James Damore verklagt Google wegen Diskriminierung als weißer Mann mit nichtlinker Einstellung

James Damore war – wie Lesern dieses Blogs sicherlich bekannt ist – Angestellter bei Google, der in einer internen Diskussionsgruppe ein „Memo“ eingestellt hat, welches in Einklang mit der biologischen Forschung darstellte, dass Männer und Frauen unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen im Schnitt haben und daher nicht zu erwarten ist, dass sie in gleicher Weise von bestimmten Jobs angesprochen werden.

Das Memo kann man hier nachlesen.

Google reagierte, nachdem das Memo nach außen geleakt worden war, damit, dass sie ihm gekündigt haben.

Damore hat nun gegen Google zusammen mit einem weiteren Kläger einen „Class action“-Prozess angestrengt, also einen Prozess, in den sich weitere Kläger einschalten können, weil nach seiner Ansicht bei Google nach Hautfarbe, Geschlecht und politischer Einstellung diskriminiert wird.

Der Prozess hat das Potential zu einem Jahrhundertprozess, weil verschiedene Theorien und ihre Anerkennung oder Ablehnung in der Rechtsprechung dort zum Gegenstand des Verfahrens werden könnten:

  • Die Theorie, dass es eine binäre Einteilung ind privilegierte und diskriminierte Gruppen  bzw Gruppenkategorien gibt und entsprechend der intersektionalen Theorien Männer, Weiße, Heterosexuelle etc privilegiert sind und deswegen niemals diskriminiert sein können.
  • Geschlechterunteschiede und ihre biologische Begründung
  • inwieweit darf ein Unternehmen gegenüber politischen Anschauungen diskriminieren /findet das seine Grenze darin, dass diese Auffassungen zutreffend sind?

Natürlich kann es auch sein, dass viele der dortigen Fragen nicht zur Sprache kommen oder der Fall auf andere Weise abgewickelt wird, gerade weil es politische Fragen sind wird auch ein Gericht eine gewisse Befangenheit haben. Interessant wäre, ob eine Jury dort entscheidet oder nicht.

Die Antragsschrift kann man hier im Volltext lesen.

Da sind auf jeden Fall sehr interessante Angaben dabei (Übersetzung bitte mit Vorsicht genießen, es gilt im Zweifel natürlich der Originaltext):

CASE SUMMARY
2. Die Kläger bringen diese Einzel- und Sammelklage in ihrem eigenen Namen und im Namen einer Klasse und Unterklassen ein, die als alle Mitarbeiter von Google diskriminiert werden.

(i) aufgrund ihrer wahrgenommenen konservativen politischen Ansichten durch Google in Kalifornien zu jeder Zeit während des Zeitraums, der vier Jahre vor der Einreichung dieser Beschwerde beginnt, bis zum Tag des Gerichtsverfahrens in dieser Klage („Political Class Period“);

(ii) aufgrund ihres männlichen Geschlechts durch Google in Kalifornien zu jeder Zeit während des Zeitraum, beginnend ein Jahr vor Einreichung dieser Beschwerde bis zum Verhandlungstermin in dieser Klage („Gender Class Period“); und/oder

(iii) wegen ihrer kaukasischen Rasse durch Google in Kalifornien an irgendeiner Stelle
Zeitraum, der ein Jahr vor der Einreichung dieser Beschwerde beginnt, bis zum Tag der Verhandlung in dieser Klage („Race Class Period“) (Political Class Period, Gender Class Period und Race Class Period, zusammenfassend als „Class Periods“ bezeichnet). Diese Verstöße führen auch dazu, dass Google Ansprüche wegen Verletzung des kalifornischen Business and Professions Code Section 17200 ff. geltend macht.

3. Während der gesamten Zeit und unter Verstoß gegen das kalifornische Recht wurden/werden Google-Mitarbeiter, die Ansichten geäußert haben, die von der Mehrheitsmeinung bei Google zu politischen Themen abweichen, die am Arbeitsplatz aufgeworfen wurden und für die Beschäftigungspolitik von Google und sein Geschäft von Bedeutung sind, wie z.B. die Einstellungspolitik „Diversity“, „Bias Sensitivität“ oder „Soziale Gerechtigkeit“, von Google herausgegriffen, misshandelt und systematisch bestraft und gekündigt, was eine Verletzung ihrer gesetzlichen Rechte darstellt.

4. Googles offene Feindseligkeit gegenüber konservativem Denken wird gepaart mit unpassender Diskriminierung aufgrund von Rasse und Geschlecht, die gesetzlich verboten ist. Das Management von Google entfaltet außerordentliche Bemühungen, ihre Manager dahingehend zu beeinflussen, dass diese bei Einstellungen eigentlich als Kriterium nicht zulässige Punkte wie wie Rasse und/oder Geschlecht als bestimmende Einstellungsfaktoren berücksichtigen, zum Nachteil der kaukasischen und männlichen Mitarbeiter und potenziellen Mitarbeiter bei Google.

5. Damore, Gudeman und andere Mitglieder der klagenden Klasse wurden geächtet, verächtlich gemacht und bestraft für ihre heterodoxen politischen Ansichten und für die zusätzliche Sünde ihrer Geburtsumstände, Kaukasier und/oder Männer zu sein. Dies ist die Essenz der Diskriminierung – Google bildete Meinungen über die Kläger und behandelte sie dann nicht aufgrund ihrer individuellen Verdienste, sondern aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu Gruppen mit angenommenen Merkmalen.

6. Google-Mitarbeiter und -Führungskräfte zogen es stark vor, dieselben orthodoxen Meinungen wiederholt zu hören, was zu einer ideologischen Echokammer, einer geschützten, verzerrten Blase des Gruppendenkens, führte. Als die Kläger die illegalen Beschäftigungspraktiken von Google in Frage stellten, wurden sie offen bedroht und von Google schikaniert und mit Vergeltungsmaßnahmen belegt. Google schuf ein Umfeld zum Schutz von Mitarbeitern, die Personen belästigten, die sich gegen die Ansicht von Google oder den „Googley-Weg“, wie er intern manchmal genannt wird, aussprachen. Google-Mitarbeiter wussten, dass sie die Kläger ungestraft belästigen konnten, wenn man den Tonfall der Manager bedenkt – und das taten sie auch.

7. Google setzt illegale Einstellungsquoten ein, um die erwünschten Prozentsätze von Frauen und bevorzugten Kandidaten für Minderheiten zu erfüllen, und beschämt Manager von Geschäftseinheiten, die ihre Quoten nicht einhalten, offen, indem sie männliche und kaukasische Mitarbeiter offen als weniger begünstigt als andere verunglimpfen.

8. Nicht nur, dass die zahlenmäßige Präsenz von Frauen bei Google allein aufgrund ihres Geschlechts gefeiert wurde, auch die Präsenz von Weißen und Männern wurde bei unternehmensweiten wöchentlichen Meetings mit „Boos“ verspottet. Dieses unannehmbare Verhalten zeigten auch hochrangiger Führungskräfte bei Google, die für Hunderte, wenn nicht Tausende von Einstellungs- und Entlassungsentscheidungen während der Klassenperioden verantwortlich waren.

9. Die Kläger bringen diese Klage ein, um ihre Rechte zu verteidigen und Google daran zu hindern, diese Praktiken gegen andere Mitarbeiter oder potenzielle Mitarbeiter jetzt und in Zukunft zu wiederholen.

Bei Google scheint also, wenn die Angaben stimmen, eine ziemliche PC-Kultur zu herrschen, bei der viele sehr überzeugte intersektionale Feministen in deren Reihen vorhanden zu seien scheinen.

Damore musste beispielsweise ein „Bias-Training“ absolvieren:

Beim persönlichen Training mit dem Titel „Bias Busting“ diskutierte Google darüber, wie Vorurteile gegen Frauen am Arbeitsplatz existieren, und wie „white male privilege“ am Arbeitsplatz existiert. Die Ausbildung wurde von der „Unbiasing Group“ bei Google betrieben, und es waren ca. 20 Google-Mitarbeiter beschäftigt. Damore war mit diesem einseitigen Ansatz nicht einverstanden. Als Damore seine Meinungsverschiedenheiten und seine Bedenken hinsichtlich der einseitigen Präsentation, andere Mitarbeiter, einschließlich der Führungskräfte, lachten ihn diese spöttisch aus. Sie betrachteten seine Ansichten als konservativ und somit fehlerhaft und der Verunglimpfung würdig.

Ich empfehle jedem, die Klage einmal komplett durchzulesen, sie ist sehr interessant und zeigt bemerkenswerte Vorgänge auf.

Beispielsweise zu der Beschämung von Männern (im Versuch einer Übersetzung mit Unterstützung von Onlineübersetzern:

Google wertete Teams mit fehlende weibliche Parität bei TGIF Meetings ab
28. Am 30. März 2017 nahm Damore an einem wöchentlichen, unternehmensweiten Treffen mit dem Namen „TGIF“ teil. Diese wöchentlichen Meetings dienten den Mitarbeitern als Plattform, um Kontakte zu knüpfen und Gespräche zu  bestimmten  Themen rund um  Google zu führen.
Die TGIF-Sitzung am 30. März 2017 stand unter dem Titel „Monat der Geschichte der Frauen“, und Google brachte zwei Moderatoren für dieses Get-together mit: Ruth Porat („Porat“), die Finanzchefin des Unternehmens.
Officer of Google, und Eileen Naughton („Naughton“), der Human Resources Director von Google.
Während des TGIF-Treffens am 30. März 2017 haben entweder Porat oder Naughton auf bestimmte einzelne Abteilungen bei Google hingewiesen und diese abgewertet, in denen Frauen weniger als 50 % der Belegschaft ausmachten.
Oder sie applaudierten und lobten Abteilungen, wie z.B. die Verkaufsabteilung, in der die Frauen mehr als 50 % der Belegschaft stellen.
31. Während der Veranstaltung diskutierten Porat und Naughton auch darüber, dass Google bei der Betrachtung von Gruppen von Menschen für Promotionen oder für Führungsmöglichkeiten bei neuen Projekten Geschlecht und ethnischer Demographie berücksichtigen würden. Sie erwähnten dann, dass Googles Präferenzen bei Rasse und Geschlecht bei der Einstellung nicht zur Debatte standen, weil diese moralisch und wirtschaftlich das Beste für Google wären.
32. Damore war überrascht von Googles Position, Geschlecht offenbar in den Mittelpunt zu rücken und diese bei Einstellungs- und Beförderungsprozessen zu berücksichtigen, ebenso von der öffentlichen Beschimpfung von Google-Einheiten, die es versäumen, die numerische Geschlechterparität zu erreichen. Damore glaubte, dass unverhohlene Geschlechterpräferenzen und Quoten unvereinbar mit den US-amerikanischen und kalifornischen Diskriminierungsgesetzen waren. Dieses TGIF-Treffen war eines der wichtigsten Ereignisse der letzten Jahre.
der Faktoren, die Damore dazu veranlasst haben, an Googles Diversity and Inclusion Summit teilzunehmen.

Auch der Umgang mit ihm nach dem das Memo viral geworden war, ist erstaunlich:

66. Nachdem Damore’s Memo außerhalb von Google viral wurde, begann Damore mehrere Drohungen und Beleidigungen von seinen Mitarbeitern
67. Am 3. August 2017 schickte George Sadlier („Sadlier“), ein Direktor bei Google, eine Massen. E-Mail, in der James‘ Essay als „abstoßend und intellektuell unehrlich“ verurteilt wird und Personalabteilungsmaßnahmen versprochen werden
Sadlier bewarb auch Mitteilungen, die sich für körperliche Gewalt gegen
Damore aussprachen.. Daraufhin erhielt Damore am Freitag, den 4. August 2017, eine nächtliche E-Mail von Alex.Hidalgo, ein Site Reliability Engineer bei Google in Sadlier’s Organisation, der feststellte: „Du bist ein
Frauenfeind und eine schreckliche Person. Ich werde dich weiter verfolgen, bis einer von uns gefeuert wird. „Fick dich“

Und auch ansonsten ging man radikal gegen seine Ansichten vor:

Google-Mitarbeiter erhielten Bonusse für Argumente gegen Damores Ansichten
74. Nicht nur hat Google Damore wegen seiner politischen Ansichten über den Arbeitsplatz gekündigt aber sie belohnten dann Einzelpersonen, die mit Damore nicht einverstanden waren und ihn verunglimpften.
75. Das Google Recognition Team erlaubte es den Mitarbeitern, Kollegen „Peer Bonus“ zu geben, wenn diese gegen Damores politische Standpunkte argumnentierten. Peer Boni waren typischerweise reserviert für herausragender berufliche Leistungen oder wenn ein Mitarbeiter über seine Pflichten hinaus im besonderen Maße tätig war. Die Verteidigung der liberale Agenda oder die Verteidigung von Verstößen gegen das kalifornische Arbeitsrecht ist in keinem Stellenbeschreibung eines Google-Mitarbeiter enthalten.
76. In einem Beispiel gab ein Mitarbeiter einem anderen Mitarbeiter einen Peer Bonus und erklärte, dass die Prämie für „das Eintreten für die googleischen Werte  und die Förderung von Vielfalt und Integration sei gegen „dem elenden Haufen von Abschaum und Niedertracht, welchen das Damore Meno darstellt“ Das Google Erkennungsteam überprüfte diese Begründung, hielt sie für angemessen, und erlaubt die Durchsetzung des Bonus.

Interessant wird es natürlich dann, wenn man einbezieht, dass eine andere Firma dies dann, wenn Google dieses Verhalten erlaubt wird, das auch mit anderen Meinungen machen dürfte, also beispielsweise ein konservativ, christliches Unternehmen, dass einen Mitarbeiter, der linke Ansichten vertritt zum Abschluss freigibt.

Auch die weiteren Beispiele in der Klage zeigen, dass Google ein sehr feindseliges Betriebsklima hat, wenn man den dortigen Ansichten nicht zustimmt.

Anscheinend unterhält Google Listen unbeliebter Personen und Personen non Grata, bestrafte auch andere Mitarbeiter, die sich gegen intersektionale Positionen aussprachen, ließ es zu, dass Mitarbeiter, die nicht mit diesen Positionen einverstanden waren, gemobbt worden und abgewertet worden, mischte sich beispielsweise auch in Fragen wie Kindererziehung ein, stellte die Möglichkeiten für Blacklists bereit, machte nichts dagegen, wenn Leuten mit abweichenden Meinungen und wegen dieser mit Kündigung gedroht wurde, ließ die Abwertung weißer Männer zu, die Politik wirkte sich bei Neueinstellungen und der internen Mobilität aus etc.

