„Erzählt weiter davon, dass der Mann ein Raubtier ist, während wir die 99 Prozent sind, die nicht in diese Kategorisierung passen“

Der Blog Neulandrebellen stellt noch einmal dar, wie unangebracht der Vorwurf ist, dass der Partner das größte Risiko für eine Frau ist und verweist zu recht darauf, dass es sich schlicht um eine unsachliche Stimmungsmache handelt:

Der Partner bzw. der Ex-Partner: Das sei wie gesagt der gefährlichste Mensch im Leben einer Frau. Auch 2019 habe sich das wieder bewiesen. 15 Frauen sind in Hessen durch ihren Partner oder Ex getötet worden – 2018 waren es nur 7 Morde. Weitere 27 Mordversuche gab es – 2018: 28. Besonders Trennungsgeschichten seien der Auslöser. Dorothea Blunck kenne hingegen »keinen Fall, bei dem die Frau ihren Mann umgebracht hat, weil er sich trennen wollte«. Andersherum geschieht das allerdings schon. Was man durchaus glauben kann, wenn man Beziehungsdynamiken so betrachtet.

Ohne jetzt kleinkariert sein zu wollen, lohnt sich doch ein Blick auf die Zahlen: 11.949 Ehen wurden 2018 in Hessen geschieden. Die oben genannten Gewaltakte gegen Frauen in häuslicher Gemeinschaft 2018 (Tötungen und Versuche zusammen) – Trennungsgwalt laut Blunck – machen einen Anteil von nicht mal 0,3 Prozent aus. Eingerechnet sind noch gar nicht die außerehelichen Trennungen.

Es ist eben ein klassisches Element einer Identitätstheorie, dass sie nicht davon wegkommen solche schlechten Fälle auf die Gruppe, die man nicht mag oder die eben der Buhmann ist, im Ganzen zu übertragen, gerne mit sinnlosen Zahlenspielen wie „jeden dritten Tag“ und sich nicht bewußt zu machen, wie selten die Zahlen dennoch sind.

Der lesenswerte Artikel geht dann auch noch auf Gewalt gegen Männer ein und endet wie folgt:

Kommt also nur her, ihr Experten für häusliche Gewalt und erzählt mir mehr. Mehr von dem, was ich weiß. Bei dem ich aber als Opfer nicht vorkomme, sondern nur als Tätergeschlecht. Als gefährlichste Stelle im Leben meiner heutigen Partnerin. Erzählt weiter davon, dass der Mann ein Raubtier ist, während wir die 99 Prozent sind, die nicht in diese Kategorisierung passen. Und erzählt mehr davon, dass ihr angeblich nur sachlich analysiert, während ihr nichts weiter als Ideologie verbreitet. Erzählt mehr, damit ich was habe, um bitter aufzulachen.

Es ist in der Tat reine Ideologie. Das man die verhältnismäßig wenigen Fälle letztendlich auf ca 42.000.000 Frauen umlegen muss und die Täter ebenso auf 40.000.000 Männer wird vollkommen außer acht gelassen.

Solange ein Mord passiert müssen sich eben die Männer bessern. Sie sind das Tätergeschlecht. Und damit eine Gefahr für ihre Partnerin. Anders darf es gar nicht sein.

vgl auch:

 

186 Gedanken zu “„Erzählt weiter davon, dass der Mann ein Raubtier ist, während wir die 99 Prozent sind, die nicht in diese Kategorisierung passen“

  1. Man muss m.E. davon ausgehen, dass Feministinnen komplett inkompetent sind, sobald es um Zahlen geht.
    Von wenigen Demagoginnen abgesehen, die absichtlich Falschinformation verbreiten, ist der feministische Geist nicht in der Lage, diese zwei Perspektiven gleichzeitig einzunehmen oder gar gegeneinander abzuwägen:
    a) 40 Frauen wurden getötet. Das sind mehr als mein ganzer Abi-Jahrgang. Frauen wie ich. Das sind VIELE.
    b) 40 von 40000000. Frauen aller Couleur, Frauen wie die Giftziege aus der Buchhaltung, die alle zur Weißglut bringt oder wie die Pissnelke, die mir beim Yoga immer meinen Platz wegnimmt. Angesichts der vielen Harpyen, die ich kenne, sind 40 von 40000000 sehr WENIGE.

    Hanlons Razor sollte als Aufkleber auf jedem Internetfähigen Computer kleben: „Doch, doch… Menschen SIND so dumm“

    • Kennst Du diese Theorie der „Coalitional Instincts“?

      Das sind natürlich keine echten Instinkte. Der Autor meint, dass die gesellschaftlich relevanten Meinungsverschiedenheiten zwischen progressiven und konservativen Leuten sehr gering sind. Dass aber beide Parteien – vor allem die progressiven – sehr vehement Meinungen vertreten oder Meinungen beipflichten, die den offiziellen Meinungen der jeweils anderen Leute widersprechen, mitunter diametral entgegengesetzt sind.

      Sie tun dies nicht aus Überzeugung, sondern aus Parteinahme. Konkret: Feministen glauben nicht wirklich, dass Frauen diskriminiert werden, unterdrückt werden, immer wieder Gewalt von Männern erfahren, usw. usf. Allerdings behaupten das Feministen unentwegt. Es ist einfach ein politisch motiviertes Verhalten (mit sehr ernsten Konsequenzen). Und wer dies abstellen will, der kann dies nicht dadurch erreichen, dass er Feministen „überzeugt“ – sie sind bereits überzeugt, aber sie behaupten permanent das Gegenteil davon.

      Ist halt so eine Theorie – schau mal hier:

      https://www.edge.org/response-detail/27168

      https://www.lesswrong.com/posts/LzY5jLZxQzToQsdt2/john-tooby-on-coalitional-instincts

      • Kannte ich nicht.
        Ist auch eine Theorie, die ich nicht von der Bettkante schubsen würde.
        Und ein zusätzliches Argument in dieser Frage:
        https://allesevolution.wordpress.com/2020/03/28/selbermach-samstag-12/#comment-459782

        Fragen, die zum Fleisch der Theorie nötig wären:
        Warum ist die „Frauen“ Koalition für heutige Frauen stärker als z.B. eine „Familie“ Koalition?
        Warum ist die verbindende Eigenschaft „Opfer“ und nicht z.B. „Mutter“?

        • Hast Du mal Sachen von der Gabriele Kuby gelesen? Z. B. „Die globale sexuelle Revolution“. Ziemlich paranoid das alles – aber vielleicht einfach nur hellsichtig.

          Ihre These: dieser ganze Scheiß hat angefangen mit der Angst vor der Überbevölkerung der Erde. Darum hat man – allen voran die USA – in den 1970ern begonnen, gegen das Kinderkriegen und gegen Familie allgemein vorzugehen. Weil das aber in der Dritten Welt nicht so gut funktioniert hat, musste man diverse Umwege nehmen, z. B. die „Befreiung“ und Gleichstellung der Frauen.

          Diese Kuby ist irre – aber es ist schon verblüffend, was die alles an Belegen über die Jahrzehnte ausgegraben und zusammengetragen hat. Vielleicht hat sie mehr Recht als wir uns träumen lassen.

          • Es gibt natürlich auch den Effekt, dass manche Menschen lieber an eine raffinierte, wenn auch bitter böse Verschwörung glauben, als einen monströsen Cockup.

            Lieber „Jemand Böses hat zu viel Macht“ als „Die Welt hat die Neigung, ganz fürchterlich schief zu gehen, ohne dass jemand konkret Schuld hat“.

          • Ziemlich sicher stellt sich doch die schlimmste Vermutung immer wieder und wieder als richtig heraus.

            Kann da nur empfehlen auf dem Kanal TrauKeinemPromi mal die drei Stunden
            „Die marxistisch-satanistische Weltverschwörung“ zu gucken / hören.

            Man kann ja (nicht jeder, weiß ich) sowas schauen, ohne es sich komplett zu eigen zu machen.

            /triggering==off//

  2. „Denn es sind etwa 12 Prozent aller Frauen in Deutschland, die statistisch gesehen irgendwann an Brustkrebs erkranken. Weitaus mehr als sich männliche Gewalt an Frauen abreagiert.“

    Absolut falsch. An fast jeder Frau haben Männer schon ihre Aggressionen abreagiert – wenn auch meistens nur unter dem Label Sex bzw. ficken. Man müsste schon völlig verblödet sein, um das nicht zu registrieren.

    • Selbst diese dumme EU-Studie, bei der nur Frauen gefragt wurden und jede Frau, die ab dem 14. Lebensjahr schon mal geschubst wurde gleichwertig in die Gewaltstatistik eingeht, wie eine Frau die ins Krankenhaus geschlagen wurde, kommt darauf das 2/3 nicht mal geschubst wurden. Männer wurden nie gefragt.

      Und du willst jetzt Sex noch mit aufnehmen, um sagen zu können das fast jede Frau ein Opfer ist? Naja, ist nicht überraschend, du nennst dich ja auch schließlich Feministin.

      Interessiert dich denn überhaupt an wie vielen Männern Frauen schon ihre Aggressionen ausgelassen haben? Denn anders als Männer die hauptsächlich ihr eigenes Geschlecht angreifen, richtet sich Gewalt von Frauen auch zum größten Teil gegen das männliche Geschlecht.

      • „Und du willst jetzt Sex noch mit aufnehmen, um sagen zu können das fast jede Frau ein Opfer ist?“

        Ich nehme keine Studie zu häuslicher Gewalt ernst, die nicht auch abfragt, wie häufig die Person überraschend beim Sex u.a. beschimpft, gewürgt und/oder geschlagen wurde; Schmerzen während des Verkehrs oder im Anschluss hatte.

        Und Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Männer auf dieser Skala auch nur zu einem Bruchteil der Frauen-Gesamtheit von derartigen Erfahrungen berichten können würden?

        • Zählst du denn die Fälle, in denen ein Mann nach allen Regeln der Kunst angespitzt wurde, um dann mit „Ich hab leichte Kopfschmerzen und muss morgen früh raus. Schlaf du lieber auf der Couch“ das Schicksal eines Crashtestdummies zu erleiden, mit zu Häuslicher Gewalt?

          Natürlich nicht. Denn du glaubst ja nicht ernsthaft, dass Frauen auf dieser Skala auch nur zu einem Bruchteil der Männer-Gesamtheit von derartigen Erfahrungen berichten könnten.

          Eigentlich bist du witzig. Bis auf den Aspekt, dass du dich selbst vollkommen ernst meinst. Das ist furchterregend.

          • „Zählst du denn die Fälle, in denen ein Mann nach allen Regeln der Kunst angespitzt wurde, um dann mit „Ich hab leichte Kopfschmerzen und muss morgen früh raus. Schlaf du lieber auf der Couch“ das Schicksal eines Crashtestdummies zu erleiden, mit zu Häuslicher Gewalt?“

            Sowas passiert in der Kennenlernphase?
            Wer nach allen Regeln der Kunst angespitzt wurde, kann sich doch wohl glücklich schätzen, oder nicht?

          • „kann sich doch wohl glücklich schätzen“

            Ah, der „Die mögen das doch“ – Gambit…

            Dir ist bewusst, dass du damit deinen eigenen Einwurf komplett entkräftest, weil Frauen ja nachgewiesenermaßen auf Männer…
            Nein
            Nein, das ist dir nicht bewusst.
            Natürlich nicht

          • Ich hätte gerne gewusst, was sich hinter der Chiffre „nach allen Regeln der Kunst anspitzen“ überhaupt verbergen soll, und was Du für den Grund der darauf folgenden Abweisung hälst.

        • „Ich nehme keine Studie zu häuslicher Gewalt ernst, die nicht auch abfragt, wie häufig die Person überraschend beim Sex u.a. beschimpft, gewürgt und/oder geschlagen wurde; Schmerzen während des Verkehrs oder im Anschluss hatte.“

          Ich unterstelle jetzt mal, daß du zu viele schlechte Filme kuckst.

          • Huch, wo kommt denn der Komparativ her?

            Ansonsten: Wenn du willkürlich Paarungen bildest, ist – Untersuchungen zufolge – in 6 von 10 Fällen der Mann aggressiver als die Frau. Kein großer Unterschied, aber vorhanden. Mit dem caveat, dass man sich natürlich die Definition noch mal anschauen miss.

          • Nein… Männer werden dressiert, Gefühle zu unterdrücken, das Leben lang für die Familien zu arbeiten und den Mund zu halten. Männliche Probleme sind „unwichtig“ weibliche im Gegensatz oberheilig. Das lernen die Kinder schon von klein auf. Männer machen die schmutzigsten, ungesündesten und gefährlichsten Arbeiten überhaupt, leben im schnitt 7 Jahre weniger als Frauen und müssen länger arbeiten als Frauen (zB. in der Schweiz 1 Jahr, früher sogar 3 Jahre). Männer müssen in den Krieg ziehen, während Frauen zu 50% für alle Kriege verantwortlich sind. Über Alimente, Scheidungen usw. rede ich gar nicht. Begründung: Männer sind ein bisschen grösser als Frauen und haben mehr Physische Kraft. Das ist alles.
            Jetzt, ein Mann der diese Ungleichgewichten den überhaupt verarbeiten? Die Männer werden mit alle diesen Ungerechtigkeiten aggressiv gemacht, den nicht alle merken, dass dies wirklich ungerecht ist, sondern viele empfinden es als normal. Aber irgendwo muss der Dampf raus, irgendwie.
            In anderen Worten: Wäre die Gesellschaft gerechter, müsste man die Aggressiven Männer lange suchen.

      • Das traurige daran ist das Semikolon diese Information nur verarbeiten kann, in dem sie sich einredet das diese Frauen Opfer einer Gehirnwäsche durch das Patriarchat (der Männerherrschaft) sind und niemals von sich aus darauf stehen würden hart gefickt zu werden oder im Mittelpunkt eines Gangbangs zu stehen.

