Einfluss der Arbeitsstelle auf das Scheidungsrisiko

Eine interessante Studie hat untersucht inwieweit es einem Zusammenhang zwischen Jobstatus und Scheidungsrisiko gibt:

Despite a large literature investigating how spouses’ earnings and division of labor relate to their risk of divorce, findings remain mixed and conclusions elusive. Core unresolved questions are

  1.  whether marital stability is primarily associated with the economic gains to marriage or with the gendered lens through which spouses’ earnings and employment are interpreted and
  2. whether the determinants of marital stability have changed over time.

Using data from the 1968 to 2013 waves of the Panel Study of Income Dynamics, I consider how spouses’ division of labor, their overall financial resources, and a wife’s ability to support herself in the event of divorce are associated with the risk of divorce, and how these associations have changed between couples married before and after 1975. Financial considerations—wives’ economic independence and total household income—are not predictive of divorce in either cohort. Time use, however, is associated with divorce risk in both cohorts. For marriages formed after 1975, husbands’ lack of full-time employment is associated with higher risk of divorce, but neither wives’ full-time employment nor wives’ share of household labor is associated with divorce risk. Expectations of wives’ homemaking may have eroded, but the husband breadwinner norm persists.

Quelle: Money, Work, and Marital Stability: Assessing Change in the Gendered Determinants of Divorce

Also die wesentlichen Feststellungen noch einmal übersetzt:

Finanzielle Erwägungen – die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Ehefrauen und das Gesamteinkommen des Haushalts – sind in keiner der beiden Kohorten ein Vorzeichen für eine Scheidung.

Der Zeitaufwand ist jedoch in beiden Kohorten mit dem Scheidungsrisiko verbunden.

Bei Ehen, die nach 1975 geschlossen wurden, ist der Mangel an Vollzeitbeschäftigung der Ehemänner mit einem höheren Scheidungsrisiko verbunden, aber weder die Vollzeitbeschäftigung der Ehefrauen noch der Anteil der Ehefrauen an der Arbeit im Haushalt ist mit einem Scheidungsrisiko verbunden. Die Erwartungen an die Hausarbeit der Ehefrauen mögen sich zwar verringert haben, aber die Norm für den Brotverdiener des Ehemannes bleibt bestehen.

Die Norm für den „Brotverdiener“ des Ehemannes, also der der Hauptverdiener ist, bleibt bestehen.

Aus der Studie:

Und aus den Zahlen:

Dargestellt wird das Risiko, dass die Ehe im nächsten Jahr geschieden wird. Wie man sieht ist sie bei allen anderen Faktoren bei ca 2,5%, ist der Mann nicht in Vollzeit angestellt, dann steigt sie auf 3,3%

Bei lang anhaltender Arbeitslosigkeit summiert sich das dann wahrscheinlich noch auf. So gesehen „nur“ eine Erhöhung um 0,8 Prozentpunkte. Es wäre eine Erhöhung um das 1,32 fache.

 

Shell Studie, Geschlechterrollen und Vorstellung der Jugend (Anmerkungen von Crumar)

Wie erst uepsiloniks und dann auch Arne hatte ich mir den Kommentar von Crumar  zur Shell Studie auch vorgemerkt. Mein Artikel zu der Studie findet sich Hier

Die 18. Shell-Jugenstudie 2019 stützt sich auf eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2.572 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren, die zu ihrer Lebenssituation und ihren Einstellungen und Orientierungen befragt wurden.

Die hier dargestellten Ergebnisse entnehme ich der Zusammenfassung (Quelle unten), sie befinden sich auf den Seiten 25-26. Interessant ist, es handelt sich hier um die m.W. erste Zusammenfassung, die diese Themenkomplexe darstellt. Daher kann ich sie leider nicht im zeitlichen Verlauf präsentieren.
Alle Hervorhebungen und Kommentare sind von mir.

Einstieg: „Fragt man Jugendliche, wie sie sich die partnerschaftliche Aufteilung der Erwerbstätigkeit wünschen würden, wenn sie 30 Jahre alt wären und ein zweijähriges Kind hätten, sind sich junge Männer und Frauen recht einig bezüglich der idealen Rollenverteilung: In einer Partnerschaft mit kleinem Kind sollte die Frau und nicht der Mann beruflich kürzer treten.
65 % der Frauen würden gerne maximal halbtags arbeiten – und 68 % der jungen Männer wünschen sich genau das von ihrer Partnerin.“

Womit dem immer wieder geäußerten Mantra, wonach „die verhaltensstarren Männer verhindern, dass Frauen mehr Erwerbsarbeit verrichten, um Karriere machen zu können“ eine Realität entgegensteht, in der knapp zwei Drittel der befragten Mädchen und jungen Frauen eine solche Option gar nicht wahrnehmen wollen.

Hier wird es merkwürdig: „Viele Männer wünschen sich eine Rolle als »aktiver Vater«, der sich an der Kinderbetreuung beteiligt, und nur 41 % von ihnen möchten in der beschriebenen Familiensituation in Vollzeit arbeiten. Von den jungen Frauen wünschen sich etwas mehr (51 %), dass der Vater in Vollzeit arbeitet.
Insgesamt haben beide Geschlechter also recht ähnliche Vorstellungen, was die Erwerbstätigkeit eines Vaters und einer Mutter angeht.“

Zunächst einmal wollen deutlich mehr junge Frauen von (!) Männern, sie mögen Vollzeit arbeiten, als diese es für sich selbst wollen, nämlich die Mehrheit dieser jungen Frauen (auffällig ausgelassen wird, wieviel Prozent der jungen Frauen sich einen „aktiven Vater“ wünschen).

59% der jungen Männer wollen in dieser familiären Situation demnach nicht (!) Vollzeit arbeiten, aber es bleibt unklar, wie die 68% der jungen Männer, die ihrerseits Frauen zugestehen, „maximal halbtags“ zu arbeiten es für möglich halten, ohne Vollzeit-Erwerbsarbeit familiär über die Runden zu kommen.

Ich strukturiere den Text folgend in Spiegelstrichen: „Insgesamt ist es mehr als die Hälfte (54 %) aller 12- bis 25-Jährigen, die ein »männliches Versorgermodell« favorisieren:
– 10 % bevorzugen das Modell eines »männlichen Alleinversorgers« (der Mann versorgt die Familie allein und arbeitet 30 oder 40 Stunden in der Woche), weitere
– 44 % präferieren das Modell eines »männlichen Hauptversorgers« (der Mann arbeitet mindestens 30 Stunden, die Frau maximal halbtags).“

Das traditionelle Familienmodell hat längst nicht ausgedient und es wird mehrheitlich auch gewünscht. Welche anderen Familienmodelle die – immerhin – 46% der Befragten sich vorstellen wird leider nicht dargestellt. Es wird leider auch nicht regional (siehe folgend) nach West und Ost aufgeschlüsselt.

Wenig erstaunlich „sind Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern zu sehen. Junge Menschen im Westen denken hier traditioneller:
– 58 % der Männer und 56 % der Frauen würden sich eine Familie mit männlichem Allein- oder Hauptversorger wünschen, während sich im Osten dem nur
– 38 % der Männer und 31 % der Frauen anschließen.“

Das sind erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West! Meine These, es gibt zwei Patriarchate in Deutschland, bzw. zwei Evolutionen wurde wieder glänzend bestätigt. 😉

Es folgt der feministisch inspirierte Euphemismus des Tages: „Der Vater als Ernährer der Familie ist – zumindest im Westen – offensichtlich keine rein männliche Vorstellung, dieses Modell wird auch von vielen jungen Frauen favorisiert.“

Wenn 56% der jungen Frauen sich dieser Vorstellung anschließen, dann handelt es sich nicht um „viele“, sondern um die Mehrheit der jungen Frauen. Damit hat sich die Ideologie, es handle sich um eine „rein männliche Vorstellung“ gründlich blamiert.
Nicht, dass die Forscher das daran hindern würde, den gleichen Quatsch immer wieder von sich zu geben. Natürlich nicht!

Die letzte Schlussfolgerung hat eine ähnliche Qualität: „In den neuen Bundesländern erfreuen sich dafür gleichwertiger aufgeteilte Modelle deutlich größerer Beliebtheit als im Westen.“

Man könnte nämlich auch sagen, 62% der jungen Männer und 69% der jungen Frauen lehnen den „Vater als Ernährer der Familie“ ab und nur die sogenannte Minderheit der jungen Männer und Frauen vertreten im Osten eine solche Ansicht.
Traditionelle Vorstellungen vom Vater als Ernährer der Familie: Westen = Mehrheit, Osten = Minderheit – das Konzept ist eigentlich ganz einfach zu verstehen.

Hier lassen sich die Erfolge des (West-) Feminismus besichtigen: Die Mehrheit der jungen Frauen (zumindest im Westen) strebt 2019 weder eine Beschäftigung über Teilzeit hinaus an, möchte, dass der Mann Vollzeit arbeitet und sieht den Mann als Haupt- oder Alleinversorger.
Das ist die ernüchternde Bilanz nach 50 Jahren Feminismus und es steht zu befürchten, die Einführung des Gendersternchen wird daran nichts ändern, weil auch das Binnen I seltsam wirkungslos blieb…

Zumindest wissen wir nun – und auch die jungen Männer sollten es wissen – was von all den schönen Umfragen über die „modernen Beziehungsvorstellungen“ junger Frauen zu halten ist.
Mehrheitlich gar nichts – ein Fall für das Altpapier.
Ermutigend nur der prozentuale Anteile von jungen Männern, die sich eine Rolle als aktiver Vater vorstellen können. Es bleibt viel Aufklärungsarbeit für uns zu leisten. Das steht fest!

Download hier: https://www.shell.de/ueber-uns/shell-jugendstudie.html

Natürlich ist das Ergebnis einer solchen Umfrage bei einer Altersspanne von 12-25 immer etwas skeptisch zu sehen. Mit 12 hat man eben auch teilweise noch keine Ahnung von irgendwas und insbesondere nicht davon, wie man sein Leben finanziert.  Ein 12-jähriger hat noch keine richtige Beziehung gehabt, er denkt auch noch nicht darüber nach, dass ein Statusberuf auch anderweitige Vorteile hat etc.

Insofern würde ich eine Übersicht über die Veränderung mit dem Alter sehr interessant finden.

Ähnlich auch bei den Frauen. Gerade junge Frauen haben gerne noch die großen Karrierepläne, aber sie sassen eben auch noch nicht in einem Büro und waren für die Umsatzzahlen ihrer Abteilung verantwortlich während der Einjährige im Kindergarten ist oder malen sich das auf diese Weise aus.

Ich vermute da werden viele eher noch konservativer werden.

Es wäre auch interessant eine Aufspaltung nach Alter, Schulbildung und Arbeit/nicht arbeit zu sehen. Und eine Langzeitstudie, wo die gleichen noch mal gefragt werden, wenn die Kinderplanung konkreter wird oder sich verwirklicht hat.

Aus den Angaben von Kindern auf ihre späteren Ansichten zu schlussfolgern ist nicht so einfach. Denn Kinder und Jugendliche und später dann Erwachsene denken natürlich auch anders, haben andere Erfahrungen gemacht, die die Perspektive verändern

„Wenn du gerne Vater sein möchtest und ein Kind mit einer Frau hast, die partout nicht mit dir klarkommt, lass sie ziehen, zeug ein anderes“

Antje Schruppe und Enno Park halten anscheinend nichts von einem gemeinsamen Sorgerecht ab Geburt für unverheiratete Väter und drücken das auf eine gegenüber Vätern sehr gefühlskalte Art aus:

Antje Schrupp:

Automatisches Sorgerecht für unverheiratete Spermageber ist genau betrachtet eigentlich die Wiedereinführung der Zwangsehe: Wer schwanger wird, „muss heiraten“.

Die Zeit, in der Frauen in Freiheit und ohne sich in eine Dauerbeziehung zu einem Mann zu begeben, Kinder bekommen können, war also nur recht kurz. Ein paar Jahrzehnte.,

Ich verstehe nicht, die Logik dahinter. Dass man nicht heiraten muss, um Kinder zu haben, war doch mal eine Errungenschaft. Und jetzt wird das quasi durch die Hintertür wieder eingeführt: Wer gemeinsame Kinder hat, muss gefälligst miteinander klarkommen.
Ich finde dieses ganze Gesetzesvorhaben so dermaßen krass, dass ich mich wirklich wundere, warum sich hier nicht mehr feministischer Protest regt. Sind wir alle schon verväterrechtlert im Kopf?
Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass die Erkenntnis, im Fall einer Schwangerschaft „nicht heiraten zu müssen“ die große feministische Befreiung für mich war. Ich kannte noch GLeichaltrige, die „heiraten mussten“:
Ihre Gleichsetzung von „Sorgerecht für Unverheiratete ist wie Heiraten müssen“ ist natürlich ziemlicher Blödsinn.
Sorgerecht hat etwa nichts mit dem Umgangsrechts zu tun, das hätte der Vater sowieso. Und das gemeinsame Sorgerecht betrifft ohnehin nicht Entscheidungen des täglichen Lebens, sondern nur Fragen von erheblicher Bedeutung:
§ 1687 Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben
(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht, nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich.
Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens. Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben.
Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.
(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4 einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.
Bei einem jungen gesunden Kind ist die erste Entscheidung von erheblicher Bedeutung üblicherweise die Frage, in welchen Kindergarten es kommt, danach noch die Frage auf welche Schule es kommt, vielleicht wird dazwischen noch ein Pass beantragt.
Wenn die Mutter umziehen will, dann wäre das auch von erheblicher Bedeutung, zumindest wenn es nicht im gleichen Ort ist.
Die Absprache beim gemeinsamen Sorgerecht kann also minimal sein, weit aus mehr Absprache erfordern Umgangsrecht etc.
Schrupp wäre vielleicht auch entsetzt, wenn sie wüßte, dass man das gemeinsame Sorgerecht auch bereits jetzt gegen den Willen der Mutter einklagen kann und das man das auch noch machen kann, wenn man es nicht hat und erfährt, dass die Mutter etwas machen will, was man nicht gut findet.
Die von ihr angenommene „Zeit, in der Frauen in Freiheit und ohne sich in eine Dauerbeziehung zu einem Mann zu begeben, Kinder bekommen können“ war also nach ihren Kriterien nie vorhanden. Wobei eine Frau sie natürlich immer noch leicht haben kann: Sie muss sich nur von jemanden schwängern lassen, den sie danach nicht mehr sieht und dann auf die Frage nach dem Vater antworten, dass es eben eine Karnevalsbekanntschaft oder ein Fremder bei einem One-Night-Stand war. Würde aber natürlich dann auch keinen Unterhalt bedeuten (den Schrupp aber meine ich eh nicht gut findet und auf den Staat verlagern würde).
Den Text finde ich neben seiner Verkennung von Fakten auch schon deswegen ziemlich bescheuert. Alleine schon die Bezeichnung „Spermageber“.
Enno Park, der wegen eines Cochleaimplantats selbsternannte Cyborg, dachte allerdings „Hold my Beer, das kann ich noch verächtlicher und gefühlsloser“
1/ Erwartbar, wie sehr sich die Leute über @antjeschrupp
’s These aufregen. Ich denke derweil an einen konkreten Fall in meinem Bekanntenkreis. Kurzer Thread:
2/ Gemeinsames Sorgerecht heißt, du kannst nichts alleine entscheiden, sobald es um das Kind geht. Heißt weiter: Du kannst auch nicht über den Wohnsitz des Kindes ohne das andere Elternteil entscheiden. Heißt weiter:
3/ Papi kann Kind und Mutter *verbieten* umzuziehen. So geschehen in meinem Bekanntenkreis, als eine Mutter eine Immobilie in einer Nachbarstadt erbte und diese jetzt nicht beziehen kann, weil der Vater ein Veto einlegt, weil er die Entfernung nicht convenient findet.
4/ Es geht also am Ende doch wieder um die Ausübung von Macht, insbesondere wieder eine patriarchale Machtstellung des Mannes, über Whereabouts von Frau und Kind bestimmen zu können. Antje hat leider recht, wenn sie automatisches Sorgerecht als Form von „Zwangsehe“ bezeichnet.
5/ P.S.: Und nein, „Spermageber“ ist hier keine Herabwürdigung aller Väter, denn sie meint ja gerade nicht soziale Väter sondern die Frage, ob Leuten, die ihr Sperma dagelassen haben, daraus eine solche Machtposition automatisch und gegen den Willen der Mutter zukommt.
6/ Wer das bejaht, denkt halt immer noch in patriarchalen Mustern. Denn letztlich geht es doch wieder nur darum, dass die Kontrolle über den weiblichen Körper und die biologische Reproduktion schön beim Mann
7/ Und ganz praktisch an meine Co-Männer: Wenn du gerne Vater sein möchtest und ein Kind mit einer Frau hast, die partout nicht mit dir klarkommt, lass sie ziehen, zeug ein anderes oder gehe eine Beziehung mit einer Alleinerziehenden ein, aber einer DIE DICH IN IHREM LEBEN WILL.
8/ Alles andere ist nicht das Denken in Liebe und Beziehungen sondern das Denken in Kontrolle, Eigentum, Anspruchsdenken und Blutsabstammung. Kann man machen, ist aber scheiße.
Ein unglaublicher Text. Merkt er gar nicht, dass er da gleichzeitig der einen Seite vorwirft Macht auszuüben, in Eigentum zu denken, ein Anspruchsdenken zu haben und Kontrolle auszuüben (den Vätern) und dies dann ganz selbstverständlich der anderen Seite zuzugestehen.

Und das so weitgehend, dass er sagt „Wenn sie dich nicht mehr mag, dann gehört das Kind ihr, und wenn sie mit ihm wegziehen will, dann hast du die Klappe zu halten, zeug doch ein anderes Kind“

Zeug doch ein anderes
Zeug doch ein anderes 
Zeug doch ein anderes 
Ich kann es immer noch nicht wirklich glauben.
Mir ist wirklich nicht ganz klar wie ein auch nur annähernd zur Empathie fähiger Mensch so etwas schreiben kann. Selbst wenn er keine Kinder hat sollte ihm doch das grobe menschliche Konzept eines Elternteils, welches sein Kind liebt, verständlich sein.
Aber auch abgesehen davon ist „Man kann gar nichts mehr machen, noch nicht einmal mit dem Kind in eine andere Stadt ziehen“ falsch:
Natürlich kann man das auch mit dem gemeinsamen Sorgerecht, die Frau sowieso, sie muss nur ihr Kind zurücklassen und dann eben ein anderes machen (was ist schon dabei?) und auch mit dem Kind, wenn sie den Anspruch bei Gericht geltend macht und die Hauptbezugsperson des Kindes ist und das auch noch mit will.
Ein Gericht fragen ist natürlich eine absolute Unzumutbarkeit. Wie kann man das nur verlangen, wenn man einen Elternteil räumlich von seinem Kind trennen will und dieses von ihm?
Dieses miese Patriarchat, da lässt es nicht einfach Frauen die absolute Macht über das Kind, sondern überlegt (umgesetzt ist es ja noch nicht) ob unverheiratete Väter zumindest in Fragen von erheblicher Bedeutung von Anfang an mitreden dürfen. Wie patriarchalisch kann ein System sein? Frauen werden da wirklich zwangsverheiratet und quasi aller Rechte beraubt, es ist unglaublich.
Noch ein paar Tweetreaktionen, die ich passend fand:

Weiterlesen

„Tamponsteuer“: Hersteller erhöhen vor Umsatzsteuerabsenkung für Tampons etc anscheinend die Preise

Anscheinend -wer hätte es gedacht – planen Tamponhersteller die Steuersenkung auf weibliche Hygieneprodukte für Preiserhöhungen zu nutzen.

Schaut man sich den Markt an, dann scheint mir o.b. da im Bereich Markentampons ein ziemlich deutliche Markdominanz zu haben. Ich vermute mal die meisten Frauen werden für die paar Cent, die sie da nicht weniger bekommen, nicht auf geringere Qualität ausweichen wollen.

Vermutlich sehen sie da auch keine große Ungerechtigkeit und sehen es auch nicht ideologisch.

Die Reaktionen einiger Feministen fallen allerdings erwartet radikal aus:

 

Einfluss der Mengenverhältnisse von Männer und Frauen in einer Gesellschaft oder Institution und Partnerwahlkriterien

Ein Quilletteartikel gibt einen interessanten Überblick über die Partnerwahlkriterien von Frauen gerade in Bezug auf Status, Bildung und Einkommen:

The dating market for women is getting tougher. In part, this is because fewer men are attending universities. Why would male enrollment in higher education matter for women? Because women, on average, prefer educated men. One source of evidence comes from women’s personal responses to dating profiles posted by men. Researchers analyzed 120 personal dating ads posted by men on the West Coast and in the Midwest. They found that two of the strongest variables that predicted how many responses a man received from women were years of education and income. Similar results have been found in Poland. Researchers analyzed how many women responded to dating ads posted by 551 men. They found that men with higher levels of education and higher income received more responses. A more recent study in Australia of more than 40,000 online daters found that women were more likely to initiate contact with a man if he had more education than themselves.

Die Ausbildung steht dabei natürlich nicht nur für „Ist ein gebildeter und schlauer Mensch, mit dem man tiefgeistige Gespräche führen kann“, sondern auch für „wird eher Ressourcen und Status haben als ein Mann mit einer schlechteren Ausbildung. Was nicht bedeutet, dass das andere keine Rolle spielt

Still, young people today are more likely to use Tinder or other dating apps than Internet dating websites. Are things different on the apps? A study led by economics researcher Brecht Neyt of Ghent University found that, on Tinder, women were 91 percent more likely to “like” a man with a master’s degree compared with a bachelor’s degree. The researchers used the same male profiles, the only difference was level of education. They also tested how men would react to women with different levels of education, finding that men were only eight percent more likely to “like” a woman with a master’s degree compared with a bachelor’s degree. Both men and women preferred more-educated partners, but women had a much stronger preference.

Das sind ziemlich starke Zahlen. 91% mehr ist eine starke Verbesserung der Chancen.

 

In other words, all other things equal, a man with a master’s degree is about twice as likely to get a match than a man with a bachelor’s degree. Perhaps something to keep in mind, if you are interested in obtaining a graduate degree and are active on Tinder.

Some women do marry men with less education, though. These women tend to marry men who earn more than them. A study by Yue Qian, a sociologist at the University of British Columbia, found that women who had more education than their spouses were 93 percent more likely to be married to men with higher incomes than themselves. In other words, if you are a less-educated man, it is helpful to earn more than your educated male peers if you want to marry an educated woman. Better-educated women have a stronger preference for partners who earn more, especially if their partners are less educated than themselves.

Das passt zu dem oben gesagten. Wenn Bildung auch ein Indiz für Status und Einkommen ist, dann ist es wenig verwunderlich, wenn Männer, die ohne eine formelle Bildung Status und Einkommen erreicht haben, bei Frauen gut ankommen.

This finding fits the overall pattern revealing that women who are more educated and professionally successful have an even stronger preference for successful male partners, relative to less successful women. The evolutionary psychologist David Buss, discussing his research on how professionally successful women select partners, found that “Successful women turned out to place an even greater value than less professionally successful women on mates who have professional degrees, high social status, and greater intelligence and who are tall, independent, and self-confident.” The more professionally successful a woman is, the stronger her preference for successful men.

Gegen das Argument, dass Frauen Männer als Partner wollen, die gutes Geld verdienen, wird ja gerne angeführt, dass sie das ja auch müssen, weil Frauen eben kein eigenes Geld verdienen können und insoweit benachteiligt sind.

Das auch die Frauen, die beruflich sehr erfolgreich sind, die gleichen Anforderungen haben, macht deutlich, dass diese These auf wackeligen Beinen steht.

(Darstellung das Frauen weit eher studieren und daher in Universitäten ein Überhang an Frauen existiert)

But how do such imbalances manifest themselves with regard to mating strategies? When there is a surplus of men, men are more likely to adapt to women’s preferences. When there is a larger male-to-female ratio, men are more likely to compete with each other to be what women want. And, on average, women tend to prefer longer-term relationships. In general, women report a greater desire for emotional investment than men. This is true across cultures. In fact, the sex disparity in this preference for emotional investment is greater in more egalitarian cultures. In other words, the difference in the desire for love and emotional investment between men and women is larger in societies that more strongly underscore egalitarianism and sociopolitical equality. In contrast, men, on average, are more likely to prefer more casual sexual relationships. Indeed, the sex difference in the male preference for casual sex and sexual variety is greater in more gender-egalitarian societies. For example, research led by the psychologist David Schmitt found that the sex difference for enjoyment of casual sex in Denmark, Norway, and Finland is higher than in less gender-egalitarian cultures such as Ethiopia, Colombia, and Swaziland.

Also ein Überhang an Männer führt dazu, dass diese sich eher auf festere Verbindungen einlassen, ein Überhang an Frauen hingegen fördert eher Casual Sex.

Und mehr Gleichberechtigung führt auch dazu, dass es eher casual Sex gibt, man darf vermuten weil die Frauen auch eher gebildeter sind und eigenes Geld verdienen und damit der Partnermarkt wiederum selektiver für Frauen wird.

And we see this on campuses with more male students relative to female students. Jon Birger, in Date-onomics, describes the dating scene on campuses with imbalanced sex ratios. On colleges with more men than women, such as Caltech, steady relationships are more widespread. Students go on dates, and men demonstrate commitment in partnerships. Men are more willing to do what women want in order to be with them. On the other hand, when there is a surplus of women relative to men, women are more likely to adapt to men’s preferences. They compete with one another to be what men want. And this is what we see on campuses with more female students relative to male students. On colleges with more women than men, such as Sarah Lawrence, casual sex is more widespread. Hookup culture is more prevalent, and men are less interested in entering committed relationships. Women are more willing to do what men want in order to be with them.

Schon interessant, dass sich das so deutlich in den jeweiligen Campuskulturen niederschlägt. Wäre interessant, ob es das auch in Deutschland so gibt.

Birger describes an interview with a female student at Sarah Lawrence:

Most straight men at Sarah Lawrence had no interest in a committed relationship. “Why would they?” she said. “It’s like they have their own free harem. One of my friends was dumped by a guy after they’d been hooking up for less than a week. When he broke up with her, the guy actually used the word ‘market’—like the ‘market’ for him was just too good.”

Das dürfte aber eben auch mehr auf die Männer zutreffen, die für sehr viele Frauen interessant sind – die „Guten Männer“ eben. Ich bezweifele, dass es für die ganze Gruppe der Männer gilt. Wäre interessant auch näher zu untersuchen, welche  Männer davon profitieren und welche nicht. Gutaussehende Männer, mit karriereorientierten Studiengang, die dazu noch „cool“ sind und kein Problem damit haben auf Frauen zuzugehen und mit ihnen zu flirten dürften eher dem oberen Bild entsprechen, kleine, pickelige, nerdige, schüchterne Männer hingegen dürften auch an diesen Unis weit eher kein solches Leben führen.

If you have ever been around young men at elite colleges, many of them do speak in this way, especially if there are less-prestigious colleges nearby. This is because male students at top colleges can attract women at their own college, as well as other local campuses. On the other hand, women at top colleges are often only interested in dating men at their own college. For these women, the dating pool is less promising compared to their male counterparts.

Das ist dann wahrscheinlich auch ein Problem der amerikanischen Elite-Unis wie Harvard und Co. Das ist dann eben der „Noch bessere Student“, weil auf der besseren Uni, wohingegen die normale Uni dann weitaus uninteressanter ist. Eine Harvard-Studentin möchte dann eben auch einen „Ivy-League-Kandidaten“.

Interestingly, women at colleges where women are more numerous trust men less. In a study on campus sex ratios and sexual behavior, researchers analyzed data from 1,000 undergraduate women from different U.S. colleges. Women’s responses varied based on sex ratios on campus. For example, women at colleges with more women were more likely to agree that “men don’t want a committed relationship” and that they “don’t expect much” from the men with whom they go out. They also found that women on campuses with a higher female-to-male ratio were much less likely to report that they had never had sex.

Auch etwas, was eigentlich ja eher gegen die feministischen Theorien spricht: Man sollte meinen, dass die Männer an Universitäten, die mehr Frauen haben, weniger Einfluss haben und daher weniger eine „Kultur toxischer Männlichkeit“ etablieren können. Stattdessen bedeuten aber anscheinend mehr Frauen auch eine „toxischerer Männlichkeit“. Wahrscheinlich würde man im Feminismus anführen, dass die Männer um so härter um ihre Macht kämpfen, weil sie sich von den Frauen bedroht fühlen.

 

The researchers report that, “women who attend college on campuses where they are more numerous tend to view men as less interested in commitment and less trustworthy. They are less likely to expect much from men, find it more difficult to locate the right kind of men, and are more likely to report that their relationships don’t work out and that a woman can’t have a boyfriend if she won’t have sex.” In other words, when men are in an environment where there are more women, they appear to put in less effort, and have less interest in relationships.

Auch hier natürlich wieder nur im Schnitt. Klar, wer einfach so Sex haben kann, der braucht sich weniger zu binden und will sich in der Hinsicht vielleicht eher ausleben.

In contrast, in environments where men are more numerous, relationships are more likely to proliferate. The Harvard psychologist Marcia Guttentag and her colleague Paul Secord examined census numbers, data on sex ratios, and historical texts dating back to ancient Greece and medieval Europe. She found that in societies where men were more numerous relative to women, the culture was more likely to stress courtship and romance. Men had to compete for wives and were thus more willing to make commitments to women. While women in such societies were more likely to be cast in stereotypical gender roles, they also, Guttentag reports, exercised greater control in their choice of romantic partner.

Also die Männer werben mehr um die Frauen in Gesellschaften mit mehr Männern und die Frauen verhalten sich gleichzeitig traditioneller, haben aber auch mehr Einfluss auf die Partnerwahl.

She found that the opposite was the case in societies with more women than men. She writes, “The outstanding characteristic of times when women were in oversupply would be that men would not remain committed to the same woman throughout her childbearing years.” Intriguingly, Guttentag posits that feminist movements are energized when there is a dearth of men in the local environment:

With a surplus of women, sexual freedoms are more advantageous to men than to women. Decreased willingness to commit oneself to an exclusive relationship with one woman is consistent with that fact… It follows further that the persistence of such circumstances would leave many women hurt and angry. Other women, not themselves without a man, would nevertheless often be aware of the unfortunate experiences of their women friends in relations with men. These circumstances should impel women to seek more power, and incidentally, turn them towards meeting their own needs. Most forms of feminism are directed to just such ends.

In short, environments with more women give rise to conditions that propel women to reduce their social, economic and political dependence on men. In part because men are less interested in commitment when they are outnumbered by women and therefore have more options.

Also feministische Bewegungen profitieren davon, wenn ein Mangel an Männern vorhanden sind, weil Frauen dann selbständiger sein müssen und die Sache selbst in die Hand nehmen müssen. Interessante These. Meine Vermutung wäre, dass es allerdings eine andere Art von Feminismus ist als der intersektionale Feminismus. Eher ein „emanzipierter Feminismus“ und nicht einer der rein auf eine Opferrolle ausgerichtet ist.

Still, much of this is assuming that men in educated dating pools prefer educated women. And for long-term relationships, they do. Compared with women, though, men tend to be more open to pairing up with less educated partners. And less educated women tend to be open to dating men more educated than themselves. What this means, then, is that educated women are not only competing against other educated women for educated male partners, but also against less educated women.

Also die weibliche Managerin ist nicht nur in Konkurrenz mit den anderen Managerinnen um einen Mann mit hoher Position, sondern eben auch mit den Sektretärinnen, den Frauen aus der Marketingabteilung etc. Hingegen ist der männliche Sekretär, der einfache sonstige Angestellte für die Managerin uninteressanter.

To use Guttentag’s phrasing, the dating environment for educated men has an oversupply of women, and they are acting in line with Guttentag’s original findings. As Birger puts it in Date-onomics, describing why educated men are often reluctant to settle down, “Why make a lifetime commitment to one woman when you can keep her as an option while continuing to survey the market—a market that, for college-educated men, has an ever-increasing number of options?” This point has also been stressed by David Buss. In an essay titled The Mating Crisis Among Educated Women, Buss observes that it is no coincidence that the rise of hookup culture on college campuses has developed alongside the growing proportion of female students. Even Tinder, he suggests, is a part of the same phenomenon. Fewer men means more hookups.

Dazu sei allerdings noch zu sagen, dass College oder das Studium auch eine besondere Zeit ist, die Ideal für so etwas ist, während später im Job sicherlich die „Jagd“ nach Frauen anstrengender und aufwändiger sein kann.

Why Don’t You Get a Job?

Other factors don’t bode well for long-term relationships. According to the Pew Research Center, nearly 80 percent of never-married women, compared with less than half of never-married men, report that having a partner with a steady job is “very important” to them. Employed men are more attractive to women. And given that successful women tend to value success in prospective partners even more than less successful women, it stands to reason that employed women place an even greater value on employment when selecting a partner. However, Pew has also found that among never-married adults, for every 100 women, there are only 84 employed men. If all employed men were suddenly taken, every sixth woman would be partner-less.

Die Männer mit Job sind also, wie nach dem oben gesagten, schneller vom Markt. Das passt auch zu den Statistiken, nach denen vergebene Männer allgemein gesünder sind und länger leben: Klar, wenn kranke Männer eher zB arbeitslos sind, dann sind sie auch eher Single.

Why does any of this matter? Maybe relationships aren’t that important, and people derive happiness from other things, like career success. But consider recent research led by Nathan Kettlewell at the Economics Discipline Group at the University of Technology Sydney. Kettlewell and his colleagues found that when it comes to cognitive and emotional well-being, job-related events such as getting a promotion or being fired doesn’t actually have much impact beyond about three months. What does impact well-being? Negative factors on well-being were the death of a partner or child, separation or divorce, and major financial loss (e.g., bankruptcy). Positive factors were getting married, having children, and a major financial gain (e.g., inheritance or lottery winnings). Considering that few of us are going to inherit money from a rich uncle or win the Powerball, establishing a relationship with people we love is key to our sense of well-being.

Kinder und verheiratet sein geben eben eine gewisse Stabilität, zumindest, wenn die Beziehung klappt.

Why are men falling behind when it comes to education? Several suggestions have been offered. One might be video games. In a paper titled “Cutting class to play video games,” the economist Michael Ward looked at a dataset of more than 6,000 high school and college students. He found that when video game sales increase, students spend less time attending class and doing homework and more time playing games. Furthermore, this “crowding out” effect was stronger for males and lower income students. He also found that the average amount of time spent playing video games was three times larger for males compared to females.

Der Vorteil von Videospielen ist, dass es hier oft schnelle, unmittelbare und planbare Erfolge gibt. Wer etwa ein Aufbauspiel gegen den Computer spielt oder ein Spiel, bei dem er seinen Helden auflevelt und in einer Open World stets besser wird, der kann sich immer wieder freuen, dass er etwas erreicht hat, dass er gut war, dass er ein Problem gemeistert hat, versinnbildlicht durch einen Levelaufstieg, eine bessere Eigenschaft, einen besseren Gegenstand oder den Zugang zu einem neuen Quest. In der tatsächlichen Welt ist das in vielen Fällen weitaus schwieriger, es erscheint kein Pop-Up-Fenster und bestätigt einem, was man gemacht hat und man kann auch nicht abspeichern.

The economist Erik Hurst has suggested that leisure time has become so valuable to men that they are less willing to exchange that time for other pursuits. In an interview, Hurst has said, “In our culture, where we are constantly connected to technology, activities like playing Xbox, browsing social media, and Snapchatting with friends raise the attractiveness of leisure time. And so it goes that if leisure time is more enjoyable, and as prices for these technologies continue to drop, people may be less willing to work at any given wage.” This may be why fewer young men, relative to women, are employed or attending university.

Es ist in der Tat eine interessante Frage, warum Männer weniger häufig Studenten sind, wenn dort doch viel zu holen ist und ein hoher Status aufzubauen ist.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass es mit dem „Lesen-Gap“ etc zusammen hängt und es mehr Männer als Frauen gibt, die nicht lange in Bücher schauen wollen und dann in einem Büro sitzen wollen, sondern statt dessen „richtig“ arbeiten wollen. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Intelligenzkurve bei Männern etwas flacher, aber dafür breiter ist und es damit zwar mehr intelligentere, aber auch mehr dümmere Männer gibt. Zudem gibt es eben im technischen Bereich auch ohne Studium teilweise sehr gutes Geld zu verdienen. Etwa in einem metallverarbeitenden Beruf. Dazu schreckt Männer vielleicht dann auch die Selbständigkeit in vielen Handwerksberufen weniger ab als Frauen, die wissen, dass die meisten Bürojobs eher verträglich mit Kinderbetreuung sind.

Furthermore, Hurst and his colleagues found that from 2000 to 2015, labor hours fell by 12 percent for those aged 21–30. What has filled this free time for men? The researchers found that young men increased the number of hours dedicated to leisure by about the same number of labor hours they lost. And what kind of leisure? An article in The Economist reports, “For each hour less the group spent in work, time spent at leisure activities rose about an hour, and 75% of the increased leisure time was accounted for by gaming.” Video games might be more appealing than other ventures, and many young men have decided to dedicate more of their time to gaming and less to education or work. Interestingly, these young men do not report being unhappy. Hurst goes on to say, “These individuals are living with parents or relatives, and happiness surveys actually indicate that they are quite content compared to their peers.” However, the men surveyed are quite young. It is possible and perhaps likely that as these men reach middle-age, their feelings will change.

Also auch die Idee, dass Männer an sich oft mit weniger zufrieden sind, wenn sie ihre Erfolge woanders holen können. Das es ihnen weniger ausmacht zuhause zu leben und dort bequem versorgt zu werden und da aber die Freizeit auch eher nutzen zu können.

Irgendwie kommt es mir – auch wenn es sicherlich ein sehr großer Markt ist – unwahrscheinlich vor, dass Computerspiele da einen so großen Einfluss haben, auch wenn es sicherlich viele Gamer gibt.

For now, many young men understand that women want educated and successful partners. Why not work harder to adapt to this preference? In their book, The Demise of Guys, psychologists Philip Zimbardo and Nikita Duncan suggest that the answer is twofold: fake war and fake sex. They argue that many young men have a natural desire for conflict, struggle, and accomplishment. Video games satiate this desire. They are designed to induce a sense of gradual achievement in the face of obstacles adapted to be just above the player’s ability. Alongside this, young men also have a natural desire to seek sexual partnerships. Digital porn satiates this desire. Porn provides a virtual experience of sexual fulfillment with multiple different partners. Many young men may have simply decided to derive a sense of accomplishment from gaming, and a sense of sexual satisfaction from porn.

Also eine Abdeckung sexueller Interessen über Pornos und der Herausforderung und dem Statusaufbau in Videospielen. Wenn man zwischen Pornhub und Geralt von Riva sein hin und her wechseln kann, dann kann das belohnender sein als die Anforderungen von Frauen zu erfüllen und sich auf deren Vorstellungen eines guten Lebens einzulassen. Es wäre also der Anstieg an Ersatzbefriedigungen.

Sexy selfies and dating pools

In short, there are far more educated women than educated men. Educated women, on average, prefer men who are educated as well. And among couples in which the woman has more education, they tend to prefer men who earn more than themselves. But the reality is that fewer young men are graduating from college compared to women, fewer men are employed, and fewer men are seeking employment. The dating pool is shrinking for women who are interested in successful, educated, men with good career prospects. In such an environment, hookup culture becomes more widespread, which women tend not to like as much as men. The romantic landscape is rosy for educated men, who are more open to dating both educated and less educated women. But for women, the situation doesn’t look as great. Research suggests in such an environment, sexual competition between women intensifies. In fact, a recent study found that the proliferation of “sexy selfies” may be due in part to economic inequality, as women compete to earn the attention of a shrinking pool of economically successful men.

In gewisser Weise wären damit die sozialen Netzwerke die Videospiele und die Pornos der Frauen. Hier erhalten sie für das geschickt in Szene gesetze Selfie Likes, Kommentare, Follower etc, ohne das sie wirklich in Konkurrenz mit anderen Frauen treten, denn Likes sind eine recht billige Währung. Es kann sie keiner wirklich ausnutzen und auch nicht nach dem Sex verlassen, weil es ja alles nur virtuell ist. Man kann die Szene genießen, die Aufmerksamkeit und sich darin Sonnen, dass alle einen wollen.

The good news, though, is that couples in which both individuals are educated tend to be happier. Their divorce rates are lower and satisfaction with their marriages is higher. But as the incentives continue to shift, and imbalanced ratios continue to influence the dating pool for the educated, we may see fewer such couplings.

Man darf auf die Zukunft gespannt sein.