Katharina Schulze zu einer Tat, bei der ein Mann 2 Frauen und drei Männer erschossen hat: Es ist ein Femizid

In Kitzbühl hatte sich eine schreckliche Tat ereignet:

Die 19-jährige Ex-Freundin hatte sich laut Polizei vor zwei Monaten von dem 25-Jährigen getrennt. Nach der Bluttat hatte sich der 25-Jährige bei der örtlichen Polizei am Sonntagmorgen gestellt. „Ich habe soeben fünf Personen ermordet“, sagte der Einheimische, als er auf der Wache erschien. Der mutmaßliche Täter habe somit seine Ex-Freundin, deren neuen Freund, die Eltern und den Bruder der Ex-Freundin erschossen. (…)

„Es geht uns allen sehr schlecht, auch meinem Sohn“, sagte die Mutter des Tatverdächtigen dem Portal RTL.de. Ihr Sohn und die 19-Jährige seien seit fünf Jahren zusammen gewesen und hätten im kommenden Jahr heiraten wollen. Laut Polizei hatte sich das Paar vor zwei Monaten getrennt.

In der evolutionären Theorie würde man das unter „Mate Guarding“ (also das „Abschirmen“ des Partners) einordnen. Es ist natürlich eine schreckliche Tat,  und das die Täter in den meisten Fällen Männer sind ist auch nicht wegzudiskutieren.

Lucas greift eine Reaktion von der Grünen-Politikerin und Feministin Katharina Schulze auf

Ein Femizid, bei dem 2 Frauen und 3 Männer sterben. Das allein zeigt eigentlich schon, dass sie eine sehr merkwürdige Wertung vornimmt.

Die Endung „-zid“ hat folgende Bedeutung:

Bedeutungen:

[1] Wortbildungselement mit der Bedeutung tötendvernichtend
[2] Wortbildungselement mit der Bedeutung TötungMord

Es ist aus meiner Sicht etwas ein „Modewort“ in Teilen des Feminismus geworden alle Taten, bei denen Frauen Opfer waren, als Femizid zu bezeichnen, was erkennbar nicht nur die Tötung einer Frau darstellen soll, sondern eine Art „Vernichtung der Frau“ ähnlich wie ein Genozid auch nicht vorliegt, wenn ein Vertreter eigens Volkes getötet wird, sondern wenn dahinter die Absicht, der Plan oder zumindest der mögliche Erfolg stehen soll, möglichst viele Vertreter dieser Gruppe zu töten.

Was natürlich Blödsinn ist: Niemand möchte die Gruppe Frau vernichten oder auslöschen, weitaus eher sind Männer in höherer Zahl Opfer von Gewalttaten, aber selbst dann sind die prozentualen Zahlen in zivilisierten Gesellschaften so gering, dass es absurd ist so zu tun als wäre es in irgendeiner Form mit einem Genozid vergleichbar.

Wenn man etwas als einen „Geschlechter“zid bezeichnen möchte, dann vielleicht die Schützengräben des ersten Weltkrieges oder andere erbarmungslose Schlachten der Geschichte. (wäre das ein „Maskuzid“?)  aber auch da trifft es nicht zu, denn man wollte ja gerade nicht Männer vernichten, weil man etwas gegen die Gruppe Mann hatte.

Genau so wenig dürfte der Täter hier etwas gegen die Gruppe Frau gehabt haben: Er konnte es anscheinend schlicht nicht ertragen, dass DIESE Frau ihn nach fünf Jahren verlassen hat und hat deswegen sie, den aus seiner Grund bestehenden Grund der Trennung und vermutlich die anderen Anwesenden erschossen. Das ist keine Rechtfertigung seiner Tat, es geht nur darum, dass er die Tat nicht gegen Frauen gerichtet hat.

Dagegen wird man ihm Feminismus oder aus Sicht der Frau Schulze vielleicht einwenden, dass ja Täter solcher „Beziehungstaten“ ganz überwiegend Männer sind und deswegen eine Tat der Gruppe Männer gegen die Gruppe der Frauen vorliegt, was die Bezeichnung Femizid rechtfertige: Nur Männer würden sich so gegenüber Frauen verhalten.

Aber das verkennt ja wieder einmal, dass da kein gemeinsamer Plan dahinter steckt, dass es äußerst selten vorkommt und eben gerade deswegen darüber berichtet wird, weil es eine seltene Tat ist.

Dagegen wiederum wird dann angeführt, dass es keineswegs selten sei:

Das „jeden Tag“-Argument ist angesichts von ca. 7.600.000.000 Menschen auf dieser Erde und 365 Tagen ein sehr schlechtes Argument. Alles, was einem mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 0,0000048%  Wahrscheinlichkeit passieren kann, passiert damit im Durchschnitt einem Menschen pro Tag. Und selbst auf Deutschland bezogen liegt die Wahrscheinlichkeit für etwas, was einmal am Tag passiert bei 80.000.000 Menschen bei 0. 00045%.

Oder zu dem Tweet:

Das sind dann 87.000 Tötungen zu  von 3.800.000.000 Frauen. Also 0,002% Im gleichen Zeitraum wurde etwa die dreifache Anzahl von Männern ermordet. Allein(!) in Brasilien jedes Jahr etwa 45.000. Von einem wasauchimmer-zid ist das weit entfernt. 

Aber es ist aus der Sicht derjenigen, die eine Opferhaltung leben wollen, natürlich ein sehr hilfreiches Wort.

