Komm mal klar auf deine Männlichkeit! – Eine Einführung in das Konzept der »Toxic Masculinity« und Beispiele um sie im Alltag zu erkennen. (Elliot Tender)

«Ich hasse Männer als Gruppe»

Die Musikerin Zara Larsson wird interviewt und ich finde ein paar Stellen aus dem Interview so typisch, dass sie für eine Besprechung interessant sind:

Du nennst dich selbst auch «Männer-Hasserin».
Ich hasse Männer als Gruppe, nicht als Individuen. Die ganze Geschlechter-Aufteilung, der Patriarchismus – die Männer werden einfach besser behandelt, und sie sind schuld, dass sich daran nichts ändert. Viele wollen mich extra falsch verstehen, bilden sich ihre Meinung über mich, ohne mit mir geredet zu haben. Würden sie mir richtig zuhören, würden sie mich auch verstehen.

Na so ein Glück, sie hasst Männer nur als Gruppe. Da ist es in der Tat ganz unverständlich, wenn die Individuen das ganz falsch verstehen.

„Der schwarze Nachbar ist ganz okay, ich hasse nur Schwarze als Gruppe“ – das wäre ungefähr das gleiche Niveau

Ist es schwierig, Feminismus und sexy Musikvideos zusammenzubringen?
Das einzig Schwierige daran ist das Frauenbild. Frauen müssen immer gut aussehen, schlank, grosser Hintern und so weiter. Ich gebe mich sexy, wenn ich sexy sein will, nicht, weil jemand das will. Das zu unterscheiden, ist manchmal schwer.

Warum sollte man auch nicht sexy sein wollen? Aber es ist eine interessante Argumentation, mit der man gleichzeitig allen anderen Vorwerfen kann, dass sie den Rollen folgen, es für sich aber dennoch ausnehmen kann und es zu freien Willen machen kann.

Wie gehst du mit negativen Kommentaren um?
Die gibt es immer. Bei mir hiess es schon, ich hätte etwa einen flachen Hintern. Ich denke mir dann: Was soll ich dagegen tun? Mir Implantate reinmachen? Dann würde es wieder negativ ankommen. Deshalb versuche ich gar nicht erst, allen gerecht zu werden. Die Kommentare werden gelöscht und die Nutzer blockiert, so mache ich das.

Auch klassischer Feminismus. Einfaches ignorieren reicht nicht.

Männliche Opfer von häuslicher Gewalt: Statistiken aus Australien

„Sind Männer 2018 noch tragbar?“

Die Zeit hat einen Artikel, in dem sie tatsächlich Pro/Contra der Position, ob Männer noch tragbar sind, ausführen lässt. Wenn sie auch noch einen Artikel gleicher Art über Frauen nachschieben, dann bitte ich um Mitteilung.

Die Contraseite, geschrieben von Lars Weisbrod:

Ein normaler Mensch, zum Beispiel eine Frau, kommt ins Restaurant. „Entschuldigen Sie, ist der Platz noch frei?“, fragt der Mensch, setzt sich hin und isst. Dann kommt ein Mann ins Restaurant: „Tschuldige, is da noch frei?“ Er setzt sich hin, steht wieder auf, ihm gefällt nicht, wie der Tisch steht. Er verrückt ihn, das Essen der anderen Gäste fällt um. Der Mann achtet darauf nicht, er muss noch einen Stuhl wegräumen („So sieht’s gleich gemütlicher aus“) und anschließend der jungen Kollegin erklären, wie „die Bitcoins“ und „Israel“ funktionieren. Niemand hat ihn darum gebeten, er tut es trotzdem.

Ernsthaft, Mansplaining? Unsicherheit, Tolpatschigkeit? Was für ein schwacher Anfang.

Der Mann – die Feuilletons des Landes diskutieren wieder über ihn. „Hey Mann, es ist vorbei mit dir!“, titelt die Welt am Sonntag,und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung fragt: „Wie geht es den Männern? Und wie geht es allen anderen mit den Männern?“ Na ja, was soll man sagen – schlecht halt. Die Männer hampeln herum, nicht einmal Kaffee können sie bestellen wie normale Leute, sie führen zackige, unsichere Bewegungen aus, wie sehr dumme Fische, die an Land gestrandet sind. Weil sie auch das Autofahren verlernt haben, sitzen sie jetzt breitbeinig in der U-Bahn oder kaufen sich die hässliche G-Klasse von Mercedes und parken in meiner Straße alles zu. Und wenn Männer nicht gerade anderen den Platz wegnehmen, geben sie die weinerlichen Opfer. Die einen sind ganz traumatisiert, weil sie, im Erwachsenenalter wohlgemerkt, Kevin Spacey über den Weg gelaufen sind, der ihnen seinen Penis gezeigt hat. Die anderen leiden, weil in ihrer Straße 2007 mal eingebrochen wurde, vermutlich von Ausländern; sie wählen deswegen jetzt die Alternative für Deutschland.

