„Toller Name“ zu geschlechtsangleichenden Operationen und den unterschiedlichen Qualitäten von Ärzten, die sie durchführen (Gastartikel)

Dies ist ein Gastbeitrag von toller Name

Für mich (Ü40 cis Mann) war recht früh klar, daß auch trans Frauen in Frage kommen, sofern sie den Weg operativ komplett gegangen sind oder vorhaben dies zu tun, andere Entscheidungen respektiere ich natürlich, aber die sind nichts für mich. Sprich wenn ich im Fernsehen eine sah, hatte ich nicht diese Ablehnung wie Freunde von mir sondern wußte daß das für mich auch ok ist.

Anfang 2000er ging es für mich in eine größere Stadt und über ein Hobby habe ich erstmals eine TS persönlich kennengelernt, es hat sich schnell eine Freundschaft entwickelt und eines Abends nach ein paar Cocktails sind wir in der Kiste gelandet, wie das eben so passieren kan. Von da an gab es bei mir eben ne Mischung was cis und trans Frauen angeht wobei ich nach und nach eine leichte Präferenz entwickelt habe was trans Frauen angeht. Auch habe ich begonnen mich mit dem trans-Thema stärker auseinanderzusetzen und es hat bisher bei mir mit trans Frauen immer irgendwie ein wenig besser zwischenmenschlich geklappt als mit cis Frauen.

Mir ist zu der Zeit auch was passiert, was ich als „Rumreichen“ bezeichnen würde, sprich wenn eine TS gemerkt hat, daß es für mich kein Problem ist „normal“ auszugehen und ich mich nicht scheue öffentlich mit einer gesehen zu werden wußten das sehr schnell ihre trans Bekannten und die Chance auf ein Date oder mehr mit einer von ihnen war dann etwas höher als mit cis Frauen. Das ist natürlich eine sehr subjektive Beobachtung und inzwischen dürfte das aufgrund der medialen Präsenz von TS anders sein, aber ich gebe zu daß ich das auch genutzt habe. (Beim Thema TS und Dating sind mir über die Jahre generell ein paar hilfreiche Muster aufgefallen, aber die gehören nicht hierher)

Jetzt aber zum Thema von neulich mit GaOps, ich bin kein Casanova daher beschränken sich meine Erfahrungen auf vier verschiedene deutsche Ärzte/Arztpraxen und davon dann bis auf einen je nur ein paar Ergebnisse:

Arzt I hat die Op wohl aus reiner Neugier gemacht und wollte irgendwas Neues testen, sich was beweisen oder wasweißich, das Ergebnis war unter aller Kanone und ich hoffe, daß der das nicht nochmal probiert hat. Um es kurz zu machen, da kommt kein Mann rein und Nachbessern kann man das auch nicht, der betroffenen Dame geht es ansonsten aber gut, sie bereut nichts und kommt damit klar, die Orgasmusfähigkeit an sich ist vorhanden, also kann sie andere Wege als penetrativen Sex nutzen.

Arzt II führt diese Op sehr oft durch und hat in der Szene den Ruf schnell operieren zu wollen. Die Patientinnen landen danach recht oft bei Arzt IV, der beim Nachbessern jenes Kollegen auch schon eine Routine entwickelt hat. Vor dieser erwähnten Nachbesserung war das sowohl für mich als auch die Frauen nichts, mit denen ich das Vergnügen hatte, entweder zu eng, nicht tief genug, oder es befindet sich noch Haut über empfindlichen Stellen, wodurch die Erregung schwieriger wird. Im Ergebnis würde ich sagen, daß bei dem nur 10% auf Anhieb so funktionieren wie man(n) es erwartet, für Frauen die nicht auf Männer stehen und nur die Dysphorie beheben wollen reicht das aber oft aus.

Arzt III ist in der gleichen Stadt wo Arzt IV früher war und wird oft als günstigere Alternative gewählt, macht die Op auch öfter und kann brauchbare Ergebnisse liefern, hier würde ich 50/50 ansetzen aus Sicht eines cis het Mannes. Was ich bei seinen Ergebnissen nicht ok fand waren sowas wie ständiger Ausfluss oder extrem unangenehmer Geruch. Die Sache mit der Tiefe kann hier auch leichter verbessert werden mit ausreichend Bougieren und nach dem was ich erlebt habe ist hier die Orgasmusfähigkeit auch weit öfter vorhanden als bei Arzt II trans Frauen welche hauptsächlich ihre Dysphorie beheben wollen und nicht zwingend auf penetrativen Sex mit Männern aus sind dürften hier die Erfolgsquote natürlich weit höher ansetzen.

Arzt IV ist seit Jahren kurz vor der Rente, hat einen guten Ruf in der Szene und kann es sich erlauben ein paar Euro extra zu verlangen. Sowohl ihn als auch zwei weitere Ärzte seines Teams habe ich persönlich getroffen. Hier sind die Ergebnisse durch die Bank weg gut, nicht nur was ich selbst erlebt habe, bzw. daheim erlebe, sondern auch was Andere berichten. Bei den Ärzten II&III kam durch Nach-Ops und/oder ordentliche Nachsorge oft was raus, was zumindest für mich Sex „normal“ gemacht hat, bei IV allerdings ist es auch für die Frauen besser. Beim Eindringen merke ich bei seiner Methode anfangs einen Unterschied, da ist bei jeder eine Art Hubbel wo man drunter durch muß. Dann klappt’s aber ganz normal. Die Orgasmusfähigkeit ist bei dem Arzt, bzw. dem Team so gut wie immer erhalten, wobei es hier wie auch bei den anderen Ärzten nicht unbedingt durch Penetration klappen muß. Generell brauche ich bei TS sozusagen „andere Handgriffe“ als bei cis Frauen. Natürlich ist jede Frau ein wenig anders, aber paar Gemeinsamkeiten gibt es dann aber doch jeweils bei cis und trans Frauen. Was Tiefe und Breite angeht ist das Ergebnis hier normalerweise auch so gut wie es mit dem Ausgangsmaterial eben werden kann, durch Bougieren kann das aber noch verbessert werden.

So und nun aus cis-het Männersicht, mit den Patientinnen von Arzt IV konnte und kann ich eigentlich immer Spaß haben im Bett (Unterschied ist eben der erwähnte Hubbel) und bei II und III kommt es stark auf den Einzelfall an, wobei III besser ist als II. Bei I ging allerdings gar nichts.

Wenn ich nicht glücklich vergeben währe hätte ich inzwischen wohl versucht

Kurze generelle Anmerkung, für viele hetero TS ist es bereits oft ein Erfolg, wenn „normaler Sex“ mit Männern klappt, da für sie mental die Dysphorie damit nochmal mehr verschwindet. Der Orgasmus tritt für sie ein wenig in den Hintergrund. Daher würde ich weiterhin von 90% Zufriedenheit ausgehen, bei echten TS und Ärzten die halbwegs was drauf haben.

