„Ich bin anders“

Ergebnisse der Sondierungsgespräche #GroKo

Laut Spiegel haben sich die Spitzen der Parteien CDU/CSU und SPD auf bestimmte Punkte geeinigt und wollen wieder eine große Koalition.

Dies sind die Eckpunkte:

  • Union und SPD wollen im Fall einer neuen Regierung wechselnde Mehrheiten ausdrücklich ausschließen. „Im Bundestag und in allen von ihm beschickten Gremien stimmen die Koalitionsfraktionen einheitlich ab. Das gilt auch für Fragen, die nicht Gegenstand der vereinbarten Politik sind“, heißt es in dem vorläufigen Ergebnispapier der Sondierungen. Zur Mitte der Wahlperiode soll bei einer „Bestandsaufnahme“ des Koalitionsvertrags geklärt werden, ob wegen aktueller Entwicklungen neue Vorhaben vereinbart werden müssen.
  • Die Spitzen von Union und SPD wollen dafür sorgen, dass die Zuwanderung vonFlüchtlingen die Zahl von 180.000 bis 220.000 Menschen pro Jahr nicht überschreitet.
  • Der Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus wird angeblich sehr eng begrenzt. Er soll zunächst weiter ausgesetzt bleiben, bis eine Neuregelung gefunden ist, und dann auf 1000 Menschen pro Monat begrenzt werden.
  • Asylverfahren sollen künftig in zentralen Aufnahme-, Entscheidungs- und Rückführungseinrichtungen durchgeführt werden. In ihnen soll für die Migranten Residenzpflicht herrschen, und es sollen lediglich Sach- statt Geldleistungen gewährt werden.
  • Steuererhöhungen sind nicht geplant. Anders als von der SPD ursprünglich gefordert solle auch der Spitzensteuersatz nicht erhöht werden, hieß es. Die SPD hatte eine Anhebung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 45 Prozent verlangt.
  • Die gesetzliche Krankenversicherung soll wieder zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert werden. Die von den Beschäftigten allein zu zahlenden Zusatzbeiträge sollen abgeschafft werden. Von Kritikern etwa aus der Wirtschaft war angeführt worden, dass die Wiederherstellung der vollen paritätischen Finanzierung für die Arbeitgeber zu Mehrbelastungen von rund fünf Milliarden Euro führe, was zu einer Gefahr für Beschäftigung und Wachstum werde.
  • Die Spitzen von Union und SPD haben sich auch auf eine schrittweise Senkung des Solidaritätszuschlags um 10 Milliarden Euro bis zum Jahr 2021 verständigt.
  • Der Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat in der Landwirtschaft soll drastisch reduziert werden. Ziel sei es, die Verwendung von Glyphosat grundsätzlich zu beenden. Glyphosat wird für das Insektensterben und den Rückgang der Artenvielfalt in der Natur verantwortlich gemacht. Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation ist die Chemikalie wahrscheinlich auch krebserregend.
  • Die Schulen in Deutschland sollen mit einer Investitionsoffensive gestärkt werden. Mit einem nationalen Bildungsrat sollen die Bildungschancen im gemeinsamen Schulterschluss von Bund und Ländern verbessert werden.
  • Bei der Rente soll das Niveau demnach bis 2025 auf 48 Prozent festgeschrieben werden.
  • Mehr Geld für die EU. Die Spitzen von Union und SPD haben sich auf eine deutliche Stärkung der Europäischen Union verständigt. Dazu soll auch mehr Geld aus Deutschland nach Brüssel fließen. „Wir wollen die EU finanziell stärken, damit sie ihre Aufgaben besser wahrnehmen kann: Dafür werden wir bei der Erstellung des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens Sorge tragen“, heißt es in dem Papier.
  • Bis Ende des Jahres soll ein Zeitplan für den Kohleausstieg festgelegt werden. Ein entsprechende Kommission solle dies vorbereiten und damit sicherstellen. Ebenso solle im Bau- und im Verkehrssektor vorgegangen werden. Die Lücke zum Klimaziel für 2020 solle soweit wie möglich geschlossen werden. Damit räumen die Verhandler indirekt ein, dass eine Reduzierung der Klimagase um 40 Prozent bis dahin nicht mehr zu erreichen ist.
  • Mit einer Milliarde Euro zusätzlich sollen 150.000 Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Wegen der insgesamt günstigen Beschäftigungslage sehen die Parteichefs offenbar Spielraum bei der Arbeitslosenversicherung: Deren Beiträge sollen um 0,3 Prozentpunkte sinken. Bei Unternehmen mit mehr als 45 Mitarbeitern soll ein Recht auf befristete Teilzeit eingeführt werden.
  • Das Kindergeld soll in zwei Schritten um 25 Euro pro Monat steigen – und zwar 10 Euro mehr ab 1. Juli 2019 und 15 Euro mehr ab Anfang 2021.
  • Frauenförderung: Im Öffentlichen Dienst wird für mehr Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau eine Quote eingeführt. Bis 2025 sollen alle Leitungsposten zu gleichen Teilen mit Männern und Frauen besetzt sei

Das gesamte Papier zu den Sondierungsgesprächen gibt es hier

Das wäre das vorläufige Sondierungspapier, es muss wohl noch einmal von den Spitzen der Parteien abgesegnet werden und bei der SPD auch noch durch einen Beschluss eines Parteitages, wenn ich es richtig verstanden habe.

Was sagt ihr dazu?

 

ERGÄNZUNG:

Ich füge mal diesen Text aus dem Papier direkt ein:

Familie, Frauen und Kinder
I. Familien
Familien halten unsere Gesellschaft zusammen. Sie zu stärken und zu entlasten ist unser Ziel. Wir werden alle Familien finanziell entlasten, die Kinderbetreuung verbessern und mehr Zeit für Familie ermöglichen. Die Rechte der Kinder werden gestärkt.
CDU/CSU und SPD sind sich in den folgenden Punkten einig:
Das Kindergeld als bewährte und wirksame familienpolitische Leistung werden wir in dieser Legislaturperiode pro Kind um 25 Euro pro Monat erhöhen – in zwei Teilschritten (zum 01.07.2019 um zehn Euro, zum 01.01.2021 um weitere 15 Euro). Gleichzeitig steigt der steuerliche Kinderfreibetrag entsprechend.
Wir werden ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Kinderarmut schnüren: Dazu wollen wir zur Entlastung einkommensschwacher Familien den Kinderzuschlag erhöhen. Gemeinsam mit dem Kindergeld soll der Mindestbedarf des sächlichen Existenzminimums (derzeit 399 €) gedeckt werden. Wir werden die harte Abbruchkante abschaffen und sorgen so dafür, dass die Leistung bei steigendem Einkommen langsam ausläuft. Damit wollen wir die Leistungsbereitschaft fördern und Anreize zur Aufnahme und Steigerung von Erwerbsarbeit der Eltern setzen. Wir wollen die Beantragung dieser Leistung für Familien entbürokratisieren und die Antragstellung dort, wo es möglich ist, mit Anträgen auf weitere Leistungen zusammenführen. Auch die Bedarfe für Bildung und Teilhabe werden wir verbessern, unter anderem sollen hierzu das Schulstarterpaket erhöht und die Eigenanteile zur gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung in Kitas und Schulen und für Schülerbeförderung entfallen.
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Wir wollen die bestmögliche Betreuung für unsere Kinder und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dazu unterstützen wir Länder und Kommunen weiterhin beim Ausbau des Angebots und bei der Steigerung der Qualität von Kinderbetreuungseinrichtungen und dem Angebot an Kindertagespflege sowie zusätzlich bei der Entlastung von Eltern bei den Gebühren bis hin zur Gebührenfreiheit. Dafür werden wir jährlich laufende Mittel zur Verfügung stellen. Hierbei wollen wir sowohl die Vielfalt der Betreuungsangebote beibehalten als auch die Länderkompetenzen wahren.
Die Beschlüsse der Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK) werden wir hierzu entsprechend umsetzen.
Wir werden einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter schaffen. Dabei werden wir auf Flexibilität achten, bedarfsgerecht vorgehen und die Vielfalt der in den Ländern und Kommunen bestehenden Betreuungsmöglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe und die schulischen Angebote berücksichtigen. Für die Ausgestaltung wollen wir das SGB VIII nutzen.

II. Kinder stärken – Kinderrechte ins Grundgesetz
Wir werden Kinderrechte im Grundgesetz ausdrücklich verankern.

III. Mehr Gleichberechtigung von Frauen und Männern
Mit dem Gesetz für mehr Frauen in Führungspositionen haben wir in der vergangenen Legislaturperiode einen Meilenstein gesetzt. Diesen Weg werden wir weitergehen und bei der regelmäßigen Berichterstattung der Bundesregierung ein besonderes Augenmerk auf Unternehmen ohne Frauen in Führungspositionen legen, die sich eine Zielgröße „Null“ geben. Wir wollen die Wirksamkeit des Gesetzes verbessern, indem wir die Nichteinhaltung der Meldepflicht für Zielvorgaben für Vorstände und Führungsebenen und die Begründungspflicht bei der Angabe Zielvorgabe „Null“ sanktionieren entsprechend den Bestimmungen des §335 HGB.
Dem öffentlichen Dienst kommt für die Gleichstellung von Frauen und Männern eine Vorbildfunktion zu. Wir wollen daher die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Leitungsfunktionen des öffentlichen Dienstes bis 2025 erreicht haben.

Dazu werden wir dieses Ziel für den Geltungsbereich des Bundesgleichstellungsgesetzes festschreiben. Wir wollen prüfen, wie eine Erweiterung des Geltungsbereichs des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst auf Unternehmen mit wesentlicher Bundesbeteiligung umgesetzt werden kann.
Strukturelle Ungleichgewichte von Frauen am Arbeitsmarkt, die zur Entgeltlücke wesentlich beitragen, wollen wir gezielt abbauen. Dazu werden wir unter anderem finanzielle Ausbildungshürden bei Sozial- und Pflegeberufen abbauen und streben Ausbildungsvergütungen an.

Beschäftigte in Unternehmen ab 200 Beschäftigten können seit dem 6. Januar 2018 erstmals einen individuellen Auskunftsanspruch geltend machen und Auskunft über die Entgeltstrukturen im Unternehmen verlangen. Für Betroffene werden wir bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gezielte Beratungs- und Unterstützungsangebote schaffen. Im Juli 2019 ist eine erste Evaluation zur Wirksamkeit des Gesetzes durch die Bundesregierung vorzulegen. Dabei werden wir ein besonderes Augenmerk auf die Erfüllung der entsprechenden Berichtspflichten und Auskunftsansprüche legen. Auf der Grundlage der ersten Erfahrungen ist über weitere erforderliche Schritte zu entscheiden.
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IV. Bekämpfung von Gewalt gegenüber Frauen und Kindern
Wir werden ein Aktionsprogramm zur Prävention und Unterstützung von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern auflegen und die Hilfestrukturen verbessern. Um von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern den gesicherten Zugang zu Schutz und Beratung in Frauenhäusern zu ermöglichen, werden wir einen Runden Tisch von Bund, Ländern und Kommunen einberufen. Ziel der Beratungen ist der bedarfsgerechte Ausbau und die adäquate finanzielle Absicherung der Arbeit von Frauenhäusern und entsprechenden ambulanten Hilfs- und Betreuungsmaßnahmen. Wir sind in diesem Zusammenhang bereit, ein Investitions- und Sanierungsprogramm aufzulegen, Weiterqualifizierungsmaßnahmen und Schulungen für Mitarbeit/innen und spezifische psychosoziale Hilfen für traumatisierte Kinder und Frauen. Um für die betroffenen Frauen den Zugang zu ermöglichen und ihnen bei der Tragung der Unterbringungskosten zu helfen, werden wir prüfen, ob und wie weit im Rahmen des Unterhaltsvorschussgesetzes eine vorläufige Übernahme der Kosten bei gleichzeitigem Übergang der Unterhaltsforderung auf den Kostenträger verankert werden kann.
Wir werden das bundesweite Hilfetelefon für von Gewalt betroffene Frauen ausbauen, besser bewerben und durch adäquate Online-Beratungsangebote ergänzen. Die anonymisierte Beweissicherung bei Gewalt- und Missbrauchsfällen werden wir in ganz Deutschland ermöglichen.

Der Gender Pay Gap in Europa – Italien als Vorbild ?

Ein Gastartikel von Von PaaQuest

Das Statistische Bundesamt hat auf seinem Twitter – Account (@destatis) in einem Tweet darauf hingewiesen, dass der sogenannte (unbereinigte) „Gender Pay Gap“ in Deutschland im europäischen Vergleich besonders hoch ist:

 

Zudem fällt auf, dass z.B. Italien einen recht geringen „Gender Pay Gap“ aufweist. Bei Eurostat liest man: „The gender pay gap is also a key indicator in the framework of the Strategic engagement for gender equality 2016-2019 of the European Commission.” (Link).

Wenn also der „Gender Pay Gap“ ein guter Schlüsselindikator wäre, müsste man sich dann nicht Italien zum Vorbild nehmen?

Aber was ist nun die Ursachen dafür, dass Italien einen so geringen „Gender Pay Gap“ hat? Dazu schreibt das GenderKompetenzZentrums (Drittmittelprojekt am Lehrstuhl von Prof. Dr. Baer, LL.M. an der Humboldt-Universität zu Berlin 2003 bis 2010) folgendes:

„Schaut man sich die Statistik an, ist das Ziel der Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern in Italien in greifbarer Nähe. […] Doch der Schein trügt: angesichts der niedrigen Frauenerwerbstätigkeit sind die Frauen, die auf dem Arbeitsmarkt in Erscheinung treten, in der Regel nicht unqualifiziert oder gering qualifiziert, sondern überwiegend gut bzw. hochqualifiziert mit entsprechend hohem Einkommen. Diese Gruppe von Frauen wird in den statistischen Berechnungen mit der Gruppe der Männer, die alle Qualifikationsniveaus und Einkommensstufen enthält, verglichen. Der niedrige Gender Pay Gap ist somit eine statistische Verzerrung durch eine selektive Stichprobenauswahl, bei der bestimmte Gruppen, nämlich die der gering- und unqualifizierten Frauen, in der Stichprobe unterrepräsentiert sind“ (Quelle:) (Hervorhebungen meinerseits)

 

Der „Gender Pay Gap“ neigt also zu statistischen Verzerrungen, hier verursacht durch eine niedrige Frauenerwerbstätigkeitsquote. Und in der Tat, stellt man fest, dass der „Gender Pay Gap“ mit der Frauenerwerbstätigkeitsquote korreliert:

Gender Pay Gap und Frauenerwerbstätigkeitsquote

Gender Pay Gap und Frauenerwerbstätigkeitsquote

Wenn also in Italien sich die Frauenerwerbstätigkeitsquote erhöht, kann man zum einen von einer guten Entwicklung zu mehr Gleichberechtigung sprechen. Da aber gleichzeitig tendenziell der „Gender Pay Gap“ steigt auch von einer schlechten Entwicklung zu weniger Gleichberechtigung. Kann man angesichts dessen beim „Gender Pay Gap“ wirklich von einem Schlüsselindikator für „gender equality“ sprechen?

Wenn der „Gender Pay Gap“ ein guter Indikator für „Gender equality“ wäre, sollte dieser zumindest positiv mit anderen Indikatoren die „Gender equality“ messen korrelieren. Ein recht bekannter Index ist hier der „Gender Gap Index“ des World Economic Forums. Man stellt jedoch fest, dass dies nicht der Fall ist. Man stellt keine Korrelation fest:

Gender Pay Gap vs. Gender Gap Index

Gender Pay Gap vs. Gender Gap Index

Generell sollte man versuchen Indizes zu finden bzw. entwickeln, die messen, wie gut die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen in einem Land realisiert ist („equality of opportunity“). Leider messen jedoch viele Indizes nur, ob die Resultate bzw. Ergebnisse zwischen Männern und Frauen gleich sind („equality of outcome“). Die unterschiedlichen Ergebnisse können aber auch ein Resultat unterschiedlicher Interessen und unterschiedlicher Arbeitszeitwünsche  zwischen Männern und Frauen sein

Zu dem Thema kann ich auch folgenden Clip von Jonathan Haidt empfehlen:

Faire (kontrollierte) Vergleiche zwischen Ländern können sicherlich Hinweise geben, welche Konzepte/Maßnahmen helfen können eine Verbesserung im Sinne von „equality of opportunity“ herzustellen. So haben Länder wie Österreich, Deutschland, Finnland, Niederlande, Schweden und Dänemark eine ähnliche Frauenerwerbstätigkeitsquote und sind sich auch sonst wirtschaftlich zumindest (recht) ähnlich. Jedoch ist die formale Kinderbetreuungsquote (für Kinder unter drei Jahren) in diesen Ländern recht unterschiedlich. Von lediglich 16 % in Österreich bis zu 70 % in Dänemark. Gleichzeitig erkennt man, dass der „Gender Pay Gap“ mit zunehmender formalen Kinderbetreuung abnimmt. Dies ist in folgender Abbildung zu erkennen:

