„Läuft bei uns“ – Menstruation und Feminismus

Die Taz am Wochenende wird verschiedentlich für dieses provokante Bild gefeiert.

Die Faszination des Feminismus für Menstruationsblut hatte ich bereits hier behandelt:

Ein der merkwürdigeren Ideen im Feminismus ist, dass nichts, das im Zusammenhang mit Frauen steht, irgendwie schlecht sein kann oder in irgendeiner Form eine Abwertung erfahren kann.

Die Menstruation ist dabei so weiblich, wie etwas nur sein kann, also sind alle Reaktionen darauf, die in irgendeiner Form als Unbehagen verstanden werden können, nach dieser Einstellung sexistisch.

Im Feminismus wird insofern dafür geworben, dass Menstruationsblut etwas ganz normales ist (was es ja auch ist) und demnach in keiner Weise abgewertet werden darf.

Natürlich ist Nasenschlein, Kot und sonstiges Blut auch etwas ganz normales. Dennoch sehen wir es nicht gerne, finden es unrein und wollen nicht gerne damit in Berührung kommen.

(…)

Und niemand möchte in seiner Timeline unbedingt die Resultate eines feuchten Traum eines pubertierenden Jungen sehen, was auch etwas ganz natürliches ist oder dessen vollgewixte Taschentücher.

Natürlich: Die Menstruation ist etwas ganz normales und als solche muss sich eine Frau nicht für sie schämen. Aber wie bei allen Körperflussigkeiten muss man sie auch nicht in die Kamera halten.

Es ist insofern sicherlich schlicht die Freude an der Provokation, bei der man sich dann wieder über diese Aufregen kann und damit Virtue Signalling betreiben kann.

Doppelte Belastung für Frauen durch Vereinbarkeit von Beruf und Familie?

Die Süddeutsche bespricht eine Studie, nach der sich die Belastung von Männern und Frauen in der Familie nicht stark untersheidet:

Vor allem für Frauen sind Kind und Karriere eine doppelte Belastung, heißt es. Doch Psychologinnen kommen jetzt zu einem anderen Schluss.

Zu den vielen Gewissheiten in der endlosen Diskussion über die Vereinbarkeit von Karriere und Familie zählt, dass vor allem Frauen unter der Doppelbelastung leiden. Das populäre Bild besteht aus gestressten Müttern, die sich zwischen den Ansprüchen von Kindern und Arbeitgebern zerreiben, während Väter rücksichtslos Karriere machen und sich dabei nicht von den Bedürfnissen ihrer Familien irritieren lassen. Doch dabei scheint es sich um eine Legende zu handeln, denn Männer leiden ebenso, wenn sie versuchen, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Das zeigt eine Studie, die Forscher um Kristen Shockley von der University of Georgia im Journal of Applied Psychology veröffentlicht haben.

Für die Arbeit wertete das Team um die Psychologin mehr als 350 Einzelstudien mit insgesamt etwa 250 000 Teilnehmern aus – ein sehr großer Datensatz, der für die Qualität der Veröffentlichung spricht. Etwa die Hälfte der analysierten Studien stammt aus den USA, die anderen aus Europa und Asien. „Im Wesentlichen haben wir kaum belastbare Beweise dafür gefunden, dass Frauen und Männer in unterschiedlichem Ausmaß durch die Vereinbarkeit von Beruf und Familiebelastet werden“, sagt Shockley.
Geringe Unterschiede identifizierten die Forscher nur bei Doppelverdienerpaaren: In dieser Konstellation klagten Mütter geringfügig häufiger darüber, dass Familienangelegenheiten ihre Arbeit beeinträchtigten; und Väter, dass die Arbeit ihr Familienleben störe. Doch diese Differenzen seien so gering, dass sie kaum praktisch relevant seien, so die Forscher.

Die Ergebnisse stehen in starken Kontrast zur öffentlichen Wahrnehmung der Problematik. Das Thema werde in den Medien fast ausschließlich als Frauenthema diskutiert, so Shockley. Dadurch drehe sich die Diskussion im Kreis: „Frauen hören von anderen Frauen, dass sie mit dem Problem kämpfen und alleine dadurch entsteht die Erwartung, dass sie größere Schwierigkeiten haben werden als Männer, Beruf und Familie zu vereinbaren“, sagt die Psychologin.

