Wie man bei allgemeinen, freien, geheimen Wahlen die Stimmen von Frauen im Patriarchat wirkungslos macht

Die Bundestagswahl 2013 hat als stärkste Partei die Union ergeben. Wie haben da eigentlich die Frauen gewählt:

Geschlecht

Frauen wählten vor allem die Union (44 Prozent), dann folgte die SPD (25 Prozent). Ähnlich sah es bei den Männern aus: 39 Prozent Union, 26 Prozent SPD.

 

Eine weitere Aufschlüsselung findet sich hier in dieser Grafik:

frauen-bundestagswahl 2013

Frauen Bundestagswahl 2013

Man sieht also: Die Frauen haben sogar noch etwas mehr CDU/CSU gewählt als die Männer. Sie scheinen also durchaus ihr Wahlrecht in einer Weise ausgeübt zu haben, die sich auch im Ergebnis wiederspiegelt.

Natürlich könnte man hier einfügen, dass das eben das brutale von Rollen ist: Frauen wählen nicht, was sie eigentlich wollen oder wollen sollten, sondern was sie glauben wählen zu müssen. Und damit wählen sie dann eben aufgrund ihrer Lebenssituation das, was ihnen im Patriarchat einen Vorteil bringt, wie gefangene, die wählen, ob sie trockenes Brot oder verschimmeltes Brot essen wollen.

Aber natürlich standen hier Parteien zur Verfügung, die recht nachhaltig feministische Programmpunkte im Programm hatten, von der SPD („die männliche Gesellschaft überwinden“) bis hin zu den Grünen mit ihrer 50% Frauenquote für eigentlich alles. Trotzdem wählen sie eben die CDU.

Ich bin gespannt, ob es hierzu feministische Beiträge geben wird – entweder spricht man dort Frauen dann die Fähigkeit ab, rational zu wählen oder man müsste ihnen zugestehen, dass sie anscheinend andere Vorstellungen von einer gerechten Gesellschaft haben.

Ich hatte dazu schon einmal etwas in einem anderen Artikel geschrieben:

Wie kann sich Frauenunterdrückung und Patriarchat in einer Demokratie mit freien, allgemeinen und geheimen Wahlrecht halten, wenn der Anteil der weiblichen Wählerschaft über 50% liegt, wie in Deutschland?”

Mögliche Antworten:

  • Die Frauen haben ihre Rolle schon zu sehr verinnerlicht und wählen patriarchatskonform, auch wenn sie keiner überwacht. Das sagt aber auch einiges über Frauen aus, was aus Sicht der feministischen Theorie sicherlich nicht gewünscht ist
  • Frauen haben es sich im Patriarchat eingerichtet (wahlweise: es gibt kein Patriarchat). Die Lebensweise bietet ihnen Vorteile, die herrschende Arbeitsteilung wird nicht als Unterdrückung wahlweise der einzelnen Frau oder der Frauen an sich empfunden (“Frauen sollten mehr in Spitzenpositionen kommen, aber für mich selbst finde ich einen Mann als Hauptverdiener und ich arbeitete Halbtags und versorge die Kinder und den Haushalt gut”)
  • Frauen würden gerne andere Politik wählen, haben aber die Option nicht, da das Patriarchat Frauenpolitik und Frauenparteien behindert. Allerdings tritt die Frauenpartei zu Wahlen an und die Wahlfinanzierung würde es auch Frauen ermöglichen, sich entsprechend zusammen zu schließen. Oder sie könnten zumindest einheitlich “Die Grünen” wählen, die ja eine Frauenparität im Programm haben.
  • Die Fraueninteressen sind zu unterschiedlich für eine Bündelung. Das Argument lässt außer Betracht, dass dies bei Männern nicht anders ist. Wenn Frauen die Machtverhältnisse umkehren würden müsste ein Weg möglich sein, der von einer Mehrzahl der Wählerinnen begrüßt wird.

Eine stimmige Antwort hierauf habe ich noch nicht gelesen. Wenn jemand einen feministischen Artikel kennt, der das erklärt, dann bitte in den Kommentaren verlinken

93 Gedanken zu “Wie man bei allgemeinen, freien, geheimen Wahlen die Stimmen von Frauen im Patriarchat wirkungslos macht

  1. Die Frauen wählen die CDU wegen der Merkel. Das ist eine Frau und eine Frau an der Spitze ist etwas feministisches. Und deshalb sind auch die Frauen, die CDU wählen, gute weil feministische Frauen, selbst wenn sie das nicht wissen und selber nicht so sehen.

  2. Ich habe es mir abgewöhnt, mich mit Frauen über die Gründe für ihre Wahlentscheidung zu unterhalten (abgesehen von Ausnahmen, bei denen ich konkret weiß dass doch mehr dahinter steckt als 2-3 austauschbare Klischeeformeln). Da kommen immer so undemokatische Gedanken in mir noch, Wahlmündigkeit an einen für sie kaum zu bestehenden Basiskompetenztest zu binden.

    Man könnte aber auch sagen, dass sie es wenigstens schaffen, ihre Interessen im Parlament abzubilden, während Männer gerade mal eine Partei in den Bundestag gewählt haben, die zumindest nicht durch und durch feministisch verseucht ist.

    • @David

      während Männer gerade mal eine Partei in den Bundestag gewählt haben, die zumindest nicht durch und durch feministisch verseucht ist.

      Welche genau meinst Du?

      CDU hat insbesondere v.d.L., die mit allen Mitteln Frauenquote etc. durchdrückt.

