„Warum hat mein Freund den Hintern von Emily Ratajkowski geliked?“

Ein Frau entdeckt, dass ihr Freund ein freizügigeres Foto einer Prominenten geliked hat:

My Instagram group chat with my two best friends was popping off this week. “Lmao at Chris liking this,” my friend Colin said to me. I opened the DM to find a photo @emrata, or model Emily Ratajkowski, had posted of herself on a boat with her butt looking good. See above for the post. Apparently Colin was going through @emrata’s feed, and because Instagram lists which of your friends has liked a photo, he saw my boyfriend Chris’ handle.

My immediate reaction wasn’t so much anger as it was confusion and dismay. Why did he like this photo? Is he so un-evolved that he can’t resist the allure of a butt pic? Obviously he liked the photo because he liked what he saw; I understand that, but I still don’t get it. It’s not like I’m afraid he’s going to leave me for @emrata, yet something about the action of his liking turns me off. At the core of my disdain, I think, is the fact that he likes models’ Instagram posts at all. Why like any celebrity’s photo? It’s not like @emrata saw his like and received a boost of serotonin from it. She wasn’t waiting around for him to see the photo, and probably isn’t even the one running her own Instagram. The same goes for all the Kardashians, Beyoncé, Selena Gomez, and Drake. Liking one of their pics is just sending a like into the void solely to boost their numbers.

I never like celebrities’ posts, other than Ina Garten. I save likes for people I know IRL and who I figure would derive joy out of the fact that I liked their photo. Celebrities don’t need me to acknowledge them, so I don’t. I might bookmark a photo, screenshot it, or send it to my friends to talk about, but I’ll never like

Es handelt sich um dieses Foto:

Emily Ratajkowski

Emily Ratajkowski

Emily Ratajkowski ist insbesondere durch ihren Auftritt in dem Video zu „Blurred Lines“ bekannt geworden

Und das wären die Autorin:

Ashley Carman

Ashley Carman

Ein Foto von Chris konnte ich leider nicht finden.

Die Antwort ist eigentlich recht einfach. Er fand das Foto gut und hat deswegen auf „Like“ geklickt.

So sagt er es zumindest selbst:

Chris, my boyfriend, who responded by text: “I didn’t really think about it; I just liked it.”

Ashley befragt einige Freunde, was sie dazu meinen. Einige der Antworten sind ganz interessant:

There’s a bit of a double standard when it comes to a woman double tapping a butt on Instagram, but when I was scrolling down my feed one morning after a lovely night with my boyfriend, my eyes stopped on that butt picture from @emrata. I’ll admit, I stared — probably for an unhealthy amount of time — but what was I really staring at? My boyfriend’s handle in the “xyz & 800,000 people liked this.” So sneaky, Instagram algorithm. Others might not agree, but I have a problem with this! I find it so Neanderthal-esque that men can’t help but have their fingers slip and double tap a big, almost naked butt. The entire concept of my boyfriend, or boyfriends in general, following random “fitness” girls and models they’ll never meet irks me. When they throw them a like is when it reaches another level of dumb for me. Not because I feel threatened, but because it’s such a simple thing to not do when you have a beautiful girl right in front of you!

Das macht einmal die sexuelle Konkurrenz deutlich und es wirft auch den Gedanken auf, dass

  • sie nicht gut genug ist und er eigentlich etwas anderes will
  • das er das auch nach außen kommuniziert, über den Like
  • das er von anderen Frauen schwärmt und nicht daran denkt, dass sie das verletzt und abwertet.

man kann es also direkt auf dem Schulz von Thunschen Kommunikationsquadrat analysieren:

  • Die Sach-Ebene beinhaltet die reinen Sachaussagen, Daten und Fakten, die in einer Nachricht enthalten sind.
    „Er mochte das Foto von Emily Ratajkowskis Hintern“
  • In der Selbstoffenbarung vermittelt der Sprecher bewusst oder unbewusst – etwas über sein Selbstverständnis, seine Motive, Werte, Emotionen etc.
    „Er mag andere junge Frauen mit schlanken Körper, großen Busen und straffen Hintern und möchte ihnen das mitteilen“
  • Auf der Beziehungs-Ebene wird ausgedrückt bzw. aufgenommen, wie der Sender zum Empfänger steht und was er von ihm hält.
    Es ist ihm egal oder er wollte sogar, dass ich das wahrnehmen konnte, vielleicht sendet er mir eine Botschaft, dass ich ihm nicht genug bin, vielleicht macht er deutlich, dass es ihn nicht interessiert, ob mich das verletzt etc
  • Der Appell beinhaltet einen Wunsch oder eine Handlungsaufforderung.
    „Sei wie Emily Ratajkowski und habe einen Hintern wie sie, dann werde ich dich auch wieder mögen

Das Desaster ist vorprogrammiert.

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„Frauen fertig machen, Geld verdienen“

Bento hat aus meiner Sicht eine Vielzahl unglaublich schlechter, häufig feministischer Beiträge. In einem vermutlich von Pinkstinks inspirierten Artikel nimmt man sich der Sprache in Frauenmagazinen wie „Inside“ an.

Die „Inside“ titelt aktuell: „Die Dellen-Queens! Stars im Cellulite-Stress“.