Also eine gleich große Belastung durch die Vereinbarkeit, aber eine einseitige Debatte, die nur auf die Frau abstellt.

Männer thematisierten ihre Probleme hingegen zu wenig – offenbar, dafür sprechen einige Studien, weil sie fürchten, dadurch Nachteile im Beruf zu erfahren. „Ich glaube, dieses Schweigen schadet Männern“, sagt Shockley, „sie müssen sich auch durchbeißen und erleben den gleichen Arbeits-Familien-Stress wie Frauen, aber niemand erkennt das an.“

Hauptmotiv für die Studie war es, empirische Belege zu sammeln, ob und wie sich das Geschlecht auf das Stressniveau auswirkt, der durch den Spagat zwischen Büro und Kinderzimmer entsteht. Ein lobenswerter Ansatz, denn die Debatte rund um Geschlechtergerechtigkeit wird vor allem durch Emotionen und weniger durch nüchterne Daten angetrieben.

In der Tat. Und auch diese Studie wird wenig daran ändern.

Dass Frauen und Männer gleichermaßen darunter leiden, an zwei Fronten an ihren eigenen Ansprüchen zu scheitern, sei auch nicht davon abhängig, wie gerecht das Zusammenleben der Geschlechter in einer Gesellschaft organisiert sei. Der einzige Unterschied, für den sich in Studien Indizien finden lassen: Wo Gleichberechtigung in besonderem Ausmaß erreicht ist, wird offenbar Verhalten erst recht durch die Geschlechterbrille betrachtet und interpretiert. Das könnte erklären, dass der Konflikt zwischen Beruf und Karriere in den westlichen Ländern als fast reines Frauenthema diskutiert wird.

Mehr Gleichberechtigung bewirkt stärkere Geschlechterrollen. Das hier zumindest bekannte Gender Equality Paradox.

Vgl. auch:

„Begeistert euch für Weicheier“ (weil das feministisch richtig ist)

Stevie Schmiedel appelliert an die Frauen, Weicheier gut zu finden, weil sie selbst merkt, dass diese nicht gut ankommen:

Dieser Text ist ein Plädoyer zur Aufwertung des Begriffs „Weichei“. Ein Traum von einer Welt von T-Shirts, auf denen „Weichei und stolz drauf“ steht, eine Ode an Männer, die mit toxischen Männlichkeitskonzepten hadern, an ihnen scheitern, aufstehen und überzeugt „Vergiss es, ich lass das einfach so“ ausrufen.

Er ist aber genau so ein Appell an Frauen, sich diese Weicheier mal genauer anzuschauen. Oder besser: Nicht so sehr den Aggregatszustand der Eier, sondern ihre eigenen Erwartungen an „sie“. Woher genau kommt ihre libidinöse Prägung, ihre Abneigung gegen jede Konsistenz, die nicht der gängigen James Bond-Härte entspricht?

Eine Traumwelt, in der sich Männer sich so verhalten, dass sie nicht als attraktiv wahrgenommen werden und Frauen beständig versuchen müssen, dass zu ignorieren, weil es ideologisch richtig wäre, andere Männer attraktiv zu finden.

Die Alternative, nämlich sich einmal damit zu beschäftigen, warum Männlichkeit eben gerade nicht als attraktiv wahrgenommen wird und warum Männlichkeit damit keineswegs nur toxisch ist, stellt man lieber nicht an.

Immerhin wird erkannt, dass die Erwartungen der Frauen und deren Auswahlverhalten dazu beiträgt:

Neulich saß ich mit einer guten Freundin beim Wein, die rumjammerte, dass sie – als Feministin – eben keinen Mann haben kann. DIE wollten ja alle, dass sie – käme ein Kind – zuhause bleibe während er Karriere mache. DIE könnten alle nicht kochen und DIE würden auch noch erwarten, dass sie die Hemden bügele, wenn sie von der Arbeit käme. Sie verkehrt eher unter Wirtschaftsleuten. Was ja nicht heißt, dass man in seiner Freizeit, auf Parship oder in nächtlichen Clubwelten nicht andere Szenen frequentieren kann. Lila Pudel sind sicher auch in der Wirtschaft anzutreffen, unter Sozialwissenschaftlern, Künstlern oder Pädagogen trifft man sie trotzdem eher. Hat man aber bestimmte Vorstellungen, was DIE verdienen sollen, damit man sich gemeinsam den Tauchurlaub auf Bali leisten kann, legt das einen Filter fest.

