Macht durch Anfordern des perfekten Verhaltens, Selbstüberwachung und Profeminismus

Ich habe noch einmal darüber nachgedacht, was mich eigentlich so an den Haltung von Franziska bei Anarchie & Lihbe stört und fand dabei einen Kommentar unter dem Artikel von Philippe Wampfler hilfreich, der die Prinzipien, die er dort erkennt, noch einmal zusammenfasst:
  1. Männer können nicht mit Anerkennung rechnen, wenn sie sich antisexistisch verhalten – und wenn sie nur erste Schritte in diese Richtung machen, müssen sie weiterhin kritisiert werden für ihr Verhalten.
  2. Wer sich unfrei oder unsicher fühlt, weil er/sie Grenzverletzungen begehen könnte, muss diese Möglichkeit ausräumen und sich nicht über das Gefühl der Unfreiheit und Unsicherheit beklagen.
  3. Männer sollten ihre Erfahrungen mit antisexistischem Verhalten unter Gleichgesinnten produktiv nutzen, anstatt sich darüber zu beklagen.
Dagegen verweißt Franziska darauf, dass es kein Imperativ sei, aber wie sie den da angesichts ihres Textes rausbekommen will, erläutert sie leider nicht. Sie stellt ja konkrete Anforderungen, die einem Imperativ gleichkommen.
Diese Prinzipien haben aus meiner Sicht erhebliche Schwachstellen:
  1. Über weiche Begriffe wie Mackertum oder patriarchalisches Verhalten wird gerade in Verbindung mit der Definitionsmacht eine unerfüllbare Hürde aufgebaut. Wer versucht, sie zu erfüllen, der wird allenfalls erleben, dass der Begriff immer weiter nach unten schraubbar ist. Es wird dann eben so etwas darunter fallen wie die Auffassung aufgrund seines Geschlechts Geschirr nicht abräumen zu müssen (was ich durchaus kritikwürdig finde), aber auch eine breitbeinige Sitzhaltung, wie der Artikel zeigt. Wenn er dann endlich geschlossen sitzt dann kann man ihm vorwerfen, dass er nicht genug lächelt und damit eine innere Abwehrhaltung gegen die Befreiung der Frau und die Abschaffung des Mackertums demonstriert und damit den Frauen Angst vor der Kontrarevolution macht. Lächelt er genug, dann vielleicht nicht ungezwungen genug etc. Es fehlt also ein limitierender Faktor.
  2. Diesen könnte man dadurch hereinbringen, dass man ein Feedbacksystem einführt, nachdem aus dieser Sicht gutes Verhalten angesprochen wird. Das ist aber gerade nicht erwünscht. Vielmehr soll man ihn nicht loben oder positives Feedback geben, denn seine Verbesserungsbemühungen sind selbstverständlich. Hingegen darf weiterhin vollständig kritisiert werden, eben bis hin zur Sitzhaltung oder seiner Art zu sprechen einschließlich der Stimmlage. Er wird also beständig weitere Anforderungen an sein Verhalten gestellt bekommen, dass es immer weiter vom „Mackertum“ entfernen. Es ist im auch nicht möglich, selbst ein Feedback einzufordern oder seine Sicht der Dinge darzustellen, denn damit würde er ja den Feminismus in seiner Arbeit behindern. Er muss sich also andere Männer suchen und mit diesen die „Mackertumbekämpfungsspirale“ weiter nach unten schrauben. Auf das beste, was er hoffen kann, ist dann das Fehlen der Kritik. Gleichzeitig wird eine sehr harte Eigenkritik verlangt: Wenn Zweifel vorhanden sind, ob etwas nicht doch mackerhaft ist, dann muss er es im Zweifelsfall lassen bzw. ändern. Und was bitte ist nicht mackerhaft in irgendeiner Form, wenn man es nur genug hinterfragt?
  3. Er ist also Sisyphos, der den Stein immer wieder den Berg hinauf rollt um ihn dann oben durch die Kritik seines Verhaltens wieder nach unten gestoßen zu bekommen. Aber wie uns Camus lehrt ist Sisyphos ja ein glücklicher Mann. So mag auch der männliche Profeminist durch die Kritik gestärkt den Berg hinunter wandern um auf neue die Kugel des unmackerhaften Verhaltens nach oben zu schieben, sich freuend, dass sie bald wieder heruntergestoßen wird und er sein Werk von neuen beginnen kann. In dem er die Absurdität seines Handelns anerkennt gibt er seinen Leben Sinn, das Universum ist, wie Camus schreibt, nicht mehr unfruchtbar und wertlos, der Kampf gegen das eigene Mackertum ist eine Welt für sich. Er vermag ein menschliches Herz auszufüllen. Wir müssen uns daher nach dieser Ansicht auch den Profeministen als einen glücklichen Menschen vorstellen.
  4. Im Idealfall ist es sogar er, der, wenn er den Fels hinaufgerollt hat die Strecke kritisch zurückblicken muss um den Fels dann wieder gen Tal sausen zu lassen. Den er ist ja selbst dafür verantwortlich weniger mackerhaft zu werden. Dieses Ideal der Selbstverpflichtung ohne erkennbares Ende im Kampf gegen das männliche Privileg macht die Situation dann noch brisanter. Er muss sich nicht nur den Vorwurf machen lassen, dass er ein Macker ist ohne den Vorwurf hinterfragen zu können, er muss auch noch schauen, was er genau falsch macht und darf nie zufrieden sein (das wäre nämlich auch mackerhaftes Mansplaining und ein Verstoß gegen die nicht ausgesprochene Definition, also eine Aberkennung der Definitionsmacht. 
  5. Also: Was der profeministsche Mann auch macht, er wird immer weiter im Hamsterrad laufen. Und sich selbst noch dabei antreiben, obwohl er niemals ins Ziel kommen kann.

    Würde mich persönlich nicht so begeistern. Aber jedem das Seine.
 Mich würden an dieser Stelle aber Geschichten von Männern interessieren, die diesen Weg gegangen sind. Eine hatte ich ja schon verlinkt, aber sie enthält auch wenig konkretes. Hugo Schwyzer scheint gerade einmal der Auffassung gewesen zu sein, dass er das Hamsterrad unter Kontrolle hat und in seinem Tempo weiterlaufen kann, musste aber die Erfahrung machen, dass das bereits Mackerhaft ist und eine fehlende Selbstgeißelung für alle Verfehlungen, sofortige Rückversetzung in den Feindesstatus bewirkt. Kennt jemand noch andere Geschichten?

100 Gedanken zu “Macht durch Anfordern des perfekten Verhaltens, Selbstüberwachung und Profeminismus

  1. Erfrischender Text. Gut, daß die Masse derer, die auf indoktrinierte Rollen(hass)bilder keinen Wert mehr legen und ihr Selbst neu fühlen lernen. Unbeschnitten sozusagen.

  2. @Christian

    Ich denke, man tut der Dame (die offenbar Franziska heisst) zuviel Ehre an, wenn man sich mit ihrem m.E. doch eher pubertärem Schrott auseinandersetzt; im schlimmsten Fall denkt sie noch, wenn sie soviel Aufmerksamkeit bekommt, dass sie wirklich was Schlaues geschrieben hat. Bei mir geht das ein bisschen unter die Rubrik Henryk M. Broder: Was soll ich mich mit einem solch idiotischen und undifferenzierten Schwachsinn auseinandersetzen, wie es Broder vielfach produziert?!

    Viel spannender in diesem Kontext wären m.E. Auseinandersetzungen mit einer Kritischen Männer- und Geschlechterforschung.

  3. Ich denke, man tut der Dame (die offenbar Franziska heisst) zuviel Ehre an, wenn man sich mit ihrem m.E. doch eher pubertärem Schrott auseinandersetzt…

    Das seh ich auch so. Wahrscheinlich hat die Frau* auch Freude daran, wenn sie ihr Haustier quälen kann, und möglicherweise reisst sie Fliegen mit grosser Befriedigung die Flügel aus. Ihr Hass erscheint mir krankhaft. Ein Fall für den Psychologen, nicht für den politisch Interessierten.

    Was an ihrem Vulgärsexismus anarchistisch sein soll und wo da die Liebe bleibt bei all dem Hass, das bleibt mir ohnehin ein Rätsel.

    • „Was an ihrem Vulgärsexismus anarchistisch sein soll und wo da die Liebe bleibt bei all dem Hass, das bleibt mir ohnehin ein Rätsel.“

      Sie ist in keiner Weise an der klassischen frauenrechtlichen Tradition des Anarchismus orientiert. Die klassische frauenrechtliche Tradition des libertären Sozialismus war nicht männerfeindlich, sexualfeindlich oder wissenschaftsfeindlich und ist in ihren theoretischen Grundlagen bestens mit männerrechtlichen Anliegen vereinbar.

      Es gibt heutztage allerdings hin und wieder Personen, die sich „anarchistische“ Feministinnen nennen, die aber anstatt tatsächlich an die klassische frauenrechtliche Tradition des Anarchismus anzuknüpfen und diese zu aktualisieren (z.B. um männerrechtliche Perspektiven) tatsächlich an den modernen Radikal-Feminismus anknüpfen.

      Es handelt sich dabei also um absolut durchschnittliche Radikalfeministinnen, ohne einen Funken anarchistischen Geist, die sich aber „anarchistische“ Feministinnen nennen. Diese Personen stammen meist aus der autonomen Szene und haben in der tatsächlichen zeitgenössischen anarchistischen Bewegung in der Regel wenig Verankerung und wenig Rückhalt.

  4. 1. Männer können nicht mit Anerkennung rechnen, wenn

    Das ist schon alles. Vulgärsexismus, der sich durch Sternchen (Mann* und Frau*) des berechtigten Vorwurfs entledigt glaubt.

    • Ich arbeite mich gerade erst in die Terminologie dieses Sektenwesens ein und wäre daher sehr dankbar, die Bedeutung dieser * zu erfahren: sollen die anzeigen, daß man das Geschlecht für eine Konstruktion hält, sich aber mangels anderer Bezeichnungen dieser Begriffe noch bedienen muß?

      Und was ist an Cissexualität von Übel?

      Worin genau besteht das „männliche Privileg“, das axiomatisch zugrundegelegt wird?

