Marcus Hyde und für junge attraktive Frauen interessante Fähigkeiten nutzen um am Sex zu kommen

Starfotografen und Models, das ist schon immer etwas gewesen, was schnell für Skandale sorgt. Es bringt Männer, die ein Foto theoretisch nicht viel kostet mit jungen hübschen Frauen zusammen, die gerne von einem Starfotografen Bilder hätten, weil es für sie Aufmerksamkeit bringt. Wann immer Männer etwas haben, was junge, hübsche Frauen wollen und theoretisch für die Männer relativ leicht zu geben ist, kommt natürlich Sex ins Spiel. Schlicht weil es immer der „verdeckte Markt“ ist, auf dem sich Geschäfte machen lassen. Der üblicher Tausch: Seine Leistung gegen ihre Zeit/Aufmerksamkeit/Nackte Haut/Sex. Das dürfte bei Musikproduzenten, Filmproduzenten und eben auch berühmteren Fotografen der Fall sein.

Gerade der Fotograf Marcus Hyde in den Schlagzeilen, weil ein Modell einen Chatverlauf mit ihm bei Instagramm bzw danach bei Twitter eingestellt hat.

26.000 Abonenten sind ein Anfang, aber in dem Bereich auch noch nicht wirklich viel. Sie antwortete auf eine  Anfrage von Marcus Hyde auf Instagramm, bei dem eine Frau unter der Dusche abgebildet ist, mit entsprechender nasser Kleidung und der Frage, wer Lust auf ein Shooting hat.

Marcus Hyde ist aus meiner Sicht nicht der hübscheste, an Männern interessierte mögen insoweit ihre Wertung abgeben:

Marcus Hyde

Aber nach allem was man jetzt so liest hat er wohl einige Models gefunden, die den Deal ganz gerne machen wollen.

Das Gespräch entwickelt sich dann wie folgt:

Ich finde das Gespräch eigentlich nicht schlimm. Er hat ein relativ sexuelles Bild eingestellt und bei Models ist die Frage an sich, ob sie auch Nacktbilder machen ja durchaus erlaubt. Er bietet ihr anscheinend ein Shooting an, für das sie 2.000 Euro zahlen soll. Wenn sie Nacktbilder macht und ihm vorher welche zuschickt, auf denen sie nackt ist, dann würde er es umsonst machen. Als sie das nicht will ist das okay für ihn und er sagt ihr, dass das Shooting dann eben 2.000 Euro kostet.

Das klingt aus meiner Sicht vollkommen fair. Er ist auch nicht aufdringlich oder belästigend. Es ist allenfalls etwas merkwürdig, dass er vorher Nacktfotos haben will, aber das wäre für jemanden, der ohnehin Nacktbilder machen lassen will ja durchaus eigentlich nicht problematisch.  Immerhin will sie eine 2.000 € Leistung umsonst haben.

Er scheint ansonsten dann bei den Fotoshoots recht aufdringlich zu sein und alles in eine sexuelle Richtung lenken zu wollen, wenn man den dann nachfolgenden Berichten anderer glaubt:


Insofern war es für sie, weil sie ein schlechtes Gefühl hatte, vielleicht die deutlich bessere Variante nicht hinzugehen. Es sammeln sich einige Geschichten unter #cancelmarcushyde

Aber es ist eben der alte Deal und wann immer solche Situationen bestehen wird auch jemand versuchen es für Sex zu nutzen.

Eigentlich ja eine simple Methode:

  • Junge naive Mädchen die Karotte der hochwertigen Fotos vor die Nase halten
  • für Nacktfotos den Preis senken, da hat man schon mal die ganz schüchternen aussortiert
  • Alkohol zur Auflockerung (allerdings besonders gefährliche Strategie)
  • Immer einen Schritt weiter eskalieren unter dem Vorwand Fotos machen zu wollen und bei Verweigerung die anderen nicht rauszurücken.
  • hoffen, dass es schließlich zum Sex kommt.

Anscheinend hat es ja, trotz schlechten Aussehens, bei einigen auch geklappt.

 

 

 

Weibliches Signalling mit Sexappeal oder mit Tugend

Crumar schrieb in einem Kommentar:

Auch die Verschleierung der jungen, konservativen islamischen Frauen ist zweitens nichts anderes als virtue signalling.
Sie bekunden selbstverständlich ihren sexual market value mit diesem Signal, auch wenn das ein anderes als das gewohnte Signal ist.
Ob eine Frau mit „hoppla-meine-Möpse-fallen-raus“ Männer zum lechzen bringen willst oder mit „seht-her-ich-bin-eine-Jungfrau“ ist für die Funktion, nämlich die Absicht „lechzen“ zu produzieren Wurst.

Wenn ihr bitte akzeptiert, dass es linke und rechte PC gibt, dann haben wir es in Zukunft einfacher mit der Detailanalyse.

Ich schrieb dazu:

Vollkommen richtig, es ist virtue signalling in beiden Fällen.
Das eine ist sexueller, das andere anständiger, weil beide Gesellschaften andere Schwerpunkte setzen.
Gerade wenn es eine starke Unterteilung in „Frauen zum Spass haben, aber niemals heiraten“ und „Frauen zum Heiraten“ gibt, dann macht es Sinn sich, wenn man in die zweite Kategorie fallen will, deutlich dieser Gruppe zuzuordnen.
In unserer Gruppe wäre „ich suche eine Frau zum Spass haben und wenn dann alles gut klappt wird darauf eine dauerhafte Partnerschaft“ eher vorherrschend, so dass das Virtue signalling darauf ausgerichtet wird.

Crumar führte dazu noch aus:

Wir haben ebenfalls ein transaktionales Modell, aber werfen weitaus mehr wechselseitig abzuverlangende Eigenschaften und Einstellungen in die Waagschale als das bei den traditionellen Partnerschaften der Fall ist.
Gelungener partnerschaftlicher Sex gehört u.E. zu den Kriterien für das Gelingen einer dauerhaften Partnerschaft.

Uns kommt daher das Geschäft „exklusiver Zugang zur weiblichen Sexualität ohne Vorerfahrung im Eintausch gegen den männlichen Vollversorger“ bescheuert vor.
Aus der weiblich-feministischen Perspektive wird ständig die repressive islamisch-konservative Sexualmoral betont, insofern sie sich sich gegen Frauen richtet, denen abverlangt wird, ohne sexuelle Vorerfahrungen in die Ehe zu gehen (dass das real ist, wage ich zu bezweifeln).