Das eine Rollenumkehr selten gewünschst ist, dass die meisten Frauen allenfalls einen Mann wollen, der sie unterstützt, aber eben keinen Hausmann, wird, geht da auch etwas unter.

Aber nicht nur bei Unternehmer*innen und Wirtschaftsfrauen* finden wir hehre Ansprüche an die Kerle. Auch geerdete Vorstellungen, wie er beim gemeinsamen Zelturlaub das Wolfsrudel verjagt oder sie unter den Sternen auf seinen Armen trägt macht es Männern nicht gerade einfach, sich in einer Welt voll Ansprüchen zu orientieren. Wie neulich ein guter Freund zu mir sagte: „Es fällt mir so schwer, zu sagen, dass ich etwas nicht kann oder nicht weiter weiß. Ich habe das Gefühl, Mann zu sein heißt: Immer die Übersicht haben, immer voraus zu gehen, immer alles unter Kontrolle haben. Paddeligkeit ist so unsexy!“

Für eine Feministin wahrscheinlich nicht erklärlich und kaum zu ertragen: Da mögen die einfach alle toxische Männlichkeit. Fordern sie aktiv an. Lehnen andere Männer ab.

Meiner Freundin habe ich entgegen geschmettert, dass sie doch selbst schuld sei, wenn sie auf das ewig gleiche Männerbild setzt und sich nie und nimmer einen Partner auf einem Bruttogehalt von 2.200 Euro vorstellen könnte, der dafür aber ein begeisterter Sozialarbeiter ist. Die Antwort kam prompt: Und wie bitte, sollte der sie und die Kinder dann ernähren, wenn sie arbeitslos wird? Trotz manch emanzipierter Ansichten sitzen Geschlechterrollen doch tief

Oder gar einen, der Teilzeit arbeitet und noch weniger verdient. Auch schön, dass sie es schlicht auf die Geschlechterrollen zurückführt, wenn sich dort eine klare Anspruchshaltung zeigt, nachdem der Mann einen gewissen Lebensstandard abzusichern hat.

Auch das ist etwas, was im Feminismus kaum vorkommt: Dass es bequemer und sicherer für die Frau sein kann, den besseren Lebensstandard über den Mann abzusichern und das es eben meist gerade keine Unterdrückung ist, sondern eben eher eine Anspruchshaltung, die mit feministischer Theorie nicht zu vereinbaren ist, weil man in der nur Opfer sein kann, und nicht Profiteur.

vgl. auch:3030

Selbermach Samstag 248 (29.07.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen.

Sekundärpatriarchalismus

Im Text der Missy bin ich auf den Begriff „Sekundärpatriarchalismus“ gestoßen:

Ich habe mal danach gesucht:

Hier etwas dazu:

Das feministische Konzept des Sekundärpatriarchalismus (vgl. Beer 1990, Beer/Chalupsky 1993) liefert eine analytische Begründung für die letztlich erstaunliche Durchschlagskraft und Zählebigkeit geschlechtsspezifischer Arbeitsteilungen. Die Geschlechtsspezifik in der primären Zuweisung von entgeltlicher und unentgeltlicher Arbeit an jeweils eines der beiden Geschlechter (vgl. Beer 1984) hat zur Folge, dass Frauen, die diesem Modell voll entsprechen, als „Lohn“ für ihre Arbeit allenfalls auf „Liebe“ rechnen dürfen (Bock/Duden 1977), verknüpft mit ehelichfamilialem Unterhalt und abgeleiteten Ansprüchen an die Systeme der sozialen Sicherheit (vgl. Ostner 1995). Die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, die Frauen vorrangig auf unentgeltliche Arbeit in der Familie festlegt, entbindet diese jedoch keineswegs vom Zwang zur Aufnahme von Erwerbsarbeit, wenn die familiale Existenzsicherung das erfordert. Frauen befinden sich damit von vornherein im Nachteil gegenüber Männern, denn auf diese Weise wird ihnen der Zugang zu einer hochbedeutsamen gesellschaftlichen Ressource verwehrt oder erschwert: Geld als Medium einer Tausch- und Warengesellschaft. Wer nicht über Vermögenswerte verfügt und sie zum Lebensunterhalt einsetzen kann, muss ihre oder seine Existenz mit der Aufnahme und Ausübung von Erwerbsarbeit sicher stellen.

