Der Brexit kommt immer näher

 

 

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Warum viele junge Erwachsene noch bei ihren Eltern wohnen, Männer etwas länger als Frauen

Ein Spiegelartikel dazu, dass viele junge Erwachsene noch bei ihren Eltern wohnen, Männer etwas länger als Frauen:

Die Neigung zum Nesthockerdasein hängt dabei auch vom Geschlecht und vom Wohnort ab. So leben Töchter deutlich weniger lange bei den Eltern als Söhne. 2015 wohnten nur 56 Prozent der jungen Frauen zu Hause, aber 68 Prozent ihrer männlichen Altersgenossen zwischen 18 und 24 Jahren. Im Alter von 25 Jahren lebten noch 34 Prozent der männlichen Bevölkerung bei den Eltern. Selbst mit 30 Jahren gehörten noch 12 Prozent und mit 40 Jahren noch vier Prozent der Männer als lediges Kind dem Haushalt der Eltern an.

„Töchter haben oft weniger Freiheiten, das kann die Motivation erhöhen, das Weite zu suchen. Sie helfen häufiger im Haushalt und sind daher selbstständiger“, sagte der Hamburger Kinder- und Jugendpsychologe Michael Thiel jüngst in einem SPIEGEL-Interview. Schuld daran seien auch die Eltern, die, so Thiel, „ihr Kind nicht so erziehen, dass es ohne sie zurechtkommt“.

Lange bei den Eltern zu wohnen, ist auf dem Land verbreiteter als in der Stadt. In Gemeinden unter 10.000 Einwohnern lebten 78 Prozent aller jungen Erwachsenen bei den Eltern, in Großstädten ab 500.000 Einwohnern traf das nur auf 45 Prozent der 18- bis 24-Jährigen zu.

Auch Bento greift die Zahlen dort in einem Artikel aus und schildert die Lage des zu Hause wohnenden wie folgt:

Nicht einmal um den Zahnarzt muss Tom sich kümmern. Seine Mutter macht für die ganze Familie Termine, sein Papa Heinz fährt Tom und seine Brüder hin.“Wir machen das so als Familie, seit ich klein bin“, sagt Tom.
Er hatte noch keine feste Freundin, keine Affären, keine Dates. Während er das erzählt, stochert er in seinem Stück Apfelkuchen herum. „Die Frauen reagieren komisch, wenn ich ihnen erzähle, dass ich noch zu Hause wohne. Sie sind irgendwie abweisender und reden weniger.“Trotzdem glaubt er nicht, dass das der Grund dafür ist, dass er keine Freundin findet.

Seine Brüder haben ebenfalls keine Partnerin. Benedikt brachte mal eine Frau mit nach Hause. „Die Mädels wären bei uns immer willkommen. Nur wenn es jedes Wochenende eine andere Frau wäre, würde ich mal etwas sagen“, sagt Toms Mutter.

Für seine Eltern ist es selbstverständlich, sich um ihre Söhne zu kümmern. Auch, wenn die dafür eigentlich zu alt sind. Als Gisela und Heinz ihren ersten Sohn bekamen, verließen sie ihren Kegelverein, um mehr Zeit für die Familie zu haben. „Bei unseren Eltern war das früher nicht anders“, sagt Heinz.

Heinz will seine Söhne unterstützen, so gut es geht. „Und wenn das heißt, dass meine Frau und ich kochen und putzen, dann ist das so. Toms Arbeit ist etwa 45 Kilometer entfernt, da verstehe ich, dass er abends keine Lust mehr hat, den Haushalt zu machen.“

Braucht er auch nicht. Wenn Tom abends nach Hause kommt, ist nicht nur der Kühlschrank gefüllt, sondern auch sein Kleiderschrank – mit frisch gebügelter Wäsche.

Das Nesthocker-Dasein hat nur Vorteile für Tom, warum also etwas ändern?Zum Beispiel wegen Kleinigkeiten wie dem Sonntagmorgen. Wenn Tom seinen Rausch vom Partyabend einfach gerne ausschlafen würde, zerrt sein Vater ihn um halb zwölf Mittags an den Esstisch. Das wäre anders, würde Tom alleine wohnen. „Dann könnte ich einfach im Bett liegen bleiben und ausnüchtern.“

Manchmal, da fühlt Tom sich unselbstständig. „Ich habe noch nie eine Stromrechnung bezahlt und kann gerade mal ein paar Gerichte kochen“, sagt er.