Wider Erwarten ist das Blatt auch mit Inhalt gefüllt, es steht drin: „Schrumpel-Schreck: Fast alle Frauen haben Cellulite, aber Tara hat sie eben leider fast überall.“ Weiter: „Lästige Löcher! ‚Booty Shorts‘ heißen, wie sie heißen, weil sie den Blick auf das Heck freigeben – auch auf die Beulen im Lack.“

Titel der aktuellen "Inside"

Titel der aktuellen „Inside“ (Bild: bento / Nike Laurenz)

Weiter: „Krater-Kummer! Die ‚Gossip‘-Sängerin hat sich von ihrer Band getrennt. Die Krater an Armen und Beinen sind ihr geblieben.“ Weiter, falls noch jemand diese abscheulichen Alliterationen erträgt: „Hügel-Horror! Schenkel-Schande! Furchen-Fiasko! Wabbel-Wellen!“

In der Redaktion, die diese Zeilen in Druck gegeben hat, arbeiten wahrscheinlich Menschen. Menschen, darunter Frauen, die sich für dieses Heft offenbar entschieden haben, andere Frauen zu erniedrigen.

Mit eingängigen Wortneuschöpfungen wird hier auf hässliche Weise definiert, wann Frauen hässlich sind: wenn sie „böse Beulen“ haben oder „zerbeulte Beine“ oder „hinten Verdruss“.

Eine Erklärung hat man nicht. Man regt sich mit entsprechenden Fragen auf:

Die „Inside“ aber macht Geld mit dem Bloßstellen angeblich unperfekter Frauenkörper. Hoffentlich frage nicht nur ich mich:

  • Wen und was wollt ihr erreichen mit diesen Körperkommentaren?
  • Wie können Frauen, oder überhaupt Wesen mit einem Gewissen, diese Demütigungen auf das Äußere anderer Frauen zulassen?
  • Sollte das ein Kind sehen: Wie erkläre ich ihm anschließend, dass es genau richtig ist, so wie es ist? Dass verdammt noch einmal jedes Mitglied dieser Gesellschaft selbst entscheiden darf, wie es aussieht? 
Aus meiner Sicht ist das recht einfach aufzulösen:

  • Der Artikel soll ein „die da oben sind auch nicht besser als wir“ Gefühl erzeugen, mittels dessen Frauen sich besser fühlen, weil andere heruntergezogen werden.
  • Er ist insoweit ein „Gutfühlartikel“ innerhalb der intrasexuellen Konkurrenz, der eine Hierarchie einreißen soll: Da oben die Hollywoodstars etc unten die Normalos. Hier sind die Hollywoodstars aber auch nur Normalos, die eben nur Photoshop nutzen und sogar noch hässlicher sind als viele andere Frauen.
  • Weil das ganze ein Lästern ist, bei dem die Abwertung gerade dazu dient, dass die anderen sich besser fühlen, verwendet es eine entsprechende Sprache, wie Frauen sie wahrscheinlich auch sonst beim Lästern unter Freundinnen verwenden

Ob man das in einer Zeitung drucken sollte wäre eine andere Frage. Das es Leser eines Klatsch und Tratsch Magazins, dass üblicherweise „Stars sind auch nur Menschen“ zum Thema hat, aber ebenso mit dem Motiv „Das tolle Leben der Promis“ spielt, wenn das eben passt, anspricht halte ich aber für sehr wahrscheinlich.

Auf Pinkstinks wettert man dazu:

Ist ja krass: Ungeschminkt sehen die meisten Menschen eher durschnittlich aus. Und an  alternden Frauen lassen sich Alterserscheinungen feststellen. Teufel noch eins, damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Apropos Teufel: Wer könnte wohl dafür (mit)verantwortlich sein, dass der weibliche Körper als Versuchs- und Schlachtfeld für eine milliardenschwere Industrie herhalten muss. Kommst du selber drauf, Inside Magazin, oder musst du schnell noch durch die letzten deiner Ausgaben blättern?

Auch das scheint mir leicht erklärbar zu sein: Die Frauen wollen ihren Marktwert steigern und brauchend dazu Schönheitstipps. Sie mögen es gleichzeitig zu lesen, dass die ganz oben es auch nicht einfach haben und gar nicht so toll sind, was nicht das Ideal in Frage stellt, sondern es nur erreichbarer macht.

Aber es könnte mir doch egal sein, nicht?! Ich bin ja ein Mann und somit zwar auch zunehmend Schönheitszwängen ausgesetzt aber im Grunde bislang davon ziemlich unbehelligt geblieben. Mein Bauch ist kein „Horror“ und meine Falten kein „Desaster“.

Bei Männern ist eben anderes attraktiv. Auch der Körper, etwa mit Muskeln und Sixpack, aber eben insbesondere Status. Und auch da gibt es genug Druck und Lästerei-

Es ist mir aber nicht egal. Mit 110.000 Exemplaren wanzt du monatlich an Frauen an und erzählst ihnen, dass sie hässliche, wertlose Geschöpfe sind, aber mit diesem und jenem Produkt hier daran womöglich noch was machen könnten. In deiner Herzensgüte hättest du ihnen da schon mal „die heißesten Sommertrends“ zusammengestellt.