 

Der Internationale Schwimmverband FINA gibt neue Regeln für die Teilnahme von Transpersonen an Schwimmwettbewerben heraus

Die Fédération Internationale de Natation (FINA) (oder auf deutsch: Internationaler Schwimmverband) hat neue Regeln für die Teilnahme von Transpersonen an Schwimmwettbewerben vorgegeben:

The vote, which was 71.5 percent in favour of the new policy, took place after Congress heard speeches from representatives of a working group that was set up in November 2021. This working group consisted of three specialist groups – an athlete group, a science and medicine group, and a legal and human rights group.

After analysing the conclusions of these groups, FINA developed a new policy that will apply at all FINA events. The policy will also be followed for world record ratification, wherever the competition took place.

The full FINA gender inclusion policy can be found here.

Included in the policy are proposals for an open competition category. FINA will establish a new working group that will spend the next six months looking at the most effective ways to set up this new category.

Commenting on the policy, FINA President Husain Al-Musallam said; “We have to protect the rights of our athletes to compete, but we also have to protect competitive fairness at our events, especially the women’s category at FINA competitions.”

The FINA President added: “FINA will always welcome every athlete. The creation of an open category will mean that everybody has the opportunity to compete at an elite level. This has not been done before, so FINA will need to lead the way. I want all athletes to feel included in being able to develop ideas during this process.”

The new FINA gender inclusion policy comes into effect on 20 June 2022.

Die Presseerklärung ist etwas vage, aber in den Regeln findet sich dann:

The Science Group reported that biological sex is a key determinant of athletic performance, with males outperforming females in sports (including Aquatics sports) that are primarily determined by neuromuscular, cardiovascular, and respiratory function, and anthropometrics including body and limb size. The extent of the male/female performance gap varies by sport and competition, but the gap universally emerges starting from the onset of puberty. The group reported that there are sex-linked biological differences in Aquatics, especially among elite athletes, that are largely the result of the substantially higher levels of testosterone to which males are exposed from puberty onwards. Prior to puberty, testosterone levels are similar in females and males. During puberty, however, testes-derived testosterone concentrations increase 20-fold in males, while testosterone concentrations remain low in females so that post-pubescent males have circulating testosterone concentrations at least 15 times higher than post-pubescent females (15-20 nmol/L in adult males versus c.1 nmol/L in typical females of any age). High testosterone levels generate not only anatomical divergence in the reproductive system but also measurably different body types/compositions between sexes.

According to the Science Group, if gender-affirming male-to-female transition consistent with the medical standard of care is initiated after the onset of puberty, it will blunt some, but not all, of the effects of testosterone on body structure, muscle function, and other determinants of performance, but there will be persistent legacy effects that will give male-to-female transgender athletes (transgender women) a relative performance advantage over biological females. A biological female athlete cannot overcome that advantage through training or nutrition. Nor can they take additional testosterone to obtain the same advantage, because testosterone is a prohibited substance under the World Anti-Doping Code.
The Legal and Human Rights Group was comprised of legal experts in sex discrimination, human rights, and international sports law, including the jurisprudence of the Court of Arbitration for Sport (CAS). This group accepted the lawfulness of FINA’s mission, authority and responsibility, and FINA’s core commitment to equality of opportunity for both male and female athletes, all as summarised above.

Da wird es sicherlich einiges an Aufschrei geben. „Biological Female“ alleine dürfte schon dafür sorgen

 

C. THE POLICY
Taking into account all of the matters outlined above, FINA issues this policy (the Policy) establishing the criteria for eligibility (a) to compete in the men’s category or in the women’s category in the FINA World Championships, World Cups, Grand Prix, World Leagues, and World Series events and tournaments, and other international competitions events (FINA competitions), and (b) to set FINA World Records in the men’s category or in the women’s category in FINA competitions and in other events recognised by FINA, wherever they are held.

D. POLICY DEFINITIONS
FINA recognises that some individuals and groups may be uncomfortable with the use of medical and scientific terminology related to sex and sex-linked traits. FINA respects all Aquatics athletes and has sought to avoid sensitive terminology that may cause offense. Nevertheless, some use of sensitive terminology is needed to be precise about the sex characteristics that justify separate competition categories and to ensure that the Policy’s terms are understood by all Aquatics stakeholders. Some of those terms are explained in this section.
For purposes of this Policy:
“Differences of sexual development” (DSD) are a group of conditions where external genital appearance is discordant with internal sex organs (testes and ovaries). This Policy is only concerned with 46 XY DSD, i.e., DSD affecting athletes with testes (males as defined below).
The word “female” means possession of XX chromosomes and (in the absence of medical intervention) ovaries and increased circulating oestrogen and progesterone starting at puberty.
The word “male” means possession of XY chromosomes and (in the absence of medical intervention) testes and increased circulating testosterone starting at puberty.
The word “sex” denotes natural biological differences between females and males, including chromosomes, sex organs, and endogenous hormonal profiles. This Policy uses the word “sex” and the term “biological sex” interchangeably.
The term “Tanner Stages” denotes the five stages of puberty during which individuals develop secondary sex characteristics. Tanner Stage 2 denotes the onset of puberty. The normal time of onset of puberty ranges from 8 to 13 years old in females, and from 9 to 14 years old in males. The term “transgender” refers to individuals whose gender identity and/or expression differs from what is typically associated with their sex.

Eine Definition nach den Chromosomen, und zwar nur XY und XX, das wird auch vielen nicht passen.

2. Certification
a. All athletes must certify their chromosomal sex with their Member
Federation in order to be eligible for FINA competitions. Failure to do so, or
provision of a false certification, will render the athlete ineligible.
b. Member Federations must confirm their athletes’ certifications of
chromosomal sex when registering their athletes to compete in FINA
competitions.
c. FINA reserves the right to include a chromosomal sex screen in its antidoping protocol to confirm such certification.

Also Chromosomentests als Nachweis

Dann zu der Männer Kategorie:

Eligibility for the Men’s Category
a. All male athletes, including athletes with 46 XY DSD, are eligible to
compete in FINA competitions and to set FINA World Records in the men’s
category, regardless of their legal gender, gender identity, or gender
expression.
b. Female-to-male transgender athletes (transgender men) are eligible to
compete in FINA competitions and to set FINA World Records in the men’s
category, except that:
i. For the disciplines of Water Polo and High Diving, the athlete must provide to FINA an assumption of risk form (in the form set out in Appendix One to this Policy) signed and dated by the athlete or, if the athlete is a minor, by their legal proxy.
[Comment to Section F.3.b.i: It is strongly recommended that the athlete speaks with a qualified medical specialist prior to competition to ensure their physical ability to participate in the event in the men’s category and to ensure that they understand the attendant risks.]
ii. All athletes who are undergoing treatment involving testosterone or
other anabolic substances as part of female-to-male genderaffirming hormone treatment are required to obtain a Therapeutic Use Exemption (TUE) for that treatment in accordance with the FINA Doping Control Rules (FINA DCR).

