Wer fördert traditionelle Geschlechterrollen eher, Männer oder Frauen?

Neulich ging es darum, dass Mädchen nicht mit Dinosaurier spielen dürfen, weil das Patriarchat besteht.
Ich glaube die meisten Väter würden ihren Mädchen gerne alles mögliche über Dinosaurier und Co darlegen und mit ihnen ins Museum gehen. Wenn Fräulein Schmidt sich für Dinosaurier, Starwars, Lichtschwerter etc interessieren würde, dann hätte ich glaube ich eine Menge Spass.

Klar machen das auch genug Frauen. Aber wilderes Spielen und auch Dinosaurier und Co sind in vielen Familien, die ich kenne, weit aus eher eine Vätersache.

Bei uns wäre es auch weit eher Südländerin, die meint, dass die Kleidung von Fräulein Schmidt Rosa sein sollte und etwas eher „unweiblich“ und nichts für ein Mädchen wäre. Aber sie kommt ja auch aus einem konservativen Land und ich bin vergleichsweise liberal. Das kann es natürlich umgekehrt genau so geben.

Vielleicht ist das natürlich auch bei bei Jungs wieder unterschiedlich und da sind Männer eher hinterher?

Natürlich werden die Unterschiede zwischen einzelnen Personen größer sein als zwischen den Geschlechtern. Dennoch kann man ja mal diskutieren, ob ihr einen Unterschied im Schnitt wahrnehmt.

Wer ist eigentlich „Weiß“ im Sinne des intersektionalen Feminismus?

Der Weiße Mann ist ja bekanntlich an allem schuld. Aber eine Definition, wer nun eigentlich dabei ist, die ist deutlich schwieriger zu finden. Sie scheint sehr subjektiv zu sein.

Das der klassische Deutsche dabei ist wäre wohl klar, auch der klassische Brite würde da wohl schwer rauskommen.
Was wäre mit Italienern, Spaniern, Griechen? Alle Privilegien als Weiße? Oder dann doch wieder nicht richtig weiß?
Können die weißen dann auch die Alleinschuld an Versklavungen der Schwarzen und Indianer abgeben, weil es die auch die Spanier etc waren?

Was ist mit den Osteuropäern, Polen, Russen etc? Alle weiße Privilegien?

Oder wechselt dann die Betrachtung wieder zu „Migrationshintergrund“ und kann mit diesem magischen Ausdruck erreicht werden, dass auch ein Weißer einen Weißen diskriminiert?

Verschiedentlich wurde ja schon angeführt, dass es gar nicht um die Hautfarbe geht, an der dann aber gleichzeitig wieder die Privilegien festmachen.

Es scheint damit wie so vieles im Feminismus zu sein: Ein Begriff, der sehr subjektiv auszulegen ist und der schlicht dem, was man erreichen will, angepasst wird.

Selbermach Samstag 251 (17.08.2019)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen

Wann wurde das allgemeine Wahlrecht für Männer in Deutschland eingeführt?

Immer wieder mal in Diskussionen interessant: Ab wann durften eigentlich Männer wählen?

Wir hatten schon einige Kommentardiskussionen dazu, etwa hier:

Das allgemeine gleiche Wahlrecht für Männer gab es nur für den Reichstag ab 1871. In Preußen z.B. gab es das Drei-Klassen-Wahlrecht, also Stimmgewicht nach Einkommen. Das allgemeine gleiche Wahlrecht für Männer und Frauen für alle Wahlen in allen deutschen Ländern gab es ab 1918.

Ich wollte schon immer mal einen eigenen Beitrag dazu aufmachen, damit man da mal sammeln (und später darauf verlinken) kann.

Die SPD hat Probleme weibliche Kandidaten für eine Doppelspitze zu finden

Ein interessanter Bericht im Spiegel:

Die Partei will eine Doppelspitze

Und alleine antreten? Das Verfahren lässt das prinzipiell zu. Doch derzeit traut sich kaum ein Spitzengenosse einen Alleingang. Denn die Partei hat sich recht klar festgelegt: Diesmal soll eine Doppelspitze her.

Doch wer? Die beiden Ministerpräsidentinnen Malu Dreyer und Manuela Schwesig haben gleich nach ihrer Nominierung als Interimschefinnnen abgewunken. Und Familienministerin Franziska Giffey? Scheint wegen der andauernden Prüfung ihrer Doktorarbeit auch eher keine Kandidatur anzustreben.

So ergibt sich die Konstellation, dass derzeit gleich mehrere führende SPD-Männer zunehmend verzweifelt auf der Suche nach einer Partnerin sind:

  • Von einem „Trauerspiel“ spricht ein führender SPD-Mann aus Nordrhein-Westfalen.
  • Eine Abgeordnete erzählt von Rekrutierungsanrufen, bei denen sie kaum zu Wort gekommen sei.
  • Ein Genosse habe sich bereits mehrere Körbe geholt, heißt es, versuche es aber unverdrossen weiter.

Eigentlich ja das klassische Bild, was sich häufig zeigt, wenn man weibliche Führungspersonen braucht: Es finden sich reichlich Männer aber keine Frauen.

Gut, der SPD Vorsitz ist auch ein sehr vermintes Gebiet und eine Doppelspitze aus Unbekannten aus meiner Sicht auch eher ein sehr sehr schlechter Weg so etwas anzugehen.
Weitaus interessanter wäre eher ein „Realo“ mit Charisma und einem Rückhalt in der Partei, aber woher nehmen?

Aus den Gründen:

Umgang mit Nahles wirkt nach

Woran liegt die fehlende Begeisterung bei den umworbenen Sozialdemokratinnen?

Zum einen dürfte abschrecken, mit welchem Tempo die SPD in den vergangenen Jahren ihr Führungspersonal zerschlissen hat. Jüngstes Beispiel ist Andrea Nahles: Gerade mal 13 Monate war sie im Amt, als erste Frau an der Spitze der Sozialdemokraten.

In ihrem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Rücktritt machte Nahles am Montag klar, wie schwer ihre Partei es ihr gemacht hat: „Ich bin in die Vorstände und Präsidien gekommen, aber die Macht war ein flüchtiges Reh.“ Auch wenn es kaum Zirkel gegeben habe, in denen sie nicht war, seien es doch zu viele gewesen, so Nahles: „Die Jungs haben sich vor und nach dem Präsidium getroffen.“

Bei allen Fehlern, die Nahles als SPD-Chefin gemacht hat: Der Umgang mit ihr, der zu einem abrupten Verzicht auf Partei- und Fraktionsvorsitz führte, wirkt nach.

Wie? „Bätschi“ und „in die Fresse“ Nahles hatte die SPD nicht im Griff und man hat versucht an ihr vorbei zu regieren?

Da bin ich ja jetzt wirklich überrascht.

Ich dachte alle finden sie sehr charismatisch und erkennen sie an.

Irgendwie scheint das Projekt mit einer weiblichen Notkandidatin und auch wenig überzeugenden Männern zum Scheitern verurteilt. Aber man wird sehen, wo es die SPD hinführt.

 

Wieder mal zur Erziehung von Söhnen im Feminismus

 

Und natürlich: