„Wäre es ein Problem, wenn eure Freundin, Frau oder erwachsene Tochter Hure gern und selbstbestimmt Hure wäre?“

 
Wäre es ein Problem, wenn eure Freundin, Frau oder erwachsene Tochter Hure gern und selbstbestimmt Hure wäre?

 
Es gab hier glaube ich in den Kommentaren schon mal Diskussionen a la „Wie könnt ihr für die Legalität der Prostitution sein/Pornos schauen und gleichzeitig dagegen, dass  eine euch nahestehende Frau/eine Verwandte diesen Beruf ausübt“
 
Insofern nehme ich den Tweet mal zum Anlass eine Diskussion dazu zu eröffnen:
 
Zu meiner Frau, also Südländerin:
Ich hätte ein großes Problem damit, wenn meine Frau mir eröffnen würde, dass sie nunmehr Prostituierte werden wollte. Zum einen wäre es so untypisch für sie, dass es mich stark überraschen würde, einfach weil sie aus einem konservativen Land kommt und das bei starker familiärer Eingebundenheit etwas wäre, was mit ihrer Familie niemals, niemals, niemals gehen würde. Aber natürlich auch, weil sie über dreißig und Mutter von 1,5 Kindern ist und mich der Karrierewechsel da aus einem guten Job im öffentlichen Dienst heraus doch stark überraschen würde. Ich habe auch wenig Lust sie in der Hinsicht zu teilen und ich bezweifele auch, dass sie sehr begeistert wäre, wenn ich eine entsprechende Laufbahn einschlagen wollte.  Mich würde diese Idee von ihr entsetzen.
 
Aber lösen wir es von meiner gegenwärtigen Partnerin:
Ich würde auch ansonsten keine Beziehung mit einer Prostituierten oder einer Pornodarstellerin führen wollen. Ich kann nichts positives damit verbinden und glaube das es ein Beruf ist, der für eine Beziehung schädlich ist, auch wenn es Leute geben mag, die damit gut zurechtkommen. 
Natürlich passt es auch nicht zu meinem recht bürgerlichen Beruf und es würde mich auch stören, wenn Bekannte, Freunde oder Feinde recht unproblematisch mit meiner Frau/Freundin/Bekannten schlafen könnten. Natürlich haben andere Männer mit meiner Frau geschlafen und damit habe ich kein Problem, aber eben nicht gegen Geld. 
Ich hätte erhebliche Probleme damit zu verstehen, warum sie das wollte. 
 
Was wäre mit Fräulein Schmidt? 
Ich würde auch dort wenig Verständnis dafür haben, dass das der Job ihrer Wahl ist. Es erscheint mir intellektuell eine nicht sehr herausfordernde Tätigkeit und sie erfordert ein sehr kaltes Verhältnis zur eigenen Sexualität, die ich ihr aus meiner Sicht nicht wünsche. Natürlich würde es auch etwas sein, was einen evtl verfolgt, gerade in der heutigen Zeit und was spätere Beziehungen gefährden kann. Es erfordert wohl auch ein eher unstetes Leben, es erscheint mit nicht als ein geeigneter Beruf für den Ort, an dem man Leben will. 
Würde ich sie unterstützen, wenn sie es unbedingt machen will? Was soll man als Elternteil letztendlich sonst machen, auch wenn ich sicherlich versuchen würde ihr die Nachteile aufzuzeigen, die daraus entstehen und es mir vermutlich erhebliche schlaflose Nächte verursachen würde. 
 
Es gibt sicherlich Leute, zu denen diese Arbeit gut passt und für die sie die richtige ist.  Es erfordert aber entweder einen Teil seines Lebens geheim zu halten, wobei das Internet nicht vergisst oder mit den Konsequenzen bzw den Bewertungen der Leute zu leben. Aus meiner Sicht sind die Möglichkeiten in beiden Berufen das nicht wert und sie sind auch nicht sonderlich lange ausübbar. Das mögen andere anders sehen.  Die evolutionär bedingten Vorbehalte gegen Frauen, die Sex mit jedem haben scheinen mir auch schwer auflösbar. 
 
 

108 Gedanken zu “„Wäre es ein Problem, wenn eure Freundin, Frau oder erwachsene Tochter Hure gern und selbstbestimmt Hure wäre?“

  1. Ich hätte ein Problem mit einer Quotenfrau. Aber einer Hure? Nicht wirklich. Jede Frau nimmt Geld gegen Sexualität. Und Huren legen wenigstens ihre Preise und Dienstleistungen transparent dar.

    • Das tun sie nur, wenn du ihr Kunde bist, nicht wenn du ihr Partner bist.
      Außerdem habe ich schon mehrmals welche kennengelernt die in der Vergangenheit als Hure gearbeitet haben, die waren allesamt geistig nicht mehr ganz knusper. Und im Bett waren sie auch nicht besser als andere Frauen.

        • Die waren alle nymphoman, die haben Sex konsumiert, wie ein Kettenraucher Kippen. Es ging denen nicht um Genuss oder so, sondern nur um den nächsten Fick, deswegen haben die ihre Neinung zum Beruf gemacht.

    • „Jede Frau nimmt Geld gegen Sexualität. Und Huren legen wenigstens ihre Preise und Dienstleistungen transparent dar.“

      Viele Frauen nehmen aber auch Versorgung oder Wohlstand statt Scheinen. Dazu musst du allerdings die Flatrate mit unbestimmter Kündigungsfrist buchen. Und hast keinen Anspruch auf die erhoffte Leistung. Die AGBs sind da sehr kundenunfreundlich.

  2. Ich war vor einigen Jahren eine Zeit lang mit einer Prostituierten gut bekannt. Nette, sozial eingestellte, zugewandte, reflektierte, intelligente Frau Mitte 30, auch ein wenig schräg drauf. Bekam allerdings erst am Ende unserer Bekanntschaft mit, dass sie auch zum Teil als Edel-Prostituierte arbeitet. Ich kann leider nicht mehr über sie persönlich schreiben, denn dann könnte man sie evtl. erkennen. Jedenfalls war ich eine zeitlang ziemlich stark in die Frau verliebt. Mir würde die Prostitution meiner Partnerin nicht ausmachen (hätte mir damals, wenn es geklappt hätte, auch nicht), weil für mich das eine der Job und das andere die Partnerschaft ist. Eifersüchtig wäre ich nicht, wenn Vertrauen und Offenheit zwischen uns bestehen würde – die essentielle Grundlage jeder Partnerschaft. Probleme und Ängste bereiten würden mir eher die berufsbedingten Rahmenbedingungen: Möglicherweise Arbeit zu ungünstigen Zeit (abends, nachts), Risiko, sich mit Geschlechtskrankheiten anzustecken, Verletzungsrisiko durch gewalttätige Freier. Allerdings wäre mir auch klar, dass Prostitution ein Knochenjob ist, der anstrengend ist und einen auf Dauer verändert – möglicherweise zum Negativen.

  3. Ich denke, wenn der Sohn oder Ehemann vorhat künftig beruflich Eber zu entsamen oder als Clown zu arbeiten, dann haben da auch viele ein Problem mit.

  4. Eine Prostituierte als Beziehungspartnerin würde ich nicht mal im entferntesten in Erwägung ziehen. Die Menge der früheren Sexualpartner (bzw. deren Fehlen) ist ein sehr guter Indikator für die Beziehungsfähigkeit einer Frau. Jungfrauen sind klar am besten, aber in meinem fortgeschrittenen Alter würde ich 1 Sexualpartner pro 10 Jahre Geschlechtsreife der Frau akzeptieren. Alles andere sind Schlampen, die man zwar ficken kann, aber irgendwie dran binden oder was für sie tun? Nein. Als Beziehungspartnerin käme für mich nicht mal eine Frau in Frage, die das Bedürfnis hat sich leicht bekleidet auf Instagram zu zeigen.

    Bei rebellischen Töchtern ist das leider nicht so einfach, die kann man nicht einfach wegschmeißen. Ich würde mich fragen, was ich in der Erziehung falsch gemacht habe. Ich würde versuchen ihr klar zu machen, dass sie vielleicht mit Mitte 20 mit ihrer Sexualität sehr viel erreichen kann, aber gut daran tut diese Macht zu nutzen um dafür zu sorgen, auch mit Mitte 50 noch einen Mann zu haben, der für sie da ist. Wenn sie in jungen Jahren nicht sorgsam mit ihrem Sex umgeht, wird das umso schwerer und dann wird sie allein und kaputt sein. Eventuell müsste ich so eine Tochter sogar enterben um das Projekt Dynastiebildung nicht zu gefährden.

    • „Jungfrauen sind klar am besten“
      Für mich wäre das ab einem gewissen Alter eher ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Welche sonst sozial gut eingebundene Frau hätte ab einem gewissen Alter nicht eine vernünftige Beziehung geführt oder aber zumindestens einmal Sex gehabt? bis zu welchem Alter findest du denn tatsächlich Jungfrau perfekt? Eine Frau, die mit 30 noch kein Sex hatte wäre aus deiner Sicht eine gute Kandidatin?

      • Ja, da gebe ich Dir durchaus recht. 30 Jahre ohne Sex ist schon was viel, da stimmt was nicht. Daher die Faustformel von 1 Sexualpartner pro 10 Jahre Geschlechtsreife.

        • Also Jungfrau bis wann? 24?

          Würde ich auch schon verdächtig finden. Hat sie Angst vor Sex oder kein Interesse daran? Kann sie keine vertrauensvolle Bindung in der sie Sex haben kann aufnehmen?
          Oder meinst du 1 bis 24 und zwei bis 34?

          ich würde es eher so sehen, dass sie mindestens drei bis vier sexpartner gehabt haben sollte. Nicht dass sie denkt, dass alle Männer so gut im Bett sind wie ich nur weil sie keine Erfahrung hat 😉

          • Mit 24 noch Jungfrau ist völlig ok. Aber einen Versuch kann sie in dem Alter schon gehabt haben.

            Was für einen Wert hat es sich auch im Bett noch der Leistungskonkurrenz stellen zu müssen/wollen? Sex ist mein Spaß an der Sache. Ich habe keinerlei Interesse da auch noch Zirkus aufführen zu müssen. Beim Sex hat es um mein Vergnügen zu gehen, sonst lohnt es sich gar nicht sich all das mit den Frauen anzutun.

        • 1 pro 10 Jahre?
          In der Praxis sähe das dann so aus: Mit 15 entjungfert, aber der Kerl hat sie angelogen. Dann bis 25 Single. Dann den Zweiten mit 35 ohne guten Grund verlassen. Glückwunsch zur Eheschließung!

          • Garantien gibt es nie. Aber drehe das einfach mal um und frage Dich, was eine Frau zur Promiskuität treibt? Für Frauen ist Sex ein biologisches Risiko und 50000 Jahre genetische Erinnerung daran verschwinden nicht einfach, nur weil es jetzt die Pille gibt. Für Promiskuität von Frauen gibt es im Wesentlichen 2 Gründe:

            1. Unsicherheit über den eigenen Wert. Diese Frauen brauchen Sex und die darin liegende Bestätigung durch das Begehren der Männer um sich gut zu fühlen. Sind das psychisch stabile Frauen?
            2. Sonstige Bindungsunfähigkeit. Wenn eine Frau es in der Vergangenheit nicht geschafft hat, 10 Jahre glückliche Beziehung zu führen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie das in Zukunft plötzlich schaffen wird denkbar gering. Allenfalls der Mangel an Möglichkeiten weil sie alt und häßlich ist könnte das bewirken. Aber welcher Mann würde das dann wollen?

          • „frage Dich, was eine Frau zur Promiskuität treibt?“

            Das hängt doch stark von der Definition ab.
            Nehmen wir mal einen klassischen Verlauf: Sie hat mit 16 den ersten Sex, mit einem Freund aus der Klasse, sie hat eine erste Beziehung, es hält ein Jahr, weil beide jung sind. ein Jahr später verliebt sie sich in einen anderen und ist mit ihm zusammen, aber dann fängt sie an zu studieren, zieht in eine andere Stadt und irgendwie lebt es sich auseinander und die Beziehung scheitert. Sie hat etwas mit einem Kommilitonen, der schon die ganze Zeit mit ihr geflirtet hat, es ist aber nichts ernstes. Dann hat sie eine weitere Beziehung mit einem anderen Kommilitonen.
            Schon sind wir bei 4 und ich würde es für das vollkommen normalste der Welt und eine gesunde entwicklung halten

            „Wenn eine Frau es in der Vergangenheit nicht geschafft hat, 10 Jahre glückliche Beziehung zu führen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie das in Zukunft plötzlich schaffen wird denkbar gering“

            Sehe ich nicht so. Was hat denn 10 Jahre gedauert um zu merken, dass es nicht passt? Wollten sie nicht heiraten und Kinder bekommen bei 10 Jahren? Was genau hat beide abgehalten?

          • Sie hat mit 16 den ersten Sex, mit einem Freund aus der Klasse, sie hat eine erste Beziehung, es hält ein Jahr, weil beide jung sind. ein Jahr später verliebt sie sich in einen anderen und ist mit ihm zusammen, aber dann fängt sie an zu studieren, zieht in eine andere Stadt und irgendwie lebt es sich auseinander und die Beziehung scheitert. Sie hat etwas mit einem Kommilitonen, der schon die ganze Zeit mit ihr geflirtet hat, es ist aber nichts ernstes. Dann hat sie eine weitere Beziehung mit einem anderen Kommilitonen.
            Schon sind wir bei 4 und ich würde es für das vollkommen normalste der Welt und eine gesunde entwicklung halten

            Ich nicht. Die Frauen, die ich kenne, die so anfingen, sind mit 40 entweder Single oder haben mehrere Kinder von verschiedenen Männern und alle 3 Jahre einen Neuen.

            Die gute Variante ist eher, dass sie zwischen 16 und 25 den ersten Sex hat. Die Beziehung hält 5-15 Jahre, scheitert aber weil man jung ist/war.
            Wenn ihr woanders studieren wichtiger ist als Du, dann ist sie keine um sich dran zu binden.

          • „Wenn ihr woanders studieren wichtiger ist als Du, dann ist sie keine um sich dran zu binden.“

            wenn sie in einer Stadt ohne Uni lebt ist das kaum zu vermeiden oder?

            „Die Beziehung hält 5-15 Jahre, scheitert aber weil man jung ist/war“

            Die 15 Jahre lange Beziehung scheitert, weil sie Jung ist und war?
            Aber ich sehe wir bevorzugen andere Frauen. Das ist ja okay.

          • @lh: Ich halte es für irreführend, Frauen anhand ihrer Vorerfahrungen hstl Beziehungsfähigkeit kalkulieren zu wollen. Ich bin in den letzten zwei Frauen begegnet, die beide instabil waren, beide vieljährige Ehen hinter sich hatten. Die eine hatte vorher im Studium jedes Wochenende andere Typen in der Kiste (stellte sich aber dennoch an wie beim ersten Mal), die andere gerade mal zwei feste Beziehungen (davon eine Ehe) und einen Narzissten als bisherige Erfahrung. Verschiedene Wege, gleiches Resultat, wenn man so will.

        • Da würde ich ja gern mal wissen, wie viele Sexualpartner man als Mann pro Jahrzehnt haben darf.

          Dr. Sommer war im Sommer 1955 schon weiter als deine Einteilung der Frauen in Huren und Heilige.

          Küchenpsychologie kann ich natürlich auch: deine Angst vor sexuell erfahrenen Frauen rührt aus Versagensängsten. Einer Jungfrau kannst du ja erzählen, 12 cm sind recht groß für einen Mitteleuropäer und 30 Sekunden ist im Guinessbuch der Rekorde als kaum zu schaffende Kopulationsdauer vermerkt.

          Zum Thema: Ich selbst gehe nicht zu Prostituierten und würde für eine Beziehung sicher keine in Erwägung ziehen. Für mich ist Sex etwas Intimes zwischen ca. zwei Menschen und nicht das Abreagieren vielleicht noch in einer Verrichtungsbox.

          • „Für mich ist Sex etwas Intimes zwischen ca. zwei Menschen “

            Dieser Satz ergibt ausschließlich dann Sinn, wenn du implizierst, dass eine Prostituierte nicht zu Intimität fähig ist.

            Mensch, da war ja Dr. Sommer 1955 schon weiter!

          • @Morris:

            Ich habe überhaupt nichts gegen Sex mit erfahrenen Frauen. Die haben auch Vorteile. Aber als Mann ist die Beziehung mit einer Frau immer eine Last und ein teilweise großes Risiko. Die Frage ist, warum und unter welchen Bedingungen man sich das antun soll. Und dabei plädiere ich ganz klar dazu, anspruchsvoll und fordernd zu sein. Und sonst ist es besser ganz unverbindlich zu bleiben.