46 XY DSD wäre denke ich Gonadendysgenesie, 46, XY-Typ

  • männlicher Karyotyp (XY)
  • sehr variable Ausprägung
  • äußeres Geschlechtsorgane von normal männlich bis weiblich mit unterentwickelten Labien
  • alle Formen der Intersexualität können vorkommen
  • innere Geschlechtsorgane von männlichen Adnexen mit fehlenden oder dysplastischen Hoden bis normale Eileiter und unterentwickelter Uterus
  • fehlentwickelte (dysgenetische) Gonadenanlage, bei nur einseitiger Anorchie fehlentwickelte GegenseiteHinzu kann Geistige Behinderung kommen.

F->M Transsexuelle dürfen ebenfalls unter Männern starten, müssen aber entsprechende Bescheinigungen zu ihrer Hormonbehandlung vorlegen, die Doping Regeln entsprechen.

Interessant sind die Ausnahmen für Wasserball, wohl das, was einem Kampfsport im Wasser am nächsten kommt, wenn ich das richtig verstehe und bei dem es häufig zu diversen Verletzungen kommt „High Diving“ (Springen aus großen Höhen, in den Wettkämpfen springen die Frauen wohl von 20 Metern und die Männer von 27 m)

Für Wasserball und High Diving hat die Fina entsprechende Formulare angehängt, in denen es um die Risiken geht, denen man zustimmt.

Dann die Frauenkategorie:

Eligibility for the Women’s Category
a. All female athletes are eligible to compete in FINA competitions and set
FINA World Records in the women’s category, regardless of their legal gender, gender identity, or gender expression, under the following
conditions:

i. Athletes who have previously used testosterone as part of female to male gender-affirming hormone treatment (with or without a TUE) but are no longer following that treatment are eligible to compete in the women’s category in FINA competitions and to set FINA World Records in the women’s category in FINA competitions and in other events recognised by FINA if they can establish to FINA’s comfortable satisfaction that
(a) the testosterone use was for less than a year in total (i.e., from the date of first use to the date of last use) and did not take place during pubertal growth and development, and
(b) their testosterone levels in serum (or plasma) are back to pre-treatment normal and any associated anabolic effects have been eliminated.

„Female “ wäre hier also XX-Chromosomen. Frauen, die Testosteron im Rahmen einer F->M Transsexualität genutzt haben dürfen dies nur ein Jahr lang gemacht haben und nicht während der Pubertät und ihre Werte müssen wieder auf Normal sein und es dürfen keine anabolen Effekte mehr vorhanden sein.

ii. Female athletes who have used testosterone in violation of the
World Anti-Doping Code or FINA DCR (or any other applicable antidoping rules) may return to competition after they have served their period of ineligibility.

Also eine Klarstellung für „Normales Doping“

 

b. Male-to-female transgender athletes (transgender women) and athletes with 46 XY DSD whose legal gender and/or gender identity is female are eligible to compete in the women’s category in FINA competitions and to set FINA World Records in the women’s category in FINA competitions and in other events recognised by FINA if they can establish to FINA’s comfortable satisfaction that they have not experienced any part of male puberty beyond Tanner Stage 2 or before age 12, whichever is later.

Specifically, the athlete must produce evidence establishing that:
i. They have complete androgen insensitivity and therefore could not
experience male puberty; or
ii. They are androgen sensitive but had male puberty suppressed beginning at Tanner Stage 2 or before age 12, whichever is later, and they have since continuously maintained their testosterone levels in serum (or plasma) below 2.5 nmol/L.
iii. An unintentional deviation from the below 2.5 nmol/L requirement may result in retrospective disqualification of results and/or a prospective period of ineligibility.
iv. An intentional deviation from the below 2.5 nmol/L requirement may result in retrospective disqualification of results and a prospective period of ineligibility equal or commensurate in length to periods imposed under the FINA DRC for intentional anti-doping rule violations involving anabolic steroids.

Also nach wie vor eine Möglichkeit für M->F Transsexuelle in der Frauenkategorie anzutreten, aber nur wenn sie keine männliche Pubertät durchlebt haben und nachweisen (!) können, dass sie durchgehend keine höheren Werte als 2.5 nmol/L Testosteron hatten. Da dürften die meisten raus sein und es dürfte erst einmal keinen weiteren Lia Thomas geben, der ja die männliche Pubertät durchlebt hat.

Es soll zudem wohl noch eine Extrakategorie für Trans und Interpersonen geschaffen werden, wenn ich das richtig verstanden habe.

Könnten interessante Vorgaben für andere Bereiche sein und eine Übernahme dieser Regeln würde denke ich einiges an Ruhe hineinbringen.
Die eigene Kategorie hätte allerdings dann wahrscheinlich einige Probleme, insbesondere eine geringe Teilnehmerzahl und vermutlich auch ein geringes Zuschauerinteresse.
Wäre natürlich auch eine Frage wie man es aufstellt. Ist es ein zusätzlicher Lauf in den „Normalen“ Schwimmbewerben oder eher ein Spezialwettbewerb, ähnlich der Paralympics?

Geschlechtsangleichende Unterleibsoperationen, Neovaginas und die Zufriedenheit.

Dank eines Retweets von der Harry Potter Autorin Rowlings erhielt ein Thread auf Twitter über geschlechtsangleichende Operationen insbesondere im Bereich des Unterleibs eine hohe Aufmerksamkeit:

I want to tell everyone what they took from us, what irreversible really means, and what that reality looks like for us. No one told me any of what I’m going to tell you now.

I have no sensation in my crotch region at all. You could stab me with a knife and I wouldn’t know. The entire area is numb, like it’s shell shocked and unable to comprehend what happened, even 4 years on.

I tore a sutra 4 days post recovery, they promised to address it, i begged them in emails to fix it, they scorned me instead. Years later, I have what looks like a chunk of missing flesh next to my neo-vagina, it literally looks like someone hacked at me. They still wont fix it

No one told me that the base area of your penis is left, it can’t be removed – meaning you’re left with a literal stump inside that twitches. When you take Testosterone and your libido returns, you wake up with morning wood, without the tree. I wish this was a joke

And if you do take testosterone after being post op, you run the risk of internal hair in the neo-vagina. Imagine dealing with internal hair growth after everything? What a choice… be healthy on Testosterone and a freak, or remain a sexless eunuch.

And thats something that will never come back and one of the reason why i got surgery. My sex drive died about 6 months on HRT and at the time I was glad to be rid of it, but now 10 years later, Im realising what im missing out on and what I won’t get back.

Because even if i had a sex drive, my neo vagina is so narrow and small, i wouldn’t even be able to have sex if i wanted too. And when I do use a small dilator, I have random pockets of sensation that only seem to pick up pain, rather than pleasure.

Any pleasure I do get comes from the Prostate that was moved forward and wrapped in glands from the penis, meaning anal sex isnt possible and can risk further damage.

