Wie frauenfeindlich ist die Gesellschaft? Theorie vs. Forschung (Gastartikel)

Es folgt ein Gastartikel von Titiat Scriptor

Wir leben im Patriarchat – immer noch, trotz allem. In den Gesetzbüchern sind gleiche Rechte für die Geschlechter längst verankert, nicht aber in der praktischen Umsetzung.
Im Alltag kämpfen Frauen auch im Jahr 2020 überall noch gegen strukturelle und systematische Benachteiligung. Das ist die Grundannahme feministischer Sozialkritik und zugleich ihre Existenzberechtigung.
Das Patriarchat selbst ist unsichtbar, aber seine Zeichen sind scheinbar allgegenwärtig. Frauen verdienen für dieselbe Arbeit weniger als Männer. Die besten Positionen in Wirtschaft und Politik sind von Männern besetzt, Frauen bleiben unterrepräsentiert. Ganze Berufszweige verschanzen sich gegen den Wunsch der Frauen nach Teilhabe. Das Patriarchat – so könnte man dieses Argument zusammenfassen – ist eine Struktur, die das Handeln der Leute in ungleiche Resultate für Männer und Frauen umwandelt.

Natürlich ist denkbar, dass auch eine Gesellschaft frei von geschlechtsbezogener Benachteiligung ungleiche Ergebnisse hervorbringt – zum Beispiel dann, wenn Männer
und Frauen im Kern unterschiedlich sind und deshalb verschiedene Lebensentscheidungen treffen. Diese Möglichkeit wird im feministischen Diskurs aber als eine Art biologischer Essenzialismus mehr oder minder explizit verworfen.

Möchte man dieser Logik folgen, stößt man unweigerlich im tiefsten Inneren der Patriarchats-These auf die alles entscheidende Frage: Was bewirkt denn eigentlich, dass die Welt trotz vermeintlich gleicher Interessen Männer und Frauen in unterschiedliche Positionen manövriert? Was ist die Ursache, der Antrieb, der Auslöser für Ungleichheit zwischen den Geschlechtern?

Die Antwort, die man üblicherweise auf diese Frage findet, lautet in etwa so: Wir leben
in einer Gesellschaft von Männern für Männer. Die Einstellungen, Werte und Handlungsmuster, die uns von Kindesbeinen an mitgegeben werden, stellen männliche
Bedürfnisse und männliches Verhalten an die erste Stelle. Frauen werden entweder mit einem Achselzucken ignoriert oder aktiv benachteiligt. Es geht, anders gesagt, um frauenfeindliche Vorurteile in den Köpfen der Leute.

Ein aktuelles Beispiel: In ihrem Buch „Down Girl. Die Logik der Misogynie" (2019) beschreibt Kate Manne Frauenfeindlichkeit als integralen Bestandteil westlicher Gesellschaften im 21. Jahrhundert. Von Frauen, schreibt sie, werden Verhaltensweisen erwartet, die männliche Privilegien aufrechterhalten. Rebellinnen gegen das Patriarchat werden vom System bestraft. Männer hingegen profitieren von gesellschaftlicher „Himpathy“ was sinngemäß so viel heißen soll wie ungerechtfertigte
Sympathie für misogyne und asoziale Männlichkeit.

Soweit die Theorie. Wichtiger ist die Forschung. Denn: Ob wir in der oben beschriebenen Welt leben, ist am Ende keine philosophische, sondern eine empirische

Frage: Ist es also empirisch gerechtfertigt, zu sagen, dass bestehende Geschlechtervorurteile so sehr zu Lasten von Frauen gehen und Männer so sehr bevorzugen, dass man die Gesellschaft insgesamt als frauenfeindlich beschreiben
kann?

Was folgt, ist ein Auszug aus der aktuellen sozialpsychologischen und soziologischen Forschung. Alle zitierten Studien haben eines gemeinsam: Sie zeichnen ein Bild von der
Richtung geschlechtsspezifischer Vorurteile in unserer Gesellschaft, das im harten Kontrast zu den oben skizzierten Behauptungen steht. Sie zeigen, dass es zu einfach ist, Frauen als rundherum benachteiligt zu beschreiben.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Was folgt, ist natürlich kein Beleg dafür, dass Frauen nicht an vielen anderen Stellen benachteiligt sein können. Oder dass Frauen in unserer Gesellschaft unter dem Strich weniger benachteiligt sind als Männer. Darum geht es hier im Kern nicht. Es geht um die Frage, wie viele empirische Erkenntnisse, die der Patriarchats-These zuwiderlaufen, man hinnehmen möchte, bevor man die These von der insgesamt misogynen Gesellschaft verwirft oder zumindest infrage stellt.

Was also sagt die Forschung?

Die folgenden Studien können über http://www.doi.org mit den angegebenen Nummern
identifiziert werden.

1. Die Zukunft gehört autonom fahrenden Autos. Aber wie soll der Algorithmus menschliches Leben priorisieren, wenn ein Unfall nicht mehr vermeidbar ist und sich nur noch die Frage stellt, wer sterben muss? Rund 2 Millionen Befragte in einem weltweiten Online-Survey würden mehrheitlich eher männliche als weibliche Unbeteiligte opfern (DOI: 10.2478/nimmir-2019-0015).

