Die perfekte feministische Regierung

Scholz hat gerade schon angekündigt, dass dein Kabinett, sollte er Bundeskanzler werden, zur Hälfte mit Frauen besetzt sein wird. Aber der ist natürlich ein weißer heterosexueller Mann und daher kann so viel da auch nicht bei rauskommen. Bei den Grünen soll die Kanzlerfrage herausgeschoben werden, also auch hier keine klare feministische Linie.

Wie wäre aber das perfekte feministische Kabinett?

Welche Randgruppen und welche Besonderheiten müssten dort repräsentiert werden und wäre ein Cis Mann dort möglich?

Gegenwärtig sind im Parlament noch nicht einmal hinreichende Personen vertreten, etwas schwarze behinderte Frauen, aber wer will kann sich mit realen Personen oder einfach nur nach Diskriminierungen das perfekte feministische Kabinett ausmalen. Und die anderen dürfen anführen, warum es nicht gut genug ist.

Erklärungsmodelle toxischer Männlichkeit

Aus dem Wikipediaeintrag:

Häufig wird auf (evolutions)biologische Faktoren hingewiesen, die toxische Maskulinität durch die Natur des Manns zu erklären versucht. Männer seien dank der Notwendigkeit, zu überleben (natural selection) und sich fortzupflanzen (sexual selection), darauf gepolt, aggressiv und dominant aufzutreten.[13] Das Toxin sei demnach Testosteron, das die Männer zur Gefahr mache.[14]

Das ist so ein Ansatz, der deutlich macht, dass sich die Leute nicht wirklich mit Evolutionsbiologie beschäftigt haben und eine sehr negative Sicht haben. Sie wollen die positiven Seiten der von ihnen als negativ beschriebenen Eigenschaften gar nicht sehen und sich auch nicht mit Biologie beschäftigen

Gegen den biologischen Erklärungsansatz steht die Annahme, dass Formen toxischer Maskulinität meist schon von Kindesbeinen an als sozial normiertes Verhalten erlernt werden („Jungs weinen nicht“, „Jungs prügeln sich halt mal“). Wird aggressives Verhalten bei Mädchen eher unterbunden, wird es bei Jungs eher toleriert oder sogar noch unterstützt. 

Der Absatz ist auch nicht gerade sehr intelligent. Wenn Männer von „Natur aus“ toxische Männlichkeit „in sich hätten“ dann würden sie natürlich auch das entsprechende soziale Verhalten zeigen und man würde es als natürlich für sie als Männer ansehen. 
Und natürlich hat auch hier noch niemand von CAH-Mädchen und Co gehört. 

Autor Jack Urwin hat hierzu festgehalten:

„Im Englischen gibt es den Begriff ‚toxic masculinity‘, also einer Form von Männlichkeit, die auf Dominanz und Gewalt basiert und Gefühle nicht zulässt. Es ist ein Problem, wenn Jungs und Männern immer wieder erzählt wird, dass ein ‚richtiger Kerl‘ nicht weine, eine ausschweifende und geradezu animalische Sexualität habe und alles, was sich ihm in den Weg stellt, eigenhändig beiseiteräumen müsse – ein Problem für Frauen und Männer. Es ist diese Form von Männlichkeit, die wir thematisieren müssen. Dass sie weitverbreitet ist, heißt nicht, dass sie in der ‚Natur‘ von irgendwem liegt.“[15]

Ist da überhaupt ein Argument enthalten?

Zu den möglichen Folgen toxischer Maskulinität gehören ein risikoreicheres und gewaltbereiteres Verhalten, aber auch Einsamkeit und soziale IsolationDepressionen und eine höhere Suizidrate, vor allem, da Betroffene sich aufgrund des vermeintlichen Stigmas nicht in Therapie begeben.[16][17] Vermutet wird auch ein tendenziell höheres Risiko zu Arbeitssucht (bis zum Burn-out), Alkoholabhängigkeit und Drogenmissbrauch.

Andere Erklärungen sind ja auch wirklich nicht ersichtlich. Dazu müsste man sexuelle Selektion, intrasexuelle Konkurrenz etc verstehen. 

Selbermach Samstag 317 (28.11.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Nochmal: Toxische Männlichkeit

Aus der Wikipedia:

 

Toxic masculinity (deutsch „toxische Männlichkeit“ oder „giftige Männlichkeit“) ist ein Begriff, der aus der Soziologie stammt und dort ursprünglich im Kontext der Verhandlungen um hegemoniale Männlichkeit entstanden ist. Arbeiten zur hegemonialen Männlichkeit untersuchen die sozialen Praktiken und systemischen Machtstrukturen einer Gesellschaft, die die dominante Position von Männern beibehalten bzw. bestärken und zugleich die untergeordnete Position von FLINTA-Personen (Frauen, Lesben, inter-. trans- und Aidentity Personen[1][2][3][4]) aufrechterhalten sollen. Beachtung finden hierbei auch die in einer Gesellschaft vorherrschenden Vorstellungen von Männlichkeit, die sich anhand entsprechender Verhaltensweisen und Beziehungskonzepten von Männern und kollektiven männlichen Strukturen beschreiben lassen. Die soziologische Geschlechterforschung geht davon aus, dass einige der Verhaltensweisen und Umgangsformen zur Demonstration von Männlichkeit als giftig oder schädlich zu begreifen sind, vor allem, da sie ein sehr eindimensionales und schablonenhaftes Bild von Mann-Sein entwerfen.

Also Vorstellungen von Männlichkeit, die schädlich sein können und ein eindimensionales und schablonenhaftes Bild vom Mann-Sein entwerfen.

Und diese eindimensionalen und schablonenhaften Bilder werden dann innerhalb des Feminismus zu einem Vorwurf umgewandelt, bei dem man nahezu bei allem Verhalten, welches ein Mann zeigt, anführen kann, dass er das nur mache, andere Erklärungsversuche scheiden aus, weil er diesen eindimensionalen und schablonenhaften Bild verhaftet ist. 

Für Feministen scheint nur noch dieses Bild von Männlichkeit, nur noch diese Vorstellung, dass Männer sich nicht dagegen verhalten können, zu existieren. 
Wobei Männer aus meiner Sicht keineswegs so ein eindimensionales Bild haben. 

Die Sorge vor einem zu engen Bild von Männlichkeit hat sich insofern im Feminismus zu einem Vorwurf gewandelt, den man jederzeit tätigen kann. 

Zu diesem (als toxisch verstandenen) Bild von Maskulinität zählen u. a.:

  • Männer dürfen keine Schwäche zeigen, sondern müssen hart sein.

Der Fehler bei diesen Punkten ist, dass sie so absolut dargestellt werden.
Richtig ist, dass der durchschnittliche Mann härter ist als die durchschnittliche Frau.

 Sensitivity zeigt einen sehr großen Geschlechterunterschied (d = −2.29)
(Sensitivity differentiates people who are sensitive, aesthetic, sentimental, intuitive, and tender-minded from those who are utilitarian, objective, unsentimental, and tough-minded. This factor overlaps considerably with “feminine openness/closedness”, identified by Costa and colleagues [49] as a cross-culturally stable dimension of sex differences in personality.)

Das dürfte zu einem erheblichen Teil auch biologisch bedingt sein, es zeigt sich ja auch typischerweise bei „männlicheren Lesben“ und im Gegenzug bei „weiblicheren Schwulen“, was zu den typischen Hormontheorien kommt. Es wäre also kein Wunder, dass man diesen Geschlechtsunterschied wahrnimmt und entsprechend den Geschlechtern zuordnet.

Ich bin sicher, dass im Gegenzug auch „butch-Lesben“ vorgehalten wird, dass sie nicht immer so hart tun sollen und das unweiblich sei. Die Abwertung von „weichen“ Männern als „Schwuchtel“ und „Meme“ dürfte sich auch daraus erklären.

Und sicherlich gibt es Männer, die niemals Schwäche eingestehen. Und dann daran verbrechen. Aber das für alle Männer zu generalisieren macht aus meiner Sicht keinen Sinn.
Gerne wird es auch als Begründung für die höhere Selbstmordrate von Männern angeführt. Ich finde das relativ dreist. Ich kenne Männer, die mit schweren Depressionen beim Arzt waren. Geredet haben. Die Partnerinnen hatten mit denen sie sich ausgetauscht haben. Die es dennoch nicht geschafft habe. Das auf ihre „Toxische Männlichkeit“ runterzubrechen ist ein ziemlicher Hohn. 