Then theres the dreams. I dream often, that I have both sets of genitals, in the dream I’m distressed I have both, why both I think? I tell myself to wake up because I know its just a dream. And I awaken into a living nightmare.

In those moments of amnesia as I would wake, I would reach down to my crotch area expecting something that was there for 3 decades, and it’s not. My heart skips a beat, every single damn time.

Then theres the act of going to the toilet. It takes me about 10 minutes to empty my bladder, it’s extremely slow, painful and because it dribbles no matter how much i relax, it will then just go all over that entire area, leaving me soaken.

So after cleaning myself up, I will find moments later that my underwear is wet – no matter how much I wiped, it slowly drips out for the best part of an hour. I never knew at 35 I ran the risk like smelling like piss everywhere I went.

Now i get to the point where im detransitioned and the realisation that this is permanent is catching up with me. During transition, I was obsessive and deeply unwell, I cannot believe they were allowed to do this to me, even after all the red flags.

In den Kommentaren darunter tobt die zu erwartende Schlacht.
Beispielsweise wird dagegen diese Studie angeführt:

Background:
There is an unknown percentage of transgender and gender non-confirming individuals who undergo gender-affirmation surgeries (GAS) that experiences regret. Regret could lead to physical and mental morbidity and questions the appropriateness of these procedures in selected patients. The aim of this study was to evaluate the prevalence of regret in transgender individuals who underwent GAS and evaluate associated factors.
Methods:
A systematic review of several databases was conducted. Random-effects meta-analysis, meta-regression, and subgroup and sensitivity analyses were performed.
Results:
A total of 27 studies, pooling 7928 transgender patients who underwent any type of GAS, were included. The pooled prevalence of regret after GAS was 1% (95% CI <1%–2%). Overall, 33% underwent transmasculine procedures and 67% transfemenine procedures. The prevalence of regret among patients undergoing transmasculine and transfemenine surgeries was <1% (IC <1%–<1%) and 1% (CI <1%–2%), respectively. A total of 77 patients regretted having had GAS. Twenty-eight had minor and 34 had major regret based on Pfäfflin’s regret classification. The majority had clear regret based on Kuiper and Cohen-Kettenis classification.
Conclusions:
Based on this review, there is an extremely low prevalence of regret in transgender patients after GAS. We believe this study corroborates the improvements made in regard to selection criteria for GAS. However, there is high subjectivity in the assessment of regret and lack of standardized questionnaires, which highlight the importance of developing validated questionnaires in this population.

Quelle:Regret after Gender-affirmation Surgery: A Systematic Review and Meta-analysis of Prevalence

Aus der Studie:

The causes and types of regrets reported in the studies are specified and shown in Table ​Table55 and ​and6.6. Overall, the most common reason for regret was psychosocial circumstances, particularly due to difficulties generated by return to society with the new gender in both social and family enviroments.23,29,32,33,36,44 In fact, some patients opted to reverse their gender role to achieve social acceptance, receive better salaries, and preserve relatives and friends relationships. These findings are in line with other studies. Laden et al performed a logistic regression analysis to assess potential risk factors for regret in this population.46 They found that the two most important risk factors predicting regret were “poor support from the family” and “belonging to the non-core group of transsexuals.”46 In addition, a study in Italy hypothesized that the high percentage of regret was attributed to social experience when they return after the surgery.33

Another factor associated with regret (although less prevalent) was poor surgical outcomes.20,23,36 Loss of clitoral sensation and postoperative chronic abdominal pain were the most common reported factors associated with surgical outcomes.14,36 In addition, aesthetic outcomes played an important role in regret. Two studies mentioned concerns with aesthetic outcomes.14,47 Only one of them quoted a patient inconformity: “body doesn’t meet the feminine ideal.”14 Interestingly, Lawrence et al demonstrated in their study that physical results of surgery are by far the most influential in determining satisfaction or regret after GAS than any preoperative factor.36 Concordantly, previous studies have shown absence of regret if sensation in clitoris and vaginal is achieved and if satisfaction with vaginal width is present.36

Other factors associated to regret were identified. Blanchard et al in 1989 noted a strong positive correlation between heterosexual preference and postoperative regret.32 All patients in this study who experienced regret were heterosexual transmen.32 On the contrary, Lawrence et al in 2003 did not find such correlation and attributed their findings to the increase in social tolerance in North American and Western European societies.36 Bodlund et al found that clinically evident personality disorder was a negative prognostic factor for regret in patients undergoing GAS.48 On the other hand, Blanchard et al did not find a correlation among patient’s education, age at surgery, and gender assigned at birth.32

In the present review, nearly half of the patients experienced major regret (based on Pfäfflin classification), meaning that they underwent or desire de-transition surgery, that will never pass through the same process again, and/or experience increase of gender dysphoria from the new gender. One study found that 10 of 14 patients with regret underwent de-transition surgeries (8 mastectomies, 2 vaginectomies, 2 phalloplasties, 2 testicular implants removal, and 1 breast augmentation) for reasons of social regret, true regret or feeling non-binary.23 On the other hand, based on the Kuiper and Cohen Kettenis’ classification, half of the patients in this review had clear regret and uncertain regret. This means that they freely expressed their regret toward the procedure, but some had role reversal to the former gender and others did not. Interestingly, Pfäfflin concluded that from a clinical standpoint, trangender patients suffered from many forms of minor regrets after GAS, all of which have a temporary course.20 This is an important consideration meaning that the actual true regret rate will always remain uncertain, as temporarity and types of regret can bring a huge challenge for assessment.

Regret after GAS may result from the ongoing discrimination that afflicts the TGNB population, affecting their freely expression of gender identity and, consequently feeling regretful from having had surgery.15 Poor social and group support, late-onset gender transition, poor sexual functioning, and mental health problems are factors associated with regret.15 Hence, assessing all these potential factors preoperatively and controlling them if possible could reduce regret rates even more and increase postoperative patient satisfaction.

Regarding transfemenine surgery, vaginoplasty was the most prevalent.14, 19, 23, 30–33, 35, 36, 44, 45Interesintgly, regret rates were higher in vaginoplasties.14,36,44 In this study, we estimated that the overall prevalence of regret after vaginoplasty was 2% (from 11 studies reviewed). This result is slightly higher than a metanalysis of 9 studies from 2017 that reported a prevalence of 1%.13 Moreover, vaginoplasty has shown to increase the quality of life in these patients.13 Mastectomy was the most prevalent transmasculine surgery. Also, it showed a very low prevalence of regret after mastectomy (<1%). Olson-Kennedy et al demonstrated that chest surgery decreases chest dysphoria in both minors and young adults, which might be the major reason behind our findings.38

In the current study, we identified a total of 7928 cases from 14 different countries. To the best of our knowledge, this is the largest attempt to compile the information on regret rates in this population. However, limitations such as significant heterogeneity among studies and among instruments used to assess regret rates, and moderate-to-high risk of bias in some studies represent a big barrier for generalization of the results of this study. The lack of validated questionnaires to evaluate regret in this population is a significant limiting factor. In addition, bias can occur because patients might restrain from expressing regrets due to fear of being judged by the interviewer. Moreover, the temporarity of the feeling of regret in some patients and the variable definition of regret may underestimate the real prevalence of “true” regret.

