Bumble Studie zu Männern und Dating

Die Brigitte bespricht eine Study des Datingportals Bumble:

Eine der Kernerkenntnisse der Studie: Männer streben auf der einen Seite nach Verletzlichkeit – doch ist das Thema für sie im Alltag eher ein Balanceakt als ein „Must-have“ in einer gesunden Beziehung. Die Hälfte der Befragten (54 Prozent) findet es überwältigend, das Gleichgewicht zu halten: Auf der einen Seite will und soll man offen und verletzlich– kurzum eben ein menschliches Wesen – sein, auf der anderen Seite steht der Druck, bitteschön auch erfolgreich und stark zu sein. 

Ein klassischer Konflikt, denn erfolgreich und stark wäre „Attraction“, wirkt also anziehend, und Offenheit und Verletzlichkeit kann sogar ins gleiche Horn stoßen, wenn man damit zeigt, dass man in der Lage ist Bindungen einzugehen und sich auf andere Leute einzulassen, ansonsten wäre es eher etwas für später, nämlich wenn es darum geht das passende Vertrauen und die Bindung einzubauen. Verletzlichkeit und Offenheit als Konzepte für das Dating kranken eh daran, dass sie zu weit sind. Es ist eben nicht jede Verletzlichkeit und jede Offenheit positiv. Die einen drücken eine negative Schwäche oder eine fehlende Menschenkenntnis aus, die anderen Gefühle und Sachen, die einen Beschäftigen und zudem Nähe.

Apropos Erfolg und Stärke: Die Hälfte der befragten Männer empfindet hohen Druck, ein bestimmtes Maß an beruflichen Erfolg erreichen zu müssen, bevor sie überhaupt erst das Gefühl hat, eine Beziehung eingehen oder gar eine Familie gründen zu „dürfen“. Im Klartext: Viele Männer fühlen sich nicht „würdig“ oder „genug“, um eine Beziehung einzugehen. Autsch.

Auch da wird vieles zusammen geworfen. Viele Männer überbewerten denke ich den Beruf, auch jemand mit einem nicht so interessanten Beruf kann, wenn er passend auftritt eine tolle Frau für sich begeistern. Aber natürlich ist es ein altes genetisches Erbe möglichst hoch in der Hierarchie stehen zu wollen.
Vielleicht war das früher, also zu evolutionär relevanten Zeiten auch einfacher als heute, weil da zwangsläufig jeder seinen Mann stehen musste, in der Sippe/Gruppe/dem Stamm eine Funktion ausüben musste und jeder das relativ schnell herausfinden und einordnen konnte, während heute alles vager ist und auch das Spektrum der Hierarchien und Ressourcen ein ganz anderes ist, um so mehr, da Frauen keinen Ernährer mehr brauchen und sexuelles freier geworden ist.

„Oh, Männer sind einsame Streiter“

Wer das noch nicht deprimierend genug fand – wir haben noch ein paar Zahlen parat: Obwohl Männer theoretisch keinen Zeitdruck beim Dating und Thema Kinder haben (anders als Menschen mit Uterus), macht die tickende Uhr im Hinterkopf auch sie nervös. Fast jeder zweite Mann (47 Prozent) gibt an, dass er nicht als „alleinstehender Bachelor“ dastehen möchte, wenn alle anderen um ihn herum Kinder bekommen. Barney aus „How I Met Your Mother“ scheint also für viele doch mehr eine wortwörtliche Witzfigur, denn ein Vorbild zu sein.

Barney ist ein zu einem großen Teil natürlich vollkommen überzeichnet und in der Tat kann der Aufreißer irgendwann tragisch werden, wobei es andere Beispiele gibt, die sicherlich interessanter sind: Etwa könnte ich mir schon vorstellen, dass Männer Leonardo DiCaprio nicht als Witzfigur ansehen, weil er natürlich jederzeit heiraten könnte, keine Angst haben muss wirklich unattraktiv zu werden und überwiegend mit Top Models oder anderen schönen Frauen schläft.

Und wo wir schon bei Barney sind: Vorbilder haben Männer auch nichtwirklich. Jeder dritte Mann (34 Prozent) gibt an, keine Vorbilder im Umfeld zu haben, die ihm zeigen, wie so eine gesunde Partner:innenschaft – die er ja herbeisehnt, aber ja eigentlich doch zu schlecht für ist – überhaupt aussehen soll. 12 Prozent würden sich ein Beispiel an ihren eigenen Eltern nehmen können, was ein ganz anderes deprimierendes Thema ist.

Ich wüsste in der Tat auch nicht wirklich wen ich jetzt als tatsächliches Vorbild sehen würde, was eine Partnerschaft betrifft. Weil das ja auch erfordern würde, dass ich dort das genau Verhalten etc kenne, das Innenverhältnis der Beziehung, in das man ja selten reinschaut. Man wird annehmen, dass viele andere Beziehungen genau so über die Runden kommen, mit Streitigkeiten hier und da und Kompromissen, die man eben macht. Und vieles ist natürlich auch schlicht personenbezogen und nicht etwas, was man kopieren kann. Ich wusste insofern keinen, bei dem ich sagen würde, dass ich nun wenn ich so handeln würde wie er, unbedingt besser dastehen würde.

Und um das ganze Trauerbild komplett zu machen: Ihren Körper hassen die Männer auch noch! Zumindest jeder vierte Mann (23 Prozent) würde seine Körperform als „nicht männlich“ beschreiben und weitere 23 Prozent haben sogar schon mal ein Date abgesagt, weil sie sich mit ihrem Aussehen nicht wohlgefühlt haben.

Das untere Viertel der Männer hat eben nicht die Vorteile der Frauen, dass sie so etwas wie Fat is beautiful oder ähnliches wirklich glauben würden. Es ist eine zu offensichtliche Lüge. Interessant wäre auch, ob Bumble solche Männer eher anzieht, es ist immerhin eine App, bei der in heterosexuellen „Matches“ nur Frauen die erste Nachricht schreiben können und sie gilt eher auf Beziehungen ausgerichtet als auf Sex.

Elon Musk und Grims als Simulation

Mir wurde diese Meldung in die Timeline gespült:

Elon Musk (51) hat eine skurrile Theorie über seine Ex Grimes (34) aufgestellt. Der Tesla-Gründer und die Sängerin sind im Dezember vergangenen Jahres zum zweiten Mal Eltern geworden: Ihre Tochter Exa Dark Sideræl Musk erblickte das Licht der Welt. Doch gerade einmal drei Monate später verpuffte das Elternglück, denn der Unternehmer und die „Genesis“-Interpretin trennten sich voneinander. Elon verriet nun, dass er davon überzeugt ist, dass seine Ex Grimes sowieso nicht real ist.

Der 51-Jährige habe Berichten zufolge die Theorie aufgestellt, dass die Mutter seiner zwei Kinder nicht real und nur von seinem Geist geschaffen worden sei. Ein Journalist bestätigte Elons Denken nach einigen Gesprächen mit Grimes nun sogar gegenüber OK!: „Sie hat mir wiederholt gesagt, dass Musk diese Theorie über sie hat, dass sie nicht real ist […]. Dass sie eine Simulation ist, die von ihm erschaffen wurde und in seiner Großhirnrinde als eine Art perfekte Begleiterin für ihn existiert.“ Die Sängerin selbst schenke dieser skurrilen Theorie Glauben und sei davon überzeugt, dass sie sich wie eine Simulation fühle, die nur für den Tesla-Gründer geschaffen wurde.

Klar, vielleicht dreht er durch und es ist auch ein netter Clickbait.