      • Wenn mit „Sexualpartner“ ausschließlich ein Mann gemeint ist und es um Penetration geht, dann kommt das schon öfters vor. Viele junge Frauen nutzen zur Triebabfuhr lesbische Sexpraktiken und befriedigen auch Kuschelbedürfnisse mit der besten Freundin wenn gerade kein Mr. Right im Schrank hängt.

    • @lh
      Ein paar Anmerkungen.
      „Die Menge der früheren Sexualpartner (bzw. deren Fehlen) ist ein sehr guter Indikator für die Beziehungsfähigkeit einer Frau.“

      Nope.
      Die Beziehungsfähigkeit einer Frau ergibt sich durch ihre Beziehungserfahrungen. Eine Ansammlung von ONS ist keine solche -weder im positiven, noch im negativen Sinn.

      Eine dreißig Jahre alte Frau mit keiner einzigen LTR und drei Sexualpartnern ist keinesfalls beziehungsfähiger, als eine solche mit einer zehnjährigen LTR in ihrer Biographie und zehn Sexualpartnern.
      Die berüchtigte rote Flagge würde ich sehen, wenn nämliche Frau seit ihrem sechzehnten Lebensjahr zwar keinen Sex außerhalb einer Beziehung hatte, aber eine Sammlung von (nahtlosen) Beziehungen von maximal ein bis zwei Jahren Dauer.
      Dass sie dieses Muster jemals ablegen wird, halte ich für fraglich.

      Die Legende des CC, das von Rollo Tomassi und anderen PUA stammt, habe ich bereits mehrfach widerlegt.
      Keine einzige Studie zur Sexualität unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den USA zeigt die Existenz eines solch polygamen Verhaltens von jungen Frauen – bis auf kleine Minderheiten.
      Auch hier gilt: Diese lautstarken Minderheiten drängeln sich in den MSM und sozialen Medien, sind aber keinesfalls repräsentativ für die Wünsche und das Verhalten der Mehrheit.

      Das Problem ist jedoch, man diskutiert auf der Basis dieser medial produzierten „Meta-Wirklichkeit“, als wäre sie existent.

      • Wie gesagt, ich würde das nicht sklavisch an irgendwelchen Zahlen festmachen. Die wesentlichen Prinzipien hast Du schon gut erkannt.

        Ich diskutiere das übrigens nicht auf Basis irgendwelcher PUA-Theorien. Es reicht völlig mich in meinem Umfeld umzuschauen welche Frauen (die ich teilweise sehr lange kenne) glückliche Beziehungen führen und was sie vorher gemacht haben.

        • @lh

          Ich mache das „sklavisch an Zahlen fest“, weil mir anekdotische Beweisführung und bloße Behauptungen nicht reichen.
          Das sich durchgesetzt habende Muster ist die serielle Monogamie – bei Frauen und Männern.
          Durchgesetzt heißt nicht etwa erwünscht; ich kaufe jeder eingegangen Paarbindung auf der Basis von gegenseitiger (sexueller) Exklusivität erst einmal ab, ein ernsthaftes Anliegen zu sein.

          „Für Frauen ist Sex ein biologisches Risiko und 50000 Jahre genetische Erinnerung daran verschwinden nicht einfach, nur weil es jetzt die Pille gibt.“

          Zeige bitte mit dem Finger auf die „genetische Erinnerung“.
          Die Verhaltensänderung, zehn Jahre nach dem Einzug der Pille sind der Beweis dafür, 50.000 Jahre „genetische Erinnerung“ sind kulturell in einem Wimpernschlag zu überwinden.

          Sex ist jenseits der Möglichkeit einer Schwangerschaft etwas, was beiden Geschlechtern viel Spaß machen kann und macht. Das als abträglich für die mentale Gesundheit und die Beziehungsfähigkeit eines Geschlechtes zu bezeichnen, hört sich für mich nach manifester Doppelmoral an.

          Paradebeispiel Roosh V.: Präzise dann der ganzen „Schlampen“ müde, auf deren Existenz er sein Geschäftsmodell bis dahin aufgebaut hatte, als er das Bedürfnis verspürte „to settle down“. Ab diesem Zeitpunkt war er auf der Suche nach einer Jungfrau mit „traditionellen Werten“.
          Er hat es noch nicht einmal gemerkt, dass er selbst die Karikatur von „Where have all the good men…“ geworden ist.

          • Da ist überhaupt keine Doppelmoral. Solange man nur unverbindlichen Sex will, sollte/kann man sich an die Frauen dafür halten. Aber sobald man Kinder mit der Frau machen will, sieht das eben anders aus. Jedenfalls wenn man von den Kindern außer Unterhaltszahlungen was haben will.

            Man kann sich über die Ungerechtigkeiten des Familienrechts beschweren, oder die richtigen Konsequenzen ziehen. Ich halte letzteres für sinnvoller.

    • Enterben geht nur bei „grobem Undank“, also wenn sie beispielsweise versucht, Dich abzumurksen.
      Deine Enttäuschung über ihre Karriere als beliebtestes Mädchen der Stadt reicht dem Richter nicht.

    • „Jungfrauen sind klar am besten, aber in meinem fortgeschrittenen Alter würde ich 1 Sexualpartner pro 10 Jahre Geschlechtsreife der Frau akzeptieren.“

      Jungfrauen sind nix. Im Bett komplett unerfahren und steif, außerdem glauben sie in der Regel an den Märchenprinzen, der da draußen irgendwo auf sie wartet. Mich überzeugen eher die mit negativ exponentiellem Sexualverhalten – in der Jugend ordentlich rumrammeln, Erfahrung sammeln, Sex aus einer subjektiv-gesellschaftlichen Überhöhung auf den Funfaktor runterdrosseln. Die merken schon zu einem guten Zeitpunkt, dass Sex nur ein Teil des Lebens ist und Beziehung sich nicht nur aus Sex speist. Das macht sie locker und oft sehr frivol.

      Soll ja auch Spaß machen so ne Beziehung.

      • Die Präferenz für Jungfrauen stammt aus Zeiten vor der allgemeinen Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln. Niemand wollte unwissentlich Kinder anderer Männer ernähren.

        Oder sie ist religiös begründet. Laut Katechismus der katholischen Kirche sollte Sex nur innerhalb der Ehe stattfinden (woran sich natürlich auch in den katholischen Ländern niemand hält).

        • Das ist sicherlich ein Punkt. Ein anderer ist, Mensch kann an sich halten und nicht bei jeder Gelegenheit dem Trieb nachgeben. Ein dritter ist, der Frau ist klar, dass sie mit ihrer Sexualität einen Pfund in der Hand hat, mit dem sie allerdings nur eine recht begrenzte Zeit wuchten kann. Alles Indizien für jemand, der tatsächlich an einer Beziehung interessiert ist.
          Auch heute will man nur bedingt die Kinder anderer aufziehen. Das scheint nicht nur den Eltern wichtig zu sein, sondern auch den Kindern. Menschen haben einfach den Drang seine leiblichen Eltern zu können. Und zieht man unwissentlich ein fremdes Kind auf ist das sogar ein mehrfacher Betrug.
          Daher bin ich für einen automatischen Gentest auf Verwandschaft bei der Geburt. Frauen haben da einen unfairen Vorteil gegenüber Männern.

          Ich habe über die Promiskuität länger nachgedacht, aber grundsätzlich würde ich lh zustimmen. Nur Menschen, die der Bedeutung der Sexualität im Kontext einer Beziehung einen echten Wert zumessen, taugen für einen Langzeitbeziehung. Promiske eher nicht, wobei promiske Frauen da schon ein größeres Risiko darstellen. Frauen können Sex eher schlecht von einer Beziehung trennen, somit ist die Gefahr eine seriellen Monogamie bei einer promisken Frau eher größer. Das Problem der Promisken Menschen ist tatsächlich ein Problem aller Menschen. Kein Mensch kann sich wirklich ändern, nur weil er jetzt beschliesst anders zu sein. Das ist so wie bei Alkoholikern, natürlich bleiben sie abstinent aber die Gefahr eines Rückfalls ist extrem hoch.