Ich kann mir vorstellen, dass Leute, die tatsächlich Transsexuell sind, auch eher zufrieden sind, weil sie ihr ursprüngliches Geschlecht eh kritisch sahen und daher zurück keine Option ist, man eben nur das beste aus der Situation machen kann.

Weniger überzeugte, die vielleicht eher gesellschaftlich beeinflusst worden sind, werden wohl auch eher mit den Resultaten nicht zufrieden sein.

Bereits die Frage, wie viele Detransitioner es überhaupt gibt, ist ja hoch umstritten. Da zu kommen eine Vielzahl verschiedener Operationsmethoden. Hier wurde mir schon mitgeteilt, dass neuere Prozeduren eben (wenig überraschend) wesentlich besser wären als alte. Wobei man über „Neovaginas“ eben genug Schaudergeschichten hört, die sehr in die Richtung der obigen Schilderungen gehen.

Es ist hier schwer ein objektives Bild zu bekommen, weil sehr viele Emotionen in dem Thema drin sind.

Dieses Bild war auch noch in den Kommentaren unter dem Thread zu finden:

Ebenso wie Aussagen wie diese:

The account is not a real person Katy. They are a GC larping as a detransitioner. This is a basic anatomy fail, the corpus cavernosum is excavated during surgery down to the root. There may be some left in the clitoris and surrounding area but it’s hardly a ’stump

Dagegen wieder:

 

Zur Definition des Wortes „Frau“ und sozialer Konstruktion

Die evolutionäre Biologin Heather Heying hat einen interessanten Artikel zur Definition des Wortes „Frau“ geschrieben. Hintergrund ist, dass in den intersektionalen Theorien „Frau“ nicht mehr definiert werden kann, weil man sonst Transfrauen ausgrenzt oder Rollenzuschreibungen macht.

Women are adult human females.

Adults are individuals who have attained the average age of first reproduction for their species. They have reached the age of maturity. The term adult applies across many species, and is used to distinguish them from juveniles, who are not yet capable of reproduction.

Humans are members of the genus Homo. Our relatives in the genus Australopithecus, now extinct, are sometimes categorized as human as well. Every individual Homo sapiens is a human.

Females are individuals who do or did or will or would, but for developmental or genetic anomalies, produce eggs. Eggs are large, sessile gametes. Gametes are sex cells. In plants and animals, and most other sexually reproducing organisms, there are two sexes: female and male1. Like “adult,” the term female applies across many species. Female is used to distinguish such people from males, who produce small, mobile gametes (e.g. sperm, pollen)2.

It’s the definition of that last word—female—that will be difficult for some to accept.

Und einmal durch Deepl:

Frauen sind erwachsene weibliche Menschen.

Erwachsene sind Individuen, die das durchschnittliche Alter der ersten Fortpflanzung ihrer Art erreicht haben. Sie haben das Alter der Geschlechtsreife erreicht. Der Begriff „erwachsen“ gilt für viele Arten und wird verwendet, um sie von Jugendlichen zu unterscheiden, die noch nicht fortpflanzungsfähig sind.

Der Mensch gehört der Gattung Homo an. Unsere Verwandten in der Gattung Australopithecus, die heute ausgestorben sind, werden manchmal auch als Menschen eingestuft. Jeder einzelne Homo sapiens ist ein Mensch.

Weibliche Individuen sind Individuen, die ohne entwicklungsbedingte oder genetische Anomalien Eier produzieren oder produziert haben oder produzieren werden oder würden. Eier sind große, sessile Gameten. Gameten sind Geschlechtszellen. Bei Pflanzen und Tieren und den meisten anderen sich sexuell fortpflanzenden Organismen gibt es zwei Geschlechter: weiblich und männlich1. Wie der Begriff „erwachsen“ gilt auch der Begriff „weiblich“ für viele Arten. Der Begriff „weiblich“ wird verwendet, um diese Menschen von den männlichen zu unterscheiden, die kleine, bewegliche Geschlechtszellen (z. B. Spermien, Pollen) produzieren2.

 

Vor ein paar Jahren wäre das keine Diskussion wert gewesen. Man wäre wohl eher erstaunt gewesen, wenn jemand anführt, dass er das sexistisch und transfeindlich findet und es starken Protest hervorruft. Aber da sind wir nun einmal.

Some people imagine that, because words are a social construct, so too, inherently, are the concepts that they describe. Some words do describe social constructs: offended, justified and controversy, for instance. These things have no reality in the physical universe, or if they do, that reality can be negotiated by social means.

Many words, however, do describe an underlying reality. Words like bulldozer, grasshopper, and woman.

Arthur Dent would be proud.
Yellow

Bulldozers don’t exist without humans—they are a human construct—but they are not a social construct. The distinction is important. Humans make things that have reality in the physical world. These things are therefore anthropogenic, and physically real. They cannot be negotiated out of existence with further words. You can’t argue a bulldozer into oblivion. By contrast, you can—under some circumstances—convince someone that they’re not offended, or that an act that they initially found troublesome is justified, or that a controversy doesn’t exist because some people have changed their minds.

Grasshoppers

Grasshoppers do exist without humans. They are neither a human construct, nor a social construct. Humans have named them in as many ways as there are distinct languages where grasshoppers exist on this Earth. In fact, humans have provided grasshoppers orders of magnitude more names than that, because the scientists who find and describe and name and classify grasshoppers—the taxonomists and systematists of grasshoppers—have identified more than 10,000 species of grasshoppers and their close relatives around the world. Over ten thousand species of grasshopper have been named by scientists. Those names are constructs. And in some cases, probably, the borders between the species being too finely drawn, the species distinctions are constructs as well. But the grasshoppers themselves? They are neither human construct, nor social construct. We came in with our science and our words and discovered truth about them, but that truth existed without us, and would continue to exist if we were to disappear.

Das ist auch etwas, was eigentlich jedem klar sein sollte: Frauen und Männer haben biologisch eine Funktion und die unterscheidet sie und macht sie real. Es wird immer Frauen und Männer geben (Meinetwegen „Männchen und Weibchen“), auch wenn Menschen sie nicht mehr benennen können.

Woman

Finally, women don’t exist without humans, but that is only because the category itself is defined by being a type of human. But women would continue to exist without there being words about women, or opinions, or stereotypes. Women exist outside of our framework for naming them.

There are other types of humans of course. There are Oregonians, for instance—people who live in the state of Oregon—of which I am, at present, one. But there are also native Oregonians—people born in Oregon—which I am not now and can never be. I cannot change history, my own or anyone else’s.

