Sasha Grey zu intrasexueller Konkurrenz unter Frauen und männlichen Sexphantasien

In einem Interview mit dem (Ex-)Pornostar Sasha Grey finde ich zwei Passagen ganz interessant:

sasha_grey

 

Einmal eine Passage dazu, wie Frauen ihre Männer auch anlässlich eines Interviews von ihr fernhalten wollen:

Leute, die auf meinen Namen allergisch reagieren, wird es immer geben. In deren Weltbild passt aber auch nicht, dass ich viele junge weibliche Fans habe. Natürlich stehen die in Opposition zu all den entsetzten Frauen, deren Männer meine Filme toll finden. Frauen, die immer wieder eine Grundsatzdebatte anzetteln, ob ich das durfte, oder eben nicht. Ich wurde unlängst von einer Journalistin in Portugal interviewt, die mir sagte, dass es den Redakteuren, die mich eigentlich befragen wollten, von ihren Frauen verboten wurde. Ja, das alte Bild von Porno-Sasha-Grey, die brave Männer ihren hilflosen Frauen entreißt, um sie zu verschlingen, ist immer noch lebendig.

Das passt aus meiner Sicht gut dazu, wie einige Frauen, gerade wahrscheinlich solche, die eine ausufernde Sexualität nicht für gut halten, „schlampige Frauen“ als Gefahr sehen, insbesondere in Hinblick auf eine bestehende Partnerschaft.

Dazu hatte ich bereits einige Artikel:

Tatsächlich ist Sasha Grey bei einem Interview für die Ehemänner nicht gefährlich, sie wird wohl kaum  mit ihnen Sex haben. Aber sie ist zum einen schön und zum anderen eben sehr sexuell, also in gewisser Weise intrasexuelle Konkurrenz für die Ehefrauen, die sie deswegen als Gefahr sehen und abwerten.

Eine weitere Stelle war:

Die meisten Filme sind eine Aneinanderreihung von Sexklischees. Aber wie viele Männer kommen aus dem Büro nach Hause und wünschen sich eine Frau, die sich nackt vornüberbeugt und seufzt: „Schatz, ich bin bereit. Nimm mich.“ Die meisten Männer träumen davon, dass so ein Quatsch wahr wird, und vielleicht irgendwo ein besseres Rock’n’Roll-Leben auf sie wartet: voll mit willigen, jungen, scharfen Frauen, Kokain und schnellen Autos.

Auch hier entspringen die Klischees denke ich häufig einfach den biologischen Wünschen, eben ein Leben als sexuell sehr begehrter Mann, der Frauen anspricht und dem daher von jungen, attraktiven Frauen unkomplizierter Sex angeboten wird. Männer träumen von einem Leben, in dem sie einen hohen Status haben und deswegen sexuell attraktiv sind, sie wünschen sich, dass die sexy Nachbarin/die hübsche Sekretärin/die Verkäuferin aus dem Laden oder welche sexy Frauen sie auch sonst wahrnehmen voller Geilheit einfach genommen werden will. Das passt natürlich recht gut zu den Kosten des Sex und es wird sich aus den gleichen biologischen Gründen eben meist um relativ junge Frauen zwischen 18-25 handeln.

100 Gedanken zu “Sasha Grey zu intrasexueller Konkurrenz unter Frauen und männlichen Sexphantasien

  1. „Ich wurde unlängst von einer Journalistin in Portugal interviewt, die mir sagte, dass es den Redakteuren, die mich eigentlich befragen wollten, von ihren Frauen verboten wurde.“

    Davon abgesehen, daß ich das nicht glaube; wären diese Männer schon arme „Helden“.

    “ “Schatz, ich bin bereit. Nimm mich.” Die meisten Männer träumen davon, ..“

    Oh mein Gott. Kennt die Dame überhaupt Männer, oder redet die öfter so ein dummes Zeug?

    Wenn Frauen wirklich an diese Art der Frauenkonkurrenz glaubten und von solchen Männerträumen „wissen“, warum folgen sie denn dann nicht dem Rat dieser „Expertin“? Sie, die Frauen, brauchten sich nur nackig machen, vornüberbeugen und zu hauchen, „Schatz nimm mich!“ … Schon ist die Welt im Gleichgewicht!?

    Glauben die denn wirklich solchen Mist? 😦

  2. Aber wie viele Männer kommen aus dem Büro nach Hause und wünschen sich eine Frau, die sich nackt vornüberbeugt und seufzt: “Schatz, ich bin bereit. Nimm mich.”

    Für mich hört sich das nach ganz billigem Klischee bzw. nach einer Sexfantasien von pubertären Jungs an.

    • @St Elmo

      „Für mich hört sich das nach ganz billigem Klischee bzw. nach einer Sexfantasien von pubertären Jungs an.“

      Ich finde die Lust von Frauen sehr antörnend. Wenn eine Frau weil sie Sex will geradezu über einen herfällt, dann ist das aus meiner Sicht ein guter Start, wenn man auch gerade Lust hat (was bei Pornos und Sexphantasien ja meist der Fall sein wird)

      • @ Christian

        „Ich finde die Lust von Frauen sehr antörnend. Wenn eine Frau weil sie Sex will geradezu über einen herfällt, dann ist das aus meiner Sicht ein guter Start, wenn man auch gerade Lust hat (was bei Pornos und Sexphantasien ja meist der Fall sein wird)“

        Das läuft dann praktisch nur über nonverbale
        Kommunikation ab. Damit fällt verbaler Austausch
        weg, der immer die Gefahr beinhaltet, dass
        dadurch Probleme des täglichen Lebens, der
        ursprünglichen beiderseitigen Geilheit in
        die Quere kommen. Also einfach laufen lasen
        wie wenn es der letzte Tag der Menschheit
        wäre.

      • Ja, wenn sich meine Freundin (aktiv) auf mich stürzt, ist das auf jedenfall antörnend und da müsste der Tag schon ziemlich scheiße gelaufen sein, wenn ich da nicht sofort lust bekommen würde.

        Aber diese Sitution,
        Der Mann kommt nach Hause und die Frau steht vorneübergebeugt da und sagt „Schatz ich bin bereit, nimm Mich“
        Es ist vorallem dieser Satz, der würde bei mir jede lust abtöten.

        Mir fehlt in der beschriebenen Situation das Prickeln, das Knistern, das Spiel, die Spannung, die Erotik.

        • @Ste Elmo

          Man kann das Szenario denke ich in einer Sexy Version und einer grotesk übertriebenen Version vorstellen. Der Porno hat den Vorteil, dass er von der Ausrichtung her klar ist. Bei einer tatsächlichen Freundin/Frau einfach so aus heiterem Himmel kann es je nach Ausführung und sonstiger Sexualität auch etwas merwürdig wirken. Aber es ist denke ich klar, was sie meint: Sexuelle Begierde, unkomplizierter Sex

        • @ Christian

          Also ich habs nicht als beispiel für unkomplizierten Sex verstanden eher als bedeutungslosen Sex, was die „Rock n‘ Roll Kokain“ aussage betrifft. bzw. billiges Porno Klischee was die vornübergebeugte Frau angeht.

          Mich stört da auch die unterschwellig mitklingenden klischeehaften Vorurteile gegen (bzw. Vereinfachung von) männlicher Sexualität.

          • @St Elmo

            Ich vermute mal die meisten Männer hätten auch zumindest eine gewisse Zeit nichts dagegen, wenn sie problemlos an bedeutungslosen Sex mit schönen Frauen kommen würden, also in dem Sinne, dass sich immer eine unbekannte, aber schöne Frau findet, die absolut Sex mit ihnen will.

        • „Mich stört da auch die unterschwellig mitklingenden klischeehaften Vorurteile gegen (bzw. Vereinfachung von) männlicher Sexualität.“

          Sieh es doch positiv: Männer sind erfrischend unkompliziert, lebensfroh und machen nicht aus jeder Mücke einen Elefanten. Sie nehmen sich was sie kriegen können und wollen.

