Jacinda Ardern und „nicht mehr genug Kraft im Tank“

Die Premierministerin von Neuseeland, Jacinda Ardern, ist zurückgetreten. Sie sagte dazu in ihrer Rede:

I am entering now my sixth year in office. And for each of those years, I have given my absolute all.

I believe that leading a country is the most privileged job anyone could ever have, but also one of the more challenging. You cannot, and should not do it unless you have a full tank, plus, a bit in reserve for those unexpected challenges.

This summer, I had hoped to find a way to prepare for not just another year, but another term – because that is what this year requires. I have not been able to do that.

And so today, I am announcing that I will not be seeking re-election and that my term as prime minister will conclude no later than the 7th of February.
(…)

But I am not leaving because it was hard. Had that been the case I probably would have departed two months into the job!

I am leaving because with such a privileged role comes responsibility – the responsibility to know when you are the right person to lead, and also, when you are not.

I know what this job takes, and I know that I no longer have enough in the tank to do it justice. It is that simple.

Im Dezember 2022, also ca einen Monat vorher, hatte ihre Partei allerdings auch einen sehr schlechten Stand und könnte die jetzige Regierung nicht mehr fortführen

Ein paar Stimmen dazu:

Die Aussagen stehen exemplarisch für eine Vielzahl entsprechender Aussagen, bei denen es darum geht, dass

  • Nur Frauen so vernünftig sind mitzuteilen, dass sie nicht mehr können, während Männer einfach weitermachen
  • Frauen überhaupt wegen der Doppelbelastungen etc den „Tank leer haben“ und nachvollziehen können, dass man nicht mehr kann.

Interessanterweise hat ganz in der Nähe bereits ein Premierminister, Peter Gutwein, sehr ähnlich seinen Rücktritt erklärt:

“What I’ve found after the last two years especially is I have nothing left in the tank to give,” Gutwein said.

“Unless you can give 110% to the role of premier, you should not be doing this job. I can no longer give 110%.”

Gutwein said Tasmania was in “far better shape” than when the Liberals came to power in 2014.

Ebenso Mike Baird in New South Wales:

NSW Premier Mike Baird has announced his retirement from politics to spend time with his family and help his parents and sister through „serious health challenges“.

Es werden sich eine ganze Reihe anderer Politiker finden, die einen Job aufgegeben haben.

ich finde es aber auch ansonsten faszinierend, dass einige Frauen es schaffen aus dem Job einer Premierministerin ein einer Krisenzeit wie der Coronazeit eine Parallele zu der Belastung von Frauen zu ziehen. Nein, die normale Hausfrau mit Teilzeitjob ist nicht in gleicher Weise belastet wie eine Politikerin, die ein Land durch eine Krise führen muss.

 

Drei „Rote Flaggen“ in Bezug auf Männer als gute Partner

Ein Video ist wohl viral gegangen, in dem jemand drei Anzeichen dafür, dass eine Beziehung mit dem jeweiligen Mann schlecht laufen könnte, benennt:

Murphy, an Oxford University-educated cognitive and evolutionary anthropologist, has declared it a bad sign if a man has no friends, has an unfaithful parent and regularly insults his partner — a manipulative practice often referred to as “negging.”

Also:

  1. Hat keine männlichen Freunde
  2. hat zumindest einen Elternteil, der schon einmal untreu war
  3. beleidigt seinen Partner und setzt ihn herab

Zum ersten führt er an:

“Kind of a sad one, but male-male friendships are much easier to maintain than male-female romantic relationships,” Murphy began of his red flag philosophy. “And so if a guy can’t maintain guy friends, that is a strong signal that he won’t be able to maintain you.”

Ich würde schon sagen, dass Männer und Frauen und auch Freundschaften und Beziehungen etwas anderes sind, aber es würde mir auch merkwürdig vorkommen, wenn jemand keine Freunde hat. Klar kann das an Umzügen etc liegen, aber irgendjemanden haben ja die allermeisten Menschen. Würde ich bei einer Frau auch sehr kritisch sehen. Eine andere Frage, die sich anschließt, wäre, was die andere Person für Freunde hat.

Dann zum Elternteil:

Murphy then went on to warn that history has been known to repeat itself. “It’s partly genetic, and some research indicates that the genes that influence infidelity differ between the sexes,” he said. “So that’s just to say that all else being equal, a guy with an unfaithful father is more likely to cheat on you.”

Quasi „ein Apfel fällt nicht weit vom Stamm“.  Und darüber, dass jedes Verhalten zu einem gewissen Teil vererblich ist, braucht man hier auch nicht groß zu reden.  Dazu können soziale Prägungen kommen: Nimmt er den betrügenden Elternteil als Vorbild? Oder hat er eher darunter gelitten, etwa weil daran die Familie kaputt gegangen ist?

Aber natürlich: Nicht jedes Kind von jemanden, der seinen Partner betrogen hat, ist auch ein Betrüger. Vielleicht hat er diesen Part gar nicht geerbt, vielleicht hat es weniger mit den Genen zu tun, sondern mit der Situation.

In dem Artikel heißt es weiter:

A 2017 study, reported by Psychology Today, found that to be true. Among those taking part in the survey who admitted to being unfaithful in their marriage, 35% of them also reported infidelity in their own parents’ relationships.

Aus der Besprechung:

Parental infidelity predicts infidelity among offspring in their adult relationships, supporting the general impression many people have observed. The odds of infidelity were 2.5 times higher in participants with parental infidelity. Even with that sub-group, the odds of infidelity are still low, with about 75 percent exposed not cheating. Beliefs about infidelity, surprisingly, were not found to be related to unfaithful behavior. However, the actual messages people report hearing growing up did have an impact, and correlated with a higher likelihood of infidelity. This is an interesting finding, because it points to a radical split between self-reported beliefs from behavior and communication in family of origin, and requires further investigation. It is not unusual for people to hold different beliefs than their behaviors would suggest — a common finding in social psychology.

Und die dritte „rote Flagge“:

Murphy’s final red flag should be obvious, he insisted — while referring to American author and psychologist David Buss, who discussed the concept of “mate value.”

I learned from Dr. David Buss that a man with low mate value will often put down a woman. He wants to reduce her self perceived mate value, her self-esteem, in order to get her to lower her standards and accept him as a mate,” Murphy elaborated.

In the American Psychological Association dictionary, mate value describes how one has assessed themselves or others in terms of their desirability and viability as a romantic or life partner. So a person who thinks little of themself may resort to “negging” others for a self-esteem boost.

He continued, “So my third red flag is a guy negging you. Don’t internalize his signaling, recognize it for what it is: a strong signal that you can do better.”

Es dürfte hier um ein anderes Negging gehen als das im Pickup-Bereich, welches dort ja nur in der allerersten Phase eine Rolle spielt, wenn sie einen noch nicht kennt.

Hier geht es eher um ein Herabsetzen.

Nachteil dieser „Flagge“ ist, dass man dazu ja meist schon in der Beziehung drin sein muss.
Interessanterweise ist das Heruntermachen des Partners auch etwas, was viele Frauen gerne machen, wahrscheinlich aus den gleichen Gründen, vor denen auch hier gewarnt wird.

Feminstische Entwicklungshilfe: 93 Prozent der Gelder für Maßnahmen ,die direkt oder indirekt einen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit leisten

Wir hatten bereits:

Wie Arne berichtet gibt es jetzt noch die feministische Entwicklungspolitik

Die Ampelkoalition will die Geschlechtergerechtigkeit vorantreiben, auch in der Entwicklungspolitik. Dazu soll deutlich mehr Geld eingesetzt werden als bisher. Das geht aus der neuen Afrika-Strategie des Entwicklungsministeriums hervor, die dem RND vorliegt.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) will bis 2025 die bilateralen Hilfen Deutschlands für ärmere Staaten so umschichten, dass sie fast vollständig für die Gleichstellung der Geschlechter eingesetzt werden. Das geht aus der neuen Afrika-Strategie des Ministeriums hervor, die am Dienstag vorgestellt werden soll und dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorab vorlag.

Eine Idee dahinter, die ich mal gelesen habe, ist dass Frauen die Ressourcen eher für die Familie einsetzen. Wobei Gleichstellung ja eher andere Projekte umfassen würde, wie etwa Bildung etc.

Vielleicht ist es auch nur Gender Unterricht für die Taliban, umgemünzt auf Afrika.

Danach soll im Rahmen einer feministischen Entwicklungspolitik der Anteil der Finanzmittel, die direkt oder indirekt einen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit leisten, „substanziell von 64 Prozent auf 93 Prozent“ erhöht werden. „Mit dieser Selbstverpflichtung wird transformatorische Wirkung quer durch alle Sektoren angestrebt, von Anpassung an den Klimawandel bis Zusammenarbeit mit der Wirtschaft“, heißt es in dem Papier. Auch in multilateralen Institutionen setze sich das Entwicklungsministerium für eine Steigerung von Gleichstellungsvorhaben ein, wird versichert.

Er ist jetzt also schon bei 64%, er geht dann auf 93% hoch. Wäre interessant, was es da bisher für Projekte gab. Vielleicht hat ja jemand mal Lust zu suchen.

Wie in anderen Teilen der Welt seien auch auf dem afrikanischen Kontinent Mädchen und Frauen in vielen Bereichen des sozialen, wirtschaftlichen und politischen Lebens schlechtergestellt als Männer, der Zugang zur Gesundheitsvorsorge und Verhütungsmitteln sei eingeschränkt und in vielen afrikanischen Ländern würden Mädchen zwangsverheiratet.

Da wäre natürlich interessant, wie viel schlechter Frauen beispielsweise in der Gesundheitsvorsorge gestellt sind, dass gleich alle Mittel umgeschichtet werden, ebenso beim Zugang zu Verhütungsmitteln. Auch der Kampf gegen Zwangsheiraten (für beide Geschlechter) ist etwas, was man unterstützen kann.

Die Frage ist allerdings wie viel man dort machen kann. Afrika ist in weiten Teilen (meines Wissens nach) konservativ und christlich. Die Geschlechterrollen werden dort noch streng gelebt und natürlich auch von den Frauen verteidigt.
Häufig muss man erst die Lebensverhältnisse an sich verbessern bevor man diese Traditionen auflockern kann.

„Diese Ungleichheiten verletzen die Menschenrechte von Mädchen und Frauen und haben Folgen für ihr Wohlergehen, ihre Bildungschancen und ihre Gestaltungsmöglichkeiten.“ Sie kosteten zudem Wirtschaftskraft und gesellschaftlichen Fortschritt. „Das Bundesentwicklungsministerium fördert daher im Sinne einer feministischen Entwicklungspolitik systematisch die politische, soziale und wirtschaftliche Teilhabe von afrikanischen Frauen und stärkt ihre Rechte, Repräsentanz und Ressourcen“, wird in dem Papier angekündigt.

 

Lob von Entwicklungsorganisation One

Die Entwicklungsorganisation One lobte die neue Strategie des Ministeriums. „Die Tatsache, dass hier bereits eine explizit feministische Entwicklungspolitik verfolgt wird, begrüßen wir sehr“, sagte Deutschlanddirektor Stephan Exo-Kreischer. One wies jedoch darauf hin, dass der Erfolg der Afrika-Politik der Bundesregierung nicht alleine vom Entwicklungsministerium abhänge. Insbesondere das Außen-, Wirtschafts- oder Verteidigungsministerium müssten gemeinsam mit dem Schulze-Ministerium gemeinsam an einem Strang ziehen. „Um wirklich einen Unterschied zu machen, braucht es eine Politik aus einem Guss“, mahnte Exo-Kreischer.

Interessant wäre ob die Entwicklungsorganisation One auch einer der Nutznießer dieser Politik sein wird, weil sie dort entsprechende Vorhaben gefördert bekommt.

„Klare Tendenz: Der Antifeminismus in Deutschland nimmt zu.“

Eine interessante Besprechung einer Studie:

Für die Leipziger Autoritarismus-Studie untersuchen Wissenschaftler:innen der Universität Leipzig seit 20 Jahren, wie sich solche Einstellungen in Deutschland entwickeln. Für 2022 beobachten sie eine klare Tendenz: Der Antifeminismus in Deutschland nimmt zu.

2020 waren noch 17,9 Prozent der Personen, die anonym befragt wurden, der Meinung „durch den Feminismus werden gesellschaftliche Harmonie und Ordnung gestört“. 2022 sind es nun fast acht Prozent mehr. Das bedeutet, ein Viertel der Bevölkerung spricht sich gegen Feminismus aus – Tendenz steigend. Und das ist noch nicht alles, denn was wir im Alltag beobachten und Expert:innen im Bereich Gender Studies immer wieder anmerken, ist jetzt wissenschaftlich belegt: Deutschland wird immer sexistischer. Die Studie zeigt nicht nur, dass Sexismus tief in unserer Gesellschaft verankert ist, sondern, dass sexistische Aussagen im vergangenen Jahr sogar noch mehr Zustimmung erhalten haben als noch 2020.

Wäre interessant welchen Meinungen man noch zustimmen konnte. „Die Harmonie und Ordnung zerstört“ wäre ja sehr deutliche Ablehnung. Das finden anscheinend 25,9%. Wenn da weitere Grade der Ablehnung vorhanden sind, dann wäre die negative Stimmung gegen den Feminismus noch größer. Und natürlich würden mir auch noch einige Fragen einfallen, die vermutlich nicht gestellt worden sind, etwa nicht nach DEM Feminismus, sondern differenziert nach den verschiedenen Arten, was die Ablehnung noch größer machen würde.

So glaubt etwa jede:r dritte Studienteilnehmer:in, dass Männer einen rationaleren Blick auf die Dinge haben als Frauen.

Im Schnitt? Oder Absolut?

Und jede:r Vierte findet, dass sich „Frauen wieder mehr auf die Rolle als Ehefrau und Mutter besinnen“ sollen, hält Frauen, die sich gegen eine Familie und Kinder entscheiden, sogar für egoistisch. Ebenso viele Menschen stimmen der Aussage zu, dass sich Frauen in der Politik häufig lächerlich machen. Dieser Meinung waren 2022 acht Prozent mehr Teilnehmer:innen als noch 2020.

Der fett gedrückte Teil könnte im nächsten Jahr noch mehr Zustimmung erhalten.

Jeder dritte Mann ist Antifeminist

Jetzt kann man sich fragen: Was juckt es mich, was irgendein Günther am Stammtisch über Feminismus poltert? Aber so einfach ist es nicht. Denn laut der Studie findet sich Antifeminismus überall, in jeder Einkommensschicht und jeder Bevölkerungsgruppe. Jeder dritte Mann in Deutschland hat ein geschlossen antifeministisches oder sexistisches Weltbild. Gleiches gilt für jede fünfte Frau. Und leider bleibt es nicht bei den sexistischen Witzen, die man sich unter Kumpels erzählt. Antifeministische Gedanken führen zu Hasskommentaren auf Social Media, zu Drohmails an Politikerinnen, zu Gesetzen gegen das Recht auf Abtreibung, zu häuslicher Gewalt, die laut Polizei-Statistik in den vergangenen fünf Jahren um 3,4 Prozent gestiegen ist. Im schlimmsten Fall führt Antifeminismus zu Femiziden: 168 Frauen wurden im vergangenen Jahr Opfer eines versuchten oder vollendeten Mordversuchs laut „One Billion Rising“.

Wer gegen Feminismus ist der unterstützt Morde!!11

Antifeminismus geht also uns alle etwas an. Die Frage ist nur: Was können Feminist:innen dagegen tun? Mehr Demonstrationen? Mehr Aufklärung? Mehr Aktivismus auf Social Media?