Das kann, nein das darf mir nicht egal sein. Und als wäre das nicht genug, gibt dein Verlag auch noch die Zeitschrift Mädchen heraus. Die ist zwar deutlich besser als du, aber letztendlich geht es da auch nur darum, welcher Disney-Prinz zur Leserin passt und wie viel Stalker angeblich in ihr steckt. Was das mit mir zu tun hat? Meine älteste Tochter wird in ein paar Wochen 12 und ist damit Zielgruppenmaterial für die Mädchen. Einer Zeitschrift, die sich genau wie du mit dem Attribut frechschmückt. Was habt ihr nur aus diesem schönen Wort gemacht? Hatte ich erwähnt, dass ich dich hasse?!

Wer hätte es gedacht, Verlage bringen Zeitschriften nicht nach Überzeugung, sondern verteilt nach den Interessen der Leserinnen heraus. Also nach dem, was am Markt abgenommen wird.

Intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen: Schilderungen einer Frau

Eine Frau schildert in einem Blogbeitrag eine durchaus klassische Situation: Abwertungen von Frauen durch Frauen:

Fakt ist: Frauen sind eifersüchtig und neidisch. Das ist nix Neues mehr und ja, ich schließe mich selbst natürlich auch nicht aus. Doch werde ich nie verstehen, wieso Frauen sich gegenseitig aufs Übelste niederschmettern, Immer und immer wieder. Ich rede jetzt nicht unbedingt von der Art Eifersucht, die Frau hat, wenn sie in einer Beziehung ist und es um ihren Mann geht. Nein, ich rede von der Eifersucht von Frau zu Frau, bzw. vom NEID. Ein Beispiel: Lisa lädt ein Foto auf Instagram hoch. Es ist ein Foto, das sie in Unterwäsche zeigt. Sie lädt es hoch, weil sie es schön findet, so wie sie auch Selfies oder Naturbilder hochlädt, weil sie es schön findet. Sie möchte ein schönes Foto festhalten und es mit der Öffentlichkeit teilen. Kaum ist das Bild online, bekommt sie Kommentare. „Du Schlampe“, „Zieh dir etwas an“, „Das ist ja ekelhaft“, „Du hast Dellen im Arsch, das will doch keiner sehen“. Von wem stammen diese Kommentare? Drei Mal dürft ihr raten? VON FRAUEN! Frauen, die anderen Frauen nichts gönnen. Frauen, die mit ihrem eigenen Aussehen so unzufrieden sind, dass sie die Makel bei anderen suchen. Soll ich euch mal sagen was ihr seid? Ekelhaft. Es sind nicht die Männer, wegen denen wir Frauen Komplexe haben. Ich rede aus eigener Erfahrung. Nein, es sind die Frauen. Neulich habe ich ein solches Bild von mir hochgeladen. Ich sollte dazu erwähnen, dass eine Dame einen Instagram Aufruf startete, in dem sich alle Frauen so präsentieren dürfen, wie sie es möchten, um anderen zu zeigen, dass sie einen Schei* darauf geben, was sie von ihnen halten und um gegen Bodyshaming zu protestieren. (Hier der Link zu ihrem Instagram Profil) Also gesagt getan. Es war wirklich kein schlimmes Bild, ich hatte ein Spitzenoberteil an, wie viele Frauen es im Sommer auch draußen tragen. Meinen Ausschnitt habe ich versteckt, indem ich meine Hand darüber gelegt hatte. Unten hatte ich einen 50er Jahre Slip in Spitze an. Ihr wisst schon, die Slips, die bis über den Bauchnabel gehen. Man sah also eigentlich nur meine Arme -Oh Schreck- und einen wirklich schmalen Spalt meines Bauches und eben diese Spitze. Weil es Spitze war, wurde ich natürlich direkt in eine Schublade gesteckt. Ich durfte Dinge lesen wie „Oh mein Gott ist die so hässlich, die soll sich doch bitte weghängen“, „denkt die echt sie wäre sexy in dieser Labberunterwäsche“ und „und sowas ist Mutter“. Doch ganz ehrlich? Ich habe es nicht anders erwartet. Drei Mal dürft ihr raten von welcher Spezies Mensch diese Kommentare kamen? Natürlich, von Frauen.

Im Feminismus würde man da den Frauen die eigene Agenda aussprechen und davon ausgehen, dass es internalisierte Frauenhass als Folge des Patriarchats und der damit verbundenen Gehirnwäsche ist.

Aus meiner Sicht macht ein intrasexueller Wettbewerb, in dem man mittels „Wächter der Sitten und des Anstandes“ virtue Signalling betreiben kann und gleichzeitig auch sich selbst durch Kritik an anderen aufwerten kann wesentlich mehr Sinn.

Intrasexuelle Konkurrenz und ein Stillhalteabkommen als Prisoners Dilemma

Ein Artikel beschreibt die intrasexuelle Konkurrenz und die Schwierigkeit ein Stillhalteabkommen zu schließen:

What is more, as with so many issues that surround women and beauty and aging and sex, there is a paradox today that seems to strike women of the postfeminist generation with a particular force. In the bad old days — before women worked outside the home; before they lived much past their reproductive years; before there were Restylane and Juvéderm, Radiesse and Sculptra — the idea of halting aging or fading in its tracks was only a fantasy, the stuff of Ponce de Léon and the fountain of youth. No one did anything about it, much less worried about the moral implications of doing so. But today, women facing the onslaught of middle age are armed with an arsenal of age-fighting implements and, for many, a feminist-inspired philosophy that disdains using them.

