Prostitution aus Sicht eines Freiers (Gastartikel)

Es folgt ein Gastartikel von „Freier“

Prostituierte sind eine Form von Sucht oder ein Hobby geworden, es hatte irgendwann im Studium angefangen, ich hatte einen längeren Aufenthalt in der Nähe von einem Rotlichtviertel, ging durch ein Laufhaus, einfach um es mal anzuschauen, und hatte dann das erste Mal Sex mit einer Prostituierten, wobei ich kein Ahnung hatte, wie das alles abläuft. Also Sex hatte ich natürlich vorher gehabt, aber eben nicht gegen Geld, also war ich echt nervös, einfach weil es mir so merkwürdig vorkam mit einer fremden Sex zu haben und ich nicht wusste wie es abläuft, sie sagte was ich wollte, ich frage, was man denn machen könnte, sie sage Ölmassagen, blasen, Verkehr, so das übliche eben, weil ich so nervös war sagte ich, dass wir gerne mit eine Massage anfangen könnte und wollte mich auf den Bauch legen, sie lachte und meinte, dass eine Ölmassage meinen Penis betrifft, aber sie könnte trotzdem etwas massieren. Von da an lief es recht normal, etwas massieren, etwas blasen,etwas Sex und die Sache war gelaufen.

Für mich war es dann eine recht einmalige Sache gewesen, ich hatte es mal ausprobiert, es war auch nicht unbedingt schlecht gewesen, aber ich nutze lange Zeit keine Angebote mehr. Ich studierte zu Ende, ich hatte Beziehungen, ich heiratete eine bezaubernde Frau, wir bekamen zwei ebenso bezaubernde Kinder und unser Sexleben ging den Bach herunter. Wir verstehen uns super, wir sind ein gutes Team, wir tragen beide unseren Teil bei, aber wir haben kaum noch Sex. Es ist es auch nicht so, dass wir nicht ab und zu Sex haben oder sie sich ab und zu um mich „kümmert“, aber von der Intensität ist unser Sexleben einfach stark zurückgegangen und ich habe mich, nachdem einige Versuche, es wieder etwas zu beleben,  gescheitert sind, damit abgefunden.

Dazu beigetragen hat, dass ich eben meinen Bedarf zu einem gewissen Teil über Prostitution abdecke, wahrscheinlich habe ich inzwischen mit etwa hundert Prostituierten Sex gehabt, wenn mich jemand fragen sollte, mit wie viele Frauen ich Sex hatte, würde ich hingegen 8 Frauen angeben und die Prostituierten verschweigen, sie sind ja mit Geld erlangt und daher auch keine Ausdruck dessen, was die Frage eigentlich sagen soll. Ich schätze ich habe auch etwa 6000 € dafür ausgegeben, aber es sind bei ca 10 Jahren auch nur 600 € pro Jahr, die meine Frau sicherlich auch mehr für Mode ausgibt als ich und ich verdiene ganz gut und gönne mir sonst nichts.

Prostitution gibt es in verschiedenen Stufen, relativ billig mit geringer Qualität und teurer mit hoher Qualität.

1. Straßenstrich

Der Straßenstrich dürfte die billigste Form der Prostitution sein, die ich aber noch nie genutzt habe. Sie hat den Vorteil, dass die Frauen keine Kosten für das Anmieten oder Werbung haben und zumindest früher wahrscheinlich auch spontan entscheiden konnten, ob sie an dem Tag arbeiten oder wie lange, ohne das sie die Kosten einplanen müssen, dafür ist man dem Wetter ausgesetzt und hat ein erhöhtes Risiko, wenn man mit einem Fremden wegfährt.

2. Laufhäuser

Laufhäuser sind eine Stufe höher, aber üblicherweise niedrige Qualität. Einfacher Sex, also blasen mit Kondom und Sex kostet dort etwa 30 Euro, viele Extras darüber hinaus werden häufig auch nicht angeboten, beispielsweise werden dort die wenigsten Damen küssen. Laufhäuser sind anonym für alle, für die Kunden und für die Prostituierten, viele Damen wollen dort kurzzeitig arbeiten und dann wieder verschwinden, die hinterlassen dabei auch keine Fotos im Netz, was in anderen Örtlichkeiten häufig erforderlich ist,  die Kunden streifen durch die Flure, suchen sich eine passende Frau aus und man sieht den Freier mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder und er wird auch nicht darauf achten, ob man wiederkommt. Einen Ruf aufbauen ist damit weder dem Laufhaus möglich noch für die meisten dort arbeitenden Damen interessant, sie wollen einfach nur schnell Geld machen. Demnach sind die Damen, die hauptsächlich Geld verdienen wollen, auch nicht unbedingt zu großen Kundenbindungen oder Kundegefälligkeiten bereit und man wird hier am ehsten abgezockt. Das betrifft Sachen wie mit einem niedrige Preis die Freier in die Zimmer locken und dann für alles zusätzliches Geld zu verlangen. Beispielsweise dafür, dass sie den BH auszieht, dass man ihre Brüste anfassen darf, dass man mehr als eine Position verwenden darf etc. Der Trick ist meist, dass sie erst den niedrigen Lohn einstreichen, man liegt auf dem Bett, sie fängt an, mit der Hand den Penis zu stimulieren und wenn man dann beispielsweise sagt, dass sie den BH ausziehen soll oder man ihre Brüste anfassen will, dann verhandelt sie mit dem Penis in der Hand nach, was eine hocheffektive Strategie ist, weil man dann eben anders denkt. Oder der Versuch eine „Falle zu schieben“, bei dem man den Penis nicht in die Scheide einführt, sondern zwischen die Schenkel, oder der Versuch, ihn schlicht vorher mit wildem Masturbieren zum Abspritzen zu bringen (wenn man kommt ist der Termin in dem Bereich zu Ende, egal wie viel Zeit man vereinbart hat, es ist nicht Sache der Prostituierten darauf zu achten, dass man nicht kommt) oder Sachen wie „Klar mache ich Anal“, man zahlt, macht etwas rum mit dem normalen Kram, spricht dann an, dass man jetzt so weit wäre und sie sagt so etwas wie „Okay, dann hole ich mal den Dildo“, stellt es dann als Missverständnis da, erklärt, dass sie nur aktives Anal macht und wird das Geld auf keinen Fall zurückgeben (und im Zimmer ist irgendwo ein Alarmknopf für den Fall das man das nicht einsieht). Allenfalls kommen andere Extras in Betracht, die man sonst wohl nicht gewählt hätte. Man gewöhnt sich also eine klare Sprache an.

Ein klassischer Besuch verläuft so, dass man durch das Laufhaus geht bis man eine passende Prostiutierte gefunden hat, man kommt rein, redet kurz ab, was gemacht wird, es wird gezahlt, sie legt ein Handtuch über das Bett auf das man sich legt, sie bläst etwas, geht es zu Sex über. Normalerweise wird man gefragt, welche Position man will, ich lasse sie meist nach oben, hier kommt es aber auch schnell vor, dass sie mitteilt, dass es ihr zu anstrengend ist und sie lieber auf dem Rücken liegt. Die meisten Laufhausprostitutierten gucken einem beim Sex nicht in die Augen, es gibt auch hier noch diverse Tricks wie die Beine nur so weit öffnen, dass man nicht zu tief eindringen kann, mitunter das man gerade mal so reinkommt. Auch das hängt sehr von der jeweiligen Frau ab. Dauert es zu lange, dann wird häufig in Doggystyle gewechselt, da Männer in dieser Stellung am schnellsten kommen und die Prostituierte zieht häufig noch mit einer Hand etwas die Haut nahe dem Schritt nach oben, was die Scheide enger macht. Führt das nicht zum Erfolg, dann wird auf Handbetrieb gewechselt und wer dann nicht innerhalb der Zeit kommt, der muss eben nachzahlen.