        • Mit den Einschränkung wie du sie formulierst kann ich dem zustimmen.

          Aberfür mich hab ich festgestellt das bedeutungsloser Sex wie Reiswaffeln ist, macht zwar irgendwie satt, scheckt mir aber einfach nicht.

        • @ St. Elmo

          „Aberfür mich hab ich festgestellt das bedeutungsloser Sex wie Reiswaffeln ist, macht zwar irgendwie satt, scheckt mir aber einfach nicht.“

          Ich denke es ist wie beim Essen, Abwechslung.
          Ab und zu eine deftige Bratwurst mit Kartoffeln
          und dazu reichlich Bier, und ein anderes mal
          Filet Rossini mit Gänseleber mit dem passenden
          Wein. Glücklich wer fähig ist, die ganze
          Bandbreite zu geniessen.
          Ok. Reiswaffeln die nach Karton schmecken
          muss es nicht sein.

        • @ Christian

          „Bei einer tatsächlichen Freundin/Frau einfach so aus heiterem Himmel kann es je nach Ausführung und sonstiger Sexualität auch etwas merwürdig wirken.“

          Sie sagt es doch eigentlich selber! Es ist Quatsch, dummes Zeug.

          „Die meisten Männer träumen davon, dass so ein Quatsch wahr wird, und vielleicht irgendwo ein besseres Rock’n’Roll-Leben auf sie wartet: voll mit willigen, jungen, scharfen Frauen, Kokain und schnellen Autos.“

          Nur wie kommt sie darauf, daß die meisten(!) Männer von sowas träumen? Ich zB würde meine Partnerin erstmal fragen ob SIE nicht am Kokain genascht hat …

        • „Eine Frau die willig ist, und von Dir genommen werden will. Davon träumst Du nicht?“

          @Adrian

          Was soll ich sagen? Bei, auch mir, sind solche Träume schon wahr geworden …es gab schon Frauen die genommen werdenwollten (!).. nur hatten wir uns nicht fragen müssen wer eigentlich „genommen“ wurde. Hat sie nicht mich genommen?
          (Mit Trick 17 !)

          Allerdings ist die Schilderung in diesem Frauengespräch doch etwas grotesk.

          Denn ich denke die meisten Männer träumen eben nicht davon, daß solch ein Quatsch wahr werde!

          Träumen etwa Schwule von so einem Dummfug? Ich denke nicht!

        • „Träumen etwa Schwule von so einem Dummfug? Ich denke nicht!“

          Nein, Schwule träumen bestimt nicht davon, dass es Frauen gibt, die von ihnen genommen werden wollen. Aber von willigen Männern? Klaro 😀

        • 🙂
          Ich dachte immer dass Schwule den betont männlichen Habitus eher abtörnend finden?
          Deswegen werden doch eigentlich eher die femininer wirkenden Heteros angebaggert. Ist zumindest meine Erfahrung noch mit Anfang zwanzig, das ging fast so weit dass ich öfter männliche Interessenten als weibliche hatte.

        • @ David
          Ich finde Männer mit männlichem Habitus durchaus erregend. Diese anzubaggern ist natürlich riskant, denn betontes männliches Auftreten geht nicht selten einher mit Unsicherheit über die eigene Geschlechtsrolle und Homophobie.

          @ ddbz
          „Heteros träumen niemals solche Träume!!“

          Pussie!

        • Heteros sind sexy
          Das schreiben auch Ogas & Gaddam in A Billion Wicked Thoughts. Sie erklären das damit, dass Schwule auf Heteros wegen derer besonderen Männlichkeit ansprechen.

      • @christian

        *Ich finde die Lust von Frauen sehr antörnend. *

        Dann hast du noch nie eine Frau ungefiltert erlebt die eine sehr starke Libido hat.

        Da kommt selbst einer der unter sexuellem AHDS wie ich leidet in leichte Zweifel. Egal. Ein Mann muss hart bleiben!

        Es ist wie bei Allem, zu viel ist zu viel des Guten.

        Frauen halten deswegen auch ihre Lust zurück, verbergen sie, sie wird ihnen ja oft nicht mal bewusst wie man schon gemessen hat.

        Nur wehe etwas Alkohol kommt ins Spiel, besoffene und anzügliche Frauen können dann sehr derbe und abstoßend wirken.

        Es ist nichts anderes als die etablierte Geschlechterarbeitsteilung der Natur, der Mann geht voran, trägt das Hauptrisiko, die Frau folgt, passt sich mehr an und macht evtl. Vorschläge, hat ein Veto.

  3. Masturbierende Männer kennen wir als „Wichser“. Der Begriff ist im hohen Maße abwertend ja beleidigend und soll einen Status als Loser markieren, denn ein Mann, der es sich selber „macht“ kann die Kosten für SEX sprich Frau nicht aufbringen. Der gesellschaftliche Druck wächst so – insbesondere bei jungen Männern – zu kolossalem körperlichen Druck, wenn es diesen nicht gelingt, für sich eine Partnerin zu „gewinnen“ s.h. ihre Bedingungen zu erfüllen oder sie für körperliche Nähe zu bezahlen.

    Parallel dazu kennen wir keinen adäquaten Begriff für masturbierende Frauen.

    Männer können ein gesundes Selbstwertgefühl aufbauen, wenn sie sich nicht aufgrund ihrer eigenen körperlichen Bedürfnisse instrumentalisieren und erpressen lassen, angemessen Hand anlegen und so jedweden fremdbestimmten Druck von sich nehmen.

    • Ich habe neulich mal eine junge „Sexologin“ kennengelernt, die tatsächlich der Meinung war die Tabuisierung weiblicher Sexualität wäre daran Schuld, dass Frauen nicht so viel masturbieren und ihrem ansonsten männergleichen Trieb nachgehen.
      Entgegen allen Anzeichen, dass genau das Gegenteil der Fall ist, nämlich das Framing männlicher Sexualität als sozialschädlich, Masturbation als ekelhaft und vor allem auch persönliches Versagen, wie du ja sagst.
      Welche Frau muss sich beim Masturbieren als Versagerin fühlen?
      Ich kann mich auch an keinen Film oder sonstwas erinnern, wo weibliche Masturbation als irgendwie krank oder ekelhaft dargestellt wurde. Für Masturbation gilt in unserer Gesellschaft das selbe wie für homosexuellen Sex (ich meine nicht Homosexualität, sondern explizit Sex): bei Männern widerlich, bei Frauen geil.

      Louis CK hat es mal gut auf den Punkt gebracht, der erste Gedanke nach dem Auto-Orgasmus: „What the fuck is wrong with you?“

      Eine Frau, die „Hand anlegt“, nimmt es hingegen „selbst in die Hand“.

      • Und damit haben wir noch längst nicht das ganze Spektrum der gesellschaftlichen Herabwürdigung des Mannes mittels SEX-Status. Der „gehörnte Ehemann“ wie der impotente „Versager“ sind Maßstäbe in Bezug auf den Mann und seinem Status.

        • @revolte

          „ganze Spektrum der gesellschaftlichen Herabwürdigung des Mannes mittels SEX-Status“

          Wie würdest du denn die Bewertung der männlichen Sexualität, auch die des „Sex-Status“ des Mannes (Masturbation, gehörnter Ehemann, impotente Versager, möglicherweise auch noch die Bewertung des „Freiers“) in der historischen Perspektive (anhand der unterschiedlichen Merkmale) sehen ???

        • @Step II

          Das dürfte eigentlich aus meinen beiden Kommentaren bereits hervorgegangen sein. Männliche Sexualität trägt entgegen weiblicher Sexualität in erster Linie aktiven Leistungscharakter.
          Und hierbei sind nicht allein physische Normen wie Steifegrad und Häufigkeit der Ejakulation gemeint, sondern auch die Befähigung zur „Eroberung“ bis hin zur Befriedigung der Frau.
          Die positive Stimulation der Frau ist das Maß aller Handlungen, denn ein „richtiger“ Mann „besorgt“ es der Frau – und zwar ordentlich.