2. Die Tendenz, weibliches Leben höher zu priorisieren als männliches ist auch in vielen anderen Kontexten belegbar. In verschiedenen Experimenten zum Umgang mit moralischen Dilemmas werfen die Testpersonen Männer häufiger vor fahrende Züge als Frauen, um Unschuldige zu retten. Sie fügen Männern häufiger und stärkere Stromstöße zu als Frauen. Sie retten Männer seltener von sinkenden Schiffen und helfen ihnen überhaupt seltener in Notlagen (DOI: 10.1177/1948550616647448).

3. Dass aggressives Auftreten das Ansehen von Männern fördert, das von Frauen aber beschädigt, wird immer wieder behauptet. Dazu im Kontrast stehen die Ergebnisse eines Experiments mit unterschiedlichen Aggressionsszenarien. Hier bewerteten die Probanden weibliche Aggression als moralisch akzeptabler als männliche Aggression
(DOI: 10.1023/A:1019665803317).

4. Und wie steht es um negative Stereotype im Berufsleben? Forscher ließen in einem groß angelegten Experiment mit mehr als 800 männlichen und weiblichen Entscheidern MINT-Lehrstühle an Universitäten an fiktive Bewerber vergeben. Bei gleicher Qualifikation wurden Frauen mit einer Präferenz von 2:1 vor Männern eingestellt (DOI: 10.1073/pnas.1418878112).

5. Auch in anderen Bereichen findet sich kein Widerstand gegen die Ausweitung weiblicher Teilhabe am Berufsleben, im Gegenteil. In Experimenten zeigen Probanden eine größere Bereitschaft, männerdominierte Berufe durch politische Maßnahmen für
Frauen zu öffnen als frauendominierte Berufe für Männer (DOI:10.1016/j.jesp.2019.03.013).

6. Eine Untersuchung zeigt, dass Leistungsbewertungen am Arbeitsplatz weniger akkurat sind, wenn die bewertete Person weiblich ist. Offenbar sind Vorgesetzte eher bereit, Bewertungen von Frauen nach oben zu korrigieren als Bewertungen von männlichen Angestellten. Ob man hier von einem Vorteil für Frauen sprechen kann, scheint zumindest fraglich. Das Ergebnis steht aber dennoch im Kontrast zur häufig geäußerten Behauptung, Frauen würden im Berufsleben negativer bewertet als Männer (DOI: 10.5465/ambpp.2016.18003abstract).

7. Selbst in der Bewertung vermeintlich objektiver Forschungsergebnisse lässt sich ein erhebliches gesellschaftliches Wohlwollen Frauen gegenüber aufspüren. Fiktive Studien zu biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern werden von Psychologinnen und Psychologen unterschiedlich eingeschätzt, je nachdem welchem Geschlecht in den Studien positivere Eigenschaften zugeschrieben werden. Eine erfundene Studie, die Frauen größere künstlerische Fähigkeiten und mehr Ehrlichkeit attestiert, wird als relevanter, glaubwürdiger, hilfreicher und weniger schädlich eingeschätzt als dieselbe Studie mit umgekehrten Geschlechtervorzeichen (DOI: 10.1111/bjop.12463).

8. In dieselbe Richtung geht ein Experiment, in dem Probanden fiktive Ergebnisse von Leistungstests bewerten sollen. Erzielen Männer im Schnitt bessere Ergebnisse als Frauen, wird die Testmethode eher als sexistisch, unfair und inakzeptabel gesehen als im umgekehrten Fall (DOI: 10.2139/ssrn.3175680).

9. In einem anderen Experiment zeigen sich die Testpersonen eher bereit, ein wissenschaftliches Fachbuch zu zensieren, in dem Männer evolutionsbedingt als bessere Führungskräfte beschrieben werden als ein Buch mit der entgegengesetzten
Aussage (Quelle1).

10. Auch beim Thema antisoziales und kriminelles Verhalten wird Frauen mit mehr Wohlwollen und Verständnis begegnet als Männern. In Surveys erhalten zum Beispiel hypothetische Vergewaltigungsopfer mehr Empathie, wenn der Täter männlich ist. Empathie mit weiblichen Tätern ist dann besonders ausgeprägt, wenn ihr Opfer ein Mann ist. Ganz allgemein erhalten männliche Opfer die wenigste Empathie, besonders von anderen Männern (DOI: 10.1007/s11199-010-9919-7).

11. In einem weiteren Experiment beurteilen juristische Laien die strafrechtliche Relevanz von sexualisierter Gewalt und Zwang je nach Geschlecht der Täter unterschiedlich. Die Taten von Frauen gelten eher als entschuldbar und moralisch akzeptabel als die Taten von Männern (DOI: 10.1891/0886-6708.26.6.799).

12. Lässt man in Experimenten Testpersonen als Jury über das Strafmaß von fiktiven
männlichen und weiblichen Tätern bestimmen, zeigt sich, dass Männer für dieselben Taten schwerere Strafen erhalten als Frauen. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied, wenn das Opfer weiblich ist (DOI: 10.1111/j.1559-1816.1994.tb01552.x).

