„Gesetz der Penetranz der negativen Reste“

Eine interessante Theorie ist das „Gesetz der Penetranz der negativen Reste„:

Der Philosoph Odo Marquard, Schöpfer des Begriffs, definiert ihn so: Wo Fortschritte … wirklich erfolgreich sind und Übel wirklich abschaffen, da wecken sie selten Begeisterung. Sie werden vielmehr selbstverständlich, und die Aufmerksamkeit konzentriert sich dann ganz und gar auf jene Übel, die übrigbleiben. Da wirkt das Gesetz der zunehmenden Penetranz der Reste: … Wer – fortschrittsbedingt – unter immer weniger zu leiden hat, leidet unter diesem Wenigen immer mehr.

Das passt sehr gut zu den intersektionalen Theorien mit ihrem „Race to the Bottom„, mit ihren Microaggressionen und dem Umstand hinter jeder Kleinigkeit sofort eine unglaubliche Benachteiligung zu sehen.

Wir befinden uns in einer der freiesten Zeiten überhaupt, gerade in den „westlichen Kulturen“. Dennoch klingt es als hätte der „weiße, heterosexuell Mann“ die Hölle auf Erden geschaffen.

 

Virtual CD zu der Situation aus der der Feminismus entstand

Leser Virtual CD schreibt in einem Kommentar:

Gesellschaften und damit auch gesellschaftliche Arbeitsteilung (nicht nur zwischen den Geschlechtern) entwickeln sich. In größtenteils unbewusster Selbstorganisation. Und dann wird ein Teil dessen, was sich natürwüchsig entwickelt hat, bewusst bemerkt. Und dann machen Menschen eine Ideologie daraus. Und dann gibt es im Laufe der Entwicklung unintendierte Konsequenzen und Nebenwirkungen. Und dann bauen wir auch diese in einen Ideologie ein. Das passt nicht immer so wirklich bruchlos, dann braucht es eben etwas mentale Gymnastik … um die Widersprüche so zu verkleistern, dass sie doch noch (scheinbar) in die Ideologie passen.

Feminismus entstand vor dem Hintergrund, dass sich weitgehend agrarisch produzierende Gesellschaften in Gesellschaften mit industriellen Warenproduktion wandelten. (Ist jetzt arg verkürzt, ich weiß …)
Damit einher ging: Der Wandel von der Mehrgenerationen-Familie erst zur Eingenerationen-Kleinfamilie und neuerdings zur … ja, was eigentlich? Also die Kleinfamilie gibt es noch, aber sie ist auf dem Rückzug. Die Reproduktion in Form von Allein-Erziehenden-Haushalten nimmt zu. Insgesamt nimmt die Reprodukiton aber ab.
Weiterer Hintergrund: Für die Mehrzahl der Menschen verlagerte sich das Leben von kleinen, überschaubaren dörflichen Gemeinschaften in die Städte, die wiederum zu Mega-Agglomerationsräumen heranwuchsen.
Durch technische Entwicklungen sankt die notwendige Arbeitszeit, die für Haushaltführung (Bekleidung, Ernährung usw.) aufzuwenden ist. Das machte andere Formen der Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern erst möglich.

Diese verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungsstränge bedingen einandern. So funktioniert die klassische Kleinfamilie und teilweise sogar die Mehrgenerationen-Großfamilie noch eher im ländlichen Raum. Die Auflösungserscheinigungen der Familiensystem sind in den Großstädten deutlicher.

Wie auch immer: Faktisch stellt es so ein, dass Frauen zu einem größeren Anteil Teil der „work force“ werden, sprich der Lohnarbeit. Dies wird zum Teil auch als Befreiung empfunden, als Befreiung von einer sehr engen Begrenzung auf das unmittelbare häusliche Umfeld. So entsteht eine Befreiungsideologie. Der Feminismus.
Ich will damit nicht sagen, die Ideologie sei falsch. Ich versuche es so weit wie möglich wertfrei zu beschreiben. Es entsteht einfach ein Ideensystem. Und diese spiegelt das wieder, was sowieso bereits entstanden ist. Darum geht es mir hier: Ideen reflektieren eher, was sowieso schon da ist.

Nun also, der Feminismus. Als Ideensystem. Er propagiert die rechtliche und ökonomische Unabhängigkeit der Frau vom (Ehe)Mann. Und er ist erfolgreich und realistisch. Beides, weil er eben widerspiegelt, was sowieso schon passiert oder passiert ist. Und es passt ja auch sehr schön zu den Idealen von allgemeinen Menschenrechten, Gleichheit vor dem Gesetzt usw. usf.
Wer würde dagegen etwas sagen wollen? Ich jedenfalls nicht.

Veränderungen in der Gesellschaft machen anders ausgedrückt auch andere Verhaltensweisen attraktiv. Ich würde hier noch die Verhütungsmittel aufnehmen, die eine klassische frühe Familie mit Kindern eben auch unattraktiver gemacht haben und es gleichzeitig Frauen ermöglicht haben sich eher fortzubilden und damit auch sich eher selbst zu versorgen. Wo früher dank Kindern fast zwangsläufig eine Familie erforderlich war hat man jetzt weitaus mehr Zeit. Das bringt natürlich beiden Geschlechtern eine gewisse Unabhängigkeit, gerade in der anonymeren größeren Stadt. Und natürlich werden diese Möglichkeiten dann auch genutzt.

Das verändert dann für beide Geschlechter die Kosten Nutzen Rechnungen für bestimmte Verhalten und Lebensweisen: Wenn Männer und Frauen sich nicht so früh binden müssen und man Sex ausprobieren kann ohne gleich für Kinder verantwortlich zu sein, dann werden Zeiträume frei und gleichzeitig muss man auch nicht mehr wie früher bestimmte Signale setzen, dass man etwa ein es ernstmeinender zukünftiger Familienvater ist oder eine sittsame jungfräuliche Ehefrau etc.

Aber – jetzt kommen wir zu den Widersprüchen jeglicher Entwicklung. Es gibt unintendierte Konsequenzen. Kein Ideensystem kann alle Wirkaspekte berücksichtigen. Dazu sind Ideengebäude zu beschränkt, dazu ist unser Verstand zu begrenzt.

Hier kommt das Thema dieses Blogs ins Spiel: Biologische Dispositionen und Unterschiede zwischen den Geschlechtern diesbezüglich.

Viele Frauen spüren irgendwie, irgendwo, es ist etwas diffus: Etwas fehlt. Etwas in meinem Bedürfnissen wird nicht berücksichtigt. Unterstellen wir einmal, es gibt ein Bedürfnis nach Freiheit, Autonomie, Selbstbestimmung. Das wird (in Grenzen) befriedigt. Gleichzeitig gibt es ein Bedürfnis nach Sicherheit, nach Schutz, nach Versorgung. Dies aktualisiert sich bei Frauen besonders dann, wenn Kinder ins Spiel kommen. Und viele Frauen – nicht alle natürlich – haben ein Bedürfnis nach Mutterschaft. Ungewollte Kinderlosigkeit ist bei vielen Frauen psychologisch gesehen eine tiefe Wunde, unter der sie leiden.

Woher bekommt man jetzt, mit zunehmender Vereinzelung und der Schwächung traditoneller Bindungsmodelle Schutz und Versorgung? Hier tritt jetzt ein Akteur deutlicher zu Tage: Der Staat. In Form des modernen Sozialstaates. Im der gelebten Wirklichkeit der Alleinerziehenden ersetzt er den Ehemann. Und: Er ist in dieser Funktion sehr viel potenter, er ist mächtiger, als es ein konkreter (Ehe-)Mann je sein könnte. Aber: Er ist auch sehr abstrakt. Es ist unpersönlich. Er ist eine große bürokratische Maschine ohne emotionalen Bezug. Der biologisch hypergame Impuls wird durch eine abstrakte gesellschaftliche Struktur nur bedingt befriedigt. Das bürokratische System ist dazu zu „kalt“. Es sieht zu sehr vom konkreten Einzelfall ab.

Der Staat bringt mit seiner Unterstützung sicherlich einiges an Sicherheit. Und auch die Übernahme der Funktionen eines „Ersatzehemannes“ war hier schon wiederholt Thema. Aber sicherlich ersetzt er keine menschlichen Beziehungen.