Similarly, each of us went down a non-reversible path very early in our existence, which established further pathways and systems—anatomical, physiological, endocrinological, neurological, more—which do not reverse, and which come to characterize one sex or the other. There are sometimes errors and anomalies—intersex people do exist. And there are sometimes mismatches between chromosomes and anatomy and brain—trans people do exist, but are extremely rare3. And while trans people can attempt to bring their appearance into alignment with what their brains tell them they are—sometimes due to increasingly well understood genetic abnormalities—they cannot actually transition from one sex to the other. No mammal can do that.

The words transwoman and transman are thus neologisms, coined, we would hope, to offer respect to trans people. But the words are being weaponized, taken to mean their constituent parts. This is not how language works (but it is how sophistry works). Just as pineapples are not apples, transwomen are not women. Because transwomen are male.

Viele Streitigkeiten in dem Bereich könnten vermieden werden, wenn man von dem radikalen „Transfrauen sind Frauen“ oder „Transfrauen sind Männer“ wegkommt und akzeptiert, dass zumindest diese, deren Transsein eine biologische Grundlage hat, schlicht eine Form von Intersexualiät sind, eine Mischung aus Mann und Frau, bei der eben das Gehirn oder die Bodymap oder was auch immer anders ist als der phänotypische Körper.

Alice Schwarzer: Transsexualität: Was ist eine Frau? Was ist ein Mann? – Eine Streitschrift

Alice Schwarzer hat ein neues Buch herausgegeben welches bereits vor Erscheinen zu heftigen Reaktion aus der Ecke der intersektionalen Feminsten erzeugt hat.

Aus der Inhaltsangabe:

Transsexualität und Feminismus – ein Beitrag zu einer brisanten und notwendigen Debatte.

Das Ziel dieses Sammelbandes ist Aufklärung. Die Aufklärung über den Unterschied zwischen einem schwerwiegenden, psychisches Leiden erzeugenden Konflikt aufgrund der tiefen Überzeugung, im falschen Körper zu leben, und dem aktuellen Trend, bereits Geschlechterrollenirritation für »Transsexualismus« zu halten.

Die Herausgeberinnen begrüßen den seit 40 Jahren möglichen rechtlichen und medizinischen Beistand bei diagnostizierter »Geschlechterdysphorie« – aber sie melden humanitäre und politische Bedenken an zu dem aktuellen Trend, bereits bei einer Rollenirritation zu schnell mit schwerwiegenden Hormonbehandlungen und Operationen zu reagieren. Nicht zufällig hat sich die Richtung der »Transition« (früher mehrheitlich vom Mann zur Frau) in den letzten Jahrzehnten statistisch umgekehrt, was unübersehbar damit zu tun hat, die Erwartungen an die einengende Frauenrolle nicht erfüllen zu können. Statt die Mädchen zu ermuntern, aus dem starren Rollenkorsett auszubrechen, wird der biologische »sex« der Genderrolle angepasst.

In Alice Schwarzers und Chantal Louis’ Sammelband melden sich Psychiaterinnen, Therapeuten, Pädagoginnen und Eltern jugendlicher Betroffener zu Wort, vor allem aber Betroffene selbst: Frauen, die Männer geworden sind, Männer, die Frauen geworden sind. Manche sind dabeigeblieben, andere haben »detransitioniert«.

Alice Schwarzer und Transsexualität bzw Feminismus und Transexualität waren schon an anderen Stellen Thema hier im Blog:

Und Transsexualität an sich natürlich auch:

Zu Schwarzers Buch schrieb ich bereits auf Twitter:

Alice Schwarzer hat ein Buch zur Transsexualität herausgegeben. Darin kommen wohl Transpersonen und Leute die eine Detransition vorgenommen haben zu Wort, dazu Psychologen etc. ich vermute mal da wird viel „unwokes“ stehen, was alle intersektionalen Feministen als Angriff sehen
Das man anführt, dass einige Behandlungen zu schnell vorgenommen werden, das es Leute gibt, die Detransieren, dass evtl Transpersonen sagen, dass sie das (aggressive) Auftreten von anderen Transpersonen und den Transaktivismus kritisch sehen ist für diese natürlich Ketzerei.
Würde ich als Alice Schwarzer das Buch schreiben, dann hätte ich auf alle Fälle auch Transpersonen möglichst umfangreich beteiligt, weil das natürlich die beste Abwehr ist. Wenn man ihr Transfeindlichkeit vorwirft, dann kann sie auf die Beteiligung von Transpersonen verweisen.
Deswegen wird man davon auch zunächst nichts hören und es wird als Buch von Schwarzer alleine dargestellt werden. Denn Angriffe auf andere Transpersonen wegen deren Meinung sind ja für CIS-Personen eine schwere Sünde. Auch das Anerkenntnis, dass es da verschiedene Meinungen gibt.
Aus der Kritik bei Twitter:

Bin mal gespannt, ob es tatsächlich eine Debatte auslöst oder es gar mal wieder zu einem Streitgespräch „Schwarzer vs intersektionale Feministin“ oder „Schwarzer vs. Transaktivistin“.

Ich bin auch gespannt, ob Spiegel und Co darüber berichten, wie eigentlich sonst über jedes feministische Buch.

Warum gibt es mehr Kontroversen bezüglich Transfrauen als bezüglich Transmänner?

Zu meinem Beitrag gestern gab es auf Twitter eine interessante Frage:

(ich spreche im Folgenden von „Transfrauen“ für M->F Transsexuelle und von Transmännern im umgekehrten Fall)

TERF sind „Trans exclusiv radikal feminists“, der Begriff wird aber inzwischen auch für Nichtfeministen verwendet, die nicht mit den Theorien zur Transsexualität im intersektionalen Feminismus übereinstimmen.

Er bezieht sich nicht nur auf Transfrauen, sondern auch auf Transmänner, aber in der Tat drehen sich ja die meisten Diskussionen und Streitpunkte um Transfrauen, während Transmänner eher unter dem Radar bleiben.

Ich führe mal ein paar Gründe an, warum das so ist:

  • Männer sind für Frauen bedrohlicher. Ein Mann in einer Frauenumkleide, der eben wie ein solcher aussieht, auch wenn er Frauenkleider trägt, wird von den Frauen dort als größere Gefahr wahrgenommen,  weil aufgrund des durchschnittlich stärkeren Sexualtriebs des Mannes, der zudem eher auf Casual Sex ausgerichtet ist als der der Frauen, die Verlockung nackter Frauen für Männer interessanter ist
  • Es stört das Feindbild innerhalb radikaler feministischer Theorien, in denen der Mann für Gefahr steht und der Penis für Vergewaltigungswerkzeug
  • Transfrauen scheinen im Schnitt auch lauter, aggressiver und platzeinnehmender aufzutreten als Transmänner. Evtl liegt dies auch nur daran, dass dort einige Leute schlicht Aufmerksamkeit wollen und die Transschiene da als Bühne sehen.
  • Transfrauen, gerade unoperierte, werden immer noch den stärkeren Sexualtrieb der Männer haben und das wird schlicht dazu führen, dass für sie Forderungen wie „ein Penis kann weiblich sein und es ist transfeindlich, wenn du mich nicht als Sexualpartner in Betracht ziehst“ da taktisch interessanter sind als für Transmänner mit dem geringeren Sexualtrieb.
  • Es gibt schlicht mehr Transfrauen, also fallen sie auch eher auf

Bitte ergänzen

Akzeptanz für LGBTQ+ in einigen Ländern

Eine Yougov Umfrage zur Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen in einigen europäischen Ländern finde ich ganz interessant:

Die erste Frage ging darum inwieweit sich selbst jemand der LGBTQ zugehörig fühlt oder enge Freunde oder Familienmitglieder hat, die sich zugehörig fühlen:

Die Zahlen der Zugehörigkeit bewegen sich zwischen 5% und 10% , die Zahlen bei engen Freunden und Familienangehörigen schwanken zwischen 24 und 54.

