Ist der promiske Mann ein Held?

Es gibt ja den alten Spruch:

Wenn eine Frau mit vielen Männer schläft ist sie eine Schlampe, wenn ein Mann mit vielen Frauen schläft ist er ein Held

Das war hier schon mehrfach Thema, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass es für einen Mann auch deutlich schwieriger ist Sex zu haben als für eine Frau:

Unter einem Beitrag zum Slutshaming, auf den ich kürzlich noch mal gestoßen bin, fand ich noch diesen Kommentar von David zu der Frage, ob Männer wirklich Helden sind:

Mich wundert immer, dass der zweite Teil dieses behaupteten Klischees immer so unhinterfragt akzeptiert wird. Ich halte es für schlicht falsch,

Ja, promiskuitive Frauen werden in der Regel als Schlampen bezeichnet.
Aber wer bezeichnet denn promiskuitive Männer als „Helden“? Oben fielen auch die Begriffe „toller Hecht“ und „Womanizer“, bei genauer Betrachtung fallen diese aber normalerweise nur in einem spöttischen Kontext.

Promiskuitivität ist sicher heldenhaft unter pubertierenden Jungs, wobei man halt auch einigermaßen was drauf haben muss um mit 16 an Sex zu kommen. Sex ist nun mal die größere Leistung (sowohl Einleitung als auch der Akt selbst) für einen Mann als für eine Frau, insbesondere daher weil Frauen fast allesamt zu §1 nach Christian (s.o.) tendieren.
Das ist wohl auch der Grund warum Protagonisten wie Barney Stinson und Charly Harper so gut funktionieren.

Aber „Held“? Das würde ich mal sehr in Frage stellen. Im aktuellen Narrativ ist der Typ eher ein „Schwein“, der Frauen „benutzt“ und nicht mehr anruft, ein schwanzgesteuerter Arschlochtyp. Frauen wie Männer begegnen promisken Männern wohl mit sehr viel mehr Ambivalenz als da suggeriert wird.
Sowohl für Männer als auch Frauen ist männliche Promiskuität auch Gefahr, Neid würde da ebenfalls als beteiligtes Grundgefühl hervorheben.

Sicherlich kann ein Mann seine Promiskuitiät um einiges offener leben als eine Frau, aber wie man sie wertet steht auch jedem Menschen frei, und ich lehne beide Formen von politischer Moralisierung an der Stelle ab.

Wenn Frauen eine männliche Schlampe als „Womanizer“ im positiven Sinne goutieren, dann ist das deren „Problem“. Christian nennt das wohl approved by other women. Ebenso finden viele Männer Frauen geil, die sich holen was sie brauchen.
Es steht aber auch jeder Frau frei, eine männliche Schlampe als solche zu behandeln und eben nicht als „Helden“.

Ich denke, dass Männer, die bei Frauen gut ankommen und das auf eine positive Art ausleben, durchaus einen gewissen Neid von Männern auf sich ziehen und eben auch bei vielen eine gewisse Bewunderung, wenn man merkt, dass er das über Charme etc schafft. Viele Männer wären dann auch gerne so wie derjenige, was wohl vielleicht der Kurzbeschreibung „Held“ dann noch am nächsten kommt. Sie würden es sich auch gerne trauen, Frauen einfach so anzusprechen, sie würden auch gerne den Erfolg bei Frauen haben etc.

Es dürfte aber auch darauf ankommen, wie derjenige die Frauen bekommt. Bei einer Mischung aus Charme und guten Aussehen und hübschen Frauen, die ihn mögen und ihn als positiv erleben, ist man sicherlich positiver als bei jemanden, der betrunkene, wenig attraktive Frauen abschleppt. 

Und natürlich schreckt viele Frauen ein solcher Ruf auch ab, sie nehmen eine Form von „Slut Shaming“ vor, wenn man es so ausdrücken will. 
Etwa in dem sie sagen, dass sie sich mit dem auf keinen Fall einlassen würden, schon weil es unter ihrer Würde wäre die nächste Kerbe in seinem Bettpfosten zu sein. Oder eben weil jemand wie er beziehungsunfähig ist und es niemals mit ihm klappen kann. Andere klassische Abwertungen wären „Mit dem gehen doch auch nur die naiven Schlampen ins Bett, die denken, dass er sich für sie ändert oder die nicht merken, dass er immer seine gleiche Masche durchzieht“ oder „die armen Frauen, die sich mit ihm einlassen, er nutzt sie aus“ etc.