Aber aus meiner Sicht ist es einfach nur ein humorvoller Weg ihr ein gewisses Kompliment zu machen und sie evtl etwas aufzuziehen und vielleicht noch nicht einmal ein schlechter Weg um einen bestimmten Frame vorzugeben:

Du bist so perfekt für mich, du kannst nicht real sein, ich muss dich ausgedacht haben.

Das wäre der Komplimentteil und etwas simpig.

Du bist meine perfekte simulierte Begleiterin und wenn du dich aus der Rolle bewegst, dann stimmt etwas mit dem Programm nicht

wäre dann schon interessanter und man könnte etwas daraus machen. Von „Grimes, beende Programm X und erhöhe Freundlichkeit um +2“ (in Anlehnung an Programme wie Alexa) über „liebe Großhirnrinde, was funktioniert da gerade nicht“ bis zu „das war wieder toll, du bist wirklich die perfekte Simulation“ für das gewünschte Verhalten als positive Konditionierung. Anscheinend betreibt er es auf eine Art, die sie nicht nervt und es für sie zu einer guten Anekdote macht.

 

 

Köpfchen oder Schönheit? Kausale Beweise für die Wirkung von Bildung und Attraktivität auf dem Online-Dating-Markt

Eine interessante Studie zu „Intelligenz vs Attraktivität“ auf dem Dating Markt:

We study partner preferences for education and attractiveness by conducting a field experiment in a large online dating market. Fictitious profiles with manipulated levels of education and photo attractiveness send random invitations for a serious relationship to real online daters. We find that men and women prefer attractive over unattractive profiles, regardless of own attractiveness. We also find that higheducated men prefer low-educated over high-educated profiles as much as high-educated women prefer high-educated over low-educated profiles. With preferences similar for attractiveness but opposite for education, two groups are more likely to stay single: unattractive, low-educated men and unattractive, high-educated women.

Quelle: Brains or beauty? Causal evidence on the returns to education
and attractiveness in the online dating market

Aus der Studie zu den Schwierigkeiten:

It has proven difficult to credibly identify partner preferences. One difficulty arises because of search frictions. Individuals generally self-select into clubs, schools, jobs, and neighborhoods. If search frictions make individuals more likely to meet their partner in self-selected environments (Kalmijn, 1998), they are also more likely to end up having a partner with traits similar to their own, regardless of partner preferences. Another difficulty arises because of psychological and social frictions. Partner choices are based on a combination of rationality and emotions (Finkel et al., 2012). If fear of rejection leads disappointment averse individuals to act strategically, they may shy away from partners they consider attractive but unattainable (Bell, 1985; Loomes and Sugden, 1986; Gul, 1991). In fact, psychological research has documented that (some) people are indeed rejection sensitive, which ultimately affects their search for partners and intimate relationships (Downey and Feldman, 1996; Downey et al., 1998). Importantly, because of the fear of rejection, realized partner matches will not necessarily reflect partner preferences, even in the absence of search frictions.
A final difficulty arises because of correlated traits. Any observable trait similarity between partners could be due to similarities in other related traits that are observable to potential partners but not to researchers. Whenever observable and unobservable traits are correlated, either between or within partners, the estimated partner preferences for specific traits will be biased.+

In der Tat kann es sehr schwierig sein heraus zu finden, was genau der Grund war, weswegen sich jemand für einen Partner entschieden hat. Vielleicht hat sich der Partner auch für ihn entschieden und er war froh überhaupt jemanden gefunden zu haben. Oder es liegt eine Eigenschaft vor, die eben andere interessant finden, derjenige aber nicht. Und natürlich sind auch künstliche Experimente mit fiktiven Entscheidungen schwierig, weil sie teilweise nur schwer etwas wie Ablehnung oder positive Zeichen oder „Kosten des Gesamtpakets und wo macht man welche Abstriche“  richtig simulieren können.

Klar will jeder einen hübschen, intelligenten, stark in einen verliebten, fürsorglichen, mit einem im sexuellen Bereich kompatiblen Partner, der einen vernünftigen Job und einen guten Charakter hat, aber wie weit reduziert man das in welchem Bereich, was ist „noch gut genug“ und was wiegt wieviel.

Zum Ansatz hier:

Our aim is to construct twelve fictitious profiles that appear as similar as the real ones. Our fictitious profiles are born in 1985, live in Amsterdam, are heterosexual, not religious, of average weight and height, live an active life (no smoking and regular exercise), and aim at a long-term relationship with children.8 Our fictitious profiles do not provide occupation and income information. There are two points to note about our profiles. First, profiles with an explicit demand for a long-term relationship and children in combination with the birth year (people in their early 30 s) signal the desire for a serious relationship. Second, profiles without occupation and income information are realistic profiles: that is, the online profiles under study do not offer income options, and most profiles leave the occupation option open. Also, profiles without occupation and income information allow us to interpret the effect of education, for example, more broadly as the effect of education and everything else that education signals, including occupation and income status. Almås et al. (2017) refer to education as one potential measure of someone’s earnings potential and we use the same terminology here.9
We use six profiles for each gender (see Table 1). The six profiles have different usernames, education levels and photos. We assign different usernames based on popularity ratings of Dutch names for the 1985 cohort.10 The profiles only hold highly ranked usernames to overcome the concern that online daters may respond differently to first names that appear odd and/or reflect social background (Fryer and Levitt, 2004). We assign two levels of education. The low-educated profiles hold a (vocational) high-school degree and the high-educated profiles hold a university degree. We choose these two categories to create a significant distance in terms of education, while at the same time making sure that the educational groups are not too marginal (e.g., high school dropouts or people with doctor degrees).11 We finally assign six profile photos (for each gender) representing three different attractiveness levels. For each education category we use one profile photo capturing low attractiveness, one photo capturing medium attractiveness, and one photo capturing high attractiveness.

Da kann es also nur erst einmal um ein erstes Interesse gehen. Es wurde dann wie folgt vorgegangen:

Next, we hired a professional data scraper, who built a robot that browsed the website, identified the relevant sample, and downloaded each subject’s profile photo, education level, area of residence, age and gender. The photos and education information are crucial for analyzing matching preferences in the attractiveness and the education dimensions. The scraping produced a sample of 2,672 (1,554 male and 1,118 female) online daters. Because five profiles were incompletely scraped (in particular, they did not have a profile picture), we work with a sample of 2,667 (1,550 male and 1,117 female) online daters with complete records who are eligible for receiving an invitation message from one of our 12 fictitious profiles.

und dann weiter:

The online dating members in our sample were randomly assigned to one of the six profiles of each gender from whom they receive a message.19 The profiles sent out identical messages, expressing their interest in the subject and clearly stating that they are looking for a long-term relationship. The message also includes an invitation to meet in real life. The invitation message is found in Appendix C. Each profile sent out roughly 120 messages in each round. For technical and practical purposes (i.e., passing the initial dating site screening), we restrict the messages sent from each profile to blocks of 20 per day, using various computers and locations for different profiles. We further post each profile with a one-day lag.

Also sie haben dann die Leute angeschrieben unter Verwendung der Profile. Dann bewerten sie die Antworten als Positiv oder negativ, quasi als Indikator für Interesse oder kein Interesse:

Table 4 summarizes the data on response behavior that we collected within the first four weeks after the initial invitation message. About half of the invitations were opened. The response is recorded as being positive as long as it is not a definite rejection.
The shares responding and responding positively are almost similar, showing that online daters basically only respond when they are interested. We use a positive response as the main outcome variable throughout. In line with earlier research (e.g., Hitsch et al., 2010), we find lower response rates for women (13 percent) than for men (29 percent). Women are also slower when responding: among the responders the average wait time is 1.90 days for men and 2.99 days for women (although both the median man and woman responds the same day the letter is sent). Online daters who respond positively receive a polite rejection message from the profile indicating that they are no longer interested. The rejection message is found in Appendix C.

