Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 15. Juli 2011

Welche Mitspracherechte haben Männer im Feminismus?

In dem Artikel „Look, Kitten, I Am Too A Feminist! Fauxminism and Men“ beleuchtet die Feministin Megan Milanese, die mir eher einem radikalen Feminismus anzuhängen scheint (und deren Meinung insoweit nicht für andere Teile des Feminismus gelten muss), welche Kriterien sie an Männer stellt, die Feministen sein wollen.

Ein falscher Feminist ist demnach ein Mann, der folgende Sachen macht

  1. Frauen unterbrechen, wenn sie sprechen
  2. Führungsrollen beanspruchen, bevor man für sie „bereit“ ist
  3. Mansplaining
  4. Fordern, dass sich Feminismus auch gleichwertig um Männer und Männeranliegen kümmern muss
  5. Verhalten und Medien nicht aufgeben, die Frauen objektifizieren
  6. Frauen, die nicht mit ihm übereinstimmen „Nutten“ oder „Schlampen“ nennen oder mit anderen auf das Geschlecht bezogenen Abwertungen belegen
  7.  Denken, dass er Anspruch hat auf das Vertrauen der Frauen, mit denen er im Feminismus zusammenarbeitet
  8. Er zieht andere „falsche Feministen“ nicht bei Verstößen zur Rechenschaft
  9. Er beschwert sich bei dir über den Ton, in dem du redest
  10. Er ist wegen des Artikels sauer
Im Ganzen ein Artikel, der sagt, dass man als Mann also einfach am besten nur das umsetzt, was die weiblichen Feministinnen vorgeben und im übrigen brav der Doktrin folgt und sein Leben entsprechend umstellt.
Einige Versatzstücke aus dem Text:
Zu den Männer, die noch nicht bereit für Führungspositionen sind:

In others, men in feminist groups just tend to become leaders – many before they’re ready. It’s a feminist activist group glass escalator, and on some level it makes sense. It makes sense to fight back against stereotypes by having men at the forefront of feminist groups. It’s a great PR strategy. That is, until it completely backfires.

By placing men in leadership positions just to give off the impression that men are active and involved in feminist politics and organizing, some groups are also giving off the impression that feminism is only relevant if men are in charge of it. This is the antithesis of what feminism should be about, and it only seeks to serve a patriarchal definition of importance in the first place. You can’t smash the patriarchy by adhering to its demands for the privileged to always be calling the shots.

Ein „Glas Aufzug“  für Männer in Feministischen Gruppen? Klar, ein Wortspiel mit der Glasdecke, aber auch nicht ganz passend. Aber kurz heißt es ha auch nur: Wenn die Männer zu viel zu sagen haben, dann ist die Revolution gescheitert. Egal, was der jeweilige Mann denkt, er bleibt doch ein Mann und damit Teil des Feindbilds zumindest in diesem Teil des Feminismus.

To make matters worse, there seems to be an ever-increasing attitude that in order for feminism to be relevant, it must become less about women and more about men. This is as offensive as it is detrimental. While it is true the Patriarchy Hurts Men, Too™, the fact of the matter is that the problems that men face that don’t stem from class, race, sexuality, or able-bodiedness issues tend to stem from socially ingrained misogyny. It is a systemic devaluation of femininity that creates the rigidly defined masculinity by which men must abide. If men have a problem with masculinity as it currently exists, perhaps they should consider increasing the social status and viability of femininity in all people. They could also address the notion that femininity and masculinity are not mutually exclusive.

Feminist men need to understand that their liberation from standards of masculinity goes hand in hand with smashing patriarchal misogynistic social structures. Instead of listing off the problems that he feels feminists aren’t addressing (and thus expecting women to drop everything and mommy him – a sexist expectation in the first place), he can either begin to address them himself or try to recognize how intersectionality affects oppression.

Alle Nachteile die Männer haben, liegen an der Frauenfeindlichkeit der Gesellschaft. Die durch das Patriarchat (=Männer) aufrechterhalten wird. Das Frauen Männerfeindlich sein können, dass die Geschlechter in ein gegenseitiges Netz von Abhängigkeiten verwoben sind, bei dem die Erwartungen und Verhalten beider Geschlechter sich gegenseitig beeinflussen, das kommt in dieser Betrachtung nicht vor. Die sich nach der hegemonialen Männlichkeit und ihren Privilegien verhaltenden Männer sind schuld, Ende der Ermittlungen. Macht die Welt frauenfeundlicher, dann erledigen sich auch gleichzeitig alle Probleme der Männer. Also immer schon auf die Frauen konzentrieren und eigene Privilegien abbauen. Ich finde das eine unglaublich einseitige Sicht.

Zu der Frage, warum Männer kein Vertrauen erwarten können:

The thing about feminists that guys like this don’t seem to get is that a lot of time men have done really awful things to us or other women we know. It could be rape, it could be domestic violence, it could be emotional abuse. It could just be the daily normality of cat-calling and slut-shaming that women endure. Whatever it is – it’s probably valid. Even if a man doesn’t think it’s valid, he has no right to tell a woman that her distrusting attitude toward men irrational.

Wer bei Benachteiligungen nur in Gruppen- und Klassenkategorien verliert eben den Bezug zu Personen. Deswegen ist es wichtig, sich immer wieder vor Augen zu halten, dass die Gruppe nur im Schnitt bestimmte Sachen macht. Hier ist die Gleichung für die Autorin jedenfalls einfach: Er ist ein Mann, man darf ihm also alle Vorurteile gegen Männer, alle Gewalttaten, die einem selbst oder anderen aus der eigenen Gruppe zu welcher Zeit auch immer von anderen Personen dieser Gruppe angetan wurden, persönlich entgegenhalten.

Zum zu erwartenden Einsatz:

Of course, this only applies to relatively safe spaces. A feminist man shouldn’t have to risk life and limb to tell another dude that his rape joke wasn’t funny, but if all he’s got to risk is his pride or social status then he needs to go for it. If his bros are giggling and cat-calling a woman and he’s just standing there – he’s not ready for the label yet.

Ich finde es schön, dass er zumindest nicht sein Leben riskieren muss. Aber seinen Stolz und seinen sozialen Status schon.

Ich meine, dass diese Betrachtung im Feminismus nicht vollkommen ungewöhnlich ist. Es passt eben gut zu den Privilegientheorien, nach denen man eben auch fordern kann, dass solche Privilegien abgelegt werden können und müssen.

