Philip Davis wiedergewählt trotz erheblicher Verluste seiner Partei

Philip Davis, der dadurch bekannt geworden ist, dass er gleichen Schutz für Männer und Frauen und nicht eine einseitige Frauenpolitik will, ist in der Parlamentswahl in seinem Bezirk erneut gewählt worden.

Zunächst hatten Feministen sich bereits gefreut, dass er seinen Wahlkreis verloren haben soll:

Rumours began to swirl that Mr Davies had lost his Shipley seat hours before the result was announced.

Among those celebrating his apparent defeat was the Labour MP for Tottenham, who kept his seat. Mr Lammy said: “Apparently Philip Davies is in trouble in Shipley? Couldn’t happen to a nicer bloke! Women and (everyone who isn’t a sexist bigot) rejoice.”

‘Heartbroken’ Feminist writer Kirsty Strickland said: “Philip Davies should feel free to filibuster his loser’s speech. It will be the last one he ever makes.”

 

Tatsächlich hat er aber mit einer recht deutlichen Mehrheit gewonnen. 

Shipley parliamentary constituency Election 2017 BBC News

Shipley parliamentary constituency Election 2017 BBC News

Interessant ist dabei die Women’s Equality Party, eine feministische Partei, die extra in diesem Bezirk angetreten ist, um gegen Davis vorzugehen:

The leader of the Women’s Equality Party, Sophie Walker, had launched an election campaign to oust the notorious anti-feminist.

Ms Walker aimed to unseat Mr Davies following his repeated attempts to derail legislation aimed at protecting women and girls from male violence and his comments that “feminist zealots” exaggerate gender inequalities in the UK.

Women’s Equality Party loses out

“Philip Davies’ track record of misogyny should have no place in Parliament. It is a national embarrassment that he sits on the Women and Equalities Committee,” Ms Walker said in a statement as she launched her election bid.

“Shipley deserves an MP that will represent the needs and interests of all its constituents, instead of one who spends constituency time on a self-indulgent anti-women campaign,” she added.

Ms Walker won just 1.9 per cent of the vote with 1,040 ballots cast for her. Labour’s Mr Clapcote finished with 22,736 votes (42.6% compared to Mr Davies’ 51.3%).

Sie erhielt nur 1,9% aller Stimmen. Trotz der „großen Gefahr“, die gerade in diesem Bezirk bestand und der andauernden Unterdrückung der Frau durch die Männer gelang es einer (rein) feministischen Partei nicht mehr als 1,9% der Wähler zu überzeugen, dass sie an die Macht kommen sollten.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut es dem Patriarchat gelingt, Frauen selbst in freien, geheimen Wahlen davon abzuhalten, denen, denen es um ihre Erlösung und Befreiung aus der Unterdrückung geht, ihre Stimme zu geben. Anscheinend werden sie lieber von einem „Monster“ vertreten, welches an ihrer Unterdrückung nachhaltig mitwirkt.

Entsprechend war die Laune:

After it emerged initial reports had been inaccurate women expressed their dismay on social media.

Twitter user Bethy McKeefry wrote: “devastated about Shipley result, Philip Davies deserves so little in life and certainly not a seat in Parliament, heart broken.” Another user wrote: “Gutted. The [House of Commons] would be far better without his time wasting nonsense”.

Wie Arne auch bereits feststellte: Wie viele Frauen sich nun darüber aufgeregt haben ist hier gar nicht festzustellen.

Entweder haben ihn ein nicht unerheblicher Teil der Frauen gewählt obwohl sie auch mit einer Feministin ein Zeichen hätten setzen können oder Männern war das Thema so wichtig, dass sie ihn fast ausschließlich gewählt haben. Beides wäre sehr interessant.

Wenn jemand eine Aufschlüsselung nach Geschlecht findet, dann wäre ich sehr interessiert.

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9 Gedanken zu “Philip Davis wiedergewählt trotz erheblicher Verluste seiner Partei

  1. Ein einziger Mann der etwas für Männer machen will. Natürlich müssen Feministen dagegen vorgehen, denn Feminimus ist für Gleichberechtigung!

    Philip Davies hat diejenigen die ihm ständig Frauenfeindlichkeit vorwerfen, gebeten doch mal Beispiele zu zeigen. Natürlich kam da nichts. Surprise surprise.

    • „Natürlich kam da nichts“

      Er ist dagegen, dass ausschließlich Frauen geholfen wird, zum Nachteil von Männern, denen es im Schnitt bereits jetzt schlechter geht als besagten Frauen.

      Er ist dagegen, dass ausschließlich Frauen geholfen wird und nicht auch Männern.

      Er ist dagegen, dass ausschließlich Frauen geholfen wird.

      Er ist dagegen, dass Frauen geholfen wird.

      Voila: Frauenfeindlichkeit.

      Offensichtlich hat der letzte Satz die maximale Komplexität, zu der eine Wald und Wiesen-Feministin kognitiv in der Lage ist. Und dieser ist wirklich frauenfeindlich.

      • Nein, der letzte Satz ist nicht frauenfeindlich. Warum sollte er es sein?

        Wenn man von Gleichberechtigung ausgeht, dann bekommen Frauen natürlich keine Hilfe, genauso wenig wie Männer

    • Feminismus muss überall bekämpft werde. Vielleicht ist diese Ideologie sogar gefährlicher als der Islam für den Westen. In jeden Fall ist sie aber ein Brandbeschleuniger für die Ausbreitung des Islams.

  2. Dieses Ergebnis liefert doch mal eine realistische Abschätzung der Prävalenz von fanatischem Feminismus in der Bevölkerung: nur 2 %.
    Feminismus ist eben ein absoluter „Scheinriese“. Hätten die sich nicht überall in die Öffentlichkeit gedrängt, besonders in die Medien und Politik, wäre das nur eine weitere, unbedeutende Sekte.

  3. Ich finde die Entscheidung der Frauenpartei, dort zur Wahl anzutreten, um Davies zu besiegen, interessant. Ihre Stimmen dürften hauptsächlich aus eher linken Teilen der Bevölkerung kommen, also von potentiellen Labour-Wählern. Letztlich hat es sich nicht entscheidend ausgewirkt, aber durch ihre Wahlteilnahme hat die Frauenpartei die Chancen auf eine Wiederwahl von Davies vermutlich erhöht, weil sie dem Labour-Kandidaten Stimmen abgezogen hat. Sehr clever…

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