„Ich bin nicht davor gefeit, der Versuchung zu erliegen, mich übertrieben feiern zu lassen. Einfach weil ich ein Mann bin“

Nils von Pinkstinks hat mal wieder einen wunderbaren Artikel geschrieben:

Er stellt erst dar, was sie für ein gutes Paar sind und das alles wunderbar ist, aber dann wirft leider etwas einen Schatten auf die Beziehung:

Sie leben in verschiedenen Welten

Denn in meiner Welt ist es zumeist vollkommen ausreichend, mit dem Selbstbewusstsein eines mittelmäßigen weißen Mannes aufzutreten.

In der Welt des Feminismus mag das durchaus so sein, denn mit mehr Selbstbewußtsein aufzutreten würde ja auch gleich zu Tadel führen.

Aber ernsthaft, er fügt gleich noch einen sexistischen Tweet dazu um seinen Punkt zu unterstreichen:

Der Tweet ist in so viele Richtungen sexistisch, dass es erstaunlich ist. Männer, will er wohl sagen, sind so privilegiert, dass sie einfach nicht mehr brauchen. Frauen könnten froh sein, wenn sie alles mit nur dem Selbstvertrauen eines mittelmäßigen Mannes angehen könnten, aber sie werden ja immer niedergemacht. Würde natürlich auch bedeuten, dass Männer eben viel selbstbewußter sind und damit auch weitaus eher für Führungspositionen etc geeignet. Es ist also genauso eine Frauenabwertung: Sie sind noch nicht einmal so selbstbewußt, wie ein durchschnittlicher Mann.

In ihrer Welt ist es viel zu häufig nicht einmal ausreichend, die professionellste, klügste, anpackendste, witzigste oder mitfühlendste Person im Raum zu sein, um Gehör und Beachtung zu finden. Ich erlebe immer wieder Situationen, in denen ich mich einfach nur informiert, selbstsicher, dreist oder tatkräftig geben muss, um das zu erreichen, was ich will. Ich brauche bei Fragen und Problemstellungen nicht lange zu überlegen – zu fast allem habe ich eine Meinung parat. Sie hingegen zieht oft klügere, sinnvollere Schlüsse als ich – ohne dass davon wirklich jemand Notiz nehmen würde.

Das ist eben der Effekt, wenn man einer radikalen Ideologie angehört, in der man meint Schlaues zu sagen, es aber tatsächlich gar nicht sagt. Soweit ich weiß ist seine Lebensgefährtin irgendwo Gleichstellungsbeauftragte, was auch etwas ganz anderes ist als Artikel darüber zu schreiben, wie schlecht Männer sind. Bei dem einen ist man häufiger Leuten im Weg, die einen für vollkommen überzogen finden, bei dem anderen lebt man in einer Filterblase, bei dem einem ähnlich radikale gratulieren, dass man ihre Ideologie teilt.

Während ich vor ein paar Jahren mit unserem Söhnchen ein bisschen im Rock durch die Altstadt spaziert bin, und viele Leute darum viel Aufhebens gemacht haben, hat sie im Gleichstellungsbereich gearbeitet und tagtäglich sehr verbohrten Herrschaften erklärt, wieso Geschlechtergerechtigkeit eine gute und lohnende Sache ist.

Vielleicht sollte sie dann schlicht auch in eine Filterblase ziehen, in dem man ihre Theorien teilt. Dass ist glücklicherweise noch nicht überall so.

Nun könnte man einwenden, dass das einfach unser Ding ist. Wir sind eben verschieden, introvertiert versus extrovertiert, Rocktragen bringt mehr Aufmerksamkeit und was nicht alles. Stimmt aber nicht. Es ist eine Geschlechterkiste. Wenn eine Kollegin mir erzählt, dass sie ein Bewerbungsgespräch mit einem leitenden Redakteur hatte, der die Füße auf den Tisch gepackt und sich über ihren Lebenslauf lustig gemacht hat, dann denke ich nicht mit Schrecken daran, dass mir das auch passieren könnte. Ich überlege, dass ich womöglich meine Füße dazugepackt und den Job genau deshalb bekommen hätte.

Und das wäre auch die bessere Lösung, weil souveräner.

Denn egal wie sehr ich mich um Gleichberechtigung bemühe: Ich bin nicht davor gefeit, der Versuchung zu erliegen, mich übertrieben feiern zu lassen. Einfach weil ich ein Mann bin.

Geil! „Ich komme leider so häufig in die Gelegenheit mich feiern zu lassen, es tut mir leid, dass mich das freut. Hat jemand meine Büßerpeitsche gesehen? Seht ihr wie eifrig ich sie benutze? Ich bin wirklich ein echter Feminist, ich lasse mich noch nicht einmal gerne feiern.“

Der obige Satz sagt eigentlich alles, was man über den Feminismus und Männer in diesem wissen muss.

Mich in einer ziemlich ekligen und ausgesprochen schwachen Sekunde besser zu fühlen als die Frau, die mir vier Kinder geboren hat, jeden Job rockt, in vielem professioneller ist als ich und die ich so sehr liebe.