Also: Die moderne Frau fühlt sich betrogen. Etwas fehlt, etwas wird nicht adressiert in ihrer biologischen Disponiertheit. Dafür brauchen wir einen Schuldigen. In der feministischen Ideologie ist es dann: Das Patriarchat. In Konkretio: Die für mich konkret erlebbare Männerwelt. DIE haben die Dinge so arrangiert, das ich mich nicht richtig wohl fühle. Das etwas an meiner biologischen Disposition nicht wirklich ungebrochen zum Tragen kommen kann.

Man könnte auch das Bild zeichnen, dass der Staat bzw die Gesellschaft wie der Ersatzehemann behandelt wird, aber eben teilweise wie der Ehemann in dem Märchen von dem Fischer und seiner Frau: Alles ist noch nicht genug. Er soll mehr, mehr, mehr zur Verfügung stellen.

Und der Mann: Zu seiner biologisschen Disponiertheit gehört, für Frau und Kind sorgen zu wollen. Sie versorgen zu wollen. Auch er fühlt sich in diesem Bedürfnis betrogen: Er wird (weniger) gebraucht.
Auch hier wird eine Ideologie gebraucht, eine Lebensphilosophie.

Das wäre dann eher das Konservative?

Da kann man jetzt sagen: Wir wollen die Kleinfamilie und die männliche Ernäher- und Versorgerrolle zurück. Das wäre so einen romantische, tatsächlich rückwärtsgewandte Ideologie oder Denkweise. Oder sagen wir neutraler: Es ist konservativ. Es möchte etwas bewahren. Und vielleicht gibt es ja auch etwas, was als bewahrenswert empfunden wird. Z.B. eine Familie mit Vater und Mutter, die sich gemeinsam – in welcher vereinbarten Arbeitsteilung auch immer – der Aufgabe widmen, ihren Nachwuchs möglichst gut groß zu ziehen.
Ich kann verstehen, was daran attraktiv erscheint. Wenn es glückt und ein Paar sich in großer Harmonie erfolgreich dem widmet, ist es wirklich eine schöne Sache. (Wenn allerdings die Paarbeziehung disfunktional ist, kann es auch für alle Beteiligten, insbesondere die Kinder, einen Hölle sein. Auch das ist war.)
Und: Auch hier droht natürlich immer eine ideologische Überzeichnung. Die Kleinfamilie z.B. ist ja noch nicht ganz tot. Es gibt sie ja noch. Wenn auch schwindent.

Es gibt sie sogar noch sehr häufig. Sehr viele Leute leben ja in einer dauerhaften Ehe oder Beziehung und durchaus auch mit Kind. Sie ist nur angreifbarer geworden als früher, wobei natürlich auch „Patchworkfamilien“ Familien sind, also solche wo etwa Kinder aus anderen Beziehungen in die Beziehung hineingebracht werden.

Oder die Männer entwickeln, bewusst oder allenfalls randbewusst, eine MGTOW-Philosophie oder Ideologie. Sie ziehen sich aus der Reproduktion zurück in Anerkennung der Tatsache, dass sie hier nicht UNBEDINGT gebraucht und geschätzt werden. Dann brauchen wir eben etwas anderes. Das könnte auch sein, ein exzellenter Videospieler zu werden und sonst nicht viel (materiell) im Leben zu brauchen. Scheinbar.
Jedenfalls: Auf mänlicher Seite kann diese Ideologie entstehen und gelebt werden, weil in der männlichen biologischen Disposition die Vaterschaft nicht ganz so stark verankert ist wie bei Frauen die Mutterschaft.

Männer brauchen eben einen gewissen Status. Und der muss nicht aus einer Vaterrolle entstehen, der kann auch auf andere Weise verwirklicht werden oder nur in einer engen Gruppe oder Subkultur entstehen.

Aber auch hier: Es bleibt eine irgendwie gefühlt Leerstelle. Etwas fehlt. Auch die MGTOW-Ideologie (man beachte wieder: Ich meine es wertfrei als Ideensystem) ist ein gewisses sich Anpassen, manchmal widerwilliges Anpassen, an vorfindliche Bedingungen. Es ist eben so wie es ist. Von der Frauenwelt ist für mich nicht viel zu erwarten, also orientiere ich mich auf die Dinge im Leben, die davon möglichst unabhängig sind.

Auch da kommt es dann gerne zu gewissen Schuldzuweisungen an Frauen.

(Deswegen ist Mann dann besonders angepieckst, wenn die feministischen Ideologien in genau diese Rückzugsräume einbrechen wollen und hier Vorschriften machen, warum Gamergate eine so heftige emotionale Gegenwehr bei der eigentlich unpolitischen Gamer-Gemeinde auslöst. HIER tobte der Kulturkampf richtig offen, nicht bei politischen Auseinandersetzung um Quoten und dergleichen. HIER wehren sich die Männer mit einem mal massiv und deutlich und kämpferisch, während z.B. in Fragen des Familienrechts oder Quoten oder dergleichen allenfalls hinhaltender Widerstand zu verzeichen ist.)

Interessante Idee: Der Einbruch in die Rückzugsräume derer, die sich von Frauen eher abgewandt haben?
Das muss ja bei Gamern gar nicht der Fall sein.
Vielleicht eher: Das Sichwehren dagegen, dass man dort plötzlich für Frauen die Regeln ändern muss.

Jedenfalls, ob man nun eine Ideologie einer konservativen Sehnsucht nach der heilen Kleinfamilie oder eine MGTOW-Ideologie entwickelt: Auch hier wird ein Schuldiger gesucht für die empfundene emotionale Leerstelle. Und das ist dann der Feminismus. Ohne den wäre alles besser, hätten wir nicht die Probleme usw. usf.

Das ist in der Tat häufiger eine Gefahr im „radikalen Maskulismus“.

Jetzt stehen sich die zwei Ideologien gegenüber. Das Patriarchat ist schuld! Oder: Der Feminismus ist schuld!
Tatsache ist aber auch: Nur eine der beiden Ideologien ist hegemonial.

Mein Eindruck: Beide Ideologien haben – bis zu einem gewissen Grad – einen Punkt. Und beide täuschen sich, sind illusionär bezüglich des empfundenen emotionalen Defizits.

Wie sich das entwickeln wird? Wir werden es sehen. Ich traue mir da keine Prognose zu.
Das einzige, wo ich mir ziemlich sicher bin: Jegliche einseitige Übertreibung einer Entwicklung wird Rückstellkräfte im System erzeugen. Wie die konkret aussehen werden? Auch hier: Wir werden sehen.

Auch das etwas, was viele radikale, die sich der „Bekämpfung der anderen Seite“ verschrieben haben sicherlich nicht gern hören: Um so aggressiver bzw hegmonialer eine Seite wird um so stärker, nicht schwächer, wird dann auch die Gegenbewegung.

Abschließend noch etwas konkreter zum Gastartikel: Ja, der Feminismus als Ideologie produziert einiges an Widersprücken und beißt sich auch mit manchen Aspekten unserer Säugetiernatur. Aber er ist wohl doch eher Ausdruck und nicht Urheber einer eben widersprüchlichen gesellschaftlichen Entwicklung. (Jede Entwicklung ist notwendig widersprüchlich. Es gibt keine Entwicklung ohne den Widerspruch als Motor). Jedenfalls scheint mir die Idee, wenn nur die Ideologie verschwände, wäre alles wider gut, naiv. War jemals alles gut?