Gleichzeitig kollidiert es meiner Meinung nach mit der anderen Auffassung, dass Feminismus keine Interessenvertretung für Frauen ist und Männer, die tatsächlich für die Gleichberechtigung der Geschlechter sind, eben Feministen werden sollen. Denn unter diesen Regeln besteht keine Augenhöhe für eine Diskussion. Es besteht ein Feindbild und eine Duldung. Wenn man davon ausgeschlossen ist, einen gesellschaftlichen Zustand auch aus Sicht der Gruppe, der man angehört, zu besprechen und auf dort bestehende Nachteile als eigene Nachteile einzugehen, dann besteht keine faire Beteiligungsgrundlage. Es besteht dann eben ein „Theorienprivileg der Frauen“, dass diese abbauen müssten.

Bereits aus diesen Gründen denke ich, dass eine eigene Männerbewegung erforderlich ist und sich ein gerechter Weg in einem Dialog dieser beiden Richtungen lässt. Allerdings ist der Teil des Feminismus, der den obigen Kriterien folgt, eben nicht für einen Dialog offen.

Meine Frage an mitlesende Feministen / Feministinnen wäre, wie sie sich eine Mitarbeit von Männern im Feminismus vorstellen und welche Rechte sie den Männern in dieser Hinsicht zugestehen würden.

 

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Responses

  1. eine methode zu textanalyse ist es begriffe auszutauschen.

    wenn folgender austausch vorgenommen wird …

    männer mit schwarzer/farbiger / juden
    frauen mit weißer / herrenmenschen

    wird sehr deutlich wessen kind der feminismus ist.

    vor einiger zeit habe ich eine buchkritik gelesen. gespräche von deutsche kriegsgefangenen(zweiter weltkrieg) wurden aufgezeichnet und im buch analysiert.
    ein ergebnis war, das die quelle für ihre motivation die unmittelbare umgebung war. also die menschen mit denen sie täglich zu tun hatten.

    stellen solche beobachtungen nicht grundsätzlich das klassen denken an sich in frage ? alle männer als eine klasse zu definieren wiederspricht ja den tatsächlichen beobachtungen im krieg?

    • Das Problem bei dieser Art der Textkritik ist aber, dass Begriffe wie „Jude“, „Herrenmensch“ oder „Farbiger“ (man könnte auch gleich „Neger“ schreiben) bereits stark konnotiert sind, so dass jeder Text dadurch rassistisch, antisemitisch usw. wirkt. Diese Art der „Verdeutlichung“ ist m.E. auch nicht nötig, da die Dame ja selbst offen sagt, was Sache ist (Kujonierung von Männern). Dass sie Gleichberechtigung will, bestreitet sie ja selbst. Wenn ich mich nicht „Feminist“ nennen darf, wenn ich das auch ausspreche, dann muss ich mich wohl damit abfinden ;-).

      • Fauxminist klingt eh eleganter…

    • Ja, dann tausche doch auch mal umgekehrt!
      also:
      frauen mit schwarzer/farbiger / juden
      männer mit weißer / herrenmenschen

      Und was kommt dann raus? Uups, Männer haben alle Machtpositionen. Uups. Und das ganze Geld. Uups. Und schüchtern Frauen ein. Uups. Lassen die Dreckarbeit von Frauen machen. Uups.

      • @ ichichich II

        *Uups, Männer haben alle Machtpositionen. *

        Uups, und was machen mächtige Männer mit ihren Machtpositionen?

        Sie zwingen weniger mächtige Männer dazu, Frauen zu schützen und zu versorgen, treiben Frauenbegünstigungs-und -versorgungspolitik, legen sich einen virtuellen (Groupies) und realen Harem zu.
        Mächtige Männer setzen femizentrische Politik durch auf Kosten weniger mächtiger Männer.

        * Und das ganze Geld. *

        Uups, nur Söhne erben?

        Schickedanz, Mohn, Springer u.v.m. verkleidete Männer?

        Interessante Theorie.

        Und 80 % der Obdachlosen scheinen nur Männer zu sein, weil obdachlose Frauen sich als Männer verkleiden, um endlich auch mal privilegiert zu sein?

        Bestechende Analyse, uups ist ja eine feministische.

        *Und schüchtern Frauen ein.*

        Du meinst Frauen wie Megan Milanese?

        *Uups. Lassen die Dreckarbeit von Frauen machen. Uups.*

        Uups, desalb erleiden Männer 90 % der tödlichen Berufsunfälle?

        Deshalb sind von 21 der schmutzigsten, gesundheitsschädlichsten, dreckigsten Jobs 20 fast rein männlich?

        Deshalb stellen Männer 2/3 der Berufsinvaliden?

        Deshalb sehe ich an der Mülltonne und in der Kanalreinigung nur Männer?

        Warum eigentlich fordern FeministInnen keine Gleichstellungsquoten in diesen Jobs ?

        Oder in den Zinksärgen, die aus Afghanistan zurückgeschickt werden?

        Uups, hat das etwa etwas mit Rosinenpickerei zu tun?

  2. Der Begriff der sozialen Klasse verweist auf den sozialen Status des Individuums und damit auf sein Einkommen, sein Vermögen und dem daraus resultierenden gesellschaftlichen Einfluss, sprich Macht.

    Im kommunistischen Manifest steht: „Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen“. Der Kommunist geht davon aus, dass sich die sozialen Klassen durch gemeinsame Interessen auszeichnen und somit die Kategorien der sozialen Klassen die logischen politischen Kategorien sind, entlang derer sich die Fronten im Verteilkampf bilden. Das ist logisch leicht nachvollziehbar, denn der männliche Industriearbeiter und die weibliche Kassiererin an der Aldikasse haben mehr gemeinsame Interessen als die weibliche Aldikassiererin und die weibliche Betriebsrätin bei der Deutschen Bank.

    Indem der Feminismus Gender und Geschlecht so behandelt, als handle es sich um soziale Klassen, pervertiert der Feminismus linke Politik als die Politik, welche sich dem sozialen Ausgleich verpflichtet fühlt, um der Akkumulation des Kapitals entgegenzuwirken.