Seitenblick hatte noch kommentiert:

 Deine Antwort liefert eine sehr gute Illustration der Ambivalenz:
„Im aktuellen Narrativ ist der Typ eher ein “Schwein”, der Frauen “benutzt” und nicht mehr anruft, ein schwanzgesteuerter Arschlochtyp.“

Ja. Und zugleich ist er der Typ, der
– nicht nach der Pfeiffe anderer tanzt
– zu dem steht, was er will
– der für Unabhängigkeit von einengenden, moralisierenden Sichtweisen steht
– und nicht zuletzt: der kein Problem mit seinen sexuellen Bedürfnissen hat

Und je nach Kontext rufen wir mal das eine und mal das andere auf.

Ich habe den Verdacht, dass die eigentlichen Gründe für diese Ambivalenz noch nicht benannt und diskutiert sind.
Fände es aber gut, wenn das geschehen würde.

Hottehü führte an:

hm, verstehe. da stehen also die kumpels am tresen und manni erzählt von seiner letzten kerbe im bettpfosten. atze, schorschi und horst sind aber nicht etwa neidisch, sondern nennen manni ein schwein, schwanzgesteuertes arschloch und schwören, mit manni kein wort mehr zu reden.

Dazu antwortete David noch:

– nicht nach der Pfeiffe anderer tanzt
– zu dem steht, was er will
– der für Unabhängigkeit von einengenden, moralisierenden Sichtweisen steht
– und nicht zuletzt: der kein Problem mit seinen sexuellen Bedürfnissen hat

Das sehe/höre ich nicht. Das sind viel eher typische Beschreibungen promisker Frauen!
Bei Männern fällt mir z.B. ein „lässt nichts anbrennen“, was positiv konnotiert ist.

@hottehü: Danke dass du wie oben („toller Hecht“) den Beweis lieferst – du wertest nämlich den fiktiven promisken Mann implizit ab als „Proll Manni mit den Kerben im Bettpfosten“.
Wenn Atze, Schorschi und Horst verheiratete junge Mittelschichts-Väter sind, werden sie unter Umständen durchaus eher angewidert, vielleicht auch missgünstig sein.
In bestimmten Milieus, vor allem halt unter jungen wenig gebildeten Männern, und das meintest du sicher, ist promiskes männliches Verhalten sicher sozial erwünscht, das streite ich ganz und gar nicht ab (daher Ambivalenz)
Aber warum muss es auch anders sein, wo ist das Problem?
Die „Schlampe“ erzählt in der Regel auch ihren Freundinnen stolz von ihren Abenteuern, darf ich an den Erfolg von Sex and the City erinnern, wo Millionen Frauen ihre Idole abfeierten?

Ich sprach von der öffentlichen gesellschaftlichen Narration, da wird männliche Promiskuität meist schlecht bewertet, während es bei Frauen ambivalent betrachtet wird („Schlampe“ vs Frau die weiß was sie will)

 

57 Gedanken zu “Ist der promiske Mann ein Held?

  1. Frauen gehen immer von sich selbst aus. Sie glauben, dass man als Mann nur im Club „ficken“ rufen muss, um 100erte Sexpartner zu haben. Sie verstehen nicht, dass es für die meisten Männer sehr anstrengend ist, einen Sexpartner zu finden der einem gefällt. Und gefallen tun Männer deutlich mehr Frauen als andersherum.
    Von daher ist die Bezeichnung Held, in dem von Chris beschriebenen Sinne, vollkommen richtig.
    Wir bewundern ja auch eher den Tellerwäscher der zum Millionär geworden ist, als den Sohn reicher Eltern der Millionär geblieben ist. Es erinnert uns daran, dass auch der Niederste von uns es schaffen kann. Dies ist ebenfalls etwas, was Frauen vermutlich nie verstehen werden (jedenfalls nicht emotional).

      • „… reich geboren.“

        Vorsicht: Für Frauen ist Sex nichts Positives. Sonst wäre der promiskuitive Mann, der jede Nacht mit einer anderen schläft, ja nichts Schlechtes. Dann käme es eben wirklich nur auf den Sex selbst an, dann müsste die Frau sagen: „Das war letzte Nacht toller Sex, aber leider hat der Typ in dieser Nacht schon eine andere.“

        Für Frauen ist Sex bloß eine Dienstleistung, bloß ein Aufwand, irgendwie immer ein Opfer – und dass der Mann natürlich beim Sex auch eine Dienstleistung erbringt, dass es für ihn eben auch ein Aufwand ist, dass zählt für Frauen nicht: Er macht das nicht für sie, sondern bloß für sich

        Beim Sex geht’s für Frauen immer um etwas Anderes. Darum ist einfach so Sex haben zu können, für Frauen kein Vorteil.

