Astra Zeneca, Trombosen, die Pille und Frauen als Opfer

Das Corona-Impfmittel Astra Zeneca ist wegen Trombosengefahr kurzzeitig vom Markt genommen worden und relativ schnell wurde von verschiedensten Personen angemerkt, dass die Pille ja ebenso eine Trombosegefahr aufweisen würde.

Die einen nutzen das das Argument um die Aussetzung der Impfung zu kritisieren, aber natürlich fanden sich auch Stimmen, die meinten, dass bei Frauen eben solche Risiken egal seien.

Um einfach mal vier Tweets rauszugreifen.

Allerdings tritt die Trombose wegen der Anti Baby Pille meist im Beinbereich auf wo diese meistens ohne Komplikationen behandelt werden kann. Bei Astra Zaneca hingegen im Hirn, mit insofern höheren Folgen.

Und natürlich unterliegt ein älteres bereits lange eingeführtes Medikament auch anderen Regeln als ein neues Medikament, bei dem man zudem verhindern wollte, dass sich hier eine Panik breit macht, die sich auf die Impfbereitschaft niederschlägt, während die Pille eine Individualentscheidung ist und gerade in den neueren Versionen auch immer sicherer wird.
Die Reaktion wäre auch enorm gewesen, wenn man gesagt hätte „Stimmt, die Pille ist genau so gefährlich, wir nehmen sie auch vom Markt“.

Aber auch hier muss man alles wieder zu einem Angriff auf die Frauen hochspielen, der so gar nicht stattfindet.

Ein neuer Hashtag wird durchs Dorf getrieben: #Stattblumen

Sally Lisa Starken, Mitglied im Bundesvorstand der Frauen der SPD und  dort stellvertretende Vorsitzende ist letztes Jahr nicht ins Europaparlament gekommen und versucht jetzt anscheinend über einen gelungenen Hashtag zusammen mit Cordelia Röders-Arnold  (“Head of Menstruation” bei einhorn, einem Berliner Start-Up für nachhaltige Kondome und Tampons und  Feministin aus vollem Herzen) etwas mehr Bekanntheit zu bekommen. Dazu haben sie einen Appell ausgearbeitet und diesen mit dem Hashtag #Stattblumen ins Rennen geschickt.

Der Appell hat ziemlich viele Allgemeinplätze und wenig konkretes:

AN DIE BUNDESKANZLERIN ANGELA MERKEL,

DIE BUNDESFAMILIENMINISTERIN FRANZISKA GIFFEY,

DEN BUNDESWIRTSCHAFTSMINISTER PETER ALTMAIER, 

DEN BUNDESARBEITSMINISTER HUBERTUS HEIL 

UND DEN BUNDESFINANZMINISTER OLAF SCHOLZ.

#stattblumen

1. STATT BLUMEN FORDERN WIR FAIRE UND ANERKENNENDE GEHÄLTER.

Pflege, Erziehung, Einzelhandel: Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung sind 75% der Beschäftigten in den als „systemrelevanten“ bezeichneten Berufen Frauen. Nicht erst seit Corona ist Fürsorgearbeit unverzichtbar. Es wird Zeit für eine Entlohnung, die der Systemrelevanz gerecht wird. Dafür verlangen wir bessere und sichere Arbeitsbedingungen, flächendeckende Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen, damit Tarifverträge in jedem Unternehmen verbindlich werden und eine Anhebung des Einkommens.

Das Märchen von den 75% hatten wir hier ja bereits. Sie fordern dazu Tarifverträge, die flächendeckend sind und eine Anhebung des Einkommens.

Angesichts der Tarifautomonie können da die Politiker, die sie ansprechen allerdings wenig machen. Die Kanzlerin kann die Löhne von Arbeitnehmerin nicht anheben.Tarifautonomie bedeutet, dass Tarifverträge allein von den Tarifvertragsparteien selbst ausgehandelt werden. Eine Einflussnahme durch Regierung oder Verwaltung, Gesetzgeber und Rechtsprechung ist nicht zulässig. Vielmehr müssen staatliche Stellen ihre Neutralität wahren.

Tarifverträge können durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Einvernehmen mit einem aus je drei Vertretern der Spitzenorganisation der Arbeitgeber und der Spitzenorganisation der Arbeitnehmer bestehenden Ausschuss für allgemeinverbindlich erklärt werden, wenn dies die Tarifvertragsparteien gemeinsam beantragen und wenn die Allgemeinverbindlicherklärung im öffentlichen Interesse geboten erscheint.

2. STATT BLUMEN FORDERN WIR EINE GERECHTE AUFTEILUNG VON ERWERBS- UND (UNBEZAHLTER) SORGEARBEIT. 

Solange Kitas und Schulen nicht im Regelbetrieb arbeiten, verschärft sich die Belastung in Familien jeder Konstellationen und insbesondere bei Alleinerziehenden. Die zusätzlich anfallende Sorgearbeit wird wie selbstverständlich auf die Schultern von Frauen verlagert. Das bedeutet für sie nicht nur ein akutes finanzielles Risiko, sondern kann auch berufliche Chancen beeinträchtigen. Deshalb fordern wir die Umsetzung von Entgeltgleichheit, um die Lohnlücke zu schließen, einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Schulkindern, einen Rechtsanspruch auf Teilzeit – unabhängig von der Unternehmensgröße und eine partnerschaftliche Ausgestaltung des Elterngeldes sowie entsprechende Regelungen für pflegende Angehörige.

Entgeltgleichheit, ein hohes Wort. Eigentlich so nur forderbar, wenn man sich nicht wirklich mit dem Gender Pay Gap und seinen Ursachen beschäftigt hat.

Einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung kann man natürlich fordern, ein Rechtsanspruch auf Teilzeit scheint mir das ganze aber dann wieder eher zu entwerten, denn die werden dann eben überwiegend Frauen nehmen. Eine „Partnerschaftliche Ausgestaltung des Elterngeldes“ ist ja hübsch unbestimmt. Was soll das sein? Und eine entsprechende Regelung für pflegende Angehörige wäre dann eine Art anteilige Lohnfortzahlung, wenn man einen Angehörigen pflegt? Scheint mir auch eher den Gender Pay Gap zu fördern, da es ein Aussetzen einfacher macht.

3. STATT BLUMEN FORDERN WIR GLEICHBERECHTIGTE MITBESTIMMUNG.

Als die Leopoldina-Akademie erste Vorschläge für Lockerungsmaßnahmen in einer Studie veröffentlichte und vor allen Dingen für die mangelhafte Berücksichtigung der Bedürfnisse von Familien mit jüngeren Kindern in Kritik geriet, fiel der Blick auch auf die Expert*innengruppe: Von 26 Expertinnen, waren 24 männlich. Wir sagen: Representation matters! Wenn Entscheidungen in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft getroffen werden, dürfen Frauen nicht nur mitgemeint sein, sondern müssen auch an den Verhandlungstischen sitzen! Wir fordern Paritätsgesetze auf Bundes- und Länderebene, bessere gesetzliche Regelungen für mehr Frauen in Führungspositionen in Wissenschaft und Wirtschaft und eine Strategie, die Gleichstellung zum Querschnittsthema in allen Ressorts und bei allen Entscheidungsfindungen macht, um Frauen und marginalisierte Gruppen nicht weiter durch politische Entscheidungen zu benachteiligen.

Wäre interessant gewesen ob Repräsentation hier wirklich etwas geändert hätte. Wäre die Expertengruppe dann zu einem anderen Ergebnis gekommen? Und warum nicht einfach mit einer weiblichen Expertenrunde kontern, dann hätte man später zeigen können, wer die besseren Ergebnisse bringt oder wen die Leute überzeugender finden.

Paritätsgesetze dürften mit hoher Wahrscheinlichkeit verfassungswidrig sein. Und mehr Frauen in Führungspositionen ist auch so eine leere Klausel. Mit welchem Recht eigentlich? Natürlich muss Gleichstellung, nicht Gleichberechtigung“Queerschnittsthema“ in allen Bereichen sein und Frauen sind eine marginalisierte Gruppe.

4. STATT BLUMEN FORDERN WIR EINE KOPPELUNG ALLER HILFSMASSNAHMEN MIT GLEICHSTELLUNGSPOLITISCHEN MASSNAHME

Zur Überwindung der Pandemiefolgen werden finanzielle Mittel in nie dagewesenen Ausmaß mobilisiert. Damit nicht nur Frauen unter den finanziellen Folgen der Pandemie langfristig leiden, müssen die nun geschnürten Konjunkturprogramme nach einem klaren Grundsatz wirken: Dort wo der Staat fördert, wird Gleichstellung gefördert. Wir wollen, dass diese insbesondere im privaten Sektor an eine Gleichstellungsdividende gekoppelt werden: Ein individueller Auskunftsanspruch, bei dem Unternehmen offenlegen, inwiefern Frauen gerecht bezahlt, befördert und gefördert werden.