Und dann geht es weiter mit Manspreading und – tatsächlich – jammernden Männern, denen er vorwirft, dass sie traumatisiert sind, weil ihnen jemand den Penis gezeigt hat – was ist das für ein bizarrer Text? Würde man ihn in der Zeit so auch über Frauen abdrucken? Die Frauen, denen Weinstein „seinen Penis gezeigt hat“ waren jedenfalls auch alle volljährig. Männer sind also nach seiner Ansicht entweder Jammerlappen, die eine sexuelle Belästigung nicht wegstecken können (wie echte Männer?) oder rechtsradikal.

Hatte man keinen Journalisten, der zumindest mit etwas mehr Witz und nicht ganz so platt schreibt?

Manches ließe sich ja noch ertragen, wäre der Mann bei alledem nicht auch noch so geschwätzig. Da denkt man an die Szene aus Sopranos, als Tony fragt: Was ist bloß aus Gary Cooper geworden, dem starken, stillen Typ Mann? Ach ja: Der hat gelernt, über seine Gefühle, Sorgen, Ängste zu sprechen. Und jetzt hört er nicht mehr auf zu plappern. (Lars Weisbrod)

Was für ein schwacher Text.

Mal sehen, was die Pro Seite bringt:

Okay, sie haben gerade eine schlechte Presse. Auf Twitter, in der Bildoder im ZDF trifft man Drogis in Dauererektion, Grapscher, Fummler, Rammler, und, wenn jemand mit dem Finger auf sie zeigt – huschhusch, sind sie in der Kulisse. Freundlicher formuliert: Die Heroen der Kulturwelt fallen wie die Helden vor Troja nach rechts und links.

Männer haben in der Tat eine schlechte Presse, aber eben auch nur dort. Es ist ein Bild, welches glücklicherweise eben nur in der Presse und in sehr linken Kreisen transportiert wird.

Also besser – ohne Männer? Echt jetzt?

Man denke an Opa und seinen Rasierschaumflavour. An David von Michelangelo mit seiner Glitzer-Marmor-Schönheit. An die Witze von Loriot, an Fred Astaires flinke Füßchen und Cary Grants seidige Anzüge, an die zitternden Lippen von Colin Firth inThe King’s Speech, an den Jungen in Boy, an seine ganze Unschuld, und sofort wird klar: Es ist absurd, solche Wesen mit den Rammlern auf eine Stufe zu stellen, niederträchtig, Mannsein auf Machtgetöse und impotentes Gespreize zu reduzieren.

Der Mann ist ein Kulturgut. Er müsste als World Heritage geschützt werden. Männer sind die Alternative zum Frausein. Ohne Männer wäre Frausein alternativlos. Ein totalitärer Albtraum. Schon der globale Kapitalismus gibt sich alternativlos, das Resultat, bitte sehr: einmal den schönen Globus geschreddert, bisschen Bankencrashs getriggert, dann mitleidloses Kaputtsparen der einen für die Renditen der anderen – tja, Girls und Boys, leider alternativlos.

Ein Text, der gar nicht in die sonstige linke Szene passt. Zwei Geschlechter, der Mann als Gegenstück zur Frau, der Leistungen erbracht hat, die man anerkennen muss. Der Vorwurf, dass man ihn auf negative Aspekte reduziert.

Ohne Boys lebten wir in einem alternativlosen Zickenkrieg. Das war schon in der Mädchen-Ecke des Kindergartens der Wahnsinn. Alles Rosarosarosa und Gezeter: Ich sage jetzt und dann sagst du und dann gehe ich und dann machst du, als Endlosschleife. Noch schlimmer: Ohne Männer gibt es keine Frauen. Entsetzlich! Ohne Männer und ohne Frauen würden wir mutieren zu bleichgesichtigen, selbstbefruchtenden Schlümpfen, wären Muffis, Schlauris, Faulis und Schürfis – mümmelnde Kindermonster. Wo bliebe das raffinierte Geplänkel der Geschlechter? Und, nur mal so angedacht: Ohne Frauen – wer machte noch Männerwitze? (Susanne Mayer)

Die Männer sind nicht entbehrlich, weil es allein mit Frauen fürchterlich wäre. Weil es Spass macht, sich als Hetero mit dem anderen Geschlecht auseinander zu setzen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Pro-Text wenig feministische Zustimmung findet.

Diesel oder Benziner?

Was meint ihr, lohnt heute der Kauf eines Diesels noch bei etwa 35.000 km pro Jahr?