      Und Merkel hat ihre Position auch klargemacht:

      „Tatsächlich ist Gleichberechtigung an den Schulen Realität, weshalb Mädchen aufgrund ihres Entwicklungsvorsprungs, größeren Fleißes und höherer Lernmotivation im Vorteil sind. Eine gezielte Jungenförderung ist allerdings keine Lösung. “

      (http://www.direktzurkanzlerin.de/antwort-2545.html, Quelle aus Buch von A.Hoffmann)

      SPD und erst Recht Grüne ist ziemlich klar feministisch positioniert.

      Linke auch.

      Also feministisch gesehen, nehmen die sich alle nicht viel.

      Vielmehr sind mehr als 15 % der Wähler gar nicht im Bundestag vertreten. Von den 30% der wahlberechtigten Bevölkerung zudem ganz zu schweigen.

      • @Gedankenwerk

        Zumal das konservative Rollenbild der CDU auch nicht unbedingt förderlich für Männer ist. Da ist der Mann eben tatsächlich noch der Versorger und die Frau für die Kinder zuständig, was dem Unterhaltsrecht und dem Sorgerecht aus Männersicht nicht gut tun muss.

        • @Christian

          Inwieweit wirkt sich das konservative Rollenbild denn in der Realität aus?

          Ich kann mich nicht entsinnen, dass Frauen von der Berufstätigkeit abgehalten und an den Herd gekettet werden.
          Der Unterschied ist lediglich die Höhe der Subventionierung, dass Frauen sich so entscheiden, wie es Männer seit je her müssen.

        • @Christian
          Nun, dass die CDU den Mann und Vater als ewiger Versorger betrachten („Die Ehe wird auf Lebenszeit geschlossen.“, §1353, Abs. 1, S. 1), scheinen auch die meisten Frauen erkannt zu haben. Nicht umsonst hat die CDU in aller Stille eine heimliche Rolle rückwärts beim Unterhaltsrecht angetreten und das Unterhaltsrecht erneut auf lebenslänglich eingestellt.

          Aber damit widersprichst Du Deiner eigenen These im Artikel:

          „Frauen wählen nicht, was sie eigentlich wollen oder wollen sollten, sondern was sie glauben wählen zu müssen.“

          Frauen wissen doch was sie eigentlich wollen: Sich und ihre Kinder versorgt wissen!

          Das hat ihnen Muddi über „runde Tische“ und dem Rechtsausschuss des Bundestages wieder möglich gemacht, durch die Änderung des Unterhaltsrechtes.

          DAS scheinen die Frauen registriert zu haben, die Männer aber nicht.

          Damit passt Dein zweiter Abschnitt im Artikel

          „Und damit wählen sie dann eben aufgrund ihrer Lebenssituation das, was ihnen im Patriarchat einen Vorteil bringt, wie gefangene, die wählen, ob sie trockenes Brot oder verschimmeltes Brot essen wollen.“

          eher auf die Männer, nicht aber auf die Frauen:

          – Denn die Männer haben die Grundlage ihrer Unterwerfung gewählt, statt die AfD (http://www.nrw-afd.de/wp-content/uploads/2013/08/AfD_PM_Quote.pdf) oder die FDP zu wählen.

          Da mache ich eher ein ausgeprägtes Stockholm-Syndrom bei den Männern aus:

          Die sind doch nicht einmal in der Lage zu erkennen, dass
          1. Unterhalt die Herdprämie für Frauen schlechthin ist
          2. die Herdbindung, die Unterdrückung der Frau darstellt
          3. die Unterdrückung der Frau nur durch mehr Unterhalt zu lindern sei, was zu einer Verstärkung von 2. führt

          Das ist das Prinzip des Hamsterrades, dem sie sich voll unterwerfen!

          Damit wird klar, dass auch Deine Erwartung nicht erfüllt wird:

          „Ich bin gespannt, ob es hierzu feministische Beiträge geben wird – entweder spricht man dort Frauen dann die Fähigkeit ab, rational zu wählen oder man müsste ihnen zugestehen, dass sie anscheinend andere Vorstellungen von einer gerechten Gesellschaft haben.“

          a) Frauen haben rational gewählt
          b) sie haben keine Vorstellung über eine gerechte Gesellschaft (wo soll die denn definiert sein?)

          Also, werden Feminist.I.nnen auch nirgends etwas publizieren: Alles ist doch in trockenen Tüchern für die Damen, auch wenn sie sich vornehmlich in „Feuchtgebiete“ bewegen möchten!

    • Ich bin weit davon entfernt die CDU in Schutz zu nehmen, habe sie auch nicht gewählt (FDP und AFD allerdings ebensowenig).
      Ich meinte nur man könne sie nicht als durch und durch feministisch verseucht bezeichnen.

      • @ David

        Ich unterscheide ja zwischen

        1:) femizentrisch : In der Regel konservative „Weiße Ritter“ – „Schwachen Frauen muss mann helfen, schützen, fördern stützen“ Plus die komplementäre Anspruchshaltung bei konservativen Frauen.und f

        2.) feministisch: „progressiv-linke“ „Weiße Ritter“, die die gleiche Instinktdisposition anders rationalisieren: „Dem Geschlechterproletariat, DIE FRAUEN, eigentlich stark und den Männern gleichartig, aber seit drölfzigmillionen Jahren von der Geschlechterbourgeoisie = DEN (weißen heterosexuellen Männern > Ursprung und Ursache auch aller anderen Unterdrückungen/Ausbeutungen, unterdrückt und ausgebeutet Diese arme, unterdrückte, ausgebeutete Proletariatet muss man darum fördern, schützen, unterstützen und an die Macht hieven, will man je eine geschlechterkommunistische, geschlechterklassenlose Gesellschaft erreichen, bis hin zur Vorstellung einer „vorübergehenden“ De-Facto-Suprematie DER FRAUEN = „Diktatur“ des Geschlechterproetariates, die von einigen besonders schmierigen Exemplaren aus der linken Pudeltruppe auch noch bewusst bejaht wird. Dazu passend wieder die komplementäre Anspruchshaltung der „linken“ Frauen.