  2. In meiner Jugend (1990er) nannte man Männer vom Typ Barney Stinson „Frauenheld“. Und zwar in einem abwertenden Tonfall.
    Somit ist beides erfüllt: die männliche Schlampe wird abgewertet und gleichzeitig als „Held“ bezeichnet.

    • „In meiner Jugend (1990er) nannte man Männer vom Typ Barney Stinson „Frauenheld“. Und zwar in einem abwertenden Tonfall.“
      Hmm, in meiner Jugend 1990er wollten alle so sein wie dieser Typ von Mann. Aber vielleicht lag es am Umfeld, ich bin mit eher männlichen Männern aufgewachsen, war nie der Nerdversteher….
      Vielleicht ist das auch der Unterschied, ich habe bereits mit 17 bereits regelmäßig Frauen angesprochen (laaange vor Pickup) und mich mit anderen Männern über Aufreißtipps unterhalten.

  3. Die Bedeutungen des Wortes „Held“ laut Duden:

    1a. durch große und kühne Taten besonders in Kampf und Krieg sich auszeichnender Mann edler Abkunft (um den Mythen und Sagen entstanden sind)

    1b. männliche Person, die sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt, eine ungewöhnliche Tat vollbringt, die ihr Bewunderung einträgt

    1c. jemand, der sich durch außergewöhnliche Tapferkeit im Krieg auszeichnet und durch sein Verhalten zum Vorbild [gemacht] wirdjemand, der auf seinem Gebiet Hervorragendes, gesellschaftlich Bedeutendes leistet

    2 jemand, der auf seinem Gebiet Hervorragendes, gesellschaftlich Bedeutendes leistet

    3 männliche Hauptperson eines literarischen o. ä. Werks

    Und jetzt schreiben wir fleißig 53 Kommentare aneinander vorbei, weil der eine diese und der andere jene Bedeutungsebene wichtiger findet, ohne das explizit zu machen.

    Unbedingt ignoriert werden sollte: Das Wort „Held“ steht hier eh nur, weil jemand nicht länger als eine halbe Sekunde darüber nachgedacht hat, wie er „stud“ angemessen übersetzen sollte. Denn natürlich ist auch das heutige Bonmot 1:1 aus dem amerikanischen „slut vs stud“ übernommen worden.

    Auch sollte man beim Einordnen besser übersehen, dass David bei jeder Gelegenheit eine ziemliche Abscheu gegenüber Männern zeigte, die „Frauen ins Bett bekommen“ wichtig finden.

  4. Wenn eine Frau mit vielen Männer schläft ist sie eine Schlampe, wenn ein Mann mit vielen Frauen schläft ist er ein Held

    In der Tendenz ist das richtig, auch wenn es abschätzige Bezeichnungen dafür gibt wie beispielsweise „Weiberheld“. Der wesentliche Unterschied wurde schon angesprochen: Es ist für Männer viel schwieriger als für Frauen, viele Sexpartner zu haben. Somit ist es für einen Mann gewissermassen eine bemerkenswerte Leistung, für Frauen ist es das nicht. Diese 1:1 Vergleiche hinken in der Regel, weil nicht bedacht wird, dass die Voraussetzungen nicht die gleichen sind und wieder einmal nur eine feministische Jammerarie angestimmt wird, ohne sich auch nur ein klein bisschen mit den Voraussetzungen auseinander zu setzen.

      • Das steht aber nicht im Widerspruch zu der Ausgangsthese. Denn für Männer ist es relativ egal, wie weit sie ihre eigenen Ansprüche runterschrauben, ihre Aussicht auf Sex wird immer signifikant schlechter sein als die von Frauen, die auf vergleichbaren Anspruchsebenen unterwegs sind. Denn am Ende des Tages sind es halt doch die Frauen, egal wie anspruchslos sie bei der Wahl dessen sind, was sie zwischen die Beine bekommen, die entscheiden, welcher von den anspruchslosen Männern es sein wird, während auch die anspruchslosen Männer sich in einem Wettbewerb des Werbens um die anspruchslosen Frauen befinden, ohne unmittelbaren, gesicherten Einfluss auf das Ergebnis dieses Werbens zu haben.

