Bei Männern, die einen Herzstillstand erleiden, machen Leute vor Ort eher eine Herzdruckmassage als bei Frauen

Eine interessante Studie, die ich im Original leider nicht gefunden habe, in der die Forscher  bei der Auswertung von Akten dazu gekommen sein sollen, dass Umstehende bei Männern, die einen Herzstillstand erleiden, eher eine Wiederbelebung mittels Herzdruckmassage durchführen, zumindest in den USA:

Das Ergebnis: nur 39% der Frauen, die einen Herzstillstand in der Öffentlichkeit erleiden, bekommen eine notwendige Herzdruckmassage. Männer, die sich in der gleichen Situation befinden, erhalten hingegen in 45% der Fälle Hilfe. Schätzungen der Gesundheitswissenschaftler zufolge haben sie damit eine 23% höhere Überlebenschance als Frauen.

Dieser Unterschied tritt nur auf, wenn der Herzstillstand in der Öffentlichkeit stattfindet. Bei einer Herzdruckmassage sollte der Ersthelfer ungefähr 100 Mal pro Minute so kräftig auf die Mitte des Oberkörpers drücken, dass dieser etwa fünf Zentimeter tief einsinkt. Die Studienautorin Audrey Blewer von der University of Pennsylvania in Philadelphia vermutet, dass viele Menschen unsicher sind, ob sie Frauen in der Öffentlichkeit im Brustbereich berühren dürfen.

Es wäre interessant, dass näher aufzuschlüsseln. Anzunehmen wäre ja, dass es für Frauen kein so großes Problem darstellt wie für Männer und daher bei den Frauen eher Frauen Ersthelfer sein müssten. Ich vermute mal, man wird auch eher zuwarten, ob es nicht jemand anderes macht, wenn man die Frau nicht anfassen will.

Interessant wäre auch, was „in der Öffentlichkeit“ bedeutet und was dort abschreckt: Schlicht der Umstand, dass jemand anderen einen als Belästiger ansehen könnte oder ist es eher so, dass man außerhalb der Öffentlichkeit die Leute eher kennt?

Dass mehr Hemmungen bestehen eine Frau anzufassen ist aus meiner Sicht gut verständlich. Irrt man sich und sagt dann später „ich dachte sie hat einen Herzanfall“, dann steht man eher blöd dar.  Auch erstaunlich in einer Rape Culture.

Eine andere Idee, die ich gelesen habe, als ich versuchte, die Studie zu finden, ist, dass man immer mit männlichen Puppen trainiert und bei Brüsten im Weg eher das Gefühl hat, dass man es nicht kann. Dass würde aber nicht erklären, dass es nur auftritt, wenn der Anfall in der Öffentlichkeit stattfindet.

 

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„Der Mann ist demnach das handelnde Subjekt der Weltgeschichte und das Maß aller Dinge.“

In einem Blog fand ich eine Herleitung des Sexismus als etwas, was gerade (weiße) Männer machen:

Sexismus ist nicht einfach immer dann, wenn Menschen benachteiligt sind, die ein Geschlecht haben. Sexismus ist ein Konzept mit historischen und philosophischen Dimensionen, die miteinander verwoben sind.
Ich versuche es so einfach wie möglich zu formulieren.

Wie auch beim Rassismus fängt es mit der Vorstellung an, was normal ist.

Normal ist der (weiße) Mann, das ist ein Narrativ, der sich aus einer langen Geschichtsschreibung ergeben hat, die von (weißen) Männern dominiert wurde und in vielen Teilen der Welt immer noch wird. Der Mann ist demnach das handelnde Subjekt der Weltgeschichte und das Maß aller Dinge.

Als jemand, der sich viel mit der Evolutionbiologie beschäftigt, denkt man vielleicht etwas weiter zurück. Und da würde man erst einmal feststellen, dass es wahrscheinlich schon vor unserem Menschsein Sexismus gab, weil auch in vormenschlichen Gruppen genau wie in heutigen tierischen Gruppen Männer Anführer gewesen sind, eher Kriege geführt haben, eher die damaligen Legenden beherrscht haben, und das ganz überwiegend als schwarze Menschen, denn der weiße Mann ist ja erst wesentlich später, nach der Auswanderung aus Afrika, entstanden.

Die ersten menschlichen Sexisten, soviel ist sicher, waren schwarz. Schlicht weil die ersten Menschen schwarz waren. Aber auch diese Idee, dass nur ein Geschlecht gehandelt hat, wirkt auf mich immer etwas naiv. Auch damals dürfte die Mutter eine wichtige Stellung gehabt haben, dürfte es Schamaninen, wichtige Ehefrauen, Mütter des Anführers oder gar weibliche Anführer gegeben haben, wie es sie heute auch gibt, wenn auch in geringerer Zahl.

In patriarchalen Gesellschaften hatten (und haben) die Männer Namen, Frauen sind „die Frau von“. Männer machten Politik und prägten die Geisteswissenschaften. So entstand ein Kreislauf, in dem Frauen nicht die Möglichkeit hatten, etwas zur Geschichte beizutragen und deswegen Männer sich darin bestätigt fühlen konnten, dass Frauen dazu auch gar nicht imstande sind.