      • @Gabriele

        Was das * genau zu bedeuten hat, ist mir auch noch unklar.
        Bei Cisgender sehe ich m.E. auch kein Problem.
        Und das axiomatische „männliche Privileg“ dürfe wohl das sein, was sie unter Patriarchat oder Hegemonialer Männlichkeit verstehen; aber da müsste man genau nachfragen, was das in der gegenwärtigen Zeit alles heissen könnte.

      • Das Sternchen steht für Männer und alle, welche nicht als Männer geboren sind, aber trotzdem welche sind. Sozusagen steht das * für alle die, die sich als Männer fühlen.

        Das männliche Privileg in meiner Auffassung(welche sicher nicht zu 100% der „guten“ Meinung entspricht) besteht darin, nicht nachfühlen zu können und zu müssen, welchen sexistischen Sprüchen und Handlungen Frauen ausgeliefert sind. Grade was Anbaggern, Alltagssexismus, rollenklischees ala Rabenmutter angeht.

        • @skye

          „Das männliche Privileg in meiner Auffassung(welche sicher nicht zu 100% der “guten” Meinung entspricht) besteht darin, nicht nachfühlen zu können und zu müssen, welchen sexistischen Sprüchen und Handlungen Frauen ausgeliefert sind. Grade was Anbaggern, Alltagssexismus, rollenklischees ala Rabenmutter angeht.“

          Die interessante Frage bei den ganzen Privilegien ist ja immer, was man „der anderen Seite“ zugesteht. Können Frauen deiner Meinung nach nachvollziehen, welche Schwierigkeiten Männer aus ihren Rollen, den daraus erfolgenden Anforderungen und im Bezug auf das andere Geschlecht haben? Männer werden in der Regel nicht so plump angemacht, sie sind eher unsichtbar für das andere Geschlecht, wenn sie Pech haben und können das, wie es ja auch einige in dem Blog hier als Kommentare deutlich zeigen als sehr belastend empfinden. Ihnen ist in vielen Fällen die Rolle als Versorger, starker Mann etc zugewiesen und Abweichungen davon können ähnliche Folgen haben, wie bei der Rabenmutter etc.

      • @gabrielewolff

        Cissexualität ist ein Begriff, der eingeführt wurde, damit man sich von der Heteronormativität lösen kann, also der Annahme, dass Heterosexualität der Normalfall und Homosexualität das Andere, die Abweichung ist. Damit sollen beide auf eine Ebene gestellt werden, indem es eben für das „Normale“ auch einen Sonderausdruck gibt.
        Cissexualität ist insofern selbst nicht von übel, aber hat eben das Privileg als Standard angesehen zu werden, was zu bekämpfen ist.

        Das männliche Privileg ist alles, aufgrund dessen der Mann es einfach hat als die Frau. Es ist eine Abgrenzung von Diskriminierung, weil man dort davon ausgeht, dass Diskriminierung nicht den Kern der Vorgänge erfasst: Es wird nicht nur einfach jemand diskriminiert, was ein Einfall sein könnte und niemanden eine wirkliche Verantwortung zuweist, sondern es werden bestimmte Leute privilegiert. Das hat den Vorteil, dass die Diskriminierten die „Normalen“ sind und die Privilegierten die „Unnormalen“, die daran arbeiten müssen ihre Privilegierung abzubauen. Damit konnte man die Verantwortung ganz von den „Diskriminierten“ zu den Privilegierten verlagern, denn die Ausrede, dass man selbst nicht diskrimiert oder nicht dagegen machen kann, greift nun nicht mehr: Vielmehr hat jeder Mann Privilegien und wenn er sie nicht erkennt und abbaut, dann ist das sein Fehler
        Allerdings können nur Männer privilegiert sein, weil man dazu Macht benötigt. Eine Frau wird auch nicht privilegiert, sondern sie erleidet wohlwollenden Sexismus.

        Hier habe ich eine Auflistung der männlichen Privilegien (und auch eine Gegenauflistung weiblicher Privilegien)

        Allerdings wird der Begriff eher umfassend benutzt und nicht unbedingt speziellen Listenpunkten zugeordnet. Jedes einigermaßen selbstbewußte Auftreten eines Mannes und wie man in dem Artikel von Anarchie und Lihbe sieht sogar seine Sitzhaltung und Stimmlage ist bereits Ausdruck einer gewissen Macht, die ihm die Gesellschaft über Frauen zuweist und damit Privileg

        Und hier (weitere) Kritik am Privilegienbegriff

      • „Privileg“ ist die feministische Zauberformel dafür, ein entindividualisiertes Täterkollektiv zu konstruieren, und dabei gleichzeitig auch die Schuld daran dem Täterkollektiv zuzuschreiben. So kann man schön seine Hände in Unschuld waschen, entindividualisieren und kollektivieren tun immer die bösen Anderen, weil ja doch angeblich nur sie davon „profitieren“.

        Man rettet so die uralten Mythen von (protestantischer) Bürgersweiblicher Unschuld und Tugend, in die die eigene Identität bis Oberkante Unterlippe verstrickt ist, und die historisch ihre Wurzel in der sozialen Abgrenzung von der dekadenten und verdorbenen Adelsdame haben, in die komplizierte Welt des 21. Jahrhunderts.

        Ein herrliches Totschlagargument, weil jede Kritik daran sofort als interessensgeleitete Verteidigung eben dieser „Privilegien“ sich framen lässt.

        • @nick

          „die uralten Mythen von (protestantischer) Bürgersweiblicher Unschuld und Tugend, in die die eigene Identität bis Oberkante Unterlippe verstrickt ist, und die historisch ihre Wurzel in der sozialen Abgrenzung von der dekadenten und verdorbenen Adelsdame haben, in die komplizierte Welt des 21. Jahrhunderts.“

          Ich würde vermuten, dass der Ursprung noch viel Älter ist. Unschuld und Tugend sind ja bei evolutionsbiologischer Betrachtung auch nichts weiter als die Betonung einer hohen Vaterwahrscheinlichkeit. Es hat sich für Frauen damit seit der Entwicklung von Vaterschaft im Sinne einer Bindung und Beteiligung an den Kosten des Kinderbekommens gelohnt, diese zu betonen, da Vaterwahrscheinlichkeit der Hauptmotivatiosnfaktor aus Sicht der Evolutionsbiologie ist.

      • (..der „*“ hinter Männer und Frauen soll eben genau zum Ausdruck bringen, dass man doch an jeglicher Kategoriesierung keinerlei Mitschuld trägt. Das sind immer die Anderen)

      • Ich arbeite mich gerade erst in die Terminologie dieses Sektenwesens ein und wäre daher sehr dankbar, die Bedeutung dieser * zu erfahren: sollen die anzeigen, daß man das Geschlecht für eine Konstruktion hält, sich aber mangels anderer Bezeichnungen dieser Begriffe noch bedienen muß?

        @ Gabriele
        Das trifft es imho ziemlich genau.

        Worin genau besteht das “männliche Privileg”, das axiomatisch zugrundegelegt wird?

        Das Konzept der „hegemonialen Männlichkeit“ von R.Connell ist wohl meist der bevorzugte Ansatz in der pseudowisssenschaftlichen deutschen Soziologie, wenn das Geschlechterverhältnis interpretiert wird. In Connells Konzeption wird Männern pauschal eine sogenannte „patriarchale Dividende“ unterstellt, wobei einige „Männlichkeiten“ unterschieden werden, die nicht alle in gleichem Masse von der Dividende profitieren.

        Eine patriarchale Welt, in der Männer bevorzugt behandelt werden und daher Privilegien geniessen, wird dabei axiomatisch vorausgesetzt. Der Gedanke, dass Frauen auch ein Interesse an der Erhaltung der „patriarchalen Ordnung“ haben könnten (was auch immer das genau sein soll), weil auch sie „Dividenden“ einstreichen, d.h profitieren, spielt so gut wie keine Rolle in R.Connells Konzeption.

        Raewyn Connell (ehemals auch Bob Connell oder Robert William Connell, * 3. Januar 1944), ist eine transsexuelle, australische Soziologin, die sich kritisch mit Kultur, Medien („ruling class – ruling culture“) und politischer Herrschaft beschäftigt und sich zunehmend auf Geschlechterforschung spezialisiert </i

        http://de.wikipedia.org/wiki/Raewyn_Connell

      • @Christian:

        Ich würde vermuten, dass der Ursprung noch viel Älter ist..

        Weibliche sexuelle Treue wird sicherlich schon immer einen relativ hohen Wert gehabt haben. Ich denke auch, dass dabei Instinktdispositionen im Spiel sind.

        Allerdings haben, nach meiner Kenntnis, die Adelsdamen der Renaissance (ebenso wie die entsprechenden Herren) es ziemlich doll getrieben.

        Das aufkommende Bürgertum legitimierte sich imho vor allem durch moralische Überlegenheit, wobei der Bürgersdame eine besondere Rolle zukam: Aus der sexuellen „Tugendhaftigkeit“ der „richtigen Frau“ wurde insgesamt eine der Weiblichkeit angeblich innewohnende höhere Tugendhaftigkeit abgeleitet.

        Die bürgerliche Männlichkeit unterwarf sich andächtig der sakralisierten weiblichen „Tugenhaftigkeit“, war also in gewisser weise „geläutert“ und konnte sich deshalb moralisch gleichzeitig sowohl vom Plebs als auch vom Adel moralisch – und damit sozial – abgrenzen.

        Selbstverständlich kam das auch der bürgerlichen Weiblichkeit zugute, die wiederum ihren gesellschaftlichen Führungsanspruch dadurch reklamierte dass sie Wohltätig agierte und der Unterschichtweiblichkeit zeigte, was wahre Weiblichkeit ist.

        Der real existierende Feminismus ist, denke ich, bis zum Hals in diese Tradition verstrickt. Er ist mitnichten etwas neues. Für Profeminismus und „neue Männlichkeit“ gilt das Gleiche.

  5. „Er muss sich also andere Männer suchen und mit diesen die “Mackertumbekämpfungsspirale” weiter nach unten schrauben. “

    Der Witz ist, es reicht nicht, immer subtilere Formen von „Mackertum“ in sich zu bekämpfen. Es ist eine klassische Doppelbindung, bei der jede Entscheidung falsch ist. Ja, kein oder ein erzwungenes Lächeln kann „innere Widerstände“ durchscheinen lassen, ein offenes Lächeln aber wieder Dominanz. Die Stimmlage ist nunmal wirklich biologisch bestimmt, und wer eine tiefe männliche Stimme zu dominant oder bedrohlich findet, kann genausogut schwarze Hautfarbe etc. bedrohlich finden.