          Es bleibt aber dennoch das Problem ein echtes promiskes Verhalten zu erkennen. Warum auch immer streben kurioserweise Menschen (auch die promisken) in aller Regel eine Langzeitbeziehung an. Frauen mehr als Männer.

          Grundsätzlich sind sexuelle Erfahrungen des Partners mit anderen Menschen vor oder während der Beziehung problematisch für fast jede Beziehung. Ich kann mich nicht erinnern in einer Partnerschaft über solche Erfahrungen gerne gesprochen oder überhaupt nur gesprochen zu haben. Und das ist wirklich auf die Sexualität und sonstige unschönge Erlebnisse begrenzt. Kann Mann würde in einer Beziehung von seiner Partnerin hören wollen, dass dieser oder jener Ex bestimmte Qualität hatt, die man offensichtlich selbst nicht hat. Das gleiche gilt für Frauen, sie möchte auch nicht hören, dass diese oder jene Ex im Bett dieses oder jenes gemacht hat. Ich würde sogar sagen, dass man generell nicht gerne mit seinem aktuellen Partner über die Expartner spricht.

          Ich glaube Menschen sind generell in Punkto Sex egal ob Jungfrau oder sexuell erfahren ziemlich monoton. Bei Frauen mag das sogar noch ausgeprägter sein. Das hängt dann bei Frauen einfach damit zusammen, dass sie Sex ganz anders erleben als Männer.

          • „Und zieht man unwissentlich ein fremdes Kind auf ist das sogar ein mehrfacher Betrug. Daher bin ich für einen automatischen Gentest auf Verwandschaft bei der Geburt. Frauen haben da einen unfairen Vorteil gegenüber Männern.“

            Exakt. Diesen haben sie, weil so ihre Versorgung gesichert werden soll. Ein archaisches im Kern unfeministisches Prinzip aus Zeiten, als die Frau ihr eigenes Überleben nicht zwangsläufig selbst sichern konnte und noch keinen Staat hatte, der für sie alles klarmachte.
            Aber gerne behalten die Feministen dieses Frauenprivileg, damit Frauen nicht unbedingt erwerbsarbeiten müssen, wenn sie keine Lust haben.

            Und damit entscheidet ausschließlich die Mutter über die Vaterschaft. Man könnte fast von „Matriarchat“ sprechen. Denn sichere Vaterschaft definiert sich in unserem Land einzig und allein über die Mutter.
            Und weil das so ist, spricht die Justizministerin unverhohlen über die Mutter als „vorrangigem Elternteil“.
            Männer haben noch sehr viele Hausaufgaben zu machen in Sachen Emanzipation und Gleichberechtigung. Dabei wird es immer schlimmer. Aus dem alt-ehrwürdigen deutschen BGB wird derzeit großflächig der Begriff „Vater“ ausradiert und durch „Elternteil“ ersetzt…

    • Jungfrau zu sein ist doch kein Zeichen für Beziehungsfähigkeit. Absurder Gedanke.

      Wieso sollte eine Frau, die noch nie Verkehr mit einem Mann hatte, besonders beziehungsfähig sein?

      Dynastiebildung?

      Keine Ahnung, in welchem Film Du so lebst, meiner ist anders.

  5. Hätte ich ein Problem damit, wenn meine Frau oder meine Tochter Prostituierte werden will?
    Ja
    Hätte ich ein Problem damit, wenn meine Kollegin oder meine Nachbarin Prostituierte werden will?
    Nein
    Hätte ich ein Problem damit, wenn mein Sohn nach dem Abitur eine Karriere als Müllwagenfahrer ansteuert?
    Ja
    Hätte ich ein Problem damit, wenn meine Frau in den Schichtdienst wechselt?
    Ja
    Hätte ich ein Problem damit, wenn meine Tochter Medizin studiert und dann mit 30 entscheidet, dass sie doch lieber halbtags im Kindergarten arbeitet?
    Ja

    Heißt das, ich bin dafür, dass die Müllabfuhr, Schichtdienst und Kindergärten abgeschafft werden müssen?
    Nein, natürlich nicht, du Dummerchen.

    Das hieße es nur, wenn du in feministischer Logik denkst.

    • Sehe ich auch so. Die Argumentation „Wenn du etwas persönlich nicht magst, bist du doch sicherlich dafür, es zu verbieten“ lässt schon gewaltige Defizite erkennen.

  6. Wenn ich mal so die Biografien (und Biopics) von Linda Lovelace, Ava Taylor, Mia Khalifa, Sasha Grey, etc anschaue, dann gibt es zwei verbindende Elemente: wie scheiße und ausnutzend die Branche ist – das wünsche ich kejner nahestehenden Frau in meinem Leben. Und die Typen dieser Frauen haben auch mindestens einen Dachschaden – sofern Dach überhaupt noch vorhanden. Auch das wünsche ich keiner Frau in meinem Leben und ich bin selber nicht der Typ für dieses manipulative und gewaltsame Verhalten der Typen.

    Außerdem hätte ich ein großes Problem, ejnen Menschen nahe an mich heranzulassen, der zum Lebensunterhalt eine Kunstfigur erhalten und darstellen muss. Das wäre mir zu kompliziert und auf einer gewissen Ebene auch unehrlich.

    • Klingt eher nach White Knighting was du da schreibst. Gerade Mia Khalifa ist ein gutes Beispiel dafür, dass Frauen in der Pornobranche nicht nur ausgenutzt werden, sondern auch selber und aus freien Stücken das so wollen. Gerade Mia die ja viel darüber gejammert hat und dann endlichen einen guten Mann gefunden hat, ist inzwischen wieder unter only fans online.
      Menschen sind eben doch alle gleich.

    • Ich habe mich mal in Südamerika mit einer Prostituierten unterhalten, hübsches junges Mädchen. Die sagte, dass sei der beste Job, den sie bekommen könnte. Besser als einen Haufen Kinder großziehen oder als Kassiererin im Supermarkt für einen Hungerlohn arbeiten. Außerdem war sie hübsch genug, um nicht jeden Typ nehmen zu müssen.

      Da spielt also manchmal durchaus eine rationale Abwägung eine Rolle (abgesehen davon, dass mit etwa 40 spätestens Schluss ist und ich nicht glaube, dass sie sich Gedanke gemacht hat, was danach kommt).

  7. Rein von der Theorie her, würde ich versuchen, das zu ignorieren. Geht mich nichts an. Natürlich hat man Vorstellungen, wie man sich deren Leben wünscht, aber jeder Mensch hat seinen eigenen Lebensplan, mit dem er klarkommen muss. Ich kann bestenfalls hier und da Härten abfangen, helfen usw. wobei ich bei einer Karriere, die mir weniger zusagt, sicher nicht noch anfeuern würde und ich würde vorher auf evtl. Probleme hinweisen, falls ich das rechtzeitig erfahre.

    Die Schwester einer ehemaligen Freundin hat sich zum Mann umoperieren lassen und ist mittlerweile an der HU als Genderfachkraft angestellt. Sowas würde mir sehr viel mehr Schmerzen bereiten, wenn das eigene Kind eine derartige psychische Störung entwickelt und dazu auch noch Sendungsbewusstsein. Damit umzugehen, fiele mir vermutlich schwerer, als wenn sie Prostitutierte würde.

    • Mit einer Hure als Frau, hätte ich vermutlich vor allem Angst vor Geschlechtskrankheiten. Wenn das von vornherein klar ist, dass das ansonsten nur auf der körperlichen Ebene läuft, hätte ich keine Probleme. Zumindest so lange sie Sex mit mir dann nicht als unbezahlte Überstunden empfindet 🙂

      Zumindest in der Theorie. Da ich keine Hure kenne, mag es da durchaus irgendwelche fundamentalen Unvereinbarkeiten geben, von denen ich nichts weiß.

  8. „Wäre es ein Problem, wenn eure Freundin, Frau oder erwachsene Tochter Hure gern und selbstbestimmt Hure wäre?“

    Das ist eine gute Denksportaufgabe.
    Als meine Freundin würde ich eine Frau bezeichnen, mit der ich weitgehend exklusiv sexuell verkehre, die ich aber auch sonst mag und viel Zeit mit ihr verbringe. Als meine Frau würde ich eine Frau bezeichnen, mit der ich auch mittels formaler Rahmenbedingungen eine gewisse Exklusivität und gegenseitige Ansprüche vereinbart habe.
    Tochter ist klar.