Ich wette es gab schon sehr früh Praktiken, die die Frau jung und frisch halten sollten, von irgendwelchen Salben, frisch mit Jungfrauenblut oder der Milch junger Ziegen bis zu Amuletten oder Gebeten. Und genug Frauen werden eifersüchtig auf die junge Magd gewesen sein, der ihr Mann, wenn er sich unbeobachtet glaubte, Blicke nachwarf.

It is a trivial dilemma, perhaps, but a painful one nevertheless. If a woman with some degree of professional success brags about or even comments upon her fabulous new filler or face-lift, she risks being derided as a traitor to the cause, someone silly enough to have spent the time and money to subject herself to an unnecessary, possibly dangerous, procedure. (When is the last time you heard a movie star tout her plastic surgeon? Or a leading executive thank her dermatologist?) By the same token, if that woman ignores the process of aging and eases more honestly into her inevitable wrinkles, belly fat and gray hair, she is liable to stand out as an anomaly within her personal and professional circles. In political science, we would refer to this as a collective action dilemma: Everyone is better off if nobody tummy-tucks and uses Botox, but once anyone starts, it gets harder to pull back from the practice.

Theoretisch könnten Frauen in der Tat einen Waffenstillstand, ein Stillhalteabkommen schließen, bei dem sie alle einen „Natürlichen Look“ vereinbaren. Aber die erste, die da nicht mitmacht, stellt sich halt in der Konkurrenz besser und die anderen könnten sie höchstens sozial ausgrenzen oder ihrerseits nachlegen. Ich gewisser Weise wird das ja auch versucht, weswegen bei Frauen ein Hinweis darauf, dass eine Frau dick ist, weitaus schwerer wiegt als bei einem Mann, weswegen Frauen Männer weit eher zum „Sexobjekt“ machen dürften als Männer Frauen und weswegen über „unfaire Methoden“ wie Schönheitschirurgie nicht geredet werden darf.

So instead, an entire generation of feminist and postfeminist women who stormed the barricades of the American work force, planned their reproductive destinies, and even got their partners to fold the laundry occasionally are now engaged in an odd sort of collective self-delusion. Everyone (at least in certain high-profile or professional circles) is doing it, and very few are confessing, a fact that in some ways is more disturbing than the surge in the surgeries themselves. Because not only are we nipping, suctioning and using hormones, but we’re also feeling embarrassed about it, and lying. Neither of which was really the point of women’s liberation.

Weil eben intrasexueller Konkurrenz auch nicht zu entfliehen ist. Man kann sich – was die meisten dann auch machen – eben nur mit seinem Platz in der Konkurrenz abfinden und ihn so gut wie möglich halten oder leicht verbessern.

Frauen haben dabei den Vorteil und Nachteil, dass sie die Konkurrenz in Sachen Schönheit zwangsläufig über das Alter verlieren. Eine 45jährige schöne Frau kann eben nicht mit einer 20 jährigen schönen Frau mithalten. Natürlich gibt es darüber hinaus weitere Themen, bei denen Frauen in Konkurrenz untereinander stehen, etwa prosoziale Dominanz oder Status an sich (mitunter über die Ehemänner abgleitet), die Kinder oder im Verhältnis Schwiegermutter und Schwiegertochter über die Macht um den Sohn/Mann.

Die Männerkonkurrenz um beruflichen und materiellen Status hingegen endet grundsätzlich nicht, kann aber über Hierarchien befriedet werden.

„Warum ich mich und die meisten Frauen, die ich kenne, für total unemanzipiert halte“

Einen interessanten Blick auf die emanzipierte Frau bietet der Blog „Maras Gedanken

Sie schildert folgendes aus einer Unterhaltung mit einer anderen Mutter.

Diese Mutter arbeitet wieder seit ihr Kind ein Jahr alt ist, hat zwei mehr als stressige Jahre hinter sich und sagte letztens zu mir: „Du, ich glaube dieses Jahr mache ich mal etwas ganz Gewagtes, ich gönne mir zur Erholung eine Nacht ohne Kind im Hotel!“

Da wären glaube ich auch viele junge Väter gerne dabei (also nicht bei ihr, sondern bei einer Nacht ohne Kind)

Ich freute mich für sie und ermutigte sie, aber ich dachte auch:

Wir Frauen heute sind wie Sklaven, arbeiten nahezu rund um die Uhr und glauben, wir wären emanzipiert, wenn wir es schaffen, in zwei Jahren zwei Tage frei zu haben.“

Da waren meine beiden Großmütter emanzipierter! Eindeutig.

Wir Frauen heute sind wie Vögel, denen man die Käfigtür aufmacht und die im Käfig verharren.

Ich finde es immer schade, wenn solche Betrachtungen angestellt werden, ohne das die Situation der Väter mit besprochen wird. Denn mit gleichen Recht könnte man auch viele Väter als „wie die Sklaven“ bezeichnen, oder eben beide Eltern als Sklaven ihrer Kinder, die sie betreuen und großziehen müssen. Denn auch viele Väter haben ja nicht etwa plötzlich Urlaub ohne die Familie, sie haben einen Job und wenn sie nach Hause kommen, dann sollen sie eben natürlich auch für das Kind da sein.