„Habe ich schon gesagt, dass ich als Mann ein elendiger Wurm bin? Ich vergesse das aber leider ab und zu in wirklich ekelhaften, schwachen Stunden und dann fühle ich mich einfach wohl, obwohl ich ein Mann(!) bin“

 

Die für alle ein freundliches Wort hat und sich schon so lange mit meinen Macken abgibt. Das Ringen um Gleichberechtigung muss viel früher ansetzen als beim zähneknirschenden Anerkennen, dass Frauen über Jahrhunderte und Jahrtausende bis in die Gegenwart benachteiligt wurden und dass es Zeit ist, diesen Missstand zu beheben.

„Ich mag mein Leben, obwohl es auf der jahrhundertelangen Unterdrückung aller Frauen beruht! Was sind wir Männer doch widerlich! Aber wirklich: Ich werde Buße tun! Ich weiß, dass ich schlecht bin!“

Es muss damit beginnen, dass Männer sich eingestehen, wie sehr sie diesen Zustand genießen und von ihm profitieren. Es muss anfangen beim reflexartigen Übertünchen männlicher Unsicherheiten durch Überlegenheitsgebaren auf Kosten des anderen Geschlechts. Es muss sich mit der Frage beschäftigen, wieso Männer ganz allgemein die Leistungen von Frauen eher geringschätzen.

„Ich hingegen schätze die Leistungen von Männern als gering ein, wenn ich nicht gerade eine dieser schwachen Stunden habe (Ekelhaft!)“

Heldinnen täten uns ganz gut. Gerade uns Männern. Je länger wir uns einreden, dass es an ihnen mangelt, desto mehr übersehen wir die so zahlreich vorhandenen: Sportlerinnen, Politikerinnen, Aktivistinnen, Künstlerinnen. Oder eben naheliegender: Meine Lebenskomplizin. Jeden Tag wacht sie in einer Gesellschaft auf, die

ihr Aussehen kritisiert,
ihr Alter moniert
ihre Bedürfnisse ignoriert,
ihren Körper objektifiziert und
ihren Anspruch auf Teilhabe negiert.

Ja, Männer hingegen werden so mit Privilegien vollgestopft, dass sie kaum gehen können. Sie werden nie für ihr Aussehen kritisiert, wer hätte je gehört, dass „alte (weiße) Männer“ abgewertet werden? Oder das ihre Bedürfnisse ignoriert werden? Männer gehen stets vollbefriedigt durchs Leben, während es für Frauen keinerlei Luxus gibt. Gar keinen. Und wo dürfen Frauen schon mitmachen? Dürfen die etwa Studieren, was sie wollen und sind frei in einem Wettbewerb einzutreten, der mit Überstunden etc hart geführt wird? Natürlich nicht!

Sie erhebt sich und ist einfach großartig. Sie lässt sich dort nicht entmutigen, wo mir kein bisschen Mut abverlangt wird. Sie erkämpft sich Räume, in denen ich nur stattzufinden brauche. Sie besteht auf Dinge, die mir einfach zuerkannt werden. Sie ist meine Heldin.

Das ist schön für ihn. Es ist wunderbar, wenn die Beiden so glücklich sind.

Aber ich brauche diese Männerabwertung nicht und ich muss auch nicht künstlich Frauen zu Heldinnen machen.

Das ist keine Gleichberechtigung. Das ist ein Kult, in der der Mann der Sündenbock und die Frau die erlösende Göttin ist.

102 Gedanken zu “„Ich bin nicht davor gefeit, der Versuchung zu erliegen, mich übertrieben feiern zu lassen. Einfach weil ich ein Mann bin“

  1. Ich musste aus irgendeinem Grund an Paul Elams 10 Laws of Men and Women denken:

    #1 Men will not oppose anything perceived to benefit women

    #2 Men will act as enforcers. They will attack and shun other men for violating law #1

    #3 Men have almost no limits to how far they will go regarding adherence to laws #1 and #2

    #4 Men will not complain collectively about anything that happens to them as a class

    #5 Anomalous men, who object to laws #1-#4, will still obey them out of fear

    #6 Women will not oppose anything perceived to benefit them as a group, no matter how destructive it may be to others and ultimately themselves, as long as they see an immediate benefit of privilege

    #7 Women will attack and shun other women for violating law #6

    #8 Women have almost as wide limits in their adherence to laws #6 and #7 as men have in #3 They may feel outrage about the abuse of a man they hold dear but that will never translate into outrage about the abuse of men a s a class

    #9 Women will complain collectively about whatever happens to them as a group, regardless of wether it is really happening. The only requirement is that some level of perception of a problem is there.

    #10 Anomalous women, who object to laws #1-#9, will still bow to them out of fear

    http://www.youtube.com/watch?v=2BJmIXG1jYw

  2. Während ich vor ein paar Jahren mit unserem Söhnchen ein bisschen im Rock durch die Altstadt spaziert bin, und viele Leute darum viel Aufhebens gemacht haben,

    Ich wette um eine Stelle als Gleichstellungsbeauftragter, dass ich das gleiche Ergebnis mit einer Clownshose erreiche. Und Frau auch.

  3. „Wenn eine Kollegin mir erzählt, dass sie ein Bewerbungsgespräch mit einem leitenden Redakteur hatte, der die Füße auf den Tisch gepackt und sich über ihren Lebenslauf lustig gemacht hat,“ …

    dann hat sie dir einen vom Pferd erzählt oder du hast dir den Unsinn ausgedacht.