Ein weiterer Beitrag:

Geschlecht als Strukturkategorie

Was die andere Seite des Verhältnisses von Klasse und Geschlecht angeht, so haben wir uns bei den Theorien des Geschlechterverhältnisses insbesondere auf Regina Becker-Schmidts Konzepte von Geschlecht als Strukturkategorie (1993) und der doppelten Vergesellschaftung von Frauen (1987) gestützt. Ihr zufolge strukturiert die Geschlechtszugehörigkeit (ähnlich wie die Klassenzugehörigkeit) systematisch die Möglichkeiten und Chancen, objektive wie subjektive, die jemand in dieser Gesellschaft hat. Außerdem sind Frauen grundsätzlich in zwei Praxisbereichen vergesellschaftet: dem Bereich der privaten Haus- und Familienarbeit und dem Bereich der Erwerbsarbeit.

Des Weiteren hat Ursula Beer (1990) das bei uns herrschende Verhältnis zwischen den Geschlechtern als doppelten Sekundärpatriarchalismus gekennzeichnet. Im Gegensatz zum klassischen patriarchalischen System bezeichnet der Sekundärpatriarchalismus den Umstand, dass fast ausschließlich Männer Positionen mit Macht- und Herrschaftsbefugnissen besetzen, und dies, nach der historischen Trennung in Erwerbs- und öffentliche Sphäre auf der einen, Familien- und Privatsphäre auf der anderen Seite, zweifach: in Gestalt besser dotierter Posten im Produktions- und Politsystem und in Gestalt ökonomischer Abhängigkeit und einseitiger Verpflichtung zu generativer Versorgungsleistung im Reproduktionssystem für die Frauen.

Mit dem Fortwirken der alten (wenn auch in modernisierter Form) patriarchalischen Muster wird den Frauen institutionell und gewohnheitsmäßig unbewusst trotz formal gleicher Rechte immer noch eher der Platz drinnen, d.h. im Haus, im Privaten, bei den Kindern, im Gefühls- und Seelenleben, in den „weichen“ Studiengängen und Berufsfeldern zugewiesen, während das Draußensein, auf den Plätzen, in der Öffentlichkeit, in den Konkurrenz- und Machtkämpfen (der Männer) für Frauen immer noch für unpassend, weil unweiblich gehalten wird, auch von ihnen selbst. Bourdieu (1997, 1998) zufolge ist dies einer der wichtigsten Effekte der auch bei uns andauernden männlichenHerrschaft mit ihren von der männlichen „libido dominandi“ angetriebenen männlichen Spielen, in denen die Männer zwar Macht und Ansehen akkumulieren, aber auch gefangen sind (das Privileg als Falle), während die Frauen dem Ausschluss von diesen Spielen den „luziden Blick“, das Durchschauen der Unsinnigkeit der den Spielen zugrunde liegenden Konkurrenzkämpfe verdanken.

Anlage und Ergebnisse der Studie

Mit diesem klassen- und geschlechtertheoretischen Rüstzeug ausgestattet haben wir uns an die empirische Erforschung des Verhältnisses von Klasse und Geschlecht gemacht, von deren Ergebnissen ich hier eine kleine Auswahl darstellen will. Methodisch haben wir uns der Untersuchung mithilfe der drei oben genannten Hypothesen (Geschlechts-, Klassen- und Klassengeschlechtshypothese), einer Datenauswertung des Sozioökonomischen Panels (1990 Westdeutschland) und (1994 geführten) Interviews mit Paaren aus vier modernisierten bzw. teilmodernisierten Klassenmilieus aus dem von Vester u.a. (1993) für Deutschland modifizierten sozialen Raum genähert.