    Aber selbst dem dümmsten Feministen kann nicht verborgen bleiben, dass der männliche Obdachlose oder der männliche Harz IV – Empfänger nicht als Teil der privilegierten sozialen Klasse gelten kann. Um diese offensichtlichen Brüche in der Theorie zu übertünchen wurden Behelfskonstrukte in die feministische Theorie eingefügt. Idealtypisch steht dafür R.Connell, welche die Kategorie „männlich“ zu diesem Zweck in hegemoniale, komplizenhafte und untergeordnete Männlichkeit unterteilte. Schleierhaft bleibt bei R.Connells Kategorisierungen, warum das Hegemoniale und das Komplizenhafte an Gender und Geschlecht gebunden sein soll. In ihrem Genderwahn scheint sie die simple Tatsache nicht zu verstehen, dass die Profiteure der herrschenden Ordnung prinzipiell diejenigen sind, welche die Ordnung beibehalten wollen, womit wieder die soziale Klasse zur ersten politischen Kategorie wird und nicht Geschlecht, Gender, sexuelle Orientierung oder andere sekundäre Kategorisierungsmerkmale.

    Die feministische Theorie führt zwangsläufig zur Pervertierung linker Politik. Einrücklich zeigt sich diese Pervertierung im Bestreben linker Parteien, privilegierte Frauen durch Vorstansquoten u.a noch zusätzlich zu privilegieren.

    Mir erscheint es deshalb als notwendig, feministische Politik als Pervertierung linker Politik zu demaskieren. Feministische Politik ist ein Segen für den Neoliberalismus, spaltet es doch, wo gemeinsame Interessen eigentlich Einigkeit in der politischen Sache erfordern würden.

    Feministen sind nützliche Idioten, Steigbügelhalter des Neoliberalismus, Lakaien. Was könnte für den Neoliberalen willkommener sein als die Spaltung; die Alten gegen die Jungen, die Frauen gegen die Männer, die Heterosexuellen gegen die Homosexuellen?

    Feminismus ist die (politische) Pest unserer Tage.

    • @ Peter

      Sehr treffend! Eigentlich bin ich ein Linker, kann aber die jeweiligen Parteien nicht mehr wählen. Diese sollten doch endlich die Feministen rauswerfen, denn diese passen besser in die bürgerlichen Parteien.
      Oder vielleicht konstituiert sich mal eine antifeministische Linke. Die hätten meine Stimme.

      • dann bist du aber kein linker!

    • „der männliche Industriearbeiter und die weibliche Kassiererin an der Aldikasse haben mehr gemeinsame Interessen als die weibliche Aldikassiererin und die weibliche Betriebsrätin bei der Deutschen Bank.“
      Absolut korrekt. Deshalb ist auch der Cartoon in dem verlinkten Artikel von Frau Milanese blöde, in dem ein Firmenchef seiner Tochter zeigt, was sie alles haben würde, wenn sie ein Mann wäre. Was ist mit Liz Mohn bei Bertelsmann und anderen?

      • ..der Cartoon ist völlig absurd.

        Aber er macht schön deutlich, worum es geht: Arme Mittel- und Oberschichtfrauen stehen vermeintlich auf einer Stufe mit diskriminierten Schwarzen und einfachen Malochern.

    • @ Peter:

      Du verwendest den Begriff Neoliberalismus oft als Synonym für die Interesse-Gemeinschaft der Wirtschaftskapitäne oder der Kapitalbesitzer. Ein kleiner Staat und freie Marktwirtschaft ist aber gar nicht immer in deren Interesse, und so sind ihre politischen Forderungen auch oft alles andere als Neoliberal. Eine Liberale Wirtschaftsordnung führt zum insgesamt besten Ergebnis; aber nicht zwangsläufig zum besten Ergebnis für gegebene Personen. Neoliberalismus wird vor allem von Beobachtern der Wirtschaft vertreten, zum Beispiel von Professoren für Wirtschaftswissenschaften, seltener aber von Marktteilnehmern. Letztere versuchen all zu oft, die freie Marktwirtschaft in ihrem Interesse einzuschränken, meist zum Leidwesen von Drittpersonen.

      Ein Beispiel: In den achtziger Jahren konnte die amerikanische Stahlindustrie Importzölle auf Stahl durchsetzen, und sich so von der internationalen Konkurrenz abschirmen. Dies erlaubte es den Kapitaleignern, Gewinne zu machen, und es erlaubte den Arbeitnehmern, vom Arbeiter bis zum Topmanager, ihren Job zu behalten. Insgesamt konnten durch die Zölle etwa 5000 Jobs in der Stahlindustrie gerettet werden.
      Das klingt jetzt erst einmal ganz gut, wenn da die Sache mit den Drittpersonen nicht wäre. Importzölle führen nämlich dazu, dass Produkte künstlich verteuert werden, was die Konsumenten schädigt, oder aber, bei Halbfertigwaren wie Stahl, die weiterverarbeitenden Betriebe. Diese müssen ihre Rohstoffe durch die Zölle nämlich teuerer bezahlen als ihre ausländischen Konkurrenten. Dies kann ein gravierender Wettbewerbsnachteil sein. Im Falle der Stahlzölle zum Beispiel gingen in der Automobilindustrie 25000 Jobs durch die künstlich geschaffene mangelnde Wettbewerbsfähigkeit verloren.
      Wir haben es hier also mit einer Maßnahme zu tun, von der in einer Branche von den Kapitaleignern über die Topmanager bis hin zu den einfachen Arbeitern alle profitierten, auf Kosten von anderen Branchen, in denen alle von den Kapitaleignern über das Topmanagement bis hin zu den einfachen Arbeitern unter der Maßnahme litten.

      • „Kleiner Staat“ hört sich ja putzig an. Der Neoliberalismus steht aber eher für einen durchaus starken Staat, der sich halt aus der Wirtschaft raushalten soll, aber der politische Gegner ruhig mal ausknipsen kann -> Pinochet und die Chicago Boys.
        Ein nettes Zitat vom Neoliberalen Hayek: „” My personal preference inclines to a liberal dictatorship and not to a democratic government where all liberalism is absent ”“ (aus einem Zeitungsinterview für El Mercurio, 1981)
        By the way, nicht alle Wiwi-Professoren sind Anhänger des Neoliberalismus.

      • Ein nettes Zitat vom Neoliberalen Hayek: „” My personal preference inclines to a liberal dictatorship and not to a democratic government where all liberalism is absent ”“ (aus einem Zeitungsinterview für El Mercurio, 1981)

        Was eigentlich nichts anderes sagt, als dass es ihm wichtiger ist, dass sich niemand in sein Leben einmischt, als dass er wählen darf, wer sich in sein Leben einmischt.