Aus den Daten:

Wie man links sieht antworten Männer bereits häufiger und eher bei High School als bei Universität.

Bei den Männerprofilen unterscheiden die Frauen nicht viel zwischen High School und Universität

Körperliche Attraktivität hat bei beiden den zu erwartenden Stufenverlauf, wobei Männer deutlich großzügiger sind.

Aus der Studie:

Fig. 1A demonstrates the importance of attractiveness in the dating market. We see that high-attractive profiles receive many more responses than intermediate-attractive profiles, and that intermediate-attractive profiles receive many more responses than low-attractive profiles. In line with the existing literature, women are much less likely to respond to profile invitations than men.20 For example, 20 percent of the men respond to the invitation from the low-attractive profiles whereas less than 4 percent of the women do so. However, the relationship between response rates and attractiveness appears to be equally steep for male and female online daters.
Turning to education, Fig. 1B shows interesting gender differences. Women (on average) do not care about the level of education of the profile partner: their response rates are almost identical for the two male profiles. In contrast, men seem to care, and persistently prefer low-educated profiles over high-educated profiles.

Table 5 contains the estimates from our response regressions. In columns 1 and 2, the estimates echo what we already saw in Figs. 1A and 1B: response rates of both men and women significantly rise with profile attractiveness, and response rates significantly fall with profile education for men, but not for women.
For profile attractiveness, we find that profiles with high attractive photos are almost 20 percentage points more likely to receive a response than profiles with low-attractive photos, regardless of gender. These are large effects: a 20 percentage point rise in response rates represents a 200 and 600 percent rise in male and female responses, respectively. These latter differences arise because of the large gender differences in the baseline response rates.

In column 3 we test for gender differences in response rates measured at the margin. While we find that male daters are somewhat more responsive to intermediate-attractive profiles than female daters, we believe that the high p-values for the high attractive profiles indicate that attractiveness is more or less of equal importance to men and women.
For profile education, we find that female daters do not respond to profile education: the point estimate is close to 0 and statistically insignificant. In contrast, we find that men are 5.1 percentage points less likely to respond when we increase the education level of the female profile from high-school to university, which is equivalent to 25 percent fewer responses.21
In the remaining columns, we also test for interactions between attractiveness and education. We find that none of the interactions is statistically significant, neither for male nor for female daters.
Apparently, online male daters are not more forgiving towards female profiles with high levels of education when these females are more attractive. Education and attractiveness seem not to be substitutable. Likewise, we find no evidence of complementarities between attractiveness and education either.22

Das ist das Problem aller Studien aus dem Bereich. Sie werten nicht tatsächliches Interesse nach einem Kennenlernen aus, sondern erstes Interesse. Dabei werden Frauen erst einmal darauf schauen, ob sie denjenigen attraktiv und sympathisch finden, alles andere kann man dann im Gespräch sehen.

Der Aufbau über erstes Interesse ist gut für eine Studie, weil es die Vorgänge vergleichbar macht. Würde man tatsächliches Dating analysieren, dann wäre das zwar interessanter, man müsste aber die gesamten Gespräche analysieren, was sehr subjektiv ist.

Interessant ist, dass Männer höhere Ausbildungen eher aussortieren.

Dazu aus der Studie:

Here we present a collage of recent empirical evidence consistent with, and complementary to, these preference-based predictions. The traditional partner matches we predict are mutually preferred by both partners and rather consistent with the traditional partner matches persistently observed in marriage markets with more educated women than men (Bertrand et al., 2015; Folke and Rickne, 2020, and Almås et al., 2017).
While we might be surprised that high-educated men preferlow-educated women, which undeniably lowers the expected household income, traditional preferences predict that some men are willing to forego such income gains in return for a less educated partner with a weaker attachment to the labor market. Having a less educated partner may make work-family trade-offs easier to motivate. The reverse logic may also explain why higheducated women turn down low-educated men: high-educated women that want to prioritize family over their career can better motivate that trade-off by having a partner with the same (high) education-level. Interestingly, a survey from the Netherlands Institute of Social Research confirms that traditional households are still the prevailing norm for Dutch households; of all heterosexual households were at least one partner is working full-time, the man is the only full-time employed in 76 percent of the households, whereas both partners work full-time in 15 percent of the households, while the woman is the only full-time employed in the remaining 9 percent of the households (SCP, 2008).
The partner mismatches we predict are also consistent with real world behavior of unmatched men and women. For unmatched men, there is evidence that the least educated men try to find their partner elsewhere. Glowsky (2007), for example, shows that loweducated men in more developed countries increasingly marry women from less developed countries. For unmatched women, there is also evidence that high-educated women find it difficult to find a partner and get pregnant. Recent studies on singles in the U.S. suggest that in many marriage markets there are too few college-educated men to meet the partner demand of collegeeducated women (Klinenberg, 2012; Birger, 2015), and that female college-graduates shade their career ambitions to possible partners (Bursztyn et al., 2017). Other recent studies on childlessness in women find the highest share of childless women, as well as the highest IVF (in vitro fertilization) treatment rates among collegeeducated women (Bitler and Schmidt, 2012; Jalovaara et al., 2017; Lundborg et al., 2017). Although these studies do not consider childlessness under single women, we believe that childlessness is closely tied to being single.

Im Ganzen aus meiner Sicht eine eher etwas enttäuschende Studie, die ich den Abstract nach interessanter fand.

„Ein schlechtes Date – Der Typ weigerte sich, mir zu sagen, ob er einen Job hat“ (Ressourcen und Status als Partnerwahlkriterien bei Frauen vs. Anzeichen dafür, dass jemand ein sehr negatives Bild von Frauen hat)

Arne berichtete über ein Youtube Video, in dem ein Mann darstellt, wie Frauen in einem bestimmten Reddit Forum auf einen Text von ihm reagiert haben, in dem er sich als Frau ausgibt, der ein Mann auf einem Date nicht erzählen will, was er beruflich macht.

Der Text, der dort eingestellt worden ist:

Bad date – guy refused to tell me if he had a job

I  don’t even know what to make of this!

I just got back from a date, met on Bumble, had talked to him for a few weeks, he seemed nice enough and everything was going fine until I asked what he did for a living. I’d been talking about my job so it seemed polite to ask him about his work.

He told me he has a policy of not talking about his work when getting to know a woman.

Ummm ok???

I asked him why and he was super evasive about it. I began to wonder if he even had a job or if I was going to be left paying for our entire meal!

I pushed him on it, he was uncomfortable but I felt like I needed to get to the bottom of this ‚policy‘ he has. Turns out he has all these paranoid men’s rights beliefs about women dating men for their money blah blah blah.

Basically calling me a gold digger to my face.

Sorry, I didn’t realize it was rude of me to want to know about you and your life, I thought that’s what the point of a date was!!

I think I’m only going to swipe on men that have their occupation listed in their profile from now on.

Arne schreibt:

 Daraufhin wurden die Kommentare zu diesem Posting ausgewertet. Wenig überraschend: Die allermeisten Kommentare gegenüber diesem Mann waren vernichtend. Eine Frau, die die männliche Perspektive ins Feld führte, wurde so lange unter schweren Beschuss genommen, bis ihre Wortmeldung vom Moderationsteam des Forums entfernt wurde. Die vernünftigsten Kommentare ernteten am meisten Ablehnung durch Downvoting.