Das schöne an gerade einem großen Laufhaus, zB Frankfurt am Bahnhofsviertel, ist, aus meiner Sicht das Aussuchen der Prostituierten, einfach weil eine große Auswahl vorhanden ist. Man geht durch die Gänge und mitunter liegen die Prostituierten gelangweilt auf ihrem Bett, meist sitzen sie aber vor oder in den Türen und sprechen einen an oder versuchen einen in das Zimmer zu locken, so dass man 3 oder vier Frauen hat, die einen intensiv mit Blicken locken und sobald man vorbei ist den nächsten auf diese Weise ins Visier nehmen, aber die eigenartige Atmosphäre, eine Art Suche nach der Richtigen, ist interessant. Zudem ist es natürlich billig. Der Sex selbst ist häufig schlecht, aber als das, was man in den Kreisen einen „Optikfick“ nennt (sie sieht geil aus, auch wenn ihr Service eher schlecht ist) kann es sich trotzdem lohnen, zum schnellen Triebabbau ohne viel Aufwand und auch sonst hat man zumindest Sex gehabt.

3. Terminwohnungen und Bordelle

Ein Großteil der Prostitution spielt sich ansonsten in „Terminwohnungen“ ab. Hier werden Wohnungen an Prostituierte vermietet, die dann dort selbstständig ihrem Geschäft nachgehen. Das gibt es in allen Varianten und Güteklassen und auch der Service schwankt sehr.

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass die Terminswohnungen etwas mehr Vorbereitung erlauben als die Laufhäuser. Insbesondere kann man sich über Portale wie ladies.de informieren, wer in der eigenen Stadt gerade arbeitet. Zudem gibt es Foren, in denen sich die Freier über die Prostituierten austauschen, etwa das Forum von ladies.de selbst oder aber verschiedene regionale Foren.

Auf Ladies.de haben die Frauen ein Profil, das üblicherweise angibt, wo sie zu erreichen sind, es sind Bilder vorhanden, es werden Daten zu Alter, Körpergröße, Gewicht, Kleidergröße, BH-Größe, angegeben, dann aufgelistet, welchen Service sie anbietet und dann folgt noch ein kurzer Begleittext, in dem sie schreibt, dass sie den besten Service der Welt macht und man danach der glücklichste Mensch der Welt ist, zudem ist meist entweder die Nummer des Bordells angegeben oder, wenn es reine Terminwohnungen sind, die Handynummer der Prostituierten.

Die Prostituierten mieten sich üblicherweise in den Wohnungen ein, meist für ca eine Woche und ziehen dann in die nächste Stadt weiter. Wenn man sich informieren will, ob sich ein Besuch lohnt, dann bietet es sich an die verlinkten Bilder in dem Profil durch die Googlesuche  (auf das Bild klicken und „bei Google suchen“ anklicken) zu jagen und auf diese Weise andere Berichte über sie zu finden. Findet man unter dem Bild nichts, dann sind die Handynummer oder der Begleittext (den sich die Prostituierte nicht jedesmal neu ausdenkt) oft hilfreich, oft findet man, gerade wenn die Betreffende schon ein paar Jahre arbeitet dann entsprechende Berichte.

Damit man sich ein Bild machen kann habe ich gute und schlechte Berichte gesucht und füge sie nun hier ein:

Eine dringende Warnung:

Lexxy ist eine deutsche Wanderhure, die ihre sog. „Dienste“ in diversen Hotels deutscher Großstädte anbietet und aus Leidenschaft notgeile Männer verarscht, nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes. Sie lockt ihre Opfer mit bombastischen Versprechen über eine Guiding Line, einem ausgeklügelten System, bei der sie die absolute omnipotente Kontrolle behält, in irgendein Hotelzimmer, das meist in Bahnhofsnähe ist. Allerdings muss ich sagen, wer so doof ist, sich darauf einzulassen, ist selbst Schuld.

Der Werbetext von ihr ist auch nicht richtig, denn sie ist keine Studentin und von Sex oder gar Analverkehr kann man bei ihr nur träumen.

Der Kontakt läuft ausschließlich vorest über E-Mails ab. Man bekommt dann ein paar verlogene Standarttemplates zugeschickt mit den dööfsten und rührseeligsten Behauptungen, dass sie Kinder dabei hätte und sie daher keine Handynummer rausgeben dürfte, oder ihr Mann arbeite bei der Polizei und ähnlichen Blödsinn… Man wird zudem noch durch bombastische Sexversprechen angespitzt. Dann schlägt sie ein Treffpunkt vor und bittet um die Handynummer. Hier ist zu raten, bloß nicht darauf einlassen!!!

Sie weist einen dann an, zu einem bestimmten Treffpunkt zu kommen, um dort auf weitere Anweisungen per Handy zu warten. Wer noch so naiv ist und das macht…, ey, sorry! Auf Anfragen, sie soll ihre Nummer zuerst herausgeben, kommen rhetorische Standartmails, die übrigens alle vor Rechtschreibfehlern wimmeln, die gebe es später, sie müsse sich erst sicher sein, sie hätte schon so viel Schreckliches erlebt. Zur Vorinformation: Die gibt sie nie raus und ruft immer inkognito an!

Ich habe mich mal auf Neugier drauf eingelassen und eine alte Mailadresse und eine uralte Prepaidsimcard herausgekramt und bin zu dem vereinbarten Treffpunkt hin. Der Preis sollte 145,00 €/h sein mit allem Service, den das Herz begehrt. Ich sollte mich wie ein Blödmann mitten auf den Bahnhofsvorplatz stellen und auf weitere Anweisungen warten. AUA!

Das habe ich natürlich nicht gemacht und im Starbucks gewartet. Der Anruf kam zur vereinbarten Zeit auf mein Handy und ich wurde angewiesen, zum Intercity-Hotel am Bahnhof zu gehen und in der Lobby auf den nächsten Anruf zu warten. Aber „pssst“ niemand dürfe mich sehen. Ich habe mich etwas doofi gestellt und das hat ihr gleich gefallen. Ich sagte ihr, dass ich mich schon ganz doll freue. Ich glaube, sie kann nur noch mit dummen Männern, eine Begegnung auf Augenhöhe oder Kontrolle abgeben, gehen gar nicht bei ihr.

Natürlich bin ich nicht in die Lobby gegangen, sondern in die nächste Ecke an der Rezeption, wo auch schon der nächste Anruf kam. Sie nannte mir wie klein Doofi die Zimmernummer und hatte wahnsinnigen Stress ich müsste ganz schnell kommen und dürfte bloß nicht auffallen. Warum wohl…

Als ich die Zimmernummer hörte, bin ich natürlich gleich zur Rezeption. Weil ich innerhalb der nächsten Minute nicht bei ihr war, kam nun ein Anruf mit unterdrückter Nummer nach dem anderen. Jedenfalls habe ich dem netten Portier erstmal verklickert, was in seinem Hotel so alles getrieben wird mit einem kurzen Hinweis der Anzeige auf meinem Smartphone. Am nächsten Tag hätte sie wohl ausgecheckt und ist in ein anderes Bremer Hotel abgestiegen und hat da wahrscheinlich ahnungslose Männer erleichtert. Insgesamt bin ich danach noch mit 10 Anrufen belästigt worden, bis ich die Ingognito Nummer gesperrt habe und die Simkarte wieder in die Schublade legte. Leider bekomme ich nun ein halbes Jahr später immer noch Mails von ihr mit gefährlichen SPAM-Links. Daher meine Warnung: bloß nicht kontaktieren!