  • Gefühle sollten weitestgehend versteckt oder unterdrückt werden, es sei denn, es handelt sich um Wut oder Aggression. Konflikte werden durch Gewalt gelöst.

Auch das kommt aus meiner Sicht bei den allerwenigsten Männern vor und ist auch kein sehr verbreitetes Männlichkeitsbild. Es gibt viele Gefühle, die Männer auch in einem klassischen Männlichkeitsbild ausleben sollen, von Liebe, Loyalität, Treue bis Freundschaft, Stolz oder Pflichtbewußtsein oder auch Mitleid. Es gibt kein Verbot für einen Mann sich zu freuen oder anderweitige Gefühle zu haben. Selbst eine Romanfigur wie Gerald von Riva, für eine starke Einsilbigkeit bekannt, zeigt eine Vielzahl von Gefühlen, die Griechischen Sagen sind voll von Ehre, Liebe, Stolz, Freundschaft und Verbundenheit. 

Sicherlich drücken Männer Gefühle im Schnitt anders aus als Frauen. Sicher heulen sie auch weniger oder nicht so leicht im Schnitt. Aber das ist ja auch nichts negatives und kann sogar sehr positiv sein. Sich zusammenreißen zu können hat viele positive Elemente. 

Es klingt mal wieder so als sollte die „weibliche Art“ als Maßstab gesetzt werden und zudem damit auch von Kritik ausgenommen werden. 

  • Ein wahrer Mann artikuliert seine Ängste und Sorgen nicht, sondern behält sie für sich.
  • Männer sind nicht überfordert oder hilflos; sie packen Probleme an und bewältigen sie, ohne andere um Hilfe bitten zu müssen.

Haut eigentlich in die gleiche Kerbe. Auch hier wird damit gearbeitet als wäre es immer falsch seine Ängste und Sorgen zu artikulieren. Dabei bringt das in vielen Bereichen absolut nichts, außer das sich dann zwei Personen sorgen müssen. Es kann auch schlicht ein Geschlechterunterschied sein, bei dem „darüber reden“ Frauen weitaus mehr bringt als Männern, die eher Lösungsorientiert sind. 

Und natürlich kann es überaus hilfreich sein, wenn man ein Problem selbst angeht und es zu lösen versucht und sich nicht an einen anderen wendet, der es dann für einen löst. Denn so kann man mehr lernen, neue Fähigkeiten entdecken etc. 

Gerade in Zeiten des Internets ist natürlich auch das Internet häufig schon eine große Hilfe. Wenn ein Problem auftaucht ist zB Südländerin sehr schnell dabei, dass wir zB einen Handwerker rufen sollen, während ich gerne erst mal im Internet nachschlage, ob man das nicht selbst hinbekommt, was auch durchaus häufig klappt. 

  • Verhaltensformen, die als verweichlicht oder weibisch gelten (Weinen, Schüchternheit, Angst, liebevolle oder zärtliche Gesten etc.), gehören sich nicht für einen richtigen Mann.

Da werden auch viele Frauen zustimmen. Genau wie Härte, eine sehr forsche Art, keine Angst und fehlende Zärtlichkeit bei einer Frau als „unfeminin“ wahrgenommen wird. 

Aber alles hat auch hier ein Maß. Klar gibt es Situationen wo jeder Mann dafür Verständnis hat, dass der andere weint, klar kennt jeder Mann Schüchternheit und Angst, gerade in Bezug etwa auf Frauen und klar widmen wir Partnerinnen liebevolle und zärtliche Gesten ohne das es die Männlichkeit betrifft. 

  • Männer sind im Umgang mit anderen grundsätzlich auf Wettbewerb und Dominanz ausgerichtet, nicht auf Kooperation.

Auch das ist absolut kein Männerbild. Es ist ein hässliches Zerrbild von Männlichkeit. Männlichkeit ist sogar ganz überwiegend auf Kooperation angelegt, auch das arbeiten in Gruppen, wir gegen die. Eines der liebsten Männerhobbys, der Fußball, ist Kooperation. Freunde und Verbündete zu haben war immer wichtig, und auch eine Hierarchie macht nur Sinn, wenn man innerhalb einer Gruppe Streit vermeiden will. 

