Virtual CD zu der Situation aus der der Feminismus entstand

Leser Virtual CD schreibt in einem Kommentar:

Gesellschaften und damit auch gesellschaftliche Arbeitsteilung (nicht nur zwischen den Geschlechtern) entwickeln sich. In größtenteils unbewusster Selbstorganisation. Und dann wird ein Teil dessen, was sich natürwüchsig entwickelt hat, bewusst bemerkt. Und dann machen Menschen eine Ideologie daraus. Und dann gibt es im Laufe der Entwicklung unintendierte Konsequenzen und Nebenwirkungen. Und dann bauen wir auch diese in einen Ideologie ein. Das passt nicht immer so wirklich bruchlos, dann braucht es eben etwas mentale Gymnastik … um die Widersprüche so zu verkleistern, dass sie doch noch (scheinbar) in die Ideologie passen.

Feminismus entstand vor dem Hintergrund, dass sich weitgehend agrarisch produzierende Gesellschaften in Gesellschaften mit industriellen Warenproduktion wandelten. (Ist jetzt arg verkürzt, ich weiß …)
Damit einher ging: Der Wandel von der Mehrgenerationen-Familie erst zur Eingenerationen-Kleinfamilie und neuerdings zur … ja, was eigentlich? Also die Kleinfamilie gibt es noch, aber sie ist auf dem Rückzug. Die Reproduktion in Form von Allein-Erziehenden-Haushalten nimmt zu. Insgesamt nimmt die Reprodukiton aber ab.
Weiterer Hintergrund: Für die Mehrzahl der Menschen verlagerte sich das Leben von kleinen, überschaubaren dörflichen Gemeinschaften in die Städte, die wiederum zu Mega-Agglomerationsräumen heranwuchsen.
Durch technische Entwicklungen sankt die notwendige Arbeitszeit, die für Haushaltführung (Bekleidung, Ernährung usw.) aufzuwenden ist. Das machte andere Formen der Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern erst möglich.

Diese verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungsstränge bedingen einandern. So funktioniert die klassische Kleinfamilie und teilweise sogar die Mehrgenerationen-Großfamilie noch eher im ländlichen Raum. Die Auflösungserscheinigungen der Familiensystem sind in den Großstädten deutlicher.

Wie auch immer: Faktisch stellt es so ein, dass Frauen zu einem größeren Anteil Teil der „work force“ werden, sprich der Lohnarbeit. Dies wird zum Teil auch als Befreiung empfunden, als Befreiung von einer sehr engen Begrenzung auf das unmittelbare häusliche Umfeld. So entsteht eine Befreiungsideologie. Der Feminismus.
Ich will damit nicht sagen, die Ideologie sei falsch. Ich versuche es so weit wie möglich wertfrei zu beschreiben. Es entsteht einfach ein Ideensystem. Und diese spiegelt das wieder, was sowieso bereits entstanden ist. Darum geht es mir hier: Ideen reflektieren eher, was sowieso schon da ist.

Nun also, der Feminismus. Als Ideensystem. Er propagiert die rechtliche und ökonomische Unabhängigkeit der Frau vom (Ehe)Mann. Und er ist erfolgreich und realistisch. Beides, weil er eben widerspiegelt, was sowieso schon passiert oder passiert ist. Und es passt ja auch sehr schön zu den Idealen von allgemeinen Menschenrechten, Gleichheit vor dem Gesetzt usw. usf.
Wer würde dagegen etwas sagen wollen? Ich jedenfalls nicht.

Veränderungen in der Gesellschaft machen anders ausgedrückt auch andere Verhaltensweisen attraktiv. Ich würde hier noch die Verhütungsmittel aufnehmen, die eine klassische frühe Familie mit Kindern eben auch unattraktiver gemacht haben und es gleichzeitig Frauen ermöglicht haben sich eher fortzubilden und damit auch sich eher selbst zu versorgen. Wo früher dank Kindern fast zwangsläufig eine Familie erforderlich war hat man jetzt weitaus mehr Zeit. Das bringt natürlich beiden Geschlechtern eine gewisse Unabhängigkeit, gerade in der anonymeren größeren Stadt. Und natürlich werden diese Möglichkeiten dann auch genutzt.