        „Femizentrisch“ und „Feministisch“ haben praktisch die gleiche Frauenförder – und -privilegierungspolitik zur Folge, weshalb auch niemand Jungen-/Männerpolitik macht, sondern alle im Bundestag vertretenen Parteien machen Mädchen-/Frauenpolitik. Frauen wie Männer gleichermaßen.

        Auch die NPD ist übrigens femizentrisch.

        Die einzigen Parteien, die noch am wenigstens auf Frauenförderkurs waren/sind, sind rausgeflogen oder nicht hereingekommen (FDP und AfD).

        Die CDU/CSU mag nicht völlig feministisch durchfeuchtet und durchschimmelt sein, so wie die linken/linksbürgerlichen Parteien.

        Was ihr an Feminismus = Geschlechtersozialismus fehlt, ersetzt sie jedoch vollumfänglich durch Femizentrismus.

        Für mich die gleiche Wurst, die auf dem Teller der Frauen landet, die CDU/CSU schnürt das eine Ende zu, die LInksparteien das andere.

        Gehupt wie gesprungen, selbe Politik, jeweils andere Rationalisierung.

      • Nein, Frauen sind Zauberer.

        Sie wählen eigentlich nach plumpen egoistischen Motiven aber doch gleichzeitig das schöne, gute, das was die Welt vor dem Untergang retten wird.

        Dass Frauen dabei ihren eigenen Untergang faktisch forcieren rechne ich ihnen hoch an!

      • Deshalb sind die Ergebnisse auch so krass unterschiedlich.

        Das widerspricht sich ja nicht.

        Der Mann kann ja zum Beispiel Chaotenpartei X wählen, weil deren Parteiprogramm sein Weltanschauung gut abbildet und er sich realistischerweise am meisten netto dort ausrechnet.

        Wenn Frau nun auch Chaotenpartei X wählt, weil ihr Alter ihr das gesagt hat oder weil die Spitzenkandidatin ne Frau ist, dann haben beide gleich (gut oder schlecht) gewählt, aber eben nicht auf Basis ähnlich fundierter Begründungen.

        Die Ergebnisse unter Erstwählern, Arbeitslosen, Rentnern und Selbstständigen sind auch gar nicht so krass unterschiedlich, die Begründungen aber wahrscheinlich schon.

        Wobei mir schon klar ist, dass ich das viel zu pauschal geschrieben habe. Entspricht nur leider meinen (vielleicht nicht repräsentativen) Erfahrungen.
        Wahrscheinlich würden mich aber bei schätzungsweise 80% aller Wähler ihre Begründungen entsetzen.

  3. Es gibt etwa 17 Mio Einwohner über 65 Jahre in Deutschland. Davon ca. 43% Männer und 57% Frauen.

    Bei der vorletzten Bundestagswahl haben 43% der Rentner und Pensionäre CDU/CSU gewählt. 33% die SPD, bei den anderen im Bundestag vertretenen Parteien waren es höchstens 30%.

    Die Wahlbeteiligung der 60-70 Jährigen ist bei praktisch allen Wahlen immer die höchste.

    Diese Zahlen alleine reichen meiner Meinung nach schon aus, um den höheren Frauenanteil der Wähler bei der CDU/CSU zu erklären: es gibt einfach sehr viel mehr alte Frauen als alte Männer und alte Menschen wählen deutlich öfter CDU/CSU (warum auch immer). Mit dem Geschlecht hat es sehr wahrscheinlich überhaupt nichts zu tun.

    Die genauen Zahlen gibt es beim Bundesamt für Statistik.

      • Hier die Zahlenreihe. Sie ist Teil einer Hochrechnung für 2013 auf Basis der Daten von 2009. Die Hochrechnungen für den älteren Teil der Bevölkerung sind sehr genau, wenn man nicht zu weit in die Zukunft blickt.

        65-70 70-75 75-80 80-85 85-90 90-95 95 u. älter
        m 1926 2194 1715 916 461 142 20
        w 2071 2522 2200 1408 979 450 81

        Die Lebenserwartung von älteren Männern ist halt deutlich geringer als bei Frauen. Das sind die versteckten Kosten für die „Priviligierung“ der Männer (und noch teilweise für den Zweiten Weltkrieg).

    • @ M. Müller

      *Diese Zahlen alleine reichen meiner Meinung nach schon aus, um den höheren Frauenanteil der Wähler bei der CDU/CSU zu erklären: es gibt einfach sehr viel mehr alte Frauen als alte Männer und alte Menschen wählen deutlich öfter CDU/CSU (warum auch immer). Mit dem Geschlecht hat es sehr wahrscheinlich überhaupt nichts zu tun.*

      Frauen wählen mit wenigen ausnahmen traditionell konservativer als Männer, schon seit den ersten Tagen des allegemeinen Wahlrechtes.

      Es profiterten eben nicht die Parteien von den Frauenstimmen, die traditionell für das Frauenstimmrecht gekämpft hatten, sondern rechte/konservative Parteien, die das Frauenstimmrecht bekämpft hatten.

      Frauen haben 1933 auch leicht häufiger die NSDAP gewählt als Männer.

      In Italien gewann Berlusconi seine Wahlen mehrheitlich mit Frauenstimmen.

      Linke gewinnen Frauenstimmen vor allem mit einer „konservativen“ Frauenversorgerpolitik: Vorzugsbehandlung, „geschützte“ Arbeitsplätze vor allem im Staatsdienst mit präferentieller Beschäftigung von Frauen, die dort dem Leistungsdruck des Marktes enthoben sind (Staatsrente mit Scheinbeschäftigung, damit’s nicht so auffällt), Quotenförderung usw.