Aus meiner Sicht wesentlichere Gründe als diese rein kulturellen dürften die folgenden sein:

  • Männer sind körperlich stärker als Frauen und weit aus eher auf Kampf hin optimiert.
  • Frauen mussten stillen und Kinder aus Gefahren weghalten, sie waren weitaus häufiger schwanger und sollten auch dann nicht in der Nähe von Gefahren sein
  • Mateguarding ist bei Frauen wichtiger als bei Männern, weil eine schwangere Frau problematischer ist als die Schwängerung einer anderen Frau, das gilt auch bei einer Tochter: Wenn sie von dem falschen geschwängert wurde, dann mussten die Eltern die Kosten für die Aufzucht tragen statt des Vaters. Frauen eher einzuschränken und weniger Freiheiten zu lassen folgt insofern (auch gerade vor der Erfindung von Verhütungsmitteln und vor einer einigermaßen sichern Gesellschaft) aus biologischen Unterschieden

Mitunter ging (bzw. geht) man so weit, Frauen überhaupt einen Intellekt oder gar eine Seele abzusprechen, was sie im Grunde auf die Stufe von Tieren stellt. Ein Mensch, so ist es auch in vielen Sprachen zu erkennen, ist erst einmal ein Mann. Mann ist gleich Mensch. Eine Frau ist ein weiblicher Mensch, also eine Abweichung der Norm.

Das wäre klassisches Beauvoir: Die Frau als das Andere. Bei zwei Geschlechtern mit Arbeitsteilung waren aber beide zu einem gewissen Teil „das Andere“.

Aus der Dominanz der Männlichkeit ergibt sich außerdem ein Konzept von Besitz und Besitztum, sowie von Subjekt und Objekt: Männer sind Subjekte und werden als diejenigen wahrgenommen, die etwas leisten und etwas erschaffen. Sogar die Kraft der Schöpfung wird der Männlichkeit beigeordnet (ungeachtet dessen, dass Kinder schon immer von Frauen geboren wurden). Auch Simone de Beauvoir sieht die schöpferische Transzendenz noch als männlich an, die in sich ruhende Immanenz dagegen als weiblich. Frauen sind Objekte. Sie machen nicht, sie sind. Männer treffen in patriarchalen Gesellschaften Entscheidungen, über Frauen wird verfügt.

Gut, dass über Männer nie verfügt worden ist. Etwa in Weltkriegen, in Bergwerken, in Fabriken oder bei der Frage, wer eher ins Rettungsboot kommt.  Gut das Frauen nie über Männer verfügt haben, etwa über ihre Söhne oder Männer oder ihre Landsleute (die weiße Feder wäre ein Stichwort)

Selbst wenn man das so sehen würde: Wir leben im Jahr 2017. Mit einem Grundgesetz, dass Frauen seit vielen Jahrzehnten gleichstellt. Mit einer Frau als Kanzlerin und Frauen, die jeden Beruf antreten können, den sie wollen.

(…)

Sexismus ist nicht gleich Benachteiligung. Sexismus ist eine Struktur, die unter anderem verschiedene Formen der Benachteiligung bewirkt. Lassen wir die Frage nach der Verhältnismäßigkeit ruhig mal außen vor: der Sexismus, unter dem Männer leiden ist im Prinzip derselbe Sexismus, unter dem die Frauen leiden. Wenn wir gegen den Sexismus kämpfen, dem die Frauen ausgesetzt sind, kämpfen wir ebenso für die Befreiung der Männer von diesem Sexismus. Es gibt nicht den einen und den anderen Sexismus. Ihr müsst Euch nicht gegen Feminismus stellen, es sei denn, Ihr wollt genau den Sexismus, unter dem ihr zu leiden vorgebt, stärken.

Was auch schlecht begründet ist. Warum muss da eine Wesensgleichheit bestehen? Warum können Frauen da nicht ihre eigenen Vorteile sichern, etwa im Familienrecht über Vorteile wie dem Residenzmodell, Unterhalt, dem vorrangigen Behalten und bessern Kontakt zu den Kindern?

Es ist immer wieder erstaunlich, dass diese Theorien, die angeblich so sorgsam darauf achten, dass Frauen keine Objekte sein sollen, sie dann nie Subjekt werden lassen und sie absolut passiv sehen.

Vermutlich wollt Ihr das

Aber Schuldvorwürfe gibt es ja bekanntlich nicht.

Mann für einen Tag #Mannfuereinentag

Die, die auf die Vorteile und Privilegien hinweisen wollen:

 

 

Die, die da viel Sexismus sehen

Die Vernünftigen:

Die, die darauf hinweisen, dass es nicht so toll sein muss

„Liebe beleidigte Männerrechtler: Hört auf mit eurem Mimimimimi“

In einem Gastbeitrag stellt Herr Stemme dar, was er als Feminist von dem Maskul(in)ismus hält:

Wie selbstverständlich stehen die häufig aus der Mittelschicht kommenden, meist männlich sozialisierten Menschen für die Rechte der Männer* ein.

Warum sollte das auch nicht selbstverständlich sein, wenn die Männer* in bestimmten Bereichen Nachteile haben?

Die gängigen Meinungen: Wenn eine Frau* einen Manager-Job hat, wird ein Mann* arbeitslos. Wenn eine Frau* mehr verdient als ihr männlicher* Kollege, dann hat sie sich hochgeschlafen. Wenn heterosexuelle Männer* wechselnde Partner*innen haben, sind sie Helden. Frauen* sind Schlampen*. Wenn Frauen* alleinerziehend sind, dann sind sie selbst schuld. Männer nicht. Sie werden heimtückisch verlassen. Seitdem es Gender Mainstreaming, Frauenquoten und Gleichstellungsbeauftragte gibt, wird mann nämlich unterdrückt, wo frau nur kann.