Ich hatte dazu schon einmal getwittert:

Bei den Hilfen geht es darum, dass die Wirtschaft überlebt und Arbeitsplätze erhalten bleiben. Aber natürlich ist am wichtigsten, dass Frauen gefördert werden

5. STATT BLUMEN FORDERN WIR EIN RECHT AUF GEWALTSCHUTZ.

Viele Frauen* und ihre Kinder sind, insbesondere verstärkt durch Social Distancing, Gewalt ausgesetzt. Deshalb fordern wir jetzt ein Recht auf Schutz und schnelle Hilfe. Die Finanzierung von Frauenhäusern ist unzureichend. Deshalb fordern wir eine bundesweite und flächendeckende Finanzierung dieser Einrichtungen. Doch gerade jetzt, wo die Not groß ist, wird der Zugang zu Hilfesystemen oft durch verschiedene Diskriminierungsformen erschwert. Gerade geflüchtete Frauen und obdachlose Frauen, die im besonderen Maße auf Schutzräume angewiesen sind und Minderheiten, die von struktureller Gewalt betroffen sind, müssen in den Blick genommen werden.

Die These, dass es da zu gesteigerter Gewalt kommt wäre ja noch zu belegen. Aber erst einmal mehr fordern .

„Gerade obdachlose Frauen“ –> ein Klassiker.

 

6. STATT BLUMEN FORDERN WIR SEXUELLE SELBSTBESTIMMUNG.

Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht. Wenn jedoch ein Schwangerschaftsabbruch eine Beratung voraussetzt und Beratungsstellen in einer Krise nicht ausreichend handeln können, zeigt sich, dass die derzeitigen Regelungen zu §§ 218 und 219a die Rechte von Frauen gefährden. Wir fordern eine Streichung des § 219a StGB aus dem Strafgesetzbuch.

Dazu hatte ich auch schon mal getwittert:

Wohlgemerkt: ich habe gar nichts gegen ein liberales Abtreibungsrecht. Es kommt ja Männern durchaus zugute.

Aber es unter der Rubrik Gleichberechtigung laufen zu lassen ist schon dreist.

Unsere Forderungen betreffen alle Menschen, die aufgrund ihrer Geschlechtsidentität Benachteiligungen erfahren. Gewalt, Armut, Gefährdungen am Arbeitsplatz und massive Mehrbelastung durch zusätzliche Care-Arbeit in der Corona-Krise betreffen neben Frauen, nicht-binär geschlechtliche Personen und auch trans Männer gleichermaßen und sie werden zu oft unsichtbar gemacht und als Frauen vereinnahmt. Auch das wollen wir nicht länger hinnehmen.

„Unsere Forderungen betreffen alle Menschen (….), neben Frauen, neben Frauen, nicht-binär geschlechtliche Personen und auch trans Männer gleichermaßen“

Finde nur ich diesen Satz komisch? Irgendwie fehlen da die Männer und es klingt fast so als könne man sich da nicht vorstellen, dass Männer Menschen sind, die aufgrund ihrer Geschlechteridentität Benachteiligungen erfahren. Nur das man für sie eben keine Schutzhäuser hat, dass es unwichtig ist, ob ihre wichtigen Arbeiten gut bezahlt sind und das man ihnen mehr Rechte im „Carebereich“ zuweist, etwa über ein Wechselmodell etc, wer sollte so etwas vorschlagen?

 

Die Corona-Krise trifft uns alle, aber sie trifft uns nicht alle gleichermaßen.

Stimmt, Männer sterben überpropotional oft.

Der Blick unserer Forderungen ist explizit auf das Zusammenwirken  sowie die Verschränkung verschiedener Diskriminierungskategorien (Intersektionalität) gerichtet, denn gerade Frauen marginalisierter Gruppen, z.B. Frauen of Color, Schwarze Frauen und Frauen mit Behinderung, sind von Ungleichbehandlung betroffen. Sie arbeiten häufiger in prekären Beschäftigungsverhältnissen, Fürsorgeberufen und erleben zusätzliche Hürden beim Zugang zu bspw. Frauenhäusern oder medizinischer Betreuung. Das muss bei politischen Entscheidungen grundsätzlich berücksichtigt  werden.