Und natürlich ist gerade die Phase mit sehr jungen Kind  teilweise stressig, gerade wenn es noch gestillt wird und man wenig schläft, aber auch das ist ja kein Dauerzustand, der für immer anhält.

Wir lassen uns trösten von der Aussicht auf schöne Schuhe und schicke Businesskostüme, den bewundernden Blicken von Kollegen, aus denen der Satz „Oh, dafür, dass sie Mutter ist, ist sie ja doch noch ganz gut im Oberstübchen sortiert“ spricht, und dem Titel der „Super-Working-Mum“, den die wenigsten von uns je als Schärpe um den im Fitness-Center gestählten Oberkörper tragen werden.

Die Geschäftsfrau, die gleichzeitig noch eine Supermutter ist und dabei noch toll aussieht, weil sie viel Sport macht, das sind in der Tat hohe Anforderungen, die aber auch idealisiert sind. Tatsächlich entsprechen ihnen weder die meisten Frauen noch wird das von ihnen verlangt.

Wir lassen uns teilweise von anderen Müttern blenden, die uns erzählen, wie sie die Doppelbelastung voll und ganz positiv ausfüllt und zwei Minuten später über die Beschwerden klagen, die kein Arzt klären kann: Schwindel, unerklärliche Rückenschmerzen, Migräne. Aber dass das irgendwas mit dem Leben, das man führt, zu tun haben könnte … nein, das hat ganz andere Ursachen.

Viele von uns Frauen heute sind grenzenlos, allzeit bereit zu arbeiten, für alles und für jeden. Aber gehört zur Emanzipation eines Wesens nicht auch dazu, dass es mal zwei Minuten zur Ruhe kommt? Dass es mal Zeit hat, zu denken und zu fühlen? Da hapert es aus meiner Sicht. Die meisten treten im Hamsterrad und haben nicht einmal die Zeit, ihre Situation zu analysieren. Und dann, oh Schreck, landet man in der Burnout-Klinik und weiß gar nicht, wie man dahin gekommen ist.

Okay, der Artikel arbeitet recht klar erkennbar mit dem Stilmittel der Übertreibung. Und mit dem Trope der sich für alle aufopfernden Frau, die nie an sich denkt.

Ich kann nicht anders, als es mal auszusprechen: Für mich sind nur zwei Gruppen von Müttern halbwegs emanzipiert. Die teilweise als „faul“ verunglimpften „Zuhausebleibenden“ oder „Wenige-Tage-Arbeitenden“, weil sie sich ihrer natürlichen Kräftereserven bewusst sind. Und die, die ihren Job lieben oder einfach machen müssen, weil das Geld benötigt wird, dafür alles so organisieren, dass es irgendwie geht, aber zu den Unvollkommenheiten in ihrem Leben stehen und anderen nicht den ganzen Tag „etwas vom Pferd erzählen“.

Zu wirklicher Emanzipation, nämlich „Befreit sein“, gehört aus meiner Sicht Ehrlichkeit!

Ich vermute mal, dass das der tatsächliche Aufhänger ist: Erst wird ein Bild der Frau gezeichnet, die absolut unerfüllbaren Ansprüchen ausgesetzt ist und daran nur zerbrechen kann. Dem gegenüber werden die „Ehrlichen“ positioniert, die entweder den Stress nicht machen oder zugeben, dass es nicht perfekt ist und man es eigentlich nicht schaffen kann.

Insofern ein Appell an die anderen Frauen, die intrasexuelle Konkurrenz abzubauen, indem sie entweder die Arbeit reduzieren oder aber sie so darstellen, dass die Anforderungen niedriger sind.

 

 

Frauen, die über andere Frauen sprechen

Auf dem Blog „Hummer im Salon“ finden sich einige interessante Aussagen von Frauen über Frauen, nach der Autorin alle von Frauen allen Alters, die sich für stark und unabhängig halten:

„Im Schwimmbad war eine Frau mit Haaren in der Bikinizone. Widerlich, warum rasiert die sich nicht?“

Das Einhalten sozialer Regeln, gerade auch bezüglich des Aussehens, ist eben ein nicht geringer Teil sozialer Dominanz unter Frauen. Wer aus der Reihe tanzt verliert an Status

„Ich hab heute so eine ekelhafte fette Tussi am Bahnhof gesehen. War wohl ihr Junggesellenabschied. Wer heiratet so eine? Ich wollte ein Foto machen, hab aber kein gutes hinbekommen.“

Warum sollten Frauen da auch korrekt sein? Sie erkennen Schönheit und Marktwert ebenso wie Männer und ordnen das entsprechend zu. Andere abwerten wertet einen selbst eben auf.

„Keine Frau sieht mit kurzen Haaren gut aus. Dann ist man ja keine echte Frau mehr.“

Da verweise ich auf diesen Artikel. Aber es sollte einen auch nicht verwundern, dass Frauen es nicht verstehen, wenn man nicht weiblich sein will, weil sie das eben als richtig empfinden und gerne weiblich sind

„Du ziehst keine hohen Schuhe an? Aber sowas gefällt doch den Männern?“

Ich glaube den meisten Männern sind hohe Schuhe noch vergleichsweise egal. Aber sie gehören eben zu einem bestimmen Look und „sich schick machen“ dazu

„Wenn ich höre, dass manche Frauen hinter alles dieses –innen setzen, könnte ich kotzen.“

Verständlich. Damit dürfte sie nicht alleine stehen, ich denke sogar das sieht die Mehrheit so

„Es gibt nichts peinlicheres als diese Feministinnen.“

Feminismus hat eben nichts mehr mit Gleichberechtigung zu tun.