13. Quantitative Auswertungen von tatsächlichen Strafprozessen deuten in dieselbe Richtung. Weibliche Sexualstraftäter erhalten vor Gericht für vergleichbare Taten weniger drastische Strafen als Männer (DOI: 10.1007/s10940-019-09416-x).

14. Auch bei anderen Verbrechen bestätigt sich diese Tendenz: Eine große Auswertung von rund 77.000 Strafprozessen in den USA ergibt, dass Männer für vergleichbare Taten seltener Bewährungsstrafen erhalten als Frauen. Werden Gefängnisstrafen verhängt, sind sie für Männer tendenziell länger als für Frauen (DOI: 10.1086/320276).

Soweit eine Auswahl aus der Literatur. Viele weitere Studien mit ähnlichen Ergebnissen könnten ergänzt werden. Und selbst wenn man auf einzelne Ergebnisse nicht zu viel Gewicht legt und annimmt, dass einzelne Erkenntnisse in Kontrollstudien so nicht reproduzierbar wären, zeichnet selbst dieser oberflächliche Literaturüberblick ein deutlich differenzierteres Bild unserer Gesellschaft als eingangs beschrieben.

Es stimmt: Geschlechterspezifische Vorurteile sind allgegenwärtig. Aber in den oben genannten, durchaus zentralen gesellschaftlichen Fragen lässt sich eine systematische, allgegenwärtige Benachteiligung von Frauen nicht entdecken. Es wäre grundfalsch, daraus zu schließen, dass wir in einer insgesamt männerfeindlichen Gesellschaft leben. Ebenso falsch erscheint aber die Behauptung, dass wir in einer insgesamt frauenfeindlichen Welt zu Hause sind. Einfache Wahrheiten gehen, wie so häufig, am
Kern des Problems vorbei.

Der Autor schreibt unter dem Namen @titiatscriptor auf Twitter über
sozialwissenschaftliche Themen

„Warum Frauen sich auf Verlegenheitssex einlassen“

Die jetzt schreibt etwas dazu, warum Frauen mitunter Sex haben, obwohl sie ihn eigentlich gar nicht wollen:

Aline Halhuber-Ahlmann ist Politologin und Geschäftsführerin des Frauengesundheitszentrums Salzburg, das Frauen und Mädchen zu Themen rund um Sexualität, Gesundheit und Frauenpolitik informiert. Sie erklärt sich Verlegenheitssex so: „Wir Frauen werden oft Opfer unserer Erziehung: Wir fühlen uns besonders stark für das Wohlbefinden unseres Umfeldes verantwortlich. Denn Frauen werden als soziale, einfühlsame und hilfsbereite Wesen erzogen. Viele von uns sind stolz, wenn sie Wünsche anderer erahnen.“ Dieses Verhalten bringe Frauen manchmal in Situationen, in denen sie über die eigenen Bedürfnisse hinweggehen. Vielleicht erklärt das auch, warum einige Frauen auch dann noch vaginalen oder analen Sex haben, wenn sie dabei Schmerzen empfinden.

Ob es Erziehung oder Veranlagung ist, ist eine andere Sache. Vieles spricht auch dafür, dass es eben nicht die Erziehung ist.

Mitunter ist es aber auch schlicht ein Selbstbelügen weil man irgendwie mitgeschwommen ist, es einfach hat geschehen lassen und es hinterher bedauert. Und nicht unbedingt das einfühlsame und hilfbereite.

Vielen Frauen fällt es laut Halhuber-Ahlmann außerdem schwer, den Sex abzulehnen, wenn sie und ihr Gegenüber sich bereits geküsst oder intime Berührungen ausgetauscht haben. „Sie fürchten, den Mann damit zu kränken oder sogar aggressiv zu machen. Sie halten es für einfacher, ja zu sagen.“

Würde man das gleiche einwerfen bei Frauen als Managerinnen, etwa „sie wollte den Vertrag nicht ablehnen, sie fürchtete den anderen zu kränken oder aggressive zu machen“, dann wäre man wahrscheinlich ein Sexist.

Und es dürfte das auch wieder davon abhängen wer der jeweilige Mann ist: Um so mehr Status sie ihm zugesteht, um so schwieriger wird es wahrscheinlich.

Victoria hatte mehrmals Sex, den sie so eigentlich nicht wollte – mit ihrem damaligen Freund, kurz vor der Trennung. Sowohl sexuell als auch emotional fühlte sie sich ihm zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nahe. „Weil er ja mein Freund war, hatten wir Sex. Ich wollte ihn nicht verletzen“, erzählt sie. Heute kommt sie zu dem Schluss, dass sie das nicht hätte tun sollen: „Ich habe mich ihm ja damals sozusagen unterworfen.“ Mittlerweile hat Annika sich verziehen, nicht nein gesagt zu haben. Ein Rest an Misstrauen ist aber geblieben: Gegenüber sich selbst und gegenüber Männern. Neben einem Mann im Bett kann sie bis heute nicht durchschlafen. Und beim Sex versucht sie immer, selbst die Initiative zu ergreifen und dem Gegenüber zuvorzukommen. „Ich möchte nie wieder in so eine Drucksituation kommen“, sagt sie.

