Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 20. Juni 2016

„Gender ist kein soziales Konstrukt“

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Responses

  1. Die Existenz von Gender ist angeboren, die Ausführungsanweisungen legen die Gesellschaften fest. Hosen sind künstlich, Röcke sind künstlich, wie kann eine Regel, die das Tragen von Röcken und Hosen regelt, natürlich, also angeboren sein?
    Aber selbst irgendwelche Vogelküken wissen, ob sie das Verhalten ihrer Mutter oder ihres Vaters lernen müssen. Wenn selbst also ein kleiner Vogel mit seinem Spatzenhirn weiß, was Gender ist, warum sollen Menschen das nicht wissen.
    Weiterhin, Transsexuelle sagen ja nicht: „Was die Gesellschaft von mir erwartet, interessiert mich nicht, ich trage die Kleidung und die Frisur, die mir gefallen, ob sie zu meiner Geschlechterrolle passen oder nicht.“ sondern, „Ich will die jeweils andere Geschlechterrolle ausfüllen, die meine Gesellschaft vorsieht.“

    Und, soweit ich weiß, gibt es keine Gesellschaft, die den menschlichen Sexualdimorphismus versucht, abzubauen. Jede hat Mechanismen, die den Sexualdimorphismus betonen.
    (Das ist jetzt nicht der Beweis, dass der Sexualdimorphismus per se gut und wünschenswert ist, sondern nur, dass er regelmäßig auf soziale Strukturen übergreift.)

    • Vögel kennen kein Gender, daher hinkt der Vergleich ein wenig.

      Ausserdem ist die soziokulturelle Zuweisung von Geboten und (wichtiger noch) Verboten an ein bestimmtes Geschlecht (Sex) ja kein Monolith. Sondern vielmehr ein bunter Strauss an Regeln. Es lassen sich also diese Regeln in Teilen ändern, ohne dass der Sexualdimorphismus auch nur ansatzweise in Frage gestellt wird.

      Transidenten sind da eher ein schlechtes Beispiel, da diese ja in den allermeisten Fällen auf eine künstliche Trennschärfe angewiesen sind um der körperbezogenen Geschlechtszuordnung zu entgehen.

      Besser: Eine Frau, die Holzfällerhemd, Boyfriend-Jeans und Cowboystiefel trägt und Bier aus der Flasche trinkt, möchte nicht zwingend eine Änderung ihrer Geschlechtlichkeit nach aussen kommunizieren.

      Sondern im einfachsten Fall einfach nur als Frau Holzfällerhemd, Boyfriend-Jeans und Cowboystiefel tragen und Bier aus der Flasche trinken.

      Diese Änderung von Regeln ist auch die Intention des „politischen Genderns“: Als Element des Feminismus will das politische Gendern alle für Frauen geltende Verbotsteile abschaffen und die Gebotsteile optional machen.

      Wobei witzigerweise diese Optionalität nicht als individuelle Handlungs- und Wahlfreiheit verstanden wird, sondern als kollektivistische.

      Richtig ist, dass dieses politische Gendern nur unidirektional funktionieren kann. Es ist zwingend darauf angewiesen, dass keineswegs Männer den umgekehrten Weg gehen dürfen oder sollen.

      Wobei da keine Gefahr besteht, da Frauen über die sexuelle Steuerung den Männern konformes Wollen und Handeln aufzwingen können. Zumindest den heterosexuellen Männern, die nicht ihren eigenen Weg gehen wollen)

      • Das Balzverhalten von Vögeln ist geschlechtsspezifisch. Logisch, oder? Zumindest bei einigen Vogelarten ist das Balzverhalten erlernt und nicht angeboren – Link muss ich suchen, aber bei einer Vogelart singen die Männchen andere Lieder als Weibchen, und außerdem unterscheiden sich die Lieder von einer Population zur anderen. Wenn man Eier aus der einen Population mit Eiern aus einer anderen austauscht, singen die schlüpfenden Küken später jeweils die Lieder ihres gleichgeschlechtlichen Adoptivelternteiles. Offenbar lernen sie diese Lieder, wie wir unsere Sprache lernen. Und offenbar haben sie einen angeborenen Instinkt, ob sie männlich oder weiblich sind, und wessen Gesang sie erlernen müssen.
        Ein erlerntes, geschlechtsspezifisches Verhalten ist aber genau das, was Gender sein soll. Ergo kennen Vögel Gender.

        Dass die jeweilige Umsetzung sich ändern kann, bestreite ich gar nicht. Vogellieder ändern sich mit der Zeit, und Genderzeichen ebenso (lange Haare vs. kurze Haare, Hosen vs. Röcke, Ohrringe oder keine, wieauchimmer), der Punkt ist: ich bezweifele, dass sich Genderung abschaffen lässt. Abschaffen hieße, dass Männer und Frauen die gleiche Kleidung tragen, den gleichen Schmuck (oder gar keinen), sich gleichermaßen schminken, das gleiche Balzverhalten betreiben (wieauchimmer das gehen soll, zu graden Stunden macht er den ersten Schritt, zu ungraden sie?), die gleichen Klischees und Vorurteile (oder gar keine, kicher), die gleichen Lieblingsberufe, die gleiche Erwartungshaltung an das andere Geschlecht (verdient so viel wie ich) usw.; darin unterscheide ich mich von den Gendergegnern: nur, weil etwas veränderlich ist, ist es nicht notwendigerweise abschaffbar.
        Man kann auch Flüsse kanalisieren, umleiten, aufstauen und sonstwie künstlich verändern, aber nicht verschwinden lassen.
        Außer den Amudarja und den Syrdarja.

        Super Aktion, so im Nachhinein.

        • „Und offenbar haben sie einen angeborenen Instinkt, ob sie männlich oder weiblich sind, und wessen Gesang sie erlernen müssen.
          Ein erlerntes, geschlechtsspezifisches Verhalten ist aber genau das, was Gender sein soll. Ergo kennen Vögel Gender.“

          Dazu auch
          https://allesevolution.wordpress.com/2010/12/06/homosexuelle-vogel-aufgrund-von-quecksilber/

        • „Ein erlerntes, geschlechtsspezifisches Verhalten ist aber genau das, was Gender sein soll. Ergo kennen Vögel Gender.“

          Nein, ein von der Gesellschaft vorgegebenes geschlechtsspezifisches Verhalten ist Gender.

          „Vogellieder ändern sich mit der Zeit, und Genderzeichen ebenso“

          Alles kann sich ändern, gleichwohl: Es muss hierzu einen Minimalkonsens geben, sonst ist die Änderung dysfunktional.

          Wenn also die Vögel zur Balz andere Lieder singen, müssen die angesungenen Vögel diese dennoch als Balzlied erkennen. Wenn sie denken, der andere Vogel will nicht balzen, sondern hat nur Zahnweh funktioniert es nicht.

          “ ich bezweifele, dass sich Genderung abschaffen lässt“

          Da sind wir einer Meinung. Und vermutlich sind wir da auch einer Meinung mit der übergroßen Mehrheit der Menschen.

          Aber es geht dem politischen Genderismus ja auch nicht ums völlige abschaffen, sondern um die völlige kollektive Wahlfreiheit der Frauen. Also um das einseitige Abschaffen: keine einschränkenden Vorgaben für Frauen bei gleichzeitiger Beibehaltung der Vorgaben für Männer.

          Und sie sind dabei erfolgreich, dass muss man zugeben.

  2. Yes, it is. Partially.

  3. „Gender ist kein soziales Konstrukt“

    Falsch, Gender bedeutet, dass alles soziales Konstrukt ist. Das ist zwar falsch, aber der Umkehrschluss ist damit nicht richtig, dass Gender kein soziales Konstrukt ist.

    Das Problem besteht nur in der völligen Abseitigkeit der Ausdeutung dieses Begriffs.

    Er macht keinen Sinn mehr und ist ja schliesslich auch als Anglizismus schnell vergessen, wer will denn „soziales Geschlecht“ sagen?

    Deutsch ist halt so schrecklich genau, damit kann man eben nicht so trendig verkleideten antiwissenschaftlichen Unsinn verkaufen wie mit „gender“ 😀

    • Früher stand er mir, jetzt bin ich gender queer.