        • „ihre Aussicht auf Sex wird immer signifikant schlechter sein als die von Frauen, die auf vergleichbaren Anspruchsebenen unterwegs sind.“

          in der Tat.

          Wenn man 100 Frauen und 100 Männer danach bewerten würde, wie sexuell interessant sie im Durschnitt sind und dann die Frau mit dem besten Wert und den Mann mit den besten Wert sich gegenseitig für Sex anbieten würde und so weiter bis zum „schlechtesten Paar“, dann würde man bei den Männern weitaus mehr Zusagen haben als bei den Frauen. Es wäre interessant wie weit man die Frauen „aufrücken“ lassen muss (die Frau mit dem besten Wert fliegt raus, die anderen Frauen werden „befördert“, sie können sich wieder entscheiden ob sie mit dem Mann Sex haben wollen) bis man auf den prozentualen Wert der Männer ohne verschiebung kommt.

      • 1. was ist denn ein akzeptabler Mann
        2. „völlig wahllos“ ist da aber eine starke übertreibung. Sie hätten zumindest Körperlich die Chance 2 – 3 Punkte auf der 10er Skala hochzugehen ohne das es viele Umstände macht oder in einer hinreichend großen Stadt jeden Abend über Tinder einen Typen in einer Bar zu treffen um zu schauen, ob er was für sie ist ohne sich groß anzustrengen.

        • 1. Der die Ansprüche erfüllt. Je höher die Ansprüche, desto geringer die Anzahl der in Frage kommenden Männer.
          2. Da müssen sie auch erst ausfiltern. Den Aufwand dafür sollte man nicht unterschätzen.
          Aber du hast sicher recht, dass es in einer Metropole einfacher ist, als auf dem Land. Schließlich ist dort der verfügbare Pool wesentlich größer.

          • „1. Der die Ansprüche erfüllt. Je höher die Ansprüche, desto geringer die Anzahl der in Frage kommenden Männer.“

            Das ist ja dann eher ein subjektives Problem der evtl zu hohen Ansprüche.
            Wir sind uns einig, dass eine Frau objektiv wenig Probleme hat einen Mann nur für Sex zu finden mit den Anforderungen „Schönheitsmäßig in ihrer Liga oder leicht darüber und nicht vollkommen unterhalb ihres intellektuellen und sozialen Niveau“

            „2. Da müssen sie auch erst ausfiltern. Den Aufwand dafür sollte man nicht unterschätzen.“

            Dennoch eine sehr verwöhnte Lage. Ein Mann würde meist noch nicht einmal Sex mit einer Frau (abseits der Prostitution) hinbekommen, wenn er nicht filtert

      • Wie ist hierbei von Dir „ein gewisses Niveau“ gemeint?
        Sofern es über die rein sexuelle Attraktivität hinausgehen soll, wird es natürlich schon schwieriger, denn ein geistig anspruchsvolles Niveau, Bindungsfähigeit und -Willigkeit ist natürlich nur bedingt mit sexueller Attraktivität gekoppelt…

        • Dieses erforderliche Niveau legt jede Frau selbst fest. Welche Anforderungen unabdingbar sind, welche nur wünschenswert sind, aber auch was gar nicht in Frage kommt.
          Und klar – dieses Niveau kann sich auch im Laufe der Zeit ändern. Ein junges Mädchen hat andere Vorstellungen als eine erfahrende Frau. Und ggf. muss man Abstriche machen, wenn man niemanden findet, der die Kriterien ausreichend erfüllt.

      • Ich denke das ist nicht korrekt. Die Promiskuität ist zwischen den Geschlechtern schon irgendwie asymmetrisch. Eine nicht übergewichtige und nicht abstoßende Frau kann (fast) immer aus einem Pool von Bewerbern wählen, während ein Mann mit vergleichbaren Merkmalen immer um eine Frau werben muss. Sein Einsatz ist dann meist Einladunge zum Essen, Geschenke, Zeit und vieles mehr und trotzdem landet er meist im Orbit.

        Ich verstehe nicht ganz, was der Anspruch in diesem Kontext bedeuten soll? Wie definiert eine Frau/ein Mann Niveau, wenn er einfach nur Sex haben möchte? Dafür reichen doch eine gewisse Sympathie und die Geschlechtsorgane.
        Ich glaube, da geht mit Dir jetzt die Frau durch. Daran wird auch deutlich erkennbar, warum für Männer an Sex zu kommen, so sehr schwer ist. Sie müssen zunächst Ihr Niveau beweisen bzw. den Ansprüchen genügen.