      • @Prometheus um 2:57 pm

        In sein Leben mischte sich die chilenische Diktatur, auf die sein Interview bezogen ist, natürlich nicht ein, er war ja kein Sozialist. Generell würde ich es aber schon als Einmischung betrachten, wenn mir die Polizei Stromstöße durch die Hoden leitet und giftige Spinnen in den Anus einführt (bei Frauen auch in die Vagina), was halt damals zum Repertoire gehörte, wenn man abweichende politische Meinungen vertrat.
        Aber dass es im Neoliberalismus nicht um das Wohl des Einzelnen geht, sondern um das bestmögliche Funktionieren des Marktes, hast du ja selbst schon gesagt.

      • Generell würde ich es aber schon als Einmischung betrachten, wenn mir die Polizei Stromstöße durch die Hoden leitet und giftige Spinnen in den Anus einführt (bei Frauen auch in die Vagina), was halt damals zum Repertoire gehörte, wenn man abweichende politische Meinungen vertrat.

        Die Anwendung von Staatsgewalt zur Unterbindung der Meinungsfreiheit ist eben gerade keine Form von Liberalismus. Wenn man in Chile aus pragmatischen Gründen die Marktwirtschaft erlaubte, so heißt das noch nicht, dass die Herrschenden von Liberalen Konzepten im allgemeinen überzeugt waren. Chile steht heute übrigens wesentlich besser da als die meisten südamerikanischen Länder, gerade weil man nicht auch noch die wirtschaftliche Freiheit der Leute eingeschränkt hat.

        Aber dass es im Neoliberalismus nicht um das Wohl des Einzelnen geht, sondern um das bestmögliche Funktionieren des Marktes, hast du ja selbst schon gesagt.

        Was heißt hier „das Wohl des Einzelnen“. Es ist eben nicht möglich, mit dirigistischen Ansätzen das Wohl eines „des Einzelnen“ zu fördern, ohne damit dem Wohl vieler anderer „des Einzelnen“ zu schaden. Bei Eingriffen in die Wirtschaft handelt es sich um eine staatliche Umverteilung zum Wohle gut organisierter Interesse-Gruppen mit politischem Einfluss und zum Schaden vieler anderer Personen.

      • @ Prometheus am 15. Juli 2011
        um 3:38 pm

        „Chile steht heute übrigens wesentlich besser da als die meisten südamerikanischen Länder, gerade weil man nicht auch noch die wirtschaftliche Freiheit der Leute eingeschränkt hat.“

        Das ist ja auch das Argument, mit dem das FAZ-Feuilleton immer noch Pinochet bejubelt. Das „nicht auch noch“ ist aber falsch. Die Junta, die – aus pragmatischen Gründen, wie du sagst – den Neoliberalismus implementiert hat, hat einen Putsch gegen eine demokratisch gewählte (!) sozialistische (!) Regierung durchgeführt. Neoliberale Wirtschaftspolitik und Repression gegen die Bevölkerungsmehrheit mussten hier also Hand in Hand gehen. Das gestehen die FAZ-Feuilletonisten ein, das gesteht Hayek ein.

    • Aber selbst dem dümmsten Feministen kann nicht verborgen bleiben, dass der männliche Obdachlose oder der männliche Harz IV – Empfänger nicht als Teil der privilegierten sozialen Klasse gelten kann.

      Allerdings: Selbst der dümmste Harz IV Empfänger und der ungepfegteste Penner fühlt sich bisweilen noch priveligiert genug, Frauen zu sagen, wie er gerne hätte daß sie sich anziehen. Unaufgefordert, natürlich.

      • Um meinen Avatar zu bekommen und mich richtig faken zu können, bräuchtest du meine Mailaddy, hahaha…

      • Selbst der dümmste Harz IV Empfänger und der ungepfegteste Penner fühlt sich bisweilen noch priveligiert genug, Frauen zu sagen, wie er gerne hätte daß sie sich anziehen. Unaufgefordert, natürlich.

        Deine Phantastereien in Ehren, aber auch ein ungepflegter Penner und ein dummer Harz IV Empfänger hat das Recht, UNAUFGEFORDERT zu sprechen und seine Meinung einzubringen, auch wenn es dummen Feministen nicht gefällt. Das ist kein Privileg, sondern ein Recht, das jedem grundgesetzlich garantiert wird. So soll es auch bleiben. Feministen sprechen ja auch andauernd unaufgefordert.

      • womit du, Peter, meiner These recht gibst, nämlöich der, daß es eine „Schichtung“ gibt, bei der männlich sein gegen arm-sein (sonst wie ausgerenzt sen) sticht.
        gegenüber einem armen mann hat die arme frau doppelt verloren.
        women are the nigger of the world. sag nicht nur ich.

      • gegenüber einem armen mann hat die arme frau doppelt verloren.
        women are the nigger of the world. sag nicht nur ich.

        Wenn diese Analogie richtig wäre, dann würden Frauen den Müll abholen, Frauen die Strassen teeren und Frauen die Abwasserkanäle reinigen. Im Apartheidsstaat Südarfika waren diese Arbeiten ganz selbstverständlich Schwarzen (Männern!!) vorbehalten, so wie lange Zeit in den rassistischen Südstaaten der USA ebenso.

        So wie die Spitze der sozialen Pyramide vorwiegend männlich besetzt ist, so ist es auch die unterste Schicht. Eine arme Frau ist bedauernswert. Ein armer Mann ist einfach nur ein Looser. Die gescheiterte männliche Existenz kann mit keinerlei Empathie rechnen. Die Spitze der sozialen Pyramide ist in keiner Weise repräsentativ für die Gesellschaft als Ganzes.

        Genderisten, die sich doch als die Experten in Sachen „soziales Geschlecht“ verstehen, blenden diese offensichtliche Asymmetrie – die mangelnde Empathie gegenüber Männern der untersten sozialen Schichten – im Geschlechterverhältnis aus. Das macht sie völlig unglaubwürdig.

    • Bei Eingriffen in die Wirtschaft handelt es sich um eine staatliche Umverteilung zum Wohle gut organisierter Interesse-Gruppen mit politischem Einfluss und zum Schaden vieler anderer Personen.