Ein vernünftigerer Feminismus wäre eine Möglichkeit

Das wird schwierig, denn anscheinend nimmt mit jeder Freiheit, die sich Frauen erkämpfen, auch der Antifeminismus zu. So lautet das Fazit der Leipziger Forscher:innen: Ablehnung des Feminismus komme vor allem daher, dass Männer Angst vor Kontrollverlust haben. Doch wenn wir das alles hinnehmen, frauenfeindliche Witze weglächeln, Hasskommentare ignorieren und bei sexistischen Diskussionen schweigen, helfen wir dabei, den Antifeminismus zu normalisieren. Wir können also Antifeminismus nur bekämpfen, indem wir uns klar dagegen positionieren. Immer und immer wieder. Und voller Überzeugung sagen: Ich bin Feministin

Merkwürdig, wir beschimpfen immer mehr Männer und Frauen und stellen immer absurdere Forderungen und die finden uns immer noch nicht gut?

Groomer

Anschließend an den Artikel gestern noch etwas zur „Grommer Debatte“, die im wesentlichen in den USA geführt wird.

Da geht es um den Vorwurf gerade aus konservativeren Kreisen, dass mit bestimmten linken – queeren Aktion eine Sexualisierung von Kindern betrieben wird und dahinter eigentlich pädophile Interessen stehen, die es einfacher machen sollen sich in sexueller Weise Kindern zu nähren.

Aus der Wikipedia:

Child grooming is befriending and establishing an emotional connection with a minor under the age of consent,[1][2] and sometimes the child’s family, to lower the child’s inhibitions with the objective of sexual abuse.[3][4] Child grooming is also used to lure minors into various illicit businesses such as child trafficking, child prostitution, cybersex trafficking,[5] or the production of child pornography.

(…)

To establish a good relationship with a child and the child’s family, child groomers might do several things: They might try to gain the child’s or parents‘ trust by befriending them, with the goal of easy access to the child.[10][11][12] A trusting relationship with the family means the child’s parents are less likely to believe potential accusations.[10] Child groomers might look for opportunities to have time alone with the child, which can be done by offering to babysit; the groomers may also invite the child for sleepovers, for opportunistic bed sharing.[13] They might give gifts or money to the child in exchange for sexual contact, or for no apparent reason.[13][14] Commonly, they show pornography to the child, or talk about sexual topics with the child, hoping to make it easy for the child to accept such acts, thus normalizing the behavior.[15][16][17] They may also engage in hugging, kissing, or other physical contact, even when the child does not want it.

Angeführt werden dort insbesondere die Drag Queen Shows, die wohl teilweise an Schulen angesetzt werden

Ein anderer Punkt sind sehr eindeutige Aufklärungsbücher, die gleich in unterschiedlichste Techniken gehen, Bücher in der Schulbibliothek mit sehr eindeutigen Inhalten  etc

 

Die einen werden sagen, dass Kinder im Internetalter eh schon alles gesehen haben und man daher um so mehr aufklären muss. Die anderen, dass es Kinder sind und das alles zu sexuell ist.

 

 

 

Dion – The Wanderer

Oh well, I′m the type of guy who will never settle down
Where pretty girls are well, you know that I’m around
I kiss ′em and I love ‚em ‚cause to me they′re all the same
I hug ′em and I squeeze ‚em, they don′t even know my name

They call me the wanderer
Yeah, the wanderer
I roam around, around, around

Oh well, there’s Flo on my left and there′s Mary on my right
And Janie is the girl with that I’ll be with tonight
And when she asks me which one I love the best?
I tear open my shirt, I got Rosie on my chest

′Cause I’m a wanderer
Yeah, a wanderer
I roam around, around, around

Oh well, I roam from town to town
I go through life without a care
And I’m as happy as a clown
I with my two fists of iron and I′m going nowhere

I′m the type of guy that likes to roam around
I’m never in one place, I roam from town to town
And when I find myself fallin′ for some girl
I hop right into that car of mine and ride around the world

Yeah, I’m a wanderer
Yeah, a wanderer
I roam around, around, around

Oh yeah, I′m the type of guy that likes to roam around
I’m never in one place, I roam from town to town
Then when I find myself a-fallin′ for some girl
I hop right into that car of mine and drive around the world

‚Cause I’m a wanderer
Yeah, a wanderer
I roam around, around, around

′Cause I′m a wanderer
Yeah, a wanderer
I roam around, around, around

‚Cause I′m a wanderer
Yeah, a wanderer

Sportwagen und Penisgröße

Der Spiegel berichtet über eine Studie, nach der Männer, die glauben einen unterdurchschnittlich großen Penis zu haben, eher einen Sportwagen interessant finden.

We made male participants believe that they had a relatively small or large penis by giving them false information about the average size of other men. They then rated sports cars as more desirable if they felt they had a small penis. Other trials in the experiment manipulated self-esteem in different ways and measured ratings for other luxury products, but found no connection. As men aged past 29, the effect of penis size on desire for sports cars grew stronger.

Quelle: Small Penises and Fast Cars: Evidence for a Psychological Link

Wie der Spiegel auch anführt handelt es sich nicht um eine Studie, die in einer mit Peer Review ausgestatteten Fachzeitschrift veröffentlich wurde, die Autoren haben sie einfach ins Internet gestellt:

Die vorläufigen Ergebnisse ihres Experiments veröffentlichten die Psychologen auf einem sogenannten Preprint-Server . Sie glauben also, dass ihre Forschung robust genug ist, dem kritischen Blick von Kollegen standzuhalten – und hochwertig genug, in einem Fachblatt veröffentlicht zu werden. Ob es so weit kommt, ist daher noch offen.