Ich muss sagen, dass ich den imaginären Typen aus dem Beitrag auch nicht sehr positiv sehe. Immerhin ist der Job ja schon kein ganz unwichtiger Faktor und ich würde eine Frau auch fragen, was sie macht und es etwas komisch finden, wenn sie nichts sagt.
Etwas anderes wäre es, wenn er es spielerisch nicht gesagt hätte, etwa unter Angabe eines offensichtlich falschen Jobs (Geheimagent oder etwas in der Art) und so etwas gesagt hätte wie „ich verrate meinen Job nie vor dem dritten Date, aber ich gebe dir drei  (vollkommen unbrauchbare) Tipps“ oder etwas in der Art.  Irgendetwas mit Charme statt die Beherrschung zu verlieren. Etwas, was es spielerisch wirken lässt und neugierig macht statt Verbitterung auszudrücken. Oder wenn er, wenn er tatsächlich einen so gut bezahlten Job hat, sie das aber nicht wissen soll, es eben etwas verschleiert (Sagen wir er hat ein Unternehmen und er sagt „Schreibtischjob in einer Firma, hauptsächlich BWL-Kram“)

Aber es zu verweigern und ihr vorzuwerfen, dass Frauen Männer nur wegen des Geldes daten deutet eben darauf hin, dass er als Mann eine sehr negative Sicht auf Frauen hat und in der Hinsicht fast etwas verbittert ist oder meint er sei sonst der Liebe nicht wert.

Ich würde auch eine Frau komisch finden, die ihre dicke Winterjacke in der Bar anbehält mit der Angabe, dass sie Männern ihren Körper nicht zeigt und dann, wenn man das merkwürdig findet, einem Vorhalt, dass alle Männer ja nur auf Sex aus sind und sie sonst nichts interessiert. Ich würde auch vermuten, dass sie insgesamt kein gutes Verhältnis zu Männern oder Sex hat.

Macht es die Aussage falsch, dass Männer Schönheit natürlich als wichtigen Faktor in ihre Partnerwahl einbeziehen? Natürlich nicht. Aber die Annahme, dass es der einzige Faktor ist und der Mensch nicht zählt spricht gegen die Person.

Beim ersten Überfliegen scheinen mir die Kommentare unter dem Artikel jetzt auch nicht so merkwürdig zu sein. Aber natürlich habe ich nicht alle gelesen und auch das Video nicht ganz gesehen.  Er bespricht, nach dem, was ich gesehen habe, einen Kommentar, der sagt, dass es eigentlich ganz gut, ist, wenn Männer früh sagen was sie denken und da würde ich ihr in dem Fall durchaus zustimmen. Warum sollte man mit einem Mann zusammen sein, der nur denkt, dass Frauen ihn ausbeuten wollen?

Wohlgemerkt: Natürlich sollte man durchaus auf Zeichen achten, ob der andere einen ausbeuten will, aber das ist etwas anderes als die Frau auf dem Date einen Golddigger zu nennen, weil sie fragt, welchen Job man hat.

Hätte mir eine Freundin die Geschichte erzählt, dann wäre ich vollauf bereit gewesen über ihn zu lästern, einfach weil es Creepy ist, und das selbst dann wenn wir uns einig wären, dass Frauen Status und Ressourcen natürlich (unterbewußt) in ihrer Bewertung der Partnerwertes eines potentiellen Kandidaten einbeziehen.

vgl.

Netter sein zu Leuten, die man attraktiv findet

Ein Tweet auf Twitter:

 

Natürlich regte sich darunter einiges an Kritik, insbesondere der Hinweis, dass Frauen zu Männer, die sie attraktiv finden auch wesentlich netter sind.

Ich schrieb:

Ich kann mir vorstellen, dass es Frauen mehr auffällt, weil Männer üblicherweise den aktiven Part übernehmen müssen während Frauen „diskreter“ sind, also zwar auch netter sein können, aber mitunter auch nur deutlicher Möglichkeiten schaffen für ihn aktiv zu sein oder es ihm einfacher machen, positiver auf ihn reagieren

Was meint ihr: Wie wirkt sich Attraktivität auf die „Nettigkeit“ im Umgang mit dem für einen selbst attraktiven Geschlecht aus?
Wie sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen in dem Bereich?

Die Leiden des jungen Werthers

Aus „Die Leiden des jungen Werthers“ von Goethe:

Ein Großteil des Textes besteht daraus, wie toll sie eigentlich für ihn ist, was natürlich auch der Ich-Perspektive geschuldet. Ihr eigenes Interesse bleibt vage und Hoffnung.

Werther kennt sie ein paar Stunden und ist schon erkennbar vollkommen verliebt. Jede Menge „Male to female interest“ aber wenig  Grund für „female to Male interest“. Es haut ihn fast um, dass sie ihren Verlobten erwähnt, obwohl er das eigentlich bereits wusste.

Ob die Hand zu küssen damals mutig und forsch war musste man in der Zeit bewerten. Aber er kommt etwas aus Simp rüber.

Das Problem von Werther ist das er ansonsten sein Leben nicht im Griff zu haben scheint, in den Tag hinein lebt, und das bei einer Frau, die alle ihre Geschwister auch noch mit durchbringen muss und von den beiden, also Werther und ihr, die praktischere zu sein scheint.

Da ist ihr Verlobter erkennbar die bessere Partie und über Bücher austauschen kann sie sich mit Werther auch als Freund.

Unsere jungen Leute hatten einen Ball auf dem Lande angestellt, zu dem ich mich denn auch willig finden ließ. Ich bot einem hiesigen guten, schönen, übrigens unbedeutenden Mädchen die Hand, und es wurde ausgemacht, daß ich eine Kutsche nehmen, mit meiner Tänzerin und ihrer Base nach dem Orte der Lustbarkeit hinausfahren und auf dem Wege Charlotten S. mitnehmen sollte.—“Sie werden ein schönes Frauenzimmer kennenlernen“, sagte meine Gesellschafterin, da wir durch den weiten, ausgehauenen Wald nach dem Jagdhause fuhren.—“Nehmen Sie sich in acht“, versetzte die Base, „daß Sie sich nicht verlieben!“—“Wieso?“ sagte ich.—“Sie ist schon vergeben,“antwortete jene,“an einen sehr braven Mann, der weggereist ist, seine Sachen in Ordnung zu bringen, weil sein Vater gestorben ist, und sich um eine ansehnliche Versorgung zu bewerben“.—Die Nachricht war mir ziemlich gleichgültig.

Die Sonne war noch eine Viertelstunde vom Gebirge, als wir vor dem Hoftore anfuhren. Es war sehr schwül, und die Frauenzimmer äußerten ihre Besorgnis wegen eines Gewitters, das sich in weißgrauen, dumpfichten Wölkchen rings am Horizonte zusammenzuziehen schien. Ich täuschte ihre Furcht mit anmaßlicher Wetterkunde, ob mir gleich selbst zu ahnen anfing, unsere Lustbarkeit werde einen Stoß leiden.