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77 Gedanken zu “James Damore verklagt Google wegen Diskriminierung als weißer Mann mit nichtlinker Einstellung

  1. Bei Google sieht man feministische Identitätspolitik am Werk. Moralische Grundwerte werden über Bord geworfen. Belohnungen werden anstatt von Leistung von angeborenen Eigenschaften abhängig gemacht. Man ist geradezu bestrebt unredlich zu sein und Dinge komplett falsch darzustellen. Und während man überall vorgeblich bemüht ist die angebliche Diskriminierung Frauen und Minderheiten und Frauen und Frauenminderheiten abzubauen, ist man anscheinend genau so bemüht weiße Männer maximal zu diskriminieren und sie richtiggehend öffentlich schlecht zu machen – zu entmenschlichen. Dadurch werden Ungerechtigkeiten gegen WHMs nicht mehr vom Gerechtigkeits-Trigger wahrgenommen.

    Ich vermute es wird sich nichts ändern.

    • „… ist man anscheinend genau so bemüht weiße Männer maximal zu diskriminieren und sie richtiggehend öffentlich schlecht zu machen – zu entmenschlichen.“

      Sehe ich genau so. Es geht darum, weißen Männern aktiv zu schaden.

      Dies wird auch bei den vielen Verfahren an den amerikanischen Unis wegen angeblicher Vergewaltigung deutlich.

      In einem Buch über masculinity hat der Autor – hab‘ jetzt gerade nicht den Namen parat – von einem „civil war against men“ gesprochen. Als ich das vor etlichen Jahren gelesen habe, dachte ich: Der macht es aber sehr melodramatisch. Aber nein: das ist eine absolut sachliche Beschreibung. So sieht es aus.

  2. Kaum ein Journalist hat dieses Memo gelesen, welches von ungeheurer Harmlosigkeit, Verbindlichkeit und Differenzierung ist.

    Stattdessen wird es in der deutschen Presse ständig mit Wörtern wie sexistisch, krude, frauenfeindlich etc. apostrophiert.

    Unsere Journalisten glauben vermutlich auch, daß Männer genauso gut für Kleinkinderziehung geeignet sind wie Frauen.

    Das wird alles immer irrer.

    http://gender-ideologie.de/artikel/die-polaritaet-mann-frau.html

    • „Unsere Journalisten glauben vermutlich auch, daß Männer genauso gut für Kleinkinderziehung geeignet sind wie Frauen.“

      Damore hat in seinem Memo ebensolche Standpunkte vertreten.

      Wie ich schon auf Twitter geschrieben habe, wenn man sich das mal genau durchliest, ist es voller Feminismus.

      Er fordert, dass Bedürfnisse von Frauen mehr Beachtung geschenkt werden.
      Was fordern Feministen? Frauenstudiengänge, Safespaces für Frauen, mehr weibliche Repräsentation in Politik und Wirtschaft, weil nur Frauen die Bedürfnisse von Frauen richtig verstehen könnten usw.

      Er fordert, Teilzeit-Modelle, Möglichkeiten flexibler Familienplanung, Work-Life-Balance von Frauen besser unterstützen.
      Was fordern Feministen? Teilzeit und Mutterschaft sollten nicht abgewertet werden. Flexiblere Planung von Arbeit und Familienzeiten, Mutterschutz.

      Er fordert, die Gesellschaft sollte Männern auch feminine Rollen zuzugestehen.
      Was fordern Feministen? Abschaffung starrer Geschlechterrollen. Männer sollten auch sich um Kinder kümmern dürfen, Männlichkeit sollte nicht mit Führungsrolle gleichgesetzt werden.

      Eigentlich ist das Einzige an dem Memo, wo Feministen Schnappatmung bekommen könnten, dass er von biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern ausgeht.

      Dieses eine Detail hat ausgereicht für diesen ganzen Shitstorm.

      Da hat also einmal eine Feministin in einem Anfall von Schnappatmung irgend einen Bullshit geschrieben, alle schreiben davon ab, keiner liest (und versteht!) das Originalmemo, er verliert seinen Job und wird als Sexist und Antifeminist diffamiert. Dabei sollten Feministen sein Memo eigentlich feiern.

      • „Eigentlich ist das Einzige an dem Memo, wo Feministen Schnappatmung bekommen könnten, dass er von biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern ausgeht.“

        Nicht ganz, er wendet sich auch gegen die einseitige Bevorzugung/Benachteiligung aufgrund des biologischen Geschlechts, also insbesondere die Praxis, Frauen ohne jeden stichhaltigen Grund (z.B. bei der Jobvergabe) zu bevorzugen. Und DAS kann natürlich nicht geduldet werden.

    • [quote] „Stattdessen wird es in der deutschen Presse ständig mit Wörtern wie sexistisch, krude, frauenfeindlich etc. apostrophiert.“[/quote]

      Das war mir ebenfalls zu Beginn dieses ’newsflashes‘ aufgefallen und sehr bitter aufgestoßen. IIRC hat das begonnen mit dem Abdruck des Memos auf Gizmodo.com. Daraus ist anscheinend eine (wertende, gibts ja nicht mehr anders) dpa-Meldung geworden, die sämtliche Journalisten, die teilweise sogar ihren eigenen Namen unter die Meldung geschrieben haben, offensichtlich kopiert haben müssen, ohne den Text des Memos zu lesen.

      Ich habe – damals noch Kommentator in den Leserforen der FAZ – in praktisch allen meinen Beiträgen zum Thema gefragt, ob man (Autor oder Kommentator) denn das Memo gelesen habe und wie man dann zu den vorgetragenen Schlüssen kommen könne. Jeglich Antwort blieb aus.

      Ich frage mich wirklich ernsthaft, wie diese Leute sich ob solcher zumindest fahrlässigen, aber in jedem Fall massiven Falschinformation ihrer Leserschaft tatsächlich wundern können, dass ihnen nicht mehr allzuviel geglaubt wird (Stichwort: ‚Lügenpresse‘).

  3. @Matze

    Machtpolitik besteht darin, eine bestimmte Personengruppe nach Geschlecht und Hautfarbe zu diffamieren, auszugrenzen und zu benachteiligen und sich und allen anderen vorzumachen, man arbeite für „Inklusion und Vielfalt“.

    DAS ist Macht: Das GEGENTEIL von dem, was man selbst behauptet zu sein und zu praktizieren in die Praxis umzusetzen und dafür gelobt werden, man setze seine Prinzipien durch.
    Die Anerkennung von „Lüge ist Wahrheit“ – darum geht es m.E. erstens.

    Zweitens geht es um einen Prozess der Verschleierung von Machtfragen, die durchaus mit der Hautfarbe zu tun haben.
    Schau dir die Daten doch einmal an: Gegen jede statistische Wahrscheinlichkeit wird eine prozentual gleiche Beteiligung von Frauen an den professionals gefordert, die dann das Management bilden.
    Bei einem beliebten tech-Konzern mit der Basis Informatik-Studium und exzellente Uni als Voraussetzung ist das statistisch unmöglich.

