„Er hat keine Gefuehle, will aber mit mir schlafen“

In den Suchbegriffen tauchen immer wieder Varianten der Aussage „“Er hat keine Gefuehle, will aber mit mir schlafen“ auf, beispielsweise:

will er nur das eine

er will nur Sex sonst nichts

warum will er nur Sex und keine beziehung

er will nur Sex behandelt mich aber sonst wie in einer beziehung

wie kann man einem Mann sagen das man nicht nur Sex will

er will keine feste Beziehung aber Sex

er will mit mir schlafen aber keine Beziehung

warum schläft er noch mit mir obwohl er weiß, dass wir nicht zusammen kommen

Die Antwort darauf erscheint mir als Mann naheliegend:

Sex ist etwas, was nicht so einfach zu bekommen ist also wollen viele eine Quelle dafür nicht ohne weiteres aufgeben

Hintergrund dürfte auch sein, dass Männer Sex einfach so anders bewerten als die meisten Frauen. Eben gerade auch, weil sie ihn nicht ohne weiteres (abseits der Prostitution) haben können, eine Frau aber nicht.

Natürlich kann es das auch anders herum geben: Sie will einfach nur Sex, aber keine Beziehung. Aber ich vermute mal, dass den meisten Männern in dieser Situation der Wert von Sex durchaus bewusst ist und sie vielleicht eher fragen würden, wie man das ändern kann oder wie man sie umstimmen kann.

Vielleicht sind diese Aussagen aber auch genauso gemeint und es wird nach entsprechenden Schilderungen von vergleichbaren Situationen gesucht, um damit dann die Situation besser zu verstehen

Ich habe daher mal unter den Suchbegriffen gesucht. Aus den Fünden:

Im Forum von Elitepartner:

Ich kenne seit ca. 2 Monaten einen Mann. Es ging von Anfang an nur darum, dass er eine Affäre mit mir möchte (seine Aussage: „Bis ich was anderes gefunden habe.“). Wir haben uns auch getroffen und waren miteinander im Bett. Es war sehr schön mit ihm, er war sehr zärtlich. danach wollte er, dass wir uns öfters treffen, nicht nur für Sex, sondern auch zum weggehen, Therme, bummeln….
Doch einen Tag danach fing er mit Zweifel an und ob ich es schon möchte, dass wir uns nur für Sex treffen. Ich habe ihm gesagt, dass ich mehr nicht ausschließen werde, weil ich nie weiß, wie sich meine Gefühle entwickeln werden (bin ja schließlich keine Maschine).
Doch er schließt eine Beziehung kategorisch aus, weil ich nicht seinem Frauentyp entspreche. Ich finde das schon sehr komisch. Warum will er dann eine Affäre mit mir, wenn ich nicht seinem Typ entspreche? Ist es ihm egal, mit wem er schläft?
Was haltet ihr davon?

Das scheint eher dafür zu sprechen, dass zumindest diese Frau den Unterschied tatsächlich nicht sieht: Er möchte sich nicht an sie binden, aber den Sex mitnehmen ohne große Verpflichtungen zu haben ist vollkommen okay.

Ich hatte es in meinem Beitrag über die Fuckzone mal wie folge ausgedrückt:

Häufig kann es aber genau so gut sein, dass gerade in der Konstellation Mann-Frau auch hier die Attraction nicht hinreichend hoch ist. Er kann sich vorstellen, mit ihr zu schlafen, aber er will sich nicht dauerhaft an sie binden und dafür andere Frauen aufgeben. Sie ist sozusagen schön genug für Sex, aber nicht schön genug für eine Beziehung. Eine andere Variante ist: Sie wäre zwar gut genug aussehend für eine Beziehung, aber ihre Art und Persönlichkeit sind nicht nach seinem Geschmack, so dass er zwar kurze Zeit Sex mit ihr haben kann, ansonsten aber an ihr nicht interessiert ist.

Wer zu häufig in der Fuckzone landet, der sollte gerade als Frau die Auswahl seiner Männer beachten: Es spricht dann einiges dafür, dass die jeweilige Frau zu hoch rangeht oder zu nervig ist für die Klasse der Männer, die sie auswählt. Wenn man gut aussieht, dann ist es eben ein Persönlichkeitsproblem, also quasi im Komfortbereich zu verorten.

Mir kommt es so vor als könnten Frauen diesen Gedanken nur sehr schwer nachvollziehen, dass für viele Männer Sex etwas weit unproblematischeres ist als für sie, nämlich in dem Sinne, dass sie dafür nicht viel an persönlichen Kontakt oder Gefühlen benötigen und gleichzeitig etwas, was sie schwer bekommen. Im Gegenzug finden es viele Männer schwer verständlich, warum sich eine Frau bestens mit ihnen versteht aber trotz einer gewissen Gleichwertigkeit im Aussehen keinerlei Interesse an einem mehr hat, sondern der Mann in der Friendzone landet

Einer der Kommentatoren dort analysiert die Situation wie folgt:

„mechanisch“ bist du, weil du auch Sex haben kannst ohne Gefühle, genau wie ER!
Für einen Mann gibt es doch nichts Besseres, als jederzeit eine Frau parat zu haben, die verfügbar für seine sexuellen Bedürfnisse ist. Besser gehts doch nicht! Du musst nicht unbedingt sein Frauentyp sein, wenn Männer die Eier anschwillen, dann nehmen sie was kommt, besser als garnichts! Schade, dass du dich so billig hergibst, sozusagen als „Wixvorlage“ für den notgeilen Mann dienst. Naja, wirklich zu bedauern bist du nicht…sorry für die ehrlichen Worte!

Da schwingt eine gewisse Verachtung für die männliche Sexualität mit, insbesondere für den notgeilen Mann, der nicht das bekommt, was er will und daher seine Anforderungen herunterschraubt. Es wäre in feministischer Sprechweise auch „Slutshaming“ dabei, denn das sie Sex mit ihm hat wird eben nicht als „Empowernd“ sondern als Ausnutzen durch ihn angesehen.

Ein anderer Fund:

Er will keine beziehung hat aber sex mit mir!
Kurzfassung: Er möchte keine Beziehung aber möchte das ich bei ihm bin und Zeit mit ihm verbringen.Sex haben wir auch.Er sagt er mag mich sehr und wir führen schon sowas wie eine Beziehung aber er will das alles geheim halten und ich kann das alles langsam nicht mehr.das alles geht schon 3-4 monate und ich verliebe mich langsam in ihn.ich hab schon versucht das zu beenden aber er fehlt mir so und ich möchte nicht das es zu ende geht 😦 was soll ich machen?

Klingt für mich als würde er sich durchaus ganz wohl fühlen, aber wüsste, dass er an Status verlieren würde, wenn es rauskommen würde, vielleicht, weil ihr Partnerwert ansonsten von ihm wesentlich zu niedrig eingeschätzt wird. Vielleicht hat er ihr auch nur Honig um den Mund geschmiert, damit sie weiterhin mit ihm schläft.

Es scheint mir jedenfalls ein Problem zu sein, bei dem die unterschiedliche Sichtweise und die verschiedene Einstellung zu Sex Probleme mit sich bringt und das gegenseitige Verstehen erschwert.

 

 

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118 Gedanken zu “„Er hat keine Gefuehle, will aber mit mir schlafen“

  1. Ich frage mal andersrum: Was hat man denn als Mann von einer „Beziehung“? Insbesondere wenn man regelmäßigen Sex oder was man sonst miteinander machen kann auch ohne haben kann?

      • Für die Höhen Gesellschaft zu finden ist ja nicht schwer. Die Frage ist ob eine Frau Dir bei den Tiefen überhaupt Gesellschaft leisten will und ob Du als Mann darauf hinreichend vertrauen kannst, um ein entsprechendes Investment (meistens ja in guten Zeiten) zu tätigen? Und natürlich die Frage, ob man aus den Tiefen nicht grundsätzlich leichter rauskommt, wenn man alleine ist?

      • >>> Jemanden, der zu dir hält und mit
        >>> dem man gemeinsam durch die Höhen
        >>> und tiefen des Lebens geht

        Dafür sucht man sich lieber männliche Kumpel.

        Wenn man einer Frau seine verletzlichen Seiten zeigt, dann ist es quasi der eigene schleichende Selbstmord. Frauen hassen schwache Männer, auch wenn sie es nicht zugeben. Vielleicht finden es Frauen im ersten Moment sogar wirklich toll, dass der Mann so offen und ehrlich ihr gegenüber ist. Doch ist es nun einmal so, dass Menschen mit Krisen und verletzlichen Seiten NICHT als „stark“ empfunden werden. Und da Frauen sich selber bei einem „Starken“ anlehnen wollen und nicht bei einem „Schwachen“, wird der Mann, der sich schwach zeigt, zumindest unterbewusst bei der Frau seinen Respekt bzw. ihre Zuneigung zunehmend verlieren. Und dieses wird die Frau dem Mann auch ständig aufzeigen, dass sie keine Notwendigkeit mehr sieht, sich freundschaftlich zu verhalten.

        Und man zudem auch Folgendes berücksichtigen: Freundschaften mit Frauen (egal am Mann-Frau oder Frau-Frau) scheinen eine höhere Wahrscheinlich als Mann-Mann Freundschaften zu haben, dass der Freund bzw. die Freundin von heute der Feind von morgen ist. Während ich es in meinem Leben noch nie bereut habe, mit guten männlichen Freunden auch meine verletzlichen Seiten zu zeigen, habe ich das bei Frauen schon sehr oft bereut und zwar vollkommen unabhängig, ob es Partnerinnen oder nur gute einfache Freundinnen waren. Da werden dann nicht selten Geheimnisse verbreitet oder Dinge gegen einen verwendet, die man ihren in guten Zeiten anvertraut hat. Vielleicht liegt das aber auch einfach nur daran, dass Freundschaften mit Männern (zumindest bei mir) langlebiger sind und man auch keine besonderen Erwartungshaltungen an sein Gegenüber hat, dass der jeweils andere Dinge für ein tun müsste, so dass sich mangels enttäuschter Erwartungen auch weniger Hass- und Rachegefühle entwickeln. Zumindest nach meinen Erfahrungen ticken Frauen erheblich eher auch gerne mal bei völligen Belanglosigkeiten aus, weil man nicht so funktioniert, wie sie es diktiert. Und viele Frauen haben dann auch keine Skrupel, Dinge gegen einen zu verwenden, die man ihr anvertraut hatte.

        Meine Schwester hat mir gerade einen Fall erzählt, wo ein Bekannter von ihr arge Probleme hat, weil die seine Noch-Frau ständig damit droht, Geheimnisse an seinen Arbeitgeber zu verpetzen, wenn er nicht so funktioniert, wie sie es für richtig hält. Dieser Bekannte hatte wohl Reststofffe, die der Arbeitgeber ansonsten angeblich entsorgt hätte, mitgenommen und sich damit einen kleinen Zusatzverdienst verschafft. In der funktionierenden Partnerschaft (= „Höhen“), war das für die Frau nie ein Problem, da sie ja auch mittelbar an seinen Einkünften partizipierte. In schlechten Zeiten (= „Tiefen“) hat die Frau hingegen keine Skrupel, dem Mann auch das Leben zu ruinieren, wenn sie nicht das bekommt, was sie für richtig hält. Das soll nicht heißen, dass Männer nicht auch tun können, aber bei Freundschaften unter Männern kenne ich persönlich derartige Dinge nicht.

        Und bei gigantischen Scheidungsquoten und somit dem eindeutigen Beweis, dass Partnerschaften zwischen Männern und Frauen ein hohes Risiko des ernsthaften Zerstreitens haben, erscheint es schon ein wenig naiv, zu glauben, dass man geimeinsam durch die Tiefen des Lebens geht. Man kann da schon eher froh sein, wenn die Frau sich durch Krisen des Mannes nicht missbraucht und belästigt fühlt und sich einfach nur abwendet. Die Chance auf mentale und freundschaftliche Unterstützung in der Krise ist nach meiner Überzeugung in reinen Männerfreundschaften jedenfalls wesentlich höher.

        Beziehungen zu Frauen ist vielmehr nur der Versuch, ständig Probleme lösen zu müssen, die man ohne sie bzw. ihre Erwartungshaltungen nicht hätte.

        • Ich finde “schwache“ Männer stärker als Wannabe harte weil zu schwächen und Defiziten Gefühlen zu stehen mehr Eier erfordert als so zu tun als hätte man keine.

        • „Wenn man einer Frau seine verletzlichen Seiten zeigt, dann ist es quasi der eigene schleichende Selbstmord. Frauen hassen schwache Männer, auch wenn sie es nicht zugeben. Vielleicht finden es Frauen im ersten Moment sogar wirklich toll, dass der Mann so offen und ehrlich ihr gegenüber ist. Doch ist es nun einmal so, dass Menschen mit Krisen und verletzlichen Seiten NICHT als „stark“ empfunden werden“

          Sehe ich nicht so. Eine schwache Seite zu zeigen kann durchaus problematisch sein, kann aber auch gerade eine tiefere Verbindung schaffen und menschlicher machen. Es kommt ganz darauf an, wie und mit was man es macht.
          Kennst du echt keine Frauen, die ihren Männern auch in der Krise zur Seite gestanden haben oder sie durch schwere Zeiten gebracht haben? Kenne ich durchaus.

          Genauso gibt es ja auch Männer, die ihre Frauen in der Krise verlassen. Krisen von Frauen wirken sich vielleicht häufig anders aus, weil sie weniger das finanzielle betreffen.

          Und es gibt durchaus auch Männer, die das Leben von Frauen oder Männern ruiniert haben oder andere Männer erpresst haben. Das geschieht im Freundeskreis vielleicht seltener als in einer Beziehung, weil man da eben auch seltener über finanzielles verbunden ist.

        • @Atacama

          >>> … mehr Eier erfordert …

          Verhalten von Frauen ist wirklich vorhersehbar.

          Diese Männer zeigen ja Gefühle, aber nicht gegenüber Frauen, sondern gegenüber ihren besten Freunden.

          Frauen offenbaren ja gewöhnlich auch nicht offen und ehrlich, mit wievielen Sexualpartnern sie im bisherigen Leben schon aktiv waren und wieviel Lust sie selber am Sex verspürt, weil – wie Sie selber schreiben – das Konsequenzen in Bezug auf seine Einstellung zur ihr haben könnte bzw. weil angeblich „die meisten Männer“ Frauen „verachten“, „die Sex um des Sex willen haben“.

          Aber wie Sie schreiben, erfordert es wohl mehr „Eier“, zu sich und seinen Gefühlen zu stehen.

          Und die meisten Frauen suchen nun einmal einen möglichst „starken“ Mann und „verachten“ Männer als Jammerlappen und Weicheier, die über ihre Probleme reden.

          Wie empathisch Frauen mit Problemen von Männern umgehen, kann man ja auch gut am Feminismus und den nicht vorhandenen Einsprüchen von Frauen in der Gesellschaft erkennen. Die Probleme von Männern werden nicht nur ausgeblendet, sondern diejenigen, die Ihren Wünschen entsprechend Eier zeigen und eigene Probleme ansprechen, werden nach den üblichen Shameing-Taktiken als Jammerlappen oder Weichei mundtot gemacht bzw. ins Lächerliche gezogen. Die Bereitschaft, auch Probleme von Männern anzuerkennen, Verständnis und Mitgefühl zu zeigen, ist nicht nur bei Null, sondern deutlich im Minusbereich.

          @Christian – Alles Evolution

          >>> Genauso gibt es ja auch Männer, die ihre Frauen in der Krise verlassen.

          Das mag ja auch mittlerweise der allgemeine Zeitgeist sein, dass Partnerschaften zwischen den Geschlechtern sich im Wesentlichen nur noch für Schönwetterbeziehungen eignen und die Bereitschaft, für den anderen auch in schlechten Zeiten noch da zu sein, bei vielen Menschen kaum noch vorhanden ist.

          Ich würde mich aber trotzdem erheblich eher darauf verlassen bzw. darauf hoffen, dass mein bester Kumpel mir in Krisen ein offenes Ohr, Hilfen und ehrliche Anteilnahme gibt, als bei eine Partnerin oder anderen weiblichen Personen, die einen eher versuchen, mit „Mimimi“ abwerten bzw. ins Lächerliche zu wollen.

          Und das liegt meiner Meinung daran, dass Freundschaften unter Männern erheblich ehrlicher und echter sind. Man ist füreinander da, weil man sich versteht und gerne Zeit miteinander verbringt und nicht, weil man besondere Erwartungshaltungen an den Gegenüber hat.

        • „weil angeblich „die meisten Männer“ Frauen „verachten“, „die Sex um des Sex willen haben“.“

          Naja, sogar hier habe ich z.B gelesen, dass Kommentatoren Frauen, die beim ersten oder zweiten Date mit ihnen ins Bett gehen nicht als Partner in Erwägung ziehen. Wenn also Frau diesen Mann als Partner will, muss sie vorausahnen, dass er das nicht will und sich dem Sex verweigern.

          und auf Roosh ist man langsam verzweifelt, weil es durch selbstverschuldetes Pump and Dump und Pick Up nicht mehr genügend jungrfräuliche und anständige Frauen gibt, weil man ja mit einer sesshaft werden soll, die maximal zwei Sexualpartner hatte xD

          “ kann man ja auch gut am Feminismus und den nicht vorhandenen Einsprüchen von Frauen in der Gesellschaft erkennen.“

          kann man von echten, richtigen femininen Frauen nicht erwarten. Einerseits will man ein folgsames Mäuschen und andererseits soll sich dieses Mäuschen bei Bedarf in eine Amazone verwandeln? Wir hatten hier doch gelernt, dass politisch aktive oder beruflich ehrgeizige Frauen in der Regel eher männlich sind. Davon abgesehen sind die meisten Menschen/Frauen gar nicht politisch interessiert genug, um sich damit auseinanderzusetzen, was Gundula Schröter-Kühnhütter schon wieder für einen Zeit-Artikel publiziert hat.

          „Und die meisten Frauen suchen nun einmal einen möglichst „starken“ Mann und „verachten“ Männer als Jammerlappen und Weicheier, die über ihre Probleme reden.“

          Aber ich dachte, man soll sich als Mann nicht zu sehr daran orientieren, sondern sein eigenes Ding machen? Wenn man Probleme reinfrisst oder nicht anspricht, weil man Angst hat, als „Jammerlappen“ angesehen zu werden, ist das doch shcon so eine Art vorauseilender Gehorsam?
          Vielleicht sind solche Frauen auch nicht emotional reif genug.

      • Jein. Denn man muss den Vorteilen gegenrechnen, was eine Frau an zusätzlichem Aufwand mit sich bringt. Ein Vorteil gemeinsamen oder abwechselnden Kochens z.B. löst sich ganz schnell in Luft auf, wenn die Ansprüche oder Vorstellungen was und wie gekocht wird durch die Frau erheblich steigen. Das gilt auch für viele andere Dinge, wo Single-Männer in ihrer Lebensführung doch erheblich anspruchsloser sind.

        • Die Gewichtung und Priorisierung der Vor- und Nachteile muss du schon jedem einzelnen Mann selbst überlassen.
          Es hat nicht jeder den gleichen Lebensentwurf. Manch einem ist eine dauerhafte Paarbeziehung wichtig (und sei es bloß aus Bequemlichkeit).

        • Ich mache niemandem Vorschriften. Ich will nur Männer ermutigen, nicht einfach gynozentrische Vorgaben unhinterfragt zu akzeptieren sondern stattdessen darüber nachzudenken, was sie wirklich wollen und brauchen.

          • Das ist ja OK so.
            Der Objektivität und vollständigen Information halber sollte man dabei aber nicht nur einseitig Nachteile nennen, sondern auch positive Aspekte, die jeder für sich akzeptieren, aber auch verwerfen kann.

        • Sicher kann das jeder für sich entscheiden. Aber weil ich persönlich die nicht so recht sehe (außer vielleicht, wenn man Kinder produzieren will), hatte ich nach solchen gefragt? Christians Punkte überzeugen mich dabei nicht.

    • @lh

      Schön, dass du das thematisierst.
      Mir ist ebenfalls nicht klar, warum ich im Austausch von (sexuellen) Bedürfnissen ein Beziehungsregime zu akzeptieren habe.

      Welches dann *wesentlich* mehr Zeit meines Lebens reguliert, als ich bereit bin regulieren zu lassen.

      Bsp.: Läuft die Affäre unter dem label „Beziehung“, dann steht – nach meiner Erfahrung – jede Form meiner individuellen Freizeitgestaltung zur Diskussion.
      In den Augen meiner Beziehungspartnerin gingen meine sportlichen und kulturellen Aktivitäten von „unserer“ Zeit ab.

      Allein diese Sichtweise – das vorausgesetzte „wir – empfand ich schon immer als typisch weiblich und diese prägt m.E. den Feminismus.
      Als hätten sich zwei Individuen mit individuellen Bedürfnissen und Interessen auf einmal in ein magisches Kollektiv verwandelt, in dem das weibliche Individuum diktiert, was diesem Kollektiv dient.

      Gruß crumar

        • @lh

          Ich habe gar nichts gegen „wir“ – eine gut eingespielte Beziehung ist ein Team.

          Als konfliktscheues und manipulatives Verhalten empfinde ich, mit einem „wir wollen“ zu sagen, was eigentlich heißen sollte „ich will“.

          Was „wir wollen“ ist Resultat eines Aushandlungsprozesses zweier Individuum und ich lasse mir das *Resultat* nicht als Eingangsvoraussetzung verkaufen.

          Gruß crumar

        • Ja genau. Nicht immer, aber doch gerne bedeutet ein weibliches „wir“ doch eher „du für mich“. Diese Gefahr sollte einem klar sein.

      • Das war bei mir auch sehr ähnlich. Im Grunde habe ich in den längeren Beziehungen sehr viel meiner Freizeitgestaltung schlussendlich geopfert, um das zu kriegen, was ich am Anfang der Beziehung auch ganz ohne zusätzliche Gegenleistungen gekriegt habe. Das führt dann zum paradoxen, aber wohl sehr häufigen Zustand, dass der eigene Partner, der eigentlich der beste Verbündete sein sollte, sehr viel höhere Ansprüche stellt als das restliche Umfeld. Ich empfand das immer als unnötige, aber leider erklärbare Last.

