Virtual CD zu der Situation aus der der Feminismus entstand

Leser Virtual CD schreibt in einem Kommentar:

Gesellschaften und damit auch gesellschaftliche Arbeitsteilung (nicht nur zwischen den Geschlechtern) entwickeln sich. In größtenteils unbewusster Selbstorganisation. Und dann wird ein Teil dessen, was sich natürwüchsig entwickelt hat, bewusst bemerkt. Und dann machen Menschen eine Ideologie daraus. Und dann gibt es im Laufe der Entwicklung unintendierte Konsequenzen und Nebenwirkungen. Und dann bauen wir auch diese in einen Ideologie ein. Das passt nicht immer so wirklich bruchlos, dann braucht es eben etwas mentale Gymnastik … um die Widersprüche so zu verkleistern, dass sie doch noch (scheinbar) in die Ideologie passen.

Feminismus entstand vor dem Hintergrund, dass sich weitgehend agrarisch produzierende Gesellschaften in Gesellschaften mit industriellen Warenproduktion wandelten. (Ist jetzt arg verkürzt, ich weiß …)
Damit einher ging: Der Wandel von der Mehrgenerationen-Familie erst zur Eingenerationen-Kleinfamilie und neuerdings zur … ja, was eigentlich? Also die Kleinfamilie gibt es noch, aber sie ist auf dem Rückzug. Die Reproduktion in Form von Allein-Erziehenden-Haushalten nimmt zu. Insgesamt nimmt die Reprodukiton aber ab.
Weiterer Hintergrund: Für die Mehrzahl der Menschen verlagerte sich das Leben von kleinen, überschaubaren dörflichen Gemeinschaften in die Städte, die wiederum zu Mega-Agglomerationsräumen heranwuchsen.
Durch technische Entwicklungen sankt die notwendige Arbeitszeit, die für Haushaltführung (Bekleidung, Ernährung usw.) aufzuwenden ist. Das machte andere Formen der Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern erst möglich.

Diese verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungsstränge bedingen einandern. So funktioniert die klassische Kleinfamilie und teilweise sogar die Mehrgenerationen-Großfamilie noch eher im ländlichen Raum. Die Auflösungserscheinigungen der Familiensystem sind in den Großstädten deutlicher.

Wie auch immer: Faktisch stellt es so ein, dass Frauen zu einem größeren Anteil Teil der „work force“ werden, sprich der Lohnarbeit. Dies wird zum Teil auch als Befreiung empfunden, als Befreiung von einer sehr engen Begrenzung auf das unmittelbare häusliche Umfeld. So entsteht eine Befreiungsideologie. Der Feminismus.
Ich will damit nicht sagen, die Ideologie sei falsch. Ich versuche es so weit wie möglich wertfrei zu beschreiben. Es entsteht einfach ein Ideensystem. Und diese spiegelt das wieder, was sowieso bereits entstanden ist. Darum geht es mir hier: Ideen reflektieren eher, was sowieso schon da ist.

Nun also, der Feminismus. Als Ideensystem. Er propagiert die rechtliche und ökonomische Unabhängigkeit der Frau vom (Ehe)Mann. Und er ist erfolgreich und realistisch. Beides, weil er eben widerspiegelt, was sowieso schon passiert oder passiert ist. Und es passt ja auch sehr schön zu den Idealen von allgemeinen Menschenrechten, Gleichheit vor dem Gesetzt usw. usf.
Wer würde dagegen etwas sagen wollen? Ich jedenfalls nicht.

Veränderungen in der Gesellschaft machen anders ausgedrückt auch andere Verhaltensweisen attraktiv. Ich würde hier noch die Verhütungsmittel aufnehmen, die eine klassische frühe Familie mit Kindern eben auch unattraktiver gemacht haben und es gleichzeitig Frauen ermöglicht haben sich eher fortzubilden und damit auch sich eher selbst zu versorgen. Wo früher dank Kindern fast zwangsläufig eine Familie erforderlich war hat man jetzt weitaus mehr Zeit. Das bringt natürlich beiden Geschlechtern eine gewisse Unabhängigkeit, gerade in der anonymeren größeren Stadt. Und natürlich werden diese Möglichkeiten dann auch genutzt.

Das verändert dann für beide Geschlechter die Kosten Nutzen Rechnungen für bestimmte Verhalten und Lebensweisen: Wenn Männer und Frauen sich nicht so früh binden müssen und man Sex ausprobieren kann ohne gleich für Kinder verantwortlich zu sein, dann werden Zeiträume frei und gleichzeitig muss man auch nicht mehr wie früher bestimmte Signale setzen, dass man etwa ein es ernstmeinender zukünftiger Familienvater ist oder eine sittsame jungfräuliche Ehefrau etc.

Aber – jetzt kommen wir zu den Widersprüchen jeglicher Entwicklung. Es gibt unintendierte Konsequenzen. Kein Ideensystem kann alle Wirkaspekte berücksichtigen. Dazu sind Ideengebäude zu beschränkt, dazu ist unser Verstand zu begrenzt.

Hier kommt das Thema dieses Blogs ins Spiel: Biologische Dispositionen und Unterschiede zwischen den Geschlechtern diesbezüglich.

Viele Frauen spüren irgendwie, irgendwo, es ist etwas diffus: Etwas fehlt. Etwas in meinem Bedürfnissen wird nicht berücksichtigt. Unterstellen wir einmal, es gibt ein Bedürfnis nach Freiheit, Autonomie, Selbstbestimmung. Das wird (in Grenzen) befriedigt. Gleichzeitig gibt es ein Bedürfnis nach Sicherheit, nach Schutz, nach Versorgung. Dies aktualisiert sich bei Frauen besonders dann, wenn Kinder ins Spiel kommen. Und viele Frauen – nicht alle natürlich – haben ein Bedürfnis nach Mutterschaft. Ungewollte Kinderlosigkeit ist bei vielen Frauen psychologisch gesehen eine tiefe Wunde, unter der sie leiden.

Woher bekommt man jetzt, mit zunehmender Vereinzelung und der Schwächung traditoneller Bindungsmodelle Schutz und Versorgung? Hier tritt jetzt ein Akteur deutlicher zu Tage: Der Staat. In Form des modernen Sozialstaates. Im der gelebten Wirklichkeit der Alleinerziehenden ersetzt er den Ehemann. Und: Er ist in dieser Funktion sehr viel potenter, er ist mächtiger, als es ein konkreter (Ehe-)Mann je sein könnte. Aber: Er ist auch sehr abstrakt. Es ist unpersönlich. Er ist eine große bürokratische Maschine ohne emotionalen Bezug. Der biologisch hypergame Impuls wird durch eine abstrakte gesellschaftliche Struktur nur bedingt befriedigt. Das bürokratische System ist dazu zu „kalt“. Es sieht zu sehr vom konkreten Einzelfall ab.

Der Staat bringt mit seiner Unterstützung sicherlich einiges an Sicherheit. Und auch die Übernahme der Funktionen eines „Ersatzehemannes“ war hier schon wiederholt Thema. Aber sicherlich ersetzt er keine menschlichen Beziehungen.

Also: Die moderne Frau fühlt sich betrogen. Etwas fehlt, etwas wird nicht adressiert in ihrer biologischen Disponiertheit. Dafür brauchen wir einen Schuldigen. In der feministischen Ideologie ist es dann: Das Patriarchat. In Konkretio: Die für mich konkret erlebbare Männerwelt. DIE haben die Dinge so arrangiert, das ich mich nicht richtig wohl fühle. Das etwas an meiner biologischen Disposition nicht wirklich ungebrochen zum Tragen kommen kann.

Man könnte auch das Bild zeichnen, dass der Staat bzw die Gesellschaft wie der Ersatzehemann behandelt wird, aber eben teilweise wie der Ehemann in dem Märchen von dem Fischer und seiner Frau: Alles ist noch nicht genug. Er soll mehr, mehr, mehr zur Verfügung stellen.