Frauen of Color, Schwarze Frauen, Frauen mit Behinderungen, Frauen mit Fluchterfahrung, Frauen in prekären Arbeitsverhältnissen, Frauen ohne Krankenversicherung oder ältere Frauen benötigen in dieser Krise gezielte Aufmerksamkeit, damit ihre Belange in den Mittelpunkt gerückt werden.

Das ist dann also der Blick der Frauen-SPD. Klassischer intersektionaler Feminismus.

 

Coronavirus: Nationalakademie Leopoldina legt dritte Ad-hoc-Stellungnahme vor (Stimmen von Twitter)

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An Corona gestorbene Ärzte in Italien: 60 Männer, drei Frauen

Arne hatte auch berichtet, hier noch etwas aktualisierte Zahlen:

Immer mehr Ärzte, die in Italien alles in ihrer Macht stehende tun, um Corona-Patienten vor dem Tod zu bewahren, bezahlen ihren Einsatz mit dem Leben. Auf ihrer Webseite zählt die italienische Ärztekammer (FNOMCeO) jeden einzelnen Mediziner und jede einzelne Medizinerin auf, die an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben sind. Stand heute stehen 63 Namen auf der Liste, 60 Männer und 3 Frauen.

Das ist angesichts des Umstandes, dass Medizin ein sehr weibliches Studium ist, eine durchaus erstaunliche Zahl.

Gestorben sind Ärzte im Alter zwischen 49 und 90 Jahren, sie stammen aus ganz Italien von Como bis Caltanissetta. Die meisten Fälle gibt es in Bergamo und Umgebung. Aus der am schwersten betroffenen Region Italiens sendeten Klinikärzte vor einer Woche schockierende Bilder aus einer Notaufnahme. In Bergamo verlor auch der 90-jährige Flavio Roncoli sein Leben. Wie viele der verstorbenen Mediziner kehrte der pensionierte Arzt in seinen Beruf zurück, um Kollegen und Patienten in der Krise zur Seite zu stehen. Ebenfalls in Bergamo arbeitete eine der drei Ärztinnen, die nach einer Corona-Infektion verstarben. Vincenza Amato war als Ärztliche Direktorin zuständig für Hygiene und Gesundheitsprävention. Im kommenden Jahr wollte die 65-Jährige in Pension gehen.

Das gerade Ältere sterben könnte natürlich zu der Geschlechterquote beitragen. Einfach weil heute 60jährige eben zu einer Zeit studiert haben als vermutlich das Geschlechterverhältnis in der Medizin noch männlicher war.

Es wäre natürlich aber auch interessant, ob sich mehr pensionierte Männer zurückmelden, um die gefährliche Arbeit zu machen. Dazu fehlt es hier leider an Zahlen.

Auch eine Erklärung könnte die Fachrichtung der jeweiligen Ärzte sein. Frauen sind beispielsweise überproportional in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe tätig. Wie die Verteilung bei Lungenfachärzten ist habe ich leider nicht gefunden.

Die Mehrzahl der in den letzten Wochen verstorbenen Mediziner waren Hausärzte. Dass besonders sie häufig angesteckt wurden, hat einen Grund: Sie waren schon vor der offiziellen Ausbreitung der Epidemie in Kontakt mit zahllosen Patienten, die vermutlich bereits an Covid-19 erkrankt waren und in ihre Praxen kamen. An Schutzkleidung hatte zu dem Zeitpunkt noch niemand gedacht.

Auch Hausarzt dürfte eine eher von Männern ausgeübte Tätigkeit sein, schon weil sie üblicherweise Selbständigkeit erfordert und damit schwerer mit Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen ist.

Einer dieser Ärzte war Marcello Natali. Der 57-Jährige schlug schon kurz nach dem Ausbruch der Epidemie in Italien Alarm, dass das Land auf eine medizinische Katastrophe zusteuere. Wie recht er hatte, musste der Allgemeinmediziner jeden Tag in seiner Praxis in Codogno hautnah miterleben. Codogno liegt etwa 60 Kilometer südöstlich von Mailand und war eine der ersten Städte, die in Italien zur „Roten Zone“ erklärt und abgeriegelt wurden. Im örtlichen Krankenhaus soll sich der sogenannte „Patient eins“, der inzwischen genesen ist, mit dem Coronavirus angesteckt haben.
Als die Fallzahlen stiegen und viele seiner Kollegen in Quarantäne gehen mussten oder krank wurden, öffnete Natali seine Praxis auch für deren Patienten, um sie in einer so schwierigen Situation nicht alleine zu lassen. Das berichtete eine Kollegin der Zeitung „Il Resto del Carlino“. „Er hat sich nie geschont, obwohl wir keinen angemessenen Schutz hatten.“ In einem der letzten Interviews, die er vor seinem Tod gab, erzählte Natali dem Sender „Euronews“, dass er bei der Behandlung von Corona-Patienten keine Handschuhe tragen konnte. Es gab einfach nicht genug für alle.

Eigentlich ein guter Text, wenn man mal etwas der „toxischen Männlichkeit“ entgegen halten möchte. Denn das Aufopfernde, das Durchhalten trotz großer Gefahren, das stoische Hinnehmen der Risiken, dass kann eben auch alles Männlichkeit sein und beides, dieses Verhalten und das Verhalten, welches gern als toxische Männlichkeit dargestellt wird, bei dem man eben keine Schwäche und keine auf sich bezogenen Emotionen zeigt, kann sehr dicht beieinander liegen. „Er hat sich nie geschont“ und „er hat keine Handschuhe tragen können, weil keine mehr da waren“ kann man durchaus unter „toxische Männlichkeit“ fassen – er würde wahrscheinlich noch leben, wenn er nicht seine eigene Gesundheit hinten an gestellt hätte. Aber das wird dem, was er dort getan hat, wohl kaum gerecht.

Modellierung der Wirksamkeit von Atemschutzmasken bei der Reduzierung von Grippeausbrüchen

Aus einer Studie:

Outbreaks of influenza represent an important health concern worldwide. In many cases, vaccines are only partially successful in reducing the infection rate, and respiratory protective devices (RPDs) are used as a complementary countermeasure. In devising a protection strategy against influenza for a given population, estimates of the level of protection afforded by different RPDs is valuable. In this article, a risk assessment model previously developed in general form was used to estimate the effectiveness of different types of protective equipment in reducing the rate of infection in an influenza outbreak. It was found that a 50% compliance in donning the device resulted in a significant (at least 50% prevalence and 20% cumulative incidence) reduction in risk for fitted and unfitted N95 respirators, high‐filtration surgical masks, and both low‐filtration and high‐filtration pediatric masks. An 80% compliance rate essentially eliminated the influenza outbreak. The results of the present study, as well as the application of the model to related influenza scenarios, are potentially useful to public health officials in decisions involving resource allocation or education strategies.

Quelle: Modeling the Effectiveness of Respiratory Protective Devices in Reducing Influenza Outbreak

Deepl-Übersetzung:

Ausbrüche von Influenza stellen weltweit ein wichtiges Gesundheitsproblem dar. In vielen Fällen gelingt es nur teilweise, die Infektionsrate mit Impfstoffen zu senken, und als ergänzende Gegenmaßnahme werden Atemschutzgeräte (RPDs) eingesetzt. Bei der Entwicklung einer Schutzstrategie gegen Influenza für eine bestimmte Bevölkerung sind Schätzungen des Schutzniveaus, das verschiedene RPDs bieten, von großem Wert. In diesem Artikel wurde ein zuvor in allgemeiner Form entwickeltes Risikobewertungsmodell verwendet, um die Wirksamkeit verschiedener Arten von Schutzausrüstung bei der Verringerung der Infektionsrate bei einem Influenza-Ausbruch abzuschätzen. Es wurde festgestellt, dass eine 50%ige Compliance beim Anlegen des Geräts zu einer signifikanten (mindestens 50% Prävalenz und 20% kumulative Inzidenz) Verringerung des Risikos für angepasste und nicht angepasste N95-Atemschutzmasken, hochfiltrierende chirurgische Masken und sowohl niedrig- als auch hochfiltrierende pädiatrische Masken führte. Eine 80%ige Compliance-Rate verhinderte im Wesentlichen den Ausbruch der Grippe. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie sowie die Anwendung des Modells auf verwandte Influenza-Szenarien sind potenziell für Beamte des öffentlichen Gesundheitswesens bei Entscheidungen über die Zuweisung von Ressourcen oder Bildungsstrategien von Nutzen.

Wie kommen wir feministisch korrekt durch die Corona-Krise (Teil1)