70 Gedanken zu “Katharina Schulze zu einer Tat, bei der ein Mann 2 Frauen und drei Männer erschossen hat: Es ist ein Femizid

  1. Wenn mich nicht alles täuscht, ist Femizid „eine Frau umbringen, weil sie eine Frau ist.“

    Das größte Opfer in diesem Fall ist auch nicht die Frau, sondern Bruder, Vater und Mutter, in dieser Reihenfolge. Die haben doch am allerwenigsten mit den Beziehungsentscheidungen zu tun. Oder mit der Art und Weise, wie diese getroffen wurden.

    Mord ist unverzeihlich. Und unbegründbar.
    Hier ein „Frauen sind Opfer, weil sie Frauen sind“ ist allerdings reichlich dämlich und zeigt vor allem, dass die Frauen, die das sagen, Männer so sehr hassen, dass sie ihren Tod billigend in Kauf nehmen sowie diesem keinerlei Wert bemessen, ja ihn nicht einmal bemerken.

    Angefangen hat dieser Femizid Quatsch bei diesem Fall übrigens mit einem Spiegel Artikel von dpa/kko. Wer KKO ist, steht leider nicht im Impressum.

    • „Wenn mich nicht alles täuscht, ist Femizid „eine Frau umbringen, weil sie eine Frau ist.““

      Femizid ist, ALLE Frauen umzubringen, weil sie Frauen sind. Das Suffix „-zid“ beinhaltet ALLE Lebewesen, die ein definiertes Merkmal gemeinsam haben, hier also „Frau“.

      Selbst wenn jemand eine Frau tötet, weil sie eine Frau ist, ist das erstmal nur Mord.

      • Homizid ist, einen Menschen umzubringen, nicht alle. Insofern glaube ich, dass Du da was durcheinanderbringst.

        -zid ist ein Wortbildungselement mit der Bedeutung Tötung, Mord. Von caedere, lateinisch. Eine Mengenangabe ist nicht enthalten.

        • „Eine Mengenangabe ist nicht enthalten.“

          Ich kenne die Endung „zid“ aus der Biologie, Ökologie und dem Gartenbau.
          Dort gibt es Fungizide (gegen Pilze), Herbizide (gegen Pflanzen), Acarizide (gegen Spinnen), Insektizide (gegen Insekten), Rodentizid (gegen Nager) und Biozide (gegen alles Lebendige).
          In jedem Fall handelt es sich um einen Wirkstoff (eine Handlung?) gegen die gesamte Zielgruppe, nicht gegen ein Individuum.
          Nach der Lehre wäre ein Homizid ein Wirkstoff, der gegen Menschen allgemein eingesetzt wird, was einen einzelnen damit natürlich einschließt.

          • Das Wort Homizid ist im Deutschen meines Wissens auch völlig ungebräuchlich. Ich kenne es nur aus dem Englischen (homicide) und das ist dort tatsächlich ein Wort für die Tötung eines Menschen. Im Deutschen fallen mir auch nur Verwendungen des Suffix -zid ein, die auf eine Gruppen- / Gesamtmengentötung abzielen.

            Und, machen wir uns nichts vor, der Feminismus arbeitet, wie viele Ideologien, mit gezielten sprachlichen Suggestionen. Die angestrebte Etablierung des Wortes Femizid soll fraglos suggestiv auf genozidale Zustände verweisen. Frauen werden getötet, NUR weil sie Frauen sind und das MASSENHAFT. Und, liebe Kinderlein, genau SO funktioniert Propaganda!

      • Mein persönliches Problem bei derlei Wortschöpfungen: die willkürliche Verknüpfung von Griechisch und Latein. Ist mir schon bei einigen neumodischen „Fremdwörtern“ aufgefallen, dass ein Wortteil aus dem Griechischen, das andere aus dem Latein stammt. Das logisch konsequente Pendant zu „Andrizid“ wäre somit „Gynozid“, womit wir also gleich zwei sich als Fremdwörter gebende Kunstbegriffe hätten, die aber sprachlich irgendwie komisch konstruiert wirken.

        Stellen wir uns mal als „Fachbegriffe“ Worte wie „Womentöten“ oder „Männerkilling“ vor. Klingen irgendwie bescheuert? Nun, einem alten Römer oder Griechen kämen oben genannte Kreationen wahrscheinlich ebenfalls exakt so vor. 😉

        • „Stellen wir uns mal als „Fachbegriffe“ Worte wie „Womentöten“ oder „Männerkilling“ vor. Klingen irgendwie bescheuert?

          Deutsch ist im Gegensatz zu Latein und Altgriechisch eine lebendige Sprache, die aus anderen Sprachen klauen und neue Wörter bilden darf. Dabei ist es in meinen Augen wurscht, ob es aus verschiedenen Sprachen zusammengesetzt ist oder ganz künstlich.
          Jeder denkt, das „Handy“ kommt aus dem Angelsächsischen, ist aber ein deutsches Kunstwort, das in England und den USA gänzlich unbekannt ist.
          Wichtig ist für mich, dass das Wort prägnant sein muss und etwas umschreibt, das sich anders nicht adäquat umschreiben lässt.
          Kombinationen aus altgriechischen und lateinischen Wörtern sind dabei in den Naturwissenschaften schon lange gebräuchlich.