Finde ich irgendwie eine merkwürdige Beschreibung, jedenfalls da in dem Text nichts enthalten ist, was einen besonderen Druck des damaligen Freunde nahelegt. Sex mit einem Freund ist ja keine große Sache, auch Höflichkeitssex nicht. Muss man sich das verzeihen nicht nein gesagt zu haben? Muss daraus Mißtrauen folgen? Haben sie einfach vergessen die Drucksituation zu schildern oder reicht es, dass sie sich innerlich bereits aus der Beziehung verabschiedet hatte, was er ja anscheinend nicht wußte?

Wenn man allein deswegen neben einem Mann – der einem bisher auch nichts getan hat dem Text nach – nicht durchschlafen kann, dann läuft doch irgendetwas falsch.

Und auch Mona, die im echten Leben anders heißt, hat sich auf Sex eingelassen, „weil das Ja einfacher als das Nein war“, wie sie später sagt. Der Mann, den sie erst an diesem Abend zum dritten Mal traf, lud sie zu einem teuren Geburtstagsessen ein. Das Date fand, für Mona überraschend, in einem Nobelrestaurant statt, einem von jenen, in denen jeder Gang mit einem eigenen Wein begleitet wird. Die Rechnung betrug am Ende mehrere Hundert Euro. Mona fühlte sich in eine Abhängigkeitssituation gebracht. Selber bezahlen konnte sie ihren Teil der Rechnung nicht. „Also hab ich mich betrunken und mir gedacht: Okay, du musst heute Sex haben“, erzählt sie heute. „Das fühlte sich wie die einzige Möglichkeit an, mich bei ihm zu revanchieren.“

Dann hat Mona einfach ein sehr schlechtes Selbstbild und wenig Selbstbewußtsein. Oder rationalisiert etwas, was vielleicht mit Status bei dem Mann zu tun hatte.

Es wäre ja so gesehen recht einfach gewesen zu fragen, ob er sie einlädt und sonst vorzuschlagen das Restaurant zu wechseln. Und natürlich verpflichtet sie eine solche Einladung natürlich auch nicht zum Sex. Es ist erstaunlich, was da als Drucksituation empfunden wird.

Oft machen sich Frauen wie Mona noch lange Vorwürfe, nachgegegeben zu haben – eine Mitschuld bei ihrem Partner oder Date sehen sie dagegen selten.

Ich verstehe bereits nicht warum sie sich lange Vorwürfe machen. Sex ist ja nichts, was man nur begrenzt haben kann. Es nimmt einem nichts weg, wenn man Sex mit jemanden hatte. Aber es wäre, wenn das repräsentiv ist, ja zumindest ein interessanter Einblick in die Psyche einiger Frauen (und würde Falschbeschuldigungen gleich wieder häufiger machen)

Dabei tragen die mindestens genauso viel Verantwortung dafür, dass Sex immer einvernehmlich geschieht. „Männer sollten sich der Zustimmung zum Sex immer wieder zu versichern – besonders dann, wenn es sich um einen One-Night-Stand oder ein erstes Date handelt“, sagt Halhuber-Ahlmann. „Der Mann sollte immer mal wieder nachfragen, ob das, was man gerade macht, noch in Ordnung ist.“ Durch das Nachfragen könnten Frauen innehalten und das eigene Empfinden überprüfen.

Tatsächlich bestand hier in allen geschilderten Fällen aus dem klassischen Empfängerhorizont Einverständnis. Da jetzt eine Pflicht zum beständigen Nachfragen einzurichten – wenn man auch immer auf den anderen achten sollte und ihm dem Raum geben sollte – ist doch etwas weitgehend.

Und auch dieses „durch das Nachfragen können Frauen innehalten und das eigene Empfinden überprüfen“ rückt diese Frauen eher in eine komisches Licht. Sie sollten doch entscheiden können, ob sie Sex haben wollen oder nicht ohne das man sie wie kleine Kinder oder unmündige behandeln muss.

Spätestens, wenn ein Partner oder eine Partnerin beim Sex Ekel empfindet, wird es problematisch

Grundvoraussetzung dafür, dass das dann auch hilft, sei allerdings, dass Frauen sich über ihre Bedürfnisse klar werden. „In Gesprächsrunden und bei Vorträgen beobachte ich eine große Diskrepanz zwischen technischem Wissen und der Kenntnis über die eigenen Bedürfnisse. Viele Frauen können nicht genau sagen, was ihnen beim Sex gefällt.“ Kommt es zum Geschlechtsverkehr, können Frauen ihren Standpunkt aber eben nur vertreten, wenn sie diesen auch kennen: „Will ich Sex, Analsex, Oralsex? Ist Kondom für mich ein Muss? Wenn ich diese Fragen vorher für mich abgeklärt habe, kann ich das dem Partner auch besser kommunizieren.“

Echt? Die meisten Frauen die ich kenne hatten da durchaus eine Meinung, was nicht bedeutet, dass man über bestimmten Sachen nicht auch reden kann. Das in der heutigen Zeit eine Frau keine Meinung zu Analsex hat scheint mir sogar eher fernliegend.

