch beim BuFDi in einem Pflegeanstalt für Schwerbehinderte, dann können wir weiterreden.
    Ich habe es satt, dass Politiker nicht nur Wasser predigen und Wein trinken, sondern auch noch Gülle ausschenken und das Gesöff als süßen Rahm verkaufen.

    • Frau von Storch ist die einzige für deren Englisch man sich nicht fremdschämen muss.
      DAS ist schon mehr als viele andere geleistet haben.

      • Was hat das mit der Frage zu tun?
        Was würde sich an der Einschätzung meiner Meinung ändern wenn ich
        – Wehrdienst geleistet hätte
        – Zivildienst geleistet hätte
        – Vom Wehrdienst befreit gewesen wäre

        Intressiert schau
        Mike

    • „Ich habe es satt, dass Politiker nicht nur Wasser predigen und Wein trinken, sondern auch noch Gülle ausschenken und das Gesöff als süßen Rahm verkaufen.“

      YMMD – Den merk ich mir. 🙂

  14. Generell sollten nur deutsche Frauen den Dienst an der Waffe ableisten.
    Das sind ja auch diejenigen, deren Hüften zwei Weltkriege entsprungen sind.

  15. Pingback: USA: Registirierung für Wehrdient nur für Männer trotz ausgesetzter Wehrpflicht ist Diskriminierung von Männern, weil Frauen in allen Einheiten dienen können | Alles Evolution

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