      Bevor die Umverteilung angegangen wird, muss eine Verteilung stattgefunden haben. Der Neoliberale (oder sollten wir ihn besser „Anarchokapitalist“ nennen, so wie ihn einige US-Reps verkörpern?) geht ganz selbstverständlich davon aus, dass die Verteilung ohne staatlichen Eingriff a priori als gerecht, ja natürlich zu gelten habe, da sich der Kapitaleigner im Wettbewerb durchgesetzt hat. Das libertäre Gesellschaftsideal spricht von Eigenverantwortung, meint aber die Verantwortungslosigkeit gegenüber allen anderen. Es ist der Wettbewerb aller gegen alle, was zur Atomisierung der Gesellschaft führt, wo selbst familiäre Loyalitäten sich den ökonomischen Prämissen unterzuordnen haben.

      Die Kommunisten, was auch immer man sonst von ihnen halten mag, haben recht, wenn sie feststellen, dass der Marktliberalismus ohne staatliche Eingriffe zur Akkumulation des Kapitals führt, welche ohne sozialstaatliche ausgleichende Eingriffe, sprich Umverteilung, sozialrevolutionäre Verhältnissen verursacht.

      Der (radikale) Marktliberalismus, der auf sozialstaatliche Umverteilungen weitgehend verzichtet führt zur Plutokratie; one Dollar, one vote.

      Der Marktliberalismus geht von einem autonom handelnden Subjekt aus. Das autonom handelnde Subjekt aber ist in einer hochkomplexen industrialisierten Gesellschaft eine Illusion. Autonomie erlangt das Individuum in der liberalisierten Marktwirtschaft nur, wenn es sich von deren Sachzwängen befreien kann, sprich Vermögen bildet.

      • …da sich der Kapitaleigner im Wettbewerb durchgesetzt hat.

        Es wird oft so getan, als handele es sich beim Wettbewerb in einer freien Marktwirtschaft um einen MMA-Kampf, bei dem sich der größere und schwerere Teilnehmer durchsetzt. Nun geht es aber eben nicht primär darum, die Konkurrenz zu verprügeln, sondern darum, die Kunden zufrieden zu stellen. Wer die Bedürfnisse der Kunden am besten befriedigen kann, der setzt sich durch. Er tätigt die meisten Verkäufe und/oder kann die höchsten Preise für seine Produkte verlangen. Das führt dazu, dass das Kapital zu den Leuten fließt, die es in der von den Kunden am meisten geschätzten Form einsetzen. Beginnen diese irgendwann, das Kapital in von den Kunden weniger geschätzte Unternehmungen zu investieren, dann machen sie Verluste, und das Kapital fließt wieder ab; hin zu denen, die die Bedürfnisse der Kunden jetzt besser befriedigen. Es handelt sich also nicht um eine statische Verteilung, sondern um einen dynamischen, sich stets korrigierenden Prozess.

      • @ Prometheus

        *Beginnen diese irgendwann, das Kapital in von den Kunden weniger geschätzte Unternehmungen zu investieren, dann machen sie Verluste, und das Kapital fließt wieder ab; hin zu denen, die die Bedürfnisse der Kunden jetzt besser befriedigen. Es handelt sich also nicht um eine statische Verteilung, sondern um einen dynamischen, sich stets korrigierenden Prozess.*

        So wäre es, lebten wir in einer idealen Welt mit vernünftigen Bürgern, die souverän-rational entscheiden, eine Welt ohne Propaganda, gelenkte Information, ohne korrupte, selbstsüchtige PolitikerInnen usw.

        Die haben wir aber nicht und werden sie nie haben, weil der Mensch ein Sünder ist.

        Deshalb braucht es Staatsintervention, etwa in Form von Antimonopolgesetzen, einen gewissen sozialstaatlichen Ausgleich.

        Der Sozialstaat muss sich davor hüten, mehr zu nivellieren als der Leistungsgerechtigkeit guttut, sonst ernten wir Niedergang, Verrottung und Versottung.

        Der Sozialstaat kann nur funktionieren auf der Basis einer marktwirtschaftlichen Leistungsgesellschaft, denn nur die ist in der Lage, genügend Sürplus zu erwirtschaften, das einen Sozialstaat trägt.

        Ein Sozialstaat, der darauf verzichtet, nach einer Meritokratie zu streben, verkommt zur Cliquenwirtschaft, Quotenwirtschaft, Affirmative-Action-Wirtschaft, verliert an Effizienz und Leistungskraft, geht zugrunde.

        Er muss sich davor hüten, zuviele Versorgungs-und Druckposten im ÖD zu schaffen, auf denen „gearbeitet“ wird, sonst geht er bankrott.

        Er muss sich davor hüten, große Erbschaften und Vermögen NICHT angemessen zu besteuern, sonst landen wir in der Plutokratie und/oder im Bankrott.

        Gegenwärtig sieht es so aus, als ob wir genau dort landen: in einer femizentrischen, quotenverrotteten Plutokratie, die bankrott geht, weil sich mehr und mehr Männer ihrer gegenleistungslosen Ausbeutung durch Plutokraten und Femizentrikern entziehen mittels Desengagement, mittels Rückzug in die Vereinzelung, mittels Verweigerung.

        Weil sich Leistung für sie schlicht nicht mehr lohnt, nicht als Arbeitende (immer höhere Steuern und Sozialabgaben für einen Sozialausgleich, der vor allem Frauen und Bankern zugute kommt, immer mehr Quotensänften für’s weibliche Geschlecht), nicht als Väter, die mühelos ihrer Kinder enteignet, nicht aber ihrer Pflichten ledig werden können, nicht als Langzeitpartner, sind sie doch via Gewaltschutzgesetz und De-ffacto-Abschaffung der Unschuldsvermutung für Männer, die von Frauen beschuldigt werden, auf Gedeih und Verderb einer Partnerin ausgeliefert, die so dysfunktional sein kann wie sie mag, der femizentrische Staat ist mit ihr qua ihres Frauseins verbündet.

  3. Die Frage nach dem Mitspracherecht geht sogar noch weiter, da auch Frauen schnell als Feinde oder Verätter angeprangert werden, wenn diese der Feministischen Doktrin nicht entsprechen und es wagen, anderer Meinung zu sein. Sieh hierzu auch Monika Ebling.

    • In der Tat.

      Manchmal reicht es auch schon, im Fall von Stef McGraw, einfach nur mehr über Feminismus(!) gelesen zu haben, als Dworkin 1987.