„Ich versteh manche Frauen nicht. Die sollen sich einfach einkriegen und bei der Hochzeit den Namen des Mannes annehmen. Ist doch alles viel zu kompliziert sonst.“

Es gibt eben auch konservative Frauen, die das den richten Weg finden. Es dürfte auch genug Frauen geben, die einen Mann als unter dem Pantoffel stehend ansehen, wenn er den Namen der Frau annimmt und das sehr unsexy finden. (vgl auch hier und hier)

„Du solltest wirklich mal gucken, dass du bald eine Festanstellung kriegst. Bringt mehr Geld wenn du Kinder kriegst und dann zu Hause bleibst.“

Ein grundsätzlich guter Rat, egal, ob man Kinder bekommt oder nicht. Aber auch eine Form von „Womensplaining“ bei dem Frauen, die schon Kinder haben, den anderen Frauen erklären, dass sie dann eh zuhause bleiben wollen und lachen, wenn die Frau sagt, dass sie das nicht will, in dem festen Glauben, dass eben ein Kind alles verändert.

Nicht selten haben sie damit dann auch recht, aber bevormundend kann es trotzdem sein.

„Was wird denn aus dir, wenn du nicht bald schwanger wirst?“

Das ist eben das Problem des engeren zeitlichen Fensters der weiblichen Fruchtbarkeit. Und auch da gehen eben viele Frauen davon aus, dass jede Frau letztendlich Kinder haben will und womansplainen das dann an die anderen Frauen, damit die Einsehen, dass sie sich beeilen müssen, weil man nicht jünger wird.

„Frauen die trotz Kind arbeiten sind Rabenmütter.“

Trotz Kindern arbeiten ist eben eine Abwertung  nicht arbeitender Frauen oder zumindest ein Konkurrenzverhältnis, in dem man „ich mache wenigstens was aus mir und nutze meine Ausbildung“ gegen „das Kind leidet darunter“ stellen kann. Beide Angriffe sind lange bekannt und wirksam

„Du kannst doch nicht ernsthaft in Erwägung ziehen, den Vater die Elternzeit machen zu lassen! Das Kind braucht die Mutter.“

Auch hier wieder etwas, was im Feminismus allenfalls unter internalisierter Sexismus behandelt wird, nie aber als gestaltende und bewusst ausgeübte Überzeugung der Frau.

„Lass dir bloß nicht von deinem Mann in der Küche helfen. Das ist Frauensache.“

Das klingt schon sehr konservativ, ist aber natürlich auch Wahrung eines Macht- und Einflussbereiches. Wenn nur einer kochen kann, dann ist man schwerer ersetzbar und wichtiger.

 „Ich bin eine Frau, ich kann nicht einparken!“ [Nach meinem Hinweis, dass ich als Frau sehr wohl sehr gut einparken kann]: „Nee, das kannst du MIT SICHERHEIT nicht.“

„Ich kann nicht einparken“ trifft in der Form, dass man schlechter einparkt bei schwierigen Parksituation im Schnitt wahrscheinlich tatsächlich häufiger auf Frauen zu (nicht absolut, sondern als Fähigkeitsausprägung), da dabei räumliches Denken eine Rolle spielt. Natürlich ist es gleichzeitig vergleichsweise einfach lernbar und die Abmessungen gerade des eigenen Autos sind ebenso lernbar. Aber ich kenne auch genug Frauen, die das von sich vertreten und damit recht haben, gleichzeitig aber auch Verantwortung damit abgeben und eine Entschuldigung haben (ich muss das nicht können). Die nimmt man ihr mit dem Einwand.

„Ich bin eine Frau, ich habe kein Verständnis für räumliches Denken.“

Ist natürlich eine Übertreibung, aber im Verhältnis sind Männer darin im Schnitt besser

„Frauen die sich prostituieren sind dreckige Schlampen.“

Auch hier handelt es sich um einen klassischen Bereich intrasexueller Konkurrenz: Eine Frau, die Sex zu freigiebig weggibt, senkt damit eben den Wert für alle anderen Frauen und verschafft sich kurzzeitig auf Kosten der anderen Frauen Vorteile. Gerade die Beschränkung weiblicher Sexualität und die Einhaltung der „guten Sitten“ ist damit etwas zutiefst weibliches.

„Abtreibung sollte verboten sein. Wenn eine Frau rumvögeln kann, sollte sie auch die Konsequenzen tragen.“

Es sind ja auch mehr Frauen gegen Abtreibung als Männer. Siehe das vorherige Zitat für die Begründung.

Intrasexuelle Konkurrenz im Bereich Schönheit unter Frauen

Ein Artikel in dem es im wesentlichen um Konkurrenz unter Frauen geht:

Women hating on other women because of sexual insecurity was a common theme in the women’s magazines my mother subscribed to – “Does she want your boyfriend?” “Ten ways to make sure he doesn’t stray” “How to cheat-proof your marriage”. It’s enough to make you believe that 30 years or so ago, all women were a little like Dolly Parton, keeping busy begging Jolene not to take their man, while getting breast implants as insurance.