Hier kann jemand nur noch als Kontrollfreak mit einem ausgeklügelten System existieren und Männer anlocken, um diese dann zu entwerten. Deshalb: ihr bloß keine Kontrolle geben, denn es wird nicht seriös enden. Ich habe sie mal in Hamm erlebt. Da war es genau das gleiche Spiel. Auf dem Hotelzimmer gibt’s keinen Service mehr und gemacht wird nur noch, was sie sagt. Ich habe dann klugerweise vor Bezahlung noch abgebrochen. Die Templates, die sie verschickt, gehen warscheinlich alle systematisch hunderfach raus, bis ein paar Ahnungslose anbeißen. Daher wird’s Zeit, so einer Praktik mal den Riegel vorzuschieben.

Eine eher schlechte Leistung:

heute dort geklingelt und die Treppe hoch. Tür wurde mir von Jasmin im Bademantel und Puschen geöffnet – WTF. Sie ist absolut skinny mit A-Cups, wenn überhaupt:). Sie hat einen braune Hautfarbe, ein schönes Gesicht und ansprechendes Lachen -> Optikfick!
Da die Bilder zu der Dame passten, habe ich die 1/2h zu 60EUR gebucht.
Vorher geklärt, dass sie keine ZK macht, schade.

Es war auch eine Kollegin da, daher wurde kurz ein Dreier angefragt (Up-Selling), habe ich aber abgelehnt. Waschung im Bad war ok, es gab sogar ausreichend saubere Handtücher!

Auf der Matte zeigte sich dann die Kehrseite der Optik-Medaillie, schlechter Service. Kein schmusen oder irgendein Anzeichen von Spaß ihrerseits (von Geilheit will ich gar nicht sprechen!) Franz mit intensivem Handeinsatz, fast schon hektisch. Beim GVwurde darauf geachtet, dass Er auch ja nicht zu tief eindringt. Folgerichtig kam es zu leichten Standschwierigkeiten, denen aber durch einem Stellungswechsel behoben wurden. Und am Ende war es dann mit ein wenig Kopfkino vollbracht – sehr selten bei mir, wenn die Optik so gut ist.

Wünsche oder Anmerkungen für Verbesserungen wurde immer mit „nix verstehe“ kommentiert – das war meineserachtens glatt gelogen und nur Masche.

Also macht was draus.

Und eine gute Kritik:

Eigentlich ist über Carina alles gesagt oder geschrieben aber ich mache es jetzt trotzdem nochmal.

Da ich schon öfter bei Carina war hab ich erwartet das meine Begeisterung oder ihre Performance langsam nachlassen würden, beides ist noch lange nicht in Sicht.
Als sie das Zimmer betrat hatte ich mal wieder den Wow-Effekt sie hatte sehr schöne Dessous an die auf ihr gebräunten Haut super zu Geltung kamen. Ihren schönen Körper unter der Dusche zu berühren ist schon ein Erlebnis für sich. Für mich sind Küsse sehr wichtig , ich weiß nicht ob Carina sich jetzt auf mich eingestellt hat oder es daran liegt das wir uns jetzt besser kennen sie küsst absolut perfekt für mich.
Ihr französisch macht mich Wahnsinn, sodass ich dabei schon kommen könnte, aber ich wollte noch mehr, was ich natürlich auch bekommen hab .
Wir haben uns dann wie immer noch nett unterhalten und ich hätte es auch ausklingen lassen , aber nicht mit Carina sie hat dann von sich aus nochmal losgelegt und da ist sie echt unermüdlich und will die Sache nochmal zum Happy Ending bringen.
Fazit: WH immer 100 %
Empfehlung : Wer hier im Forum das nicht weiß, ist selber schuld.

Hat man zwei bis drei Berichte über eine der Damen gelesen, dann hat man ein ganz gutes Bild.

Wie man sieht bekommt man schon sehr genaue Vorstellungen, auf was man sich einlässt und da hat das Internet eine große Verbesserung im Vergleich zu früher gebracht, wo man sich allenfalls auf den Ruf des Hauses verlassen konnte.

Findet man gar nichts über sie, dann kann man in einer ganz fremden Gegend nach Berichten von der gleichen Adresse schauen. Sind die auch alle schlecht, dann wird es mehr zum Risiko, sind sie alle gut, dann wird das Risiko kleiner.

Natürlich wissen das auch die Damen oder die Betreiber der Lokation und so werden auch immer wieder gerne sehr positive Gefälligkeitsberichte eingestellt oder natürlich der Name, die Nummer und die Fotos gewechselt, damit die negative Besprechung nicht mehr gefunden werden kann. Häufig kommt aber auch hier in den Foren ein Hinweis darauf, dass sie nun unter anderem Namen auftritt.

Die Wohnungen verfügen üblicherweise entweder über bestimmte Zimmer und dazu meist noch Gemeinschaftsräume für die Prostituierten. Es gibt die Variante, wo alle eigene Klingeln haben, so dass man direkt die Prostituierte anklingelt, die einen interessiert, die häufigere Variante ist aber, dass man in die Wohnung kommt und einen dann entweder eine der Prostituierten oder eine Hausdame (die dort als Empfang arbeitet und nicht als Prostituierte) begrüsst. Das wäre dann eher das klassische Bordell. Man wird meist in eines der Zimmer gebracht und dann stellen sich entweder alle Frauen auf einmal oder die Frauen nacheinander vor (meist die letztere Variante, was auch etwas übersichtlicher ist). Dann wird man gefragt, mit welcher man was machen möchte und diese kommt dann zurück.

Meist wäscht man sich dann noch oder duscht sogar zusammen und dann kommt es eben auf das Niveau an. In einem Haus niedriger Qualität läuft es etwa so wie im Laufhaus, in einem Haus höherer Qualität geht sie wesentlich mehr auf einen ein, hat weniger Berührungshemmungen, ist mehr darauf ausgelegt, dass man ein gutes Erlebnis hat und zufrieden wieder geht. Ab zumindest mittleren Niveau bekommt man auch danach um die Zeit voll zu machen üblicherweise eine Massage, wenn man einen hinreichend langen Zeitraum gebucht hat, dann gibt es eben eine zweite Runde.

Die Empfangsdame ist üblicher ein Garant für eine gewisse Qualität. Denn dann hat der Betreiber üblicherweise auch ein langfristiges Interesse daran, dass sein Haus einen guten Ruf hat und dort ein guter Service geleistet wird. Natürlich können die Betreiber den Damen nicht reinreden, da diese ja selbstständig arbeiten, aber in den besseren Häusern gibt es eben eine Nachbesprechung, die Hausdame fragt also, ob alles okay war oder ob etwas nicht gepasst hat und man behält wahrscheinlich auch die Kritiken im Internet im Auge. Passt es bei einer Dame nicht, dann trennt man sich eben von ihr. Eine gute Hausdame in einem gehobenen Haus weiß genau, wo die Stärken und Schwächen ihrer Damen liegen und kann einem Tipps geben, welche am besten zu einem passt.

Natürlich wird aber auch hier bei den Profilen im Netz einiges gefälscht, auf die Alterangaben kann man eigentlich immer etwas raufrechnen, wenn sie jung aussehen, dann bleiben Frauen über Jahre 18 und ändern dann, wenn es langsam geschäftsschädigend wird auf 20 (bei einem Alter von 28) erhöht. Wie bei Frauen auch sonst habe die 29 ebenfalls eine hohe Beharrungskraft und danach sind 34 häufig das höchste der Gefühle und bedeuten eher 40, ebenso werden  die Kleidergrößen auch gern großzügig ausgelegt und Bilder teilen das Schicksal der Alterangabe und bleiben auch auf dem damaligen Stand, wenn sie aktualisiert werden müssen, dann darf sich zunächst ein Photoshopkünstler an ihnen austoben.