Aus der Studie:

Is there any truth to the cliche that a man driving an expensive sports car is compensating for his male´inadequacy?

Das ist ja schon eine falsch gestellte Frage aus meiner Sicht. Denn natürlich werden nicht alle Männer, die einen Sportwagen fahren, etwas kompensieren wollen. Einige mögen einfach Sportwagen oder haben das passende Geld um sich so ein Spielzeug zusätzlich zuzulegen.

Interessant wäre es eher andersrum: Versuchen Männer mit kleineren Penis eher auszugleichen?

The psychological literature suggests two hypotheses why they might be linked.

First is sex. The ‘conspicuous consumption’ (Veblen, 1899; Thompson, 2023) of an expensive sports car could play the same role as a peacock’s tail (Darwin, 1871): a costly display of apparently wasted resources that is designed purely to compete for and attract mates (Gould & Gould, 1989). It has been shown that priming males to think about short term dating increases their desire for luxury goods; and pairing a male with a picture of a sports car increases his attractiveness to females (Sundie et al. 2011).

Dazu auch dieser Artikel. Ich finde für solche Studien immer sehr relevant, dass man festhält, dass ein Sportwagen in der Tat die Attraktivität für Frauen steigert.

Hier noch die Studie von Sundie in Kurzform:

Conspicuous consumption is a form of economic behavior in which self-presentational concerns override desires to obtain goods at bargain prices. Showy spending may be a social signal directed at potential mates. We investigated such signals by examining (a) which individuals send them, (b) which contexts trigger them, and (c) how observers interpret them. Three experiments demonstrated that conspicuous consumption is driven by men who are following a lower investment (vs. higher investment) mating strategy and is triggered specifically by short-term (vs. long-term) mating motives. A fourth experiment showed that observers interpret such signals accurately, with women perceiving men who conspicuously consume as being interested in short-term mating. Furthermore, conspicuous purchasing enhanced men’s desirability as a short-term (but not as a long-term) mate. Overall, these findings suggest that flaunting status-linked goods to potential mates is not simply about displaying economic resources. Instead, conspicuous consumption appears to be part of a more precise signaling system focused on short-term mating. These findings contribute to an emerging literature on human life-history strategies.

Die Männer machen also durchaus etwas rationales, wenn sie meinen „Defizite ausgleichen zu müssen“.

The second hypothesis is self-esteem. People seek out luxury goods when their self-worth is lowered (Braun and Wicklund, 1989), but can raise it by imagining owning a luxury car (Sivanathan & Pettit, 2010). Under this hypothesis, feeling that one has a small penis is one type of low self-esteem, and buying a sports car would be just one type of purchase that might ameliorate that. But there is nothing unique about the link between sports cars and penises, other than the fact that men are more likely to possess both.

Eigentlich zwei Theorien, die viel miteinander zu tun haben. Wenn ich meinen „Partnerwert“ steigere, dann steigt das Selbstbewußtsein ja durchaus zu recht. Man fühlt sich sicherer, weil man vermutet, dass Frauen einen attraktiver finden als ohne den Sportwagen. Natürlich ist das Blöde an honest costly Signals, dass sie schiefgehen, wenn das Signal nicht ehrlich wirkt und das macht es nicht, wenn die Frau merkt, dass der Wagen die Krücke ist, die man für sein Selbstvertrauen braucht.

Zum Versuchsaufbau:

We manipulated males’ subjective feelings of their penis size by presenting them with false information about the average male size. In our experiment, participants were given random facts, and then asked to say how much they would like to have various products. They were told that the experiment was investigating how people multitask online, doing their shopping and browsing the internet simultaneously. In the key trial, they were given a fact about the average penis size and then asked to rate a sports car. In the small penis condition, they were told that the average size was 18cm, larger than the true average. We reasoned that this would make the average male feel that they are relatively poorly endowed, compared to the large penis condition, in which we told them that the
average size of other penises was 10cm. They then rated the desirability of a sports car.

Ist ein interessanter Ansatz. Wäre interessant inwieweit die Leute das tatsächlich geglaubt haben. Es ist ja nicht so, dass Männer da nicht vorher schon einmal Informationen einholen, was normal ist bzw kein Feedback bekommen.

Zu den Zahlen:

Noch einmal der Text etwas größer:

Participants‘ z-scored ratings of luxury sports cars, split by age and size manipulation shown by dots. There was strong evidence for a main effect of the experimental manipulation (left), and for the change in effect of age (lines on right). Grey shaded area shows that for under 29s, there was little evidence of an effect of size, but for those over 30, the model found strong evidence for a difference between small and large penis size conditions/groups.

Die Gruppe unter 29 ist vielleicht einfach mehr Internetaffin und weiß wie groß Penisse sind?

Und aus der Studie weiter:

Our results (Figure 2) showed that there was a evidence of a main experimental effect (MPE=91%): men who thought that they had a relatively small penis rated the sports cars higher (left panel). The experimental manipulation had a different effect on men of different ages. The model generated MPEs for the effect of the experimental manipulation for each discrete age in the range. Up to 29, these MPEs were below 90%, showing little evidence of an experimental effect. For every age above 30, however, the MPEs were between 95 and 99%, showing strong evidence for a difference between penis conditions. Secondly, the model generated an MPE that gives evidence that age has an effect within each of the experimental conditions. For participants in the large penis condition, this MPE is 99%, showing strong evidence that that their ratings decline with age. But for participants in the small penis condition, the MPE is 77%, showing that there is little evidence that age diminishes their appreciation for fast cars

Wie aussagekräftig dieser MPE-Wert jetzt ist erschließt sich mir nicht. Vielleicht kann jemand in den Kommentaren was dazu sagen.