Ich war ausgestiegen, und eine Magd, die ans Tor kam, bat uns, einen Augenblick zu verziehen, Mamsell Lottchen würde gleich kommen. Ich ging durch den Hof nach dem wohlgebauten Hause, und da ich die vorliegenden Treppen hinaufgestiegen war und in die Tür trat, fiel mir das reizendste Schauspiel in die Augen, das ich je gesehen habe. in dem Vorsaale wimmelten sechs Kinder von eilf zu zwei Jahren um ein Mädchen von schöner Gestalt, mittlerer Größe, die ein simples weißes Kleid, mit blaßroten Schleifen an Arm und Brust, anhatte. Sie hielt ein schwarzes Brot und schnitt ihren Kleinen rings herum jedem sein Stück nach Proportion ihres Alters und Appetits ab, gab’s jedem mit solcher Freundlichkeit, und jedes rief so ungekünstelt sein „danke!“, indem es mit den kleinen Händchen lange in die Höhe gereicht hatte, ehe es noch abgeschnitten war, und nun mit seinem Abendbrote vergnügt entweder wegsprang, oder nach seinem stillern Charakter gelassen davonging nach dem Hoftore zu, um die Fremden und die Kutsche zu sehen, darin ihre Lotte wegfahren sollte.—“Ich bitte um Vergebung“, sagte sie, „daß ich Sie hereinbemühe und die Frauenzimmer warten lasse. Über dem Anziehen und allerlei Bestellungen fürs Haus in meiner Abwesenheit habe ich vergessen, meinen Kindern ihr Vesperbrot zu geben, und sie wollen von niemanden Brot geschnitten haben als von mir“.

(…)

Wir hatten uns kaum zurecht gesetzt, die Frauenzimmer sich bewillkommt, wechselsweise über den Anzug, vorzüglich über die Hüte ihre Anmerkungen gemacht und die Gesellschaft, die man erwartete, gehörig durchgezogen, als Lotte den Kutscher halten und ihre Brüder herabsteigen ließ, die noch einmal ihre Hand zu küssen begehrten, das denn der älteste mit aller Zärtlichkeit, die dem Alter von fünfzehn Jahren eigen sein kann, der andere mit viel Heftigkeit und Leichtsinn tat. Sie ließ die Kleinen noch einmal grüßen, und wir fuhren weiter.

Die Base fragte, ob sie mit dem Buche fertig wäre, das sie ihr neulich geschickt hätte.—“nein“, sagte Lotte,“es gefällt mir nicht, Sie können’s wiederhaben. Das vorige war auch nicht besser“.—Ich erstaunte, als ich fragte, was es für Bücher wären, und sie mir antwortete:—ich fand so viel Charakter in allem, was sie sagte, ich sah mit jedem Wort neue Reize, neue Strahlen des Geistes aus ihren Gesichtszügen hervorbrechen, die sich nach und nach vergnügt zu entfalten schienen, weil sie an mir fühlte, daß ich sie verstand.

„Wie ich jünger war“, sagte sie, „liebte ich nichts so sehr als Romane. Weiß Gott, wie wohl mir’s war, wenn ich mich Sonntags in so ein Eckchen setzen und mit ganzem Herzen an dem Glück und Unstern einer Miß Jonny teilnehmen konnte. Ich leugne auch nicht, daß die Art noch einige Reize für mich hat. Doch da ich so selten an ein Buch komme, so muß es auch recht nach meinem Geschmack sein. Und der Autor ist mir der liebste, in dem ich meine Welt wiederfinde, bei dem es zugeht wie um mich, und dessen Geschichte mir doch so interessant und herzlich wird als mein eigen häuslich Leben, das freilich kein Paradies, aber doch im ganzen eine Quelle unsäglicher Glückseligkeit ist“.

Ich bemühte mich, meine Bewegungen über diese Worte zu verbergen. Das ging freilich nicht weit: denn da ich sie mit solcher Wahrheit im Vorbeigehen vom Landpriester von Wakefield, vom—reden hörte, kam ich ganz außer mich, sagte ihr alles, was ich mußte, und bemerkte erst nach einiger Zeit, da Lotte das Gespräch an die anderen wendete, daß diese die Zeit über mit offenen Augen, als säßen sie nicht da, dagesessen hatten. Die Base sah mich mehr als einmal mit einem spöttischen Näschen an, daran mir aber nichts gelegen war.

Das Gespräch fiel aufs Vergnügen am Tanze.—“wenn diese Leidenschaft ein Fehler ist,“sagte Lotte, „so gestehe ich Ihnen gern, ich weiß mir nichts übers Tanzen. Und wenn ich was im Kopfe habe und mir auf meinem verstimmten Klavier einen Contretanz vortrommle, so ist alles wieder gut“.

Wie ich mich unter dem Gespäche in den schwarzen Augen weidete—wie die lebendigen Lippen und die frischen, muntern Wangen meine ganze Seele anzogen—wie ich, in den herrlichen Sinn ihrer Rede ganz versunken, oft gar die Worte nicht hörte, mit denen sie sich ausdrückte—davon hast du eine Vorstellung, weil du mich kennst. Kurz, ich stieg aus dem Wagen wie ein Träumender, als wir vor dem Lusthause stille hielten, und war so in Träumen rings in der dämmernden Welt verloren, daß ich auf die Musik kaum achtete, die uns von dem erleuchteten Saal herunter entgegenschallte.

Die zwei Herren Audran und ein gewisser N. N.—wer behält alle die
Namen—, die der Base und Lottens Tänzer waren, empfingen uns am
Schlage, bemächtigten sich ihrer Frauenzimmer, und ich führte das
meinige hinauf.

Wir schlangen uns in Menuetts um einander herum; ich forderte ein Frauenzimmer nach dem andern

auf, und just die unleidlichsten konnten nicht dazu kommen, einem die Hand zu reichen und ein Ende zu machen. Lotte und ihr Tänzer fingen einen Englischen an, und wie wohl mir’s war, als sie auch in der Reihe die Figur mit uns anfing, magst du fühlen. Tanzen muß man sie sehen! Siehst du, sie ist so mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele dabei, ihr ganzer Körper eine Harmonie, so sorglos, so unbefangen, als wenn das eigentlich alles wäre, als wenn sie sonst nichts dächte, nichts empfände; und in dem Augenblicke gewiß schwindet alles andere vor ihr.

Ich bat sie um den zweiten Contretanz; sie sagte mit den dritten zu, und mit der liebenswürdigsten Freimütigkeit von der Welt versicherte sie mir, daß sie herzlich gern deutsch tanze.—“Es ist hier so Mode, „fuhr sie fort,“ daß jedes Paar, das zusammen gehört, beim Deutschen zusammenbleibt, und mein Chapeau walzt schlecht und dankt mir’s, wenn ich ihm die Arbeit erlasse. Ihr Frauenzimmer kann’s auch nicht und mag nicht, und ich habe im Englischen gesehen, daß Sie gut walzen; wenn Sie nun mein sein wollen fürs Deutsche, so gehen Sie und bitten sich’s von meinem Herrn aus, und ich will zu Ihrer Dame gehen“.—ich gab ihr die Hand darauf, und wir machten aus, daß ihr Tänzer inzwischen meine Tänzerin unterhalten sollte.

Nun ging’s an, und wir ergetzten uns eine Weile an manigfaltigen Schlingungen der Arme. Mit welchem Reize, mit welcher Flüchtigkeit bewegte sie sich! Und da wir nun gar ans Walzen kamen und wie die Sphären um einander herumrollten, ging’s freilich anfangs, weil’s die wenigsten können, ein bißchen bunt durcheinander. Wir waren klug und ließen sie austoben, und als die Ungeschicktesten den Plan geräumt hatten, fielen wir ein und hielten mit noch einem Paare, mit Audran und seiner Tänzerin, wacker aus. Nie ist mir’s so leicht vom Flecke gegangen. Ich war kein Mensch mehr. Das liebenswürdigste Geschöpf in den Armen zu haben und mit ihr herumzufliegen wie Wetter, daß alles rings umher verging, und—Wilhelm, um ehrlich zu sein, tat ich aber doch den Schwur, daß ein Mädchen, das ich liebte, auf das ich Ansprüche hätte, mir nie mit einem andern walzen sollte als mit mir, und wenn ich drüber zugrunde gehen müßte. Du verstehst mich!

Wir machten einige Touren gehend im Saale, um zu verschnaufen. Dann setzte sie sich, und die Orangen, die ich beiseite gebracht hatte, die nun die einzigen noch übrigen waren, taten vortreffliche Wirkung, nur daß mir mit jedem Schnittchen, das sie einer unbescheidenen Nachbarin ehrenhalben zuteilte, ein Stich durchs Herz ging.

Beim dritten englischen Tanz waren wir das zweite Paar. Wie wir die Reihe durchtanzten und ich, weiß Gott mit wieviel Wonne, an ihrem Arm und Auge hing, das voll vom wahrsten Ausdruck des offensten, reinsten Vergnügens war, kommen wir an eine Frau, die mit wegen ihrer liebenswürdigen Miene auf einem nicht mehr ganz jungen Gesichte merkwürdig gewesen war. Sie sieht Lotten lächelnd an, hebt einen drohenden

Finger auf und nennt den Namen Albert zweimal im Vorbeifliegen mit viel Bedeutung.

„Wer ist Albert?“ sagte ich zu Lotten, „wenn’s nicht Vermessenheit ist zu fragen“.—Sie war im Begriff zu antworten, als wir uns scheiden mußten, um die große Achte zu machen, und mich dünkte einiges Nachdenken auf ihrer Stirn zu sehen, als wir so vor einander vorbeikreuzten.—“Was soll ich’s Ihnen leugnen,“ sagte sie, indem sie mir die Hand zur Promenade bot. „Albert ist ein braver Mensch, dem ich so gut als verlobt bin“.—nun war mir das nichts Neues (denn die Mädchen hatten mir’s auf dem Wege gesagt) und war mir doch so ganz neu, weil ich es noch nicht im Verhältnis auf sie, die mir in so wenig Augenblicken so wert geworden war, gedacht hatte. Genug, ich verwirrte mich, vergaß mich und kam zwischen das unrechte Paar hinein, daß alles drunter und drüber ging und Lottens ganze Gegenwart und Zerren und Ziehen nötig war, um es schnell wieder in Ordnung zu bringen.

Der Tanz war noch nicht zu Ende, als die Blitze, die wir schon lange am Horizonte leuchten gesehn und die ich immer für Wetterkühlen ausgegeben hatte, viel stärker zu werden anfingen und der Donner die Musik überstimmte. Drei Frauenzimmer liefen aus der Reihe, denen ihre Herren folgten; die Unordnung wurde allgemein, und die Musik hörte auf. Es ist natürlich, wenn uns ein Unglück oder etwas Schreckliches im Vergnügen überrascht, daß es stärkere Eindrücke auf uns macht als sonst, teils wegen des Gegensatzes, der sich so lebhaft empfinden läßt, teils und noch mehr, weil unsere Sinne einmal der Fühlbarkeit geöffnet sind und also desto schneller einen Eindruck annehmen. Diesen Ursachen muß ich die wunderbaren Grimassen zuschreiben, in die ich mehrere Frauenzimmer ausbrechen sah. Die klügste setzte sich in eine Ecke, mit dem Rücken gegen vor ihr nieder und verbarg den Kopf in der erster Schoß. Eine dritte schob sich zwischen beide hinein und umfaßte ihre Schwesterchen mit tausend Tränen. Einige wollten nach Hause; andere, die noch weniger wußten, was sie taten, hatten nicht so viel Besinnungskraft, den Keckheiten unserer jungen Schlucker zu steuern, die sehr beschäftigt zu sein schienen, alle die ängstlichen Gebete, die dem Himmel bestimmt waren, von den Lippen der schönen Bedrängten wegzufangen. Einige unserer Herren hatten sich hinabbegeben, um ein Pfeifchen in Ruhe zu rauchen; und die übrige Gesellschaft schlug es nicht aus, als die Wirtin auf den klugen Einfall kam, uns ein Zimmer anzuweisen, das Läden und Vorhänge hätte. Kaum waren wir da angelangt, als Lotte beschäftigt war, einen Kreis von Stühlen zu stellen und, als sich die Gesellschaft auf ihre Bitte gesetzt hatte, den Vortrag zu einem Spiele zu tun.

Ich sah manchen, der in Hoffnung auf ein saftiges Pfand sein Mäulchen spitzte und seine Glieder reckte.—“Wir spielen Zählens!“ sagte sie. „Nun gebt acht! Ich geh‘ im Kreise herum von der Rechten zur Linken, und so zählt ihr auch rings herum, jeder die Zahl, die an ihn kommt, und das muß gehen wie ein Lauffeuer, und wer stockt oder sich irrt, kriegt eine Ohrfeige, und so bis tausend“.—nun war das lustig anzusehen: sie ging mit ausgestrecktem Arm im Kreise herum. „Eins“, fing der erste an, der Nachbar „zwei“, „drei“ der folgende, und so fort. Dann fing sie an, geschwinder zu gehen, immer geschwinder; da versah’s einer: Patsch! Eine Ohrfeige, und über das Gelächter der folgende auch: Patsch! Und immer geschwinder. Ich selbst kriegte zwei Maulschellen und glaubte mit innigem Vergnügen zu bemerken, daß sie stärker seien, als sie den übrigen zuzumessen pflegte. Ein allgemeines Gelächter und Geschwärm endigte das Spiel, ehe noch das Tausend ausgezählt war. Die Vertrautesten zogen einander beiseite, das Gewitter war vorüber, und ich folgte Lotten in den Saal. Unterwegs sagte sie:“über die Ohrfeigen haben sie Wetter und alles vergessen!“—ich konnte ihr nichts antworten.—“ich war“, fuhr sie fort, „eine der Furchtsamsten, und indem ich mich herzhaft stellte, um den andern Mut zu geben, bin ich mutig geworden“.—Wir traten ans Fenster. Es donnerte abseitwärts, und der herrliche Regen säuselte auf das Land, und der erquickendste Wohlgeruch stieg in aller Fülle einer warmen Luft zu uns auf. Sie stand auf ihren Ellenbogen gestützt, ihr Blick durchdrang die Gegend; sie sah gen Himmel und auf mich, ich sah ihr Auge tränenvoll, sie legte ihre Hand auf die meinige und sagte: „Klopstock!“—Ich erinnerte mich sogleich der herrlichen Ode, die ihr in Gedanken lag, und versank in dem Strome von Empfindungen, den sie in dieser Losung über mich ausgoß. Ich ertrug’s nicht, neigte mich auf ihre Hand und küßte sie unter den wonnevollsten Tränen. Und sah nach ihrem Auge wieder—Edler! Hättest du deine Vergötterung in diesem Blicke gesehen, und möcht‘ ich nun deinen so oft entweihten Namen nie wieder nennen hören!

Ein Großteil des Textes besteht daraus, wie toll sie eigentlich für ihn ist, was natürlich auch der Ich-Perspektive geschuldet. Ihr eigenes Interesse bleibt vage und Hoffnung.

 

Werther kennt sie ein paar Stunden und ist schon erkennbar vollkommen verliebt. Jede Menge „Male to female interest“ aber wenig  Grund für „female to Male interest“. Es haut ihn fast um, dass sie ihren Verlobten erwähnt, obwohl er das eigentlich bereits wusste.