Auch hier gilt natürlich: Um so schlechter das Haus an sich um so weniger sehen die Bilder den Damen noch ähnlich.

Hat man ein sehr gutes Haus, dann kann der Sex wirklich gut sein. Zum einen hat man eine junge hübsche Frau mit sportlichen Körper und hübschen Gesicht, zum anderen ist das Ganze eben vollständig auf den Kunden ausgerichtet. Und das ist eine interessante Erfahrung: Man kann sich einfach entspannen und die Frau machen lassen. Und viele haben es dort eben auch richtig drauf, weil sie Profis sind. Von den 10 technisch besten Blowjobs, die ich bekommen habe, waren ca. 9 von Prostituierten. Deepthroat, genau die richtige Saugstärke an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit, und ohne das man darüber nachdenken muss, dass man jetzt egoistisch ist und sich auch mal um sie kümmern sollte.  Und auch alle anderen Praktiken, die man mag, kann man hier ausprobieren. Vom Analsex bis zum Dreier, es gibt keine Erfahrung für die es nicht auch eine Dame gibt, die sie anbietet, zumal die Wahrscheinlichkeit, dass man im „normalen Leben“ an einen Dreier kommt, jedenfalls für mich nicht hoch war und nunmehr auch Null wäre, so hat man ihn mit zwei sportlichen ca. 23 jährigen, die beide hingebungsvoll so tun als könnten sie sich nichts Schöneres vorstellen.

Ich bin nicht ganz sicher, wie die Regelungen bei den Preisen sind. Bei den reinen Terminswohnungen wird eine Miete gezahlt, bei den Bordellen mit Hausdame wird evtl auch jedes Mal mit einem Gast ein Zimmer für den Sex gemietet, so dass das Bordell an jeder Nummer verdient und ein Interesse daran hat, dass viele Besucher kommen. So hatte ich es jedenfalls mal gehört. Das sei wohl auch ein Grund, warum Dreier für die Damen durchaus interessant sind: Die Damen teilen sich die Zimmermiete, verdienen also mehr.

Vielleicht noch ein paar Worte zum Pauschalclub, auch wenn es ihn inzwischen nicht mehr gibt, weil er über das Prostitutionsschutzgesetz verboten worden ist. Das Prinzip in dem Club, in dem ich war, war sehr simpel. Man zahlte am Eingang einen bestimmten Betrag, zog sich dann einen Bademantel an und ging in den Gemeinschaftsraum. Dort traf man auf die Prostituierten und wenn neben einer ein Platz frei war, dann konnte man sich dahinsetzen und hatte sie damit reserviert. Man unterhielt sich etwas mit ihr, bis sie einen fragte, ob man aufs Zimmer wollte, wenn das (natürlich) der Fall war, dann ging sie zu einer Kraft an der Theke, erhielt dort einen Schlüssel für ein Zimmer und entweder einen Strich auf einer Liste oder eine Münze oder so etwas und man ging auf das besagte Zimmer, hatte dort Sex, wobei der Aufenthalt auf den Zimmern zur Limitiertung der Besuche etwa zwanzig Minuten oder halbe Stunde dauern musste (man unterhielt sich nach dem Akt dann eben noch etwas) und dann ging man wieder nach unten, nahm sich was vom Buffett, schaute etwas Fernsehen, unterhielt sich mit anderen Gästen oder ging in eine Sauna etc bis man dann wieder Lust hatte und genug Erholungszeit für den Penis verstrichen war.  Dazwischen gab es noch spezielle Aktionen, etwa einen Gangbang auf einer „Spielwiese“ oder eine Lesbenshow oder was auch immer. Es waren dort so etwa 8 Prostituierte und durchgängig etwa 25 oder dreißig Freier, die Damen waren also üblicherweise gut beschäftigt (gerade weil einige der Frauer eben auch nur ein 3 Stunden Ticket statt eines Tagestickets gekauft hatten).  Ich glaube, das war aber auch das, was den Club für die Frauen interessant machte: In einem Laufhaus oder einem Bordell hätten sie evtl lange Wartezeiten gehabt und wenn sie Pech hatten, dann haben sie nichts verdient. Hier waren sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gut beschäftigt und haben insofern gut verdient. Denn die Damen waren auch dort keine Angestellten, sondern selbständig tätig, sie wurden nur nicht von den Freiern pro Nummer gezahlt, sondern von dem Betreiber. Üblicherweise war bei den 8 Damen eine sehr hübsche, ein paar mittlere und 2, die etwas dicker und nicht so attraktiv waren. Wenn eine der Hübschen nach einer Nummer oder nach einer Zeit im Sozialraum für die Prostituierten, der von den Freiern nicht betreten werden konnte, wieder in den Gemeinschaftsraum kam, dann war der Platz neben ihr sofort belegt und es gab verschiedene Ansätze wie man sie dazu brachte, dass sie sich neben einen setzt oder andere hindert sie zu besetzen. Die Unattraktiveren waren durchaus auch mal eine Zeit unbesetzt und versuchten jeden Mann, der den Gemeinschaftszahl betrat zu sich zu lotsen, was nicht immer gelang, denn die Männer mussten sich eben die Male, die sie in der Zeit, die sie da waren, leisten konnten, einteilen und überlegen, ob sie in der Zeit dann lieber mit anderen schlafen wollten, wenn sie es schafften, aber sie waren trotzdem recht gut beschäftigt, so dass das Modell für sie auch noch interessanter war als in anderen Bereichen, da es sichere Kunden brachte , auch bei nicht perfekten Körpern. Ich weiß nicht, was die jeweiligen Frauen pro Nummer bekommen haben, aber da sie sonst keine Umkosten hatten, gleichzeitig aber sichere Kunden dürfte es sich für viele gelohnt haben. Die Atmosphäre kam mir dabei eher weniger wie in einem Kaufhof vor, sondern es war persönlicher, weil man sich zwangsläufig mehr unterhielt, es weniger Geschäft abzuwickeln gab und eben auch Rückzugsräume vorhanden waren.

Bei meinen Berührungen mit Prostitution hatte ich eigentlich durchgängig das Gefühl, dass die Damen das freiwillig machen, liegt auch daran, dass ich eher „bessere“ Häuser besucht habe.

Siehe auch:

Der Wunsch der Männer Frauen zu gefallen und sie zu befriedigen (wie eine Prostituierte ihn erlebt)

Theressa Bäuerlein hat für die Krautreporter eine (feministische) Prostituierte interviewt. Einige Passagen finde ich ganz interessant:

Dass es nicht immer nur um Sixpack und Flachlegen gehen kann, dämmert ja bereits einigen Männern, aber die Grundfigur vom Phallus bleibt bestehen. Das ist wie ein Schatten, der den Mann noch lange begleitet, auch wenn er sich sehr darum bemüht, verletzlich, vorsichtig, demütig zu werden. Selbst wenn er lernen will, zum Beispiel über Gefühl zu sprechen oder eine Frau wirklich liebevoll zu befriedigen, klebt da irgendwie immer noch so lange dieses Ding dran, dass er das jetzt gleich supergut machen will, dass er das Feedback braucht, dass er das sofort kann und großartig macht. Und wenn wir wirklich von einem echten Lernen reden wollen, dann ist diese Erwartung natürlich lächerlich

Es ist Wahnsinn, was Männern, was kleinen Jungs passiert, dass sie ihr ganzes Leben so bedürftig bleiben. Wer hat sie so sehr verunsichert, dass sie ihr ganzes Leben lang an der Bestätigung durch Frauen hängen, wie ein Junkie an der Nadel? Die gehen aus dem Puff ja nicht mit einem grandiosen Gefühl raus, sie fühlen sich nur etwas weniger beschissen. Das ist einfach krass. Diese klare Aufforderung an die Prostituierte: Sei von vorne bis hinten die Verkörperung, mir recht zu geben! Und sie bemühen sich im Gegenzug häufig sehr um meine Lust, sind sehr liebevoll. Weil sie wirklich bereit sind, die Frau zu lieben, sie zum Orgasmus zu bringen, sobald dieser Raum für sie sicher ist. Und dazu gehört, dass die Frau ihn nicht durchfallen lässt. Dass sie sagt: Du bist richtig, du bist willkommen.