Und der Mann: Zu seiner biologisschen Disponiertheit gehört, für Frau und Kind sorgen zu wollen. Sie versorgen zu wollen. Auch er fühlt sich in diesem Bedürfnis betrogen: Er wird (weniger) gebraucht.
Auch hier wird eine Ideologie gebraucht, eine Lebensphilosophie.

Das wäre dann eher das Konservative?

Da kann man jetzt sagen: Wir wollen die Kleinfamilie und die männliche Ernäher- und Versorgerrolle zurück. Das wäre so einen romantische, tatsächlich rückwärtsgewandte Ideologie oder Denkweise. Oder sagen wir neutraler: Es ist konservativ. Es möchte etwas bewahren. Und vielleicht gibt es ja auch etwas, was als bewahrenswert empfunden wird. Z.B. eine Familie mit Vater und Mutter, die sich gemeinsam – in welcher vereinbarten Arbeitsteilung auch immer – der Aufgabe widmen, ihren Nachwuchs möglichst gut groß zu ziehen.
Ich kann verstehen, was daran attraktiv erscheint. Wenn es glückt und ein Paar sich in großer Harmonie erfolgreich dem widmet, ist es wirklich eine schöne Sache. (Wenn allerdings die Paarbeziehung disfunktional ist, kann es auch für alle Beteiligten, insbesondere die Kinder, einen Hölle sein. Auch das ist war.)
Und: Auch hier droht natürlich immer eine ideologische Überzeichnung. Die Kleinfamilie z.B. ist ja noch nicht ganz tot. Es gibt sie ja noch. Wenn auch schwindent.

Es gibt sie sogar noch sehr häufig. Sehr viele Leute leben ja in einer dauerhaften Ehe oder Beziehung und durchaus auch mit Kind. Sie ist nur angreifbarer geworden als früher, wobei natürlich auch „Patchworkfamilien“ Familien sind, also solche wo etwa Kinder aus anderen Beziehungen in die Beziehung hineingebracht werden.

Oder die Männer entwickeln, bewusst oder allenfalls randbewusst, eine MGTOW-Philosophie oder Ideologie. Sie ziehen sich aus der Reproduktion zurück in Anerkennung der Tatsache, dass sie hier nicht UNBEDINGT gebraucht und geschätzt werden. Dann brauchen wir eben etwas anderes. Das könnte auch sein, ein exzellenter Videospieler zu werden und sonst nicht viel (materiell) im Leben zu brauchen. Scheinbar.
Jedenfalls: Auf mänlicher Seite kann diese Ideologie entstehen und gelebt werden, weil in der männlichen biologischen Disposition die Vaterschaft nicht ganz so stark verankert ist wie bei Frauen die Mutterschaft.

Männer brauchen eben einen gewissen Status. Und der muss nicht aus einer Vaterrolle entstehen, der kann auch auf andere Weise verwirklicht werden oder nur in einer engen Gruppe oder Subkultur entstehen.

Aber auch hier: Es bleibt eine irgendwie gefühlt Leerstelle. Etwas fehlt. Auch die MGTOW-Ideologie (man beachte wieder: Ich meine es wertfrei als Ideensystem) ist ein gewisses sich Anpassen, manchmal widerwilliges Anpassen, an vorfindliche Bedingungen. Es ist eben so wie es ist. Von der Frauenwelt ist für mich nicht viel zu erwarten, also orientiere ich mich auf die Dinge im Leben, die davon möglichst unabhängig sind.

Auch da kommt es dann gerne zu gewissen Schuldzuweisungen an Frauen.

(Deswegen ist Mann dann besonders angepieckst, wenn die feministischen Ideologien in genau diese Rückzugsräume einbrechen wollen und hier Vorschriften machen, warum Gamergate eine so heftige emotionale Gegenwehr bei der eigentlich unpolitischen Gamer-Gemeinde auslöst. HIER tobte der Kulturkampf richtig offen, nicht bei politischen Auseinandersetzung um Quoten und dergleichen. HIER wehren sich die Männer mit einem mal massiv und deutlich und kämpferisch, während z.B. in Fragen des Familienrechts oder Quoten oder dergleichen allenfalls hinhaltender Widerstand zu verzeichen ist.)

Interessante Idee: Der Einbruch in die Rückzugsräume derer, die sich von Frauen eher abgewandt haben?
Das muss ja bei Gamern gar nicht der Fall sein.
Vielleicht eher: Das Sichwehren dagegen, dass man dort plötzlich für Frauen die Regeln ändern muss.

Jedenfalls, ob man nun eine Ideologie einer konservativen Sehnsucht nach der heilen Kleinfamilie oder eine MGTOW-Ideologie entwickelt: Auch hier wird ein Schuldiger gesucht für die empfundene emotionale Leerstelle. Und das ist dann der Feminismus. Ohne den wäre alles besser, hätten wir nicht die Probleme usw. usf.

Das ist in der Tat häufiger eine Gefahr im „radikalen Maskulismus“.

Jetzt stehen sich die zwei Ideologien gegenüber. Das Patriarchat ist schuld! Oder: Der Feminismus ist schuld!
Tatsache ist aber auch: Nur eine der beiden Ideologien ist hegemonial.

Mein Eindruck: Beide Ideologien haben – bis zu einem gewissen Grad – einen Punkt. Und beide täuschen sich, sind illusionär bezüglich des empfundenen emotionalen Defizits.

Wie sich das entwickeln wird? Wir werden es sehen. Ich traue mir da keine Prognose zu.
Das einzige, wo ich mir ziemlich sicher bin: Jegliche einseitige Übertreibung einer Entwicklung wird Rückstellkräfte im System erzeugen. Wie die konkret aussehen werden? Auch hier: Wir werden sehen.

Auch das etwas, was viele radikale, die sich der „Bekämpfung der anderen Seite“ verschrieben haben sicherlich nicht gern hören: Um so aggressiver bzw hegmonialer eine Seite wird um so stärker, nicht schwächer, wird dann auch die Gegenbewegung.

Abschließend noch etwas konkreter zum Gastartikel: Ja, der Feminismus als Ideologie produziert einiges an Widersprücken und beißt sich auch mit manchen Aspekten unserer Säugetiernatur. Aber er ist wohl doch eher Ausdruck und nicht Urheber einer eben widersprüchlichen gesellschaftlichen Entwicklung. (Jede Entwicklung ist notwendig widersprüchlich. Es gibt keine Entwicklung ohne den Widerspruch als Motor). Jedenfalls scheint mir die Idee, wenn nur die Ideologie verschwände, wäre alles wider gut, naiv. War jemals alles gut?

Noch etwas kommt aber hinzu. Der Feminismus lebt ja von den Lauten. Die wenigen lauten Frauen mit den stark aufmerksamkeitswirksamen Forderungen. Diese beanspruchen, für ALLE Frauen zu sprechen. Die Mehrheit der Frauen steht dem ja eher wohlwollend distanziert gegenüber. Wohlwollend, weil: Das, wo etwas für mich herausspringt, nehme ich das halt gerne mit, wenn sich etwa meine Rentenansprüche durch Anerkennung von Kindererziehungszeiten erhöhen. Da, wo es mich nicht direkt betrifft, bin ich – auch als Frau – eher desinteressiert. Quotierte Aufsichtsrats- oder Vorstandsposten sind für die allermeisten Frauen weitab von ihrer Lebensrealität, es betrifft sie nicht. Und die Schulzuweisung an alle Männer in der feministischen Ideologie muss die handelübliche Feld-, Wald- und Wiesefrau ja auch nicht teilen. Sie muss ja nicht, wie es die Patriarchatserklärung eigentlich verlangen würde, jeden Mann in ihrem Umfeld, ihren Vater, ihren Bruder, ihren Arbeitskollegen usw. für die konkrete Inkarnation des Bösen halten. Und die durchschnittliche Frau tut das auch nicht, und kommt im Alltag im Groben und Ganzen mit den vorfindlichen männlichen Exemplaren der Spezies auch irgendwie klar. Mit manchen mehr, manchen weniger. Aber das geht der Frau mit anderen Frauen ja genau so. Also: Was solls.

Das Problem ist eher: Die wenigen Lauten bestimmten den Diskurs. Die Mehrheit der Frauen hält sich da raus.