Seine Eltern sorgen sich um ihn, als wäre er 15, nicht 28. Wenn er am Abend das Haus verlässt, sagen sie „Pass auf dich auf“ und „Trink nicht so viel“.

Während Tom dann mit seinen Kumpels einen Kurzen nach dem anderentrinkt, liegt seine Mutter oft wach im Bett. „Ich höre Autos vorbeifahren und denke: schon wieder vorbeigefahren. Ich hoffe dann einfach, dass es meinen Jungs gut geht“, sagt Gisela. Sie weiß, dass sie sich weniger Sorgen machen würde, wenn ihre Kinder nicht mehr zu Hause wohnen würden. Allein schon, weil sie nicht immer genau wüsste, was sie gerade machen.

Es gibt Gründe für den Auszug. Nur die, die dagegen sprechen, überzeugen Tom eben mehr.

Zum Beispiel das Geld. Leisten könnte sich der ausgelernte Elektriker eine kleine Mietwohnung. Er will nicht. „Ich sehe es nicht ein, mir eine Mietwohnung zu nehmen und für etwas zu zahlen, das nicht mir gehört“, sagt er. Lieber spare er, um damit später ein eigenes Haus zu bauen. Dafür wartet er aber noch auf die richtige Frau. „Nachher gefällt ihr nicht, was ich baue“, sagt Tom.
Toms Freunde sind keine Nesthocker. Bis auf einen Kumpel sind alle ausgezogen, heiraten und bauen Häuser. Wenn die Jungs nach dem Fußballtraining zusammensitzen, wird nur selten über Toms Situation gesprochen. „Ab und zu kommt ein leises ‚Du könntest wohl mal… ‚, das wars dann aber auch“, sagt Tom.Er schäme sich nicht, sagt er. Er genieße die Zeit mit seiner Familie.

In zwei Jahren soll das Leben im Hotel-Mama für Tom vorbei sein. Zumindest, wenn es nach seiner Mutter geht. „Ich habe immer gesagt, dass sie mit 30 langsam mal ausziehen könnten. Damit sie erfahren wie es ist, sich alleine zu kümmern“, sagt Gisela.

Langsam mal. Tom schweigt.

Ein Grund ist denke ich, dass Männer von sich aus mit weniger auskommen, wenn sonst alles bequem ist. Wenn sie ein Zimmer haben und ansonsten alles klappt, sie alles haben, und sie sonst nicht viel machen müssen, dann reicht das einigen vollkommen, solange sie sich auf Hobbys etc konzentrieren können oder Freizeit haben.

Frauen haben denke ich dann häufiger andere Ansprüche an ihr Umgebung, wollen auch früher mehr an ihrer Wohngegend gestalten etc.

Natürlich könnte es auch ein Faktor sein, dass sie eher mit einem Freund zusammenziehen, wenn sie eine Ausbildung gemacht haben und, auch weil sie ältere Freunde haben, das früher geschieht.

Eine andere Erklärung wäre schlicht, dass Frauen auch häufiger studieren und dazu eh häufiger umziehen müssen.

 

Wie würdet ihr den „Umzugsgap“ erklären?.

 

 

Als Feministin im Baby-Forum

Eine Feministin wird Mutter, (Link auf ihren Blog) will sich informieren, und sucht sich ein einigermaßen neutral gehaltenes Mütter-Forum aus. Wie zu erwarten erlebt sie einen harten Schock:

Geschlechterklischees beginnen früh!

Nichts scheint wichtiger zu sein, als das Geschlecht des ungeborenen Kindes zu erfahren. Bewegt es sich früh und viel wird es ein Junge, die sind schließlich aktiver. Wird die Haut der Mütter schöner wird es ein Mädchen, die will schließlich ein schönes Zuhause haben.

Ziel des Ganzen ist es sich fortan als „Mädchenmama“ oder als „Jungsmama“ zu definieren. Die einen basteln und lesen, die anderen toben und machen sich dreckig. Die Rosa-Hellblau-Falle ist dabei keine Warnung, sondern wird als Beispiel für gelungene Kinderzimmerdekoration und als Shoppingtipp herangezogen.

Die Geschlechtsbestimmungstheorien dieser Art liegen meiner Kenntnis nach eher daneben.