      • *Es profiterten eben nicht die Parteien von den Frauenstimmen, die traditionell für das Frauenstimmrecht gekämpft hatten,*

        Scheinbar doch, für die „Kleinen“, bei den Grünen zu sehen.
        Jedoch nur weil die Grünen einen kleinen Bruchteil aller Stimmen bekommen.

        Aber es ist schon auffällig wie gerade die Linken sich gegenseitig überbieten wollen beim Andienen an den weiblichen Egoismus.

        Doch der Masse der Frauen fehlen scheinbar die Eier für so viel Power, mal richtig auf den Tisch zu hauen, wenn es nur mehr Frauen auch wie hier im Kommentarbereich gäbe!

        Wie schön und progressiv und wieder gut die Welt nur sein könnte!

    • @ Manfred Müller Den hohen Anteil an Frauenstimmen bei der CDU auf deren Vorsprung bei Älteren – und den größeren Frauenanteil dort – zurückzuführen ist plausibel. Allerdings hatte die CDU bei Frauen ja in allen Altersgruppen einen Vorsprung vor Rot-Grün, mit Ausnahme der Gruppe 30-44, wo beide gleichauf liegen.

      Interessant ist zudem auch, wer diese Älteren sind: Wer heute 70 ist, war 1968 25 jahre alt – das ist also die Generation, oder nah dran, die die sozialen Bewegungen der 60er und 70er Jahre erlebt und zu einem guten Teil auch gestaltet hat. Eigentlich könnte man erwarten, dass dort mehr Frauen etwas mit den feministischen Ideen von Grünen und SPD anfangen können.

      Wenn man also davon ausgeht, dass die Union nicht so stark auf feministischem Kurs ist wie Rot-Grün, dann bleiben die Fragen in Christians Artikel auch relevant, wenn man den Faktor „Alter“ einbezieht. Entweder stimmt die feministische Selbsteinschätzung nicht, dass Feministinnen wesentliche Interessen von Frauen insgesamt vertreten – oder der größte Teil der Frauen ist unfähig, das zu verstehen. Feministinnen können ihren Vertretungsanspruch für Fraueninteressen demnach nur dann aufrecht erhalten, wenn sie den größten Teil der Frauen als dumm erklären. Eben das geht aus dem Wahlergebnis sehr klar hervor (selbst wenn man der Meinung ist, dass die Union feministische Ideen durch femizentrische subtituiert).

      Es ist allerdings, zugegeben, keine neue Erkenntnis – nur gibt es jetzt eben ein paar neue Zahlern dazu.

      • „Wer heute 70 ist, war 1968 25 jahre alt – das ist also die Generation, oder nah dran, die die sozialen Bewegungen der 60er und 70er Jahre erlebt und zu einem guten Teil auch gestaltet hat.“

        heute wird oft verkannt, dass die 68er keine „generation“ waren, sondern eine studentenbewegung, die sich, wie der name schon sagt, mehr oder weniger auf die minderheit der studenten und westdeutsche großstädte beschränkte.

  4. Habt ihr die Kommentare der Mädchenmannschaft gelesen:

    „Daher mache ich mir vor allem wegen der Frauenpolitik sorgen. Die Kürzungen werden vor allem die Frauenorganisationen und -projekte treffen, die eh schon auf dem Zahnfleisch kriechen. Wir werden wohl in den nächsten Jahren starke Frauenbewegungen brauchen…“

    „Steinbrück las noch groß beim SPD Deutschlandfest (sic! Das könnte schon allein als Argument reichen) aus Kinderbüchern mit rassistischen Begriffen und Motiven.“

    http://maedchenmannschaft.net/der-tag-nach-der-wahl-notizen/#comments

    Spiegel die völlige Isolierung dieser Leute wieder, die Mehrheit der Frauen stützt keine radikalfeministischen Positionen, das dürfte klar geworden sein.

    • @ El Mocho

      *Die Kürzungen werden vor allem die Frauenorganisationen und -projekte treffen, die eh schon auf dem Zahnfleisch kriechen. Wir werden wohl in den nächsten Jahren starke Frauenbewegungen brauchen…”*

      Zeigt immerhin sehr schön, dass die Damen sehr genau wissen, wie ausgehalten sie sind.

      Sie wissen, dass sich dan nichts selbst trägt, dass sie hinten und vorne gefördert werden müssen, damit überhaupt etwas läuft.

      Sie wissen, dass sie auf Kosten des Steuerzahlers leben.

      Und der ist vor allem männlich (GB: 72 % der Einkommenssteuer von Männern gezahlt. Wie groß der Männeranteil via Unternehmenssteuern ist, kann ich nicht beziffern, vermute aber, eher noch größer, denn es sind vor allem Männer, die hochproduktive Unternehmen gründen und leiten, Unternehmen, die viele Arbeitsplätze schaffen und Gewinne generieren, die Geld in die Staatskassen spülen).

      Sie wissen, dass sie ausgehalten werden wie viktorianische Mätressen und finden das ganz in Ordnung.

      Schließlich haben sie dafür „gekämpft“.

  5. Die „fachkundigste“ Antwort auf Deine Frage steht wohl bei der Mädchenmannschaft. Dort heißt es:

    „Ich kann hier keine allumfassende feministische Wahl-Analyse bieten, aber ich möchte ein paar Gedankensplitter, einige Schlaglichter, etwas Medienkritik teilen.“

    Da betreiben die Mädels seit Jahren ein Blog, voll mit feministischen Themen, entscheien sich aber, keine feministische Wahl-Analyse zu betreiben. Warum auch? Das wäre wohl irgendwie zu sachlich, zu nahe am Leben, zu viel Arbeit.