        Das liegt wohl darin Begründet, dass Frauen Sex primär als Bindungsmechanismus am Anfang einer Beziehung einsetzen und danach die Vorteile einer Beziehung zu einem Mann quasi als normal auffassen oder sie per Gesetz kodifizieren lassen (Ehe, Kinder etc.).

        • @ Christian

          Ich denke das passiert in jeder Beziehung, spätestens wenn man zusammenlebt und gemeinsame Freunde etc. hat. Dann geht man halt doch auf familiäre Anlässe mit, dann unterhält man sich auch mit ihren Freunden, auch wenn die langweilig sind und man lieber den Rest des Tages auf Steam verbringen würde. Es gibt sicher Männern, die machen das mehr oder weniger gerne oder denen macht das weniger aus, nur gehöre ich nicht wirklich dazu. Aber die Erfahrung muss man auch erst einmal machen um das einschätzen zu können.

          Ich glaube der Minialkonsens was man als „Paar“ zu tun hat, ist bereits ein KO-Kriterium für mich.

          • @toxic

            Es ist halt die Frage ob man meint dafür etwas tun zu müssen oder ob man bereit ist, die Beziehung aufzugeben, wenn sie einen Sachen machen lässt, die man nicht will. Wenn man zuässt, dass Sex ein Zahlungsmittel wird, dann konditioniert man sie ebenso darauf wie man selbst darauf konditioniert wird.

        • @ Christian

          Es ging weniger um Sex als Zahlungsmittel als um den Fakt, dass du gewisse Verpflichtungen automatisch eingehst, sobald du in eine Beziehung gehst. Du sprichst davon PUA-typisch, dass du diese Shittests irgendwie bestehen oder zu meistern lernen musst und ich sage, dass es nicht wert ist in eine Beziehung zu kommen, in der Überhaupt Shittests zugelassen werden. Wenn es einen konstanten Kampf in Beziehungen braucht, dann gibt es wohl wirklich einfachere Möglichkeiten, z.B. in der Vorstufe davon zu bleiben.

          Wie Crumar bereits gesagt hat, gibt es unter Umständen besseren Sex als in einer sicheren Beziehung; vor allem aber hast du sonst keine Verbindungen und Dinge, die du erfüllen musst. Ich würde eine reguläre Beziehung eher als Downgrade für einen Mann sehen, ausser du willst Kinder oder hast einen Heiratsfetisch.

          • „ich sage, dass es nicht wert ist in eine Beziehung zu kommen, in der Überhaupt Shittests zugelassen werden“

            Das ist denke ich ein gedanklicher Fehler: Wenn man deutlich macht, dass man Shittests als solche behandelt kommen weniger als wenn man sie nicht als solche behandelt.

        • @ Christian

          Wie würdest du einen Mann behandeln, der darauf besteht dein Freund zu sein, der aber ständig das Bedürfnis hat, dich zu testen? Dem würdest du auch irgendwann metaphorisch den Kiefer brechen, wenn er so weitermacht.

          Die Idee, durch besonderes oder gar geübtes Auftreten die Anzahl an Shittests einer Frau zu reduzieren ist schon wieder ein solches zu Boden kriechen vor weiblichen Ansprüchen, dass ich nichts damit zu tun haben will. Die Unsicherheiten ihrer selbst induzierten Hypergamie (Ist er das beste, was ich kriegen kann; ist er wirklich so selbstsicher etc.) abzufedern ist nun weiss Gott nicht meine Aufgabe in einer Beziehung.

          • @toxic

            Es bringt nichts Frauen nach dem Verhalten von Männern zu bewerten und umgekehrt. Frauen verhalten sich eben im Schnitt anders als Männer.

            Natürlich ist das Verhältnis zu Männern anders. Aber gleichzeitig hättest du bei einem Mann überhaupt keine Probleme damit einen Shittest abzuwehren und ihn in seine Schranken zu verweisen und er würde eben merken, dass er so nicht agieren kann. Bei Frauen nimmst du üblicherweise mehr hin als bei Männern.

            Das mit dem „Zu Boden kriechen“ kann ich auf nicht nachvollziehen: Es ist doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass man deutlich macht, wenn man meint, dass der eine zuviel fordert. Weil es von einer Frau kommt errichtest du eine Zwickmühle: Entweder man kriecht, indem man es zulässt oder man kriecht, indem man es nicht zulässt.

            Natürlich ist es deine Aufgabe in einer Beziehung dem Verhalten deines Partners, welches dir nicht gefällt, Grenzen zu setzen. Wer zum Teufel sollte das denn sonst machen? Genau so setzt sie ja andersherum deinem Verhalten Grenzen.

            Bei der Gelegenheit noch einmal mein wunderbares Krötenbeispiel zum Shittest:

            https://allesevolution.wordpress.com/2014/03/09/shittest/

            n David Buss Buch „Evolution of Desire“ bringt Buss ein interessantes Beispiel eines tierischen Paarungsverhaltens:

            Bei einer bestimmten Krötenart sitzt das Männchen auf einer Art Nest, Weibchen, die interessiert sind, versuchen ihn von diesem herunter zu stoßen. Gelingt ihnen dies, dann paaren sie sich üblicherweise nicht, bleibt das Männchen fest auf dem Nest, dann können die Weibchen in diesem ihre Eier ablegen, die dann von dem Männchen befruchtet werden.

            Was macht die weibliche Kröte hier?: Sie testet die Qualitäten des Krötenmännchens. Wenn er sich von dem Weibchen leicht aus dem Nest stoßen lässt, dann wird er auch ansonsten die befruchten Eier nicht sonderlich schützen können, er ist zu schwach dafür, damit werden auch eher seine Söhne schwach sein und es lohnt sich, ein anderes Männchen zu suchen und sich mit diesem zu paaren. Das Ganze durchdenkt die Kröte natürlich nicht auf einer logischen Ebene, sie folgt einem biologischen Programm, welches sie erst das Männchen testen lässt und dann bei einem positiven Ausgang des Tests die Fortpflanzung einleitet.

            Man sieht hier recht schnell die Parallelen zum Shittest: Das Weibchen versucht hier nicht auf einer körperlichen Ebene, sondern auf einer geistigen Ebene zu testen, ob der Mann „fest in seinem Nest sitzt“, sich also nicht leicht aus der Bahn werfen lässt. Auch hier erfolgt der Test nicht auf einem logisch ermittelten Gedanken, dass sie dem Mann testen muss, sondern der Test kommt unterbewußt, was das Resultat aber nicht weniger aussagekräftig macht, ebenfalls auf einer unterbewußten Ebene.

            Der Shittest gibt dabei die Möglichkeit sehr früh gewisse Daten zu sammeln und zu schauen, ob es sich „lohnt“ den Mann anziehend zu finden. Geht er locker mit einem Shittest um, dann spricht dies für ihn und es lohnt sich ein biologisches Programm des Begehrens anzuwerfen, besteht er nicht, dann lohnt es sich eben – ebenso wie bei der Kröte, die vom Nest fliegt – nicht.
            (…)
            4. Warum ist es wichtig, zu wissen, was ein Shittest ist?

            Zum einen ist es aus meiner Sicht wichtig zu wissen, warum ein solcher Test auftritt, weil man ihn dann ganz anders angehen kann. Man stelle sich die oben genannte Kröte (etwas vermenschlicht) vor, wie sie sich drüber aufregt, dass die Weibchen dauernd versuchen, sie aus dem Nest zu schmeißen und sich nicht einfach so paaren wollen. Die die Frauen gleich anblafft, wenn sie schubsen und sich aufregt, dass man ihre Ruhe stört und sie nicht einmal ihr Nest einfach so genießen kann. Wir sehen hier den Anfang einer sehr verbitterten Kröte, die eher verstörte Krötinnen, die sich nicht paaren wollen, begegnen wird. Hingegen der Kröterich, der sich denkt, dass sie ihn schubsen will, weil sie vermutet, dass sie gerade ihn schubsen will, weil ihr Unterbewußtsein meint, dass sich die Mühe lohnt, weil er sitzenbleiben wird und sich entsprechend vorbereitet und auch weiß, dass es sie anmacht, wenn er sitzen bleibt, er hätte ein glücklicheres Leben und er würde das Schubsen als das sehen, was es ist: Flirten und Vorspiel

            Dies (schon stark überreizte) Krötenbeispiel lässt sich auf die Menschen übertragen: Wer bei einem (tatsächlichen) Shittest denkt, dass sie ein Miststück ist und sich darüber aufregt, der besteht zum einen den Shittest nicht und ärgert sich zu dem über etwas, über das man sich gar nicht ärgern muss. Man muss nur mit entsprechenden Selbstbewußtsein reagieren und sich nicht unterkriegen lassen.

        • @ Christian

          „Es bringt nichts Frauen nach dem Verhalten von Männern zu bewerten und umgekehrt.“

          Das sind meine Ansprüche und die sind in diesem spezifischen Fall an beide Geschlechter gleich. Natürlich kann und werde ich das Verhalten von Frauen an dem von Männern messen; das ist meine Entscheidung.

          Mit einem Mann, der meine Loaylität in Frage stellt und meint, mich testen zu müssen und dies wiederholt tut, mit dem werde ich z.B. schlicht keine Freundschaft eingehen.

          „Weil es von einer Frau kommt errichtest du eine Zwickmühle: Entweder man kriecht, indem man es zulässt oder man kriecht, indem man es nicht zulässt.“

          Nicht zu kriechen, würde zu bedeuten eine Frau nach dem zweiten oder dritten Shittest auf die Strasse zu stellen – nicht bessere Wege zu finden, zukünftige Shittests zu minimieren. Der Fakt, dass es dieses Thema in der PUA-Literatur einen eher grösseren Stellenwert einnimmt, verdeutlicht das weiter. Das bestehen von Shittests ist wohl eher etwas, dass dem Konzept der Sunk Cost von langjährigen Beziehungen entspricht und das Leben von Ehemännern erträglicher machen soll, die sowieso nie mehr da raus kommen werden.

          „Natürlich ist es deine Aufgabe in einer Beziehung dem Verhalten deines Partners, welches dir nicht gefällt, Grenzen zu setzen.“

          Nur wird das genau durch das Bestehen von Shittests nicht passieren; du setzt keine Grenzen sondern versuchst mit ihrem durch Hypergamie und Unsicherheit hervorgerufenem Verhalten so gut wie möglich umzugehen, abzublocken oder aber es ins lächerliche zu ziehen, damit du sie doch noch vögeln kannst (Und ich behaupte, das haben schon ganz viele Männer automatisch gemacht, inklusive mir). Das schliesst z.B. aus, wirklich verbal schwer verletzend zu werden, wie du es bei einem Mann tun würdest.

        • @toxicvanguard

          „Nicht zu kriechen, würde zu bedeuten eine Frau nach dem zweiten oder dritten Shittest auf die Strasse zu stellen – nicht bessere Wege zu finden, zukünftige Shittests zu minimieren.“

          Auf der einen Seite mein volles (heutiges) Einverständnis und auf der anderen Seite meine komplette Verwunderung mir selber gegenüber, wie ich mir habe das Heft des Handelns jahrelang freiwillig habe aus den Händen nehmen lassen.