    @ Chomsky

    „Ich denke, man tut der Dame (die offenbar Franziska heisst) zuviel Ehre an, wenn man sich mit ihrem m.E. doch eher pubertärem Schrott auseinandersetzt“

    Immerhin war ihr Workshop ein offizielles Programm der roten Falken, der SPD-Jugendgruppe. Das ist schon bedenklich, immerhin ist das die Jugendgruppe einer großen Volkspartei, der ein Mindestmaß an Seriösität auch seitens der Eltern sicher unterstellt wird.

      • @ El Mocho

        Bis 2011 gab es immerhin einen Unvereinbarkeitsbeschluss der Falken. Falkenhahn und Falkenhuhn (Hühnerhabicht?) konnte nur werden, wer in keiner anderen Partei Mitglied war. Außer der SPD. SPD-Mitglied durfte man sein, CSU-Mitglied nicht.

        Heute ist das anders.

        Aber der Häuptling aller Falken ist SPD-Mitglied (wahrscheinlich hat er noch kein Seminar unter Leitung von Raupe mitgemacht, sonst wäre er ohne).

    • @ichichich

      Du schreibst:

      Immerhin war ihr Workshop ein offizielles Programm der roten Falken, der SPD-Jugendgruppe. Das ist schon bedenklich, immerhin ist das die Jugendgruppe einer großen Volkspartei, der ein Mindestmaß an Seriösität auch seitens der Eltern sicher unterstellt wird

      Kommentar:

      Wenn ich es richtig sehe, ist „Die Falke“ ein eigenständiger Kinder- und Jugendverband, ist also nicht eine Gruppierung innnerhalb der SPD. Zudem: War es ein Landesverband in diesem eigenständigen Kinder- und Jugendverband (Baden-Württemberg) der den Workshop durchgeführt hat und innerhalb dieses Landesverbandes hat sich ev. eine sektenartige Gruppe entschieden, diesen Workshop durchzuführen. Und ev. ist diese Franziska dann noch in diesem sektenartigen Flügel ein ziemlich einzigartiges Exemplar, die nun ihre Sicht der Dinge schreibt. Also für mich eigentlich noch kein Grund, hier nun gross in Aufregung zu geraten! 😀

      Klar kann es sinnvoll sein, das Thesenpapier „Definitionsmacht“ einmal grundsätzlich zu diskutieren, aber am besten wäre es ja dann wohl, wenn man dies im Kontrast oder Kontext von rechtsstaatlichen Grundsätzen machen würde. Wie absurd es ist, wenn sie sagen: das Opfer ist quasi der Akteur, der nun alles definiert, ist einfach nur schon bei oberflächlicher Betrachtung Schwachsinn: Wer Opfer ist, definiere ich und was eine Grenzverletzung ist, definiere auch ich und wie damit umgegangen wird, definiere auch ich. Also alles Parolen, die rechtsstaatlichen Grundsätzen diametral gegenüberstehen. Wir sind dann wieder im Zeitalter der „Hexenverbrennung“ angekommen.

      • „Wir sind dann wieder im Zeitalter der “Hexenverbrennung” angekommen.“

        Wenn ich mich nicht irre war Hexenverbrennung weitaus weniger willkürlich. Da gab es durchaus den Versuch festzustellen, ob die Hexe (und übrigens auch der Hexer) wirklich eine Hexe (bzw. ein Hexer) ist. Natürlich erscheinen uns die Kriterien heute lächerlich (Gottesurteil etc.), aber dennoch war das Verfahren nicht willkürlich. Das war keine simple Definitionsmacht.

      • @Itsme
        Ja, man sollte das Mittelalter nicht ganz verteufeln: Den Mäusen zum Beispiel wurde auf den Feldern ein richterlicher Befehl zugestellt, bis wann sie das Feld, das von den Bauern genutzt werden sollte, zu verlassen haben. Schwangeren Tierchen wurde eine längere Frist zugestanden, das Feld zu verlassen! 🙂

        PS: Ist kein Witz, das gab es wirklich!

      • Den Mäusen zum Beispiel wurde auf den Feldern ein richterlicher Befehl zugestellt, bis wann sie das Feld, das von den Bauern genutzt werden sollte, zu verlassen haben. Schwangeren Tierchen wurde eine längere Frist zugestanden, das Feld zu verlassen!

        Ein wenig OT.

        Es wurden übrigens auch Tiere vor Gericht angeklagt und verurteilt und manchmal wurden Tiere auch exkommuniziert.

        Bei der Weihe der Kirche von Foigny (1124?) störten Fliegen in ungewöhnlich grosser Zahl. Bernhard erledigte sie im Handumdrehen, und zwar indem er sie bannte. Das überlebten die Insekten nicht, und am folgenden Tag konnte man die teuflischen Tiere allesamt tot aus dem Gotteshaus schaufeln (Exkommunikation – excommunico eas).
        Aus: Das fremde Mittelalter – Gottesurteil und Tierprozess

        Roslin ist doch ein bekennender Katholik. Könnte er nicht den Bann über die (Radikal-)Feministen verhängen? Wär doch einen Versuch wert, oder? 😉

      • @Lea la Garçonne

        Also zu dem “75% der Borderliner sind Frauen”…
        Naja, es scheint so, dass Frauen eben eher mit internalisierenden Methoden Probleme bewältigen während Männer eher externalisieren. Und Frauen begeben sich eher in Behandlung. Die Lebenszeitprävalenz für Borderline ist nämlich bei beiden Geschlechtern gleich.

        Würde eher sagen, Männer begeben sich meist erst dann in Behandlung, sobald sie nicht mehr richtig im sozialen und/oder beruflichen Umfeld funktionieren.
        Da zudem die Standards für dieses Funktionieren bei Männern höher angesetzt sind, sind also gleich in doppelter Hinsicht weniger Männer in Behandlung, deswegen würde ich auch von einer weitaus geringeren Borderline Rate bei Männern ausgehen. Da sind es dann, wenn sie auftreten, weitaus krassere Störungen.

        Generell zu dem Thema Gesundheit:
        http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Psychiatrie-und-Psychotherapie/de/forschung/psysozio/schwerpunkte/gender/index.html
        Zitat :”[..]dass bei Männern eine geringe Bereitschaft, Gesundheitsversorgung in Anspruch zu nehmen, und männliches Rollenverhalten sowie eine damit zusammenhängende Ausgestaltung der depressiven Symptomatik („male depression”) Gründe sind, eine Unterdiagnostizierung anzunehmen. Auch bei Angststörungen ist denkbar, dass aus Furcht vor sozialer Stigmatisierung und Orientierung an Maskulinitätsnormen Männer weniger bereit sind, Angstsymptome zuzugeben und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

        Einerseits an der Stigmatisierung andererseits an der Nichtberücksichtigung „männlicher“ Bedürfnisse sind die Therapieberufe nicht ganz unbeteiligt, insbesondere wenn sie eine „Gender-Prägung“ haben. Die Maskulinitätsnormen, wie Orientierung an Selbstbestimmung und persönlicher Freiheit, sind ja durchaus berechtigt und funktional. Für viele Männer ist es eine qualvolle Vorstellung, (wenn auch nur zeitweise) „hauptberuflich“ Patient zu sein. Dort wird das „Männliche“ als Problem gesehen und nicht die eigentliche Erkrankung. Also Pathologisierung eines wesentlichen Identitätsmerkmals. Die „Therapie“ richtet sich also nicht an den Bedürfnissen des Menschen und dessen Selbstbestimmung aus, sondern an der Dritter oder eben irgendwelcher (externer) Idealvorstellung.
        Es deutet also sehr viel darauf hin, dass sich Männer nicht trotz, sondern gerade wegen einer Therapie das Leben nehmen. Der Anteil von Suizidenten mit vorheriger Therapieerfahrung liegt weit über der ohne. Klar ist es intuitiv richtig anzunehmen, dass es einfach daran liegt, dass es bei definitiv Erkrankten / in Behandlung befindlicher Personen selbstredend auch eine höhere Mortalität vorliegt. Doch meine Erfahrung, die ich mit Literatur und „Wissenschaftlern“ aus dem Bereich hatte, legen eben meine erstgenannte Vermutung Nahe.
        Die weiblichen Helferberufe helfen sich in erster Linie selbst. Männer und Frauen werden ungleich behandelt. Man(n) muss wirklich eine sehr stabile Persönlichkeit haben und über eine hohe Kompensationsfähigkeit verfügen, um solche Therapien nicht als entwürdigend / demütigend und selbstentfremdend wahrzunehmen. Und die haben psychisch Kranke i.d.R. nicht. Die gegenderte Therapie ist für Männer in weiten Teilen eine Form der Euthanasie.

        , stattdessen vielmehr mit externalisierenden Stressverarbeitungsstrategien wie Aggressivität und Alkoholmissbrauch reagieren”

        Aggressivität ist ja per se nichts Schlechtes, mobilisiert Handlungen gegen als falsch empfundene Einflüsse. Allein die Richtung der Aggression ist problematisch.
        Und Leute, die sich, wie es Jahrhundertelang gesellschaftlich „normal“ war, mit Alkoholmissbrauch selbst „therapieren“ – sei es in belastenden Berufen, im Kriegsdienst, in belastenden Beziehungen, unter den gesellschaftlichen Anforderungen etc. – können viele Jahre funktionieren, bis sie körperlich und seelisch zerstört sind.
        Wenn man dagegen Antidepressiva / SSI vercheckt, kommt es sehr häufig schon zu Anfang der Medikation zu einer verstärkten Suizidneigung. Dies hängt mit dem Wirkmechanismen zusammen, die bisweilen wie eine chemische Kastration wirken.

        Tja, sieht wohl so aus, dass die “traditionelle Männlichkeit” gar nicht so gesund ist.

        Oder der Umgang mit Männlichkeit und das gesellschaftliche Bild von ihr. Die Verquickung des Männlichkeitsbildes und negativen Merkmalen ohne die positiven Seiten zu sehen bzw. sie in einer positiven Richtung ausleben zu lassen.