    In den „Schlaglichtern“ und den Kommentaren entdeckt man aber einige Erklärungen:

    „Das politische Klima ist eindeutig rechts-konservativ“

    „Das Wahlergebnis verdeutlicht einfach, in welcher Filterblase “wir” leben.“

    Übersetzt heißt das wohl: Frauen wählen gegen ihre Interressen, weil das gesellschaftliche Klima nichts anderes möglich macht.

    Die sachlichste Erklärung wäre natürlich folgende: Frauen leben in Deutschland besser als Männer, haben weitaus mehr Wahlmöglichkeiten für ihr Leben, mehr Einkommen und eine bessere Gesundheit, bei gleichzeitig weniger Stress, Verpflichtungen und Arbeitsaufwand. Daher gibt es keinen Grund für ein radikal anderes Wahlverhalten.

      • Daran sieht man, wie sexistisch und hintertrieben das Patriarchat ist: Es lädt politisch völlig unwissende Frauen dazu ein, Politik zu analysieren, um der Bevölkerung zu suggerieren, dass alle Frauen von Politik keine Ahnung hätten 😀

        • Schön auch der Gedanke, die FDP sei von der rassistischen Mehrheitsgesellschaft abgewählt worden, weil ein „PoC“ an ihrer Sptze stand.

          Als hätte es sonst keine Gründe gegeben, die FDP nicht zu wählen.

    • Der Kommentar ist auch schön:

      „Ich habe schlecht geschlafen nach diesem Wahlergebnis. Ich hatte damit gerechnet, daß ich unzufrieden sein würde, aber das hat mich auf dem falschen Fuß erwischt. Mich erschreckt besonders das Wahlergebnis der AfD: daß deren Rechtspopulismus aus dem Stand heraus so viele Stimmen bekam.

      Das Wort “Auswandern” fiel in meinem Freundeskreis an diesem Abend recht oft. Ist nur für mich keine Lösung, denn mir fällt einfach nichts ein, wo es politisch besser zugeht und wo ich auch hin wollen würde.

      Und ich habe Schiß vor dem, was jetzt politisch kommen könnte. Rundum, auf allen Gebieten – Menschenrechte, Arbeit, Umwelt, Familienpolitik … einfach alles. Schiß vor dem, was es für mich bedeutet, aber vor allem vor dem, was es für die viel zu vielen von meinen Freund_innen bedeutet, die arm sind.“

      http://maedchenmannschaft.net/der-tag-nach-der-wahl-notizen/#comment-629961

      Wo leben die denn? Schiss vor dem was kömmen könnte? Mit der CDU an der Macht? So wie in den letzten 8 Jahren?

      • @ Stephi
        Verzeih mir Stephi. Das geringere statistische Gehalt von Frauen, die höhere Lebenserwartung, die geringere Suizidrate und der geringere Alkoholmissbrauch sprechen natürlich in jedem Fall dafür, dass Frauen ebenso viel und schwer arbeiten wie Männer, wenn nicht mehr.

        • @ DDBZ

          *Doppel und Dreifachbelastung. Strukturelle Diskriminierung, …. und so Sachen halt. *

          Nicht zu vergessen der aktivistische Aktivismus, ob „Titten raus“ bei Femen, Schlampenmarsch oder Twittern, das reibt ja auch auf.

          Twitter, scheint mir – das wird feministische Analüse in längstens 20 Jahren festgestellt haben – wurde von den Patriarschen nur erfunden, um Frauen zu 140-Zeichen-Denkzombies zu reduzieren.

          Der perfideste Anschlag auf den weiblichen Intellekt seit Erfindung des Nagellacks.

        • @roslin

          *Der perfideste Anschlag auf den weiblichen Intellekt seit Erfindung des Nagellacks.*

          Das hätte ich zeitgemäßer formuliert:

          Der perfideste Anschlag auf den weiblichen Intelekt seit der Erfindung des Nail-Designs.

          Ich glaub ich bin massiv gestört. Letzt sah ich unbehandelte Frauenhände und war total überrumpelt und wurde fast schon geil.

        • @adrian

          * …der geringere Alkoholmissbrauch…*

          Total ahnungslos Einseitig wieder, kennst dich wohl nur mit Männern aus.

          Also bei Angstlösern und Antidepressiva reißen es unsere Frauen wieder raus, den Vorsprung den sich alkoholmißbrauchenden Jammerlappen ansaufen.

          Zum Nachschauen:
          http://www.sanego.de

          Und das hat seinen Grund: Frauen müssen die ganzen alkoholkranken Männer ertragen.

          Man muss doch nur mal ein bisschen nachdenken.

        • @ Borat

          *Ich glaub ich bin massiv gestört.

          Und das hat seinen Grund: Frauen müssen die ganzen alkoholkranken Männer ertragen.

          Man muss doch nur mal ein bisschen nachdenken.*

          Ich hoffe, Du säufst wenigstens nicht.

          Dann, kann ich mir denken, hast Du bei Frauen blendende Chancen.

          Du weckst ihren therapeutischen Ehrgeiz, triggerst ihre Sozialkompetenz.

          Ist ja bei Serienkillern genauso.

          Anmerkung:

          Tippse ist lebt, ist wohlauf und erfreut sich bester Gesundheit!

          Bis auf Weiteres.

        • *Ich hoffe, Du säufst wenigstens nicht.*

          Ja, ich bin antisozialer Nichttrinker. Finde es ziemlich einfalls- und alternativlos sich immer zu besaufen. Stört auch die Regeneration nach sportlicher Anstrengung.

          Aber was willst du immer mit meinen blendenden Chancen bei Frauen? Frauen haben bei mir keine Chancen, vor allem unsere besten der Welt. Und das ist nicht weil ich schwul bin, die einzige Erklärungsoption für die besten Frauen der Welt. Deswegen sind sie mir ja auch so sympathisch.