  4. Ich find den Typen geil. Ist ein bisschen so wie die Krüppelshow die es früher im Zirkus gab. „Und jetzt meine Damen und Herren, kommt Helmut der Zwergwüchsige“. „Und jetzt meine Damen und Herren kommt Nils, der Feminist“.
    Ich frage mich ernsthaft ob solche Typen viele männliche Freunde haben. Zudem frage ich mich wie er in Situationen reagiert wo die Frauen nach dem starken Mann rufen.

    • @PfefferundSalz:

      »Zudem frage ich mich wie er in Situationen reagiert wo die Frauen nach dem starken Mann rufen.«

      Was glaubst Du denn? Wenn Frauen nach dem starken Mann rufen, dann wird er ihnen den starken Mann geben, mit feministischer Lizenz wird der Pudel problemlos zum Rottweiler. Das ist dann ganz konventionelles Whiteknighting.

      • „mit feministischer Lizenz wird der Pudel problemlos zum Rottweiler“ Das kann ich mir nicht vorstellen wenn ich ihn da unten sehe. Da kommt er mir eher so vor ein Cuckold der sich Entschuldigungen für seine Unmännlichkeit ausdenkt wenn seine Freundin gerade von einem Macho-Bull gevögelt wird und er anschließend ihre Möse auslecken darf.

        Vielleicht sollte ich mal eine Kurzgeschichte darüber schreiben. Feministisch korrekt sozusagen. Nils der Cuck.

        • @PfefferundSalz:

          »Vielleicht sollte ich mal eine Kurzgeschichte darüber schreiben.«

          Mach mal, da bin ich gespannt drauf! Christian nimmt sie sicher gern als Gastartikel! 🙂

    • Zudem frage ich mich wie er in Situationen reagiert wo die Frauen nach dem starken Mann rufen.

      Er ist doch der starke Mann. Seinen Artikeln zufolge ist er der Macher. (Er beschreibt es so: „Wir sind eben verschieden, introvertiert versus extrovertiert, Rocktragen bringt mehr Aufmerksamkeit und was nicht alles.“) Feminismus dient ihm nur dazu, seine Stärke zur Schau zu stellen. Seine Artikel sind offensiv narzisstisch, er sieht sich als Vorbild, er beschreibt in erster Linie sein eigenes Handeln. Und nur weil er (vorgeblich) nicht wild durch die Gegend vögelt, heißt das nicht, dass er ein Pantoffelkönig ist.

        • Genau das trifft es.

          Er macht aus der Not eine Tugend und verwendet seine zur Schau gestellte Devotion, um sich vor anderen Leuten aufzuwerten, in den Vordergrund zu spielen, um sie in den Schatten zu rücken, um ihre Integrität in Frage zu stellen (warum sind sie nicht auch so vorbildlich wie er?) usw.

          Man möchte fast sagen: Das männliche Imponiergehabe kennt keine Grenzen, kennt keine Scham – selbst das erniedrigendste Verhalten wird noch verwendet, um Status aufzubauen und auszubauen, letztlich um soziale Dominanz gegenüber anderen Leuten zu erlangen.

      • Feminismus dient ihm nur dazu, seine Stärke zur Schau zu stellen. Seine Artikel sind offensiv narzisstisch, er sieht sich als Vorbild, er beschreibt in erster Linie sein eigenes Handeln.

        .this.

  5. Schön auf den Punkt gebracht. Der Text ist wirklich selten dämlich. Aber die Kommentatorinnen unten drunter rührt er zu Tränen. So viel Devotion rührt an die himmlischen Sphären, das ist schon religiös ergreifend. Man beachte freilich auch:

    »Nils ist für Pinkstinks seit August 2014 als Chefredakteur auf Honorarbasis tätig und arbeitet jetzt 30 Stunden / Woche für uns.«

    Der Knabe ist auch ökonomisch in diese Sekte eingebunden, er ist also einerseits für seinen Lebensunterhalt davon abhängig und hat diesen Job andererseits aller Voraussicht nach selbst frei gewählt. Formell frei jedenfalls, als »freier Autor und Journalist« muss man schon zusehen, dass man in irgendeiner Nische unterkommt. Und in einer Nische ist es eng, zumal wenn die eigene Lebensgefährtin auch drin wohnt, ohne weitgehende Unterwerfung hat man sich dort schnell wundgescheuert. Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing. Oder in einer schönen englischen Variante: he who pays the piper calls the tune.

  6. WER soll so einen Typen abfeiern, und WOFÜR? Hab ich echte Schwierigkeiten mir das vorzustellen … ich vermute da war eher der Wunsch der Vater des Gedankens

  7. „Das ist ein Kult, in der der Mann der Sündenbock und die Frau die erlösende Göttin ist“

    Das erlösende Element sehe ich zwar nicht, ansonsten stimme ich zu.

    Der Text von Nils ist eine Art Minnesang des frühen 21. Jahrhunderts. Er hebt seine „Lebenskomplizin“ (der Begriff alleine wäre schon eine Analyse wert) auf einen Thron, weil er dies aus seinem Mann-sein heraus tun kann. Einfach so.

    Hihi, vielleicht hat er sich ja mit dem Text auch noch direkt amouröse Gegenleistungen ertauscht? Wir wissen es nicht… 😉

        • Ich denke, das ist relativ leicht. Im Feminismus ist das behaarte Dreibein mehr oder weniger höflich kaschiert „das Feindbild“.