Anders ist es bei den Geschlechterklischees:

Kinder sind eben mitunter schlicht ein guter Realititäts-Check, bei dem man feststellt, dass die Geschlechterklischees weitaus häufiger zutreffen als sich das die typische Feministin denkt.

Und das Jungs und Mädchen verschieden sind und daher auch verschieden sein wollen und das sie  dazu eben auch – gerade wenn sie typische Hormone für ihr Geschlecht haben – Beeinflussungen in Richtung der Geschlechterklischees gerne aufnehmen wäre mit den in der Wissenschaft vertretenen Theorien gut zu erklären.

Väter sind nur zur Zeugung da (und Helden)!

Wer glaubt, das Väter 2018 irgendeinen Anteil an der Kindererziehung haben, war noch nie in einem Baby-Forum. Mal davon abgesehen, dass sich dort nur Frauen aus hetereosexuellen Normbeziehungen aufhalten (oder zu Wort melden) und Männer oder gleichgeschlechtliche Paare nicht zu existieren scheinen, ist das vorherrschende Elternbild erschreckend rückständig.

Ja, merkwürdigerweise halten sich bei einem Anteil von ca. 1-2% an der Bevölkerung relativ wenig Lesben in solchen Foren auf. Wer hätte auch gedacht, dass eine Bevölkerung, die mit homosexuellen Sex eine überaus sichere Form der Verhütung praktiziert sogar noch seltener in den Mütterforen sind. Baby-forums und Heterosexualität – woher könnte die Verbindung nur kommen? Ewige Rätsel.

 

Es scheinen zwei Arten von Vätern zu existieren: Die Abwesenden oder die Helfer.

Die Abwesenden zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur zum Schlafen nach Hause kommen und alles andere komplett ihrer Frau überlassen. Auch, wenn diese Fieber und verordnete Bettruhe während der Schwangerschaft hat, ist der Haushalt und die Betreuung der bereits vorhandenen Kinder ganz allein ihre Aufgabe. Sie muss ins Krankenhaus, weil sie Blutungen hat? Wenn sie keine Kinderbetreuung findet, ist das ihr Pech. Der Vater kann nicht nach Hause kommen und sich kümmern, der muss schließlich arbeiten.

Sie überlassen nicht alles andere ihrer Frau. Sie verdienen das Geld, mit dem das ganze andere finanziert wird. Und das man da eben nicht gerade mal nach Hause fahren kann, wenn es nicht sehr dringend ist, ist eigentlich nicht so verwunderlich.

Die Helfer hingegen kümmern sich um den Haushalt und die Kinder. Aber nur, wenn sie dafür auch ausreichend gelobt werden. Schließlich ist das ja nicht ihre Aufgabe und sie zeigen sich äußerst großzügig und sind sooo modern, wenn sie nach Aufforderung den Müll rausbringen oder sogar unaufgefordert das Kinderbett zusammenbauen. Welche Frau solch einen Helden gefunden hat muss ihn gut festhalten. Diese Exemplare sind rar und heißbegehrt und als Frau kann man sich nie ganz sicher sein, womit man ihn verdient hat.

Das sind eben auch die zwei sich anbietenden Schema, bei denen sie am besten darstehen kann in relativ begeisterten Mütterforen. Entweder sie ist die alleinige Heldin, die alles alleine machen muss. Oder sie hat ihren Mann mit Lob und Erziehung dazu gebracht, dass er da auch mithilft.

Ärgerlich wird es nur, wenn der Helfer auf einmal Anteil an der Kindererziehung haben will. Da bildet sich so mancher Mann doch tatsächlich ein eine Meinung zum Kauf des Kinderwagens haben zu dürfen. Andere wollen in Elternzeit gehen um die ersten Monate ihres Kindes zu erleben. Schrecklich! Was soll Frau zuhause nur mit dem? Die ersten Monate werden auch ohne zusätzlichen Ballast schwer genug.

Das Baby ist eben für einige Frauen Eigentum der Mutter. Und der Kinderwagen ist auch keineswegs nur dazu da, dass Kind von A nach B zu transportieren. Er ist gleichzeitig auch gerne Statusobjekt und modisches  Accessoire. Wer einen Bugaboo oder einen Joolz hat, der scheidet eben auch bei den Freundinnen besser ab. Es ist sehr günstig, dass man da alles mit dem Wohl des Kindes rechtfertigen kann .