    Ich kenne viele tolle Frauen, mit denen ich aber eigentlich nicht Sex haben will. Ich kenne auch Frauen, mit denen ich wirklich nur Sex haben will und sonst bitte nichts. Ich kann mir gut vorstellen, mit einer Frau verheiratet zu sein, mit der ich keinen Sex habe und haben will, lehne aber Heirat grundsätzlich ab.

    Wenn ich also mit einer Freundin oder Frau in einer sexualisierten Beziehung leben würde, hätte ich sicher ein Problem damit, wenn sie plötzlich die Freude oder wirtschaftliche Genugtuung daran fände, mit vielen Männern ins Bett zu gehen. Nicht so sehr mein männliches Ego oder das Gefühl, ihr nicht sexuell genug bieten zu können, wären der Punkt – vielmehr der Ekel vor fremdem Rasierwasser und den möglichen Resten von Sekreten an ihr. Außerdem wäre ja die Exklusivität gebrochen, die wohl bei einer monogamen Partnerschaft urprünglich eine Art Einstellungsvoraussetzung gewesen war.

    Zur Tochter:
    Ja. Es wäre ein riesiges Problem für mich. Sie könnte sich mit irgendwas anstecken, vor allem aber geriete sie in ein Milieu, das leider im gesellschaftlich Dunkeln liegt und in dem deswegen häufiger Gewalt und Kriminalität vorkommen als bei einer Flugbegleiterin. Natürlich hätte ich auch ein Problem damit, wenn sie Flugbegleiterin würde, denn sie könnte ja irgendwann abstürzen. Bei meinem Kind hätte ich mit allem ein Problem, nur unterschiedlich stark.

    Ich könnte mir also gut vorstellen, eine Hure als Freundin zu haben, mit ihr durchs Leben zu ziehen und aufeinander aufzupassen, wenn das von vornherein klar wäre. Aber mit einer plötzlichen Mutation zur Hure hätte ich klar ein Problem.

  9. Interessante Serie zum Thema: „The Deuce“ (2017) mit James Franco und Maggie Gyllenhaal.

    Spielt in New York, Manhattan, beginnend in den 70ern, über einen Zeitraum von 30 Jahren.
    Prostituierte, die ins grade aufkommende Pornobusiness wechseln, Freier, Zuhälter, Barbesitzer, Mobster, Polizisten, Videothekenbesitzer, Filmproduzenten.
    Einige steigen auf (von der Prostituierten zur gefeierten Pornoproduzentin, vom Zuhälter zum Pornostar), andere gehn kaputt (Drogen, Gewalt).

    3 Staffeln, empfehlenswert

    • Da ich an Gott glaube sind meine obersten Prioritäten Menschlichkeit und Nächstenliebe. Ich werde uneigennützig zum Wohle aller Menschen in Stuttgart handeln und für Gleichheit und Gerechtigkeit sorgen und im Zuge dessen auch mein OB*in Gehalt für soziale Zwecke spenden. Für mich steht die Liebe, die Familie und der Frieden im Mittelpunkt meines Handelns. Ich möchte Stuttgart zu einer liebens‐ und lebenswerten friedlichen FRiDi‐Metropole machen, wo jeder Mensch leben und überleben kann und Spaß hat und unsere Kinder eine glückliche unbeschwerte Zukunft haben. Wir werden wie eine große Familie sein, wo jeder jedem hilft, kein Mensch soll mehr einsam und traurig sein. Fühlt euch umarmt, FriDi.

      Gegen die ist Katharina Schulze ja direkt ein Genie!!

      • Der Herr Gott kam aber in dem Clip nicht vor.
        Ich finde beeindruckend, wie sie ihre Welt beschreibt:
        Tochter, Mutter, Hündin und Fridi.
        Mir stellte sich sogleich die Frage, wo sie wohl Hündin und Tochter gekauft hat.

        Und was meint sie mit „Blatt Sex“???

    • Guter Punkt. Da aber die Mindestquotierung unter den Diskutanten hier noch zu Wünschen übrig lässt, haben wir keine weibliche Stimmen, die dann sagen könnten: „Wenn mein Typ mit ner anderen, dann würde ich dem aber ganz schnell Kinder, Haus und Hof wegnehmen und ihn in die Wüste oder unter die Brücke schicken. Und bei meinem volljährigen Sohn? Wär mir scheißegal, seit der mir ständig widerspricht…“

      • Hallo beweis,
        ich glaub, ich hab Dir „Die geschützten Männer“ von Robert Merle empfohlen, hast Dus gelesen?
        Wenn nicht, ist auch kein Drama, mich interessiert einfach männliches Urteil.

          • Bin erfreut.
            Welche Blickwinkel genau?

            Ich bin halt erstaunt, dass das Buch in maskulistischen Teekraenzchen gar nicht vorkommt, ich halte es für einen Klassiker.

            Gruss,
            Blue Jaw

          • Zum ersten Mal habe ich es als Jugendlicher gelesen mit dem Wissen, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Frauen unterdrückt wurden und werden bzw. doch zumindest in vielen Bereichen benachteiligt sind. Damals erschien mir das Buch wie ein feministisches Werk, dass der männlichen Gesellschaft den Spiegel vorhält und durch Rollentausch den männlichen Lesern einmal verdeutlicht, wie es ist, unterdrückt und benachteiligt zu werden und in der Hierarchie ganz nach unten zu rutchen.

            Dann griff ich nach 15 Jahren noch einmal zur Lektüre – diesmal bereits maskulistisch indoktriniert :-). Meinen Erinnerungen nach erwartete ich eben eine feministische Lektüre über deren Vorurteile ich immer nur den Kopf schüttel würde. Diesmal kam es mir jedoch so vor, als ob das Buch dem Feminismus den Spiel vorhielt und zeigte, dass Frauen eben nicht die besseren Menschen waren, sondern brutal und machtbesessen sein können. Da ziehen Mädchenbanden durch die Straßen und vergewaltigen alte Männern und die Präsidentin will alle Männer auslöschen.

            Natürlich schimmern die Geschlechterklischees der 70er Jahre durch. Aber einen Roman zu schreiben, den man sowohl als feministisch als auch als maskulistisch bezeichnen könnten, dass muss man erst einmal schaffen.

          • Hallo Martin, ich hab das Buch als Jugendlicher aus dem Regal meiner Mutter gezogen (DDR-Zeiten), es war eine hochinteressante Fiktion. Heute les ich die Phantasien daraus täglich in SPON, taz, ZEIT…ob die das Buch kennen?

  10. Bei meiner Tochter (ich habe keine) würde ich mir sicherlich Sorgen machen, ob sie den Beruf in einem sicheren Umfeld ausübt und ob sie den Job wirklich machen will. Insofern hätte ich ein kleines Problem damit, würde die Berufswahl meiner Tochter aber schlußendlich akzeptieren.

    Bei meiner Freundin hätte ich ein etwas größeres Problem. Meine Sorge wäre die gleiche, wie wenn sie eine Affäre hätte: Dass sie mich für jemand anderen verlässt. Wenn mein Vertrauen zu ihr groß genug wäre, dass sie die nötige professionelle (emotionale) Distanz zu ihren Kunden wahrt, könnte sie meinetwegen als Prostituierte arbeiten. (Da meine Freundin sehr verantwortugsbewusst ist, hätte ich keine Sorge, dass sie den Job im Hinblick auf Geschlechtskrankheiten und Kunden nicht sicher ausübt.)

    • Ich bin ganz froh keine Tochter zu haben, weil ich vermutlich der typische Shotgun- Daddy wär.
      Peinlich, eifersüchtig, und sexuell erzkonservativ. Ist ja schließlich mein Baby.

  11. Weis nicht ob es mich bei einer Freundin stören würde. Das sie halt im Job sicher ist vor irgendwie gestörten Freiern oder gewalttätigen Zuhältern wäre mir wichtiger.

    Am Ende des Tages ist es halt für die meisten Prostuierten auch ein Job. Irgendwann kommt man dann in eine Routine rein. Ist zwar schwer zu vergleichen: Aber vor meinem Zivildienst konnte ich mir auch nie vorstellen das man wirklich fremde, alte Menschen waschen und die Windel wechseln kann. Seltsam wars nach einiger Zeit immer noch, aber man hat sich halt daran gewöhnt. Wobei Prostituierte sein sicher mehr an die Psyche geht.