In langjährigen Beziehungen kommt häufig ein Phänomen auf: „Manchmal willigt man auch zu Sex ein, obwohl man nicht unbedingt Lust darauf hat. Man will dem Partner aber einen Gefallen tun“, sagt Halhuber-Ahlmann. In der Ehe diene Sex darüber hinaus auch oft dem Beziehungserhalt. Zu groß sei bei vielen Paaren die Sorge, dass sie das Konzept der Monogamie sonst nicht mehr leben könnten.

Die Frage, die sich für Halhuber-Ahlmann in diesem Kontext aber stellt, ist, wie dieses Nicht-Wollen und die Unlust bewertet werden. Manchmal könne man sich als Paar ja auch von der Lust des oder der anderen überzeugen lassen, das nimmt sie als unproblematisch war. Spätestens, wenn ein Partner oder eine Partnerin Ekel empfindet, sei es aber problematisch, das zu ignorieren. Frauen rät Halhuber-Ahlmann deshalb, zu lernen, den seelischen Ekel zu erkennen – und auf ihn zu hören: „Manchmal probieren wir aus Interesse kurz und verneinen dann.“ Und das ist in Ordnung.

Irgendwie ein recht sinnloser Artikel, der aus meiner Sicht kein gutes Licht auf Frauen wirkt und sie erneut sehr passiv darstellt. Immerhin mit der Aufforderung sich selbst aktiv Gedanken zu machen.

Friedrich Merz zu Identitätspolitik und Cancel Culture

Traditionen vs Gleichberechtigung bei Volksfestpositionen

Es gab so etwas schon in vielen Varianten, von Schützenkönig bis zum Karnevalsprinzen: Positionen die bei traditionellen Festen einem Geschlecht vorbehalten sind. Gerade scheint es wieder einen solchen Fall zu geben, ich nutze ihn mal um das Ganze zur Diskussion zu stellen:

Memminger Fischertag :Wer die größte Forelle fängt, wird König

Die Liste der Memminger Fischerkönige ist lang, sie reicht zurück bis ins Jahr 1891. Damals siegte Ludwig Schäffler, genannt „Ludwig I.“. Auf ihn folgten „Albert I.“, „Karl III.“, und schließlich, im Jahr 2019, Walter Gröner, „Walter IV., der Taucher“. Die Tradition, sie wiegt schwer in der bayerischen Stadt. Ein Eintrag auf der Liste bedeutet für viele Memminger die Erfüllung eines Kindheitstraums. Bis heute wird sie lückenlos fortgeführt

Doch eines findet sich nicht auf der Liste: der Name einer Frau. Und das sorgt im Jahr 2020 für Streit.

Denn Frauen dürfen zwar Mitglied im Memminger Fischertagsverein werden – nicht aber am sogenannten Ausfischen des Stadtbachs teilnehmen, dem traditionellen Höhepunkt des Memminger Fischertags. Das bleibt den männlichen Stadtbewohnern vorbehalten.

Christine Renz hat sich zum Ziel gesetzt, das zu ändern. „Es hat mich immer schon geärgert, dass Frauen nicht Fischerkönig werden können“, sagt Renz. Sie selbst stammt aus Memmingen, ist seit knapp 30 Jahren Mitglied im Verein – doch fischen darf sie nicht.

Da hat sie meine volle Unterstützung. Wenn etwas den Verein verlässt und für die Bevölkerung ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft wird, dann sollte man sich nicht anstellen und die Position für jeden öffnen, egal welche Hautfarbe, welches Geschlecht, welche sexuelle Orientierung etc.

Natürlich: Extrawürste darf keiner erwarten. Es müssen eben für alle die gleichen Regeln gelten. Beim Fischertag gewinnt der, der die größte Forelle erwischt. Das klingt ja nun nach nichts, was zwingend ein männliches Geschlecht erfordert.

Wie seht ihr es?

Studien, die positive Sachen über Männer feststellen, werden eher angezweifelt – Das Klischee der guten Frau und des bösen Mannes

Eine interessante Studie:

Two studies investigated (1) how people react to research describing a sex difference, depending on whether that difference favours males or females, and (2) how accurately people can predict how the average man and woman will react. In Study 1, Western participants ( = 492) viewed a fictional popular‐science article describing either a male‐favouring or a female‐favouring sex difference (i.e., men/women draw better; women/men lie more). Both sexes reacted less positively to the malefavouring differences, judging the findings to be less important, less credible, and more offensive, harmful, and upsetting. Participants predicted that the average man and woman would react more positively to sex differences favouring their own sex. This was true of the average woman, although the level of own‐sex favouritism was lower than participants predicted. It was not true, however, of the average man, who – like the average woman – reacted more positively to the female‐favouring differences. Study 2 replicated these findings in a Southeast Asian sample ( = 336). Our results are consistent with the idea that both sexes are more protective of women than men, but that both exaggerate the level of same‐sex favouritism within each sex – a misconception that could potentially harm relations between the sexes.

Quelle: Reactions to male‐favouring versus female‐favouring sex differences: A pre‐registered experiment and Southeast Asian replication

Aus einem Bericht über die Studie:

Wie Psychologen um Steve Stewart-Williams im British Journal of Psychology berichten, werden solche für Männer positiven Studienergebnisse reflexhaft in Zweifel gezogen – von Männern wie Frauen gleichermaßen. Offenbart sich in vergleichbarer Forschung hingegen eine weibliche Überlegenheit, ergibt sich ein anderes Bild. Solchen Ergebnissen wird größeres Vertrauen entgegengebracht, die Methodik eher gelobt und die Aussagen als relevant bezeichnet. Auch hier gilt: Männer und Frauen reagieren gleichermaßen auf diese Weise auf Aussagen, die Frauen überlegen dastehen lassen.

