Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 12. Juli 2016

Der Gender Pay Gap (Der Doktorant)

(zum Artikel beim Doktorant, zum zweiten Teil)

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Responses

  1. Merci!

    Freue mich übrigens sehr über konstruktives Feedback, sei es technisch oder inhaltlich. 🙂

  2. Boah! Was ist denn diese 40 Jahre alte Quelle?

  3. Schönes video, @doctorant, meinen glückwunsch. Erlaube mir noch ein paar dinge nachzufragen und zu bemerken.

    1. Man sollte festhalten, dass der gender-pay-gap nichts anderes als das verhältnis des durchschnittsverdienstes aller männer, über alle branchen und alle qualifikationen, zu dem der frauen ist. Dieses verhältnis, diese zahl, hat auf grund ihrer konstruktion, nichts, aber auch gar nichts mit einem durchschnittsverdienst bei gleicher qualifikation und tätigkeit zu tun.

    2. Ich bezweifle die aussagen der studien, die dies in irgendeiner weise „bereinigen“ wollen. Woher kommen sie an die zahlen zum durchschnittsverdienst bei gleicher qualifikation? Gut, im öffentlichen dienst, mit ausbildungsplan, berufsjahren, etc. pp. kann ich mir das noch vorstellen, aber wie soll das in der freien wirtschaft funktionieren? Wer kennt die zusatzqualifikationen und was wären sie wert, wenn dieser nerd einfach geil programmiert?

    3. Wenn der frauenanteil in mint bei 10-20% liegt und frauen 60% der studenten stellen, dann muss das kompensiert werden. Gibt es zahlen zum frauenanteil in harzt-IV studiengängen, wie amerikanistik, europäische ethnologie, theaterwissenschaften, gender-studies, soziologie, etc.? Für lehrbetufe gilt ähnliches. Erklärt das nicht bereits alles?

    4. Ich nehme mal an, dass es im öffentlichen dienst keinen wie auch immer gearteten gender-pay-gap gibt. Da verhindert die gesetzeslage, gleichstellungsbeauftragte und unser feminat. Um wie viel würde das den „rest-was-auch-immer-gender-pay-gap“ steigern? Ist diese zahl dann noch im marktwirtschaftlichen sinne noch realistisch?

    • 1. Man sollte festhalten, dass der gender-pay-gap nichts anderes als das verhältnis des durchschnittsverdienstes aller männer, über alle branchen und alle qualifikationen, zu dem der frauen ist. Dieses verhältnis, diese zahl, hat auf grund ihrer konstruktion, nichts, aber auch gar nichts mit einem durchschnittsverdienst bei gleicher qualifikation und tätigkeit zu tun

      Das ist völlig korrekt. In diesem Video wollte ich aber bereits eine Ebene weiter oben (oder unten, je nach Blickwinkel) ansetzen, d.h. ich wollte zeigen, dass die Beweislast bei den Personen liegt, die behaupten der Gender Pay Gap würde eine Form der Diskriminierung aufzeigen. Dieser Beweis müsste also erst einmal korrekt durchgeführt werden, unabhängig davon, was die Stastistik des Gender Pay Gap aussagt.

      2. Ich bezweifle die aussagen der studien, die dies in irgendeiner weise „bereinigen“ wollen.

      Wie die Bereinigung der Zahlen gemacht wird, kann ich dir leider nicht aus dem Stehgreif sagen. Dazu müsste ich selbst auch noch einmal in die Methodenabschnitte der Studien schauen. Dein Einwurf ist aber definitiv berechtigt und ich bin auch der Meinung, dass ein direkter Vergleich zwischen zwei identischen Personen nahezu unmöglich ist. Das ändert aber (wie oben erwähnt) nichts an der Beweislast.

      Gibt es zahlen zum frauenanteil in harzt-IV studiengängen, wie amerikanistik, europäische ethnologie, theaterwissenschaften, gender-studies, soziologie, etc.? Für lehrbetufe gilt ähnliches. Erklärt das nicht bereits alles?

      Diese Zahlen gibt es (http://www.randalolson.com/wp-content/uploads/percent-bachelors-degrees-women-usa.png) und ja, das erklärt definitiv einen Teilaspekt des Gender Pay Gaps. Solche Argumente werden aber „komischerweise“ selten bis gar nicht aufgeführt oder direkt abgelehnt, because reasons.

      4. Ich nehme mal an, dass es im öffentlichen dienst keinen wie auch immer gearteten gender-pay-gap gibt. Da verhindert die gesetzeslage, gleichstellungsbeauftragte und unser feminat. Um wie viel würde das den „rest-was-auch-immer-gender-pay-gap“ steigern? Ist diese zahl dann noch im marktwirtschaftlichen sinne noch realistisch?

      Im öffentlichen Dienst gibt es natürlich auch einen Gender Pay Gap, da wir keine 50/50 Verteilung in jedem Job des öffentlichen Dienstes haben. Die Unterschiede sind aber aufgrund der Tarifverträge nahezu nicht vorhanden (wobei ich auch hier schon Leute habe argumentieren sehen, dass Frauen mit Absicht niedriger eingestuft werden als Männer, weil Sexismus).

      Die letzten beiden Fragen verstehe ich leider nicht genau, könntest du das noch einmal ausführen? Was genau sollte den Gender Pay Gap steigern? Wenn die Gesetzeslage im öffentlichen Dienst anders wäre?

      • @Doktorant: Schönes Video!

        „Wie die Bereinigung der Zahlen gemacht wird, kann ich dir leider nicht aus dem Stehgreif sagen.“

        Dazu wird die Oaxaca-Blinder-Zerlegung verwendet, mehr dazu hier (insb. bzgl. ihrer Schwächen)

        „ein direkter Vergleich zwischen zwei identischen Personen nahezu unmöglich ist.“

        Das ist aufgrund von Statistiken nie möglich.

        „Im öffentlichen Dienst gibt es natürlich auch einen Gender Pay Gap, …“

        In den destatis-Zahlen zum GPG ist der öffentlichen Dienst m.W. nicht berücksichtigt.

        Noch eine generelle Bemerkung: die wichtigste Infamie bei der feministischen GPG-Progaganda besteht in der Verwendung des hochgradig mehrdeutigen Begriffs „Lohn“. Darunter versteht jeder etwas anderes.

      • @mitm

        Vielen Dank für den Verweis auf deine Artikel! Sehr interessant. Die Literatur zur Oaxaca-Blinder-Zerlegung werde ich mir auch noch einmal anschauen.

  4. Find ich gut gemacht. Mehr davon!

    Es gibt da einen sehr wichtigen Aspekt, der selten zur Sprache kommt. Der Lohn ist sicher sehr wichtig, aber nicht das Einzige, was zählt, oder würde hier jemand körperliche Schwerstarbeit verrichten, wenn er dafür 200 Euro mehr pro Monat bekäme?
    Ich sag es mal in meiner mir ganz eigenen saloppen Art: Solange auf dem Strassenbau und bei der Müllabfuhr Frauen so häufig gesichtet werden wie grosse Kometen, stell ich meine Ohren auf Durchzug, sobald ich das Wort „Gleichstellung“ höre.

  5. Letztendlich spielt es ohnehin keine Rolle, wer das Geld verdient, sondern wer es ausgibt.

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