          Wir müssen nur Nina Pauers Artikel von den „Schmerzensmännern“ lesen, um zu wissen, dass sich wenig an jener „historischen Perspektive“ geändert hat:

          „Flirten, Umwerben, Erobern ist nichts für die Metaebene.

          Doch genau an diesem letzten Punkt ist der junge Mann falsch abgebogen. Er weiß nicht mehr, wann es Zeit ist zu kommen. Statt fordernd zu flirten, gibt er sich als einfühlsamer Freund. Schüchtern in einer Baumwollstrickjacke hinter einer Hornbrille versteckt, steht er in dunklen Großstadtbars und hält sich an einem Bier fest. Als Gefährte ist er vielleicht ein bisschen grüblerisch, aber man kann gut mit ihm reden. Er achtet auf sich, ist höflich, lieb, immer gepflegt und gewaschen, benutzt Parfums und Cremes, macht Diäten und hört wunderbar melancholische Mädchenmusik. Nur wenn der entscheidende move gefragt ist, er sich herüberbeugen und die junge Frau endlich küssen sollte, fängt sein Kopfkino an. Vielleicht möchte die junge Frau gar nicht geküsst werden? Vielleicht würde sie sonst selber den ersten Schritt tun? Vielleicht sollte man die Beziehung lieber doch nicht auf die gefährliche Ebene der Erotik ziehen, sondern platonisch belassen? »Ich gebe zu, dass ich dich mag«, singt es schließlich vom Mixtape, das er seiner Angebeteten aufnimmt, anstatt den ersten Schritt zu wagen.“

          http://www.zeit.de/2012/02/Maenner

      • @David

        Die männliche Sexualität wird irgendwie als etwas wildes, zu zügelndes angesehen, es ist positiv, wenn ein Mann sie kontrolliert und das Nachgeben des Triebes erscheint dann schwach. Bei der Frau hingegen erscheint Lust selbstbewußt und emanzipiert, begehrenswert.

        Das spiegelt eben auch den stärkeren und den schwächeren Sexualtrieb wieder.

        Den Vergleich mit der Homosexualität finde ich interessant. Es stimmt schon, dass es sich da in gewisser Weise fortschreibt.

      • Hinweis „Masturbation“ war im Kaisserreich beim Militär eine Militärstraftat. Noch im ersten Weltkrieg wurden Soldaten wegen „Masturbation“ arretiert. Auch als psychiatrische Diagnose war Masturbation zu Einweisung in geschlossene psychiatrische Anstalten geeignet.

        • Anekdotisch „Im Westen nichts Neues“ enthält hierüber an verschiedenen Stellen entsprechende Absätze, ebenso „Heeresbericht“ von Edlef Köppen.

    • „Eine Frau, die “Hand anlegt”, nimmt es hingegen “selbst in die Hand”.“

      Natürlich haben alle Aspekte der weiblichen Sexualität sei 68 eine Aufwertung erfahren, so ja auch die weibliche Promiskuität als Leidenschaftlichkeit, während die männliche Sexualität weiter dämonisiert wurde.

      Interessant wäre in dem Kontext, sich nochmal genau die Bewertung von weiblicher Mastubation vor 68 anzuschauen, auch im Vergleich zur männlichen Masturbation ?

      • „sich nochmal genau die Bewertung von weiblicher Mastubation vor 68 anzuschauen“

        Na, wenn man sich den Film „In guten Händen“ anschaut, dann war wohl die öffentliche Meinung die gleiche wie Queen Victorias zu Lesben: „Das gibt es nicht.“

        Aber im Detail muss natürlich einer unser Historiker hier einspringen.

        • „Na, wenn man sich den Film “In guten Händen” anschaut, dann war wohl die öffentliche Meinung die gleiche wie Queen Victorias zu Lesben: “Das gibt es nicht.”“

          An den dachte ich auch.

          „Aber im Detail muss natürlich einer unser Historiker hier einspringen.“

          Besser wärs da, einen Ethnologen zu fragen.

      • Mir fällt nun gerade nur ein historisches Beispiel aus der Literatur ein, der Roman Ulysses von James Joyce. Zumindest auch hier schon, lange vor dem bösen 68ern, denkt Protagonist Leopold Bloom im fünften Kapitel nur sehr verschämt an Masturbation, empfindet es als schmutzig (und holt sich sehr viel später auf dem Anblick einer jungen Frau am Strand einen runter, diese Tat verfolgt ihn später in den beklemmenden Traumsequenzen des Kirke-Kapitels); seine Ehefrau Molly, die ihn mittags betrügt, reflektiert ihr Verhältnis zu Leopold, den sie wieder in ihrem Bett und sinnbildlich in der Ehe aufnimmt dagegen im Schlussmonolog bei einer längeren und durchaus als positiv und ermächtigende wahrgenommenen Masturbation. Ich denke wenn man zwischen den Zeilen zu lesen versteht wird man noch sehr viel ältere Beispiele finden, die diese typische Polarisierung aufweisen.

        • Onanieren kommt im übrigen von Onan, über den es in Gen 38,8-10 heißt:

          „Da sprach Juda zu Onan: Gehe zu deines Bruders Weib und nimm sie zur Ehe, dass du deinem Bruder Samen erweckest. Aber da Onan wusste, dass der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er einging zu seines Bruders Weib, ließ er’s auf die Erde fallen und verderbte es, auf dass er seinem Bruder nicht Samen gäbe. Da gefiel dem Herrn übel, was er tat, und er tötete ihn auch.“

          Onan wurde also nicht etwa wegen praktizierter Selbstbefriedigung bestraft, sondern weil er die Blutslinie seines Bruders nicht fortführen wollte. Jedoch wirft der gesellschaftlich goutierte begriffliche Zusammenhang inkl. Strafe ein erhellendes Licht auf den Status männlicher Masturbation.

      • Jedenfalls war man offenbar der Ansicht, dass bei Mädchen keine drastischen Maßnahmen notwendig seien.

        John Harvey Kellog empfahl zwar, neben der Beschneidung von Jungen, auch die weibliche Genitalverstümmelung durch Verätzen der Klitoris, aber das setzte sich nicht durch. (In den USA werden die meisten Jungen aufgrund dieser Tradition beschnitten)

        Ein Mittel gegen Masturbation, welches bei kleinen Jungen fast immer erfolgreich ist, ist die Beschneidung. Die Operation sollte von einem Arzt ohne Betäubung durchgeführt werden, weil der kurze Schmerz einen heilsamen Effekt hat, besonders, wenn er mit Gedanken an Strafe in Verbindung gebracht wird. Bei Mädchen, so hat der Autor herausgefunden, ist die Behandlung der Klitoris mit unverdünnter Karbolsäure (Phenol) hervorragend geeignet, die unnatürliche Erregung zu mindern.

        John Harvey Kellogg, M.D., Treatment for Self-Abuse and its Effects, Plain Facts for Old and Young, Iowa: F. Segner & Co. (1888), Seite 295

        http://de.wikipedia.org/wiki/John_Harvey_Kellogg#Kelloggs_Ansichten_.C3.BCber_Sexualit.C3.A4t

        Ich würde vermuten, dass man auch schon damals nicht so hart zu Mädchen sein wollte.

        Mädchen „sind nicht so“, basta. Totschweigen ist natürlich auch eine Unterdrückung, allerdings scheint mir das Geschichtsbild dieser merkwürdigen Sexologin in der Zeit vor der großen Bekämpfung des „double standard“ – v.a. durch die erste Frauenbewegung – steckengeblieben zu sein.