(…)

Ich würde sagen, wenn sie wüssten, dass sie eine reale Chance haben, die Prostituierte auch ganz einfach sexuell glücklich zu machen, würden sich alle Mühe geben. Die Männer sind sehr darauf bedacht, so angenehm wie möglich zu sein. Und ihre Art von Traurigkeit, ihre Isolation oder Aufregung oder Frust können sie davon ablenken, oder ihr heimlicher Unfrieden damit, überhaupt im Puff zu sein.

Ich muss noch etwas sagen, denn das habe ich wirklich in der Prostitution gelernt: Alle, alle Frauen unterschätzen ihren Wert für Männer. Nicht nur sexuell, sie unterschätzen auch nicht nur ihr sexuelles Potential, sondern sie unterschätzen ihre unersetzbare Rolle, den Mann glücklich zu machen. Der Mann ist glücklich, wenn die Frau glücklich ist. Das wissen so wenig Männer, dass sie sich oft leider komplett andersrum verhalten. Das ist sowas wie eine Ur-Sehnsucht von Männern, offenbar, und die ist so tief vergraben, dass man es am liebsten als Macho kompensiert.

Die Männer sind aber so viel mehr bereit, Abstriche an ihrer eigenen Lust zu machen, wenn die Frau dafür total abgeht. Das ist wirklich der Hammer. Der Mann kann sexuell seinen Frieden nicht finden, wenn die Frau durch den Sex mit ihm nicht blüht. Wahrscheinlich gilt der männliche Sextrieb deshalb als stärker als der von Frauen. Die Männer können einfach nicht aufhören, diese Erfüllung zu suchen, und gehen leider in der Suche ziemlich viel falsch an. Das ist eine tiefe, archetypische Sehnsucht im Mann. Die Männer sind im Puff und im Prinzip könnte sie nichts glücklicher machen, als wenn ich eine halbe Stunde wirklich durch sie leuchte. Und das passiert nicht. Dadurch hat dieses ganze Drama von Frust und Lust und Puff und Orgasmus und Ficken überhaupt erst angefangen. Das ist ein absolut zentraler Punkt .

Ich kann mir das durchaus vorstellen. Denn die Lust der Frau ist etwas geiles, was einem Bestätigung gibt. Und ihr Lust ist dann vielleicht auch noch eine Art Schulderlass, man schläft nicht mehr mit einer Frau, die das über sich ergehen lässt, sondern die Frau hat Sex mit einem, weil sie es will. Das ist natürlich sehr viel befriedigender, denn dann ist es eine gegenseitige Sache. Die Lust der Frau ist ein starkes Aphrodisiakum für den Mann, umgekehrt scheint das weit weniger der Fall zu sein. Was auch der Grund dafür ist, dass die Darstellung weibliche Lust in einem Porno weitaus wichtiger ist als die Darstellung männlicher Lust.

Evolutionär ist weibliche Lust auch kein schlechtes Signal: Wenn sie einen sexuell anziehend findet und ihre Lust echt ist, dann dürfte das ein sehr gutes Zeichen dafür sein, dass sie tatsächlich an einem interessiert ist und nicht etwa Sex mit einem anderen lieber will, was die Vatersicherheit erhöht.

Und auch diese Passage ist interessant:

Diese Männer brauchen einen Kanal, wo sie es irgendwie rauslassen können, und sie lassen es sexuell raus, und in dem, was sie den Prostituierten mitteilen. Die Not ist groß, irgendwem zu sagen: „Ich liebe meine Frau, aber sie will keinen Sex mehr mit mir. Es hat trotzdem nichts mit meiner Frau zu tun, dass ich jetzt alle Frauen in diesem Laden durchprobiere.“

Sex mit mehr als 10.000 Männern

Eine Frau, die als Escort-Dame im oberen Bereich gearbeitet hat, hat über ihre daraus folgende Erfahrung, mit über 10.000 Männern geschlafen zu haben, ein Buch geschrieben:

Aus einer Besprechung des Buches:

At the height of her career, Ms Montenegro was paid $500 to $1000 an hour as a elite escort.

(…)

The Melbourne woman was born into a family with deep Christian values and wanted to ’save herself‘ until the right man came along.

But after she was gang-raped during a night-out at a club, coupled with her low self-esteem and her lust for money, she started off table top dancing before heading into sex work.

‚I saw an ad for table top dancing back when I was about 19,‘ Ms Montenegro said.

‚I was very naïve – it’s like I fell off the bus.

‚I got pretty drunk and I made $1000 cash on the first night.

‚I thought that was amazing and I thought „I must be quite decent at it“.‘

 (….)

‚The money was why I stayed for so long. I was earning thousands upon thousands a week,‘ she said.

‚Money was like a drug – it let me fly around the world.‘

10.000 Männer in 15 Jahren im Geschäft, das sind 10.000: (15Jahre x 365 Tage)= 1,9 Männer pro Tag. So hochklassig wird sie da zumindest in den Anfängen vermutlich nicht gearbeitet haben um auf diese Zahl zu kommen.

Dazu fällt mir auch noch diese Studie ein, die sich mit der Diskrepanz der Sexpartner bei Männern und Frauen beschäftigt:

One of the most reliable and perplexing findings from surveys of sexual behavior is that men report substantially more sexual partners than women do. We use data from national sex surveys and studies of prostitutes and their clients in the United States to examine sampling bias as an explanation for this disparity. We find that prostitute women are underrepresented in the national surveys. Once their undersampling and very high numbers of sexual partners are factored in, the discrepancy disappears. Prostitution’s role in the discrepancy is not readily apparent because men are reluctant to acknowledge that their reported partners include prostitutes.

Across the world, probability sample household surveys of adult sexual behavior show that men report substantially more sexual partners than women do (1–13). This finding is puzzling, because in a closed population of heterosexuals, men and women actually have the same number of sexual partners in the aggregate. Explanations for this discrepancy pertain to either sex-linked reporting bias or sampling bias. Sex-linked reporting bias means that, for whatever reason, men overreport and/or women underreport the number of their partners. Sampling bias refers to the undersampling of women who have had many partners and/or women with whom sampled men have had sex but are outside the sampling frame. In our analysis, we evaluated sampling bias related to prostitution as an explanation for the disparity.

 

Hier noch ein paar Bilder von ihr:

Gwyneth Montenegro

Gwyneth Montenegro

Gwyneth Montenegro

Gwyneth Montenegro

Gwyneth Montenegro

Gwyneth Montenegro

Das mittlere Bild ist ein aktuelles, auf den anderen beiden ist sie noch deutlich jünger. Es ist schwer ein aktuelles Bild zu finden, auf dem sie sehr attraktiv aussieht. Gewerbe und Alter scheinen ihre Spuren hinterlassen zu haben
Interessanter als ihre reine Tätigkeit als Prostituierte finde ich aber ihre Angaben dazu, was Männer wollen:

1. They really love to please

‘One of my biggest requests from men is that they perform oral sex on me. Men really love to please, they love to know that you’re not faking it with them and that they’re doing it right.’