Habt ihr das schon mal so auf einen männerrechtlichen Blog gelesen? ich jedenfalls nicht. Es sind aber klassische Klischees, die der Feminismus als Schreckgespenst und Strohmann in den Raum stellt.

Dass diese Argumente an den Haaren herbeigezogen sind und die tatsächlichen Probleme umkehren, erkennt man schnell.

Weswegen es sogar schlechte Strohmänner sind.

Eine simple Logik. Probleme erschaffen, die nicht existieren.

Und das von einem Feministen. Nirgendwo werden wohl mehr Probleme geschaffen, die nicht existieren. Der Satz „Frauen können schwanger werden, Männer nicht“ beispielsweise ist wohl nur bei modernen Feministen etwas, was Schnappatmung hervorruft, jeder sonst würde ihn für eine Selbstverständlichkeit halten.

Feministische Argumente umkehren.

Wenn da mal welche wären. Meist sind da schlicht Dogmen und Behauptungen. Wirkliche Argumente bringt der Feminismus kaum.

Aus den Unterdrückern werden die Unterdrückten.

Oder man kommt schlicht dazu, dass „Unterdrücker und Unterdrückte“ bereits der falsche Ansatz ist, weil diese Sichtweise zum einen viel zu binär ist, denn Männer und Frauen haben Vor- und Nachteile in ganz unterschiedlichen Bereichen und auch teilweise eben nur aus der Sicht bestimmter Leute: Eine Frau, die Teilzeit arbeitet in einem relativ nah zur Wohnung gelegenen Job, der wenig Überstunden erfordert, sicher ist, vielleicht im öffentlichen Dienst, dafür aber vielleicht mit einem geringeren Gehalt in der Privatwirtschaft, und die deswegen auch mehr Zeit mit den Kindern verbringen kann, während der Mann Vollzeit arbeitet muss sich beispielsweise nicht unbedingt unterdrückt fühlen, sondern kann auch der Meinung sein, dass sie ihre Lebensplanung perfekt umgesetzt hat.

Und ein geschiedener Vater, der trotz hoher Beteiligung an der Kinderbetreuung dennoch allein den vollen Unterhalt zahlen muss und der für den Selbstbehalt von 1080 € Vollzeit arbeitet, der ist vielleicht der Auffassung, dass die Gesetze dort nicht fair ausgestaltet sind und beispielsweise eine Wechselmodell oder ein leichterer Zugang zum Sorgerecht oder andere Gestaltungen wesentlich gerechter wären.

Reden von sozialer Ungerechtigkeit, die einem widerfährt, wenn anderen Menschen die gleichen Rechte zukommen.

Wo wird denn das gemacht?

Nach diesem Prinzip funktioniert Maskulinismus.

Schade, dass er gar keine Quellen liefert. Denn die meisten Männerrechtler, die ich kenne, sind natürlich für Gleichberechtigung. Allerdings ist Gleichberechtigung auch Ansichtssache: Eine Frauenquote beispielsweise muss eben nicht Gleichberechtigung sein. Denn es gibt es viele Gründe dafür, dass es sehr wenig Frauen gibt, die in Spitzenpositionen kommen, einer beispielsweise, dass die allermeisten Frauen das gar nicht wollen. Und natürlich kann es als ungerecht empfunden werden, wenn zwei Posten vergeben werden und für den einen muss die weibliche Kandidatin mühsam überredet werden und für den anderen kämpfen 5 Männer um den gleichen Platz.

Denn: Die Opferrolle ist schnell eingenommen.

Und das von jemanden, der sich einer Ideologie zugehörig fühlt, die so versessen auf die Opferrolle ist, dass sie sie per Dogma für spezielle Gruppen festlegt, binär in Unterdrücker und Unterdrückte einteilt und jedem, der nicht in diese Gruppe fällt per se verbieten will, sich auch nur in bestimmten Punkten als Benachteiligter zu sehen. Deren ganze Ideologie darauf ausgerichtet ist, die Opfergruppen so weitgehend wie nur irgend möglich zu reinen Opfern zu machen, in dem jedes Anzeichen dafür, dass sie selbst Verantwortung für bestimmte Unterschiede tragen als „internalisierte Frauenfeindlichkeit“ oder „Folgen der Kolonalisierung“ etc abgetan werden.

Und leider finden die Männerrechtler*innen zur Zeit der Wutbürger*innen und der sogenannten Flüchtlingskrise im öffentlichen Diskurs Gehör.

Das wäre ja schön.

Wie einfach es sein muss, in dieser bequemen sozialen Machtstellung zu argumentieren.

Auch das ist angesichts seiner ultraflachen abwertenden Darstellung fast schon lustig: Man nimmt einfache Zuweisungen wie „Die wollen nur Unterdrücken“ oder „die sind alle Nazis und wie Wutbürger“, denkt keine Sekunde darüber nach, ob vielleicht ein differenzierterer Blick notwendig ist, hat sich nie mal umgeschaut, ob diese Angaben überhaupt stimmen, plappert einfach das aus, was man in seiner Filterblase so hört. Bewegt sich da mutig in dem linken Mainstream, der mit staatlicher und medialer Unterstützung diese Seite immer wieder so darstellt und beklagt sich dann, dass diese aus einer „bequemen sozialen Machtstellung“ heraus argumentieren. Wie heißt es im Feminismus so schön „Privilegierte Stellungen sind für den, der sie hat unsichtbar“. Wobei eben auch die Geschichte, dass der Feminismus der Underdog ist, der gegen den großen Unterdrücker mit Macht ankämpft, zum Wohle aller mutig vorgeht, eine der Lieblingsgeschichten im Feminismus ist.