      • Natürlich haben alle Aspekte der weiblichen Sexualität sei 68 eine Aufwertung erfahren, so ja auch die weibliche Promiskuität als Leidenschaftlichkeit, während die männliche Sexualität weiter dämonisiert wurde.

        Eher: Sexualität an sich erfuhr in den 1960ern eine Aufwertung, bis ab mitte der 1970er ein durch den radikalen Feminismus (->Brownmiller) befeuertes massenmediales Trommelfeuer zur Redämonisierung der männlichen Sexualität einsetzte.

        • @nick

          „bis ab mitte der 1970er ein durch den radikalen Feminismus (->Brownmiller) befeuertes massenmediales Trommelfeuer zur Redämonisierung der männlichen Sexualität einsetzte.“

          Interessant wäre eine weitere Aufschlüsselung. Über welche Aspekte der männlichen Sexualität erfolgte die „Redämonisierung“ ??

          Wie unterschied sich die Bewertung im Vergleich zu den 50 ger Jahren?

          Wodurch wurde es trotz weiterer Ausdehnung der Popkultur „Sex and drugs and ….) möglich, diese zunehmende Redämonisierung zu erreichen ??

        • Über welche Aspekte der männlichen Sexualität erfolgte die “Redämonisierung” ??

          Na, durch maßlose Überzeichnung sexueller Gewalt.

          Ein Zeitzeuge:

          Brownmiller’s book, Against Our Will (AOW) has enjoyed an amazing success. Promoted to the hilt by the establishment media, it became a Book of the Month Club selection and a best seller. Nevertheless, AOW is a shoddy piece of work: ludicrously inaccurate, patently reactionary, dishonest, and vulgarly written.
          Brownmiller portrays rape as an omnipresent danger to women, whereas in fact it is a comparatively rare event; she argues that rape laws are too lenient, whereas in fact the penalties for rape are second only to those for murder in most states; she calls for reducing the evidentiary requirements for conviction, even though many innocent men have been executed after being falsely accused of rape. By special pleading, falsification, and atrocity-mongering, Brownmiller strives to create an atmosphere of hysteria and misinformation conducive to assaults upon civil liberties, as well as to diverting the women’s movement from its rational priorities (according to the New York Times, rape has now become the number one issue of the feminist movement, eclipsing such former concerns as legal abortion and equal pay for equal work).
          A long essay-review of mine on AOW and the rape question appeared in the Gay Liberator (Detroit, Spring 1976); I have copies of the review here, so I’ll not go further into AOW now.
          What is disturbing is the virtual absence of criticism. Two leading gay papers, Gay Community News and the Advocate, not only reviewed AOW favorably, but featured Susan Brownmiller’s photograph on their front covers — this in spite of the fact that AOW contains obvious antihomosexual bigotry.
          Critical reviews of AOW, all written by women, did appear in Esquire, Nation, the Militant, People’s World, the Daily World, Women and Revolution, and the Libertarian Review, but these were a tiny minority compared to the accolades cranked out in the establishment press.

          So wurde z.B. beharrlich das falsche Gerücht gestreut, dass in dem Argentinischen Film „The big Snuff“ tatsächlich eine Frau ermordet worden sei. Das weitete sich dann zu einem USA-weiten „Skandal“ aus.

          http://paganpressbooks.com/jpl/DTF.HTM

          Lesenswert, auch sein Essay zu Brownmillers „Against Our Will“:

          http://paganpressbooks.com/jpl/RAPE.HTM

          Wie unterschied sich die Bewertung im Vergleich zu den 50 ger Jahren?

          Es gibt leider viel mehr Material aus den USA, weshalb es leichter fällt die Entwicklung dort zu beurteilen. Sehr aufschlußreich finde ich diese köstlichen „Social guidance Films“, sie spiegeln eben den damaligen Zeitgeist wieder.

          Sex vor der Ehe war natürlich ein Skandal, innerhalb des Hafens der Ehe galt Sex hingegen offenbar durchaus als ein respektables, positives Bedürfnis. Petting unter Teenagern wurde aber offenbar als normal betrachtet.

          (Homosexualität war natürlich gleich Pädophilie, kriminell und vor allem Krank)

          Wodurch wurde es trotz weiterer Ausdehnung der Popkultur “Sex and drugs and ….) möglich, diese zunehmende Redämonisierung zu erreichen ??

          Nach meiner Auffassung konnte man eben nicht mehr offen sexualkonservativ sein. Da bot sich der Dämon männliche sexuelle Gewalt, der das unschuldige Weib dauerbedrängt, eben geradezu an.

          So lässt sich in meinen Augen erklären, warum ein paar durchgeknallte Radikalfeministinnen soviel Einfluß gewinnen konnten: Sie kanalisierten die Unsicherheiten, die die sexuelle Revolution mit sich gebracht hatte. So richtig zurück wollte man aber auch nicht, weshalb Radikalfeminismus und das Ideal der befreiten Sexualität eine imo bizarre Paralellexistenz, oft vertreten durch ein- und dieselbe Personen, begann.

          (Radikalfeminismus ist eigentlich wohl auch keine Befreiung weiblicher Sexualität, es wird ja extrem auf die sexuelle Unschuld der Frau rekurriert)

        • @nick

          Betrachtet man die erste Hälfte der 70 ger Jahre, lebten – soziologisch betrachtet – trotz 68ger Revolution die Mehrheit der deutschen Bevölkerung in einer traditionellen „verheirateten“ Beziehung mit Kindern, also der klassischen Familie, oftmals, jedenfalls in Westdeutschland mit männlichem Alleinverdiener und Hausfrau, wertemäßig stabilisiert durch das Ideal der monogamen Beziehung.
          Veränderte Lebensformen bezügl. der Ehe, der Partnerschaft, fanden ja eher in der Alternativbewegung, den neuen sozialen Bewegungen statt.
          Hier war lebensweltlich /habituell ja immer noch die Hippiebewegung mit ihrem Ideal der freien Liebe sehr wirkmächtig, mit ihrem Ideal , auszusteigen, insbesondere aus der Leistungsgesellschaft auszusteigen
          Der radikale Feminismus einer Schwarzer (Jeder Mann ist ein Vergewaltiger ) wurde m.E.auch in der Alternativszene wenig akzeptiert, war eher marginal. Galt gerade unter Männern trotz der Akzeptanz, in patriarchalen Verhältnissen zu leben, als eher skurill.
          Der „Mehrheitsgesellschaft“ blieben trotz SPD/FDP Koalition, trotz § 218 diese radikalfeministischen Thesen eher fremd, wenn sie diese überhaupt zur Kenntnis nahm.

          Deswegen bleibt die bisher wissenschaftlich „tabuisierte“ Frage, über welche Mechanismen der Radikalfeminismus im weiteren Verlauf, auch ab 82 durch den Einzug der Grünen in den Bundestag (siehe Rede von Waltraut Schoppe) so stark an Einfluß gewinnen konnte ,unbeantwortet.
          Die These, es handele sich um einen „sexualkonservativen“ Rückschlag nach den „liberalisierteren“ 60 ger Jahren, wird ja eigentlich durch die Idealisierung gerade der weiblichen promisken Sexualität wiederlegt.

          Nochmal: Es ist ja schon auffällig, wie wenig Untersuchungen es eigentlich zu dieser zentralen Frage gibt ?
          Eine weitere Frage wäre natürlich auch, wieweit die Situation in Amerika mit der spezifisch (west-) deutschen der 60/70 ger Jahre vergleichbar ist (war neulich ja schon Thema bezgl. der Rezeption des französischen Poststrukturalismus in USA)

        • Betrachtet man die erste Hälfte der 70 ger Jahre, lebten – soziologisch betrachtet – trotz 68ger Revolution die Mehrheit der deutschen Bevölkerung in einer traditionellen „verheirateten“ Beziehung mit Kindern, also der klassischen Familie, oftmals, jedenfalls in Westdeutschland mit männlichem Alleinverdiener und Hausfrau, wertemäßig stabilisiert durch das Ideal der monogamen Beziehung.