Ich würde einen Zusammenhang aber auch nicht ungewöhnlich finden. Ich vermute, dass er bei Frauen auch zu finden wäre, nur eben nicht in Bezug auf Sportwagen. Aber Frauen, denen man einmal eine Studie zeigt, dass für Männer Schönheit entscheidender ist oder weniger entscheidender werden sich vermutlich auch eher für Pushup-BHs oder Schönheitsoperationen interessieren. Das ist natürlich ein direkterer Zusammenhang als Sportwagen und Penis, aber letztendlich auch eine Steigerung des Marktwertes.

Die Frage wäre allerdings, ob eine Studie über weibliche Unsicherheiten im gleichen Maße einen Spiegelartikel bekommen würde.

Olaf Scholz: „Ich gebe hier heute das Versprechen ab: Ein von mir als Bundeskanzler geführtes Kabinett ist mindestens zur Hälfte mit Frauen besetzt!

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte dereinst gesagt:

Jetzt hat er unter dem Druck jemanden auszusuchen, der akzeptabel ist und eine gewisse Nähe zum Militär hat Boris Pistorius demnach einen Mann, zum neuen Verteidigungsminister gemacht.

Damit besteht eben gerade keine Parität mehr. Natürlich führt das gleich zu Kritik

Und noch etwas Presse:

Die SPD-Frauen macht das sprachlos. Noch am Dienstagmorgen sagt Maria Noichl, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen: „Fifty-fifty muss weiter gelten. Dafür steht die SPD.“ Am Dienstagvormittag gilt das nicht mehr und Noichl taucht ab. Eine ZDFheute-Anfrage werde sie bestimmt nicht beantworten, sagt ihre Mitarbeiterin. Überhaupt werde Frau Noichl die Personalie Pistorius heute nicht kommentieren.
Absage auch von Jessica Rosenthal. Die Juso-Vorsitzende vermeidet die offene Kritik am Kanzler. Und weitere junge SPD-Frauen im Bundestag wissen nicht, was sie zu Olaf Scholz noch sagen sollen. Josephine Ortleb, Jahrgang 1986, hat keine Zeit. Elisabeth Kaiser, Jahrgang 1987, kann heute leider auch keinen Beitrag leisten, sie bittet um Verständnis, lässt sie ausrichten.

Auch die Wehrbeauftragte Eva Högl, die für die Lambrecht-Nachfolge im Gespräch war, weicht aus. Das Geschlecht des neuen Ministers spiele nicht die ausschlaggebende Rolle. Sie freue sich über die Entscheidung für Boris Pistorius, er sei für das Amt geeignet
Das Thema Parität kommentiere sie nicht weiter. „Das ist auch nicht meine Aufgabe als Wehrbeauftragte“, sagt sie ZDFheute. Auf die Frage, ob die Frauen in der SPD jetzt sauer seien, antwortet Högl: „Das müssen Sie die Frauen in der SPD fragen.“ Das Schweigen ist dröhnend.

Dafür reden die Grünen. „Ein SPD-Kanzler hat keinen Platz an seinem Kabinettstisch für starke Frauen“, sagt die Berliner Grünen-Fraktionsvorsitzende Silke Gebel. Grünen-Abgeordnete Nyke Slawik findet die Entscheidung des Kanzlers schade. „Dabei waren ja gleich mehrere äußerst qualifizierte Frauen im Gespräch“, kritisiert sie.

Und Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge erinnert Scholz daran, dass Frauen mindestens gleich qualifiziert seien. Es hätte auch erneut eine Frau als Verteidigungsministerin geben können, ein paritätisch besetztes Kabinett sei eigentlich eine Selbstverständlichkeit. „Das sollte auch bei allen künftigen Entscheidungen so sein“, sagt sie. Ein Hinweis darauf, dass in Kürze eine weitere Kabinettsumbildung folgen könnte?
Rückt bald noch eine Frau ins Kabinett nach?
Was, wenn Innenministerin Nancy Faeser (SPD) nach Hessen wechseln sollte, als Spitzenkandidatin für die anstehende Landtagswahl? Kommt dann eine größere Rochade? Wird dann eine Frau auf einen Posten gesetzt, den derzeit ein Mann innehat? Nach ZDFheute-Informationen ist das vorerst nicht geplant. Keine schnelle Umstellung im Kabinett. Die Grünen dürften damit nicht einverstanden sein. Die SPD-Frauen auch nicht.
SPD-Chef Lars Klingbeil verteidigt die Entscheidung für Boris Pistorius hingegen. Die Frage der Parität sei dem Bundeskanzler und der SPD-Parteispitze wichtig. „Die bleibt auch wichtig“, sagt er. „Aber wir hatten jetzt in den vergangenen Tagen in einer konkreten Personalfrage zu entscheiden. Und Boris Pistorius ist der richtige für diesen Job. Und danach haben wir entschieden.“
SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich schiebt die Schuld weiter an die FDP, die drei Männer und eine Frau ins Kabinett geschickt hat. Die Parität wäre kein Problem, wenn sich alle Koalitionspartner daran halten würden, sagt er. Fazit: Die einzigen, die sich aus der SPD heute äußern, sind – zwei Männer.