Die traurige Nachricht für gequälte Männer also lautet: Sie lassen sich nicht einmal von positiven Nachrichten aus der Wissenschaft über ihr eigenes Geschlecht aufheitern. Da ist es erleichternd, dass die Studien über das Malen und Lügen erfunden sind: Stewart-Williams hat sie sich ausgedacht, um sie seinen Probanden vorzulegen – einmal in einer Version, die Männer in besserem Licht erscheinen ließ, und einmal so, dass Frauen günstiger wegkamen. Die Reaktion der Geschlechter unterschied sich dabei nur in Nuancen: Frauen bewerteten Ergebnisse sogar teils als gefährlich, wenn sie Männer besser dastehen ließen. Beide Geschlechter unterstellten dem jeweils anderen zudem, das eigene zu bevorzugen – was in diesem Fall aber nur auf Frauen zutraf.

(…)

Sie wiederholten die gleiche Studie nämlich noch einmal in Südostasien, wo aus westlicher Sicht oft eher überkommene Rollenbilder gepflegt werden. In diesem Kulturkreis ergaben sich die gleichen Ergebnisse: Positive Aussagen über Männer gelten im Vergleich als unglaubwürdig.

Frauen würden in den meisten Kulturen in einem positiveren Licht betrachtet, sagen die Psychologen, daher weckten im Vergleich bessere Aussagen über Männer Ablehnung. Diesen Punkt stützen sie sogar mit Verweis auf sehr viele (echte) Studien. Aber vermutlich provozieren auch diese nichts als Skepsis: Denn dass es Frauen irgendwie leichter haben könnten als Männer, darf doch wirklich nicht wahr sein!

Es scheint also nicht an einer bestimmten Kultur zu liegen, sondern eher etwas grundsätzliches zu sein.

Anscheinend steckt es in gewisser Weise in uns Frauen eher in Schutz zu nehmen. Und mißtrauischer bei Männern zu sein.

„Männer können es auch einfach besser machen, warum sollten wir Opfer was unternehmen müssen“

Ich hatte verschiedene Diskussionen, in denen ich ein Handeln von Frauen vorgeschlagen hatte und mir daraufhin Victim Blaming vorgeworfen ist.

Es wurde jeweils darauf verwiesen, dass Männer sich ändern müssen, nicht die Frauen sich besonders anstrengen müssen, damit sich ihre Position verbessert oder ein von ihnen aus Sicht von Feministen bestehendes Ziel erreicht wird.

Mir ist nach wie vor schleierhaft, was daran logisch erscheint.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass Leute den Gedanken „Gruppe 1 hat ein bestimmtes Problem also hat Gruppe 1 ein großes Interesse daran es aktiv zu lösen“ merkwürdig finden.

Warum sollte man auf jemanden anders warten, der es für einen löst und warum sollte man nicht selbst etwas tun um es zu beschleunigen? Um so bizarrer, wenn man auch noch wie in den intersektionalen Theorien vertritt, dass die Gruppe, die sich „bessern“ soll angeblich große Vorteile – Privilegien – durch den Zustand hat, aber diese irgendwie aus der Einsicht, dass ihr die nicht zustehen, aufgeben soll.

Was für ein absolut bescheuerter Plan. Wenn die Grundlagen stimmen, dann verlangsamt er definitiv jeden Erfolg. Es ist in gewisser Weise auf einen „Good Will“ der Gruppe ausgerichtet, die angeblich gegen einen arbeitet

Der einzige Vorteil ist, dass man selbst nicht tun muss, aber fordern kann.

Was bewirkt, dass es anderen Leuten logisch erscheint?

Fragen und Antworten zu Incels (Ronin)

Ronin hat angesichts eines Videos zu Inceln einen interessanten Kommentar geschrieben:

(…)

Fragen, die aus meiner Sicht hätten gestellt werden müssen, wären folgende gewesen:

Wie bzw. warum wird man „Incel“?

Jede Wette, der Großteil der Incels weist ein angeborenes geringes Selbstbewusstsein auf. Sie sind konfliktscheu, wollen gemocht werden und glauben, der Schlüssel dazu bestünde darin, zu allen nett zu sein. Sie sehen nicht, dass jemand, dessen einziges herausragendes Merkmal Nettigkeit ist, auf die meisten anderen Leute uninteressant und langweilig wirkt und eher gemieden wird – mit Ausnahme von denen, die seine Nettigkeit ausnutzen.
Um reale oder potenzielle Ablehnung zu vermeiden, ziehen sie sich oftmals zurück und flüchten sich in virtuelle Welten.

Ich vermute man müsste erst einmal zwischen „Incel“ im Sinne von „Menschen, die keinen Sex bekommen obwohl sie gerne welchen hätten“ und dem politisierten Begriff Incel „Männer, die noch nie was mit Frauen hatten und sie hassen, weil sie meinen, dass die Frauen ihnen Sex vorenthalten obwohl es  daran liegt, dass sie Frauenhasser sind, mit denen sich zurecht niemals eine Frau einlassen will“ unterscheiden bei der Frage. Ein Teil der Frager hatte wohl eher die zweite Definition vor Augen.