    Google ist durchaus divers, nur sind es asiatisch-stämmige Männer und das sind eben die FALSCHEN. Prompt erinnert man sich im Lager der „Progressiven“ daran, dass asiatische Männer in erster Linie MÄNNER sind.
    Das ist komplette Heuchelei, schaut man sich mal weibliche Bastionen wie den health-sector an – die sind so weiß wie das Gewand des KKK.

    Drittens kann damit der Frauenanteil nur das widerspiegeln, was an den Universitäten vorhanden ist – es sind nicht nur erklecklich weniger Frauen, sondern es sind vor allem ASIATISCHE Frauen, die Informatik studieren.

    Wenn man sich die Zahlen ansieht, ist es diese Gruppe, die Anlass zur Beschwerde hätte, während weiße Frauen die gepamperte Gruppe bei Google schlechthin ist.
    Letztere nutzt demnach *schwarze Frauen* als Bündnispartner, um ihre eigene Position weiter zu verbessern, d.h. in Management-Positionen aufzusteigen mit einer fachfremden Qualifikation.

    Das ist ein so groteske Heuchelei und ich habe keine Ahnung, warum in den USA keiner auf die Idee kommt, mal die empirischen Daten zu präsentieren, statt sich in politische Pseudo-Debatten zu verzetteln.

    • „und ich habe keine Ahnung, warum in den USA keiner auf die Idee kommt, mal die empirischen Daten “

      Weil das nichts bringt, weil die Existenz einer Realität, die die eigene Positionen unterläuft, von Postmodernisten als ein diskurstechnisches Machtargument gewertet und entsprechend bekämpft wird. (Das passiert in Europa ja auch zur Genüge, wenn man versucht die Erhebung von statistische Daten z.B. bei Kriminalität zu unterbinden).

      Wäre das Einbringen von rational überprüfbaren Statistiken eine effiziente Methode um solche Bewegungen zu stoppen, dann würden wir die aktuellen Diskussionen gar nicht führen müssen.

      • Noch mal zum Thema „Postmoderne“:

        Weil das nichts bringt, weil die Existenz einer Realität, die die eigene Positionen unterläuft, von Postmodernisten als ein diskurstechnisches Machtargument gewertet und entsprechend bekämpft wird.

        Das hat nichts mit „Postmoderne“ zu tun, das ist bei jeder Ideologie so. Paranoia und Kritikunfähigkeit sind ein Merkmal jeder Ideologie. Hatte man in der DDR irgendetwas kritisiert, war man gleich „gegen den Sozialismus“ oder „gegen den Frieden“. Das waren alles willkürliche Setzungen und Zuschreibungen. Kritisiert man den Feminismus, ist man „gegen Frauen“, „gegen Gleichberechtigung“. Kritisiert man den Islam, ist man „islamophob“. Kritisiert man den Homo-Wahn, ist man „homophob“.

        Kritisierte man in vormodernen Zeiten das Christentum, war man ein Ungläubiger oder Blasphemiker.

        Kritisiert man heute die Ideologie der Freiheit und Konkurrenz (deregulierte Märkte, Ökonomismus), will man ureigentlich „Kommunismus“ und was weiß ich.

        Ich schreibe das noch mal, um zeigen, wie schwachsinnig dieser Postmoderne-Fimmel ist. Das ist psychologischer und historischer Analphabetismus, wenn man die Probleme linker Ideologie/politischer Korrektheit mit einem Nonsens-Begriff wie „Postmoderne“ mystifiziert. Das sind nichts weiter als die ganz normalen Mechanismen von Ideologien/Verleugnungszuständen/Heilslehren.

        Ich hoffe, das hat jetzt jeder verstanden. 🙂

        • „Das hat nichts mit „Postmoderne“ zu tun, das ist bei jeder Ideologie so.“

          Sicher, aber es macht schon einen Unterschied, ob man eine Ideologie vertritt, die überhaupt bestreitet, dass es sowas wie objektive Wahrheiten überhaupt geben kann, oder eine Ideologie, die selber beansprucht, auf objektiven Wahrheiten zu beruhen wie etwa der Marxismus. Das sich der wissenschaftliche Anspruch des Marxismus nicht einhalten ließ, ist sicher einer der Gründe für seinen Niedergang.

          • @El Mocho @Hate Speeches

            „eine Ideologie, die selber beansprucht, auf objektiven Wahrheiten zu beruhen wie etwa der Marxismus. Das sich der wissenschaftliche Anspruch des Marxismus nicht einhalten ließ, ist sicher einer der Gründe für seinen Niedergang.“

            Ich würde es anders formulieren: Der wissenschaftliche Anspruch des Marxismus, der auf der Analyse der objektiven empirischen Realität beruht, ließ sich nicht halten, weil er als Macht- und Ideologieproduzent missbraucht worden ist und sich hat missbrauchen lassen.
            Wenn man durch politische Vorgaben gezwungen wird oder sich selbst zwingt, eine Realität zu *präsentieren*, die objektiv gar nicht existiert, ist man zu einem Ideologieproduzenten geworden.
            Dass man subjektiv der Meinung ist, damit der/einer guten Sache zu dienen ist nicht nur völlig unerheblich, sondern man ersetzt damit auch noch eine wissenschaftliche durch eine *moralische* Weltanschauung.

            Damit hat sich der Anspruch auf Äußerung objektiver Wahrheit oder selbst Teilwahrheiten oder selbst die Teilhabe an einem wissenschaftlichen Diskurs mit diesen Zielen bereits erledigt.

            „Paranoia und Kritikunfähigkeit sind ein Merkmal jeder Ideologie.“

            Das ist durchaus richtig, nur wären dann alle Ideologien gleich, dem ist nicht so und deshalb reden wir über die Postmoderne speziell.

            Die Absage der Existenz von Wahrheit *und* objektiver Realität folgt ja nicht ein Relativismus in der Gestalt, dass alle Subjekte gleichermaßen gültige Aussagen tätigen können und dürfen.
            Das würde aber aus einer Theorie des radikalen Subjektivismus und Relativismus folgen und es würde sich auch von selbst verbieten, diesen Anspruch absolut zu setzen.

            Lassen wir letzteren Widerspruch in sich mal beiseite, dann ist doch auffällig, dass auch die Position, wonach es eben „bessere“ Zugänge zur „Realität“ oder „Erkenntnis“ oder „richtigen Erkenntnissen“ gibt in die Subjekte, bzw. Gruppen hinein verlagert wird, die bestimmte essentielle, biologische Merkmale haben.
            Diese Personen/Gruppen vertreten qua Hautfarbe, Geschlecht und sexueller Orientierung per se die richtigen Argumente, während sich die Argumente der Gegenseite, ebenfalls qua Hautfarbe, Geschlecht und sexueller Orientierung die falschen, nämlich ausschließlich selbstdienliche (herrschaftdienliche) Argumente äußern.

            Das unterscheidet die feministische Standpunkttheorie der Postmoderne, die im Grunde ein biologistischer Determinismus ist, von jeder anderen, die auf sozialen Merkmalen bzw. einer Kombination dieser Merkmale beruht (Klasse, Schicht, Einkommen, Besitz, Qualifikation usw.).
            Was die – schon mehrfach geäußerte – absurde Konsequenz hat, dass ein männlicher, weißer Obdachloser in dieser Theorie gegenüber der schwarzen Multi-Milliardärin Ophra Winfrey doppelt privilegiert ist.
            Weil man nach dieser Theorie in seine Privilegien *hineingeboren* wird, wie in einen Stand.