Und aus der Welt:

Die Grünen-Frauenpolitikerin Ulle Schauws hat die Entscheidung von Kanzler Olaf Scholz (SPD) für einen Mann als Verteidigungsminister und damit gegen die versprochene Geschlechterparität im Bundeskabinett kritisiert. „Das klare Versprechen von Olaf Scholz, beim Start der Regierung ein paritätisch besetztes Kabinett zu bilden, war wichtig und im Sinne der Gleichberechtigung ein zeitgemäßes, richtiges Signal“, sagte die frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion WELT.

„Wir Grüne stehen klar zum Grundsatz der Parität. Darum ist es mehr als enttäuschend, wenn der Kanzler bei der ersten Hürde dieses Ziel über Bord wirft“, so Schauws. „Er muss sich an dem progressiven Kurs messen lassen, den er gesetzt hat.“

Mit der Entscheidung für den bisherigen niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) hebelt Bundeskanzler Scholz seinen eigenen Anspruch aus, seine Ministerriege paritätisch zu besetzen. Bisher waren es acht Männer und acht Frauen, nun werden es neun Männer und sieben Frauen sein – der Kanzler selbst nicht mitgezählt

Noch am Montag, vor der Bekanntgabe der Personalie Pistorius, hatten in der Diskussion um die Nachfolge für die zurückgetretene Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht die SPD-Frauen auf Geschlechterparität in der Ampel-Regierung bestanden. „Eine Gesellschaft, die zu über 50 Prozent aus Frauen besteht, muss sich auch im Kabinett widerspiegeln“, sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Maria Noichl, der „Rheinischen Post“. „Fifty-fifty muss weiter gelten. Dafür steht die SPD.“

Mal sehen ob dann doch noch ein männlicher Minister abdanken muss.

 

Prinz Harry und sein neues Buch

Ich greife mal einen Artikel aus dem Stern auf:

Tötungen von Taliban, Drogenbeichte, der erste Sex, die letzten Worte an die Queen – es scheint, als lasse Prinz Harry in seiner Autobiografie „Spare“ kein Thema aus. Und er erzählt mehr, als wir alle jemals wissen sollten.

Seit fast zwei Jahren lassen Prinz Harry und Ehefrau Meghan alles raus: ihren Frust, ihren Trotz, ihren Kampfeswillen, ihre Verzweiflung. Dem Drang, das Narrativ endlich einmal selbst bestimmen zu können – beziehungsweise es zumindest zu versuchen – geben die Sussexes nahezu komplett nach. Jegliche Grenzen werden scheinbar mit Harrys Autobiografie „Spare“ (in Deutschland: „Reserve“) gesprengt. Und so erfahren die Leser, dass der Prinz 25 Taliban getötet hat, den ersten Sex hinter einem Pub mit einer älteren Frau hatte und mit 17 das erste Mal Koks nahm.

Zur Sympathie für diesen gebeutelten Mann schleicht sich Fremdscham.

Es hat in der Tat etwas bizarres.

Harry, der die Presse immer dafür gescholten hat, dass sie in das Privatleben der Royals und auch insbesondere seine Mutter, eingedrungen ist, schreibt nun mehr als die Presse sonst jemals erfahren hätte und wird zu Promotionszwecken vermutlich auch noch jede Menge Interviews machen.

Es ist zudem ein großer Bruch mit seiner Familie. Hier dürfte vieles kaputt geschlagen werden, was sehr schwer nur zu reparieren sein wird.

Na und, könnte man dagegen halten, sie scheinen ihn ja auch nicht gut behandelt zu haben, quasi nur als Ersatz für den eigentlichen Thronanwärter ohne ihm einen sonstigen Wert zuzumessen.
Aber ein Bruch mit der Familie, gerade einen, die einen großen Teil der eigenen Identität ausgemacht hat, ist etwas was man sich gut überlegen sollte. Zumal es ihn auch einiges an Sympathien kosten wird.

Ich schrieb an anderer Stelle:

ich bin gespannt, ob das Harry glücklich macht. Er hat meines Wissens nach eine gewisse Militärkarriere gemacht, aber ansonsten auch keine besondere Ausbildung. Ob das Showgeschäfts, dazu noch immer auf der Suche nach neuen Skandalen gegen seine Familie ihn glücklich machen wird? Sein eigentlicher Beruf ist „Prinz“ und das dürfte auch ein großer Teil seiner Identität sein. Er hat ein gewisses Risiko ins absurde, tragische abzurutschen. Und natürlich hat Meghan ihn auch als Prinz kennen und lieben gelernt. „Erfolgreicher Geschäftsmann“ muss das nicht unbedingt ersetzen, denn davon gibt es viele. Er gibt das auf, was ihn interessant gemacht hat.

Mal sehen wie es weiter geht.

Das Männerbild in Liebesfilmen

Ich greife aus dem Artikel zu dem Artikel von Scheidende Geister noch einmal eine Passage heraus:

Im Gegenteil: In den Märchen gewinnt am Ende immer der aufopferungsvolle Prinz die Prinzessin und nicht das Arschloch. In Filmen erkennt die hübsche Hauptdarstellerin, dass ihr Kumpel, den sie immer nur ausnutzte und geringschätzig behandelte eigentlich die Liebe ihres Lebens ist.