Aber die Frage, warum man Incel wird ist natürlich interessant. Bei Männern ist Schüchternheit sicherlich ein sehr großes Hindernis, schlechte soziale Fähigkeiten ebenfalls, mitunter auch zu hohe Ansprüche an die Frauen im Verhältnis zu ihrem Marktwert.

Das alles kann dann in den „zweiten Typ“ umschlagen, den das ganze verbittert.

Bei Frauen, die Incels sind, ist es schon schwieriger. Schüchternheit ist sicherlich ebenfalls ein großer Punkt. Aber selbst schüchterne weibliche Incels werden wahrscheinlich schon mal Typen abgelehnt haben, die was versucht haben. Die Erwartung, dass es etwas besonderes sein muss, dass es der Richtige sein muss, dass alles perfekt sein muss, könnte auch stark dazu beitragen.

Warum sind so viele „Incels“ verbittert?

Sie glauben, um gemocht zu werden, müssten sie „nett“ zu allen und jedem zu sein, alles vermeiden, was Ablehnung durch andere verursachen könnte, und um jeden Preis zu den „Guten“ gehören. Deshalb vermeiden sie alles, was irgendwie übergriffig sein könnte (googelt mal nach „hover hand“). Irgendwann stellen sie aber fest, dass sie dafür nicht mehr, sondern sogar weniger gemocht werden und Leute, die genau das Gegenteil machen, viel mehr Erfolg im Leben und bei Frauen haben. Deshalb verachten viele Incels auch Pickup Artists. Obwohl sie aus ihrer Sicht immer alles richtig gemacht haben und alle Forderungen der Mee-Too-Aktivistinnen erfüllt haben, müssen sie zusehen, wie andere, die das eben nicht tun, Erfolg haben.

Das kann ein Element sein. Und ich denke gerade die verbitterten sagen gerne solche Sachen wie „Die Schlampen ficken doch mit allen/den heißen Typen/den coolen/den bad Boys warum ficken die nicht mit mir??“ und eben auch „ich mache doch alles, warum nehmen die mich nicht war“? Ich könnte mir auch gut einen gewissen Narzissmus vorstellen, der sie einfach nicht akzeptieren lässt, dass Frauen nicht einfach so mit ihnen schlafen oder das sie etwas anderes machen müssten, damit Frauen sie interessant finden. Was dann wahrscheinlich auch zu einer Verachtung für Pickup führen kann, weil sie die Mechaniken nicht verstehen. Sie wollen die sein, die problemlos mit Frauen schlafen können, weil sie das bei einigen meinen so zu sehen (in Wahrheit verpassen sie meist viele wesentliche Elemente) und verachten alle, die keinen Erfolg bei Frauen haben und alle die dafür etwas tun müssen (Pickup Artist). In ihrem Narzissmus erwarten sie, dass Frauen so auf sie anspringen müssten, weil sie da sind. Sie zählen sich nicht zu denen, die keine Frau bekommen können, sondern zu denen die zu Unrecht von den Frauen mißachtet werden.

Der nette Junge mit der Erwartungshaltung, dass ihm sein Verhalten ein Recht auf Sex gibt, dass „die Frauen“ zu erfüllen haben

Sind „Incels“ an ihrer Lage selbst schuld?

Ja und nein. Ein Incel ist an seiner Situation genauso schuld wie z.B. eine Frau, die keinen Partner findet, weil sie hässlich ist (falls es so etwas gibt). Aber es ist falsch, wenn Incels der Gesellschaft oder den Frauen die Schuld dafür geben. Genau wie man Männern nicht vorwerfen kann, dass sie hübsche Frauen attraktiv finden, kann man Frauen nicht vorwerfen, dass sie selbstbewusste Männer mögen. Es ist einfach biologisch so in uns allen verdrahtet.

Das ist eine sehr aufgeladene Frage, weil Schuld ein sehr schwieriger Begriff ist. Und auch „Lage“ ist ein sehr schwieriger Begriff.

Was ist beispielsweise die „Lage“? Geht es einfach nur darum überhaupt Sex haben zu können? Dann ist jede weibliche Incel natürlich in der Lage sich aus dieser Lage zu befreien. Sie könnten sogar – vollkommen ungeachtet ihres Aussehens – Geld damit verdienen. Und natürlich könnte jede von ihnen irgendjemanden – nicht unbedingt jemanden Tolles – finden, der mit ihnen  – dann vielleicht keinen guten – Sex haben würde.

Und auch jeder männliche Incel, der die Lage als Gottgegeben und unabänderbar darstellt muss sich fragen welche Anforderungen er denn abseits „Sie muss weiblich sein und der Penis muss in die Vagina“ stellen würde (gibt es eigentlich schwule Incels?)