Aus der männlichen Perspektive jedoch sind die Fragen relevant, warum er sich auf diesen Handel einlassen sollte, wenn a. die Kosten für Sex fallen, weil er – mehr oder weniger – frei verfügbar und es b. nicht absehbar ist, ob überhaupt eine gelungene Sexualität in der Ehe existieren wird.
Alle Charakteristika eines „bad deal“.

Wenn man einen rein ökonomischen Blick auf diesen deal richtet, kommt man schnell darauf, dass ein Geschlecht ein solides Interesse daran hat, gegen die verdorbenen Werte westlicher Gesellschaften zu sein.
Denn unter diesen Umständen ist „seht-her-ich-bin-eine-Jungfrau“ wertlos.
Das „seht-her-ich-bin-eine-Jungfrau“ als virtue signal und also Distinktionsmerkmal gegenüber anderen Frauen, als eigenständiger Wert auf dem Sexual- und Heiratsmarkt funktioniert nur, wenn man eine Kultur produziert und reproduziert, in der dieses einen Wert besitzt.

Ergänzen möchte ich noch, dass die Frage des „Kein Sex vor der Ehe“ natürlich wegen der „Vatersicherheit“, also der Frage, inwiefern man tatsächlich der Vater späterer Kinder ist, interessant war.

Das Problem entschärfte sich natürlich mit der Entwicklung der modernen Verhütung, was Männern und Frauen mehr sexuelle Möglichkeiten gab. Es ist insofern eine zu erwartende Folge einer solchen Entwicklung, dass man, wenn man folgenlosen Sex haben kann, weitaus früher mehr ausprobieren kann, ohne sich zu binden und gleichzeitig die Zeit einer festen Bindung im Sinne einer Heirat nach hinten verlagert werden kann (was gleichzeitig den Vorteil mit sich bringt, dass man bis zur Heirat üblicherweise die Möglichkeit hat festzustellen, ob sie schwanger war von einem anderen Mann, mit dem sie vor der Beziehung Sex hatte, weil man ja Sex mit Verhütung mit ihr hat. Insofern hat man dann theoretisch sogar eine genauere Information als derjenige, der nach der Heirat mit ihr schläft, vorher aber weitaus weniger Möglichkeiten des Kennenlernens hatte)

In konservativeren Gesellschaften dauert insofern die Umstellung noch an. Diverse „Umgehungspraktiken“ wie etwa Oral- und Analsex werden ebenso im Gebrauch sein wie ein Vortäuschen von Tugendhaftigkeit nach außen zur Wahrung des Gesichts.

Mit gefällt (natürlich) das Modell wesentlich besser. Ich würde gar nicht verstehen, warum man da mit den modernen Möglichkeiten warten sollte und ich finde auch nichts untugendhaftes daran, seine Sexualität im normalen Umfang auszuleben und in der Hinsicht Erfahrungen zu sammeln.

Aber das ist sicherlich eine Kulturfrage. Wo mich ein Kopftuch abschreckt mag es für andere als Signal funktionieren. Meine Vermutung ist, dass es heute dann auch bei vielen weniger für tatsächliche Enthaltsamkeit steht, eher für eine verborgenere und eine Beziehung voraussetzend Sexualität, die eine längere Anlaufzeit benötigt. Bei anderen mag es auch nur als rein kulturelles Zeichen der Zugehörigkeit funktionieren.

 

Margarete Stokowski hasst gepolsterte BHs

Margarete Stokowski wettert gegen gepushte BHs:

In der Werbung gelten Brüste als das beste Verkaufsargument – aber die Brust der einzelnen Frau muss immer noch durch unbequeme BHs optimiert werden. Würden Männer so kontrolliert werden, müssten sie Penisbändiger tragen.

Die Einleitung finde ich schon nicht schlecht: Frauen werden erst einmal zum Objekt gemacht, sie wählen nicht etwa bestimmte BHs aus, sondern sie werden „kontrolliert“. Männer hingegen haben natürlich keinerlei einschränkende Kleiderordnungen. Wer hätte sich je über Männer in kurzen Hosen aufgeregt oder welcher Dresscode sieht etwa auch bei heißen Wetter so etwas wie lange Stoffhose und Krawatte für Männer, aber durchaus ein luftiges Kleid für als Option für Frauen vor?

Tatsächlich ist es auch bereits interessant, dass sie die BHs als Kontrolle sieht und ihnen „Penisbändiger“ gegenüber stellt, wenn es für viele Frauen immer noch darum geht, dass sie eben ihren Busen besser aussehen lassen, größer, fester, gleichmässiger, nicht hängend etc.

Der klassische gefütterte BH verspricht, dass man in ihm gut aussieht:

Push-up BH mit Polster

Push-up BH mit Polster

Und die Bedeckung der Brustwarzen macht ihn eben in vielen Fällen auch weniger sexuell und vermindert die Vergleichbarkeit innerhalb der intrasexuellen Konkurrenzu, weil diese bei der Bewertung der Schönheit einer Brust ein ganz wesentliches Element sind.

Würde man entsprechendes für den Penis vorsehen, dann käme wohl eher so etwas wieder in Mode:

arrmour-codpiece

arrmour-codpiece

Oder der Penisköcher würde eine Ausbreitung erleben. Das geschieht nicht, weil Männer dahingehend „kontrolliert“ werden, dass man im Gegensatz zu Brüsten eben seinen Penis nicht betonen darf. Während Männer sich schöne Brüste oder Vaginas durchaus anschauen wollen ist das Zusenden von Dickpics an Frauen eben eher eine Form der Belästigung.
Abgesehen von der Schwulenszene, wo man wahrscheinlich durchaus für einen schönen Schwanz zu haben ist und damit keine Probleme hätte, weswegen entsprechende Betonungen wahrscheinlich auch eher für diese Szene entwickelt werden:

Meine Vermutung wäre jedenfalls, dass das Produkt eher auf den schwulen Markt ausgerichtet ist, aber da mag ich mich auch täuschen.

Ich schwöre, wenn man eine repräsentative Studie unter den Frauen dieses Landes durchführen würde und fragen würde, wann und wo sie sich wirklich zuhause fühlen, dann würde mindestens die Hälfte von ihnen antworten: Da, wo ich ohne ätzenden BH rumlaufen kann.

Das kann ich mir durchaus vorstellen. Aber ich vermute, dass die meisten Frauen auch etwas dagegen hätten, wenn Frauen allgemein ohne BHs rumlaufen würden. Weil es eben dann häufig sexuelle Signale sendet, Defizite eher offen legt, man sich weniger vorteilhaft darstellen kann oder schlicht weil die intrasexuelle Konkurrenz damit angeheizt werden würde. Und natürlich auch, weil es auch bequemer in bestimmten Situationen sein kann, seine Brüste fest verpackt zu haben, einfach bei der Bewegung und größeren Brüsten. Aber dazu können sich natürlich gerne Frauen in den Kommentaren äußern.