        Umgekehrt ist es wohl meist so, dass eine Frau nicht übergewichtig und nicht abstoßend sein sollte und sie wird einen Sexpatner aus mehreren wählen können.

        • Die Asymetrie bestreitet (hier) ja niemand.

          Wenn du dich als Frau beispielsweise auf einem größeren Datingportal anmeldest, sieht das ungefähr so aus:
          Du hast am nächsten Tag vielleicht hundert Kontaktanfragen, und darfst die jetzt einzeln durchgehen. Etliche fallen schon deshalb weg, weil sie zu weit weg wohnen, um kurzfristig ein Treffen zu arrangieren.
          Die meisten haben offensichtlich dein Profil gar nicht gelesen, sondern einen Standardtext gepastet. Das wäre kein KO-Kriterium, würden sie wenigstens die ausführlich in deinem Profil aufgezählten wichtigsten Anforderungen erfüllen. Aber nein, weit davon entfernt.
          Einige suchen angeblich eine feste Beziehung, fallen also raus, wenn du nur casual Sex suchst.
          Wie auch immer – nach langwieriger Sichtung bleiben mit Glück vielleicht drei oder vier Zuschriften übrig, die passabel erscheinen. Erst dann kannst du versuchen, herauszufinden, ob genügend „Sympathie“ vorhanden ist. Ob die Geschlechtsorgane tatsächlich passen, merkst du frühestens, wenn es nach einigem hin und her tatsächlich ein persönliches Treffen treffen gibt.
          Alles sehr umständlich, zeitraubend und ineffizient, wenn man nur an unverbindlichem Sex interessiert ist. Und es ist überhaupt nicht sicher, dass überhaupt etwas dabei herausspringt. https://breakpt.wordpress.com/2015/02/09/neunhundertfuenf-20071685/

          • Da unterscheiden sich eben Frauen und Männer. Bei Männern wird praktisch in einem gewissen Bereich jede Frau angeschrieben und trotzdem erhalten sie kaum Antworten. Frau sucht sich zwei, drei für sie passable Typen heraus und bekommt von allen Antworten, die ihr dann nicht gefallen und daher im Ergebnis kommt es auch nicht zum Sex. Aber Frau hätte wenn sie wollte, Mann kann nicht obohl er will.

            Dabei gehst Du gar nicht darauf ein, wozu Niveau, wenn ich nur Sex will? Warum diese strenge Selektion?

          • Vielleicht hatte ich es missverständlich formuliert.
            Meine eigentliche Aussage war: „Wenn eine Frau wert auf ein gewisses Niveau [wie auch immer sie das selbst definiert] legt, dann ist es schwierig, einen annehmbaren Sexpartner zu finden.

            Die Vorlieben und Priorisierungen sind unterschiedlich, aber so völlig wahllos und beliebig dürften die wenigsten Frauen sein.
            Männer ebenfalls nicht.

          • „Wenn du dich als Frau beispielsweise auf einem größeren Datingportal anmeldest“

            Verstehe ich nicht. Wenn du das tust, dann willst du doch eigentlich Illusionen von Männern verwalten.

            Du könntest auch im Supermarkt zu einem Mann gehen, den du lecker findest, ihn ansprechen, ihn nach irgendwas fragen und schauen, ob ein erotischer Funke überspringt.
            Dann könntest du ihm nebenan einen Kaffee ausgeben. Da wird der aber glotzen – und bestimmt ja sagen. Beim Kaffee kitzelt es dann schon und er bekommt zum Kaffee ne Latte (unterirdisches Wortspiel). Dann erklärst du ihm dein Interesse an Casual Sex. Das wird er sicher verstehen und nachvollziehen können.
            Und dann probiert ihr es halt aus.

            Als Frau gehst du da kein Risiko ein, wegen sexueller Belästigung einzuwandern. Und du musst dich auf Parship auch nicht alle vier Sekunden in ein Fake-Profil verlieben…

          • Im Supermarkt habe ich noch niemals einen attraktiven Mann gesehen, geschweige denn einen „leckeren“. Zumindest ist mir da nie einer aufgefallen, aber ich bin da meist in Eile und auf meine Kaufentscheidungen fokussiert.
            Dagegen haben Elektronikmärkte oder Bücherläden höhere Erfolgsaussichten.
            Und überhaupt ist dieser ganze Smalltalk vorher so lästig, wenn man über Sex hinaus doch gar kein Interesse an dem Menschen hat.

