EM 2016: Deutschland – Ukraine

Das erste Spiel für eine von  Ausfall geplagte deutsche Mannschaft. Das war aber bei der WM 2014 gar nicht so anders. Wie die ausging ist bekannt.

Um 21:00 geht es los. Es gilt die alte Weisheit:

Die deutsche Mannschaft ist eine Turniermannschaft.

Neuer ist auf jeden Fall eine Bank, die Abwehr aber insgesamt nicht optimal, ich tippe daher auf ein 2:1

Falsche Dichotomien

Etwas, was in der Geschlechterdebatte sehr häufig vorkommt, sind aus meiner Sicht „falsche Dichotomien“.

Zu der Definition aus der Wikipedia:

Dichotomie bezeichnet eine Struktur aus zwei Teilen, die einander gegenüberstehen und einander ergänzen (zum Beispiel ein komplementäres Begriffspaar), oder eine Aufteilung in zwei solche Teile (zum Beispiel die Aufteilung eines ganzen Bereichs in zwei Teilbereiche).

In einem Interview hat auch Erzählmirnix gerade ein Beispiel gebracht:

Der Comic ist im Prinzip ein gutes Beispiel für das radikale Schwarz-Weiß-Denken in extremen Positionen. Er würde ebenso gut in die andere Richtung funktionieren oder mit einem beliebigen anderen Thema. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr den genauen Kontext, vermute aber, dass ich zuvor einen Pro-Flüchtlings-Comic gemacht habe und daraufhin wiedermal als naiver Idiot bezeichnet wurde. Das Aufmachen von falschen Dichotomien ist etwas, das ich relativ oft aufgreife. Ab einer gewissen Radikalitätsstufe ist eben jeder, der nicht ebenso radikal auf der eigenen Seite steht, automatisch in der Wahrnehmung radikal auf der Gegenseite. Die Argumentation der AfD ist ja auch ungefähr sinngemäß: „Alle anderen finden es voll okay, wenn Flüchtlinge Frauen vergewaltigen und vertuschen und verharmlosen das. Nur wir sehen das Problem!“ – obwohl keiner sowas okay findet. Das ist so eindeutig, dass man es schlichtweg nicht für nötig befindet, nochmal extra zu betonen, dass es nicht okay ist, wenn ein Flüchtling eine Frau vergewaltigt. Weil es generell nicht okay ist, wenn jemand vergewaltigt wird, egal wer und egal von wem.

Der Feminismus arbeitet wie in der Liste schon angedeutet sehr erfolgreich mit Dichotomien: Sie stellen sich als einzige Quelle für Gleichberechtigung und Auflösung der Geschlechterrollen dar.

Wer gegen Feminismus ist, der will, dass Frauen nicht arbeiten gehen und kein Wahlrecht mehr haben, Wer gegen Feminismus ist, der will zurück in die 50er Jahre. Wer gegen Feminismus ist, der will keine selbstbewußten Frauen etc.

Andere falsche Dichotomien sind aus meiner Sicht:

  • Feminismus ist Geschlechtergerechtigkeit – alles anderen ist Patriarchat und damit ungerecht
  • Etwas ist entweder Biologie oder Gesellschaft, nicht beides zu gewissen Teilen
  • Ein Geschlecht ist entweder unterdrückt oder Unterdrücker
  • Alle Kategorien des Intersektionalismus sind als falsche Dichotomie aufgebaut (Eine Rasse unterdrückt entweder oder wird unterdrückt etc)
  • Jede Feministische Meinung muss böse sein – wir sind die Guten
  • Feminismus=gut Maskulisten=böse
  • Leute, die aktiv Männern helfen – Leute, die nur sinnlos das Internet vollschreiben

Die Liste kann denke ich ergänzt werden. Selbst Männer-Frauen sind angesichts dessen, dass Unterschiede nur im Schnitt bestehen häufig eine falsche Dichotomie.

Ich glaube es wäre gut, wenn man von einer zu starken Denkweise in Schwarz und Weiß wegkommt und gerade falsche Dichotomien auflöst.