Es gibt immer noch dieses Klischee, dass Feministinnen gerne BHs verbrennen, und es ist schwer aus der Welt zu kriegen, auch wenn es sich auf sehr dürftige historische Belege stützt. Früher habe ich immer gesagt: Hey, nein, stimmt gar nicht, wir machen das nicht, gute BHs sind so wichtig, gerade wenn man große Brüste hat; man kann sonst nicht mal ungenervt eine Treppe hinunterlaufen, ernsthaft. Das stimmt auch, soweit. Aber nun war ich letzte Woche unterwegs, um einen Bikini zu kaufen, und muss sagen, ich wäre inzwischen bereit für eine öffentliche Bikinioberteil-Verbrennung.

Die Probleme mit gepolsterten BHs hatten in der Tat schon andere Feministinnen und ich habe auch schon ein paar Artikel dazu.

Die konkrete Brust kann nie gut genug sein

Wenn man in die ganz normalen Klamottenläden geht, in die die meisten Leute gehen, dann findet man in der Bademodeabteilung für Frauen hauptsächlich Bikinioberteile, in denen auf jeder Seite bereits mindestens schon eine halbe Brust drin ist. Dieser knappe Liter Dämmmaterial ist manchmal durch eine kleine Lücke rausnehmbar, aber nicht immer, oft ist er fest vernäht. Auch bei großen Größen. Unter dem Polster findet sich nicht selten ein Metallbügel, der sich bei einer ungünstigen Bewegung (Kopfsprung, Arschbombe, Leben) in die Achsel bohren kann.

Es ist, als würde dieses Bikinioberteil sagen: Brüste, schön und gut, aber sie müssen in jede denkbare Himmelsrichtung geformt und vergrößert werden, außer auf der Seite, wo sie am Körper befestigt sind, denn ja, natürlich schätzt diese Gesellschaft die weibliche Brust als Allzweckdekoration zu Werbezwecken, aber die konkrete Brust jeder einzelnen Frau kann niemals gut genug sein.

Und das ist natürlich wieder einmal eine Diskriminierung der Frau und einfach ein Skandal!!!!11

Es klingt fast so als würde „die Gesellschaft“ den Frauen die BHs vorschreiben und verhindern, dass sie andere BHs kaufen. Tatsächlich sind es natürlich die einzelnen Frauen, die gerne die Vorteile einer optisch vergrößerten Brust nutzen wollen, weil sie dann als attraktiver wahrgenommen werden.

Dazu zB dieses Video:

Um die Antwort gleich vorwegzunehmen:

Ja, größere Brüste geben mehr Trinkgeld. Und zwar von Männern UND Frauen. Männer gaben 30% mehr, Frauen sogar 40% mehr.

Und auch „Mitnahme als Anhalterin, weil das Auto liegengeblieben ist“ gibt entsprechende Daten:

Statistically speaking, only men’s behaviors were affected by the hitchhiker’s breast size (p < .03). The frequency of stopping in the cup C condition was marginally greater than that of cup B (p = 0.09) and significantly greater than that of cup A (p < .01). The difference between cups A and B was not significant.

Das Rätsel, warum die meisten Läden hauptsächlich gepolsterte BHs anbieten, scheint damit recht leicht zu lösen zu sein: Frauen kaufen sie eher, weil es ihnen Vorteile bringt.

Um so besser, wenn sie dann auch noch gleichzeitig verhindern, dass sich Nippel durch den Stoff drücken, was ein zu sexuelles Signal sein kann, was viele Frauen nicht senden wollen.

Das gilt für Bikinioberteile und BHs gleichermaßen, und es gilt nicht nur für Modelle für erwachsene Frauen, sondern oft auch schon für die, die für 11- oder 13-Jährige gedacht sind. Es ist komplett unklar, wie Mädchen kein gestörtes Körperbild entwickeln sollen, wenn ihnen beim Shoppen suggeriert wird, dass man ihre Brüste idealerweise um ein paar Zentimeter strecken sollte, egal wie klein oder groß sie sind.

Auch hier ist es allerdings nicht „die Gesellschaft“, sondern eher der Umstand, dass solche Bikinis sich gut verkaufen. Sie bieten auch verschiedene Vorteile: Sie sind im Endeffekt weniger sexuell, weil man bei einem ungepolsterten Bikini mehr sieht. Sie ermöglichen Mädchen ihre tatsächlichen Brüste eher aus der Bewertung zu nehmen als BHs, die keine Polster haben. Und sie erlauben ihnen gleichzeitig eben größere Brüste zu haben.

Natürlich kann man das verurteilen und das Durchsichtigkeitsproblem bzw Formerkennbarkeitsproblem auch anders lösen. Aber um zu erkennen, dass größere, formschöne Brüste eine besondere Anziehungskraft auf Männer haben braucht man kein BH-Geschäft. Jede Schule dürfte zumindest ein in der Hinsicht bevorteiltes Mädchen haben, welches das den anderen Mädels recht schnell deutlich macht.

Um es gleich zu sagen: Es ist okay, dass es das gibt. Für Mädchen und Frauen, die ihre Brüste fest einpacken und vergrößern wollen, sind diese Modelle ein Segen, aber sie sind oft nicht eine Auswahlmöglichkeit, sondern der Standard. Wer kein Push-up-Gerät sucht, bei dem man sich erstmal die Brüste auswringen muss, wenn man aus dem Wasser kommt, hat ein Problem.

Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Entweder es ist nichts davon am Markt, weil sich so etwas nicht verkaufen lässt
  • oder Frau Stokowski hat eine unglaubliche Marktlücke gefunden, die bisher keiner der BH und Bikinihersteller wahrgenommen hat, und könnte damit reich werden.

Meine Vermutung ist, dass die meisten Frauen eben die Polster und das Pushen wollen, aber es auch genug ohne gibt.

Dazu auch noch diese Tweets:

Eine feministische Revolution im Kapitalismus, weil ein bestimmtes, nach ihrer Vorstellung am Markt gesuchte Produkt bisher nicht auf dem Markt ist. Wie kann es nur abseits von Diskriminierung zum Gender Pay Gap kommen?

Die historische Epoche der Aufklärung kann nicht als abgeschlossen betrachtet werden, solange es immer noch der Normalfall ist, dass Frauen angeboten wird, sich zwei Brustprothesen aus einer Art Bauschaum umzuschnallen, bevor sie schwimmen gehen. Was soll das?