Das ist in der Tat ein großes Problem. Die Lauten bestimmen den Diskurs, sie geben vor für alle zu sprechen und ein Widerstand lohnt sich nicht, weil man dann schnell selbst zum Gegner wird.

Die lauten aber müssen sich naturnotwendig immer mehr radikalisieren, je mehr sie Erfolg haben. Je weniger tatsächliche Benachteiligungen gefunden werden können, deste mehr Beanchteiligungen müssen erfunden werden. So weren die Forderungen immer schriller, immer absurder.

Ein „Race to the Bottom“

Und hier kommt jetzt eine Besonderheit im Geschlechterverhältnis ins Spiel. Nämlich die Frage: Wie stoppen wir die Extreme, die neurotischen Übersteigerungen?

Meine Behauptung ist: Männer können das nicht! Es gibt keine Möglichkeit für Männer, die kleine, aber politisch wirkmächtige Gruppe der „harpie sisters“ zu stoppen und zu sagen: Genug! Es reicht! Hier ist eine Grenze! Es geht von der biologischen Disposition nicht. Weil der Mann möchte ja auf dieser sehr alten Ebene des Nervensystems Frauen dienlich sein. Er möchte die Klagen als Anlass nehmen, etwas für die Frauen zu verbessern. Und es geht sozial nicht, weil jeder Versuch seitens eines Mannes, den Ausuferungen der femistischen Forderungen eine rationla begründete Grenze zu sezten, als Frauenfeindlichkeit sozial geächtet ist. Und welcher Mann möchte schon als Frauenfeind erscheinen. Dies soziale Beschämung IST die stärkste Waffe des (extremen) Feminismus. Und sie wirkt!

Auch das war schon häufiger hier Thema: radikale Frauen wollen Männern weit weniger gefallen, das „Meckern“ und „Forderungen stellen“ ist weit eher Teil ihrer Disposition. Männer hingegen wollen häufig sehr gerne Frauen gefallen und sehr ungern als Frauenfeind wahrgenommen werden.

Wer könnte also dem eine Grenze setzen. Nur Frauen könnten das. Die vernünftigen, die nicht neurotischen Frauen.
Aber warum sollten sie? Die vernünftigen Frauen sind, weil sie ja eben vernünftig sind, viel zu sehr damit beschäftigt, vernünftige Dinge zu tun. Sich um ihre Kinder zu kümmern, ihren Job gut zu erledigen, ihr Parternschafts- und Sozialleben zu pflegen. „Rightly so“ möchte man sagen. Kann man von vernünftigen Frauen wirklich fordern, ihre Zeit und Energie in unvernünftigen ideologischen Grabenkämpfen aufzureiben? Ich kann es den vernünftigen Frauen nicht verdenken, wenn sie es nicht tun. Ich täte es auch nicht.

Auch das ist durchaus richtig. Die gesamten Kämpfe in dem Bereich werden eher insgesamt von außen beobachtet.

Also haben wir die Situation: Ja, es gibt destruktive Aspekte in der vorherrschenden feministischen Ideologie. Aber diejenigen, die ein Interesse daran haben müssten, den Extremen vernünftige Grenzen zu setzen, können es nicht. Und die, die es könnten, haben keinen Grund dazu. Und so radikalisiert sich die femistische Ideologie immer weiter ungebremst. Mit dysfunktionalen Wirkungen.

Und erst das zeitlich verzögerte überhand nehmen dieser dysfunktionalen Wirkungen wird dem eine Grenze setzen. Ein Zusammenbruch des Wohfahrtsstaates oder ein Zusammenbruch der Zivilisation würde den Spuk sehr schnell beenden. Das aber kann man nicht wirklich wünschen.

Es gibt ja durchaus Gegenbewegungen. Die aber häufig auch wieder den Nachteil haben ins andere Extrem umzuschlagen.

49 Gedanken zu “Virtual CD zu der Situation aus der der Feminismus entstand

  1. »Aber er ist wohl doch eher Ausdruck und nicht Urheber einer eben widersprüchlichen gesellschaftlichen Entwicklung.«

    Erklär‘ das mal einer den Feministinnen. Die halten sich in ihrem »antipatriarchalen Kampf« ja für Welterlöserinnen. Die Vorstellung, dass auch die Frauenemanzipation eher Ausdruck einer jahrhundertelangen Entwicklung ist und der moderne Feminismus die Folge davon und nicht die Ursache, stellt für sie eine unerträgliche Kränkung dar.

  2. „Die vernünftigen Frauen sind, weil sie ja eben vernünftig sind, viel zu sehr damit beschäftigt, vernünftige Dinge zu tun. “

    Ach ja. Der alte, alte Traum der Vernünftigen Frau, der Stillen Mehrheit, die alles richten könnte.

    Da ich nun nicht in der Lage bin, eine repräsentative Umfrage zu starten, wie hoch der Anteil der Vernünftigen Frauen ist, die bei Aussagen wie:

    – Ich habe durchaus öfter Angst vor Männern
    – Frauen sind schon irgendwie moralischer als Männer
    – Auch ich habe Nachteile, weil ich eine Frau bin

    die Antworten „Stimme zu“ oder „Stimme sehr zu“ ankreuzen würden, habe ich mal einen Blick in die Hauspostille der Vernünftigen Frau geworfen und Artikel gesucht, die irgendwie mit Männern zu tun haben:

    Nicht so schlimm wie befürchtet, aber absolut kein Anlass zur Hoffnung, die Vernünftigen Frauen könnten es irgendwie richten.

    Kaum überraschend: Der Artikel Appell eines geschiedenen Papas rührt besteht lediglich aus dem Appell:

    Erzieht eure Jungs zu guten Männern. Die Mädchen zu starken Frauen.

    Überraschend: Der Artikel Gute Jungs sind wie Mädchen endet mit

    Die Jungen sind ein Problem, sagen die Erzieherinnen und Lehrerinnen. Dabei sind sie nur Jungen und dürfen es nicht sein.

    Dieser Artikel ist ursprünglich auf Eltern.de erschienen.

    Das bestätigt das obige Fazit: „Und erst das zeitlich verzögerte überhand nehmen dieser dysfunktionalen Wirkungen wird dem eine Grenze setzen.“

    Erst wenn Vernünftige Mütter sehen, was Feminismus im Leben ihrer Söhne angerichtet hat, werden sie sich vielleicht für ihre Enkel einsetzen. Falls sie die denn dann noch sehen dürfen.

    • (Seit wann) ist „BRIGITTE“ die „Hauspostille der vernünftigen Frau???
      Wenn ich mir die Postillen-„Ankündigungen“ anschaue, sehe iich dort fast nur zeitgeistig-feministische Welt-Fabrikationen für die zu indoktrinierende Frau.
      Versteht @“virtual-cd“ das wirklich unter der „vernünftigen Frau“?

      • Die „vernünftige Frau“ wird oben ja als „normale“ Frau, die „schweigende Masse“ angenommen. Also Alle-bis-auf-die-durchgeknallten-Feministinnen.

        Meine These aber ist, dass man sich über die normale, schweigende, nicht-feministische Frau bitte keine Illusionen machen sollte. Das, die normale Frau, ist nämlich die Frau, die Liebesromane liest, für Dr. Berger im Nachmittagsfernsehen schwärmt, sich ausschließlich über MSM informiert und eben auch die Brigitte konsumiert.

        Wenn DU nun sagst: „Aber DIE sind doch nicht vernünftig“, dann ist das Wasser auf meine Mühlen, dass es nicht ansatzweise genug vernünftige Frauen auf der Welt gibt, um dem Feminismus etwas entgegenzusetzen, denn selbst die wenigen, die es gibt, sind zu 80% immer noch gynozentrisch.

        Und dabei sind wir wieder bei VCDs Diagnose, dass Feminismus erst aufhört, wenn all die selbstverwirklichenden Frauen sich verwundert die Augen reiben, nachdem der für selbstverständlich gehaltene, landesweite Safe Space im Best Case wieder auf die Wohnungsgrenzen schrumpft.

  3. „Ich kann es den vernünftigen Frauen nicht verdenken, wenn sie es nicht tun. Ich täte es auch nicht.“
    Deswegen sage ich, dass die Gegensätze verschärft werden müssen. Es muss für die „normalen“ Frauen so unangenehm werden, dass sie gezwungen sind etwas gegen die Feministen zu machen. Wenn ich irgendwann bei einer Feministendemo von einigen hundert Anhängern, eine Gegendemo sehe die in die hunderttausend geht, analog zu den Gegendemonstrationen gegen Rechts, erst dann können wir wieder zu einem echten Diskurs finden. Aber solange das nicht passiert, sollten Männer die ihre Ruhe haben wollen, es so machen wie die Migranten in Deutschland. Arbeite an deiner Karriere und verbring deine Zeit mit Gleichgesinnten. Auf die mitlaufenden Frauen ist jedenfalls nicht mehr Verlass als auf den durchschnittlichen Deutschen zur NS-Zeit. Hilfe können wir nur von ganz, ganz wenigen erwarten.

  4. Auch das hängt den Feminismus viel zu hoch. Feminismus ist schlicht die Ideologie (und Methode) der Frauen, die keinen (ausreichend guten) Mann abbekommen. Tatsächlich attraktive Frauen, die die Wahl haben, ziehen den Ehemann immer noch dem Versorgerstaat vor und weisen Feminismus entsprechend zurück.

    Und so ist es auch kein Wunder und kein Systemfehler, dass das erste Opfer des Feminismus immer eine Frau ist: Feminismus ist auch der Kampf der Frauen untereinander – nämlich auf der Resterampe. Jede Frau, die sich für die Quotenkarriere entscheidet, verschlechtert ihre Chancen auf dem Partnermarkt. Und dadurch bleibt einerseits ein guter Mann für eine andere frei und andererseits ist jede Frau, die darauf reinfällt eine, die der auf der Resterampe zurückgebliebenen Feministin Gesellschaft leistet und wenigstens nicht „besser“ ist bzw. dasteht.

    Es macht daher auch keinen Sinn für Frauen jedweder Art gegen Feminismus zu kämpfen. Er ist für jede nützlich und alles, was Frau tun muss, ist selbst nicht dem Feminismus zu folgen (aber ggf. anderen Feminismus zu predigen).

  5. Das Problem ist eher: Die wenigen Lauten bestimmten den Diskurs. Die Mehrheit der Frauen hält sich da raus.

    Ich möchte noch ergänzen, dass die Abwehr einer lauten (grundlos) fordernden Frau (die sich eigentlich völlig unangebracht verhält) für Männer schwer bis unmöglich ist. Im Umgang mit anderen Männern würden diese Forderungen ungehört verpuffen („Räum erst mal bei Dir auf, bevor Du hier den dicken Max machst!“ oder auch nur „Was willst Du denn!“) oder derjenige würde in einen Zweikampf eintreten müssen. Diesem Korrektiv kann sich das weibliche Pentdant sicher entziehen. (Ein prominentes Beispiel für unbegründet forderndes Auftreten wäre Sawsan Chebli: Von der nehme ich nur unbegründete oder schwach begründete Forderungen wahr, die ihre Selbstbezogenheit noch dazu nur dürftig verstecken. Ihr Credo scheint zu sein „Ich! Ich! Ich! Weil ich es verdiene!“ – begründet wird es aber nie.)

    Es gibt kein adäquates Mittel, dass Männer in unseren Breiten noch gegen eine aggressive weibliche Strategie einsetzen könnten. Jede Maßnahme ist entweder geächtet (Auslachen, als „hysterisch“ bezeichnen, Zurückschreien, …) oder nutzlos (rational argumentieren).

    Deshalb kann sich der radikale Flügel dieser Frauen auch einigermaßen ungehindert entfalten.

    Die Argumentation, warum andere Frauen sich da nicht die Hände schmutzig machen wollen (für die stünden die bei Männern geächteten Maßnahmen ja zur Verfügung), die @virtualcd geführt hat, halte ich für schlüssig.

    • „Es gibt kein adäquates Mittel, dass Männer in unseren Breiten noch gegen eine aggressive weibliche Strategie einsetzen könnten.“ Aus legaler und moralischer Sicht nicht adäquat, aber: an Vertretern bestimmter gewaltaffiner, traditioneller Kulturkreise beißen sich selbst RadFems die Zähne aus – mitunter sogar sprichwörtlich. Was nicht nur an der Abschottung dieser Gruppen gegenüber der Mehrheitsgesellschaft, sondern auch mit dem dabei gern selbst innerhalb der feministischen Gemeinschaft herbeizitierten Vorwurf von Xenophobie, Rassismus, Islamophobie, Antiziganismus usw. einhergeht. Bitte nicht falsch verstehen: ich befürworte Gewalttätigkeit nicht. Dieses Beispiel zeigt aber die Grenzen der feministischen Strategie auf. Und weist auf ihren inhärenten Schwachpunkt hin: die Uneinigkeit innerhalb der verschiedenen feministischen Strömungen bei der Konfrontation mit nichtwestlichen, nicht christlichen, nicht“weißen“ und antiliberalen (um nicht zu sagen antiintellektuellen) Kulturen.

        • Indien scheint da aber auch ziemlich zuzulegen. Die erlassen da mittlerweile Gesetze, mit denen Frauen legal Männer und deren Familien terrorisieren können, wenn der Mann sein Versprechen nach dem Sex nicht einhält, ist es Vergewaltigung und wenn seine Ehefrau auf der anderen Seite des Landes in einem Autounfall stirbt, wird er erstmal unter Mordverdacht gestellt.
          Es macht einen fassungslos, das sich trotzdem immer noch kein wirksamer Widerstand gegen diese offen männerfeindlich, ja feindliche, Gesellschaft aufstellt.

          • Und was ist das einzige, was wir in unseren ach so objektiven und sachlichen „Qualitätsmedien“ hören, wenn es um Indien geht? Natürlich nur von armen Frauen, die tagtätlich Opfer ganzer Rudelvergewaltigungen werden.

            Der Fall, in dem eine junge Frau von ein paar Typen in einem Bus übel sexuell angegangen worden sein soll und anschließend aus dem fahrenden Fahrzeug geworfen wurde, wurde hier tagelang ganz groß aufgemacht. Von dem Mann, der versehentlich in einen Frauenzug (was für eine frauenverachtende Gesellschaft ist das bitte, die Frauen ganze Züge reserviert?) eingestiegen ist und starb, als ihn eine Meute aufgebrachter Furien während voller Fahrt aus selbigem drängten, hat man hierzulande hingegen kein Sterbenswörtchen gehört. Aber wer unseren Haltungsjournalisten vorwirft, schon durch die Auswahl ihrer Themen und erst Recht mit ihrer Darstellung lediglich Narrative zu bedienen, der ist natürlich schlimmer Verschwörungsideologe und ebenso selbstverständlich gaaanz weit RÄCHTS!

          • Der Fall, in dem eine junge Frau von ein paar Typen in einem Bus übel sexuell angegangen worden sein soll und anschließend aus dem fahrenden Fahrzeug geworfen wurde, wurde hier tagelang ganz groß aufgemacht. Von dem Mann, der versehentlich in einen Frauenzug (was für eine frauenverachtende Gesellschaft ist das bitte, die Frauen ganze Züge reserviert?) eingestiegen ist…

            Soweit ich weiß ist der Freund/Verlobte der Frau ebenfalls Opfer dieser Typen geworden, wurde nämlich mindestens krankenhausreif geschlagen mit einer Eisenstange und aus dem Bus geworfen.
            Wikipedia ist übrigens eine der wenigen Sites, die den Mann als Opfer wenigstens mal erwähnt.
            Er wird im Artikel zwar nur ganz harmlos mit einer Eisenstange „bewusstlos“ geschlagen – aber heutzutage kann man ja schon froh sein, wenn männliche Opfer überhaupt mal in einer Berichterstattung erwähnt werden.