Zur Farce wird die Position der Männerrechtler*innen erst recht vor dem Hintergrund, dass im Weißen Haus ein Raum voller Männer die Abtreibungsrechte beschneidet. Oder in Saudi Arabien über Frauenrechte entschieden wird, aber keine einzige Frau* anwesend ist. Oder wenn in Russland das Gesetz gegen häusliche Gewalt gelockert wird.

Der gute Herr Klemme scheint ein schlechter theoretischer Feminist zu sein, denn die vorherrschende feministische Theorie gibt ja vor, dass man Saudi Arabien deswegen gar nicht kritisieren darf. Kulturrelativismus und die Privilegierung weißer, christlicher, kolonisierender Länder macht das zu einer Anmaßung.

Wäre die Energie, die Maskulinisten aufwenden, um scheinbare Missstände zu bemängeln, in der Gleichstellungsdebatte nicht viel besser aufgehoben? In einem positiven und zielführenden Diskurs, in dem es nicht um Schwarz und Weiß geht. Sondern um Gleichberechtigung.

Immer wieder erstaunlich: Da predigt er, dass Frauen die Unterdrückten sind und Männer die Unterdrücker und will dann einen „positiven und zielführenden Diskurs, in dem es nicht um Schwarz und Weiß geht“. Die gesamte Theorie des modernen Feminismus baut auf Schwarz und Weiß, auf guten Gruppen und bösen Gruppen auf. Und dem Feminismus geht es auch nicht um Gleichberechtigung. Der intersektionale Feminismus möchte Verhaltensverbote, Gruppenschuld, Bekenntnisse zu Sünden, Verachtung und Hass für Menschen nach Hautfarbe, Geschlecht und sexueller Orientierung (in dem Fall dann weiß, männlich und hetero). Er möchte eine strikte Hierarchie nach Gruppenzugehörigkeit in der Gesellschaft, bei der die eine Gruppe stets akzeptieren muss, was die andere vorgibt, weil sie angeblich die andere unterdrückt.

Denn, liebe Maskulinisten, damit auch ihr es versteht: Der Feminismus will die hegemonialen Verhältnisse keinesfalls umkehren. Vielmehr geht es um gleiche Rechte, gleiches Gehalt, Selbstbestimmung auf allen Ebenen.

Der Inquisition ging es auch nur darum, dass der Teufel keine Macht mehr hat, dem Kommunismus nach Mao und Co nur darum, dass alle gleich sind und überhaupt gab es noch nie eine Ideologie, die mit guten Zielen gestartet ist und dann radikal geworden ist und letztendlich Ungerechtigkeit gebracht hat. Nie hat eine Revolution ihre Kinder gefressen.

Frauen haben bereits das gleiche Gehalt für gleiche Arbeit, sie können sich auf allen Ebenen selbst bestimmen und wenn mir der Herr Stemme ein Recht nennen könnte, welches Frauen nicht haben, Männer aber schon, dann wäre ich sehr überrascht. Noch überraschter wäre ich, wenn Feministinnen dieses Recht thematisieren würden.

Die Wirkweise patriarchaler Strukturen ist nach wie vor ein Thema

Im radikalen Feminismus. Auch dort bleibt das Konzept aber vollkommen nebelhaft und es werden keine Kriterien für Machtstrukturen genannt, nach denen nicht auch Frauen Macht haben.

besonders in Zeiten eines weltweiten Rechtsrucks. Vor dem Hintergrund der weltweiten politischen Entwicklungen und dem sozialen Ist-Stand ist der Feminismus noch lange nicht da, wo er hinwill

Nur leider will außer radikalen Feministinnen niemand dort hin, wo diese hinwollen. Eine Welt unter der Herrschaft intersektionaler Genderfeministinnen wäre nicht das Paradies, sondern ein beständiger Kampf, beständige Anschuldigungen, Privilegien zu besitzen.

Deshalb, liebe beleidigte Männerrechtler: Hört auf mit eurem Mimimimimi

Tatsächlich wäre zumindest ich gerne zu einer sachlichen Diskussion ganz ohne Mimimi bereit. Ob es Herr Stemme auch ist?

Warum der intersektionale Feminismus niemals eine Diskriminierung von Männern anerkennen wird

Um zu verstehen, warum der intersektionale Feminismus so vehement daran festhält, in allen Punkten, in denen es um Kategorien der Unterdrückung geht, zwei streng binäre Gruppen zu bilden, von denen eine Privilegien aufgrund von struktureller Macht hat und die andere diese vorenthalten werden, sie also unterdrückt werden muss man sich bewusst machen, was innerhalb dieses totalitären Systems passieren würde, wenn sie von dieser binären Einteilung abweichen würden und eine differenzierte Betrachtung zulassen würden.

Ich hatte das schon einmal hier ausgeführt:

Eine Folge des Annehmens lediglich weiblicher Privilegien ist meiner Meinung nach dieser Beitrag von Franza Drechsel im Streit-Wert Blog:

Die Männerrechtler stellen eine – sicherlich nicht untypische – Gegenbewegung zu feministischen Bewegungen dar, die meines Erachtens zu beobachten, aber nicht zu ernst zu nehmen ist. (…)

Gerade dieser Punkt macht deutlich, dass (grünen) Männern oft erst noch stärker bewusst werden muss, dass sie privilegiert sind. Wie so oft in Bezug auf Diskriminierungen und Privilegierungen ist es auch hier so, dass die Diskriminierten eher als die Privilegierten die Strukturen erkennen und bekämpfen. Eine „Normalität“ zu erkennen ist schwerer, als zu erkennen, keinen Zutritt dazu zu haben.