      Wie heißt es doch, zu Groupthink:

      Type III: Pressures toward uniformity

      1. Self-censorship of ideas that deviate from the apparent group consensus.
      2. Illusions of unanimity among group members, silence is viewed as agreement.
      3. Direct pressure to conform placed on any member who questions the group, couched in terms of „disloyalty“
      4. Mind guards — self-appointed members who shield the group from dissenting information.

      Unser bekannter Oberfeminist Patrick hat indes offenbar Milaneses Kodex nicht korrekt gelesen:
      Damit repräsentiert Dawkins einen guten Teil der Antworten von Idiotenseite. Dazu kam gerne noch, dass Rebecca Watson keine Namen nennen solle, wenn sie sich über die Antworten beschwert, und die typische Frage, wie Männer denn sonst Frauen ins Bett kriegen sollen, wenn sie diese nicht mal mehr ansehen dürfen.

      Mein lieber Patrick: Selbstverständlich ist es völlig in Ordnung, wenn eine im Publikum anwesende 20-Jährige von der Kanzel einer Keynote herab namentlich als Vergewaltigungsunterstützerin diffamiert wird, weil sie sich besser mit dem Begriff „Objektiizierung“ auskennt und gewagt hat dies zu twittern. Es ist selbstverständlich nicht notwendig, solchen Idiotinnen Raum zur verteidigenden Stellungnahme zu geben.

      Dabei gibt es aber eine Kleinigkeit zu beachten: Solange eine FRAU dies tut!!!

      Und wenn eine FRAU dich daraufhin Fragt:

      OT – hast du den verlinkten artikel von Megan Milanese gelesen ?

      ..dann solltest du vielleicht erstmal überlegen, ob das ein freundlicher Hinweis darauf ist, dass du etwas bestimmtes lesen solltest um deine Privilegien zu reflektieren. Stattdessen zwingst du sie, noch deutlicher zu werden:

      Milanese hat die/das mE supergelungene “Fauxminist” geschrieben 😉

      Na, was sagt uns wohl das Augenzwinkern? Sind wir heute etwas derangiert??

      http://p-pricken.de/2011/07/skeptisch-atheistische-mannerhirne/

  4. Unglaublich, dass solche Forderungen je Relevanz entwickeln konnten. Als 66-er Jahrgang waren diese in meiner Pubertät und Adoleszenz Wegweiser zu „echter“ Männlichkeit. Wie konnten das die älteren Männer nur zulassen! Seit gut zehn Jahren erst wehren sich Männer systematisch gegen den arroganten, selbstsüchtigen, onanistischen Feminismus.

    *Ich finde es schön, dass er zumindest nicht sein Leben riskieren muss. Aber seinen Stolz und seinen sozialen Status schon.*

    Ich finde, wir Männer sollten unseren Stolz nicht riskieren, sondern ihn uns und für die Jungs bewahren. Darum Mund auf und die Stimme erheben gegen den dummdreisten feministischen Mainstream. Für unsere Kinder, speziell für die Jungs.

    Man sollte die Kritik jedoch nicht allzu oft ohne konkreten Anlass selbst thematisieren, sonst droht die Gefahr, als Spinner marginalisiert zu werden. Ist auch nicht nötig, Anlässe gibt es ja genug. (Austoben können wir uns zB hier, um unserem berechtigten Zorn intellektuelle Gestalt zu verleihen.)

    Wir sollten die fundamentale Kritik am Feminismus als genuin männlich vortragen, es vermeiden, Frauen direkt anzugreifen, und dafür mit Spott für Pudel nicht sparen. Nicht aus ethischen, sondern aus propagandistischen Gründen. Der profeministische Mann soll als schwach, der antifeministische als stark gesehen werden.

    Wenn der Feminismus dereinst überwunden sein wird, werden die Antifeministen verschwinden, die Männer aber bleiben. Und natürlich auch die Frauen.

  5. Tja, wer das Konzept der Privilegien erst geschluckt hat, der sitzt moralisch in einer unentrinnbaren Falle, und kann solchen kranken Absurditäten wie Milanese sie vorbringt kaum etwas entgegensetzen.

    Sexismus kann man ablegen, „Privilegien“ eben nicht. Den Makel, und damit die moralische Unterlegenheit und die Kompensationspflicht, kann man eben im Diesseits nicht mehr loswerden.

    Erst das apokalyptische „Ende des Patriarchates“, das jüngste Gericht, erlöst uns von dieser Schuld. Davor können wir und nur zu unserer Schuld bekennen und versuchen, die Gnade der Göttin durch einen bibeltreuen Lebenswandel zu erwirken.

    Nach meiner Einschätzung musste sich Feminismus einen neuen Manipulationsmechanismus einfallen lassen, nachdem die Waffe „männliche Sexualität“ als Dämon, der Frauen böse unterdrückt und vergewaltigt, durch allzu überzogenem Gebrauch ein wenig stumpf geworden war.

  6. Mal abgesehen davon, dass ihr über eure absurde These über Feminismus nicht mehr hinauskommst, könntet ihr euch fragen warum aber vor allem wie Maskulisten die Zeit zurückdrehen wollen (was unsinnig ist, weil es nicht geht) und auch eine Emanzipation eurerseits nicht für nötig haltet.

    Allerdings dürfte das wohl schon zu viel verlangt sein, vere? 🙂

    • Bin ich auch „ihr“? Ich bin absolut für Emanzipation und Gleichberechtigung, deshalb lehne ich auch antiemanzipatorische Konzepte wie das von Frau Milanese ab. Will ich die Zeit zurückdrehen? Mein Handy zeigt gerade die Uhrzeit 21:34 an, ich bin mir aber nicht sicher, ob es vor- oder nachgeht.

      • Wer sich angesprochen fühlt ist gemeint. 😉

      • @ lucia am 15. Juli 2011
        um 3:19 pm

        Aber ich bin gar kein Maskulist, ich bin Fauxminist.

    • Liebe Pamela,

      die Zeit der viktorianischen Bürgersdamen wurde, nachdem so viele ab 1975 so getan haben als sei wieder 1875, lange genug versucht aufzuhalten.

      Leider muss dir die sicherlich sehr schmerzhafte Mitteilung gemacht werden, dass dieses Spielchen nunmehr beim besten Willen nicht noch weiter ausgedehnt werden kann.

      Es führt nun kein Weg mehr daran vorbei, erwachsen zu werden, dich von der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu lösen.

    • @ Lucia

      Du irrst.

