Bill Burr zum Feminismus – „Nicht Männer sind schuld, sondernFrauen haben die WNBA im Stich gelassen“

Auf Netflix gibt es ein neues Special von Bill Burr, aus dem ich mal eine Passage besprechen möchte:

Aus einem Transcript:

‚Cause they still need men’s help to make it happen. I don’t understand it.
I don’t understand why women just can’t work with each other and make this shit happen.

They keep coming to us, like,

„More men need to care about this issue.“

„Where are the men to stand up
and say something…

yak-yak-yak.“

Why do I have to fuckin‘ say something? This is your fuckin‘ problem. Why are you always dragging us into this shit?

I saw a woman a couple months back, professional soccer player, right? She goes onto ESPN on one of these sports channels and she starts bitching, going like,

„I don’t understand, how come female athletes don’t make as much as male professional athletes?“

Right? And all of these men had to sit there and act like they didn’t know
what the answer was. They had to sit there, like, dumbfounded.

Like, „Oh, I don’t know.“

„Why is that?“

„That is a conundrum. I have no idea.“

Literally, I’m sitting at home screaming at the TV,

„‚Cause you don’t sell any fuckin‘ tickets!“

Nobody is going to women’s soccer games.
You’re playing in a 20,000-seat arena,
1,500 people show up.

That’s not a good night.

The promoter lost his fucking ass on that gig.

I’m not saying no professional female athletes…

Serena Williams, the women in the UFC, you know?

But nobody’s watching your fuckin‘ sport.

And then you’re gonna come and you’re gonna get mad at fuckin‘ men.

They keep doing that shit. Why are you yelling at us? It’s not our fucking job.

It’s not my fuckin‘ job to give a fuck about women’s soccer, okay?

I have men’s sport to pay attention to.

This is… it’s your bullshit, right?

Dude, look at the WNBA.

Dude, nobody in the WNBA got COVID.

Nobody.

They have been playing in front of 300 to 400 people a night for a quarter of a century. Not to mention it’s a male-subsidized league.

We gave ya a fuckin‘ league. None of ya showed up. Where are all the feminists? That place should be packed with feminists.

Faces painted, wearing jerseys, flashin‘ their titties.

Goin‘ fuckin‘ nuts, like the guys d in the upper deck with their big beer titties.

„Am I on the jumbotron? Am I doing it?“

Yeah.

You didn’t.

None of you, none of you went to the fuckin‘ games. None of you. You all, you failed them, not me.

Not men.
Women failed the WNBA.

Ladies, ladies, name your top five
all-time WNBA players of all time.

Come on.

Let’s hear it. Name five WNBA teams. Name the WNBA team in your fuckin‘ city. You can’t do it!

You don’t give a fuck about them. They play night in and night out
in front of nobody. It’s a fuckin‘ tragedy, right?

And then meanwhile, you look at the Kardashians,

they’re making billions.

You look at those Real Housewives shows,

they’re making money hand over fist ‚cause that’s what women are watchin‘.

The money listens.

You don’t wanna watch this shit, you’re watching this shit.

They just shoot it over there, drowning these whores in money and purses and shoes and Botox.

It’s just raining.

It’s raining money.

Yeah. So, the money listens.

You’d rather watch that shit,
Real Housewives,

a bunch of women just tearing each other down.

„Well, maybe that’s why
your husband left you.“

„Maybe that’s why your husband left.
That’s why you can’t have kids, bitch!“

„That’s why your ass is as flat
as your titties, bitch.“ Right?

That’s the message you sent.

„We would rather watch that than see a bunch of women come together as a team and try to achieve a common goal.“

„We would rather watch them
actually fucking destroy each other.“

Yeah.

No, no, no.

And then in the end, you come back
and you fuckin‘ yell at guys.

And it’s like, let me get this straight, I have to buy you a drink, stop the axe murderer from coming through the fuckin‘ window, and I have to watch WNBA games for you?

Like, when are you gonna pick up your end of the couch?

Und ich finde da sind viele sehr interessante Punkte drin.

1. weibliche Unterverantwortlichkeit

Das Thema weibliche Unterverantwortlichkeit und im Gegenzug männliche Hyperverantwortlichkeit hatten wird schon. Es passt hier wieder ganz gut. Bei uns eher Frauenfußball, bei dem sich beschwert wird, dass die Frauen nicht das Gleiche verdienen wie die Männer und das Männer nicht ebenso begeistert Frauenfußball schauen, wenn tatsächlich die meisten Zuschauer Männer sind und Frauen sich eben für andere Sachen interessieren.

Das gleiche findet sich bei mehr weiblichen Politikern für die eine Quote gefordert wird, obwohl Frauen das aktive und passive Wahlrecht haben und die Mehrheit der Wähler stellen und weibliche CEOs obwohl Frauen sich weit weniger darum bemühen für solche Jobs überhaupt in Frage zu kommen.

2. Männer und Frauen haben verschiedene Arten intrasexuelle Konkurrenz auszuleben

Es ist aus evolutionärer Sicht eigentlich wenig überraschend, dass Männer und Frauen intrasexuelle Konkurrenz anders austragen.  Ich hatte schon einen Artikel dazu, dass Gruppensportarten, bei denen man gegeneinander antritt sehr gut als Ersatz für intrasexuelle Kämpfe bei Männern dienen können und alle Elemente dafür vorhanden sind. Es sind eben Stellvertreterkämpfe einer sehr körperlichen Art, aber ohne oder nur mit sehr begrenzter Gewalt. Zudem ermöglichen sie die Identifikation mit einem Team

Frauen hingegen tragen dies anders aus, es geht weniger darum in einem Wettbewerb der bessere zu sein (im Gegenteil, Frauen betonen Gleichheit und finden Frauen, die sich herausheben oft als problematisch). Sie tragen ihre Kämpfe insofern subtiler aus, durch Gerüchte, soziales Ausgrenzen, es geht um starke Gefühle, die subtileren und nicht so betonten Statuspositionen innerhalb der Gruppe.  etc. Da passen dann die Housewifes oder Kim Kardashian eben besser zu. Es bedient etwas, was auch in der evolutionären Vergangenheit wichtig war: Die beobachten, die hoch in der Hierachie des Stammes stehen und schauen, was sich dort verändert, ihnen Nahe sein und die Veränderungen im Machtgefüge etc mitbekommen.

 

29 Gedanken zu “Bill Burr zum Feminismus – „Nicht Männer sind schuld, sondernFrauen haben die WNBA im Stich gelassen“

  1. Es fehlt 3. ‚Feminismus beklagt „Missstände“, die keine sind.‘

    Z.B der Umstand, dass nur wenige Frauen in der Politik sind, ist so wenig auf Diskriminierung zurückzuführen wie der Umstand, dass so wenige Männer an den Strickweltmeisterschaften teilnehmen.

    und 4. ‚Feminismus lässst sich zusammendampfen auf „ICH will haben, egal wen das wieviel kostet“‚

  2. Dazu hatte er schon mal was:

    Das größte Problem ist dieses:

    Right? And all of these men had to sit there and act like they didn’t know
    what the answer was. They had to sit there, like, dumbfounded.

    Frauen erhalten keinen richtigen Konter, keine richtige Kritik und für das was sie leisten, werden sie auch noch überschwänglich gelobt.

    Es ist sehr leicht zu verstehen warum Frauensportlerinnen i.d.R. weniger verdienen wie männliche Sportler. Aber auf Frauenseite ist man bemüht es nicht verstehen zu wollen. Oder es kann auch tatsächlich sein das viele Frauen wirklich glauben das Frauen im Sport genau so gut sind wie Männer. Ich habe mir ja Videos von RangaPal angeschaut und das glauben wirklich einige Frauen (Genauso wie sie glauben das Männer genau so leicht an Sex kommen, wie Frauen).
    Aber sobald es um um Gewalt geht, da weiß dann auch die Frauenseite sofort wieder das Männer stärker sind.

    David Chapelle hat auch noch etwas dazu. Gleich der erste Clip:

    Seine Lösung wäre auch eher eine, bei der man Frauen als Erwachsene behandelt und nicht wie Kinder, denen man noch nicht erklären will wie das mit dem Sex und Kinderkriegen funktioniert und sie deswegen belügt.

  3. Frauen erhalten keinen richtigen Konter, keine richtige Kritik und für das was sie leisten, werden sie auch noch überschwänglich gelobt.

    Hab gestern mal ein Fußballspiel der Frauen EM angeschaut. Das auffälligste war, wie anders die Kommentatoren mit Fehlern der Spielerinnen umgehen. Bei den Männerspielen werden Fehler genauestens analysiert, genüsslich hervorgehoben und seziert, bei den Mädels schauen die Kommentatoren einfach drüber hinweg.

  4. „Aber auf Frauenseite ist man bemüht es nicht verstehen zu wollen. Oder es kann auch tatsächlich sein das viele Frauen wirklich glauben das Frauen im Sport genau so gut sind wie Männer.“

    Vermutlich haben Frauen ganz einfach ein völlig anderes Verständnis von Leistung, Wettbewerb und Fairness.

    • … und der Realität. Wenn man sich anschaut was Frauen glauben, wie das Leben von Männern abläuft, z.B. gestern gerade gesehen, wo Frauen meinten das Männer genau so einfach an Sex kommen wie Frauen, dann ist das regelmäßig einfach nur lachhaft. Teilweise völlig ahnungslos und teilweise Ansichten die es ihnen erlauben die Probleme mit denen Männer zu kämpfen haben einfach runter zu spielen.

      • Realität ist eine Erfindung des Patriarchates. Daher ist alles, bei dem sich Frauen benachteiligt oder sonstwie schlecht fühlen, Schuld der bösen Männer. Macht doch Sinn.

      • „wo Frauen meinten das Männer genau so einfach an Sex kommen wie Frauen, dann ist das regelmäßig einfach nur lachhaft“

        Neulich gesehen, von 2018: Bei Minute 55:42 bis 55:58. Keiner widerspricht den beiden Frauen – what the fuck?

        Damit es der Nachwelt erhalten bleibt:
        Psychologin (will Stimmung gegen Freier machen, diese wollten ein Machtgefälle ausnutzen): „Warum gehen Männer zu Prostituierten? Wir leben ja heute in einer Welt, wo wir eigentlich über Tinder und was-weiß-ich-was, jederzeit mit j… tausenden Menschen…“
        Moderatorin (fällt erläuternd ins Wort): „Also, Prostitution müsste sich selber abschaffen, weil wir im Grunde genommen jederzeit uns Gelegenheitssex sowieso organisieren können, ohne dass Geld im Spiel ist…“
        Psychologin: „Also, das heißt doch, es muss ein Unterschied sein. Es muss ein Unterschied sein!“

        Ich verstehe es nicht – wieso können die* so etwas sagen, ohne dass wenigstens eine Hälfte des Publikums in Gelächter ausbricht? Sind die Männer alle zu stolz? Wollen die alle einen auf „Isch hab ja Jelegenheiten ohne Ende“ machen?

        *Die Moderatorin wollte sich die Position nicht unbedingt zu eigen machen, sondern sie nur hervorheben

  5. Die Erwartungen sind anscheinend dahingehend, dass Männer sich bitteschön die Frauen-EM ansehen, um gute Allys zu sein.
    Wegen Katar-Boykott wäre das sogar mal eine Maßnahme, aber ich interessiere mich leider nicht für Fußball…

  6. Diese ganze Frauenargumentation ist wirklich auf dem Niveau von Schülern. Nein, es ist nicht Arbeit, die bezahlt wird. Keine Sau interessiert sich dafür, wie viel Du arbeitest. Wäre das so, würden Bauarbeiter zu den bestbezahlten Menschen gehören. Oder Alten- und Krankenpfleger. Oder Ärzte im Schichtdienst.

    Was zählt, ist die Leistung. Geld, das man erwirtschaftet. Das Geld wächst nicht auf Bäumen. Sondern wird üblicherweise von Kunden bezahlt. Festangestellt statt selbständig? Na dann gibt’s erstmal einen satten Risikoabzug für Dich. Du lagerst das Geschäfts-Risiko auf den/die Arbeitgeber aus. Also weniger Geld. Dieser ganze „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ist doch totaler Quatsch. Arbeit ist keine sinnvolle Maßeinheit für Entlohnung. So funktioniert der Kapitalismus nicht. Und anstatt das Spiel zu lernen und zu spielen, wird dann argumentiert, dass aus irgendwelchen Gründen es „gerecht“ ist, wenn man selbst mehr Geld bekommt als jetzt, und die anderen das irgendwie zahlen sollen.

    Du arbeitest lieber „mit Menschen“ statt „mit Dingen“? Tja, da machst Du dann entweder spektakulär anspruchsvolle Sachen, die den Menschen überragenden und messbaren Nutzen bringen (z.b. Vermögensberatung) oder Du verdienst halt so viel, wie das, was Du tust, anderen Menschen wert ist. Verkauft man stattdessen Häuser oder Autos, ist es relativ einfach, den Wert zu bestimmen. Dann kriegt man eben eine Provision in Abhängigkeit des verkauften Gegenstands.

    Du hilfst kranken Kindern in den Slums der dritten Welt? Tja, dann kommt Dein Lohn von Gott. Oder Spendern. Denn er kommt sicher nicht daher, dass die Eltern der kranken Kinder Deine Arbeit bezahlen. Das heißt nicht, dass das keine harte Arbeit ist. Im Gegensatz: Du verkaufst Wohnungsportfolios an Deine Bekannten aus dem Golfklub? Tja, da hast Du wahrscheinlich weniger Arbeit als die Ärztin in der 3.Welt, aber verdienst ein Vielfaches.

  7. Feminismus hat Frauen zu unkritisierbaren Wesen gemacht. Jede kritisierte Frau kann sich heute als Opfer stilisieren und auf volle Solidarität hoffen. Frauen bekommen dafür ihre Safe Spaces und Quoten, damit sie sich ja nicht der Gefahr toxischer Männlichkeit aussetzen müssen.
    Und wird eine Frau kritisiert, dann steht schnell der Sexismusvorwurf im Raum oder die Kritiker kommen ganz bestimmt aus der Rechten Ecke.

    Wir müssen uns damit abfinden: Feminismus ist das Übel des Jahrhunderts. Feminismus macht Frauen unsichtbar und fordert stattdessen Gleichschaltung und Gehorsam. Wer nicht mitmacht, ist dagegen. Die Feindbilder im Feminismus werden entsprechend gepflegt, die toxische Männlichkeit ist der jüdische neue Brunnenvergifter. Zur wissenschaftlichen Unterstützung wurden die Genderstudies erschaffen die für alles eine Antwort liefert, auch wenn vorher gar kein Problem vorhanden war. Es ist die neue Rassenlehre für die Generation „woke“.

    Und jeden Tag kommen mehr junge dumme Frauen hinzu, die unhinterfragt die Mythen übernehmen. Diesen Frauenmist aus den Köpfen wieder herauszubekommen wird unmöglich sein. Es ist eine feministische Dolchstoßlegende die sich in der Geschichte verankert hat.

    Nur eine Ent-Feminismus-ierung der Lehre, Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Medien und anderen Machtstrukturen könnte daran etwas ändern. Aus der Geschichte wissen wir alle aber, dass dies nie ganz funktioniert und sehr viel Zeit braucht.

      • Was letztendlich zu befürchten ist, weil nach einem Extrem das andere Extrem folgt.

        Das ist das grundlegende Problem, wenn die Vertreterinnen einer entfesselte Ideologie wie des Feminismus meinen, es müssen gesellschaftliche Umbrüche herbeigeführt werden, Gesetze auf den Weg gebracht werden um sich selbst zu übervorteilen, eine verabscheuungswürdige Randgruppe namens Männer geschaffen werden, etc.

        Jedes von feministischen Aggressorinnen eingesetze demagogische Mittel kann sich auch gegen sie richten.
        Ich warte auf den Tag, an dem es tatsächlich Handlungen gegen feministischen Aktionen gibt oder sogar Personen geschädigt werden. Die Geschichte zeigt einfach, dass dies für eine unterdrückte Mehrheit der letzte Ausweg sein kann.

  8. Bei der Frauen-EM geistert ja auch ständig der Begriff „Equal Pay“ herum. Ich habe mir deswegen mal die Zuschauerzahlen der Saison 21/22 angesehen. Zugegeben, wegen Corona ist gerade nicht ganz der Normalzustand, aber das wirkt sich ja eher dahingehend aus, dass Stadien nicht komplett gefüllt werden durften.

    Damen, 1. Bundesliga:
    Zuschauerschnitt pro Spiel:
    333 bis 1576, Median 807
    Drei (3) Mannschaften kommen auf einen Zuschauerschnitt von über 1000.

    Damit liegen die Mädels auf dem Niveau der 4. männlichen Liga, der Regionalliga Bayern, Regionalliga Nord, Regionalliga Südwest, Regionalliga Nordost und der Regionalliga West.
    Zuschauerschnitte pro Spiel:
    Bayern 198 bis 1537, Median 527; 3 Mannschaften mit mehr als 1000 Zuschauern/Spiel
    Nord 167 bis 2621, Median 460; 2 Mannschaften mit mehr als 1000 Zuschauern/Spiel
    West 431 bis 9403, Median 590; 7 Mannschaften mit mehr als 1000 Zuschauern/Spiel
    Südwest 199 bis 5316. Median 601; 7 Mannschaften mit mehr als 1000 Zuschauern/Spiel
    Nordost 291 bis 4136, Median 647; 8 Mannschaften mit mehr als 1000 Zuschauern/Spiel

    Die Durchschnittszahlen sind das eine. Da die Herrenregionalligen aber mehr Vereine haben, so um die 20 verglichen mit zwölf in der 1. Bundesliga der Damen, sind die Gesamtzuschauerzahlen pro Saison teils deutlich höher als bei den Damen in der ersten Liga:

    Damen, 1. Bundesliga: 3305 bis 17340 Zuschauer, Median 8461

    Herren, Regionalliga Bayern: 3762 bis 29196 Zuschauer, Median 10008
    Herren, Regionalliga Nord: 2333 bis 39312 Zuschauer, Median 6899
    Herren, Regionalliga West: 8183 bis 178651* Zuschauer, Median 11205
    Herren, Regionalliga Südwest 3574 bis 95691 Zuschauer, Median 10809
    Herren, Regionalliga Nordost 5532 bis 78576 Zuschauer, Median 11976

    Equal Pay im deutschen Fussball heißt für die Damen derzeit, sich mit Vertragsamateuren der Herren messen zu können, und selbst da in der Spitze bei weitem nicht mithalten zu können. Im Gegenteil, selbst in der 5. deutschen Herrenliga, also im kompletten Amateuerbereich, gibt es Vereine, die mit den Gesamtzuschauerzahlen der Damen mithalten können: In der Oberliga Westfalen gab es 21/22 fünf Mannschaften mit mehr Zuschauern (Gesamtanzahl) als bei der schlechtbesuchtesten Damenerstligamannschaft, in der Oberliga Niederrhein waren es vier Mannschaften, in der Mittelrheinliga drei…

    Stadionzuschauer sind einer der Faktoren, die die Einnahmen bei den Damen bestimmen. Fernsehrechte, Merchandising und Werbeeinnahmen sind weitere. Subventionen durch Herrenvereine*** kommen noch hinzu. Ich wäre sehr interessiert, wenn da jemand eine Einnahmenübersicht zu einem Damenverein beisteuern könnte.

    Mit freundlichen Grüßen von Renton an alle, die sich in der Debatte für Fakten** interessieren.

    *Für diesen Rekord sorgte natürlich: Nur der RWE!!!
    **Die alten, richtigen Fakten, im Gegensatz zu den neumodischen, gefühlten Fakten.
    ***Man vergleiche einmal die Vereine in der 1. Liga der Damen heute und früher. Heute sind neun von zwölf Vereinen in namhafte Herrenclubs integriert. Vor zehn Jahren waren es vier, vor zwanzig Jahren nur 2.

    • Gerade gestern hatte eine der „Expertinnen“ im Rahmen der EM-Berichterstattung wieder mal entrüstet darauf hingewiesen, dass in der Frauen-Bundesliga teils schlechter bezahlt wird als in der dritten Männer-Liga. Dass es dafür einen anderen Grund als Frauenfeindlichkeit geben könnte, wurde selbstverständlich weder von ihr noch irgend jemand anderem in der Sendung auch nur in Erwägung gezogen…

      • „dass in der Frauen-Bundesliga teils schlechter bezahlt wird als in der dritten Männer-Liga“

        Nur teils?!? Hier sind die Zuschauerzahlen der letzten Saison. Alle(!) Mannschaften der 3. Fußballbundesliga hatten gesamt mehr Zuschauer als jede einzelne Damenmannschaft: Der SC Verl hatte mit 18781 Zuschauern noch am wenigsten, der 1. FC Magdeburg mit 299126 17mal so viele Zuschauer wie die bestbesuchte Damenmannschaft (Eintracht Frankfurt).

        Die Telekom zahlte für die Übertragungsrechte für die 3. Liga und die Frauenfußballbundesliga zusammen laut Kicker ab der Saison 2018/19 16 Millionen Euro pro Jahr. Der Löwenanteil davon dürfte für die 3. Liga der Herren gedacht sein, die vorher bereits 12,8 Millionen Euro im Jahr erhielt. Dafür sprechen auch die Aussagen „neben der Liveübertragung der 380 Spiele in der 3. Liga pro Saison wird die Telekom in den vier Spielzeiten ab 2018/19 auch eine Highlight-Berichterstattung in einer Zusammenfassung aller Spiele senden. Aus der Frauen-Bundesliga werden ausgesuchte Topspiele live übertragen“ und „die Vereine der 3. Liga werden auf jeden Fall ab der Saison 2018/19 deutlich über eine Million Euro aus ihrem ersten Pay-TV-Vertrag pro Jahr erhalten; etwa 40 Prozent mehr als derzeit gezahlt werden“. (Dass in der 3. Liga damit insgesamt vielleicht mehr Geld an die Vereine gezahlt wird, als sich aus den TV-Rechten ergibt, könnte daran liegen, weil 2. Mannschaften von Profiklubs kein Geld erhalten. Oder vielleicht schießt der DFB auch von 1. und 2. Liga etwas zu.) Nochmal: Es werden alle (Herren-)Drittligaspiele übertragen (und geguckt!), aber nur wenige Spiele der Frauenbundesliga.

        Zu den Finanzen der Frauenvereine noch folgendes: Sport1 berichtete im Mai dieses Jahr, dass „die zwölf Vereine der Frauenfußball-Bundesliga in der vergangenen Saison einen Rekordumsatz in Höhe von rund 15 Millionen Euro erwirtschaftet haben“. Sie haben also insgesamt weniger Einnahmen als die 3. Liga der Herren allein aus Fernsehrechten erwirtschaftet. Interessanterweise geben die Frauenvereine der 1. Liga aber doppelt so viel Geld aus, wie sie eingenommen haben: „Schließlich sind die Rekordausgaben der Vereine in Höhe von knapp 30 Millionen Euro doppelt so hoch wie die Umsätze[…] Durchschnittlich hat ein Kader die Klubs 1,3 Millionen Euro gekostet. Das ist ein Plus bei den Gehältern der Spielerinnen von 113 Prozent innerhalb der vergangenen zehn Jahren[sic!]. Das sorgt für ein durchschnittliches Minus von 1,2 Millionen Euro pro Verein – auch das ist ein Rekord.“

        Wieso die Frauenklubs trotzdem nicht pleite gehen? Seid ihr Feministen oder kommt ihr selbst drauf? „Maßgeblich für die Steigerung bei den Kosten sind laut DFB die Männer-Profiklubs, die „eine hohe Investitionsbereitschaft“ bei den Frauen zeigten“. Auf Deutsch: Die Hälfte der Einnahmen der Frauenprofiklubs besteht statistisch aus Spenden der Herrenklubs. (Wobei man zwischen den neun Vereinen, die an einen wirklich großen Herrenklub angeschlossen sind, und den Vereinen SGS Essen, SV Meppen und Turbine Potsdam wahrscheinlich einen großen Unterschied machen muss.)

        Die Damen sind unfähig, genug eigene Einnahmen zu generieren, lassen sich großzügig von den Herren alimentieren – und einige halten sich dennoch für unterbezahlt. Unfassbar, so was.

        • Es ist noch zu erwähnen, dass zusätzlich zu den Zahlen absolut, die Tatsache existiert, dass paar Hanseln die sich Frauenfußball ansehen eben überwiegend Männer sind.
          Frauen schauen keinen Sport!

        • Renton, alles, was du schreibst, ist richtig, wird Feministinnen aber nicht überzeugen. Meinem Eindruck nach wird das mangelnde Interesse am Frauenfußball irgendwie auf die allgemein fehlende Wertschätzung von Frauen in unserem Patriarchat zurückgeführt. Sobald endlich eine geschlechtergerechte Gesellschaft erreicht ist, wird für Frauenfußball mindestens das gleiche Interesse wie bei den Männern bestehen, und bis dahin muss halt gefördert werden, alles andere wäre ungerecht…

          • Es ist nicht nötig, Feministinnen zu überzeugen. Es ist nötig, die breite Masse zu überzeugen. Das, was ich recherchiert habe, bietet eine ausreichende Grundlage, um in der Debatte folgende Position zu vertreten:

            Frauen sind im Profifußball nicht unterbezahlt, sondern allzu deutlich überbezahlt!

            Sie sollten nicht einmal halb so viel bekommen* wie jetzt, weil allein die Hälfte ihrer Ausgaben ihnen von den Herrenklubs in den A*** geschoben wird. Zusätzlich profitieren sie von hochmodernen Trainingsplätzen etc., ohne auch nur einen Cent selbst in sie investiert zu haben.

            Es ist wichtig, dem feministischen Einheitsbrei nicht nur zu widersprechen, sondern ihm eine regelrecht provokante Gegenposition entgegen zu bringen. Nur so kann man das Narrativ aufbrechen. Deshalb nochmal:

            Deutsche Profifußballerinnen sind nicht unter-, sondern überbezahlt. Würden sie nicht bereits großzügig beschenkt, würden sie nicht einmal halb soviel bekommen wie jetzt.

          • Auch da stimme ich dir völlig zu. Aber es wird schwer, die breite Masse zu überzeugen, solange die Medien das Narrativ der Feministinnen so unhinterfragt übernehmen und verbreiten.

  9. Wenn Frauen im Sport das gleiche wie Männer verdienen wollen, dann muss das natürlich auch umgekehrt und für andere Branchen gelten. Alleine die Camgirls von OnlyFans werden den Feministinnen dann was husten.

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