Die Postmoderne und ihre Auswirkungen auf die Politik

Im Tagesspiegel findet sich ein Interview mit dem Professor Andreas Rödder, der etwas zur Politik und Postmoderne sagt:

Die These Gabriels lautet: Die Wähler rechtspopulistischer Parteien sind keine Anti-Modernisierer, sondern enttäuscht von der Postmoderne, die Zusammenhänge auflöst. Trifft er damit einen Punkt?

Gabriel trifft nicht den einzigen, aber er trifft einen wichtigen Punkt. Was die Postmoderne bewirkt hat, nannte der Historiker Zygmunt Baumaneinmal die „Zerschlagung der Gewissheit“. Nun stellt sich aber die Frage: Was gilt, wenn das Alte nicht mehr gilt? Gabriel hat genau auf diese grundlegenden Orientierungsprobleme aufmerksam gemacht.

Da fängt es schon an: Denn zunächst stellt sich eben die Frage, was man genau alles Zerschlagen kann. Bis zu welchem Grad ist etwas eine soziale Konstruktion und zu welchem Grad gibt es zb biologische Grundlagen, die eine Dekonstruktion nur eingeschränkt zulassen.

Was tritt an die Stelle des überwundenen Alten?

Das ist die entscheidende Frage. In den 80er Jahren haben viele die Auflösung der Gewissheit als Befreiung empfunden. Lyotard stellte die These auf, die Postmoderne habe nicht nur die Ganzheit zugunsten von Pluralisierung überwunden, sondern auch die Sehnsucht nach Ganzheit überwunden. Das war sein entscheidender Irrtum.

Warum?

Man könnte frei nach Sepp Herberger sagen: Nach der Dekonstruktion ist vor der Konstruktion. Aus der Auflösung der Ordnungsvorstellung der Moderne ist nämlich ein neuer Hunger nach Ganzheit entstanden. Diesen Hunger stillt eine neue Kultur, die ich als Kultur des Regenbogens bezeichne. Dabei geht es um Ziele wie Anti-Diskriminierung, Diversität, Inklusion und Gleichstellung.

Ich halte es für wesentlich interessanter, wenn man zunächst erst einmal von verschiedenen Prinzipien ausgeht:

  • Auf der einen Seite ergibt sich der Wunsch nach einer Ordnung, die ein soziales Zusammenleben ermöglicht und innerhalb der ein gewisser Grundkonsens gefunden wird, wie man miteinander umgeht, der auf einem „Wir-Gefühl“ beruht, eine Gemeinschaft
  • Auf der anderen Seite gibt es ein Bedürfnis danach, dass man so leben kann, wie man will, dass man nicht zu stark eingeengt wird und das man auch seine eigenen Interessen wahrt.

Diese Prinzipien entstehen fast zwangsläufig aus dem ewigen Problem, dass wir als kooperative Gruppentiere nur innerhalb einer Gemeinschaft die Vorteile dieser kooperativen Spiele ernten können, dass wir aber gleichzeitig natürlich auch gegen Trittbrettfahrer und Ausnutzung vorgehen wollen.

Um so wohlhabender eine Gesellschaft ist, um so mehr Freiraum kann sie dem Individuum geben, weil jeder auch auf sich selbst gestellt leben kann und den anderen nicht in eine Zusammenarbeit zwingen muss. Die Liberalität der heutigen Zeit liegt gerade darin begründet und aus meiner Sicht weniger in einer Dekonstruktion. Eher führen die Umstände dazu, dass sich die Vor- und Nachteile im Verhalten verschieben und damit andere Lösungen attraktiver werden.

Vielfalt und Toleranz bedeutet, dass jeder so leben kann, wie er will. Um so eher er das auf eigene Kosten macht, um so eher muss sich ein Hinderer eben auch vorhalten lassen, dass es ihn schlicht nichts angeht, wie der andere lebt.

Gabriel argumentiert, viele Menschen würden das Versprechen der Vielfalt nicht als Bereicherung empfinden. Sie hätten den Eindruck, ihre eigenen Bedürfnisse würden durch die Aufmerksamkeit der Politik für die neuen Themen missachtet. Ist das so?

Es gibt ein schlagendes Beispiel für die Richtigkeit dieser These – nämlich die Flüchtlingskrise und die Willkommenskultur nach dem Herbst 2015 in Deutschland. In der öffentlichen Debatte dominierte die Kultur des Regenbogens, der ungesteuerte Zuzug wurde als moralisch unabweisbar und gesellschaftlich bereichernd gefeiert. Gleichzeitig gaben die Wortführer dieser Kultur einen engen Rahmen des Sagbaren vor: Wer sich – egal mit welcher Begründung – gegenüber einem ungeregelten Zuzug skeptisch zeigte, wurde schnell als Fremdenfeind ausgegrenzt. Das hatte Züge einer repressiven Toleranz. In der Breite der Gesellschaft stieß die Willkommenskultur dagegen keineswegs auf ungeteilte Zustimmung. Vielmehr hat sie ganz erhebliche Gegenbewegungen provoziert, die mit dem Erstarken der AfD unser politisches System verändert haben. Denn Menschen, denen man bestimmte Denk- oder Sprachweisen vorgeben will, fordern ihre Freiheit oft umso vehementer ein.