          • „Und überhaupt ist dieser ganze Smalltalk vorher so lästig, wenn man über Sex hinaus doch gar kein Interesse an dem Menschen hat.“
            Klar. Aber mit ein paar Worten sollte man schon einen Konsens abklopfen. Ansonsten blieben nur noch der Darkroom oder ehrliche Sexarbeiter. Und hüte dich vor Männern in Bücherläden! Die wollen und brauchen Text.

  5. „Ist der promiske Mann ein Held?“

    Was ist denn ein Held? Ist das was Gutes?
    Ein Mann, der getrieben ist mit oft wechselnden Frauen im Bett zu landen und zu verkehren, ist ein armer Tropf, ein Opfer seiner Drüse.

    Ich kenne zwei Männer, die bei diesen Aktivitäten mehrfach abgezapft wurden. Die unterliegen inzwischen so heftigen Versorgungsansprüchen, dass sich eine Erwerbsarbeit definitiv nicht mehr lohnt, da eh nicht mehr als Hartz-Niveau übrigbleibt.

    Und von wem werden denn solche „Helden“ verehrt? Von den Kumpels? Eher nicht, die sind wohl nur angejuckt und lassen sich Respekt abnötigen, wenn er die Top-Braut einsackt, aber nicht, wenn er sich flächendeckend durchlutscht.

    Für Frauen sind Männer hingegen nur dann „Helden“, wenn sie von anderen Frauen angehimmelt werden. Aber das hat nichts mit Sex zu tun.

    Und was ist eigentlich eine Schlampe? Ist das etwa auch was Gutes?
    Eigentlich doch. Sie lässt Männer nicht nur balzen und Fruchtbarkeitstänze aufführen – sie lässt sie wirklich dann auch zeitnah zum Stich kommen. Sie ist sexuell erfahren und sicher oft auch ehrlich. Sie lässt sich nicht beliebig einen Braten in die Röhre schieben.

    Eigentlich sind doch die Schlampen die Helden. (gen. Maskulinum)

    • „Was ist denn ein Held? Ist das was Gutes?
      Ein Mann, der getrieben ist mit oft wechselnden Frauen im Bett zu landen und zu verkehren, ist ein armer Tropf, ein Opfer seiner Drüse.“
      Sind das nicht alle Helden? Im Prinzip ist der klassische Held vor allem der Diener der Anderen. Ein Altruist, der selbst nichts von seinen Taten hat (außer kurzfristige Anerkennung).
      Ein Held zu sein ist so ziemlich das negativste was ich mir vorstellen kann.

  6. Ich denke man muss hier genau unterscheiden, wer was über wen sagt (also Männer/Frauen über promiskuitive Männer/Frauen), da die Antwort mMn wahrscheinlich vom Geschlecht abhängt. Ein promiskuitiver Mann wird von Männern sicherlich beneidet oder bewundert, wohingegen er von Frauen wohl eher verachtet wird (seine Art ist sicherlich attraktiv, aber als Partner würde er ja ihren sexuellen Marktwert vermindern). Außerdem könnte auch das soziale Standing eine Rolle spielen. Ein promiskuitiver Alpha-Mann (sagen wir mal ein Player) wird von anderen Alphas bestimmt geachtet, wohingegen er von Betas sicherlich verachtet (weil er ja ein Sexist ist und Frauen nur benutzt) oder beneidet (weil sie selbst leer ausgehen) wird. Bei Frauen gibt es sicherlich ähnliche Dynamiken.

  7. Mann/Frau kann Spaß haben und die Klappe halten. Ist ne bewährte Methode.
    Und immer beachten: never fuck in the Company, oder alte Jäger Regel, wildere nie im eigenen Revier.
    Kann man machen, muss man aber nicht.