Man muss glaube ich tief verwurzelt im Opferdenken sein, wenn man nicht auf die Idee kommt, dass Frauen diese Produkte eher kaufen als andere, weil sie sie besser finden. In ihrer Vorstellung gibt es aber so etwas wie eine bewußte Kaufentscheidung der Frauen nicht. Es gibt nur die patriarchale Gesellschaft, in der anscheinend Frauen keinen Einfluss in der Modebranche haben und auch unmöglich selbst BHs und Bikinis herstellen können, so dass ihnen nichts anders übrig bleibt als „sich Brustprothesen aus Bauschaum umzuschnallen“.

 

Die Mutter als Heilige und Hure – Zum Begriffs der MILF

Pinkstinks verwirrt der Begriff MILF:

„Die Bezeichnung MILF ist ein verbales Arschgeweih für ein Sexleben nach der Mutterschaft.“ Die Sexualpädagogin, Autorin und Bloggerin Katja Grach versammelt diesen und andere messerscharfe Sätze in ihrem neuen Buch über das Phänomen MILF. MILF steht für Mother I’d like to fuck und genau darum geht es. Seitdem dieser Begriff durch die US-amerikanische Filmreihe American Pie einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, ist er aus der Popkultur nicht mehr wegzudenken. Vor allem aber nicht aus der Pornografie. Grach nun geht der Frage nach wie das eigentlich passieren konnte: Wieso werden die beiden eigentlich immer sehr getrennten Rollensphären Heilige (Mutter) und Hure (Schlampe) plötzlich in eine zusammengegossen und was genau bedeutet das? Auch diese Trennung war und ist nicht nur in der Realität vorhanden, sondern findet ihren Widerhall in der Popkultur. Im gleichen Jahr wie der erste Teil von American Pie erschien 1999 auch der Film Reine Nervensache. Darin zwingt der von Robert de Niro gespielte Mafiosi einen Therapeuten sich seiner Probleme anzunehmen: Impotenz, Angstzustände und derlei mehr. Auf die Frage, warum er sich einer Geliebten zuwendet und keine sexuelle Erfüllung bei seiner Frau findet, antwortet der Mafiosi:

„Pfui, solche Sachen mache ich nicht mit meiner Frau. Mit dem Mund küsst sie schließlich meine Kinder wenn sie schlafen sollen.“

Anscheinend fällt zumindest Pinkstinks gar nicht auf, dass die Rollen da nicht zusammen gegossen werden:

Es sind verschiedene Personen, die Frauen verschieden sehen.

  • Die Familie betont die Mutterrolle, gerade die Kinder, während der Mann wahrscheinlich eher älter und konservativer sein muss um in seiner Ehefrau nur die Heilige zu sehen, mit der man nichts verdorbenes machen darf.
  • andere Freunde der Kinder sehen die Mutter eben nicht als Mutter, sondern als Frau. Und MILF thematisiert eher den Zwiespalt, dass Mütter von Freunden natürlich Tabu sind, aber auch gut aussehen können (genau wie Schwestern)
  • Frauen selbst, die Mütter sind, wollen natürlich weiterhin auch sexy sein und als solche wahrgenommen werden. Vielleicht nicht unbedingt in einer aufdringlichen Weise von den minderjährigen Freunden ihrer Kinder, aber keine Frau mag wohl die Vorstellung, dass sie gar nichts sexuelles für Männer hat und sie an Sex mit ihr vollkommen desinteressiert sind. Deswegen ist es natürlich zum Teil ein „Ehrentitel“, wenn man trotz Mutterschaft und einem insoweit auch schon fortgeschrittenen Alter als sexy gilt, gerade weil die Schwangerschaft gerne mit Gewicht, Narben etc verbunden ist.

Bei Pinkstinks heißt es:

Ob die Frau dazu womöglich Lust hätte, steht gar nicht zur Debatte. Auftritt der MILF. Mit ihr sind „solche Sachen“ zumindest in der Vorstellung möglich. Wohlgemerkt obwohl sie Mutter ist. Sonst müsste die Mutterschaft nicht extra betont oder eben in einen spezifisch sexuellen Zusammenhang gestellt werden. Die Mutter ist aber nicht sexy, weil sie drei Kinder geboren und womöglich gestillt hat, sondern weil sie sich trotz der Mühen von Schwangerschaft und Kindererziehung „ihren Körper zurückgeholt hat“. Auf diese Optimierungskomponente weist die Autorin sehr bewusst hin. Mitterweile hat sich eine ganze Industrie um den After-Baby-Body, die Erscheinung und die Sexualität von Müttern gebildet. Zum Beispiel gab es vor ein paar Jahren ein Fitness- und Ernährungsprogramm das Month11, der MILF-Macher hieß. Der Name kündigt es an: 9 Monate Schwangerschaft sind nicht genug: Der Zeitraum wird verlängert, damit frau „die Spuren der Schwangerschaft beseitigt“.

Die MILF ist ein Markt„, schreibt Grach. Und an diesem Markt wollen möglichst viele verdienen.

Aber ist das nicht auch irgendwie ermächtigend? Immerhin wird die Heilige-Hure-Dichotomie aufgelöst und frau kann (auch) als Mutter endlich sexuelle selbstbestimmt sein. Das wäre in der Tat eine gute Sache, stimmt hier nur leider nicht. Die MILF mag oberflächlig wie das Ergebnis einer sexuellen Ermächtigung wirken, ist aber das genaue Gegenteil. Mit der Frau des Mafiosi hat sie nicht nur die Namenlosigkeit (Stifler’s Mom) sondern auch die Fremdbestimmtheit der eigenen Sexualität gemein. Schließlich geht es um eine Mother I’d like to fuck und nicht um eine Mutter, die selbst entscheidet, worauf sie Lust hat. Das Konzept MILF ist an ein Publikum gerichtet, dass Mutterschaft als zu überwindene Hürde definiert, als körperliche und durchaus auch seelische Makel, die es auszulöschen gilt.

Hier wird dann angeführt, dass es nicht um die Sexualität der Frau geht: Ja natürlich nicht. Es geht darum sexuelles Interesse an einer Person darzustellen, mit der man wahrscheinlich nie schlafen wird. Es geht darum zu sagen, dass man die Person sexuell anziehend findet, weil man die entsprechenden Reize wahrnimmt.

Auch Mädchen, die sich sich darüber unterhalten, welches Bandmitglied der gerade angesagten Boygroup süsser ist stellen nicht darauf ab, dass dieser sexuell ermächtigt ist, sondern dass er für sie interessant ist, stellen insofern nach diesem Muster eine „Fremdbestimmung“ dar.