      Ich bin Antifeminist, WEIL ich für Gleichberechtigung bin, eben Gleichberechtigung auch für Männer, Gleichverpflichtung für Frauen.

      Ich will für Frauen mehr Gleichberechtigung als diese bisher erkennbar überhaupt wollen.

      Ergo, die Zeit nicht zurückdrehen, sondern weitertreiben, weg vom Femizentrismus, hin zu einer Gesellschaft, in der Frauen nicht weniger in die Pflicht genommen werden, Männer zu schützen und zu versorgen als Männer in die Plficht genommen werden, Frauen zu schützen und zu versorgen.

      Eine Geselsllschaft, der das Wohlergehen von Männern nicht weniger wichtig ist als das der Frauen, in der Männer nicht benutzbarer/wegwerfbarer sind als Frauen.

      Also, Lucia, Frauen an die Front.

    • Verschwörung…Maskulisten haben eine Zeitmaschine 😉

  7. Meine Frage an mitlesende Feministen / Feministinnen wäre, wie sie sich eine Mitarbeit von Männern im Feminismus vorstellen und welche Rechte sie den Männern in dieser Hinsicht zugestehen würden.

    Schwierige Frage. Dazu;

    Das Gebet des profeministischen Mannes (Pudelgebet)

    Gleichstellungsbeauftragte unsere in den Institutionen,
    Geheiligt werde dein Name.
    Gebenedeit seist du unter den Weibern.
    Gelobt sei dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe,
    wie im Öffentlichen, so im Privaten.
    Unseren täglichen Arschtritt gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Sünden.
    Und führe uns nicht in maskulistische Versuchung,
    sondern erlöse uns von unserer Männlichkeit.
    Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Dämlichkeit in Ewigkeit
    Amen.

  8. […] Welche Mitspracherechte haben Männer im Feminismus?In dem Artikel „Look, Kitten, I Am Too A Fe­mi­nist! Fauxminism and Men“ beleuchtet die Feministin Megan Milanese, die mir eher einem ra­di­ka­len Feminismus anzuhängen scheint (und deren Meinung insoweit nicht für andere Teile des Feminismus gelten muss), welche Kriterien sie an Män­ner stellt, die Feministen sein wollen. Ein falscher Feminist ist demnach ein Mann, der fol­gen­de Sachen macht Alles Evolution […]

  9. […] und wird – je nach feministischer Ausrichtung der beteiligten Frauen – immer nur eine untergeordnete, von diesen abhängige Position haben, in der er sich für die Sünden der Männer entschuldigt und sich die Büßerpeitsche auf den […]

  10. SCHÖN WÄR’S.
    SCHÖNE NEUE WELT.
    Die Feministen und ihre miesen maennerfeindlichen Psychoaustricksereien.
    “Macht die Welt frauenfreundlicher, dann erledigen sich auch gleichzeitig alle Probleme der Maenner.” (Feministenzitat.)

    Bitte hiermit die Vertreterinnen der “besseren Haelfte der Menschheit” dies einmal genauer zu definieren.!
    Ist die Welt durch von Maennern hervorgebrachte Waschmaschinen, O.B.s, Bidets, Mixer, Netzstruempfe, Strickmaschinen… denn etwa frauenfeindlicher oder gar maennerfreundlicher geworden.???