Passend dazu wird die Meinung vertreten, dass Frau stillen muss. Der anscheinend wichtigste Grund: Die Abhängigkeit des Babys von der Mutter. Man stelle sich eine Welt vor, in der keine Brüste nötig wären um ein Kind zu ernähren. In der das auch Väter oder andere Bezugspersonen des Kindes könnten… Mitleid muss man mit allen Rabenmüttern haben, die nicht stillen können (wobei das ja immer Kopfsache ist und eigentlich jede stillen kann, wenn sie will) oder gar nicht wollen. Was läuft bei denen nur falsch, dass sie dieses Machtgefühl nicht auskosten wollen. Es gibt keinen besseren Weg der ganzen Welt klar zu machen, dass dieses Kind ohne einen selbst nicht existieren kann.

Wäre interessant, wenn das so diskutiert wird. Ich hätte jetzt eher gedacht, dass Stillen schlicht als eine der gesündesten Formen der Babyernährung gilt und insoweit schwer zu toppen ist. Aber natürlich kann man auch jede Frau, die schnell wieder arbeitet und früh abstillt, damit andere Füttern können als jemanden sehen, der es den anderen Frauen schwerer macht, möglichst wichtig für das Kind zu sein.

Schwanger sein ist traumhaft!

Damit das klar ist: Eine echte Frau will schwanger sein. Es ist ihr Lebensziel und sie genießt diesen Zustand.

Jede Frau, die die Schwangerschaft nur als Mittel zum Zweck sieht; sich unwohl fühlt mit den nicht kontrollierbaren Veränderungen ihres Körpers; vielleicht sogar das Ende herbeisehnt, ist unnormal. Die Schwangerschaft ist der Einstieg in das Leben zu Hause als Ehefrau und Mutter. Die Verpflichtung des Vaters für einen und das Kind zu sorgen wird größer. Es gibt keinen Druck mehr von Außen arbeiten zu gehen oder selbst Karriere zu machen. Eingeleitet wird dieser Lebenstraum durch 40 Woche reine Glückseligkeit.

Ich glaube schon, dass viele Frauen ihre Schwangerschaft durchaus schön finden. Natürlich abzüglich der Beschwerden durch dicken Bauch und den Einschränkungen im Bereich Ernährung etc. Ich kenne aber eigentlich auch keine Schwangere, die nicht so etwas wie „So langsam wird der Bauch zu dick, ich bin froh, wenn es vorbei ist“ gesagt hat.

Interessant aber, das eine Feministin da einmal einen Anspruch der Frau an den Mann, sie zu versorgen, geäußert von Frauen, beobachtet. Und davon spricht, dass ein Druck wegfällt, Karriere zu machen und das dann als Lebenstraum dargestellt wird.

So, nicht anders, sieht die Lebensrealität aus. Jede, die etwas anderes behauptet verkennt den Lebenszweck einer jeden Frau.

Es wäre interessant, wie viele Frauen den Lebensplan „ich mache meine Ausbildung/mein Studium, arbeite etwas im Beruf, spätestens mit 30 bekomme ich mein erstes Kind, spätestens mit 32 mein zweites, und dann arbeite ich erst mal nicht und steige dann mit Teilzeit wiede rein“ unterschreiben würden.

Okay, ich gebe zu: So geballt klingt es schlimmer, als es tatsächlich ist. Aber nichts davon ist frei erfunden. Leider auch nicht die Frau, die nicht ins Krankenhaus ist, weil niemand ihre Kinder zu Hause betreute. Man liest schlimme Dinge in einem Baby-Forum. Dinge, die ich nicht erwartet hätte. Die Mitgliedschaft dort hat mich komplett aus meiner feministischen und emanzipierten Blase geworfen und mir gezeigt, wie „die andere Seite“ die Welt sieht.

Ein solcher Kontakt mit der Realität findet im feministischen aus meiner Sicht eher zu selten statt.

Teilzeit: Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Im Spiegel werden interessante Zahlen zur Teilzeit und Vollzeit genannt:

Mehr als zwei Drittel der erwerbstätigen Mütter mit Kindern unter 18 Jahren haben einen Teilzeitjob – aber nur sechs Prozent der Väter. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Abhängig von der Familienform und dem Wohnort gibt es demnach deutliche Unterschiede.