Bei einer fairen Betrachtung, in der beide Geschlechter privilegiert sein können, müsste sie eigentlich darauf abstellen, dass Männer für ihren Diskriminierungsbereich die Strukturen besser erkennen und bekämpfen könnten, was also dazu führen müsste, dass sie als Privilegierte für diesen Bereich die Sorgen ernst nehmen müsste, wenn sie ihrer Theorie treu bleibt. Feminist ist aber eben kein neutraler Begriff und Frauenbenachteiligung die Norm von der nicht abgewichen werden darf.

In der intersektionalen Theorie folgt daraus, dass der eine Privilegien hat und der andere unterdrückt wird einiges an Macht für den Unterdrückten:

  • Die Unterdrückung des Unterdrückten ist nur von diesem zu bestimmen, dieser ist der Einzige, der sie wirklich erfassen kann, dessen Perspektive absolut anzuerkennen ist und der eine Form der Definitonsmacht hat, was ihn genau betrifft
  • Der Privilegierte muss seine Privilegien von sich aus bekämpfen und hinterfragen. Er ist der der Böse, der dafür sorgen muss, dass seine unberechtigten Privilegien abgebaut werden.
  • Der Benachteiligte muss sich nicht erklären, er muss nicht freundlich sein, er hat das Recht ärgerlich zu sein, er muss keine Kekse dafür verteilen, dass der andere seine Privilegien abbaut, er kann das erwarten
  • Der Benachteiligte hat wenn es um Positionen geht, die seine Unterdrückung/Benachteiligung betreffen nicht die Pflicht, den anderen zu belehren, er hat aber das Recht dazu und man muss seiner Stimme Gehör verschaffen, ihm Raum geben und seinen eigenen Raum als Privilegierter nicht zu groß werden lassen.

Jetzt übertrage man das mal auf einen konkreten Fall:

Nehmen wir mal an, dass der Feminismus anerkennen würde, dass Männer in Bezug auf Umgang, Kontakt und Zeit mit Kindern benachteiligt und Frauen privilegiert wären:
Jetzt könnte bei jeder feministischen Diskussion ein „intersektionaler Feminist“ einwenden, dass hier leider die Privilegierung der Frauen in diesem Bereich nicht hinreichend berücksichtigt wird, etwa weil die Zeiten, zu denen die Diskussion stattfindet, nicht hinreichend mit den Umgangszeiten abgestimmt werden oder Protestieren, dass man Leute (=Frauen) im Raum duldet, die ihre privilegierte Stellung ausgenutzt haben und dem Vater kein Wechselmodell ermöglicht haben. Dass der Vater das in dem Fall vielleicht gar nicht wollte würde nicht ausreichen, denn das wollte er eben nur nicht, weil die Gesellschaft ihn so erzogen hat und das hat sie ausgenutzt. Man müsste diesem Mann dann zuhören, er dürfte Forderungen stellen, er dürfte die Anwesenden auffordern, auch in ihrem Leben keine „Mikroaggressionen“ gegen Väter zu starten (etwa weil eine der Frauen berichtet, dass gerade ihre Mutter die Kinder betreut) oder weil sie ihre nichtfeministischen Verwandten nicht hinreichend darüber aufgeklärt haben, dass auch sie nicht genug machen, damit Männer gleiche Zeit mit den Kindern haben. Während dieser Zeit müssten die Feministinnen verständnisvoll nicken und Besserung geloben. Allenfalls könnten sie andere intersektionale Aspekte dagegen halten, wenn ihnen das möglich ist.
Plötzlich könnten also Männer (oder Weiße, Cis-Personen, Heterosexuelle oder wer auch immer bei einer differenzierten Betrachtung „Privilegien“ hätte) ihre eigenen Regeln gegen sie verwenden und sie müssten das dulden oder sich vorhalten lassen, ihre Privilegien nicht zu reflektieren.

Es wäre damit der Zusammenbruch aller feministischen Theorien und Praktiken, die ganze Machtstruktur innerhalb dieser Gruppen (= Männer sind die Schuldigen und müssen sich auch so verhalten) wären dahin. Das klare „Freund-Feind-Schema“ wäre nicht mehr anwendbar und damit würden sich ihre totalitären Absicherungsmittel gegen sie selbst richten.

Das kann man dort niemals zulassen. Das System kann immer nur so funktionieren, dass man ganz klar auf eine Gruppe in einer Kategorie herabblicken kann und dort der „Bessere“ ist. Wenn dieser zurückschlagen kann und einem innerhalb der gleichen Kategorie selbst vorhalte machen kann, dann gerät ein System, dass auch kleinste Verfehlungen für ursächlich und vorhaltbar hält aus den Fugen.

Der intersektionale Feminismus kann und darf daher männliche Diskriminierung nie anerkennen. Sie werden daher niemals „strukturelle Nachteile“ für Männer aufgrund von Macht von Frauen zugestehen. Allenfalls wird man anführen, dass eben alle negativen Folgen von Männern eine Folge der männlichen Strukturen ist („Das Patriarchat schadet auch Männern„), eine Nebenfolge der Unterdrückung anderer Gruppen, an der die Männer selbst schuld sind und die nie selbst, sondern nur über Bekämpfung des Hauptwiderspruchs, also die Aufgabe der männlichen Privilegien beseitigt werden kann.