Noch etwas kommt aber hinzu. Der Feminismus lebt ja von den Lauten. Die wenigen lauten Frauen mit den stark aufmerksamkeitswirksamen Forderungen. Diese beanspruchen, für ALLE Frauen zu sprechen. Die Mehrheit der Frauen steht dem ja eher wohlwollend distanziert gegenüber. Wohlwollend, weil: Das, wo etwas für mich herausspringt, nehme ich das halt gerne mit, wenn sich etwa meine Rentenansprüche durch Anerkennung von Kindererziehungszeiten erhöhen. Da, wo es mich nicht direkt betrifft, bin ich – auch als Frau – eher desinteressiert. Quotierte Aufsichtsrats- oder Vorstandsposten sind für die allermeisten Frauen weitab von ihrer Lebensrealität, es betrifft sie nicht. Und die Schulzuweisung an alle Männer in der feministischen Ideologie muss die handelübliche Feld-, Wald- und Wiesefrau ja auch nicht teilen. Sie muss ja nicht, wie es die Patriarchatserklärung eigentlich verlangen würde, jeden Mann in ihrem Umfeld, ihren Vater, ihren Bruder, ihren Arbeitskollegen usw. für die konkrete Inkarnation des Bösen halten. Und die durchschnittliche Frau tut das auch nicht, und kommt im Alltag im Groben und Ganzen mit den vorfindlichen männlichen Exemplaren der Spezies auch irgendwie klar. Mit manchen mehr, manchen weniger. Aber das geht der Frau mit anderen Frauen ja genau so. Also: Was solls.

Das Problem ist eher: Die wenigen Lauten bestimmten den Diskurs. Die Mehrheit der Frauen hält sich da raus.

Das ist in der Tat ein großes Problem. Die Lauten bestimmen den Diskurs, sie geben vor für alle zu sprechen und ein Widerstand lohnt sich nicht, weil man dann schnell selbst zum Gegner wird.

Die lauten aber müssen sich naturnotwendig immer mehr radikalisieren, je mehr sie Erfolg haben. Je weniger tatsächliche Benachteiligungen gefunden werden können, deste mehr Beanchteiligungen müssen erfunden werden. So weren die Forderungen immer schriller, immer absurder.

Ein „Race to the Bottom“

Und hier kommt jetzt eine Besonderheit im Geschlechterverhältnis ins Spiel. Nämlich die Frage: Wie stoppen wir die Extreme, die neurotischen Übersteigerungen?

Meine Behauptung ist: Männer können das nicht! Es gibt keine Möglichkeit für Männer, die kleine, aber politisch wirkmächtige Gruppe der „harpie sisters“ zu stoppen und zu sagen: Genug! Es reicht! Hier ist eine Grenze! Es geht von der biologischen Disposition nicht. Weil der Mann möchte ja auf dieser sehr alten Ebene des Nervensystems Frauen dienlich sein. Er möchte die Klagen als Anlass nehmen, etwas für die Frauen zu verbessern. Und es geht sozial nicht, weil jeder Versuch seitens eines Mannes, den Ausuferungen der femistischen Forderungen eine rationla begründete Grenze zu sezten, als Frauenfeindlichkeit sozial geächtet ist. Und welcher Mann möchte schon als Frauenfeind erscheinen. Dies soziale Beschämung IST die stärkste Waffe des (extremen) Feminismus. Und sie wirkt!

Auch das war schon häufiger hier Thema: radikale Frauen wollen Männern weit weniger gefallen, das „Meckern“ und „Forderungen stellen“ ist weit eher Teil ihrer Disposition. Männer hingegen wollen häufig sehr gerne Frauen gefallen und sehr ungern als Frauenfeind wahrgenommen werden.

Wer könnte also dem eine Grenze setzen. Nur Frauen könnten das. Die vernünftigen, die nicht neurotischen Frauen.
Aber warum sollten sie? Die vernünftigen Frauen sind, weil sie ja eben vernünftig sind, viel zu sehr damit beschäftigt, vernünftige Dinge zu tun. Sich um ihre Kinder zu kümmern, ihren Job gut zu erledigen, ihr Parternschafts- und Sozialleben zu pflegen. „Rightly so“ möchte man sagen. Kann man von vernünftigen Frauen wirklich fordern, ihre Zeit und Energie in unvernünftigen ideologischen Grabenkämpfen aufzureiben? Ich kann es den vernünftigen Frauen nicht verdenken, wenn sie es nicht tun. Ich täte es auch nicht.

Auch das ist durchaus richtig. Die gesamten Kämpfe in dem Bereich werden eher insgesamt von außen beobachtet.

Also haben wir die Situation: Ja, es gibt destruktive Aspekte in der vorherrschenden feministischen Ideologie. Aber diejenigen, die ein Interesse daran haben müssten, den Extremen vernünftige Grenzen zu setzen, können es nicht. Und die, die es könnten, haben keinen Grund dazu. Und so radikalisiert sich die femistische Ideologie immer weiter ungebremst. Mit dysfunktionalen Wirkungen.

Und erst das zeitlich verzögerte überhand nehmen dieser dysfunktionalen Wirkungen wird dem eine Grenze setzen. Ein Zusammenbruch des Wohfahrtsstaates oder ein Zusammenbruch der Zivilisation würde den Spuk sehr schnell beenden. Das aber kann man nicht wirklich wünschen.

Es gibt ja durchaus Gegenbewegungen. Die aber häufig auch wieder den Nachteil haben ins andere Extrem umzuschlagen.

Paritätsgesetz auch in Brandenburg für verfassungswidrig erklärt

Wenig überraschend ist auch in Brandenburg das Paritätsgesetz für verfassungswidrig erklärt worden.

Aus einem Bericht:

Brandenburg hatte die Parität im Februar 2019 festgeschrieben und war damit das erste Bundesland, das ein solches Gesetz beschlossen hatte. Darin war vorgeschrieben, dass die Parteien ihre Kandidatenlisten zur nächsten Landtagswahl abwechselnd mit Frauen und Männern besetzen müssen. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Direktkandidaten. Das Gericht in Potsdam erklärte dieses Gesetz nun für verfassungswidrig, da es gegen das Demokratieprinzip verstoße. Es sei die grundlegende Aufgabe von Parteien „durch die Aufstellung von Kandidaten und Kandidatenlisten zu den Landtagswahlen die Offenheit des Willensbildungsprozesses vom Volk hin zu den Staatsorganen zu gewährleisten. Dieser Prozess muss frei von inhaltlicher staatlicher Einflussnahme bleiben“, heißt es in der Urteilsbegründung. „Die Vorgabe der paritätischen Listenbesetzung kann faktisch den Ausschluss der Aufstellung bestimmter Bewerberinnen und Bewerber zur Folge haben.“

Gegen das Gesetz hatten die Piratenpartei, die Jungen Liberalen, die rechtsextreme NPD und die AfD geklagt. Da sich Piraten und Junge Liberale mit den anderen Parteien nicht gemeinmachen wollten, wurden vorerst nur die Klagen von NPD und AfD verhandelt. Beide Parteien sahen durch das Gesetz vor allem ihre Organisationsfreiheit und die Freiheit der Wahl generell beeinträchtigt. Die NPD beklagte insbesondere, dass sie kaum mehr Listen aufstellen könne, da die Partei sehr stark von Männern dominiert sei. Das Verfassungsgericht folgte dieser Argumentation. Bei Parteien, die ein sehr unausgewogenes Geschlechterverhältnis haben, könnte die Vorgabe einer paritätischen Listenbesetzung zudem zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Aufstellung abwechselnd besetzter Listen führen, heißt es in der Begründung.

Die Entscheidung erfolgte einstimmig, also kein Richter, auch nicht Juli Zeh, auf der da vielleicht einige Hoffnungen lagen, haben es als verfassungsgemäß angesehen.

Mal sehen wie es weiter geht. 

Feminismus – Quo Vadis ? (Gastartikel)

Dies ist ein Gastartikel von Bernd

Wir befinden uns in turbulenten Zeiten. Die Welt scheint im Aufbruch zu sein und wir nehmen teil daran, sind Teil eines Planes und beeinflussen dies bewusst oder unbewusst. Über die Tragweite unseres Handelns sind wir uns – das kann wohl mit Sicherheit gesagt werden – sind wir uns „NICHT“ bewusst. Wüssten wir uns, würden wir anders drüber denken und auch anders handeln. Aber dazu später mehr.