    Trotzdem habe ich vor den Damen Respekt. Ich glaube sie erfüllen eine wichtige Funktion in der Gesellschaft. Gibt da zahlreiche Gender-Berufe die das nicht tun. Sie sollten ein besseres Image haben.

  12. Erstmal ist wichtig zu wissen, dass die Fragende keine Hure im klassischen Sinne ist, da sie ihre Tätigkeit völlig anders vermarktet: sie verkauft lediglich ihre Zeit, es gibt bei ihr für einen Bucher (jedenfalls theoretisch) noch keine Garantie auf Sex und man kann natürlich auch keinerlei Preislisten für spezielle Praktiken abrufen.
    (That being said: Ohrfeigen lässt sie sich wohl problemlos – was immer schon ein Indiz auf einen hohen Grad an bemitleidenswerter Verstrahltheit ist)

    Ihr Modell ist auch nicht auf x Intimpartner am Tag ausgelegt (im Bordell typischerweise min. 4-5, und damit hat SIE noch nix verdient… kriegt sie die aber nicht zusammen, macht sie ihrem Arbeitgeber gegenüber Schulden, die irgendwie/irgendwann auch wieder abgearbeitet werden müssen. DER mit Abstand größte Skandal an gewerblicher Prostitution und Hauptgrund, um mit Fug und Recht von schlimmstmöglicher, legalisierter Sklaverei zu sprechen – zumal ein nicht unerheblicher Anteil der in Bordellen gehaltenen Frauen noch nichtmal eine Arbeitserlaubnis für andere Tätigkeiten besäße).

    Bei einer derart priviligierten Sexworkerin vor Augen stellt sich eher eine andere Frage: wäre es Dir lieber, eine Dir nahestehende Frau wie bspw. Deine Tochter träfe sich „privat“ mit einer Anzahl Männern zum womöglich einmaligen Sex (über bspw. Datingplattformen vermittelt)?

    Und wenn Du es im Grunde schlau fändest, so bspw. eine Studentin statt im Teilzeitumfang zu jobben sich ihre vielleicht 2, 3 Dates pro Woche vergolden ließe (wobei sie eine Vorauswahl treffen konnte anhand von Bildern und Schreibstil und sich mit der Zusage auch zu noch nichts verpflichtet hat) – warum befürwortest Du dann nicht auch, dass sie direkt bereits ihre Jungfräulichkeit versteigert (mit Glück ließe sich da einmalig eine bis zu sechsstellige Summe generieren)?

    • @Semikolon

      Du steckst anscheinend tief in der Materie. Ich fand ja die Frage schlüssig und gut jenseits eines möglichen persönlichen Hintergrundes der Fragenden.
      Empfängt die Dame eigentlich nur kostenpflichtige Ohrfeigen oder verkauft sie auch welche?

      „eine Studentin statt im Teilzeitumfang zu jobben sich ihre vielleicht 2, 3 Dates pro Woche vergolden ließe“
      Was sind denn das für „Datingplattformen“, wo sich Studentinnen Dates vergolden lassen? Ich kenne nur, dass der Mann artig für Essen, Getränke und Transport zahlt. Und das ist eine andere Größenordnung.

      Und meinst du wirklich, in unserer westlichen Welt gäb’s wirklich viel Geld für die Jungfräulichkeit zum Beispiel von Jana(22) aus Kassel? Vielleicht noch in Ländern, in denen Scheichs leben und andere Sitten und Religionen vorherrschen. Aber hier doch nicht. Die ehemalige Göttlichkeit der Jungfräulichkeit ist doch längst dem Feminismus und der Gleichstellung zum Opfer gefallen.

      • „Empfängt die Dame eigentlich nur kostenpflichtige Ohrfeigen oder verkauft sie auch welche?“

        Kann ich hier im konkreten leider nicht sagen, heißt: sie wirbt bislang nicht damit – aber für ausgeschlossen halte ich das sicher nicht. Der Switch in die Position der Domina, wohin sozusagen klassischerweise der „Karriere“-Weg einer Nutte führte, scheint mir als interessierter Außenstehender immer früher zu erfolgen (wobei sie ja auch schon Mitte 30 ist, oder so).

        „Was sind denn das für „Datingplattformen“, wo sich Studentinnen Dates vergolden lassen? Ich kenne nur, dass der Mann artig für Essen, Getränke und Transport zahlt. Und das ist eine andere Größenordnung.“

        Missverständnis. Ich wollte darauf anspielen, dass kaum jemand ein Problem damit hat/hätte, wenn seine Tochter oder Partnerin (früher, sporadisch) über Tinder oder Social Media Dates ausmachte (was legitimerweise auch eine Essenseinladung umfassen dürfte), die dann vielleicht mit Intimitäten endeten. Aber eben vielleicht bzw. mehrheitlich durchaus schon damit, wenn sie für diese Zeiten und womöglich denselben Ablauf auch noch entlohnt würde, weil: „Prostitution“.

        „Und meinst du wirklich, in unserer westlichen Welt gäb’s wirklich viel Geld für die Jungfräulichkeit zum Beispiel von Jana(22) aus Kassel?“

        Das ist empirisch für unsere Breitengrade belegbar. Bedingung: ein Arzt bestätigt ein intaktes Hymen bei einer natürlich bereits Volljährigen, die ihre Entjungferung auf bestimmten Plattformen (die das Attest juristisch beglaubigen usw.) versteigert.
        Gibts natürlich selten, aber als ich mich für die Thematik interessierte, war bspw. der Fall einer Ungarin, die das Geld in ihre Polizei-Ausbildung investieren wollte, aktuell.

      • Thema Jungfräulichkeit versteigern:

        https://www.tag24.de/nachrichten/london-unschuld-jungfraeulichkeit-schauspielerin-fussball-star-premier-league-escort-sex-486918

        „Die Kandidaten für den Premieren-Geschlechtsverkehr waren den Presseberichten zufolge ein Hollywood-Darsteller, ein Geschäftsmann aus München und ein Fußballer vom britischen Club Manchester United.“

        Oder

        https://www.express.de/news/panorama/fuer-1-2-mio–euro-studentin-versteigert-jungfraeulichkeit-angeblich-an-hollywood-star-29933722?cb=1606329583469

        Ein, zwei Milliönchen sind anscheinend drin bei entsprechendem Aussehen…

        • Wieviele Frauen mögen, wenn sie sowas lesen, wenigstens ganz kurz an den einen mehr oder minder random Typen denken, dem sie ihre Jungfräulichkeit geschenkt hatten und sich fragen, welches dieser zwei Szenarien wohl objektiv das bessere darstellt?

          Klar: die wenigsten Mädels hätten/haben auch Bock, bis zur Volljährigkeit bzw. darüber hinaus „unberührt“ zu bleiben, aber muss man als verantwortungsvoller Elternteil, dem kapitalistischen Ordnungssystem ergeben, nicht zumindest entsprechende Informationen bereitstellen, damit sie überhaupt die Möglichkeit hätte, eine bewusste Entscheidung diesbezüglich zu treffen?

          • „Wieviele Frauen mögen, wenn sie sowas lesen, wenigstens ganz kurz an den einen mehr oder minder random Typen denken, dem sie ihre Jungfräulichkeit geschenkt hatten und sich fragen, welches dieser zwei Szenarien wohl objektiv das bessere darstellt?“

            Ich denke, „objektiv besser“ gibt es hier nicht. Muss jeder für sich entscheiden, was er subjektiv für besser hält.

            Wobei ich das Bedürfnis noch Entjungferung als Mann nicht nachvollziehen kann. Junge Frauen sind tendenziell attraktiver, klar, aber ich zahle doch auch dem Klempnerlehrling keinen horrenden Betrag, damit er Murks mit meinen verstopften Leitungen anstellt, ts… da lasse ich lieber einen Profi ran 🙂

            Dementsprechend kann ich auch mit der Formulierung „jemandem seine Jungfräulichkeit schenken“ nichts anfangen. Erstens wird die Jungfräulichkeit nicht verschenkt – sie wechselt schließlich nicht den Besitzer – und zweitens ist das ein doch sehr mauer Liebesdienst. Faustregel: Der erste Sex ist immer scheiße :-/

            „muss man als verantwortungsvoller Elternteil, dem kapitalistischen Ordnungssystem ergeben, nicht zumindest entsprechende Informationen bereitstellen, damit sie überhaupt die Möglichkeit hätte, eine bewusste Entscheidung diesbezüglich zu treffen?“

            Unbedingt, also kläre Deine Töchter schön darüber auf – wäre doch schade um das schöne Geld 🙂

  13. Interessant auch, dass von Pornos noch keine Rede war… denn während nur eine Minderheit (seriöser Forschung zufolge 15-20 % der hiesigen Männerpopulation) je direkt Sex kaufte, liegt die Zahl der wenigstens einmaligen Porno-Zuschauer ja bei (nehmen wir an) 100 %.