          Mann bekommt also im Feminismus ein “ Wir-Gefühl“ sozusagen automatisch von den Feministas geschenkt. Ganz ohne eigenes Zutun und egal wie mann wirklich ist.

          Von daher ist der junge Mann auf dem Bild mit seiner speziellen sexuellen Vorliebe bei Feministas richtig um sich trotzdem als Mann fühlen zu können. 😉

        • @ FS:
          „Wie geht das: sich männlich fühlen im Feminismus?“
          Gar nich, is doch logesch!
          Männlichkeit is giftich und muß übergewunden werden!
          Wer sich indes immer brav auf den Rücken legt und mit eingeklemmten Schwanz „mea culpa! Mea Maaaxima Culpa“ skandiert, wird als kleiner dummer dressierter Pudel ein wenig verbal gebauchpinselt. Und wenn er das auch noch aggressiv öffentlich vertritt, kriegt er bei Stevie, oder so, einen Job als stellzertretender Kartonzerreisser, wie der Nils, oder der Kemper-Andi …..

      • „… was sie dem Sohn antun.“

        Guter Punkt. Wobei das Tragische ja ist, daß sie ihre Mißhandlung des eigenen Kindes positiv bewerten: Sie erziehen ihn zum „wahren Mann“. Was für großartige Eltern!

    • Minnesang des 21. Jh? Mein Gott, dann geht es dem Jahrhundert verdammt schlecht.
      Ein peinlich verunglückter Gesang in jedem Fall.

      Ich wusste beim Lesen der Auszüge nicht, ob das jetzt Satire ist oder aus einem Paralleluniversum stammt.
      Als Satire wär der Text sogar cool. Würd ihn unter „schräge Unterhaltung“ einsortieren.
      Lachen oder peinlich finden – geht noch was Drittes?

      • „Minnesang des 21. Jh? Mein Gott, dann geht es dem Jahrhundert verdammt schlecht.“

        Das stimmt. Das Jahrhundert ist ja noch jung, aber außer Retro kam da noch nicht viel 😉

        „…geht noch was Drittes?“

        Ja, man kann sich das auch neutral neugierig als Einblick in eine Filterblase ansehen. So wie man auch das Balzverhalten der Hippopotamus Amphibius studieren kann, ohne eine Bewertung darüber abgeben zu müssen.

        Wobei ich den Text durchaus als sehr vielseitig zu interpretieren ansehe. Je nach Blickwinkel verändert er seine Aussage. Und das vermutlich sogar unabsichtlich. Wobei ich mir da gar nicht so sicher bin. Was wenn der gute Nils wirklich eine Masku-Made im Femi-Speck ist? 😉

        • „… Masku-Made im Femi-Speck …“

          Das wäre doch mal eine positive Perspektive für benachteiligte Jungen in der Schule!

          Lehrer Was willst Du denn später mal werden?
          Junge: Ooch … ich glaub‘, ich werd‘ ’ne Masku-Made im Femi-Speck.
          Lehrer: Das ist aber eine prima Idee!
          Junge: Hab‘ ich von meinem Vater. Der macht das schon sein ganzes Leben.

    • nanana ! wir wollen doch nicht in typisch weibliche Beschämungstaktik* verfallen, das ist echt so was von langweilig, bitte konstruktive Beiträge !

      recht hast Du leider trotzdem.*

      *falls das bei ihm nicht ziehen sollte wäre das schon mal ein erster schwacher Hinweis auf vorhandenes Rückgrat

    • So sehr ich Typen wie den Nils verachte, so wenig denke ich auch, dass es Frauen das Recht haben sich über den Typen lustig zu machen. Denn irgendwie habe ich trotz allem Mitleid mit dem armen Knilch. Am Ende ist er halt auch nur ein Missbrauchsopfer. Wer weiß, wäre er vor 1000 Jahren in einer Wikingersiedlung aufgewachsen wäre aus ihm vielleicht ein echter Mann geworden doch er ist ein Opfer seiner Umstände geworden und darum mache ich mich als Mann über ihn lustig. Ein Mann kann dies nämlich nicht als Ausrede benutzen, Frauen jedoch immer.

        • Der Niels ist es aber auch den wir nach der Zombie-Apokalypse als Köder benutzen. Das bedeutet, bevor ich ihn als Gesprächspartner überhaupt erst nehmen kann, muss er sich mir gegenüber erst beweisen. Aber ein männliches Wesen das kein Mann ist kann das vermutlich nicht. Er wüsste vermutlich nicht einmal wie der das anstellen müsste da ihm das Verständnis fehlt, was es heißt ein Mann zu sein.

        • Zusatz: Deswegen kann er eigentlich auch gar nichts über Männer sagen, da er ja gar nicht weiß was es heißt einer zu sein. Wäre genauso wie ein Blinder der etwas über Farben erzählt.
          Leider sind heute viele männliche Wesen nicht mehr in der Lage zu verstehen was es heißt ein Mann zu sein da es ja auch kaum mehr nötig ist. Auch was es heißt eine Frau zu sein ist nicht mehr notwendig. Deswegen kann ich es schon verstehen, wenn Männer wie Frauen dieses Bild ablehnen.
          Vermutlich endet die Menschheit eh in einer geschlechtslosen Spezies wie in „Elementarteilchen“ von Houellebecq beschrieben. Eine schlimme Vorstellung aber heute nur zu gut möglich.

        • War die übliche Maßnahme nicht ‚von den Klippen schmeißen‘?

