Großbritanien verbietet Werbungen mit „negativen Geschlechterklischees, die schädlich für Menschen sein können“

Aus einem Bericht in der Jetzt:

(also sicherlich mit einer gewissen Einschränkung zu lesen)

(…) am 14. Juni ist in Großbritannien die neue Regelung in Kraft getreten.

Das verbietet Werbung, in der „stereotypische Geschlechterrollen oder Charaktereigenschaften vorkommen, die schädlich für Menschen sein könnten, inklusive Werbung, die Menschen dafür verspottet, sich nicht den Geschlechterklischees entsprechend zu verhalten“. So heißt es in der Ankündigung der Advertising Standards Authority (ASA), der Werbeaufsicht Großbritanniens. Die ASA hatte im Vorfeld eine Studie in Auftrag gegeben, die die Auswirkung solcher klischeebehafteter Werbung für die Gesellschaft untersucht hat.

Das ist so etwas alles und nichts. Warum sollte die Darstellung von stereotypischen Geschlechterrollen überhaupt schädlich sein, sofern man dabei anderes Verhalten gar nicht erwähnt?
Eine backende oder kochende oder die Wäsche waschende Mutter zu zeigen ist ja nicht schädlich, sondern schlicht der wichtigste Kundenbereich. Nur darf man dann eben Männer nicht abwerten, die dann angeblich die Wäsche nicht hinbekommen. Wobei: Werden sie dann dafür verspottet sich nicht den Geschlechterklischees entsprechend zu verhalten?

Schwitzende Männer in der Baumarkt-Werbung sind weiterhin erlaubt

Herausgekommen ist, Überraschung, dass solche Spots schädlich sind. „Das Bestärken und Verewigen von Geschlechterrollen kann für Individuen und Gruppen zu suboptimaler beruflicher und persönlicher Entwicklung führen“, heißt es in der Studie. Im Vorwort schreibt Ella Smillie, die Leiterin der Studie: „Auch wenn wir wissen, dass Werbung nur ein Faktor ist und es beim Bestärken von Geschlechterrollen einen größeren Kontext gibt, ist es uns wichtig, dass wir ansprechen, dass Werbung das Potenzial hat, schädlich zu sein.“

Ich würde ja darauf Wetten, dass Ella Smillie einen Gender Studies Hintergrund oder etwas vergleichbares hat.

Allzu groß wird die Veränderung jedoch nicht sein. Baumärkte dürfen auch weiterhin ausschließlich Männer zeigen, die dreckbeschmiert im Kampf mit sich und der Schwerkraft ihr Selbstverwicklichungsprojekt im Vorgarten vorantreiben. Shoppingcenter müssen nicht auf das Bild gut gelaunter Frauen verzichten, die beim Einkaufen so unnatürlich strahlen, als sei die Suche nach dem perfekten Sommerkleid ihre Lebensaufgabe.

Verboten ist lediglich Werbungen, die Frau und Mann gegeneinander ausspielt und solche, in denen Menschen gezeigt werden, die Aufgaben nicht schaffen, die ihr Geschlecht laut Klischee einfach nicht kann: Also Frauen, die nicht einparken können, Männer, die nicht wissen, wie ein Staubsauger funktioniert. Auch Werbung, die Menschen aufgrund ihres Körpers verspotten, sind künftig verboten – also beispielsweise übergewichtige Menschen, die aufgrund ihrer Statur ausgegrenzt werden oder keine Dates bekommen.

Muss ja noch nicht einmal schlecht sein.   Man muss in Werbung sicherlich niemanden aktiv verspotten und herabsetzen um Produkte zu verkaufen. Harte Zeiten für die Diätindustrie also.

Raewyn Conell: Hegemoniale Männlichkeit

War schon öfter Gegenstand von Artikeln, aber ich meine noch nicht in den einzelnen Abgrenzungen ihrer Konzepte:

Connell begreift das soziale Geschlecht als eine Weise, in der soziale Praxis geordnet ist. Da soziale Praxis immer von soziokulturellen Umständen abhängt, entstehen zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Milieus auch unterschiedliche Konfigurationen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Der Antrieb dieser Veränderung ist der Machtkampf innerhalb der Geschlechterbeziehung und vor allem der von Connell immanentisierte Erhaltungsdrang des Patriarchats. In ihrem Buch „Der gemachte Mann“ befasst sich Connell u. a. mit den Relationen zwischen verschiedenen Männlichkeiten und stellt vier Konzepte solcher Verhältnisse vor.

Also die Geschlechterbeziehung als für die feminstischen Nullspiel-Theorien ganz typischer Machtkampf, in dem anscheinend nur die Männer bzw das Patriarchat einen Erhaltungsdrang hat:

Hegemoniale Männlichkeit[

Hegemonial ist diejenige Männlichkeit, die sich durch einen privilegierten Zugang zur Macht des Patriarchats auszeichnet. Sie ist für eine bestimmte gesellschaftliche Situation die durchsetzungsfähigste, wenn auch nicht einzige Antwort auf das Legitimitätsproblem des Patriarchats. Macht und Erfolg der hegemonialen Männlichkeit beziehen sich dabei in erster Linie auf ein Kollektiv, d. h. ein einzelner ausgeprägtester Vertreter dieser Konfiguration verfügt in der Gesellschaft nicht unbedingt über die größte Autorität und nicht jeder mächtige Mann realisiert die hegemoniale Männlichkeit. Deutliche Beziehungen bestehen zwischen hegemonialer Männlichkeit, Heteronormativität sowie gesellschaftlicher und ökonomischer Macht.

Erscheint mir sehr schwammig. „Männlichkeit“  mit sehr privilegierten Zugang zur Macht des Patriarchats. Was soll das überhaupt sein? Vermutlich Männlichkeit, die etwa Frauen abwertet und verhindert, dass diese in Machtpositionen kommt, damit die Positionen eben von Männern besetzt werden können. Was ja auch eine sehr naive Vorstellung ist, denn Männer sind ja in einer ganz erheblichen Konkurrenz zueinander um Führungspositionen, die Frauen schlicht weitaus seltener mit machen wollen.

Und natürlich besteht eine Verbindung zu Heteronormativität. Was sonst könnte dazu führen, dass Generation um Generation Kinder als Heteros geboren werden?

Komplizenschaft

Es gibt nur wenige Männer, die alle Elemente hegemonialer Männlichkeit auf sich vereinigen und damit der gerade aktuellen Norm entsprechen. Dennoch profitiert die Mehrheit der Männer von der Vormachtstellung des Patriarchats. Connell nennt dieses Phänomen die „patriarchale Dividende“.[5] Über die Komplizenschaft überträgt sich aber auch die Dominanz im Geschlechterverhältnis nur partiell. Im Spannungsfeld des Alltages bedeutet dies, dass Kompromisse mit Frauen oft nicht zu umgehen sind und so widersprüchliche Konfigurationen entstehen.

Auch eine nette Immunisierung: Du bist vielleicht kein absolutes Schwein, aber du hast viele Merkmale eines Schweines und du machst nichts gegen die Voll-Schweine! Schuldig!

Und auch die „patriarchale Dividende“ ist eine wunderbare Sache: „Du machst zwar nicht mit, aber du profitierst davon!“ „Wie denn?“ „Na weil mehr deines Geschlechts in Führungspositionen sind“ „Ich bin nicht in einer Führungsposition und mein Boss ist eine Frau“ „Du. Profitierst. Davon! Es ist die patriarchale Dividende, die ist so vielfältig, ich kann dir das gar nicht alles aufzählen. Und deswegen mache ich es auch nicht. Du teilweises Schwein, welches von den Vollschweinen profitiert“

Und gleichzeitig kann man auch alle Männer verteufeln, die irgendwie was richtig machen, weil es einfach noch „nicht gut genug“ ist. Sie machen Kompromisse ja anscheinend auch nur, weil sie sie machen müssen und dadurch kann man wunderbar alle Unstimmigkeiten umgehen: „Aber Männer machen ja x, y und z für Frauen“ „ja, aber nur weil sie Komplizen der hegemonialen Männlichkeit sind, ansonsten würden sie diese Kompromisse nicht machen, weil sie dann Frauen einfach unterdrücken könnten“

Marginalisierung

Einige Männer, die in bestimmten Bereichen der Gesellschaft Erfolge zeitigen, profitieren nur in eingeschränkter Weise von der Macht und dem Ansehen des Patriarchats. Ein Grund dafür kann die Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlich benachteiligten Gruppe sein. Connell führt als Beispiel an, dass trotz der zahlreichen Triumphe schwarzer Sportler schwarze Männer von ethnischer Diskriminierung betroffen sind. So stellt die marginalisierte Männlichkeit das gegenteilige Verhältnis zur Komplizenschaft dar.

Sind sie denn da als Männer „marginalisiert“? Und stützen sie nicht teilweise gerade weitaus mehr gleichzeitig die „hegemoniale Männlichkeit“?

Unterordnung

Wenn Kampf um den Machterhalt des Patriarchats eine Konstante innerhalb der Geschlechterbeziehungen ist, dann haben die Anteilseigner des Patriarchats ein Interesse daran, jede Männlichkeit zu unterdrücken, die die hegemoniale Männlichkeit untergraben könnte. In der Logik der Hegemonie rücken diese Männlichkeiten in gefährliche Nähe zur Weiblichkeit, was sich auch durch symbolische Verweiblichung in der Betitelung mit Schmähwörtern (Dysphemismus, Pejorativum) ausdrückt, bspw. (die Tunte, dieSchwuchtel). Als auffälligstes Beispiel unterdrückter Männlichkeit der Gegenwart nennt Connell schwule Männlichkeit. Noch weniger als bei der hegemonialen Männlichkeit entspricht die untergeordnete Männlichkeit einer definierten Gruppe. Das Bannfeld patriarchatsschwächender Elemente betrifft auch einzelne Praktiken, sodass Männer, die tendenziell nicht zu einer diskriminierten Gruppe gehören, ebenfalls dem Vorwurf der Weiblichkeit ausgesetzt werden können.

Oder es ist schlicht pränatales Testosteron, das tatsächlich bei Homosexuellen ein weiblicheres Auftreten bewirkt, welches dann in der intrasexuellen Komkurrenz negativ bewertet wird.

Wobei man vieles davon ja umdrehen kann: Ein „Butch“ also eine sehr männliche Lesbe wird auch von vielen Frauen den Vorwurf der Unweiblichkeit hören. Frauen könnte man für andere Bereiche genauso eine „hegemoniale Weiblichkeit“ unterstellen etc.

 

Interessieren würde mich inwieweit das in den intersektionalen Theorien noch eine Rolle spielt. Natürlich wird da auch gern von „Marginalisierten“ etc gesprochen, aber die Unterscheidung wie oben scheint mir nicht mehr „Hauptbestandteil“ der dortigen Theorien

Selbermach Samstag 244 (22.06.2019)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen

Sieht ein Baby anfangs dem Vater ähnlicher?

Eine Sache, von der Eltern nie genug bekommen können ist bei dem Baby Sachen anzuführen, die es von einem der Elternteile hat. Auch mir wurde schon gesagt, dass Fräulein Schmidt mir wie aus dem Gesicht geschnitten ist.

Eine Theorie ist, dass Babys am Anfang ihren Vätern ähnlicher sehen, weil das dazu beiträgt, dass diese das Kind als Eigenes ansehen und insoweit die „Vätersicherheit“ steigt.
Das wäre allerdings etwas, was sich nur dann entwickeln könnte, wenn es in unserer evolutionären Vergangenheit wenig Betrügereien gegeben hat, denn nur dann ist es für das Kind vorteilhaft solche Ähnlichkeiten mit seinem Vater zu haben. Um so mehr Kinder nicht von dem Partner stammten um so negativer wäre es, wenn man das auch deutlich sehen würde. Interessant wäre es dann allenfalls sehr allgemeine Charakteristika, die eher bei Männern auftreten aufzugreifen, die dann mit einer gewissen Häufigkeit auch bei dem Vater vorliegen und als „typisch der Vater“ angeführt werden können.

Aber selbst wenn das Kind üblicherweise vom Vater war muss sich eine solche besondere Ähnlichkeit nicht entwickeln. Es kann eine rein zufällige Verteilung der entsprechenden Gene weitaus vorteilhafter sein.

Vielleicht finden Väter schlicht bei dieser genug.

Eine Studie ist der Frage nachgegangen, ob eine solche Ähnlichkeit besonders mit dem Vater besteht. Aus einer Besprechung dieser Studie:

Researchers stayed curious about this question. In 2004 Paola Bressan, a psychologist at the University of Padua, and Massimo Grassi, also of the University of Padua, tried again to get to the bottom of this question of familial resemblance, and found that children tend to resemble their parents equally, but the resemblance isn’t very strong. They theorized that this ambiguity might be advantageous if the paternity is unclear. “Men tend to invest more in children who (they believe) resemble them more; thus, children who look like their ‘social’ father—that is, like their mother’s husband—fare better than those who don’t,” Bressan told me. “The problem is that a child’s biological and social fathers are not necessarily the same person.”

Overall, “the evidence is slightly in favor [of babies looking like their dads],” says Steven Platek, an evolutionary psychologist who studies this topic. Platek thinks the data are distorted by unclear paternity, which he estimates occurs in 2 to 30 percent of births.

Scientists can only dream of perfect data. “An ideal [data set] would be random paternity tests on 10,000-plus father-infant pairs so we could know the going base rates of false paternity,” says Tony Volk, a developmental scientist who studies families at Brock University, in Canada. “But that hasn’t happened.” Researchers mostly find out cases of mistaken paternity by accident

Whatever the case, the researchers I spoke with seemed to agree on one point: The most clear-cut thing is not an actual resemblance, but that so many people perceive one. “Independent of whether the baby actually looks like Dad is the perception that the baby shares resemblance with Dad,” Platek told me.

Platek said I should be happy that seemingly everyone I know thinks my child looks like my husband. “When the perception and the reality match, the child treatment is the highest.” The father will freely make paternal investments in the child. Apparently when you think the child looks like you, even the diapers don’t smell as bad, Platek noted jokingly.

(…)It seems like we’re all self-deceptive idiots massaging the egos of fathers in an effort to get them to take care of their own children. (Interestingly, the mother’s family is one of the most common perpetrators of this effort. Platek told me research on families in hospital nurseries showed that the mother’s family members were the most likely to remark on how much the baby looked like the father.)

Die Forscher sehen also ein klein mehr Ähnlichkeit zum Vater, sind sich aber nicht sicher, ob dies letztendlich etwas aussagt, denn es könnte ja sein, dass die Daten deutlicher wären, wenn man wüßte bei wem das Kind gar nicht von dem vermutten Vater, dem es ähnlich sehen soll, ist.

Also eine eher unergiebige Frage, die aber deutlich macht, dass so etwas gar nicht so einfach zu testen ist.

 

Der „Vater Körper“ (Dad Bod)

Einer Umfrage nach soll der „Dad Bod“ von vielen als sexy angesehen werden:

– A new survey found more Americans than ever think the “dad bod” is attractive, even sexy, and that it just might be the new six-pack.

The survey, conducted by Planet Fitness, found there’s an ever-increasing appreciation for and acceptance of this kind of shape in 2019, sometimes described as a cross between muscular and overweight.