Und natürlich ist MILF für Frauen auch nur eine Ausprägung intrasexueller Konkurrenz, die auch gerade den geänderten sozialen Gegebenheiten Rechnung trägt:

Wo der Mafiaboss in einer Welt lebt, in der man sich nicht von seiner Frau scheiden lässt, sondern diese die Familie und die Kinder absichert, während andere Frauen für das sexuelle Vergnügen da sind ist auch seine Frau weitaus eher der intrasexuellen Konkurrenz entrückt. Sie muss natürlich präsentabel aussehen, aber sie muss weit weniger sexuelles bedienen, sondern Beständigkeit.

Mit Beziehungen, die weniger traditionell sind, bei der Frauen nicht darauf vertrauen können, dass eine Ehe hält und der Mann sie nicht für eine andere verlässt, muss eine Frau natürlich auch als Mutter noch eher schön sein und eher mit Frauen in dem Bereich konkurrieren. Sie kann sich weniger erlauben Heilige zu sein oder es besteht ein anderes Interesse daran, auch in diesem Bereich nicht aus dem Rennen zu sein und noch sexuell wahrgenommen zu werden.

Auch hier ist es natürlich interessant, dass es den Begriff „FILF“ („Father i would like to fuck“) nicht gibt (oder vielleicht nur in der Schwulenszene) weil eben casual sex und die Gespräche darüber eher etwas ist, was Jungs interessant finden. Mädchen werden das vielleicht eher schwärmerischer sehen

Wenn Männer mit Männern Sex haben, haben sie sehr viel mehr Sexpartner als wenn sie mit Frauen Sex haben

Antifeministische Widersprüche: Sexuelle Selbstbestimmung

Onyx hat eine Vielzahl antifeministischer Widersprüche ausfindig gemacht. Mal sehen was sie gefunden hat:

-sexuelle Selbstbestimmung

Die sexuelle Selbstbestimmung ist im Antifeminismus nur ein Wert, wenn sie entweder Männer selbst betrifft, oder wenn sie dem Vergnügen von Männern dient. Denn während das Rechtsgut der sexuellen Selbstbestimmung (also der Schutz vor Übergriffen und Gewaltdelikten) gern insofern polemisch diffamiert wird, indem gern behauptet wird, dass Feministinnen am liebsten alle Männer in den Knast bringen wollten, die Frauen auch nur angucken, ist die sexuelle Selbstbestimmung plötzlich dann ein ganz wichtiger Faktor, wenn es um das Recht geht, Männern Spaß zu bereiten oder sich ihnen unterzuordnen. Siehe Prostitution, BDSM.

Da bringt Onyx keine wirklichen Beispiele oder Verweise, die ihre Position stützen. Ich finde es eine erstaunlich haltlose Position.

Vielleicht erscheint es aus der Sicht von jemanden, der die Rape Culture Theorie berechtigt findet so. Angegangen werden aus meiner Sicht übertriebene Vorstellungen im Feminismus dazu, dass man jeder Frau glauben muss, dass man eine Beweislastumkehr will oder das man übertriebene Formen des Konsens verbindlich machen will (von „Yes means Yes “ bis „Enthusiastic consent“ oder in der Karikatur den beiderseitigen Rechtsanwälten, die neben dem Bett sitzen müssen).

Angegriffen wird auch der Gedanke, dass jeder kleine Übergriff ein unsägliches Verbrechen ist. Und die Panikmache mit falschen Zahlen.

Das beruht nicht zuletzt darauf, dass Männer und Frauen verschiedene Rollen haben, bei denen der Mann häufiger die aktivere hat, was dazu führt, dass er den schwarzen Peter bekommt, wenn er die Lage falsch einschätzt. In der Hinsicht scheinen es mir auch eher die meisten Frauen vollkommen anders zu sehen als der Feminismus. Sie erkennen an, dass Männer sich verschätzen können und sind häufig der Auffassung, dass das eben auch nicht schlimm sein muss und sogar besser sein kann, als ein Mann, der sich nichts traut.

Das tatsächlich jemand einer Frau das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung abgesprochen hat ist mir aus der Szene nicht bekannt. Natürlich darf eine Frau nein sagen und sollte eine Vergewaltigung strafbar sein (selbst die wenigen Leute, die der Auffassung sind, dass die Strafbarkeit der Körperverletzung ausreichend wäre sehen eine Strafbarkeit).

Vor dem Hintergrund ist es auch keine Polemik, wenn man die übertriebenen Vorstellungen des Feminismus fürchtet: Wären radikale Feministinnen an der Macht, dann hätten wir wahrscheinlich Prozesse wie an amerikanischen Universitäten, also ohne jede Verteidigungsmöglichkeit, mit Beweislastumkehr Was eine Vergewaltigung wäre bestimmte dann immer der Sexualpartner, der sich darauf beruft, da diesem die Deutungshoheit zukommen würde.

Hier zeigt sich auch mal wieder, dass Onyx nicht in der Lage ist, die radikalen Positionen des modernen Feminismus als solche zu erkennen und ihre Radikalität zuzugestehen. Was wirklich erstaunlich ist in einem solchen Feld.

Und das Onyx im Grunde ihres Herzen dem sexfeindlichen Feminismus zuneigt ist, erkennt man auch immer wieder an ihrer Ablehnung von Prostitution und Kink wie BDSM. Irgendwie macht sie einen Vorwurf daraus, dass man das akzeptiert, und natürlich „weil es Männern Spass macht“. Das man es akzeptieren kann, weil man der Auffassung ist, dass erwachsene Menschen handeln können wie sie wollen, solange sie keinen anderen Menschen beeinträchtigen, auch dann wenn man davon selbst nicht profitiert, kommt ihr anscheinend gar nicht in den Sinn.

Und das diese Liberalität auch insofern ein konstantes Bild bietet, weil man eben das konservative und autoritäre des Feminismus ablehnt („Die Sexualität einer Frau ist heilig, sie muss um jeden Preis vor dem Biest Mann geschützt werden“ und „jeder hat so Sex zu haben, wie wir das wollen, auch wenn er dazu keinen Anlass sieht, weil Rape Culture“) kommt ihr nicht in den Sinn.

Wie auch: Für sie muss es Hass sein, denn ohne die Abwertung der Kritiker bleibt ihr wenig.

Wie seht ihr es?

 

Auswirkung der Anzahl der Geschlechtspartner auf die Attraktivität

Eine interessante Studie behandelt die Attraktivität als Partner in Verbindung mit der Anzahl der vorherigen Geschlechtspartner:

The aim of this study was to explore how people’s sexual history affects their attractiveness. Using an Internet survey, 188 participants rated their willingness to engage in a relationship with a hypothetical individual with a specified number of past sexual partners, ranging from 0 to 60+. The effect of past partner number was very large. Average willingness ratings initially rose as past partner number rose, but then fell dramatically. For short-term relationships, men were more willing than women to get involved (although the difference was not large). For long-term relationships, in contrast, there was virtually no sex difference. Thus, contrary to the idea that male promiscuity is tolerated but female promiscuity is not, both sexes expressed equal reluctance to get involved with someone with an overly extensive sexual history. Finally, participants with an unrestricted sociosexual orientation (high SO participants) were more tolerant than low SO participants of prospective mates with higher numbers of past sexual partners but were also less tolerant of prospective mates with low numbers of past sexual partners.

