„Gesetz der Penetranz der negativen Reste“

Eine interessante Theorie ist das „Gesetz der Penetranz der negativen Reste„:

Der Philosoph Odo Marquard, Schöpfer des Begriffs, definiert ihn so: Wo Fortschritte … wirklich erfolgreich sind und Übel wirklich abschaffen, da wecken sie selten Begeisterung. Sie werden vielmehr selbstverständlich, und die Aufmerksamkeit konzentriert sich dann ganz und gar auf jene Übel, die übrigbleiben. Da wirkt das Gesetz der zunehmenden Penetranz der Reste: … Wer – fortschrittsbedingt – unter immer weniger zu leiden hat, leidet unter diesem Wenigen immer mehr.

Das passt sehr gut zu den intersektionalen Theorien mit ihrem „Race to the Bottom„, mit ihren Microaggressionen und dem Umstand hinter jeder Kleinigkeit sofort eine unglaubliche Benachteiligung zu sehen.

Wir befinden uns in einer der freiesten Zeiten überhaupt, gerade in den „westlichen Kulturen“. Dennoch klingt es als hätte der „weiße, heterosexuell Mann“ die Hölle auf Erden geschaffen.