          Allerdings haben die das schon in einem sehr frühen Lebensstadium gemacht.

  8. Alter, hat der vergessen, den Müll rechtzeitig runter zu tragen oder schleift es greade beim Sex? Irgend einen Grund muss es geben, dass er seine Frau so vollschleimt.

    • Es schleift, die Freundin hat beim Pegging mit dem Strapon das Gleitgel vergessen und statt dessen Uhu genommen. War ne schlechte Idee deswegen guckt der so blöd..

      • „… beim Pegging mit dem Strapon das Gleitgel vergessen und statt dessen Uhu genommen …“

        Oh Mann, ihr seid wirklich gnadenlos. Der gute Nils hat doch auf Gefühle!

        Ja klar, deswegen schreiben wir ja so ’n Zeugs 😛 😛 😛

  9. Hab dort mal kommentiert:

    „Ich hätte beim Lesen erwartet, dass du einmal konkreter das Leben deiner „Komplizin“ beschreibst. Dass du mal konkretisierst, was sie so Tolles leistet, ohne im Allgemeinen zu bleiben. Meinst du, mit einem lapidar dahingeworfenen Satz wie „Die für alle ein freundliches Wort hat und sich schon so lange mit meinen Macken abgibt“ kannst du die Leser überzeugen? Mir fällt auf, dass du viel mehr über dich selbst schreibst als über deine Frau. Bei deinen eigenen Handlungen wirst du sehr konkret. Z.B im verlinkten Separee-Artikel – wenn man den so liest, könnte man denken, du schmeißt die Kindererziehung alleine. Du liest ein Kinderbuch „millionenfach“ vor, machst viele andere Dinge, sagst aber kaum etwas darüber, was deine Frau konkret beiträgt. Das handelst du eher mit allgemeinen Formulierungen ab. Du schreibst fast nur über dich selbst. Das Konkreteste, was du an deiner Frau als hervorhebenswert beschreibst, sind ihre Brüste und ihr Hintern. Die Beschreibung ihrer Handlungen bleibt vage.

    Ebenso im verlinkten Heldinnen-Artikel. Gerade hier wäre doch die Gelegenheit, einmal konkret darzustellen, was z.B. die Frau von Einstein geleistet hat. Insofern ist der Artikel widersprüchlich. Du beklagst, dass es für Männer keine Vorbilder gibt, zeigst aber nicht im Detail, was man sich zum Vorbild nehmen soll. Du bleibst im Allgemeinen. So als wüsstest du selbst nicht, was an den Frauen so toll ist.“

      • Mal ohne Scheiß: Mittlerweile gibt es Bücher, in denen beschrieben wird, wie Frauen das Internet erfunden haben. Ja, Frauen! Siehe

        The Untold Story of the Women Who Made the Internet
        Claire L. Evans
        Portfolio
        2018

        Hier der Klappentext:

        „If you loved Hidden Figures or The Rise of the Rocket Girls, you’ll love Claire Evans‘ breakthrough book on the women who brought you the internet–written out of history, until now.

        „This is a radically important, timely work,“ says Miranda July, filmmaker and author of The First Bad Man. The history of technology you probably know is one of men and machines, garages and riches, alpha nerds and brogrammers–but from Ada Lovelace, who wrote the first computer program in the Victorian Age, to the cyberpunk Web designers of the 1990s, female visionaries have always been at the vanguard of technology and innovation.

        In fact, women turn up at the very beginning of every important wave in technology. They may have been hidden in plain sight, their inventions and contributions touching our lives in ways we don’t even realize, but they have always been part of the story.

        VICE reporter and YACHT lead singer Claire L. Evans finally gives these unsung female heroes their due with her insightful social history of the Broad Band, the women who made the internet what it is today.

        Seek inspiration from Grace Hopper, the tenacious mathematician who democratized computing by leading the charge for machine-independent programming languages after World War II. Meet Elizabeth „Jake“ Feinler, the one-woman Google who kept the earliest version of the Internet online, and Stacy Horn, who ran one of the first-ever social networks on a shoestring out of her New York City apartment in the 1980s.

        Join the ranks of the pioneers who defied social convention to become database poets, information-wranglers, hypertext dreamers, and glass ceiling-shattering dot com-era entrepreneurs. This inspiring call to action shines a light on the bright minds whom history forgot, and shows us how they will continue to shape our world in ways we can no longer ignore.

        Welcome to the Broad Band. You’re next.“

        (Mir persönlich ist’s gleichgültig, welche Frau oder welcher Mann nun wen oder was erfunden – nicht gleichgültig ist mir aber, wie man mit historischen Tatsachen umgeht. Ob man sie verdreht oder gar erfindet, oder ob man sie einfach getreu zur Kenntnis nimmt und getrue beschreibt.)

        • Lovelace erzeugt wirklich nur noch Brechreiz …
          Erstes Programm – wie niedlich.
          Erste Programmiersprache – das ist ein Ding.

          Die weibliche Fähigkeit aus einem gereichten kleinen Finger sich selbst direkt einen dritten Arm zuzuschreiben ist wahrlich einzigartig.

        • Das Meme kursierte vor ein paar Jahren mal:

          Dazu passt dann das Bild:

          Es gibt in der Geschichte Tausende und Tausende von guten Wissenschaftlern. Ein paar wenige davon waren weiblich. Dass man von diesen in exakt dem gleichen Maße redet wie von fast allen anderen ist gelebte Gleichberechtigung und sogar -behandlung und nicht ein „Unsichtbar-machen“.