Wendet man das obige Schema an, dann ist es verständlich, dass Leute mit dem Zuzug nicht einverstanden waren: Sie hatten das Gefühl, dass hier Leute in das Land gebracht werden, die nicht in das „Wir-Gefühl“ passten und bei denen sie für etwas zahlen sollten, was der Gemeinschaft nichts brachte.
Andere waren wiederum der Meinung, dass eben damit keine Einschränkung verbunden ist, schlicht weil Deutschland als Land reich genug sei, um Leuten zu helfen und es sich damit nicht auf andere auswirkt bzw. nur in einer Weise die hinzunehmen ist,  weil es sie nicht über Gebühr belastet.

Für die erste Gruppe ist der Slogan Merkels „wir schaffen das“ nichts anderes als blanker Hohn, weil es ihnen zunächst um die Frage geht, warum man das überhaupt schaffen sollte.
Wo die eine Seite Menschen in Not sieht, die aus einem Kriegsgebiet fliehen, und die man deswegen unterstützen muss oder eben Leute, die aus benachteiligten Ländern kommen, die auch aufgrund unseres Reichtums arm sind, und die man bereits deswegen unterstützen muss, sehen die anderen Wirtschaftsflüchtlinge, die sich noch dazu schlecht verhalten und damit klassische Trittbrettfahrer, die von außerhalb kommend das System ausnutzen

Sie sehen damit eine Überreizung des Solidaritätsprinzips und betonen die – aus ihrer Sicht bestehenden Auswirkungen auf ihr Freiheiten: Das Geld das Ausgegeben wird, die Kriminalität, die steigt und Angriffe auf schutzwürdige Personen aus dem eigenen Umfeld: Deswegen ist gerade die Auflistung sexueller Übergriffe auf Mädchen und Frauen ein so beliebtes Mittel, auch ungeachtet der Prozentzahlen von Handelnden Flüchtlingen, weil damit deutlich gemacht werden kann, dass man Leute aushält, die der Gemeinschaft nicht nur nicht nutzen, sondern sogar schaden und andere in ihren Freiheiten einschränken („Unsere Frauen trauen sich nicht mehr auf die Straße weil dort Flüchtlingshorden warten“).

„Wir schaffen das“ ist damit nicht etwa eine vorgegebene Wahrheit, sondern eine Aussage, die irrelevant in deren Augen ist: Es mag sein, dass wir es schaffen können, aber das wäre so wie zu sagen, dass man es schafft, die Million für einen Erpresser aufzubringen, statt ihn einzusperren.

Diese beiden Konstruktionen, der arme Kriegsflüchtling, der gleichzeitig neue Impulse gibt und später die Rente zahlt, der aber jedenfalls Hilfe braucht und der Ausnutzer, dem man wegen seines schlechten Benehmens aus dem Haus schmeißen muss, ringen dann eben miteinander – jedenfalls als die Tendenzen, daneben gibt es natürlich viele vermittelnde Positionen.

Dass die Politik glaubte, dass sie tatsächlich nur die eine Position lang genug vermitteln braucht, um die andere klein zu bekommen, ist in der Tat enorm. Es hängt vielleicht auch damit zusammen, dass viele glauben, dass man Wirklichkeit schlicht konstruieren kann, obwohl der Konflikt vorhanden ist und angesprochen werden muss.

Eine Folge der Postmoderne ist die Genderdebatte. „Gender Mainstreaming“ ist Ziel internationaler Abkommen. Sie sind einer der wenigen renommierten Gesellschaftswissenschaftler, der diese Entwicklung kritisch sieht. Was stört Sie daran?

Grundsätzlich hat die Postmoderne völlig Recht: Die Nation ist genau so wenig eine naturgegebene Kategorie wie die bürgerliche Geschlechterordnung des 19. oder 20. Jahrhunderts. Beides sind kulturelle Konstrukte, beides sind auch Ordnungen von Macht. Jetzt aber kommt mein Einwand. Die Postmoderne sagt, dass alle Ordnungen diskursiv erzeugte Machtkonstrukte sind. Wenn das so ist, dann geht es auch bei den Forderungen nach Anti-Diskriminierung, Diversität und Gleichstellung um Macht.

Und das ist in der Tat eine Einsicht, die so einfach wie logisch ist, dennoch aber in dem Bereich fast beständig ausgeblendet wird: Die Vertreter dieser Theorien glauben sie könnten das Problem dadurch ausblenden, dass sie ja die Machtlosen vertreten und deswegen keine Macht haben können. Dass ist aber eine Illusion, denn über die Politik erhalten sie ja gerade die Macht und greifen in das Leben der Anderen ein. Regeln zum Schutz einer kleinen Minderheit aufzustellen und dabei das Verhalten der Mehrheit zu etwas Falschem zu erklären, erfordert Macht und gesellschaftlichen Druck.

