Fussballer und „positive Männlichkeit“

Bei Lucas Schoppe hat Billy Coen einen interessanten Kommentar zu einem positiveren Ausblick auf Männlichkeit gemacht:

„Aber in keiner Passage des Textes wird Männlichkeit positiv konnotiert: Sie erscheint grundsätzlich als problematisch und veränderungsbedürftig.“

Ein dauerhaftes Problem in unserer Gesellschaft, welches sich durch Politik, Institutionen und Medien befeuert zunehmend verschlimmert. Ich finde diesbezüglich auch das Bild im Artikel sehr vielsagend, welches laut Unterschrift ein Auszug aus einer Präsentation zeigt. Dort sieht man als Beispiel für Sportler als männliche Vorbilder zwei Fußballer im Kopfballduell, was natürlich so im Standbild auch herrlich martialisch wirkt. Aber warum reduziert man männliche Vorbilder auf solch einen winzigen Teilaspekt? Warum zeigt man dieselben beiden Fußballer nicht Sekunden nach dem Abpfiff? Warum zeigt man nicht Bilder deutscher Spieler, die Sekunden nach dem Abpfiff, der ihnen den Einzug ins WM-Finale und ihren Gegnern, den brasilianischen WM-Gastgebern, die schlimmste Niederlage aller Zeiten eingebracht hatte, die sich, statt unmittelbar in Jubel auszubrechen, sofort zu ihren Gegenspielern begaben und versuchten, denen Trost zu spenden? Oder nur zwei Jahre zuvor, als nach der nicht ganz unerwarteten Niederlage der Holländer im zweiten Vorrundenspiel der EM 2012 gegen Deutschland deren Ausscheiden schon fast sicher schien und da nach Abpfiff der Deutsche Bastian Schweinsteiger in seinen Armen den Holländer Marc van Bommel hielt, welcher, offensichtlich ziemlich aufgelöst, sein Gesicht in Schweinsteigers Schulter vergrub? Und diese Bilder wohlgemerkt nach einem Duell zwischen zwei Fußballnationen, die historisch eine gewisse, wenn auch im Verlaufe der 90er und 2000er Jahre deutlich abgekühlte Rivalität miteinander haben. Sind das keine männlichen Sportler? Ist das kein Verhalten welches man Kindern – und weiß Gott nicht nur männlichen – sehr gut als Vorbild vorsetzen kann?

Das ist für mich ein Musterbeispiel dafür, wie einfach durch äußerst einseitiges fokussieren von Teilaspekten ein Bild erzeugt wird, welches mit der Realität nichts zu tun hat. Männlichkeit ist nicht nur Konkurrenz und Wettkampf. Männlichkeit ist auch die Fähigkeit zur Fairness und zum Mitgefühl mit Gegnern oder gar – im Krieg – mit Feinden. Männlichkeit ist nicht nur Kraft und Aggression. Männlichkeit ist auch das Bewusstsein der Verantwortung, die mit diesen biologisch geprägten Eigenschaften einhergehen.

Wer, wie es gerade von feministisch sozialisierten Politikerinnen und „Intellektuellen“ gerne getan wird, immer nur die Dinge herausgreift, die beständig die eigenen Vorurteile „bestätigen“ der bedient damit faktisch wirklich nichts anderes als ein Narrativ, auch wenn du, Lucas, den Begriff nicht besonders magst. Ich finde, diesbezüglich passt er einfach. Denn dieses radikale Ausblenden aller Dinge, die nicht in das hochgradig ressentimentbehaftete Bild von Männlichkeit passen, kann nicht nur rein zufällig geschehen. Das geschieht offenkundig zielgerichtet mit der Absicht, eine „Realität“ zu entwerfen, die mit der Lebenswirklichkeit so ziemlich aller Menschen eigentlich nicht in Einklang zu bringen ist.

Und diese feindselige Realitätserschaffung führt wiederum zu der entmenschlichenden Empathieverweigerung Männern und sogar – wie deine Beispiele aus dem Dossier zum Schulmisserfolg der Jungen zeigen – männlichen Kindern gegenüber. Wer sich sein Gegenüber stets durch radikal gefilterte Wahrnehmung als mindestens latent niederträchtiges Mängelwesen zurechtzimmert, dem fällt es dann auch wesentlich leichter, diese Wesen eben aufgrund ihrer Mängel und ihrer Niedertracht als immerzu selbst verantwortlich für jedes Unbill, welches ihnen widerfährt, zu betrachten ohne dabei auch nur das geringste schlechte Gewissen oder gar Selbstzweifel zu bekommen.

Ein positives Beispiel für Männlichkeit – von denen es viele gibt – entgegenzuhalten halte ich für einen richtigen Weg.
 