    Die alltäglichere Fragestellung ist also auch: was, wenn Filmchen Deiner Partnerin/Tochter kursierten? (müsst ja nichtmal Absicht ihrerseits gewesen sein…)

    • Was ist, wenn Bilder von deinem Schlüppi kursieren, die gemacht wurden, als du das letzte Mal mit Rock Rolltreppe gefahren bist im Kaufhaus? Angenommen, du würdest den Slip auf dem Upskirting-Pic wirklich wiedererkennen, wie groß wäre dein Schmerz?

      Will sagen, das kannst du heutzutage nirgends wirklich ausschließen. Weder in der Umkleide, noch bei sexuellen Aktivitäten außerhalb deiner vier Wände. Und wenn du sexarbeitest und eine Arbeitsprobe kursiert plötzlich, dann ist das doch nur richtig schlimm, wenn du nicht mit deinem Job offen umgehst.

      • „Was ist, wenn Bilder von deinem Schlüppi kursieren, die gemacht wurden, als du das letzte Mal mit Rock Rolltreppe gefahren bist im Kaufhaus? Angenommen, du würdest den Slip auf dem Upskirting-Pic wirklich wiedererkennen, wie groß wäre dein Schmerz?“

        Kannst Du Dich noch an „is anyone up?“ erinnern? Damals wurden wie auch immer geleakte (i.d.R. privat verschickte „Nudes“) mit Social Media-Accounts unter Klarnamen (facebook und so) verlinkt (highlight: Butthole!)… war nur ne kurze Zeit und die Profiteure sind sogar in den Knast gewandert. Aber vom Prinzip her: möglich wäre Vieles.
        Und selbst, sich nur ungewollt aber anonym auf pornhub usw. wiederzufinden, wäre unvergleich schmerzhaft für jede.

        Ich wünschte mir mal ehrlich gemeinte Schätzungen: bei wievielen Frauen habt ihr in eurem Leben virtuell gespannt? Und welcher Anteil davon war womöglich/wahrscheinlich professionelle Pornodarstellerin (oder zumindest Hure)?

    • „was, wenn Filmchen Deiner Partnerin/Tochter kursierten? (müsst ja nichtmal Absicht ihrerseits gewesen sein…)“

      Es dürfte durchaus erkennbar sein, ob es eine kommerzielle Produktion oder ein Privatvideo war. Niemand kann etwas dafür, wenn ein Privatvideo geleakt wird. Wobei man natürlich versuchen kann es immer dort wo es auftaucht zu melden.

      • „Es dürfte durchaus erkennbar sein, ob es eine kommerzielle Produktion oder ein Privatvideo war.“

        Welches ist Dein geläufigstes Unterscheidungskriterium?

        „Niemand kann etwas dafür, wenn ein Privatvideo geleakt wird.“

        Slow clap. Also Deine Kumpels folgen Dir bestimmt nach bei dieser Realitätsverleugnung… Und das geschrieben noch am internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.
        Arschloch.

        „Wobei man natürlich versuchen kann es immer dort wo es auftaucht zu melden.“

        So ein Opfer hat ja sonst nix zu tun im Leben. Natürlich.
        Oder würdest Du der hypothetischen Fräulein Schmidt der Zukunft da gern die Arbeit abnehmen wollen (bzw. müssen, im Sinne von zwanghaft)?

        • „Welches ist Dein geläufigstes Unterscheidungskriterium?“

          Die Qualität der Produktion ist meist schon ausreichend.

          „Slow clap. Also Deine Kumpels folgen Dir bestimmt nach bei dieser Realitätsverleugnung“

          ich meinte damit, dass die entsprechende Person, die es nicht selbst geleakt hat, nichts dafür kann. Wenn es also tatsächlich der Exfreund aus Rache war würde man es ihr wohl kaum vorhalten können.

          „So ein Opfer hat ja sonst nix zu tun im Leben. Natürlich.“

          Ich kenne einen realen Fall, wo das tatsächlich einigermaßen gelingt. Der Aufwand ist überschaubar, wobei es auch nur Bilder waren, nicht videos.

          • „Die Qualität der Produktion ist meist schon ausreichend.“

            Die Qualität professioneller Produktionen ist meist schon grottenschlecht?!

            „ich meinte damit, dass die entsprechende Person, die es nicht selbst geleakt hat, nichts dafür kann. Wenn es also tatsächlich der Exfreund aus Rache war würde man es ihr wohl kaum vorhalten können.“

            Ich erinnere nur mal an den Fall Gina-Lisa

            „Ich kenne einen realen Fall, wo das tatsächlich einigermaßen gelingt. Der Aufwand ist überschaubar, wobei es auch nur Bilder waren, nicht videos.“

            Ach, erzähl mal bitte mehr. Wie hat sies erfahren, warum ist der Aufwand gering, wird er entschädigt, bzw. welches Strafmaß wurde dem Erst-Veröffentlicher aufgebrummt; wie geht es ihr mit der Sache (direkt und jetzt, nach wievielen Jahren) usw.?

    • Welche Rolle spielt das gleich? Sollten Frauen nur tun was Papa oder Mann von ihr verlangen? Wäre das nicht etwas ….. jetzt fällt mir kein gutes Wort dafür ein….Herrschaft der Väter oder so ^^
      Jede Frau kann sicherlich einschätzen das dieser Beruf nicht dazu führt ihre Chancen auf eine längerfristige Beziehung zu verbessern.

  14. Freundin oder Frau: das hängt davon ab, wie sehr ich sozusagen „committed“ bin. Eine Frau, mit der ich eine „Gelegenheitsbeziehung“ führe, kann natürlich machen, was sie will, Hauptsache, unser(!) Sex leidet hier nicht (habe hier praktische Erfahrung, wo wir beide polygam waren, wo dann am Ende halt unser Sex erhebluch gelitten hat).
    Die geschäftsmässige Haltung zu Sex, die nötig ist, Hure sein zu wollen, halte ich für inkompatibel zu meiner Haltung zu Sex, wenn ich mit dieser Frau zusammen leben und gemeinsame Kinder haben will. Ich glaube nicht, dass man die mir wichtige Intimität bewahren kann, wenn man Sex verkauft.

  15. Nope, kein Whiteknighting. Obwohl ich denke, dass WK allgenein bei vielen „Aussteigerberichten“ eine große Rolle spielt. Die armen, ausgenutzt Frauen…

    Es sind jedoch Branchen (Pornographie, Prostitution), in denen man es mit vielen angeknacksten Leuten zu tun bekommt, Männlein wie Weiblein. Ich bin skeptisch, dass gerade das der eine Bereich sein würde, in dem sich meine Frau oder Töchter verwirklichen wollen.

  16. „Wäre es ein Problem, wenn eure Freundin, Frau oder erwachsene Tochter Hure gern und selbstbestimmt Hure wäre?“

    Nein. Ich hatte mal eine Freundin, da hat (rein physisch) einiges gestimmt: Figur, Bein, Po, Brüste – alles war für sie von Zufriedenheit und auch für mich ansehnlich. Ich war stolz auf meine schöne Freundin. Was sich dann auch beim Bummel in der Stadt bemerkbar machte, wenn andere Männer oder Jugendliche ihr hinterher sahen oder pfiffen (catcalling ist mir seither auch ein Begriff). Sie hat das manchmal gestört, mich hat es stolz gemacht und ich war natürlich eifersüchtig. Trotzdem hätte es mich nicht gestört, wenn sie mit ihrem Körper hätte Geld verdienen wollen, solange sie mir in der Beziehung erhalten bleibt. Sie ist ja noch imm der Mensch, den ich liebe. Es ist körperliche Befriedigung und keine Zuneigung, wer das professionell trennen kann, dem sei dies vergönnt. Allerdings hätte ich als Partner den Wunsch, dass dies temporär sei. Auf Dauer wäre es mir einfach zu anstrengend, denn der Umgang mit Männern, die eine Dienstleistung kaufen, ist auslaugend, erniedrigend, fordernd, anstrengend (mit Fraue ebenso!), das liegt einfach am Dienstleistungscharakter der Tätigkeit. Und das hätte meine Freundin sicher auf Dauer psychisch geschädigt. Das würde ich nicht wollen.
    Die Diskussion um die Jungfräulichkeit finde ich übrigens total Panne. Dies erhöht Frauen nur künstlich in ihrem Wert und ist eher ein Maststab patriarchaler Kulturen. Da sollten wir hier doch drüber stehen.