        Das es die Frauen sind, die diese Art von Sex wollen und den Mann dazu überreden, ist für sie nicht vorstellbar.

        https://www.lovetalk.de/probleme-in-der-beziehung/131833-meine-freundin-beim-sex-devot-behandelt-werden.html?s=9d695c5ef14fc27841cd84d2918822a5
        https://www.gutefrage.net/frage/wuergen-beim-sex
        https://liebe.gofeminin.de/forum/wurgen-frage-an-die-frauen-fd399104

      • Ich bin nun seit 3 Monaten mit meiner Freundin (17) zusammen. Wir hatten immer ein tolles Verhältnis konnten über alles reden usw und hatten auch guten und ganz normalen Sex der uns beiden sehr gefällt. Nun hat sie sich getraut mir (18) zu sagen das sie Gewalt beim Sex total geil findet. Sie möchte das ich sie schlage (ziemlich fest meinte sie), undzwar egal wo (auch bzw vorallem ins Gesicht), sie am Hals packe und würge usw usw. Das soll nicht immer so sein sondern nur wenn sie Lust drauf hat.
        Mein Problem ist jetzt, dass ich sie echt nicht schlagen will und ihr auch nicht wehtun will da ich sie liebe und sie auch eigentlich eine total liebe Person ist. Wir haben drüber geredet und ich hab ihr gesagt das ich sowas nicht haben kann und mich total dreckig fühle wenn ich es mir allein schon vorstelle

        https://www.planet-liebe.de/threads/freundin-will-das-ich-sie-schlage.304532/

        Und Semikolon, läßt dieser Mann seine Aggressionen an seiner Freundin aus?

        • Ich hab den Thread überflogen, folgende Zitate von ihm fand ich aufschlussreich:

          „Sie sagt selbst sie will mich zu nichts zwingen und auch das ich echt anders als ihre vorherigen Typen bin (rücksichtsvoll total lieb usw usw usw)“

          Also eine Vorgeschädigte. Mit 17!

          „Hab viel nachgedacht und gelesen und ich denke mal ich bin bereit dazu meiner Freundin, die total lieb, nett und lustig ist und welche ich auch Liebe zu Ohrfeigen.“

          Goddamn.

          „Hab ihr auch gesagt ich werd mich einfach mal langsam da rein bauen und sie solle mir sagen wie wann und wie fest sie was möchte.
          Naja ihre Reaktion war erstmal total überrascht weil ich vorher meinte nein sowas könntei ch nicht und hat jetzt bedenken das ich es übertreiben könnte oder auch mal mache wenn sie es nciht will“

          Wie erklärst Du Dir das?

          • Jeder noch halbwegs normal tickende Mensch erklärt sich das anders als DU!

            Denn aus der Aussage „Sie sagt selbst sie will mich zu nichts zwingen und auch das ich echt anders als ihre vorherigen Typen bin (rücksichtsvoll total lieb usw usw usw)“ geht mitnichten hervor, dass sie vorgeschädigt ist. Die Alternativen zu rücksichtsvoll und total lieb ist nicht direkt, jemanden gleich direkt zu vermöbeln. Da gibt es eine erhebliche Spannbreite. Und ganz nebenbei auch die subjektive Wahrnehmung der Person, die diese Einschätzungen trifft. Vielleicht waren die anderen Typen auch eigentlich alle ganz OK. Es hat nur nicht zwischen ihnen gepasst und so kamen sie ihr im Nachgang einfach als weniger nett vor.

            Und auch der von dir zitierte Rest… Er will es gar nicht, will aber MIT IHR ZUSAMMEN versuchen, da einen Weg zu finden, der für beide akzeptabel ist und das ist natürlich für dich auch falsch; einfach weil er ein Mann ist und die sowieso nie etwas gut machen.

            Deine ganze Weltanschauung ist dermaßen skurril, man möchte wirklich gerne meinen, dass du, wie only me andeutete, einfach nur ein verdammt guter Satiriker bist, der die Schwachsinnigkeit feministischen Denkens parodiert. Das lässt dich zumindest nicht direkt wie einen kompletten Vollidioten wirken und man behält für sich noch einen kleinen Restglauben an die Menschheit…

          • Er ist „echt anders“ – das war jedenfalls ihre Hoffnung.
            „hat jetzt bedenken das ich es übertreiben könnte oder auch mal mache wenn sie es nciht will“ sagt mir: da IST was passiert in ihrer Vergangenheit, vor dem sie Angst hat(te), es könne sich nun wiederholen. Siehst Du eine alternative Deutungsmöglichkeit?

            Jetzt kannst Du natürlich fragen: aber warum hat sie es denn überhaupt so dargestellt wie ihren Wunsch? Z.T. vielleicht, weil sie das Gefühl hatte, ihm könne was fehlen – gerade wo sie zuvor noch keine rücksichtsvollen Partner kennenlernen durfte.

          • Sorry, Semi, aber du interpretierst hier völlig frei und mal wieder beständig nur auf der Annahme, Männer = Täter und Frauen = Opfer. Was du dir zusammenfabulierst mag es in der Welt in seltenen Fällen geben, aber es gibt stufenlose Varianzen in alle Richtungen. Alles was du da in diese Aussagen reinprojizierst, entstammt deinen eigenen Ressentiments.

      • Ziemlich ähnlich wie bei uns: die Stimmen der Frauen, die Gewalt gegen sich befürworten, werden verstärkt.

        Ein ganz perfider Trick ist z.B. auch, der Frau nach den ersten intimen Zusammenkünften das „Kompliment“ zu machen, sie würde viel mehr einstecken können als ihre Vorgängerin. Bei der hätte er immer so vorsichtig sein müssen, bei ihr hingegen fühle er sich erst so richtig wohl, könne ganz er selbst sein usw.

        Frauen sind oft schrecklich duldsam und manipulierbar, speziell wenn jung (je unglücklicher desto mehr).

        • Semikolon,

          „Frauen sind oft schrecklich duldsam und manipulierbar, speziell wenn jung (je unglücklicher desto mehr).“

          Denkst Du, das liegt an einem Versagen der Mutter bei der Erziehung oder ist das Deiner Meinung nach ein naturgegebenes und nicht änderbares Verhalten?

          • Die Vorstellung, dass ich als Mutter dafür sorgen kann, dass unsere Töchter nicht zu Fußabtretern heranwachsen, sondern zu Frauen mit einem gesundem Körper- und Selbstwertgefühl, halte ich i.d.T. hoch – auch wenn ich mir der dazu gegenläufigen, gesamt-gesellschaftlichen Einflüsse bewusst bin.
            It sure is worth the try.

          • Semikolon,

            das ist ja auch die originäre Verantwortung der Mutter und lässt sich nicht an die abstrakte „Gesellschaft“ delegieren.

            Ebensowenig kann man es Männern vorwerfen, wenn diese später dann mit dem Erziehungsergebnis der Mutter interagieren und dabei die Erwartungshaltung der Frau erfüllen.

          • Aufklärung könnte man schon auch von der Gesellschaft erwarten.
            Ginge los mit: anstatt Mädchen einzuimpfen, es wäre das Beste, sie nähmen (bis irgendwann Mitte/Ende 20 oder so) die Pille, müsste man sie dazu ermächtigen, ihre fruchtbaren Phasen zu bestimmen. Das u.a. soll Inhalt von Sexualunterricht und den ersten Gynäkologenbesuchen sein. Von einer Mütter-Generation, die das weit überwiegend selbst nie gelernt hat, ist das im Zweifelsfall wohl nicht leistbar.
            Und ja: daraus ergibt sich dann auch wieder ein neues Problem… rate welches.

          • anstatt Mädchen einzuimpfen, es wäre das Beste, sie nähmen (bis irgendwann Mitte/Ende 20 oder so) die Pille

            Wie, wo, wer impft das Mädchen ein?
            Diese angebliche Einimpfung ist eine unbelegte Behauptung und inzwischen längst verblichener Strohmann.

          • Du weißt aber schon, Temperaturmessen und Kalenderficken die so ziemlich schlechtesten Arten der Empfängnisverhütung sind? Die Überdauerungszeiten von Spermien im weiblichen Körper sind länger, als viele denken und gerade bei jungen Frauen / Mädchen sind die Zyklen der Ovulation oft noch viel zu unstet; so sehr, dass man sie teils kaum als Zyklen bezeichnen kann. Verhüten mit Kalender / Thermometer führt somit gerade bei jungen Menschen fast zwangsläufig zu Verkehrsunfällen.

            Wenn du eine derartige Aversion gegen die Pille hast, dann empfehle vernünftige Alternativen! Meinetwegen auch in langen Beziehungen, solange kein Kind bei rauskommen soll, prinzipiell immer mit Gummi. Aber ihnen „den Umgang mit den unfruchtbaren Zeiträumen“ beizubringen, erachte ich als in hohem Maße verantwortungslos.

          • Semikolons vernünftige Alternative zur Pille ist die Vasektomie. Das hat sie hier schon öfter verbreitet.

          • „Immer mit Gummi“ ist die Quote aber nunmal schlechter als wenn Temperatur/Kalender mit der Zervix(schleim)Beobachtung kombiniert (und im entsprechenden Zeitraum auf PIV verzichtet) wird.

          • (Mal ganz abgesehen davon, dass es halt auch einfach für Viele sehr viel doofer ist… und auch nicht gratis zu haben)

          • Semikolon,

            „anstatt Mädchen einzuimpfen, es wäre das Beste, sie nähmen (bis irgendwann Mitte/Ende 20 oder so) die Pille“

            Das „impfen“ sich die Mädchen untereinander ein. Und der Grund ist nicht Verhütung sondern die feminisierende Wirkung der Pille: Besseres Hautbild und andere optischen Effekte. Damit sammeln Mädchen Statuspunkte bei anderen Mädchen, sie steigen in der Hierarchie ihrer Girls-Groups auf.

            Das hat mit Geschlechtsverkehr herzlich wenig zu tun.

          • Semikolon,

            „Weil.sie.falsch.informiert.werden.“

            Von wem genau werden sie „falsch“ informiert und was hindert die digitalaffinen Mädchen von heute daran sich weiter zu informieren? Darüber welcher Klamottenstyle gerade angesagt ist, informieren sie sich ja auch seeeehr ausgiebig.

            Wobei – die feminisierende Wirkung der Pille ist ja unstrittig.

            Die Risiken und Nebenwirkungen allerdings auch.

          • „„Immer mit Gummi“ ist die Quote aber nunmal schlechter als wenn Temperatur/Kalender mit der Zervix(schleim)Beobachtung kombiniert (und im entsprechenden Zeitraum auf PIV verzichtet) wird.“

            Und im wirklichen Leben: https://focus-arztsuche.de/magazin/verhuetungsmittel/natuerliche-verhuetung-so-sicher-ist-sie

            Die Quote von Gummis kann nicht als schlechter bezeichnet werden, weil die Zuverlässigkeit von natürlichen Methoden kaum bezifferbar ist. Die Behauptung, die Quote von Kondomen sei schlechter hast du dir / haben sich deine feministischen Stichwortgeberinnen einfach nur aus dem Arsch gezogen.

            „(Mal ganz abgesehen davon, dass es halt auch einfach für Viele sehr viel doofer ist… und auch nicht gratis zu haben)“

            Hahaha! Aus seiner Verhütung eine wissenschaftliche Herausforderung zu machen und ggf. gänzlich auf Penetration für nicht unerhebliche Zeiträume verzichten zu müssen, ist NATÜRLICH viel besser, als ein Gummi zu verwenden… Oh Mann, ohne Worte!

          • Natürlich sind Frauen gegen Kondom. Das sind alle Frauen, auch die Pille Verfechterinnen, da man mit Kondom nicht ohne Mann bestimmen kann, dass man Kinder bekommt. Ist ja der Klassiker, wenn Männer Kondome wollwn: „vertraust du mir nicht? Dann schlafe ich nicht mir dir“

          • „Von wem genau werden sie „falsch“ informiert“

            Der Pillenreport 2015 stellte bspw. fest:
            „Unter den 40 am häufigsten verkauften Pillen sind immer noch 25 besonders risikoreiche Präparate, die die Ärzte vor allem jungen Frauen verordnen. Diese Pillen enthalten „Gestagene, die ein bisher ungeklärtes oder schon oft nachgewiesenes höheres Thromboserisiko aufweisen.““

            Mehr hier:
            https://allesevolution.wordpress.com/2018/10/13/selbermach-samstag-209-13-10-2018/
            (der Quellenlink ist aber leider tot)

            So, und wo die Ärzteschaft es – zumindest noch in der jüngeren Vergangenheit – schon nicht hinkriegt(e), trotz offiziellem Brandbrief (!) ihren jungen Patientinnen nur die _sichersten_ Verhütungsmedikamente zu verschreiben, kannst Du Dir ja mal still für Dich überlegen, wie wohl die Beratungsqualität insgesamt einzuordnen ist.

            „Die Quote von Gummis kann nicht als schlechter bezeichnet werden, weil die Zuverlässigkeit von natürlichen Methoden kaum bezifferbar ist.“

            Von mir aus können wir die Angabe aus Deiner Quelle für die zu bevorzugende Kombi großzügig aufrunden und landen dann bei einem maximalen Pearl-Index von vielleicht 3. Der entsprechende von Kondomen liegt jedoch bei 12.

            „Aus seiner Verhütung eine wissenschaftliche Herausforderung zu machen“

            Ach Unfug.

            „und ggf. gänzlich auf Penetration für nicht unerhebliche Zeiträume verzichten zu müssen, ist NATÜRLICH viel besser, als ein Gummi zu verwenden“

            Die meisten NFPler werden sicherlich sporadisch oder regelmäßig auch mal auf Gummis zurückgreifen – was dann leider bedeutet, dass ihr Risiko für diesen Zyklus ansteigt. Eben auf genau das, was alle steten Kondombenutzer einkalkulieren müssen. Aber im Gegensatz zur unaufgeklärten Masse wissen sie, wann abseits der Mens es noch sicher ohne Gummi geht, bzw. wann genau sie ein höheres Schwangerschafts-Risiko eingehen. Und können dann auch viel besser noch entscheiden, obs ihnen das denn jetzt wirklich Wert ist, oder ob sie nicht doch vielleicht lieber einer anderes sexuellen Spielart frönen wollen.

            Persönlich empfinde ich das nicht als einschränkend, sondern einzig als sehr bereichernd (aber mein Partner quängelt dann inzwischen auch nicht mehr so rum wie so ein typischer, junger Testosteron-Bolzen).