Einer anderen Darstellung fand ich auch interessant, habe sie aber leider nicht als Text gefunden:

Das ganze Konzept geht von einer starken Passivität der Frau aus. Sie darf nicht selbst ein Wahlrecht haben oder lieber bei den Kindern bleiben statt im Büro. Sie muss es passiv machen, weil der Mann ihr keine andere Wahl lässt, da er sich die Macht bewahren will.

Männer in Film und Fernsehen: Two and a half Men

Es gibt einige Filme oder Serien die ich aus maskulistischer Sicht interessant finde. Diese Woche geht es (teilweise ) um kurze Versuche dies darzustellen.

Was passiert:

Die Serie handelt vom leichtlebigen Werbejingle-Komponisten Charlie Harper. Er lebt ein freizügiges Leben und hat unzählige kurze Beziehungen zu Frauen. Dieses Leben erfährt jedoch eine große Wende, als sein Bruder Alan bei ihm einzieht, dessen Frau Judith sich von ihm getrennt hat. An den Wochenenden betreut Alan seinen Sohn Jake, weshalb Charlie von nun an zwei Dauergäste bei sich in seinem großen Haus am Strand von Malibu hat. Trotzdem versucht Charlie sein Leben als Single aufrechtzuerhalten, was oft zu bizarren Situationen führt. Alan ist charakterlich das genaue Gegenteil von Charlie und hat es schwer, sich gegen seine Ex-Frau zu behaupten. Er ist mit Charlies Lebensstil gar nicht einverstanden, muss sich aber anpassen, weil er bei Charlie wohnen darf. Zudem macht Charlies und Alans ungeliebte Mutter Evelyn den dreien das Leben schwer. Charlies Haushälterin Berta ist über die Mehrarbeit wegen Alan und Jake wenig erfreut, und Charlies Stalkerin Rose, mit der er einmal geschlafen hat, verfolgt und beeinflusst das Geschehen aus dem Hintergrund.

Meine Kurzinterpretation:

Die Serie beruht auf dem Gegensatz der Personen

  • Die Geschichte des Bad Boys, der sorgenfrei durchs Leben kommt, Geld und Frauen hat, dem alles egal ist und der damit auch noch durchkommt. Charlie hat immer Glück und alles klappt. Ein Wunschtraum vieler Männer
  • Die Geschichte eines harmlosen Mannes, der bei Frauen nicht ankommt, der von seiner Frau verlassen wird, dem nach Unterhaltszahlungen kaum noch etwas zum Leben braucht, obwohl er in seinem Job nicht schlecht verdient. Der immer im Schatten seines Bruders steht und auf dessen Hilfe angewiesen ist.  Alan hat immer Pech und nichts klappt wirklich. Der Alptraum vieler Männer

Dazwischen ist es auch noch die Geschichte eines Vaters, der sich gut um seinen Sohn kümmern will, der das Kind auch häufig betreut, und dennoch Unterhalt zahlt, der Vorbild sein will, aber auch nicht mit seinem Bruder konkurrieren kann.

Und es ist die Geschichte des Bruders, der auch entdeckt, wie erfüllend es sein kann, sich um ein Kind zu kümmern und wie es das eigene Leben verändert.

Es ist ebenfalls eine Serie, die eine Debatte darüber hätte auslösen können, warum Judith überhaupt so viel Unterhalt bekommen muss und was sie eigentlich in alle den Jahren macht. Warum sie alles erhält, das Haus etc und ihm gar nichts bleibt. Ich weiß nicht, wie realistisch die Serie für amerikanische Rechtsverhältnisse ist und ob sie dort Debatten ausgelöst hat. Es wäre interessant, wie sie wirken würde, wenn man sie nicht als Comedy, sondern als Dramaserie aufgezogen hätte, mit einer stärkeren Betonung auf den Auseinandersetzungen.