Wo begegnet Ihnen Macht in der Gender-Debatte?

Denken Sie an die geschlechtergerechte Schreibweise mit großem Binnen-I für ProfessorInnen und ManagerInnen. Haben Sie jemals die geschlechtergerechte Schreibweise für MörderInnen und MenschenhändlerInnen gelesen? Über die Gender-Studies sind neue diskursive Ordnungen von aggressiver Männlichkeit und guter Weiblichkeit aufgekommen. Zugleich ist eine neue Hierarchie von ausgleichsbedürftigen Benachteiligungen entstanden. Der ehemalige Telekom-Vorstand Thomas Sattelberger, seinerzeit selbst ein Förderer von Gender Mainstreaming, hat es so formuliert: An der Spitze stehen Frauen, am Ende stehen Behinderte.

Es ist ja immerhin etwas, dass das mal so deutlich ausgesprochen wird: Es werden schlicht neue Hierarchien errichtet, diesmal sogar noch autoritärer als vorher und außerordentlich starr.

Können Sie das an einem Beispiel erklären?

Die Frauenquote für Aufsichtsräte von börsennotierten Unternehmen führt dazu, dass eine kinderlose Unternehmertochter aus München-Bogenhausen den Vorzug vor einem dreifachen Familienvater mit Migrationshintergrund und Behinderung aus Berlin-Neukölln erhält. Der Soziologe Talcott Parsons hat schon in den 50er Jahren die Einsicht formuliert, dass jede Inklusion neue Exklusionen nach sich zieht. Leider verweigern sich viele AktivistInnen von Gender Mainstreaming oder der „Queer Theory“ dieser Einsicht, sondern erheben einen unreflektierten, verbindlichen Geltungsanspruch für ihren eigenen Ordnungsentwurf. Mit dieser moralischen Aufladung und Ideologisierung entzieht sich die Kultur des Regenbogens der Debatte – und löst die Gegenbewegung aus, auf die Gabriel hinweist.

Meine Vermutung ist, dass die Aktivistinnen dazu eher in typischer Weise die Augen verdrehen würden und anführen würden, dass sie selbstverständlich einen intersektionalen Feminismus vertreten, in dem Migrationshintergrund und Behinderungen erst recht eine Rolle spielen. Wenn es nach ihnen gehen würde, dann würden alle Vorstandspositonen mit schwarzen behinderten, lesbischen Transsexuellen besetzt und nicht mit Männern. Wenn aber Männer, dann jedenfalls schwule Männer, die nicht weiß sind.

Aber das wird auch keine Verbesserung sein, gerade weil es solche eben noch weniger in ausreichender Zahl für Vorstandspositonen gibt und zumindest das wohl auch den Aktivistinnen bekannt ist, so dass es nur in dem rein theoretischen Bereich gefordert wird.

Begrüßen Sie, dass Menschen heute ihre sexuelle Orientierung frei leben dürfen und sich der Staat nicht mehr am dualen Geschlechtermodell von Mann und Frau orientiert, wie das Bundesverfassungsgericht entschieden hat?

Absolut. Ich würde immer sagen, dass die Kultur des Regenbogens ganz erhebliche Emanzipationsgewinne mit sich gebracht hat. Wer die Ideologisierung und moralische Aufladung der Debatte kritisiert, sollte diese Fortschritte nicht geringschätzen.

Gegen was die meisten Leute etwas haben, sehr völkisch denkende ausgenommen, ist ja nicht, dass Schwule und Lesben heiraten dürfen oder das sie entsprechend als Schwule und Lesben leben. Sie haben etwas dagegen, dass damit einher eine Abwertung der nichtqueeren Lebensverhältnisse einhergehen soll und das Abwertungen nach Rasse, Geschlecht und sexueller Orientierung nun eben in eine andere Richtung erfolgen. Sie wollen also mehr Liberalität, bei der auch die „klassischen“ Lebensformen gleich akzeptiert sind und man sie nicht abwerten darf. Die Identitätspolitik geht aber in eine andere Richtung: weiß, heterosexuell, Mann, das ist das Böse und sollte eingeschränkt werden, ist toxisch und schuld an allem.

Gabriel scheint ja eine Rückkehr zu den Versprechungen der Moderne vorzuschweben. Ist das überhaupt möglich?