Der „aufopferungsvolle Prinz“ ist eben ein Prinz. Und nicht ein Incel ohne Selbstvertrauen. Aber er ist üblicherweise noch nicht einmal aufopferungsvoll in dem Sinne, in dem Niklas aufopferungsvoll war. Es gibt kein Märchen über einen Prinzen, der die Prinzessin zu jemanden fährt, der mit ihr schlafen will und sie danach wieder abholt. Es gibt Prinzen (automatisch Pre-selected by women („Von anderen Frauen für gut befunden)“ , die eine Prinzessin befreien, durch heldenhafte Taten (Leader of men. (Anführer anderer Menschen) Protector of loved ones (Beschützer von ihm Nahestehenden)).

Gibt es einen Film, in dem der Kumpel ausgenutzt wird, während sie mit anderen schläft? In den meisten Filmen dürfte er eher um sie werben oder sie erst ablehnen, bis er erkennt wie wunderbar sie ist und sie hat evtl einen Freund, der dann einen entscheidenden Fehler macht und deutlich macht, dass er sie gar nicht liebt, so dass sie sich von ihm trennen kann und sich der neuen Liebe zuwenden kann.

Aber vielleicht übersehe ich Filme:

In Filmen erkennt die hübsche Hauptdarstellerin, dass ihr Kumpel, den sie immer nur ausnutzte und geringschätzig behandelte eigentlich die Liebe ihres Lebens ist.

Es gibt sicher Filme, in denen sie merkt, dass ihr Kumpel, den sie bisher nicht sexuell, sondern als Freund gesehen hat, plötzlich mehr wird. Aber Filme, in denen sie ihn nur ausnutzt und geringschätzig behandelt und er wird zur Liebe ihres Lebens? Kennt jemanden einen?

Jungs, bekommen von ihrem Umfeld nicht nur ein Zerrbild, nein das Gegenteil der Realität vermittelt. Überall, in der Familie, im Kindergarten, in der Schule, in den Vereinen und in allen Medien wird ihnen das Bild vermittelt, dass „nettes“, ja serviles Verhalten zum Erfolg bei Frauen führt. Bloß nicht übergriffig und fordernd auftreten, bloß nicht die Frau zu (sexuellen) Handlungen drängen. Frauen sind reine Wesen ohne Arg, sie sind die besseren Menschen.

Das finde ich arg übertrieben. Was sind denn die klassischen Liebesfilme?

Dirty Dancing? Er hält sie für jemanden, der aus einer ganz anderen Welt stammt und mag sie am Anfang gerade nicht.

Pretty Women zeigt nicht gerade ein serviles Verhalten

Auch in Titanic tritt DiCaprico durchaus männlich auf. Er zeichnet sogar Nacktbilder von ihr und hat relativ schnell Sex mit ihr

Casablanca? Auch kein serviles Verhalten.

Selbst wenn man Liebesszenen aus Filmen wie „Top Gun“ nimmt: keine Servilität.

Und für die Jüngere Generation: Twilight hat zwar einen völlig verliebten Vampir, aber er tritt in vielen Szenen dominant auf.

Oneiros kommentierte dazu:

Gute“ Liebesfilme hängt wohl im Wesentlichen vom aktuellen emotionalen Gemütszustand und Lebenserfahrung ab. Zu meiner Jugend (90er,00er) gabs jedenfalls massenhaft Teenyfilme, wo, wenn nicht in der Hauptgeschichte, zumindest in der Nebengeschichte ein Looser (auch weiblich möglich) vorkam, der am Ende entweder die Verwandlung zum Traumprinzen (Hauptsoryline, teenage dirtback 2009, shes out of your league 2010) oder zumindest seine Jungfräulichkeit an eine verliert (Seitenstoryline American Pie, Project x 2012). Der berühmteste dürfte Spiderman sein. Häufig sind das sogar dieselben „nerdig“ aussehenden Schauspieler (Jay Baruchel ), die man immer wieder für das Genre verwendet hat.

Vemutlich ist das so die Zeit, wo man angefangen hat Incels filmtechnisch medial zu erschaffen, indem man Märchen ins Kino brachte, die jedem Nerd Hoffnung auf „die Eine, die ihn trotz aller Makel erkennt“ machten.
Heutzutage scheints von der Sorte Film nicht mehr so viele zu geben.

 

Was mitunter aus meiner Sicht in Filmen etwas kurz kommt ist eine Frau, die sich anstrengt. Meist reicht es schon, dass sie da sind und gut aussehen. Gut, dass ist nicht unbedingt so lebensfremd, aber einige Filmfrauen können ganz schon garstig sein. Ich hatte da mal was zu Hitch – Der Date Doktor geschrieben

Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass ich ihr Verhalten und ihren Charakter in dem Film für wenig hinterfragt halte. Sie ist aus meiner Sicht in vielen Punkten schlicht ein Miststück, nicht wirklich fähig Bindung aufzubauen, die ihr Geld damit verdient, ein Klatschpaparazzi zu sein und die Geheimnisse von Promis an die Öffentlichkeit zu zerren – eine gute Person ist das nicht – aber sie sieht halt gut aus, das muss eben reichen

Aber davon ab:
Vielleicht können wir ja mal zusammentragen, wie Männer in Liebesfilmen dargestellt werden. Ist das eine faire Darstellung?