        Beispiel für die negative Auswirkung der „problematisierten“ Männlichkeit:

        In meinem Bezirk gibt es ein Frauenhaus, wo vor einiger Zeit eine Frau vor ihrem Mann Zuflucht gesucht hatte, später zu ihm zurückgekehrt ist und von ihm getötet wurde.
        Es gab natürlich einen riesen Aufschrei, im Sinne von „Seht her, wir haben`s ja gleich gesagt, wie notwendig wir sind.“ Und dann das übliche – „Männer sind Gewalttäter“ – Getöse. Den Teil der Wahrheit, den man nicht so laut raus posaunt: Der Typ war eindeutig und bekannterweise richtig heftig psychisch krank (schwerer Fall von schizophrener Psychose). Was macht man nun, die Frau geht in ein Frauenhaus, wird dort entsprechend „betreut“ und hat Zuflucht vor dem „bösen Mann“. Dass der Typ in erster Linie ein behandlungsbedürftiges Problem hat, wird dabei ausgeblendet. Es ist ja viel besser, wenn man sein Weltbild bekräftigen und verbreiten kann „Männer sind halt so“, sind nun mal „patriarchalisch“ generell böse. Sie sieht das ein, liebt ihren Mann aber trotz seiner destruktiven, jedoch anscheinend nunmal üblich „männlichen“ dunklen Seite und geht zurück. Ergebnis: Frau tot, Mann im psychiatrischen Knast und Leben ruiniert. Hätte sich die Gesamtsituation einfach mal vorher ein Arzt angesehen oder auch nur ein paar nicht gänzlich bescheuerte Polizisten, hätte der Typ einfach ein paar Antipsychotika vercheckt gekriegt plus Therapie, keiner würde verteufelt und die beide führten (ob getrennt oder zusammen) ein qualitativ leidfreieres Leben. Aber das wäre ja zu einfach und zu wenig publikumswirksam. Stattdessen wird mit dem Prinzip „Schuld“ den Leuten erschwert eine verträgliche Lösung, auch im eigenen Interesse, zu finden. Es wird den Männern am wenigsten von andern Männern schwer gemacht, sich helfen zu lassen. Sondern in erster Linie von weiblichkeitsorientierten Gruppierungen. Denn lieber tätschelt man sein „einfaches“ männerfeindliches Weltbild, als dass man eine Lösung sucht, die letztlich für alle eine win-win-Situation wäre.

    • „(…) wer eine tiefe männliche Stimme zu dominant oder bedrohlich findet, kann genausogut schwarze Hautfarbe etc. bedrohlich finden.“
      Der radikale emotionale Subjektivismus ist doch der zentraler Baustein des Definitionsmachtskonzept. So wird jede neurotische Angst aufgewertet, verklärt zum einzig richtigen Bewertungsmaßstab. Die emotional instabilste Person im Raum setzt plötzlich die Standards, nach denen sich alle richten müssen. Wie verlockend muss dies für Borderliner sein: ich bin nicht mehr die Kranke*, die Komische*, meine häufig belächelten, häufig auffälligen emotionalen Ausbrüche sind nicht mehr krank, sie sind wichtig, sie machen mich wichtig, sie verschaffen mir Aufmerksamkeit, sie verschaffen mir Kontrolle über andere, sie geben mir Macht.

      * 75% der Borderliner sind weiblich.

      • @ Haselnuss

        Das ist in der Tat eine interessante Hypothese. Ich hatte auch bei meinen Recherchen zu Andrea Dworkin schon den Eindruck einer Borderline-Persönlichkeit.

        Eine andere Personengruppe mit ausgeprägtem Hang zum radikalen emotionalen Subjektivismus sind ja die histrionischen Persönlichkeiten.

        Es wäre tatsächlich eine interessante Forschungsfrage, ob und inwieweit Personen mit Persönlichkeitstendenzen aus dem Borderline- und dem histrionischen Spektrum im
        Radikal-Feminismus vielleicht überrepräsentiert sind.

      • Die emotional instabilste Person im Raum setzt plötzlich die Standards, nach denen sich alle richten müssen. Wie verlockend muss dies für Borderliner sein..

        Das erinnert mich an den Fall Ralf Witte.

        Das Schlimme ist ja, dass dieser Geist offenbar tief in unsere Justiz vorgedrungen ist:

        Wer sich einen Eindruck von dieser Ideenwelt verschaffen will, dem sei das Periodikum „STREIT – Feministische Rechtszeitschrift“ zur Lektüre empfohlen – eine
        im juristischen Fachbuchhandel nicht ohne weiteres verfügbaren Publikation. In dem wegen des Osnabrücker Fehlurteils gegen Bernhard M. angestrengten Wiederaufnahmeverfahren hatte die Dezernentin der Staatsanwaltschaft Oldenburg sich auch auf eine Veröffentlichung in dieser Publikation bezogen und
        fahrlässigerweise vergessen, ihr Exemplar aus der Tasche eines der Aktenbände zu entfernen. In ihrer Zuschrift an das Wiederaufnahmegericht hatte sie als möglicherweise für die Begründung eines Nichtszulassungsbeschlusses hilfreich auf
        den Beitrag einer Ursula G.T. Müller über das „Sexuelle in der sexuellen Gewalt“ über „Männlichkeit und Gewalt – eine psychoanalytisch und historisch soziologische Reise in die Abgründe der Männlichkeit“ hingewiesen. Diese Autorin ist der
        redaktionellen Mitteilung zufolge „Soziologin, hat praktische Frauenarbeit geleistet und verschiedene Texte zur neuen Frauenbewegung und zur Männlichkeit veröffentlicht“.

        In Gänze lesenswert, Johann Schwenn:

        http://www.evangelische-akademie.de/admin/projects/akademie/pdf/material/095151_223.pdf

        Wieviele Ralf Wittes nicht soviel Glück im Unglück hatten bleibt ein Geheimnis, an dessen Aufklärung offenbar niemand interessiert ist.

        Die letzte systematische Evaluierung unserer Strafjustiz ist aus den 1970ern.

      • @ Leszek

        Du betreibst Recherchen zu Andrea Dworkin?
        Interessant, erzähl doch bitte mehr.
        Vorallem würde mich interessieren, welche ihrer Bücher Du bisher so gelesen hast.

        @ Topic

        Wenn ich zu einem Seminar ginge, bei dem Karrieretipps für Frauen aufbereitet würden, beschwerte ich mich auch nicht darüber, dass mir geraten würde tiefer zu sprechen, weniger zu lächeln, Hierarchie- bzw. Dominanzspielchen mitzuspielen, Kritik nicht persönlich zu nehmen, mich mehr in den Vordergrund zu stellen, eigene Fehler zu vertuschen bzw. meinen Perfektionsdrang abzulegen etc.

      • @ muttersheera

        *Wenn ich zu einem Seminar ginge, bei dem Karrieretipps für Frauen aufbereitet würden, beschwerte ich mich auch nicht darüber, dass mir geraten würde tiefer zu sprechen, weniger zu lächeln, Hierarchie- bzw. Dominanzspielchen mitzuspielen, Kritik nicht persönlich zu nehmen, mich mehr in den Vordergrund zu stellen, eigene Fehler zu vertuschen bzw. meinen Perfektionsdrang abzulegen etc.*

        Sehe ich auch so.

        Wer als erwachsener, mündiger Bürger sich den Aberwitz antut, als Mann bei FeministInnen Karriere machen zu wollen, hat es nicht besser verdient.

        Anders sieht es aus bei 15-, 16-, 17-jährigen Teilnehmern.

        Auch bei noch unreifen 18-, 19-jährigen.

        Aber halt, stopp: Auch bei den erwachsenen männlichen Teilnehmern werde ich mich pflichtschuldigst um Mitleid bemühen, obwohl gegewärtig die Schadenfreude überwiegt.

        Mein Beichtzettel wird immer länger 😦

        Sollte ich im Herbst längere Zeit nicht posten, bin ich entweder krank oder auf Fußwallfahrt nach Compostela.

        Mit Tippse auf dem Rücken, weil anders mein Konto nicht mehr ausgleichbar ist.

        Na ja, vielleicht wechseln wir uns auch ab.

        Sie ist schließlich auch nur ein sündiger Mensch, ein Weib obendrein.

      • Wenn ich zu einem Seminar ginge, bei dem Karrieretipps für Frauen aufbereitet würden, beschwerte ich mich auch nicht darüber, dass mir geraten würde tiefer zu sprechen, weniger zu lächeln, Hierarchie- bzw. Dominanzspielchen mitzuspielen, Kritik nicht persönlich zu nehmen, mich mehr in den Vordergrund zu stellen, eigene Fehler zu vertuschen bzw. meinen Perfektionsdrang abzulegen etc.

        Du würdest Dich nicht über Karrieretipps beschweren, aha.
        Das Thema des Seminars wär aber ein ganz anderes: Frauen an den Herd. Wie diene ich dem Mann und warum ich die Klappe zu halten habe, wenn er spricht. Alles klar jetzt?

      • @Peter

        „Frauen an den Herd.“

        Was soll dieser Schwachsinn in einer
        Zeit wo die meisten Frauen eh nicht
        mehr kochen können. 🙂

      • @ Peter

        *Das Thema des Seminars wär aber ein ganz anderes: Frauen an den Herd. Wie diene ich dem Mann und warum ich die Klappe zu halten habe, wenn er spricht. Alles klar jetzt?*

        Richtig.

        Aber geanu damit macht man bei FeministInnen Karriere, wird zum „neuen“ Mann geadelt, der von seiner Männlichkeit erlöst wurde.

        Natürlich nur theoretisch, im „rational“-ideologischen Oberstübchen einer Feministin.

        In Wahrheit findet auch eine Feministin – so sie hetero ist, Raupe scheint es nicht zu sein, wie so viele radikale Männerhasserinnen nicht, die das große feministische Wort führen – in ihrer instinktbeherrschten Unterwelt solche Männer nicht attraktiv, verachtet sie im Grunde, ist immer noch so weit Frau, dass sie den „Macho“ begehrt, wie zahlreiche reale Verpaarungen von Feministinnen zeigen.

        Sarah Wagenknecht ist da nur ein Beispiel (erst millionenschwerer Anlageberater, jetzt der rote Pascha Oskar Lafontaine).

        Im Gegenteil, je mehr solche Männer dem feministischen Umerziehungsdruck nachgeben, desto mehr Hass und Verachtung generieren sie, zeigen sie der shittestenden Feministin doch damit nur ihre Schwäche an.