Gender Pay Gap vs Frauenerwerbstätigkeitsquote

Gender Pay Gap vs Frauenerwerbstätigkeitsquote

Länder mit hoher formaler Kinderbetreuungsquote liegen tendenziell unter der blauen Regressionsgeraden (insbesondere bei hohen Frauenerwerbstätigkeitsquoten) und Länder mit geringer formaler Kinderbetreuungsquote ehr oberhalb der Geraden. In erster Näherung kann man zumindest vermuten, dass eine höhere formale Kinderbetreuung den „Gender Pay Gap“ senken lässt. Aber auch der Effekt ist limitiert, wie man an Dänemark erkennen kann. Die Begründung für das Angebot einer formalen Kinderbetreuung sollte jedoch nicht darin liegen, dass es den „Gender Pay Gap“ senken könnte, sondern dass es generell Menschen mit Kindern mehr Wahlfreiheit ermöglicht.

Wie schon oben erwähnt, sollte man generell dazu übergehen bessere Indizes zu verwenden. Also solche, die die Chancengleichheit („equality of opportunity“) von Frauen und Männern in den einzelnen Ländern misst. Aber zumindest sollten nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden. Der (unbereinigte) „Gender Pay Gap“ ist hier sicherlich kein guter Index.

PS.: Mich würde mal interessieren wie in den italienischen Medien mit dem „Gender Pay Gap“ umgegangen wird bzw. ob er dort eine große Rolle spielt? Vielleicht verfolgt der ein oder andere ja die italienischen Medien.

Gipfel Trugschluss (Apex Fallacy)

(siehe auch: Apex Fallacy)

Steven Pinker, Alt-right und die „rote Pille“

 

Französische Prominente wie Catherine Deneuve wenden sich mit einem Text gegen #MeToo

In Frankreich wurde ein Brief einiger Schauspielerinnen und anderer Prominenter veröffentlicht, der sich gegen #Metoo positioniert

Ich habe ihn unter dem obigen Link nur in Französisch im Volltext gefunden, der Übersetzter hat daraus folgendes gemacht:

Vergewaltigung ist ein Verbrechen. Aber das hartnäckige oder ungeschickte Flirten ist kein Verbrechen, noch ist Galanterie eine Machismo-Aggression.
Als Folge des Weinstein-Falles hat es ein legitimes Bewusstsein für sexuelle Gewalt gegen Frauen gegeben, insbesondere am Arbeitsplatz, wo einige Männer ihre Macht missbrauchen. Es war notwendig. Aber diese Befreiung der Rede kehrt nun zu ihrem Gegenteil zurück: Wir werden angewiesen, ordentlich zu sprechen, zu schweigen, was wütend ist, und diejenigen, die sich weigern, solchen Verfügungen zu gehorchen, werden als verräterische Komplizen angesehen!
Nun ist es typisch für den Puritanismus, sich im Namen eines vermeintlichen Allgemeinwohls Argumente für den Schutz der Frauen und ihre Emanzipation zu leihen, um sie besser mit dem Status ewiger Opfer, armer Kleinigkeiten unter dem Einfluss dämonischer Phallokraten, wie in den guten alten Zeiten der Hexerei, zu verbinden.

Beratungen und Anklagen

Tatsächlich hat #metoo in der Presse und in sozialen Netzwerken zu einer Kampagne öffentlicher Denunziationen und Anklagen von Einzelpersonen geführt, die, ohne die Möglichkeit zu haben, zu reagieren oder sich zu verteidigen, genau auf die gleiche Stufe gestellt wurden wie sexuelle Missbraucher. Diese schnelle Gerechtigkeit hat bereits ihre Opfer, Männer, die in Ausübung ihres Berufes bestraft wurden, zum Rücktritt gezwungen wurden, usw., während sie sich irrten, nur ein Knie berührt zu haben, einen Kuss zu stehlen versuchten, bei einem professionellen Abendessen über „intime“ Dinge zu sprechen oder einer Frau, deren Anziehungskraft nicht gegenseitig war, Botschaften mit sexuellen Konnotationen zu senden.
Dieses Fieber, die „Schweine“ in den Schlachthof zu schicken, ist weit davon entfernt, den Frauen zu helfen, sich selbst zu stärken, und dient tatsächlich den Interessen der Feinde der sexuellen Freiheit, der religiösen Extremisten, der schlimmsten Reaktionäre und derjenigen, die im Namen einer substanziellen Vorstellung von Gut und Sittlichkeit glauben…..

Umgekehrt sind die Menschen aufgerufen, ihre Farben zu zeigen und in den Tiefen ihres retrospektiven Bewusstseins ein „Fehlverhalten“ zu finden, das sie vor zehn, zwanzig oder dreißig Jahren gehabt haben könnten und von dem sie bereuen sollten. Das öffentliche Bekenntnis, das Eindringen selbsternannter Staatsanwälte in die Privatsphäre, ist das, was sich wie ein Klima totalitärer Gesellschaft einstellt.