The survey said the consensus was that the dad bod “exudes more sexiness and confidence now than ever before.”

Nearly four in five among both women and men believe a dad bod is a sign of a man who is confident in his own skin.

Since the term first came on the scene in 2015, mostly in part due to a viral piece written by a college student for The Odyssey, we’ve all come to know and appreciate a dad bod or two.

The dad bod physique is a body that says, “I go to the gym occasionally, but I also drink heavily on the weekends and enjoy eating eight slices of pizza at a time,” as The Odyssey writer Mackenzie Pearson originally put it.

Of the 2,217 American adults who participated in the survey, 65 percent said the dad bod is attractive, 61 percent said men with a dad bod are sexy and 51 percent think the dad bod is the new six-pack.

More than 23 million men now identify as having one, and and more men believe there’s universal acceptance of the dad bod than last year (71 percent vs. 63 percent), according to the survey.

Almost half of the men in the survey claimed their dad bod has helped them accept themselves (48 percent) or made them less concerned about their appearance (47 percent).

So gentlemen — raise a glass, grab another slice of pizza and toast to that relatively fit, but neither lean nor muscular look.

Zunächst erst einmal:

Ich musste gleich mal googlen, ob es den Begriff „Mum Bod“ auch gibt. Anscheinend ja. Als Schönheitsideal wird er aber meines Wissens nach gerade nicht verwendet.

Dann:

Ich bin sehr skeptisch, dass die Umfrage zu einem zutreffenden Ergebnis geführt hat. Auch Frauen finden sportlich-schlanke Männer üblicherweise attraktiver.

Etwas anderes ist es, wenn man das „Mithalten müssen“ mit einrechnet. Ein nicht so attraktiver Freund/Partner/Ehemann kann durchaus Vorteile in den Bereichen Eifersucht und Angst davor verlassen zu werden bringen und auch bewirken, dass man es selbst etwas lockerer angehen kann. Da viele Frauen auch weniger optisch geprägt sind, was ihren Sexpartner angeht, kann das in einer längeren Beziehung durchaus etwas sein, wo die Frau zufriedener mit ist als mit einem Sixpack.

Es steht dann vielleicht eher für eine Gemütlichkeit, Vertrautheit, Sicherheit.

Und ein männliches Auftreten etc kann abseits des perfekten Körpers auch für Attraktivität sorgen

Fronleichnam

Auch wieder so ein Fest, bei dem kaum einer der nicht sehr religiösen weiß, was eigentlich gefeiert wird:

Das Fronleichnamsfest (lateinisch Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi ‚Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi‘[1]) ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird.

Die Bezeichnung Fronleichnam leitet sich von mittelhochdeutsch vrône lîcham für ‚des Herren Leib‘ ab, von vrôn ‚was den Herrn betrifft‘ (siehe auch Fron) und lîcham (‚der Leib‘). In der Liturgie heißt das Fest Hochfest des Leibes und Blutes Christi, regional wird es auch Prangertag[2] oder Blutstag genannt. In das Englische und in andere Sprachen ist die lateinische Bezeichnung des Hochfestes, Corpus Christi, eingegangen

Auch sehr schön: Der Ursprung:

Die Anregung zu der Schaffung dieses Festes geht auf eineVision der heiligenJuliana von Lüttich, einer Augustinerchorfrau, im Jahre 1209 zurück, die berichtete, sie habe in einer Vision den Mond gesehen, der an einer Stelle verdunkelt war. Christus habe ihr erklärt, dass der Mond das Kirchenjahr bedeute, der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes des Altarsakraments. Das mit der Bulle Transiturus de hoc mundo in der lateinischen Kirche eingeführte Fest war das erste, das von einem Papst in den liturgischen Kalender der Gesamtkirche aufgenommen wurde.

Großartig. Eine Heilige hatte eine Vision, dass alle mal ordentlich feiern sollten und das wurde umgesetzt. Chapeau an die heilige Juliana!