        Und sie wird noch wütender auf diese nichtsnutzigen, schwächlichen, erbärmlichen Männer, die sie so unendlich verachtet.

        Deshalb: Klare Kante.

      • @Nick: Borderliner haben einen klaren modus operandi. Je dümmer sie sind, umso absonderlicher und abenteurlicher werden ihre Falschbeschuldigungen. Das krasse ist aber: ihnen wird häufig geglaubt! Die emotional-manipulative Schiene funktioniert viel zu häufig.

        @Leszek: „Es wäre tatsächlich eine interessante Forschungsfrage, ob und inwieweit Personen mit Persönlichkeitstendenzen aus dem Borderline- und dem histrionischen Spektrum im
        Radikal-Feminismus vielleicht überrepräsentiert sind.“
        Ja, das wäre interessant.

      • @Haselnuss:

        Das krasse ist aber: ihnen wird häufig geglaubt! Die emotional-manipulative Schiene funktioniert viel zu häufig.

        Sicherlich, es gibt immer sehr geschickte Manipulierer. Als Gegenmaßnahme hat sowohl der Gesetzgeber als auch die Rechtssprechung so Einiges an Grundsätzen entwickelt.

        Das Schlimme an solchen Fällen ist, dass sich von Seiten der Staatsanwaltschaft und der Richterschaft oft nahezu beliebig und ungestraft über diese Grundsätze winwegesetzt wird.

        Da finden dann solche ideologischen Einflüße einen hervorragenden Nährboden.

        Das „Fehlurteil“ gegen Ralf Witte war vermeidbar.

      • @Alexander

        „Im Gegenteil, je mehr solche Männer dem feministischen Umerziehungsdruck nachgeben, desto mehr Hass und Verachtung generieren sie, zeigen sie der shittestenden Feministin doch damit nur ihre Schwäche an.“

        Hier eine Beschreibung des Shittests
        wie er im Paarungstanz funktionieren
        kann.

        This is because what we call a shittest is not just a test. It is rubbing up against your manhood, and it serves not only to test but also to feel and just enjoy your manhood.

        Just like squeezing a new girl’s tits and ass is equal parts testing and enjoying their physical quality, her shittesting is equal parts testing and enjoying your manhood. And both activities are equally objectifying in a sexual way.

        Do you stop squeezing her tits, once you know they are good? Not entirely: because you just enjoy it. And so she will not entirely stop shittesting, even when she knows who you are: because she just enjoys feeling your manhood.

      • @ muttersheera

        der Vergleich von Peter mit „Frauen an den Herd“ ist ganz witzig.

        Tatsächlich würde nichts dagegen sprechen, ein Seminar anzubieten: „gemeinsamer Workshop von Frauen* und Männern* zum Abtrainieren dominanter Verhaltensweisen wie breitbeinig Sitzen und sonstigem Mackertum bei Männern*“ – bitte ab 18 übrigens.

        Das Seminar hieß aber „Geschlecht Körper Kapitalismus“, wobei die Kapitalismuskritik durch den Workshopbericht nicht ersichtlich ist, war wohl mehr ein Zugpferd. Auch das umstrittene Defma-Konzept wurde im Flyer nicht angekündigt. „Wie können wir uns unser Leben und unseren Körper zurückholen“ – im Flyer scheint es, als wäre dieser Satz auf Jungs und Mädels gleichermaßen bezogen. Galt aber nicht für Jungs, für die galten besondere Verhaltensregeln und Generalverdacht.

      • Also zu dem „75% der Borderliner sind Frauen“…

        Naja, es scheint so, dass Frauen eben eher mit internalisierenden Methoden Probleme bewältigen während Männer eher externalisieren. Und Frauen begeben sich eher in Behandlung. Die Lebenszeitprävalenz für Borderline ist nämlich bei beiden Geschlechtern gleich.

        Generell zu dem Thema Gesundheit:

        http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Psychiatrie-und-Psychotherapie/de/forschung/psysozio/schwerpunkte/gender/index.html

        Zitat :“[..]dass bei Männern eine geringe Bereitschaft, Gesundheitsversorgung in Anspruch zu nehmen, und männliches Rollenverhalten sowie eine damit zusammenhängende Ausgestaltung der depressiven Symptomatik („male depression“) Gründe sind, eine Unterdiagnostizierung anzunehmen. Auch bei Angststörungen ist denkbar, dass aus Furcht vor sozialer Stigmatisierung und Orientierung an Maskulinitätsnormen Männer weniger bereit sind, Angstsymptome zuzugeben und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, stattdessen vielmehr mit externalisierenden Stressverarbeitungsstrategien wie Aggressivität und Alkoholmissbrauch reagieren“

        Tja, sieht wohl so aus, dass die „traditionelle Männlichkeit“ gar nicht so gesund ist.

      • Lea: „Naja, es scheint so, dass Frauen eben eher mit internalisierenden Methoden Probleme bewältigen während Männer eher externalisieren.“
        Alkoholismus ist externalisierte Problembewältigung?

        Lea: „Die Lebenszeitprävalenz für Borderline ist nämlich bei beiden Geschlechtern gleich.“
        Nein, ist sie nicht.

        Lea: „Tja, sieht wohl so aus, dass die “traditionelle Männlichkeit” gar nicht so gesund ist.“
        Rechnest du hier hämisch ab/auf? Soll ich das kommentieren?

      • @ Sheera

        Die von mir geschätzte Equity-Feministin Cathy Young hatte Andrea Dworkin als einflussreiche radikal-feministische Hasspredigerin bezeichnet und scharf kritisiert. Dies weckte mein Interesse.

        Daher recherchierte ich einige Tage über Andrea Dworkin im Netz, las Texte und Interviews von ihr und Texte über sie.

        Ich gewann den Eindruck einer Person mit Persönlichkeitsstörung (vermutlich Borderline), die einen verhängnisvollen Einfluss auf die feministische Bewegung ausübte und nicht unwesentlich dazu beitrug den von mir insgesamt positiv bewerteten klassischen liberalen Feminismus durch einen männerfeindlichen Radikal-Feminismus abzulösen.

        Dabei ist Andrea Dworkin selbst gar nicht in erster Linie die Schuld dafür zu geben, bei ihr lagen tatsächlich traumatisierende Erfahrungen mit sexueller und häuslicher Gewalt vor, die sie offenbar nie verarbeiten konnte.
        Andrea Dworkin hätte in eine gute Psychotherapie gehört, nicht in eine soziale Bewegung.
        Katastrophal wird es, wenn eine soziale Bewegung zulässt, dass psychisch gestörte und emotional unreife Personen wie Dworkin einen informellen Führungsstatus erlangen.

        Durch Personen wie Andrea Dworkin ist der Feminismus in seiner Hauptströmung zu einer Hassideologie verkommen und wurde eine Gegenbewegung gegen den Radikal-Feminismus nötig.
        Dabei erscheint die Person Dworkin für diese Regression des Feminismus als besonders repräsentativ und interessant, so dass eine Beschäftigung mit ihr einen exemplarischen Einblick in die negativsten Seiten des Feminismus bietet.

      • Nachtrag

        Im letzten Satz hätte stehen sollen:

        Dabei erscheint die Person Dworkin – hinsichtlich ihrer Ansichten, ihres Wirkens und ihres Einflusses – für diese Regression des Feminismus als besonders repräsentativ und interessant, so dass eine Beschäftigung mit ihr einen exemplarischen Einblick in die negativsten Seiten des Feminismus bietet.

        Und hier ist nochmal der Text von Cathy Young zum Thema:

        Cathy Young – The misdirected passion of Andrea Dworkin

        http://reason.com/archives/2005/04/19/womans-hating

      • Tja, sieht wohl so aus, dass die “traditionelle Männlichkeit” gar nicht so gesund ist.

        @ Lea
        Zur tradierten Männlichkeit gehört zwingend auch eine tradierte Weiblichkeit. die es verinnerlicht hat, dass ihre Anliegen von den Kavalieren der alten Schule ganz selbstverständlich bevorzugt behandelt werden. Feministen vertrauen voll und ganz darauf, dass sich dieser Teil der tradierten Männlichkeit weiterhin tradiert.
        So erklärt sich auch das grosse feministische Muffensausen (gfM) angesichts einer sich formierenden Männerbewegung, die sich der masslosen feministischen Anspruchshaltung zu verweigern beginnt.

    • @Haselnuss

      Bis dato hat ja noch niemand
      beweisen können dass es Frauen
      mit stabiler Psyche überhaupt
      gibt. 🙂

      Das epidemische Auftreten ist
      sicher zum Teil mit unserem
      Leben in relativem Überfluss,
      in Bezug auf ein existenzielles
      Minimum, erklärbar.
      In Situationen die näher an der
      Grenze zum physischen Überleben
      liegen, können sich Frauen rel.
      plötzlich sehr pragmatisch
      verhalten.
      Was dieses pragmatisch auch immer
      beinhalten mag.

      • „Bis dato hat ja noch niemand
        beweisen können dass es Frauen
        mit stabiler Psyche überhaupt
        gibt.“
        Ich halte nichts von Sexismus. Frauen sind überdurchschnittlich häufig psychisch krank, das bedeutet aber nicht, dass jede Frau krank ist.

      • @Haselnuss

        Sarkasmus scheint wirklich nicht
        angesagt zu sein auf diesem Blog.

        „Ich halte nichts von Sexismus.“

        Das ist dein gutes Recht.

        Persönlich habe ich kein Problem
        damit, mich in gewissen Situationen
        sehr sexistisch zu verhalten.
        Je übertriebener das Ego meines
        Gegenüber desto.

      • Was aber würden Männer von einer Werbung denken,
        wo es heisst „Entdecke den Gott in Dir“?
        Währe das nicht lächerlich? Gerade für Männer?
        Also für die Zielgruppe? Sicher!
        Würde ein vernünftiger Mensch solche Webung schalten?
        Bei Frauen kommt soetwas an………?
        Das sind doch die Unterschiede, genau soetwas.

        @ Haselnuss
        „Frauen sind überdurchschnittlich häufig psychisch krank, das bedeutet aber nicht, dass jede Frau krank ist.“

        Nicht jede Frau, aber genug, dass solch eine Werbung
        Sinn macht?
        (Wer sich für Göttin hält hat doch einen Schaden?)
        Also die Mehrheit, die grosse Mehrheit?
        Also kein Sexismus, sondern nur Erkenntnis der Tatsachen?

