Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 15. August 2016

Philip Davies MP: Der Justiz Gender Gap

Aus der Videobeschreibung:

Philip Davies was first elected an MP (C, Shipley) in 2005. He has since become the only MP (out of 650) to speak out on men’s and boys‘ issues.

In the autumn of 2015 his attempt to host the first debate on men’s issues was almost thwarted by a particularly odious feminist MP, Jess Phillips, who’d been selected from an all-women prospective parliamentary candidate shortlist:

The debate on International Men’s Day, 2015:

siehe auch: Britischer Abgeordneter Philip Davies und seine Kritik am Feminismus


Responses

  1. Und Mrs. Phillips bekam für ihr Lachen zur Männertagsdebatte die nächsten Tage viel Aufmerksamkeit in den britischen Medien, weil es zu einen Shitstorm führte.

    • Ja, hat man denn die nicht rausgeschmissen für ihre zutiefst sexistischen Aussagen und ihre äusserste Verachtung von Männern?

      Ah, nein, sie ist ja Feministin, die dürfen das, denn schließlich leben wir im Patriarchat. Da dürfen nur Feministen und Frauen Abscheulichkeiten begehen, alle anderen werden dafür abgewatscht.

  2. Ich schreibe hier mal was zum Inhalt, da sich anscheinend weder beim Guardian noch hier jemand die Mühe gemacht hat den Vortrag vor dem Schreiben anzuschauen.

    In dem Vortrag geht es um die Unterschiede in der Behandlung von Männern und Frauen in der britischen Justiz. Als Hintergrund ist es wichtig zu wissen, dass es im United Kingdom Initiativen gibt, um weniger Frauen in den Gefängnissen zu haben.

    Philip Davies stellt dem erstmal entgegen, dass in britischen Gefängnissen zu 95% Männer einsitzen, und zeigt dann mit Zahlen, Zahlen und noch mehr Zahlen, wie dieses Ergebnis in jedem Schritt zustande kommt:

    – weniger Verurteilungen von Frauen für dieselben Vergehen
    – weniger Gefängnisstrafen für Frauen für dieselben Vergehen (z.B. liegt die durchschnittliche Haftstrafe für Männer für dasselbe Vergehen um 50% höher)
    – kürzere Gefängnisstrafen für Frauen für dieselben Vergehen
    – schnellere Haftentlassung für Frauen für dieselben Vergehen

    Dazu führt er jede Menge Hafterleichterungen und Sonderbehandlungen für Frauen an die es für Männer nicht gibt.

    Seine Kritik an Feministinnen etc. ist eher nebenbei.

    *Keine einzige* dieser Zahlen wird im Guardian Artikel (http://www.theguardian.com/politics/2016/aug/12/pressure-mounts-on-may-to-respond-to-philip-davies-feminist-zealots-comment) zitiert oder gar widerlegt.
    Dafür wird eine ganz spezielle Zahl von Jenny Earle zitiert, um all die seinigen zu widerlegen, nämlich dass _Ersttäterinnen_ anscheinend die doppelte Zeit an Haftstrafe bekommen (ohne zu sagen wie oft sie die bekommen).
    Der Guardian-Artikel ist ein tolles Beispiel wie man Propaganda-Artikel schreibt. Er macht allerdings einen Fehler: Der Vortrag ist darin verlinkt.

    Ich würde mir wünschen dass mal jemand die Situation in Deutschland genauso umfangreich und auf den Punkt recherchiert und vorträgt, und dabei noch so unterhaltsam bleibt.

    • Einen Teil des Vortrags habe ich auch gehört.

      Eine kleine Korrektur: Frauen bekommen gemäß Earle nicht doppelt so lange Haftstrafen, sondern würden als Ersttäterin doppelt so häufig eine Haftstrafe bekommen. („In fact they are twice as likely as men to receive a custodial sentence for a first offence …“)

      Hier noch ein weiterer Guardian-Artikel: https://www.theguardian.com/world/2016/aug/14/philip-davies-claim-courts-favour-women-no-evidence-jean-corston

      Eine Labourpolitikerin, vorgestellt als Autorität in Sachen Frauen im Justizsystem, behauptet: „There is indisputable evidence that women are treated by the courts more harshly.“

      So stehts vierfach im Artikel, leider kann sie aber nichts von diesen unbestreitbaren Beweisen vorlegen, sie hat nur anekdotische Evidenz: „“I’ll give you an example: a woman who was sentenced to life for a first offence of wounding with intent. That would never, never happen to a man. This kind of thing is still happening,” said Corston“.

      Frauen würden im Schnitt 17.9 Monate Haft bekommen im Vergleich zu Männern mit 17.7. Für das gleiche Verbrechen etwa? Offenbar nicht; erinnert das jemand an den Gender Pay Gap?

      Das wars, mehr hat Frau Corston nicht zu bieten.

      Tatsächlich präsentiert der Guardian sogar einige von Davies‘ Zahlen. Das ist viel mehr, als man von ihm erwarten konnte. Widerlegen kann er sie nicht, wir müssen also Frau Corston einfach glauben, dass Frauen vor Gericht viel härter angepackt werden als Männer.

      • Danke für die Korrektur! Da habe ich ein bisschen zu schnell geschrieben, und wollte zu sehr sichergehen dass ich die Gegenstimme nicht falsch darstelle.

        Stimmt, in dem von Dir angeführten Artikel werden auch seine Zahlen angeführt. Aber sooo überraschend ist es nun auch nicht, dass die Zahlen Parlamentarier, der auch im Justizausschuss sitzt, in einer Zeitung die so tut als würde sie journalistisch arbeiten auch ein wenig dargestellt wird (ist ja nicht irgendein Typ der auf einem obskuren Blog Verschwörungstheorien verbreitet).
        Und nicht übersehen: Zuerst hat der Guardian seinen Propagandaartikel geschrieben („mein“ Artikel), zwei Tage später etwas was sie als ausgewogen darstellen werden („Dein“ Artikel).

        Ich finde es spannend nach England zu blicken was da abgeht 🙂


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