          Aber wann waren Feministinnen je an Gleichberechtigung interessiert?

          Feminismus braucht es so lange, wie die Extrawurst noch nicht so schwer ist, dass sie Frauen zerquetscht.

  10. Mag vom Grundsatz her ja richtig gemeint sein, aber vollkommen falsche Stoßrichtung und Ausführung.
    Trotzdem sollte man nicht nur darüber lachen, denn es streift das ernsthafte Thema, das alle gesellschaftlichen Themen durch weibliche Deutungshoheit definiert werden, eben auch wie ein richtiger Mann zu sein hat. Und viele, die über Feminismus wettern und lachen, merken nicht, daß sie weibliche Anforderungen schon selbst verinnerlicht haben und selber nach weiblichen Regeln spielen, schwieriges Thema. Es ist für einen Mann nicht leicht sich unabhängig zu machten, daher vielleicht auch die MGTOW „Bewegung“. Man ist es einfach leid ständig, den Rambo, Pausenclown , was auch immer für die holde Damenwelt zu spielen, nur um dann egal welche Rolle man spielt auch noch dafür kritisiert zu werden. (gemeint auf gesellschaftlicher Ebene, nicht unbedingt auf persönlicher)
    Wirklich einfach sein Ding machen und den Frauen offen sein Desinteresse und seine Verachtung zeigen, die die einem dann noch nachlaufen, sind brauchbare Gefährtinnen, sind nicht viele, aber ich sag’s ja immer der größte Teil der Damenwelt ist emotional und beziehungsmäßig leider mehr oder weniger Ausschuss.

    • Frauen versuchen zu definieren was ein Mann ist und die weißen Ritter fallen da mit ihrer Beschützermasche genauso drauf rein wie die PUAs die glauben, dass ein Ficker ein echter Mann ist.
      Aber weder das eine noch das andere definiert einen Mann. Nur andere Männer können einen Mann definieren und das tun sie instinktiv. Man kann es zwar auf ein intellektuelles Niveau runterbrechen aber das ist in meinen Augen eher eine Verkomplizierung da man einen echten Mann automatisch erkennt wenn man ihn braucht.

      • Naja, es wäre schon schön, wenn es ein positiv besetztes Männerbild verfügbar wäre, nicht diese „Bekenne, bereue und diene den Rest deines Lebens mit permanentem schlechtem Gewissen“-Kacke.

        • Es gibt unendlich viele bedeutende Männer die was geleistet haben. Wenn du die nicht als deine Vorbilder akzeptieren möchtest und statt dessen diesen Femischeiß glaubst, dann dann ist das dein Problem.

        • Natürlich gibt es X Männer in der Geschichte, die als Vorbild taugen. Was ich meine, ist eine mediale Darstellung von Männlichkeit. Da kommt heute der Mann überwiegend als Krimineller, Verpisser oder Idiot vor. Wenn er in keine dieser Kategorien fällt, ist er ein gestörter aber genialer Einzelgänger. Eine positive Rolle von Männlichkeit, die in die Gesellschaft eingebunden ist, kann ich aktuell in den Medien nicht wahrnehmen. Da ist „Nils“ in seiner Haltung nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

          Ich fände es schöner, wenn es auch ein positiv besetztes Männlichkeitsbild in der Öffentlichkeit geben würde. Wenn es dann auch noch so gestrickt wäre, dass sich vermutlich biologisch festgelegte Verhaltensmuster widerspruchsfrei in dieses Bild einfügen, dann bestünde die Möglichkeit, das aktuell erreichte durchschnittliche Niveau der kognitiven Dissonanzen (ich spreche nicht von Erleuteten wie Dir, sondern vom heranwachsenden Durchschnittsjüngling) wieder etwas zu senken.

  11. Sie leben in verschiedenen Welten

    Das geht aber nun wirklich allen Männern und Frauen so. Allerdings ist die Durchlässigkeit der Trennwand je nach Richtung recht unterschiedlich.

    • Nein, die meisten Menschen leben nicht in verschiedenen Welten. Rede mal außerhalb der Filterblase mit normalen Menschen und du wirst schnell merken, dass Sorgen und Probleme ziemlich ähnlich sind. Und nur weil man andere Meinungen oder Interessen hat, heißt das nicht, dass man in einer anderen Welt lebt.

  12. Die wahre Motivation des feministischen Edgelords findet man in den Kommentaren. EIn Dutzend Frauen, die ihn für seine Empathie abfeiern.
    Und wie enden solche Leute?
    5 Euro, daß der Nils in wenigstens 5 Jahren von irgendeiner bescheuerten Feminista der sexuellen Belästigung bezichtigt wird.

  13. „Es muss sich mit der Frage beschäftigen, wieso Männer ganz allgemein die Leistungen von Frauen eher geringschätzen.“

    Ich lebe offenbar in einer Parallelwelt, denn ich habe einen ganz anderen Eindruck: Dass die Leistung von Frauen massiv überschätzt, und dass die Leistung von Männern permanent runtergemacht wird.

  14. Wenn ich als Frau statt eines richtigen Mannes nur einen unterwürfigen Feministen abbekommen würde, dann wäre ich bestimmt auch unsicherer als ein mittelmäßiger weißer Mann.

  15. „Ich erlebe immer wieder Situationen, in denen ich mich einfach nur informiert, selbstsicher, dreist oder tatkräftig geben muss, um das zu erreichen, was ich will. Ich brauche bei Fragen und Problemstellungen nicht lange zu überlegen – zu fast allem habe ich eine Meinung parat. Sie hingegen zieht oft klügere, sinnvollere Schlüsse als ich – ohne dass davon wirklich jemand Notiz nehmen würde.“

    Ist das wirklich eine Geschlechterfrage? Meiner Erfahrung nach ist es generell so, dass selbstbewusstes Auftreten bei der Überzeugung anderer Menschen erfolgreicher ist als eine kluge Argumentation – und zwar unabhängig davon, ob Handelnder und/oder Ansprechpartner Männer oder Frauen sind (wobei selbstbewusstes Auftreten sicherlich bei Männern verbreiteter ist).

    • Meiner Erfahrung nach ist es generell so, dass selbstbewusstes Auftreten bei der Überzeugung anderer Menschen erfolgreicher ist als eine kluge Argumentation

      Zumindest in Situationen ohne Vorgeschichte ist das meiner Erfahrung nach so. Wenn jemand sich schon mehrfach als Dampfplauderer präsentiert hat und alle wissen, dass hinter dem kernigen Auftreten nur heiße Luft steckt, verpufft der Effekt. Allgemein würde ich sagen: In Gruppensituationen (in der freien Wirtschaft) hat ein selbstbewusstes Auftreten und die Abkürzung die daraus für Problemlösungen resultiert durchaus seinen Wert. Es verkürzt die Zeit zur Entscheidungsfindung. In Situationen, in denen ohnehin eine große Unsicherheit bzgl. des richtigen Vorgehens besteht, ist eine schnelle Entscheidung besser als lange keine Entscheidung, weil die Notwendigkeit des Nachsteuerns ohnehin nicht auszumerzen ist.

      Im Kontext von „Nils von Pinkstinks“ geht es aber nicht um Effizienz im wirtschaftlichen Sinne, sondern um erfolgreiches Lobbying. Die Mittel der Wahl sind virtue signaling und Empörungsbewirtschaftung. Da kann also ein effizienter Lösungansatz (im Sinne von Wirtschaftlichkeit) der falsche sein, weil die Orthodoxie verletzt wird.

  16. „Nils von Pinkstinks“ sagt ja bereits, dass der Typ eigentlich schwul ist, und ich verwende „schwul“ durchaus als Derogativ für Tunten, aber mal, nur weil es hier ja auch homosexuelle *Männer* gibt: Der Typ ist echt unglaublich unsexy, oder?

    Was für eine Frau lässt sich denn von sowas anbumsen? Haben Frauen überhaupt keine Würde?!

  17. Pingback: „Alles Interpretationssache“ – Und alle nur so: „Hä?“ – Tagträume in der Geisterbahn

  18. Manche Männer haben ein Faible für in Lack & Leder gewandete strenge Herrinnen mit scharfer Kommandostimme. Andere wiederum schmachten stattdessen FrauInnen mit schriller Mäkelstimme in Schlabberklamotten und Birkenstocklatschen an.

    Manche Männer geben Sätze von sich wie „Herrin, bestrafe deinen nichtswürdigen Sklaven, der die Unbotmäßigkeit besitzt, deine Stiefelspitze küssen zu wollen!“ Andere wiederum sondern Geräusche ab, die sich anhören wie: „Wir Männer müssen lernen, unter Führung der Frauen den Macho in uns allen zu bekämpfen.“

    Für manche Männer ist es das höchste der Gefühle, von gestrengen Herrinnen angekettet und ausgepeitscht zu werden. Andere wiederum unterwerfen sich willig einer weitaus grausameren Tortur: dem Beziehungsgespräch.

    Während aber Männer der erstgenannten Kategorie für ihr Vergnügen in aller Regel mit schwerem Geld bezahlen müssen, kriegen es Männer der zweitgenannten Art ganz und gar kostenlos besorgt.

    Nils Pickert, du bist durchschaut! Du bist ein ganz raffinerter, vor allem aber schlauer Genießer!

    Vorstehenden Kommentar habe ich soeben an an Herrn Pickerts Seite abgeschickt. Da er ihn wohl kaum durch die Zensur lassen wird, veröffentliche ich ihn hier noch mal.:

  19. „Sie erhebt sich und ist einfach großartig. Sie lässt sich dort nicht entmutigen, wo mir kein bisschen Mut abverlangt wird. Sie erkämpft sich Räume, in denen ich nur stattzufinden brauche. Sie besteht auf Dinge, die mir einfach zuerkannt werden. Sie ist meine Heldin.“

    Und jetzt dürfen wir alle mal raten, wer diese Zeilen geschrieben hat.

    Mein Tipp: Ludwig XIV über Liselotte von der Pfalz.

    • „Sie erhebt sich und ist einfach großartig. Sie lässt sich dort nicht entmutigen, wo mir kein bisschen Mut abverlangt wird. Sie erkämpft sich Räume, in denen ich nur stattzufinden brauche. Sie besteht auf Dinge, die mir einfach zuerkannt werden. Sie ist meine Heldin.“

      Stellt euch mal vor jemand liest das und lernt die Frau dann kennen. Da können Erwartungen doch nur enttäuscht werden.