Mütter, die in einer Partnerschaft leben und berufstätig sind, arbeiten demnach zu 71 Prozent in Teilzeit. Bei alleinerziehenden, erwerbstätigen Müttern sind es 58 Prozent. Im Vergleich dazu sind alleinerziehende Väter zu 12 Prozent in Teilzeit tätig, in einer Partnerschaft lebende Väter zu 6 Prozent

Den Statistiken zufolge gibt es auch große Unterschiede zwischen Ost und West: In Ostdeutschland sind nur 49 Prozent der Mütter in Teilzeit beschäftigt – egal ob in einer Partnerschaft oder alleinerziehend. In Westdeutschland sind es 74 Prozent. Bei Väter dagegen gibt es geringere Unterschiede bei der Teilzeitquote. Im Osten mache sie 8 Prozent aus, im Westen 6 Prozent.

Wäre interessant zu erfahren, was die Unterschiede sind. Haben Alleinerziehende Männer eher ältere Kinder? Oder einen Partner im Hintergrund, der ihnen Arbeit abnimmt?

Oder planen sie ihren Alltag anders?

Wie machen es die Ossis?

Antifa

Gerade ist die Antifa wieder stark im Gespräch.

Aus der Wikipedia heißt es in dem Einleitungstest:

Als Antifa (Akronym für Antifaschistische Aktion) werden seit etwa 1980 linksradikale und autonome Gruppen und Organisationen bezeichnet, die Neonazismus, Antisemitismus, Rassismus, völkischen Nationalismus und rechtsgerichteten Geschichtsrevisionismus bekämpfen, besonders das Relativieren, Rechtfertigen oder Verharmlosen des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen.

In den 1970er Jahren griffen Antifagruppen das Signet der „Antifaschistischen Aktion“ von 1932 auf. Beide Fahnen und der Rettungsring waren damals rot und standen für Sozialismus und Kommunismus. In den 1980er Jahren wurde die kleinere Fahne als Zeichen für den autonomen Anarchismus schwarz; seit 1989 zeigen die Fahnenstangen immer nach rechts.[1] Gruppen, die dieses Symbol verwenden, verstehen Faschismus im Anschluss an die marxistische Kritische Theorie als besondere Form des Kapitalismus und Antifaschismus daher als Teil eines revolutionären Kampfes zur Überwindung jeder Klassengesellschaft. Um sich von „bürgerlichen“ oder „staatskonformen“ Antifaschisten zu unterscheiden, bezeichnen sie sich als „autonome“, „militante“ oder „unabhängige Antifaschisten“.[2]

Der Verfassungsschutz mancher Staaten, darunter Deutschland, ordnet autonome Antifagruppen dem Linksextremismus zu und beobachtet einige davon. Besonders umstritten ist deren Akzeptanz und Anwendung von Gewalt.

 

Stokowski schreibt beispielsweise im Spiegel:

Nun ist es bei der Antifa so, dass niemand sie bräuchte, wenn es keine Nazis mehr gäbe. „Antifa“ ist ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Gruppen von Leuten, die sich gegen Rassismus, völkischen Nationalismus und Antisemitismus engagieren und gegen die Verharmlosung von faschistischen Verbrechen.

Wer die Antifa mit einigen wenigen Schlägern gleichsetzt und als „Staatsfeind“ bezeichnet, macht es sich nicht nur sehr einfach, sondern macht es vor allem falsch. Die Antifa leistet in Deutschland einen ganzen Haufen Bildungs-, Informations- und Mobilisierungsarbeit, die dazu beiträgt, dass es in diesem Land nicht noch düsterer wird, und wer all das ausblendet, hat entweder schäbig recherchiert oder will es nicht besser wissen.

(…)

Es ist ein – schlechter – rhetorischer Trick, diesen Gruppen Widerstand zu verunmöglichen, indem man ihnen als einzige Art, sich zu wehren, ein sanftes Lächeln und ein paar warme Worte zugesteht.

Mir scheint eher ihr Text ein rhetorischer Trick zu sein. Denn die meisten werden mit „Antifa“ eben die relativ militanten und sehr linken Leute verstehen, nicht Leute die aus allen möglichen politischen Richtungen heraus sich gegen Faschismus aussprechen.
Und der Verweis auf die Nazi-Bekämpfung in den Vierzigern ist mehr als billig.
Auch darüber, ob von linken Fanatikern, die überwiegend in diesen Gruppen sind, wertvolle Bildungs- und Mobilisierungsarbeit, kann man wohl trefflich streiten.
Was versteht ihr unter Antifa?
Was haltet ihr für Gruppierungen unter diesem Namen?
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