Habeck vs. Baerbock: Probleme der Doppelspitze, wenn man sich dann doch für einen entscheiden muss und das auch noch in einer stark feministischen Partei

Der Spiegel schürt etwas die Feuer für die Frage, wer bei den Grünen „Kanzlerkandidat“ wird. Bisher war das nie ein Thema aber mit der Schwäche der SPD könnte es in einer Rot-Rot-Grünen-Koalition durchaus dazu kommen, dass – wer hätte es jemals gedacht – die Grünen einen Kanzler stellen.

Es zeigt sich hier gleich ein Problem der bei Grünen obligatorischen Doppelspitze aus Mann und Frau: Kanzler kann eben nur einer von beiden werden.

Der Spiegel dazu:

Ist Robert Habeck noch der wahrscheinlichste Kanzlerkandidat der Grünen? Co-Chefin Annalena Baerbock hat laut einer SPIEGEL-Umfrage in den vergangenen Monaten deutlich an Beliebtheit zugelegt, besonders im eigenen Lager.

Robert Habeck wollte sich bei der Frage aller Fragen mal wieder nicht festlegen. „Ich gebe mein Bestes, Annalena gibt ihr Bestes, und dann werden wir sehen, was daraus wird“, sagte der Grünenchef vor wenigen Tagen in einem Interview.

Ich bin sicher, dass Habeck sehr gerne Kanzler wäre, aber er ist natürlich in einem gewissen Dilemma: Er ist ein Mann. Noch dazu ein weißer Cis-Hetero-Mann. Keinerlei Benachteiligungsaspekte. Voller Privilegien

Aus Sicht zumindest des radikaleren Flügels der Grünen müsste er damit Baerbock den Vortritt lassen. Schlicht weil sie eine Frau ist und Frauen an der Spitze besser sind.

Es wäre ja eine ziemliche Lachnummer, wenn sich bei der feministischsten Partei in Deutschland eine „gläserne Decke“ zeigt und der Mann vorgezogen wird.

Natürlich kann man das runterreden mit „Es ist in diesem Fall eine ganz persönliche Entscheidung, die nichts mit dem Geschlecht zu tun hat“. Aber das dürfte dort kaum jemand wirklich überzeugen.

Keiner von beiden dürfte einen zu frühen Machtkampf wollen, er behindert ja nur die Parteiarbeit, man kann ihn immer noch später austragen.

Ob er oder die Co-Vorsitzende Annalena Baerbock die Partei im kommenden Jahr in die Bundestagswahl führen wird, ist noch immer offen. Dabei wird beiden die Frage nach der Kanzlerkandidatur spätestens seit dem historischen Umfragehoch von 2019 immer wieder gestellt.

Die Ausgangslage war dabei lange klar: Habeck ist bei der Bevölkerung bekannter und beliebter, was ihn als Kandidaten jenseits der Parteigrenzen attraktiv macht. Baerbock aber hat in der grünen Basis großen Rückhalt und konnte sich immer wieder fachlich profilieren.

Rund 20 Prozent der Deutschen bevorzugen Baerbock, 35 Prozent würden lieber Habeck als Kanzlerkandidaten sehen. Bei einer vergleichbaren Civey-Erhebung im November 2019 war Baerbock nur auf 11 Prozent gekommen, Habeck dafür auf mehr als 41 Prozent.

Der entscheidende Trend zeigt sich jedoch beim Blick auf die Antworten sortiert nach Wahlabsicht. Denn unter den Anhängerinnen und Anhängern der Grünen sind zwar 44 Prozent für Habeck als Kanzlerkandidaten, aber auch 35 Prozent für Baerbock.

Im November 2019 hatten nur 17 Prozent im eigenen Lager die Parteichefin als bessere Kanzlerkandidatin ausgewählt, 59 Prozent entschieden sich damals für Habeck.

Auch unter Anhängern anderer Parteien gibt es inzwischen mehr Menschen, die Baerbock gegenüber Habeck bevorzugen würden – auch wenn sie selbst nicht für die Grünen stimmen wollen.

So sprachen sich etwa 28 Prozent der SPD-Anhänger für sie aus, 39 Prozent dagegen für Habeck. Baerbock überzeugte damit doppelt so viele Sozialdemokraten wie noch Ende 2019. Mit Blick auf eine theoretisch mögliche grün-rot-rote Koalition ebenfalls bemerkenswert: 28 Prozent der Linkenanhänger sind für Baerbock – und gut 30 Prozent für Habeck.

Aufhorchen dürften die Grünenvorsitzenden bei einem weiteren Detail aus der SPIEGEL-Umfrage:  Sie liegen in der jüngsten Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren mit jeweils gut 30 Prozent gleichauf, wenn es um die Kanzlerkandidatur geht.