      • @Calamus

        „Was aber würden Männer von einer Werbung denken,
        wo es heisst “Entdecke den Gott in Dir”?“

        Dafür gibt es durchaus Deo-Werbungen
        mit der Aussage „Entdecke den Macho in dir“
        Und ein geschickter Macho kann dann
        seinerseits der Frau quasi zeigen wo
        Gott hockt. 😉

      • @Red Pill

        Nun, wessen Ego hat dich denn veranlasst, deinen leicht chauvinistisch überheblich angehauchten Sarkasmus zu demonstrieren? Diese zur Schau getragene Attitüde blasierter Aufgeblasenheit überzeugt kaum mehr, als das postpubertäre Geschreibsel einer schmerzensgeschmerzten Feministin.

      • @Helena

        „Nun, wessen Ego hat dich denn veranlasst,“

        War mir bis jetzt nicht bewusst dass ich
        die Möglichkeit habe auf verschiedene
        Egos zurückzugreifen.

        Ich verzichte darauf mit irgendwelchen
        Post-Zuschreibungen zu reagieren. Das
        wäre unfair, da ich nicht wissen kann,
        in welchem Post-Zustand du dich
        befindest.

        Wenn wir schon bei der Werbung sind.
        Die momentane Werbung ist im schnitt
        viel abwertender gegen die Männer.
        als gegen die Frauen.
        Die Männer werde systematisch als
        komplette, unfähige Idioten dargestellt.

        In einem PC und femi-verseuchten
        Umfeld ist Sarkasmus durchaus
        ein gutes Mittel für die persönliche
        Psychohygiene.

      • @Red Pill

        Die Erwähnung des Egos bezog sich auf deinen Kommentar „Je übertriebener das Ego meines
        Gegenüber desto.“, nicht auf eine eventuelle Persönlichkeitsspaltung deinerseits. Für tiefenpsychologische Ferndiagnosen bin ich nicht ausgebildet. Dennoch kann ich mir nicht verkneifen, dich zu korrigieren. Es muss >meines Gegenüber“s“< heißen. Ich habe eine Schwäche für korrekte Grammatik und auch kleine Fehler schmerzen, schmerzen, schmerzen…

        Deinen galanten Verzicht, in mir ein Post-Trauma auszulösen, nehme ich dankend zur Kenntnis.

        Das aktuelle Werbeklima im deutschen Fernsehen war nicht mein Thema.

        Ich empfinde das Umfeld im hiesigen Blog als nicht sonderlich PC- oder femilastig. Aber ich gestehe dir selbstredend eine höhere Sensibilität zu. Und Hygiene kann nie schaden.

      • @Helena

        „Dennoch kann ich mir nicht verkneifen, dich zu korrigieren. Es muss >meines Gegenüber”s”< heißen. Ich habe eine Schwäche für korrekte Grammatik und auch kleine Fehler schmerzen, schmerzen, schmerzen…"

        Ganz klar ein krasser Fallfehler. Muss zugeben schon auf dem
        Gymnasium haben mich Fälle im grammatikalischen Sinn weniger
        interessiert, als Fälle die man mit Ph schreibt.

        "Deinen galanten Verzicht, in mir ein Post-Trauma auszulösen, nehme ich dankend zur Kenntnis."

        Nun nicht jeder Post-Zustand muss zu einem Trauma führen.
        So führt zum Beispiel der Zustand Post-Pubertär bei Frauen
        meist zu einem Ego-Boost, da sich in dieser Lebensphase
        der SMV auf dem steigenden Ast der Kurve befindet.

      • Tja Red Pill, nur hast du damit die Frage immer noch nicht beantwortet. Du schreibst ja tatsächlich du hättest nichts gegen Sexismus, wenn dein Gegenüber ein aufgeblasenes Ego hat.
        So ein Gegenüber hattest du in diesem Diskussionsstrang nur irgendwie nicht, trotzdem klingen alle deine Beiträge reichlich schmierig. Ein Chauvi-Spruch hier und da geht ja in Ordnung, aber wenn du dir mal deine Beiträge durchliest kommst du keinen einzigen ohne Spruch aus. Dafür hat Helena dir einen eingeschenkt und von dir liest man darauf nur persönlichen Angriff (du sinnierst über mögliche Post-Zustände) und noch mehr Schmiere um der Schmiere willen (Fälle mit ph, SMV).
        Probiers doch mal mit sachlichen Argumenten und lass die Anzüglichkeiten weg, entgegen dem was du anscheinend glaubst wirken die alles andere als souverän.

      • @Red Pill

        Wenn der Plural von Phallus wenigstens Phälle wäre, hätte ich ja über den Wortwitz noch schmunzeln können. Latein gehört offenbar auch nicht zu deinen Kernkompetenzen. Bleibt nur zu hoffen, dass dein Live-Game erfrischender ist und dein ph-Wert stabil. Denn ansonsten helfe dir Gott, wenn du je in die Verlegenheit kommst, Frauen mit hohem SMV zeigen zu müssen, wo Er hockt.

      • @ ichichich

        SexualMarketValue

        Für eine Frau also vor allem (Hor jetzt gut zu Tippse!) stramme Titten und ein strammer Po.

        Intelligenz nicht so wichtig (Hörst Du Tippse?!), ein nettes Gimmick, gewiss, aber intelligent ist mann schließlich selbst.

      • @Helena

        „Wenn der Plural von Phallus wenigstens Phälle wäre, hätte ich ja über den Wortwitz noch schmunzeln können. Latein gehört offenbar auch nicht zu deinen Kernkompetenzen.“

        Mir genügt die Einzahl.
        Das mit dem Ph kommt von einer Karikatur
        von Nico. Da geht es um einen Richter,
        dem ein Sexualvergehen vorgeworfen
        wurde.
        Text: Ein schwerer Phall

        Und klar jemand der Latein höchstens
        in Form von Anekdoten aus der Parallelklasse
        mitbekommen hat, wird sich das ganze
        Leben minderwertig fühlen.

        “ Bleibt nur zu hoffen, dass dein Live-Game erfrischender ist und dein ph-Wert stabil. Denn ansonsten helfe dir Gott, wenn du je in die Verlegenheit kommst, Frauen mit hohem SMV zeigen zu müssen, wo Er hockt.“

        Nun wenn wir schon in die biomechanischen
        Details gehen, muss es heissen, wie er steht.

      • @luc

        „Dafür hat Helena dir einen eingeschenkt und von dir liest man darauf nur persönlichen Angriff (du sinnierst über mögliche Post-Zustände) und noch mehr Schmiere um der Schmiere willen (Fälle mit ph, SMV).“

        Schön wie du dich als Weisser Ritter für
        Helena einsetzt. Der initiale Trigger
        für Post kam übrigens von ihr.

        Jedes Tätigkeitsfeld entwickelt seinen
        eigenen Jargon. Und gewisse Begriffe
        aus dem Game tönen halt recht offensiv.
        Und diese Ausdrücke sind genau so grob
        verallgemeinernd wie zum Beispiel
        patriarchale Dividende oder
        hegemoniale Männlichkeit. Nur
        tönen letztere halt furchtbar
        wissenschaftlich.

        Obschon in diesem Blog Game nur
        eher selten diskutiert wird, hat
        es auf der Sidebar dieses Blogs
        Links zu Game wie zum Beispiel
        „Roissy“ Hier stehen Sätze wie
        der folgende.

        Resist the temptation to blame a woman for her subterfuge because, in another example of empirics catching up to folk wisdom, science is revealing that not even she is aware what currents ripple through her vagina.

        Roissy bringt laufend links zu
        wissenschaftlichen Studien die
        Konzepte oder Phänomene die für
        Game relevant sind, behandeln.
        Interessanterweise sind nicht
        selten Forscherinnen prominent
        an solchen Arbeiten beteiligt.

      • @Red Pill

        Daher die Erwähnung des hoffentlich stabilen ph-Werts. War evtl. etwas zu sublim ausgedrückt, mea culpa.

        Mein „Post“ bezog sich nur überhaupt nicht auf dich. Aber interessant, was passiert, wenn man ein aufgeblasenes fragiles Ego punktiert.

        Ich hör jetzt auf, dich weiter zu dissen, bevor ich noch mehr Schaden anrichte.

      • @Roslin

        „…aber intelligent ist mann schließlich selbst.“

        Und falls nicht, kann mann ja immer noch versuchen, das Fehlen eben jener mit einem markigen Spruch zu kaschieren. Vielleicht merkt’s ja keiner. Und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

      • @ Helena

        *Und falls nicht, kann mann ja immer noch versuchen, das Fehlen eben jener mit einem markigen Spruch zu kaschieren. Vielleicht merkt’s ja keiner. Und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.*

        Es tut mir ja selber leid, Helena, dass Männern die Klugheit derer, in die sie sich verlieben, oft so wichtig nicht ist.

        Wenn sie nur, na ja, s.o.

        Andererseits sind dümmere Frauen darüber recht glücklich, so sie hübsch sind, während dümmere Männer – sie können so lieb und hübsch sein wie sie wollen – kaum Chancen auf eine attraktive Partnerin haben.

        Nur wird diese „Opfergruppe“ weiblicher Hypergamie kaum beachtet.

        Sind ja schließlich Männer und können daher keine bedauernswerten Opfa sein.

        Das können nur Frauen.

        Aber für kluge Frauen gäbe es ein probates Mittel, sich lenkbare Männer anzulachen: Frauen sind bei gleicher Körpergröße im Schnitt ein klein weinig intelligenter als Männer (Körpergröße korreliert positiv mit dem IQ), also z.B. die Gruppe 1,80 großer Frauen ist etwas intelligenter als die Gruppe 1,80 großer Männer.

        Frauen wären auf der sicheren Seite (nicht immer, gilt ja nur im Schnitt), wenn sie sich in kleinere Männer verlieben würden.

        Bei konsequenter Umsetzung lebten wir bald im Matriarchat, innerhalb weniger Generationen, also streng ökologisch im Kabuff mit Plumpsklo und Sickergrube.

        Die hätten wir dann mit dem patriarchalen Versailles gemeinsam.

        Immerhin.