Spanien tut sich da etwas hervor, mit 54% die entweder einen engen Freund oder einen Familienangehörigen haben, wobei die Zahl derjenigen, die sich selbst als zugehörig identifizieren mit 10% auch nicht so viel höher ist als in anderen Ländern (Deutschland hat zB nur 3%-Punkte weniger, aber nur 24% die jemanden im engen Freundeskreis oder im Familienkreis haben)

Eine Erklärung wäre natürlich, dass in Deutschland anders als in Spanien die Szene eher unter sich bleibt, eine andere, dass in Spanien der Familienkreis größer ist oder die Toleranz höher ist, so dass man sich dort eher outet.

In meinem engen Freundeskreis (außerhalb der virtuellen Welt) und in meiner Familie habe ich auch keine Angehörigen der LGBTQ Bewegung, im erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis ein paar schwule Paare aber das war es auch schon. In Südländers weiteren Familienkreis vermuten wir stark, dass einer schwul ist, die starren südländischen Geschlechterrollen verbieten ihm aber das zuzugeben, auch wenn er sonst recht klischeehaft schwul wäre, was wirklich tragisch ist.

Interessant auch, dass Schweden, ja eigentlich als sehr tolerantes Land bekannt, da eher schwach abscheidet.

Eine weitere Grafik:

Hier geht es darum, wie jemand reagieren würde, wenn ein Familienmitglied sich als lesbisch, schwul oder bis outen würde bzw als Trans oder „Nichtbinär“

Hier schneidet Spanien wieder sehr tolerant ab, Frankreich bildet das Schlusslicht, wobei hier viele angegeben haben, dass sie entsprechende Personen im Freundeskreis oder in der Familie haben.

Die Zustimmung für LGB ist überall höher als für Trans und Nonbinär. (wobei ich „nonbinär“ auch eher skeptisch sehen würde, weil darunter eben viel Mist läuft)

Ein wirklicher Zusammenhang zwischen „Unterstützung“ und „habe entsprechenden Fall im engeren Freundschaftskreis oder in der Familie“ scheint nicht zu bestehen.

Auch ein Zusammenhang zwischen klischeehaft bestehenden Annahmen über Männlichkeit scheint nicht zu bestehen, denn gerade der italienische oder spanische Macho wären ja bekannte Figuren.

Erstaunlich auch die Ablehnung in Frankreich.

Kann jemand was zu den nationalen Unterschieden sagen?

Etwa 150 Personen in Deutschland sind bisher nach Pass „Divers“

Man hat einmal nachgerechnet, wie viele Leute das „Dritte Geschlecht“, also „Divers“ bisher gewählt haben:

Hamburg – Deutlich weniger Menschen als bisher angenommen definieren sich in Deutschland weder als Mann noch als Frau. Wie die Zeit jetzt berichtete, handelt es sich lediglich um einige hundert Personen hierzulande.

Die Wochenzeitung beruft sich auf eine eigene Umfrage bei den Standesämtern der elf größten deutschen Städte. Diese habe ergeben, dass bislang lediglich 20 Personen bean­tragt haben, ihren Geschlechtseintrag auf „divers“ ändern zu lassen (Stand Mitte April 2019).

Rechne man die Zahlen, die von ähnlichen Umfragen der vergangenen Wochen bestätigt würden, auf ganz Deutschland hoch, seien es rund 150 Fälle, schreibt die Zeit. Eltern me­dizinisch intersexueller Neugeborener, die ihr Kind als „divers“ eintragen ließen, gibt es in den befragten Städten laut Umfrage bislang keine, heißt es weiter.

150 Fälle. Das finde ich erstaunlich wenig, weil ich vermutet hätte, dass einige Linke SJWs das aus Prinzip machen würden, weil es ja immerhin noch mehr Hingabe zur Sache zeigt. Aber die Geschlechteridentitäten sind eben eine sehr harte Sache und der Schritt wird dann anscheinend doch vielen zu weit gegangen sein.

Auch im Rahmen der Studie eines europäischen Forscherkonsortiums (DSD-Life) unter Personen mit einem intersexuellen Syndrom bezeichneten sich von 1.040 Befragten nur zwölf selbst als „intersexuell“, die übergroße Mehrheit kreuzte als Geschlecht „männlich“ oder „weiblich“ an. „Menschen mit einer Besonderheit der Geschlechtsentwicklung ord­nen sich fast immer einem der beiden Geschlechter zu“, sagte Olaf Hiort, Intersexualitäts­experte an der Universitätsklinik Lübeck.

Also wohlgemerkt nicht unter 1040 Befragten, sondern unter 1040 Befragten mit intersexuellen Syndrom.

Auch das ist durchaus zu erwarten, viele intersexuelle Syndrome lassen ja weiterhin eine eindeutige Geschlechtszuordnung zu, etwa „Mann mit einen niedrigeren Testosteronspiegel“ etc.

Es zeigt mal wieder, dass es weit eher eine Symbolpolitik ist als die wirkliche Lösung dringender Probleme.

Transsexualität, Beliebigkeit und soziale Ausformbarkeit der Geschlechterrollen und Selektion der Geschlechterrollen

Transsexualität ist etwas, was abseits der biologischen Theorien gerade bei Leuten, die einer sozialen Konstruktion anhängen immer wieder zu Problemen führt.

1. Die biologische  Ausgangslage

In den biologischen Theorien ist es einfach. Frauen und Männer waren aufgrund insbesondere des Umstandes, dass Frauen schwanger werden können und Männer nicht und der Selektion auf Intelligenz, die  lange Tragzeiten, einen großen Kopfumfang und lang anhaltende Unselbständigkeit des Kindes zur Folge hatten einen unterschiedlichen Evolutionsdruck ausgesetzt, der zu erheblichen Geschlechterunterschieden führte. Dieser Selektionsdruck führte neben dem übrigen Körper auch zu entsprechenden Unterschieden im Gehirn bei Vorlieben und Fähigkeitsausprägungen. Umgesetzt wurde dies insbesondere durch Hormone, gerade Testosteron. Je nach Menge des Testosterons wurde eine männlichere oder weiblichere Ausprägung vorgenommen und die Menge des Testosterons hing stark davon ab, ob man Hoden oder Eierstöcke hatte. Im Gehirn ist allerdings der Vorgang noch etwas anders, hier wird das Testosteron aromatisiert und in Östrogene umgewandelt, die dann im Gehirn ihre Wirkung entfalten. Geht bei diesem Vorgang etwas schief, dann kann es einen zB männlichen Körper mit einem weiblichen Gehirn geben.