  8. Aus meiner Studienzeit an einer Pädagogischen Hochschule kenne ich das Thema. Der Überhang an weiblichen Lehrkräften hat sich auch dort abgezeichnet, ca. 70-75% Frauenanteil (nein, eher Mädchenanteil, Frauen sind eher selten, wenn man dem Begriff einen gewissen Reifezustand unterstellt). Für den Rest Männer ein Traumzustand, sollte man meinen. Aber nur, wenn man gewissen Klischées entsprach: sportlich, schlank, Geld spielte eine Rolle, Dynamik und Charme. Vorallem die Studenten im Bereich Sport waren da ganz vorne. Nerds hatten es schwerer. Geistige Leistungen zählten gar nicht.
    Es gabe einige geile Wichser und auch einige geile Schlampen. Die blieben auch unter sich. Ich hatte so dass Gefühl gleich und gleich gesellt sich gern.
    Ein Kollege ist mir besonders auf die Nerven gegangen. Der hat in der Tat mit seinen Eroberungen immer geprahlt. Und er hatte ein Freundin, was ihn nicht hinderte seine Schwanz tanzen zu lassen. Naja, hatte sein Freundin kennengelernt (auch Lehrerin) und dann verstanden, was da geht.
    Das Thema ist mir eigentlich zu komplex, weil es den Lebensbereich jedes Menschen individuell trifft. In meiner liberalen Einstellung darf jeder machen was er will, so lange ich damit nicht gestört oder belastet werde. Also ficken auf ganzer Linie für alle.

    Gesellschaftlich ist das Thema anders zu bewerten. Wobei das Bild „toller Hecht“ zu „Schlampe“ so heute nicht mehr stimmt. Durch die Selbstbestimmtheit der Frau (war das je anders?) wird heute vermittelt, dass Frau genau weiß was sie tut und auch mehr Möglichkeiten hat dies auszuleben. Für Männer ist das aufgrund des ständig präsenten Themas der Übergriffigkeit anders. Fälle wie Kachelmann, DSK, Horst Arnold, Wedel, Karl Dall uvm. haben das Bild der Männer mMn nachhaltig verändert. Die Anzeigebereitschaft ist gestiegen. Zahlen aus den USA, die Arne vor einiger Zeit postete, zeigen aus Studien, dass gerade junge Männer immer seltener sexuelle Erfahrungen mit Frauen sammeln. Aus bekannten Gründe, wie z.B. dem Fall Paul Nungesser.

    Ich will den Post nutzen und auf einen Beitrag bei der NZZ verlinken. Es geht um UvdL https://www.tagesanzeiger.ch/eine-frau-wie-aus-der-hochglanzbroschuere-809842608683
    Ich weiß nicht, wie lange er lesbar ist, deshalb: „Der Unmut wächst auch in der eigenen Parteienfamilie, bei den Konservativen im EU-Parlament. Dort machte Dennis Radtke, ein christdemokratischer EU-Abgeordneter, mit einem Brandbrief auf das Malaise aufmerksam. Er bescheinigte der Parteigenossin einen Politikstil, der durch markige und pathetische Überschriften nach aussen sowie durch fehlende Kommunikation und Misstrauen nach innen gekennzeichnet sei.“
    Toxisch feministische Regierung…

    • „Zahlen aus den USA, die Arne vor einiger Zeit postete, zeigen aus Studien, dass gerade junge Männer immer seltener sexuelle Erfahrungen mit Frauen sammeln. Aus bekannten Gründe, wie z.B. dem Fall Paul Nungesser.“
      Nicht, dass ich die Zahlen anzweifeln möchte aber ich habe den Eindruck, dass eine kleine Anzahl an Männern immer mehr Sex hat, während eine wachsende Anzahl immer weniger hat.
      Die Frage war leider nicht, mit wie vielen verschiedenen Partnern einer der erfolgreichen Männer Sex hat. Das wäre interessant gewesen, denn aus meinem eigenen Bekanntenkreis weiß ich, dass mehrere Männer so viele Partnerinnen hatten, dass selbst der Pickup Guru Mystery erbleicht wäre. Und, dass sind in der Mehrzahl aller Fälle keine reichen Supermodelle.

      • „… ich habe den Eindruck, dass eine kleine Anzahl an Männern immer mehr Sex hat, während eine wachsende Anzahl immer weniger hat.“

        Dein Eindruck wird durch die Wissenschaft bestätigt. Einige wenige Männer krass polygam – die meisten Männer mit wenig oder gar keinem Hetero-Sex. War ganz früher so – ist seit den 1990er Jahren wieder so.

        Einer der ersten, die darauf aufmerksam gemacht haben, war in den 1990er Jahren Michel Houellebecq.

    • Ich denke die Uni wird als Ort sexueller Freizügigkeit extrem überschätzt.