Als Historiker kann ich nur sagen, es kommt nichts zurück. Die zentrale These der Postmoderne, dass nämlich die großen Ordnungsentwürfe der klassischen Moderne ihre Verbindlichkeit verloren haben, halte ich für eine nicht mehr umkehrbare Einsicht. Das hat zwei Konsequenzen. Erstens: Auf diese Einsicht folgen nicht herrschaftsfreie Diskurse, sondern neue vermachtete Ordnungskonflikte. Und zweitens: Ordnungsvorstellungen müssen immer wieder neu begründet werden.

Und genau darum drücken sich viele Postmoderne gegenwärtig: Sie begründen ihre Vorstellungen nicht, sie setzen sie als Dogma. Sie werben nicht darum, sondern wollen von oben herab durchsetzen.

Und damit spaltet man die Gesellschaft.

Selbstmach Samstag 170 (06.01.2018)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen.

Island und der Gender Pay Crap

Feminist: Island ist so progressiv 😍 das neue Gesetz gegen den Gender Pay Gap ist toll!

Ich: Wirklich? Schauen wir uns das ganze doch mal an. Alle zahlen die ich dir nun präsentiere, sind vom Center of official Statistics Island.

Der bereinigte Gender Pay Gap liegt bei 16% in Island. Im Vollzeit Sektor, liegt er bei 12%.

Jetzt betrachten wir mal zahlen. In Island sind 20% mehr Männer in Vollzeit Beschäftigung, als Frauen. Genau 85% der Männer gegen 65% der Frauen. Dies führt logischerweise dazu, dass 20% mehr Grauen in Teilzeitarbeit sind, als Männer. Genau 35% der Frauen gegen 15% der Männer.

Bei den Teilzeitkräften arbeiten Männer im Durchschnitt 8 Stunden pro Woche mehr, als Frauen. Bei Männern sind es 44 Stunden, bei Frauen sind es 36 Stunden.

Bei den Bollzeit arbeitend sind es 5 Stunden die Männer mehr arbeiten als Frauen. 47 Stunden bei Männern und 42 Stunden bei Frauen. Pro Woche.

Das ist ein Unterschied von 11%. Dies gepaart mit der Berufswahl von Frauen, die auch in Island zu eher schlecht bezahlten berufen tendieren, erklärt den Gap ziemlich akkurat.

Das Gesetz wird also am Ende nur beweisen, dass wir, die den Gap als Bullshit sehen, von Anfang an recht hatten.

Ich mein, mal ehrlich, schau dir die Zahlen an. Selbst wenn man allen Frauen und allen Männern dasselbe pro Stunde zahlen würde, unabhängig von Ausbildung oder Berufswahl, würden Männer immer noch 11% mehr bekommen.

So geistig behindert, um dies als diskriminierend zu sehen, kannst selbst du nicht sein!

Aber, wenn ich ehrlich bin, ich hätte nicht erwartet, das eine von euch ideologisch verblendeten Hohlbirnen, einen echten Blick auf Tatsachen wirft, oder logische Schlüsse ziehen kann.

Crazy Stupid Love und männliches Auftreten

Neulich kam „Crazy Stupid Love“ im Fernsehen und ich schaute mal kurz rein:

Die Handlung des Filmes aus der Wikipedia:

Der etwas gesetzte und langweilige Familienvater Cal Weaver wird bei einem romantischen Essen in einem Restaurant von seiner Frau Emily mit der Nachricht überrascht, dass sie einen Geliebten habe und ihn verlassen werde. Er verbringt die folgenden Abende in einer Bar, wo er sich betrinkt und seinen Trennungsschmerz zu erkennen gibt. Der jüngere Aufreißer Jacob nimmt sich seiner an, gibt ihm Flirttipps, kleidet ihn komplett neu ein und besucht mit ihm ein Fitnessstudio. Cal trägt nun andere Kleidung und wird sichtlich schlanker, was ihn schließlich attraktiver erscheinen lässt.

Er entwickelt sich zunehmend zu einem Womanizer, was auch seiner Familie und seinen Bekannten nicht verborgen bleibt.

Es ist ein Film, der Anleihen bei Pickup macht und dabei im ganzen sogar positiv bleibt. Natürlich: Ryan Gosling sieht eh sehr gut aus, es wäre wohl nicht die Vorstellung, die die meisten Frauen von einem „Pickuper“ haben und sie sind eh schon hin und weg, dennoch hat Ryan in der Rolle ein sehr gutes Auftreten:

Interessant die Szene bei 0:25:

Jacob lässt sie mit Cal alleine und verabschiedet sich mit „if he gets handy let me know“

Cal versichert sofort, dass er das niemals machen würde, selbst wenn sein leben davon abhängen würde.

Und wirkt damit erstaunlich creepy, obwohl er ja feministisch korrekt angibt, dass er sie nicht anfassen wird.

Doch all die Affären, die Cal unter anderem auch mit Kate hat, die sich im weiteren Verlauf der Handlung als Lehrerin seines Sohnes herausstellt, lassen ihn seine Liebe zu Emily nicht vergessen.