Sexuelle Konkurrenz setzt sich im wesentlichen Zusammen aus „Wie erkenne und wie wehre ich Konkurrentinnen ab“ und „wie erhöhe ich meinen Marktwerts/meinen Wert für ihn“ und Aspekten, die man vielleicht als „Mate Guarding“, also Bewachen des Partners, bezeichnen könnte. Es ist aus meiner Sicht kein Wunder, dass man diese Elemente immer wieder als Thema von Artikeln in auf Frauen ausgerichteten Zeitschriften und als Thema unter Frauen finden kann.

But even today, rivalry between women is usually reduced to competitive fertility issues or primal fears about potential loss of a caretaker. It’s like every day, women must slap on some make up, stuff their boobs into push-up bras and play War of the Wombs. You’re supposed to operate under the assumption that any male in-charge of giving you a job, an airline upgrade or a penny for your thoughts will do so only upon favourably evaluating you as a mother for his hypothetical child.

Es geht weniger darum, dass jeder Mann für die Frau interessant ist, dass die meisten Männer Gelegenheiten für Sex Nutzen würden ist klar. Aber die Frage, wie man bei Männern ankommt, bestimmt eben auch den Platz in der intrasexuellen Konkurrenz unter den Frauen, neben anderen Faktoren. Es geht also nicht um die Männer an sich, eher den allgemeinen abstrakten Wert.

Seeding sexual rivalry amongst women has been pure gold for the double standards of the patriarchy. In the realm of attire and behaviour, the “modest” woman distrusts the “immodest” woman. In the workplace, the successful woman may be accused of sleeping her way to the top. And woe be unto you if you’re a single, sexually active woman because everyone knows those sluts are man-eaters!

Und hier ist denke ich der größte Denkfehler innerhalb des Feminismus: Es ist nicht „das Patriarchat“, welches diese Anforderungen setzt, sondern es ist die Konkurrenz unter Frauen selbst. Und diese wiederum beruht auf der Biologie des Menschen, der immer versucht, seinen Platz in der Gruppe abzusichern und zu verbessern.

A lose-lose situation

The most insidious and toxic of all though is sexual rivalry’s ability to make women just plain stupid. An APA Task Force published a report on the sexualisation of young women and the effects of self-objectification. In an experiment, college students, male and females, were asked to try on either a swimsuit or a sweater and evaluate their own appearances. They then took a Maths test. There was no difference in the men’s results but the young women in swimsuits performed far worse on the tests than those in sweaters.

Wie man der Studie entnehmen kann (S. 279), schnitten die Männer in Badekleidung sogar etwas besser ab, die Frauen hingegen, die schon vorher schlechter als die Männer abgeschnitten haben, waren nun schlechter. Vermutlich waren die Gehirne eher damit beschäftigt zu überprüfen, wer einen wie bewertet, wozu sicher auch beigetragen hat, dass die Frauen in einer fremden Gruppe waren und sich insofern noch keine soziale Ordnung etabliert hatte. Es zeigt aber auch, dass Frauen diese Prozesse auch ganz ohne Männer hinbekommen.

Further studies showed that self-objectification led to impairment in cognitive domains like logical reasoning and spatial skills. It gets worse. Women, concerned about how attractive they looked even began to “throw like a girl” – not using their entire bodies, just the mobility of their arms. So eventually, sexualisation can limit a woman’s physical ability too, draining her self-confidence and leaving her less likely to be able to defend herself from attack or abuse.

Es kann sie aber auch sehr selbstsicher machen, beispielsweise, wenn sie sich gut fühlt und sie weiß, wie Männer auf sie reagieren. Wenn Männer mit ihr flirten oder um ihre Aufmerksamkeit kämpfen. Wenn andere Frauen neidisch sind oder anerkennen, dass sie einen höheren sozialen Status hat.

It’s a lose-lose situation, ladies.

There is no winning the Objectification Olympics. No matter what their attributes, Hillary Clinton couldn’t escape the sexist slurs, Michelle Obama was subjected to a baffling “beauty contest” with racist overtones and Melania Trump, who by those same sexist standards should have been the winner, was the focus of predictable misogyny with a side order of lasciviousness.

Wie so häufig bei intrasexueller Konkurrenz geht es auch gar nicht darum, den Wettbewerb zu gewinnen. Schon weil es ein Rennen ohne Ende ist. Eher ist es ein „Red Queen Race“: Man muss laufen, um überhaupt auf der gleichen Position zu bleiben. Und es kann schon ein Erfolg sein, wenn man eine Konkurrentin überholt, auch wenn andere weiter vorne bleiben. Melania Trumps zeigt auch schön, dass körperliche Schönheit alleine nicht reicht. Man kann dennoch über sie lästern, eben weil sie sich an einen Mann gebunden hat, der im wesentlichen ihren Körper mag und bei dem die Gefahr besteht, dass er sie gegen einen jüngere austauscht und nicht tatsächlich eine Bindung an sie hat.

Focusing on mere sexual rivalry distracts us from the fact that outside of the influence of patriarchy, women can be more competitive than men and yet manage to build solid sororities. Of course, each has its own special handbook. In these man-free situations, if you play by the rules, you have much to gain. In some you will find support for your issues with your mother-in-law but perhaps none for your work woes, in another you will find feisty political debate but no room for talking about cake. Admittedly, not everyone survives the ones where you’re not allowed to challenge the Holy Writ of WhatsApp.

Also wieder das Märchen der männlichen Unterdrückung ohne die die Frauen viel freier werden. Hinter dem Link versteckt sich eine Reise zu einem patriarchalischen Stamm, bei dem sich eher Männer zu einem Wettbewerbsspiel melden und einem matriarchalischen Stamm, bei dem sich mehr Frauen melden. Daraus wird hergeleitet, dass Frauen unter bestimmten Bedingungen wettbewerbsorientierter als Männer sein können. Allerdings ist das Spiel, welches sich nicht wirklich auf das Leben der Menschen auswirkt, dafür ein schlechtes Beispiel. Auch wird nicht dargelegt, wie die Männer und Frauen jeweils in der Konkurrenz abgeschnitten haben. In Matriarchaten lohnt sich eben Wettbewerb für Männer nicht, weil sie damit keinen Status aufbauen können. Es bleiben dafür üblicherweise primitive Gesellschaften, weil insgesamt der Wettbewerb relativ gering ist.

There is an obvious thrill to being accepted by a sisterhood. The competitiveness is fierce but friendly as they compare waistlines and cookie recipes, success in the corporate world and/or mother earthiness, the value of handbags or the achievements of their children.

Das liegt eben daran, dass Frauen nach ganz anderen Regeln spielen. Es geht weitaus eher um prosoziale Dominanz, die nach anderen Regeln ausgespielt wird als der Wettbewerb unter Männer. Und natürlich kann man ebenso wunderbar friedliche Wettbewerbe unter Männern finden, etwa wenn Freunde, die verschiedenen Fußballmannschaften anhängen, sich Samstags zum Fußball treffen und sich je nach Spielverlauf Sprüche zuwerfen, aber sich dennoch wunderbar verstehen oder wenn sie über die neusten Theorien zu ihrer Lieblingsserie diskutieren und dort um die bessere Idee streiten, darum wer mehr Fakten bedacht hat oder mehr zum Thema gelesen hat.

Above rivalry?

But who can deny there is also a thrill in being viewed as a threat? “When you first walked in,” A at my exercise class told me, “I said, here comes the bitch. We now have a class bitch.” I giggled nervously at the suspicion, the hope, that this was going to turn into some sort of statement of acceptance.

We’d all like to think we’re above rivalry, especially the sort instigated by the patriarchy. We’re absolutely sure she wasn’t talking to us when Sunny Leone, encouraged by a man, addressed the women of India to reassure them that she did not want their husbands.

But even though we’re too evolved for beauty contests, something else might become the pinch in our Achilles Heel. Like when my husband and I discovered Amy Schumer and took to watching her every evening, laughing madly. Until I realised my husband was laughing longer, harder and much more loudly than I was. Over time, given a choice, he was more likely to choose her over other comedians sitting in our inbox. Inexplicably, I started finding her less and less funny.

Auch ein schönes Beispiel für die Arbeitsweise unseres Gehirns. Eine Person im Fernseher, eine Prominente, die eigentlich keine Konkurrenz darstellt, wird plötzlich als Konkurrentin wahrgenommen, eben weil man sie ja als jemand wahrnimmt, der quasi im Raum ist, sich mit einem unterhält. Wäre interessant, ob die hier gestellte Frage nach der Schönheit anderer Frauen insoweit einfach auch nur ein gegen die Konkurrenz gerichtetes Machtmittel war, mit dem die Aufmerksamkeit wieder auf die Frau im Raum zurückgeführt werden sollte, gerade da sie ja erwarten konnte, dass er sie abwerten muss und sich zu ihr bekennen muss.

It’s easy to dismiss sexual rivalry as insignificant, a reason even to feel superior to other women in the “cool” competition. But it still creates unproductive otherness. It’s worth remembering, that unlike with competitions for social acceptance, being an active part of a support and general camaraderie, when you win the sexual rivalry contest, your prize is a man. Just that man. Still probably thinking about those Hooters girls.

Und das hat sie eben nicht verstanden: Der Preis ist nicht der Mann. Der Preis ist, dass man besser war als die andere Frau und damit seine Position verbessert hat. Das Wissen, dass die andere Frau eher den Mann bekommt bedeutet auch, dass sie unter steinzeitlichen Gesichtspunkten eher Unterstützung hat und als Konkurrentin gefährlich werden kann.

It’s worth the effort of acknowledging rivalry as par for the course to increase the quantity and quality of your interactions in the sisterhoods. A at the exercise class concluded her masterclass by saying conspiratorially, “Ya, you are a bitch, but you’re okay.” I was in!

And so while I’m ashamed to admit it may not have anything to do with the patriarchy and I miss watching her show, I think I’d still like Amy Schumer to reassure me she doesn’t want my husband.

Das Patriarchat ist hier ein schöner Strohmann, der angeblich die Kämpfe verursachen soll. Wie man an ihrem Mann sieht, hat das Patriarchat allerdings wenig damit zu tun.

Das wiederum allerdings wäre wohl schwer in die feministische Theorie einzubauen.