Quelle: Sexual History and Present Attractiveness: People Want a Mate With a Bit of a Past, But Not Too Much. (Volltext: Scihub-Link)

Zur Auswahl der Teilnehmer:

Participants were recruited from the subject pool at Swansea University in Wales and via the social network website Facebook, using a targeted ad shown exclusively to UK users aged 18 to 30. The ad explained that participants were sought for a brief study on mate preferences, and cautioned that the study included questions of a sexual nature. The final sample consisted of 188 heterosexual individuals: 84 men and 104 women. The age range of the sample was 18 to 35 years (M = 21.16; SD = 2.49). (Participants older than 30 presumably came from the university subject pool rather than the agetargeted Facebook ad.) The mean age of the men (22.07, SD = 2.73) was significantly higher than that of the women (20.42, SD = 2), t186 = 4.77, p < .01; two-tailed. Participants’ SO was measured with the Sociosexuality Orientation Inventory–Revised (SOI-R; Penke & Asendorpf, 2008; described below). The mean SO score for the sample was 36.15 (SD = 13.74), with men scoring significantly higher (M = 43.2, SD = 12.75) than women (M = 30.5, SD = 11.8), t180 = 6.96, p < .01; two-tailed. A small majority of participants (61%) reported that they were currently in a relationship. The average level of religiosity of the sample was low: On a 1-to-5 scale where 1 represented “very religious,” 3 represented “neither religious nor non-religious,” and 5 represented “very non-religious,” 80.9% of participants chose 3, 4, or 5, and the mean religiosity score was 3.74 (SD = 1.17). The vast majority of participants identified as Caucasian (95.7%); the remainder identified as South Asian, East Asian, or “other” (< 2% in each category).

Also wie in vielen Studien junge Studenten.

Die Ergebnisse sind dennoch interessant:

Attraktivitaet Anzahl Sexualpartner

Attraktivitaet Anzahl Sexualpartner

Wie man sieht sind die Betrachtungen für eine Langzeitbeziehung relativ gleich. Männer sind eher noch toleranter als Frauen, was die Anzahal der Sexualpartner angeht. Bei etwas kürzerem gestehen Männer Frauen mehr Sexualpartner zu.

Wie man auch sieht nimmt die theoretische Bereitschaft bei beiden Geschlechtern mit der Anzahl der Geschlechtspartner ab. Allerdings scheint es mir eine sehr abstrakte Bewertung zu sein, die nicht einbezieht, dass mit den Sexualpartnern üblicherweise auch bestimmte Verhaltensweisen oder ein bestimmtes Aussehen korrespondieren kann.

Ein schüchterner oder sozial unbeholfener Nerd, der ab einem gewissen Alter noch Jungfrau ist, erreicht sicherlich keine 6,5 auf der Skala. Und ab einem gewissen Alter wird auch eine weibliche Jungfrau eher Mißtrauen erregen.

Und eine Frau mit 20 Männern, die aber ansonsten klasse aussieht und nicht billig wirkt, sondern sich lediglich in einer bestimmten Phase etwas „ausgelebt“ hat, ansonsten aber gegenwärtig in ihrem Bekanntenkreis nicht als „Schlampe“ gibt, wird auch keinen Mangel an Interessenten haben. Ebenso der attraktive Alpha, der gut aussieht und „Charme“ oder „Game“ hat.

Es ist ein Nachteil der Studie, dass sie die Frage rein abstrakt gestellt hat und nicht mit Charakteren oder zumindest Fotos verbunden hat. Noch besser wären Filmszenen gewesen. Oder eine Beschreibung, wie sie sich die Leute mit einer hohen Partnerzahl vorstellen und wie sie denken, dass Leute auf sie reagieren. Ich vermute mal, dass ein „wahrnehmbares billiges Verhalten“ Frauen in ihrer Attraktivität sehr schadet und bei Männern vielleicht eher, dass sie ein „falsches Spiel betreiben“ oder Frauen nur als weitere Nummer sehen.

Aus der Diskussion:

The focus of the present study was how a prospective mate’s sexual history affects people’s willingness to get involved with that individual. The study yielded three main findings:

(1) A prospective mate’s number of past sexual partners had a large effect on participants’ willingness to engage in a relationship with them. After an initial upswing in willingness ratings, participants grew progressively less willing to get involved as the number of past partners increased.

(2) Men and women did not differ in their willingness to get involved in a long-term relationship with a target individual with more than two past sexual partners. In contrast, men were more willing (or less unwilling) than women to get involved in a short-term relationship, regardless of how many sexual partners the target had had. These differences between the long- and short-term
contexts have not previously been documented with respect to people’s responses to a prospective mate’s sexual history.

(3) Participants with high SO were more tolerant of prospective mates with a high number of past sexual partners. Interestingly, participants with high SO were less tolerant of prospective mates with a very low number of past partners.

Also: Die Anzahl der Sexualpartner hatte einen starken Effekt, Männer und Frauen unterscheiden sich in der Hinsicht nicht sehr, bei Kurzzeitstrategien sind Männer sogar großzügiger, und Leute mit einer hohen Anzahl an Sexualpartnern waren toleranter, was eine hohe Anzahl an Sexualpartnern angeht, aber weniger großzügig bezüglich einer niedrigen Anzahl von Sexualpartnern

These results suggest two amendments to folk psychology.

The first relates to the nugget of folk psychology embodied in humorist Evan Esar’s observation that “The girl with a future avoids a man with a past.”

Our research suggests that, at least in a modern western society, it depends how much of a past the man has. A little is better than none, but a lot is much worse. Furthermore, this is true of both sexes. For the average woman and the average man in our sample, the ideal mate was not someone without any sexual history. Our participants were reasonably willing to get involved with such a person; however, they were more willing to get involved with someone who had some history. This was especially so for women in the long-term context: When evaluating prospective mates with zero, one, or two past partners, women were less willing to get involved than men. There are several possible explanations for this result. One is that it stems from sex differences in the
importance of mate-choice copying: Women may be more averse than men to a prospective long-term mate who garners little sexual interest from the other sex. A second possibility is that it stems from sex differences in parental certainty: Men may be more attracted than women to a prospective long-term mate with only limited sexual experience, because historically this was correlated with lower cuckoldry risk. Note, though, that the difference was not especially large and that it remains to be seen whether the pattern will replicate.