          Die Jugend scherte sich aber wenig darum. Und es war bei weitem nicht die ganze Jugend „68er“ oder „alternativ“.

          Man vögelte rum, was das Zeug hielt – bis AIDS kam. Das wurde auch weniger durch die politisierten Studenten initiiert, denen war die „unpolitsche Disco-Kultur“ ein Graus.

          Der radikale Feminismus einer Schwarzer (Jeder Mann ist ein Vergewaltiger ) wurde m.E.auch in der Alternativszene wenig akzeptiert, war eher marginal.

          Ich denke nicht. Meines Wissens war die Schwarzer zwar durchaus umstritten, aber dafür gab es die ganzen Frauengruppen, Frauenzentren usw. Die hatten zwar alles Mögliche an der Schwarzer zu kritisieren, aber genau nicht das, was sie sich bei Brownmiller, Dworkin et al angelesen hatte. Radikalfeminismus war zunächst gerade ein Subkultur-Phänomen. Natürlich gab es auch männliche Ablehnung, dagegen gab es dann einen regelrechten Lila Szenemob, der dann z.B. Redaktionen besetzte.

          Dass Schwarzer das Ganze dann in den Mainstream brachte ist wohl zutreffend. Meines Wissens war dabei der männliche Sexdämon das entzscheidende Zugpferd.

          Die These, es handele sich um einen „sexualkonservativen“ Rückschlag nach den „liberalisierteren“ 60 ger Jahren, wird ja eigentlich durch die Idealisierung gerade der weiblichen promisken Sexualität wiederlegt.

          Die wesentlichste Kritik des sexpositiven Feminismus (anfang 1990er) an den Radikalfeminismus zielt gerade darauf ab, dass der Radikalfeminismus die weibliche Sexualität einschränke.

          Natürlich behielt der den ganzen Brownmillerismus bei, Feminismus muss ja nicht irgendwie widerspruchsfrei sein..

          Man kann ja problemlos die „promiske“ weibliche Sexualität Idealisieren wenn man einfach zugrunde legt, dass sie „an sich“ gar nicht promisk sei, nur dann, wenn der Mann irgendwie „versagt“ hat. Oder sie wird als großartige Widerstandshandlung geframt, was sie gleichermaßen als nicht-normal deutet.

          Das ist eine bloße Verantwortungsverschiebung.

          Das feministische slut-bashing ist eben sehr subtil.

          Nochmal: Es ist ja schon auffällig, wie wenig Untersuchungen es eigentlich zu dieser zentralen Frage gibt ?

          Es gibt durchaus entsprechende feministische Analysen des Brownmillerismus. Sie sind teilweise gar nicht so schlecht, allerdings in meinen Augen zumeist nicht konsequent genug: Die Funktion des „Dämon Mann“ bleibt dabei meistens ein blinder Fleck.

          Sexuelle Gewalt ist eben sehr stark aufgeladen, niemnand will sich dem Verdacht aussetzen sich nicht hinreichend davon zu distanzieren.

          Eine weitere Frage wäre natürlich auch, wieweit die Situation in Amerika mit der spezifisch (west-) deutschen der 60/70 ger Jahre vergleichbar ist

          Sexualität war wohl bei uns noch nie moralisch so stark aufgeladen wie in den USA, insofern denke ich, dass das nicht so stark durchgeschlagen hat. Die krassen bibeltreuen Sexkonsevativen gab/gibt es bei uns kaum, und insofern gab es und gibt es wohl auch weniger klammheimliche pseudoprogressive Verbündete.

          Was es nicht unbedingt „gut“ macht, es wird sich immer wieder an einem Import versucht, vgl. #Aufschrei.

          Die Hysterie, die in den Wormser Prozessen mündete war auch nicht zu verachten, allerdings nicht ansatzweise vergleichbar mit dem, was in den USA abging.

          Es schlägt nie ganz durch, aber bei unseren „Bildungsbürgern“ eben doch teilweise.

        • Deswegen bleibt die bisher wissenschaftlich „tabuisierte“ Frage, über welche Mechanismen der Radikalfeminismus im weiteren Verlauf, auch ab 82 durch den Einzug der Grünen in den Bundestag (siehe Rede von Waltraut Schoppe) so stark an Einfluß gewinnen konnte ,unbeantwortet.

          Gerade bei den GRÜNEN spielt nmE ein anderer Aspekt eine zentrale Rolle: Der naturzerstörende und nicht-nachhaltige Dämon Männlichkeit.

          Dazu der drohende globale Nuklearkrieg (NATO-Nachrüstung anfang der 1980er) der natürlich der historische Gipfel männlicher Schlechtigkeit war.

          Das GRÜNE Männermanifest ist heute noch von diesem Geist beseelt, ausnahmslos _alle_ Weltkrisen seien „Männlichkeitskrisen“.

          Insofern kann man es natürlich nicht auf Sexualität reduzieren.

  4. Offtopic:
    Guten morgen,

    Ich wollte mich nur ein letztes mal melden, um mich bei allen beteiligten für meinen Diskussionsstil und einige Meinungen zu entschuldigen.

    Das war’s schon. Ein schönes Wochenende,

    Gruß imion

  5. Rentenversicherung, waren alte Menschen überlebensnotwendig angewiesen auf sie aus dem Ertrag ihrer Arbeit versorgende Familienmitglieder.

    Oder auf Almosen.

    Oder sie starben ganz einfach unversorgt und unbeachtet.

    Die familiären Versorger konnten in der Regel nur Söhne sein, denn in den Zeiten der Muskelökonomie wurde Mehrwert vor allem proportional zur Körperkraft generiert, eine Frau war seltener in der Lage, ausreichend Mehrwert zu produzieren, um auch noch die alten Eltern mit durchzufüttern, denn Jobs, in denen Muskelkraft wenig bis keinen Einfluss auf den Ertrag hatte, gab es kaum.

    Die Masse der Menschen arbeitete ohnehin in der Landwirtschaft.

    Zudem wurden Frauen gebraucht zur Kinderproduktion, eine Arbeit, bei der sie unersetzlich waren.

    Es genügte ja nicht, aufgrund der hohen Kindersterblichkeit nur 2 Söhne zu gebären, wenn man auf der sicheren Seite sein wollte, um auf einigermaßen sichere Versorgung im Alter hoffen zu können.

    3 sollten es schon sein, mit 3 Mädchen sind wir dann schon bei 6 Schwangerschaften plus Stillen plus Kleinkindaufzucht, die ja auch anfallen, wenn das Kind frühzeitig stirbt – das erklärt die „Unterdrückung“ der Frau hinreichend, ganz ohne den bösen männlichen Willen plus Angst vor starken Frauen.

    Männer und Frauen waren übrigens gleichermaßen interessiert an Fruchtbarkeit (oder gleichermaßen dazu verdammt, fruchtbar zu sein), denn die materielle Versorgung der alten Frauen hing nicht weniger vor allem von Söhnen ab wie die der alten Männer.

    Unfruchtbar/wenig fruchtbar zu sein war daher ein großes Unglück, eine Katastrophe, die ein trostloses Alter „erhoffen“ ließ.

    • Noch mal, da halber Beitrag „verschluckt“ wurde, wodurch auch immer:

      Selbstbefriedigung wurde weder bei Mädchen noch bei Jungen gerne gesehen und z.T. brutal bekämpft.

      Auch Beschneidung dient ja bei Mädchen wie Jungen u.a. der Erschwerung von Selbstbefriedigung.

      Weil der Sextrieb von Jungen im Schnitt stärker ist als der von Mädchen wurde deren Selbstbefriedigung auch brutaler/energischer bekämpft.

      Vielleicht auch Ausdruck des Wunsches, die sexuelle Energie auf Fortpflanzung hin zu kanalisieren, sie nicht via Selbstbefriedigung zu „verschwenden“.