          Wäre ich eine leidlich gebildete Feministin, würde ich natürlich allgemein von einem „Gynozid“ reden, wenn eine meiner Kampfgefährtinnen angegriffen worden ist, von „Femizid“ 😀

          • „Jeder denkt, das „Handy“ kommt aus dem Angelsächsischen, ist aber ein deutsches Kunstwort, das in England und den USA gänzlich unbekannt ist.“

            Ist das nicht inzwischen schon recht weithin bekannt, dass man im englischen Sprachraum eher auf Unverständnis stößt, wenn man jemanden fragt, ob man mal sein Handy benutzen dürfte? Im dümmsten Fall denkt der dann, du würdest ihn gerade anbaggern…

            Mal ab von grundsätzlichen Kunstbegriffen: Wir Deutschen haben sowieso da so einige Eigenheiten. Früher war es ja üblich, Filmtitel zu „übersetzen“ wobei oft der deutsche Titel sich sehr viel künstlerische Freiheit nahm und nicht selten gar nichts mit dem Originaltitel zu tun hatte. Inzwischen hat sich da ein anderer Trend etabliert: Zwar kommen Filme aus den USA vermehrt mit englischen Titeln in die Kinos, aber dass der Titel auf Englisch ist, heißt noch lange nicht, dass es sich dabei um den Originaltitel handeln muss. Bisweilen werden nämlich Filmtitel zwar nicht mehr „übersetzt“, dafür aber ihr Originaltitel durch einen anderen, ebenfalls englischen Titel ersetzt. Grund dürfte wohl teils sein, dass man einige Wörter in Titeln für den Durchschnittsmichel als zu schwer auszusprechen ansieht oder Wörter verwendet werden, die als für Nichtmuttersprachler zu unbekannt gelten.

            Dass man für den deutschen Markt englische Filmtitel benutzt, die aber nicht die Originaltitel sind, das war mir lange unbekannt, bis ich es vor geraumer Zeit mal irgendwo gelesen habe…

          • @Billy Coen Pseudo-Anglizismen gibt es in vielen Sprachen, zB frz „le relooking“ ist ein Makeover. Es gibt auch Pseudo-Germanismen im Englischen, zB „stein“ für Bierkrug.

          • @ Anorak2

            Das mit dem „stein“ wusste ich nicht, ich hatte aber beim Lesen sofort eine Art Flashback: In dem Spiel Resident Evil 4 kann man unter anderem als „Schatz“ einen im weiteren Verlauf noch zwecks Wertsteigerung verzierbaren Bierkrug finden (schon recht früh im Spiel auf der Farm des Dorfes, welches man kreativerweise „Pueblo“ getauft hat). Dieser Krug wurde dabei als „Bierstein“ bezeichnet, was ich schon immer als eine etwas unübliche Bezeichnung empfand. Diese Info von dir lässt mich fast vermuten, dass man die deutsche Fassung auf Basis der englischen Übersetzung angefertigt hat und dort dann das englische, pseudodeutsche Wort „stein“ in „Bierstein“ übersetzt hat.

            Naja, nur so eine Vermutung. Vielleicht kam die Übersetzung ja auch von einem bajuwarischen Bier-Connaisseur, in dessen Gegend man Bierkrüge tatsächlich auch als Biersteine bezeichnet…

          • @carnofis:

            »Jeder denkt, das „Handy“ kommt aus dem Angelsächsischen, ist aber ein deutsches Kunstwort, das in England und den USA gänzlich unbekannt ist.«

            Der Begriff »Handy« wurde geprägt, als ein Schwabe zum ersten Mal ein kabelloses Mobiltelefon gesehen hat: »Hen di koi Schnur?!« 🙂

        • @Billy Coen In Griechenland gibt es eine Art antilateinischen Sprachpurismus, der müsste dir gefallen. 🙂 Das „Automobil“ (gr-lat) wird dort dementsprechend zum „Autokinet“ (neugriechische Aussprache „aftokinito“), das gr-lat „Mobiltelefon“ zum „kinetischen Telefon“ (neugr „kineto tilefono“, meist abgekürzt „kinito“). Der Euro-Cent (aus lat. „centum“) wird deshalb auch zum griechischen „lepto“.

          • Danke für die Info, aber keine Sorge. So groß ist mein Seelenschmerz bezüglich der Vermengung von lateinischen und griechischen Wortteilen nun auch wieder nicht. Ich finde es aber herzerwärmend, wie sehr man sich hier im Forum umeinander kümmert… *bussy* 😉

          • „In Griechenland gibt es eine Art antilateinischen Sprachpurismus, …“

            Sprachpuristen gibt und gab es wohl in jedem Land. Gelegentlich blubbert dann mal so eine Modewelle hoch, die – wie Anfangs des 20. Jahrhunderts – im Deutschen Reich so wunderbare Wortschöpfungen wie „Viertopfzerknalltreiberklappdecker“ für das Vierzylinderkabrio kreiier.. – sorry, entwickelte — entschuldigung fürs „sorry“.

  2. In der evolutionären Theorie würde man das unter „Mate Guarding“ (also das „Abschirmen“ des Partners) einordnen.

    Ja, das ist allerdings die verschärfte Form des Mate Guardings, wo es an Ende kein Mate mehr gibt. 😉

  3. Der Feminismus propagandiert seitdem es ihn gibt, dass an den Frauen angeblich der allergrösste Genozid stattgefunden hätte und weiter stattfindet. Diese zentrale Opfernarrativ wird auch von Katarina Schulze befeuert, der „Femizid“ wird überall gesehen!

    Konsequenterweise kann man auch praktisch jeden getöteten Mann als „Femizid“ interpretieren, denn es sind ja immer die Frauen, die Mütter, Ehefrauen, etc, die am allermeisten leiden werden!

    Frauen sind die weltgeschichtlich allergrössten Opfer, die es je gab und geben wird.

  4. Wir hatten das doch gestern schon mit dem Gleichstellungsbericht.

    Unlike other domains, the domain of violence does not measure differences between women and men, but examines and analyses women’s experiences of violence.

    https://allesevolution.wordpress.com/2019/10/12/selbermach-samstag-259-12-10-2019/#comment-425451

    Gleichstellung aus feministischer Sicht ist, wenn in angenehmen/guten Dingen Frauen mindestens 50% abbekommen und wenn, gleichzeitig, in unangenehmen/tödlichen Dingen Frauen gar nicht auftauchen.

    Weniger als 50% bei Gut und mehr als 0% bei Schlecht ist frauenfeindlich.

    Wie oft und wieviel klarer sollen Feministierende dieses Grundprinzip denn NOCH in die Welt schreiben, bevor Maskus endlich kapieren, was genau hier als „fair“ definiert wird?

  5. Ich meine mich zu erinnern, dass Danisch mal von einer der Presseveranstaltungen, in die er sich gerne mal reinhockt, berichtet hatte, die hätten da so Handouts verteilt mit „Empfehlungen“ fürs Wording. Neben den üblichen Verdächtigen (bitte nicht mehr Flüchtlinge schreiben, sondern lieber „Schutz Suchende“), soll da auch gestanden haben, grundsätzlich bei Tötungen von Frauen das Wort „Femizid“ zu verwenden. Tatsächlich wird dies auch in der Presse zu Teilen beherzigt.

    Das führt natürlich dazu, dass der Begriff noch stärker ins Absurde abdriftet. Wie Christian richtig ausführt, werden Begriffe, die auf „zid“ enden, eigentlich nur verwendet, wenn es sich um massenhafte, erkennbar gezielt auf eine Gruppe gerichtete Tötungen handelt, tatsächlich oft mit der Absicht, diese Gruppe im Optimalfall komplett auszulöschen. Schon die von der UN verwendete Definition von Femizid ist davon weit entfernt: Die Tötung von Frauen (es ist auch zulässig, dies bereits bei EINER Tötung von EINER Frau so anzuwenden), bei der das Geschlecht des Opfers maßgeblicher Grund der Tat war. Streng genommen ließe diese Definition aber nur Taten als Femizid zu, deren wesentlicher Grund blanker Hass auf Frauen allgemein wäre. So wird diese Definition aber erkennbar von der UN selber nicht eingehalten, denn faktisch gingen dann die von ihnen immer wieder aufgezeigten Zahlen zu „Femiziden“ rapide in den Keller. Natürlich gibt es Menschen, die, warum auch immer, einen pauschalen Hass auf Frauen als Gruppe haben und sich davon haben zu Bluttaten gegenüber gezielt (aber individuell doch eher willkürlich) Frauen verleiten lassen. Die Anzahl dieser Taten ist aber im Verhältnis derart marginal, dass man meinen möchte, das Wort „marginal“ wurde geradezu nur dafür erfunden, um genau dieses Verhältnis zu beschreiben.

    Die damit natürlich forcierte Suggestion, wir lebten in einer Gesellschaft, in der Frauenhass an der Tagesordnung ist und tagtäglich unzählige Frauen nur deshalb getötet werden, weil sie Frauen sind, ist, wenn man sich die sozialen Realitäten anschaut, mit „absurd“ noch wohlwollend bezeichnet. Seit Urzeiten kriegen Jungen von der Wiege an beigebracht, dass man (explizit) Mädchen und Frauen nicht schlägt. Alle Gesellschaften dieser Welt, selbst noch die aus unserer Sicht abscheulichsten, sind erkennbar so gebaut, dass Frauen von den absoluten Härten des Lebens verschont bleiben. Bestes Beispiel dafür: Zwangsdienste, die ultimativ gar die Selbstaufopferung des Zwangsverpflichteten verlangen, sind, selbst noch in weiten Teilen der westlichen Welt, nur auf Männer beschränkt. Vielen erscheint schon die Vorstellung, so etwas auch Frauen abzuverlangen, geradezu obszön. Dass dem Leben von Männern gesellschaftlich erheblich weniger Wert beigemessen wird, als dem von Frauen, ist in unserer „Filterblase“ ja nun nichts Neues, selbst der wohlfeilen UN sehr offensichtlich, wie nicht zuletzt in Srebrenica bewiesen aber eben auch durch die inzwischen schon fast manisch anmutende Fixierung nur noch auf Gewalt gegen Frauen. Ironischerweise bildet der Begriff Femizid selbst sogar ein Beispiel für die Geringschätzung männlichen Lebens, weil er erkennbar den Versuch darstellt, von der für jeden Menschen leicht nachprüfbaren Tatsache abzulenken, dass die klare Mehrheit der Jahr für Jahr getöteten Menschen männlichen Geschlechts ist, indem man so tut, als seien aber die getöteten Frauen viel schlimmer, weil diese ja (völlig belegfrei) angeblich aufgrund ihres Geschlechtes getötet wurden (heißt im Prinzip ja auch nichts anderes als: für das Töten von Männern gab es andere, wahrscheinlich durchaus legitime Gründe).

    Die somit etablierte und offenbar auch in den Medien festzusetzen angestrebte Definition von Femizid führt dieses Wort endgültig über die Grenzen des Gagalandes hinaus. Faktisch soll jeder Tod einer Frau als Femizid bezeichnet werden, also das Meme etabliert werden, dass jede Gewalttat gegen eine Frau nur in ihrem Geschlecht begründet sein kann und niemals in den unzähligen anderen Motiven, wegen derer sich Menschen schon seit Jahrmillionen gegenseitig umbringen. Das ist für geistig noch halbwegs normale Menschen erkennbar völlig durchgeknallt, aber feministisch-ideologisch konsequent, folgt es doch dem in dieser zur Theorie geronnenen Geistesumnachtung verbreiteten Opfernarrativ. Dieses findet sich auch abseits von Mord und Totschlag. Bekanntlich sind Feministinnen immer davon überzeugt, dass alles, was ihnen widerfährt, was sie nicht gut finden, nur deshalb widerfährt, weil sie Frauen sind. Zuletzt fiel ja auch Renate Künasts Bemühen auf, aus den Beleidigungen, die dort ins Netz gekübelt wurden, so ein Frauending zu machen. Klar: sie wird natürlich nur so von anderen Leuten angegangen, weil sie eine Frau ist. Ihr beständig unsympathisches bis einfach nur noch widerwärtiges Auftreten KANN damit gar nichts zu tun haben. Wenn es aus dem Wald herausschallt, wie ich zuvor hineingerufen habe, dann ist der Wald frauenfeindlich und gehört sofort niedergebrannt; egal ob ich Grün bin oder nicht.

    Wie weit die propagandistischen Bemühungen bereits fortgeschritten sind in Bezug auf „Femizide“, das sieht man, wenn man mal entsprechend googelt. Da kommt man zu Artikeln über Länder wie Mexiko oder Brasilien. Länder, in denen das Verhältnis von ermordeten Männern zu ermordeten Frauen noch um ein vielfaches deutlicher zu Ungunsten der Männer steht, als bei uns. Länder, in denen der Anteil ermordeter Frauen teilweise gar die Zehnprozentgrenze unterschreitet. Und gerade hier finde ich dann auch die damit betriebene Fokussierung auf die klare Minderheit der Mordopfer, deren zwanghafte Herausstellung nur aufgrund des Geschlechtes, schon mindestens pervers, wenn nicht gar absolut geisteskrank. Ich meine, fällt diesen kaputten, durch und durch sexistischen A****löchern nicht einmal auf, wie sie auf diese Weise nichts anderes betreiben, als das Leben von Menschen zu gewichten und zu werten nur auf Basis dessen, mit welchen Geschlechtsmerkmalen diese zur Welt gekommen sind? Merken sie nicht, wie sie mit derlei ideologischer Propaganda Menschen aufgrund biologischer, unveränderbarer Merkmale in „Herren- und Untermenschen“ einteilen? Nein, wahrscheinlich merken sie es selbst wirklich nicht, weil: „WIR sind doch die GUTEN!!!“

    Und somit schließe ich ganz plump mit einem Godwin: der institutionalisierte Feminismus ist der Nationalsozialismus der Moderne.

  6. Das „jeden Tag“-Argument ist angesichts von ca. 7.600.000.000 Menschen auf dieser Erde und 365 Tagen ein sehr schlechtes Argument.

    Manchmal frage ich mich, ob diese Heulbojen einfach Propagandaschleudern sind oder, als alternative Erklärung, kein Zahlenverständnis haben und somit die Relationen nicht erfassen können. Bei einigen dieser Feministinnen ist eine Dyskalkulie wahrscheinlich. Mengenlehre ist ein patriarchales Konstrukt. Basta. Was gefühlt schlimm ist und tagtäglich in einer Gesellschaft geschieht ist gleichbedeutend mit „alltägliche Erfahrung der Frauen“. Warum das so offensichtlich (würde man meinen) nicht zutrifft, geht nicht in deren Birnen rein.

    • „Mengenlehre ist ein patriarchales Konstrukt.“

      Also, Mengenlehre, wie ich sie kredenzt bekam, dürfte weit eher ein weibliches Produkt sein.
      „Umkreise alle roten in einer Menge bunter Figuren“ hat in meinen Augen nichs mit Mathematik zu tun, kommt aber bestimmt denen entgegen, die in ihrer Freiizeit gern und viel Fensterbilder malen.

      • Also, Mengenlehre, wie ich sie kredenzt bekam, dürfte weit eher ein weibliches Produkt sein.
        „Umkreise alle roten in einer Menge bunter Figuren“ hat in meinen Augen nichs mit Mathematik zu tun

        Zahlen malen und so. Ja, das ist nicht unbedingt das, was die Mengenlehre/Mathematik lehren soll.

      • Ausserdem lernt man in der Mengenlehre sehr nützliche Dinge für den Alltag. Z.B dass die Basis für den Nullvektorraum die leere Menge ist. Hat mir bei alltäglichen Problemen schon oft geholfen! 🙂

        • Das ist in der Tat sehr nützlich. Jetzt versteh ich endlich die Welt 😛

          Wir wurden in der 5. und 6. Klasse mit dem Schrott traktiert und ich hab nur Bahnhof verstanden.
          Dann kam das nochmal in der 12. Klasse und ich hatte mich strikt geweigert, auch nur 5 Minuten Hirnschmalz daran zu verschwenden. Führte in der Klausur folgerichtig auch zu einer „6“.
          Vordem stand ich glatt „1“ in Mathe. Am Ende des Schuljahres verkündete unser Mathelehrer, jeweils die schlechteste Klausurnote streichen zu wollen, so dass ich dann doch meine „1“ bekam 🙂

          Vor einigen Jahren fand ich zwei alte Mathebücher mit der Mengenlehre aus meiner Schulzeit – und ich muss sagen, dass ich recht hatte, als ich prognostizierte, dass das Müll ist, den kein Mensch (außer Mathematiker) je brauchen würde.

          @ maddes
          Ich denke (und hoffe), dass man im Mathestudium auch was anderes unter Mengenlehre versteht, als das Einkreisen von roten Dreiecken.