            Deshalb: „Das sind nichts weiter als die ganz normalen Mechanismen von Ideologien/Verleugnungszuständen/Heilslehren.“ ist so nicht zutreffend.
            Sicher, man kann die Entfaltung der Theorie als eine säkularisierte Religion verstehen – damit würde sie sich aber von einer „reinen“ Religion unterscheiden.

          • Das würde aber aus einer Theorie des radikalen Subjektivismus und Relativismus folgen und es würde sich auch von selbst verbieten, diesen Anspruch absolut zu setzen.

            Die logische Konsequenz radikalkonstruktivistischer Anschauung, die jeden Standpunkt als rein subjektiv qualifiziert, ist doch die Reduktion jeder intellektuellen Auseinandersetzung auf die Machtfrage, denn wie anders sollte denn ein Entscheid herbeigeführt werden, wenn obejktive Beurteilung oder zumindest das Bemühen um objektive Beurteilung prinzipiell ausgeschlossen wird.
            Wenn selbst die Möglichkeit ausgeschlossen wird, sich methodisch der Wahrheit zumindest zu nähern, dann bleibt als Mittel zur Durchsetzung eigener Ideen doch nur das Streben nach Macht und die Ausnutzung eigener Macht. Genau so scheinen sie doch bei google zu operieren. Das hat schon seine Logik.

          • @Pjotr

            „Wenn selbst die Möglichkeit ausgeschlossen wird, sich methodisch der Wahrheit zumindest zu nähern, dann bleibt als Mittel zur Durchsetzung eigener Ideen doch nur das Streben nach Macht und die Ausnutzung eigener Macht.“

            Sehe ich auch so.
            Ironisch ist dabei, dass sie spiegelbildlich *konkret* das tun, was sie ihren Gegnern lediglich vorwerfen.
            Dass sich ein Argument diskreditiert, weil es der mit dem falschen Geschlecht und der falschen Hautfarbe vorgebracht hat, ist eigentlich etwas, was ihnen schwer zu denken geben sollte.
            Gedeckt wiederum wird diese Vorgehensweise dadurch, dass demjenigen unterstellt wird, Macht qua Privileg zu besitzen, die jedoch – merkwürdig genug – nicht verhindern kann, entlassen zu werden.
            Unheimlich finde ich auch die Parallele zu antisemitischer Unterstellungen, wonach es eine „jüdische Physik“ gibt; so eine „männliche Evolutionsbiologie“ etc.

            Diese völlig naheliegenden Vergleiche mit Rassismus, Antisemitismus, Sexismus zeigen mir a., es gibt eigentlich keine Möglichkeit, diesen Hirnriss zu betreiben, wenn man nicht vorher konsequent jede Vernunft und Rationalität als „männlich“ denunziert und sich ihrer entledigt hat.
            Dann b., man muss völlig ahistorisch nicht nur vorgehen, sondern die Realgeschichte komplett revidieren=fälschen.
            Der Holocaust richtete sich gegen Weiße, die deutschen Faschisten verfolgten keine Lesben, Dschingis Khan war nicht Europäer, historisch hatten die größten Eroberer eine braune Hautfarbe, Sklavenjäger waren afrikanische Schwarze – es gibt eine endlose Liste von historischen Ereignissen, die dem Narrativ der SJW widersprechen.

    • „… warum in den USA keiner auf die Idee kommt, mal die empirischen Daten zu präsentieren …“

      Hat dieser Damore nicht genau das gemacht und ist dann raus geflogen?

      Übrigens bin ich der Meinung, daß der promovierte Jurist Obama ein gerüttelt Maß an diesen Zuständen in USA beteiligt ist.

  4. Sweet!

    Ich sehe schon die „Scream Helplessly st the Sky“ events, auf denen die ganzen Schneeflocken ihren Unmut kund tun, wenn Damore gewonnen hat.

  5. Ich prognostiziere mal, dass die Klage abgewiesen wird.

    Als Begründung vermute ich, dass es nicht darauf ankommen wird, ob Damore mit seinen Äußerungen im Recht ist, ob es seine Absicht war, Hass und Hetze zu verbreiten, oder ob die Äußerungen objektiv dazu geeignet waren. Es wird vermutlich auch keine Rolle spielen, dass die meisten Kollegen Damores Dokument wohl gar nicht gelesen haben (das wird zumindest in ihren Mails impliziert).

    Einziges Kriterium wird wohl sein, wie die Äußerungen von den Kollegen subjektiv empfunden wurden und welches Klima dadurch erzeugt wurde. In den internen Mails, die der Klageschrift beiliegen, wird klar, dass Damore von seinen Kollegen wie ein Schwerverbrecher und eine Zusammenarbeit mit ihm als Zumutung empfunden wurde .

    Vermutlich wird das Gericht der Geschäftsleitung von Google zubilligen, dass sie unter diesen Umständen keine andere Wahl hatte, als Damore et al. zu entlassen, um den Betriebsfrieden wieder herzustellen.

    • „Vermutlich wird das Gericht der Geschäftsleitung von Google zubilligen, dass sie unter diesen Umständen keine andere Wahl hatte, als Damore et al. zu entlassen, um den Betriebsfrieden wieder herzustellen.“

      Man müsste sich dafür mit dem amerikanischen Recht auskennen, aber ich vermute mal, dass wird eh ein Fall für mehrere Instanzen. Problem ist dabei immer, dass gerade Urteile höherer Gerichte bezugsfähige Grundsätze im Rahmen des Case Law aufstellen.
      Wenn sie also bei Google sagen, dass die so ein Klima nicht in den Griff bekommen können, dann kann eine andere Firma eben auch sagen, dass niemand mehr mit der Frau zusammen arbeiten wollte, die eine Abtreibung hatte (obwohl sie die Hexenjagd auf sie noch mit internen Meetings (dann vielleicht: Gottesdiensten) und Prämien zur Erhaltung der Firmenkultur angeheizt haben. Das wäre dann eben irgendwo im „Bible Belt“.
      Deswegen müssen sich höhere Gerichte solche Entscheidungen schon gut überlegen.
      Besser wäre es daher es irgendwie an seinem individuellen Fehlverhalten festzumachen, also nicht an seinen Ansichten, sondern daran, dass er sie besonders aggressiv und unsachlich vertreten hat oder andere damit nicht in Ruhe gelassen hat.
      Mal sehen ob ihnen das gelingt.
      In vielen Prozessen in Amerika sind alle Schriftstücke öffentlich und voll einsehbar (deswegen kennt man beispielsweise alle Schriftsätze der Scheidung von Boris Becker). Ob das hier auch so sein wird weiß ich nicht.

      • „dass wird eh ein Fall für mehrere Instanzen. “

        Das denke ich auch, wobei sich Google natürlich eine Armada von Anwälten leisten kann, die wohl jeden Stein im Leben Damore’s umdrehen werden.
        Gibt es eigentlich ein Crowdfunding für Damore’s Prozess?

        • Ich denke, dass die Anwaltskanzlei das auf eigenes Risiko macht (und dann als Bezahlung im Erfolgsfall einen Teil der Entschädigungssumme erhält). Ist bei Schadensersatzprozessen in den USA nicht unüblich.

          • Meines Wissens bekommen die überhaupt nur eine Gage, wenn sie erfolgreich sind. Verhindert zwar, dass sie einem falsche Hoffnung machen, führt aber sicherlich auch dazu, dass man manchmal schlicht niemanden findet, der den Fall übernimmt. Oder dass die dann halt vorher bezahlt werden wollen.

            Der vorliegende ist aber einfach zu verlockend: Millionen an Entschädigung dürften drin sein, außerdem das Renommee sich mit google angelegt und evtl. gewonnen zu haben. Beim Opfer dürfte nicht viel hängen bleiben, Gewinner sind die Anwälte und bei einem entsprechenden Urteil die anderen Betroffenen.

        • Das ist richtig. Aber es kann nicht im Interesse von google sein, wenn der Konflikt sehr lange dauert und die mediale Begleitung einen beträchtlichen Reputationsschaden bewirkt.

      • Es wird zu einem Vergleich kommen, und zwar noch vor der „Discovery“-Phase.

        Die Fülle an angehängten Dokumenten zeigt, wie tief die SJW bei Google in ihrer Ideologie stecken. Sie haben diesen ganzen Bullshit verinnerlicht wie „man kann nicht sexistisch gegen Männer sein“ und „man kann nicht rassistisch gegen Weiße sein“. Sie haben völlig verdrängt, dass das falsch ist, dass die Gesetze nicht so formuliert sind, und dass es sich lediglich um eine Glaubenssatz aus ihrer Ideologie handelt.

        Der Vorteil ist, dass sie ihre Diskriminierung nicht wie das üblich ist in kleinen Gruppen bei geschlossener Bürotür abgesprochen haben, sondern sie firmenöffentlich zur Schau getragen haben.

        Jedem, der nicht ideologisch verblendet ist, muss die Tragweite dieser Beweise aber bewußt sein (also jedem Rechtsanwalt, insbesondere denen von Google). Sie wissen, dass sie verlieren werden. Und sie verlieren durch einen fortwährenden Prozess noch viel mehr. Denn wenn die firmenöffentlichen Äußerungen schon so krass sind, was wird dann erst in nichtöffentlichen E-Mails zu finden sein? Und die kommen im Zweifel alle raus. Deshalb wird Google den Prozess verhindern, mit viel Geld und einem Schweigegelübde für den Kläger.

      • Ich gehe jede Wette ein, dass das Gericht schon eine Ausrede finden wird, warum ein Fall eines z.B. schwulen Mitarbeiters, der von einer homophoben Firma gefeuert wurde, etwas völlig anderes ist als der Fall James Damore.
        Wie Hadmut Danisch immer so schön sagt: Gerichte betreiben keine Urteilsfindung, sondern machen ihr Urteil nach Gutdünken und betreiben dann Begründungsfindung.

    • Einziges Kriterium wird wohl sein, wie die Äußerungen von den Kollegen subjektiv empfunden wurden und welches Klima dadurch erzeugt wurde. In den internen Mails, die der Klageschrift beiliegen, wird klar, dass Damore von seinen Kollegen wie ein Schwerverbrecher und eine Zusammenarbeit mit ihm als Zumutung empfunden wurde .

      Die Kläger können dagegen geltend machen, dass Teile der Vorgesetzten eben dieses Klima förderten, indem sie ihn ausgrenzten, was wiederum als organisiertes Mobbing gewertet werden könnte. Das alles ist eine sehr zweischneidige Angelegenheit.

  6. Meine Wette: Google zahlt jedem der beiden Herren 5M$ plus striktes stillschweigen und der Käs ist gegessen.

    Der Showdown wird erstmal vertagt.

    MbG

    M

  7. Wow, dass es da so krass zugeht, hätte ich nicht gedacht. Ich habe ja schon viele unmöglich Sachen von amerikanischen Firmen gehört, aber google galt jahrelang als Premiumarbeitgeber.

  8. Daß Damore tatsächlich klagt: das ist als Feiertag zu werten. Großartig.
    Sie haben den Falschen erwischt.
    Ähnlich wie bei Peterson bei Bill C16.
    Ähnlich wie bei Cassie Jaye („The Red Pill“).

    Damores Ansichten sind nicht denunzierbar, er ist als Person nicht angreifbar.
    Er ist intelligent, sachlich, moralisch und in fairer Argumentation nicht zu relativieren.

    Große Freude meinerseits. Das ist ein großer Schritt nach vorne!
    (Wenngleich natürlich noch lange nicht der ganze Weg…)

    Auch wenn die feministisch unterwanderten Medien, Politik, Institutionen etc. dieses Ereignis als solches nicht sichtbar machen werden – diese Klage gehört zu den Dingen, die kulturell und intellektuell einen großen, weitreichenden Einfluß haben.
    Und deshalb in der Folge auch einen politischen!
    Auch wenn dieser politische Einfluß nicht simpel kausal ist, sondern komplex. Also nicht berechnet oder vorhergesagt werden kann. Er findet dennoch markant statt. Es bewirkt etwas. Es wirkt.

    Beste Nachricht seit längerem!

  9. Im Tagesspiegel gibt es einen kurzen dpa-Text dazu

    „Der Software-Entwickler war im August vergangenen Jahres von Google gefeuert worden, nachdem er in einem internen Schreiben den geringen Anteil von Frauen in der Technologiebranche mit angeblichen biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern erklärt hatte. “

    (!!) …angebliche (!!) biologische Unterschiede. Angebliche….

    Dpa at its best….

    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wegen-sexistischer-aeusserungen-gefeuert-mitarbeiter-verklagt-google-nach-kuendigung-wegen-sexismus/20827344.html

  10. Dieser Rechtsstreit hat es in sich. Hier wird nicht irgend ein Saftladen angegangen, sondern google und die Ideologie der Gender- und SJW-Mafia, die wiederum von den US-Demokraten politisch repräsentiert werden. Damit ist die mediale Aufmerksamkeit mehr als sicher.
    Eines aber dürfte sicher sein: Ein grosser Reputationsschaden für google. In den USA werden solche Dinge knüppelhart ausgefochten und bei google liegt eine Menge Kohle rum! Da gibt es was zu holen!

    • „Ein grosser Reputationsschaden für google. In den USA werden solche Dinge knüppelhart ausgefochten und bei google liegt eine Menge Kohle rum! Da gibt es was zu holen!“

      Das wäre die Frage. Die Frage, ob Weiße benachteiligt werden können ist ja eine Frage, die in einigen Bewegungen kritisch gesehen wird, etwa eben von schwarzen Bürgerrechtsbewegungen, die dort das intersektionale in den Feminismus hineingebracht haben
      Dort wird man das sagen, was auch hier viele Zeitungen schreiben: Oh, du armer weißer Mann, wirst du diskriminiert, weil du nicht alle Vorstandsposten bekommst?
      Da wird Google eher der Held sein.
      Und viele werden die Klage ja gar nicht lesen, sondern nur artikel wie „weißer Sexist klagt gegen Google, weil im als weißer das Stück Kuchen immer noch nicht groß genug ist“

      • Das ist die eine Seite, schon richtig. Die Kläger aber können sich als die Underdogs präsentieren, als Angestellte, die gegen ein Monstrum von einem Konzern antreten. Die Menschen mögen in der Regel die Aussenseiter. Der Schuss kann für google gewaltig nach hinten losgehen, wenn sich in der Öffentlichkeit das Narrativ „Grosskonzern schikaniert seine Angestellten und versucht sie zum Schweigen zu bringen“ durchsetzt.

        • @pjotr

          Ja, ich bin gespannt, in welche Richtung es läuft. ich glaube dieser Streit gärt in den USA auch schon eine Weile und viele würden solche ansätze wie „Männer kann man nicht diskriminieren“ als sehr problematisch ansehen. Zumal es auch schwierig sein wird, sie überhaupt vor gericht vorzubringen, denn sie entsprechen vielleicht der feministischen theorie, aber nicht den Diskriminierungsgesetzen.

          Die Rolle des underdogs kann man natürlich auch umdeuten: Google kämpft ja gerade für Frauen und Schwarze. Wer dagegen ist, der ist eben ein Rassist

          • Übrigens haben die Kläger schon angedeutet, dass auch konservative Frauen diskriminiert wurden (und sich wahrscheinlich der Sammelklage anschliessen werden). Die Rechtsverdreher wissen schon, wie sie die Strategie der Gegenseite unterlaufen können.

      • Hier wird es eben einen Prozess geben, und zwar vermutlich einen großen.
        Sollte es da irgendwann eine Entscheidung geben, so wird man darüber berichten müssen und das Urteil auch erklären. Und dabei wird nicht genügen, einfach auf die linke Agenda zu verweisen und zu sagen, dass die Argumentation des Gerichts deshalb falsch liege.

        Und man wird auch zwischendurch berichten müssen, über wichtige zeugen, wichtige Prozesstage.
        Allein schon deshalb, weil andere auch berichten.

        Und ich denke, da wird sehr viel peinliches für die SJW – Seite zu erzählen sein.

        Meine Erfahrung ist immer noch, dass sehr viele Leute nzwgl. den SJW-Unfug schlicht und ergreifend nicht sehen und nicht zur Kenntnis nehmen, und wenn man ihnen davon erzählt, gucken sie einen ganz ungläubig an, als wäre ich der Verrückte und nicht das, wovon ich erzähle.

        Ein bisschen so ähnlich, wie wenn man vor Snowdens Whistleblowerei etwas über potentielle Abhörmöglichkeiten der nsa erzählt hat und was Leute z.B. vom CC zu erzählen haben.

        Und jetzt kommt genau dieses Schmierentheater in einem großen Prozess vor Gericht.
        Und viele zeitungen werden nicht darum hwerumkommen, darüber zu schreiben.
        Und die Leute werden sich verwundert die Augen reiben und denken: Wie bitte? Wie kann man nur so vernagelt sein?

  11. Ich kenne einen Automobilzulieferer bei dem in den Zielen der Manager mittlerweile zumindest teilweise Frauenförderung (Erhöhung des Anteils und möglichst viele Neueinstellungen) über den Ertragszielen stehen. Das ist dann schon der Gipfel der Idiotie…

        • Vielleicht sollte mal jemand eine eigene Seite dafür machen, wo Männer nachschauen können, welche Arbeitgeber Männer durch „Frauenförderung“ besonders benachteiligen. „Bewerte die Männerfeindlichkeit Deines Arbeitgebers“, oder so.

          • @only_me

            Es wäre ja kein Pranger, sondern eine Informationsseite, ähnlich der Professorinnenprogramm-Blacklist bei sciencefiles oder Wikimannia. Man könnte auch versuchen, solche Erfahrungen zB bei Arbeitgeberportalen, wie zB Kununu.de, zu veröffentlichen.

          • Nimm die negative Konnotation heraus, dann ist es auch kein Pranger.
            „Finde die frauenfreundlichsten AG in deiner Umgebung“
            Damit ist allen geholfen.

          • „Der Krieg wird nicht schöner, wenn man den Feind alleine Bomben werfen lässt.“
            Ghandi

            „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“
            Berlusconi

          • „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“

            Meine Bedenken gegen moralischen Universalismus hatte ich schon verschiedentlich zu Protokoll gegeben. Soll ich das weiter ausführen?

          • Auch mit der Ablehnung von moralischem Universalismus kann man nicht jeden Unsinn rechtfertigen.

            Pranger = schlecht.
            Anleitung, woran man feministische AGs erkennt = gut

          • So einfach ist das nicht. Ich würde sogar argumentieren, dass man Unternehmen mit derartigem „Gegendruck“ geradezu helfen muss. Denn den Druck der Gegenseite zur Männerbenachteiligung gibt es und profitorientierte Unternehmen werden tendenziell den Weg des geringsten Widerstands gehen.

          • Eine Liste auf den Gelben Seiten wird aber eher als Adelstitel verstanden, denn als Druck.

            Wenn du also sagst: „Vielleicht sollte mal jemand eine eigene Seite dafür machen…“ steht – rein utilitaristisch gedacht – dein Vorhaben voll und ganz damit, wer dieser „jemand“ ist.

            Und die meisten Männer sind zu blau(ha!)äugig, als dass so eine Liste eine breite Wirkung entfalten könnte. Wären Männer nicht breitflächig doof, gäbe es keinen Feminismus.

          • Für mein Anliegen ist das nicht so wichtig. Ich will nur, dass sowohl Männer allgemein als auch Arbeitgeber ein Bewusstsein für das Problem bekommen, bzw. die Sichtweise Verbreitung findet, dass Gleichstellung und Quoten nur andere Wörter für Männerbenachteiligung sind.

          • „dass sowohl Männer allgemein als auch Arbeitgeber ein Bewusstsein für das Problem bekommen, bzw. die Sichtweise Verbreitung findet, dass Gleichstellung und Quoten nur andere Wörter für Männerbenachteiligung sind.“

            Das ist ein gutes Vorhaben. Da habe ich langfristig sogar Hoffnung. Sooo doof sind Männer ja nun auch wieder nicht.

        • Ich habe sehr viel Verständnis, dass ein bestimmter konkreter (und vielleicht gar ermittelbarer) Nutzer das hier nicht öffentlich schreiben möchte, aber ob das nicht öffentlich ausgebreitet werden sollte?
          Warum nicht?
          Prangerß
          Ein Pranger ist für mich zuearst einmal etwas, auf dem eine konkrete Person persönlich diffamiert wird.
          Etwas derartiges geschieht hier aber nicht, es geht um ine Information über eine Firmenpolitik. Und Firmen gegenüber habe ich da erehblich weniger Skrupel. . Aus vielerlei gründen, die ich gar nicht mal ansatzweise alle aufzählen mag.
          Nicht zuletzt dabei der Grund, dass ich der Meinung bin, dass eine Firma in dieser Situation sehr viel besser in der Lage ist, sich durch eine änderung der beanstandeten Firmenpolitik auch wieder zu rehabiliieren, als eine irgendwie moralisch angeklagte reale Person.

          Daher:
          ja, doch ich bin schon der Meinung, dass solche Informationen auch veröffentlicht („ausgebreitet“) werden können.

          • „…werden können.“

            Genau.

            Ich werde dir absolut nicht an den Karren fahren, wenn du so was veröffentlichst.

            Ich werde jeden unterstützen, der sagt, dass er davon lieber Abstand nehmen möchte.

            Ich finde die Idee einer Liste von Idioten auch – vom Gefühl her – verlockend. Letztlich aber neige ich zu „lieber nicht“.

          • ja, doch ich bin schon der Meinung, dass solche Informationen auch veröffentlicht („ausgebreitet“) werden können.

            Seh ich genau so.

            Warum sollte die Veröffentlichung offizielller Firmenpolitik den Charakter eines Prangers haben? Es kann für den Arbeitnehmer eine wesentliche Information sein, wenn er sich entscheiden muss, ob er sich da bewerben soll oder eine Stelle annehmen soll. Natürlich sollte die Darstellung auf Fakten beruhen und nicht Gerüchte verbreiten.

  12. @Christian

    Der Prozess hat das Potential zu einem Jahrhundertprozess, weil verschiedene Theorien und ihre Anerkennung oder Ablehnung in der Rechtsprechung dort zum Gegenstand des Verfahrens werden könnten.

    Ich weis nicht, ich könnte mir vorstellen, dass die Hauptschwierigkeit bei der Vielzahl der Prozesse und Präzedenzfälle, bei denen diese Fragen schon behandelt wurden (Stichwort affirmative action) darin besteht, den Überblick zu bewahren. Genau diese Themen wurden ja auch schon in fiktionaler Form publikumswirksam verarbeitet. Erinnert sich noch jemand an die Anwaltsserie Ally McBeal? Die galt vermutlich als feministisch, weil die Hauptfigur eine Anwältin war, tatsächlich war es aber eher eine Frauenserie, weil der Haupterzählstrang aus dem Liebesleben der Hauptfigur bestand und ein paar Fälle pro Folge als Nebenhandlung ausgearbeitet waren. Einer dieser Fälle war eine andere Anwaltskanzlei, die nur Frauen einstellt und daher verklagt oder verteidigt wurde.

    Richtig ist aber, dass es in der politischen und gesellschaftlichen Debatte um diese Themen in den letzten Jahren eine starke Polarisierung gab, deren sichtbarster Ausdruck der knappe und gegen jede übliche politische Wahrscheinlichkeit errungene Wahlsieg Trumps ist.

    • Ich weis nicht, ich könnte mir vorstellen, dass die Hauptschwierigkeit bei der Vielzahl der Prozesse und Präzedenzfälle, bei denen diese Fragen schon behandelt wurden (Stichwort affirmative action) darin besteht, den Überblick zu bewahren.

      Es könnte tatsächlich verhandelt werden, ob „affirmative action“ diskriminierend ist. Das ist sie offensichtlich. Vor noch nicht all zu langer Zeit war noch der Begriff „positive Diskriminierung“ gebräuchlich, der aber mittlerweile nur noch selten zu hören ist.
      Sollte die „affirmative action“ tatsächlich zum Gegenstand der Verhandlung werden, dann hat dieser Prozess das Zeug zu einem „Jahrhundertprozess“, so wie von Christian angedeutet.

    • „Ich weis nicht, ich könnte mir vorstellen, dass die Hauptschwierigkeit bei der Vielzahl der Prozesse und Präzedenzfälle, bei denen diese Fragen schon behandelt wurden (Stichwort affirmative action) darin besteht, den Überblick zu bewahren“

      Da dürfte es ja Juristische Kommentare und Veröffentlichungen geben, die da die Leitlinien herausarbeiten. Ich gehe davon aus, dass das in den USA ein Bereich ist, zu dem es reichhaltige Literatur gibt

  13. Es bleibt zu hoffen, daß der Prozess bei den (potentiellen) Aktionären Googles auf großes Interesse stößt.

    Denn in diesem Prozeß – schon in der Klageschrift – wird ein Großteil von Googles geschäftsschädigenden Praktiken offengelegt, und als Aktionär oder Investor sollte man sich gut überlegen, ob man in eine Firma investiert, die derartige geschäftsschädigende Praktiken anwendet und sogar noch fördert.

  14. Im guardian findet man über Damores Klage ganz schnell zu einer feministisch korrekten Klage gegen Google:
    https://www.theguardian.com/us-news/2018/jan/03/google-childcare-center-teachers-women-pay-pay-discrimination
    Der Artikel datiert auf den 3.1.2018

    Das muss bitter sein für Google…
    Eine früher als Kindergarten-Betreuerin angestellte klagt gegen Google, dass sie schlechter bezahlt worden sei als 3 weniger qualifizierte Männer in der selben Tätigkeit.

    Man darf gespannt sein, auf was das hinausläuft.
    in einem wie von Damore geschilderten Klima ist der Fall nur schwer vorstellbar.
    Sehr gut vorstellbar allerdings, dass da auch im Betriebskindergarten-sektor mit hoher Wahrscheinlichkeit Frauen angestellt werden, die ganz besondere Empfindlichkeiten auf alles haben, was sich als Frauendiskriminierend auffassen lässt.
    Also sehen wir mal, was da tatsächlich rauskommt – ob die besagten Männer tatsächlich mehr erhalten haben, und welche Qualifikationen sie tatsächlich mitgebracht haben, die evtl. eine höhere Bezahlung gerechtfertigt haben.

    Und wer weiß: Am Ende kommt noch heraus, dass Google nur deshalb Frauen bevorzugt einstellen will, weil man ihnen erzählt hat, dass sie bei Frauen für die selbe Arbeit 22% weniger Lohn bezahlen müssen und damit auch immer durchkommen?
    😀

  15. Interessant:
    Der Guardian sympathisiert hier mit Damore.

    Das geht, weil der Artikel schon in der Überschrift sagt:
    „‚I see things differently‘: James Damore on his autism and the Google memo“

    Als Autist ist Damore eine marginalisierte Minderheit und darf intersektionalen Opferstatus in Anspruch nehmen. Das verändert natürlich alles. Und nur unter dieser prämisse kann ein Damore im Guardian positiv gelabelt werden. UND gleichzeitig braucht man sein Meno trotzdem nicht Ernst nehmen – ist ja von einem behinderten Autisten.

    Toller Kunstgriff. Der Guardian vermittelt, Damore als Opfer von Google ernst zu nehmen, weil Mitglied einer intersektional hochstehenden Opferkaste gegen den Großkonzern Google, aber nicht als Autor des Memos und der Inhalte, die er dort vertritt.

    • Toller Kunstgriff. Der Guardian vermittelt, Damore als Opfer von Google ernst zu nehmen, weil Mitglied einer intersektional hochstehenden Opferkaste gegen den Großkonzern Google, aber nicht als Autor des Memos und der Inhalte, die er dort vertritt.

      Es geht im Klageverfahren i.m.h.o nicht darum zu beurteilen, ob seine Ansichten, so wie er sie im Memo dargelegt hat, korrekt sind oder nicht. Es geht vielmehr darum, ob seine Ansichten derart verletzend für andere (insbesondere Frauen) waren, so dass eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich, d.h nicht mehr zumutbar für die Betroffenen war und eine Kündigung deshalb erfolgen musste.
      Die Kläger vertreten ja gerade die Ansicht, dass bei google gewisse gesellschaftspolitische Ansichten (konservativ, feminismuskritisch, Ablehnung der affirmative action etc.) nicht geduldet werden. Dazu scheint es eine Reihe von Belegen zu geben, die diese Behauptung stützen.

  16. „Die Klageschrift dieses Mannens bestätigt seine diskrimierende Haltung genüber Frauen.“

    Okay. Wo?

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