Und natürlich kann man sehr viel machen um auch im Bereich flirten und Aussehen besser zu werden. Sind die entsprechenden Versäumnisse eine „Schuld“? Geh ins Fitnessstudio, stemm richtig Gewichte, geh zum Friseur, lege dir bessere Kleidung zu, beschäftige dich damit, was Frauen interessant finden und was auf die anziehend wirkt, sorge dafür, dass sich überhaupt mehr Frauen in deinem Umfeld aufhalten und du Kontakt mit ihnen hast, senke deine Ansprüche ab, damit du zumindest einmal die Anspannung des „ersten Mals“ überwinden kannst und Erfahrungen sammeln kannst.

Dagegen könnte man anführen, dass einige Leute einfach nicht in der Lage sind, aus ihrem bisherigen Denkbild und ihrem Charakter auszubrechen, dass sie schon zu tief in einer Ideologie oder bestimmten Ansichten drin sind um sich zumindest allein daraus zu befreien

Noch erstaunlicher scheint mir, dass es Foren mit männlichen und weiblichen Incels gibt, die diskutieren. Noch nie war ein Problem so einfach über ein Gruppentreffen zu lösen.

Wie kann man „Incels“ helfen?

Incels müssen erkennen, dass das Problem in ihnen selbst liegt und nicht in allen anderen um sie herum. Ob man das Problem aber irgendwie lösen kann, ist fraglich. Seine Persönlichkeit zu ändern, ist schwierig. Selbstbewusstsein ist nach meiner Überzeugung angeboren und kann nachträglich nur geringfügig beeinflusst werden. Außerdem muss man sich im Klaren sein, dass es ganz einfach viel mehr Männer gibt als gesellschaftlich notwendig wären, dass also schon rein mathematisch nicht jeder Mann eine Partnerin bekommen kann.

Einige haben sicherlich einen schweren Stand. Aber man muss aus meiner Sicht auch nicht gleich seine gesamte Persönlichkeit ändern und natürlich kann einem ein gewisser Erfolg auf einem Gebiet auch Selbstvertrauen geben.

Rechnungen, nach denen nicht jeder Mann eine Partnerin bekommen kann, überzeugen mich jetzt als Gedanke nicht so. Der durchschnittliche Mensch hat meine ich zwischen 5-6 Sexpartner oder so. Man muss zudem ja auch nicht perfekt werden, es reicht interessanter zu sein als andere Bewerber um diese jeweilige Frau.

Man muss auch kein Leonardo DiCaprio sein und Victoria Secret Models der Reihe nach ins Bett bekommen, aber höchstens bis sie 25 sind. Es reicht, wenn man die Zuneigung eines Mädchens in seiner Schönheitskategorie oder darunter für sich begeistert.

Aber ob man tatsächlich helfen kann? Wohl nur, wenn derjenige bereit ist Sachen zu lernen und sie auszuprobieren und es als eine Reise der kontinuierlichen Verbesserung sieht.

„Was muss ich als Mann vollbringen um nicht schamgebeugt durchs Leben gehen zu müssen?“

Eine berechtigte Frage auf Twitter:

Sicherheitshalber noch einmal:

Ich lese nur „kritische Auseinandersetzung mit…“ oder „toxische…“ ….Männlichkeit. Dabei stelle ich mir immer öfters die Frage: Wie soll ein Mann des 21. Jahrhunderts eigentlich sein? Was muss ich als Mann vollbringen um nicht schamgebeugt durchs Leben gehen zu müssen?

Und die Antwort wäre:

Das ist doch ganz einfach: Beseitige allen Sexismus und wenn du ein weißer Mannn bist allen Rassismus, beseitige auch noch die von uns behauptete Diskriminierung in allen Bereichen und erreiche absolute Ergebnisgleichheit für alle, aber natürlich ohne dabei eine herausragende Position einzunehmen oder Nichtprivilegierten Raum wegzunehmen, und schon kann jeder unbeschwert leben. Was für eine schöne Welt das wird!

Frauen, die Männern nicht zutrauen richtig mit Babys umzugehen

Eric berichtet auf Twitter:

War heute (ohne Frau) mit Bebimann auf einer Grillfeier und die anwesenden Muttis waren so ätzend.

Ich: *fütter Baby* Baby: *jammert, weil ich ihm nicht schnell genug den nächsten Löffel gebe* Muttis: „Der hat keinen Hunger“………“Ihm schmeckt es nicht“……..“Du überfütterst ihn“ Ich: *mach weiter und lass mich nicht aus der Ruhe bringen*

[20min später] Baby: *jammert, weil müde* Muttis: „Er hat Bauchweh, das war zu viel Essen“ Ich: „Nein, er ist müde“ Muttis: „Der ist nicht müde, das sieht man am Blick“ [5min später] *Baby schläft*

Jede einzelne Handlung wurde in dieser Form kommentiert. Nicht, dass mich das groß jucken würde, ich steh da drüber, aber es ist schon interessant zu beobachten. Meine Frau erlebt das natürlich auch, aber nicht in diesem Ausmaß. Echt nervig. Nächstes mal zieh ich nen Rock an.

Unter dem Tweet wird ergänzt:

.wurde mal beim Windeln kaufen von der Dame an der Kasse gefragt, ob ich sicher sei, dass das die richtige Größe wäre und ob ich nicht lieber bei meiner Frau nachfragen wolle. Als Mann stehst du mit Kind immer unter Inkompetenzverdacht…