  17. Hallo,
    ein hochinteressantes Thema. Beim Lesen der Kommentare kommt so durch, dass eine Partnerin möglichst wenige Sexkontakte haben sollte, damit man sich evtl. noch drauf einlassen könnte. Auch Frauen könnten sich die gleiche Frage stellen, wieviele er schon flach gelegt hat. Der Ruf eines zukünftigen Partners für die Partnerschaftsfähigkeit schließt nicht automatisch die Männer aus. Viel entscheidender für Lebensglück in einer Partnerschaft ist das tatsächliche Miteinander, eine Offenheit über die eigenen Bedürfnisse, wo auch das Thema Promiskuitätsneigung nicht ausgeschlossen werden sollte. Was reizt die Frau, den Mann an wechselnden Sexpartnern, was kann er/sie ihr/ihm nicht geben und was hält den promiskuitiven Partner in der Beziehung. Was macht uns glücklich und was unglücklich ? Sicherlich spielen auch Eifersuchtsneigungen eine Rolle. Schlussendlich läuft alles auf eine wichtige Eigenschaft hinaus: Vertrauen. Wenn ich mir der Zuneigung meines Partners sicher bin, kann ich in gewissem Maße auch Promiskuität vertreten. Es soll ja durchaus Partnerschaften geben, wo beide damit klar kommen und die Beziehung durch die offene Freiheit sogar noch vertieft wird.
    Beim Thema Prostitution beginnen bei mir die Zweifel. I.d.R. melden sich die Freier auf Anzeigen und die Prostituierte weiß meistens bis zum Schluss nicht, wer beim Öffnen der Tür vor ihr steht oder in welche Wohnung sie nach dem Klingeln eintritt. Wer ist diese Person, der ich sogleich mein Intimstes offenbare. Ich glaube die mit der Prostituion verbundene Anonymität der Kundschaft und die damit verbundenen Gefahren von Gewalt und Krankheiten sind das, was mich am meisten davon abhält, eine Beziehung zu einer Prostituierten aufzubauen oder zu akzeptieren, wenn ich es erst später erfahre, ihre Wahllosigkeit für eine bewusste Entscheidung, sich auf einen anderen Mann einlassen zu können. Wenn die Promiskuität sich darin ausdrückt, wenn die Partnerin sich Sexpartner nach einem Kennenlernen beim Karneval, auf einer Party oder bei einer Zufallsbekanntschaft aussucht. Bei einer Prostituierten hätte ich wahrscheinlich das Gefühl, dass jeder Beliebige ihr im Moment das geben kann, wozu ich scheinbar nicht imstande bin. Ganz bestimmt sogar ist das in vielen Fällen überhaupt nicht so und wenn eine Frau einen wirklich liebt, gibt sie wahrscheinlich alles (wie wir Männer hoffentlich auch :)) und der Mann kann u.U. sogar davon profitieren, wenn er bestimmte Techniken kennenlernt, die anschließend sogar das Liebesleben bereichern können. Jeder hat seine unterschiedlichen Toleranzgrenzen und das ist auch gut so. Aber ich vermute mal, dass viele Männer ähnlich denken. Nicht umsonst schweigen ehemalige oder sogar noch aktive Prostituierte instinktiv über ihr bisheriges ausschweifendes Sexleben, wahrscheinlich um die bestehende Partnerschaft nicht zu gefährden.

  18. „Die evolutionär bedingten Vorbehalte gegen Frauen, die Sex mit jedem haben scheinen mir auch schwer auflösbar“
    Ist das wirklich allgemein anerkannt, dass das „evolutionär“ ist?

    Was die Fortpflanzung in früheren Zeiten angeht, geistern vielleicht doch zu häufg die romantische Vorstellung die man durch Erzählungen über Prinzen und Prinzessinen hat durch die Köpfe. Im gemeinen Volk wurden viele Menschen selten älter als 40 und die Witwe oder der Witwer suchten sich schnell einen neuen Partner, da Kinderaufzucht alleine damals noch sehr schwierig war. So bestand eine großköpfige Familie mit Sicherheit nie aus den reinrassigen Kinder der vermeintlichen Eltern. Und mangels Verhütung kam jeder Nachbar in Frage. Die Vorstellung das man sich als Mann darum bemühte möglichst keine Kuckuckskinder aufzuziehen, ist wohl sehr unwahrscheinlich, zumal Biologie damals noch nicht in der Schule vorkam, bzw. sowieso niemand in diese ging.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Treuebild mit dem wir gross geworden sind, eine Folge der Romantik ist, wo diese Reinheit der Frau und das Heldentums des Mannes in vielen Romanen vorkam. Und was natürlich der Kirche gefiel, die zu dem Zeitpunkt ihren politischen Einfluss etwas einbüßte.

    Aber „evolutionär“? Warum?

    Daher: Warum sollte eine Frau nicht ihren Körper verkaufen wenn sie es möchte. Es ist nur ein körperlicher Akt.

    • „Was die Fortpflanzung in früheren Zeiten angeht, geistern vielleicht doch zu häufg die romantische Vorstellung die man durch Erzählungen über Prinzen und Prinzessinen hat durch die Köpfe. Im gemeinen Volk wurden viele Menschen selten älter als 40 und die Witwe oder der Witwer suchten sich schnell einen neuen Partner, da Kinderaufzucht alleine damals noch sehr schwierig war“

      Das ist so IMHO nicht richtig. Das niedrige Durchschnittsalter stammt eher aus einer hohen Kindersterblichkeit.
      Aber auch wenn man sich eine neue Partnerin sucht hat man ein Interesse daran, dass die sog. „Vatersicherheit“ besteht. Es ist für die weitergabe der eigenen Gene, das wichtigste Selektionsmerkmal innerhalb der Evolution, wichtig, dass die Frau tatsächlich von einem selbst schwanger ist und nicht von einem anderen. Frauen, die zuviel Sex mit anderen hatten, sind damit schlicht gefährlich. Man sieht ja die Schwangerschaft in der ersten Zeit nicht.

      „So bestand eine großköpfige Familie mit Sicherheit nie aus den reinrassigen Kinder der vermeintlichen Eltern“

      Und was bedeutet das für den Vater in Hinblick auf die Selektion? Was war das „interesse seiner Gene“ in diesem Zusammenhang?

      „Und mangels Verhütung kam jeder Nachbar in Frage. Die Vorstellung das man sich als Mann darum bemühte möglichst keine Kuckuckskinder aufzuziehen, ist wohl sehr unwahrscheinlich, zumal Biologie damals noch nicht in der Schule vorkam, bzw. sowieso niemand in diese ging.“

      Du meinst sie hatten kein Konzept von dem Zusammenhang von Vaterschaft und Sex? Das ist ja auch in „Naturvölkern“ stark verbreitet und die allermeisten davon kennen auch Strafen für Fremdgehen der Frau etc.

      „Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Treuebild mit dem wir gross geworden sind, eine Folge der Romantik ist, wo diese Reinheit der Frau und das Heldentums des Mannes in vielen Romanen vorkam. Und was natürlich der Kirche gefiel, die zu dem Zeitpunkt ihren politischen Einfluss etwas einbüßte.“

      Wie erklärst du dir dann zum einen unsere Bindungschemie und zum anderen Paarbindung an sich oder Vaterschaft? Warum sollte ein Vater dann überhaupt Bindung entwickeln können oder bei der Aufzucht helfen? Oder warum sollten Menschen liebe und Eifersucht empfinden könne?

      „Aber „evolutionär“? Warum?“

      Weil evolution über die Weitergabe eigener Gene erfolgt.

      „Daher: Warum sollte eine Frau nicht ihren Körper verkaufen wenn sie es möchte. Es ist nur ein körperlicher Akt.“

      Aus heutiger Sicht ja. Nur ist unser Gehirn leider noch mit einer sehr alten Firmware ausgestattet, die daraus gewisse Rückschlüsse zieht.

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