      Tatsache ist dass es für die meisten Normalo-Männer schwer ist einen ONS, oder häufig wechselnde Partnerinnen, zu bekommen. Für die meisten schüchternen Männer, Nerds etc., die sicher in der männlichen Uni-Bevölkerung noch überrepräsentiert sind, ist es fast unmöglich.

      Das Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern wenig oder gar keine Flirt- oder Datingkultur hat macht es nicht leichter.
      Meine Uni-Zeit war auf alle Fälle die einsamste Zeit im Hinblick auf das andere Geschlecht.

      • „Für die meisten schüchternen Männer, Nerds etc., die sicher in der männlichen Uni-Bevölkerung noch überrepräsentiert sind, ist es fast unmöglich.“

        Wie wahr, wie wahr. Ich habe niemals was mit einer Studentin gehabt, obwohl einige attraktive herumliefen und auch einige nicht gänzlich erfolglose Anbandelungsversuche stattfanden, die aber nie in eine körperliche oder Beziehungsphase mündeten.

        Die studierten natürlich auch fast alle was anderes, es gab da nicht ansatzweise ein Gesprächsthema.

        Wir hatten so fachfremde Sitzkurse, ich glaube, ich hatte da Sozialpsychologie oder sowas gewählt, weil mich das eigentlich interessierte.Das dort eingeschriebene Personal ist mir vollkommen fremd geblieben. Der Vorlesungssaal lag etwas außerhalb, man fuhr also mit Bus und Bahn dahin und konnte ins Gespräch kommen. Das einzige an was ich mich noch erinnere war eine Studentin, die mit irgendwelchen feministischen Empörungsfloskeln ankam und offenbar ein Streitgespräch beginnen wollte. Ich konnte darauf nichts antworten, da ich das Thema damals nicht ansatzweise durchdrungen hatte und es mir zum Kontakt anknüpfen auch nicht wirklich sinnvoll erschien.

        Wird wohl besser so gewesen sein auch die eigene Unbedarftheit kann einen offenbar manchmal vor Fehltentscheidungen bewahren 🙂

        • Andererseits sind die männlichen Labersäcke, die oft solche Fächer studieren, i.d.R. nicht mit mangelndem Selbstbewusstsein angekränkelt und schöpfen aus einem erheblichen Frauenüberschuß im eigenen Fach. Vermutlich sind die es, die das Bild über die Unis prägen, denn die landen dann ja nicht selten im Journalismus oder sowas…

  9. Die bloße Existenz einer solchen Diskussion zeigt, wie weit man sich schon von den wirklich sexuell freizügigen 70-er Jahren entfernt hat. Ich kann mich nicht erinnern, dass damals von „Schlampen“ oder „tollen Hechten“ die Rede war, wenn jemand häufig wechselnde Sexualpartner hatte, das war eher die Norm als die Ausnahme, und keinem, der unter 30 war, wäre eine moralisierende Bewertung in den Sinn gekommen. Das sind jedenfalls meine Erinnerungen an die damalige Zeit.

    • Netter Spruch von damals: „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“.

      Wobei das damals Teil der Jugendrevolte war, auf eine mondäne Schicht begrenzt und ohne Eigenwert einfach nur „das Gegenteil von dem machen wie es bei den Eltern lief“.

      Promiskuität haben die Frauen damals als erstes gestoppt. Danach haben sie die Emanzipation des Mannes abgewürgt und als Mann Pullover selber stricken können war für sie kein Pluspunkt mehr.

    • „Die bloße Existenz einer solchen Diskussion zeigt, wie weit man sich schon von den wirklich sexuell freizügigen 70-er Jahren entfernt hat.“
      Wahre Worte, die ich mit Karl Kraus Worte (Achtung Feministinnen, Schnappatmung!) begleiten möchte.

      „Viele Frauen möchten mit Männern träumen, ohne mit ihnen zu schlafen. Man mache sie auf das Unmögliche dieses Vorhabens nachdrücklich aufmerksam.“

      und

      „Weiber sind oft ein Hindernis für sexuelle Befriedigung, aber als solches erotisch verwertbar.“

    • das Blöde ist halt, wenn der Lümmel bei einem Mann halt einfach nicht stehen und sich da so gar keine erotische Stimmung einstellen will.
      Hach, wir Heteros sind schon arm dran, weil wir immens Aufwand treiben müssen, um mal nen „Seestern“ ins Bett zu bekommen …

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