      • „an Vertretern bestimmter gewaltaffiner, traditioneller Kulturkreise beißen sich selbst RadFems die Zähne aus“

        Wobei es auch in gewaltaffinen Kulturkreisen einen Veränderungsdruck seitens der Frauen gibt. Es wäre unpassend, dies „Feminismus“ zu nennen; dafür ist der Begriff schon zu sehr von den verzogenen Wohlstandsgören im dekadenten Westen vereinnahmt.

        Aber man könnte es Emanzipationsbewegung nennen. Die durchaus Erfolge aufweisen kann. Man denke an das frühere Verbot für Frauen in Saudi-Arabien welches auf Druck von Frauen und nach vielen Aktionen zivilem Ungehorsams aufgehoben wurde.

        Oder an den massiven Änderungsdruck seitens der Frauen in Indien die es nicht mehr akzeptieren wollen, dass ihnen der Ehemann von den Eltern vorgesetzt wird.

        Dies nur zwei Beispiele. Aber es stimmt wohl, ideologische verkopfte Konstrukte wie „Feminismus“ sind wohl genuin westlich, weil sie den Intellekt adressieren. Ein Erbe der Aufklärung.

        • Oder an den massiven Änderungsdruck seitens der Frauen in Indien die es nicht mehr akzeptieren wollen, dass ihnen der Ehemann von den Eltern vorgesetzt wird.

          Gibt es den Änderungsdruck wirklich? Ich habe mal einen Google-Talk mit Dan Ariely sehen, in denen er Untersuchungen über die Zufriedenheit von arrangierten Ehen und Liebesehen in Indien im Zeitverlauf einer Ehe zitiert. Seine Ausgangspunkt: Bei arrangierten Ehen wird die Zufriedenheit eher (zu) niedrig sein und sich wahrscheinlich im Verlauf verbessern, weil die Eltern in der Regel ja nicht den Schaden ihrer Kinder beabsichtigen und die niedrigen Erwartungen deshalb eher übererfüllt werden. Bei Liebesehen wird die Zufriedenheit eher (zu) hoch sein und sich wahrscheinlich im Verlauf etwas reduzieren. Die beiden Zufriedenheitsverläufe bewegen sich also mit fortschreitender Ehe aufeinander zu. Jetzt die Frage: Treffen sich die Kurven und wenn ja, wann treffen sie sich?

          Die Antwort der Studie wahr – zumindest für mich – sehr überraschend.

          • Wenn ich das Ergebnis der Studie direkt mitteilen würde, dann könnte man nicht ungestört über die eigene Abschätzung nachdenken. Die Auflösung kommt noch.

          • Die Antwort war 2 Jahre. Da ist der Moderatorin des Talks (nicht zum ersten Mal an dem Abend) die Kinnlade runtergefallen.

            Und ich denke, wenn die Frauen in Indien (die Männer können sich das übrigens auch nicht aussuchen) das wissen, dann kann die Aufregung nicht beliebig eskalieren, ohne künstlich zu wirken.

          • Werlauer,

            ich glaube nicht, dass eine derart abstrakte Argumentation („Liebe Tochter, es ist statistisch wahrscheinlicher, dass Du in zwei Jahren mit der von uns arrangierten Ehe glücklicher bist als mit dem von Dir ausgesuchten Freund“) die jungen Frauen dort mental erreicht, selbst wenn sie zutreffend wäre 😉

            Zutreffen tut sie aber auch nur wenn es keine Trennungsoption danach für die Frau gibt. Denn dann hat sie bei einer arrangierten Ehe selbst dann noch ein ihr wohlgesonnenes Umfeld wenn sie den Ehemann selber verabscheut (was ja oft bei Frauen eine Umschlagreaktion auf vorherige heiße innige Verliebtheit ist) oder sie ihm neutral gegenüber steht.

            Der Druck kommt aus der Möglichkeit eigener Erwerbstätigkeit der Frau und aus einem höheren Bildungsstand heraus. Also der Klassiker, der sich weltweit beobachten lässt.

            „(die Männer können sich das übrigens auch nicht aussuchen)“

            Stimmt, aber Männer sind nicht an das Haus (die Familie) gebunden und nicht unter permanenter Kontrolle. Wenn also die zugewiesene Ehefrau sexuell nicht performt, können sie immer noch Sex finden. Oder sie haben eh Sex mit anderen Frauen, weil sie weitab von zuhause arbeiten und die eigene Frau nur selten sehen.

          • @Peter Müller

            Zutreffen tut sie aber auch nur wenn es keine Trennungsoption danach für die Frau gibt.

            Das Argument verstehe ich nicht. Die Trennungsoption ist doch vermutlich, wenn es sie gibt, nicht auf die Liebesheirat beschränkt, sondern besteht auch für die arrangierte Ehe. Das würde bedeuten, die Unzufriedenheit darf nicht unter einen kritischen Punkt sinken, sondern die Ehe erreicht die Grenze der zwei Jahre nicht.

          • Werlauer,

            mit realer Trennungsoption wird frau sich nur schwer bis gar nicht mit einer arrangierten Ehe arrangieren. Es ist also nicht zu erwarten, dass sie nach 2 Jahren darin glücklicher ist.

            Ohne reale Trennungsoption fällt das leichter, zumal sie von der Familie des Mannes dann vorbehaltslos absorbiert wird und sich ohne Zweifel und Reue einfügen kann (weil eh alternativlos).

            Das sind statistische Aussagen, die Selbsttötungsquote bei Frauen ohne Trennungsoption ist in Indien (und auch Südostasien) deutlich höher als im Westen. Wobei man natürlich nie sagen kann, welcher Anteil davon fingierte Selbsttötungen sind. Vor allem wenn aus der Beziehung kein Nachwuchs entspringt…

        • „Dies nur zwei Beispiele. Aber es stimmt wohl, ideologische verkopfte Konstrukte wie „Feminismus“ sind wohl genuin westlich, weil sie den Intellekt adressieren. Ein Erbe der Aufklärung.“ Dazu ein persönliches Beispiel: Ich bin mal online mit einer Mexikanerin aneinander geraten, die nicht verstehen konnte, wie man überhaupt Kritik am Feminismus äußern könnte. Nachdem ich ihr ein paar kritikwürdige Beispiele des „westlichen Feminismus“ und eigene Erfahrungen diesbezüglich aufgelistet hatte, konnte sie meinen Ansatz problemlos nachvollziehen.

        • ideologische verkopfte Konstrukte wie „Feminismus“ sind wohl genuin westlich, weil sie den Intellekt adressieren

          In welcher Hinsicht bitte adressiert Feminismus den Intellekt?
          Feminismus ist primär Rumgeheule und Gejammere, wie sehr Frauen doch unterdrückt, benachteiligt, diskriminiert, sexualisiert, blablabla werden durch das böse Patriarchat und die toxischen Männer, um darauf aufbauend immer verstiegenere Forderungen nach Frauenbevorzugung und Sonderbehandlung zu stellen.
          Das lässt sich kognitiv nur ertragen, wenn man sämtliche Rationalität und Vernunft ausblendet, und stattdessen Neid, Missgunst, Paranoia die Oberhand gewinnen lässt, so dass lediglich das subjektiv-egozentrische Gefühl des Benachteiligt-Werdens übrigbleibt.

          • Abstraktes Kopfkino adressiert immer und zwangsläufig den Intellekt. Ob es ihn erreicht und wie der darauf reagiert ist eine andere Frage.

            Aber so Gedankengebilde wie „Die Sprache macht Frauen unsichtbar und wenn wir an jede Funktionsbezeichnung zig Sonderzeichen dranhängen ändert sich das“ ist hochabstrakt. Das kann man nicht mit der beobachtbaren Realität überein bringen.

            Aber es gibt schon im Feminismus einfachere Parolen, die unmittelbar die Emo ansprechen. „Männer sind doof“ für die gemäßigten, „Männer sind scheiße“ für die krasseren und „Kill all men“ für die Hardcore-Feministas.

            >13.000 Likes 😉

  6. Zwei Anmerkungen:
    „Die Auflösungserscheinigungen der Familiensystem sind in den Großstädten deutlicher.“ Das stimmt nur bedingt und nicht für alle ethnischen Gruppen. Bekanntestes (und aktuell berüchtigtstes) Beispiel sind arabisch- und türkischstämmige Familienclans in verschiedenen europäischen Ländern. Aber auch in ultraorthodoxen religiösen Gemeinschaften, Sinti / Roma etc, verschiedenen asiatischen, lateinamerikanischen oder afrikanischen Communities außerhalb ihrer Herkunftsländer ist das Familiensystem wichtig und stark.

    „Wie stoppen wir die Extreme, die neurotischen Übersteigerungen?

    Meine Behauptung ist: Männer können das nicht! Es gibt keine Möglichkeit für Männer, die kleine, aber politisch wirkmächtige Gruppe der „harpie sisters“ zu stoppen und zu sagen: Genug! Es reicht!“
    Diverse totalitäre Regime, seien sie religiös oder politisch motiviert, zeigen durchaus, wie das geht: die lauten Rädelsführerinnen werden inhaftiert, misshandelt, seelisch und körperlich gebrochen (siehe Pussy Riot, Femen in Tunesien usw.) . Man übt massiv Druck auf sie und ihre Familie aus, zwingt sie zum Schweigen, korrumpiert oder deportiert sie. Im schlimmsten Fall lässt man sie „verschwinden“ oder nutzt sie für Propagandazwecke aus. Gleichzeitig (und das geschieht auch in westlichen Ländern) baut man im obrigkeitshörigen weiblichen Teil der Bevölkerung eine konservative Gegenbewegung als Gegenpol auf. Letzteres macht man z. B. in den USA – siehe Trumpettes, Turning Point USA.

    • „Diverse totalitäre Regime, seien sie religiös oder politisch motiviert, zeigen durchaus, wie das geht: die lauten Rädelsführerinnen werden inhaftiert, misshandelt, seelisch und körperlich gebrochen (siehe Pussy Riot, Femen in Tunesien usw.) . Man übt massiv Druck auf sie und ihre Familie aus, zwingt sie zum Schweigen, korrumpiert oder deportiert sie. Im schlimmsten Fall lässt man sie „verschwinden“ oder nutzt sie für Propagandazwecke aus.“
      So ist es, physische Vernichtung der Feministen ist an sich problemlos machbar. Die Frage ist aber eher ob man bereit ist, in einem solchen Land oder einer solchen Gesellschaft zu leben. Und da werden vermutlich selbst für konservativsten Antifeministen „nein“ sagen.
      Es ist ähnlich wie bei den Feministen, man will eine Sache haben aber ohne den notwendigen Preis dafür zu bezahlen, welcher das Ende der bisherigen Gesellschaft bedeuten würde.
      Abgesehen davon sehe ich auch nicht den Feminismus, sondern die weibliche Natur als das eigentliche Problem an.

      • „Die Frage ist aber eher ob man bereit ist, in einem solchen Land oder einer solchen Gesellschaft zu leben.“ Wohlgemerkt: das wäre die totalitäre Variante. Eine andere habe ich am Ende erwähnt: dass der Feminismus von konservativer bzw. kommerzieller Seite aufgegriffen und in deren Sinne derart umgedeutet und umgesetzt wird, dass er am Ende bedeutungslos wird. Siehe die Republikaner in den USA, die gerade für konservative Themen bewusst junge, selbstbewusste Frauen voranschicken, die in ihren Sinne agieren. Schlussendlich führt die Kommerzialisierung zum Untergang jeder Subkultur…

        • „dass der Feminismus von konservativer bzw. kommerzieller Seite aufgegriffen und in deren Sinne derart umgedeutet und umgesetzt wird, dass er am Ende bedeutungslos wird.“

          Glaube ich nicht wirklich dran. Man stelle sich vor, in einem Land würden gleichzeitig die Posten von Regierungschef, Verteidigungsminister, Justizminister, Familienminister und Bildungsminister gleichermaßen durch feministisch orientierte konservative Frauen besetzt. Dadurch würde der Feminismus nur noch gieriger und umfassender. Er wäre auch keine „Subkultur“ mehr, da er zum staatlichen Leitmotiv erhoben würde.

          Übrigens gibt es einen solchen Staat schon.

          • „Glaube ich nicht wirklich dran.“ Das ist keine Frage des Glaubens, sondern nur eine Beobachtung meinerseits. 😉
            Wirklich (werte) konservativ ist die CDU schon längst nicht mehr.

        • Es ist die Erwartungshaltung von Frauen im allgemeinen die mich stört. Selbst wenn es, wie in vielen islamischen Ländern keinen Feminismus gibt, ist heiraten für Männer ein mieses Geschäft, welches Männer aber eingehen müssten, da sie von der Familie dazu gedrängt werden.
          Coltaine hat dazu mal ein gutes Video gemacht.

          Daraus folgt: In konservativen Gesellschaften hast man als Mann nicht einmal mehr die Möglichkeit des Rückzuges aus der Gesellschaft, weswegen mir eine liberale Gesellschaft, trotz der ganzen Feministen und SJWs lieber ist, als eine konservative Gesellschaft, die mich zu meinen „Glück“ zwingen will. Hier gibt es wenigstens Pornos und die Möglichkeit einen ONS zu organisieren.

          • „Hier gibt es wenigstens Pornos und die Möglichkeit einen ONS zu organisieren.“

            Ich habe mal gelesen, daß die höchsten Zugriffszahlen auf Pornoseiten aus den arabisch-islamischen Ländern zu verzeichen sind.

          • Dann finde ich den Begriff „Natur“ aber unpassend, da die Natur des Menschen überall gleich ist. Besser wäre Sozialisation.

          • „Ich habe mal gelesen, daß die höchsten Zugriffszahlen auf Pornoseiten aus den arabisch-islamischen Ländern zu verzeichen sind.“
            Sicher, sicher – illegal geht vieles aber es kann dich halt ins Gefängnis bringen oder schlimmeres.

    • Meine Behauptung ist: Männer können das nicht! Es gibt keine Möglichkeit für Männer, die kleine, aber politisch wirkmächtige Gruppe der „harpie sisters“ zu stoppen und zu sagen: Genug! Es reicht!“

      Ich sehe eine theoretische Möglichkeit: den Zugang zu Posten in Medien und Politik an einen Intelligenztest binden. Das richtet sich nicht explizit gegen Frauen (und ist daher vielleicht umsetzbar, etwa nach einem grandiosen Versagen), lässt aber die ganz Dummen unter ihnen (und ihre rosa Pudel) nicht mehr durch. Fragt sich allerdings, ob die nicht in Wirklichkeit schlau sind und skrupellos genug, sich dumm zu stellen. Aber eigentlich gehe ich nicht davon aus.

      Allerdings wäre es (zumindest in der Politik) auch ein Eingeständnis, dass „repräsentative Demokratie“ nicht funktioniert, was ja eigentlich offensichtlich ist, aber da sie die große verbindende Erzählung des Westens darstellt, ist das Thema stark tabuisiert und von unsinnigen Mythen umrankt…

  7. Sehr interessante Ableitung.

    Auf mänlicher Seite kann diese Ideologie entstehen und gelebt werden, weil in der männlichen biologischen Disposition die Vaterschaft nicht ganz so stark verankert ist wie bei Frauen die Mutterschaft.

    Das würde ich nicht unterschreiben. Für Männer sind Kinder nicht so relevant, wenn sie noch keine haben, ein allgemeiner Kinderwunsch ist in der Regel nicht so ausgeprägt.
    Haben Männer hingegen (irgendwann mit Einwilligung der Frauen) eigene Kinder, werden diese stärker zum Lebensmittelpunkt als bei den Müttern. Denn mit den Kindern, um im Gedankenbild von VirtualCD zu bleiben, erwacht der ursprüngliche männliche Lebenssinn – Versorgen und Beschützen. Wenn der dann wieder von einer feminisierten Gesellschaft unterdrückt und gebrochen wird, zerbrechen sehr oft auch die Männer, landen im Suff oder unter der Brücke.

    Und erst das zeitlich verzögerte überhand nehmen dieser dysfunktionalen Wirkungen wird dem eine Grenze setzen.

    Da sehe ich aber leider keine Grenze in Sichtweite. Inzwischen bin ich sogar so desillusioniert, dass ich das Gesellschaftsbild von „The Walking Dead“ plausibler finde: Selbst nach dem Super-GAU werden die Menschen nicht zusammenfinden. Wann nimmt denn die Situation überhand? Wenn kaum mehr Kinder mit zwei Eltern auf die Welt kommen, wenn die Menschen überwiegend vereinzelt sind und mit ihren Topfpflanzen sprechen? Da sind wir doch längst.

    Jedenfalls, ob man nun eine Ideologie einer konservativen Sehnsucht nach der heilen Kleinfamilie oder eine MGTOW-Ideologie entwickelt: Auch hier wird ein Schuldiger gesucht für die empfundene emotionale Leerstelle. Und das ist dann der Feminismus. Ohne den wäre alles besser, hätten wir nicht die Probleme usw. usf.

    Hier schlägt wieder die Vorstellung durch, MGTOW sei ein Vorwurf an einen Schuldigen. Ein Vorwurf ist aber etwas Offensives. Und MGTOW ist meiner Ansicht nach vom Wesen her komplett defensiv. Man möchte mit dem Scheiß einfach in Ruhe gelassen werden und baut sein Leben entsprechend um. Man möchte eben nicht in Sippenhaft genommen werden für Maskulisten oder Machos. Man möchte gemütlich am Fluss sitzen und die Genderwar-Opfer an sich vorbeitreiben sehen. Und die sind einem dabei egal – man zählt nicht mal die Exemplare der jeweiligen Kriegsparteien.

    Und da vermute ich auch den zentralen Grund, warum die Übergriffigkeit des Feminismus in die letzten faktischen und mentalen Freiräume bei Männern eine so starke Abwehrhaltung hervorruft. Wie Tiere werden sie in die Ecke gedrängt, dürfen nichts in ihrer Welt behalten. Ihre Kinder werden ihnen genommen, dann wird die Männerhöhle zwangsversteigert, dann die Gaming-Konsole zensiert – und schließlich beschwert die Fußball-Kommentatorin bei der Männerfußballübertragung in der Glotze über das aggressive Spiel, während eine Schiedsrichterin auf dem Platz die Männer zusammenpfeift.

    Ich sehe grenzenlose feministische Herrschsucht, die inzwischen Staatsräson ist. Die betrifft inzwischen fast jedes Lebewesen (die Hausstaub-Milbe nehme ich hier explizit aus). Und dagegen kann wirklich keiner etwas tun. Außer sich abwenden und die Teilnahme verweigern. Wenn das allerdings immer mehr Männer tun, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Dienstpflichten ausgeweitet werden. Und Zwangsarbeiten für Männer werden die fünfte Welle des Feminismus prägen, während die jetzige vierte zum Inhalt hat, zunächst die Höherwertigkeit femininen Lebens zu etablieren und zu zementieren.

    • „die Hausstaub-Milbe nehme ich hier explizit aus“

      Trotzdem wird sie von Femis durch unbezahlte Care- Arbeit gekillt.
      Bei Männern hat sie wesentlich höhere Überlebenschancen.

      • „Bei Männern hat sie wesentlich höhere Überlebenschancen.“

        Diesem Stereotyp möchte ich entschieden widersprechen. Bei allen Reinigungskräften, die ich bisher kennenlernte, waren meist die männlichen die gründlicheren. Sie reinigen in der Regel systematisch, auch an nicht sichtbaren Orten. Sie heben die hässliche Deko hoch, um darunter zu wischen – und wedeln nicht nur drumrum. Man hat bei männlichen Reinigungskräften sogar den Eindruck, sie würden ihre Arbeit akzeptieren – und sich nicht als unterdrückte, diskriminierte Carearbeitende fühlen mit dem entsprechenden Arbeitsergebnis.

    • Die Herrschsucht kommt aus dem Bewusstsein des Schwächerseins. Und nun, da sich gerade die Gelegenheit ergibt, die Macht zu ergreifen, weil die Sinne (auch der Verstand) der Männer mit feministischen/“progressiven“ Dogmen/Prämissen vernebelt ist, dieser Zustand aber nicht mehr lange aufrechterhalten werden kann, da zum einen die Forderungen immer extremer/übertriebener werden (um tatsächlich eine umgekehrte Geschlechterhierarchie – ein Matriarchat – zu zementieren) und zum anderen die Rechtfertigungen/“Argumente“ dazu immer „inkohärenter“ werden. 😉

  8. Wurde das Buch „Die geschützten Männer“ von Robert Merle eigentlich schon mal hier besprochen? Die SuFu hat nix ergeben. Habs auch Jahre nicht mehr gelesen, obwohl Lieblingsbuch.
    Jedenfalls tun Frauen (dank einer Seuche, die nur Männer befällt, schon in der absoluten Mehrheit) sich dort mit Männern irgendwann zu einer Rebellenarmee zusammen, weil auch sie von den an der Macht befindlichen RadFems wegen ihrer Heterosexualität und ihrem Kinderwunsch massiv diskriminiert werden (oder nee, es wird künstliche Befruchtung propagiert, und freiwillige Kastration).

    Nein, ich halts nicht für ein realistisches Szenario, aber das Buch erschien 1976, die Reaktionen auf eine Neuauflage wären…hochinteressant.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Die_gesch%C3%BCtzten_M%C3%A4nner

  9. @Sabrina Seerose:
    „Ich habe mal gelesen, daß die höchsten Zugriffszahlen auf Pornoseiten aus den arabisch-islamischen Ländern zu verzeichen sind.“
    Die Vertreterin eines amerikanischen FKK-Verbands merkte mal in einem Interview an, dass dies zu bestimmten Tageszeiten (Zeitzonen-bedingt) auch auf ihren Websiten die größte Besuchergruppen wären, obwohl vergleichsweise wenig Nacktes gezeigt wird.
    Von der Nachfrage nach weiblichen Dominas in diesen Weltgegenden gar nicht erst zu reden. Über eine gemeinsame Bekannte kenne ich eine hiesige professionelle Domina, die mit ihren „Workshops“ (oder waren es Wetlabs?) in Dubai richtig gut verdient.
    Religion und damit verbundene Verbote haben schon seltsame Folgen…

  10. „Da kann man jetzt sagen: Wir wollen die Kleinfamilie und die männliche Ernäher- und Versorgerrolle zurück. Das wäre so einen romantische, tatsächlich rückwärtsgewandte Ideologie oder Denkweise.“

    Rückwärtsgewandte Ideologie?
    Fein kann man an diesem Zitat sehen, wie selbst diejenigen, welche glauben, eine eigene rationale Meinung zum Thema zu haben, vom feministischen Virus infiziert sind. Und es nicht einmal bemerken.
    Was ist denn an einem Arrangement, welches für alle Beteiligten die beste Option darstellt „rückwärtsgewandt“???
    Kurz noch zum Thema MGTOW: Hat schon mal jemand überlegt, wer die treibenden Kräfte bei der aktuellen Zuwanderung von jungen, rassigen und sexuell ausgehungerten Männern sind …? Aha!
    Denn damit bleiben alle MGTOW´s – entgegen ihrer aggressiv verdrängten Hoffnung auf eine durch sie verursachte Wendung des Blattes („irgendwann werden die Frauen schon merken, dass es ohne uns nicht geht“) – die endgültigen Verlierer.

    • „Denn damit bleiben alle MGTOW´s – entgegen ihrer aggressiv verdrängten Hoffnung auf eine durch sie verursachte Wendung des Blattes („irgendwann werden die Frauen schon merken, dass es ohne uns nicht geht“) – die endgültigen Verlierer.“
      Leute wie du scheinen MGTOWs nie verstanden zu haben. Uns geht es nicht darum es den Frauen heimzuzahlen, uns geht es um unser eigenes Wohlbefinden und Glück. Wenn morgen alle Frauen konservativ würden, die Feministen verbrennen würden und sich auf die guten Biodeutschen konzentrieren würden, dann würden MGTOW immer noch auf Beziehungen verzichten.
      Wenn Einwanderer glauben, dass sie eine Beziehung brauchen, dann sollen sie es ruhig machen. Die traurigen Gestalten kannst du dann in den „Kulturhäusern“ in Berlin Kreuzberg bewundern, wo sie sich vor ihren Weibern verstecken.

      • Moment …. das habe ich doch gar nicht geschrieben: dass irgend jemand es „den Frauen heimzuzahlen“ will. Ich habe nur ausgesprochen, was ich in vielen Gesprächen festgestellt habe.
        Wobei das für „glückliche Singlefrauen, denen es ohne Männer viel besser geht“ genau so gilt wie für Männer mit deinem aktuellen Lebensentwurf: die meisten liegen halt manchmal abends vorm einschlafen im Bett und sind da mal 5 Minuten ehrlich mit sich selbst und geben sich zu, dass es doch ganz nett wäre, eine(n) Partner(in) zu haben. Und das beide Seiten hoffen, dass sich mal jemand findet , der/die „normal“ ist und so. Das das, was du tust, völlig nachvollziehbar ist und zum Schutz der Gesundheit (geistig wie körperlich) auch richtig und notwendig, stelle ich ja nicht in Abrede.

        Bei den Einwanderern habe ich mich an das Thema des Artikels angelehnt. Das eben gerade die oben von mir angesprochen „glücklichen Singlefrauen“ mMn. die männliche (!) Alternative zu dem dressierten und verunsicherten deutschen Feministen (also der typische deutsche „Mann“ mit Vollbart, Beanie und tätig in der Kreativbranche – und vegan (GANZ WICHTIG!!!)) suchen.
        Und da eben gerade Frauen aus exakt diesem Schema besonders für Einwanderung trommeln, liegt für mich die Verbindung nicht ganz fern …

        Steril analytisch betrachtet bestätigst du mit “ Die traurigen Gestalten kannst du dann in den „Kulturhäusern“ in Berlin Kreuzberg bewundern, wo sie sich vor ihren Weibern verstecken.“ genau das, was ich sage.

        Was möchtest du mit „Leute wie du“ ausdrücken? Derartige Formulierungen sind alles andere als konstruktiv. Ich bin nicht dein Feind, ich bin auf deiner Seite, weil ich auf der Seite von allen bin. Wo sollte Mensch sonst sein?! Es ist darum also inhärent, dass ich (s.o.) nicht um den heißen Brei herumtanzen kann/will.

        • „Moment …. das habe ich doch gar nicht geschrieben: dass irgend jemand es „den Frauen heimzuzahlen“ will. Ich habe nur ausgesprochen, was ich in vielen Gesprächen festgestellt habe.“
          Ich bezweifle ehrlich, dass du mit so vielen MGTOW gesprochen hast. So viele gibt es nämlich gar nicht von uns und die meisten halten sich bedeckt aber selbst wenn, die MGTOW Philosophie ist eine auf sich selbst bezogene Idee, die Idee, dass WIR diejenigen sind die einem wichtig sein sollten und nicht die Frau oder die Gesellschaft. Ein Heimzahlen oder die Hoffnung, dass sich Frauen ändern mögen (was im Prinzip das Gleiche ist), ist damit nicht verbunden, einfach, weil es eine Änderung der Gesellschaft darstellt, die wir nicht erwarten und nicht erhoffen. Es ist eine zutiefst egoistische Philosophie und damit nicht an einer Neuordnung der Gesellschaft wie es z.B. der Feminismus erwartet, interessiert. Zugleich erwarten wir aber auch keine Hilfe aus der Gesellschaft, diese haben wir ebenfalls hinter uns gelassen, der eine mehr, der andere weniger.
          Und natürlich würden auch viele MGTOW eine Frau in ihrem Bett angenehm finden, etwas das sich ja nicht ausschließt, nur sind wir uns des Preises für diese paar Minuten Freude bewusst und diesen Preis will halt nicht jeder zahlen.

          „Und da eben gerade Frauen aus exakt diesem Schema besonders für Einwanderung trommeln, liegt für mich die Verbindung nicht ganz fern …“
          Frauen trommeln dafür, weil andere Frauen dafür trommeln und dies als moralisch „richtig“ definiert haben. Und da Frauen immer gefallen wollen, sind sie bei „guten“ Dingen immer gerne dabei, vor allem wenn jemand anders die Zeche zahlt (Männer).
          Nehmen tun sie sich die einheimischen Frauen übrigens nur selten einen von den Einwanderern, eventuell noch fürs Bett aber ansonsten lassen sie diese links liegen. Ich habe oft genug mit Asylbewerbern zu tun gehabt, ich hab mich auch oft genug mit diesen unterhalten. Die holen sich meist Frauen aus dem eigenen Land, den Frauen hierzulande sind sie zu arm.

          „Ich bin nicht dein Feind, ich bin auf deiner Seite, weil ich auf der Seite von allen bin.“
          Warum glaubst du das? Ich bin nur auf meiner Seite, Leute die auf jeder Seite sind, sind auf keiner Seite.

    • ‚Denn damit bleiben alle MGTOW´s – entgegen ihrer aggressiv verdrängten Hoffnung auf eine durch sie verursachte Wendung des Blattes („irgendwann werden die Frauen schon merken, dass es ohne uns nicht geht“) – die endgültigen Verlierer.‘

      Ich bezweifle, dass Du eine nennenswerte Zahl von MGTOWs kennst. Ob mittels MGTOW irgendeine Verhaltensänderung bei Frauen ausgelöst wird, wage ich zu bezweifeln; dazu sind sie viel zu wenige. Der übliche MGTOW fliegt sozusagen unter dem Radar; er gibt sich seinen Mitmenschen nur selten zu erkennen. Die MGTOWs im Netz sind denn auch üblicherweise anonym unter einem Nick unterwegs. Das alles hat PfefferundSalz schon völlig richtig dargelegt.

      Das Ziel des MGTOW ist seine eigene Lebensgestaltung, die Sicherstellung seiner eigenen Handlungsautonomie. Mehr steckt da nicht dahinter. Wer hingegen die Gesellschaft verändern will, der sollte zu den Männerrechtlern gehen; dort ist er viel besser aufgehoben.

      Ob MGTOWs Verlierer sind, hängt von der persönlichen Sichtweise ab. Wer unbedingt eine Familie gründen und sich fortpflanzen will, für den sind MGTOWs natürlich Verlierer – endgültige Verlierer gar. Denn eine Fortpflanzung geht halt nur zwischen Mann und Frau. Genau so funktioniert die Biologie mit den Geschlechtern in der Realität sowohl bei den Bienen, den Vögeln als auch bei den Menschen, selbst wenn Genderideologen das völlig anders sehen und postulieren, es gebe nicht etwa zwei sondern Dutzende oder Tausende von Geschlechtern oder aber wahlweise gar keine Geschlechter.

      Für den MGTOW haben Familiengründung und Fortpflanzung jedoch keine Priorität sondern vielmehr seine eigene individuelle Freiheit. Da die biologisch-evolutionäre Prägung auch beim Manne meist einen starken Fortpflanzungstrieb beinhaltet, werden die MGTOWs auch inskünftig nur eine sehr kleine Minderheit bleiben. Deswegen wird die grosse Mehrheit der Männer sich freudig auf der Plantage einfinden, wenn irgendein Weib den Mann mit ihren Reizen dahin lockt. Das ist wohl der Prüfstein, an dem sich erweist, ob ein Mann wirklich ein MGTOW ist oder eben nicht.

      Schlussendlich muss ich sagen, dass die Tatsache, dass es nur sehr wenige MGTOWs gibt, ein grosses Glück für sie ist. Denn gäbe es tatsächlich eine relevante Anzahl von ihnen, dann würden sie als gesellschaftsschädlich erbittert bekämpft. Wie oben schon gesagt: durch die winzige Zahl und die damit verknüpfte gesellschaftliche Irrelevanz kann man als MGTOW unter dem Radar fliegen und wird von niemandem behelligt – solange man es nicht provokativ in alle Welt hinausposaunt.

  11. Pingback: Matze und Coen: Ein paar Takte über Indien | uepsilonniks

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.