          Ich hab einen Horror vor weiblichem „therapeutischem Ehrgeiz“ und ihrer „Sozialkompetenz“, dass Frauen mich zu ihrem Patient und damit Opfer instrumentalisieren um ihrem Helfersyndrom zu fröhnen, doch das hilft ihnen auch nicht.

          Schau der Arme! Ihm muss geholfen werden!

          Solche Gedankengänge hab ich unter Todesstrafe gestellt.

          Ich muss dabei an saudumme Frauen, perfide boshafte, oder einfach nur psycho Frauen (ist doch aber eigentlich egal, das Ergebnis zählt) denken, die ihr Kind (oder alles was sie unter die Finger kriegen können) in seiner Entwicklung erheblich behindern so wie eine Münchhausen-Stellvertretersyndrom-Mutti das evtl. mit tödlichem Ausgang tut.

          Diese verschleierte und perfide form von Parasitismus und Psycho, da bin ich total allergisch dagegen.

          Und dann können sie allen erzählen was für „Probleme“ ihr armer Patient doch hat und wie sie ihm helfen. Ja, wenn sie nicht wären dann wär er schon tot.

          Helfersyndrom, Profilneurose, krankhafter Narzissmus, Psycho. Ich muss kotzen wie Stephi.

          Eine Beziehung die darauf basiert dass die Frau mich zum Problem macht für dass sie sich „aufopfert“ ist Horror für mich. Da kann ich mich gleich in ein Frauenhaus zur Resozialisierung einweisen. Da werde ich sachgemäß kastriert und mit Psychopharmaka Ruhiggestellt.
          Und dann soll ich Holzhacken.

          Dass ich durch Arbeiten mit meinem „kranken“ Gehirn ein vielfaches produktiver war ist dann ja zum Glück vorbei. Welch ein Affront das auch war, für die Frauen!

          Die Psychiatrie und ihre Pfleger.I.nnen und Ärzte nehmen doch auch gerne Patienten, wenn die Krankenkasse zahlt? Dann können die doch auch fast alles „verwerten“, oder?
          Da sagte mir mal ein Pfleger aus einer Einrichtung für Alte mit Psychoproblemen: „Wir kriegen sie alle!“.
          Daher weht der Wind, das weibliche Prinzip.

  6. Der Autor unterstellt hier, dass die Frauen falsch gewählt haben. Aber wie will er das denn beurteilen? Was ist aus seiner Sicht richtig? Wie hätte eine Frau aus seiner Sicht RICHTIG wählen müssen? Im Umkehrschluss: Wenn die Frauen anscheinend falsch gewählt haben, dann haben wir Männer also offenbar „richtig“ gewählt? Aha … wie will der Autor denn wiederum DAS beurteilen? Frauen haben ganz einfach ähnlich gewählt wie Männer. Das halte ich für ziemlich nachvollziehbar und logisch, denn es verdeutlicht möglicherweise, dass Gleichberechtigung weitestgehend in der Gesellschaft angekommen ist. Warum sollen Frauen denn feministisch wählen? Die meisten Frauen wollen von Feminismus gar nichts wissen und das ist nachvollziehbar, weil Feministinnen meist ziemlich nerven. Und zwar Männer und Frauen.

    Frauen wählen nicht das, was sie eigentlich wollen, sondern was sie „glauben zu wählen müssen“? Hält der Autor moderne Frauen für doof? Frauen können bei einer GEHEIMEN (!) Wahl ankreuzen, was sie wollen und machen das angeblich doch nicht? Weil sie GLAUBEN, etwas anderes zu wählen müssen? Was ist das für ein Schwachsinn? Und umgekehrt – woher will der Autor wissen, dass wir Männer das nicht auch aus irgendwelchen anderen Gründen tun? Letztlich wird man immer aus irgendwelchen Gründen das wählen, was man GLAUBT, wählen zu müssen.

  7. Ich möchte nur daran erinnern wie das Altersprofil unserer Wählerinnen aussieht.

    Durchschnittsalter ist ca. 48 (Frauen leben länger). Ein hoher klimakterischer Berg um dieses Alter herum.

    Da hat Konservativ ein hohes Gewicht.

    Und Konservativ hat doch nun wirklich auch Frauenpower, die echte, unverkrampfte, zu bieten wie bei UvdL (hüstel) oder Schröder für die „jungen“ Mütter(räusper)?

    Die Konservativen und Merkel belasten doch nun ihren Wählerinnen wirklich nicht mit unangenehmen Wahrheiten, wer tut denn sowas?

    Dafür wählen Frauen ja auch mehr Grün, das tun sie für die Umwelt und so.

  8. @Christian
    „bis hin zu den Grünen mit ihrer 50% Frauenquote für eigentlich alles. “

    Na ja – dass die Grünen eine Frauenquote für Müllwerker, Gerüstbauer, Bergleute, Obdachlose, Insassen in Strafanstalten oder für erfolgreiche Suizide gefordert hätten, wäre mir jetzt neu.