The second amendment to folk psychology concerns the sexual double standard. Contrary to the common notion that male promiscuity is tolerated whereas female promiscuity is not, both sexes expressed an unwillingness to get involved with someone with a high number of past sexual partners.

For long-term relationships, there was virtually no difference between the sexes in this respect. For short-term relationships, in contrast, men were more tolerant of female promiscuity than women were of male promiscuity (thus, in a certain sense, the traditional double standard was reversed in the short-term context). This is not the first study to question the existence of the double standard (see Allison & Risman, 2013; Kreager & Staff, 2009; Mark & Miller, 1986; O’Sullivan, 1995). It seems that, although the belief that there is a sexual double standard is widespread,the sexual double standard itself is not nearly as widespread as it might once have been—at least not in the kind of liberal western culture in which the present study was conducted (cf. Stewart-Williams, 2002).

Aus meiner Sicht braucht es mehr Faktoren als die reine Partnerzahl um hier eine Bewertung vorzunehmen. Ein interessanter Faktor wäre beispielsweise wie stark der Ruf der jeweiligen Person noch von der Anzahl der Sexualpartner betroffen ist (wenn jeder weiß, dass er jede Nacht mit einer anderen schläft/sie schon mit jedem geschlafen hat, dann dürfte sich dies stärker auswirken, als wenn das gleiche wesentlich diskreter geschehen ist oder diese Phase länger her ist). Interessant wäre auch, wie die Qualität derjenigen leidet, die sich interessieren bzw. wie sich ihr jeweiliger Wert auf dem Partnermarkt verändert. Wird eine 10 auf eine 8 zurückgestuft, dann ist sie natürlich immer noch attraktiv, erst recht für eine 6, aber dann eben nicht mehr für eine 9.
Als abstrakte Studie insofern interessant, aber weitere Forschung mit einer differenzierteren Betrachtung der Faktoren, die bei der Anzahl der Geschlechtspartner eine Rolle spielen, wäre interessant.

Japan, sexlose Grasesser und Testosteron

Ein interessantes Phänomen wird aus Japan berichtet:

Die Japaner werden immer einsamer. Klingt schnell dahingesagt, ist aber statistisch belegbar: 70 Prozent der ledigen Männer und 60 Prozent der unverheirateten Frauen zwischen 18 und 34 haben keine Beziehung. Fast die Hälfte von ihnen will auch gar keine. Zu diesem Schluss kam Japans Institut für Bevölkerungs- und Sozialstudien in einer Sexual-Untersuchung, die es seit 1987 alle fünf Jahre durchführt. 44Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen sagten, sie hätten noch nie Sex gehabt. Die Zahl nimmt zu, vor fünf Jahren waren es noch 36 Prozent der Männer.

Das sind schon sehr hohe Zahlen, mich würden die deutschen Vergleichszahlen interessieren, aber ich vermute, dass sie deutlich niedriger sind. 44% der Männer zwischen 18 und 34 haben noch keinen Sex gehabt? Das wäre wirklich erstaunlich hoch. Insbesondere wenn die Hälfte auch kein Interesse daran hat.

„Grasfresser“ nennen die Japaner junge Männer, die keinen Sex wollen. Sie seien freundlich und scheu, ohne Gefühl für ihre Männlichkeit. So beschreibt das zumindest der Philosoph Masahiro Morioka, der den Begriff mit seinem Buch „Liebes-Lektionen für herbivore Jungs“ bekannt machte. Grasfresser wollten keine großen Gefühle, niemanden verletzen und auf keinen Fall verletzt werden. Fragt man die jungen Männer, formulieren sie es einfacher: Beziehungen seien ihnen zu „umständlich“.

Eine Generation, die zu einem relativ großen Teil der Beziehung abgeschworen hat. Es ist aus meiner Sicht nicht verwunderlich, dass dies in einem Land wie Japan geschieht, denn bei diesen liegen auch im Schnitt andere biologische Gegebenheiten vor, die sich auf den Sexualtrieb auswirken.

Es scheint weniger das freie Testosteron zu sein als vielmehr die Fähigkeit, dieses entsprechend wahrzunehmen:

though plasma testosterone levels are an important factor in sex hormone-dependent features, they obviously cannot explain the ethnic differences in these features. These differences seem to be mediated instead by differential enzyme and androgen receptor activity [6].  Specifically,  5a-reductase, the enzyme that converts testosterone into DHT, activity seems to vary among ethnic groups.  DHT is an androgenic hormone whose affinity to the androgen receptor is multitudes times greater than testosterone. A study recorded the DHT:testosterone ratio, an indicator of 5a-reductase activity[7], among ethnic groups and found levels to be highest in African-Americans, intermediate in Caucasians, and lowest in Asian-Americans [5]. Tissue-specific coactivators of the androgen receptor also play a role in differences in tissue-specific androgenicity. Different levels of these coactivators are found in different tissues(heart, skeletal muscle, and liver), and help determine the responsiveness of these receptors by binding to the androgen-androgen receptor complex [8-12].
The genetic differences in the gene encoding the androgen receptor itself contributes greatly to its ability to respond to testosterone and other androgens [13-15].  One of the most distinctive and important genetic differences found is called the CAG repeat polymorphism. This refers to the glutamine-tag attached to the androgen receptor becomes the sequence CAG is translated into the amino acid glutamine. The number of CAG repeats an individual has in his or her androgen receptor gene determines how effective his or her androgen receptor is at binding testosterone; those with less repeats are more sensitive to testosterone and those with a greater amount of repeats are less sensitive [16-21].  It has been found that those with short CAG repeats have the same symptoms of men with high testosterone levels, increased skeletal muscle mass, lower good cholesterol (HDL), and have an earlier onset of prostate cancer [21]. Those born with too many repeats (>38) may be at risk for certain genetic disorders [22].

The inverse association between the number of CAG repeats in the AR gene and functionality of the AR protein. Longer CAG tracts result in lower transcription of target genes and, thus, lower androgenicity. Expansion of the encoded polyglutamine stretch to beyond probably 38 leads to the neuromuscular disorder X-linked spinal bulbar muscular atrophy (XSBMA), a condition in which defective spermatogenesis and undervirilization are observed. Conversely, low numbers of CAG repeats are associated with increased androgenicity of susceptible tissues.

The inverse association between the number of CAG repeats in the AR gene and functionality of the AR protein. Longer CAG tracts result in lower transcription of target genes and, thus, lower androgenicity. Expansion of the encoded polyglutamine stretch to beyond probably 38 leads to the neuromuscular disorder X-linked spinal bulbar muscular atrophy (XSBMA), a condition in which defective spermatogenesis and undervirilization are observed. Conversely, low numbers of CAG repeats are associated with increased androgenicity of susceptible tissues.