    Niemand hindert die Frauen doch daran Porsche und Motorrad zu fahren bzw. Rennwagenfahrer zu werden, fuer die Teilnahme an der Tour de France zu kaempfen oder eine eigene Tour de France zu installieren. Niemand hindert die Frauen daran fliegende Teppiche zu knuepfen, Gold und Silberdukaten scheissende Esel zu klonen und Luftschloesser aller Art auf dem Mond zu bauen und noch viel weniger, dass sie sich in der Weltraumforschung verstaerkt engagieren, um endlich faehig zu werden auf den frauenfreundlichsten Planeten im Universum zu verschwinden und die Maenner auf der Erde in Ruhe zu lassen.
    Wir werden auch ohne die Frauen auf dieser Erde aus- und klarkommen, denn es macht intelligenten Maennern keinerlei Probleme ihren maennlichen Nachwuchs in einem Reagenzglas zu zeugen und in einer kuenstlichen Gebaermutter aufzuziehen, ganz unbelastet von allen weiblichen Psychoeinfluessen, endlich wieder glueckliche Jungen und Maenner, die das Unglueck einer Frau begegnet zu sein nie kennen lernen werden.
    Und sie werden aus geschichtlichen Dokumentationen zwar wissen, dass vor langer Zeit, als die Menschen noch sehr dumm und die Maenner noch unterdrueckte unglueckliche Menschen waren, es Frauen auf der Erde gegeben hat. Seitdem diese aber in ihrem Vorherrschaft- und Machtbestreben sich selber als die bessere Haelfte der Menschheit erklaert habend die Erde verlassen hatten, alles viel viel friedlicher, besser, ruhiger und rundum angenehmer geworden ist, denn die Verkoerperung der machtgierigen sinnlichen Dummheit hatte die Erde verlassen, um sich ueberall im Universum als die Krone des zu Liebenden zu praesentieren und verehrt, geliebt und vergoettert endlich der wahre Gott zu werden.
    Und niemand aber hatte sie, seitdem sie den Planeten Erde verlassen hatten, jemals vermisst. Und man weiss auch nicht auf welchem Planeten im Universum sie sich nun angesiedelt haben, oder ob sie sogar den Gott von seinem Thron stiessen, um eine bessere frauenfreundlichere Welt in der Weite des Univesums aufzurichten.
    Was die kluge Maennerwelt in ihrer Intelligenz jedoch gemacht hatte, das war ein lueckenloses Ueberwachungssystem in ihrem Sonnesystem einzurichten, welches dafuer sorgte, dass kein Weib mehr auf diese Erde zurueckkehren konnte, um so auf der Erde das Unglueck zu verhindern.
    Man nennt es WAS, das Weiber-Abwehr-System.
    Die Maennerwelt geht aber davon aus, dass die Frauen trotz der ihnen von der Maennern ueberlassenen Technik und dem Know- How irgendwo im Universum verreckt sind.
    Alle neueren wissenschaftlichen Pruefungen und Forschungen ergaben, dass seitdem die Frauen die Erde verlassen hatten, die Maenner immer intelligenter wurden; den Krieg gab es nicht mehr auf der Erde, denn die Maenner hatten eine wesentliche Stufe des Goettlichen erreicht.
    Ihre gluecklichere Welt war frei vom Weib.
    Ihre Welt war frei von dummer Machtgier und masslos gieriger Sinnlichkeit;
    himmlische Kultur machte sich breit.
    Ob gross, ob klein, mann nannte sich Freund.
    Niemand vermisste das Weib.
    Niemand betrieb das aelteste Gewerbe der Welt,
    niemand erzeugte und verspruehte Eifersucht, Missgunst und Neid;
    niemand vermisste das Weib.!
    Man(n) war verliebt die Intelligenz,
    denn die machte das Leben so angenehm, so gluecklich, so friedlich, so frei.
    Ihr ueber alle geliebter Gott war nicht das Weib,
    sondern der absolut logische Geist.
    Wahrhaftigkeit und Wahrheit war fuer alle eine Selbstverstaendlichkeit, denn man wusste nun;
    OHNE WAHRHEIT IST MAN DER UNABAENDERLICHE VERLIERER.
    Gustav Staedtler
    2011
    »»»:«««
    “Macht die Welt frauenfreundlicher, dann erledigen sich auch gleichzeitig alle Probleme der Maenner.” (Feministenzitat.)
    Woher wissen die Feministinnen eigentlich, dass die Welt maennerfreundlicher wird, wenn man sie frauenfreundlicher macht.?
    Haben die Weiber da irgendwelche Erfahrungswerte.?
    Und woher wissen Frauen, was maennerfreundlich ist.?
    Ist etwa das Denken und Schuften fuer das Wohl der Weiberwelt das Maennerfreundliche?
    Armer Sisyphus.
    Die Feministen stellen da irgendwelche ihnen genehme vorteilsorientierte Behauptungen auf und verlangen dann diese zu glauben und danach zu handeln. Diese Art der manipulativen Suggestion erinnert mich sehr an die Bibel und die Hirnschissreligionen.
    Und woher sollen Maenner wissen, was frauenfreundlich ist.?
    Ganz einfach, das diktieren den Maennern wie selbstverstaendlich die Frauen, denn den Wuenschen der Frauen zu entsprechen das ist frauenfreundlich.
    Der Eigenwille des Mannes hingegen das ist das Frauenfeindliche.
    Diese Einstellung das Weibes aber ist das Mannerfeindliche.
    Und darum sollen diese ueberheblichen Weiber ihre Welt selber frauenfreundlicher machen.
    Und wir klugen Mennner werden dann beurteilen, ob es so wirklich mannerfreundlicher wird. bzw. geworden ist.
    Sollte dem nicht so sein, werden wir die Welt wieder maennerfreundlicher machen, wissend, dass die Feminsten perfide Luegner von Grund auf sind.
    Ich warte schon lange auf die maenner- und umweltfreundlichen von Frauen erfundenen und geknuepften fliegenden Teppiche.
    Doch wirklich maennerfreundlich kann die Welt nur dadurch werden, dass die Frauen selber angestrengt arbeiten, denken, forschen, erfinden… und dann mit ihren eigenen Faehigkeiten und Wissen die Erde verlassen,
    oder sollen Maenner sich nun etwa dafuer schaemen, dass noch nicht alle Frauen in auf rosa Wolken schwebenden Himmelbetten in Amerika leben.???

  11. @ Gustav

    bist du frisch geschieden? Und neu verliebt in Deine Intelligenz? Du solltest sie gebrauchen, nicht ihr verfallen. Sonst überfährst Du die Vernunft!

    Ich möchte in einer Welt mit Frauen leben, Deine frauenfreie Männerwelt kannst Du Dir…. bitte,beame sie weit weg.

    Gut allerdings, dass Du Deine Wut in Worte fasst. Vielleicht kannst Du dadurch auf die Knarren und Sprengsätze verzichten.

    Falls Du jedoch dauerhaft in einer frauenfreien Welt leben willst, dann ohne mich. Du gehst und ich bleibe auf dem aktuellen Planeten.

    Wenn Du aber auf einem frauenfreien Planeten leben MÖCHTEST aber eigentlich gar nicht WILLST, dann such Dir einen Psychiater.

    Einstweilen bist Du mit als Kommentator sowieso willkommen.

  12. […] I encountered a German blog giving an analysis of the argumentse in an (English) complaint against “fauxminists”e (men who, in the eyes of the feminist writer, […]

  13. […] Männer für alles Leid, das Männer Frauen angetan haben entschuldigen, oder diesem Beitrag „Welche Mitspracherechte haben Männer im Feminismus?„, in dem eine Feministin den Männern direkt sagt, dass sie nicht erwarten können, dass die […]

  14. […] etwas sein muss, was Männern nicht gefällt. Sie will also anscheinend noch nicht einmal ein eingeschränktes Mitspracherecht für Männer im Feminismus, sondern gar keines […]

  15. […] Welche Mitspracherechte haben Männer im Feminismus? […]

  16. […] Welche Mitspracherechte haben Männer im Feminismus? […]

  17. […] Welche Mitspracherechte haben Männer im Feminismus? […]

  18. […] leise an sich arbeiten. Das ist genau das, was Verbündete machen sollten. Da ist man doch gerne Verbündeter. Es ist erstaunlich, dass ihr gar nicht bewußt zu sein scheint, was das für ein hierarchisches, […]

  19. @Chrisian
    „Frauen unterbrechen, wenn sie sprechen
    Führungsrollen beanspruchen, bevor man für sie “bereit” ist
    Mansplaining“

    Was bitte ist Manspiaing?

  20. […] den Fall, dass es nicht klappt immer ordentlich die Büßerpeitsche über den Rücken zu ziehen, ohne selbst mitgestalten zu können. Teilen Sie dies mit:TeilenDruckenE-MailTwitterFacebookStumbleUponRedditDiggGefällt mir:Gefällt […]

  21. […] Welche Mitspracherechte haben Männer im Feminismus? […]

  22. […] Welche Mitspracherechte haben Männer im Feminismus? […]

  23. […] Welche Mitspracherechte haben Männer im Feminismus? […]

  24. […] Welche Mitspracherechte haben Männer im Feminismus? […]

  25. […] Ausprägung fördert sie nicht die Freiheit der Männer, sondern eher deren bedingungslose Selbstkasteiung in der Hoffnung auf […]

  26. […] Welche Mitspracherechte haben Männer im Feminismus? […]


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