      • Ich sehe den Sinn der Mengenlehre darin, Aussagen über Klassen von Objekten zu formalisieren. Dafür gibt es sinnvolle Anwendungen in der Mathematik und der Informatik. (Und im Feminismus! Der intersektionale Fem. beschäftigt sich schon in der Selbstbezeichnung mit einer Schnittmenge!) Dass ML in der Grundschule mit bunten Kullern gelehrt wird, macht die Sache ja nicht sinnlos. Einfache visuelle Veranschaulichungen abstrakter Konzepte haben auch was Ästhetisches, find ich.

        • „Einfache visuelle Veranschaulichungen abstrakter Konzepte haben auch was Ästhetisches, find ich.“

          Dafür hatten wir „Malen und Zeichnen“.
          Mir schien es viel wichtiger, anständig rechnen zu lernen, als über komplexe Aussagenlogik zu philosophieren.
          Ne Hasskappe kriegte ich regelmäßig, wenn ich ne komplizierte quadratische Gleichung mit „falsch“ angestrichen kriegte, weil meine Lösung zwar richtig war, aber im Kleingedruckten stand, dass sie nur im Reich der rationalen Zahlen zu suchen sei, wo sie sich dummerweise nicht befand.
          Ab der 7. Klasse hatten wir dann eine ältere Mathelehrerin, die ihr Fach liebte – und genauso wenig für Mengenlehre übrig hatte, wie ich.
          Dann ging es auch bei mir mit den Noten wieder bergauf 🙂

  7. Eigentlich klingt femizid doch ganz schön. Ich würde es als Adjektiv benutzen. So ähnlich wie fungizid. Oder besser: Als Bezeichnung nicht für den Prozess des Abtötena, sondern für das Mittel. Der (toxische) Mann ist ein Femizid.

    • Alter, sei vorsichtig mit solchen Scherzereien. Ich sehe es schon kommen, dass demnächst exakt der letzte Satz deines Kommentars eine Titelschlagzeile bei der taz wird. Würde zumindest sehr gut andocken an Schlagzeilen wie „Eine Krankheit namens Mann“.

    • „Der (toxische) Mann ist ein Femizid.“

      Sehe ich anders: Der toxische Mann ist das Anti-Femizid. Mit seiner genetischen und hormonellen Toxizität schützt er Frauen vor Verletzungen und Tod, er rettet unter Einsatz seines eigenen Lebens. Ob bei Katastrophen, der Landesverteidigung oder sonst wo. Das toxische im Mann sorgt dafür, dass viel mehr Männer als Frauen umkommen. Vielleicht haben sich auch wieder mal Männer bei der oben beschriebenen Eifersuchtstat dem Täter entgegengestellt.
      Nachdem ich anfangs immer etwas beleidigt ware, wandelt sich das bei mir in Stolz, ein solch toxischer Mann zu sein.

  8. So wieselt man sich heran, „Femizid“ salonfähig zu machen:

    „Hilfreich wäre es möglicherweise, den Begriff Femizid für die Tötung von Frauen bewusster zu machen. Kein neues Wort: Im Englischen gibt es ihn seit 200 Jahren. Auch in Südamerika ist er etablierter und akzeptierter als hierzulande und die WHO weist seit vielen Jahren auf das geschlechtsspezifische Problem hin. In Deutschland gibt es immerhin seit 2011 mit einer Änderung der BKA-Statistiken eine adäquate Grundlage, Femizide aufzeigen zu können. Die Bundesregierung weigert sich allerdings noch, Femizid offiziell anzuerkennen und einzuführen.“

    https://www.journalist-magazin.de/news/familiendrama

    Herausgeber:
    Deutscher Journalisten-Verband (Bundesvorstand)
    Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
    Torstr. 49
    10119 Berlin

  9. Von extrem Rechten kann man entsprechend das hier vernehmen:

    Der misandrische Hass hat System:

    • Bei der Kristina ist natürlich noch das Bedürfnis erkennbar, den Täter noch über alle Maßen zum Monster aufzubauen, so als sei die Tat nicht ohnehin schon furchtbar genug. So versteigert man sich dann natürlich in Attribute, die so gar nicht zu dem Täter und der Tat passen.

      Selbstüberhöhung bzw. Giga-Ego? Bei jemandem, der sich selbst als Loser bezeichnet? Und mangelnde Impulskontrolle? Vielleicht sollte die Dame mal das eine oder andere Wörterbuch konsultieren, denn dann wüsste sie vielleicht sogar, was mit Impulskontrolle bzw. dem Mangel davon gemeint ist. Pro-Tipp: Es ist definitiv nicht das, was die Tat von Halle auszeichnete; eine geplante Tat, die berechnet, wenn auch zum Glück dilettantisch ausgeführt wurde und Tötungen, die scheinbar ohne weitere Gefühlsregungen exekutiert wurden. Ähnlich wie Breivik, der, während er 69 zumeist jugendliche Menschen erschoss, den Eindruck erweckte, er würde da nur ein Bissel spazieren gehen und die Natur genießen.

      Interessant fände ich ja die Reaktionen dieser ganzen Klappspaten, würden auf klar rechtslastigen Twitter-Accounts unter dem Hashtag „#germanizid“ ständig Tweets rausgehauen, in denen über – ich glaube mich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen, wenn ich sage: – teils exakt dieselben Taten das Bild einer Dauergefährdung von Deutschen durch Ausländer erzeugt würde.

      Und ich lehne mich erneut wohl nicht weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass dann genau dieselben Leute diese pauschalisierende Hetze scharf kritisieren würden. Denn DAS wäre natürlich etwas GAAAAAAAAANZ ANDERES. Denn das käme ja von den BÖSEN und sie selbst sind ja bekanntlich die GUTEN! Obwohl es zu solcher Rechtfertigung wohl gar nicht käme, denn dazu müssten sie ja erst einmal in der Lage sein, überhaupt zumindest annähernd zu realisieren, dass das, was sie da betreiben, exakt dasselbe ist, sie sich eben dabei nur auf andere Feindbilder fixieren.

  10. Es hat mich sehr gewundert, dass niemand nach dem Anschlag von Halle „Femizid“ gerufen hat. Dort waren ja im Unterschied zur oben beschriebenen Eifersuchtstat gleich 50% der Getöteten Frauen. Außerdem hatte der Täter sogar etwas Feminismuskritisches geäußert. Offenbar sticht beim Opferpoker immer noch Judentum das Frausein. Auch die politische Resonanz auf die Taten des wirren Einzelspinners von Halle zeugt davon.

    Zu der Eifersuchtstat möchte ich doch anmerken, dass eifersüchtige oder zurückgewiesene Frauen in der großen Masse zu sehr zerstörerischen Taten neigen, was sicher jeder aus seinem persönlichen Anschauen bestätigen kann. Allerdings stürmen sie dazu so gut wie nie mit Schusswaffen Häuser, sondern nutzen andere Waffen und Mittel. Sie nehmen Männern zum Beispiel die Kinder weg, falschbeschuldigen oder verleumnden sie. Das Waffenarsenal ist sehr umfangreich und fällt leider nicht unter das Kriegswaffenkontrollgesetz…

    • Kleiner Nachtrag: Nun könnte man sagen, dass es verwerflich sei, die Tötung von Menschen mit Dingen wie Kindeswegnahme, psychischer und sozialer Zerstörung oder Ähnlichem zu vergleichen. Wenn man aber der Argumentation der Feministen a la Hillary Clinton u. a. folgt, sind ja nicht die Getöteten die eigentlichen Opfer, sondern die Hinterbliebenen, denen die Getöteten weggenommen wurden.

  11. der Umstand, dass das primäre ziel und der Auslöser für den Täter eine Frau war, macht es leicht, mit der Idee des Femizids durchzukommen.

    Die Männer sind ja bloß kolateralschäden.

    Und genau das zeigt die Absurdität der Wahrnehmung:
    Es ist egal, wie viele Mäner zur Erreichung des Hauptziels mit drauf gehen.
    Es war dem Täter egal, und es ist abstoßend, dass unsere Qualitätsmedien dem widerspruchslos folgen und ebenfalls so tun, als sei das egal.

    Frauen darf man nicht umbringen. Gleichberechtigung ist erst erreicht, wen bloß noch Männer als Kollateralschäden umgebracht werden.

    • Die Idee vom Femizid transportiert ziemlich deutlich, dass Frauen *mehr wert* seien als Männer. Und das ist ja die eigentliche Botschaft und esoterische Grundwahrheit von allem echten Feminismus, die sie hinter Begriffen wie „Gleichberechtigung“ und „Gleichstellung“ verbergen wollen. Feminismus ist der Kult des Weiblichen und seiner angeblichen ethischen Überlegenheit. Genau das Gleiche also, was der Nationalismus mit der Nation und der Rassismus mit der Rasse getrieben hat. Das „Frauen über alles“ äussert sich im ausschliesslichen Fokus auf die Frau als Opfer, Männer sind dabei absolut uninteressant, bzw die bekommen nur, was sie verdienen.

      • „Die Idee vom Femizid transportiert ziemlich deutlich, dass Frauen *mehr wert* seien als Männer.“

        Heute früh habe ich hier einen längeren Kommentar geschrieben, der unter anderem zu genau der Schlussfolgerung kam. BTW: @ Christian, hängt der noch irgendwo fest? Ich sah den eine Weile unter der Überschrift „Dein Kommentar muss noch freigegeben werden.“, jetzt ist er aber ganz verschwunden.

        Ich glaube, dass selbst die durchgeschallertste Feministin weiß, dass ihre Überzeugung, dass Frauen TATSÄCHICH mehr Wert sind als Männer, in der breiten Bevölkerung, zumindest in dieser Deutlichkeit ausgedrückt, wenig anschlussfähig ist. Darum müssen Narrative etabliert werden: Männer werden getötet wegen vieler, oft gewiss sogar selbst verschuldeter Gründe, Frauen hingegen werden IMMER vor allem deswegen getötet, weil sie Frauen sind, also für etwas, für das sie selbst nicht das Geringste können. Somit relativiert man den für jeden Interessierten leicht nachprüfbaren Fakt, dass überall auf der Welt Männer die teils sogar erdrückende Mehrheit der Opfer von Gewaltdelikten, erst Recht von Morden, ausmachen. Man kann dann einfach gegenhalten: Jaaaaa, aber bei Frauen ist das schlimmer weil (beliebiges Femizid-Geschwätz einfügen). Damit kann man es dann propagandistisch legitimieren, dass selbst von den Vereinten Nationen betriebene Programme gegen Gewalt explizit Gewalt gegen Frauen adressieren und auch nationalstaatlich Töpfe nur dafür zur Verfügung gestellt werden. Man lässt einfach die Mehrheit der Opfer in der Wahrnehmung verschwinden, indem man um die Minderheit einen lächerlichen Popanz aufbaut und damit faktisch nichts anderes tut, als dem Leben von Menschen unterschiedliche Wertigkeiten beizumessen und das alles aufgrund deren Geschlechtszugehörigkeit. Die Parallelen zu faschistischen Ideologien wie dem Nationalsozialismus könnten größer kaum sein.

        • „Es sind nicht Männer, die Frauen töten, sondern Mörder, die Menschen töten.“

          schreibt einer, der nur die echten Opfer unsichtbar machen will.

        • „Ich glaube, dass selbst die durchgeschallertste Feministin weiß, dass ihre Überzeugung, dass Frauen TATSÄCHICH mehr Wert sind als Männer, in der breiten Bevölkerung, zumindest in dieser Deutlichkeit ausgedrückt, wenig anschlussfähig ist.“

          ich fürchte, da bist Du zu optimistisch. Es gab doch vor einigen Jahren hier das Beispiel mit der Frau, die aus ihrer aktiven Zeit als Feministin berichtete, dass sie irgendwann paranoid wurde, in allen Männern Vergewaltiger sah und unter Verfolgungswahn litt.

          Wenn Du Dich ausschließlich in Kreisen bewegst, die Dir erzählen, dass Du den Weltuntergang nur überleben wirst, wenn Du Deinen Keller nie verlässt, dann wird Dein Keller zur Welt.
          Und genauso ticken Feministas. Die glauben das, was sie verbreiten.
          Warum wohl weiß Claudia nichts zu den Ausfällen ihrer Freundinnen im Geiste zu sagen?
          Wo die Wahrheit nicht zu leugnen ist, wird sie ausgeblendet.

          • „Und genauso ticken Feministas. Die glauben das, was sie verbreiten.“

            Das würde ich auch nie bestreiten. Was ich meinte ging in eine andere Richtung. Feminismus steckt bekanntlich voll von Verschwörungstheorien (Patriarchat, Rape Culture, etc.). Und Verschwörungstheoretiker sind alle immer sicher, als einzige die Wahrheit erblickt zu haben. Dass ihre Wahrheit von der Mehrheit nicht angenommen wird, stellt für sie nicht ihre Wahrheit in Frage, sondern bestärkt sie nur noch in dem Glauben an die Wirkmacht der für die ganzen anderen einfach nicht durchschaubaren Strukturen. Wenn man diese Schlafschafe also nicht – natürlich nur zu ihrem eigenen Besten – auf die eigene Seite bekommt, indem man sie mit der ungefilterten Wahrheit konfrontiert, muss man es subtiler auf dem Wege suggestiver Methoden versuchen. Der Versuch, vor allem medial das Narrativ des „Femizids“ zu etablieren, ist für mich sehr offensichtlich exakt solch ein Versuch der Massenmanipulation.

        • Kommt mir so vor, als würden die Femis gar nicht im Traum daran denken, dass sie eine Philosophie der Verglorifizierung des weiblichen Geschlechts betreiben. Zum einen, weil sie ja ganz davon überzeugt sind, die Verkörperung des Fortschritts und der Aufgeklärtheit zu sein – und Überlegenheit ist das, was nur die Ideologien der finsteren Vergangenheit betrifft. Die sie als Fetisch für eine Dämonisierung natürlich umso besser gebrauchen können als dass sie damit notwendigerweise aufkommende Zweifel an ihrer Überlegenheit bannen können. Dann weil sie sich in erster Linie als die Verteidiger und Rächer der erlittenen Ungerechtigkeit, die den Frauen durch die Unterdrückung durch das Patriarchat widerfahren sei, begreifen wollen. Und das ist geradezu eine Grundkonstante menschlicher Aggression: diese muss sich immer einreden, sie reagiere nur.

        • @Billy Coen:

          »Somit relativiert man den für jeden Interessierten leicht nachprüfbaren Fakt, dass überall auf der Welt Männer die teils sogar erdrückende Mehrheit der Opfer von Gewaltdelikten, erst Recht von Morden, ausmachen.«

          Ich glaube, die wichtigste Basis für diese Relativierung ist, dass die Mörder dieser Männer eben in der Regel andere Männer sind. Da werden alle anderen Merkmale neben dem Geschlecht ausgeblendet, und man kann sich wieder vortrefflich in der eigenen Unschuld wälzen.

          • Das macht es ja nicht weniger dumm.

            Das Argument trägt bei selbstgewählten Gruppen: „Du hast dich verletzt? Ja, damit muss man rechnen, wenn man Rugby spielt, selber Schuld“.

            Also muss die Implikation sein, Feministinnen hielten Mann-Sein für etwas, das man selbst verschuldet hat: „Wieso hast du dich entschieden, Mann zu sein? Da musst du schon mit so was rechnen.“

            Und analog: „Frauen spielen beim Mann-Sein per Definitionem nicht mit. Also müssen sie von den Folgen des ‚Mann-Spiels‘ verschont bleiben, alles andere ist unfair.“

  12. Polizeiliche Kriminalstatistik, Jahrbuch 2018, Band 2, Seite 15f.

    Männliche Opfer bei Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen:
    Vollendet 359
    Versucht 1. 656
    Gesamt 2.015

    Weibliche Opfer bei Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen:
    Vollendet 340
    Versucht 739
    Gesamt 1.079

    Es sind nicht Männer, die Frauen töten, sondern Mörder, die Menschen töten.

    • Dass die Gesellschaft das durchgehen lässt, aber freidreht, wenn mal ein Gendersternchen im Satz fehlt, zeigt doch, dass auch viele Männer nix merken. Der Gentleman von heute hilft der Frau nicht mehr so oft in den Mantel, der Gentleman von heute peitscht sich im Keller für seine Existenz aus und findet Vernichtungsphantasien der Feministen richtig. MannMannMann…

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