Die Reinigungswelle scheint keine Grenzen zu kennen. Hier wird ein Akt von Egon Schiele auf einem Plakat zensiert; hier fordert man die Entfernung eines Balthus-Gemäldes aus einem Museum mit der Begründung, es sei eine Entschuldigung für Pädophilie; In der Verwirrung von Mensch und Werk fordern wir ein Verbot der Roman Polanski-Retrospektive in der Cinémathèque und eine Verschiebung derjenigen, die Jean-Claude Brisseau gewidmet ist. Ein Akademiker beurteilt Michelangelo Antonionis Film Blow-Up als „frauenfeindlich“ und „inakzeptabel“. Angesichts dieses Revisionismus führen John Ford (La Prisonnière du désert) und sogar Nicolas Poussin (The Sabine Kidnapping) nicht viele an.

Schon jetzt fordern einige Verlage einige von uns auf, unsere männlichen Charaktere weniger „sexistisch“ zu machen, mit weniger Exzessen über Sexualität und Liebe zu sprechen oder die „Traumata weiblicher Charaktere“ offensichtlicher zu machen! Am Rande des Spottes will ein Gesetzentwurf in Schweden jedem Kandidaten eine ausdrückliche Zustimmung zum Geschlechtsverkehr aufzwingen! Noch einmal, eine Anstrengung und zwei Erwachsene, die miteinander Sex haben wollen, müssen vorher ein Dokument ankreuzen, indem sie eine „App“ auf ihrem Telefon benutzen, in der die Praktiken, die sie akzeptieren und die sie ablehnen, gebührend aufgelistet werden.

Unverzichtbarer Freiraum für Beleidigungen

Der Philosoph Ruwen Ogien verteidigte die Freiheit, das Wesentliche des künstlerischen Schaffens zu verletzen. Ebenso verteidigen wir eine Freiheit zum Ärgernis, die für die sexuelle Freiheit unerlässlich ist. Wir sind jetzt ausreichend informiert, um zuzugeben, dass der Sexualtrieb von Natur aus beleidigend und brutal ist, aber wir sind auch weitsichtig genug, um ungeschicktes Flirten nicht mit sexueller Aggression zu verwechseln.

Wir sind uns vor allem bewusst, dass der Mensch kein Monolith ist: Eine Frau kann am selben Tag ein professionelles Team leiten und es genießen, das sexuelle Objekt eines Mannes zu sein, ohne eine „Schlampe“ oder ein abscheulicher Komplize des Patriarchats zu sein. Sie kann sicherstellen, dass ihr Lohn dem eines Mannes entspricht, aber nicht für immer traumatisiert wird, wenn sich jemand an ihr in der U-Bahn reibt, selbst wenn es als Verbrechen betrachtet wird. Sie kann es sogar als Ausdruck extremen sexuellen Elends oder gar als Nicht-Ereignis betrachten.

Als Frauen erkennen wir uns in diesem Feminismus nicht wieder.

Als Frauen erkennen wir uns selbst nicht in diesem Feminismus wieder, der über die Verurteilung von Machtmissbrauch hinaus das Gesicht eines Hasses auf Männer und Sexualität annimmt. Wir sind der Meinung, dass die Freiheit, Nein zu einem sexuellen Vorschlag zu sagen, nicht ohne die Freiheit ist, sich zu ärgern. Und wir sind der Meinung, dass wir in der Lage sein müssen, auf diese Freiheit zu reagieren, indem wir uns eher über andere ärgern, als uns in der Rolle der Beute zu verschließen.

Für diejenigen von uns, die sich entschieden haben, Kinder zu bekommen, halten wir es für sinnvoller, unsere Töchter so zu erziehen, dass sie informiert und bewusst genug sind, um das Leben in vollen Zügen zu leben, ohne eingeschüchtert zu werden oder sich schuldig zu fühlen.

Unfälle, die sich auf den Körper einer Frau auswirken können, beeinträchtigen nicht unbedingt ihre Würde und sollten sie nicht, so hart sie auch sein mögen, zwangsläufig zu einem ewigen Opfer machen. Weil wir nicht auf unseren Körper reduzierbar sind. Unsere innere Freiheit ist unantastbar. Und diese Freiheit, die wir schätzen, ist nicht ohne Risiken und Verantwortlichkeiten.

Die Herausgeber dieses Textes sind Sarah Chiche (Schriftstellerin, klinische Psychologin und Psychoanalytikerin), Catherine Millet (Kunstkritikerin, Schriftstellerin), Catherine Robbe-Grillet (Schauspielerin und Schriftstellerin), Peggy Sastre (Autorin, Journalistin und Übersetzerin), Abnousse Shalmani (Schriftstellerin und Journalistin).
Halten Sie sich auch an dieses Podium: Kathy Alliou (Kuratorin), Marie-Laure Bernadac (ehrenamtliche Generalkuratorin), Stéphanie Blake (Kinderbuchautorin), Ingrid Caven (Schauspielerin und Sängerin), Catherine Deneuve (Schauspielerin), Gloria Friedmann (Künstlerin), Cécile Guilbert (Schriftstellerin), Brigitte Jaques-Wajeman (Regisseurin), Claudine Junien (Genetikerin)

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

Finde ich einen interessanten Text (wenn ich ihn richtig verstehe, des französisch kundige werden gebeten Fehler der Übersetzung mitzuteilen). Er appelliert daran, dass man dem anderen auch zugesteht, dass er sich irren kann und wendet sich gegen die „Absolute Heiligkeit der weiblichen Sexualität“ die jeden Übergriff als schwerstes Verbrechen behandelt, wenn andere es vielleicht selbst nur als Kleinigkeit sehen. Er wendet sich auch gegen eine Verhältnismäßigkeit der Mittel, bei der ein kleiner Vorfall eben nicht gleich dazu führen muss, dass derjenige zum Aussätzigen wird. Sie wenden sich gegen einen Puritanismus, der jeden Griff ans Knie mit einer Vergewaltigung gleichsetzen möchte und unentschuldbar erscheinen lässt und wollen eine gewisse Lockerheit, in der man sich über das Verhalten anderer ärgert, aber kein Recht hat, ein Leben zu führen, in dem man sich über niemanden mehr ärgern muss.

Es ist damit ein krasses Gegenstück zum feministischen Ansatz, der mit Mikroaggressionen das Feld eher erweitern möchte.

Was sagt ihr?

Selbermach Mittwoch 146 (10.01.2018)

Und? Wird es zur großen Koalition kommen?

Oder was euch eben sonst so bewegt.

SJW’s and Logic

Gestern Abend war ich aus. Ich habe über Tinder ein Mädel kennen gelernt und war mit ihr und einigen ihrer Freundinnen in einer Bar. Eine ihrer Freundinnen sprach über den „Sänger“ Ginuwine und wie Transphob er doch sei, weil er India Willoughby (Transfrau) nicht küssen wollte.

Also musste ich mich entscheiden. Die Chance auf Sex mit meinem Date aufrechterhalten, oder eine SJW triggern. Natürlich entschied ich mich für letzteres.

Ich: Transmenschen nicht küssen, oder Sex mit ihnen zu wollen, ist Transphob?

 

Sie: Ja ist es. (INSERT EXPLANATION HERE)

 

Ich: So ein dreckiges Schwein. Tatsächlich ist es nämlich so, dass ich mich als non-Binary Trans identifiziere.

 

Sie: Wow. Wie mutig das du dies hier so frei zum Ausdruck bringst.

 

Ich: Ja. Ausserdem hätte ich gerne Sex mit dir. Denk dran, sagst du Nein, bist du Transphob.

 

Nach kurzer stille drehte sie sich einfach um und ging. Aber ich schwöre euch, ich konnte aus ihrem Kopf den Windows Shut Down Ton hören.

😂😂😂😂

James Damore verklagt Google wegen Diskriminierung als weißer Mann mit nichtlinker Einstellung

James Damore war – wie Lesern dieses Blogs sicherlich bekannt ist – Angestellter bei Google, der in einer internen Diskussionsgruppe ein „Memo“ eingestellt hat, welches in Einklang mit der biologischen Forschung darstellte, dass Männer und Frauen unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen im Schnitt haben und daher nicht zu erwarten ist, dass sie in gleicher Weise von bestimmten Jobs angesprochen werden.

Das Memo kann man hier nachlesen.

Google reagierte, nachdem das Memo nach außen geleakt worden war, damit, dass sie ihm gekündigt haben.

Damore hat nun gegen Google zusammen mit einem weiteren Kläger einen „Class action“-Prozess angestrengt, also einen Prozess, in den sich weitere Kläger einschalten können, weil nach seiner Ansicht bei Google nach Hautfarbe, Geschlecht und politischer Einstellung diskriminiert wird.

Der Prozess hat das Potential zu einem Jahrhundertprozess, weil verschiedene Theorien und ihre Anerkennung oder Ablehnung in der Rechtsprechung dort zum Gegenstand des Verfahrens werden könnten:

  • Die Theorie, dass es eine binäre Einteilung ind privilegierte und diskriminierte Gruppen  bzw Gruppenkategorien gibt und entsprechend der intersektionalen Theorien Männer, Weiße, Heterosexuelle etc privilegiert sind und deswegen niemals diskriminiert sein können.
  • Geschlechterunteschiede und ihre biologische Begründung
  • inwieweit darf ein Unternehmen gegenüber politischen Anschauungen diskriminieren /findet das seine Grenze darin, dass diese Auffassungen zutreffend sind?

Natürlich kann es auch sein, dass viele der dortigen Fragen nicht zur Sprache kommen oder der Fall auf andere Weise abgewickelt wird, gerade weil es politische Fragen sind wird auch ein Gericht eine gewisse Befangenheit haben. Interessant wäre, ob eine Jury dort entscheidet oder nicht.

Die Antragsschrift kann man hier im Volltext lesen.

Da sind auf jeden Fall sehr interessante Angaben dabei (Übersetzung bitte mit Vorsicht genießen, es gilt im Zweifel natürlich der Originaltext):

CASE SUMMARY
2. Die Kläger bringen diese Einzel- und Sammelklage in ihrem eigenen Namen und im Namen einer Klasse und Unterklassen ein, die als alle Mitarbeiter von Google diskriminiert werden.

(i) aufgrund ihrer wahrgenommenen konservativen politischen Ansichten durch Google in Kalifornien zu jeder Zeit während des Zeitraums, der vier Jahre vor der Einreichung dieser Beschwerde beginnt, bis zum Tag des Gerichtsverfahrens in dieser Klage („Political Class Period“);

(ii) aufgrund ihres männlichen Geschlechts durch Google in Kalifornien zu jeder Zeit während des Zeitraum, beginnend ein Jahr vor Einreichung dieser Beschwerde bis zum Verhandlungstermin in dieser Klage („Gender Class Period“); und/oder

(iii) wegen ihrer kaukasischen Rasse durch Google in Kalifornien an irgendeiner Stelle
Zeitraum, der ein Jahr vor der Einreichung dieser Beschwerde beginnt, bis zum Tag der Verhandlung in dieser Klage („Race Class Period“) (Political Class Period, Gender Class Period und Race Class Period, zusammenfassend als „Class Periods“ bezeichnet). Diese Verstöße führen auch dazu, dass Google Ansprüche wegen Verletzung des kalifornischen Business and Professions Code Section 17200 ff. geltend macht.

3. Während der gesamten Zeit und unter Verstoß gegen das kalifornische Recht wurden/werden Google-Mitarbeiter, die Ansichten geäußert haben, die von der Mehrheitsmeinung bei Google zu politischen Themen abweichen, die am Arbeitsplatz aufgeworfen wurden und für die Beschäftigungspolitik von Google und sein Geschäft von Bedeutung sind, wie z.B. die Einstellungspolitik „Diversity“, „Bias Sensitivität“ oder „Soziale Gerechtigkeit“, von Google herausgegriffen, misshandelt und systematisch bestraft und gekündigt, was eine Verletzung ihrer gesetzlichen Rechte darstellt.

4. Googles offene Feindseligkeit gegenüber konservativem Denken wird gepaart mit unpassender Diskriminierung aufgrund von Rasse und Geschlecht, die gesetzlich verboten ist. Das Management von Google entfaltet außerordentliche Bemühungen, ihre Manager dahingehend zu beeinflussen, dass diese bei Einstellungen eigentlich als Kriterium nicht zulässige Punkte wie wie Rasse und/oder Geschlecht als bestimmende Einstellungsfaktoren berücksichtigen, zum Nachteil der kaukasischen und männlichen Mitarbeiter und potenziellen Mitarbeiter bei Google.

5. Damore, Gudeman und andere Mitglieder der klagenden Klasse wurden geächtet, verächtlich gemacht und bestraft für ihre heterodoxen politischen Ansichten und für die zusätzliche Sünde ihrer Geburtsumstände, Kaukasier und/oder Männer zu sein. Dies ist die Essenz der Diskriminierung – Google bildete Meinungen über die Kläger und behandelte sie dann nicht aufgrund ihrer individuellen Verdienste, sondern aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu Gruppen mit angenommenen Merkmalen.

6. Google-Mitarbeiter und -Führungskräfte zogen es stark vor, dieselben orthodoxen Meinungen wiederholt zu hören, was zu einer ideologischen Echokammer, einer geschützten, verzerrten Blase des Gruppendenkens, führte. Als die Kläger die illegalen Beschäftigungspraktiken von Google in Frage stellten, wurden sie offen bedroht und von Google schikaniert und mit Vergeltungsmaßnahmen belegt. Google schuf ein Umfeld zum Schutz von Mitarbeitern, die Personen belästigten, die sich gegen die Ansicht von Google oder den „Googley-Weg“, wie er intern manchmal genannt wird, aussprachen. Google-Mitarbeiter wussten, dass sie die Kläger ungestraft belästigen konnten, wenn man den Tonfall der Manager bedenkt – und das taten sie auch.

7. Google setzt illegale Einstellungsquoten ein, um die erwünschten Prozentsätze von Frauen und bevorzugten Kandidaten für Minderheiten zu erfüllen, und beschämt Manager von Geschäftseinheiten, die ihre Quoten nicht einhalten, offen, indem sie männliche und kaukasische Mitarbeiter offen als weniger begünstigt als andere verunglimpfen.

8. Nicht nur, dass die zahlenmäßige Präsenz von Frauen bei Google allein aufgrund ihres Geschlechts gefeiert wurde, auch die Präsenz von Weißen und Männern wurde bei unternehmensweiten wöchentlichen Meetings mit „Boos“ verspottet. Dieses unannehmbare Verhalten zeigten auch hochrangiger Führungskräfte bei Google, die für Hunderte, wenn nicht Tausende von Einstellungs- und Entlassungsentscheidungen während der Klassenperioden verantwortlich waren.

9. Die Kläger bringen diese Klage ein, um ihre Rechte zu verteidigen und Google daran zu hindern, diese Praktiken gegen andere Mitarbeiter oder potenzielle Mitarbeiter jetzt und in Zukunft zu wiederholen.

Bei Google scheint also, wenn die Angaben stimmen, eine ziemliche PC-Kultur zu herrschen, bei der viele sehr überzeugte intersektionale Feministen in deren Reihen vorhanden zu seien scheinen.

Damore musste beispielsweise ein „Bias-Training“ absolvieren:

Beim persönlichen Training mit dem Titel „Bias Busting“ diskutierte Google darüber, wie Vorurteile gegen Frauen am Arbeitsplatz existieren, und wie „white male privilege“ am Arbeitsplatz existiert. Die Ausbildung wurde von der „Unbiasing Group“ bei Google betrieben, und es waren ca. 20 Google-Mitarbeiter beschäftigt. Damore war mit diesem einseitigen Ansatz nicht einverstanden. Als Damore seine Meinungsverschiedenheiten und seine Bedenken hinsichtlich der einseitigen Präsentation, andere Mitarbeiter, einschließlich der Führungskräfte, lachten ihn diese spöttisch aus. Sie betrachteten seine Ansichten als konservativ und somit fehlerhaft und der Verunglimpfung würdig.

Ich empfehle jedem, die Klage einmal komplett durchzulesen, sie ist sehr interessant und zeigt bemerkenswerte Vorgänge auf.

Beispielsweise zu der Beschämung von Männern (im Versuch einer Übersetzung mit Unterstützung von Onlineübersetzern:

Google wertete Teams mit fehlende weibliche Parität bei TGIF Meetings ab
28. Am 30. März 2017 nahm Damore an einem wöchentlichen, unternehmensweiten Treffen mit dem Namen „TGIF“ teil. Diese wöchentlichen Meetings dienten den Mitarbeitern als Plattform, um Kontakte zu knüpfen und Gespräche zu  bestimmten  Themen rund um  Google zu führen.
Die TGIF-Sitzung am 30. März 2017 stand unter dem Titel „Monat der Geschichte der Frauen“, und Google brachte zwei Moderatoren für dieses Get-together mit: Ruth Porat („Porat“), die Finanzchefin des Unternehmens.
Officer of Google, und Eileen Naughton („Naughton“), der Human Resources Director von Google.
Während des TGIF-Treffens am 30. März 2017 haben entweder Porat oder Naughton auf bestimmte einzelne Abteilungen bei Google hingewiesen und diese abgewertet, in denen Frauen weniger als 50 % der Belegschaft ausmachten.
Oder sie applaudierten und lobten Abteilungen, wie z.B. die Verkaufsabteilung, in der die Frauen mehr als 50 % der Belegschaft stellen.
31. Während der Veranstaltung diskutierten Porat und Naughton auch darüber, dass Google bei der Betrachtung von Gruppen von Menschen für Promotionen oder für Führungsmöglichkeiten bei neuen Projekten Geschlecht und ethnischer Demographie berücksichtigen würden. Sie erwähnten dann, dass Googles Präferenzen bei Rasse und Geschlecht bei der Einstellung nicht zur Debatte standen, weil diese moralisch und wirtschaftlich das Beste für Google wären.
32. Damore war überrascht von Googles Position, Geschlecht offenbar in den Mittelpunt zu rücken und diese bei Einstellungs- und Beförderungsprozessen zu berücksichtigen, ebenso von der öffentlichen Beschimpfung von Google-Einheiten, die es versäumen, die numerische Geschlechterparität zu erreichen. Damore glaubte, dass unverhohlene Geschlechterpräferenzen und Quoten unvereinbar mit den US-amerikanischen und kalifornischen Diskriminierungsgesetzen waren. Dieses TGIF-Treffen war eines der wichtigsten Ereignisse der letzten Jahre.
der Faktoren, die Damore dazu veranlasst haben, an Googles Diversity and Inclusion Summit teilzunehmen.

Auch der Umgang mit ihm nach dem das Memo viral geworden war, ist erstaunlich:

66. Nachdem Damore’s Memo außerhalb von Google viral wurde, begann Damore mehrere Drohungen und Beleidigungen von seinen Mitarbeitern
67. Am 3. August 2017 schickte George Sadlier („Sadlier“), ein Direktor bei Google, eine Massen. E-Mail, in der James‘ Essay als „abstoßend und intellektuell unehrlich“ verurteilt wird und Personalabteilungsmaßnahmen versprochen werden
Sadlier bewarb auch Mitteilungen, die sich für körperliche Gewalt gegen
Damore aussprachen.. Daraufhin erhielt Damore am Freitag, den 4. August 2017, eine nächtliche E-Mail von Alex.Hidalgo, ein Site Reliability Engineer bei Google in Sadlier’s Organisation, der feststellte: „Du bist ein
Frauenfeind und eine schreckliche Person. Ich werde dich weiter verfolgen, bis einer von uns gefeuert wird. „Fick dich“

Und auch ansonsten ging man radikal gegen seine Ansichten vor:

Google-Mitarbeiter erhielten Bonusse für Argumente gegen Damores Ansichten
74. Nicht nur hat Google Damore wegen seiner politischen Ansichten über den Arbeitsplatz gekündigt aber sie belohnten dann Einzelpersonen, die mit Damore nicht einverstanden waren und ihn verunglimpften.
75. Das Google Recognition Team erlaubte es den Mitarbeitern, Kollegen „Peer Bonus“ zu geben, wenn diese gegen Damores politische Standpunkte argumnentierten. Peer Boni waren typischerweise reserviert für herausragender berufliche Leistungen oder wenn ein Mitarbeiter über seine Pflichten hinaus im besonderen Maße tätig war. Die Verteidigung der liberale Agenda oder die Verteidigung von Verstößen gegen das kalifornische Arbeitsrecht ist in keinem Stellenbeschreibung eines Google-Mitarbeiter enthalten.
76. In einem Beispiel gab ein Mitarbeiter einem anderen Mitarbeiter einen Peer Bonus und erklärte, dass die Prämie für „das Eintreten für die googleischen Werte  und die Förderung von Vielfalt und Integration sei gegen „dem elenden Haufen von Abschaum und Niedertracht, welchen das Damore Meno darstellt“ Das Google Erkennungsteam überprüfte diese Begründung, hielt sie für angemessen, und erlaubt die Durchsetzung des Bonus.

Interessant wird es natürlich dann, wenn man einbezieht, dass eine andere Firma dies dann, wenn Google dieses Verhalten erlaubt wird, das auch mit anderen Meinungen machen dürfte, also beispielsweise ein konservativ, christliches Unternehmen, dass einen Mitarbeiter, der linke Ansichten vertritt zum Abschluss freigibt.

Auch die weiteren Beispiele in der Klage zeigen, dass Google ein sehr feindseliges Betriebsklima hat, wenn man den dortigen Ansichten nicht zustimmt.

Anscheinend unterhält Google Listen unbeliebter Personen und Personen non Grata, bestrafte auch andere Mitarbeiter, die sich gegen intersektionale Positionen aussprachen, ließ es zu, dass Mitarbeiter, die nicht mit diesen Positionen einverstanden waren, gemobbt worden und abgewertet worden, mischte sich beispielsweise auch in Fragen wie Kindererziehung ein, stellte die Möglichkeiten für Blacklists bereit, machte nichts dagegen, wenn Leuten mit abweichenden Meinungen und wegen dieser mit Kündigung gedroht wurde, ließ die Abwertung weißer Männer zu, die Politik wirkte sich bei Neueinstellungen und der internen Mobilität aus etc.

Feminism and Islam

Muslima: Der Islam ist die feministischste Religion überhaupt und wenn du das anders siehst, bist du ein Lügner, ein rassistisches Arschloch und islamopob!

 

Ich: Es tut mir leid, meine liebe, aber du musst schon mindestens noch eine Frau bringen, die dasselbe sagt, oder, falls nicht, dich daran erinnert wie es wirklich ist.

Sure 2 Vers 282.

 

😉