Robbie, der älteste Sohn der Weavers, ist unsterblich in das vier Jahre ältere Kindermädchen Jessica verliebt. Obwohl sie diese Liebe nicht erwidert, belästigt er sie die ganze Zeit mit Briefen, Nachrichten und Liebesgeständnissen. Jessica wiederum ist heimlich in Robbies Vater Cal verliebt und macht Nacktfotos für ihn, die sie ihm jedoch nicht übergibt.

Cal sucht sich eine eigene Wohnung, seine nun getrennt von ihm lebende Frau Emily bandelt vorsichtig mit ihrem Arbeitskollegen David Lindhagen an, mit dem sie bereits einen One-Night-Stand hatte, der zur Trennung der Ehe führte. Unterdessen lernt Jacob die junge Hannah kennen, die – enttäuscht von der Langeweile ihres Freundes – diesen verlässt. Jacob verliebt sich in sie, und Hannah bringt ihn von seinem Schürzenjäger-Dasein ab.

Auch hier sind viele Szenen sehr interessant. Der Freund verdirbt es sich mit ihr, weil er in einer Szene auf einer Party eine große Ankündigung macht und sie erkennbar und zu recht denkt, er würde ihr einen Heiratsantrag machen. Er erklärt aber nur, dass er ihr eine Arbeitsstelle in der Rechtsanwaltskanzlei anbietet. Sie erklärt, dass sie dachte er macht einen Heiratsantrag, auch wenn sie selbst davon ausging, dass es zu früh wäre und er meint, dass er doch nun wirklich Zeit brauchen würde um zu sehen, ob sie die richtige ist. Es ist eine dieser klassischen Szenen, in der Hollywood eine Trennung herbeiführt, bei der sie nicht Schuld ist, sondern der alte Freund ein Idiot ist (auch wenn er durchaus recht haben mag, aber er bringt es eben vollkommen falsch rüber, was ausreicht. Sie ist daher so sauer, dass sie direkt nach dem Kerl sucht, der sie neulich in der Bar angemacht hat um mit ihm zu schlafen. Sie fällt in dem vollen Wissen, dass er ein Aufreißer ist, in der ersten Szene über ihn her und küsst ihn und sagt er solle sie eben aufreizen, wie die anderen Frauen. Er nimmt sie also mit zu sich und es kommt zu der folgenden Szene:

Ich finde sie sehr lehrreich, weil sie sehr ruhig ist. Obwohl sie erklärt hat, dass er gefälligst mit ihr schlafen soll ist sie erkennbar noch nervös und unsicher. In der klassischen Vorstellung, die sonst von einem Pickupers in Filmen gemacht wird würde er jetzt irgendwie zudringlich werden. Aber dies ist ein Film für Frauen, in dem diese Ryan attraktiv finden sollen, er spielt hier die klassische Rolle des Aufreizers, der sich von der richtigen Frau zähmen lassen wird und für sie von allen anderen Frauen ablässt, also darf er nicht verbrannt werden.

Das gelingt, indem er einige wichtige Punkte rüberbringt:

  • Outcome indifference: Er ist vollkommen entspannt, er hat keine Eile, er sitzt da ganz ruhig, mit überschlagenen Beinen, und strahlt Selbstsicherheit aus- macht ihr erst einen Drink, bedrängt sie nicht und lässt ihr Zeit. Es wirkt so als würde es ihm eben nicht wichtig sein, ob er mit ihr schläft, weil er eben genug Sex mit anderen Frauen hat.
  • Er ist Herr der Situation und führt sie durch den Abend: Typischerweise werden Routinen als etwas dargestellt, was die Frau täuscht, was sie irgendwie dazu bringt mit ihm zu schlafen, auf eine dreckige Art und Weise. Hier fragt sie immer wieder nach, was er sonst so macht, und er stellt es ihr in aller Ruhe dar, wobei einiges unausgesprochen bleibt. Natürlich lebt er in einem tollen Haus, alles sieht hochwertig aus, was zu ihm passt, er hat einen perfekten Körperbau, schon übertrieben gut, wie sie selbst betont und er ist der perfekte Gastgeber: Ein Drink, die richtige Musik. Das Thema auf Dirty Dancing lenken, sagen, dass man die Hebefigur kann und sie es ausprobieren kann, ihr etwas besonderes geben, was Vertrauen aufbaut und gleichzeitig recht natürlich überleitet zu Körperkontakt und bei dem er gleichzeitig seine Stärke darstellen kann. Das es alles „Tricks“ sind wird hier nicht als Manko dargestellt, sondern zeigt um so mehr, dass er Ahnung hat und die ruhige Art lässt es unbedrohlich wirken. Gerade weil sie danach fragt und verführt werden will ist der „Täuschende Charakter“ aufgehoben (wobei viele Frauen bei Ryan Gosling eh nicht daran denken würden, dass man sie täuschen müsste).