Klar ist Männlichkeit gleichzeitig von Wettbewerb und auch Dominanz geprägt. Aber das schließt Kooperation nicht aus.

Es ist eben der Unterschied von In-Group und Out-Group. Gleichzeitig kann auch Wettbewerb eine sehr kooperative Sache sein, indem man Regeln befolgt, fair ist, einen Wettkampf sieht, der beide Seiten zu größeren Taten anspornt. Ein Wettbewerb muss kein Ausschluß des anderen sein

  • Ein echter Mann will immer Sex und ist auch immer dazu bereit.

Männer wollen im Schnitt wesentlich mehr Sex als Frauen. Auch hier ein klassischer biologischer Unterschied. Und die meisten Männer sind auch nahezu immer zumindest biologisch bereit für Sex. Klar kann Stress dazu kommen oder eine zu schnelle Abfolge von Sex. 
Aber auch da gibt es ja gleichzeitig – aus eben dieser Erfahrung heraus, dass Männer selten abgeneigt sind – Ängste der Frauen, wenn es nicht klappt. Warum will er nicht? Bin ich nicht hübsch genug? Steht er nicht mehr auf mich? Geht er fremd? 

  • Männer und Frauen sind grundsätzlich nicht in der Lage, einander zu verstehen oder miteinander befreundet zu sein.

Auch das kenne ich als Männerbild nicht. Es ist ein gewisses Klischee, dass aber in dieser Form eher bei beiden Geschlechtern, wenn auch meist eher scherzhaft, besteht. 

  • Männer, deren Körper nicht dem maskulinen Idealbild entsprechen (breitschultrig, muskulös, hochgewachsen, schmerzresistent), werden nicht ernst genommen oder verlacht.

Auch das sind eher Ausnahefälle, die die Unterstellungen im Feminismus sicherlich nicht abdecken. Aber natürlich kann Schwäche etwas sein, was man in der intrasexuellen Konkurrenz wahrnimmt. So wie Frauen sich mitunter in der Gegenwart sehr schöner Frauen schlecht fühlen und ihre Unzulänglichkeiten mehr wahrnehmen. 

Für Formen toxischer Maskulinität existieren eine Reihe euphemistischer Vokabeln, darunter Alphamännchen oder Macho-Mann. Männlichkeit muss hierbei immer wieder unter Beweis gestellt werden, zum Beispiel durch Mutproben, Trinkspiele, physisches Kräftemessen oder Erniedrigungsrituale anderen gegenüber.[5]

Kräftemessen und Mutproben müssen auch nichts schlechtes sein. Sie müssen keineswegs zu einer Erniedrigung des anderen führen. 
Natürlich können sie das, aber das ist bei Frauen ja nicht anders. 

Der Begriff toxic masculinity wird häufig fehlinterpretiert als Unterstellung, jedes männliche Verhalten sei grundsätzlich als schädlich oder schlecht zu begreifen. Tatsächlich meint toxische Männlichkeit aber die stereotypen, repressiven Vorstellungen der männlichen Geschlechterrolle in einer Gesellschaft, die limitieren, welche Art von Emotionen und Verhaltensweisen Jungen und Männer an den Tag legen dürfen (und welche nicht).[6] Diese Verhaltensformen der toxischen Maskulinität werden gesellschaftlich eingefordert und forciert; darunter fällt das Belächeln, Auslachen, Kleinreden, Verurteilen, Verletzen, Bloßstellen, Beleidigen, Beschimpfen und Diskriminieren von Männern, die nicht der Idee des wahren Mann-Seins entsprechen. Eines der zentralen Anliegen der Geschlechterforschung, die sich mit toxischer Maskulinität beschäftigt, ist es daher aufzuzeigen, dass auch Männer unter den Machtstrukturen des Patriarchats, d. h. den so propagierten Männlichkeitsbildern und Rollenklischees, leiden können.[7][8]

Die Fehlinterpretation beruht auch darauf, dass der Vorwurf toxischer Männlichkeit auch stark ausgeweitet wurde und nahezu als Erkärung für alles dienen kann. 

Nimmt man die „enge Definition“ dann wäre das Phänomen kaum der Rede wert, jedenfalls nicht im Westen. Der Anteil der Männer, die solch überzogene Männerbilder haben wäre verschwinden gering.
Es scheint mit insofern wieder ein Spiel mit Burg und Festung zu sein:

Man tut so als wäre es etwas sehr enges und kein genereller Vorwurf gegen Männer. 
Um dann danach daraus generelle Vorwürfe gegen Männer zu machen, bei denen alles ein Beleg für diese alten Rollenbilder ist und alle Männer toxisches Verhalten zeigen. 

Karriere machen wie ein Mann bzw. die Überzeugung einiger Frauen, dass bestimmte Arbeiten der Frau anscheinend nicht übertragbar sind

Wenn man mit Frauen über Hindernisse für Frauen bei der Karriere redet, dann kommt häufig so etwas wie „Sie müssen ja auch noch die Carearbeit machen“ und „Klar kann sie nicht 60 Stunden arbeiten und sich danach noch um Haushalt und Karriere kümmern“ oder zumindest ein „Und wer macht ihm diese und jene Arbeiten, damit er das kann?“

Karriere machen wie ein Mann klingt dann für eine Frau geradezu unmenschlich und kaum vorstellbar.
Aber es kann ganz interessant sein, da mal eine Version zu entwerfen:

Sie studiert ein Karrierefach. Bei der Partnerwahl achtet sie strikt darauf, dass er weniger als sie verdient und bereit ist die Kinderbetreuung zu übernehmen. Sie muss schauen, wie sie ihn in der Situation glücklich hält, was bei den Frauen der Manager der Shoppingtrip ist muss eben dann zb der Einkauftrip in den Technikladen sein und die Anerkennung als Mann dafür wie er den Haushalt führt etc.
Ansonsten wird die Frau alles den Beruf unterordnen.60 Stundenwoche, wenn es wichtige Termine erfordern auch mal länger. Wenn man die Schulausführung des Kindes verpasst, weil gerade irgendwo ein Problem eingetreten ist, dann ist das eben so. Es gibt im nächsten Jahr eine neue und man kann sich die Fotos anschauen.

Die „Carearbeit“ überlässt man ganz ihm, man hat keine Zeit dafür und bringt ja das Geld nach Hause. Zur Not kann man dann am Wochenende etwas Zeit mit der Familie verbringen. Es gilt hier für die Frau vollkommen loszulassen und nicht zu glauben, dass man etwas besser machen kann. Er wird es schon auf seine Weise hinbekommen, das ist sein Bereich.

Überhaupt Kinder: Man kann auch direkt abstillen oder jedenfalls sehr schnell um dann direkt wieder im Büro zu sein. Wenn das Kind nachts schreit, dann überlässt man das dem Hausmann, denn morgen sind wichtige Sitzungen.

Die Kinder kommen ansonsten früh in Kinderkrippen oder Kindergärten, wenn es mit der Karriere besser läuft kann man auch noch Kinderbetreuer anstellen oder eine Haushaltshilfe.

Man sieht die Kinder vielleicht noch mal morgens, die Arbeit ist zu weit weg um Mittags noch mal nach Hause zu kommen und wenn man von der Arbeit kommt, dann schlafen sie schon. Immerhin sind Teile der Wochenenden für die Familie reserviert, sofern nichts dazwischen kommt und ein paar Akten oder Vorgänge kann man auch mal in Ruhe am Wochenende zuhause bearbeiten, da stören einen die Leute nicht pausenlos mit anrufen.

Und wenn es auf diese Weise mit dem Partner nicht klappt, dann wird er eben die Kinder mitnehmen oder man sucht sich einen neuen, jüngeren Partner, mit dem man neue Kinder haben kann bzw der die alten betreut. Wenn man sich 2-3 mal scheiden lässt muss das – je nach Branche – kein Untergang sein. Hauptsache das Geschäft leidet nicht und der Ehevertrag hält.

Nach der Arbeit besucht man noch Verbände wie sagen wir mal Lions Club oder Rotary oder politische Veranstaltungen oder wirbt im Golfclub um neue Aufträge.

Den Urlaub bucht man in Deutschland, da kann man wenigstens von der Insel noch mal kurz zu einer wichtigen Sitzung fahren, man ist ja am nächsten Tag wieder da.