          Erfahrungsgemäß führte jeder „bestandene“ shit-test zur weiblichen Reaktion, das Stöckchen beim nächsten Test noch ein wenig höher zu hängen.
          Wieso sollte sie nicht?
          Ich habe sie doch geradezu dazu eingeladen.
          Sie beurteilt *meine* Performance, nicht ich *ihre*.

          Ich konfrontiere sie *nicht* mit dem ZWECK ihrer Tests, sondern erspare ihr die Auseinandersetzung mit den eigenen hässlichen Seiten: „Schatz, du handelst wie du handelst, weil du den optimalen Preis für den langfristigen Gebrauch deiner Muschi aushandeln möchtest!“ – das ist weibliche Hypergamie ins rustikale übersetzt.

          Gerne gebe ich zu, das klingt gemein, aber es ist die WAHRHEIT.
          PUA ist für mich verlogen, weil dieser Satz die Grundlage männlicher Handlungen sein und gleichzeitig nicht gegenüber Frauen thematisiert werden soll.

          PUA ist chivalry in Reinkultur – stellt euch ein date vor, in dem ihr alle kalkulierten weiblichen Handlungen einfach zurück spiegelt: „Du streichst dir neckisch die Haare hinter das Ohr, ja KOMMA ich weiß du siehst GUT aus.“

          Jede männliche Spiegelung solche weiblichen Strategien würde deren Hohlheit ENTLARVEN und endlich für die VERÄNDERUNG sorgen, auf die wir Männer warten und warten.
          Das wird nicht passieren, wenn wir nicht dafür Sorge tragen.

          Die Auslagerung der eigenen, männlichen Perspektive, der eigenen Bedürfnisse auf das weibliche Gegenüber ist Grundlage der bizarren Idee, man möge sich durch das „bestehen“ eines Tests nach Maßgabe der Bedürfnisse eines anderen Menschen „qualifizieren“ für eine Beziehung mit diesem Gegenüber.

          Für WAS habe ICH mich eigentlich qualifiziert?
          Und wo ist und worin besteht die QUALITÄT für MICH?

          Es gibt einen schönen Filmtitel, der m.E. diesen Vorgang beschreibt (Herv. v. mir):

          „Mein Leben OHNE mich“.

          Es gibt bestimmt eine Menge Männer, die ihre miese Gegenwart durch eine Wette auf die Zukunft absichern: „Wenn ich x jetzt als Eigenbeitrag leiste, dann wird das Jahr y toll!“
          Wird es nicht.
          In dem Augenblick, wo man die Maßstäbe für das Gelingen des eigenen Lebens outsourct, ist die Bewertung „toll“ nicht mehr in deinen eigenen Händen.

          Mann gibt sein Leben aus den Händen für den Preis, den jemand anderes bestimmt.

          Gruß crumar

        • Die Frauen lassen sich nicht ändern. Die eigene Erwartung an Frauen allerdings schon. Sie mögen lausige Freunde oder Partner sein, aber als Gefäße für Sperma sind sie konkurrenzlos gut.

        • „Gerne gebe ich zu, das klingt gemein, aber es ist die WAHRHEIT.“

          Die Wahrheit ist, dass man nur mit jemandem dauerhaft zusammen sein kann, mit dem man nur um seiner selbst willen Sex haben will.
          Viele machen dann falsche Kompromisse und das ist es wohl, weshalb Beziehungen instabil sind.
          Wer den Frauen einredet, sie machten nur Sex um etwas anderes, will diese Beziehung stören. Soziale Kontrolle ist das Resultat.
          Unser schnelllebigen Zeit muss ja überall zum Profitmachen dienen. Was kostet zB eine Scheidung?

    • Interessanter Artikel und Kommentare! Hatte den Begriff „Fuckzone“ zwar vorher noch nicht gekannt, aber das Thema an sich sorgt in unserem Freundeskreis immer wieder für einen Lacher. Es ist wirklich witzig, dass Frauen in meinem Alter (29) und älter sowas nicht durchschauen können/wollen. Die bilden sich dann gerne ein, es mache etwas für sie besser, wenn sie Etiketten wie „Freundschaft Plus“ erfinden. Das verstehe ich nicht. Für einen Mann ist es relativ Wurst, wie sich eine Fickfreundschaft nennt, eine begehrte Frau hat das nicht nötig. Richtig schlimm wird es für Frauen aber, wenn auch sie mal in der „Friendzone“ landen… Ja, auch das ist möglich! Wenn die Figur mal Maße von 100/70/120 oder ähnlich erreicht – dann würde ich als Mann zwar immer noch freundlich mit einer Frau umgehen, aber dann habe ich null Interesse an Sex, geschweige den, in sonst einer Hinsicht meine Zeit zu verschwenden.

  2. Irgendwie verstehe ich das nicht. Wenn ich auf das andere Geschlecht stehe, würde ich mich auch mal mit der Gefühls- und Gedankenwelt des anderen Geschlechts beschäftigen. Dass es immer noch Frauen gibt, die männliche Sexualität nicht verstehen, iss mehr als merkwürdig.

      • Nein, vieles Männer sind ebenso naiv, was Frauen angeht. Die Hauptmissverständnisse:
        – Sie glauben dass Frauen Sex um des Sex Willens mögen
        – Sie glauben, dass Frauen Männer lieben

        • „– Sie glauben dass Frauen Sex um des Sex Willens mögen
          – Sie glauben, dass Frauen Männer lieben“

          Manchen Sachen, die du schreibst sind wirklich abartig, Adrian. Und das, obwohl (hm oder weil) du in dem Bereich einfach keine Ahnung hast.
          Ich finde es auch merkwürdig, wie sehr du dich in heterosexuelle Beziehungen und Dynamiken „einzumischen“ versuchst und das mit so einer belehrenden Art.
          Ich interessiere mich bis zu einem gewissen Grad auch für Homosexualität, aber wenn, dann schreibe ich eher „Ich könnte mir vorstellen, dass…“ wenn ich Theorien darüber habe, als irgendwelche Behauptungen aufzustellen. Ahnung von etwas bekommt man nur, wenn man Erfahrung damit sammelt.

          Ich bin eine Frau, die genauso ist wie du da oben beschreibst. Das Problem ist aber, dass man sich damit auf ein Leben mehr oder weniger als Sperma Container einstellen muss und das will nicht jede Frau, denn die Wahrheit ist und das weiß ich aus eigener Erfahrung: Die meisten Männer (nicht alle, aber die meisten) verachten Frauen, die Sex um des Sex willen haben. Sie machen es natürlich mit, aber als (Langzeit)-Freundin nehmen würden sie einen nie- und zwar (auch) deshalb und manche reden dann noch schlecht über einen
          Vielleicht, weil das Risiko fürs Fremdgehen oder ein Fremder auf der Straße könnte einem zurufen, dass er schon Sex mit ihr hatte usw. als zu hoch angesehen wird. Evolutionär oder so.
          Und als Liebesbeweis oder Sympathie sehen die meisten das auch nicht an.

          Außerdem heisst es ja, dass Frauen, die „rumvögeln“ keine Familien gründen können/dürfen. Und dass Frauen am besten gar keinen Sexpartner oder maximal 1-2 haben bevor sie heiraten usw.
          Das sind ja auch Konflikte zwischen denen man sich entscheiden muss und viele Frauen entscheiden sich dann halt für: „Versuchen, den Mann einzufangen, dann erst Sex“. Was dann so wrkt als würden sie Sex eiskalt als Handelsware sehen.
          Ich tue das nicht, aber ich bin im Beziehungsleben dann auch meistens nicht so erfolgreich (wobei ich natürlich auch da manchmal Treffer lande).
          oder sie „schenken“ sich dem Mann (hier bitte, ich habe Sex mit dir freiwillig, jetzt bleib dafür auch freiwillig bei mir) und sind dann enttäuscht, dass er nicht genauso schenk-bereit ist, wie sie und zwar dahingehend, dass er sie nicht wegschickt.

          Wenn du so furchtbar viel Ahnung hast, muss dir das doch irgendwann mal aufgefallen sein, dass die Tendenz ist:
          „Mann, vögele rum, tob dich aus, und werde sesshaft (wenn überhaupt) mit einer anständigen“

          Das bedeutet, sobald es darum geht, sind solche freigiebigen, sexuellen Frauen komplett abgemeldet und das will nicht jede. Da ich ohnehin nie heiraten wollte, ist es nicht so das Problem, aber für Frauen, die das wollen eben schon. Verständlich, oder?

          Das ist das ganze „Msysterium“ dahinter und Frauen, die genauso „ehrlich“ dabei sind wie Männer verlieren halt dadurh ihren Reiz. Ich vermute, dass Männer das irgendwie unbewusst genauso wollen, sonst hätten sie es ja schon längst ausselektiert indem sie sich nur mit sexfreudigen Frauen fortpflanzen.
          Gleichzeitig wird historisch diese „Nicht-Offenlegung“ sogar erwartet. Als Frau soll man sittsam, anständig usw. sein. und nicht „öööy, goiler Arsch, komm mal rüber, Junge“ vom Kutschbock runtergröhlen anstatt auf einen Debütantinnenball zu gehen, oder?

          Ich finde die Kritik demnach oft sehr einseitig hier.

          • „Manchen Sachen, die du schreibst sind wirklich abartig, Adrian.“

            Die eine sagen so, die anderen so.

            „Das bedeutet, sobald es darum geht, sind solche freigiebigen, sexuellen Frauen komplett abgemeldet und das will nicht jede. Da ich ohnehin nie heiraten wollte, ist es nicht so das Problem, aber für Frauen, die das wollen eben schon. Verständlich, oder?“

            Nein, weil es impliziert, das Frauen ihre Triebe für eine gesellschaftlich erwünschte Langzeitstrategie unterdrücken. Unwahrscheinlich.

          • @Atacama

            Die meisten Männer (nicht alle, aber die meisten) verachten Frauen, die Sex um des Sex willen haben.

            Was hast du denn für seltsame Erfahrungen gemacht?
            Negative und abwertende Äußerungen darüber kommen fast ausschließlich von Frauen.

        • „Die eine sagen so, die anderen so.“

          Nein, das ist ganz einfach so.

          „Nein, weil es impliziert, das Frauen ihre Triebe für eine gesellschaftlich erwünschte Langzeitstrategie unterdrücken. Unwahrscheinlich.“

          wieso?
          Davon abgesehen ist es nicht nur Langzeitstrategie, sondern auch Kurzzeit Viele Frauen wollen auch nicht so gerne Umkleidenkabinen-Talk sein.

        • @Atacama

          Empirisch ist es aber so, dass junge Frauen Anfang-Mitte 20 heute in D mehr Sexualpartner hatten, als gleich alte junge Männer.

          D.h. gesetzt dem Fall, es *gäbe* die patriarchale Doppelmoral, dann ist sie – mal wieder – *praktisch* gescheitert. 😉

          Ich möchte dich hier nicht stellvertretend kritisieren, aber es ist ziemlich auffällig, dass seitens feministischer Theorie gesellschaftliche Zwänge gegenüber Frauen beschworen werden, die in einem komplett anderen weiblichen Verhalten münden *müssten*.