  20. Ich überlege, dass ich womöglich meine Füße dazugepackt und den Job genau deshalb bekommen hätte.

    Und warum meint der Niels, dass er „genau deshalb“ den Job bekommen hätte? Weil der Arbeitgeber eben testen will, ob die Bewerberin Eier hat. Niels meint also offenbar, dass er – im Gegensatz zu seiner Kollegin – in der konkreten Bewerbungssituation die notwendige Sozialkompetenz an den Tag gelegt hätte.

    Hätte er aber sicher nicht, weil er den äußerst unprofessionellen Kindergarten einfach mit- bzw. nachmacht. Kindergarten ist genau nicht die Kompetenz, die ein Arbeitgeber von einem Journalisten oder von einer Journalistin erwartet.

    Er feiert sich selbst aber damit gerne ab. Eben haargenau auf Kosten des anderen Geschlechtes, dem er offenkundig nicht einmal einen solche Kindergarten“kompetenz“ zutraut.

    Es muss damit beginnen, dass Männer sich eingestehen, wie sehr sie diesen Zustand genießen und von ihm profitieren. Es muss anfangen beim reflexartigen Übertünchen männlicher Unsicherheiten durch Überlegenheitsgebaren auf Kosten des anderen Geschlechts. Es muss sich mit der Frage beschäftigen, wieso Männer ganz allgemein die Leistungen von Frauen eher geringschätzen.

    Entlarvend ist hier der Perspektivenwechsel von „ich“ auf „Männer“. Er meint sich selbst offenkundig nicht (oder zumindest eher weniger) mit, da er doch schließlich „reflektiert“ und Buße getan hat.

    Das erlaubt es ihm, so meint er offenbar, den Zeigefinger zu erheben – sich also selber übertrieben abzufeiern.

    Er externalisiert bzw. projeziert seine eigene, höchst persönliche Charakterschwäche auf AllemänneraußerNiels.

    Was will man anders von jemand erwarten, der Öffentlichkeitsheischend im Rock herumläuft?

    • In den Kommentaren schreibt er ja selber:

      „Wenn ich dich richtig verstehe meinst du, dass ich die Plattform nutze, um mich in einer Weise zu produzieren, die mich zum Vorbild stilisiert, damit sich andere ein Beispiel an mir nehmen können. Das ist zweifellos möglich. “

      Nun gönn ihm doch die Illusion, der tollste Hecht im Karpfenteich zu sein 😀

      Überhaupt halte ich die Denkanstöße von Ihm durchaus diskussionswürdig

      „Es muss damit beginnen, dass Männer sich eingestehen, wie sehr sie diesen Zustand genießen und von ihm profitieren“

      Stimmt eigentlich. Warum sollen wir eigentlich aus falsch verstandener Rücksichtnahme immer unser Licht unter den Scheffel stellen und uns selbst verleugnen?

      „Es muss anfangen beim reflexartigen Übertünchen männlicher Unsicherheiten durch Überlegenheitsgebaren auf Kosten des anderen Geschlechts. “

      Stimmt. Das Ziel muss sein Unsicherheiten selber zu überwinden und überlegen zu SEIN, nicht nur mit markigen Sprüchen es vorgeben.

      „Es muss sich mit der Frage beschäftigen, wieso Männer ganz allgemein die Leistungen von Frauen eher geringschätzen.“

      Auch diese Frage könnte man nüchtern sachlich diskutieren. Zum Beispiel unter Rückgriff auf die Maslowsche Bedürfnishierarchie: Welche Bedürfnisse können/werden eher von Männern und welche eher von Frauen abgedeckt?

      Uuups…

      • Soll er sich doch mal einfach den Geburtsvorgang ansehen.
        Jahrtausende ein hochriskantes und tödliches Geschäft, kaum kommen die alten weißen Männer an und spielen mit, verschwindet die Kinder- und Müttersterblichkeit.

        Frauen sind so klein im Vergleich mit Männern, sie sind nicht einmal eine Fußnote in der Geschichte wert.

  21. Gegen eine kritische (und auch ironische) Selbstreflexion ist ja nichts zu sagen, aber wenn Leute sich bis zum „Fremdschämen“ selbst abwerten, da fällt mir nur noch mein philosophischer „Hausgott“ Immanuel Kant ein: „Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.“ (Aus: Metaphysik der Sitten)

      • Deine Einleitung ist auch ein Zitat wert:

        In ihrem Buch „Rettet die Männer – Frauen machen kaputt“ beschreibt Joan Bitterman die Auswirkungen einer falsch verstandenen Emanzipation, in welcher sich Frauen auf einen rücksichtslosen Egotrip begeben zu Lasten von Kindern, Männern und ihren Familien. Dabei geht es diesen Frauen nicht um Gleichberechtigung sondern auf Vorrechte, um Macht, um das Recht auf Unrecht. Dies analysiert die Autorin anhand von rund tausend Interviews mit Frauen, die sich als emanzipiert betrachten. Das Fazit von Joan Bitterman: „Die Frauen haben die Basis für das gemeinsame Altwerden zerstört und die Männer ließen es zu. In der irrigen Annahme, progressiv, aufgeschlossen, einfühlsam, entgegenkommend, nachsichtig gewesen zu sein. Sie haben mit bestem Wollen das schlechteste Ergebnis erzielt.“

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