Das der weibliche Spass am Sex für Männer stark antörnend ist, hatte ich schon häufiger als Thema, beispielsweise hier. Ob eine Prostituierte da die richtige Adresse ist wäre eine andere Frage. Andererseits: Wenn sie einem einem Orgasmus beim vaginalen oder sonstigen Sex vorspielt, warum dann nicht beim oralen? Die grundsätzliche Begeisterung dafür, eine Frau zum Orgasmus zu bringen kann ich gut nachvollziehen, vermute aber, dass die wenigsten Prostituierten da mit Begeisterung dabei sind. Ich vermute mal für viele Männer ist es ein Versuch den Sex möglichst noch normaler zu machen und ihr Lust auf Sex zu machen, sei es um eigene Schuldgefühle zu mindern oder weil das eigene Ego groß genug ist.

2. They really value their relationship

‘They’d rather utlilise an expensive professional service than cheat on their wives and girlfriends with someone like a neighbour. They want something with no attachment and no emotional value. Proof they really value their relationship.’

Das Argument, dass eine Prostituierte die schonenste Art ist, in einer Beziehung fremd zu gehen, wenn man fremd geht, hatten wir schon mal als ein Motiv, welches Prostituierte bei Freien vermuteten. Es ist innerhalb dieser Möglichkeiten auch durchaus zutreffend, eine Affaire oder jede andere sexuelle Beziehung mit einer anderen Frau ist so gesehen ein tieferer Eingriff als die rein geschäftsmäßige zu einer Prostituierten

3. They’re insecure

‘In society men are supposed to have this sexual prowess and the reality is that many are worried that they don’t meet the mark. They engage in these professional services so that they can please their women – to learn what to do.’

Das wäre also die Geschichte des sexuell unerfahrenen Mannes, der Wissen bei einer Prostituierten aufbaut. Scheint mir eher unwahrscheinlich, aber wer weiß?

4. They have fantasies they won’t tell you

‘Men have fantasies that they wouldn’t dare tell their partner because they’ve got too much to lose. They have a huge fear of rejection and shame, which is why they turn to escorts to fulfill them.’

Das wiederum kann ich mit durchaus vorstellen. Einfach weil es sicherlich viele Leute gibt, die bestimmte „perverse“ Fantasien haben und wissen, dass die Partnerin diese nicht umsetzen will. Diese Scheu fällt dann bei einer Prostituierten eher weg, da sie ja von sich aus bestimmte Dienstleistungen anbietet. Es ist insofern eine anonyme Möglichkeit seine Phantasien auszuleben

5. They’re romantic

‘They enjoy pursuing a woman as much as they enjoy the deed itself. Over the year I’ve received everything from perfume and flowers to chocolate. Although I’d prefer less chocolate and more diamonds, you’ve got to watch your weight in this job’.

Ein häufig auftauchendes Motiv. Ich vermute mal, dass einige Männer auf diese Weise einfach eine gewisse Beziehung zu der Person, mit der sie schlafen, aufbauen wollen, um so ein besseres sexuelles Erlebnis zu haben. Vielleicht ist hier auch der Vorteil, dass man mit einer hübschen Frau flirten kann, die einen nicht abweisen wird, auch wenn sie dabei vielleicht eine Rolle spielt. Zudem nährt es die Illusion, dass man nicht einfach nur der Kunde ist, sondern dass sie einen tatsächlich mag

6. They want pseudo relationships

‘They want the confidence boost from having sex and they want to fulfill their sexual urges but without any of the commitments from a serious relationship.They can feel like they’re getting all the benefits from a relationship without being in one.’

Das dürfte vielleicht auch eine Besonderheit des High-Class-Escort-Bereiches sein: Wer eine Frau für einen Urlaub oder einen Tag bucht, der will in dieser Zeit eben etwas mehr, eine Pseudobeziehung, und ist vielleicht dann auch gerade weil er weiß, dass so etwas vorzuspielen eine gewisse Qualität verlangt, bereit dafür mehr zu zahlen.

7. They want to feel desired

‘Men want to feel desired with the guilt that comes with it. They want you to want them without wanting anything in return from them, or having anything attached to it, but by admitting that they feel emasculated.’

Auch hier also wieder das Motiv, dass man die Frau nicht einfach nur für Sex bezahlen will, sondern sie einen nach Möglichkeit tatsächlich wollen soll.

8. They’re safe

‘They value safety and health and always use condoms. In Australia if you work in this trade you have to have monthly STI checks and blood works.’

Angesichts von 10.000 Männern aus meiner Sicht sehr verständlich

Keine Ahnung, ob ihre Angaben der Wahrheit entsprechen oder zum Zwecke des Buchverkaufs etwas geschönt sind. Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen, dass es Männern bei eine Prostituierten am liebsten wäre, wenn sie es mit ihnen genießt und sie sexy findet. Beides passt insoweit gut in evolutionäre Muster. Daneben wird es auch Freier geben, die einfach nur den Sex wollen.

Es zeigt aber auch, dass Männer Prostituierte keineswegs einfach nur zum Objekt machen wollen. Einige/Viele wollen viel lieber eine Subjekt welches sie auch als begehrenswertes Subjekt wahrnimmt.

Europäisches Parlament: Freier sollten bestraft werden („schwedisches Modell“)

In einer nicht bindenden Resolution hat forderte das EU-Parlament, dass die Mitgliedsstaaten etwas gegen Prostituition unternehmen, indem sie auf das schwedische Modell umstellen und Freier bestrafen. Zudem sollen Ausstiegsmöglichkeiten für Prostituierte geschaffen werden

Ein Auszug:

Die nicht bindende Resolution wurde mit 343 Stimmen angenommen. 139 Abgeordnete stimmten dagegen bei 105 Enthaltungen.

Prostitution eindämmen, indem den Freiern Bestrafung droht

Die meisten Abgeordneten glauben, dass eine der besten Wege, Prostitution und Frauen- bzw. Mädchenhandel zu bekämpfen, das sogenannte nordische Modell ist, das in Schweden, Island und Norwegen angewendet wird. Es sieht Prostitution als eine Verletzung der Menschenrechte und als eine Form von Gewalt gegen Frauen. Es kriminalisiert diejenigen, die für Sex bezahlen, und nicht die, die ihn verkaufen. Die Abgeordneten rufen die Mitgliedstaaten dazu auf, dem nordischen Modell zu folgen.

Ich finde eine Regelung, bei der einer der beiden folgenlos anbieten darf, alles in seiner Macht stehende machen darf, damit der andere seine Dienstleistung annimmt, selbst sogar vollauf und aus freien Willen damit einverstanden sein kann, diese Dienstleistung auszuüben und dies dem anderen auch so mitteilen darf und der andere dann bestraft wird, wenn er diese Dienstleistung annimmt, reichlich bescheuert.

Es scheint mir eine Verbindung aus weiblicher Unterverantwortlichkeit (Female Hypoagency) und männlicher Hyerverantwortlichkeit (Male Hyperagency) zu sein, gut durchmischt mit einer Verklärung weiblicher Unschuld („niemals kann sie so etwas wollen, sie hat nur nichts anderes, auch wenn sie evtl. richtig viel Geld verdient, das sie sonst nie verdienen könnte“) und Dämonisierung männlicher Sexualität zu sein.

Allerdings bezweifele ich, dass sich dadurch viel ändern wird. Unverbindliche EU-Resolutionen sind eben unverbindlich und damit reichlich wirkungslos. Einer der Fehler der EU, die sich durch so etwas – vielleicht auch weil jeder weiß, dass es keinerlei Wirkung hat – noch mehr Beliebigkeit vorwerfen lassen muss.

Vor einer Einführung in Deutschland müsste also noch einiges passieren. Und dann wäre es auch interessant, ob Prostituierte dagegen klagen und wie sich das BVerfG dazu aufstellt.