 

Ob die Hand zu küssen damals mutig und forsch war musste man in der Zeit bewerten. Aber er kommt etwas aus Simp rüber.

 

Das Problem von Werther ist das er ansonsten sein Leben nicht im Griff zu haben scheint, in den Tag hinein lebt, und das bei einer Frau, die alle ihre Geschwister auch noch mit durchbringen muss und von den beiden, also Werther und ihr, die praktischere zu sein scheint.

Da ist ihr Verlobter erkennbar die bessere Partie und über Bücher austauschen kann sie sich mit Werther auch als Freund.

Auch das Schlagspiel kommt mir etwas grotesk vor, aber auch das wäre ja in der damaligen Zeit zu bewerten

Dennoch hatte Goethe mit dem Buch ja einen Nerv getroffen und es war in der Zeit äußerst beliebt.

Aufopferungsvolle Liebe  hat eben ihre eigenen Reiz.

„Er liebt mich, er liebt mich nicht… „: Ungewissheit kann romantische Anziehungskraft erhöhen“

Eine interessante Studie dazu, wie Frauen darauf reagieren, ob (attraktive) Männer an ihnen interessiert sind oder nicht:

This research qualifies a social psychological truism: that people like others who like them (the reciprocity principle). College women viewed the Facebook profiles of four male students who had previously seen their profiles. They were told that the men (a) liked them a lot, (b) liked them only an average amount, or (c) liked them either a lot or an average amount (uncertain condition). Comparison of the first two conditions yielded results consistent with the reciprocity principle. Participants were more attracted to men who liked them a lot than to men who liked them an average amount. Results for the uncertain condition, however, were consistent with research on the pleasures of uncertainty. Participants in the uncertain condition were most attracted to the men—even more attracted than were participants who were told that the men liked them a lot. Uncertain participants reported thinking about the men the most, and this increased their attraction toward the men

Quelle: “He Loves Me, He Loves Me Not . . . ”: Uncertainty Can Increase Romantic Attraction

Also:

Studentinnen wurden Profile von attraktiven Männern gezeigt mit der Angabe, dass

a) die Männer sie toll fanden
b) die Männer sie okay fanden
c) Sie ganz okay oder toll fanden

Männer, die sie  okay fanden, schnitten schlecht ab. Männer, die sie toll fanden schnitten besser ab, Männer, bei denen es nicht klar war, schnitten deutlich am besten ab.

Aus der Studie:

Die „Anziehung war also wie folgt:

Durschnittlich interessiert: -0.62
Finden sie toll: 0,12
Unsicher ob durchschnittlich oder toll: 0,57

Das sind schon recht deutliche Unterschiede. Was könnten die Ursachen sein?

Ich spekuliere mal wild rum:

Ein durchschnittlich interessierter ist für die Frau erst einmal ein Risiko. Gerade weil Männer üblicherweise auch bei durchschnittlichen Interesse für eine Kurzzeitstrategie zu haben sind, also evtl Sex mitnehmen. Es könnte ein Zeichen sein, dass sie einen höheren Status haben, aber es könnte auch schlicht ein Zeichen sein, dass sie einen nicht so hoch einschätzen

Wenn er sie sehr toll findet, dann kann das bedeuten, dass sie zu gut für ihn ist. Zudem ist er dann relativ sicher. Man kann die Sache mit kühleren Kopf angehen.

Bei jemanden, der sie toll finden könnte, vielleicht aber auch nicht, ist evtl ein Preis zu gewinnen. Gerade weil er sich unsicher ist, könnte er ein besonders gutes Geschäft sein (denn er könnte etwas höher aber erreichbar sein). Wenn man nur herausfinden könnte, ob er es tatsächlich ist. Also lohnt sich ein höherer Einsatz, es lohnt sich die Sache zu erforschen, es lohnt sich auch Interesse an ihm zu haben.

Hier die Überlegungen aus der Studie:

Substantial research shows that people like others who like them—which is known as the reciprocity principle (Aronson & Worchel, 1966; Gouldner, 1960; Kenny, 1994; Luo & Zhang, 2009). It is rewarding to be liked by others, and these social rewards generate positive feelings. Further, people assume that those who like them have benevolent intentions and will treat them well (Montoya & Insko, 2008). Thus, if we want to know how much Sarah likes Bob, a good predictor is how much she thinks Bob likes her.
But what if Sarah is not sure how much Bob likes her? He seems interested, but in the words of a popular book and movie, maybe he is “just not that into” her (Behrendt & Tuccillo, 2009). How much will Sarah like Bob under this condition of uncertainty? Research on reciprocity suggests that she should like him less than if she were certain that he liked her, because the less certain she is, the fewer social rewards she should experience and the less sure she can be that he has good intentions toward her. In other words, according to the reciprocity principle, Sarah should like Bob more when she is certain that he likes her than when she believes he might not.
Recent research on the pleasures of uncertainty, however, suggests otherwise. Under some circumstances, uncertainty about the nature of a positive event can produce more positive affect than certainty about the nature of that event (Bar-Anan, Wilson, & Gilbert, 2009; Kurtz, Wilson, & Gilbert, 2007; Lee & Qiu, 2009; Wilson, Centerbar, Kermer, & Gilbert, 2005).
When people are certain that a positive event has occurred, they begin to adapt to it, primarily by reaching an understanding of what the event means and why it occurred (Wilson & Gilbert, 2008). Thus, whereas people may be very pleased that someone likes them, once they are certain of this fact they construct explanations as to why, and as a result the news loses some of its force.
In contrast, when people are uncertain about an important outcome, they can hardly think about anything else. They think about such an event but do not yet adapt to it, because they do not know which outcome to make sense of and explain.

The affective consequences of such uncertainty depend on the valence of the thoughts people have about the potential outcomes. Often these thoughts are negative, because one of the possible outcomes is undesired and people’s attention is drawn to that possibility (e.g., “the biopsy might show that I have cancer”). In such a case, uncertainty will lead to an increase in negative affect.

Sometimes, however, the potential outcomes are positive or neutral, such as the possibility that a new, attractive acquaintance is very fond of us (positive) or has no special impression of us (neutral).
There may thus be an exception to the reciprocity principle: People might like someone more when they are uncertain about how much that person likes them than when they are certain, as long as they have some initial attraction toward the person. Uncertainty causes people to think more about the person, we suggest, and, further, people might interpret these
thoughts as a sign of liking via a self-perception effect (e.g., “I must like him if he keeps popping into my thoughts”; Bem, 1972). In short, people’s uncertainty about how much another person likes them—such that they pick petals off a flower to try to find out whether that person loves them or loves them not—may increase their liking for that person.
Prior studies of the pleasures of uncertainty have examined the effects of uncertainty about such things as the source of a gift, and the dependent measure in prior studies was overall mood, not interpersonal attraction (e.g., Kurtz et al., 2007). We are unaware of any studies that have examined the effects of uncertainty on interpersonal attraction.1
In the present study, female college students learned that male college students at other universities had looked at Facebook profiles of several college women, including the participants’ profiles, and had rated how much they liked each woman. Participants then looked at the profiles of four of the men. Some participants were told that they were viewing the men who had liked them the most, some were told that they were viewing the men who had given them average ratings, and some (in the uncertain
condition) were told that they were viewing either the men who had liked them the most or the men who had given them average ratings. We predicted that participants in the uncertain condition would be most attracted to the men

Unsicherheit über etwas  ist also auch in anderen Fällen etwas, was das Interesse steigern kann, aber das ist etwas weniger konkret gehalten, warum es auch gerade für den Bereich der Partnerwahl interessant sein kann.

Interessanterweise gibt es einige Pickup-Techniken, die genau das abdecken, von dem Neg bei hübschen Frauen bis dazu dass sie sich qualifizieren soll, aber auch „Push and Pull“ (also ihr wechselhaft den Eindruck vermitteln, dass man nicht interessiert ist um sie dann wieder „zu sich zu ziehen“) etc.

Eine gewisse spielerische Unsicherheit zu erzeugen, nicht so einfach berechenbar zu sein, kann einen Flirt aufregender und interessanter machen und das Rätseln kann gleichzeitig eine gewisse zusätzliche Attraktivität erzeugen.

Es wäre interessant, ob der Test andersherum, also mit Männern ebenfalls funktioniert. Würden Männer Frauen, bei denen es nicht sicher ist, ob sie sie toll oder nur okay finden, interessanter finden, also solche bei denen sie sicher sind, dass sie sie toll finden? Das wäre dann zu erwarten, wenn es ein allgemeiner Grundsatz ist, dass etwas positiv-ungewisses Neugier erzeugt. Wobei ich mir auch gut vorstellen könnte, dass  Männer etwas praktischer veranlagt sind und die Mädchen interessanter finden, die sie toll finden.
Allerdings setzen Frauen Unsicherheit ja auch gerne taktisch beim Flirten ein. Sie halten sich stark zurück, sie senden eher subtile Zeichen, die viele Männer übersehen. Sie haben ihre eigenen Varianten von „push and Pull“ oder „Hot and Cold“ bzw „schwer zu kriegen sein“. Sie testen damit insbesondere häufig das Langzeitinteresse der Männer, aber mögen auch die sexuelle Spannung, die aus dem Werben um sie entsteht. Es gibt auch die Ansicht, dass es geschickt ist, den „Jagdinstinkt“ der Männer anzusprechen, also etwas unerreichbarer zu sein.

Tinderstatistiken: Frauen matchen mit 44% der Profile, für die sie sich interessieren, Männer mit 2.9%

Die Seite „Tinder insights“ erstellt anscheinend Grafiken zu der eigenen Tinder Historie und einige davon wurden auf Reddit veröffentlicht.

Sie zeigen das Bild, welches auch eigentlich sonst schon jedem klar ist:

Hier die Auswertung eines 22jährigen Mannes:

29.000 mal „geswipt“, davon 17.000 mal ja. Matches ergaben sich 358. Davon hat er mit 137 gechattet. Dates gab es 12, anscheinend 4 mal Sex.

Hier sieht man, dass Frauen härter bewerten: Sie swipen bei 8% aller vorgeschlagenen Leute, Männer bei 22% (was auch schon eine relativ geringe Zahl ist, anscheinend hat sich rumgesprochen, dass ein zu wahlloses bejahen von Profilen dem Algorithmus nicht gefällt.

Die nächste Zahl ist interessant:

  • Frauen matchen mit 44% all derer, bei denen sie interessiert sind
  • Männer matchen mit 2,9%.

Das ist schon eine erheblich geringere Zahl.

Frauen kommen pro Tag auf 99 Profile, die sie bewerten (wobei ein Limit von 100 besteht, wenn man nicht Geld zahlt), Männer auf 122 (was dafür spricht, dass Männer eher zahlen)

Bei den Frauen:

99 Profile, 8% gefallen davon, dass sind 7,92 . Davon sind dann 44% Übereinstimmungen in den Matches, also 3,48 neue Typen pro Tag.

Bei den Männern: 122 Swipes, davon gefallen 26,84. Davon wiederum sind 2,9% Übereinstimmungen, also 0,94 pro Tag.

Dazu muss man allerdings schon in der Pro Version sein.

Bei der normalen Version wären es 100 Swipes, Gefallen 26,84. Übereinstimmung:0,77

Dazu muss man allerdings schon in der Pro Version sein.

 

Das bedeutet aber auch, dass sie in einer Woche auf 24,36 Männer kommt, die mit ihr übereinstimmen, während der durchschnittliche nicht zahlende Mann auf  5,39 Frauen kommt. Das macht auch deutlich, wie viel voller ihr Postfach ist. Die dazu kommenden konkurrieren direkt mit denen, mit denen sie bereits länger eine Unterhalt hat und in die sie schon mehr Zeit investiert hat. Diese wiederum konkurrieren mit neuen, frischen Männern, wenn das Gespräch nicht optimal läuft.

Natürlich dürfte die Statistik für einige Männer noch viel schlechter, für andere deutlich besser sein.

 

Hier noch ein paar andere Grafiken:

Von einer (nach eigenen Angaben) männlichen 5-6:

Noch eine deutlich schlechtere Quote.

Eine 35jährige Mutter:

Sehr wählerisch, dafür hohe Trefferrate, 99 Chats, 3 Dates, eine Beziehung, einmal Sex.

29jähriger Mann:

Relativ unwählerisch, 22.513 mal Interesse, 113 mal auch Interesse der anderen Seite, 29 Chats, aber nichts bei rausgekommen

„Pick me Boy“

Als alter Fan des Urban Dictonarys bin ich neulich auf die Bezeichnung „Pick me Boy“ gestoßen:

A guy who uses self depreciation in a manipulative way so a girl will date him. They will say bad things about themselves to try to get the girl to oppose what they’ve said.
Pick me guy: hey
Girl: hi
Pick me guy: you’re so pretty! You probably won’t like me though I’m so ugly
Girl: no, you’re not ugly! I’m sure someone likes you
Pick me boy: really? Do you think I’m cute!
Girl: I don’t really know you, but I’m sure you’re really sweet
Pick me boy: I knew it, you hate me. It’s ok, you can leave. I’m used to it
Girl:

Pick me boy: you left me on read lol
Girl:
Pick me boy: showering without you 😦
Girl:
Pick me boy: u lefts me in read again lol

Oder:

pick me boy
A guy who try’s to get girls by saying things like „I’m too nice“, „girls don’t like nice guys like me“, „I’m so ugly“, and others of the sort. They claim to be different and how nobody likes them as or how ugly they are as a „flirty“ move to kind of force the girl to have to say „you’re not ugly….“ just so they can take it and say „so you think I’m hot, I’ve been meaning to tell you that I like you“. Will also call you names if you reject them after that line. Moral of the story pick me guys are lowkey just as annoying as pick me girls and usually catch feeling REALLY fast.
„hi “ -guy
„uhh hi“ -girl
„omg you answered  no one ever talks to me “ -guy
„ohhhh…. um (has no clue how to respond) -girl
„I’m so ugly thats why girls don’t like me and I’m just too nice “ -guy
„oh… uh… you’re not ugly ig…“ -girl
„so I’m hot, do you like me “ -guy
„not like that…“ -girl
„OMG TGIS IS EHY NO ONE LIKES YOU, LITTERALLY YOUR SICH A B**** AND YOUR SO EASY, I NRVER LOKED YOU AMYWAYS“ -guy (I spelt things wrong on purpose for this dude)

this a normal convo with a „pick me boy“

Es scheint auch was für beide Lager dabei zu sein:

Boys who have strong opinions on the sole purpose of being „different“ when they’re really only fishing for attention or are uneducated.
„you know that pick-me boy?“

„oh, you’re talking about the black boy who only complains about white girls on his snap story, loves trump, and hates equal rights.“

bzw.

Any male that acts “woke” or educated in hopes that they will get the approval of females. This could be to feel unique or in hopes that they’ll let them have sex
Matthew is a pick me boy. He’s always posting about how he’s so feminist and he’d probably wear a maid dress for some cooch