        Doch ach, die meisten Frauen begehren ausgerechnet den größeren Mann (Körpergröße ist das wichtigste einzelne körperliche Schönheitmerkmal eines Mannes).

        Natürlich, gerät frau an einen kleinen Bonaparte, der zwar klein, aber trotzdem klug und ehrgeizig³ ist, hat frau sich verspekuliert.

        No risk – no fun.

      • @Helena

        „Daher die Erwähnung des hoffentlich stabilen
        ph-Werts.“

        Beim Begriff pH-Wert muss ich im Zusammenhang
        mit Frauen eher an pH-Neutrale Kosmetik
        zur Verlangsamung der Hautalterung denken.

        „Mein “Post” bezog sich nur überhaupt nicht auf dich.“

        Einverstanden dein quasi erstes „Post“ bezog
        sich auf eine Feministin, und meine „Posts“
        auf Frauen im allgemeinen.

      • @Roslin

        Werd ich mir merken, damit ich, wenn ich dein gesetztes Alter erreicht habe und sich mein SMV der Gravitation unwiderruflich ergeben hat, einen ebenso charmanten und spaßigen Frühstücksdirektor wie dich an meiner Seite, pardon, über mir habe. 🙂

      • @Red Pill

        Das ist natürlich schade, dass du nicht mal die Wortspiele verstehst, die du selber anleierst. Sei’s drum. Ich wollte ja aufhören, dich zu dissen.

      • @ Helena

        *Werd ich mir merken, damit ich, wenn ich dein gesetztes Alter erreicht habe und sich mein SMV der Gravitation unwiderruflich ergeben hat, einen ebenso charmanten und spaßigen Frühstücksdirektor wie dich an meiner Seite, pardon, über mir habe.*

        Hauptsache Direktor, der Rest ergibt sich dann von selbst.

        Obwohl man sich auch als Mann verspekulieren kann.

        Bei Tippse mit ihren 1,74 m (12 cm kleiner als ich), dachte ich auch, ich sei auf der sicheren Seite. 😦

  6. Zu Camus,

    also ja, ich wage ja zu bezweifeln, dass der Profeminist im allegmeinen im Sinne von Camus glücklich ist, denn Camus Essay (Der Mythos des Sisyphos) beginnt mit der Frage nach dem Selbstmord. Wer sich nicht umbringt, entscheidet bereits welches leben er Leben will, er ist zur freiheit verdammt, aber kann sich angesichts der realität nur *entscheiden* welchen Stein er zum Sinn seines Lebens erklärt.

    Der Profeminist kann also nur dann Glücklich sein, wenn sein Profeminismus aus der Entscheidung abgeleitet ist, dass er sich als nicht-Profeminst gleich das Leben nehmen müsste.

    Der Glückliche Profeminist hat (frei) entschieden, dass für ihn ein nicht Profeministisches leben nicht lebenswert ist, denn am Selbstmord kann einen schließlich niemand hindern.

    Beste Grüße,

    Eike

    • Selbstmord? Wie bitte kann ich mich selbst hinterhältig
      töten? Geht das?
      Es sind oft genug Hilferufe!
      Aber auch oft Erpressungsversuche!
      Und diese Erpressung wird öfter von Frauen verübt!

      • @Calamus,

        hm, ja du hast recht. Aber wenn ich mich recht erinnere wurde der Begriff Selbstmord in der/meier Deuteschen Übersetzung gebraucht.

        Bei Camus geht es bei der Frage der Selbsttötung schlicht weg um die Frage nach der Entscheidung ob man im Angesicht der Einschränkungen der Realität ein Leben leben will. Es ist die *erste* Philosophische Frage, denn erst danach ist es sinnvoll sich mit anderen (philosophischen) Fragen zu beschäftigen. Die Frage nach dem Sebstmord/Selbsttätung hat bei Ihm nichts mit Hilferufen oder Erpresung zu tun.

        Beste Grüße,

        Eike

      • ???

        Es mag sicherlich Menschen geben die das als Erpressungsversuch benutzen. Darum geht es Camus in dem Mythos des Sysiphos nicht! Mehr habe ich nicht gesagt.

      • Wer versucht mit „Selbstmord“ die Menschen zu erpessen?
        Die Frauen! Bei den Männer klappt das öfter!
        Und damit sind alle Erpressongsversuche gestorben!
        Und trotzdem sind Frauen die Opfer?
        So ohne nationale Studie?
        Sind Feministinnen und Genseristen wirklich so „kalt“?

  7. Nehmen wir mal an Frauen wären bei „Selbsmord“ versuchen
    erfolgreicher? als Männer!
    Welches Geschei hätten wir von Feministinnen!

  8. hier ein link der zum thema ‚Diversity Training Doesn’t Work‘ ich denke das passt durchaus.

    2 kurze zitate um den inhalt anzudeuten

    „…A study of 829 companies over 31 years showed that diversity training had „no positive effects in the average workplace.“….“

    „….When people divide into categories to illustrate the idea of diversity, it reinforces the idea of the categories.
    Which, if you think about it, is the essential problem of prejudice in the first place. People aren’t prejudiced against real people; they’re prejudiced against categories. …“

    http://www.psychologytoday.com/blog/how-we-work/201203/diversity-training-doesnt-work

    • @ Holger

      Als ob die Kreationsversuche des „neuen“ Menschen, der „neuen“ Frau, des „neuen“ Mannes je funktioniert hätten.

      Das funktioniert ja auch nicht.

      http://www.berliner-zeitung.de/wissen/girls–day–girls–days-haben-keinen-effekt,10808894,14992804.html

      Führt bei Frau Professor nicht dazu, ihr Sisyphantentum aufzugeben, sondern früher, noch früher und immer noch früher anzusetzen, denn es muss, muss, muss die Sozialisation sein.

      Dass es die Natur selbst sein könnte – ANATHEMA!

      * Die Idee, dass man Mädchen einfach besser über Männerberufe informieren müsse, funktioniere leider nicht.

      Der Grund sei, dass sich Rollenbilder sehr viel früher ausprägten. Auch die Berufsorientierung setze bereits mit fünf oder sechs Jahren ein. „Eine punktuelle Information wie bei den Girls’-und- Boys’-Tagen kann gegen einen jahrelangen Sozialisationsprozess fast nichts ausrichten.“ Grundlage der Untersuchung, die in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie veröffentlicht wurde, sind Daten von 15-Jährigen aus der deutschen Pisa-Ergänzungsstudie. Die WZB-Forscher untersuchten Einflussfaktoren wie das Elternhaus, individuelle Leistungen, Noten und schulische Fördermaßnahmen.

      Dabei bestätigten sich internationale Forschungsergebnisse. Die US-Forscherin Jacquelynne Eccles stellte schon in den 80er-Jahren fest, dass Kinder kulturelle Geschlechtsstereotypen „weiblicher“ und „männlicher“ Berufe bereits in der frühen Sozialisation lernen – und akzeptieren.*

      Wird wohl eine wichtige Rolle spielen beim Propagieren der Krippenbetreuung von Kindern unter 3 Jahren, dieses Früher-Ansetzen-Wollen.

      Die Kinder so schnell wie möglich in die Finger bekommen, um sie den Eltern zu entziehen und der eigenen Ideologie gemäß zu formen unter Kontrolle des femizentrischen Staates, der es Genderstudierten überlässt, die Curricula zu formulieren, die Umerziehung zu praktizieren durch entsprechend indoktriniertes „Fachpersonal“.

      Auch dieser Stein wird uns kurz vor dem Gipfel wieder entgegenkommen, unvermeidlich, unweigerlich, mit umso größerer Wucht, je weiter er gerollt wurde.

      Wenn man’s doch endlich sein ließe.

      • Der Grund sei, dass sich Rollenbilder sehr viel früher ausprägten. Auch die Berufsorientierung setze bereits mit fünf oder sechs Jahren ein.

        Kann es sein, dass der volkspädagogische Ansatz der Gendersektierer gescheitert ist? Kann es sein, dass selbst die andauernde und allgegenwärtige Lügenpropaganda in den Massenmedien die Prägung durch das Elternhaus eben nicht einfach wegwischt?
        Die Genderdummbeutel werden irgendwann (vielleicht) verstehen, dass Überzeugungen nicht top-down implementiert werden können.

      • @ Peter

        *dass selbst die andauernde und allgegenwärtige Lügenpropaganda in den Massenmedien die Prägung durch das Elternhaus eben nicht einfach wegwischt?
        Die Genderdummbeutel werden irgendwann (vielleicht) verstehen, dass Überzeugungen nicht top-down implementiert werden können.*

        Dass werden sie erst verstehen, nachdem die Familien aufgelöst, die Kinder verstaatlicht wurden und auch das – ÜBERRASCHUNG! – nicht zum neuen Menschen führte, sondern nur zum restlosen Ruin der Gesellschaft bis in die Fundamente hinein.

        Nur: Dann wird es zu spät sein, wieder einmal.

        Der Versuch, durch Austreibung der Väter aus der Familie eine „weiblichere“ Sozialisation derselben im Sinne feministisch-matriarchaler Vorstellungen („Das Böse im Mann kommt durch Männer in diese hinein! Also muss man Jungen vor allem durch Frauen sozialisieren lassen, denen die Kinder ja ohnhin gehören = die Anita (Un)Heiliger-Fraktion des Feminismus) zu organisieren, ist ja auch längst gescheitert.

        Deshalb soll’s nun so gehen, Zitat Artikel:

        *Wie mächtig Rollenbilder in der Familie sein können, zeigt sich vor allem bei Jungen, die sich stärker als Mädchen am Vater orientieren. Darin sieht die (sicher feministische, da beim WZB Berlin) Forscherin Kathrin Leuze auch eine Chance: „Wenn der Vater ein Erzieher ist, würde sich auch der Sohn für diesen Beruf interessieren.“*

        Die Menschen einfach in Ruhe lassen, sein lassen wie sie sein wollen, ihre Kinder selbst erziehen lassen, das ist für diese Leute keine Alternative.

        Sie wollen „gestalten“, Menschen formen nach ihrem Bilde, wollen bevormunden – natürlich damit’s gerecht werde und vor allem GLEICH.

        Was soll’s.

        Ein neuer Wahn, ein neues Spiel, ein neues Unglück.