Am „schwedischen Modell“ zur Prostitution gibt es ja auch einiges an Kritik:

Kritik wurde laut, dass die Prostitution laut einer Studie von 2004 zwar vordergründig von den Straßen verschwunden ist, aber in den Untergrund gedrängt wurde, so dass sich die Situation für die Frauen deutlich verschlechtert hat. Auch ist die Zwangsprostitution nicht verschwunden, sondern hat sich nach neuesten Erkenntnissen sogar vermehrt[4]. In der Praxis behandelt die Polizei die Frauen offenbar weniger als Opfer, die vor ihren Kunden gerettet werden müssen, denn als Mitwissende von Straftaten; so können sie sich keine Hilfe mehr holen, wenn ihnen Gewalt und Gefahr begegnet. Die Sozialarbeiter haben Probleme, die Prostituierten noch zu erreichen. Diese sind jetzt gezwungen, sich Zuhälter zu ihrem Schutz zu suchen. Bei Stichproben gaben nur noch ein Bruchteil der betreffenden Frauen an, sich beim letzten Geschlechtsverkehr mit Kondomen vor HIV geschützt zu haben, da sie Angst haben auch diese Kunden zu verlieren. Nicht wenige schwedische Männer reisen auch als Sextouristen in die benachbarten baltischen Staaten.

Eine große Mehrheit der Schweden will nicht mehr nur die Männer, die für Sex bezahlen, sondern auch die Frauen, die dieses Gewerbe ausüben, kriminalisieren. Die Gesellschaft sieht es nicht ein, warum es gerecht ist, die eine Seite zu bestrafen und die andere nicht. Die Kontaktaufnahme hat sich ins Internet verlagert und in Kneipen, in denen Telefonnummern diskret verteilt werden

Prostitution aus Sicht eines Freiers

Bei Lucas Schoppe hat Leser Thomas seine Sicht auf die Prostitution als Freier dargestellt und freundlicherweise zugestimmt, dass ich den Kommentar hier noch einmal einstelle:

Vielleicht kann es interessant für die Diskutierenden sein, Erfahrungen eines „Betroffenen“ abzuholen.

Zu mir: ich bin Mitte 30, männlich, seit mehr als 10 Jahren in einer glücklichen heterosexuellen Paarbeziehung und im Schnit 1-2 mal im Monat Prostitutionskunde.

Mein Sexualleben ist generell eher ungewöhnlich und ich beschäftige mich viel mit meinen Wünschen, deren mutmaßliche Ursachen und den moralischen und sonstigen Implikationen. Insbesondere auch, da die „normalen“ Erklärungen für sexuelle Verhaltensweisen (z.B. „Prostituierte sind arme Opfer“ und „Freier sind notgeile, perverse Schweine, denen das Leid ihrer Opfer egal ist“) irgendwie nicht meiner Wahrnehmung der Lebensrealität entsprechen.

● Warum suche ich sexuelle Abenteuer außerhalb meiner Beziehung:

1) Abwechselung

Leider wird mir Sex mit nur einer Frau mit der Zeit langweilig. Das liegt sicherlich nicht an meiner Partnerin, die sehr offen für Variation ist (Dessous z.B., ausgefallene Rollenspiele, auch Analverkehr etc.) sondern an mir: ich will ab und zu einfach „fremde Haut“ spüren. Das belebt im Übrigen auch meine „Lust“ in der Beziehung. Wenn ich längere Zeit keine Abwechselung hatte, schläft auch das Sexualleben in der Beziehung ein – und das ist dann alleine meine Schuld.

2) Sexuelle Wünsche, die in der Beziehung nicht befriedigt werden können

Ich bin Sadomasochist. Meine Freundin auch, aber sie nimmt nur die passive Rolle ein: sie wil gefesselt werde, gedemütigt etc..

Mir ist die passive Rolle eigentlich auch lieber, aber das kann ich mit ihr nicht ausleben. Daher muss ich mir das außerhalb der Beziehung suchen. Meine Ausflüge ins Domina-Studio haben im Übrigen mit „Sex“ im eigentlichen Sinne meist nur sehr wenig zu tun.

Zudem bin ich auch bisexuell. Zwar war ich auch schon mit Callboys zusammen, aber für gewöhnlich gehe ich in Gaysaunas. Warum für etwas zahlen, was man auch umsonst haben kann?

Ich habe schon Geld dafür bezahlt, einen Mann blasen zu „dürfen“ und am nächsten Tag dafür gezahlt, selbst von einer Frau geblasen zu werden. Das bringt einen schon etwas zum Nachdenken… In der Gaysauna einen potentiellen Partner zu verführen und zu sehen, wie er mich begehrt ist sehr geil. Und ein toller Schub für das Selbstvertrauen. Weiterhin interessant in dem Zusammenhang finde ich auch, dass ich in dem Zusammenhang manchmal mit Partnern dort zusammen bin, die ich gerade nicht übermäßig attraktiv finde. Von einem Mann gefickt, „benutzt“, zu werden, den man nicht attraktiv findet, kann das devote, passive Gefühl der Hingabe ungemein verstärken. Oft fordere ich sogar von den Partnern ein: nimm keine Rücksicht, benutzte mich, beschimpfe mich etc.: das erhöht meinen Spaß an der Sache. Sexuelle Devotheit ist manchmal eine seltsame Sache…

Ich frage mich in dem Zusammenhang auch, inwiefern es bisweilen einer Prostituierten Spaß machen kann, mit einem Mann zusammen zu sein, den sie gerade nicht attraktiv findet, wenn sie ähnlich veranlagt ist, wie ich. Ich spiele bisweilen auch das Spiel, dass ich den ersten besten, der sich in der Sauna für mich interessiert nehmen „muss“ und habe auch schon das Spiel gespielt, dass dieser nach dem Sex meinen nächsten Partner aussuchen darf – das finde ich unheimlich erregend, gerade auch, wenn ich mir umgekehrt diesen Partner nicht gewählt hätte. Insgesamt ist Sexualität denke ich viel, viel komplizierter, als einfache, mehrheitsfähige Interpretationen es nahelegen.

Besonders toll finde ich im Übrigen Transsexuelle Prostituierte, welche ich recht häufig aufsuche: sie verbinden das Beste beider Welten. Brüste und Schwanz.

ine Nebenüberlegung:
Die vorherrschende Vorstellung monogamer heterosexueller Beziehungen ist völlig überladen. Was soll die Partnerschaft alles sein? Beste Freundschaft, sexuelle Erfüllung, eige Liebe, stabiler Raum für Kinder, lebenslage Verbindung…
Das ist völlig unrealistisch.

3) Einmal im Leben…
Ich hatte erst mit drei Frauen Sex außerhalb einer Kaufsituation. Und die entsprachen alle meinem typischen „Beuteschema“: kaukasisch, vollbusig, etwas mollig, sehr weiblich.
Bei Prostituierten habe ich hingegen alles schonmal ausprobiert. Insbesondere auch viele Frauen, mit denen ich nie eine Beziehung würde führen wollen.
Ich sehe es als wertvole Erfahrung an, auch mal mit Frauen anderen Typs geschlafen zu haben: Schwarze, asiatische, sehr mollige, zierliche, ältere, jüngere usf.
Die vorherschende Meinung, Männer würden vorallem „junge, schlanke und devote Frauen“ suchen ist für mich völlig hirnrissig. Ich habe mehr als zwei Jahre regelmäßig eine 20 Jahre ältere, ziemlich mollige Hure aufgesucht, von der ich mich fesseln und zum Oralverkehr habe „zwingen“ lassen, was ihr meiner festen Überzeugung nach ebenfalls sehr viel Spaß gemacht hat. Und sie konnte sich nach eigener Aussage vor Kunden kaum retten.

