Karriere machen wie ein Mann bzw. die Überzeugung einiger Frauen, dass bestimmte Arbeiten der Frau anscheinend nicht übertragbar sind

Wenn man mit Frauen über Hindernisse für Frauen bei der Karriere redet, dann kommt häufig so etwas wie „Sie müssen ja auch noch die Carearbeit machen“ und „Klar kann sie nicht 60 Stunden arbeiten und sich danach noch um Haushalt und Karriere kümmern“ oder zumindest ein „Und wer macht ihm diese und jene Arbeiten, damit er das kann?“

Karriere machen wie ein Mann klingt dann für eine Frau geradezu unmenschlich und kaum vorstellbar.
Aber es kann ganz interessant sein, da mal eine Version zu entwerfen:

Sie studiert ein Karrierefach. Bei der Partnerwahl achtet sie strikt darauf, dass er weniger als sie verdient und bereit ist die Kinderbetreuung zu übernehmen. Sie muss schauen, wie sie ihn in der Situation glücklich hält, was bei den Frauen der Manager der Shoppingtrip ist muss eben dann zb der Einkauftrip in den Technikladen sein und die Anerkennung als Mann dafür wie er den Haushalt führt etc.
Ansonsten wird die Frau alles den Beruf unterordnen.60 Stundenwoche, wenn es wichtige Termine erfordern auch mal länger. Wenn man die Schulausführung des Kindes verpasst, weil gerade irgendwo ein Problem eingetreten ist, dann ist das eben so. Es gibt im nächsten Jahr eine neue und man kann sich die Fotos anschauen.

Die „Carearbeit“ überlässt man ganz ihm, man hat keine Zeit dafür und bringt ja das Geld nach Hause. Zur Not kann man dann am Wochenende etwas Zeit mit der Familie verbringen. Es gilt hier für die Frau vollkommen loszulassen und nicht zu glauben, dass man etwas besser machen kann. Er wird es schon auf seine Weise hinbekommen, das ist sein Bereich.

Überhaupt Kinder: Man kann auch direkt abstillen oder jedenfalls sehr schnell um dann direkt wieder im Büro zu sein. Wenn das Kind nachts schreit, dann überlässt man das dem Hausmann, denn morgen sind wichtige Sitzungen.

Die Kinder kommen ansonsten früh in Kinderkrippen oder Kindergärten, wenn es mit der Karriere besser läuft kann man auch noch Kinderbetreuer anstellen oder eine Haushaltshilfe.

Man sieht die Kinder vielleicht noch mal morgens, die Arbeit ist zu weit weg um Mittags noch mal nach Hause zu kommen und wenn man von der Arbeit kommt, dann schlafen sie schon. Immerhin sind Teile der Wochenenden für die Familie reserviert, sofern nichts dazwischen kommt und ein paar Akten oder Vorgänge kann man auch mal in Ruhe am Wochenende zuhause bearbeiten, da stören einen die Leute nicht pausenlos mit anrufen.

Und wenn es auf diese Weise mit dem Partner nicht klappt, dann wird er eben die Kinder mitnehmen oder man sucht sich einen neuen, jüngeren Partner, mit dem man neue Kinder haben kann bzw der die alten betreut. Wenn man sich 2-3 mal scheiden lässt muss das – je nach Branche – kein Untergang sein. Hauptsache das Geschäft leidet nicht und der Ehevertrag hält.

Nach der Arbeit besucht man noch Verbände wie sagen wir mal Lions Club oder Rotary oder politische Veranstaltungen oder wirbt im Golfclub um neue Aufträge.

Den Urlaub bucht man in Deutschland, da kann man wenigstens von der Insel noch mal kurz zu einer wichtigen Sitzung fahren, man ist ja am nächsten Tag wieder da.

Das kommt dann in Schilderungen von Führungspositionen nicht so vor und eine solche Beschreibung würde von den meisten Frauen als unzumutbar angesehen werden.