      • @Peter
        Die Genderdummbeutel werden irgendwann (vielleicht) verstehen, dass Überzeugungen nicht top-down implementiert werden können

        Nana, keine Beschimpfungen. Aber der Punkt ist,
        bevor man die Gesellschaft ändern kann, muss man sich erstmal selbst ändern können.

        Es gibt ja in den Supermärkten inzwischen viele männliche Verkäufer, auch zunehmend männliche Pfleger und die gut eine Mio männl. Arbeitslosen sind zum Großteil potentielle Hausmänner, sowie auch immer mehr Männer, die halbtags arbeiten oder in prekären Beschäftigungen sind.

        Die genderkonformen Akademikerinnen könnten mit gutem Beispiel vorangehen und ja mal Beispiel-Beziehungsmodelle vorzeigen / vorleben, wo sie sich Partner aus eben diesen Bereichen gesucht haben und wie gut das funktioniert, wenn die Frau Hauptverdiener ist. Ansonsten ist es sehr schwer Mehrheiten überzeugen zu wollen, wenn man nicht mal sich selbst bzw. den Partner von „alternativen“ Rollenmustern überzeugen kann. Schließlich hört man immer wieder, „der Mann“ müsse sich ändern, sollten ihre Präferenzen anders setzen.
        Denn andersherum gibt es auch genügend Frauen aus dem Genderbereich im Staatsdienst oder mit solidem Posten in Medien und Presse.

        Wo sind da die Studien und Publikationen, die das Familienleben von Genderisten analysieren?
        Das wäre doch die beste Werbung für ein Modell.
        Allerdings ist die Abwertung der Männlichkeit an sich dabei klar hinderlich. Sie muss halt umdefiniert werden.
        Ein „guter Mann“ wird nicht mehr am Gehalt oder Status gemessen, um als Partner akzeptiert zu werden.

        Vielleicht hat da Christian mit seiner Biologiethese leider mehr Recht, als es gut ist.
        Beispiel Hühner 😉

        Ein Kapaun, (…), ist ein im Alter von etwa zwölf Wochen kastrierter und gemästeter Hahn.
        (…)
        Ein Geschlechtstrieb ist bei Kapaunen nicht mehr feststellbar. Sie stehen in der Hackordnung (der Hühner) an unterer Stelle(!), gehen Rangordnungskämpfen mit ausgewachsenen Hähnen aus dem Weg und ergreifen nicht selten auch die Flucht vor kampflustigen Hennen.

        Stehen also in der weiblichen Hühnerrangordnung unter jedem, auch des dümmsten Omega-Huhns.

        Allerdings entsprechen Sie sehr gut dem Idealmodell vom „entmännlichten“ / neutralisierten Mann im Gendermodell:

        In der Zucht wurde und wird der Kapaun mitunter als „Kükenbetreuer“ eingesetzt; er führt durch Kunstbrut erbrütete Küken, die ihm im Alter von wenigen Tagen untergeschoben werden, umsichtig und liebevoll sowie meist länger als eine Henne (vgl. Sperl, Hühnerzucht).

        Das ist also der Dank für die Umsichtigkeit und liebevolle Fürsorge. Die Aussicht, dass der gesamte Hühnerstall auf einem rumhackt.
        Der „normale“ Hahn steht zumindest außerhalb der Hackordnung und stürzt sich höchstens todesmutig auf Katze, Hund und Mensch, um ALLE Hühner zu beschützen.

  9. @ Gedankenwerk

    *Der “normale” Hahn steht zumindest außerhalb der Hackordnung und stürzt sich höchstens todesmutig auf Katze, Hund und Mensch, um ALLE Hühner zu beschützen.*

    Die Gegenwart eines Hahnes ist auch wichtig für die Legeleistung der Hennen: ohne Hahn – weniger Eier.

    Hat mir eine alte Bäuerin gesagt, die ich beim Füttern ihrer Hühner beobachtete, dabei den außerordentlich prächtigen Hahn bewundernd und fragend, ob der denn sein Geld wert sei, schließlich lege er keine Eier.

    Sie erklärte mir in breitestem Bayerisch, dass der „scho wichtig wär, sonst täten die Viecher weniger legen.“

    Auch hier wieder: Leistung und Kompetetivität sind wesentlich männlich.

    Hähne sorgen zudem für einen geordneten Hühnerhaufen.

    Von Hühnern lernen, heißt, das Patriarchat lieben lernen!

    • @ gedankenwerk

      *Schließlich hätte es auch nicht unerhebliche Vorteile, mit den Rollenwechseln.
      Wäre ich für*

      Kann ich nachfühlen.

      Das Problem: Ein Huhn finden, das seinen Hahn versorgen will (und kann).

      Gar nicht so einfach.

      Gut, Zuhältertypen schaffen das häufiger.

      Aber dazu ist ja nun auch nicht jeder geboren.

      Über’s Schützen, Kämpfen und Verteidigen wollen wir da noch gar nicht reden.

      Schließlich leben wir noch in wohlstandsbefriedeten Umständen.

      Hoffentlich bleibt das eine längere Weile so.

      Sonst:

      • Das Problem: Ein Huhn finden, das seinen Hahn versorgen will (und kann).

        Naja, DIE Hühner legen immerhin Eier. Unsere Genderhühner gackern ja bloss und kritisieren die Hühner, die das Eierlegen und das Brüten positiv werten!

      • @Red Pill
        Als Coolidge-Effekt wird in Biologie und
        Psychologie der wachsende Widerwille
        von männlichen Individuen einer Spezies
        bezeichnet, ohne Abwechslung immer wieder
        mit demselben Weibchen zu kopulieren.

        Naja, die Koppulation bei einem Hahn dauert ja nur 3-5 Sekunden, bei 12 Hühnern durchschnittlich kommt er also auf eine Minute Sex. Selbst für einen Quickie ganz schön hektisch – nicht gerade das Gelbe vom Ei.
        Da bringt die Abwechslung auch nichts.

        Außerdem färben und malen sich Menschenweibchen jeden Tag anders an, so dass ihr Äußeres schon auf individueller Ebene ausreichend alterniert.
        Es heißt zwar man soll nicht alle Eier in einen Korb legen, aber ich bin nun ja auch keine 17/18 mehr.

  10. Kann ich nachfühlen.

    Das Problem: Ein Huhn finden, das seinen Hahn versorgen will (und kann).

    Gar nicht so einfach.

    Gut, Zuhältertypen schaffen das häufiger.

    Aber dazu ist ja nun auch nicht jeder geboren.

    Solange die Hühner nicht auf Zack kommen mit ihrer Emanzipation, muss man wohl oder übel weiter selber auf Zack bleiben. Und ein Lotte(r)leben wäre auch nur maximal 1-2 Tage interessant. Ist alles vielleicht ganz gut, wie es ist.
    Dann doch lieber, trotz widerstreben, Auseinanderetzen mit „Game“? Oder es ganz bleiben lassen?

    Ich denke mit Job und Haushalt ist man(n) beschäftigt genug.
    Und solche zänkischen Zanseln sind auch nur aus der Distanz bzw. kurzfristig unterhaltsam.


    Schließlich leben wir noch in wohlstandsbefriedeten Umständen.
    Hoffentlich bleibt das eine längere Weile so.

    Ja, das hoffe ich auch.

    • @gedankenwerk

      „Dann doch lieber, trotz widerstreben,
      Auseinandersetzen mit “Game”?
      Oder es ganz bleiben lassen?“

      Mit Game macht das Leben einfach
      mehr Spass. Erhoffe dir aber keine
      schnellen Resultate, das ganze
      ist ein längerer Prozess.
      Aneignung von theoretischem
      Wissen ohne praktische Anwendung
      bringt nichts.

      • @Red Pill

        „Mit Game macht das Leben einfach
        mehr Spass. Erhoffe dir aber keine
        schnellen Resultate, das ganze
        ist ein längerer Prozess.
        Aneignung von theoretischem
        Wissen ohne praktische Anwendung
        bringt nichts.“

        Ich erhoffe oder erwarte eigentlich gar keine Resultate. Betrachte das Spielen selbst als Spiel / Experiment.
        Ein doch positives Resultat wäre, meine relativ starke emotionale Ansprechbarkeit zu dämpfen und dadurch etwas näher auf „Waffengleichheit“ hinzuarbeiten.

        Ist halt nicht so einfach. Glaube man wird von klein auf schon so sozialisiert, es als besonders reizvoll zu finden, mit einer Partnerin zusammen zu sein, die zwar,
        jederzeit in der Lage ist, bei einem die entsprechenden Knöpfe zu drücken, es aber nie gegen einen verwendet oder es ausnutzt. Das scheitert dann natürlich katastrophal an der Realität.

      • @gedankenwerk

        „Ich erhoffe oder erwarte eigentlich gar keine Resultate.
        Betrachte das Spielen selbst als Spiel / Experiment.“

        Den experimentellen Ansatz finde ich besonders
        hilfreich. Er erlaubt mir das Resultat des
        Experimentes, ob positiv oder negativ, quasi
        wie ein externer Beobachter, von aussen zu
        betrachten.

        „Ein doch positives Resultat wäre, meine relativ starke emotionale Ansprechbarkeit zu dämpfen und dadurch etwas näher auf “Waffengleichheit” hinzuarbeiten.“

        Das ist mit Sicherheit der schwierigste Teil
        des Weges. Rückschläge gehören auch dazu.
        Bei Waffengleichheit bleibt man aber
        normalerweise nicht stehen.
        Was man anstrebt ist ja eigentlich
        mehrfacher Overkill. 🙂

        „Ist halt nicht so einfach. Glaube man wird von klein auf schon so sozialisiert, es als besonders reizvoll zu finden, mit einer Partnerin zusammen zu sein, die zwar,
        jederzeit in der Lage ist, bei einem die entsprechenden Knöpfe zu drücken, es aber nie gegen einen verwendet oder es ausnutzt. Das scheitert dann natürlich katastrophal an der Realität.“

        Wenn man beginnt, all die hässlichen
        Lügen und falschen Modelle unter
        deren Prämisse man erzogen wurde
        zu enttarnen, empfindet man
        verständlicherweise Gefühle
        der Wut und Ohnmacht.

        Geht man seinen Weg aber konsequent
        weiter, weicht diese Wut dann zunehmend
        einer gewissen Befriedigung im Wissen,
        man hat seinem Schicksal ein Schnippchen
        schlagen können.

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