Das Nein direkt vor dem Sex – Last minute Resistance

Last Minute Resistance oder „Widerstand auf die letzte Sekunde“ ist ein Begriff aus dem Pickupbereich, der beschreibt, dass eine Frau, die eigentlich alle Anzeichen gegeben hat, dass sie zu Sex bereit ist, kurz bevor es ernst wird kalte Füße bekommt und es doch lieber sein läßt.

Evolutionär lässt sich dies gut einordnen, denn da die Frau die Kosten des Sex trägt ist eine letzte Überlegung oder ein Unsicherheitsgefühl, das sie ihre Entscheidung noch einmal überprüfen lässt etwas, auf das schnell selektiert werden kann. Tatsächlich sind die heutigen Folgen dank moderner Verhütung ja zumindest was die Kosten des Sex angeht leicht abzufangen, aber unser evolutionäres Erbe vergeht eben nicht so schnell und manifestiert sich auch heute noch in den möglichen sozialen Folgen für eine Frau bei zu freigiebigen Sex, also etwa ein Slutshaming durch Männer und Frauen. Das es insoweit häufig eine irrationale Angst ist macht es aber nicht weniger relevant und gerade im Pickup ist es insofern interessant, wie man damit umgeht, damit es doch noch zum Sex kommt.

Dies wiederum rückt es aus Sicht vieler Frauen gefährlich in die Richtung einer Vergewaltigung, bei radikalen Feministinnen ist es schon an sich eine Vergewaltigung, denn ein einmal geäußertes Nein ist dort immer zu ignorieren akzeptieren und jede Umstimmung ihrerseits damit ein Verstoß.

Gerade gibt es ein Beispiel, bei dem ein Pickup-Buch, dass sich insbesondere mit der Last Minute Resistance beschäftigt, nach feministischen Aufschrei von Amazon aus dem Programm genommen worden ist.

Der Klappentext des Buches enthielt das Folgende:

Are you sick of getting a hot girl back to your place, excited at the prospect of fucking her, only to come up against last minute resistance when you go to make your moves…?

Maybe you go to kiss her but she pulls away. Maybe you reach to undo her bra, but she pushes your hand away…

Maybe you’re already naked and all she has on are some thin lace panties soaked with her pussy juices. And yet for some reason, when you go to take off this paper-thin barrier between her wet pussy and your eager dick, she STILL stops you! Over and over again…

You get frustrated and think „what the fuck is this girl’s problem!?“ And no matter what you do or how you try, you just can’t overcome her resistance. So quite naturally, you get annoyed and give up. Maybe you even go to sleep with this hottie laying right next to you.

It’s almost like the universe is mocking you by making you lay right next to the girl you want to fuck so badly but can’t. One sleepless night later, you haven’t made love and you’re left feeling drained, defeated and — let’s be real — like a bit of a loser…

She walks out the door and you’ll never see her again. What a waste. After all, you did ALL that work to get a girl alone in the first place and then you couldn’t seal the deal. It stings the ego and it’s torture for your sore dick and aching balls.

But believe it or not, this situation happens to countless guys just like you all the time. Guys who are actually pretty good with women but still haven’t mastered the art of „closing“…

Believe me, I know all too well how irritating and embarrassing this is. This frustrating scenario used to plague me, too. And it has cost me sex more times than I care to admit.

But these days I rarely run into this dreaded Last Minute Resistance, or „LMR“ for short. And in the rare cases that I do encounter it, I cut through it like a hot knife cuts through creamy, yellow butter.

And I’m about to show you how you can do it too…

In this detailed eBook and collection of real life case studies that are years in the making, I share the little-known mindsets and techniques that I and other extreme players have found to be consistently effective at breaking through a girl’s last minute resistance to sex AND preventing it!

Die feministische Wertung bei Jezebel ist klar:

Obviously, there is no such thing as non-coercively „turning ’no‘ into ‚yes.'“ „Talking someone into having sex with you“ using mind tricks or intimidation isn’t surmounting the final obstacle on the path to seduction. . Coercing someone into having sex when she does not want to isn’t a „technique,“ it’s date rape

Aus meiner Sicht ist es ein himmelweiter Unterschied ein Nein in ein Ja zu verwandeln oder jemanden zu zwingen, mit einem Sex zu haben. Für ein Nein kann es verschiedene Gründe geben, einer davon ist, das sie tatsächlich nicht will und nichts ihre Meinung ändern kann, ein anderer aber, dass sie will, dass man um sie kämpft, dass sie sich begehrenswert fühlen möchte, dass sie ihren guten Ruf wahren möchte oder das sie sich tatsächlich Unsicher ist, ob sie will oder nicht und den Entscheidungsprozess noch nicht abgeschlossen hat.

Insoweit ist natürlich interessant, was die Techniken sind, die ein Nein in ein ja verwandeln sollen. Ich hatte hierzu schon einmal in einem Kommentar etwas dazu geschrieben:

Last minute resistance ist nicht der Gedanke, das es keinen legitimen Grund für Widerstand gibt.

Der Gedanke ist eher, dass viele Frauen zunächst alle Schritte mitmachen, also man schon rumgeknutscht hat, körperlicher geworden ist und sie dann, wenn es ernst wird, noch mal kalte Füsse bekommt.

Eine mögliche evolutionäre Theorie wäre dazu, dass es für Frauen sehr sinnvoll ist, vor dem Sex noch einmal zu prüfen, ob es eine gute Idee ist und im Zweifelsfall eher keinen Sex zu haben, wegen den bekannten Folgekosten.

Es ist vergleichbar mit jemanden, der auf das 5 Meter Brett im Schwimmbad hochsteigt und springen will und dann beim runtergucken überlegt, ob er nicht doch wieder runterklettern soll. Natürlich kann derjenige wieder runtersteigen, aber mitunter kann es auch gut sein, wenn man ihm weiter zuredet und er es sich dann doch traut. Man muss auch in einem solchen Fall nicht einfach sagen “Gut steig wieder runter, es ist deine Entscheidung”, sondern man kann ihm gut zureden, ihm sagen, dass man ja mit ihm springt oder ihm sagen, dass der Sprung unproblematisch sein wird.

Last minute Resistance bedeutet zunächst, dass man nicht genug Vertrauen bei ihr aufgebaut hat, dass es eine gute Sache wird. Es mag sexuelle Anziehung vorhanden sein, aber nicht genug Komfort. Wenn man häufig Last minute Resistance auftrifft, dann muss man seine Komfortphase ausbauen und verbessern, also sein Verhalten verbessern weit vor jeder Last Minute Resistance. Wir werden uns einig sein, dass eine solche Maßnahme vollkommen unproblematisch ist und nicht menschenverachtend.

Play Solid Game in the First Place

Her emotional circuitry is designed to select for a high-value man whom she trusts and is pair-bonded to her. If your game is tight, LMR will be greatly reduced as an issue. So examine your basic game:

1. Are you a healthy, ambitious, socially comfortable person?

2. Do you convey a lack of neediness at all times?

3. Have you otherwise demonstrated value, via pre-selection, leader-of-men switch (social intelligence and social proof), emotional stimulation, frame control, etc?

4. Has she chased, and otherwise invested in the interaction?

5. Have you been compliance testing? Do you have kino escalation and compliance?

6. Does she feel that she has earned your interest? (Have you demonstrated your “growing pairbond” for her, using qualifiers and other IOIs?)

7. Have you built comfort and trust, and a sense of connection, over seven hours and several venue changes? Do you have jealousy?

Nearly always, if one is self-critical, it’s possible to trace back to one of these points and determine what is causing the LMR.

Man soll sich also zunächst selbst hinterfragen.

Natürlich kann eine Frau trotzdem kalte Füße bekommen. Dann kann es sinnvoll sein, dass man in der konkreten Situation mehr vertrauen schafft, also noch mal deutlich macht, dass man sie nicht verurteilt, weil sie einfach so Sex hat oder das man deutlich macht, dass man – auch wenn man keine Beziehung will – ja in Verbindung bleiben kann.

Man kann auch bis zu einem gewissen Grad einfach weitermachen, wenn sie es zulässt. Wenn sie zB sagt: Ich mach sowas normalerweise gar nicht, ich sollte das nicht machen” und man sagt “stimmt, es ist so falsch, aber es fühlt sich so gut an” und sie weiter küsst, dann finde ich das okay. Hier würde man wohl sagen, dass man es genau Kalibrieren muss und sehr darauf achten muss, wie es sich äußert.

Hier einige Vorschläge zum Umgang damit:

Persistence

If you reach her LMR threshold, do a slight tactical retreat and then continue. For example, stop trying to remove her shirt; just make-out with her for a bit longer, then try the shirt again. Often the issue is just that she needs more arousal- Practice becoming attuned to a woman’s feedback during foreplay.

Freeze-Outs

If the LMR seems insurmountable, just do a freeze-out: turn on the light, snuff out the candle, check your email, go to the kitchen to make a sandwich, or pull out a checkers board and challenge her to a game. The power of this is in its sincere delivery. If you were sulking, that would show that you were affected. But you’re unaffected. Just switch off the arousal circuitry like it’s no big deal and freeze her out sexually, then try again in ten minutes. Freeze-outs are deadly.

Just go to Sleep

If all else fails, just go to sleep with her. A few hours later, the two of you will awaken and have sex.#

Klingt für mich jetzt nicht so menschenverachtend

Es sind also aus meiner Sicht keine unlauteren Mittel, vieles stellt sogar darauf ab, dass man sich weit vorher anders verhält, damit sie sich wohl fühlt und gerne Sex mit einem hat. Aus meiner Sicht nichts, was per se zu beanstanden ist (natürlich kann man das auch benutzen um ihr ein „Mehr“ vorzutäuschen, damit sie Sex mit einem hat, aber das ist erst einmal eine nicht zwingende Sache, es kann eben auch einfach dazu führen, dass sie sich wohl fühlt

Ich denke für viele Männer ist Last Minute Resistance recht schwer zu verstehen: Wenn man eh schon dabei ist, warum dann aufhören? Wir haben eben in den meisten Fällen nicht diese Ängste vor dem Sex (vielleicht, wenn man Fremdgeht, aber das ist eine andere Sache). Ich denke, dass eine Aufklärung darüber, wie es dazu kommt und was man dagegen insbesondere im Vorfeld machen kann, insoweit weit eher verhindert, dass ein Mann sich einfach über den Willen hinwegsetzt. Es erlaubt ein „Stimmt, ich habe nicht genug Komfort aufgebaut, vielleicht kann ich das nachholen“ oder eine der anderen Varianten, die oben beschrieben sind. Thesen dazu, wie man mit diesem Problem (und für jemanden, der Sex haben will, ist es aus dieser Sicht eben ein Problem auf dem Weg dahin) abzulehnen und per se in die Richtung einer Vergewaltigung zur rücken, werden der vielfältigen Dynamik von Mann und Frau nicht gerecht.

Klar, wer Sex als reine Logik sieht und nicht als Gefühl, bei dem man etwas ändern kann, der mag jegliche Beeinflussung in dieser Hinsicht für unethisch halten. Aber dann ist nahezu alles im Flirten unethisch, weil es eben letztendlich darauf abzielt den anderen positiv für einen zu beeinflussen.

38 Gedanken zu “Das Nein direkt vor dem Sex – Last minute Resistance

  1. „bei radikalen Feministinnen ist es schon an sich eine Vergewaltigung, denn ein einmal geäußertes Nein ist dort immer zu ignorieren“

    Freud’scher Versprecher? 😉

  2. Finde ich gut, dass du wieder mehr Game-Kram machst. Hattest du schon mal was zum Thema frame, frame control und frame slip? Besonders zu letzterem würde mich deine Meinung interessieren.

      • Triggerwarnung: Alltagssexismus!!!!!!111111111

        Rationalmale hat da was zu, das geht meiner Meinung nach aber eher in die falsche Richtung:

        http://therationalmale.com/2011/10/12/frame/

        Meine noch sehr ungeordneten Gedanken zum Thema:

        Es gibt meiner Ansicht nach zwei Aspekte von Frame: Der eine ist es, die Interaktion in der Hand zu haben und zu leiten, dabei aber nicht brutal vorzugehen. Vergleichbar mit einem Tänzer, der auf der Tanzfläche sanft die Führung übernimmt.

        Der andere, interessantere Aspekt ist der der Unerschütterlichkeit oder der gewahrten Fassung.

        Wir sind uns beide einig, dass ein dreist-forsches (aber augenzwinkerndes) Vorgehen im Umgang mit Frauen sehr erfolgversprechend ist. Das Gleiche gilt für eine leichte Sexualisierung der Interaktion. Das hat meistens die Reaktion zur Folge, dass die Frau einen sofort auf Ernsthaftigkeit, Authentizität und Unerschütterlichkeit hin abklopft (pua lingo: shit test).

        Ein Beispiel: Macht man im Gespräch eine sexuelle Anspielung oder neckt man seinen Partner ein wenig, kommt oft eine gespielte Empörung vonseiten der Frau. Sie wartet dann ab, ob sofort ein Zurückrudern des Mannes erfolgt (am besten noch samt einer wortreichen Entschuldigung), oder nicht. Erfolgt es nicht, kehrt sie meist selbst zum vorherigen Rahmen des Gesprächs zurück und eskaliert die Sexualisierung von selbst.

        Frame control hieße hier, die eigene Unerschütterlichkeit und Authentizität zu bewahren. Frame slip hieße, sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen, die Fassung zu verlieren, beleidigt zu sein oder in die Defensive zu gehen.

        Noch ein persönliches Beispiel:

        Ich habe neulich einer Dame, an der ich interessiert bin, ein Foto meines Bettpfostens samt daran befestigten Handschellen geschickt. Aus heiterem Himmel, ohne Kommentar. Es hat sich dann ein sehr erotischer Chat ergeben.

        Später treffe ich besagte Dame zufällig auf einer Party. Sie fängt sogleich und im Beisein ihrer Freundinnen an, davon zu erzählen, was für perverse Bilder ich doch unschuldigen Frauen schicken würde und dass man sich vor mir in Acht nehmen sollte. Ich habe die Gelegenheit genutzt und mich ihren Freundinnen augenzwinkernd als „der Perversling“ vorgestellt. Besser wäre es wohl noch gewesen, sie da leicht in die Defensive zu drängen.
        Ein frame slip in dieser Situation wäre gleichbedeutend damit, sich durch solche Tests in die Defensive drängen zu lassen.

        Das große Problem ist, dass man sich dieser Dinge auf theoretischer Ebene sehr wohl bewusst sein kann, es aber in der konkreten SItuation bisweilen verdammt schwierig ist, auch entsprechend zu handeln. Besonders, wenn die kleinen Sticheleien oder handfesten Angriffe sehr unerwartet sind.

  3. Ist schon traurig, dass Amazon dem Geschrei von ein paar Feministen zuhört und sich dem „Druck“ beugt und ein wahrscheinlich unschuldiges Buch boykottiert… Und dass die Pseudo-Nicht-Argumentation der Feministen so gut funktioniert. Die funktioniert so:

    „Obviously, there is no such thing as non-coercively „turning ’no‘ into ‚yes.'“

    Hast du oben schon dargelegt: Das ist überhaupt nicht obviously, das ist einfach nur eine leere Behauptung. Wir haben doch von den Feministen gelernt, dass Frauen alle 2 Sekunden ihre Meinung ändern können und man das respektieren muss. Wieso respektieren die Feministen es selbst nicht, dass sich die Meinung von Frauen ändern kann?

    „Talking someone into having sex with you“ using mind tricks or intimidation isn’t surmounting the final obstacle on the path to seduction.“

    Ignorieren wir den Teil mit „intimidation“, die ist nur als affektiver Aufreger eingeschoben und wird in den zitierten Buchteilen nichtmal ansatzweise erwähnt. Dann bleibt irgendwie „eine Frau dazu zu bringen, mit dir Sex zu haben, ist nicht das Überwinden des letzten Hindernisses im Verführungsspiel“ – äh… was sonst?

    „Coercing someone into having sex when she does not want to isn’t a „technique,“ it’s date rape“

    Und jetzt Trick 17: Wir nehmen das total unpassende Wort, das wir vorher affektiv mit dem Hassobjekt verbunden haben (coerce) und machen auf der Basis (endlich) eine Aussage, der man nicht widersprechen kann und Ta-Da, feministische „Argumentation“ fertig.

    Wenn ich übrigens die inhaltlichen Tipps zu LMR richtig verstehe, sind die „Tipps“ in etwa:

    1. Wenn du auf LMR triffst, hast du was falsch gemacht. Idiot. Mach es in Zukunft besser. Merke: Das Mädel muss sich wohlfühlen, nicht überfahren werden.

    2. Nachdem du schon was falsch gemacht hast, hör um Gottes Willen damit auf. Mach langsamer, oder hör ganz auf. Mach dir einen Kaffee. Whatsoever, aber mach nicht so weiter wie vorher, das mochte sie nicht, und das führt zu nichts.

    3. Wenn du das selbstsicher machst mit dem Aufhören, macht das Frauen total geil. Das hat jetzt keine Logik, aber es geht hier ja auch um Frauen.

    Insbesondere die Punkte 1 und 2 sind das genaue Gegenteil von „Coercion“, „Intimidation“ oder „disregarding the concept of consent“. Zu Punkt 3 habe ich meine Frau gefragt: Sie findet, dass das total Sinn macht.

  4. „Wenn man häufig Last minute Resistance auftrifft, dann muss man seine Komfortphase ausbauen und verbessern, also sein Verhalten verbessern weit vor jeder Last Minute Resistance. Wir werden uns einig sein, dass eine solche Maßnahme vollkommen unproblematisch ist und nicht menschenverachtend.“

    Nö da sind wir uns zu 100% nicht einig.
    Die Absicht ist hierbei weit entscheidender, weil man den Aufbau einer Komfortzone nicht losbetrachtet von der Absicht dahinter betrachten kann.
    Und genau dies muss hier auch betrachtet werden.

    PUA, Social Engineers und Verkäufer sind allem im gleichen Bereich unterwegs, sie alle nutzen häufig das Wissen um psychologische Wirkungen um damit definitiv einen Nutzen für sich zu schaffen. Zum beispiel über psychologische Mittel um dem gegenüber kurzfristig eine andere Einschätzung seiner ‚Pay-Off‘ Matrix zu geben. Ob sie ethisch oder unethisch handeln bewertet die Gesellschaft imho deswegen auch meisten eher danach ob es den Opfer am _ENDE_ einen Nutzen gebracht hat oder nicht. Und das Ende heißt eben genau nach Ausführung der Interaktion.

    Letztendlich denke ich das du zu deinem ‚unbedenklichkeits‘-Zertifikat (bezgl. PU im Ganzen) kommst, weil du annimmst das die Leute sich tatsächlich ändern und nicht nur falsche Signale aussenden. Das die Leute das tatsächlich nicht ständig missbrauchen und am Ende ja doch jeder einen positiven Nutzen davon hatte. Nur kann ich die Einschätzung nicht teilen, wenn ich mir durchlese wie der englische Teil oben verfasst wurde.
    Aber es ist ja auch nur ein Klappentext.

    Ansonsten finde ich die von dir genannten Freeze-Outs echt nicht so spannend, da alle drei im Grunde das gleiche besagen „Mach solange sie es nicht will mit etwas anderem weiter, ohne dich wie ein Idiot zu verhalten und versuch es vielleicht später nochmal“.

    • @Neutron

      Die andere Variante im Vergleich dazu sein Verhalten nicht zu ändern wäre ja die Frau in eine Situation zu bringen, wo sie es sich dann kurz vorher noch einmal anders überlegt und den Grund dafür, dass sie das macht nicht zu verstehen.
      Erscheint mir nicht unbedingt erstrebenswert.

      Aber wir sind uns jedenfalls einig, dass man in diesem Moment niemanden vergewaltigt. Herzen brechen darf man ja nun einmal.

      Und unter der Prämise, dass man dabei ehrlich über seine Absichten bleibt – Komfort aufbauen bedeutet ja nicht, dass man verheimlichen muss, dass man nur Sex will – wären wir, wenn ich es richtig verstehe, jedenfalls einig, dass es nicht zu beanstanden ist oder?

      • Wenn es beiden klar ist, dass es bei der Interaktion und den Komfort nur um Sex geht, habe ich damit absolut kein Problem. Wobei ich teils daran zweifeln würde ob diese Trennung zwischen Sex und Beziehung bei allen Menschen problemfrei möglich ist – sprich ob da der Komfort und das Bonding auch nicht trügerisch sein kann. Da ich aber bei Menschen eine gewisse Rationalität vermute, würde ich da nichts beanstanden wollen.

        • @ Neutron

          „Wenn es beiden klar ist, dass es bei der Interaktion und den Komfort nur um Sex geht, habe ich damit absolut kein Problem.“

          Das ist m.M.n. allerdings der größte Bullshit überhaupt, dieses „nur um Sex“. Es geht zunächst vielleicht erstmal um überhaupt einmal gemeinsam Sex haben, aber (ich wiederhole mich) so der für alle Beteiligten höchst befriedigend war, gäbe es ohne Weiteres absolut keinen Grund anzunehmen, dass dieser keine Wiederholung(en) finden sollte.

          (Außer bei psychischen Wracks)

        • One Night Stands sind real existierende Dinge.
          Mehr hab ich zu deinem Bullshit Gefühl bezüglich der Aussage das es nur um Sex (und sogar auch nur einmaligen) gehen kann nicht zu sagen, solange deine Argumentation allein daraus zu bestehen scheint das man ja dann mehrfach Sex haben könnte.

          Und es gibt imho immer ‚ein Weiteres‘ wenn es um die Beziehung zweier Menschen geht.

  5. LMR kann man umstoßen (den potenten, dominanten Mann gebend und dadurch, GERADE dadurch Erregung bei ihr auslösen – aber Vorsicht, genau kalibrieren, man tänzelt an der Grenze zur Überwältigung/Vergewaltigung entlang, deshalb nicht zu empfehlen.

    Oder man kann den „Gegner“ umspielen, Umdribbeln anstelle von Umstoßen, Basketball anstelle von Rugby.

    D.h., auf ihre Bedenken eingehen, sich zurückziehen und sie dann erneut „angreifen“, spielerisch, sie zum Lachen bringend, öffnet Herzen und Schenkel.

    Ich z.B. war immer recht erfolgreich (SEHR erfolgreich kann ich nicht sagen, denn sooo aktiv war ich nie – halte Sex ja für weitgehend überschätzt, d.h. mein Trieblevel ist eher unterkühlt, stand von daher schon naturgemäß nicht in Gefahr, zum Rugbyspieler zu mutieren) mit „Körperreisen“. Man lässt also von ihr ab, sie dreht sich auf die andere Seite und beginnt dann nach einigen Minuten der Ruhe sachte und zart ihren Körper zu erkunden, indem man z.B. Alexander von Humboldts Besteigung des Cimborazo mit ihren Brüsten oder Pobacken nachspielt, die eigenen Fingerchen/Hände stellen die Forschungsreisenden dar und man kommentiert das Ganze im Stile eines Reiseberichtes, beschreibt die Wunder, die man entdeckt, von den schattigen Tälern im Süden, wo die Quellnypmphen ruhen bis zu den Eisgipfeln im Norden, deren Spitzen im ersten Licht der Morgensonne warm und rot erglühen.

      • @ jck 5000

        Kekse?

        Mag ich nicht im Bett.

        Die Krümel.

        Aber Plastikfigürchen (Ritter, Drachen, Dinosaurier, Playmobil), damit ließe sich eine Menge anstellen, kann ich mir vorstellen.

    • Ach ja, Don Quixote und Sancho Pansa, damit war ich auch ziemlich erfolgreich.

      Meist ist ja eine Brust ein wenig kleiner als die andere. Die kleinere Don Quixote, die dickere Sancho Pansa nennen und dazu Abenteuergeschichten erfinden und auf dem Körper der Geliebten als Bühne nachspielen.

      Robinson Crusoe und Freitag gehen auch, ebenso die Schatzinsel, wenn der einbeinige John Silver mit seiner Holzprothese über den Strand stampft, um den Schatz zu suchen in Höhlen und Verborgenheiten.

      Auch Humphry Reptons „Observations on the Theory and Practice of Landscape Gardening“, ein Buch über die Anlage englischer Gärten, können hilfreich sein.

      Ein schöner Frauenkörper ist ja ein Garten, der entdeckt und bewässert werden will.

    • @ Christian

      Gibt es eigentlich bereits die Unterscheidung zwischen LMR beim Erst-Sex und LMR innerhalb von Beziehungen?

      Ich hatte gerad angesetzt zu einer Beschreibung der „anderen Seite“, aber die Quintessenz ist eigentlich:
      ich wusste, dass er kein Beziehungsmaterial war, mochte ihn als Mensch und Freund sehr, ahnte, dass er, wenn ich einmal nachgeben würde, mich beständig auf der Ebene in die Ecke drängen würde, bis schließlich die Freundschaft ruiniert wäre. An irgendeinem Punkt hab ich mich alkoholisiert dann im wahrsten Sinne belabern lassen, war auch gut, und trotzdem kam es letztlich genau zum befürchteten Eklat, der einen Jahrelangen Kontaktabbruch zur Folge hatte.

        • @ Christian

          Aber wir sind uns doch einig, dass ein Nein direkt vor dem Sex auch (ich meine sogar öfter) innerhalb von Beziehungen auftaucht? Würdest Du das nicht LMR nennen (warum?)?

          Nicht nur in diesen Fällen (sondern auch innerhalb der berüchtigten friendzone z. B.) ließe sich die Aussage:

          „Es mag sexuelle Anziehung vorhanden sein, aber nicht genug Komfort.“

          ergänzen mit:

          Oder umgekehrt.

          N’est-ce pas?

      • @ muttersheere

        Ein „Nein“ innerhalb einer Beziehung hat logischerweise meistens eine komplett andere Bedeutung, nämlich „jetzt gerade nicht“ oder „Ich mag jetzt nicht“. Das hat eine andere Qualität als ein „Nein“ in der geschilderten Situation, denn das geht wohl eher in die Richtung „Nein und auch in Zukunft niemals“.

  6. Hier z.B. Humphry Repton bei der Arbeit (Einmessen einer Wegeführung).

    Lässt sich wunderbar nachspielen, besonders wenn man eine Archtitekturstudentin oder Kunstinteressierte im Bett hat.

  7. So was ein „Guide to date rape“ zu nennen finde ich mehr als übertrieben, wegen solche Aktionen kriegt Feminismus auch dieses mehr als schlechte Ruf… Die Ratschläge in dem Buch scheinen ja nicht in der Richtung „schlägt sie bis die ohnmächtig umfällt und dann ist sie deins“, daher was soll das?

    Seit wann kann man denn nicht mehr nach einem „Nein“ miteinander noch interagieren? Was wäre eine adäquate Reaktion: „Nein“ – „ok, ich bin dann mal weg“. Für mich wäre das mehr als irritierend… Die Vorschläge zielen auch in erste Linie zuerst auf dem eigenen Verhalten – nach einem Nein zu Versuchen, mehr Vertrauen aufzubauen und das eigene Verhalten revidieren… Ich zumindest finde das sehr vernünftig, viel vernünftiger als gar nichts zu sagen, das einfach zu akzeptieren und wegzurennen.

      • Na ja, ich würde mich ja auch als Feministin bezeichnen, aber im Sinne von gleichen Rechten für alle etc. Manchmal werde ich aber von anderen „Feministinnen“ schief angeschaut, weil ich z.B. absolut gar nichts gegen Stehepinkler habe. Dann denke ich aber, dass eher diese Frauen sich falsch als Feministinnen bezeichnen und nicht umgekehrt…

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  11. Wikipedia: Verführen … bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch, jemanden zur Hingabe zu bewegen, d. h. eine Person gewaltlos so zu „manipulieren“, dass sie etwas tut, was sie eigentlich nicht wollte.

    Rigide Vertreter der „Nein heißt Nein“-Theorie müssen an einem schrecklich langweiligen Sexualeben leiden, wenn sie auf dieses wunderbare Spiel verzichten. Würde das auch für Fälle gelten, wenn er sich morgens ins Kissen drückt und sagt „hör auf, ich will noch schlafen“ oder wenn sie beiläufig verführerische Posen einnimmt, während er auf seinem Laptop Blogposts kommentiert?

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  15. Es ist doch völlig normal, dass man mit jemandem rummacht ohne automatisch am gleichen Tag Sex haben zu wollen. Das sind einfach unterschiedliche Ebenen der Intimität und für die eine ist man bereit, für die andere aber (noch) nicht. Zum Beispiel weil man für diese Intimität (jemanden in sich reinzulassen!) mehr emotionale Nähe benötigt, eine stärkere Bindung.

  16. Das ist jetzt geplant als neue Gesetzesverschärfung im Sexualstrafrecht.
    „Nein ist Nein“
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/sexualstrafrecht-nein-soll-nun-doch-nein-heissen-1.2994818
    Ich frage mich ob es zukünftig tatsächlich bei diesem spielerischen Rollenverhalten bleiben kann, dass hier oft schon beschrieben wurde. Eines das man mit „Naja, manchmal ist ein Nein auch nur ein Bitte-nicht-so-schnell“. . Wenn ein Mann aber davon ausgehen muss(!), dass ein geäußertes „Nein“ im Falle einer Anklage auch so gewertet wird und Umstände unter denen es gesagt wurde nicht mehr berücksichtigt, ist er dann nicht gezwungen zum Selbstschutz sofort die Intimität mit der Frau zu beenden, sobald sie dies sagt? Denn im Fall der Einvernahme durch die Polizei könnte er sonst nur anführen, es wäre ja von ihr nicht so gemeint gewesen oder er behauptet sie lügt. Beides würde aber aufgrund der neuen Gesetzeslage für ihn fatal sein.
    Also bleibt doch gar nichts anderes übrig, als jedem jungen Mann zu sagen, dass er bei einer Frau die Nein sagt, sofort die Aktivität zu beenden und sie aus der Wohnung zu begleiten bzw. selbst aus ihrer Wohnung zu gehen hat. Oder? Tut er das nicht, dann kann aufgrund des vorhergehenden Neins, ein stattfindender Sexualakt als Vergewaltigung gewertet werden.

    Noch eine Oktave problematischer wird es, wenn der Vorschlag des Bundesrats durchgeht: „schlägt eine Formulierung vor, nach der es allein auf den erkennbaren Willen des Opfers ankommen soll – und zwar unabhängig davon, ob Betroffene diesen ausdrücklich erklären oder ob er aus den Umständen ersichtlich wird.“
    Dann entscheidet allein die Sicht der Frau danach ob es einvernehmlicher Sex war oder eine Sexualstraftat.

  17. Pingback: Ich brauche den Feminismus, weil es sexuelle Belästigungen gibt | Alles Evolution

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