The mechanism behind the weaker transactivation of androgen receptors with longer CAG repeats was found in a study done in 1999. A coactivator of the androgen receptor, ARA24, was discovered which bound differentially with the polyglutamine region of the androgen receptor. ARA24 was found to bind more weakly to androgen receptors with longer repeats and thus allowed for weaker signalling for the transcription of androgen-related genes [11].
Small but significant differences in the average CAG repeat length were found between different ethnic groups. Men of African descent were found to have the lowest number of repeats at 18-20, caucasians at 21-22, and east asians at 22-23[21]. Not only does this information reinforce our observations about body composition and androgenicity among different ethnic groups, but it also offers us some clinical value. The differences in enzyme, coactivator and androgen receptor activity may explain why certain individuals respond to testosterone therapy more strongly than others. It seems, however, that there is no clear winner in the roulette of testosterone sensitivity; one group may see greater strength in the earlier years of life, while the other gains vitality in the later years.
Das passt auch gut dazu, dass man bei Japanern eine sehr geringe Digit Ratio festgestellt hat:
digit-ratio
(Weiteres zu den Androgenrezeptoren und den CAG-Repeats auch hier)
Japan hat also Grundlagen, die dieses System begünstigen. Bei einem niedrigen reagieren auf Testosteron hätten wir:
  • einen geringen Sexualtrieb
  • ein eher passives, nichtmännliches Auftreten

Aus dem Artikel:

Viel besser geht es allerdings auch verheirateten Paaren nicht. In der regelmäßig wiederholten Studie des Kondom-Herstellers Durex haben japanische Ehepaare von allen untersuchten Ländern immer am wenigsten Sex und den am wenigsten befriedigenden noch dazu. Viele Japaner finden, das sei richtig so. Nach der Heirat müsse Schluss sein mit Romantik.

 Gut, dass hört man aus westlichen Ehen ja durchaus auch mitunter. Aber es könnte durch das obige Problem verschärft werden. Zudem kommen kulturelle Erwartungen dazu:

Das fehlende Interesse der jungen Männer an Sex und Beziehungen hat freilich einen weiteren Grund, über den in Japan nur ungern gesprochen wird. Etwa die Hälfte der Männer finden keinen festen Job, sie arbeiten für wenig Geld und ohne Perspektive. Diese Männer haben bei den Japanerinnen kaum Chancen, zumal die Gesellschaft bis heute am Modell festhält, der Mann müsse der Ernährer der Familie sein und die Frau solle mit der ersten Schwangerschaft ihre Stelle aufgeben.

Eine weitere Untersuchung vor einem Jahr fand heraus, dass ein Drittel der jungen Frauen keinen Mann heiraten würde, der nicht mindestens fünf Millionen Yen pro Jahr verdiene, etwa 44 000 Euro. Davon kann ein Zeitarbeiter nicht einmal träumen.

Das ist ja mal eine sehr deutliche Darstellung weiblicher Anforderungen an einen Partner: Er muss reich genug sein, sie zu versorgen und ihnen den Ausstieg aus dem Beruf zu erlauben. Kann er das nicht, dann ist ein Großteil der Frauen nicht an ihm interessiert. Es ist ein schöner Gegensatz zu der beständigen feministischen Darstellung der Frau, die keinerlei Forderungen stellen kann und nur Spielball der Männer ist, unterdrückt und benachteiligt, weil sie nicht genau so viel verdient. Hier wird es als deutliches Ausschlußkriterium dargelegt, als ein Privileg, welches er der Frau bieten muss, wenn er eine Chance haben will. Was viele Männer anscheinend sowohl nicht können als auch anscheinend nicht wollen. Aus China hört man von ähnlichen Erwartungen.

Am wenigsten Interesse an Beziehungen zeigen Frauen in ihren späten Zwanzigern. Damit verhöhnen sie die Regierung von Premier Shinzō Abe geradezu, die voriges Jahr ankündigte, sie werde die Geburtenrate der Japanerinnen bis 2025 von derzeit 1,4 auf 1,8 Kinder erhöhen, um die demografische Krise zu bewältigen. Zurzeit sind 27 Prozent der Bevölkerung über 65, ihr Anteil steigt jedes Jahr. Wie die Regierung die Geburtenrate erhöhen will, hat sie bisher nicht gesagt. Kinder außerhalb der Ehe sind in Japan noch immer selten. Die Regierung müsste also Anreize zum Heiraten schaffen.

Also ein Land mit sehr starken kulturellen Regeln, welches darauf stößt, dass viele dieser Regelungen nicht mehr attraktiv erscheinen. Ein solches System kann schwer aufzulösen sein, wenn alles in ein System von Ehre und sozialen Wert eingebunden ist. Es kann dann eher einen hohen Wert signalisieren gar keinen Partner zu haben als einen, bei dem man noch arbeiten muss als Frau. Und es kann einen niedrigen Wert bedeuten außerhalb der Ehe Kinder zu bekommen, so dass diese Option nicht attraktiv erscheint. Beides zusammen kann eine Zwickmühle sein, die dazu führt, dass recht wenig Kinder geboren werden.

Für junge Frauen, die ihr romantisches Ideal wenigstens schon einmal nachstellen möchten, bietet eine Agentur in Kyoto beispielsweise „Solo-Hochzeiten“ an. Junge Frauen können sich selber heiraten, mit Hochzeitskleid, Spitzen, Blumen, Tüll und Hochzeitskuchen: Dabei geht es eigentlich nur um die Erinnerungsfotos. Ohnehin erfüllen japanische Hochzeitsagenturen fast jeden Wunsch – Paaren ohne Verwandte oder Freunde besorgen sie Gäste oder sogar fiktive Angehörige fürs Hochzeitsfest, unter Schauspiel-Statisten ein beliebter Job. Westliche Männer in Tokio werden von Theateragenturen auch als Priesterdarsteller an Hochzeitsveranstalter vermittelt.

„Solo-Hochzeiten“ als weibliche Trieberfüllung sind interessant. Passen aber zu den gängigen Geschlechterklischees.

Die schnelle Triebbefriedigung dagegen holen sich junge Männer vom Sexgewerbe oder immer häufiger auch online. Außerdem gewinnen Softporno-Filme auch bei den jungen Japanerinnen an Beliebtheit.

Das ist eben weitaus weniger kompliziert als die Forderungen eines Partners bzw. es kann als unproblematischer angesehen werden als ein unstandesgemäßer Partner.

vgl. auch: