Intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen, Mate Guarding und wie würdet ihr entscheiden?

Gerade etwas Drama im entfernteren Freundeskreis

Er hat einen Laden, den er im wesentlichen alleine führt, erst kürzlich konnte er eine Aushilfe anstellen, die ihn etwas unterstützt. Seine Frau hat einen Job als Kassiererin in einem Supermarkt, sie haben einen Sohn, ein weiteres Kind ist unterwegs.

Vor etwa drei Monaten fing er an extrem eifersüchtig zu werden und sah überall Affairen ihrerseits. Frau versichert, dass da nichts ist. Und da wir, beziehungsweise eher Südländerin, mehr mit ihr zu tun hat, stimmt das wahrscheinlich nach allem, was man so hört. Wegen der Vorwürfe und der Eifersucht kommt es immer wieder zum Streit, man trennt sich fast. Schließlich versöhnt man sich wieder und er fährt etwas runter.

Die Ehefrau hat nunmehr die Angestellte von ihm in Verdacht. Denn seit die da ist tauchte auch plötzlich seine Eifersucht auf. Sie vermutet erst, dass die beiden etwas hatten, aber er beteuert, dass da nichts ist. Dann vermutet sie, dass sie ihr den Mann wegschnappen will und besteht darauf, dass er sie entlässt. Er sagt, dass sie ja nichts getan habe, deswegen könne er sie auch nicht entlassen. Die Frau setzt ein Ultimatum. Wenn die Angestellte nicht geht, dann geht sie.

Südländerin zeigt mir ein Foto des „Miststücks“. Nicht hässlich, etwas zu stark geschminkt. Südländerin findet sie ganz solidarisch hässlich und billig aussehend. Sie fragt, was ich meine.

Ich tendiere dazu, dass er ihr kündigen muss. Ehefrau geht vor und auch wenn es nur der zeitliche Zusammenhang ist hat er ja immerhin angefangen mit der ganzen Sache. Es wäre für mich, nachdem man sich ohne konkreten Verdachtsmoment so aufgeregt hat, die Ehekrise nicht wert. Eine andere Aushilfe findet man ja.

Was sagt ihr?

25 Gedanken zu “Intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen, Mate Guarding und wie würdet ihr entscheiden?

  1. Schon alleine wegen der Quote.
    Aushilfsjobs, da besteht ein Genderungleichgewicht.
    Soll er sich einen der neueren einstellen.

    Wer sieht den heißer aus?
    Die Info fehlt ja jetzt irgendwie.

  2. So ein Ultimatum ist ja super. Tue was ich sage oder die Kinder sind weg…

    Wie alt sind die denn? Wie alte der Sohn?

    Mit dem Vertrauen scheint es da noch nicht so zu klappen.

  3. Auf die Gefahr hin, selbst im Glashaus zu sitzen:

    Wenn wirklich nichts mit der Angestellten gelaufen ist, so sollte er das seiner Frau klarmachen (und dabei auch aufrichtig einräumen, dass seine eigenen früheren Eifersuchtsanwandlungen verfehlt waren).
    Sollte er die Angestellte tatsächlich entlassen, so wird das nur der Anfang sein. Für seine Frau wäre es ein Schuldeingeständnis, und die nächste Angestellte wäre früher oder später wieder fällig (oder irgendeine andere Frau in seiner Umgebung).
    Das ist eine Sache gegenseitigen Vertrauens. Wenn die beiden das nicht auf die Reihe kriegen, werden sie langfristig eh keine Chance haben.
    Möglicherweise reagiert die Frau aber auch heftiger als sonst, weil sie schwanger ist. Vielleicht kann er diese Zeit auch einfach aussitzen, und sie wird nach der Entbindung wieder gelassener.

    Für den Fall einer Affäre mit der Angestellten will ich lieber keine Empfehlung geben. Das ist erst recht ein Drahtseilakt.

    • Das war jetzt auch mein Gedanke – wir wissen ja überhaupt nicht, was los ist. Wenn die Angestellte seine Geliebte ist und er seine Ehe retten will, dann muss sie aus der Gleichung genommen werden. Soviel ist klar. – Aber das müsste er dann von sich aus wollen und nicht zur als Forderung seiner Frau erfüllen.

      Doch wenn sie kein Verhältnis haben, wehrt die Frau keine Gefahr ab, sondern das Vertrauen ist zerrüttet und es läuft auf eine demonstrative Unterwerfungsgeste hinaus (auch, wenn diese eventuell beinhalten, eine Unschuldige arbeitslos zu machen). Dann weiß ich nicht, wieviel noch zu retten ist und ob es nicht nur der erste Schritt in einer Reihe von Forderungen wäre, bei denen es irgendwann eh zerbrechen wird.

      Also grob gesagt: Wenn er schuldig ist, muss er sie entlassen, wenn nicht, sollte er es nicht tun. Also jeweils das Verhältnis bewahren, das bessere Aussichten hat.

      • P.S.: Ich vergaß natürlich die Variante, dass tatsächlich nichts vorgefallen ist, aber die Angestellte sein Misstrauen geschürt hat. – Dann müsste natürlich auch sie gehen.

  4. „Die Ehefrau hat nunmehr die Angestellte von ihm in Verdacht. Denn seit die da ist tauchte auch plötzlich seine Eifersucht auf.“

    Frauenlogik?

    Vielleicht kommt ihr die Angestellte ganz gelegen, weil sie im Supermarkt nen Besseren gefunden hat und einen Rechtfertigungsgrund für eine Trennung braucht.

    • Nö, ist gar nicht so unlogisch.

      Wenn es da einen zeitlichen Zusammenhang gibt zwischen der Mitarbeiterin und der Eifersucht, drängen sich zwei Hypothesen geradezu auf:
      a) Die Mitarbeiterin macht den Iago
      b) Der Gatte leidet an Projektion

      Dass die beiden anscheinend nicht annähernd erwachsen genug sind, mit der Situation umzugehen, könnte der Kern des Problems sein.

  5. 1. Die beiden Personen hätten nie heiraten sollen.
    2. Die beiden Personen hätten nie Kinder haben sollen.

    Wenn er nachgibt, dann wird sich die Situation einfach wiederholen, sollte er nicht nachgeben, wird sie sich wohl scheiden lassen, was ja auch nette Konsequenzen sind…

  6. Wenn sie schwanger ist, ist sie aufgrund der Hormonlage sowieso keinen Argumenten zugänglich. Das gilt es also ersteinmal auszusitzen, soviel Mann sollte man sein; soviel Langmut sollte man besitzen.

    Darauffolgend wird er sich überlegen müssen, ob er sich als ihr Besitzstand verstanden wissen möchte. Wenn er für die Versorgung der Familie zuständig ist, und das auch durch die Selbständigkeit noch in eigener Verantwortung, sehe ich nicht, warum sie das Recht haben sollte ihm zu irgendeinem Vorgang in seiner Firma Vorschriften zu machen. Attraktive, freundliche und offene Angestellte werden sicher von den Kunden bevorzugt und darüber hinaus könnte es bedeuten, dass sie Grund hat, sich selbst nicht so wahrzunehmen sondern insgeheim weiß, dass sie zickt und ihm auf den Geist geht. Selbst wenn er fremd gehen würde ist es immer noch so, dass er ihr Leben mitfinanziert und nicht nur sein eigenes. Ich finde, sie sollte dankbar sein und keinen Machtkampf mit ihm veranstalten oder aber sich trennen und dann konsequent sein und sich selbst versorgen. Ihm Freizeit und Job zu vermiesen und dann aber vom Ergebnis seiner Anstrengungen abzuschöpfen ist ein mieser Zug. Selbst bestimmen wollen ist OK. Aber dann auch selbst klar kommen und nicht nur bei ihm bleiben, weil sie die Kinder selbst nicht finanziert bekommt.

  7. Die Frage ist doch: Lag es auch aus seiner Sicht an der neuen Angestellten? Da sollte er ehrlich mit sich selbst sein und in sich gehen. Wenn er zu dem Schluss kommt, dass sie die Ursache war: Entlassung. Wenn nein: Nicht nachgeben, da die Forderung dann irrational ist und so etwas dann nur immer wieder vorkommen wird.

  8. Es ist ein Shittest.

    Mitarbeiterin rauswerfen.

    Der Frau erklären, dass es keinen Grund für Misstrauen gibt, aber dass ihre Wünsche ihm natürlich wichtig sind, und dass die Mitarbeiterin daher gehen muss, obwohl sie ihren Job gut macht und das für den Betrieb jetzt erstmal doof ist, solange es keinen Ersatz gibt.

    Heißere Mitarbeiterin einstellen.

  9. Er ist in der Zwickmühle, gibt er ihr nach, dann weiß sie, dass sie ihn in der Hand hat und dann geht es bald zu Ende da sie keine Lust auf einen Cuck hat. Gibt er ihr nicht nach, dann könnte es sein, dass sie sich trennt.
    Wieder mal ein gutes Beispiel warum sich ein Mann nicht abhängig von einer Frau machen darf ohne ihr zumindest die selbe Abhängigkeit aufzubürden.

  10. das ist alles viel zu vage, um jemanden rauszuschmeißen. Man kann doch niemanden kündigen, weil man Ärger mit seiner Frau hat und dann dafür eine mutmaßlich unschuldige Mitartbeiterin quasi als Sündenbock opfern, obwohl sie kein eigenes Fehlverhalten gezeigt hat. Wenn sie ihn tatsächlich aufgestachelt hat, wäre es etwas anderes, aber wenn die Eifersucht von ihm ausging, muss er auch die Konsequenzen tragen, also versuchen sie zu überzeugen oder ihre Entscheidung akzeptieren.

  11. Wenn die Angestellte gute Arbeit leistet, soll er sie natürlich NICHT entlassen.

    Die Ehefrau spinnt rum mit ihren Untreueverdächtigungen, er spann rum mit seinen Verdächtigungen. Himmel, sind manche Leute ungechillt.

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