          Fühlten sich die jungen Frauen nämlich tatsächlich so von einer rigiden, doppelmoralischen patriarchalen Doppelmoral unter Druck gesetzt, wäre die erwartbaren Zahlen genau anders herum.

          Dann: Ich finde es bezeichnend, dass die Diskussion über die Beziehungsfähigkeit an der ANZAHL der Sexualpartner festgemacht wird, statt an einer Verbindung mit einer anderen Größe, die ich für entscheidend halte, nämlich der bisherigen maximalen BeziehungsDAUER.

          Eine 35 Jahre alte Frau, deren längste Beziehung 2-3 Jahre dauerte empfinde ich als abschreckend.
          Denn wenn ihre „Beziehungskarriere“ mit 16 startete, dann ist es nicht erwartbar, dass sie dieses Muster NICHT wiederholt.

          Es ist völlig Wurst, ob sie in den Beziehungen monogam war oder nicht, auch die Anzahl von Sexualpartnern zwischen diesen Beziehungen ist irrelevant.
          Sie hat *nie gelernt*, eine langfristige Beziehung zu führen und jeder Versuch, mit dieser 35-jährigen Frau eine Familie zu gründen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern.

          Dieser Realismus soll m.E. in der Diskussion ausgeblendet werden: Keine Erfahrung mit langfristiger Beziehung vor Familiengründung = verbrannt für eine Familiengründung.

          D.h. die *moralische Diskussion* über die Anzahl der Sexualpartner von Frauen, die uns Feministinnen und Konservative aufdrücken wollen, halte ich für reine Ablenkung.

          Gruß crumar

        • @atacama
          „Als Frau soll man sittsam, anständig usw. sein. und nicht „öööy, goiler Arsch, komm mal rüber, Junge““

          Zeig mal einen Artikell, der das *wirklich* so meint.

          Findest du keinen, aber 1000 feministische, die das beklagen, dass es so sei.

        • @Atacama:

          Die meisten Männer (nicht alle, aber die meisten) verachten Frauen, die Sex um des Sex willen haben.

          Ich denke, das liegt daran, dass sie ihn daran erinnert, dass er austauschbar ist. Wenn er es nicht »bringt«, ist er schnell weg vom Fenster und der nächste ist dran. Hier regiert nämlich seit langem schon nicht »patriarchale Herrschaft«, sondern female choice.

          Das deckt sich mit dem, was crumar ausführt:

          Keine Erfahrung mit langfristiger Beziehung vor Familiengründung = verbrannt für eine Familiengründung.

          Männer sind i.d.R. durchaus irgendwann bereit, sich auf solche langfristig verpflichtenden Beziehungen einzulassen – aber dann mit einer, von der sie hoffen und annehmen, dass sie das auch wertschätzen kann.

      • Adrian redet von männlicher Sexualität. Die ist m.E. sehr viel leichter zu verstehen als weibliche, vor allem weil Männer im Allgemeinen kein Mysterium draus machen.

        Dass quasi alle daran scheitern, den anderen als Mensch mit all seinen Idiosynkrasien zu verstehen, steht auf einem anderen Blatt.

        • Weibliche Sexualität ist ebenfalls kein Mysterium. Und Frauen machen auch kein Geheimnis drum:

          Weibliche Sexualität ist darauf ausgerichtet einen qualitativ hochwertigen Partner zu finden und zu halten, der die Ressourcen besorgt, damit Frau ihrem Brutpflegetrieb nachgehen kann.

          Männliche Sexualität ist, mit attraktiven Partnern zu vögeln und sich möglichst wenig zu binden.

          Dass sind die groben Parameter, die kulturelle und zeitgeistig ausgestaltet werden, die aber – im Schnitt – gültig sind.

          • „Und Frauen machen auch kein Geheimnis drum:
            Weibliche Sexualität ist darauf ausgerichtet einen qualitativ hochwertigen Partner zu finden und zu halten, der die Ressourcen besorgt, damit Frau ihrem Brutpflegetrieb nachgehen kann.“

            Das ist eine sehr sehr seltene Frau, die das so offen zugeben würde. Stattdessen hörst du immer Geschwalle von Wahre Liebe, Chemie bzw heutzutage eher „Seelenverwandtschaft“ u.dergl.

          • Und die Weiber machen es Männern so schwer wie möglich, sie zu lernen. Und sind, wie Slavo sagt, empört, wenn andere Männer Kurse anbieten.

            Der Glaube an die Schneeflockennatur der Frau ist mächtig.

          • @adrian

            Deine Sicht auf Frauen ist viel zu negativ. Natürlich mögen auch Frauen Sex, nur eben anders als Männer. Natürlich lieben auch Frauen. Das hindern alles auch die obigen Parameter nicht, weil wir uns eben dazu entwickelt haben eine Prisoners Dilemma auflösen zu können, indem wir zu einem gewissen Grad beziehungstauglich sind

          • Tur mir ja leid, aber für mich gibt es keine positive Eigenschaft von Frauen, die intrinsisch weiblich ist; die also nicht auch Männer haben können. Frauen sind demnach also für mich nichts besonderes. Für Dich schon weil Du sie sexuelle attraktiv findest. Für mich nicht. Rate mal warum 🙂

          • @adrian

            Es geht nicht darum, dass Frauen Eigenschaften haben, die nur sie haben können, es geht darum, das sie im Schnitt eben anders sind als Männer und das üblicherweise zu anderen Beziehungen untereinander führt. Es mag sein, dass (und das vielleicht gerade in der schwulen Szene) Männer gibt, die sich da ähnlich verhalten und natürlich gibt es auch Frauen, die eine eher männliche Art haben.
            Das ändert aber sicherlich nichts an den Unterschieden im Schnitt und auch nicht daran, dass man diese gut wahrnimmt.
            Ich habe auch weibliche Freunde, die ich wegen dieser Art schätze (ebenso wie ich meine männlichen Freunde schätze) und habe auch in der Studentenzeit nichtsexuell mit Frauen in WGs zusammengewohnt.
            Hast du das schon mal gemacht?

          • Alle Unterschiede im Schnitt, die Frauen gegenüber Männer haben bringen mir offenbar nichts.
            Welche Unterschiede sollten das denn sein, die so toll sind? Welche sind denn das für Dich?

            „Hast du das schon mal gemacht?“

            Nein. Ich bin ein Einzelgänger. Ich hasse WGs.

        • Dass Frauen ein Mysterium aus ihren Wünschen bzw. Sexualität machen ist logisch. Die Männer sehen dabei nur eine Blackbox, welcher Algorithmus da jetzt genau im Hirn einer Frau vorgeht, darf unter keinen Umständen an’s Tageslicht gelangen. Er ist für die durchschnittliche Frau mindestens so wertvoll wie für Google sein Suchalgorithmus. Sollten Männer dem langsam auf die Schliche kommen, wird brav verbal geleugnet, negiert und mit vielen verschiedenen und tollen Metaphern umgedeutet. Oder man reagiert angepisst, wie man es denn wagen könnte, Frauen objektiv so zu beschreiben, wie sie eben sind. Auffällig vor allem dann, wenn man auf PUA zu sprechen kommt oder die evolutionären Grundlagen und die Dynamik der sexuellen Selektion erläutert.

          Bestens auch dann zu sehen, wenn man Frauen fragt, was für einen Mann sie sich wünschen; mit welchen Charaktereigenschaften, Aussehen, Ressourcen etc. er ausgestattet sein soll und schlussendlich das, worauf sie sich tatsächlich in ONS oder LTRs einlassen.

          Wenn Männer wissen, was Frauen wollen, so ist das ein Problem für die Frauen, denn somit könnten sich viele Männer künstlich darauf einstellen, was die Selektion für die Frau erheblich erschweren würde, da plötzlich unter den wenigen Alphas Betas dazukommen, die vorgeben Alpha zu sein, es aber laut ihrer Auffassung nicht sind.

        • „Adrian redet von männlicher Sexualität. Die ist m.E. sehr viel leichter zu verstehen als weibliche, vor allem weil Männer im Allgemeinen kein Mysterium draus machen.“

          Das ist ja auch eine Sache, die man erst einmal verstehen muss. Gerade wenn Frauen eben aus vielen ein Mysterium machen und versuchen dann auch insoweit eine zweite Ebene beim Mann zu finden wo häufig in der Hinsicht gar keine ist

          • Kennst du die Geschichte von Gerhardt und Susanne?

            Einem Mann namens Gerhard gefällt eine Frau namens Susanne. Er fragt sie, ob sie ins Kino gehen will, sie sagt ja, und beide verbringen einen sehr lustigen Abend.
            Ein paar Tage später lädt er sie zum Abendessen ein, und sie haben wieder viel Spaß. Fortan treffen Sie sich regelmäßig, und nach einiger Zeit trifft sich keiner von beiden mit irgendjemand anders mehr.

            Eines Abends, als sie nach Hause fahren, schießt ein Gedanke durch Susannes Kopf und, ohne richtig drüber nachzudenken, spricht sie ihn aus: „Ist Dir klar, dass wir uns mit dem heutigen Abend seit genau 6 Monaten treffen?“

            Stille.

            Susanne kommt die Stille sehr laut vor. Sie denkt: „Oje, ob es ihn nervt, dass ich das gesagt habe? Vielleicht fühlt er sich durch unsere Beziehung eingeschränkt, oder er fühlt sich von mir in eine Pflichtrolle gedrängt?“

            Und Gerhard denkt sich „Wow, 6 Monate.“

            Und Susanne denkt sich: „Moment, ich bin gar nicht sicher, ob ich so eine Art Beziehung will. Manchmal hätte ich lieber mehr Freiraum, ich werde Zeit brauchen, mir zu überlegen, ob ich so weiter machen will. Ich meine, wo führt uns das hin? Wird es immer so weiter gehen, oder schreiten wir auf eine Ehe zu? Vielleicht sogar auf Kinder? Darauf, unser restliches Leben miteinander zu verbringen? Bin ich bereit, diese Verpflichtung einzugehen? Kenne ich diesen Menschen überhaupt?

            Und Gerhard denkt sich: „Hm, das heißt, es war … mal sehen … Februar … als wir anfingen, uns zu treffen, das war gleich nachdem ich das Auto beim Service hatte, das heißt … wie ist der Kilometerstand? Au weia! Die Karre ist überfällig für einen Ölwechsel!“

            Und Susanne denkt sich: „Er ist besorgt. Ich sehe es in seinem Gesicht. Vielleicht war mir nicht ganz klar, wie er die Sache sieht. Vielleicht will er mehr von unserer Beziehung, mehr Intimität, eine tiefere Bindung, vielleicht hat er, sogar schon vor mir gespürt, dass ich mich zu sehr zurückhalte. Ja, das ist es. Deswegen spricht er so selten über seine Gefühle. Er hat Angst, zurückgewiesen zu werden.“

            Und Gerhard denkt sich: „Die sollen sich auf jeden Fall noch einmal das Getriebe ansehen. Ist mir völlig egal, was diese Deppen sagen, die Schaltung funktioniert noch immer nicht richtig. Und diesmal können sie es auch nicht aufs kalte Wetter schieben. Wir haben 30 Grad, und das Ding hier schaltet sich wie ein Lastwagen von der Müllabfuhr. Und ich habe diesen inkompetenten Gaunern 1200 Mark bezahlt.

            Und Susanne denkt sich: „Er ist sauer. Ich kann’s ihm nicht übel nehmen, ich wär’s auch. Ich fühle mich so schuldig, ihm das anzutun, aber ich kann nichts für meine Gefühle, ich bin einfach unsicher.

            Und Gerhard denkt sich: „Wahrscheinlich werden sie sagen, es gibt nur 90 Tage Garantie, diese Säcke!“

            Und Susanne denkt sich: „Wahrscheinlich bin ich viel zu idealistisch, und warte auf einen Ritter auf einem weißen Pferd, während ich hier neben einem superlieben Menschen sitze, einem Menschen, mit dem ich gern zusammen bin, um den ich mich wirklich sorge und der sich wirklich um mich sorgt. Einem Menschen, der wegen meiner selbstherrlichen Schulmädchenfantasien leiden muss.

            Und Gerhard denkt sich: „Garantie? Die reden von Garantie? Können sie haben, ich nehme ihre Garantie und stecke sie ihnen in …“

            „Gerhard“, sagt Susanne laut.

            „Was?“ sagt Gerhard erschrocken.

            „Bitte quäl dich nicht so“, sagt sie, während sich ihre Augen mit Tränen füllen. „Vielleicht hätte ich niemals … Oh Gott, ich fühle mich so …“
            (Sie verstummt, schluchzt).

            „Was?“ sagt Gerhard.

            „Ich bin so dumm“, schluchzt Susanne, „Ich meine, ich weiß, dass es nie einen Ritter geben wird. Es ist so dumm. Weder einen Ritter noch ein Pferd.“

            „Es gibt kein Pferd?“, fragt Gerhard.

            „Du denkst auch, dass ich dumm bin, oder?“, sagt Susanne.

            „Nein!“, sagt Gerhard, froh, endlich eine richtige Antwort zu haben.

            „Die Sache ist die … es ist einfach so … ich brauche ein wenig Zeit“, sagt Susanne.

            (Es entsteht eine 15-sekündige Pause, in der Gerhard versucht, so schnell er kann mit einer sicheren Antwort aufzuwarten. Endlich fällt ihm etwas ein, das funktionieren sollte.)

            „Ja“, sagt er.

            (Susanne, tief bewegt, berührt seine Hand) „Oh Gerhard, denkst du wirklich so darüber?“ fragt sie.

            „Worüber?“ fragt Gerhard.

            „Über ein wenig mehr Zeit“ sagt Susanne.

            „Oh“, sagt Gerhard, „Ja!“

            (Susanne dreht sich zu ihm und sieht ihm tief in die Augen, wodurch er schrecklich nervös darüber wird, was sie als nächstes sagen wird, besonders, wenn darin ein Pferd vorkommen sollte. Endlich spricht sie.) „Danke, Gerhard“, sagt sie.

            „Ich danke Dir:“, sagt Gerhard

            Dann bringt er sie nach Hause, wo sie sich auf ihr Bett legt, eine von Konflikten geschüttelte, gequälte Seele, und bis in den Morgen weint.

            Gerhard fährt nach Hause, holt sich eine Tüte Chips, dreht den Fernseher auf, und wird schnell von der Wiederholung eines Tennismatchs zwischen zwei Neuseeländern, von denen er noch nie was gehört hat, in den Bann gezogen. Eine leise Stimme irgendwo in seinem Kopf sagt ihm, dass heute im Auto höchstwahrscheinlich etwas wirklich wichtiges passiert ist, aber er ist sicher, dass er niemals verstehen würde, was das war, also beschließt er, nicht weiter darüber nachzudenken.

            Am nächsten Tag wird Susanne ihre beste Freundin anrufen, vielleicht sogar noch eine, und mit ihr 6 Stunden lang über die ganze Sache reden. In sorgfältiger Detailarbeit werden sie alles was sie sagte, und auch alles was er sagte, analysieren, jedes Wort, jeden Ausdruck, jede Geste, um Nuancen in der Bedeutung des gesagten zu finden, und um jede mögliche Variante durchzugehen. Das ganze wird sich wochenlang, wenn nicht monatelang hinziehen, ohne jemals in einer plausiblen Schlussfolgerung zu enden, aber auch, ohne jemals langweilig zu werden.

            Irgendwann während dieser Zeit wird Gerhard, während eines Squashmatches mit einem Freund, der sie beide kennt, kurz innehalten und fragen „Peter, hat Susanne mal ein Pferd gehabt?“.

        • „Bestens auch dann zu sehen, wenn man Frauen fragt, was für einen Mann sie sich wünschen; mit welchen Charaktereigenschaften, Aussehen, Ressourcen etc. er ausgestattet sein soll und schlussendlich das, worauf sie sich tatsächlich in ONS oder LTRs einlassen.“

          Ja gut, das ist aber bei jedem so. Seinen „Traumpartner“ kriegt man ja auch nicht immer oder er existiert schlicht nicht. Ist doch logisch, dass man in der Realität auch mit dem „Normalen“ zufrieden ist, ist doch andersherum nicht anders.

          „Wenn Männer wissen, was Frauen wollen, so ist das ein Problem für die Frauen, denn somit könnten sich viele Männer künstlich darauf einstellen, was die Selektion für die Frau erheblich erschweren würde, da plötzlich unter den wenigen Alphas Betas dazukommen, die vorgeben Alpha zu sein, es aber laut ihrer Auffassung nicht sind.“

          Frauen wollen keinen Alpha sondern bloß einen Mann, der nicht vorgibt, was anderes zu sein als er ist und halbwegs ihren Vorstellungen entspricht oder wo die Chemie eben stimmt. Der, den ich jetzt habe, sieht auch sehr anders aus als ich mit vorgestellt hätte, wobei ich mir eigentlich gar nichts vorstelle, sondern nur bevorzugte Typusse und Eigenschaften habe (so wie in „Ich stehe darauf, wenn Männer kleine Grübchen an der Wange haben“ oder so).

          Außerdem darfst du nicht vergessen, dass auch Frauen Internet haben. Es gibt bereits Seiten, wo Frauen die witzigsten Pick Up Stolperversuche miteinander teilen. Ich glaube, mit ein bisschen Pick Up weiterkommen, wird immer schwieriger, deswegen würde ich mich auf „mich“ konzentrieren. Wenn man weiß, wer man ist und den ganzen anderen Kram, statt sich auf Anmachtechniken zu konzentrieren dann hat man auch die Chance, Leute anzuziehen, die zu einem passen könnten.
          Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Pick Up pathologische Persönlichkeiten kreiert. Allein das Mantra „Fake it Till You Make it“ ist schon irgendwie krank.

          • @atacama

            „Es gibt bereits Seiten, wo Frauen die witzigsten Pick Up Stolperversuche miteinander teilen“

            Das klingt interessant. Welche Seiten sind das?

            Bisher habe ich meist eher Sachen gelesen, die mit Pickup nichts zu tun hatten, aber wo die Frauen meinten es wäre Pickup. Pickup ist auch weit weniger auf reinen routinen aufbauend als das viele Kritiker meinen. Insofern bezweifele ich, dass den meisten Frauen es überhaupt auffallen würde, dass hier jemand Pickup betreibt

            „Fake it till ypu make it“ ist sehr hilfreich. Findet man auch in vielen anderen Bereichen. Die meisten Berufsanfänger beispielsweise müssen das in Bereichen, wo sie selbstbewußt rüber kommen sollen lernen. ZB als Lehrer, Polizist, Steuerberater, Rechtsanwalt
            Wer unsicher und wie ein Anfänger auftritt wird eben auch so wahrgenommen. Mit zunehmender Erfahrung kann man etwas entspannter werden

          • „Frauen wollen keinen Alpha sondern bloß einen Mann, der nicht vorgibt, was anderes zu sein als er ist“
            😀

            “ wo die Chemie eben stimmt“
            uuuund da haben wir das Mysterium 🙂

            „ist schon irgendwie krank.“
            Und Grundbaustein in der Verhaltenstherapie 🙂

        • Weil diese Kurse Schwachsinn und völlig überteuert sind. Das erkennt man schon daran, dass diese Pick Up Artists sich laufend selbst und gegenseitig widersprechen und das offenbar ohne es zu merken.
          Was ja eigentlich nicht der Fall sein könnte, wenn es eine bestimmte Art gibt wie Frauen funktionieren^^

          • „Weil diese Kurse Schwachsinn und völlig überteuert sind“

            Wutt?
            Worauf beziehst du dich?
            Und schulssfolgerst du hier grad von der Existenz von Schlangenölverkäufern auf die Sinnlosigkeit von Medizin als solcher?

        • „uuuund da haben wir das Mysterium:)“

          ich vermute, das ist kein Mysterium, man kann es als Laie bloß nicht erklären. Als Chemie bezeichnet ich die Kombination aus DNA, Hormoncocktail, Aussehen, Sozialisation, Ausstrahlung, Persönlichkeit usw. und da merkt man dann bei manchen, dass eben diese stimmt und bei anderen nicht.
          Es gibt doch auch die Redensart „Ich kann den nicht riechen“, das kommt auch aus dem Bereich. Man mag seinen Pheromoncocktail einfach nicht sodass man sofort eine Antipathie verspürt.

          • „man kann es als Laie bloß nicht erklären.“

            Ja, und meine These ist, dass diese Unerklärlichkeit, dieses Ausgeliefertsein, für die weibliche Psyche viel wichtiger ist als für die männliche.

        • „Das klingt interessant. Welche Seiten sind das?“

          ein paar tumblr blogs und der Off Topic Bereich in verschiedenen Foren.

          „Bisher habe ich meist eher Sachen gelesen, die mit Pickup nichts zu tun hatten, aber wo die Frauen meinten es wäre Pickup.“

          Weisst du doch nicht, ob es Pick Up war, wenn du sagst, Pick Up kann alles sein. Besonders wenn es schlechtes Pick Up ist.

          “ Pickup ist auch weit weniger auf reinen routinen aufbauend als das viele Kritiker meinen.“

          Pick Up ist wie Islam oder Feminismus. Hat unterschiedliche Strömungen und fast alle sind scheisse, im Falle von Kritik will man sich mit diesem billigen Trick aber gegen selbige immunisieren.

          „Insofern bezweifele ich, dass den meisten Frauen es überhaupt auffallen würde, dass hier jemand Pickup betreibt“

          Mir fällt auf, wenn ich den Eindruck habe, ein Mann ist ein Lackaffe, Macho oder Kontrollfreak. ob das Pick Up ist oder nicht, ist mir egal, es ist dann verhalten, das sich mit dem vieler Pick Up Artists (nachzulesen in der Selbstbeschreibung) deckt.

          „„Fake it till ypu make it“ ist sehr hilfreich.“

          Finde ich nicht. Zumal wenn man nicht mal weiß, ob das, was man faken soll überhaupt zu einem passt und gut für einen ist.
          Ich find es immer wichtig, einigermaßen authentisch zu sein.

          „Findet man auch in vielen anderen Bereichen. Die meisten Berufsanfänger beispielsweise müssen das in Bereichen, wo sie selbstbewußt rüber kommen sollen lernen. ZB als Lehrer, Polizist, Steuerberater, Rechtsanwalt
          Wer unsicher und wie ein Anfänger auftritt wird eben auch so wahrgenommen. Mit zunehmender Erfahrung kann man etwas entspannter werden“
          Dann muss man sich eben Selbstbewusstsein Stück für Stück ansammeln und damit Stück für Stück selbstbewusster werden. Als Anfänger wie ein solcher aufzutreten kann übrigens auch vor peinlichen Situationen bewahren, weil einem nicht mehr aufgehalst wird als man bewältigen kann.

          • @atacama

            „ein paar tumblr blogs und der Off Topic Bereich in verschiedenen Foren.“

            Hast du mal ein paar konkrete Stellen?

            „Weisst du doch nicht, ob es Pick Up war, wenn du sagst, Pick Up kann alles sein. Besonders wenn es schlechtes Pick Up ist.“

            Alles ist in der Regel in Pickup erklärbar, aber das bedeutet nicht, dass jedes Verhalten empfohlen wird. Die meisten Geschichten, wo es etwas mit Pickup zu tun haben soll, zeigen noch nicht einmal grundlegende Muster

            „Ich find es immer wichtig, einigermaßen authentisch zu sein.“

            Klar ist das besser. Aber in dem Fall geht es um die Entwicklung eines verbesserten Ichs, das dann genauso authentisch sein wird.
            Man braucht nur etwas Zeit dieses bessere ich zu entwicklen.

            „Dann muss man sich eben Selbstbewusstsein Stück für Stück ansammeln und damit Stück für Stück selbstbewusster werden“

            Gerade dazu ist „Fake it till you make it“ ein sehr wirksames Mittel. Es erlaubt einem bestimmte Verhaltensweisen auszuprobieren und alte Vorurteile, wie man sich verhalten muss abzulegen

            “ Als Anfänger wie ein solcher aufzutreten kann übrigens auch vor peinlichen Situationen bewahren, weil einem nicht mehr aufgehalst wird als man bewältigen kann.““

            Es geht weniger um den Chef, eher um die Reaktion des „Kunden“. Wenn der Polizist unsicher wirkt, dann tanzen ihm die Leute eben eher auf der Nase rum, wenn die Schüler merken, dass die Lehrerin unsicher ist, dann werden sie frecher, wenn die Mandanten merken, dass der Rechtsanwalt die Praxis noch nicht kennt, dann gehen sie zu einem anderen. Und beim Flirten ist der Kunde eben die Frau. Die wenigsten Frauen wollen einen Mann, der an ihnen lernt. Sie wollen jemanden, der so wirkt, als wisse er, was er macht.

        • „Ja, und meine These ist, dass diese Unerklärlichkeit, dieses Ausgeliefertsein, für die weibliche Psyche viel wichtiger ist als für die männliche.“

          Hä?

        • „Ja gut, das ist aber bei jedem so. Seinen „Traumpartner“ kriegt man ja auch nicht immer oder er existiert schlicht nicht. Ist doch logisch, dass man in der Realität auch mit dem „Normalen“ zufrieden ist, ist doch andersherum nicht anders.“

          Damit wollte ich nicht andeuten, dass Frauen auf einer imaginären Skala von -3 (Badboy) bis +3 (Nice Guy) anstatt den gewünschten Nice Guy „nur“ eine 2 (pretty nice guy) auf der Skala sich fischen wollen/konnten, sondern, dass sie, gegenteilig zu ihrem geäußerten Wunsch nach einem „nice guy“, im negativen Bereich fischen gehen. Also komischerweise genau dort, wo man annehmen würde, dass sie sich unter keinen Umständen aufhalten würden. Das war also keine Beschreibung von mir, die auf marginale Unterschiede zwischen Wunsch und Tatsache hinweist und den Umständen geschuldet sei („Sie als eine 7 hat sich „leider nur“ ein 6 gefischt“) sondern ein wortwörtliches (verbales) Verschleiern dessen, worauf bestimmte Frauen tatsächlich stehen.

          „Frauen wollen keinen Alpha sondern bloß einen Mann, der nicht vorgibt, was anderes zu sein als er ist und halbwegs ihren Vorstellungen entspricht oder wo die Chemie eben stimmt. Der, den ich jetzt habe, sieht auch sehr anders aus als ich mit vorgestellt hätte, wobei ich mir eigentlich gar nichts vorstelle, sondern nur bevorzugte Typusse und Eigenschaften habe (so wie in „Ich stehe darauf, wenn Männer kleine Grübchen an der Wange haben“ oder so).“

          Anders ausgedrückt: Sie wollen „bloß“ keine Betas, die vorgeben, Alphas zu sein, sondern „natural“ Alphas, die halt „halbwegs ihren Vorstellungen entsprechen“ oder wo die Chemie stimmt; ergo: wo die Gina anfängt zu tingeln, was eben kaum bis selten bei Betas passiert und eben weitaus öfters bei Alphas.

    • Erstens, wenn ich sowas sagte, würde man mich als naiven Theoretiker abtun. *g
      Zweitens, das ist der Grund, warum ich Frauen suche, die möglichst so denken wie ich.
      Drittens, eigentlich ist „Er will nur Sex!“ bloß Gejammere. „Niemand“ zwingt Frauen, mit Männern zu schlafen, die an keiner längerfristigen Beziehung interessiert sind, sollen sie die doch den Frauen überlassen, die auch keine längerfristige Beziehungen wollen.

      „Anführungsstriche“, weil es solche Menschen gibt, aber die nennt man „Vergewaltiger“ und sind strafbar.

  3. Es muss ja gar nicht bedeuten, dass da keine Gefühle sind, nur eben nicht genug.

    Wenn ich mit einem Mann häufiger schlafe und auch sonstige Freizeitgestaltung mache, heißt das meist, ich mag den schon irgendwie. Trotzdem kann es sein, dass es dir mich für eine Beziehung nicht reicht. An einen Beziehungspartner hat man gewisse Ansprüche, die in einer Freundschaft ist Affäre keine Rollespielen.

    Wenn ich ernsthaft eine Beziehung eingehe, dann bedeutet das für mich, dass irgendwann auch Fragen wie gemeinsames Leben und evtl. Familiengründung anstehen und das kann man sich nunmal vielleicht mixt mit jemandem vorstellen, mit dem man aber ansonsten dennoch gerne Zeit verbringt.

    Und wenn der ablehnende Part in der Hinsicht ehrlich ist, liegt das Problem und die Verantwortung meiner Meinung nach alleine bei der Person, die nicht verstehen will, dass nicht mehr daraus wird.
    Warum sollte ich aufhören mit jemandem zu schlafen, der sich vielleicht eine Beziehung mit mir wünscht, wenn ich klargestellt habe, dass es das von meiner Seite nicht gibt, wenn der Sex doch gut ist!?

    • “Wenn ich ernsthaft eine Beziehung eingehe, dann bedeutet das für mich, dass irgendwann auch Fragen wie gemeinsames Leben und evtl. Familiengründung anstehen und das kann man sich nunmal vielleicht mixt mit jemandem vorstellen, mit dem man aber ansonsten dennoch gerne Zeit verbringt.“

      Absolut verständlich.

      Nur hat man das für die Männerseite so gut wie verunmöglicht. Und arbeitet weiter dran.

      Gibt noch viele blue pill Trottel. Ändert sich aber.

      Da wieder rauszukommen wird wohl nicht mehr möglich sein. Es schickt sich ja gerad‘ eine recht maskuline und offenbar auch gewalttätige Walze an dies zu ändern. Nur keine westlich gewohnt und von fetter arroganter Dekadenz dämonisierte Weiße.

      Blöder kann man es in keinem Roman erfinden. Aber wer weiß … Wunder geschehen.

        • @Miria
          Petpanther bezieht sich offensichtlich auf die juristischen Männerausbeutungsinstrumente bei Beziehungen, die inzwischen recht weit entwickelt sind.

          Die Höhe des Risikos ergibt sich aus der Kombination von Eintretenswahrscheinlichkeit und wie einschneidend die Konsequenzen beim Eintreten des Desasters sind.

          Früher war die Eintretenswahrscheinlichkeit einer Trennung/Scheidung sehr gering und die Konsequenzen waren sicher nicht einschneidender als heute sondern eher harmloser. Immerhin gab es da auch noch das sogenannte Schuldprinzip, das einen sich in der Ehe rechtschaffen und loyal verhaltenden Mann vor nachehelicher Maximalabzocke schützte.

          Da heutzutage statistisch gesehen so gut wie immer der Mann unterhaltspflichtig wird nach Trennung/Scheidung – und zwar selbst dann, wenn seine Frau ihn betrogen hat und sich illoyal bis an die Grenze des Verbrechens verhielt – ist es für ihn aus rationaler Sicht besser, keine dauerhafte Beziehung zu einer Frau einzugehen oder Kinder zu zeugen, denn das Risiko einer Abzocke ist sehr hoch. Beziehungsverweigerung und Vasektomie sind die logischen Mittel, um das Risiko des Ausgebeutetwerdens gering zu halten.

          Dabei geht es nicht darum, weinerlich auf die ‚ungerechte, männerfeindliche‘ Gesetzeslage hinzuweisen sondern darum, pragmatisch mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen, damit man die zahlreichen drohenden Fallstricke und -gruben meiden kann. Natürlich muss jeder Mann selbst entscheiden, ob er vielleicht nicht doch eine hochriskante Beziehung eingehen will, weil er – gaaanz, gaaanz sicher – endlich seine AMIGA gefunden hat und naiv-optimistisch daran glaubt, das Trennungsrisiko erheblich reduziert zu haben.

          Jedoch scheinen zumindest in den USA und auch in Japan immer mehr Männer das Risiko einer dauerhaften Beziehung ganz bewusst zu meiden; man nennt sie MGTOW oder Grasfresser. Meist treffen solche sozialen Entwicklungen mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung auch in Europa ein.

      • Frauen bringen sich nicht in Beziehungen ein. Denken nur an sich.

        Als Partnerin wertlos. Verlässlichkeit, Loyalität. Null.

        Mann hat dann bei Trennung immer Schuld.

        Deshalb verhalten sich viele Männer instinktiv “pre-emptive“, dh halten sich eine Mätresse oder gehen keine “Beziehung“ ein.

        Ist jetzt holzschnittartig. Aber von det Tendenz.

    • „Und wenn der ablehnende Part in der Hinsicht ehrlich ist, liegt das Problem und die Verantwortung meiner Meinung nach alleine bei der Person, die nicht verstehen will, dass nicht mehr daraus wird.
      Warum sollte ich aufhören mit jemandem zu schlafen, der sich vielleicht eine Beziehung mit mir wünscht, wenn ich klargestellt habe, dass es das von meiner Seite nicht gibt, wenn der Sex doch gut ist!?“

      Hm… Keine Ahnung^^ Prinzipiell bin ich auch der Meinung, dass man demjenigen keinen Vorwurf machen kann, solange klar gesagt wurde, dass eine Beziehung nicht zur Debatte steht. Ich geh in solchen Fällen aber idR nicht von böswilliger Ignoranz sondern von Naivität aus. Und in dem Fall würde ich wahrscheinlich schon die Reißleine ziehen, wenn ich merken würde, dass der andere sich trotz klarer Ansage mehr erhofft. Klar, bin ich nicht dazu verpflichtet, den anderen vor sich selbst zu schützen, aber ich will ja trotzdem niemanden verletzen.

  4. Die meisten Frauen haben eben immernoch große Probleme damit, Sex und Gefühle zu trennen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mein halber (weiblicher) Freundeskreis entsetzt darüber war, dass ich mit einem Mann schlafen konnte, während ich (unglücklich) in einen anderen verliebt war. Und leider haben viele Frauen die Angewohnheit, sich in solchen Situationen die ganze Sache schön zu reden.

    „Wenn ich nur lang genug warte, wird er merken, dass er mich eigentlich liebt.“

    „Ich schlafe weiter mit ihm und erkaufe mir dadurch Zeit, in der ich ihn davon überzeugen kann, dass ich die Richtige bin.“

    Ausgemachter Mumpitz. Mag vielleicht hin und wieder funktionieren, geht aber meistens in die Hose. Und dann ist das Geheule groß.

    Ich würde ja sagen, dass da nur klare Ansagen helfen, aber die werden in vielen Fällen ja knallhart ignoriert^^“ „Er liebt mich. Er weiß es nur noch nicht.“

    • @gwenny
      „Die meisten Frauen haben eben immernoch große Probleme damit, Sex und Gefühle zu trennen.“
      nein, das Problem der meisten Frauen ist, das sie sex und Partnerschaft als Ware betrachten, mit denen es sich hervorragend auf kosten der Männer leben lässt, ohne das sich Frau irgendwie anstrengen oder etwas leisten muss.

      Und das ist das eigentliche Grundproblem. Könnte man ganz einfach lösen, in dem man Frauen die möglichkeit nimmt, auf Kosten der Männer sich ein schönes leben zu mache.

      • Achso! Da bin ich aber froh, dass du mich aufklärst. Da wäre ich doch fast dem Irrglauben erlegen, Frauen seien nicht durch die Bank weg faule, geldgeile Monster. Phew! Nochmal Glück gehabt 😉

    • Das habe ich aber bei Männern auch schon erlebt. „Was besseres als mich findet der/die doch nie.“. Das ist Selbstbetrug und wohl auch etwas eingebildet. Und vielleicht will er/sie ja gar nichts „besseres“ (ein höchst subjektiver Begriff), sondern einfach etwas anderes.

      Wenn es nicht passt, passt es nicht. Ich habe schon Typen sausen lassen, nach denen sich andere die Finger abgeschleckt hättet. Aber für mich waren es halt nicht die richtigen.

      • Ich glaube, dass da in den meisten Fällen einfach Naivität hinter steckt. Für mich auch der Grund, warum ich sowas, unabhängig davon wie gut der Sex ist, in einer solchen Situation beenden würde. Ich bin zwar nicht automatisch in einen Mann verliebt, wenn ich Sex mit ihm habe, aber eine bestimmte Art der Zuneigung ist auf jeden Fall da. Und jemanden, für den ich Zuneigung empfinde, den will ich nicht verletzen.

  5. Ich kenne lauter Männer die sich wünschen eine Frau lieben zu können und geliebt zu werden. Nur sind das halt alles Betas … und die wollen Frauen nicht.
    Eigentlich banal: Alphas (oder möchtegern-Alphas) sind zur Liebe nicht fähig, weil wer Erfolg hat/haben will in dieser Welt, muss hart und rücksichtslos sein, anders geht das gar nicht. Und verliert dabei die Fähigkeit zu lieben.
    Das sind dann die 20% die 80% vom Sex bekommen … wegen dem Geld.

    Bei der Wahl „Liebe ohne Geld“ oder „Geld ohne Liebe“ entscheiden sich fast alle Frauen (besonders wenn sie mal über die 30 sind) für letzteres. Von daher habe ich auch überhaupt kein Mitleid über dieses Gejammere dass angeblich alle Männer nur Sex wollen. Aus Sicht der Frauen stimmt das ja auch. Aber aus Sicht der Frauen sind die meisten Männer auch nur sozial-darwinistischer Ausschuss.
    Mädels, ihr verdient es nicht anders. Viel Spass noch auf eurer lebenslangen Suche nach dem Alpha-Softie.

  6. Für viele Frauen (dazu zähle ich mich selbst auch) ist Sex mit jemandem, den man gut kennt und für den man intensive Gefühle hat, besser als Sex mit jemandem, bei dem das nicht so ist. Ergibt Sinn, weil der (feste) Partner die eigenen Knöpfe wahrscheinlich besser kennt als jemand vollkommen Fremdes. Klar, bei einem fremden Mann kommt das Gefühl des „Neuen“ dazu. Ob das die reine Qualität des Sex aufwiegen kann – manchmal sicherlich. Langfristig immer wieder einem jeweils neuen Mann zu zeigen, wie qualitativ guter Sex für einen selbst aussieht, ist anstrengend. Um es kurz zu machen: Die weibliche Orgasmusquote bei kurzfristigen One Nights Stands ist kleiner als in langfristigen Beziehungen. Sprich: Sex mit Fremden ist durchschnittlich weniger befriedigend. Unter anderem deshalb verzichten viele Frauen darauf. Wenn Frauen Sex mit Fremden so ungalublich viel Spaß machen würde, würden sie es öfter praktizieren. Ganz einfach. Es hat also nur indirekt etwas mit der mangelnden Fähigkeit zur Trennung von Sex und Gefühlen zu tun.
    Dass man auf etwas, das einem Spaß und Freude bringt, auch automatisch Lust hat, gilt übrigens (finde ich) für Sex generell. Aber das ist ein anderes, sehr umfangreiches Thema 🙂

    • „Unter anderem deshalb verzichten viele Frauen darauf.“

      Gute Erklärung. Die Männer kapieren es nicht so gut, weil sie sich mit dem „Endergebnis“ zu leicht zufrieden geben.

    • „Wenn Frauen Sex mit Fremden so ungalublich viel Spaß machen würde, würden sie es öfter praktizieren. Ganz einfach. Es hat also nur indirekt etwas mit der mangelnden Fähigkeit zur Trennung von Sex und Gefühlen zu tun.“

      Ich sehe nicht, dass das eine das andere Ausschließt. Denn die Suchanfragen scheinen ja auf etwas gerichtet zu sein, wo man bereits mehrmals Sex hatte oder sie durchaus Sex mit ihm will, aber eben lieber im rahmen einer Beziehung.
      Die Trennung ist ja nicht „er will nicht hinreichend oft mit mir Sex haben, damit ich auch endlich auf meine Kosten komme“, sondern „er will nur Sex, ich will aber mehr, ich will eine Beziehung“

      • Ja, mein Kommentar passt nicht hundertprozentig zu den Artikel. Es ging mir eher darum, warum „nur“ Sex für viele Frauen nicht so interessant bzw. gut ist wie für die meisten Männer und dass sich viele Frauen von Vornherein Männer für Sex aussuchen, für die sie auch Gefühle entwickeln könnten.

        • @aurelie

          „und dass sich viele Frauen von Vornherein Männer für Sex aussuchen, für die sie auch Gefühle entwickeln könnten.“

          Aber welches Argument stützt das jetzt? Das „Orgasmus eher wenn er versteht, wie der bei mir funktioniert“-Argument zieht da ja nicht

          (ich würde ja das evolutionäre Argument anführen, dass Frauen schlicht eher auf Beziehungen gepoolt sind, weil das bei der Versorgung des Kindes wichtig war)

          • Christian, das Argument, dass die Qualität von Sex mit einer vertrauten Person, die man liebt, tendenziell besser ist als mit einem Fremden.

          • @aurelie

            Ah okay. Also nicht nur Kenntnis der Gewohnheiten, sondern Liebe an sich als Sexverbesserer.

            Das Sex mit liebe viele gute Seiten hat will ich gar nicht absprechen. Vielleicht auch, weil viele Frauen ein gewisses Vertrauen brauchen, bevor sie bestimmte Sachen machen (zB Analsex)

            Wobei „neuer Sex“ eben häufig einen ganz anderen Reiz hat und das Ausprobieren und die Abwechselung auch trotz des Umstandes, dass fehlende Kenntnis den Sex erschwert, für Männer denke ich einen hohen Reiz hat.

          • Christian, naja, wenn Analsex der absolute Orgasmus- und Spaßgarant für die meisten Frauen wäre, würden sie diesen sicherlich auch beim ersten Mal mit einem neuen Mann praktizieren. Es ist realistischerweise wohl eher so, dass Frauen das in einer Beziehung ihm zuliebe machen, weil er vielleicht umgekehrt manches auch ihnen zuliebe macht.

          • @aurelie

            Ja, das ist auch durchaus verständlich. Die allermeisten Frauen kommen eben davon nicht. Ich wollte nur sagen, was den Sex für mich dann eben besser macht. Und das ist, dass Vertrauen/beziehung eben häufig dazu führt, dass mehr möglich ist.
            Es ist natürlich auch ein Vorteil, dass man eher weiß, woran man bei ihr sieht, dass sie kurz vor dem Orgasmus ist und was sie dazu bringt. Das macht es ja auch im Timing für den Mann viel einfacher.

  7. Weil hier offenbar nicht wenige „das Beziehungsregime“ als Drohkulisse im Kopf haben, ein Blogpost, der genau das thematisiert:

    Wie romantische Liebe zum Beziehungselend wird“

    Im Artikel wird das ganz ohne Bezug zu Feminismus etc. besprochen, doch könnte ich ergänzen: Sowohl Männer als auch Frauen sollten nicht davon ausgehen, dass es ein „Beziehungsregime“ mit irgendwelchen vorab bestehenden Regeln gibt, dem man sich zu unterwerfen habe.

    Gerade als sich neu Kennenlerndende könnte man doch statt dessen im Detail die „Regel“ verhandeln, wenn es der konkrete Fall verlangt.
    Dazu gehört Ehrlichkeit, Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, Nein zu sagen, auch gegenüber dem/der Geliebten.

    Irre, dass das anscheinend auch 2016 noch selten zu sein scheint – zumindest bei den Jüngeren.

    • „Romantische Liebe“ ist aber „Beziehungsregime“ pur und keinesfalls nur „Drohkulisse“. Das Leiden ist auch vorgesehen und Unterordnung.

      Und das ist nicht 2016, sondern Mittelalter. Da kommt das schliesslich her.

    • Romantische Liebe ist ein neuzeitliches Hirngespinnst.

      Ironie ist, dass Frauen so dumm waren und es mit Feminismus selbst aufgekündigt haben.

      Als Partnerin sind die meisten heutzutage wertlos. Weil sie in feministischen Groschenromanen leben und denken.

      Diesen Mist hält keiner aus. Außerdem hat er ja sowieso immer Schuld.

      • „Ironie ist, dass Frauen so dumm waren und es mit Feminismus selbst aufgekündigt haben.“

        Ich glaube eigentlich, dass das mal ehrlich und ernst gemeint war. Als ich noch an den Feminismus glaubte, war ich deshalb Anti-Romantiker 😀
        Jetzt natürlich auch noch und da würde ich mich mal als Feministen bezeichnen. Obwohl mir längst klar ist, die wirkliche Position des Feminismus eine rein heuchlerische ist. Denn eigentlich wollen sie das ja wieder, das alles mit Romantik und Kavalierstum. lol
        Deshalb nennt man sie ja auch regressiv.

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