Das verändert dann für beide Geschlechter die Kosten Nutzen Rechnungen für bestimmte Verhalten und Lebensweisen: Wenn Männer und Frauen sich nicht so früh binden müssen und man Sex ausprobieren kann ohne gleich für Kinder verantwortlich zu sein, dann werden Zeiträume frei und gleichzeitig muss man auch nicht mehr wie früher bestimmte Signale setzen, dass man etwa ein es ernstmeinender zukünftiger Familienvater ist oder eine sittsame jungfräuliche Ehefrau etc.

Aber – jetzt kommen wir zu den Widersprüchen jeglicher Entwicklung. Es gibt unintendierte Konsequenzen. Kein Ideensystem kann alle Wirkaspekte berücksichtigen. Dazu sind Ideengebäude zu beschränkt, dazu ist unser Verstand zu begrenzt.

Hier kommt das Thema dieses Blogs ins Spiel: Biologische Dispositionen und Unterschiede zwischen den Geschlechtern diesbezüglich.

Viele Frauen spüren irgendwie, irgendwo, es ist etwas diffus: Etwas fehlt. Etwas in meinem Bedürfnissen wird nicht berücksichtigt. Unterstellen wir einmal, es gibt ein Bedürfnis nach Freiheit, Autonomie, Selbstbestimmung. Das wird (in Grenzen) befriedigt. Gleichzeitig gibt es ein Bedürfnis nach Sicherheit, nach Schutz, nach Versorgung. Dies aktualisiert sich bei Frauen besonders dann, wenn Kinder ins Spiel kommen. Und viele Frauen – nicht alle natürlich – haben ein Bedürfnis nach Mutterschaft. Ungewollte Kinderlosigkeit ist bei vielen Frauen psychologisch gesehen eine tiefe Wunde, unter der sie leiden.

Woher bekommt man jetzt, mit zunehmender Vereinzelung und der Schwächung traditoneller Bindungsmodelle Schutz und Versorgung? Hier tritt jetzt ein Akteur deutlicher zu Tage: Der Staat. In Form des modernen Sozialstaates. Im der gelebten Wirklichkeit der Alleinerziehenden ersetzt er den Ehemann. Und: Er ist in dieser Funktion sehr viel potenter, er ist mächtiger, als es ein konkreter (Ehe-)Mann je sein könnte. Aber: Er ist auch sehr abstrakt. Es ist unpersönlich. Er ist eine große bürokratische Maschine ohne emotionalen Bezug. Der biologisch hypergame Impuls wird durch eine abstrakte gesellschaftliche Struktur nur bedingt befriedigt. Das bürokratische System ist dazu zu „kalt“. Es sieht zu sehr vom konkreten Einzelfall ab.

Der Staat bringt mit seiner Unterstützung sicherlich einiges an Sicherheit. Und auch die Übernahme der Funktionen eines „Ersatzehemannes“ war hier schon wiederholt Thema. Aber sicherlich ersetzt er keine menschlichen Beziehungen.

Also: Die moderne Frau fühlt sich betrogen. Etwas fehlt, etwas wird nicht adressiert in ihrer biologischen Disponiertheit. Dafür brauchen wir einen Schuldigen. In der feministischen Ideologie ist es dann: Das Patriarchat. In Konkretio: Die für mich konkret erlebbare Männerwelt. DIE haben die Dinge so arrangiert, das ich mich nicht richtig wohl fühle. Das etwas an meiner biologischen Disposition nicht wirklich ungebrochen zum Tragen kommen kann.

Man könnte auch das Bild zeichnen, dass der Staat bzw die Gesellschaft wie der Ersatzehemann behandelt wird, aber eben teilweise wie der Ehemann in dem Märchen von dem Fischer und seiner Frau: Alles ist noch nicht genug. Er soll mehr, mehr, mehr zur Verfügung stellen.

Und der Mann: Zu seiner biologisschen Disponiertheit gehört, für Frau und Kind sorgen zu wollen. Sie versorgen zu wollen. Auch er fühlt sich in diesem Bedürfnis betrogen: Er wird (weniger) gebraucht.
Auch hier wird eine Ideologie gebraucht, eine Lebensphilosophie.

Das wäre dann eher das Konservative?

Da kann man jetzt sagen: Wir wollen die Kleinfamilie und die männliche Ernäher- und Versorgerrolle zurück. Das wäre so einen romantische, tatsächlich rückwärtsgewandte Ideologie oder Denkweise. Oder sagen wir neutraler: Es ist konservativ. Es möchte etwas bewahren. Und vielleicht gibt es ja auch etwas, was als bewahrenswert empfunden wird. Z.B. eine Familie mit Vater und Mutter, die sich gemeinsam – in welcher vereinbarten Arbeitsteilung auch immer – der Aufgabe widmen, ihren Nachwuchs möglichst gut groß zu ziehen.
Ich kann verstehen, was daran attraktiv erscheint. Wenn es glückt und ein Paar sich in großer Harmonie erfolgreich dem widmet, ist es wirklich eine schöne Sache. (Wenn allerdings die Paarbeziehung disfunktional ist, kann es auch für alle Beteiligten, insbesondere die Kinder, einen Hölle sein. Auch das ist war.)
Und: Auch hier droht natürlich immer eine ideologische Überzeichnung. Die Kleinfamilie z.B. ist ja noch nicht ganz tot. Es gibt sie ja noch. Wenn auch schwindent.

Es gibt sie sogar noch sehr häufig. Sehr viele Leute leben ja in einer dauerhaften Ehe oder Beziehung und durchaus auch mit Kind. Sie ist nur angreifbarer geworden als früher, wobei natürlich auch „Patchworkfamilien“ Familien sind, also solche wo etwa Kinder aus anderen Beziehungen in die Beziehung hineingebracht werden.

Oder die Männer entwickeln, bewusst oder allenfalls randbewusst, eine MGTOW-Philosophie oder Ideologie. Sie ziehen sich aus der Reproduktion zurück in Anerkennung der Tatsache, dass sie hier nicht UNBEDINGT gebraucht und geschätzt werden. Dann brauchen wir eben etwas anderes. Das könnte auch sein, ein exzellenter Videospieler zu werden und sonst nicht viel (materiell) im Leben zu brauchen. Scheinbar.
Jedenfalls: Auf mänlicher Seite kann diese Ideologie entstehen und gelebt werden, weil in der männlichen biologischen Disposition die Vaterschaft nicht ganz so stark verankert ist wie bei Frauen die Mutterschaft.

Männer brauchen eben einen gewissen Status. Und der muss nicht aus einer Vaterrolle entstehen, der kann auch auf andere Weise verwirklicht werden oder nur in einer engen Gruppe oder Subkultur entstehen.

Aber auch hier: Es bleibt eine irgendwie gefühlt Leerstelle. Etwas fehlt. Auch die MGTOW-Ideologie (man beachte wieder: Ich meine es wertfrei als Ideensystem) ist ein gewisses sich Anpassen, manchmal widerwilliges Anpassen, an vorfindliche Bedingungen. Es ist eben so wie es ist. Von der Frauenwelt ist für mich nicht viel zu erwarten, also orientiere ich mich auf die Dinge im Leben, die davon möglichst unabhängig sind.

Auch da kommt es dann gerne zu gewissen Schuldzuweisungen an Frauen.

(Deswegen ist Mann dann besonders angepieckst, wenn die feministischen Ideologien in genau diese Rückzugsräume einbrechen wollen und hier Vorschriften machen, warum Gamergate eine so heftige emotionale Gegenwehr bei der eigentlich unpolitischen Gamer-Gemeinde auslöst. HIER tobte der Kulturkampf richtig offen, nicht bei politischen Auseinandersetzung um Quoten und dergleichen. HIER wehren sich die Männer mit einem mal massiv und deutlich und kämpferisch, während z.B. in Fragen des Familienrechts oder Quoten oder dergleichen allenfalls hinhaltender Widerstand zu verzeichen ist.)

Interessante Idee: Der Einbruch in die Rückzugsräume derer, die sich von Frauen eher abgewandt haben?
Das muss ja bei Gamern gar nicht der Fall sein.
Vielleicht eher: Das Sichwehren dagegen, dass man dort plötzlich für Frauen die Regeln ändern muss.

Jedenfalls, ob man nun eine Ideologie einer konservativen Sehnsucht nach der heilen Kleinfamilie oder eine MGTOW-Ideologie entwickelt: Auch hier wird ein Schuldiger gesucht für die empfundene emotionale Leerstelle. Und das ist dann der Feminismus. Ohne den wäre alles besser, hätten wir nicht die Probleme usw. usf.

Das ist in der Tat häufiger eine Gefahr im „radikalen Maskulismus“.

Jetzt stehen sich die zwei Ideologien gegenüber. Das Patriarchat ist schuld! Oder: Der Feminismus ist schuld!
Tatsache ist aber auch: Nur eine der beiden Ideologien ist hegemonial.

Mein Eindruck: Beide Ideologien haben – bis zu einem gewissen Grad – einen Punkt. Und beide täuschen sich, sind illusionär bezüglich des empfundenen emotionalen Defizits.

Wie sich das entwickeln wird? Wir werden es sehen. Ich traue mir da keine Prognose zu.
Das einzige, wo ich mir ziemlich sicher bin: Jegliche einseitige Übertreibung einer Entwicklung wird Rückstellkräfte im System erzeugen. Wie die konkret aussehen werden? Auch hier: Wir werden sehen.

Auch das etwas, was viele radikale, die sich der „Bekämpfung der anderen Seite“ verschrieben haben sicherlich nicht gern hören: Um so aggressiver bzw hegmonialer eine Seite wird um so stärker, nicht schwächer, wird dann auch die Gegenbewegung.

Abschließend noch etwas konkreter zum Gastartikel: Ja, der Feminismus als Ideologie produziert einiges an Widersprücken und beißt sich auch mit manchen Aspekten unserer Säugetiernatur. Aber er ist wohl doch eher Ausdruck und nicht Urheber einer eben widersprüchlichen gesellschaftlichen Entwicklung. (Jede Entwicklung ist notwendig widersprüchlich. Es gibt keine Entwicklung ohne den Widerspruch als Motor). Jedenfalls scheint mir die Idee, wenn nur die Ideologie verschwände, wäre alles wider gut, naiv. War jemals alles gut?

Noch etwas kommt aber hinzu. Der Feminismus lebt ja von den Lauten. Die wenigen lauten Frauen mit den stark aufmerksamkeitswirksamen Forderungen. Diese beanspruchen, für ALLE Frauen zu sprechen. Die Mehrheit der Frauen steht dem ja eher wohlwollend distanziert gegenüber. Wohlwollend, weil: Das, wo etwas für mich herausspringt, nehme ich das halt gerne mit, wenn sich etwa meine Rentenansprüche durch Anerkennung von Kindererziehungszeiten erhöhen. Da, wo es mich nicht direkt betrifft, bin ich – auch als Frau – eher desinteressiert. Quotierte Aufsichtsrats- oder Vorstandsposten sind für die allermeisten Frauen weitab von ihrer Lebensrealität, es betrifft sie nicht. Und die Schulzuweisung an alle Männer in der feministischen Ideologie muss die handelübliche Feld-, Wald- und Wiesefrau ja auch nicht teilen. Sie muss ja nicht, wie es die Patriarchatserklärung eigentlich verlangen würde, jeden Mann in ihrem Umfeld, ihren Vater, ihren Bruder, ihren Arbeitskollegen usw. für die konkrete Inkarnation des Bösen halten. Und die durchschnittliche Frau tut das auch nicht, und kommt im Alltag im Groben und Ganzen mit den vorfindlichen männlichen Exemplaren der Spezies auch irgendwie klar. Mit manchen mehr, manchen weniger. Aber das geht der Frau mit anderen Frauen ja genau so. Also: Was solls.

Das Problem ist eher: Die wenigen Lauten bestimmten den Diskurs. Die Mehrheit der Frauen hält sich da raus.

Das ist in der Tat ein großes Problem. Die Lauten bestimmen den Diskurs, sie geben vor für alle zu sprechen und ein Widerstand lohnt sich nicht, weil man dann schnell selbst zum Gegner wird.

Die lauten aber müssen sich naturnotwendig immer mehr radikalisieren, je mehr sie Erfolg haben. Je weniger tatsächliche Benachteiligungen gefunden werden können, deste mehr Beanchteiligungen müssen erfunden werden. So weren die Forderungen immer schriller, immer absurder.

Ein „Race to the Bottom“

Und hier kommt jetzt eine Besonderheit im Geschlechterverhältnis ins Spiel. Nämlich die Frage: Wie stoppen wir die Extreme, die neurotischen Übersteigerungen?

Meine Behauptung ist: Männer können das nicht! Es gibt keine Möglichkeit für Männer, die kleine, aber politisch wirkmächtige Gruppe der „harpie sisters“ zu stoppen und zu sagen: Genug! Es reicht! Hier ist eine Grenze! Es geht von der biologischen Disposition nicht. Weil der Mann möchte ja auf dieser sehr alten Ebene des Nervensystems Frauen dienlich sein. Er möchte die Klagen als Anlass nehmen, etwas für die Frauen zu verbessern. Und es geht sozial nicht, weil jeder Versuch seitens eines Mannes, den Ausuferungen der femistischen Forderungen eine rationla begründete Grenze zu sezten, als Frauenfeindlichkeit sozial geächtet ist. Und welcher Mann möchte schon als Frauenfeind erscheinen. Dies soziale Beschämung IST die stärkste Waffe des (extremen) Feminismus. Und sie wirkt!

Auch das war schon häufiger hier Thema: radikale Frauen wollen Männern weit weniger gefallen, das „Meckern“ und „Forderungen stellen“ ist weit eher Teil ihrer Disposition. Männer hingegen wollen häufig sehr gerne Frauen gefallen und sehr ungern als Frauenfeind wahrgenommen werden.

Wer könnte also dem eine Grenze setzen. Nur Frauen könnten das. Die vernünftigen, die nicht neurotischen Frauen.
Aber warum sollten sie? Die vernünftigen Frauen sind, weil sie ja eben vernünftig sind, viel zu sehr damit beschäftigt, vernünftige Dinge zu tun. Sich um ihre Kinder zu kümmern, ihren Job gut zu erledigen, ihr Parternschafts- und Sozialleben zu pflegen. „Rightly so“ möchte man sagen. Kann man von vernünftigen Frauen wirklich fordern, ihre Zeit und Energie in unvernünftigen ideologischen Grabenkämpfen aufzureiben? Ich kann es den vernünftigen Frauen nicht verdenken, wenn sie es nicht tun. Ich täte es auch nicht.

Auch das ist durchaus richtig. Die gesamten Kämpfe in dem Bereich werden eher insgesamt von außen beobachtet.

Also haben wir die Situation: Ja, es gibt destruktive Aspekte in der vorherrschenden feministischen Ideologie. Aber diejenigen, die ein Interesse daran haben müssten, den Extremen vernünftige Grenzen zu setzen, können es nicht. Und die, die es könnten, haben keinen Grund dazu. Und so radikalisiert sich die femistische Ideologie immer weiter ungebremst. Mit dysfunktionalen Wirkungen.

Und erst das zeitlich verzögerte überhand nehmen dieser dysfunktionalen Wirkungen wird dem eine Grenze setzen. Ein Zusammenbruch des Wohfahrtsstaates oder ein Zusammenbruch der Zivilisation würde den Spuk sehr schnell beenden. Das aber kann man nicht wirklich wünschen.

Es gibt ja durchaus Gegenbewegungen. Die aber häufig auch wieder den Nachteil haben ins andere Extrem umzuschlagen.