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er braucht sich gegenseitig, um bestehen zu können. So gab es seit eher eine Rollenverteilung für den Mann und für die Frau: der Mann ist „Ernährer“ der Familie, ging auf die Jagt und brachte die Beute nach Hause, damit die Frau sie zubereitete und zu Mahlzeiten bereitete. Er war gleichzeitig der Verteidiger der kleinen Keimzelle der sozialen Gemeinschaft, der Familie. Eine weitere Aufgabe der Frau war, für den Nachwuchs zuständig zu sein. Sie gebar neues Leben und sorgte „zuhause“ dafür, dass dieser gesund aufwuchs und damit für dass die Gemeinschaft so weiterleben konnte. Später lebten nicht nur einzelne Kleinfamilien, sondern mehrere in kleinen Gemeinschaften. Dies hatte den Vorteil, dass man bei großen Gefahren für die einzelne Familie eine gebündelte Macht gegenüberstellen konnte und so sicherer leben konnte (z.B. Säbelzahntiger). Die soziale Gemeinschaft war geboren, in der die „Arbeitsteilung“ zwischen Mann und Frau sich immer mehr festigte. Den weiteren Verlauf der gesellschaftlichen Evolution kennen wir, es gab irgendwann mal Länder, Staaten, die für die Interessen ihrer Lebensgemeinschaft eintraten, es wurden Kriege geführt, während die Frauen zuhause Kinder gebaren, die sicherstellten,dass die Interessen der Gemeinschaft auch in Zukunft gegenüber anderen Gefahren vertreten werden konnten, durch wehrfähige Krieger und gebärfreudige Töchter. Nicht ohne Grund hat die Evolution Männern und Frauen verschiedene Fähigkeiten „in die Wiege gelegt“. Männer sind körperlich robuster, widerstandsfähiger, besitzen mehr Muskelmasse – sie sind damit eher geeignet für die Verteidigung nach außen. Frauen sind eher sanftmütiger, sozialer, kommunikativer und damit für die Verteidigung nach innen befähigt worden. Ein Krieger wird mit den den Frauen zugeteilten Eigenschaften kaum äußere Feinde abschrecken können. Eine Mutter wird kaum mit den eher groben Eigenschaften des Kriegers in der
Erziehung der Kinder Erfolg haben, weil wir heute wissen, dass Compliance (Bereitschaft zur Mitarbeit) i.d.R. nur empathisch gelingen kann. Mit dieser klassischen Rollenverteilung sind Männer und Frauen bis heute bisher hervorragend klar gekommen, alle Gefahren von außen und auch von innen konnten abgewehrt werden, weil sich jeder seiner Rolle bewusst war und sie soweit einhielt. Die Gesellschaft konnte wachsen, weil die menschlichen Ressourcen, die sonst durch Auseinandersetzungen mit anderen Gemeinschaften/Ländern/Staaten ständig beansprucht wurden („Kriegsopfer“), geschont wurden und sich durch Innovationen die Lage der Gesellschaft und den Wohlstand ständig verbessern konnte. Die Gesellschaften gedeihten, es entstanden sogar Allianzen von verschiedenen Gesellschaften, die wiederum die Bedrohung durch andere Gesellschaften oder Gesellschaftsallianzen gemeinsam abwehren vermochten, notfalls durch kriegerische Auseinandersetzungen, in denen Männer und Frauen ihren eigentlichen Rollen entsprachen. Wir können eigentlich schon von Ländern oder Nationen sprechen, denn eigentlich befinden wir uns inzwischen in der Neuzeit.

Man könnte fast meinen, dass Frieden durch Abschreckung eine gewisse Lethargie erzeugt in der Evolution, äußere und innere Feinde erfolgreich abgewehrt lässt er Blüten neuer Ideologien entstehen, die sich in der Regel im Nachhinein als schwer vorstellbar bezeichnen lassen. Bisher haben Männer und Frauen immer zu ihren Rollen zurückgefunden, nachdem kriegerische Auseinandersetzungen immer dafür gesorgt haben, dass sie ihre traditionellen Rollen eingenommen und erfüllt haben. Im Bewusstsein dieser Sicherheit mussten die Menschen nach neuen Werten suchen wie Selbstbestimmung oder Selbstverwirklichung. Der Kommunismus ist im 19./20. Jahrhundert krachend gescheitert, weil man festgestellt hat, dass Gesellschaften nicht wie Ameisenstaaten funktionieren, wo der Einzelne sich sozial für die Gemeinschaft aufopfert. Der Mensch ist von Natur aus ein egoistisches Wesen für sich und für seine (Klein-)Familie und daher eher kapitalistisch ausgeprägt. Es scheint im Moment zwar eine Renaissance des Neokommunismus zu geben, aber das hat andere Gründe. Im Kommunismus war Selbstbestimmung oder Selbstverwirklichung auch eher unerreichbar, als im Kapitalismus. Frauen begannen in verschiedenen Wellen des Feminismus im ihn begünstigenden Kapitalismus, ihrer traditionellen Rolle entfliehen zu wollen, um sich selbst zu finden oder zumindest herausfinden zu wollen, was sie wirklich wollen. Damit sollte sich bis heute vieles auf den Kopf stellen und die gesamte vorangegangene Evolution in Frage gestellt werden.

In den Anfängen begrüßten viele Männer als Gesamtes diese Entwicklungen und ließen die Frauen machen. Klar gab es auch ausreichend männliche Stimmen, die das kritisierten, aber im Großen und Ganzen gab es kaum nennenswerten Widerstand gegenüber den Frauen. So erkämpften sich die Frauen immer mehr Rechte, weil sie das Gleiche wollten wie die Männer. Eigentlich ja auch kein falscher Gedanke, wenn man auf Grundrechte wie Freiheit und Gleichheit denkt. Leider kommt hier wieder die Evolution ins Spiel, Probleme in Gesellschaften entstehen immer dann, wenn die evolutionären Rahmenbedingungen außer acht gelassen werden. Viele Frauen wollten nicht mehr nur noch für ihren Nachwuchs da sein, sondern auch einer beruflichen Selbstverwirklichung folgen und so Gleichheit erlangen. Ja, Gleichheit, weil das Hausfrauendasein sie nicht mehr erfüllte. Eigentlich auch kein Vetorecht seitens der Männer. Man kann ja nicht gegen die eigenen Regeln/ Gesetze verstoßen, wenn man sie für alle aufgestellt hat, also auch für die Frauen als Teil dieser Gesellschaft. Damit fingen eigentlich aber erst die Probleme des heutigen Feminismus an, weil er fehlenden Widerstand aus Logik missdeutete und das als Aufforderung verstand mehr zu fordern, als eine Gesellschaft verträgt. Ich nenne das mal einen schlummernden Riesen wecken – immerhin machen Frauen ja die Hälfte der Gesellschaft aus. Das Gleiche wie die Männer wollten sie. Dabei haben sie wie bereits gesagt die evolutionären Rahmenbedingungen nicht bedacht. Eine Frau ist insgesamt körperlich schwächer, somit ist der arbeitstechnische Output geringer in einigen Berufen, die Arbeit in kapitalistischen Unternehmen ist von Wettbewerb geprägt, eine Disziplin, die Männer seit Jahrtausenden in kriegerischen Auseinandersetzungen gewohnt sind, wenn sie sich messen wollten. Das entspricht nicht der weiblichen Grundeinstellung. Ich will den Frauen nicht grundsätzlich absprechen, das Gleiche erreichen zu können, aber es erfordert mehr Einsatz als gewohnt. Und hier verlangt der Feminismus in ihrer Ideologie, dass ein Staat für die Möglichkeit des Ausgleiches einspringt und dafür einen Ausgleich schaffen muss. Entschuldigung, aber das ist für mich, als ob ich bei den Olympischen Spielen im 100-Meter-Lauf einem bestimmten Läufer 10 Meter Vorsprung gebe, damit er die Chance hat zu gewinnen. Gewinnt er nicht, wird argumentiert, der Vorsprung war viel zu wenig und verlange 15 oder 20 Meter. Eine Ideologie, für die nur ein bestimmtes Ergebnis zählt und beliebig angepasste Rahmenbedingungen wählen kann, grenzt an Selbstbetrug und letztendlich ist es eine Verletzung des Gleichheitsprinzips, obwohl man doch nur Gleichheit und Gleichberechtigung will. Gegen die evolutionär unterschiedliche Entwicklung der Geschlechter kann eine Gesellschaft meiner Meinung nach aber nicht in Regress genommen werden. So kommt es wie es kommen musste: die feministischen Forderungen sind maßlos geworden. Wo durch Rahmenbedingungen der Wettbewerb ausgeschaltet wird, funktioniert auch kein Kapitalismus mehr und die Wirtschaft befindet sich im Niedergang, zumal es zusätzlich gesellschaftliche Unruhe mit sich bringt. Ein Mensch ist von Natur aus egoistisch sagte ich oben. Warum sollten Männer für das Gefühl einer wildfremden Frau, Gleichheit zu empfinden, einen zusätzlichen Obulus entrichten, indem sie zurückstecken müssen und sich in ihrer eigenen selbstverwirklichenden Entwicklung behindert sind. Der Feminismus möchte Frauen empowern. Soweit von Männerseite her nachvollziehbar, aber Recht behalten wollen mit einer Art Selbstbetrug, das gefällt selbst vielen Frauen nicht. Einige durchschauen das Spiel und machen das nicht mit, wollen nicht die Quotenfrau sein. Andere wiederum gefallen sich in der Rolle, den „bösen“ Männern einen ausgewischt zu haben und merken gar nicht, wie sie Teil einer Entwicklung sind, die nicht nur die deutsche, sondern eigentlich alle westliche Nationen in Richtung eines Abgrundes drängen, der sicherlich nicht so gewünscht ist. Und das nur, weil sie einer feministischen Manipulation unterlegen und einer verblendeten Ideologie verfallen sind.

Feminismus – das möchte ich hier in aller Deutlichkeit sagen – ist in ihrer Urform eine schöne Vorstellung von Gleichheit der Geschlechter. In heutiger Form sind die Forderungen einfach nur utopisch. Und ein überbordender Feminismus, der die Grundgesetze und Regeln der Gesellschaft aufhebt ist einfach nur todbringend.

Was hat das jetzt für Folgen für eine Gesellschaft, die in vielen wenn nicht sogar allen wichtigen Institutionen feministisch besetzt ist ? Kritische Stimmen werden mundtot gemacht, wenn nur laut genug gekreischt wird. Diesen Eindruck gewinnen wir in einer Gesellschaft, die nicht nur bei Frauenthemen, sondern auch bei vielen anderen politischen Themen, eine Debattenkultur und somit jegliche Diskussionsgrundlage vernichten will. Als Kind habe ich immer einen Spruch gehört, den sicher viele noch kennen: Wer nicht hören will, muss fühlen. Ich übersetze das mal wie ich es verstehe. Wer sich über alle Meinungen anderer hinwegsetzt und sich nur einer bestimmten Ideologie verschreibt, die unbedingt und unter allen Umständen durchgesetzt werden soll, darf sich nicht darüber beklagen, wenn die Situation eintritt, vor der alle Kritiker gewarnt haben. Warum habt Ihr denn nichts gesagt ? Ich glaube darauf brauche ich nicht zu antworten. Ja, welche Folgen oder welche Situation tritt denn jetzt ein ?

Frauenförderung ist immer fremdfinanziert. Wenn eine Frau Ärztin wird, kostet das Studium vielleicht eine halbe Million Euro. Gut investiertes Geld, wenn die Frau anschließend 35 Jahre ihrer Tätigkeit nachgeht, ein Teilverlust für die Gesellschaft, wenn sie erst 5 Jahre arbeitet, dann 10 Jahre wegen der Kinder zuhause bleibt und anschließend nur noch 15 Jahre arbeitet, weil sie früher in Rente geht, während ein Mann seine Zeit voll aussitzen muss, um vollen Anspruch auf die Rente zu bekommen. Die Quotenfrau, bei der der normale Wettbewerb ausgesetzt wird und die Männern vorgezogen wird, obwohl sie nicht hinreichende Qualitäten besitzt, kostet einem Unternehmen u.U. Wirtschaftskraft, weil falsche Entscheidungen getroffen werden. Das bedeutet für ein Unternehmen u.U. weniger Gewinn und damit weniger Steuern für den Staat. Zwei einfache Beispiele, die aber nur repräsentativ für eine Vielzahl von Beispielen in unserer Gesellschaft stehen. Leiste wenig und erhalte die optimale Zuwendung, von den ganzen Genderprofessuren möchte ich gar nicht mal anfangen. Viel gravierender finde ich die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Politik:

Es fällt schwer, überhaupt anzufangen, weil es so viele Anhaltspunkte gibt. Dann fangen wir einfach mal beim Datingverhalten von Frauen an. Aus evolutionärer Sicht macht es Sinn, wenn Frauen den optimalen Versorger für ihren Nachwuchs suchen. Frauen verhalten sich heute noch so. Hypergamie , also die Suche nach immer besseren Versorgern, sitzt bei den Frauen in Fleisch und Blut. Dabei wird es heutigen berufstätigen Frauen immer schwerer fallen, einen gleichwertigen in höheren Gefilden situierten Mann zu finden, weil sie oft selber schon höherwertige Berufe besetzen, ob wirklich selber erarbeitet oder als Quotenfrau sei mal dahingestellt. Downdaten ist von vornherein ausgeschlossen, würde wahrscheinlich auch beziehungstechnisch, ich will es mal so ausdrücken, schwierig werden. Männer finden immer weniger Frauen in unteren Gefilden. Es gibt immer weniger Paare und dafür immer mehr Singlehaushalte. Frauen werden vom Feminismus empowert, die berufliche Selbstverwirklichung an oberster Stelle zu stellen und ihre feminine Seite hintenanzustellen. Die ungläubige Selbsterkenntnis des Was-will-ich-im-Leben-wirklich-erreichen kommt bei vielen Frauen erst, wenn sie in eine was die Reproduktion angeht, kritische Phase kommen und sie stellen schmerzlich fest, dass der Zug der Selbstverwirklichung bisher doch nur in eine Richtung ging. Es gibt sicherlich viele Frauen, die auch weiterhin mit voller Überzeugung Karrierefrau sein wollen und Muttersein komplett ablehnen. Dies ist ja auch ihr gutes Recht, aber viele mit anderen Lebensvorstellungen bemerken die feministischen Manipulation, den feministischen Betrug der Selbstverwirklichung jeder Frau erst sehr viel später. Der Feminismus will seine Agenda vorwärts bringen – die Unabhängigkeit der Frau, unter allen Umständen, auch auf Kosten der Gesellschaft. Was sind das jetzt für Kosten für die Gesellschaft ? Eine Gesellschaft lebt in einem gesunden Ausgleich zwischen Geburten- und Sterberate, die sich einigermaßen die Waage hält. Die Tatsache, dass viele Frauen durch o.g. feministischen Selbstbetrug ihrer eigenen Lebensplanung beraubt wurden, das feministische Selbstbestimmungsrecht einer Frau auf ihren eigenen Körper in Abtreibungsfragen und eine weiterführende eigentlich menschenverachtende Indoktrination kontra das Leben sorgen dafür, dass die Frauen in unserer Gesellschaft als Gruppe viel zu wenig Nachwuchs bringen. Wenn man die Reproduktionsrate einer Gesellschaft als Pflichtbeitrag der Frauen als Gesamtheit für eben die Gesellschaft sieht, kommen die Frauen dieser Aufgabe nicht nach. Männer sehen sich in einer gynozentrierten Welt, in der alle Rechte auf Seiten der Frauen sind (Scheidungsrecht, Sorgerecht, Vergewaltigungsvorwurf, Jungenbenachteiligung in Schule und späterem Arbeitsleben), stark benachteiligt. Sie ziehen in allen Lebenslagen den Kürzeren, vor allen Dingen mit staatlicher Förderung, bei der man sieht, wie weit feministische Ideologie einen Allgemeinvertretungsanspruch in unserer Gesellschaft hat. Das verunsichert viele jüngere Männer, wenn sie durch ihre bisherige Biografie in Schule und Gesellschaft dies nicht schon durchgemacht haben. In der Schule werden sie als „defekte Mädchen“ angesehen und erzogen, erzielen auch aufgrund unterschiedlicher Bewertungen gleicher Leistungen schlechtere Noten. Das feministische Narrativ der beruflichen Selbstverwirklichung von Mädchen wird unnötig gepusht, obwohl es bekannt ist, dass die Gesellschaft sich immer noch auf die Leistungsfähigkeit von Männern stützt. Dieses Polster schrumpft aber immer weiter, je mehr Quotenfrauen in Positionen rücken, deren Anforderungsprofil sie aber eigentlich nicht gewachsen sind. Männer spüren immer mehr, dass sie wie ein Geschlecht zweiter Klasse behandelt werden und ziehen sich immer mehr von Frauen, Familie und Gesellschaft zurück. Sie lernen, dass partnerschaftliches Engagement scheinbar nur Nachteile bringt: 50 % Scheidungsrate von Ehen, wenn dann noch Nachwuchs ins Spiel kommt heißt es dann Zahlemann-und-Söhne und die Kinder sieht man als liebender Vater auch kaum noch, weil Frauen es in heutiger Zeit nicht gelernt haben, Gründe für ein Scheitern irgendeiner Lebenssituation auch in einer Selbstreflektion zu suchen und das Scheitern einer Ehe immer dem Ex zuschieben, der dann rachemäßig auch dafür die Kinder nicht sehen darf, juristisch schön versteckt in irgendwelche Vergewaltigungsvorwürfe, denen vor feministisch angehauchten Gerichten schnell mal Recht gegeben wird. Junge Männer sehen die vielen negativen Beispiele im Verwandten- und Bekanntenkreis und überlegen sich heute 2 x ob heiraten sich für sie lohnt. Sie sehen aber auch das Positive an diesen Beispielen, wie befreit Männer als Single leben können, wenn sie die Last der „feministischen Familie“ von sich gestreift haben, die Vorteile, wenn sie sich wie ihre Vorbilder nicht Altlasten ans Bein binden, die Freiheit genießen, die ihnen erst der Feminismus sozusagen vor Augen geführt hat. Viele Männer gehen gerne Beziehungen zu Frauen ein, eine Hochzeit kommt für sie nicht mehr in Frage und die Spirale der Kinderarmut dreht sich immer weiter. Gesellschaften stehen damit vor großen Problemen, zumal falsche Ideologien Menschen dieser Gesellschaft ein wirklich selbsterfülltes Leben vorenthalten, weil sie nicht die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen und der Ideologie zu viel Entfaltungsspielraum gegeben haben. Das beste Beispiel sind die japanischen Herbavores, die Regierungsverantwortlichen wissen nicht mehr weiter und die dortige Geburtenrate ist noch viel schlechter als bei uns. Aber: bewegen wir uns in genau diese Richtung ? In Japan gibt es meines Erachtens nicht viel bzw. keine Einwanderung, bei uns schon, meist aus patriarchalen Kulturen, die immer mehr Einfluss in unserer Gesellschaft gewinnen. Der Feminismus muss sich meiner Meinung nach schon entscheiden was er will. Quo Vadis, Feminismus:

Bekämpfung dieser eingewanderten patriarchalen Strukturen (wobei er da auf wenig Hilfe seitens der Männer rechnen kann, warum sollten sie sich für eine Gesellschaft einsetzen, die sich sowieso nur verachtet ?)

oder

Eingeständnis, dass er mit seiner radikalen Ideologie zu weit gegangen ist und zurückrudern will (wobei ich auch hier eine Rückkehr als sehr schwierig sehe, weil viele viele Männer einfach aufgewacht sind und sich ihrer Freiheit immer mehr zuungunsten der Familie bewusst geworden sind)

Einen Aspekt möchte ich hier noch bringen: warum ist der Feminismus eigentlich so stark geworden in unserer Gesellschaft ? Ich glaube, dass es auch an der Schwäche unseres politischen Systems liegt. Heutzutage gibt es viel zu viele Politiker, die einer politischen Überzeugung gar nicht mehr fähig sind. Im Laufe ihrer politischen Biografie haben sie leider gelernt, dass man sich verbiegen muss, wenn man höher kommen will und näher an die Töpfer lukrativer politischer Ämter. Man kann also resümieren: je weiter ein Politiker kommt, desto mehr ist er gezwungen, seinen Idealismus wie einen gebrauchten Mantel abzulegen. Das politische Mandat ist nur noch ein Job und mit WhiteCollar-Mentalität kann ein Politiker seine Gelöbnis für Demokratie einzustehen, schnell ablegen, Korruption ist ja „in“ geworden. Warum sich also gegen keifende Feministinnen durchsetzen, wenn es doch viel einfacher ist. So hat sich der Feminismus zu einem Machtinstrument von Frauen in der Politik entwickelt, der keinen Widerspruch duldet, erst recht nicht von Männern, die in Frauensachen ohnehin nicht mitreden dürfen. Ich habe einen anderen Anspruch an eine Demokratie und kann es keinem Mann übel nehmen, wenn er sich einfach zurückzieht und der Dinge abwartet.

In Lösungsansatz 1 kann der Mann wirklich einfach abwarten, weil diese patriarchalen Strukturen bei den Migranten so tief verankert sind – diese lassen keinen Widerspruch zu. Diese Männer nehmen sich einfach, was sie haben wollen. Wir sehen es ja täglich in den Straßen mit den vielen Straftaten gegenüber Frauen. Aber statt dieses Thema feministisch anzugehen, wird lieber in der Blase weiter verweilt und es werden andere Dinge gefordert. Dass sich dabei Mann und Frau immer weiter auseinanderdriften, scheinen unsere Feministinnen nicht zu bemerken. Ganz nach dem Motto: „ Lebe gut so lange Du kannst. Nach mir die Sintflut !“ Oder stecken da vielleicht andere Mächte hinter ? Wenn Mann also abwartet, bis die neuen Patriarchaten das Land sozusagen widerstandslos zu erobern, bräuchten die Männer eigentlich nur noch konvertieren und alles wäre beim Alten, oder ? Ein Riesengewinn für den Feminismus und ein wirklich schwacher für die Frauen, für die sie eigentlich einstehen.

Im Lösungsansatz 2 wird natürlich viel von den Feministinnen abverlangt. Aber wer retten will, was noch zu retten ist, sollte diese Variante nicht einfach nur abtun, sondern ernsthaft seine eigenen Standpunkte überdenken und einmal den Männerhass der diktierenden Feministinnen reflektieren. Ich kann es jetzt schon mal sagen: ein sehr langer Weg ! Weil das zerbrochene Vertrauensverhältnis sitzt tiefer als gedacht. Lippenbekenntnisse nützen da rein gar nichts. Dringender Aktionismus mit Nachhaltigkeit kann da schon eher helfen. Aber: eine teure Porzellanvase ist schnell zerbrochen, das Zusammenkleben der Stücke (sozusagen Heilen der gerissenen Wunden) dauert viel länger und die Erinnerung (Narben) wird immer bleiben. Wobei das in Lösungsansatz 1 beschriebene Gesellschaftsproblem ja immer noch bleibt (patriarchale Migranten).

Ein anderer oben schon angedeuteter Grund für das Aufkommen des Feminismus geht aber eher in Richtung Verschwörungstheorie, die aber so abwegig gar nicht sein muss. Es ist bekannt, dass die globale Elite speziell George Soros schon seit Jahrzehnten feministische Organisationen weltweit unterstützt. Und wie bekannt ist, machen solche Leute das nicht umsonst oder weil sie so femiphil sind. Laut Theorie plant die globale Elite eine Neue Weltwordnung (NWO), die nur durch Zerstörung von Nationen und Gesellschaften möglich wird. Die Gesellschaften werden durch die Zerstörung der Institution „Familie“ als Basis eben dieser Gesellschaften ebenfalls zerstört.Die globale Elite wird synchron gesehen zum Deep State, der elitären Weltfinanzlobby, die Staaten und Weltorganisationen unterwandert, um die Welt auf diese NWO vorzubereiten. Trump kämpft zur Zeit gegen diese Machenschaften und steht kurz vor diversen Anklagen an hochrangige Mitglieder dieser Elite und an Politiker in den USA. Die Kehrtwende und die Anklagen wegen Lobbyarbeit von Wirtschaftsunternehmen und Finanziers wird auch Auswirkungen auf Europa haben. Es gibt Gerüchte, dass ein Großteil der EU-Parlamentarier, WHO und auch Politiker bestochen wurden oder gar erpresst werden (s. Epstein-Skandal) und so die Spur einhalten, die die Vorbereitung zur NWO ermöglicht. Weltweite Bewegungen wie FFF oder BLM werden von der linken Antifa unterstützt und sollen von den Vorbereitungsmaßnahmen ablenken, genauso wie die Corona-Pandemie, die die Bürger gefügig machen soll. Gemäß NWO sollen dann alle Bürger bei Zwangsimpfungen gechipt werden und so zu gläsernen Weltbürgern werden, eine Scheindemokratie nach chinesischen Muster, damit der Westen gegenüber dem kommunistischen, sehr effektivem Kapitalismus wieder konkurrenzfähig werden kann, zugunsten der globalen Finanzelite, zuungunsten der Bürger in der freien Welt. Man kann an diese Theorie glauben oder nicht, ganz auszuschließen ist diese Theorie nicht. Und wenn Trump Erfolg hat und es diesen Leuten an den Kragen geht, fließen auch nicht mehr die Gelder für den Feminismus in Europa. Diese Radikalfeministinnen werden dann trotzdem noch in erschlichenem Amt und Würden sein und es wird schwer sein, diese daraus zu entfernen, wenn sie nicht freiwillig gehen oder durch die amerikanischen Anklagen in den Fokus weiterer Ermittlungen rücken. Für diese Radikalfeministinnen wird es jetzt eng. Auch sie können ihre Lage noch überdenken und umkehren. Aber vielleicht wird das nicht mehr benötigt, weil viele Frauen dies vielleicht von selber tun, weil sie selber denken können und dem Feminismus den Rücken kehren, der unsere Gesellschaft nur in die Irre führt.

Deshalb noch mal die Frage, vor allem an alle Frauen:

Quo Vadis, Feminismus ?

Selbermach Samstag 312 (24.10.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Die Polarität der Geschlechter aufrecht erhalten (Gastartikel)

Dies ist ein Gastartikel von Josef


Sexuelle Anziehungskraft, die Kraft der Leidenschaft basiert auf der Polarität der Geschlechter, sie spannt den Bogen zwischen dem männlichen und dem weiblichen.

Diese zwischen dem maskulinen und dem femininen Pol strömende Anziehungskraft geht in modernen Beziehungen so oft verloren. Wenn du dich nach wahrer Leidenschaft sehnst, musst du ein hinreißender Liebhaber und eine angerissene Geliebte sein; ansonsten wird mit andauernder Beziehungslänge, immer mehr eine
Beziehung in der Form zweier Kumpels entstehen.

Die sexuelle Anziehung schwindet mit der Zeit und die leidenschaftliche Liebe verblasst mit der Zeit. Wenn Männer und Frauen selbst in intimen Momenten an einer politisch korrekten Gleichheit festhalten, geht die sexuelle Anziehungskraft verloren und die ganze Beziehung verliert an Kraft und Saft. Die Liebe kann so stark sein wie zuvor, die Freundschaft kann so stark sein wie zuvor, aber die sexuelle Polarität verblasst.
Du musst die maskulinen und femininen Unterschiede beleben, wenn du auf dem Spielfeld sexueller Leidenschaft am Ball bleiben willst. Das gilt für homosexuelle ebenso wie für heterosexuelle Beziehungen. Tatsächlich sind sich Schwule und Lesben sehr bewusst, dass die sexuelle Polarität nicht vom Geschlecht abhängt!

Obwohl alle Menschen sowohl maskuline als auch feminine Eigenschaften haben und jederzeit einsetzen können – zum Beispiel, um sich in der Firma zu behaupten oder ihre Kinder zu versorgen –, sind die meisten Männer und Frauen im Kern mehr maskulin oder mehr feminin.

In dem gut gemeinten Versuch, Männern und Frauen gleiche Chancen und Rechte zu verschaffen, unterdrücken viele Menschen unabsichtlich ihre wahre sexuelle Essenz. Das muss nicht so sein. Es ist durchaus möglich, Gleichberechtigung anzustreben und gleichzeitig seinen femininen oder maskulinen Kern auszuleben. Aber die meisten Menschen tun das nicht. Also leiden sie. Die meisten Menschen vergessen, dass die Gleichberechtigung, die im Büro funktioniert, in der Intimsphäre bei neunzig Prozent der Paare fehl am Platz ist, das heißt, wenn deren Essenz nicht ausgeglichen, sondern bei einem Partner feminin und bei dem anderen maskulin ist.

Damit die sexuelle Leidenschaft in solchen polarisierten Beziehungen strömen kann, sollten die Unterschiede zwischen feminin und maskulin in intimen Momenten betont, nicht aber gemindert werden. Verringern sich die Polaritäten aufgrund familiärer oder beruflicher Belastungen, nimmt auch die sexuelle Anziehung ab.

Viele Menschen mit einer wahren femininen Essenz weisen eine ganze Serie physischer Symptome auf, wenn ihre feminine Energie ›austrocknet‹, weil sie Jahr um Jahr versuchen, ihrem Körper zu viel maskuline Energie zuzumuten, um sich einem maskulinen Arbeitsstil anzupassen. Und viele Menschen mit maskuliner Essenz, die versuchen, sich an die feminine Art der Kooperation und der fließenden Energie anzupassen, schneiden sich von ihrem Lebenssinn ab und unterbinden ihre tiefste Wahrheit aus Angst vor den Konsequenzen, die es haben könnte, zu ihrer wahren Männlichkeit zu stehen.


Im Interesse der individuellen Autonomie und sozialen Gerechtigkeit haben wir – mit
den besten Absichten – begonnen, die Unterschiede zwischen maskulin und feminin
irrtümlicherweise zu nivellieren.

Ein MUSS ist das Geschlecht und Menschen immer mit anderen sexuellen Orientierungen mit Respekt zu betrachten, und die Männer und Frauen gleichwertig zu halten. Jetzt sind wir bereit, nochmal die nächste Stufe zu erklimmen: Auf der Basis von Gleichheit und gegenseitigem Respekt können wir nun die sexuelle und spirituelle Leidenschaft feiern, die der maskulin-femininen Polarität innewohnt.

Es ist an der Zeit, über das platte Macho-Ideal – nur Rückgrat und kein Herz – hinauszugehen. Es ist auch an der Zeit, das Ideal des sensiblen und mitfühlenden Waschlappens – nur Herz und kein Rückgrat – hinter sich zu lassen. Und auch die die Vollblut Feministin sollte lernen den Nagel gerade stehen zulassen.

Das verlangt eine tiefe Entspannung in die unendliche Offenheit des gegenwärtigen Augenblicks und mehr Bewusstheit und Achtsamkeit für das eigene innere Selbst! Falls du gerne noch mehr zum Thema erfahren möchtest, erfahre unter diesem Link gerne noch mehr zur Polarität der Geschlechter und erhalte kostenlos das ebook,
“Der Weg des wahren Mannes” zum downloaden.
Josef Kryenbuehl / Mentalcoach

Lucas schoppe zum Geschlechterkrieg und Institutionen, die ihn aus Eigeninteresse fördern

Lucas Schoppe schreibt in einem Kommentar zu seinem Artikel zu dem Dossier noch etwas zum Geschlechterkrieg und Institutionen, die ihn aus Eigeninteresse fördern

Mir geht es also um die These, dass wir gesellschaftlich längst bei einer zivilen, flexiblen, tragfähigen (wenn auch im Hinblick auf die Arbeitsteilung durchaus verbesserungsfähigen) Kooperation zwischen Männern und Frauen angekommen sind – und dass es insbesondere politische Institutionen sind, die dabei destruktiv dazwischengehen.

Die Perfidie ist z.B. erstaunlich, mit der Lambrecht manövriert, um Väter aus ihrer Vaterschaft heraushalten zu können. Ihre Pläne hat sie meines Wissens an Pressevertreter und auch an Mütterverbände weiter gegeben, aber Vertreter der hauptsächlich betroffenen Väter hat sie auflaufen lassen. Die kamen an den Gesetzesvorschlag gar nicht heran. Dabei geht es darin eben darum, dass die rechtliche Beziehung eines Vaters zu seinem Kind völlig verschwindet, ja gar nicht erst besteht – wenn eine lesbische Partnerin der Mutter als weitere Mutter eingetragen ist.

Im Feld der Politik erscheinen halt Verhaltensweisen manchmal als ganz normal, die uns außerhalb davon gestört und soziopathisch vorkämen – von dem Widerspruch lebt ja z.B. die ganze Serie „House of Cards“. Mir geht es hier aber um einen anderen Aspekt:

Das Ministerium hat das Selbstbild, eine moderne, progressive Institution zu sein, die in einer von männlichen Machtstrukturen rundum geprägten Gesellschaft Humanisierungsimpulse setzt und sich auf die Seite der Schwächeren stellt. Dieses Selbstbild ist unplausibel, schon allein deshalb, weil es überhaupt nicht zu erklären wäre, warum sich in einer rundum patriarchalen Gesellschaft ausgerechnet die mächtigsten politischen Institutionen zuverlässig GEGEN das „Patriarchat“ stellen sollten.

Viel plausibler ist es, davon auszugehen, dass Institutionen grundsätzlich ein Interesse der Selbsterhaltung haben. Je mehr aber gesellschaftlich die Möglichkeiten der zivilen Selbststeuerung ausgeweitet und stabilisiert werden, desto schwerer ist ein solch vielmillionenteures Frauen- und Familienministerium zu legitimieren.

Wer seine eigene Position dadurch legitimiert, dass er (bestimmten) Menschen hilft – der hat ein großes Interesse daran, dass sie weiter hilflos erscheinen. Wer sich dadurch legitimiert, dass er Konflikte anderer bearbeitet – der hat ein Interesse daran, dass diese Menschen ihre Konflikte nicht selbst lösen.

Sicherlich können sehr viele Trennungsväter bestätigen, dass die Konflikte, unter denen ihre Kinder und sie leiden, ganz wesentlich aus den Institutionen in die Elternbeziehungen hineingetragen werden. Und darum geht es mir in der eingangs zitierten Passage:

Institutionen wie das Familienministerium sind selbst das Problem, dessen Lösung zu sein sie vorgeben. Sie brauchen zu ihrer Legitimation das Bild einer Gesellschaft, die habituell irgendwie in der Steinzeit zurückgeblieben ist. Tatsächlich ist diese Gesellschaft aber längst schon sehr viel weiter, als die Institution es ist (oder jemals sein wird).

Feminismus als eine Art „Munchhausen by proxy“ bei dem statt auf echte Gleichberechtigung hinzuarbeiten eine schwache hilfsbedürftige Frau benötigt wird, zu deren Beschützer man sich aufschwingen kann. 

In vielen Bereichen scheint mir die Vertretung eher noch schuzophrener:

Auf der einen Seite wird die Rolle der Frau als Mutter in jeder Hinsicht gegen mehr Rechte des Vaters geschützt.

Auf der anderen Seite will man Frauen in gewisser Weise aus ihr herausbekommen, sie sollen genau so viel verdienen wie Männer, sie sollen genauso in Führungspositionen sein, sie sollen das gleiche studieren.

Die Forderung, dass demnach alle Arbeiten gleich verteilt werden müssen und alles andere keine Gleichberechtigung wäre passt dazu: Man will gewisse Rollen nicht aufgeben, also müssen die Männer ihre Rolle ändern. Indirekt wird damit eingestanden, dass der gegenwärtige Zustand der Frauen sie so gesehen nicht „konkurrenzfähig“ macht. Aber das eben nur, weil ja die Männer ihnen die Chance nicht lassen. 

Der Grundsatz in dieser Ausrichtung des Feminismus ist, dass die „Nichtprivilegierten“ sich nicht ändern müssen, weil sie ja die Opfer sind. Der Täter muss sein Verhalten ändern. Es ist etwas der alte Grundsatz der weiblichen Unterverantwortlichkeit, hier eben nur anders ausgekleidet. 

Deswegen muss eben in dieser Spielart auch der Mann oder der Weiße der böse sein, der dessen Handeln falsch ist. Dazu wiederum bietet sich das Bild der „toxischen Männlichkeit“ an. 

Wie kommt das nun in den „Institutionen“ an? Sicherlich tragen bestimmte Gesetze dazu bei, dass Streitigkeiten auftauchen können und sich verschärften können. Mit einem Wechselmodell wäre etwa die „Machtposition“ der Frau eine ganz andere und man müsste sich – gerade wenn es gesellschaftlich ebenfalls normal und akzeptiert werden würde –  eher arrangieren.

Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Denn Gedanken wie „Das Kind gehört zur Mutter“ ist auch abseits der „Institutionen“ noch weit verbreitet. Und natürlich werden viele Kämpfe auch aus tiefer persönlicher Verletzung geführt: Weil man verlassen worden ist. Weil der andere einen ausnehmen will bzw weil man sich für die Familie aufgeopfert hat. Weil man die Ehe zwar auf gewisse Weise geführt hat und damals damit einverstanden war, nun aber meint, dass eine hälftige Auffassung doch ungerecht ist, weil man ja nun einmal mehr zur Wertschaffung beigetragen hat. Weil er oder sie der böse ist und weil die Kinder das auch so sehen sollen. Weil es ungerecht ist, wenn „die Neue“ nun von ihm ausgehalten wird und man selbst nichts hat. Weil man einen gewissen Status im Leben hatte und nun plötzlich seinen Lebensstandard reduzieren soll und er nicht. Weil man Angst hat vor Armut. Weil man sie schon immer kontrollieren konnte und sie nun auch das machen soll, was man ihr sagt. Weil einen jedes Wort von ihm oder ihr reizt. Weil man nicht aus der Beziehungsebene herauskommt. 

Es wäre interessant ob es vergleichende Studien gibt, wie oft Konflikte nach Scheidung mit welcher Intensität in verschiedenen Ländern aufgetragen werden und welche Faktoren eine größere Häufigkeit oder eine höhere Intensität begründen. 

Vorteile und Nachteile des Alters auf dem Partnermarkt.

Kommenator „Matschbirne“ kommentierte zu einem Artikel über Incels das Folgendes

Es wird ja immer gesagt, dass es bei Männern erst mit 30 gut wird und auch mit 40 oder 60 keinerlei Probleme auf dem Partnermarkt bestehen. Es gibt doch ganz viele Blogs wo man lesen kann, dass es mit Ende 20 plötzlich besser wurde. Wieso soll man dann unter 29 jährige so aufbauschen anstatt ihnen zu sagen, dass sie einfach noch 10 Jahre warten sollen bis die Pubertät richtig abgeschlossen ist anstatt über Suizid nachzudenken nur weil man auf der High School nicht auf Parties war. Es würde sich ja mit evolution decken. Für Frauen ist es bis 29 leichter, für Männer ist es ab 29 leichter. Weil man als Mann dann Geld, Auto, Job hat. Viele der Unter 29 Jährigen sidn vielleicht einfach nur Spätzünder.

Diese These, dass es alles nur eine Frage des Alters ist, überzeugt mich nicht so. Sicherlich kann es für Männer, die sich im Beruf etabliert haben, einfacher sein etwas darzustellen und insofern einen gewissen gesellschaftlichen Status aufzubauen. Und sicherlich hat eine hübsche 20jährige einen höheren „Marktwert“ als eine 35jährige.

Aber dennoch gibt es weitaus bessere Optionen als einfach abzuwarten und jemand, der zuvor überhaupt nicht bei Frauen ankam wird danach nicht plötzlich ein Superstar. Und natürlich ist auch der „zweite Markt“ mit 35 mit vielen Nachteilen verbunden, etwa damit, dass die meisten Frauen auf dem Markt dann schon Kinder haben. Und nach wie vor haben die hübscheren Frauen in dieser Alterklasse auch dort noch eine erhebliche Marktmacht und genug Männer konkurrieren auch dann um die passenden Frauen und diese wollen überwiegend dann eben auch die passenden Männer.

Statt einfach nur ein bestimmtes Alter zu Fürchten oder zu meinen, dass dann alles besser wird sollte man schlicht an sich arbeiten und schauen, dass man jemand wird, den andere interessant und attraktiv finden. Und natürlich auch schauen, dass man sich in Situationen begibt, in denen man Leute kennenlernen kann.