  9. Interessanter Artikel:

    http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/16582-Bundestagswahl-Mehr-als-Prozent-lehnen-Merkel.html

    Bundestagswahl: Mehr als 70 Prozent lehnen Merkel ab

    „Die Bundestagswahl ist gelaufen und eine überwältigende Mehrheit der Wahlberechtigten lehnt Kanzlerin Merkel sehr deutlich ab.
    Das ist ein niederschmetterndes Ergebnis für Kanzlerin Merkel. 41,5 % der Wahlgänger haben sie gewählt aber 58, 5 Prozent aller Deutschen die an die Wahlurnen gingen, wollen sie nicht als Kanzlerin sehen. Noch dramatischer werden diese Zahlen, wenn man das Wahlergebnis anhand aller Stimmberechtigten analysiert.
    In Millionen
    61, 8 Milllionen Menschen waren aufgerufen zur Wahl zu gehen. 17, 61 Millionen Bundesbürger verweigerten den Gang zur Urne und ca. 25,85 Millionen bevorzugten andere Parteien und Kandidaten. Das macht immerhin die stolze Zahl von 43,46 Millionen aus, die nicht hinter Merkel stehen.
    Gerade einmal 18,34 Millionen der Wahlberechtigten gaben demnach Kanzlerin Merkel und der Regierungsunion aus CDU/CSU ihre Stimme was bedeutet, dass Angela Merkel nicht einmal 30 Prozent (29.68 %) Stimmen aller Wahlberechtigten erhalten hat. Trotzdem nur diese im Verhältnis kleine Minderheit für sie stimmte, kann sie weitere 4 Jahre das Land regieren. Das entspricht deutlich weniger als einem Drittel aller möglichen Stimmen. Knapp mehr als 70 Prozent (70.32 %) aller stimmberechtigten Deutschen wollen sie nicht als Kanzlerin, lehnen die Politik der Regierung ab und verweigern ihr die Folgschaft. (…)“

  10. Wenn ich schon Soulless, Tit4Tat und David lese, möchte ich wieder im Strahl kotzen.

    Hach, was mach ich nur immer wieder hier.

    Ich bin wie eine Fliege, dass von Scheiße angezogen wird…

        • @yacv

          Zum feministisch-femininen Rollenverständnis.

          Frauen beklagen sich, Männer müssen bereinigen, worüber sich Frauen beklagen („Mann, mach mir die Welt schön, ich mach‘ mir die Haare schön!“).

          Stephi ist ja keine Feminist.I.n, nicht vergessen: SIE IST KEINE FEMINIST.I.N!

          („Der Vogel quakt wie eine Ente, watschelt wie eine Ente, sieht aus wie eine Ente, sagt aber, er sei keine Ente.“ – Der Vogel hat Defma).

        • @roslin

          *Stephi ist ja keine Feminist.I.n, nicht vergessen: SIE IST KEINE FEMINIST.I.N!*

          Femen sind ja auch keine Prostituierten. Exhibitionistisch schon gar nicht. Schreiben die sich das nicht sogar auf die nackten Brüste?

          *(“Der Vogel quakt wie eine Ente, watschelt wie eine Ente, sieht aus wie eine Ente, sagt aber, er sei keine Ente.” – Der Vogel hat Defma).*

          Ich glaube darauf hat schon der Künstler Margitte mit seinem Bild „Das ist keine Pfeife“ angespielt.

          Er fragte: „Können sie meine Pfeife stopfen?“.

          Fazit: Stephi, die nicht-Feministin ist eine Täuschung, eine Illusion, ein Bild, nicht real, das Werk eines surrealistischen Künstlers der unsere Sinne täuschen und damit schärfen will.

          Voller Spannung erwarte ich weitere künstlerische Coups von Stephi die uns die Mangelhaftigkeit unserer Sinne vorführen.

          Am Ende ist sie nicht mal ein Mensch.

    • deine akklamation, @stephi,

      „… möchte ich wieder im Strahl kotzen.“

      weist dich, als einer der koerperlich und emotionalen ebene zugeneigte frau aus, im gegensatz zum maennlichen geschlecht, dass den sachlichen gedankenaustausch bevorzugt. wenn sie denn unfug geaeussert haetten, dann waere es dir doch ein leichtes, dies sachlich zu widerlegen, sonst koennte man den eindruck gewinnen, dass sich deine argumente auf das darlegen deiner gefuehl beschraenken – hierfuer noch ein danke schoen.

      @chris, kannst du einfach das wort „kotzen“ in deinen kommentaren zaehlen, ich waere bereit den nicks geschlechter zuzuordnen und bin mir sicher das wir einen frauen-kotz-anteil von mindestens 80% dokumentieren koennen.

  11. Es ist gut, dass die meisten Frauen immer noch vernünftig sind, also weiblich. Frauen sollen in der Gesellschaft keine untergeordnete Rolle spielen, aber eine andere Rolle als Männer.

  12. Eine etwas andere Frauensicht, eine aus konservativem Blickwinkel: Bettina Röhl in der Wirtschaftswoche:

    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2013-deutschland-am-roten-abgrund/8837008.html

    Deutschland wird zwar nicht in den „Roten Abgrund“ stürzen, denn das wäre die Selbstvesenkung des Euro und würde die Westalliierten einmarschieren lassen. Ein US-Hochkommisar würde den Ausnahmezustand ausrufen, bevor das passieren kann.

    Ansonsten, ja: Merkels Wahlkampf war ein Desaster, führte zu einem Pyrrhusssieg, mit dem die Linke gut leben kann (eine konservative Partei gibt es nicht im Bundestag, nicht einmal mehr eine liberale).

    • @ Roslin

      Bettina Röhl ist für mich ein sehr gutes Beispiel dafür, dass es durch aus nicht neurotische, reflektierte, dem magischen Denken weitgehend abholde Frauen gibt, die die Öffentlichkeit nicht impertinent mit ihrer neurotischen Agitation belästigen.

      • @ Roslin

        Die Tatsache, dass Mutti ohne jede Scham überlegt, ausgerechnet mit den GRÜNEN zu koalieren, erübrigt meines Erachtens jede Überlegung über potentiell unterschiedliche politische Perspektiven.

        Die dem utopischen Egalitarismus und der kulturellen Dekonstruktion verpflichtete Politik geht so oder so weiter.

        Die EU-Totalisierung schreitet ungehindert fort…der Liebhaber kleiner Pimmelmänner, Cohn-Bendit hat ja pünktlich zur Wahl schon ein Manifest vorgelegt, wie er mittels einer internationalen Revolte prekatärer Jugendlicher die EUDSSR erkämpfen (lassen) möchte. So viel Offenheit gab es seit 88 Jahren nicht mehr.

        Die Zahl derer, die sich hingeben und ein „ja“ verspüren wird weiter zunehmen…immer mehr gehen in innere Emigration und einige wenige werden radikalisiert werden. Letztere sind als volkspädagogisches Tool sehr wertvoll und unbedingt erwünscht. Die NSU-Kiste ´hat in Deutschland leider keinen Breivik ersetzen können….

        Eine Zäsur gibts erst, wenn die Knete alle ist.

        Und dann sind eh die Anderen dran schuld!

        😉

      • @ Ratloser

        *Bettina Röhl ist für mich ein sehr gutes Beispiel dafür, dass es durch aus nicht neurotische, reflektierte, dem magischen Denken weitgehend abholde Frauen gibt, die die Öffentlichkeit nicht impertinent mit ihrer neurotischen Agitation belästigen.*

        Sie, Tochter von Ulrike Meinhof und Rainer Röhl (damals linker Verleger), ging allerdings auch durch eine harte Schule.

        Das immunisiert wohl für den Rest des Lebens; Zitat:

        *Bettina und Regine Röhl sind die Zwillingstöchter Ulrike Meinhofs, der Kolumnistin der Zeitschrift konkret und späteren Terroristin der Rote Armee Fraktion, und des ehemaligen konkret-Verlegers Klaus Rainer Röhl. Sie wuchs erst in Hamburg bei den Eltern auf und ging nach deren Scheidung 1968 mit ihrer Mutter nach Berlin, wo sie im selben Jahr in der evangelischen Privatschule Königin-Luise-Stiftung in Berlin-Dahlem eingeschult wurde.

        Nach der Baader-Befreiung im Mai 1970 tauchte Ulrike Meinhof in den Untergrund ab. Röhl wurde im Alter von sieben Jahren von RAF-Mitgliedern, die mit Meinhof befreundet waren, zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Regine für vier Monate in ein Flüchtlingslager nach Sizilien entführt, um dem Vater, dem das vorläufige Sorgerecht zugesprochen worden war, die Kinder zu entziehen. Am 10. Juli 1970 wurden die Zwillinge Ulrike Meinhof zugesprochen. Bis zur endgültigen Entscheidung im Sorgerechtsstreit erhielt Klaus Rainer Röhl am 3. August das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Im September sollten die Kinder von einem Mitglied der Baader-Meinhof-Gruppe aus Sizilien abgeholt und in ein Guerilla-Lager im Nahen Osten gebracht werden. Der ehemalige konkret-Redakteur Stefan Aust kam der Aktion zuvor, befreite die Zwillinge zusammen mit dem RAF-Aussteiger Peter Homann und brachte sie zu ihrem Vater zurück.[1] Bettina Röhl hat der Version der Meinhof-Biografin Jutta Ditfurth in mehreren Interviews und im Mai 2010 in einem persönlich gefärbten Essay im Spiegel widersprochen.[2]*

        Quelle:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Bettina_Röhl#Kindheit

        Auch diese Frau, die Schriftstellerin Sophie Dannenberg, durchlief eine verschärfte Post- 68’er-Erziehung. Da lernt man offenbar konservative Werte wieder schätzen, mit höherem Alter, wenn man selbst Kinder bekommt und aufzieht.

  13. @yacv

    Touché!

    War mein erster Gedanke, als ich dass im SPIGGL, dem ehemaligen Nachrichtenmagazin las: „Wenn man nicht den Eindruck erwecken will, Menschen belehren zu wollen, wäre es eine ganz schlaue Maßnahme, einfach von den Belehrungen zu lassen“.

    Aber so weit wollen die beiden dann doch nicht gehen.

    Muss auch eine ziemlich furchterregende Vorstellung sein, vom Belehrungsimpuls lassen zu sollen. Wo man doch die Verkörperung allen Wahren, Schönen und Guten in der Welt darstellt.

  14. Kulturelle Evolution mit eingebildeten Hindernissen

    „Steht der in Gütergemeinschaft lebende Kommunist am äußersten rechten Flügel, am Ausgangstor der gesellschaftlichen Entwicklung, bedeutet darum die kommunistische Forderung den letzten reaktionären Schritt, so muss die Natürliche Wirtschaftsordnung als Programm der Aktion, des Fortschritts des äußersten linken Flügelmannes angesehen werden. Alles, was dazwischen liegt, sind nur Entwicklungsstationen.“

    Silvio Gesell

    Seit der französischen Revolution bedeutete:

    „politisch links“ = fortschrittlich liberal
    und
    „politisch rechts“ = konservativ antiliberal.

    Dann erschien ein maximal antiliberaler Reaktionär namens Karl Marx und verbreitete die Ersatzreligion:

    „politisch links“ = sozial antikapitalistisch
    und
    „politisch rechts“ = liberal kapitalistisch.

    Seitdem ist die allgemeine Verwirrung total und kann nur noch durch die langersehnte „Erlösung von allem Übel“, d. h. die Abschaffung der Politik (Machtausübung)…

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html

    …und die Abschaffung der Religion (Machterhalt)…

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

    …bereinigt werden:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/12/der-abbau-des-staates.html

    Also, liebe Kinderchen, Keep On Rockin´…

    …und nur nicht den Mut verlieren – war alles nur Einbildung!

    Es grüßt

    http://www.deweles.de/willkommen/apokalypse.html

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