Natürlich folgt etwas Drama.

Als sie ihn mit nach Hause nimmt, um ihn ihren Eltern vorzustellen, erkennt Jacob, dass Hannah die Tochter Cals ist. Dieser ist von der neuen Beziehung seiner Tochter alles andere als begeistert, hat er Jacob doch als Aufreißer kennengelernt. Cal ist der Meinung, dass Jacob einerseits zu gefährlich, andererseits nicht gut genug für seine geliebte Tochter ist.

Er will gerne Gut mit Frauen sein, aber er will nicht, dass jemand, der das Gleiche bei Frauen will, bei seiner Tochter landet.

Ein klassischer Konflikt, der hier in dem Film angelegt ist. Der Beta wird etwas mehr Alpha, aber nicht Alpha genug, er kehrt als bessere Version seiner selbst zu seiner Frau zurück. Sein Lehrer stellt gleichzeitig die dunkle Seite dieses Alphaseins dar, was er eben nicht für seine Tochter möchte. Damit es aber insgesamt gut aussieht hat dieser dann bereits der dunklen Seite abgeschworen und meint es wirklich ernst – mit einem Mädel, welches von seinem Verhalten gerade in der obigen „Verführungsszene“ schon fast etwas nervig ist, weil sie es so kompliziert macht, so zurückhaltend ist, was man aber gerade braucht, um Jacob als guten Typen darzustellen, der sie nicht ausnutzt.

Bei diesem unglücklichen Zusammentreffen von Emily und Cal sowie Hannah und Jacob tauchen auch noch das Kindermädchen Jessica und deren Vater Bernie auf. Letzterer hat den Umschlag mit den Nacktfotos entdeckt, auf den Jessica den Namen Cal geschrieben hatte. Er geht irrtümlicherweise davon aus, dass Cal mit ihr ein sexuelles Verhältnis habe, und stellt ihn aufgebracht zur Rede. Zusätzlich erscheint David Lindhagen bei den Weavers im Garten, er möchte Emily ihren – in seinem Auto vergessenen – Pullover vorbeibringen. Es kommt zu einer handfesten Prügelei zwischen Bernie, Cal, Jacob und Lindhagen, bei der schließlich die Polizei schlichten muss.

Wenig später nehmen die Weavers, Jacob und Jessica an der Schulabschlussfeier Robbies teil. Dieser ist ausgewählt worden, die Festrede zu halten. Doch weicht er vom Manuskript ab und macht Jessica vom Rednerpult aus eine Liebeserklärung. Daraufhin tritt auch sein Vater Cal ans Mikrofon, er spricht darüber, dass Liebe mehr sei als ein romantisches Gefühl, Liebende müssten im täglichen Leben viele Bewährungsproben bestehen und an sich arbeiten. Seine Frau Emily, von der er noch offiziell getrennt ist, schaut ihn bewegt an.

Cal und Emily gehen anschließend lächelnd aufeinander zu; ob sie wieder zusammenfinden, bleibt allerdings offen. Doch kann Cal mittlerweile die Beziehung zwischen seiner Tochter Hannah und Jacob akzeptieren. Zum Schluss übergibt Jessica Robbie mit einer freundschaftlichen Geste noch den Umschlag mit ihren Nacktfotos und fügt augenzwinkernd hinzu, dass die Bilder ihn „durch die Highschool bringen sollen“.

Also ein Happy End für alle. Der Beta ist etwas mehr Alpha geworden, der Alpha etwas mehr Beziehungsmensch, selbst der Sohn bekommt noch etwas ab und die Tochter hat eh einen heißen Typen gefunden.

Es ist ein erstaunlich positiver Film über „Pickup“ im weiteren Sinne und über „Männlichkeit beim Flirten“. Auch eben, weil der Hauptdarsteller hübsch genug ist, um die Tricks nicht in den Vordergrund zu stellen. Der lehrnende Vater ist gleichzeitig der, der die Verhaltensänderungen und die daraus gewonnene Attraktivität rüberbringen muss und er ist auch der, bei dem man den Unterschied am Anfang sieht, er ist auch der Comic relief am Anfang und er ist auch der, der vom Skript abweicht und deswegen menschlicher bleibt, wahrscheinlich, weil es eben ein Film für Frauen ist und so romantischer bleibt.

 

 

 

Geschlechterunterschiede im Wettbewerb

Ist da was dran?

Ein paar Überlegungen ins Unreine:

Natürlich wären auch Frauen dann wieder in anderen Bereichen besser geeignet (im Schnitt) und intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen kann man auch als eine Form des Wettbewerbes sehen, der nur eben diskreter abläuft, häufig im verdeckten, während viele Männer Wettbewerb eher offener austragen