Nochmal: Männer können nicht diskriminiert werden

Ein Text, der noch einmal zusammenfassen soll, warum Männer nach feministischer Theorie nicht diskriminiert werden können:

One of the most frustrating things a man can do is claim that he’s a victim of sexism. Men’s rights groups who espouse the systemized oppression of men are ridiculously wrong in their philosophies. Sure, men might experience discrimination, bullying or even disparagement of their gender, but this doesn’t equate to sexism. Sexism is institutionalized. Having someone be biased towards you in an isolated context, for instance, a woman excluding a man from something based on his gender, is simply mean or discriminatory, because it’s an individual act, rather than one that’s historically ingrained in the way society operates to the detriment of men. It’s the exact same „nope, not even close to the same thing“ comparison that happens when white people assert that they’ve been victims of racism: That is literally not possible, because you are in the privileged majority. If you think that isolated instances of feeling slighted or discriminated against amount to having the entire balance of favor in society stacked against you, then you’re self-involved, ignorant, or at best, misguided about what words like „sexism“ and „racism“ actually mean. The fact is, if you’re a white, straight, middle-class man, then society operates in your favor, regardless of any instances of discrimination. You always win. Congratulations, you are the lord of the genetic lottery, so give chance a giant hug for making your life so easy.

Es erstaunt mich immer wieder, dass Feministinnen die darin enthaltene Unlogik nicht selbst auffällt. Es ist daran so vieles falsch, dass es auffallen müsste.

Zum einen sind in der heutigen Gesellschaft Frauen die Mehrheit und sie haben ebenso erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft. Das muss sich noch nicht einmal darin niederschlagen, dass Frauen in den wichtigsten Positionen sitzen, es reicht, wenn die dort sitzenden Personen entweder die Stimmen von Frauen, ihr Geld oder auch nur ihre Gunst erhalten wollen. Und auch wenn einige Männer sehr gute Positionen haben, wäre es nicht angebracht, lediglich auf die Spitze zu schauen, wenn Männer auch die meisten Obdachlosen etc stellen, also auch am Boden der Gesellschaft übermäßig stark vertreten sind. Die Idee, dass Frauen nicht auf die Regeln der Gesellschaft einwirken un diese nicht auch in ihrem Interesse gestalten ist jedenfalls unbelegt, entspricht aber auch im übrigen nicht der Lebenserfahrung. In vielen Bereichen ist es einfacher bestimmte Lebensweise umzusetzen, wenn man eine Frau ist, etwa bei der Frage, wer das Kind nach Trennung erhält, dem Wunsch Teilzeit zu arbeiten oder dem Druck, das Familieneinkommen sicher zu stellen.

I believe that gay men and trans women do experience sexism, too, so for the purposes of the following points, let’s assume we’re talking about straight, cisgender men who adhere to strict gender binary. Because as well as sexism, the LGBTQ community experiences all kinds of bigotry, and I do not mean this to diminish that at all. What I am saying is that when men start crying „poor little rich white guy!“ it can be incredibly frustrating to hear, as a woman, who you know, is threatened by cat callers every time she leaves the house, has to worry about not being paid the same as her male counterparts, and who’s inherited a long and troubled history of discrimination through ownership, objectification and disenfranchisement.

Das sind alles Positionen, auf die bereits eingegangen worden ist: Der Gender Pay Gap ist durchaus erklärbar, Frauen sind in der Gesellschaft so sicher wie nie und sexuell begehrt zu werden hat seine Vor- und Nachteile.
1. Because men have the power
It doesn’t take a very deep look at the way society operates to see that men hold the power. From the top echelons of society, they’re in control. Last year it was reported by the New York Times that of 200 of the top paid executives in the USA, only 11 were women. We’ve never had a female president. Women are consistently paid less than their professional male counterparts. And then there’s the much more subversive: the physical power of men. Rape and domestic violence statistics support this, with 85% of reported cases having female victims, while only 15% are men. As I mentioned above, being constantly catcalled is an assertion of male power and provides a constant perceived threat, even if there’s no actual physical violence. These are just several examples of how men have power and women do not in society today. So even if a man feels marginalized once because of his gender, it’s not a consequence that he subsequently lives his life at a disadvantage because of his gender. And even if he has massive disadvantages/is subject to constant discrimination, it’s probably due to other factors that have nothing to do with gender, like race, sexuality, religion, education and economic status.
Das es noch nie einen weiblichen Präsidenten gab ist aus deutscher Sicht natürlich ein gutes Argument. Im übrigen ist mit der Quote der Opfer nach Geschlecht wenig zu belegen, wenn man erstens dennoch einen geringen Anteil hat und zweitens man natürlich auch für Männer diverse Gruppen anführen könnte, bei denen sie überwiegend die Opfer stellen, von Obdachlosen über Selbstmörder bis hin zu denjenigen, die lediglich ein Umgangsrecht mit ihren Kindern nach der Scheidung bekommen. Tatsächlich wäre Männer bei Gewalttaten als Opfer hoch vertreten, bei tödlichen Arbeitsunfällen etc. Nicht zu vergessen, dass Männer 7 Jahre weniger leben. Es ist aber sinnlos hier in Oppression Olympics einzusteigen, weil man dabei letztendlich kaum zu einem Ergebnis kommen kann, da sich die „Benachteiligungsbereiche“ schlicht zu sehr unterscheiden.
2. Because of historical context
It took decades for women to receive the right to vote, and weren’t able to nationally in the U.S. until 1920. Think about that. That means that every law, and indeed the very founding of this country, was done entirely without women’s interests in mind. Obviously there are other groups who were equally left out, so for women and also many of these groups, we’re STILL fighting to have the systems of the country we live to reflect our needs. Historically the way this country (and many others) operates has ALWAYS reflected the interests of men. Because it was BUILT BY MEN, who until very recently, didn’t believe women had the right to take part in public process. Sexism requires this level of institutionalized marginalization, which is something a man can never claimed to have experience based entirely on his gender and gender alone.