            „Natürlich sind Frauen gegen Kondom. Das sind alle Frauen, auch die Pille Verfechterinnen“

            Eigentlich können doch _nur_ Frauen, die selbst Opfer bringen für die dauerhafte Verhütung, pikiert sein, wenn ihr Partner auf ein Gummi besteht. Weil das 3 wenig schmeichelhafte Schlussfolgerungen nahelegt:
            a. er ist wohl fremdgegangen
            b. er denkt wohl, ich sei fremdgegangen
            c. er glaubt nicht, dass ich meine Pillen zuverlässig schlucke o.ä.

            Aber sag mal: willst Du andeuten, Du wärst schon häufiger eingeknickt, sprich hättest auf den Kondomgebrauch verzichtet, obwohl Du ein schlechtes Gefühl dabei hattest?

          • @;
            Wenn man kein menschlicher Totalausfall ist, kann man auch d. schlussfolgern:
            Als Mann ist er es gewohnt, die Konsequenzen für sein Tun zu tragen, also übernimmt er hier auch Verantwortung.
            Dein Punkt c. ist ja nun Fakt, ob aus Dummheit, oder Boshaftigkeit sei mal dahingestellt.
            Ersteres ist übrigens auch der Grund für den „schlechten“ Pearl Index von Kondomen.
            Dumm fickt vielleicht gut, aber bestimmt nicht sicher.

          • @ Frank

            „Ersteres ist übrigens auch der Grund für den „schlechten“ Pearl Index von Kondomen.
            Dumm fickt vielleicht gut, aber bestimmt nicht sicher.“

            Sehr richtig. Und ich finde es schon regelrecht skurril, das Semi scheinbar denkt, dass diese Leute, die sogar zu doof sind, ein Kondom richtig zu verwenden, auf einmal mit einer vergleichsweise erheblich aufwendigeren und komplexeren Methode voll auf der sicheren Seite sein werden.

            Solche Leute sind gewiss nicht annähernd in der Lage zu schnallen, dass die Meinung „ab Mittwoch bin ich wieder fruchtbar, dann können wir es am Samstag davor ja noch einmal richtig krachen lassen“ schon der sicherste Weg in eine ungewollte Schwangerschaft ist.

          • Den dummen Leuten, an die Du da denkst, würdest Du also welche Verhütungsmethode konkret ans Herz legen wollen?

          • „Den dummen Leuten, an die Du da denkst, würdest Du also welche Verhütungsmethode konkret ans Herz legen wollen?“

            Analverkehr, Sterilisation oder Spirale.
            Ist mir aber auch ziemlich egal, sollen doch machen, was sie wollen.

          • Warum schreibst Du Sterilisation und nicht Vasektomie?

            Ist Dir klar, dass die von Dir vorgeschlagene Dauerlösung für weibliche Menschen ziemlich sicher ein mehr an Schmerzen bedeutet?
            (ich selbst kenne Unterleibskrämpfe während der Tage sogar praktisch nur aus meiner Zeit mit IUP. Ich schätze, dass bei mir da wahrscheinlich auch der ein oder andere Abort darunter gewesen sein wird… und nein, ich jedenfalls wusste auch hier vorher nicht so wirklich, worauf ich mich da einlasse).

            Aber immerhin hast Du jetzt nicht auf die Dreimonatsspritze oder Hormonstäbchen verwiesen, die ja de facto derzeit bei uns als Mittel der Wahl gelten für intelligenzgeminderte/behinderte bzw. sonstwie benachteiligte Mädchen und Frauen. Mit Grund?

          • Semikolon,

            „…wie wohl die Beratungsqualität insgesamt einzuordnen ist.“

            Das lässt sich daraus nicht ableiten.

            Vermutlich haben wir hier das ganze Spektrum. Von der Ärztin die ohne Patientengespräch einfach das Mittel verschreibt was ihr der knackigste Pharamreferent angepriesen hat, über zu Ärzten die sehr ausführlich aufklären bis hin zu Patientinnen, die explizit das wollen was ihre Freundin hat und beim Gespräch die Ohren auf Durchzug stellt.

            Und da die Empfängnisverhütung als Ziel der Medikation in der Motivlage der Mädchen erst an dritter Stelle steht (an 1. Stelle die Feminisierung und an 2. Stelle ein Initiationsritus unter Mädchen; „Ich nehme die Pille“ als Merkmal des Erwachsenwerdens) sind auch Tipps für alternative Verhütungsmethoden ziemlich sinnfrei.

          • Aufklärung kann doch nicht sinnfrei sein?!

            Die von Dir (bezugnehmend auf?) als Motivationsgrund Nr. 1 angeführte Feminisierung (Gender-„Equality“-Paradox denk ich da immer) beruht ja eben auch auf unzureichender Aufklärung…

            Ich denke optimistisch: wir haben das Schlimmste bereits hinter uns.

            Ich bin ja nun wahrlich auch nicht die Einzige aus meiner Generation (in der die Verbreitung unter Minderjährigen ihren absoluten Höhepunkt erreicht hatte), die eine gänzlich andere Haltung gegenüber diesen patriarchalen Gegenwarts-Märchen zu vermitteln sucht.

          • Semikolon,

            „beruht ja eben auch auf unzureichender Aufklärung…“

            Nein, an Möglichkeiten sich zu informieren scheitert es heute ganz gewiss nicht. Vielmehr ist es eine mehr oder weniger bewusste Entscheidung der Mädchen, sichtbare Vorteile im hier und jetzt höher zu bewerten als potentielle Nachteile (gesundheitliche Risiken) in der Zukunft.

            Was bezogen auf den Bewertungsmaßstab junger Frauen eine rationale Entscheidung ist, wenn das weibliche Umfeld diesen Rahmen vorgibt.

            „Ich bin ja nun wahrlich auch nicht die Einzige …die eine gänzlich andere Haltung gegenüber diesen patriarchalen Gegenwarts-Märchen zu vermitteln sucht.“

            „Patriarchal“ ist wieder typische Kampfrhetorik, die von der Realität und den Verantwortungen ablenken soll.

            Und auch wenn Du sicher nicht die einzige bist, es ist eine Minderheitenposition:

            😀

        • „Frauen sind oft schrecklich duldsam und manipulierbar, speziell wenn jung (je unglücklicher desto mehr“

          Stimmt. Genau deshalb waren Emanzipation und Wahlrecht für Frauen ein Fehler 🤷‍♂️

    • Komisch, warum wollen dann Frauen immer Sex, jammern gar rum wenn sie nicht genug bekommen? Alles Masochisten? Ihr Feministen seit echt wie die NPD, die glauben wie ihr eine Gruppe zu vertreten die in der Mehrzahl aber nix mit ihnen zu tun haben möchte.

        • „Frauen“ allgemein ist natürlich Blödsinn. Aber so wenige sind es auch wieder nicht.
          Vielleicht neigen viele Frauen infach zu „Ich will das, was ich gerade nicht habe, und zwar sofort!“?

  3. Mir ist in diesem Zusammenhang immer wieder schleierhaft, was ausser der Vergiftung der Kommunikation dabei raus kommen soll. Klar kann man so erst einmal eine Position politisch besetzen und festigen, aber es stellt sich ja kein Effekt ein. Die mehr als 99 Prozent werden sich ja nicht angesprochen fühlen. Und können auch nichts ändern. Im besten Fall ignorieren sie die Vorwürfe und im schlimmsten Fall ignorieren sie alles was aus der Ecke kommt in der Zukunft. Ob das wirklich hilfreich ist?

    • „was ausser der Vergiftung der Kommunikation dabei raus kommen soll.“

      Die Privilegierung der Frau in Gesetzgebung und Gesellschaft.

    • Eine zu selten genannte Begründung: Diese Debatten dienen dem Verhindern von Kapitalismuskritik. Das geschieht in der Form, dass man Symptome des Kapitalismus bzw. der freien Marktwirtschaft zu den Ursachen umdeutet. Auch ein Grund, weshalb solche Debatten fast immer in den USA entstehen.
      Und auch ein Grund, weshalb Bernie Sanders bei den Demokraten so unbeliebt ist. Unter seinen Anhängern sammeln sich nämlich politische Linke die aus genau diesem Grund gegen politische Korrektheit sind (und weshalb einige von ihnen bei der letzten Präsidentschaftswahl lieber für Trump als für Clinton gestimmt haben).

      • „Diese Debatten dienen dem Verhindern von Kapitalismuskritik.“

        Na dann erleuchte uns und kritisiere den Kapitalismus! Ich hol schon mal das Popcorn.

        • Ich bin über dieser Reaktion jetzt sehr verwundert, da ich hier im Forum einmal den folgenden Artikel verlinkt hatte und dafür zustimmende Reaktion bekam (mit der Bemerkung dass hier ausnahmsweise mal ein guter Artikel von der taz kommt):
          https://taz.de/!169159/

          • Erstens sind Adrian und Sebastian erzliberale Kapitalismusverteidiger, von daher ist es schwierig, sie von Kapitalismuskritik zu überzeugen.

            Zweitens ist die Diagnose von Pfaller:
            „Seit den 1980er-Jahren hat die sozialdemokratische Linke in den kapitalistischen Ländern keine sozialdemokratische Wirtschaftspolitik mehr betrieben – also jene an den Prinzipien von John Maynard Keynes orientierte Politik, die in den ersten drei Nachkriegsjahrzehnten für zunehmenden Wohlstand und zunehmende Gleichheit gesorgt hatte. Unter dem Schock von Reagan und Thatcher und ihrer neoliberalen Einflüsterer haben auch die Sozialdemokraten nur noch neoliberale Austeritätspolitik betrieben und volkswirtschaftlich relevante Sektoren wie Gesundheit, Infrastruktur, Altersvorsorge oder Bildung zunehmend betriebswirtschaftlichen Normen unterworfen. Um sich aber wenigstens irgendwie von ihren Gegnern noch zu unterscheiden, haben sie die politischen Probleme kulturalisiert. Ab da war Politik vorwiegend nur noch Symbolpolitik.

            Beispiele?

            Statt Kinderbetreuungseinrichtungen bekamen wir das Binnen-I, statt Chancengleichheit bot man uns »diversity«, und anstelle von progressiver Unternehmensbesteuerung erhielten wir erweiterte Antidiskriminierungsrichtlinien. Das entspricht dem Grundprinzip neoliberaler Propaganda: Alle Ungleichheit beruht demnach lediglich auf Diskriminierung. Sie ist nur ein Vorurteil, das sich durch liberale Gesinnung überwinden lässt; und nicht etwa ein Effekt starrer oder sich gar noch verhärtender Eigentumsverhältnisse.“ absolut zutreffend.

            Aber eben diese Pseudo-Linken mit ihrer linksidentitären Politik sind flächendeckend in den Parteien und in den Medien anzutreffen.
            Man kann den beiden also nicht vorwerfen, dass sie etwas als „links“ ansehen, was eine Karikatur von links darstellt, weil diese Karikatur schließlich hofiert und propagiert wird.

          • Die „Pseudo-Linken“ sind so links wie Glatzen rechts sind.

            Dass „Die gehören ja nicht wirklich zu uns“ und „Das war ja kein echter Kommunismus“ nicht aussterben wollen…

          • Es ist schon erstaunlich, wie sich das marxistische Denken hält: Ist jetzt nicht so, als hätte Max nicht ein paar real existierende soziale Verwerfungen korrekt beschrieben, aber seine Prämissen dazu sind halt genauso falsch wie seine (logisch konsequent) falschen Schlussfolgerungen.

            Was steht denn in dem Artikel?

            (1) Genderpsrech ist scheiße und nützt niemandem was.

            Ja, gehe ich d’accord. Wo ich nicht d’accord gehe ist die Implikation des Autors, dass irgendwer irgendwie verpflichtet wäre, emotionalisierten Bullshit blabbernden „Idioten“, wie die alten Griechen solche Leute nennen würden, ihre Irrtümer _nachzuweisen_.

            So – das war’s schon. Es kommt noch eine geballte Ladung des üblichen „Sozialismus und Kommunismus sind gar nicht wirklich Sozialismus oder Kommunismus gewesen, wenn es nicht funktioniert hat und nur Millionen Menschen sterben“, garniert mit einer unglaublichen Menge von Namedropping, dem Re-framen marktradikaler (und damit erfolgreicher) Nachkriegspolitik unter zB Adenauer als „Sozialdemokratisch“ – das mag sein, aber dann isses nicht „links“, wie auch Adenauer bei der CDU war, und als i-Tüpfelchen in einem Essay über die Idiotie politisch korrekter Sprache dann noch der für die anglophone Welt politisch korrekten Imperialismuskritik – von einem Österreicher. *Schämt Euch, Österreicher, für Euere widerliche Kolonialpolitik und Eureren Stolz auf Euer Empire, in dem die Sonne nie unterging, und überhaupt die ganzen Stellvertreterkriege mir der einzig guten und wahren, kommunistischen Sowjetunion, nur wegen Öl und Fiat-Geld. Schämt Euch, Österreich. Schämt Euch.*

            Mal ehrliche Frage an die Linken hier: Fühlt Ihr Euch irgendwie pseudointellektuell hochwertig, wenn Ihr derartiges dummes, aber in hochfeinen Fremdwörtern – und Namedropping – verschwurbelten Schwachsinn lest? Ich frage nur, weil ja nicht alles falsch ist in dem Text – nur Ursachen und Wirkungen, halt. Ist bei Marx genauso.

            Mal ehrlich: Im ersten Absatz behauptet der Mann: „wie man die nur um das Eigene Besorgten im alten Griechenland nannte: zu Idioten“. Habt Ihr mal Platons Politeia gelesen? Glaubt ihr, dass Platon sowas gesagt hätte? Falls ja: Lest das mal. Das erste Personalpronomen in dem Buch ist „ich“.

          • Dann mal an die Kapitalismusfreunde gefragt: Wenn ihr wählen müsstet zwischen einer freien Marktwirtschaft mit Feminismus und einer regulierten Marktwirtschaft ohne Feminismus, was würdet ihr wählen? Ich möchte nur mal eure Prioritäten kennen. Denn ich bin für die Bekämpfung des Feminismus zu einem Bündnis mit anderen ideologischen Lagern bereit. Oder anders gesagt: Ich wäre dazu bereit, eine kapitalismusfreundliche Partei zu wählen, wenn dadurch der Feminismus politisch geschwächt wird. Den Kampf um die Ausrichtung der Wirtschaft kann man danach immernoch führen.
            @only me „Dass „Die gehören ja nicht wirklich zu uns“ und „Das war ja kein echter Kommunismus“ nicht aussterben wollen…“ Ich persönlich finde diese Argumentation auch schlecht und würde eher von verschiedenen linken Strömungen reden.

          • @only_me Der Kern linker Gesinnung im klassischen Sinn ist der Einsatz für rein materielle Verteilungsgerechtigkeit,also dass die Reichen abgeben und die Armen mehr bekommen. Also irgendwie zwischen sozial, sozialdemokratisch oder sozialistisch. Das ganze politisch korrekte Getue hat damit eigentlich nichts zu tun. Manches davon ist ganz nett, anderes nicht so. Aber nichts davon hat mit materieller Verteilung zu tun. Politisch korrekte Einstellungen -zB Feminismus – ohne einen sozialen Kern ist Verpackung ohne Inhalt und nach der Definition jedenfalls nicht links, in manchen Ausprügungen ist es sogar das Gegenteil.

          • @Anne Nühm (breakpoint)
            „In „einer freien Marktwirtschaft mit Feminismus“ wäre der Feminismus innerhalb weniger Jahre komplett verschwunden.“
            Warum ist der Feminismus dann ausgerechnet in den USA so stark? Sicher ist deren Marktwirtschaft auch nicht komplett frei aber von allen westlichen Ländern sind sie dem Idealtypus am nähesten.
            Wobei ich mir im Übrigen durchaus vorstellen kann, dass er in einer freien Marktwirtschaft auch von selbst wieder verschwindet, nämlich dann, wenn er nicht mehr dazu geeignet ist Ablenkungsdebatten zu produzieren. Dennoch hält er sich ja in den USA schon etwas länger als nur wenige Jahre.

          • @Anne Nühm (breakpoint)
            Davon abgesehen weichst du mit dieser Antwort einer klaren Positionierung aus (ich habe bereits geliefert).

          • @Marcus: Ich nehme die Freie Marktwirtschaft mit Feminismus, gleiche Begründung wie Anne. Das ist kein Ausweichen, wie Du vorwirfst: In einem freien Markt gilt auch freier Markt für dämliches, gesellschaftsschädliches Rumjammern und „Haben Wollen“ – sei das nun Feminismus oder Kommunisten. Davon kann man sich an einem freien Markt aber halt nix kaufen, von daher kann mir das egal sein. Wenn das denen ohne Früchte nicht zu doof wird – mei, hielte ich für grenzdebil, wäre mir aber halt egal.

            Zu Deiner USA-These „dort sei der Feminismus besonders stark“ – ist er das? Ich meine, die haben Trump gewählt?! Sind das nicht mehr die Medien, die einem das vorgaukeln wollen? Wer sind denn die Youtube-Stars? Eher hübsche Mädchen mit Schminktipps, oder? Selbst auf Twitch ist einer der meistgesehenen Kanäle irgendeine Puppe, die sexy tanzt. Das ist jetzt nicht wirklich feministisch, oder?

          • @Shitlord
            Sicher, der Feminismus ist dort eine Minderheit. Ist er aber überall. Nur wird aber eben in den USA auffallend stark von einer reichen Elite unterstützt und ist zumindest (laut Umfragen) eine größere Minderheit als z.B. in Deutschland. Ich müsste die Umfragen nochmal suchen, aber nach denen ist der Bevölkerungsanteil des feministischen Lagers in den USA doppelt so groß wie in Deutschland (und trotzdem eine klare Minderheit).

          • Klar kommt Feminismus aus den USA, weil Feminismus ein Wohlstandsproblem ist, was man sich erstmal leisten können muss, und den USA geht es ziemlich gut. Kombinierst Du das mir einem auf Eloquenz und der Mentalität, zu jedem Scheiß was dazusagen können zu wollen, gegründeten Schulsystem, was Fachwissen weitestgehend inoriert, fphrt das zu Leuten, die reden, auch wenn sie keine Ahnung haben (Jimmy Kimmel, klassischer Linker, führt das schön vor [„Lie Witness News“, yt, is lustig]). Daher: sagen die vielleicht in Umfragen auch nur „klar bin ich Feminist“, obwohl sie gar nicht wissen, wovon sie reden? „Sure can I name a country on this map. This…. eeeeeehhhh…. this is Africa“ – „No, that’s South America, and that’s a continent, not a country“.

          • @anorak,

            genau. Und der Kern rechter Gesinnung ist, das Bewahrenswerte bewahren zu wollen.
            Fremdenfeindlichkeit oder Herrenmenschendenken ist demnach keine echte(™) rechte Gesinnung.

            q.e.d.

          • „Dann mal an die Kapitalismusfreunde gefragt: Wenn ihr wählen müsstet zwischen einer freien Marktwirtschaft mit Feminismus und einer regulierten Marktwirtschaft ohne Feminismus, was würdet ihr wählen? “

            Regulierte Marktwirtschaft ohne Feminismus.

          • @Shitlord trifft es sehr gut. Auch ein freier Markt kann den Feminismus nicht beseitigen. Muss er aber auch nicht. Solange Feministen nur Feministen sind, kann ich mit denen genauso gut leben, wie mit Flacherdlern, oder Chemtrailgläubigen. Diese Spinner kann man allesamt ignorieren. Aber bei staatlich alimentierten, oder durch Quoten bevorzugten Feministen geht mir der Hut hoch!

          • Also in Deutschland waren die Sozialdemokraten von 1982 bis 1998 in der Opposition,in England von 1979 bis 1997, in den USA von 1980 bis 1992 (wenn man die Demokraten mal als Sozialdemokraten erstehen will). Es kann also nicht ihre Schuld sein, wenn während dieser Zeit keine sozialdemokratische Politik betrieben wurde.

            In den Zeitraum fiel allerdings ein wichtiges Ereignis: Der Zusammenbruch des Ostblocks und damit des Marxismus (zumindest in seiner klassischen Form). Als die Sozialdemokraten dann wieder an die Macht kamen, war der Marxismus tot und war durch postmoderne Identitätspolitik ersetzt worden, die die Arbeiterschaft durch Frauen, Migranten, sexuelle Minderheiten usw. ersetzt hat.

            Douglas Murray hat dazu erhellendes geschrieben. Ist Leszek da?

          • „Douglas Murray hat dazu erhellendes geschrieben. Ist Leszek da?“

            Hat leszek sich schon mal zu geäußert.
            Auf Seite 243 gibt Murray die Schuhgröße von einem Linken nicht korrekt an, daher ist das Buch nicht so viel wert.

          • Böser Shitlord,

            dem Crumar Herschaftssprache vorzuwerfen, da kann er gar nicht mehr in Georg Schramms Fußstapfen tapsen.

        • Der feministische Tunnelblick deutet oft allgemeine gesellschaftliche oder zwischenmenschliche Probleme fälschlich als „Frauenprobleme“ oder „von Männern verursacht“. Das ist doppelt schädlich:

          1. Wird die tatsächliche Ursache nicht benannt, das Problem bleibt deshalb ungelöst
          2. Ein Teil der Betroffenen wird ausgeblendet.

          Das spielt durchaus denjenigen in die Hände, die von einem Misstand profitieren, und deshalb kann man den Feminismus als deren heimlichen Agent ansehen. Ob man das Ausbeutungsverhältnisse jetzt „Kapitalismus“ oder anders nennt, ist dabei nicht so wichtig.

          • Ich habe immer noch mein Popcorn in der Hand und warte gespannt auf Kapitalismuskritik als Gegenpol zum Feminismus.
            Komm da noch was?

          • @Adrian Hatte ich oben angedeutet. Der Feminismus ist manchmal nur ein Schutz für die Privilegien wohlhabender Karrieretussen, die selbst weit oben in der Gesellschaft stehen. Das zu kritisieren ist linker, als deren „Feminismus“ nachzuplappern.

          • @Adrian
            „Ich habe immer noch mein Popcorn in der Hand und warte gespannt auf Kapitalismuskritik als Gegenpol zum Feminismus.
            Komm da noch was?“
            Langsam nervt es. Eine andere Meinung zu haben ist eine Sache, Provokation durch Falschbehauptung und absichtliche Blindheit eine Andere. Das was du fragst ist längst da (bereits in meinem ersten Kommentar sowie in den beiden verlinkten Artikeln und diversen Zitaten von anderen hier). Man mus nur die Bereitschaft haben einen Text wenigstens zu überfliegen.
            Nochmal: Ich toleriere es dass du eine andere Meinung hast. Aber ich toleriere überhaupt nicht deine Vorgehensweise vorhandene Argumente zu ignorieren um dann zu behaupten es gebe keine.

          • @anorak2
            Jetzt hast Du wohlhabende Frauen kritisiert, die in Feminismus machen.
            Wo ist die Kapitalismuskritik?

          • @Marcus Frank
            „Aber ich toleriere überhaupt nicht deine Vorgehensweise vorhandene Argumente zu ignorieren um dann zu behaupten es gebe keine.“

            Ich habe in diesem Strang noch keine Kapitalismuskritik gelesen. Ich habe irgendwas gelesen von Binnen-I statt Kindergärten. Aber diese Kritik kann sich ja nur an Politiker richten, denn Unternehmer/Kapitalisten haben kein Binnen-I erfunden und sind auch nicht dafür verantwortlich, Kindergärten für die Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

          • @Adrian Sie verteidigen ihre Klasseninteressen mit Hilfe des Feminismus. Dass es diese Klassen gibt, ist ein Artefakt des Kapitalismus. Zufrieden 🙂

            Außerdem, was ich warum wie genau kritisiere musst du mir überlassen 🙂 Ich bin ja kein Kommunist, sondern nur gemäßigt links-liberal oder sozialdemokratisch (in meinem Wortschatz Synonyme). Das war in den 1970er Jahren in der BRD Mainstream. Weil die gesamte BRD seitdem weit rechts gedriftet ist, steht eine frühere Mainstream-Position heute an deren linken Rand, ohne dass man selbst seinen Standpunkt gewechselt hätte.

          • @anorak2
            „Sie verteidigen ihre Klasseninteressen mit Hilfe des Feminismus.“

            Wer verteidigt welche Interessen mithilfe des Feminismus? Und inwiefern hilft Feminismus dabei?

          • @Adrian
            Interessant wie du Kapitalismuskritik selbst dann nicht bemerkst, wenn du sie selbst zitierst. Nochmal zur Erläuterung: Kapitalismuskritiker betrachten den Kapitalismus als eine Ordnung die ein kleine Menge reicher Privilegierter erschafft, für deren Reichtum der Rest schufften muss. Die Kritik von Linken wie Robert Pfaller geht nun in die Richtung, dass diese Privilegierten mit allen Mitteln versuchen das Wirtschaftssystem zu erhalten. Und das tun sie beim Thema Feminismus indem sie Symptome des Kapitalismus zu Ursachen umdeuten.
            Wenn also z.B. ein Filmproduzent in einem Markt, der über keinerlei Kontrollinstanz verfügt, sehr viel Macht anhäuft und diese Macht (unter anderem) für sexuelle Übergriffe nutzt, verhindert man Kritik daran, dass man in der freien Markiwirtschaft so viel Macht anhäufen kann und auf dem Filmmarkt keine Kontrollinstanzen existieren, indem man selektiv nur die sexuellen Übergriffe thematisiert und so eine Umdeutung eines kapitalistischen Problems zu einem Problem eines angeblich existierenden Patriarchats vollzieht.

          • @Marcus Frank
            Ich verstehe. Deine Kritik sieht also folgendermaßen aus:

            1. Wir leben in einem System, indem es Menschen erlaubt ist, ihre Fähigkeiten und ihren Ehrgeiz in mehr Geld umzuwandeln, als andere.

            2. Einzelne Produzenten der Filmindustrie haben soviel Macht, dass sie Frauen sexuell nötigen und erpressen dürfen, wenn sie sich in der Filmbranche bewerben.

            3. Der Staat bzw. das Rechtssystem tun dagegen nichts. Die herrschende Klasse der reichen Filmproduzenten bleibt ungeschoren.

            Ist das so ungefähr korrekt?

          • @Adrian.
            Ungefähr aber wirklich nur ungefähr. Am meisten trifft es Punkt 1. Punkt 2 bezieht sich ja eher auf ein Beispiel. und Punkt 3 ist aus meiner Sicht zu hardcore, wobei besonders radikale Kapitalismuskritiker das sicherlich so sehen würden.

          • @Marcus Frank
            Sehr schön. Dann hätte ich jetzt gerne Deine alternative Gesellschafts- und Wirtschaftsform skizziert, in der all das verhindert wird.

          • @Adrian
            „1. Wir leben in einem System, indem es Menschen erlaubt ist, ihre Fähigkeiten und ihren Ehrgeiz in mehr Geld umzuwandeln, als andere.“

            Jeder ordentliche Linke wird die Beschreibung bestreiten, deshalb sind deine Folgerungen daraus Makulatur. Ein ordentlicher Linker beschreibt es so: Die erfreulich hohe Produktivität der Industrialisierung wird ungerecht verteilt, weil es einigen wenigen durch Eigentums- und Rechtskonstrukte gelingt, sich einen Teil der Früchte der Arbeit anderer anzueignen.

            Dass Menschen unterschiedlich leistungsfähig und talentiert sind, bestreitet ja niemand, hat aber damit nichts zu tun und erklärt nicht das Vorhandensein von Elend und groteskem Reichtum. Diese Talent-Unterschiede können vielleicht eine Differenz von Faktor 10 oder 20 im Einkommen legitimieren, aber nicht Faktor 1000 oder mehr. Und das Vorhandensein von Elend können sie auch nicht legitimieren. Davon abgesehen korreliert Reichtum nicht mit Talent, und Armut nicht mit Talentlosigkeit.

          • @Adrian Eine alternative Form die besser wäre ist bisher nicht gefunden worden, das sollte uns aber nicht davon abhalten die Fehler der bestehenden in den Griff zu bekommen. (=> Sozialdemokratischer Ansatz)

          • „Die erfreulich hohe Produktivität der Industrialisierung wird ungerecht verteilt, weil es einigen wenigen durch Eigentums- und Rechtskonstrukte gelingt, sich einen Teil der Früchte der Arbeit anderer anzueignen.“

            Und genau das würde ich anders sehen. Es ist halt eine Frage der Interpretation und der Wertmaßstäbe. Ich halte es zum Beispiel für vollkommen legitim, dass der Inhaber eines Unternehmens mehr bekommt, als ein gewöhnlicher Angestellter.

            „hat aber damit nichts zu tun und erklärt nicht das Vorhandensein von Elend und groteskem Reichtum.“

            Meines Erachtens erklärt es genau das. Ist wie in der Natur: Das eine Zebra fliegt und pflanzt sich fort, das andere wird gefressen.

            „Davon abgesehen korreliert Reichtum nicht mit Talent, und Armut nicht mit Talentlosigkeit.“

            Dann drücke ich es anders aus: Wer am besten an die Verhältnisse angepasst ist, kommt weiter.

          • @Adrian
            Man kann Machtmissbrauch nicht verhindern aber zumindest dafür sorgen, dass er gewisse Grenzen nicht sprengt und schneller entdeckt wird.
            Du kannst Kritik an einem System nicht beiseite schieben, indem du auf das Fehlen eines fehlerfreien Gegenentwurfs verweist. Denn rein daraus, dass ein anderes System nicht perfekt ist widerlegt ja nicht, dass es zumindest in manchen Punkten besser funktionieren würde.
            Wie ich hier auch schon geäußert habe, stelle ich auch nicht die Marktwirtschaft grundsätzlich in Frage sondern lediglich deren unregulierte Variante.

          • @ Marcus Frank

            „Wie ich hier auch schon geäußert habe, stelle ich auch nicht die Marktwirtschaft grundsätzlich in Frage sondern lediglich deren unregulierte Variante.“

            Eine unregulierte Marktwirtschaft gibt es nirgends auf der Welt.

            Im Übrigen finde ich es interessant, dass Du als erstes Beispiel ausgerechnet die Filmbranche im Zusammenhang mit sexueller Belästigung gewählt hast, ohne folgendes zu berücksichtigen:

            1. Weinstein wurde verurteilt. Nix mit herrschender Klasse, die sich alles erlauben kann.

            2. Das feministische Narrativ ist genau Deines, nur akzentuiert: Die herrschende Klasse, das sind weiße Männer, die mit Frauen machen können, was sie wollen.

          • @Adrian
            Ja er wurde verurteilt. Aber eben erst nach mehreren Jahren. Und zu einem Zeitpunkt wo er als Produzent über seinen Zenit hinaus war. Und wenn du die Kommentare zurückwanderst wirst du dich erinnern, dass ich deine Beschreibung meines Weltbildes als etwas zu hardcore eingestuft hatte und zwar insbesondere den Punkt mit dem Rechtsstaat.
            „Das feministische Narrativ ist genau Deines, nur akzentuiert: Die herrschende Klasse, das sind weiße Männer, die mit Frauen machen können, was sie wollen“
            Nicht wirklich. Du hängst dich hier an einem Beispiel auf. Ich hatte ja beschrieben, dass Machtkonzentration sehr verschiedene Symptome hervorbringen kann und die feministischen Debatten dafür sorgen, dass selektiv nur über bestimmte Symptome geredet wird. Meine Betrachtung von Machtkonzentrationen lässt im Gegensatz zur feministischen Perspektive auch Machtmissbrauch von Frauen gegenüber Männern zu.

          • @alle: Liebe Linke, Ihr habt nicht die „Definitionsmacht“ über irgendwas. Wenn Ihr mit „Kapitalismus“ meint: „Kapitalismuskritiker betrachten den Kapitalismus als eine Ordnung die ein kleine Menge reicher Privilegierter erschafft, für deren Reichtum der Rest schuften muss“ – das mag Euch überlassen sein, „Kapitalismus“ ist sowieso mehr ein marxistischer Kampfbegriff als eine nützliche Definition, aber das ist halt eben mal *überhaupt keine* Definition. Dann aber möge man es doch bitte auch den bösen Kapitalisten überlassen, ihre Definition von (Neo-) Marxismus / Sozialismus so zu formulieren, dass das eine Gesellschaftsordnung ist, die ein kleine Menge reicher Privilegierter erschafft, für deren Reichtum Millionen von Leuten *sterben*. Letzteres ist übrigens historisch belegbar, mit deutlich über 100 Millionen (vollkommen unnütz) Toten alleine unter Stalin und Mao – da sind Kleinigkeiten wie die „Killing Fields“ in Kambodscha, oder Venezuela oder Simbabwe oder…. lange Liste… gar nicht drin.

            Könntet ihr moralisch ach-so-tollen möchtegern-Massenmörder Euch mal wenigstens darauf steigern, eine sinnvolle Kapitalismus-Definition (in einem [möglichst] freien Markt) zu übernehmen? Dann ist der böse Kapitalismus, den Adrian, Frank, OnlyMe, ich und andere Ketzer hier vertreten nämlich nichts anderes als die Idee, dass jeder das bekommen sollte, was ihm jemand anderes _freiwillig_ in einem _fairen Austausch_ gibt? Ich bin mir recht sicher, dass ich mit Adrian, wäre er denn ein Kartoffelbauer, einig über meine Hühnereier werden würde, zu beiderseitigen Wohl – was der ach so böse Kapitalismus übrigens der *gesamten* Welt gebracht hat: Wohlstand. Sozialismus, der kleine Bruder des Kommunismus, bringt hingegen _immer_ nur Krankheit, Misswirtschaft und Tod.

            Und ich frage jetzt nicht Adrian, ob ich „solidarisch“ was von seinem Popcorn abhaben kann, ich mach mir einen Martini. Wären da nicht 500km und Ausgangssperren, bin ich aber zuversichtlich, dass wir da zu einem beide besser stellenden Verhandlungsergebnis kommen würden. Was habt ihr denn so zu bieten? Nix? _Ah._

          • @Shitlord
            „Letzteres ist übrigens historisch belegbar, mit deutlich über 100 Millionen (vollkommen unnütz) Toten alleine unter Stalin und Mao – da sind Kleinigkeiten wie die „Killing Fields“ in Kambodscha, oder Venezuela oder Simbabwe oder…. lange Liste… gar nicht drin.“
            Ich finde die Aussage interessant. Dummerweise übersiehst du, dass du zwar mit einem Finger auf den Kommunismus zeigst aber 4 Finger auf dich selbst der du ja den Kapitalismus repräsentieren möchtest. Wenn 100 Millionen Tote dem Kommunismus zuzuordnen sind, ist es dann nicht logisch, dass ALLE anderen Toten dem Kapitalismus zuzuordnen sind? Jeder Mensch der in (oder durch) einem kapitalistischen Staat stirbt ist damit dem Kapitalismus zuzuordnen, egal ob er an Krebs, Krieg oder Hunger stirbt. Das ist doch die Folge deiner Aussage oder sehe ich das falsch?

            Natürlich ist deine Aussage, genau wie die Schlussfolgerung daraus Quark und bestenfalls für einen AfD-Parteitag geeignet wo man Aussagen gerne verkürzt um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Letztlich ist das Wirtschaftssystem vollkommen unabhängig von dem politischen System. Ein kapitalistisches System kann eine brutale Diktatur sein wie sie das z.B. in Chile war oder ein sehr demokratischer Staat wie das in der Schweiz der Fall ist. Und das gleiche gilt auch für den Kommunismus. Und natürlich gibt es keine Reinformen, weder beim Kapitalismus noch beim Kommunismus – es sind immer Mischformen aus beidem, denn kein Staat würde es zulassen, dass nur Aufgrund des Bestehens auf Prinzipien dieser vor die Hunde geht. Das würden die Leute an der Macht die diese behalten wolle niemals zulassen.
            Alle Systeme, egal wie sie sich nennen sind von Menschen gemacht und bilden einen Teil der menschlichen Natur ab, manche dieser Teile sind stärker als andere deswegen sind Systeme die darauf aufbauen auch stabiler. Egoismus und der Wunsch selbst voran zu kommen ist halt stärker als Altruismus und der Wunsch, dass alle zusammen voran kommen.
            Ideen die versuchen sich am Menschen vorbei zu entwickeln sind einfach nur Theorien die niemals in der Praxis bestand haben werden.

          • »Wer verteidigt welche Interessen mithilfe des Feminismus? Und inwiefern hilft Feminismus dabei?«

            Unter der Voraussetzung, dass wir nicht von dem Kapitalismus reden, sondern von der derzeitigen Form des Kapitalismus (ich nenne sie »neoliberal« oder »marktradikal«), werfe ich mal meine zwei Cent in den Opferstock:

            (1) Der marktradikale Kapitalismus setzt ein höheres Vertrauen in die Fähigkeit der Märkte, sich zum Wohle der Gesellschaft selbst zu regulieren, als empirisch gerechtfertigt ist.

            (2) Diesem marktradikalen Kapitalismus korrespondiert eine Ideologie, derzufolge die Systemeffekte marktinduzierter Fehlallokationen den Anbietern von Arbeitskraft als persönliches Versagen zugerechnet werden und die durch ideologische Dauerbeschallung dafür sorgt, dass Arbeitnehmer dieses Fremdbild als Selbstbild übernehmen.

            (3) Das Interesse, das dabei verteidigt wird, ist das Interesse, im Konflikt zwischen »Kapital und Arbeit« die Verhandlungsposition der »Arbeit« möglichst weitgehend zu schwächen, indem Lohndumping psychologisch und gesellschaftlich nicht nur akzeptabel gemacht, sondern für geboten erklärt wird.

            (4) Die Übernahme dieses Fremdbildes als Selbstbild führt zu einer beständigen Selbstüberwachung der Anbieter von Arbeitskraft im Hinblick auf die »Marktkonformität« des eigenen Verhaltens.

            (5) Der Feminismus kommt hier ins Spiel, weil die feministische Ideologie den Modus der moralischen Selbstüberwachung zur kulturellen Kardinaltugend erhebt. Während der Marktradikalismus nur Verstöße gegen die Marktkonformität als Sünden ahndet, verallgemeinert der Feminismus diese Sündenlehre auf nahezu beliebige Verhaltensweisen, die nun beständig auf »Privilegien«, »Sexismus«, »Rassismus« und all die anderen -ismen der intersektionalen Theologie überprüft werden sollen.

            (6) Der Feminismus schwächt auf diese Weise die Verhandlungsposition der »Arbeit« durch Spaltung, indem einem Teil der Arbeitnehmer die Möglichkeit eröffnet wird, sich durch die Berufung auf »Diskriminierung« (also Unter-Privilegierung) eine privilegierte staatliche Behandlung zu erschleichen.

            (7) Das führt dazu, dass die Kritik an systematischer Benachteiligung von marktinduzierten Fehlallokationen auf staatliches Handeln deflektiert und auf dem Umweg über staatliche Umverteilung dem steuerzahlenden Arbeitnehmer (überwiegend weiß, männlich und »Kartoffel«) aufgelastet wird.

            (8) Die Ideologen des Marktradikalismus holen sich derweil Popcorn und genießen die Selbstzerfleischung der Arbeiterklasse.

          • @djadmoros,

            „…derzufolge die Systemeffekte marktinduzierter Fehlallokationen…“

            Kannst du diese Kernaussage noch mal auf Deutsch schreiben?

          • djadmoros,

            zu Deinen Punkten eine Erwiderung meinerseits:

            Marktradikal ist in meiner Definition etwas anderes als neoliberal. Der Unterschied ist schlicht: Bei Marktradikal hätte es nie Rettungsschirme gegeben.

            (1) Der Satz wirkt, als würde ein Wort fehlen. Wenn ich ihn richtig interpretiere ist meine Antwort darauf: Macht er nicht, gibt er nur vor. Tatsächlich fürchtet er die radikalen Marktmechanismen und die Akteure sind bestrebt, ihre Positionen bestmöglichst über das staatliche Gewaltmonopol abzusichern (Von Urheberrechten bis zu Rettungsschirmen).

            (2) und (3) gehören zusammen. Das ist Teil des Spiels. Kostensenkungen erhöhen den Profit auch wenn der Ertrag stagniert.

            (4) Die Erwartungshaltung gibt es aber auf beiden Seiten. Insbesondere Marktakteure die keinen Zugriff auf das staatliche Gewaltmonopol haben, müssen sich beständig auf ihre Marktkonformität hin überprüfen. Schon weil Rejustierungen (neue Produkte o.ä.) zeitlichen Vorlauf benötigen.

            (5) „Der Feminismus“ ist ein PR-Produkt welches Akteure anbieten. Das kann ein gewerblichliches Angebot sein, aber auch als Liebhaberei betrieben werden. Gerne greifen Akteure aus (1) argumentativ darauf zurück um (2) und (3) zu flankieren.

            (6) Die Spaltwirkung ist eher so wirksam, dass z.B. das Mantra von der geringeren Bezahlung der Frauen dafür verwendet wird, die Gehälter der Männer unter Druck zu setzen (und nicht etwa die Gehälter der Frauen zu erhöhen).

            (7) die Kosten trägt natürlich immer der Steuerzahler. Egal wer das in welchem Umfang ist.

            (8) Der Begriff „Arbeiterklasse“ ist m.E. obsolet, da historisch bedingt ein falsches Bild transportiert wird. Dieses Bild gibt es heute als Massenphänomen nahezu nicht mehr. Daher findet sich auch niemand mehr in diesen Begrifflichkeiten wieder. Vielleicht wäre Einkommenssteuerzahler versus Kapitalertragssteuerzahler sinnvoller? Aber auch hier ist zuviel Graubereich.

          • @Djadm
            mal richtigstellen 🙂

            (1) Der marktradikale Kapitalismus setzt ein höheres Vertrauen in die Fähigkeit der Märkte, sich zum Wohle der Gesellschaft selbst zu regulieren, als empirisch gerechtfertigt ist.

            Der „Markt“ ist die Summe aller erdenklichen Teilnehmer. Wie also könnte eine Teilmenge von Marktteilnehmern, die Marktbestimmer, diese Aufgabe besser ausfüllen? Das kann rein logisch schon nicht zutreffen.
            Der Kapitalismus setzt nur deshalb auf „den Markt“, weil der eben alle einbezieht. Nur deshalb, der Markt wird nicht als höhere Entität angesehen, wie seine Gegner behaupten, er ist nur sowas wie das „kleinste Übel“. Und jeder Kapitalist wird auch zugeben, dass „der Markt“ sich schwer irren kann, sogar, dass er sich von Irrtum zu Irrtum schleppt, wie eben auch die Menschen selbst.

            (2) Diesem marktradikalen Kapitalismus korrespondiert eine Ideologie, derzufolge die Systemeffekte marktinduzierter Fehlallokationen den Anbietern von Arbeitskraft als persönliches Versagen zugerechnet werden und die durch ideologische Dauerbeschallung dafür sorgt, dass Arbeitnehmer dieses Fremdbild als Selbstbild übernehmen.

            Fehlallokationen sind immer und überall vorhanden, mit Markt oder ohne Markt. Hat man einen Markt, dann hat man auch Akteure, die die Fehler anderer beheben können, Fehlallokationen werden dadurch gemildert.

            (3) Das Interesse, das dabei verteidigt wird, ist das Interesse, im Konflikt zwischen »Kapital und Arbeit« die Verhandlungsposition der »Arbeit« möglichst weitgehend zu schwächen, indem Lohndumping psychologisch und gesellschaftlich nicht nur akzeptabel gemacht, sondern für geboten erklärt wird.

            Der grosse Denkfehler besteht darin, dass das kapitalistische Denken eben nicht auf eine Seite beschränkt ist oder beschränkt sein muss. Der Kapitalismus führt zu organisierter Arbeit, zu gemeinsamen Interessenvertretung gegen andere Interessen, zu opitimal ausgenutzter Interessenvertretung. Das liegt an der gedachten Gleichheit der Verhandlungspartner, die der Kern der kapitalistischen Ordnung ist. Gab es im Kommunismus etwa Gewerkschaften? Na, also!

            (4) Die Übernahme dieses Fremdbildes als Selbstbild führt zu einer beständigen Selbstüberwachung der Anbieter von Arbeitskraft im Hinblick auf die »Marktkonformität« des eigenen Verhaltens.

            Die Marktkonformität ist nichts anderes als das notwendige Entgegenkommen gegenüber dem Handelspartner. Der Kapitalismus fördert ein starkes Eigenbild, aber kompatibel zum Gegenüber muss es bleiben, er ist keine Einbahnstrasse (wie Sozialismus).

            (5) Der Feminismus kommt hier ins Spiel, weil die feministische Ideologie den Modus der moralischen Selbstüberwachung zur kulturellen Kardinaltugend erhebt. Während der Marktradikalismus nur Verstöße gegen die Marktkonformität als Sünden ahndet, verallgemeinert der Feminismus diese Sündenlehre auf nahezu beliebige Verhaltensweisen, die nun beständig auf »Privilegien«, »Sexismus«, »Rassismus« und all die anderen -ismen der intersektionalen Theologie überprüft werden sollen.

            Der Feminismus hat seine ganz eigenen Regeln. Als eine Form des Totalitarismus will er alle menschlichen Regungen en detail und absolut regeln, so auch das Handeln, Besitzen und Geldverdienen. Mit dem Kapitalismus kann der Feminismus absolut nichts anfangen, da er nicht die Gleichheit oder Gleichwertigkeit der miteinander Handelnden akzeptieren kann.

            (6) Der Feminismus schwächt auf diese Weise die Verhandlungsposition der »Arbeit« durch Spaltung, indem einem Teil der Arbeitnehmer die Möglichkeit eröffnet wird, sich durch die Berufung auf »Diskriminierung« (also Unter-Privilegierung) eine privilegierte staatliche Behandlung zu erschleichen.

            Genauso schwächt Kommunismus und Sozialismus die Handlungsposition der Arbeit, da diese sich nicht frei und nach eigenem Gusto organisieren darf.

            (7) Das führt dazu, dass die Kritik an systematischer Benachteiligung von marktinduzierten Fehlallokationen auf staatliches Handeln deflektiert und auf dem Umweg über staatliche Umverteilung dem steuerzahlenden Arbeitnehmer (überwiegend weiß, männlich und »Kartoffel«) aufgelastet wird.

            Wie die Sozialisten und Kommunisten, die damals dem angeblich verblendeten „Kleinbürger“, dem „Lumpenproletariat“ oder ähnlichen „Agenten des Kapitals“ diesen schwarzen Peter zuschieben wollten. Heute heisst der „weisse, männliche Kartoffel“ uä.

            (8) Die Ideologen des Marktradikalismus holen sich derweil Popcorn und genießen die Selbstzerfleischung der Arbeiterklasse.

            Jedes Schwächen von Gruppen von Marktteilnehmer schwächt das Funktionieren des Kapitalismus. Popcorn ist nur für die Sozialisten, Feministen, Kommunisten und auch Nazis (-> Hufeisen).

          • @Alex:
            Der „Markt“ ist die Summe aller erdenklichen Teilnehmer. Wie also könnte eine Teilmenge von Marktteilnehmern, die Marktbestimmer, diese Aufgabe besser ausfüllen? Das kann rein logisch schon nicht zutreffen.
            Der Kapitalismus setzt nur deshalb auf „den Markt“, weil der eben alle einbezieht.

            Inwiefern ist ein Niedriglöhner ein gleichberechtigter „Teilnehmer“? Man zwingt ihn zur Arbeit unter Androhung des Entzugs von Sozialleistungen, wenn er nicht arbeitet. Und während er sich für einen Hungerlohn krummschuftet, macht sein Sklavenhalter, der nicht mehr zahlt als für’s Überleben notwendig, den fetten Reibach.

            Nur deshalb, der Markt wird nicht als höhere Entität angesehen, wie seine Gegner behaupten, er ist nur sowas wie das „kleinste Übel“. Und jeder Kapitalist wird auch zugeben, dass „der Markt“ sich schwer irren kann, sogar, dass er sich von Irrtum zu Irrtum schleppt, wie eben auch die Menschen selbst.

            Ah, mal was anderes als das Dogma von der „unsichtbaren Hand“, die alles zum Besten aller regelt. Nur: „kleinste Übel“?

      • Eine noch viel seltener genannte Begründung: Das dient alles nur der Verhinderung von Sonneimostenaufgangskritik. Da sind dann auch die Überschneidungen zwischen den Trump- und den Sanders-Wählern verortet: Sanders-Wähler finden, dass die Sonne überall gleichzeitig aufgehen sollte; die Trump-Wähler sind bescheidener – denen reicht, wie Orwells Schweinen, „America First“.

        Ich schließe mich Adrian an: Erfreu uns doch bitte mit Deiner Weisheit.

        • Eine noch viel seltener genannte Begründung: Das dient alles nur der Verhinderung von Sonneimostenaufgangskritik.

          Ich schließe mich Adrian an: Erfreu uns doch bitte mit Deiner Weisheit.

          Man muss kein Genie sein um zu verstehen, dass Kapitalismuskritik eine Kritik sein muss, die sich primär an der Ökonomie abarbeitet und nicht an Identitäten. Das könnte daran liegen, dass Kapitalismus eine Art Wirtschaftssystem bezeichnet. Aber man darf sich auch dumm stellen, anstatt das Offensichtliche zur Kenntnis zu nehmen.

          • Man kann natürlich so tun, als sei Kapitalismus nur „ein“ Wirtschaftssystem und nicht etwa „das“ Wirtschaftssystem.

            Aber man darf sich auch dumm stellen, anstatt das Offensichtliche zur Kenntnis zu nehmen.

      • @Markus Frank
        „Und auch ein Grund, weshalb Bernie Sanders bei den Demokraten so unbeliebt ist. Unter seinen Anhängern sammeln sich nämlich politische Linke die aus genau diesem Grund gegen politische Korrektheit sind“

        Du muss was vollkommen missverstanden haben. Denn unter Sanders sammeln sich die gesammelten „politisch Korrekten“, „Progressiven“, „Links-Regressiven“, „Links-Identitären“ oder wie auch immer sie genannt werden. Und deren ideologischer Stein der Weisen heisst „Kapitalismuskritik“, die eine fundamentalistische Ablehnung von allem „Kapitalistischen“ ist.
        Kann man eigentlich nur übersehen, wenn man noch fanatischer ist im Kapitalismusablehnen als Sanders und seine Truppe ….

        • @Alex
          „Besonders von sich reden machen dabei junge Akademiker in den Metropolen, die sich selbst ironisch „Dirtbag Left“ nennen und einen politischen Nihilismus von links pflegen: Wenn ihr Kandidat nicht gewinnt, dann können sie auch alles an die Wand fahren lassen. Den Begriff „Dirtbag Left“ (etwa: Drecksack-Linke) prägte Amber A’Lee Frost, eine Aktivistin und Kommentatorin, die durch den erfolgreichen Podcast „Chapo Trap House“ aus New York bekannt wurde. Das Schlagwort soll Linke bezeichnen, die sich gegen „politische Korrektheit“ wehren und die „wahren“ Themen der Linken vertreten – die reine Lehre also.“
          Zitat aus folgendem Artikel: https://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/praesidentschaftswahl-in-usa-nihilismus-von-links-16497929.html
          Im Übrigen habe ich ja bereits geäußert, dass ich bereit bin eine kapitalistische Partei zu wählen, wenn durch diese der Feminismus geschwächt wird. Soviel zu meinen fanatischen Kapitalismusablehnen. Zumal ich ja auch keine zentralistische Wirtschaftsordnung bevorzuge sondern eine marktwirtschaftliche, nur eben ein regulierte und keine freie Marktwirtschaft,

      • Wieso sollte das in irgendeiner Form irgendeine andere Debatte verhindern?

        Dieses Männer-Frauen-Ding ist in der medialen Breite doch nur ein Boulevard-Thema. Eine schnelle und sichere Effekthascherei nach dem Motto „Sex sells“.

        • Beispiel

          1. Schritt: Arbeitnehmervertreter kritisieren „Pflegeberufe werden schlecht bezahlt“
          2. Schritt: Feministen und ÖR-Medien: „Frauen besonders betroffen, wieder mal ein Beispiel für Frauenbenachteiligung. Wir brauchen dringend Antidiskriminierungsgesetze im Krankenhauswesen“
          3. Schritt: Politik beschließt Antidiskriminierungsgesetz für Frauen in Pflegeberufen und gibt noch einen Nachschlag mit Frauenquoten in Krankenhausvorständen
          4. Schritt: Thema wird beerdigt. Krankenschwestern werden immer noch genauso schlecht bezahlt wie vorher, von den Gesetzen haben sie nix weil sie sowieso nicht diskriminiert wurden. Männliche Krankenpfleger werden immer noch genauso schlecht bezahlt wie vorher und sowieso kein bisschen besser als Krankenschwestern, aber von denen war sowieso nie die Rede.

          Der Feminismus dient also nur dazu, vom Wesentlichen abzulenken und die Betroffenen künstlich zu spalten.

          • Und in wessen Auftrag handeln die Feministen hier? Im Auftrag der Chefärzte? Der Klinikverwaltung? Der Pharmakonzerne?

          • @Adrian Konstruiere doch bitte keine Strohfrauen. Dass da ein heimlicher Auftrag gegeben werde hat niemand behauptet. Der Prozess ist, dass von all den vielen Ideologien und Strömungen, die in der Gesellschaft rumwuseln, diejenigen besonders gepusht, medial-propagandistisch beklatscht, und institutionell verankert werden, die den Interessen der Stärksten nutzen und den Status Quo zementieren.

          • @anorak2
            Wir sind uns aber schon einig, dass der Feminismus von Linken gepusht wurde? Dass seine ideologischen Wurzeln links sind? Dass es nicht die Hedgefondsmanager gewesen sind, die in den 70ern für den Feminismus auf die Straße gegangen sind? Dass es nicht Siemens und Ford Motors gewesen sind, die die Theorie des Patriarchats in die Welt gesetzt haben?

          • anorak2,

            das Gesundheitswesen als sehr stark regulierte Branche mit hohem Staatsanteil ist vielleicht nicht das beste Beispiel für Kapitalismuskritik.

            Aber um Dein Beispiel trotzdem aufzugreifen: Warum beerdigen denn die Arbeitnehmervertreter das Thema, wenn sie nichts von dem erreicht haben was sie ursprünglich gefordert hatten?

            Ist vielleicht eher ein Beispiel für subtile Korruption bei den Arbeitnehmervertretern (die am Ende nur sich selber vertreten)?

            Tatsächlich wäre das am Ende Kapitalismuskritik in Reinform: Die Kritik, dass man für Geld alles kaufen kann und Ertragsfähigkeit/Vermögen ein hochrangiges Wertigkeitskriterium unter Menschen ist (nicht zuletzt auch in der Mann-Frau-Interaktion).

            Und daher alle sehr empfänglich sind für individuelle monetäre Zuwendungen aller Art die ihre eigene Position im „Rat-Race“ verbessert.

            Aber da fängt es schon an schwammig zu werden: Ist denn das Kapitalismuskritik oder Menschenkritik?

          • @Adrian Dass der Feminismus heute gesetzlich verankert wurde, haben keine Linken bewirkt, sondern kapitalistische Interessen. Ansonsten möchte ich auf die Fragwürdigkeit der Etiketten hinweisen, denn genau das ist ja mein Punkt. Ideologien die heute als „links“ gelten, sind in Wirklichkeit das Gegenteil und verdienen dieses Etikett nicht. Dazu zähle ich u.a. den Feminismus, den Ökologismus und den Klimawahn. Wo diese Ideologie vor 40 Jahren ihre Wurzeln hatten ist einerlei, abgesehen davon kann man da auch sehen dass die damalige „Linke“ vom akademischen Bürgertum getragen wurde und gar nicht so links war.

          • „Ist denn das Kapitalismuskritik oder Menschenkritik?“

            Genau deshalb mache ich mich über „Kapitalismuskritik“ lustig. Es ist im Grunde genau so albern, wie die Kritik von Feministen an Sexualisierung.
            Kapitalismus ist menschlich.

          • @anorak2
            „Dass der Feminismus heute gesetzlich verankert wurde, haben keine Linken bewirkt, sondern kapitalistische Interessen.“

            Wenn Du meinst. Ich sehe das grundlegend anders.

          • „Es ist im Grunde genau so albern, wie die Kritik von Feministen an Sexualisierung.
            Kapitalismus ist menschlich.“

            Genau. Wie dumm würden Feministas dastehen, wenn alle Männer schlagartig ihren Sexualtrieb verlieren würden? Sie spekulieren halt mit der extrem hohen Wahrscheinlichkeit, dass genau dies nicht passieren wird. Und bauen darauf auf.

            Dito bedient der Kapitalismus am besten die beiden menschlichen Eigenschaften Habgier und Neid. Viel besser als es andere sozio-ökonomischen Modelle könnten.

            Und deswegen unterwandert Kapitalismus alles. Im real existierenden Sozialismus konnte man in Saus und Braus leben wenn man nur genügend blaue Kacheln hatte. Und auch der Iran (als Kontrast zum Sozialismus ein Beispiel einer klerikalen, also mit dem Jenseits argumentierenden Diktatur) ist durch und durch korrupt.

          • „Dito bedient der Kapitalismus am besten die beiden menschlichen Eigenschaften Habgier und Neid.“

            Sowie Ehrgeiz und Kreativität.

          • @Adrian
            „Dass es nicht Siemens und Ford Motors gewesen sind, die die Theorie des Patriarchats in die Welt gesetzt haben?“

            Doch, die Ford Foundation, die Stiftung Fords, war es, die den Feminismus akademisch als „Women´s Studies“ institutionalisierte, durch ihre Förderung. (Ebenso die ganzen anderen „Studies“!, „Black Studies“).

      • @Marcus Frank:

        Zuerst: Eine Kostprobe des realexistierenden Sozialismus reicht mir für mein Leben aus, ich werde so schnell niemanden folgen, der auf der süßen Schallmei des kommunistischen Utopia flötet.

        Dennoch kommt es mich auch so vor, als habe sich die politische Linke komplett einseifen lassen. Die aktuellen Tendenzen in diesem Lager sind geprägt von einer immer weitergehenden Segmentierung (deren Segmente ironischer Weise auch noch in einer Hierarchie gestapelt werden). Das sieht, von weiter weg betrachtet, schon sehr stark nach divide et impera aus. Ich glaube aber nicht ein eine Steuerung von irgendwelchen dunklen Kräften („Bilderberger“). Mir scheint die Theorie der eigenen Entlastung (crumar?) der Akteure im linken Spektrum viel plausibler: Die allermeisten Akteure sind Salon- und Champagnerkommunisten. Sie kommen aus (gut) betuchten Hause und wollen jetzt etwas – aus welchen Gründen auch immer – für die „Benachteiligten“ tun. Das aktive Handeln in Armenküche oder ähnlichen Hilfsangeboten ist ihnen aber genauso fremd wie die selbstreferenziellen Charity-Parties ihrer Eltern oder BWL-Cousinen. Also suchen sie sich theoretische Konstrukte, die jenseits von Klasse und materieller Ressourcen eine Einteilung in Opfer- und Täterkategorien anbieten. Und in diesem Bereich stülpen sie sich dann die Gewänder von Hohenpriestern über und wachen über die Reinheit der Lehre. Die anderen Vertreter ihrer Klasse lassen sie gewähren (oder unterstützen ihr Tun sogar durch Finanzspritzen (aus Geldern anderer Leute)) weil sie durch diese Lehre nicht direkt angegriffen werden … und feiern weiter Charity-Parties. Der sogenannte „einfache Mann“ hat von diesem ganzen Zeug nichts und gehört auch nicht zu den erlauchten Kreisen im Priestergewand, aber das war auch noch nie anders (auch im realexistierenden Sozialismus nicht).
        Irgendwann wird dieses dämliche Gequatsche vom „Alten weißen Mann“ einmal in ernste gesellschaftliche Konflikte münden. Aber dann werden die Hohenpriester ihre Hände in Unschuld waschen – auch wie immer.

        • Wie aus meinen Kommentaren sicherlich ersichtlich wird, bin ich kein Sozialist. Meine wirtschaftspolitischen Überzeugungen gehen in Richtung Keynesianismus und der hat einen liberalen Ursprung.
          Wenn ich das richtig aufgefasst habe, brauche ich zum Rest nichts zu sagen, da es in Richtung Zustimmung mit etwas anderer Interpretation geht.

        • Die Sozialdemokratie war in ihren besten Zeiten trotz aller Schwächen eine politische Vertretung der Arbeitnehmer. Sie setzten Sozialstandards durch und wurden deshalb von der Arbeitnehmerschaft gewählt. In einer zunehmend globalisierten Wirtschaft aber wandert die Produktion ab, insbesondere in Länder mit tieferen Lohnkosten. Damit werden die nationalen Sozialstandards umgangen und letztendlich ausgehebelt.

          Identitätspolitik ist das Substitut, das der Pseudolinken erlaubt, politische Relevanz zu simulieren, die in einer globalisierten Wirtschaft verloren gegangen ist.

          • Globalisierungskritik ist in der Tat Kapitalismuskritik.
            Was soll die Politik also tun, um die Globalisierung einzudämmen?

          • @Adrian Die Politik soll auf keinen Fall die Globalisierung aufhalten, weil das an sich eine gute Sache ist. Internationaler Handel und Wandel sind nützlich für alle Beteiligten, wer das bestreitet ist weder links noch rechts, sondern blöd.

            Eine negative Begleiterscheinung ist allerdings das Unterbieten von Lohn- und Sozialstandards auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Die Politik sollte das dadurch bekämpfen, dass dafür agitiert dass in den „schlechtesten“ Ländern deren Sozialstandards angehoben werden. Das kann übrigens auch die Politik dieser Länder selbst tun.

          • @anorak2
            Interessanter Lösungsvorschlag. Die ärmeren Länder sollten einfach Ihre Sozialstandards auf unser Niveau heben. Genial!

          • Den Freihandel per Zöllen so weit zurück drehen, dass eine Selbstversorgung mit wichtigen Gütern möglich ist.
            Die Zölle „gegen die Chinesen“ seitens Trump richten sich in Wirklichkeit gegen die US-Konzerne, die ohne die Produktion ihrer Güter in China gar nicht existieren würden.
            Apple ohne China wäre tot.
            Die De-Industrialisierung der USA war ein massiver Fehler und wenn wir den wiederholen, sind wir tot.
            Ebenfalls muss weg, dass die EU per massiver Subvention eine Überschussproduktion in der Agrarwirtschaft ermöglicht, der dann die heimischen Märkte in Afrika ruiniert.
            Ganz abgesehen von der Tatsache, dass es ökologischer Wahnsinn ist, globale Lieferketten durch spuckebilligen Transport zu ermöglichen, der wiederum zum Klimawandel beiträgt.
            Verbrauchernah am tatsächlichen Bedarf orientiert produzieren wäre ein Anfang.

          • @Adrian Sie sollen die Sozialstandards parallel zu ihrem Produktivitätszuwachs steigern, und nicht signifikant dahinter zurückfallen, so dass die Lohnstückkosten auf vergleichbarem Niveau liegen. Wenn sie das tun ist das genau das richtige Maß, es tut diesen Ländern gut, und Lohndumping wird trotzdem verhindert.

          • Dazu kommt, dass die Sozialdemokratie die Klassengesellschaft der Nachkriegszeit tatsächlich gleicher gemacht hat. Das waren noch Nachwirkungen des Endes der Kaiserzeit. Man wurde das was der Vater war. Dann kam Bafög und tatsächlich gab es sozialen Aufstieg durch Bildung. Nur haben sich die Gruppen dann wieder entmischt. Heute wird beklagt, dass der Zug zum stoppen gekommen ist. Nur liegt das möglicherweise nicht an Benachteiligung. Und das will niemand mehr hören.

          • @crumar:
            das von Dir skizzierte (1:50 PM), auch aus meiner Sicht gebotene realpolitische Handeln unter den gegebenen Umständen, halte ich für sinnvoller, als Grundsatzdebatten um Schlagworte („links“ vs. „rechts“)!

          • Nee, @crumar bringt anlasslos grüne Vorstellungen rein, alles Schrumpfen und zurück ins Mittelalter unso, weil die Moderne ja so furchtbar sei. Das is nix.

          • @anorak2:
            „Nee, @crumar bringt anlasslos grüne Vorstellungen rein, alles Schrumpfen und zurück ins Mittelalter unso, weil die Moderne ja so furchtbar sei. Das is nix.“
            —————————
            Das ist mir neu! Ich weiß zwar, daß crumar gelegentlich seinen „linken Überbau“ verkündet, dem ich mich aber nicht anschließen kann und werde. Allerdings hat er sich realpolitisch doch meistens recht angemessen und konstruktiv, mit dem nötigen Blick für das Gebotene geäußert.
            Wann wollte er je zurück ins Mittelalter oder ließen die von ihm vorgeschlagenen Maßnahmen das erkennen? Und als „grünen Spinner“ kenne ich ihn bislang auch nicht. Wenn er sich für ökologisch-vernünftiges Wirtschaften einsetzt, dann hat das aber auch rein gar nichts mit den sich als „Die Grünen“ bezeichnenden von heute zu tun.
            Insofern kann ich jetzt Deine Bewertung über ihn nicht nachvollziehen!

          • @anorak

            „Nee, @crumar bringt anlasslos grüne Vorstellungen rein, alles Schrumpfen und zurück ins Mittelalter unso, weil die Moderne ja so furchtbar sei. Das is nix.“

            Wenn ich Industrie wieder in Deutschland ansiedeln will, die in Billiglohnländer abgewandert ist, dann bin ich für das „Mittelalter“ und „schrumpfen“?
            Wie klappt das?

            Nächster Punkt: Ja, ich habe bspw. etwas dagegen, dass permanent ein Überschuss an Lebensmitteln produziert wird, der a. weggeworfen wird oder b. per Subvention seitens der EU auf Weltmarktpreis gedumpt wird, um ihn c. dann zu exportieren.
            Das kostet per EU-Agrarsubventionen 59 Milliarden Euro im Jahr.
            Dieses System ist also nicht einmal „kapitalistisch“, sonst müsste es man nicht in diesem Umfang subventionieren.

          • crumar,

            „Dieses System ist also nicht einmal „kapitalistisch“, sonst müsste es man nicht in diesem Umfang subventionieren.“

            Doch ist es. Denn dadurch werden die Lebensmittelpreise niedrig gehalten und Geldströme (Kaufkraft der Konsumenten) werden frei um in andere Wirtschaftssektoren mit höherer Rendite zu fließen.

            Dies ist nicht nur ein rein monetärer Effekt, sondern sehr stark psychologisch flankiert. Niedrige Lebensmittelpreise steigern die Konsumfreude genauso wie ein stabiler gesellschaftlicher Rahmen und die glaubhafte Aussicht auf eine leuchtende Zukunft.

            Die Kosten für diese Subventionen werden – anders als die Rendite – breit gestreut. Weitere Seiteneffekte wie ökologischer Schaden oder der hohe Energieaufwand (durch fossile Energieträger) sind entweder nicht monetarisiert oder werden externalisiert oder sind ebenfalls breit gestreut.

            Kapitalismus inkludiert immer den Drang zur Sozialisation der Kosten und Verluste und zur Privatisierung der Gewinne. Sonst wäre es kein Kapitalismus sondern genossenschaftliches Wirtschaften oder sowas…

          • @crumar Du hast „Klimawandel“ erwähnt, das ist für mich der Bullshit-Detektor. Und dass Transport was Schlimmes sei. Deindustrialisierung ist natürlich schlecht und wir sollten sie verhindern, aber doch nicht wegen dem Transport! Sondern weil es dem Wohlergehen der Menschen schadet. „Klimaschutz“ ist allerdings Deindustrialisierungs-Politik Nr 1, den sollten wir deshalb als allererstes verhindern.

          • @Peter

            „Doch ist es. Denn dadurch werden die Lebensmittelpreise niedrig gehalten und Geldströme (Kaufkraft der Konsumenten) werden frei um in andere Wirtschaftssektoren mit höherer Rendite zu fließen.“

            Bezogen auf die Gesamtwirtschaft ist deine Argumentation richtig.
            Nur bezogen auf die Agrarwirtschaft ist es erstens bizarr, Gewinnerzielung als Unternehmensziel auszurufen, wenn ohne Subvention gar keiner zu erzielen wäre.
            D.h. man braucht einen Staat als „ideellen Gesamtkapitalisten“, der hauptsächlich Steuern der Konsumenten nutzt, um zweitens per Umverteilung niedrige Lebensmittelpreise für Konsumenten zu garantieren, die ohne die Steuern der Konsumenten und materielle Transfers gar nicht existieren würden.

            „Dies ist nicht nur ein rein monetärer Effekt, sondern sehr stark psychologisch flankiert. Niedrige Lebensmittelpreise steigern die Konsumfreude genauso wie ein stabiler gesellschaftlicher Rahmen und die glaubhafte Aussicht auf eine leuchtende Zukunft.“

            Absolut! In der DDR kostete ein Brötchen 5 Pfennige und ein Brot 50 Pfennige. Die Bauern gingen dazu über Schweine mit Brot zu mästen, weil es billiger war. Die niederländischen Treibhäuser wurden geheizt mit billigem niederländischen Erdgas. Den einen Staat gibt es nicht mehr, der andere steigt 2030 aus der Erdgas-Förderung aus.

            Die Fähigkeit und der subjektive Willen sich selbst zu bescheißen sind endlos, die objektiv existierenden Möglichkeiten sind es nicht.

          • @crumar PS Zu der Agrarpolitik der EU kann ich mich nicht äußern, da ich ehrlich gesagt keine Ahnung davon habe. Vermutlich ist vieles daran falsch, und es gäbe viel zu korrigieren, ich weiß allerdings nicht genau was 🙂 Allerdings hätte ich sehr was dagegen, wenn diese Korrektur von Grünen oder sonst irgendwie mit Öko-Dogmen motiviert wäre. Das wär dann vom Regen in die Traufe. Zu dieser Äußerung hab ich aber was zu kommentieren:

            „Ja, ich habe bspw. etwas dagegen, dass permanent ein Überschuss an Lebensmitteln produziert wird, der a. weggeworfen wird oder b. per Subvention seitens der EU auf Weltmarktpreis gedumpt wird, um ihn c. dann zu exportieren.“

            Das Lebensmittel weggeworfen werden ist natürlich falsch, wobei die Frage ist ob die Ökos die Situation richtig beschreiben – wäre ein Novum. Aber die Beschreibung „Überschuss“ trifft nicht zu. Wir haben global betrachtet immer noch Unterschuss, sonst gäbe es keinen Hunger. Wenn also von hier Lebensmittel exportiert werden können, stillen sie irgendwo anders in der Welt jemandes Hunger, und das ist dann ne gute Sache. Man sollte das zelebrieren und nicht verhindern.

          • crumar,

            „Die Fähigkeit und der subjektive Willen sich selbst zu bescheißen sind endlos, die objektiv existierenden Möglichkeiten sind es nicht.“

            Möglich, aber da geht einiges. Der Champagner war schon 2008 aus, es gab aber noch Sekt. Also haben sich alle Partygäste ganz fest selber eingeredet es sei Champagner und die Party ging weiter.

            Jetzt ist auch der Sekt aus, es gibt aber noch Mineralwasser. Mal schauen ob es eine weitere Runde gibt… 😉

    • „Die mehr als 99 Prozent werden sich ja nicht angesprochen fühlen.“

      Bei den Pauschalisierungen wird ja nicht unabsichtlich unspezifisch „Männer“ formuliert, was man sowohl als „manche Männer“ wie auch als „alle Männer“ auffassen kann. Der Leser soll Letzteres denken, aber wenn Kritik kommt ziehen sie sich zurück auf „Wir haben ja nur manche Männer gemein, du Idiot“. Diese Verwechslung ist beabsichtigt.

      „Und können auch nichts ändern.“

      Wird ihnen aber unterstellt. Femis sagen ja mehr oder weniger direkt „Ihr Männer müsst andere Männer von Gewalt abhalten“ oder so ein Schmonzes. Dabei werden Männern anscheinend telepathische Fähigkeiten unterstellt. Was kann Mann X daran ändern, dass 200 km ein Mann Y gerade ausrastet? Er hat darauf genausowenig Einfluss wie Frau Z 200 km entfernt in der Gegenrichtung. Diesen einfachen Fakt des Lebens können Femis nicht erfassen.

    • Das richtet sich nicht an die Männer.

      Den Frauen soll suggeriert werden, daß Männer sie bedrohen, sie schlecht behandeln, sie in Wirklichkeit hassen, daß (s. oben) Männer selbst beim Sex nur Aggressionen ausüben wollen.

      Feministinnen/Genderistinnen sind eine absolute Minderheit, die feministische Partei lag bei den Wahlen immer so bei 2%.

      Sie MÜSSEN den normalen Frauen diese Bedrohung durch Männer einreden, um sich als Vertreter / Schützer ‘der‘ Frauen präsentieren
      zu können.

  4. dass der Partner das größte Risiko für eine Frau ist

    Das ist im Prinzip schon so, liegt aber nicht an den absoluten Zahlen, sondern daran, daß andere Gewaltrisiken für Frauen um Größenordnungen geringer sind als für Männer. Oder anders gesagt: Nicht daran, das der private Raum so viel gefährlicher für Frauen ist, als für Männer, sondern daran, daß der öffentliche Raum so viel sicherer für Frauen ist als für Männer, entgegen ständig herbeihaluzinierter allgemeiner Wahrnehmung.
    Zum Beispiel kann sich eine Frau völlig frei im Bereich oder Umfeld einer Massenschlägerei bewegen, als unbeteiligter Mann musst du aufpassen, daß du nicht einfach nur deines Geschlechtes wegen mit hineingezogen wirst.

  5. Naja Gewalt durch Frauen ist doch auch Standard. Ich meine hier auch klar körperliche Gewalt. Es sind zwar nur Einzelfälle und ich hatte meine erste Freundin mit 24(jetzt 28) aber selbst da waren mehrere Frauen gewalttätig. Das High Light war meine 2. ich nenne sie nur Myserie. Die hat abwechselnd mir Selbstmord gedroht und ist wirklich brutal geworden. War mal lustig, als sie mir mein gerade heilendes Knie zerstören wollte, weil ich ja nicht zur Arbeit gehen soll.
    Wenn man jetzt noch Zerstörung des Lebens durch finanzielle Ausbeutung dazunimmt, ist man Bei fast 100%. Muss hier wieder an den Bekannten denken, der immer einschläft überall, weil er 4 Arbeitsstellen für die faule Freundin hat, das ist in Deutschland normal und war auch in meiner Berufsschule damals in abgeschwächter Form die Regel.

    • Ich finde ja den für Frauen üblichen Psychoterror deutlich schlimmer als physische Gewalt – aber mit 28 bist Du langsam in dem Alter, wo alles nur besser wird. Ist recht einfach: Nervt? Weg. Du hast mit jedem Lebensjahr mehr Auswahl als vorher. Frauen weit überproportional weniger.

      • Denkst du? Ich lese das mit den Möglichkeiten immer, ich merke es aber nicht.
        Klar ist die Altersspanne größer, ich kann eine 10 Jahre jüngere Frau nehmen und ich sag mal u.U. etwas älter. Mit 16 ging 10 Jahre jünger nicht. Aber macht das die Auswahl größer??
        Und ja beruflich geht es aufwärts.

        • Ja, denke ich – ne, eher: _Weiß_ ich.

          Wenn Du ein Problem hast, ist es das „ich merke es aber nicht“. Denn: Du merkst es halt nicht. Kann ich Dir viel erzählen, ggf. ist da auch noch der „klassische“ Pickup-Fehler „needy“ dabei, aber wenn Du Dir einfach mal ein halbes Jahr überhaupt keine Mühe gibst, Deinen (offenbar aufsteigenden) Job machst und Dich mal auf Dich selbst konzentrierst, kommen die Frauen schon von ganz alleine; die haben da ein Gespür für. Ich kann das beim besten Willen nicht erklären; das würde voraussetzen, Frauen zu verstehen oder dass Frauen logisch handeln würden, aber _sehen_ tu ich es halt.

          Frauen signalisieren Interesse _enormst_ subtil, das muss man erstmal lernen. Achte mal auf andere Menschen, das hilft Dir sicher enorm. Nur beachten, nix tun. Mirwegen zieh einfach jede attraktive Frau, die Du siehst, in Gedanken aus. Ruhig anstarren. *Reaktion beobachten.* Und komm dabei mit Dir selbst klar. Dauert ggf. etwas (denke: mindestens Monate).

          • Ja das ist ein Problem. Online Dating ausgenommen, haben die Frauen immer mich angemacht und mich entweder begrabscht oder Zunge ohne Vorwarnung und den Mund gedrückt.
            Behaupte auch, nur die hatten Interesse. Vielleicht hab ich auch nur da was gemerkt.

        • Nachtrag: Das mit dem „Frauen in Gedanken ausziehen“ ist eine 1a-Übung: Die eine oder andere wird das nämlich bemerken. Schau mal, ob Du es schaffst, dann _nicht_ *instinktiv* verschämt wegzugucken. Wiederholen, bis Du es schaffst.

          • Meinst du nicht, dass die meisten Frauen das creepy finden würden? Oder was genau soll die Übung bewirken?

          • @mispel: Selbstsicherheit. Und die Frauen, die das creepy finden, würden eh nicht mit Dir bumsen – sonst fänden sie es geil, nicht creepy.. Also: warum sollten die einen interessieren?

          • OK jetzt verstehe ich, wie du das meinst. Hört sich nach einem interessanten Experiment an. Das mit dem verschämt weggucken ist in der Tat bei den meisten wohl ein Reflex, den man erst mal abstellen muss. Meinst du man kann an der Reaktion einer Frau erkennen, ob sie das anturnt oder ob zumindest Interesse besteht und wenn ja, wie würde sich das deiner Meinung nach äußern? Die Frage, die ich mir aber auch stelle, ist, wieviel Frauen heutzutage noch selbstbewusst mit der Tatsache umgehen können, dass sie für Männer Sexobjekte sind.

          • Du, @mispel – ich bin 40, und ewig verheiratet -ah, und treu, das muss man ja heutzutage erwähnen.

            Ich bin da also vielleicht/wahrscheinlich nicht der beste Ratgeber für Singles, aber fairerweise kann ich kaum außer Haus gehen, ohne dass meine Frau danach stinksauer ist. Mein Haupt-Learning ist, dass sich das für Männer halt *überhaupt nicht* äußert. Neulich auf einer Party motzte mich eine neo-Emanze, Ende 20 an, dass „ihre Augen hier wären“. „Ja, die kenne ich aber schon, aber deine Brüste sehne heute halt wirklich toll aus“ machte mich sehr traurig, verheiratet zu sein. Sicher, da ist das Ehering-Klischee, was ich sicher nicht abstreiten werde, aber es ist mehr Attitüde.

            Um Deine Frage weinigsten so gut zu beantworten, wie das irgendwie geht – Frauen wollen auch mal Sexobjekte sein. Das sind auch nur Menschen, wie du und ich. _Das_ ist selbstbewusst.

  6. Warum ist es eigentlich Hetze, wenn man aus 0,1% krimineller Ausländer darauf schließt, dass Ausländer ein Problem darstellen würden, aber Feminismus, wenn man aus 0,1% krimineller Männer darauf schließt, dass Männer ein Problem darstellen würden?

    • Weil „Hetze“ genauso wie „Nazi“, „Hass“, oder „Gewalt“ so inflationär gebraucht wurde, dass es jetzt eher eine Gefühlslage beschreibt. Ein Hetzer ist man nun schon, wenn man eine, der „Guten Seite“ konträre Meinung ausspricht. Zahlen und Fakten waren noch nie die Freunde dieser progressiv Verstrahlten.

  7. In der Krise rücken die Menschen zusammen. Schlechte Zeiten für feministische Hasspredigerinnen, die Saat des Spaltens und ihrer perfiden Demagogie geht nicht mehr auf. Und schlimmer noch, sie fällt nur noch auf die Verursacher zurück….

  8. Was mich mal interessieren würde ist, welche Mordraten man in einer Beziehung bzw. Trennung erwarten würde, wenn Frauen und Männer – bis auf den unterschiedlichen Körperbau – gleich wären. Meine Vermutung: in etwa die gleichen, wie wir jetzt schon haben.

    In der Regel geschehen solche Morde ja nicht sehr geplant, sondern in einer emotionalen Ausnahmesituation (zB. eskalierender Streit). Dh. die unterschiedlichen Mordraten kann man zu einem großen Teil auf den unterschiedlichen Körperbau zurückführen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Menschliche_Geschlechtsunterschiede#K%C3%B6rperliche_Leistungsf%C3%A4higkeit:
    „Frauen besitzen im Bevölkerungsdurchschnitt etwa zwei Drittel der körperlichen Leistungsfähigkeit von Männern und haben im Durchschnitt 55 % der Muskelkraft von Männern. Die besten 20 % der Frauen haben dieselbe körperliche Leistungsfähigkeit wie die schlechtesten 20 % der durchschnittlichen männlichen Bevölkerung.“

    https://en.wikipedia.org/wiki/Sexual_dimorphism#Humans:
    „Aggregated data of absolute strength indicates that females have, on average, 40–60% the upper body strength of males, and 70–75% the lower body strength.“

    Also darum die Frage: Sind die unterschiedlichen Mordraten (M->F, F->M) in Beziehungen bzw. nach/bei Trennung nicht auch schon aufgrund der Körperlichen Unterschiedlichenkeit von Frauen und Männern zu erwarten?

    Als Beispiel wo Frauen die körperlich überlegenen sind möchte ich das Beispiel der Kindstötungen nennen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kindst%C3%B6tung#Statistik_und_Motive
    „Zwischen zwei Drittel und drei Viertel der Kindstötungen werden durch die leiblichen Mütter verübt. Laut einer Studie von Raič war in 18 % der Fälle der Vater der Täter.“

    Mord ist ein sehr seltenes Phänomen, das idR. in einer emotionalen Ausnahmesituation passiert. Der Rest ist dann einfach Physik: Der körperlich stärkere tötet den körperlich schwächeren.

  9. „Der Rest ist dann einfach Physik: Der körperlich stärkere tötet den körperlich schwächeren.“
    Nicht immer. Wenn der Schwächere gewisse Hilfsmittel zur Verfügung hat (zB. eine Pistole) oder sich der stärkere in eine schlechtere Position befindet (zB. wenn der Stärkere wegen einen Selbstunfall bewusstlos am Boden liegt).

    • Ja, stimmt natürlich. Aus Studien aus dem Bereich der häuslichen Gewalt weiß man ja, dass Frauen zB. öfter „Hilfmittel“ nehmen. (zB. Amber Heart, die auf Johnny Depp mit „pots and pans“ geworfen hat.)

      Trotzdem bleibt für mich grundsätzlich die Frage, ob sich die unterschiedlichen Mordraten bei Frauen & Männern in/nach Beziehungen (zumindest in Teilen) nicht einfach aufgrund der unterschiedlichen körperlichen Konstitution erklären lassen.

      • „…nicht einfach aufgrund der unterschiedlichen körperlichen Konstitution erklären lassen.“
        Ich denke schon, aber nur Teilweise, weil dann müsste man auch wissen ob die Tötungsdelikte absichtlich oder nicht absichtlich geschehen sind. Wenn ein Mann die Absicht hat eine Frau zu töten dann findet man die Begründung in der Absicht und nicht in der Körpergröße und Stärke. Wenn aber eine Frau und ein Mann beide die Nerven verlieren und sie nicht mehr wissen was sie tun, dann ist es höchstwahrscheinlich dass die Frau stirbt. In diesem Fall ist meiner Ansicht nach deine Logik korrekt.

    • Seit der Erfindung des angespitzten Holzes (aka Speer) ist niemand mehr sicher.
      Denn selbst der Stärkste muss irgendwann mal schlafen…

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