Das kommt dann in Schilderungen von Führungspositionen nicht so vor und eine solche Beschreibung würde von den meisten Frauen als unzumutbar angesehen werden.

„Ich bin eine #Quotenfrau“

Katharina Schulze hatte schon mal einen Tag früher angefangen, aber gestern wurde deutlich, dass es eine Kampagne zum Thema Frauenquote gab, mit der der Begriff positiv besetzt werden sollte.

Auf dem Sterncover hatten sich „40 machtvolle Frauen gegen das Stigma gestellt“

Stern Quotenfrau

Der Titel sollte wahrscheinlich an die Kampagne „Ich habe abgetrieben“ erinnern. 

Ich glaube die Aktion ist zum Scheitern verurteilt, Quotenfrau kann kein positiv besetzter Begriff werden, denn was soll als Bild daran positiv sein? Er steht dafür, dass man dort eben nur wegen der Quote ist und sonst nicht da wäre. 

Sie müssen sich da schon einen neuen Begriff überlegen. Aber das ist eben schwierig, denn er muss ja gleichzeitig irgendwie was mit Unterdrückung zu tun haben und kann nicht auf Leistung abstellen. „HarteArbeitFrau“ oder „Arbeitsmanagerin“ oder etwas in der Art wären nicht denkbar. 

Aus dem Bericht des Sterns:

Es ist ein Satz, der vielen Frauen nicht leicht über die Lippen geht: „Ich bin eine Quotenfrau“. Und dennoch: 40 Frauen aus Top-Positionen der Gesellschaft sagen ihn im stern. Sie wollen dem Begriff das Stigma nehmen.

Es sind Spitzenmanagerinnen, Wissenschaftlerinnen, Schauspielerinnen, Politikerinnen, Sportlerinnen, viele bekannt und prominent: Frauen wie zum Beispiel die CDU-Vorsitzende und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Komikerin Carolin Kebekus, Beraterin Janina Kugel, Transformationsforscherin Maja Göpel, Schauspielerin Maria Furtwängler, Moderatorin Caren Miosga oder auch die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal. 

 

Frauen in Spitzenpositionen sind immer noch eine Seltenheit in diesem Land. Die 40 Frauen wollen erreichen, dass der Begriff „Quotenfrau“ sein Stigma verliert. Sie wollen, dass ihn Frauen in Zukunft mit Selbstbewusstsein aussprechen. Denn Deutschland wird bald mehr Quotenfrauen bekommen. Am Freitagabend hat sich nach langem, harten Ringen in Berlin eine Arbeitsgruppe der Großen Koalition grundsätzlich auf ein Gesetz geeinigt. Es soll eine 30-Prozent-Frauenquote in Aufsichtsräten von Unternehmen des Bundes eingeführt werden. In den Vorständen von börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern soll bei einer Neubesetzung mindestens eine Frau sitzen. Die Details werden von dieser Woche an erst in den Koalitionsspitzen und später im Kabinett verhandelt. 

Mein Ansicht ist ja: Jede Frau, die etwas auf sich hält im geschäftlichen Bereich wird den Begriff meiden. Es ist ein Eingeständnis von Schwäche und ein negativ besetzter Begriff. 

Besonders passend fand ich, dass ich auch Frau Göring-Eckhardt beteiligt hat, die Frau, die auch Vorstand der Grünen geworden wäre, wenn sie sich nur selbst gewählt hätte, weil sie die einzige Frau auf dem Stimmzettel war:

und natürlich dann noch so Sätze bringen wie „Die Hälfte der Macht den Frauen. Mindestens!“

„Wäre es ein Problem, wenn eure Freundin, Frau oder erwachsene Tochter Hure gern und selbstbestimmt Hure wäre?“

 
Wäre es ein Problem, wenn eure Freundin, Frau oder erwachsene Tochter Hure gern und selbstbestimmt Hure wäre?