      Ist mir soeben einfallen, dieser kleine Reim.
      Kann jeder verwenden, kein Problem 🙂

      Errät jemand aus welcher Stadt….

    • Die Trennung von „Gender“ und „Sex“ ist meiner Meinung nach absurd, da biologisch nicht haltbar. Die künstliche Abtrennung des „Genders“ führt nur zu Missverständnissen und erlaubt keine Erklärungen, die wir nicht auch aus einem gemeinsamen Begriff aus „Sex“ und „Gender“ ableiten könnten.

      • @doc
        Wenn man mit „gender“ nur kulturell bedingte Unterschiede in der Mode usw bezeichnen würde, wofür dieser Begriff mal da war und dieser nicht so ideologisch ins Absolute vertieft worden wäre, wäre er sicherlich noch brauchbar. Jetzt natürlich nicht mehr, da da „nur zu Missverständnissen“ führend, hast recht.

        • Wahrscheinlich würden sich Feministas freuen, wenn Ihr einen schönen alternativen Kampfbegriff erfinden würdet…“Gender“ ist ja tatsächlich ein wenig abgelutscht… 😉

        • Nein, Peter, das braucht kein Mensch.

          „Gender“ ist nur ein politischer Zweckbegriff, um die Menschen entlang willkürlicher „Identitäten“ zu teilen, um damit das Prinzip der Ungleichheit einzuführen und das herrschende Prinzip der Gleichheit zu überwinden. Reine Politik ohne jegliche Substanz dahinter.
          Vergleichbar zB mit dem Nationalismus-Fieber im 19. Jrh.

  4. @Peter Müller:
    „ein von der Gesellschaft vorgegebenes Verhalten ist Gender“; nun, aber die wenigsten Eltern erklären ihren Kindern: „Du bist ein Mädchen, Du musst Dich soundso verhalten, und Du bist ein Junge, Du musst Dich soundso verhalten.“, sondern die Mädchen und Jungen identifizieren sich mit einem sozialen Geschlecht (das meist, aber nicht immer, mit ihrem biologischen korrespondiert) und imitieren das Verhalten derselben. Der Mechanismus ist also weitgehend derselbe wie bei Vogelküken.*
    Und die Änderungen sind meist graduell, von daher denken sich die jeweils anderen Vögel den Rest. Bei Menschen ist das natürlich viel komplizierter. Die letzten Vögel mit Zahnschmerzen sind übrigens Ende der Kreidezeit ausgestorben, also eine Verwechselungsgefahr weniger.

    Da „Gender“ offenbar von vielen als reines Unterdrückungsgerät gesehen wird, kann weniger als die Abschaffung desselben nicht Ziel sein.

    * Außer bei der Geschichte von einer männlichen Küstenseeschwalbe, die sich mal wie eine weibliche Küstenseeschwalbe verhalten hat, bis eine andere männliche Küstenseeschwalbe ihr einen Fisch gebracht hat. Mit dem Fisch ist die erste dann losgeflogen, um ein Weibchen abzugreifen. Geile Taktik!
    Sexualdimorphismus ist für SäugerInnen, bitches…

    • „nun, aber die wenigsten Eltern erklären ihren Kindern:“

      Doch machen sie natürlich schon. Wenn auch deutlich subtiler. Noch wichtiger ist aber das Feedback anderer Menschen.

      „Die letzten Vögel mit Zahnschmerzen sind übrigens Ende der Kreidezeit ausgestorben“

      Ja, so kann es gehen wenn man nicht zum Zahnarzt geht 😉

      „Da „Gender“ offenbar von vielen als reines Unterdrückungsgerät gesehen wird“

      Das ist ja der Punkt, der von „Genderkritikern“ gerne totgeschwiegen wird: Es gab und gibt wohl einen Druck von Frauen Genderregeln zu ändern, die sie als einschränkend empfinden. Und sie ändern sie dann auch.

      Wie möchten Genderkritiker eigentlich diesen Teil der geschlechtlichen Repäsentation nennen, der änderbar ist? Der Begriff „Gender“ scheint ja die Kritiker nicht zu überzeugen…

      • Soweit ich es verstehe, sollen die Genderregeln ersatzlos abgeschafft werden.
        Genderregeln zu _ändern_ ist nicht so schwer; ich kenne die Geschichte von meiner Oma väterlicherseits, die so gerne Hosen tragen wollte (wie Marlene Dietrich, iirc). Sie fragte ihren Vater und der sagte nicht „Geht nicht!“, sondern „Da muss ich den Gildenmeister nach Schnittmustern fragen.“ Auch wenn alle Menschen Hosen tragen, sind die dann gegendert.

        Ansonsten: Kinder übernehmen Genderregeln meist deutlich reibungsloser als Sachen wie „Zimmer aufräumen“ und „Zähneputzen“, was zumindest ein Indiz ist, das Gender einen Instinkt befriedigt, im Unterschied zu Ordnungsliebe oder Zahnpflege.

        Mal eine Sache, die sicher ein rein soziales Konstrukt ist, und auch nicht von jeder Kultur gepflegt wurde: Geld.
        Geld ist nicht angeboren. Geld führt typischerweise zu Machtunterschieden und Unterdrückung. Und es gibt über die Probleme von Geldunterschiede weniger Dissenz als über die Problemen von Genderunterschieden.

        Vllt. sollte man erst mal sehen, ob man Geld abschaffen kann. Wenn man Geld nicht abschaffen kann, sind soziale Konstruktionen offenbar nicht so leicht abschaffbar, selbst wenn sie grundsätzlich nicht angeboren sind.

        • „Soweit ich es verstehe, sollen die Genderregeln ersatzlos abgeschafft werden.“

          Kenne ich jetzt zwar nicht als Forderung, schon weil der Diskurs ja eigentlich von Frauen getrieben wird und denen Genderregeln für den Mann eher egal sind (ausser diejenigen, die frau manchmal als störend empfindet).

          Aber vielleicht fordert das ja wirklich jemand, keine Ahnung…

          „Kinder übernehmen Genderregeln meist deutlich reibungsloser als Sachen wie „Zimmer aufräumen“ und „Zähneputzen“

          Hängt von dem unmittelbaren Nutzen ab, den sich Kinder davon versprechen. Mit Sicherheit ist der Nutzwert von Zimmer aufräumen oder Zähneputzen deutlich abstrakter und zukunftsferner als das unmittelbare positive Feedback bei Anwendung von Genderregeln.

          „Wenn man Geld nicht abschaffen kann, sind soziale Konstruktionen offenbar nicht so leicht abschaffbar, selbst wenn sie grundsätzlich nicht angeboren sind.“

          Ganz zweifellos. Deswegen würde ich den Genderdiskurs auch eher als „wir müssen das Geld anders verteilen“ in Dein Beispiel übersetzen und nicht als „wir müssen das Geld abschaffen“

          (Wobei es m.W. sogar genau solche Forderungen gibt 😉 )

        • @Mycroft

          „Mal eine Sache, die sicher ein rein soziales Konstrukt ist, und auch nicht von jeder Kultur gepflegt wurde: Geld.“

          Geld ist eine Ware. Und Waage für den Wert von Gütern. Das Geld abschaffen heisst Preise willkürlich setzten zu wollen. Und das führt zu Preisen weit über Wert.

          Geld ist also kein „soziales Konstrukt“, sondern viel eher eine Masseinheit. Ein Meter ist ja auch willkürlich festgelegt, bietet aber ein objektives Mass. Und darum geht es beim Geld, das gleichzeitig Ware und Masseinheit ist.

          Es gibt ein „soziales Konstrukt“ nicht, weil der Mensch nicht willkürlich handeln kann, es gibt nur eine soziale Übereinkunft. Und die ist meist begründet und fusst auf Realitäten und ist aber nicht im höheren Sinne realitätsstiftend, wie die Theorie „soziales Konstrukt“ behauptet.

  5. @Alex:
    1., eine Maßeinheit ist keiner Inflation unterworfen, ein Meter ist ein Meter und ein Kilo ist ein Kilo. Der Preis für ein Kilo Brot oder Gold verändert sich.

    2., auch ohne Geld gibt es Handel, da wird der Wert der Waren und Dienstleistungen eben direkt verglichen.

    Die realistischere-„gerechtere Umverteilung“-vs.-radikale „alles Abschaffen“-Debatte gibt es bei Geld und Gender, ja.
    Ob man das jetzt „soziales Konstrukt“ oder „soziale Übereinkunft“ nennt, ist mir eigentlich egal.
    Ich bin der Ansicht, dass es Menschen eher angeboren ist, sein Verhalten einer bestimmten Genderrolle anzupassen, als Haufen metallischer Plättchen, bunter Blätter oder elektronischer Impulse anzuhäufen.

    @Peter Müller:
    Jaa, sich genderkonform zu verhalten hilft dabei, in der Kindergartengruppe Credibility aufzubauen, aufräumen nicht.
    Ist für mich aber ein Beleg dafür, dass die Anlage für genderspezifisches Verhalten beim Rest der Kinder eben auch vorhanden ist.

    Ok, ich bin kein Anthropologe, vllt. gibt es eine völlig andere Erklärung.

    • @mycroft

      „1., eine Maßeinheit ist keiner Inflation unterworfen“

      Das betrifft den Warencharakter des Geldes, von dem ich sprach, neben dem als Masseinheit. Ein Überangebot an Ware führt zu niedrigeren Preisen, bzw mehr Geld als Tauschmittel zu steigenden Preisen in dieser inflationierten Währung.

      „2., auch ohne Geld gibt es Handel, da wird der Wert der Waren und Dienstleistungen eben direkt verglichen.“

      Ginge, aber die Einheiten, in denen zu messen wäre, sind auch nichts anderes als „Geld“.

      „Ob man das jetzt „soziales Konstrukt“ oder „soziale Übereinkunft“ nennt, ist mir eigentlich egal.“

      Oberflächlich betrachtet hast du recht, aber die beiden Vorstellungen, die mit den Begriffen verbunden sind, trennen Welten, sind geradezu diametral entgegengesetzt.

      „dass es Menschen eher angeboren ist“

      Kann sein, aber es kommt immer nur darauf an, was am Ende sinnvoll ist und nützlich. Geschlechterrollen sind wesentlich weniger zu abstrahieren und universell zu machen, wie das mit einem Zahlungsmittel möglich ist.

    • „Jaa, sich genderkonform zu verhalten hilft dabei, in der Kindergartengruppe Credibility aufzubauen, aufräumen nicht.“

      Es ist zunächst einmal nur ein Beleg dafür, dass es eine Veranlagung im Menschen gibt, sein Verhalten an der Erwartungshaltung anderer auszurichten.

      „…die Anlage für genderspezifisches Verhalten…“

      als These ist ein bisschen irreführend, da es vom Wesenskern von „Gender“ wegführt: Die Variabilität.

      Oder krasser formuliert: Wenn Frauen sich gerne Verhaltensmuster aneignen möchten, die in der Gesellschaft als „männlich“ gegendert sind; Aber natürlich nicht deswegen gleich Männer werden möchten; Was ist dann die beste Methode?

      Die gesellschaftliche Zuordnung des Verhaltensmuster vom Mann lösen und minimal als unisex verankern, idealerweise sogar – in völliger Umkehrung – als weiblich.

      Damit löst sich dieser Konflikt völlig auf: Anschließend kann frau sich vormals als männlich bezeichneter Verhaltensmuster bedienen und verhält sich dennoch genderspezifisch.

      Am Ende ist es eine reine Machtfrage, wer die Macht hat darüber zu entscheiden was als männlich, was als weiblich gilt und was unisex ist.

  6. Mit „Geld“ meinte Zahlungsmittel im Unterschied zum Tauschhandel. Und Zahlungsmittel basieren auf Übereinkunft bzw. sind ein Konstrukt. Und sowohl als Übereinkunft als auch als Konstrukt ist Geld theoretisch abschaffbar, praktisch eher nicht. Und „Gender“ ist mit menschlichen Leben viel enger verknüpft als Geld.


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