      Wenn man bedenkt, wie verzweifelt angewiesen Menschen auf Fruchtbarkeit waren nach Sesshaftigkeit/Umstellung auf vermehrte Getreidenahrung (höhere Kindersterblichkeit im Vergleich zu nomadisierenden Jägern/Sammlern, erhöhte Krankheitsrate dank eines Organismus, der sich an die neu zusammengesetzte Nahrung noch nicht adaptieren konnte bei GLEICHZEITIG höherer kalorischer Ausbeute pro Flächeneinheit genutzten Landes, die eine höhere Bevölkerungsdichte erlaubte plus höherem Parasitenbefall plus erhöhter Seuchengefahr aufgrund der höheren Bevölkerungsdichte) kann man verstehen, wie eine solche Überlegung entstanden sein könnte.

      Was uns völlig aus dem Blick geraten ist: Wenn früher Menschen erst einmal die Kindheit überlebt hatten, wurden sie oft 60-70 Jahre alt, waren aber aufgrund der harten physischen Arbeit im Vergleich zu heute früher „verbraucht“, erlebten also auch lange Jahre, in denen sie auf Unterstützung angewiesen waren.

      Ohne außerfamiliäre, allgemein zugängliche, kollektive Alterssicherung, die es nicht gab vor der Rentenversicherung, waren alte Menschen überlebensnotwendig angewiesen auf sie aus dem Ertrag ihrer Arbeit versorgende Familienmitglieder.

      Oder auf Almosen.

      Oder sie starben ganz einfach unversorgt und unbeachtet.

      Die familiären Versorger konnten in der Regel nur Söhne sein, denn in den Zeiten der Muskelökonomie wurde Mehrwert vor allem proportional zur Körperkraft generiert, eine Frau war seltener in der Lage, ausreichend Mehrwert zu produzieren, um auch noch die alten Eltern mit durchzufüttern, denn Jobs, in denen Muskelkraft wenig bis keinen Einfluss auf den Ertrag hatte, gab es kaum.

      Die Masse der Menschen arbeitete ohnehin in der Landwirtschaft.

      Zudem wurden Frauen gebraucht zur Kinderproduktion, eine Arbeit, bei der sie unersetzlich waren.

      Es genügte ja nicht, aufgrund der hohen Kindersterblichkeit nur 2 Söhne zu gebären, wenn man auf der sicheren Seite sein wollte, um auf einigermaßen sichere Versorgung im Alter hoffen zu können.

      3 sollten es schon sein, mit 3 Mädchen sind wir dann schon bei 6 Schwangerschaften plus Stillen plus Kleinkindaufzucht, die ja auch anfallen, wenn das Kind frühzeitig stirbt – das erklärt die „Unterdrückung“ der Frau hinreichend, ganz ohne den bösen männlichen Willen plus Angst vor starken Frauen.

      Männer und Frauen waren übrigens gleichermaßen interessiert an Fruchtbarkeit (oder gleichermaßen dazu verdammt, fruchtbar zu sein), denn die materielle Versorgung der alten Frauen hing nicht weniger vor allem von Söhnen ab wie die der alten Männer.

      Unfruchtbar/wenig fruchtbar zu sein war daher ein großes Unglück, eine Katastrophe, die ein trostloses Alter „erhoffen“ ließ.

      • @Roslin
        Zu den Außmaßen und Alltäglichkeit von Kindersterblichkeit in früherer Zeit fällt mir immer als durchaus prominentes Beispiel Johann Sebastian Bach ein:
        „Bach hatte insgesamt zwanzig Kinder: Fünf Söhne und zwei Töchter aus der ersten Ehe (mit Maria Barbara Bach) sowie sechs Söhne und sieben Töchter aus der zweiten Ehe (mit Anna Magdalena Bach); die Hälfte der Kinder starben vor dem 3. Lebensjahr.“
        http://de.wikipedia.org/wiki/Bachs%C3%B6hne
        Nebenbei gesagt ist Bach eine schöne Bestätigung für die Erblichkeit von Hochbegabung.

        Sasha Greys Bewusstsein ist sicher auch durch ihr Sein geprägt und vielleicht schließt sie deshalb tatsächlich vom Erfolg ihrer Filme und den dadurch offensichtlichen sexuellen Phantasien der Männer auf den konkreten Umsetzungswunsch. Das ist ebenso falsch wie aus den sexuellen Phantasien von Frauen, die ja zu einem bemerkenswerten Teil auch Vergewaltigungsphantasien sind, den Wunsch nach Umsetzung zu folgern.
        (http://ecx.images-amazon.com/images/I/51UFdjFfQ-L.jpg).
        Meiner Meinung nach wollen viel weniger Männer als Frau Grey denkt nach einem langen, harten Tag im Büro mit ihren Frauen die Dinge umsetzen, die sie in den Filmen von Grey gesehen haben.

        Apropos Pornostars.
        Hier sieht man die Objekte von Männerphantasien vor und nach Bearbeitung mit Farbe und Pinsel:
        http://instagram.com/xmelissamakeupx#

        • @ Radaffe

          Wobei Bach zur Mittelschicht/oberen Mittelschicht gehörte, kein armer Mann war.

          In der Unterschicht sah es hinsichtlich Kindersterblichkeit noch weitaus schlimmer aus.

          Wenn heute die Rede davon ist, früher seien die Menschen ja nur 30-40 Jahre alt geworden, wird in der Regel vergessen, dass es sich hierbei um die durchschnittliche Lebenserwartung bei NEUGEBORENEN handelte.

          Hatten die erst einmal ihre Kindheit überlebt, hatten sie auch früher gute Aussichten, recht alt zu werden, brauchten also Versorger für Jahre des Alters, mussten sich entsprechend ran halten bei der Kinderproduktion.

        • @ Radaffe

          „Meiner Meinung nach wollen viel weniger Männer als Frau Grey denkt nach einem langen, harten Tag im Büro mit ihren Frauen die Dinge umsetzen, die sie in den Filmen von Grey gesehen haben.“

          Vielleicht nicht mit ihrer Angetrauten oder
          ALAP. Die wird ihn sobald er zur Türe rein
          kommt mit dem was sie über den Tag erlebt
          hat erst mal zulabern.

        • „Vielleicht nicht mit ihrer Angetrauten oder
          ALAP. Die wird ihn sobald er zur Türe rein
          kommt mit dem was sie über den Tag erlebt
          hat erst mal zulabern.“
          Ja, so in die Richtung habe ich auch gedacht. Aber auch: Viele Männer wollen und haben, meiner Meinung nach, auch keine „Hure“ als Familienmutter.

  6. Also, zur Miss Grey… eine eher hübsche und natürlich aussehende Ex-Pornodarstellerin ist sie. Ich persönlich komm allerdings nicht drüber weg, dass sie im allerersten Set Drehpartner & Alt-Star Rocco fragte, ob er sie in den Bauch schlagen wolle – weil sie sein Englisch nicht verstand und annahm, er hätte diesen Wunsch geäußert (sie war halt „gut informiert“ über die Branche).

    In den Zusammenhang passt dann auch diese für mich wesentlich interessantere Äußerung aus dem oben verlinkten Interview:

    „SPIEGEL ONLINE: Warum mussten Sie auch ein Buch schreiben?

    Grey: Das war mein Traum, seit ich mit 16 „Die 120 Tage von Sodom“ vom Marquis de Sade verschlang. Das schockierte mich damals, aber bestätigte auch Phantasien, die ich bereits mit zwölf hatte.“

    Mit 12 will sie urophile, koprophile, inzestuöse, nekrophile usw. usf. Phantasien gehabt haben?

    Das ist entweder krank oder schlicht gelogen.

    Ich nehme an Letzteres. Weil sie ihr Buch vermarkten will.

    Hier übrigens ein Auszug:
    http://www.huffingtonpost.com/2013/08/27/sasha-grey-book-erotic-sex-scene_n_3823993.html

    Meinungen dazu?

    Und: auf jede Sasha Grey kommen m.M.n. x weniger abgefuckte Ex-Darstellerinnen

    die natürlich dumm sind ihre Wahrheit zu erzählen. Die will ja niemand hören.
    Denn das ist schlicht geschäftsschädigend.

    • „Das ist entweder krank oder schlicht gelogen.“

      ISchon mal daran gedacht, dass jemand, der ins Porno-Business einsteigt, ein etwas anderes Verhältnis zu Sex haben könnte, als Du?

        • Muttersheera erledigt eher ihre Phantasien darüber, was Frau Grey geschrieben haben will.

          „bestätigte auch Phantasien“ heißt weder „Ich hatte die gleichen Phantasien“ noch „Ich hatte sämtliche dieser Phantasien“

        • Welche(n) Teil(e) aus den 120 Tagen von Sodom traust Du denn dem Hirn einer phantasierenden 12-jährigen zu?

          (für den schlechten, weil oberflächlichen Interviewstil kann ich im übrigen nix)

        • Laut dem alten Sigmund praktisch alle, und zwar noch viel früher.

          Ich denke das zwar nicht, aber ich wüsste nicht warum man einem geschlechtsreifen Mädchen die geistige Gesundheit absprechen müsste, das Phantasien a la Marquis de Sade hat.
          Das nekrophile legst du ihr ja praktisch in den Mund, das wird sie wohl nicht explizit meinen.
          Ansonsten gibt es das bestimmt nicht so selten.

          • @david

            Ich habe die 120 Tage gelesen, die ersten Kapitel erhalten auch (abgesehen vom Alter der Kinder) recht normale und harmlose Sachen, es dauert schon sehr lange, bis eine entjungfert wird. Ich denke wer durch BDSM angeregt wird, der kann bei den ersten Kapiteln schon etwas davon finden.

        • Ich hab es selbst nicht gelesen, nein.

          Bist du denn der Meinung, dass es keine Szenen enthält, die bei einem pubertierenden Mädchen mit geistiger Gesundheit vereinbar wären? Dann hätten wir den Fall nämlich schon gelöst.

          Ich kann mir auch nicht vorstellen dass Frau Grey in einem ihrer Filme etwas gemacht hat, über das 12-jährige Mädchen nicht fantasieren sollen dürften.

          Vielleicht bist du auch einfach etwas prüde oder warst eine Spätzünderin? 😉

        • @david

          *laut dem alten Sigmund praktisch alle, und zwar noch viel früher.*

          Leidest du auch unter Gebärneid? Ich dachte immer, dass der Sigmund sowas von überholt sei, ist das nicht so?

          Bevor man über etwas phantasiert muss man erstmal wissen dass es das gibt. Also fänd ich das schon interessant, wie es kommt, dass sie da Übereinstimmungen gefunden hat.
          Ich kenne nicht das Buch, aber den Film, und da wurde mir schon sehr anders, trotzdem ich sicherlich kein zartes Pflänzchen bin.
          http://de.wikipedia.org/wiki/Die_120_Tage_von_Sodom_%28Buch%29#Der_Handlungsverlauf

          Ich stimme sheera im Übrigen zu, dass es wirklich ein grottiges Interview ist. Allgemeinplätze wo man hinguckt.

        • @ David

          *Bist du denn der Meinung, dass es keine Szenen enthält, die bei einem pubertierenden Mädchen mit geistiger Gesundheit vereinbar wären? Dann hätten wir den Fall nämlich schon gelöst.*

          Ich kann mir schwer vorstellen, dass irgendjemand durch das Buch geil werden kann, glaube auch nicht, dass dies bei Frau Grey der Fall war, vermute, sie will sich interessant machen, darstellen, was für ein geiler frühreifer Feger sie doch war.

          Wenn sie es denn überhaupt gelesen hat.

          Denn eigentlich ist der „Roman“ eine furztrockene enzyklopädische Abhandlung/Aufzählung aller möglichen Perversionen, sichtlich um Vollständigkeit bemüht, mathematisch choreographiert, dichterische Qualitäten, „malerische“ Qualitäten, die Lust erregen könnten, kann ich da nicht erkennen.

          Das liest sich wie das Sektionsprotokoll weiblicher Geschlechtsorgane – ist auch nicht erotisch, obwohl bis zu den Ellbogen in medias res.

        • @marenleinchen

          *Ich dachte immer, dass der Sigmund sowas von überholt sei, ist das nicht so?*

          Überholt heisst wohl nicht widerlegt, sondern eher weiterentwickelt.


        • Leidest du auch unter Gebärneid? Ich dachte immer, dass der Sigmund sowas von überholt sei, ist das nicht so?

          Ich habe mit ihm wenig am Hut, obwohl psychodynamisch schon auch interessiert bin und mich gerade etwas einlese. Aber ja, vieles hat Freud sich wohl einfach aus der Nase gezogen.
          Es gibt keinerlei Empirie, die z.B. den Penisneid oder sein Phasenmodell bestätigt hätte.

        • @david

          *Bevor man über etwas phantasiert muss man erstmal wissen dass es das gibt.*

          Sie liefert doch nur eine Erklärung dafür warum Frauen so wenig Erfindungen machen, „verbale Erfindungen“ mal ausgenommen.

        • @ Christian

          „Ich denke wer durch BDSM angeregt wird, der kann bei den ersten Kapiteln schon etwas davon finden.“

          Die sich in unserem Besitz befindende Ausgabe beginnt natürlich gleich mit der Benennung der Inzest-Situation, und auf S.17 dann werden die ersten der vielen Sexualmorde angesprochen.
          Klassisches BDSM halt…

        • @ Christian

          „Man kann sich also leicht das passende raussuchen“

          Ja dann such doch mal…

          @ Alexander

          „Ich kann mir schwer vorstellen, dass irgendjemand durch das Buch geil werden kann, glaube auch nicht, dass dies bei Frau Grey der Fall war, vermute, sie will sich interessant machen, darstellen, was für ein geiler frühreifer Feger sie doch war.

          Wenn sie es denn überhaupt gelesen hat.“

          Ihr Buch heißt angelehnt an de Sade „die Julietty Society“, und Dworkin schrieb:

          „Besonders Juliette wird als emanzipierte Frau geschildert, weil sie sich mit derselben spektakulären Leichtigkeit wie Sades männliche Charaktere dem Verstümmeln und Morden hingibt. Sie ist eine Frau, die zu genießen versteht, die Schmerz in Lust, Sklaverei in Freiheit umzumünzen weiß. Es handelt sich, nach der Meinung von Sades literarischen Freunden, um eine Frage der Einstellung: Auf der einen Seite haben wir Justine, vergewaltigt, gefoltert, mißbraucht, und sie haßt es – also ist sie Opfer. Auf der anderen Seite haben wir Juliette, vergewaltigt, gefoltert, mißbraucht, und sie liebt es – also ist sie frei.“

          https://allesevolution.wordpress.com/2012/10/27/andrea-dworkins-pornographie/

          Grey wollte wohl (aus Marketinggründen) anknüpfen an diesen Ursprung der zeitgenössischen Pornographie. Und hat dann aber – dem Auszug und den Rezensionen nach – etwas völlig Gegenteiliges abgeliefert.

          Widerlich finde ich lediglich die Assoziationen, die sie zu bedienen versuchte mit obigem Statement. Ihr Roman selbst könnte möglicherweise die einsamere, verzweifelte und damit authentischere Seite offenbaren. Weiß ich aber nicht und ziehe ich auch aufgrund der benützten Masche nicht in Erwägung rauszufinden. Ich hatte ja auch keine Lust, das Debüt von der vermutlich wesentlich talentierteren Hegemann zu lesen. Und das auch bloß wegen dieser „ironischen Bemerkung“:

          „Natürlich wurde all das hier von meinem wahnsinnig einflussreichen Vater geschrieben, mit dem ich übrigens auch nur noch über das gegenseitige Zusenden unserer Autogrammkarten verkehre. Genau wie mein Buch, genau wie mein Film, wie könnte das auch anders sein, mit 18 sind die meisten Kinder schließlich noch nicht mal dazu in der Lage, einen Satz zu formulieren, der mehr als drei Wörter und nicht das Wort Porno beinhaltet. (Ich musste verständlicherweise erst mit ihm schlafen, damit er das für mich macht. War aber super.)“

          http://www.zeit.de/2010/18/Hegemann-Stellungnahme/komplettansicht

          Ambitionierte, den Geist beflügelnde, wahrhaft erotische Literatur scheint so verflucht selten… woran liegt das bloß?

        • „Mit 12 hat niemand (geistig-gesunder) urophile, koprophile, inzestuöse, nekrophile usw. usf. Phantasien.“
          Wieso nicht, vielleicht nicht immer in dieser kompletten Kombination. Schon interessant. Nur weil es für Dich nicht vorstellbar ist, sind die, die es sich vorstellen können, natürlich gleich geistig-krank. Was für eine verlogene Sch… im wahrsten Sinn des Wortes.

  7. @ muttersheera

    *die natürlich dumm sind ihre Wahrheit zu erzählen. Die will ja niemand hören.
    Denn das ist schlicht geschäftsschädigend.*

    Wenn sie ihre Wahrheit nicht erzählen, die geschäftschädigend wäre, dann müsste man ja schlussfolgern, die Pornodarstellerinnen hätten ein Interesse an dem Geschäft.

    Ja, wie denn das?

    Sie sind doch ausgebeutete OPFA und haben ein Interesse am Weiterlaufen eines Geschäftes, dessen schmutzige Wahrheiten sie nicht erzählen, DAMIT es weiterläuft?

    Das hört sich ja an, als hätten sie den Eindruck, sich selbst zu schaden, wenn sie die Wahrheit sagen.

    Aber dann profitieren sie ja von diesem Geschäft, zumindest nach eigener Einschätzung.

    • „Das hört sich ja an, als hätten sie den Eindruck, sich selbst zu schaden, wenn sie die Wahrheit sagen.“

      Natürlich.
      Denn dann gäben sie ja zu, ein OPFA zu sein.

      Da gibbet doch dieses alte Sprichwort:
      Wer den Schaden hat…

      Gilt heute besonders stark.

      • „Da gibbet doch dieses alte Sprichwort:
        Wer den Schaden hat…

        Gilt heute besonders stark.“

        Deswegen schrieb Alice Meinbauch so gerne in der OPFA Zeitung „BILD die Deine Meinung“

        Da stören auch keine Tittenbilder! Hauptsache OPFA!

        Was sagt eigentlich die EMMA, Deine Nachrichtenagentur, zu Alice in der Bild?

      • @ muttersheera

        OPFA, die ein Interesse daran haben Opfa zu sein?

        Inwiefern sind sie dann Opfer?

        Zu blöd, ihr Opfersein zu erkennen?

        muttersheera weiß es besser?

        Falsches Bewusstsein der Opfer, die ihr objektives Opfersein nicht erkennen (beliebte kulturmarxitsche Denkfigur, die zu jeder Art Bevormundung der objektiv Unwissenden durch die aufgeklärt-objektiv Wissenden, die Avant-Garde der Arbeiterklasse respektive der Frauenklasse im geschlechterklassenkämpferischen, kulturmarxisitischen Feminismus berechtigt)?

  8. Sasha Grey find ich doof.

    Oriana Small aka Ashley Blue find ich viel besser.

    Ich hab übrigens keine Spielzeuge in der Art (mit Löchern), denn da hat eine Frau eindeutig Vorteile: Sie macht sich selbst sauber.

    Ob Frauen viel weniger Masturbieren?

    Da bin ich nicht so sicher, man weiss ja wie Frauen sich selsbtdarstellen und wie es tatsächlich ist wo man es nachprüft.

    Frauen reden meist auch nicht so offenherzig darüber: „Das soll doch der Mann tun“. Also nicht dass er es sich besorgen soll sondern dass er es ihr besorgen soll.

    Es ist für die Frau sogar in zweierlei Hinsicht unvorteilhaft zuzugeben.

    – Sie wäre nicht attraktiv genug einen Mann der es ihr macht zu gewinnen.

    – Sie würde zugeben dass sie nicht die sexuell von Männern beschmutzte Unschuld ist entgegen dem Bild was die meisten Frauen darstellen.
    .
    Gut, neuerdings haben die besten Frauen der Welt ja genug Ausreden dafür, Männer sind ja eigentlich eh alles Schweine, Versager, rückständige Steinzeitmenschen die nur alles kaputt machen. Neue Männer braucht es sowieso.

    • man weiss ja wie Frauen sich selsbtdarstellen

      Und das von jemandem, der keinerlei Problem damit hat, herumzuposaunen, dass er ein hochbegabter Schwerverdiener ist, der Ladyboys f***t :mrgreen:

      • *dass er ein hochbegabter Schwerverdiener ist, der Ladyboys f***t*

        Wo bin ich denn ein hochbegabter Schwerverdiener?

        Aber Ladyboys hab ich gef***t, es war fast wie echt. Ist jetzt aber nicht dass das dauernd sein müsste. Wie gesagt ca. einmal im Jahr eine schöne Abwechslung, vor allem wenn die meinen Schwanz so toll finden.

        Soll doch jeder glauben was er will, doch wer nicht die charakteristische Diskrepanz in der Selbstdarstellung unserer besten Frauen der Welt (im prinzip von jeder Frau, mehr oder weniger) und der oft ernüchternden Realität sieht ist unerfahren, ein Dummkopf oder er spielt ein falsches Spiel.

        • Ich habe grade keine Lust, herauszusuchen, wo du mit deinem Wagen herumprotzt, oder wo du zum Besten gibst, wie intelligent du bist – ich bin gewiss nicht die Einzige, die sich daran erinnert. Aber keine Sorge, du bist hier in bester Gesellschaft 😀
          Selbstdarstellung verüben beide Geschlechter gleichermaßen, nur auf unterschiedliche Art. Ob es nun die jungen Mädels sind, die ein sexy Foto nach dem anderen auf Facebook stellen, um Likes zu sammeln, oder die Burschen, die sich aufplustern und wild gestikulierend, mit lauter, kehliger Stimme, sodass sogar der Kerl im hintersten Eck sie hört, einen auf Spaßvogel/Erklärbär machen. Oder manche Leute hier, die weise Sprüche klopfen und … du weißt schon.

      • * oder wo du zum Besten gibst, wie intelligent du bist – *

        Meinst du wenn ich von meinem IQ von 195mm rede?

        Das ist humorvoller Pickup.

        Ich frage eine Frau: „Frauen mögen doch intelligente und humorvolle Männer?“ und dann sage ich: „Mein IQ ist 195millimeter.“

        Warum regt dich denn das alles so auf? Bei so einem blöden Witz ist doch fast jeder Frau sofort klar was für ein dummes A. ich bin.

        Ich tu das doch alles nur für mich, wie die ganzen Frauen auch.

        Muss doch keiner Hinschauen oder -lesen.
        Jetzt muss ich mich dafür hier noch anfeinden lassen.

        Ich glaub ich muss mal einen Slutwalk machen.

        Auch wenn ich euch intelligent erscheine und mir ein Angeberauto leiste dann müsst ihr euch nicht angesprochen fühlen (vor allem Ü40), ich tu das nur für mich! Und mein Geld geb ich lieber für Nutten aus.

  9. Pingback: Susan Brownmiller und die Dämonisierung männlicher Sexualität | Alles Evolution

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