● Warum nutze ich Prostitution um die oben genannten Erfahrungen machen zu können?

1) Weil es unkompliziert ist
Ich habe eine Job mit jede Menge Reisetätigkeit. Eine Affäre neben meiner Beziehung zu unterhalten wäre recht schwierig – es sei denn, ich lege mir meherere in verschiedenen Städten zu… Zudem habe ich unter der Woche oft lange Arbeitszeiten.
Eine Affäre will auch gepflegt werden, es reicht nicht, sich alle paar Monate mal für Sex zu treffen. Mal davon abgesehen, dass die Affäre vermutlich auch ins Geld geht, mit Essenseinladungen, Hotelzimmer usf..
Einen Bordellbesuch muss man auch hingegen nicht vorher umständlich planen, es geht ganz spontan und unkompliziert. Ein Gaysauna Besuch im Übrigen auch.
Dabei hätte ich glaube ich keine großen Probleme, mir eine Affäre zuzulegen. Ich arbeite seit fast 10 Jahren in der Unternehmensberatung: mein Verdienst ist entsprechend alles andere als schlecht. Ich habe mich auch nicht schlecht gehalten für mein Alter (das mag auch an meinem Fitness-Coach liegen…) und ernte zwischenzeitlich Aufmerksamkeit der weiblichen Hälfte der Bevölkerung, für die ich mit 20 gemordet hätte. Allerdings ohne sie zu nutzen und ohne wirklich daran interessiert zu sein…

2) Es ist mit Sicherheit erfolgreich ist
Wenn ich mich in die nächste Disko auf die Suche nach einem One-night-stand stürze, weiß ich nicht, ob ich die Nacht alleine verbringe oder nicht. 
Zudem entsprach das Disko-aufreißen noch nie meinem Stil und meinen Fähigkeiten.
Wenn ich einen Prostitutionsbesuch unternehme ist es dagegen mit einiger Sicherheit erfolgreich: ich bekomme am Enda das was ich gesucht habe.

3) Es ist sicher
Eine Affäre setzt mich der Gefahr aus, mich zu verlieben und meine Beziehung zu gefährden, was ich nicht will. 
Gerade dieses Jahr hat mich beim Kunden auch eine sehr viel jüngere Praktikantin recht agressiv angeflirtet, was mir unangenehm war und zu Gerede bei den Kollegen geführt hat. Darauf habe ich keine Lust. Bei Prostitierten besteht derlei Gefahr nicht, die Absichten von beiden sind von vornerherein klar definiert.
Und auch die Gefahr, Bekannte oder Kollegen zu treffen ist minimal – da wäre ich mir bei einem Swingclub-Besuch o.ä. auch unsicher.

4) die Qualität stimmt
Auch die Qualität der Dienstleistung stimmt fast immer. Das mag aber auch damit zusammenhängen, dass ich in hochhpreisigen Segmenten unterwegs bin. Ich kann mir eigentlich recht sicher sein, dass meine Sexualpartnerin in Sachen Aussehen, sexuellen Praktiken, Körperhygiene usf. meinen Wünschen entspricht – wo geht das denn sonst?
Zudem beherrscht die Hure meist die angebotenen Sexualpraktiken auch. Gerade beim Analverkehr zum Beispiel benötigt es einige Kenntnisse, Vorbereitung und auch Übung, um das zu einem gelungenen Erlebnis zu machen. Das weiß ich, weil ich sowohl aktiv als auch passiv damit jede Menge Erfahrung habe. Mit einer unerfahrenen Partnerin das das erste mal zu probieren macht mit einiger Sicherheit wenig Spaß, weil man unheimlich vorsichtig sein muss – erst mit einiger Übung macht es beiden mehr Spaß.
Blasen können Huren sowieso besser als die meisten anderen Frauen.
Zudem (und hier schreit die Feministin vermutlich auf): ich muss bei einer Prostituierten weniger Rücksicht darauf nehmen, was ihr Spaß macht. Wenn meine Freundin bei mir Fellatio praktiziert, habe ich immer irgendwie ein schlechtes Gewissen, weil sie es glaube ich nur mir zuliebe tut. Das reduziert mein Vergnügen daran doch erheblich. Bei einer Prostituierten habe ich dieses Problem nicht: sie bietet die Dienstleistung an, sie wird dafür bezahlt, deshalb habe ich kein Problem damit, wenn sie dabei nicht sexuell auf ihre Kosten kommt. Ihre sexuelle Erfüllung ist irrelevant.
Dasselbe gilt z.B. auch für Massagen, da ich häufiger auch einfach nur „sexualisierte“ Massagen nachfrage, ohne dass es zu Sex kommt. Wenn meine Freundin meinen Rücken massiert, fühle ich mich danach verpflichtet, sie danach auch zu massieren. Bei einer Dienstleisterin, die ich bezahle, fühle ich diese Verpflichtung nicht.
Andererseits habe ich aber kein Interesse an einer Begegnung mit einer unwilligen Sexualpartnerin. Wenn ich merken würde, dass sie sich ekelt oder generell der Tätigkeit stark ablehnent gegenübersteht, dann hätte auch ich keinen Spaß daran. Selbiges ist mir nur einmal passiert. Die Frau war müde, gereizt und wollte „die Sache“ offensichtlich nur schnell hinter sich bringen und ich habe die Begegnung ziemlich direkt abgebrochen. 
Da besteht im Übrigen auch kaum ein Unterschied zu irgend einer anderen Dienstleistung. Ich habe auch eine Putzfrau. Wenn ich den Eindruck hätte, dass sie die Arbeit hasst, würde ich sie nicht beschäftigen. Nicht, weil ich für ihr Glück verantwortlich bin oder der Asicht bin, man müsse seine Arbeit immer lieben (das ist offensichtlich Unfug und gilt auch für mich mitnichten), sondern weil ich mich schlecht fühlen würde, wenn ich eine Dienstleistung erbracht bekäme, die zu erbingen der Dienstleister wirklich hasst. 
Biete die Dienstleistung an oder lasse es sein, aber runinier nicht mein Leben mit Deinen Problemen! Das reduziert die Dienstleistungsqualität derlei, dass ich sie (bei Dir) nicht mehr nachfrage.

● Moralische Implikationen

Ist das alles jetzt moralisch verwerflich?
Vielleicht meiner Freundin gegenüber. Aber das geht nur uns beide etwas an. Und ich bin mir eingentlich recht sicher, dass sie mir freie Hand ließe. Ohne meine Eskapaden hätte ich sie schon längst verlassen und uns beiden ist die Beziehung zu wichtig dafür.
Und die Prostitution als solche? „Handele so, dass die Maxime Deines Willens…“ gemessen daran würde ich mein Dasein als Freier nicht als verwerflich bewerten. Ich kenne die sexuelle gefühlswelt Anderer nicht, aber mit meiner wäre es nicht unvereinbar, diese Tätigkeit auszuüben. Demnach sehe ich auch kein Problem darin, sie nachzufragen.
Beute ich Prostituierte nun aus? Mißbrauche ich sie? Beuten sie gar mich aus? Und die Männer, mit denen ich in der Gaysauna Sex habe? Und wenn diese mich dafür bezahlen würden (Angebote hatte ich schon)?
Wer bestimmt das? Und wen geht es etwas an? Nur die Beteiligten.

Der Blick von außen ist in meiner Wahrnehmung völlig daneben, da er permanent Einschätzungen und Klischees produziert, die nicht auf meine Lebensrealität passen. Auf Basis dieser Fehleinschätzungen kann man kein Urteil über die Lebensentwürfe anderer Menschen fällen.