 
Es gab hier glaube ich in den Kommentaren schon mal Diskussionen a la „Wie könnt ihr für die Legalität der Prostitution sein/Pornos schauen und gleichzeitig dagegen, dass  eine euch nahestehende Frau/eine Verwandte diesen Beruf ausübt“
 
Insofern nehme ich den Tweet mal zum Anlass eine Diskussion dazu zu eröffnen:
 
Zu meiner Frau, also Südländerin:
Ich hätte ein großes Problem damit, wenn meine Frau mir eröffnen würde, dass sie nunmehr Prostituierte werden wollte. Zum einen wäre es so untypisch für sie, dass es mich stark überraschen würde, einfach weil sie aus einem konservativen Land kommt und das bei starker familiärer Eingebundenheit etwas wäre, was mit ihrer Familie niemals, niemals, niemals gehen würde. Aber natürlich auch, weil sie über dreißig und Mutter von 1,5 Kindern ist und mich der Karrierewechsel da aus einem guten Job im öffentlichen Dienst heraus doch stark überraschen würde. Ich habe auch wenig Lust sie in der Hinsicht zu teilen und ich bezweifele auch, dass sie sehr begeistert wäre, wenn ich eine entsprechende Laufbahn einschlagen wollte.  Mich würde diese Idee von ihr entsetzen.
 
Aber lösen wir es von meiner gegenwärtigen Partnerin:
Ich würde auch ansonsten keine Beziehung mit einer Prostituierten oder einer Pornodarstellerin führen wollen. Ich kann nichts positives damit verbinden und glaube das es ein Beruf ist, der für eine Beziehung schädlich ist, auch wenn es Leute geben mag, die damit gut zurechtkommen. 
Natürlich passt es auch nicht zu meinem recht bürgerlichen Beruf und es würde mich auch stören, wenn Bekannte, Freunde oder Feinde recht unproblematisch mit meiner Frau/Freundin/Bekannten schlafen könnten. Natürlich haben andere Männer mit meiner Frau geschlafen und damit habe ich kein Problem, aber eben nicht gegen Geld. 
Ich hätte erhebliche Probleme damit zu verstehen, warum sie das wollte. 
 
Was wäre mit Fräulein Schmidt? 
Ich würde auch dort wenig Verständnis dafür haben, dass das der Job ihrer Wahl ist. Es erscheint mir intellektuell eine nicht sehr herausfordernde Tätigkeit und sie erfordert ein sehr kaltes Verhältnis zur eigenen Sexualität, die ich ihr aus meiner Sicht nicht wünsche. Natürlich würde es auch etwas sein, was einen evtl verfolgt, gerade in der heutigen Zeit und was spätere Beziehungen gefährden kann. Es erfordert wohl auch ein eher unstetes Leben, es erscheint mit nicht als ein geeigneter Beruf für den Ort, an dem man Leben will. 
Würde ich sie unterstützen, wenn sie es unbedingt machen will? Was soll man als Elternteil letztendlich sonst machen, auch wenn ich sicherlich versuchen würde ihr die Nachteile aufzuzeigen, die daraus entstehen und es mir vermutlich erhebliche schlaflose Nächte verursachen würde. 
 
Es gibt sicherlich Leute, zu denen diese Arbeit gut passt und für die sie die richtige ist.  Es erfordert aber entweder einen Teil seines Lebens geheim zu halten, wobei das Internet nicht vergisst oder mit den Konsequenzen bzw den Bewertungen der Leute zu leben. Aus meiner Sicht sind die Möglichkeiten in beiden Berufen das nicht wert und sie sind auch nicht sonderlich lange ausübbar. Das mögen andere anders sehen.  Die evolutionär bedingten Vorbehalte gegen Frauen, die Sex mit jedem haben scheinen mir auch schwer auflösbar. 
 
 

Katharina Schulze: „Ist doch toll Quotenfrau zu sein, es damit aus eigener Leistung zu schaffen und die Gesellschaft/das Unternehmen mitzugestalten“

Zur Erklärung führt sie aus:

Viele Reaktionen hier zeigen, wie dringend wir eine Quote brauchen. Quote und eigene Leistung passen natürlich zusammen. Die Mär, dass es nicht genügend qualifizierte Frauen für die verschiedenen Jobs gibt, ist einfach Quatsch – es gibt also jeweils Auswahl. #proquote

Außerdem schafft erst die Quote richtigen Wettbewerb (auch für Männer, das ist doch toll). Sobald wir echte Gleichstellung haben, können wir die Quote gerne wieder abschaffen. Bis dahin brauchen wir sie, Freiwilligkeit reicht nicht. Und ansonsten: check your privilege! #proquote

Und retweetet noch: