Was macht die Darstellung als „Schlampe“ für Frauen attraktiv?

Ich hatte hier schon zB den Text des Songs WAP von Cardi B zitiert, der mit 

Hoes In This House
There’s Some Hoes In This House
There’s Some Hoes In This House
There’s Some Hoes In This House

beginnt. Aber auch sonst kann die Darstellung als „Schlampe“ attraktiv sein. Ich brainstorme mal etwas:

Erst einmal ist Sex mit vielen Männern für die Frau evolutionär eine Strategie mit vielen Nachteilen. Denn eine Frau kann immer nur von einem Mann schwanger werden (mit ein paar sehr exotischen Ausnahmen einer Mehrfachbefruchtung), ein Mann hingegen kann theoretisch beliebig viele Frauen schwanger machen. Schläft sie mit vielen Männern, dann besteht das Risiko, dass sie von dem Sperma des „Schlechtesten“ schwanger wird, konzentriert sie sich auf einen, theoretisch den „Besten“, dann wird sie eben sicher von diesem Schwanger. Zudem besteht dann aufgrund der Vatersicherheit ein höheres Interesse dieses Mannes sie und das Kind auch tatsächlich zu unterstützen, was hingegen bei Sex mit einer Vielzahl von Männern evolutionär nicht interessant ist,

Dennoch bietet auch diese Strategie gewisse Vorteile. Zum einen kann man so natürlich auch erst an „bessere Gene“ kommen, nämlich dann, wenn der „bessere Mann“ sich für eine Bindung nicht auf einen selbst einlassen würde, aber aufgrund der oben dargestellten Fortpflanzungskosten durchaus in evolutionär interessanten Zeiten Interesse daran hatte, Sex mit einem zu haben. Schafft man es den Kreis derjenigen, die mit einem schlafen, auf „Höherwertige Männer“ zu beschränken, dann wirken sich die evolutionär negativen Folgen auch weniger aus. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass man es schaffen kann, dass einen diverse Männer zumindest etwas unterstützen, einmal weil sie erneut Sex mit einem haben wollen und zum anderen weil das Kind ihr eigenes sein könnte. 

Es geht also um eine „Streuung“ der Unterstützung statt einer „qualifizierten Unterstützung“.

Daneben kann die Darstellung als Schlampe auch schlicht eine Form von „Werbung“ sein, ohne das man im klassischen Sinne schlampig ist, also mit besonders vielen Männern schlafen will, weil es eben erlaubt Sex als Werbemittel um Männer zu nutzen. Das ist zwar meistens eher eine „billige Strategie“, ähnlich wie ein Mann, der meint, dass er nur einen Wert hat, wenn er Ressourcen bietet und nicht aus seiner Person heraus, aber kann eben auch „höherwertig“ sein, wenn man deutlich macht, dass man sich eine solche Werbung erlauben kann, weil man aufgrund Status in der Gruppe sicher ist und sich hochrangige Männer aussuchen kann.

Und natürlich dann noch die Erklärung auf der rein psychologischen Ebene:

Ein Klima zu verbreiten, in dem man „Schlampe sein kann“ vermindert schlicht intrasexuelle Konkurrenz um „richtiges Verhalten“ und erlaubt einem sich auszuleben. Denn man muss ja nicht die „braveste Frau“ sein, es reicht, wenn man den „Normalen Standard“ bedient. Und wenn der eben niedriger ist, dann fällt das leichter