Auch ein klassisches Argument. Doch eigentlich ohne Inhalt: Frauen können heute wählen, stellen sogar die Mehrheit der Wähler und natürlich waren auch viele Männer historisch ohne die geringste Macht, während Frauen diese, wenn sie einen hohen Stand hatten durchaus hatten. Von Queen Elisabeth bis zu anderen weiblichen Herrschern war der Adel eben auch weiblich besetzt und das einfache Volk war ihm untertan. Erneut ist der Blick insofern etwas eng, eben nur auf die Spitze gerichtet.

3. Because of the way established institutions operate with gender bias

Pursuant to the above, as a result of the country’s history, many of its institutions are „boys clubs“ which favor men. While these institutions might discriminate against men on different grounds, the only gender that finds itself pushed aside is the feminine. For instance, the way marriage operates still suggests ownership, and it wasn’t until 1993 (yes, you read that right, 1993) that rape in marriage was criminalized in all 50 states. That means that just over two decades ago, probably in your lifetime (definitely in mine) a man could have non-consensual sex with a woman who was his wife with no repercussions. The residual effect of this still exists in the way marriage work: During the engagement period the woman alone wears a ring, and traditionally will take the man’s name in marriage. These are subtle throwbacks to remind us of the gender bias of commonplace institutions, again, something which men do not experience based on gender alone.

Das wäre für Deutschland schon einmal falsch, die Vergewaltigung innerhalb der Ehe war zwar nicht als Vergewaltigung strafbar, aber ggfs als Körperverletzung oder Nötigung und konnte natürlich auch dort empfindlich bestraft werden. „Die Frau allein trägt den Ring“ ist auch lustig: Dieser Ring kostet enormes Geld, welches der Mann zahlen muss. All das hat aber auch keinen Zusammenhang damit, dass Männer nicht in anderen Bereichen diskrimmiert sein können, denn sie haben, obwohl natürlich die Frau zwischenzeitlich ihr eigenes Geld verdienen kann, nach wie vor die Versorger- und Beschützerrolle und nach wie vor sind auch die Frauen weit aus eher diejenigen, die Anforderungen an den Mann stellen, die ausschlaggebend dafür sind, ob es zu einer Beziehung kommt.

4. Because „opportunity“ for a man is never hampered by gender

Men face challenges in life. They overcome difficulties. I have nothing against men being proud of overcoming hardship, or feeling like they’ve been unjustly treated. These are all valid things that happen to men. But they do not happen on the basis of gender. Men aren’t precluded from the job market because one day they might have children, and therefore place a burden on their employer for seeking paternity leave (which, if you ask me, should be readily available to men, although only once we’ve established an acceptable level of care when it comes to maternity leave!). No one is, consciously or unconsciously, not hiring a man because he is a man (unless that job is for something very specifically female, like surrogate mother. Sorry, dudes.). I’ve talked about overt gender bias above, but there’s also less obvious bias, that comes simply in the way in which people treat one another, and help one another. Men are taught from a very early age that they can be and do anything, and that they’re entitled. Women, still, are taught to be apologetic and softly spoken as an ideal paradigm for female behavior. These things all coalesce to affect the way we pursue, and are offered opportunities, and gender definitely effects what is made available to women and what is made available to men.

Selbst wenn Männer im Job bevorzugt wären (was ein Frage der Perspektive ist, wär als männlicher Sekretär arbeiten will oder als Kindergärtner, der kann durchaus Probleme bekommen, ebenso wie der Mann, der Halbtags arbeiten will oder längere Auszeiten nimmt, die Erwartung geht eben in beide Richtungen: Er darf den Vorteil, der einer Frau gewährt wird, eben auch nicht für sich selbst in Anspruch nehmen, dazu kommen gefährlichere oder mit längeren Arbeitszeiten verbundene Berufe) würde das nichts über andere Bereiche aussagen. Gerade weil er arbeiten soll wird er eben nach der Scheidung mehr Probleme haben die Kinder zu betreuen, er wird mehr Unterhalt zahlen, er wird seine Arbeitsleistung nicht reduzieren können, ohne das er ein fiktives Einkommen unterstellt bekommt etc.

Und natürlich bekommen auch nicht alle Männer gesagt, dass sie sein können, was sie wollen. Genug bekommen gesagt, dass sie Verlierer sind, dass sie nie jemand attraktiv finden wird, dass sie in der Hierarchie unten stehen und das sie nicht nach oben kommen werden. Andere bekommen gesagt, dass sie hart werden arbeiten müssen, damit sie eine Familie ernähren können, sie werden heraushören, dass sie nach dem bewertet werden, was sie erreicht haben. Sie werden keineswegs das Gefühl haben, dass sie andere, etwa einen Partner für sich arbeiten lassen können, und dessen Status dann auf sie übertragen wird. Sie werden sehr deutlich gemacht bekommen, dass der einzige Weg zu einem schönen Haus ein guter Job ist.