2. Beliebigkeit der Transsexualität vs. Stützung der Geschlechterrollen

Gerade im radikalen Transfeminismus, bei dem TransFrauen Frauen sind und Transmänner Männer und damit auch ihre jeweiligen Körperteile entweder männlich oder weiblich sind, wird der Transsexualitätsbegriff entweder beliebig oder man muss bestimmte Geschlechterrollen damit verbinden.

Ein Beispiel wäre die Aussage, dass bei einer Transfrau (oder M->F Transexuelle) ein Penis zwangsläufig weiblich sein muss, weil sie ja eine Frau ist. Wenn man dann argumentiert, dass ein Penis dazu da ist, dass er männliche Geschlechtszellen transportiert und damit zwangsläufig als männlich anzusehen ist, dann wird angeführt, dass dies nicht richtig ist, weil es allein darauf ankommt, wie sich derjenige sieht. Allein seine Selbstpositionierung bestimmt welches Geschlecht er hat.

Diesbezüglich können dann aber keine Kriterien benannt werden, da ansonsten ja feste Geschlechterrollen als weiblich oder männlich definiert werden. Man könnte also beispielsweise nicht sagen, dass ein Kind, welches häufiger mit Puppen gespielt und Kleider mag transsexuell ist, weil dann angeführt werden müsste, das mit Puppen spielen und Kleider tragen weiblich ist und zwar gerade zu unabänderlich weiblich

Insoweit bleibt dann letztendlich nichts anderes übrig als zu sagen, dass beispielsweise ein Mensch in einem männlichen Körper, der sich absolut männlich verhält, geradezu der letzte Macho ist, auch anführen kann, dass er Trans ist. Die ursprüngliche Definition, nach der man sich nicht mit dem ihm nach Geschlechtsmerkmalen von Anderen zugewiesenen Geschlechtsrolle identifiziert geht dabei unter. (wobei das dann meist nur das alte Spiel mit Feld und Festung ist, natürlich wird eigentlich von einer Transfrau eine gewisse „weiblichkeit“, sei es in Kleidung oder Verhalten erwartet.

Derjenige kann dann anführen, dass er in seiner Funktion als Trans genauso Geschlechterrollen bekämpfen kann, er wäre als Frau eben nicht darauf festgelegt, sich weiblich zu verhalten. Letztendlich hat Transsexualität damit keinerlei greifbare Grundlage mehr.

Führt man an, dass bestimmte Position männlich oder weiblich sind, dann stellt sich die Frage, warum diese dann bei Transpersonen besonders schützenswert sein sollen bzw warum sie bei diesem nicht auch rein sozial konstruiert sind und demnach Transsexualität ebenso zu dekonstruieren wäre wie jede andere Geschlechterrolle auch.

3. Unveränderbarkeit der Transexualität vs Unveränderbarkeit der CIS-Geschlechterrollen

Gleichzeitig versuchen sich dann auch wieder einige radikale Transaktivisten an einer biologischen Begründung der Transsexualität, die zum einen eine Untermauerung der Geschlechteridentität sein soll („ich habe ein weibliches Gehirn also bin ich  (unabänderbar) eine Frau“) wobei im übrigen gleichzeitig mit dem intersektionalen Feminismus geliebäugelt wird, was alle anderen Geschlechterrollen angeht, die dann sozial konstruiert sein sollen und veränderbar sein sollen

Aus meiner Sicht ist es biologisch nicht erklärbar, dass Transsexualität eine biologische Grundlage hat ohne dass im gleichen Maße auch die Geschlechterrollen biologisch bedingt sind und dann der Maßstab, dass transsexuelle nicht umerzogen werden können genauso für Nicht-Transsexuelle in ihren jeweiligen Rollen bestehen muss.

Eine genetische Selektion, die nur bei Transsexuellen dazu führt, dass diese bestimmte Geschlechterrollen aufbauen, wäre schon aufgrund der Seltenheit von Transsexuellen nicht vorstellbar. Der Aufbau der Geschlechterrollen über eine genetische Grundlage würde eine ganz erhebliche Selektion erfordern, da hier sehr kompliziert Regelungen bestehen. Dazu müssten sich letztendlich entweder Transsexuelle untereinander quasi exklusiv fortgepflanzt haben, damit in einer kleinen homogenen Gruppe dann diese genetische Selektionen eintreten können oder es müsste eine Selektion bei Menschen allgemein stattgefunden haben die, die dann heute lediglich noch bei Transsexuellen zum Tragen kommt.

Beide Selektionen sind so unwahrscheinlich, dass sie auf einer logischen Ebene keinen Sinn machen. Wie sollte sich eine Gruppe gerade von Transsexuellen über einen so langen Zeitraum quasi separat von Nicht-Transsexuellen gehalten haben und warum sollten die Selektionen auf diese Weise verlaufen sein, komplett abweichend von der Selektion anderer Tiere unsere nächsten Verwandten? Warum sollte nur bei Transsexuellen eine sehr komplexe Regelung erhalten bleiben, die genau den sozialen Rollen entspricht, bei anderen aber ausgeschaltet sein, obwohl sie dort mit wesentlich weniger Widerstand verbunden wäre und sogar vorteilhaft gewesen wäre?

Letztendlich bleibt damit nur die These, dass die Geschlechterrollen, die bei Transsexuellen dazu führen, dass diese sich auf eine bestimmte Weise verhalten und sich einer bestimmten Denkweise und Geschlechteridentitäten nahe fühlen, nicht bei Transsexuellen entstanden sind, sondern eben bei Nicht-Transsexuellen. Es würden dann bei Nicht-Transsexuellen genau die gleichen Regeln und biologischen Vorgänge zur Anwendung kommen, was wiederum bedeutet, dass auch deren Plastizität und deren soziale Abänderbarkeit gleichen Regeln unterliegen würde (nur eben in den dazu passenden Körpern). Wenn man bedenkt, welchen erheblichen Druck Transsexuelle ausgesetzt sind, ohne dass sie ihre Transsexualität aufgeben, dann spricht dies dafür, dass auch bei Nicht-Transsexuellen ein entsprechender Druck wenig ändern würde und diese genauso wenig wie Transsexuelle ihre Geschlechterrollen aufgeben oder umkonstruieren können und wollen.

Es ist erstaunlich, dass das schon in einigen Diskussion auf erbitterten Widerstand gestoßen ist, bei dem derjenige nicht einsehen wollte, dass eine Exklusivität biologischer Regelungen für Transsexuelle wenig Sinn macht.