Der Spiegel oder zumindest der Autor will anscheinend Baerbock als Kanzlerkandidatin. Sie liegt auch in neueren Umfragen klar hinter Habeck, aber die Tendenz soll es so erscheinen lassen als wäre dann doch Baerbock diejenige die vorne liegt und deswegen das Amt erhalten sollte.

Das wird aus meiner Sicht ein interessanter Machtkampf. Allerdings nur dann, wenn tatsächlich eine gewisse Möglichkeit besteht, dass ein Grüner Kanzler wird.

 

Lucas schoppe zu Kooperation

Lucas Schoppe schreibt in einem Kommentar zum Artikel zum Dossier etwas dazu, dass die Vorstellung des Feminismus, dass es nur den Mann als „Harten Kerl“ als Vorbild gibt, keineswegs stimmig ist:
 

Es gibt längst, in der alltäglichen Lebenswelt, im Beruf, in der Populärkultur, Veränderungen von Geschlechterbildern. Wenn wir sehen, wie sich schon in den 50ern Elvis als Sexobjekt inszenierte – James Dean oder Montgomery Clift als hypersensible, fragile Männer – Buddy Holly als unmännlicher Junge – Little Richard auch schon mal Frauenkleidung trug – usw. – dann sind das ein paar kleine Beispiele dafür, wie viel schon vor siebzig Jahren im Hinblick auf „Männlichkeit“ in Bewegung geraten war.

Das würde der Feminismus wahrscheinlich für sich vereinnahmen und sagen, dass das ihr wesentlicher Einfluss war. 

Aber natürlich gab es immer Ausnahmen von klassischer Männlichkeit – gerade hoher Status erlaubt auch immer ein anderes Verhalten. Solange man eh genug Status hat oder genug andere Zeichen dafür bedient, kann man sich vieles erlauben. 

Die Fantasie ist abstrus und arrogant, gesellschaftlich wären eigentlich nur Vorstellungen vom Mann als harten Kerl verbreitet – wenn nicht feministische Interventionen dazwischengrätschen und Männer zu Menschen erziehen würden.

Die meisten Männer sind keine „harten Kerle“, auch wenn sie üblicherweise im Schnitt härter sind als die typische Frau. Besondere Härte ist nicht das Männlichkeitsbild, es ist allenfalls etwas, was in den passenden Situationen besondere Beachtung findet. 

Der Feminismus arbeitet insofern in der Tat mit einem verzerrten Bild, sie erklären ein Extrem zum Ideal und behaupten, dass alle Abweichungen davon gesellschaftlich bestraft werden. Was aber in dieser Absolutheit eben nicht zutreffend ist. 

Das betrifft aber nicht allein Männer, sondern auch die Kooperation zwischen Frauen und Männern. Obwohl ich in einem rotgrüngeprägten Umfeld arbeite, kenne ich so gut wie keine Frauen, die im beruflichen Umfeld einen Geschlechterkampf anstrengen. Ich habe im privaten Bereich als Vater erhebliche Grausamkeiten erlebt, aber das eigentlich immer dann, wenn sich Institutionen – wie z.B. der Alleinerziehendenverband – eingeschaltet haben. Daneben habe ich nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen Unterstützung erlebt.

Das ist in der Tat etwas, was der Feminismus auch nicht versteht: Männer und Frauen sehen sich nicht in einem Nullsummenspiel um Macht gefangen. Sie sehen sich weit eher als mögliche Kooperationspartner, als Teile einer Gesellschaft bei denen beide gewisse Regeln erwarten und insofern Leute, die diese gesellschaftlichen, nicht geschlechtlichen Regeln, nicht beachten, ablehnen. 

Menschen sehen in dem jeweils anderen Geschlecht nicht den Feind – sie fühlen mit, wenn jemand, gerade jemand der ihnen als Freund oder Arbeitskollege nahe steht, schlechtes erfährt. Und sie sind auch in der Lage zu verstehen, dass es zwar Interessengruppen gibt, diese aber nicht für die ganze Gruppe sprechen müssen oder nicht ungerecht handeln können. 

Die Gruppen sind oft weit weniger Geschlechter als Bekannte, Freunde etc. 

 

„Ich habe eine Woche lang nur im generischen Femininum gesprochen“

Auf jetzt hat eine der Schreiberinnen eine Woche lang nur das „generische Femininum“ benutzt und schildert die Reaktionen:

Aber wie wäre es, wenn ich den Spieß eine Woche mal umdrehen und nur im generischen Femininum sprechen würde? Fühlen die Männer sich da auch mitgemeint?

Ich werde also ab sofort von Chefinnen, Interviewpartnerinnen oder Freundinnen sprechen, auch wenn überall Männer gemeint sind. Am ersten Tag probiere ich das direkt bei meiner Mutter aus. Ich erzähle von meiner Chefin, dem Patrick. Schon etwas konstruiert, die ganze Situation, denke ich. Man muss dazu wissen, dass meine Mutter selbst Chefin ist. Ehe ich fertig bin, merke ich, wie sie mich vollkommen verdattert anschaut. „Bitte was, deine Chefin?“, fragt sie leicht belustigt. Man denke sich eine Betonung auf dem in. Ich erkläre meine Mission und sie fängt an zu lachen. Es ist ein anerkennendes Lachen, so scheint es mir. Für die Sekunde zumindest. Dann sagt sie: „Aber das ist ja Quatsch. Ich glaube, man löst das Problem nicht, indem man das gegeneinander aufwiegt. Man muss die männliche und die weibliche Form gleichzeitig verwenden, auch wenn es umständlich und langatmig ist. Diese Zeit können wir uns ja nehmen.“

Ich finde es grundsätzlich ein interessantes Experiment. Es einfach mal ausprobieren und schauen, wie das Umfeld reagiert. Bei ihrer Mutter wäre natürlich interessant, wie die sonst zu dem Thema steht.  Die Gefahr ist außerdem, dass man sich zu sehr in seinem eigenen Umfeld bewegt, dass vielleicht ähnlich denkt.

Neuer Tag, neues Glück beim Gendern: Ich treffe mich mit einem Kumpel in einer Kneipe. Er, KFZ-Mechaniker, erzählt mir von seiner Sammelleidenschaft für alte Volvos, die inzwischen ganze vier Garagen bevölkern. Und ich irgendwann wieder von meiner männlichen Chefin. Er nippt an seinem Bier und scheint total unbeeindruckt. Damit habe ich nicht gerechnet und frage meinen Kumpel, ob ihm das generische Femininum nicht aufgefallen sei? Er druckst etwas herum und meint schließlich „Ich habe mir da nicht so viel Gedanken darum gemacht. Ich dachte, du hast dich versprochen oder…“ Ich hake nach: „Oder?“ „Oder dass er vielleicht schwul ist?“, sagt er und schaut mich unsicher an.

Es kommt vermutlich so unerwartet, dass man sich nicht unbedingt traut zu fragen, wenn sie es souverän rüberbringt. Das man mit einer weiblichen Form für einen Mann rüberbringen will, dass er schwul ist, ist nicht so fernliegend, das „generische Femininum“ ist ja so merkwürdig, dass man wohl kaum einfach einen Versuch einen neuen Sprachgebrauch zu schaffen vermuten würde.

Ich muss unwillkürlich anfangen zu lachen, löse mein Experiment auf und schlage ihm vor, er solle in seiner Werkstatt seine Kollegen mal Kolleginnen nennen. Selbst Mechanikerin genannt zu werden, würde ihm nichts ausmachen. Sagt er. Ein paar Tage später schreibt er mir, seine Kollegen hätten ähnlich reagiert wie er. Frauen gäbe es ohnehin kaum in der Ausbildung und in seiner Werkstatt gar keine, außer am Empfang. Meine Fragestellung spielt in seinem Umfeld einfach keine Rolle. Ist sie deshalb weniger wichtig? Nein, es bedeutet nur, dass zu wenige Frauen diesen Job machen. Spätestens dann würden nämlich auch seine Kollegen mit dem Problem konfrontiert werden.

Ich würde ja schon vermuten, dass ihn ein paar Leute dort einen Spinner nennen würden, aber das mag auch eine Frage der konkreten Werkstatt sein.

Beim nächsten Mal versuche ich es mit einer anderen Geschichte. Auf der Suche nach Protagonisten für einen Artikel frage ich meine Kontakte durch. Einem Kumpel von mir, Kunststudent, schlage ich vor, er könnte auch seine Freundinnen fragen, ob die jemand passenden kennen. „Meine Freunde auch?“, entgegnet er. „Hätte ich von Freunden gesprochen, hättest du nicht gefragt, ob Freundinnen mitgemeint sind, oder?“, gebe ich zurück. „Raffiniert“, denke ich. „Raffiniert“, sagt er.

Nicht sehr raffiniert. Sondern dem normalen Sprachgebrauch entsprechend.

Dann wirft er mir vor, ihm voreilig Sexismus unterstellt zu haben und mich daher selbst sexistisch geäußert zu haben. Mist, ich sitze in der Falle! Und er hört noch nicht auf: „Feminismus sollte den Egalitarismus anstreben. Wenn er das nicht tut, verkommt das Ganze zu einem stupiden Spiel um eigene Interessen. Die Schuldfrage lässt sich nicht so einfach auf mich abwälzen. Ich sehe es dennoch als Verantwortung, vorsichtig damit umzugehen, nur den Mund mache ich sicher nicht zu.“ Das ist natürlich total richtig so: Allein die weibliche Form zu benutzen, ist genauso sexistisch wie nur das generische Maskulinum. Trotzdem wurde dadurch jahrelang das männliche Geschlecht deutlich bevorzugt. Egal, worum es ging: Die Männer waren präsent und sind es immer noch, allein durch die Sprache. Haben wir Frauen nicht auch ein Recht auf einen Ausgleich? Immerhin: Mein Künstlerfreund hat meine Artikelanfrage doch noch an eine Freundin weitergeleitet. Und zwar tatsächlich an eine Frau.

Der Rachegedanke kommt ja ganz gerne im Feminismus vor. Man hat einen Ausgleich für jahrhunderte lange Unterdrückung verdient, auch wenn man selbst 20 ist und keine wirkliche Unterdrückung erlebt hat.

Was sie im folgenden verkennt ist, dass sich Sprache nicht so leicht ändern lässt. Und das es auch keine alltagstauglichen Vorschläge gibt.

ut, wenn ich ganz ehrlich bin, ab und zu denke ich immer noch im generischen Maskulinum, spreche es aber nicht aus. Und dann plötzlich bei einer Diskussion über die FridaysforFuture-Bewegung rutscht es mir raus: Schüler. Und das obwohl gerade diese Klimastreiks von einer jungen Frau initiiert wurden. Ich spüre, wie sämtliche Gender-Götter (oder soll ich sie geschlechtsneutral Gottys nennen wie der Moderator Hermes Phettberg?) ihre Hände über meinem Kopf zusammenschlagen, als könnten sie dieses teuflische „Schüler“ so vertreiben. Ich erkläre mein Experiment für gescheitert: Ich habe es nicht mal selbst geschafft, es durchzuhalten.

Ich hätte es interessant gefunden, wenn sie etwas mehr dazu geschildert hätte, wie schwer ihr die Umstellung bei einem normalen Gespräch viel. Klar, so macht es wahrscheinlich den besseren Abschluss des Artikels, aber das scheint mir doch einer der interessantesten Probleme zu sein. Auch ein Test bei jemanden, der sie gar nicht kennt wäre interessant gewesen.

Selbermach Samstag 312 (17.10.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

#ichwill – Kampagne: Reicht das wollen oder sollte man nicht auch etwas dafür machen?

Ein neuer Hashtag wird durchs Dorf getrieben, diesmal #ichwill. Es geht um die Teilhabe von Frauen.
Promis belehren uns wie schlecht Frauen in Bezug auf Teilhabe abschneiden:

Bei der Faz heißt es:

Wusstest du, dass in Deutschland gerade mal 10 Prozent Frauen in Unternehmensvorständen sind?“, fragt Schauspielerin Natalia Wörner zu Beginn des Videos in die Kamera. „Wusstest du, dass die Namen Thomas und Michael bei den CEOs von deutschen Unternehmen jeweils fünfmal häufiger vorkommen, als Frauen in den Chefsesseln sitzen?“, folgt ihre Kollegin Maria Furtwängler. Mit weiteren Schauspielerinnen, Influencerinnen und Aktivistinnen fordern sie eine verbindliche Frauenquote. In einem rund zweiminütigen Videomachen sie auf den Frauenmangel in deutschen Chefetagen aufmerksam und fordernMitstreiterinnen auf, unter dem Hashtag #Ichwill ihre Forderungen zur Gleichberechtigung am deutschen Arbeitsmarkt zu posten.

Ich finde ja „Ich will“ so ziemlich die schlechteste Begründung dafür, dass man Chefpositionen oder andere wichtige Posten bekommen soll. Es hat etwas kleinkindhaftes.

Es werden auch wieder mal nur Unterschiede benannt und daraus Ungerechtigkeiten hergeleitet. Das passive daran wird auch an dem Begriff der Teilhabe deutlich: Man will bei bestimmten Sachen mitmachen dürfen. Einfach so.

Nirgendwo wird mal in eine tiefere Ermittlungen der Grundlagen eingestiegen oder ein Appell an Frauen gerichtet, dass sie ihre Position verbessern sollen, dass sie sich qualifizieren müssen, dass sie eine andere Work-Life Balance zugunsten der Vertretung der Gruppe akzeptieren müssen etc.

Das Thomas und Michael Beispiel geht in feministischen Kreisen ja schon länger um. Aber es verwundert auch wenig, wenn das häufige Männernamen sind und in der gerade akutellen Altersschicht verbreitet waren und Männer weitaus häufiger die Voraussetzungen für diese Jobs haben und bereit sind die notwendige Arbeit hineinzustecken.

Interessant auch, dass es gerade „Schauspielerinnen, Influencer und Aktivistinnen“ sind.

Hier noch etwas mehr:

Wir können es nicht mehr hören, es sind die immer gleichen Zahlen, die immer gleichen Geschichten.

  • Frauen kochen, putzen, waschen mehr – auch wenn sie arbeiten.
  • Frauen tragen in den meisten Beziehungen den Mental Load: Das heißt, sie kümmern sich um Geschenke, Einkaufslisten, Kita-WhatsApp-Gruppen, das Bargeld für die Putzhilfe.
  • Frauen verdienen weniger als Männer, vor allem wenn sie Kinder bekommen: Auch zehn Jahre nach der Geburt verdienen sie im Schnitt 61 Prozent weniger als im Jahr vor der Geburt.
  • Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit. Im Jahr 2018 haben zwei Drittel aller Mütter von minderjährigen Kindern in Teilzeit gearbeitet. Der Anteil in Teilzeit arbeitender Männer lag bei unter sechs Prozent.
  • In der Krise, Überraschung, litten vor allem die Frauen unter der Doppelbelastung von Job und Familie. Es waren meistens die Mütter, die ihre Schul- oder Kitakinder allein betreuten.
  • Und Frauen machen nur zehn Prozent in allen deutschen Unternehmensvorständen aus.

Jede dieser Tatsachen wurde schon hundertmal beschrieben, tausendfach geteilt, niemand bestreitet sie auch mehr.

Also die übliche Mischung von Unterschieden, auch wieder keine wirklichen Gründe und erst recht kein Hinterfragen, ob Frauen selbst daran einen Anteil haben.

Nur geändert hat sich an diesen Tatsachen wenig.

Da wäre ein guter Punkt mal zu überlegen, was Frau machen muss, damit es sich ändert. Bzw was Männer anders machen.

Gut, dass jetzt einige Frauen Lärm machen. Seit gestern kursiert unter #ichwill in den sozialen Netzwerken ein Video, in dem etliche bekannte Frauen und ein paar wenige Männer die Ausweitung der Frauenquote auf deutsche Vorstände fordern. Es sprechen unter anderem die Schauspielerinnen Natalia Wörner und Maria Furtwängler, die Klimaaktivistin Luisa Neubauer und die Influencerin Louisa Dellert. Sie erinnern daran, dass sich große Unternehmen in Deutschland für den Frauenanteil im Vorstand die Zielgröße null gesetzt haben und dass immer noch mehr Chefs Thomas oder Michael heißen, als es insgesamt Chefinnen gibt. Und machen klar: Wir Frauen wollen führen. Wollen entscheiden. Wollen Verantwortung übernehmen. Wollen verändern.

Sie machen klar: Wir Frauen wollen führen. Wie machen sie das klar? In dem sie einen Hashtag starten?

Ich finde jetzt zB in Natalie Wörners Biografie auch keinen Hinweis auf politische Aktivitäten abseits ihrer Beziehung zu Heiko Maas.  Sie ist auch sonst in keiner Partei, wie sie hier sagt.

Und auch bei Maria Furtwängler findet sich nichts zu einer Parteizugehörigkeit. Sie hat in der Hinsicht sogar ihren erlernten Beruf als Ärztin verlassen statt sich zur Chefärztin hochzuarbeiten.

Louisa Dellert ist auch nicht gerade jemand, der in seinem Lebenslauf zeigt das sie will. Sie ist Influencerin, es sieht nicht aus als würde sie in Kürze ein BWL/Maschinenbaustudium anfangen. Politisch ist sie auch nicht tätig

Immerhin gibt es auch eine „Gegenkampagne“

 

Ungleiches Verlangen nach Sex und der Umgang damit in einer Beziehung

Durch eine Suchanfrage über Google in der Blogstatistik bin ich noch mal auf einen alten Beitrag gekommen, in dem es darum geht, wie man mit ungleichem Verlangen nach Sex in der Beziehung umgeht.

Aus der Diskussion möchte ich noch mal ein paar Punkte herausgreifen:

Es ging zunächst um die Frage, was der Partner, der mehr Sex will, machen kann bzw darf. In dem Artikel ging es auch um die Schilderungen von Maren, dass der Mann das eben hinzunehmen habe und nicht versuchen sollte, sie in Stimmung zu bringen, wenn sie Nein gesagt habe.

David schrieb dazu in einem Kommentar:

Ich glaube ich habe den entscheidenden Punkt vergessen zu erwähnen, warum diese Annäherungsversuche, bei denen einer zunächst mehr Lust hat, nicht nur für einem körperlichen Bedürfnis folgen, sondern auch psychohygienisch wichtig sind: es geht um das Autonomieerleben.


Auf ein menschliches Grundbedürfnis, eine erfüllende Sexualität regelmäßig selbst Einfluss nehmen zu können, ist ein Hauptmotiv für das Eingehen einer Partnerbeziehung, sprich regelmäßiger Sex. Autonomie an sich ist ein Grundbedürfnis, eine gewisse Kontrolle der eigenen Umwelt (auch ein Grund, warum allgemeine Verlässlichkeit Beziehungen so lange erhalten kann). Natürlich lässt sich in einer Beziehung die Sexualität auch nur ansatzweise kontrollieren, aber dennoch.
Die Möglichkeit zur Masturbation ist vor allem bei gemeinsamem Wohnen erheblich eingeschränkt (auch besteht häufig „emotionaler Druck“, darauf zu verzichten).

Wird bei einem starken körperlichen Bedürfnis fast jeder Impuls zur Verwirklichung nun sofort im Keim erstickt, gelangt letztlich alle Kontrolle über wann, wie, wo, wie oft etc. in die Hände des weniger libidonösen Partners. Selbstverständlich kann dieser denselben Restriktionen unterworfen werden, aber in der praktischen Realität muss natürlich der libidonösere Part jede Gelegenheit nutzen, die der weniger libidonöse Part liefert. Der weniger libidonöse Part hat somit annähernd vollständige Autonomie über sein Sexleben, die des Partners ist hingegen kaum vorhanden.

Es nun wenigstens manchmal versuchen zu dürfen (das in Stimmung bringen), gibt das Autonomierleben zurück, selbst Einfluss auf die Erregung des Partners und somit die Erfüllung des eigenen Bedürfnisses nehmen zu können. Wenn nach einiger Zeit des Überredens/Berührens eine Zurückweisung erfolgt, ist das zwar auch frustrierend – hinterlässt aber das Gefühl „es hätte klappen können“. Somit kann das Scheitern zumindest teilweise auf die eigenen Anstrengungen attribuiert werden („vielleicht war ich zu forsch..zu wenig zärtlich..habe das falsche gesagt“) und nicht gänzlich external.
Das Gefühl kompletter Fremdbestimmung der Sexualität durch den Partner, dem Wissen das das Stattfinden von Sex niemals auch nur ansatzweise ein Überzeugen, ein erfolgreich ausgehandelter Kompromiss gewesen sein kann (enthusiastic consent), führt zur erlernten Hilflosigkeit (im Sinne Seligmans), die wohl einer der Beziehungskiller schlechthin ist.

Einer der Gründe, warum diese Consent Culture eine Utopie ist, welche in mir nur ein Grauen auslöst. Vielleicht wird dazu ja mal jemand eine entsprechende Forschungsfrage aus meinen Thesen ableiten 🙂

ich glaube auch, dass ein Ansatz, bei dem man nichts versuchen darf und Sex allein von der Laune des weniger libidonösen Teils abhängt sehr viel Frustation auslösen kann. 

Genauso sicherlich auch andersrum, wenn also jeder Sex mitgemacht werden muss (und der Partner mit der geringeren Sexualfrequenz in keiner Weise erregt ist). 

Eine andere Passage dort war:

In der Kommentardiskussion schilderte Robin ein Erlebnis mit einem Freund, der Sex wollte als sie nicht in Stimmung war und dem sie daher einen Blowjob anbot. Es störte sie aber, dass er dennoch versuchte sie durch ihr unangenehmes Betatschen in Stimmung zu bringen. 

Ich glaube viele Männer hoffen, dass die Partnerin doch noch in Stimmung kommt, weil es dann natürlich anregender ist als wenn es nur ein „Pflichtblowjob“ ist. Insofern kann es auch ein Teil „Schlechtes Gewissen“ sein, bei dem man deutlich machen möchte, dass man nicht rein passiv ist. 

Julia schrieb zu der „Problemlage“:

Zum Blowjob-Thema: „Ein Blowjob zwischendurch ist ja nun wahrhaftig auch kein Weltuntergang“ … sicherlich nicht. (Vorausgesetzt, ER kommt nicht erst nach 15 min!) Stellt es für Männer kein Problem dar, einen semi-lustvollen BJ zu bekommen? Im Hinterkopf zu wissen, dass SIE eigentlich keine Lust hat? Für mich als Frau wäre das der absolute Horror, wenn ich wüsste, dass ER lieber grade Fußball schauen würde. An einen Orgasmus gar nicht zu denken!

Wenn man passend Geil ist, dann geht alles. Aber natürlich wäre es weit weniger anregend, wenn man das Gefühl hat, dass sie es gelangweilt macht. Aber wenn sie auf Sex keine Lust hat, kann es ihr ja dennoch Spass machen dem Partner etwas Gutes zu tun und seine Lust zu erleben.

Entsprechende Ungleichgewichte können auch sonst zu merkwürdigen Partnerdynamiken führen:
Er ist dann evtl in der Rolle des Bittstellers um Sex, eine eher unterwürfige Rolle, irgendwie needy und nicht wirklich sexy. Der Gedanke aus Mitleid Sex zu haben törnt die meisten Frauen wahrscheinlich eher ab. Es macht Sex zu etwas, was man „mal wieder haben muss, weil er es lange nicht hatte“ was ihn noch unattraktiver macht. 

Gleichzeitig kann es beim Mann eine gewisse Verbitterung und Anspannung hervorrufen, ein „ich halte mich ja schon zurück, wie sie wollte, aber sie hat ja anscheinend gar keine Lust mehr, warum macht sie das mit mir?“ oder zu Resignation und einem Abfinden, bei dem der Mann nichts mehr versucht und beide nebeneinander her leben in sexueller Hinsicht.

Als kleiner Exkurs: Mir ist bewußt, dass es Frauen mit einem sehr sehr hohen Sexualtrieb oder einer sehr hohem Erregbarkeit gibt, bei denen all das überhaupt kein Problem ist und bei denen eher die Männer hoffen, dass sie nicht schon wieder will. Aber es ist eben der weitaus seltenere Fall. 

Befragung von Amy Coney Barrett im Senat: „Haben Sie jemals jemanden vergewaltigt?“

In den USA sind die Leute mehr um ihre Söhne besorgt als um ihre Töchter

Aus einem Bericht:

Americans are more worried about boys in general. Forty-one percent agree or strongly agree with the statement “I am worried about boys in the United States becoming successful adults, compared to 33% saying the same for girls. But there is a big partisan divide here. Half (48%) of conservatives are worried about boys, and only 28% are worried about girls. Liberals, by contrast, are if anything slightly more worried about girls (44% compared to 41%). There is also a gender gap: 45% of men are worried about boys, only 31% are worried aboutgirls. Overall, women are also more worried about boys than about girls, but by a much smaller margin (38% compared to 35%).

(…)

Respondents are about equally as worried about their sons and daughters as they are about boys and girls in general , with the gap between their worry for boys and girls shrinking modestly. But all four groups liberals, conservatives, mothers, and fathersare more worried about their sons than their daughters.  

Conservatives are less worried about their sons than they are about boys in general. Strikingly, liberals are more worried about their sons than their daughters, even though as we showed above, they are more worried about girls in generalIn fact, liberals are as worried about their own sons (48%) as conservatives are about boys in general (48%). On the other hand, liberals are a little less worried about their own daughters (40%) than about girls in general (44%).  

Gerade das letzte ist interessant. Konservative sind weniger besorgt um ihre eigenen Jungs als um Jungen im allgemeinen. Ich vermute mal eine „Mein junge schafft das schon“.
Linke sind mehr besorgt über ihre Söhne als über Jungs an sich. Vielleicht: „Meiner ist doch einer von den guten Jungs, aber er leidet trotzdem“?

Aus Sicht des Feminismus könnte man sagen, dass sie eben besorgt sind, wie sie die toxische Männlichkeit überwinden. Aber ich vermute sie sehen einfach den Lebensweg der Jungs als schwieriger an.

Aus dem nächsten Absatz:

Some of the other question in the AFS provide more context for these general findings, including the differences between conservatives and liberals. Parents are asked about how well their son(s) and/or daughter(s) cope with setbacks, intended as a measure of resilience, “stick-with-it-ness,” or grit. Parents see their daughters as more resilient, with 66% agreeing that “setbacks don’t discourage her. She doesn’t give up easily,” compared to 58% saying the same for their sons. Conservatives report higher levels of resilience in their children than liberals overall, andsee a somewhat smaller gap in resilience between their sons and daughters on this question. Only half of liberal parents (50%) agree that their son is resilient, compared to 63% saying the same for their daughtersconsistent with the higher levels of worry about sons among liberal parents reported above

Also Linke sehen ihren Jungen nicht als widerstandsfähig genug an, ihre Tochter aber schon.

Und auch eine interessante Wendung:

The U.S. has never elected a female president, and lags badly in terms of gender equality in politics, as I’ve written elsewhere in “100 years on, politics is where the U.S. lags most on gender equality.” It is remarkable, then, that Americans are more likely to agree that their daughter could become president than their son (again, the results are for those who have sons and/or daughters). 

The overall gap is smalljust three percentage pointsbut there are differences by political affiliation, and on this particular question, by race too. Liberals are more likely to say that their daughter could become president compared to their sons by a seven percentage-point margin. Again, this is consistent with previous findings on liberals worried about their sons.  

Das wäre dann ja schon „female Privileg“.

Aber vielleicht haben sie nur die politisch korrekte Aussage aufgenommen, dass eine Frau natürlich alles werden kann.

Most striking here are the gaps by race. Black parents are much more likely to say that either their son or daughter could become president than Hispanic or white parentsWhiterespondents are in fact most downbeat on this score. Two in five Black parents said their daughter could become president; white parents were half as likely to say that their son could. These findings are consistent with the remarkable optimism of Black Americansin light of the legacy and reality of anti-Black racism, as reported by our colleague Carol Graham.  

Auch interessant.