Und sie werden hören, dass sie einer Frau etwas bieten können müssen, dass die schönsten Frauen Ansprüche stellen, denen sie genügen müssen. Sie werden lernen mit Ablehnung umzugehen, auch weil sie eine zu geringe Position haben. Sie werden lernen, dass eine Frau alles werden kann, also auch die Frau des Arztes statt die Frau von ihnen.

5. Because „discrimination“ is not „sexism“

I really want to hammer this point home, because if a woman says to a man, „I don’t like you because you’re a man,“ she’s just being a bully. She’s discriminating against him, yes. But that’s not the same as sexism. Our „-isms“ require a rich, ugly history to precede them. They require marginalization en masse. They require everything spoken about above, including the institutionalization of bias. THERE IS NO HISTORY OR INSTITUTIONAL BIAS AGAINST MEN ON THE BASIS OF GENDER. It does not exist. Men: Learn to determine the difference between being discriminated against in an isolated context and being subject to a constant, sometimes obvious, sometimes subtle disadvantage that has plagued your entire gender group for centuries and across the board in all facets of daily life.

Richtig, wann hätte es das jemals gegeben, dass man einen Bias gegen Männer gegeben hätte? Böse Zungen würden behaupten, dass so gut wie alle feministischen Theorien genau darauf aufbauen, auf „Männer sind Schweine“ „Männer sind gefährlich“ oder „Ein Mann ist nichts wert, wenn er ein Frau nicht versorgen kann“. Kanonenfutter war nie männlich, Männer wurden nie geopfert um Frauen zu beschützen und als Feiglinge beschimpft, wenn sie das nicht wollten. Männer mussten sich nie beweisen, wo Frauen einfach nur sein mussten. Nie gab es Aussprüche wie „Frauen und Kinder zuerst“ und Beschimpfungen wie Versager, Schlappschwanz, Lump etc haben kein Geschlecht.

Nie wurden die Leistungen von Männern als Selbstverständlichkeit abgetan und ihnen vorgeworfen sich nur auf Kosten der Frauen zu bereichern, obwohl oft harte und ehrgeizige Tätigkeit dahinter steckte. Nie wurden Männer für alle Übel dieser Welt verantwortlich gemacht.

Und wiederum kann man das natürlich auch nicht in verschiedene Gebiete übertragen: Nie wurden Männern Fähigkeiten in der Kindererziehung abgesprochen oder andere Fähigkeiten. Nie wurden sie als Sicherheitsrisiko gesehen, vor dem man schützen muss. Dank sei präziser feministischer Analyse, die das ausführlich untersucht und belegt hat.

6. Because straight, white, middle class men are the most enfranchised group of people in the world

If you’re one of these, you’ve got the ability to get the best jobs, make the most money, be approved for credit cards, get the apartment of your dreams, take out loans, go to any school, receive unencumbered health care, run for office, become a CEO, freely move about in public unhindered, speak your opinion loudly and without opposition or with respectful opposition, get away with crimes other people couldn’t get away with, be physically dominant, etc. And you get to do all these things without anyone questioning you, diminishing you, or reducing you because of your gender. So therefore, you cannot experience sexism. And being told you can’t experience sexism IS NOT SEXISM. The primary point is, after reading all this: Why would you even want to experience sexism? It’s not a pleasant or happy thing to claim. Maybe just be happy we don’t have institutionalized sexism against men, and use your position of power to work towards re-building a society in which NO ONE is sexist, racist or bigoted against a group of people in any way, and everyone has equal opportunities to contribute to society and to be benefitted by that society.

Auch da fragt man sich wieder in welchem Jahrhundert die Feministinnen leben. Eine Frau mit einem guten Job kann, wenn sie die gleichen Opfer wie Männer bringt, sehr viel Geld verdienen. Dank Frauenquoten wird sie eher bessere Chancen haben als viele Männer, mit weniger Einsatz. Banken ist das Geschlecht auch relativ egal, wenn die Zahlen stimmen.

Und warum eigentlich wieder nur auf den Bereich „Beruf“ abstellen und nicht auf den Bereich „Familie“ und Kinder. Warum nicht auf Lebensqualität und Zeiten außerhalb des Büros abstellen? Warum sehen Feministinnen Geld als das einzige wichtige Kriterium an (und studieren dann Gender Studies oder Sozialpädagogik?)

Und die Frge, warum man überhaupt Sexismus erleben möchte ist geradezu dreist: Niemand liebt mehr es aus Kleinigkeiten angebliche Sexismen zu entwickeln als Feministen. Niemand hält so hartnäckig an falschen Zahlen fest, um Opfer zu bleiben.

Wenn Geschlechtergerechtigkeit erreicht werden soll, dann müssen eben beide Seiten gleiche Rechte haben und Nachteile auf beiden Seiten abgebaut werden. Es dürfen dann auf beiden Seiten nicht einfach Diskriminierungen unterstellt werden, weil Zahlenverhältnisse abweichen, sondern die Ursachen für diese Abweichungen müssen objektiv ermittelt werden.

Die evtl Diskrimierung eines Geschlechts mit einem schlecht begründeten Definitionstrick beiseite zu schieben ist aber schlicht unredlich.

Siehe auch: