Der Staat als Ersatzversorger für Frauen

Eine der Thesen, die insbesondere bei Warren Farrells „Mythos Männermacht“ auftaucht, ist die Idee, dass die Rolle des Mannes immer mehr auf den Staat verlagert wird.

Während in prähistorischen Zeiten der Mann innerhalb der Liebesbeziehung und gegebenenfalls noch die nächsten Verwandten für Punkte wie Schutz und Versorgung zuständig waren, springt nun mehr der Staat, hauptsächlich finanziert über die Leistungen der Männer ein.

Das gilt sowohl für direkte Leistungen des Staates, etwa Unterhaltsvorschuß oder andere Leistungen als auch indirekte, mit denen der Mann zu Zahlungen zu Gunsten der Frau verpflichtet wird

Hierdurch entsteht eine gewaltige Verschiebung der Geschlechterdynamiken. Wo vorher Mann und Frau gemeinsam bestimmen konnten kann nunmehr die Frau auf den Staat als Ersatzversorger ausweichen und über diesen ihren Willen durchdrücken

Ein Beispiel ist, dass früher eine Ehe für eine Versorgung halten musste, während heute über den Staat und die Gerichte ein Unterhaltsanspruch gegen Mann durchgesetzt werden kann, ohne das dieser dann noch wesentlich an der Kindererziehung beteiligt werden muss. Es besteht lediglich ein Umgangsrecht alle 14 Tage.

Die Position des Schutzes und der Versorgung, die früher oft dem Mann zugewiesen worden ist und aus der dieser häufig seine Stellung innerhalb der Familie hergeleitet hat, ist ihm nunmehr entzogen, wird ihm aber dennoch indirekt oder direkt in Rechnung gestellt.

 

Das alles, die Verlagerung auf den Staat, wäre unproblematisch, wenn nicht letztendlich diese wiederum überwiegend vom Mann bezahlt werden würde, der damit Frauen indirekt Freiräume erkauft, ohne das er selbst etwas davon hat.

Warren Farrell stellt beispielsweise in seinem Buch dar, dass gerade junge , unverheiratete, geschiedene oder alleinerziehende Frauen für eine Ausweitung des Sozialstaats sind, während verheiratete Frauen eher für eine Reduzierung des Sozialstaates sind, da das mehr Einkommen für ihren Mann ermöglicht.

Nach dieser Betrachtung ist vieles im Staat eben eher auf die Belange der Frau eingerichtet, es liegt kein Patriarchat vor. Die Machtstrukturen mögen zwar mit mehr Männern besetzt sein, das System ist allerdings eher auf die Belange der Frau ausgerichtet.

Warren Farrell dazu:

“The Government as Substitute Husband did for women what labor unions still have not accomplished for men. And men pay dues for labor unions; the taxpayer pays the dues for feminism. Feminism and government soon become taxpayer-supported women’s unions.”

176 Gedanken zu “Der Staat als Ersatzversorger für Frauen

  1. Einspruch. Frauen, die arbeiten, zahlen bekanntlich auch Steuern sowie Sozialbeiträge. Und in Deutschland muss eine geschiedene Ehefrau nach den neuen Gesetzen von Frau Zypries eine Arbeit suchen, wenn sie vorher nicht gearbeitet hat. Was im krassen Widerspruch zu den mickrigen Betreuungszeiten in Deutschland steht, weil die Betreuung der Kinder größtenteils nach wie vor auf die Frauen abgewälzt wird.

    Im ganzen Beitrag haben Sie nur im Bild die traditionelle Versorgungsehe gehabt, also das überkommene Modell Mann-Vollzeit, Frau arbeitslos und kostenlose Betreuerin und Lehrerin am Nachmittag der Kinder.

    Dieses Modell hat aber keine Überlebenschanche mehr, weil 1. die Frauen immer besser ausgebildet werden und dementsprechend arbeiten + Steuern/Beiträge zahlen, und 2. weil sie immer weniger Lust haben, auf ein eigenes, selbstbestimmtes Leben zu verzichten. Sie wollen aber nicht unbedingt auf Kinder verzichten, also müssen Staat und Männer mehr machen als bisher.

    • @Montserrat Varela

      Ich wollte diesen Ansatz auf jeden Fall einmal zu Diskussion stellen, weil ich ihn interessant finde. Der wesentliche Punkt dürfte allerdings sein, dass Männer einen wesentlich größeren Anteil an der Steuer haben als Frauen. Einfach weil das klassische Modell der Versorgerehe immer noch recht aktuell ist, spätestens wenn dann Kinder da sind und die Frau erst aussetzt und dann auf eine Halbtagsstelle geht, was in vielen Familien ja noch so betrieben wird.

      Ich bin gespannt wozu die Änderungen führen werden. Ich finde auch die Frage interessant, wie sich ein Sozialstaat auf die Geschlechterbeziehungen auswirkt.

    • @Montserrat
      So viele Fehler, fangen wir an:
      „Frauen, die arbeiten, zahlen bekanntlich auch Steuern sowie Sozialbeiträge“
      Aber wesentlich weniger, als sie dem Staat kosten. Frauen müssen auch hier von Männern mitsubventioniert werden.

      „Und in Deutschland muss eine geschiedene Ehefrau nach den neuen Gesetzen von Frau Zypries eine Arbeit suchen, wenn sie vorher nicht gearbeitet hat“
      Auch wiederum falsch. Es bleibt alles wie gehabt, dafür sorgen genügend ausnahmeregelungen. War erst kürzlich bei Frau TV.

      „weil die Betreuung der Kinder größtenteils nach wie vor auf die Frauen abgewälzt wird.“
      Wiederum falsch. Frauen möchten das und Reduzieren freiwillig die arbeitszeit. In den letzten drei Jahren ist die Arbeitszeit von Müttern um mehr als neun Stunden pro woche gesunken, trotz ausbau der Kiga und Kita plätze. Das spricht bände.

      „Frau arbeitslos und kostenlose Betreuerin und Lehrerin am Nachmittag der Kinder.“
      Frau war nie kostenlos, sie konnte ein sorgenfreies Leben auf Kosten des Mannes führen. Wie heute auch noch, nur das der Staat noch als zusätzlicher Versorger dazukommt, was wiederum auch von Männern bezahlt wird, so etwas nennt man ausbeutung.

      „Dieses Modell hat aber keine Überlebenschanche mehr, weil 1. die Frauen immer besser ausgebildet werden und dementsprechend arbeiten + Steuern/Beiträge zahlen“
      Da zieht es einem fast die Schuhe aus. Frauen werden nicht besser ausgebildet, im gegenteil, seit der Mädchenförderung und dem Zurchtschneiden des Schulsystems auf Mädchenbedürfnisse sind Noten nichts mehr wert und zusätzlich müssen noch aktiv diskrminiert werden, damit die Mädels die besseren Noten erhalten. Und dementsprechend Arbeiten sie auch, nämlich so wenig wie möglich. siehe oben.

      „2. weil sie immer weniger Lust haben, auf ein eigenes, selbstbestimmtes Leben zu verzichten“
      Frauen konnten schon immer ein selbstbestimmtes Leben leben.

      „Sie wollen aber nicht unbedingt auf Kinder verzichten, also müssen Staat und Männer mehr machen als bisher“
      Richtig. Währenddessen Frauen immer weniger machen, bleiben die Pflichtten bei den Männern hängen, und die Goodies genehmigen sich die Damen. Auch hier wieder sieht man glasklar die Ausbeutung der Männer durch die Frauen. Frauen auch noch als Opfer hinzustellen ist perfide und dermassen gelogen, das damit eigentlich schon die nichtexistenz Gottes bewiesen ist, weil kein Blitz vom Himmel herab kam.

      • @Imion
        „In den letzten drei Jahren ist die Arbeitszeit von Müttern um mehr als neun Stunden pro woche gesunken, trotz ausbau der Kiga und Kita plätze.“
        Trotz intensiver Suche, habe ich keine diesbezügliche Meldung gefunden. Hast Du bitte ein Link oder Quelle dazu? (Es interessieren mich die Angaben zu den letzten drei Jahren)

    • Und in Deutschland muss eine geschiedene Ehefrau nach den neuen Gesetzen von Frau Zypries eine Arbeit suchen, wenn sie vorher nicht gearbeitet hat.

      Das ist allerdings ein Skandal. Dann sorgt ja niemand mehr für sie 😉

      Was im krassen Widerspruch zu den mickrigen Betreuungszeiten in Deutschland steht

      Deutschland hat meines Wissen die längsten Betreuungszeiten der Welt.

      ..weil die Betreuung der Kinder größtenteils nach wie vor auf die Frauen abgewälzt wird.

      Wie stellst du dir das denn vor: Du willst die Lebenslange Lebensstandardgarantie und längere Betreuungszeiten. Andererseits soll der Vater die Betreuung hälftig übernehmen.

      Da hilft nur ein Zeugungsverbot für alle außer Teilzeitmillionäre.

      Dieses Modell hat aber keine Überlebenschanche mehr

      In der Tat.

    • Einspruch. Frauen, die arbeiten, zahlen bekanntlich auch Steuern sowie Sozialbeiträge.

      Was niemand bestritten hat.

      Und in Deutschland muss eine geschiedene Ehefrau nach den neuen Gesetzen von Frau Zypries eine Arbeit suchen, wenn sie vorher nicht gearbeitet hat.

      Sie muss Arbeit suchen. Das heisst noch lange nicht, dass sie dann auch arbeitet und durch das erzielte Einkommen die Alimente reduziert. Warum sollte sie ernsthaft Arbeit suchen? Die Reduktion des Alimentenbetrages käme ja zuallererst dem Mann zu gute.

      Was im krassen Widerspruch zu den mickrigen Betreuungszeiten in Deutschland steht, weil die Betreuung der Kinder größtenteils nach wie vor auf die Frauen abgewälzt wird.

      Da wird gar nichts abgewälzt. Die grosse Mehrheit der Frauen wünscht sich zwar eine Entlastung durch Männer, ist aber nicht bereit, den Hauptteil der Versorgungsleistung zu erwirtschaften. Das weibliche Ideal ist der Vollzeitkarrierist mit hohem Verdienst, der die Hälfte der ausserhäuslichen Aufgaben auch noch übernimmt, während sie Teilzeit arbeitet. Und im Scheidungsfall kämpft sie dafür, dass ihr die Betreuung der Kinder „aufgehalst“ wird.

      Sie wollen aber nicht unbedingt auf Kinder verzichten, also müssen Staat und Männer mehr machen als bisher.

      Sie wollen nicht unbedingt auf Kinder verzichten … genau so ist es: im Konfliktfall sind es ihre Kinder.

      • @Peter

        „Sie muss Arbeit suchen. Das heisst noch lange nicht, dass sie dann auch arbeitet und durch das erzielte Einkommen die Alimente reduziert. Warum sollte sie ernsthaft Arbeit suchen? Die Reduktion des Alimentenbetrages käme ja zuallererst dem Mann zu gute. “

        Ihr kann, wenn sie ihre Erwerbsobliegenheit verletzt ein fiktives Einkommen zugerechnet werden. Aber auch dann kann sie noch Aufstockungsunterhalt bekommen, wenn es nicht reicht. Und ihr werden teilweise recht großzügige Übergangszeiten zugebilligt.
        Die Gerichte sind zudem beim Betreuungsunterhalt immer noch sehr großzügig. Inoffiziell besteht das Altersphasenmodell fort, auch wenn der Gesetzgeber eine Einzelfallprüfung wollte.

        Das scheint mir allgemein ein Problem zu sein:
        Wer für Frauen im Beruf ist, der muss den Unterhalt einschränken und die Ausfallzeiten verkürzen. Er muss im Prinzip Druck auf Frauen aufbauen. Aber damit wiederum macht man sich bei Frauen meist eher unbeliebt. Mit einem Wahlrecht wird es aber häufig dazu kommen, dass die Frauen dieses auch in Richtung Kinderbetreuung nutzen, wenn es möglich ist.Ähnliches hat ja meine ich Beauvoir auch schon gesagt.

  2. @Christian
    Man könnte es auch einfacher zusammenfassen: Die Frauen leben auf Kosten der Männer, in allen Lebensbereichen. Und wieder wird niemand die Ausbeutung erkennen.

  3. So viele Gemeinplätze …

    @Christian: Frauen möchten das und Reduzieren freiwillig die arbeitszeit.

    Das mag zu 50% Prozent richtig sein, aber auch wiederum, weil sie das
    Frauenbild durch Erziehung verinnerlicht haben und nicht infrage stellen. So wie ihre Männer auch. Ihnen ist es auch recht, dass sie sich nicht als Männer um die Kinderbetreuung kümmern müssen. Sie ist zeitraubend, öde und langweilig, wenn ein einziger Erwachsene auf sich allein gestellt ist, und wenn die Schulen nur 3 Stunden am Tag unterrichten und dann die Kinder (minderjährige!) alleine nach Hause schicken.

    Zum 50% geht dieser Umstand auf die ökonomische Situation der Frauen zurück, die nach wie vor weniger verdienen, nur weil sie Frauen sind, oder weil sie in Berufen arbeiten, in denen am meisten Frauen tätig sind und deswegen weniger Ansehen haben.

    Über die Bildung der Frauen und darüber, dass Frauen immer weniger Arbeiten (woher kommen die Zahlen?) äußere mich nicht. Da dreht sich mein Magen um. Es ist eine äußerst gehässige Behauptung, eine Verleumdung.

    Schließlich, der deutsche Staat tut auch einiges dafür, dass die vermeintliche Ausbeutung der Männer (ach die Arme), weiterhin besteht: http://www.zeit.de/2012/06/Staat-gegen-Liebe

    Und außerdem muss ich arbeiten, obwohl ich Ehefrau und Mutter bin.

    • @montserat
      „Das mag zu 50% Prozent richtig sein, aber auch wiederum, weil sie das
      Frauenbild durch Erziehung verinnerlicht haben und nicht infrage stellen.“
      Nö, solch ein Frauenbild existiert schon lange nicht mehr. Frauen machen das Freiwillig, unter anderem, weil so schön bequem ist, mittags mit der Freundin Kaffee trinken zu gehen.

      „So wie ihre Männer auch. Ihnen ist es auch recht, dass sie sich nicht als Männer um die Kinderbetreuung kümmern müssen. “
      Nein, ca. 97% der Männer hätte gerne mehr Zeit mit ihren Kindern, geht aber nicht, weil Männer mehr arbeiten müssen als Frauen, um das Haushaltsdefizit auszugleichen, das Frauen anrichten.

      „und wenn die Schulen nur 3 Stunden am Tag unterrichten und dann die Kinder (minderjährige!) alleine nach Hause schicken.“
      Und? Ich bin auch in der Grundschule allein nach Hause gegangen. So what? Das war in den 80ern.

      „Zum 50% geht dieser Umstand auf die ökonomische Situation der Frauen zurück, die nach wie vor weniger verdienen, nur weil sie Frauen sind“
      Nein, Frauen verdienen nicht weniger, weil sie Frauen sind, das wurde längst wiederlegt. Bitte im hier und heute ankommen, und keine Lügen aus den 70ern nachplappern.

      „weil sie in Berufen arbeiten, in denen am meisten Frauen tätig sind und deswegen weniger Ansehen haben. “
      Warum Arbeiten dann Frauen nicht dort, wo sie mehr verdienen? Und diese Berufe haben ihr schlechtes ansehen nicht per se, weil dort Frauen Arbeiten.

      „Über die Bildung der Frauen und darüber, dass Frauen immer weniger Arbeiten (woher kommen die Zahlen?) äußere mich nicht. Da dreht sich mein Magen um. Es ist eine äußerst gehässige Behauptung, eine Verleumdung.“
      Nein, es ist die Wahrheit. Über das Jungendiskriminierende Schulsystem wurde schon öfters geredet. Auch die Noten sind schon lange nicht dieselben, wie früher. Es wird alles schön einfach gemacht, damit Mädchen auf dem Papier besser dastehen. Zur Jungendiskriminierung: http://www.vodafone-stiftung.de/publikationmodul/detail/33.html

      „Tabelle 31 enthält die Ergebnisse für Mathematik. Wie
      zu erkennen ist, erzielten die Schüler sowohl im Grundals
      auch im Leistungskurs höhere Testleistungen als die
      Schülerinnen. Der Unterschied zwischen den Gruppen betrug
      im Grundkurs d = 0,24 Standardabweichungen und
      im Leistungskurs d = 0,38 Standardabweichungen. Die
      Leistungsunterschiede können als substanziell eingestuft
      werden und fielen auch statistisch signifikant aus. Wie
      Tabelle 31 weiterhin entnommen werden kann, spiegelten
      sich die Leistungsunterschiede nicht in den Fach- und
      Prüfungsnoten der Schülerinnen und Schüler wieder. So
      erhielten die Schülerinnen im Grundkurs bei geringerer
      mittlerer Leistung im Mittel höhere Noten als die Jungen,
      wobei der Notenunterschied bei den Fachnoten größer
      ausfiel als bei den Prüfungsnoten. Im Mathematikleistungskurs
      waren die vorhandenen Notenunterschiede
      zwischen Schülerinnen und Schülern nicht statistisch signifikant,
      und dies, obwohl die Testleistungen der Schülerinnen
      deutlich unter den Leistungen der Schüler lagen.
      Ein ganz ähnliches Befundmuster zeigte sich in Englisch.
      Auch hier fielen die Testleistungen der Schüler
      durchweg höher aus als die Leistungen der Schülerinnen.
      Der Leistungsunterschied betrug im Grundkurs d
      = 0,35 Standardabweichungen und im Leistungskurs d =
      0,19 Standardabweichungen. Erneut korrespondierten die
      Leistungsunterschiede nicht mit den Fach- und Prüfungsnoten,
      die für die Schülerinnen im Mittel besser ausfielen
      als für die Schüler.“

      Jungs sind in allen Bereichen besser, erhalten aber in der Schule die schlechteren Noten.

      Zur Nichtarbeitsleistung von Frauen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,593774,00.html

      von 29,1 Stunden die Woche auf

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article13112901/Wochenarbeitszeit-von-Muettern-ist-gesunken.html

      „Schließlich, der deutsche Staat tut auch einiges dafür, dass die vermeintliche Ausbeutung der Männer (ach die Arme), weiterhin besteht: http://www.zeit.de/2012/06/Staat-gegen-Liebe
      Macht jeder Freiwillig, das Ehegattnsplitting ist kein muss.

      • Ähm Imion, guck doch mal auf Seite 6, Zentrale Ergebnisse.
        „Welche Merkmale erklären Unterschiedlichkeit bei der Benotung?(Anteil der Varianz an der Durchschnittsnote) “

        Auf Platz 1: Leistung (standardisierte Tests) 49,4%
        2. Kognitive Grundfähigkeiten 20,9%
        3. Elterlicher Bildungshintergrund 19,4%
        4.Elterlicher Bücherbesitz 18,3%
        5. Sozioökonomischer Status 17,2%
        6. Migrationshintergrund 4,7%
        und auf dem letzten Platz: Geschlecht mit ganzen 0,4%

        Zudem fließen bei den Tests auch keine Faktoren der sonstigen Mitarbeit mit ein, also mündliche Beteiligung, Anwesenheit, Sorgfalt, Erledigung der Hausaufgaben, etc.
        Und das ganze läuft unter sonstiger Mitarbeit und macht (wenn man davon ausgeht, dass 2 Klausuren im LK geschrieben werden) immerhin ein Drittel der Gesamtnote aus.
        Und jetzt komm mir bitte nicht mit gesteigertem Bewegungsdrang der Jungs, wir reden hier über (fast) Erwachsene.

        Viel interessanter (und ja eigentlich auch Thema der Studie) ist doch die Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen aus sogenannten bildungsfernen Haushalten. Das macht immerhin fast 20% der Gesamtbewertung aus.

        *Nichtarbeitsleistung von Frauen*
        Subtitel des Artikels „Schuld daran sind falsche Steueranreize wie Ehegattensplitting und Subventionierung von Minijobs“

        Aber das macht ja jeder freiwillig, wenn sie halt nicht mehr Steuern und Sozialabgaben zahlen wollen sind sie doch selber schuld!

      • Zudem fließen bei den Tests auch keine Faktoren der sonstigen Mitarbeit mit ein, also mündliche Beteiligung, Anwesenheit, Sorgfalt, Erledigung der Hausaufgaben, etc.

        Vor allem fließen Schleim- und Blicksenkpunkte nicht mit ein.

      • @maren
        Sorry, das von dir Zitiert findet sich nicht auf Seite 6.

        „also mündliche Beteiligung, Anwesenheit, Sorgfalt, Erledigung der Hausaufgaben, etc.“
        Stimmt, anpassungsfählgkeit wurde in der Studie nicht gefragt, aber das möchte ich auch nicht, Freidenker, das ist eigentlich das ziel. Zur Sorgfatl, wer nicht sorgfältig ist, kann auch keine guten Noten schreiben. Hausaufgaben: Warum soll ich diese machen, wenn ich es kann? Habe ich persönlich in Mathe nie eingesehen.

        „Und das ganze läuft unter sonstiger Mitarbeit und macht (wenn man davon ausgeht, dass 2 Klausuren im LK geschrieben werden) immerhin ein Drittel der Gesamtnote aus.“
        Um so erstaunlicher, das Jungs dennoch schlechtere Noten erhalten als Mädchen, obwohl sie bessere Noten schreiben. Da muss ganz schön nachgeholfen werden, das Mädchen doch besser sind.

        „Und jetzt komm mir bitte nicht mit gesteigertem Bewegungsdrang der Jungs, wir reden hier über (fast) Erwachsene. “
        Auch dort ist der Bewegungsdrang noch vorhanden, desweiteren, wenn dieser nie kultiviert wurde, weil er nicht zugelassen worden ist, kann er sich auch nie ausleben.

        „Viel interessanter (und ja eigentlich auch Thema der Studie) ist doch die Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen aus sogenannten bildungsfernen Haushalten. Das macht immerhin fast 20% der Gesamtbewertung aus. “
        Auch hier sind es die Jungs, die diskriminiert werden. Und wie gesagt, warum erhalten Jungs generell schlechtere Noten, obwohl sie in Tests überall besser abschneiden, und das kann man am Geschlecht festmachen.

        „Aber das macht ja jeder freiwillig, wenn sie halt nicht mehr Steuern und Sozialabgaben zahlen wollen sind sie doch selber schuld!“
        Ja, das machen Frauen freiwillig. Sie könnten auch mehr arbeiten, dann hätten sie mehr Geld, das Ehegattensplitting rechnet sich nur in den seltensten Fällen. Es ist freiwiliggkeit der Frauen, diese wollen nicht mehr Arbeiten. Sie werden auch nicht zu Minijobs gezwungen. Es ist eher andersrum, dadurch, das Frauen diese Jobs machen wollen, müssen sie mal wieder vom Versorgerstaat gefördert werden.

      • @ Maren

        Auf S. 76 heißt es, Zitat:

        *Die Ergebnisse zu den geschlechtsbezogenen Bewertungsunterschieden
        am Ende der gymnasialen Oberstufe
        zeigten erstmals auf Grundlage einer repräsentativen Datenbasis,
        dass auch beim Abitur mit zum Teil beträchtlichen
        Bewertungsunterschieden zwischen Schülerinnen
        und Schülern zu rechnen ist. So entspricht der im Mathematikgrundkurs
        für die Fachnoten festgestellte Bewertungsvorteil
        zugunsten der Schülerinnen ca. 1,5 Punkte,
        überführt in die herkömmliche Notenmetrik von 1 bis
        6 immer noch 0,3 Notenstufen. Die Tatsache, dass beim
        Wettbewerb um stark nachgefragte Studienplätze zum
        Teil die zweite Nachkommastelle bei den Abiturnoten den
        Ausschlag für eine Zusage oder Ablehnung geben kann,
        unterstreicht die praktische Bedeutsamkeit der vorgefundenen
        Bewertungsunterschiede.*

        Dazu kommen nicht nur die Notenvorteile der Mädchen, sondern das ganze System „Schule“ wurde in seinen Unterrichtsmethoden und Lehrinhalten auf Mädchenbedürfnisse hin optimiert, z.B. bei den Methoden des Lesenlernens.

        http://www.thisislondon.co.uk/news/article-23389856-boys-do-better-than-girls-when-taught-under-traditional-reading-methods.do

        So sind ja unter denen, die zum Abitur antreten, nur noch 42 % männlich, aber 58 % weiblich, obwohl es beim Durchschnittts-IQ bundesdeutscher Abiturienten von 113 genau so viele Jungen und Mädchen in dieser Altersklasse in der Bevölkerung gibt.

        Das System Schule hat also sehr viel mehr Jungen auf dem Weg zum Abitur verloren/ausgeschieden als Mädchen, denn von der intellektuellen Leistungsfähigkeit her müsste die Quote 50/50 betragen.

        Dieses Ausscheiden/Verdrängen der Jungen in einem femizentrischen, auf Mädchenbedürfnisse hin optimierten System, geschieht nicht nur über die Note, sondern über Motivation, für Jungen nicht geschlechtergerechte Ansprache/Lehrinhalte/Unterrichtsmethoden, Klima im Klassenraum (kostbare Mädchen – grobe Jungs, die einen muss man schützen, die anderen deckeln usw.).

        Darum Schluss mit der Koedukation.

      • @Imion
        Im Reader wird das als Seite 6-7 angezeigt.

        Freidenker,soso. Es gibt Leute die das als Faulheit bezeichnen würden. Naja, wenn du´s kannst, ist es natürlich besonders blöd dir die leicht verdiente Eins entgehen zu lassen. In meinen Kursen momentan gibt es einige Lehrer die nur Einsen vergeben wenn du ab und an mal schriftliche Hausarbeiten reinreichst, da nützt einem eine theoretische Genialität auch nicht. Es können ja logischerweise nur tatsächlich erbrachte Leistungen bewertet werden,alles andere wäre ungerecht. Ab und an muss man auch mal was für sein Einser-Abi tun. Gefällt mir auch nicht 😉

        *Um so erstaunlicher, das Jungs dennoch schlechtere Noten erhalten als Mädchen, obwohl sie bessere Noten schreiben.*

        Natürlich schreiben alle Mädchen Vieren und alle Jungs Einsen. Klar. Und dass diejenigen, die sich bemühen und fleißig sind, sagen wir mal, wohlwollender bewertet werden als die, die kaum da sind, selten Hausaufgaben machen und ansonsten mit der Attitüde „Was wollt ihr mir alle, ich bin klug“ glänzen, find ich völlig korrekt und richtig. Und das sage ich als jemand der generell nie mehr tut als er muß.

        *Ehegattensplitting*
        Sach ich nix mehr zu, du glaubst ja eh nur was du glauben willst.

        @Roslin
        Als jemand der nah an der Materie ist und für den das nicht nur theoretische Zahlen sind, kann ich mir das gut vorstellen und logisch begründen. Man stelle sich vor man hat 2 Schüler (egal jetzt welches Geschlecht). Beide haben die Klausuren 1 und 2 geschrieben stehen also zwischen 2 Zensuren. Der eine ist immer anwesend, beteiligt sich am Unterricht und reicht regelmäßig Hausarbeiten ein, sprich investiert in sein Abitur. Der andere nicht. Wie würden Sie bewerten? Also ich wäre geneigt dem fleißigen Schüler eher ein Plus bzw. die bessere Note zuzugestehen. Alles andere wäre ungerecht. Und wenn die fleißigeren Schüler halt Mädchen sind, nun denn. Shit happens.

        *Synthetic phonics*
        Hey das kenn ich aus der Grundschule! Mmmmmm statt eM und sssss statt eS. So hab ich lesen gelernt und so wird es auch nach wie vor unterrichtet, wie ich an meiner Nichte sehen kann.
        Mag sein, dass das in England nicht Standard war/ist.

      • Alles andere wäre ungerecht.

        Tja, so schafft sich eben mal wieder der Beamte einen rechtsfreien Raum, über „Gerechtigkeit“ zu urteilen.

        Zensuren dienen dazu, die Leistungsfähigkeit zu beurteilen, und nicht dazu eine gerechtere Welt zu schaffen.

        Ich bin für die Wiedereinführung der Kopfnoten, dort kann sich meinetwegen die Lehrerschaft über Sekundärtugenden auslassen.

      • @maren
        „Es können ja logischerweise nur tatsächlich erbrachte Leistungen bewertet werden,alles andere wäre ungerecht.“
        Eben, schriftliche Tests. Und dort schneiden Jungs in allen disziplinen besser ab, als Mädchen. Aber klar, das was die Jungs schriftlich draufhaben, das können sie ins Mündliche nicht übertragen. Sehr logisch. Schriftlich: 1+1=2, Mündlich: 1+1=?

        „Und dass diejenigen, die sich bemühen und fleißig sind“
        Und da ist der kassus knacktus, wenn ich durch auswendig lernen mehr Arbeit habe, als jemand, der das Prinzip verstanden hat, dann ist der Auswendiglerner nicht Fleissiger.

        „die kaum da sind, selten Hausaufgaben machen und ansonsten mit der Attitüde „Was wollt ihr mir alle, ich bin klug“ glänzen, find ich völlig korrekt und richtig.“
        Von anwesenheit war nicht die Rede, aber das sollte sich nach ein paar mal erledigt haben, und vor allem, sollte es nicht zu so einem Leistungsabfall in der Bewertung führen, denn, wie du ja so schön sagtest, machen schriftliche Tests zwei drittel der Benotung aus, dennoch erhalten Jungs schlechtere Noten in der Schule, obwohl die Studie eindeutig festgestellt hat, das Jungs in allen Fächern besser sind. Vielleicht sollten sich die Lehrerinnen und das Schulsystem mal fragen, warum Jungs keine Lust haben auf Schule? Könnte vielleicht daran liegen, das Mädchen immer verhätschelt werden, sie gefördert werden, es spezielle Angebote für sie gibt, für Jungs aber nicht, das Jungs abgewertet werden, während die Mädchen in den Himmel gelobt werden.

        „Sach ich nix mehr zu, du glaubst ja eh nur was du glauben willst.“
        Bist du verheiratet? Nein, ich schon. Danke fürs gespräch.

        „Beide haben die Klausuren 1 und 2 geschrieben stehen also zwischen 2 “

        Nettes Beispiel, nur bekommen Jungs in der Schule eine drei, anstatt eine zwei, bekommen weniger Gymnasialempfehlungen bei gleicher Leistung zu den Mädchen. Das ist nämlich was auch abgefrühstückt wird, Jungs erbringen die gleiche Leistung wie Mädchen, werden aber schlechter benotet.

        „Und wenn die fleißigeren Schüler halt Mädchen sind, nun denn“
        Fleiss allein bringt es aber nicht. Du sollst verstehen und anwenden, darauf kommt es später an. Du kannst noch so fleissig abschreiben und auswendig lernen, das ist sinnlos. Und genau das wird am heutigen Schulsystem bemängelt und genau deshalb werden Jungs benachteiligt, es wird eben nur noch auswendiglernen und angepasstheit belohnt.

      • ..falsch:

        Grundlage für diese Beurteilung sollte nach der derzeit (2004) verbreitetsten, in zahlreichen Richtlinien niedergelegten Auffassung nur die erbrachte Leistung sein, nicht aber das Leistungsvermögen, der Leistungswille oder gar die Anpassung des zu Bewertenden an das geltende Schulsystem.

        Also, nach geltenden Richtlinien, die erbrachte Leistung, und nicht das Leistungsvermögen.

        Für eine Diensaufsichtsbeschwerde gegen Maren und ihren Vorgesetzten reichte es aber allemal 😉

      • @nick
        „Also, nach geltenden Richtlinien, die erbrachte Leistung, und nicht das Leistungsvermögen.“
        Das ist die Theorie, in der Realität sieht es leider anders aus.

      • @maren
        Nochmal zum Ehegattnsplitting, das macht erst sinn, wenn die Frau weniger Arbeitet als der Mann. Es steht also zuerst die Entscheidung der Frau, dann kommt das Ehegattensplittung. Und selbt dann muss es nicht gemacht werden. Es ist also rein Freiwillig, das die Frau weniger Arbeitet und hat mit Ehegattensplittung oder sonstigem nichts zu tun. Es stehe immer zuerst der Wunsch der Frau, weniger zu arbeiten.

      • @ Maren

        *Also ich wäre geneigt dem fleißigen Schüler eher ein Plus bzw. die bessere Note zuzugestehen. Alles andere wäre ungerecht. Und wenn die fleißigeren Schüler halt Mädchen sind, nun denn. Shit happens.*

        Da die Kinder der Schule anvertraut sind, die Schule für die Kinder da ist und nicht die Kinder für die Schule, wäre ich geneigt, darüber nachzudenken, was in der Schule für Jungen falsch läuft, wenn sie so sehr viel desinteressierter und unlustiger in der Schule sind als Mädchen.

        Für Mädchen hat man das in den 70’er-Jahren getan.

        Es ist überfällig, dass die Pädagogik dasselbe für Jungen tut.

        Dazu müsste sie allerdings ihren femizentrischen Blickwinkel, dem es relativ egal ist, wie schlecht es Jungen geht, wenn nur die Mädchen reüssieren, aufgeben.

        Und wahrscheinlich auch die Koedukation.

        Was für Mädchen gut ist, muss es nicht auch für Jungen sein und umgekehrt.

      • @ Nick
        „Zensuren dienen dazu, die Leistungsfähigkeit zu beurteilen, und nicht dazu eine gerechtere Welt zu schaffen.“

        Falsch. Zensuren dienen dazu, eine erbrachte Leistung zu beurteilen. Erwartest du etwa eine gute Note, wenn du in einer Prüfung ein leeres Blatt abgibst, oder einfach nichts antwortest, obwohl du es könntest?
        Wer keine Leistung abliefert, bekommt eben schlechte Noten. Mag für Faulpelze, die sich für superschlaue „Freidenker“ (*lol*) halten, scheiße sein, aber gerecht ist es dennoch, ob dir das nun passt oder nicht.

      • @onyx
        „Zensuren dienen dazu, eine erbrachte Leistung zu beurteilen. “
        Nicht in unserem Schulsystem. Deshalb bekommen Jungs auch in der Schule die schlechteren Noten, obwohl sie in allen Fächern besser sind, wie die verlinkte Studie beweist.

      • Zensuren dienen dazu, eine erbrachte Leistung zu beurteilen.

        ..ist aber auch Quatsch. Die Richtlinien sagen aus, was Zensuren sein sollen. Und tatsächlich sollen sie die erbrachte Leistung dokumentieren.

        Arbeitgebern dienen sie aber eher als Anhaltspunkt für die Leistungsfähigkeit.

        (Natürlich weiß der AG in aller Regel, dass Zensuren allenfalls ein Indikator sind. Von daher vielleicht das verbreitete Mißverständnis „trotz besserer Abschlüsse..“)

      • Nick, dein neues Lieblingswort, wenn dir nichts anderes einfällt, hm?

        Nun ja, wenn ich meine Aussage selbst klarstelle, und dieser Umstand dich nicht davon abhält – danach – eine ausgiebige Tirade über die mißverständliche Aussage vom Stapel zu lassen, dann muss man wohl entweder von Ingnoranz oder von der Erledigung eines Strohmannes sprechen.

        Wenn sowas öfter passiert, dann fällt der Begriff nun mal öfter.

        Mir fällt dazu in der Tat nichts anderes mehr ein.

      • ..aber ich will dich nicht davon abhalten, weiterhin den Glauben zu hätscheln mir fiele ob deiner elaborierten Kritik einfach nichts mehr ein als „Totschlagbegriffe“..

    • @ Montserrat
      (ach die Arme) – Etepetete

      „Und außerdem muss ich arbeiten, obwohl ich Ehefrau und Mutter bin“

      Mein Beileid!!! Als Ehefrau sollte man nicht arbeiten müssen, stimmt und, wenn man zusätzlich noch Mutter, von durchschnittlich 1,331 Kindern (2006 – wikipedia: Zusammengefasste_Fruchtbarkeitsziffer) ist, Tendenz fallend, bis zur Beendigung des Studiums des Kindes in einer anderen Stadt, auch nicht. Danach greift dann der Ehefrauenparagraph doppelt 🙂

      LOL – You made my day.

    • Das mag zu 50% Prozent richtig sein, aber auch wiederum, weil sie das Frauenbild durch Erziehung verinnerlicht haben und nicht infrage stellen.

      Angenomen, das stimmte: Wenn die Erziehung nicht verarbeitet wurde, dann kann ein Mensch wohl nicht verantwortungsvoll handeln.

      Es stellt sich dann die Frage, ob so ein noch-Kind überhaupt in der Lage ist ein Kind zu erziehen. Da ist ja das Sorgerecht beim Vater besser aufgehoben 😉

    • @ Montserrat

      „Zum 50% geht dieser Umstand auf die ökonomische Situation der Frauen zurück, die nach wie vor weniger verdienen, nur weil sie Frauen sind, oder weil sie in Berufen arbeiten, in denen am meisten Frauen tätig sind und deswegen weniger Ansehen haben. “

      Hier ist Ursache und Wirkung verwechselt, Berufe haben nicht deswegen wenig Prestige/Einkommen, WEIL Frauen in ihnen arbeiten, sondern Frauen strömen (mehrheitlich) in Berufe, die die prestige/einkommensmäßig auf dem absteigenden Ast sind (quasi Nischen).
      Das kannst du schon bei Pierre Bourdieu nachlesen.

      • @ Ichichich

        *Hier ist Ursache und Wirkung verwechselt, Berufe haben nicht deswegen wenig Prestige/Einkommen, WEIL Frauen in ihnen arbeiten, sondern Frauen strömen (mehrheitlich) in Berufe, die die prestige/einkommensmäßig auf dem absteigenden Ast sind (quasi Nischen).*

        Eben.

        Ein Beruf, dessen Ertragskraft schwindet, wird von Männern, die unter einem stärkeren Leistungs-und Erwerbsdruck stehen, verlassen und Frauen rücken nach, weil dort der Konkurrenzdruck nachlässt, es für sie angenehmer wird.

        Frauen entern sinkende Schiffe, die von der Mannschaft verlassen wurden und wundern sich dann, dass der Kahn absäuft, sobald sie an Deck die Mehrheit der Mannschaft stellen.

  4. @ Montserrat Varela

    Dieser Staat wird hauptsächlich aus männlicher Arbeit finanziert. Männlich dominiert sind die Bereiche, in denen der materielle Wohlstand, von dem diese Gesellschaft lebt, generiert wird, die Bereiche, in denen etwas abgebaut, angebaut, zusammengebaut wird oder etwas erfunden, was 1 bis 3 effizienter gestaltet.

    Frauen arbeiten vor allem dort, wo dieser materielle Wohlstand angewandt wird, verbraucht wird, umverteilt wird, verwaltet wird, oft im ÖD, oft in Bereichen mit abgemilderten Konkurrenzbedingungen, dort, wo mehr Teilzeit und eine „weiblichere“ Wolk-Life-Bilanz möglich ist, weil dort nicht auf Märkten um Kunden gekämpft werden muss, sondern der Staat per Gesetz die „Kunden“ = Untertanen zwingt, die angbotene Leistung abzunehmen,selbst dann, wenn der sie gar nicht braucht und will, dort, wo der Staat die Preise für diese Leistungen festsetzen und eintreiben kann, der Kunde keine Möglichkeit hat, zu einem billigeren und besseren Anbieter zu wechseln oder die Abnahme einer „Leistung“, die er nicht braucht und will, zu verweigern.

    Dort ist es leicht, „weibliche“ Ansprüche an Arbeitsplatzkomfort zu erfüllen.

    Außerdem erwerbsarbeiten Fraun insgesamt weniger als Männer, arbeiten insgesamt weniger als Männer, wie alle Zeitverwendungsstudien ausweisen (Erwerbsarbeit + Familienarbeit + Pflegearbeit zusammengerechnet, wenn auch nicht viel).

    Der ganze Sozialstaat ist eine riesige Geldumverteilungsmaschine, die von der Männerseite saugt und hin zur Frauenseite pumpt, ob Rente oder Gesundheitswesen, Frauen sind nach wie vor das von Männern versorgte und geschützte Geschlecht (Militär, Polizei männlch dominiert).

    Nur denken viele Frauen, durch Zwischenschaltung des Sozialstaates, sie seien auf Männer nicht mehr angewiesen, weil viele Frauen nicht erkennen, wie sehr dieses System von männlicher Leistungs-und Schutzbereitschaft abhängt.

    „Eine Frau braucht einen Mann so nötig wie ein Fisch ein Fahrrad!“

    Das, was früher Männer hauptsächlich nur für IHRE Frauen und IHRE Kinder leisteten, wird nun von ALLEN Männern abverlangt – Frauen und Kinder zu versorgen und zu schützen, die nicht die ihren sind, die sie nicht kennen, die sie nicht lieben.

    Das wirft ein gewaltiges Motivationsproblem auf.

    Warum soll ich für Frauen und Kinder arbeiten, die ich nicht kenne, Steuern zahlen, Abgaben entrichten, womöglich Wehrdienst im Kriegsfalle leisten, wenn ich als Mann von dieser Gesellschaft und dem in ihr herrschenden Zeitgeist zunehmend benachteiligt, diffamiert, verhöhnt werde?

    Das sehen immer weniger Männer ein, dazu haben sie immer weniger Lust.

    Sie desenagagieren sich.

    Damit hast Du Recht:

    Dieses System, das seit Jahrzehnten mehr ausgibt als es einnimmt, ist auf Dauer nicht zu halten, schon gar nicht mit einer Geburtenziffer zwischen 1,3 und 1, 4, wie wir sie seit 40 Jahren haben.

    Viele Frauen erheben realiter nach wie vor den Anspruch, das von Männern versorgte, das geschonte, das beschützte Geschlecht sein zu dürfen, denken gar nicht daran, sich zuständig zu fühlen für die materielle Versorgung von Männern, weder kollktiv noch individuell, denken gar nicht daran, sich in die Pflicht nehmen zu lassen, Männer zu schützen.

    Und weil dies heute der Sozialstaat macht, haben viele Frauen vergessen, dass sie zu einer Gegenleistung VERPFLICHTET wären, die diesen Anspruch balanciert.

    Viele Frauen nehmen sehr viel mehr als sie geben, kosten mehr, als sie einbringen.

    Das geht nicht mehr lange gut.

    Schon gar nicht in dem Klima pervasiver Misandrie, das eine Männerhasssideologie wie der Feminismus schafft.

    • „Dieser Staat wird hauptsächlich aus männlicher Arbeit finanziert. Männlich dominiert sind die Bereiche, in denen der materielle Wohlstand, von dem diese Gesellschaft lebt, generiert wird, die Bereiche, in denen etwas abgebaut, angebaut, zusammengebaut wird oder etwas erfunden, was 1 bis 3 effizienter gestaltet.“
      Du drehst dir die Welt, wie sie dir gefällt?!

      • Du nimmst dir die Bereiche, in denen Männer traditionell arbeiten heraus, und erklärst alle anderen für unproduktiv. So funktioniert Ökonomie nicht. Wenn sich ein Nachfrager für ein Produkt findet, welches zu einem Preis P angeboten wird, ist das Produkt ökonomisch sinnvoll und produktiv.

      • @haselnuss
        Frauen arbeiten halt in nicht Produktiven bereichen, noch arbeiten sie in Bereichen, die die Infrastrukturen sichern. Sie stellen also weder etwas her, noch leisten sie einen Beitrag zum Wohlstand der Gesellschaft.

      • Versuch doch wenigstens mal zur Kenntnis zu nehmen, was ich schreibe und geh darauf ein. Ich habe gerade Argumente geliefert, warum es ökonomisch keinen Sinn macht zu argumentieren. Da hilft es nicht, wenn du wie ein sturer Esel immer die gleichen Vorurteile herunterbetest.

      • @haselnuss
        Ich gehe ja darauf ein. Nur produzieren Frauen nichts. Sie verbrauchen, sind in den Verwaltungen angestellt, die nur verbrauchen anstatt zu generieren, die künstlich aufgebläht werden, um Frauen geld zuzuschustern, siehe ÖD.

        Frauen Produzieren keine Produkte, die für einen Preis angeboten werden können, die Bereiche in denen Frauen arbeiten sind unproduktiv bis zum geht nicht mehr und müssen immer subventioniert werden. Das geht bis zu einem gewissen Grad auch gut und ist teilweise sinnvoll, aber das was heute betrieben wird, ist ein reines überzogenes Leben auf Kosten der Männer ohne sinn, ohne Mehrwert.

        • Diese ganze Diskussion unter Männern ist sehr interessant :)) Diese Selbst-Bemitleidung, ach wir armen Schlucker müssen für Sex bezahlen usw…

          Frau kann man da nur darüber lachen, so lächerlich ist dieses Gejammer von Euch.

          Aber das hier von Herrn @haselnuss geht aber zu weit:

          „Frauen Produzieren keine Produkte, die für einen Preis angeboten werden können, die Bereiche in denen Frauen arbeiten sind unproduktiv bis zum geht nicht mehr und müssen immer subventioniert werden. Das geht bis zu einem gewissen Grad auch gut und ist teilweise sinnvoll, aber das was heute betrieben wird, ist ein reines überzogenes Leben auf Kosten der Männer ohne sinn, ohne Mehrwert.“

          Das ist eine glatte Lüge: gibt es denn bei e-bay, hp, facebook, telekom usw. denn keine Managerinnen? Gibt es denn keine Ingenieurinen, keine Ärtzinnen, keine Architektinnen, keine Journalistinnen, keine Bäuerinnen? Und arbeiten Frauen nicht in den Fabriken? In Europa vielleicht nicht, aber in der dritten Welt sehr wohl. Und Kinderkriegen und sie großziehen hat keinen Mehrwert für die Gesellschaft? Wer soll Eure Renten, Eure Krankenkasse bezahlen, bitte sehr?

          Seid ihr allesamt verbitterte Junggeselle, oder was? Was machen Eure Mütter, eure Schwestern, eure Töchter (sofern ihr welche habt …)? Sie arbeiten nicht, verdienen nichts, sind sie alle Schmarotzer, Parasiten der Männerwelt?

          Und was habt ihr den ganzen Vormittag gemacht? Sehr produktiv, was, auf Blogs zu schreiben? Das schaft einen enormen Mehrwert.

      • „Und was habt ihr den ganzen Vormittag gemacht? Sehr produktiv, was, auf Blogs zu schreiben? Das schaft einen enormen Mehrwert.“

        Ich hab Spätschicht. Soll vorkommen.

      • @montserrat
        Das war von mir, nur zur info. Aber zum text:

        „Das ist eine glatte Lüge: gibt es denn bei e-bay, hp, facebook, telekom usw. denn keine Managerinnen? Gibt es denn keine Ingenieurinen, keine Ärtzinnen, keine Architektinnen, keine Journalistinnen, keine Bäuerinnen? Und arbeiten Frauen nicht in den Fabriken? In Europa vielleicht nicht, aber in der dritten Welt sehr wohl. Und Kinderkriegen und sie großziehen hat keinen Mehrwert für die Gesellschaft? Wer soll Eure Renten, Eure Krankenkasse bezahlen, bitte sehr? “

        Managerinnen, lacherliche ca. 7%, zu anstrengend, zu zeitintensiv für Frauen. Das gleiche bei Ingenieurinnen, dazu gibt es mittlerweile sogar ein Fachwort dafür, das Norwegen Paradox. Bei den Ärzten leisten Frauen nur ca. 60% von dem, was ein Mann leistet, Fabrikarbeit, keine Frau, und in der dritten Welt haben auch Männer die schwierigsten, anstrengendsten und gefährlichsten Berufe. Einfach mal Schwefelabbaru ohne Mundschutz vorbeischauen oder in den Bergwerken usw usw. Auch hier leisten Frauen die einfacheren Aufgaben. Im journalismus wird nur noch voneinander abgeschrieben, der investigative Journalismus ist tot, seitdem Frauen diesen Beruf für sich entdeckt haben. Bauern haben massive Probleme eine Frau zu finden, wiederum, zu anstrengend. Kinderkriegen machen Frauen hier auch nicht mehr. Rente bezahl ich selbst und krankenkasse auch, von diesen müssen aber wiederum wieder Frauen mitsubventioniert werden, weil Frauen auch dort mehr Kosten verursachen, als sie an Geld einbringen.

        Taaaadaaaaaa. Willkommen im 21. Jahrhundert. Da wünscht man sich einige Jahrhundert zurück, da konnten Frauen noch anpacken, waren emanzipiert, konnten sogar Gerichtskämpfe austragen, aber heutzutage, verwöhnte Prinzesschen.

      • Und was habt ihr den ganzen Vormittag gemacht? Sehr produktiv, was, auf Blogs zu schreiben?

        Und warum hast du vormittags Zeit, wo dir doch die ganze schröckliche „unbezahlte“ Arbeit „aufgehalst“ wird?

        Das nenn‘ ich Dauerlutscher.

        Aber gut, ich will dich nicht weiter davon abhalten dein singulär schröckliches Schicksal AlsFrau zu beweinen.

        Da sollten wir in der Tat nicht versuchen „mitzubieten“. Das ist armseelig, da hast du recht.

      • „Bereiche in denen Frauen arbeiten … müssen immer subventioniert werden.“

        arbeiten frauen jetzt DOCH im bergbau? oder in der bau- und solarbranche? in der landwirtschaft?

        „Einfach mal Schwefelabbaru ohne Mundschutz vorbeischauen oder in den Bergwerken usw usw.“

        das kann ich nur bestätigen. bei uns in der firma schaukeln die frauen allesamt in hängematten, während wir männer ohne mundschutz schwefel abbauen. MITTEN IN DEUTSCHLAND!!!11

        „Rente bezahl ich selbst und krankenkasse auch, von diesen müssen aber wiederum wieder Frauen mitsubventioniert werden, weil Frauen auch dort mehr Kosten verursachen, als sie an Geld einbringen.“

        tja, da sieht man mal, wie die evolution beim mann geschludert hat. naiv, um nicht zu sagen dumm, und im grunde nicht lebensfähig.

      • @hotthü
        „arbeiten frauen jetzt DOCH im bergbau? oder in der bau- und solarbranche? in der landwirtschaft?“
        Diese Subventionen haben einen anderen Grund und diese Berufen generieren etwas. Das machen Frauenberufe nicht, Frauenberufe kosten nur Geld und bringen nichts ein. Siehe ÖD.

        „das kann ich nur bestätigen. bei uns in der firma schaukeln die frauen allesamt in hängematten, während wir männer ohne mundschutz schwefel abbauen. MITTEN IN DEUTSCHLAND!!!11“
        Wer lesen kann ist im Vorteil. Einfach mal den Thread nachvollziehen, wenn das nicht zu viel verlangt ist.

        „tja, da sieht man mal, wie die evolution beim mann geschludert hat. naiv, um nicht zu sagen dumm, und im grunde nicht lebensfähig.“
        Danke für deine Meinung.

      • @ Haelnuss

        Aber im ÖD, dort wo überwiegend Frauen arbeiten, spielt es doch keine Rolle, ob das „Produkt“ preiswürdig ist oder nicht, da der Kunde gar keine Wahl hat als zu kaufen und zwar zu dem vom Monopolisten Staat festgesetzten und eingetriebenen Preis.

        Nicht zu reden von all den vielen Aktenschubsenarbeitsplätzen, all den Kontroll- und Regelementierunseinhaltungsüberwachungspöstchen, bei denen man die Scheinbeschäftigten besser nach hause schickte und für’s Nichtstun bezahlte als sie die Wirtschaft behindern zu lassen durch ihre Kontrolltätigkeit.

        Auch Arbeitsplätze in den öffentlich rechtlichen Medien sind wettbewerbsbefreit und gebührenfinanziert.

        Und es tut mir Leid, all die Arbeitsplätze im Handel, in der verwaltung leben davon, dass ausreichen MATERIELLER Wohlstand produziert wird, der die Menschen überhaupt in die Lage versetzt, zu kaufen, zum _Friseur zu gehen, ihre Alten/Kranken pflegen zu lassen usw.

        Wenn die Motivation der Männer sinkt, die die Bereiche, in denen dieser MATERIELLE Wohlstand produziert wird, nachlasst, hängen all die Frauenarbeitsplätze in der Luft.

        Das werden sie nicht lange, auch wenn wir noch so viele Schuldenstützen darunter schieben.

      • @ Imion

        *Also ich wäre geneigt dem fleißigen Schüler eher ein Plus bzw. die bessere Note zuzugestehen. Alles andere wäre ungerecht. Und wenn die fleißigeren Schüler halt Mädchen sind, nun denn. Shit happens.*

        Frauen arbeiten nicht alle in unproduktiven Bereichen, Männer nicht alle in produktiven.

        Aber im Schnitt generieren Männer sehr viel mehr makrtfähige Produkte/materiellen Wohlstand als Frauen und die Arbeitsplätze, auf denen Frauen arbeiten, hängen seihr viel mehr vom matrriellen Wohlstand ab, der anderswo, nämlich dort, wo vor allem Männer arbeiten, produziert wird als umgekehrt.

        Die Existenz der Arbeitsplätze der meisten Frauenarbeitsplätze hängt ab vom materiellen Reichtum, den vor allem Männer produzieren.

        In einer armen Gesellschaft ist Essig mit gut ausgebautem Gesundheitswesen, Pflegediensten, Friseurbesuchen, Shopping-Malls, elaborierter Öffentlicher Verwaltung, Restaurantbesuchen etc.

      • PS

        Falsches Zitat, das richtige (von Imion), worauf ich mich bezog, lautet:

        *Frauen arbeiten halt in nicht Produktiven bereichen, noch arbeiten sie in Bereichen, die die Infrastrukturen sichern. Sie stellen also weder etwas her, noch leisten sie einen Beitrag zum Wohlstand der Gesellschaft.*

      • @ Montserrat Varela

        *Diese Selbst-Bemitleidung, ach wir armen Schlucker müssen für Sex bezahlen usw… *

        Argumentfreie Beschämungsrhetorik. Zieht hier nicht.

        *Frau kann man da nur darüber lachen, so lächerlich ist dieses Gejammer von Euch.*

        Dito.

        Das Lachen wird uns allen noch vergehen, wenn die Diktatur der leeren Kassen beginnt.

        Den Frauen wesentlich mehr als den Männern.

        Verlass Dich darauf.

        *Und Kinderkriegen und sie großziehen hat keinen Mehrwert für die Gesellschaft? Wer soll Eure Renten, Eure Krankenkasse bezahlen, bitte sehr?*

        Sicher hat das einen Mehrwert, aber genau daran hapert es.

        Frauen beanspruchen immer noch, mehrheitlich, von Männern versorgt und geschützt zu werden, bleiben die Gegenleistung aber schuldig.

        Kein Wunder, dass Männer mehr und mehr ihre Leistungen ebenfalls zurückfahren.

        Das Do-ut-des funktioniert nicht.

        Frauen verlangen und erwarten oft mehr, als sie wert sind, ökonomisch gesprochen.

        *Seid ihr allesamt verbitterte Junggeselle, oder was? Was machen Eure Mütter, eure Schwestern, eure Töchter (sofern ihr welche habt …)? Sie arbeiten nicht, verdienen nichts, sind sie alle Schmarotzer, Parasiten der Männerwelt?*

        Argumentfreie Beschämungsrhetorik, wie gehabt.

        Nicht besonders eindrucksvoll.

      • Alexander Roslin: „Aber im ÖD, dort wo überwiegend Frauen arbeiten, spielt es doch keine Rolle, ob das „Produkt“ preiswürdig ist oder nicht, da der Kunde gar keine Wahl hat als zu kaufen und zwar zu dem vom Monopolisten Staat festgesetzten und eingetriebenen Preis.“
        Jein. Im ÖD spielt es keine so große Rolle, ob ein Produkt preiswert ist. Allerdings, und eigentlich sind sich da die meisten Menschen (bis auf Anarchisten) einig, verrichtet der Staat nicht wegzudenkende Dienstleistungen,

        Alexander Roslin: „Nicht zu reden von all den vielen Aktenschubsenarbeitsplätzen, all den Kontroll- und Regelementierunseinhaltungsüberwachungspöstchen, bei denen man die Scheinbeschäftigten besser nach hause schickte und für’s Nichtstun bezahlte als sie die Wirtschaft behindern zu lassen durch ihre Kontrolltätigkeit.“
        Kontrolle und Regelung muss es geben, Scheinbeschäftigung nicht. Aber es ist frech alle Kontroll- und Regelungsberufe zur Scheinbeschäftigung zu stempeln, nur weil du gerne die Frauen in toto als unproduktive Faule abstempeln willst.

        Alexander Roslin: „Auch Arbeitsplätze in den öffentlich rechtlichen Medien sind wettbewerbsbefreit und gebührenfinanziert.“
        Jein.

        Alexander Roslin: „Und es tut mir Leid, all die Arbeitsplätze im Handel, in der verwaltung leben davon, dass ausreichen MATERIELLER Wohlstand produziert wird, der die Menschen überhaupt in die Lage versetzt, zu kaufen, zum _Friseur zu gehen, ihre Alten/Kranken pflegen zu lassen usw.“
        Nein, Verwaltung muss es geben. Handel muss es auch geben. Sonst bleibst du auf deinen tollen materiellen Produkten sitzen. Was du eventuell sehen würdest, wenn du nicht mit Biegen und Brechen versuchen würdest, alle Frauen als faul und unproduktiv hinzustellen.

        Alexander Roslin: „Wenn die Motivation der Männer sinkt, die die Bereiche, in denen dieser MATERIELLE Wohlstand produziert wird, nachlasst, hängen all die Frauenarbeitsplätze in der Luft.“
        Gilt genauso andersrum.

        Nur mal so: Würden deine Hypothesen gelten, wären die Länder am produktivsten, am reichsten die einen hohen Anteil von Landwirtschaft, Bergbau und Industrie am BIP haben. Sind sie das? Nein.

      • @ Montserrat

        „Diese ganze Diskussion unter Männern ist sehr interessant 🙂 ) Diese Selbst-Bemitleidung, ach wir armen Schlucker müssen für Sex bezahlen usw…

        Frau kann man da nur darüber lachen, so lächerlich ist dieses Gejammer von Euch.“

        Vielleicht wäre eine Rückkehr zur Sachebene angebracht.

        „Das ist eine glatte Lüge: gibt es denn bei e-bay, hp, facebook, telekom usw. denn keine Managerinnen?“ … „Und arbeiten Frauen nicht in den Fabriken? In Europa vielleicht nicht, aber in der dritten Welt sehr wohl.“

        Was haben denn europäische Managerinnen und Fabrikarbeiterinnen in der 3. Welt gemein? Erstere organisieren i.d.R. die Ausbeutung der letzteren. Ein Grund, weshalb solche imaginären Kollektive „die Frauen“ (gilt auch für „die Männer“) keinen Sinn ergeben.

      • Frau kann man da nur darüber lachen, so lächerlich ist dieses Gejammer von Euch.

        Hallo Lucia!

        Lange hast Du es aber nicht ohne uns ausgehalten! 😉

    • @ Imion

      *Da wir um Gesellschaftliche Dinge Reden, brauchen wir um ausnahmen nicht zu diskutieren. Oder?*

      Sollte man meinen.

      Aber gerade FeministInnen haben so ihre Schwierigkeiten mit der Aushnahme und der Regel, sind offenbar unfähig zu statistischem Denken, erklären die Ausnahme zur Widerlegung der Regel usw.

      Wenn die Mehrheit der Gewaltverbrechen von Männern begangen wird, obwohl die Mehrheit der Männer nicht gewalttätig ist, dann ist Gewalt männlich.

      Wenn die Mehrheit der Genies männlich ist, dann ist Genie noch lange nicht männlich, denn schließlich ist die Mehrheit der Männer ja nicht genial.

      So funktioniert feministisches „Denken“, feministische „Logik“.

      • Langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass Frauen im Allg. nicht logisch denken können. Dass sie es mit Mühe lernen können, freilich ohne die Virtuosität der Männer zu erlangen, schließe ich nicht aus. Aber zwischen der theoretischen Beherrschung und der automatischen Anwendung im Alltag liegen auch Welten. Daher ist auf die Worte einer Frau erstmal nichts zu geben.

    • @ Haselnuss

      *Nur mal so: Würden deine Hypothesen gelten, wären die Länder am produktivsten, am reichsten die einen hohen Anteil von Landwirtschaft, Bergbau und Industrie am BIP haben. Sind sie das? Nein.*

      Sie sind deshalb nicht am Reichsten, WEIL die Produktivität dort nicht hoch genug ist.

      Erst eine hoch produktive, hoch leistungsbereite Wirtschaft erträgt all die Dienstleistungen, in dene vor allem Frauen Arbeit finden.

      Sinkt die Motivation der Männer, bricht das dort geschaffene materielle Sürplus ein, bricht auch der Dienstleistungssektor ein und Bergbau, Landwirtschaft und Grudversorgungsindustrie bleiben übrig, Bereiche, die ganz elementare Bedürfnisse nach Schutz und Versorgung befriedigen.

      Die Konsumgesellschaft hörte auf, zu existieren, die höheren Etagen der Maslow-Pyramide brächen zusammen.

      • @Alexander Roslin:
        Die Erfindungen eines Ingenieurs, die Patente und sonstiges geistiges Eigentum, sind welchem Sektor zuzuordnen?

    • @adrian
      Jegliche Frauenförderung abschaffen, Unterhalt abschaffen, abschaffung der Zugewinngemeinschaft, einführung der Gütertrennung, verbot der Prostitution incl. Getränkeausgaben im austausch für Sex usw. oder kurz gesagt, den Frauen alle möglichkeiten nehmen, auf Kosten der Männer zu leben.

      • Einfachere Lösung: Sozialstaat abschaffen. Deine Vorschläge

        „verbot der Prostitution incl. Getränkeausgaben im austausch für Sex usw.“

        sind ja nun schon totalitär. Wenn ich jemanden Geld oder ein Getränk geben will für Sex, oder mir das anbieten lasse, ist das meine Sache, da hast Du Dich nicht einzumischen. Punktum!

      • @adrian
        Frauenförderung hat mit Sozialstaat nichts zu tun, es ist schlicht und ergreifend Frauenpriviligierung die zur Diskrminierung der Männer geführt hat, den Punkt mit dem Sex wollte ich noch mal anführen, ist halt meine Meinung. Aber siehs mal aus dem Blickwinkel: Dir wirst ständig und überall aufgegeilt und die einzige möglichkeit diesen künstlich hochgesteigerten trieb zu befriedigen ist, Geld zu bezahlen.

      • „Frauenförderung hat mit Sozialstaat nichts zu tun, es ist schlicht und ergreifend Frauenpriviligierung“
        Natürlich hat sie das. Du erkennst es halt nur nicht.

      • Ohne Sozialstaat gäbe es überhaupt gar nicht die Voraussetzung für Umverteilung.

        „Dir wirst ständig und überall aufgegeilt und die einzige möglichkeit diesen künstlich hochgesteigerten trieb zu befriedigen ist, Geld zu bezahlen.“

        Eine DSL-Flatrate bekommst Du schon relativ günstig. Du brauchst Dich dann anschließen nur noch vor den Rechner zu setzen und loszuwichsen:
        http://www.elephanttube.com/

        Oder Du investierst etwas mehr, aber dafür langfristig:
        http://www.verwoehndich.de/fleshlight-ct-199-1.html

      • @haselnuss
        Aha, und welchen? Was haben Frauenstudiengänge und Frauenstipendien mit Sozialstaat zu tun? Warum wird Frauenförderung auf Frauen begrenzt? Warum schaut man nicht nach bedürftigkeit und schliest niemanden aus, so wie es ein Sozialstaat eigentlich machen sollte?

      • Der Kern des Sozialstaates ist es aufgrund einer Wertungsentscheidung ökonomisch benachteiligte Gruppen herauszufiltern und diese ökonomische Benachteiligung durch „Marktkorrekturen“ auszugleichen. Frauenstudiengänge und -stipendien sind auch der Ausgleich wahrgenommener Benachteiligung.

      • @adrian
        „Ohne Sozialstaat gäbe es überhaupt gar nicht die Voraussetzung für Umverteilung.“
        Ja, es ist nur mittel zum zweck, aber mit einem Sozialstaat hat Frauenförderung nichts zu tun. Frauenförderung ist eben nicht sozial, sondern höchst assozial, weil es die hälfte der Bevölkerung von vornherein ausschliest.

        Zum Rest: Der Mann muss trotzdem bezahlen. Sex ist wie die restliche Frauenförderung nur eine umverteilungsmaschinerie des Geldes von Männern hin zu den Frauen, ohne das dadurch ein Mehrwert entsteht und der gar nicht stattfinden würde, würden Männer nicht künstlich geil gemacht.

      • @haselnuss
        Frauen werden aber nicht benachteiligt, schon gar nicht beim Studium. Und wie du so schön schreibst:“benachteiligte Gruppen herauszufiltern und diese ökonomische Benachteiligung durch „Marktkorrekturen“ auszugleichen“ Das würde ja Männer und Frauen gleichermassen zulassen, Männer werden aber aufgrund des Geschlechts von vornherein ausgeschlossen. Warum? Weil Frauenförderung nur dazu da ist, um es Frauen in allen Gesellschaftlichen lagen leichter zu machen, als es Männer haben, es dient ganz allein der Priviligierung von Frauen. Extra Stipendien für Frauen machen keinen sinn, warum nicht Stipendien für alle?

      • „Ja, es ist nur mittel zum zweck, aber mit einem Sozialstaat hat Frauenförderung nichts zu tun“

        Natürlich hat es das. Der Sozialstaat ist nichts weiter als ein Instrument, mit denen diejenigen, die an der politischen Macht sind , ihre Klientel beglücken können. Was anderes war es noch nie.

        „Der Mann muss trotzdem bezahlen.“

        Du willst also kostenlosen Sex? Schick mal ein Foto von Dir, dann sehen wir weiter LOL

      • „Frauen werden aber nicht benachteiligt, schon gar nicht beim Studium. Und wie du so schön schreibst:“benachteiligte Gruppen herauszufiltern und diese ökonomische Benachteiligung durch „Marktkorrekturen“ auszugleichen““
        Nachdem die Grundlage für Förderung Wertungsentscheidungen sind, ist es egal ob Nachteile objektiv oder subjektiv bestehen. Moralische Fragen orientieren sich nicht an Wahrheit oder Falschheit sondern an (moralisch) Richtig und (moralisch) Falsch. Verwechsle diese beiden Antonyme nicht!

        „Das würde ja Männer und Frauen gleichermassen zulassen, Männer werden aber aufgrund des Geschlechts von vornherein ausgeschlossen. Warum? Weil Frauenförderung nur dazu da ist, um es Frauen in allen Gesellschaftlichen lagen leichter zu machen, als es Männer haben, es dient ganz allein der Priviligierung von Frauen. Extra Stipendien für Frauen machen keinen sinn, warum nicht Stipendien für alle?““
        Richtig, die Wertungsentscheidung in diesem Bereich ist so gefallen, dass Frauen als förderungsbedürftig gelten und Männer davon ausgeschlossen sind. Aber rate mal, du als gesunder, erwerbstätiger (?) Mann bist auch von Förderungsmaßnahmen für Behinderte, Kinder, Arbeitslose und Rentner ausgeschlossen. Da besteht insofern kein Unterschied als es sich immer um Wertungsentscheidungen zu Gunsten einer Gruppe handelt und nur diese Gruppe wird dann gefördert.

      • Aber rate mal, du als gesunder, erwerbstätiger (?) Mann bist auch von Förderungsmaßnahmen für Behinderte, Kinder, Arbeitslose und Rentner ausgeschlossen. Da besteht insofern kein Unterschied als es sich immer um Wertungsentscheidungen zu Gunsten einer Gruppe handelt und nur diese Gruppe wird dann gefördert.

        Na, der Arbeitslose und der Rentner erhalten aber Sozialversichererungsleistungen. Der Erhalt dieser Leistungen ist an das Kriterium „hat eingezahlt“ gebunden. Insofern kann in dem Sinne nicht von Gruppenrecht gesprochen werden.

        Der ALG2-Empfänger wiederum muss explizit seine Bedürftigkeit nachweisen. Auch dass ist wohl kaum unter den Begriff Gruppenrecht zu fassen.

        Es sei den, man sagte „Der Gruppe der Bedürftigen wird Bedürftigkeit zuerkannt“

      • „Na, der Arbeitslose und der Rentner erhalten aber Sozialversichererungsleistungen. Der Erhalt dieser Leistungen ist an das Kriterium „hat eingezahlt“ gebunden. Insofern kann in dem Sinne nicht von Gruppenrecht gesprochen werden.

        Der ALG2-Empfänger wiederum muss explizit seine Bedürftigkeit nachweisen. Auch dass ist wohl kaum unter den Begriff Gruppenrecht zu fassen.

        Es sei den, man sagte „Der Gruppe der Bedürftigen wird Bedürftigkeit zuerkannt““
        Förderungsmaßnahmen ist sehr weit definiert.

        Wesentlich an meiner Aussage ist aber: Man muss zur förderungswürdigen, benachteiligten Gruppe gehören, sonst erhält man keine Förderung.

        Natürlich ist es schwerer bis unmöglich in die Gruppe der Frauen zu kommen, wenn man nicht bereits in ihr ist. Aber wer nicht das Glück hat, das Rentenalter zu erreichen, der erhält auch keine Rente.

      • Natürlich ist es schwerer bis unmöglich in die Gruppe der Frauen zu kommen, wenn man nicht bereits in ihr ist. Aber wer nicht das Glück hat, das Rentenalter zu erreichen, der erhält auch keine Rente.

        Der entscheidende Punkt ist, meine ich, dass die Bedürftigkeit qua sekundärem Geschlechtsmerkmal – ohne Ansehen der Person – zuerkannt wird. Das ist systemwidrig, und verursacht sehr verständlich eine massive Störung des Gerechtigkeitsgefühles. Frauen sind schon gar nicht nicht per se benachteiligt.

        Man drückt ja auch nicht jedem Arbeiterkind ohne Prüfung des Einzelfalles einen Bildungsgutschein in die Hand.

        Der Rentner erhält, wie gesagt, Versicherungsleistungen. X eingezahlt ergibt genau berechbar Y an Rente. Natürlich kann der Versicherungsfall unter Umständen nicht eintreten, das ist auch bei der Haftpflichtversicherung so.

      • @ Nick

        „Der entscheidende Punkt ist, meine ich, dass die Bedürftigkeit qua sekundärem Geschlechtsmerkmal – ohne Ansehen der Person – zuerkannt wird.“

        Der Elitensoziologe Michael Hartmann von der TU Darmstadt hat auch schon darauf hingewiesen, dass Frauenvorstandsquoten vor allem jungen Frauen aus dem höheren Bürgertum zugute kommen werden. Eine höhere „soziale Mobilität“ werden sie jedenfalls nicht zur Folge haben.

      • @ichichich:

        Der Elitensoziologe Michael Hartmann von der TU Darmstadt hat auch schon darauf hingewiesen, dass Frauenvorstandsquoten vor allem jungen Frauen aus dem höheren Bürgertum zugute kommen werden. Eine höhere „soziale Mobilität“ werden sie jedenfalls nicht zur Folge haben.
        Das habe ich mir fast gedacht.

        Und die Mütter, die immer als Rechtfertigung herhalten müssen (als ob AlleFrauen Mütter wären) werden auch nicht viel davon haben.

      • Alle Zitate Nick:
        „Der entscheidende Punkt ist, meine ich, dass die Bedürftigkeit qua sekundärem Geschlechtsmerkmal – ohne Ansehen der Person – zuerkannt wird. Das ist systemwidrig, und verursacht sehr verständlich eine massive Störung des Gerechtigkeitsgefühles.“
        Man war mal Stolz auf diese Unpersönlichkeit, zumindest wenn ich Max Weber richtig interpretiere. Da liegt meines Erachtens ganz deutlich nicht der Hase im Pfeffer. Nochmal, alleine die Zugehörigkeit zu einer als benachteiligt empfundenen Gruppe ist über Förderung entscheiden. Bei geistiger Behinderung ist das zB genauso. (Die Rentner waren ein schlechtes Beispiel.)

        „Frauen sind schon gar nicht nicht per se benachteiligt.“
        Da liegt meines Erachtens viel eher der Hase im Pfeffer. Frauen sind natürlich keineswegs per se benachteiligt. In den meisten Bereichen werden sie inzwischen eklatant bevorzugt. Zum Beispiel wenn es heißt: Bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt behandelt.
        Ihr seht wie ich nicht ein, warum Frauen (=Frauen aus der Mittelschicht) bevorzugt werden. Im Gegensatz zu mir hinterfragt ihr nur nicht die Grundlagen des Sozialstaates.

        „Man drückt ja auch nicht jedem Arbeiterkind ohne Prüfung des Einzelfalles einen Bildungsgutschein in die Hand.“
        Aber wenn das Leiden des Weibes doch so groß ist. Ist schon richtig, dass Frauen als Ganzes ohne Ansehen der Person (bis auf weiblich ja/nein) als bedürftig angesehen werden, ist ein neuer Aspekt.

        „Der Rentner erhält, wie gesagt, Versicherungsleistungen. X eingezahlt ergibt genau berechbar Y an Rente. Natürlich kann der Versicherungsfall unter Umständen nicht eintreten, das ist auch bei der Haftpflichtversicherung so.“
        Dem kann ich den lebenslangen Bezieher der Grundsicherung entgegensetzen.

    • @christian
      Lassen wir den Punkt mit dem Sex mal weg, wo ist es denn überreguliert? Die Ehe ist geregelt, hier wird lediglich eine veränderung vorgenommen, die abschaffung der Frauenförderung führt dazu, das eben weniger Reguliert wird, ebenso bei der abschaffung des Unterhalts.

  5. Die Verfassung gebietet eben, dass der Staat sowohl Menschenwürde garantiert als auch körperliche Unversehrtheit schützt.

    Deshalb kann man eben eine arbeitslose Alleinerziehende nicht verhungern lassen, und muss sie vor Gewalt schützen.

    Wer die Abschaffung des Sozialstaates will, sollte auch so Konsequent sein nicht darauf zu bestehen dass die Staatsgewalt sein Eigentum vor Banden von marodierenden Desperados schützt.

    Der Fehler ist, dass Feminismus die Frau zur zu bevorzugenden Lieblingstochter von Pappi Staat erklärt und teilweise macht. Der Obdachlose hat ja keine Verfassungs“rechtliche“ Garantie auf Gleichstellung.

    Die ideologische Idiotie des vorherrschenden Feminismus ist, dass er das „Patriarchat“ beklagt und gleichzeitig nach Patronage schreit.

    Wenn der Exmann den Untehalt nicht zahlt, dann soll natürlich sofort die hegemoniale Männlichkeit ihn in die Schranken weisen.

    • @nick
      „Deshalb kann man eben eine arbeitslose Alleinerziehende nicht verhungern lassen, und muss sie vor Gewalt schützen.“
      Man kann aber anreize schaffen, das das system nicht ausgenutzt wird.

      „Wer die Abschaffung des Sozialstaates will, sollte auch so Konsequent sein nicht darauf zu bestehen dass die Staatsgewalt sein Eigentum vor Banden von marodierenden Desperados schützt.“
      Könnte ich sogar theoretisch bzw. würde eine eigene Bande aufmache 🙂 aber den Sozialstaat möchte ich dennoch nicht abschaffen. Es geht rein um Frauenprivilegien um Frauenförderung, diese ist absolut sinnlos und diskriminierend und hat nichts mit den Prinzipien eines Sozialstaates zu tun.

      • @imion:

        Vor allem hat ein Gruppenrecht („Der Staat fördert die tatsächliche Gleichstellung“) in der Verfassung nichts zu suchen.

        Ausnahmen sind Behinderte, die bevorzugt werden dürfen, und Kinder, für die ohne weiteres eine besondere staatliche Fürsorgepflicht angenommen werden kann.

        Wenn der Staat als Sozialstaat eingreift, dann sind die Voraussetzungen dafür individuell zu erfüllen.

        Individuen, und nicht Gruppen sind Rechtssubjekt. Sonst könnte man auch gleich die Kollektivbestrafung einführen.

      • Ausnahmen sind Behinderte, die bevorzugt werden dürfen, und Kinder, für die ohne weiteres eine besondere staatliche Fürsorgepflicht angenommen werden kann.

        @ Nick

        Der prinzipielle Unterschied ist doch, dass die Kategorie „Behinderte“ Menschen mit einer objektiv feststellbaren Benachteiligung zusammenfasst, mit Behinderungen, die wiederum eine Vorzugsbehandlung sachlich begründen. Analog kann argumentiert werden, wenn Kinder bevorzugt behandelt werden.

        Sachfremd, sprich willkürlich aber ist es, wenn Merkmale wie Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung u.a zur Kategorisierung benutzt werden. Kurzum: Kategorienfehler.

        Wer sachfremde Kategorien konstruiert, der handelt willkürlich. Die von den Feministen und Genderisten gewählten Kategorien, um Privilegienberechtigte zu identifizieren, sind nicht nur willkürlich, sondern darüber hinaus auch noch sexistisch und rassistisch. Es ist amüsant zu beobachten, dass gerade diese Mischpoke sich als die grossen Kämpfer gegen Sexismus und Rassismus aufspielen.

        Der Harz IV – Empfänger hat Anspruch auf Unterstützung, weil er arbeits- und mittellos ist, und nicht weil er bisexuell, schwarz oder eine Frau ist.

        Feministen versuchen uns seit vielen Jahren die Mär aufzubinden, dass „Frau“ eine benachteiligte soziale Klasse sei. Das ist ganz offensichtlich sexistischer Unsinn.

      • Peter: „Der prinzipielle Unterschied ist doch, dass die Kategorie „Behinderte“ Menschen mit einer objektiv feststellbaren Benachteiligung zusammenfasst, mit Behinderungen, die wiederum eine Vorzugsbehandlung sachlich begründen. Analog kann argumentiert werden, wenn Kinder bevorzugt behandelt werden.“
        Nein ist es nicht. Kind und Erwachsener sind z.B. beliebige Kategorien, die Übergänge fließend.

      • @ Peter

        *Feministen versuchen uns seit vielen Jahren die Mär aufzubinden, dass „Frau“ eine benachteiligte soziale Klasse sei. Das ist ganz offensichtlich sexistischer Unsinn.*

        Oder Frauen sind tatsächlich als Frauen behindert?

        Der Eindruck drängt sich ja auf, sieht man sich die Zahlen vom Mikorzensus 2008 an:

        Es gibt hierzulande 2, 8 Mio. männliche und 1,3 Mio. weibliche Selbständige (bei den Neugründungen sieht’s genau so aus – ca. 2/3 der Betriebe von Männern gegründet, 1/3 von Frauen).

        Nicht nur machen sich Frauen seltener selbstständig, nein, auch wenn sie ihr eigener Chef sind, weit und breit keine gläserne Decke in Sicht ist, die sie mittels staatlicher Quotensänfte durchstoßen müssten, verdienen sie weniger als Männer:

        Männliche Selbstständige verdienen im Schnitt rund 3000 Euro, weibliche rund 1700 Euro im Monat.

        Das übersetzt sich in eine Einkommenssteuerleistung von ca. 30 Mrd. Euro, die von Männern erwirtschaftet wird und von ca. 5 Mrd., die von Frauen kommen.

        Ein prototypisches Beispiel, von wem dieser Staat finanziert wird.

        Ich bin nicht für eine Abschaffung des Sozialstaates, ich mache mir Sorgen, weil Männern zunehmend die Lust vergeht, in einem misandrischen System für den Erhalt und den Schutz dieses misandrischen Systems, das VOR ALLEM von und aus ihren Leistungen lebt, das vor allem Frauen privielgiert, zu schuften.

        Tun sie das nicht mehr oder nicht mehr mit vollem Einsatz, bricht das System zusammen, wird es unfinanzierbar und unverteidigbar.

        Das wäre eine Katastrophe.

        wir kommen im Westen diesem Zustand näher und näher.

      • Nein ist es nicht. Kind und Erwachsener sind z.B. beliebige Kategorien, die Übergänge fließend.

        Soll das ein Argument sein? Dass es eine Grenze zu ziehen gilt, um die Kategorien gegeneinander abzugrenzen und diese Grenze nicht immer einfach zu definieren ist?

        Die Kategorien „Erwachsene“ und „Kinder“ sind selbstverständlich nicht beliebig, auch wenn man sich darüber streiten kann, wann genau das Erwachsenenalter beginnt. Kein vernünftiger Mensch wird doch bestreiten, dass ein fünfjähriges Kind aufgrund seiner Unreife nur sehr eingeschränkt als schuldfähig gelten kann und deshalb anders als ein 30-jähriger Erwachsener beurteilt werden sollte.

        Die Beurteilung der Schuldfähigkeit vor Gericht z.B berücksichtigt übrigens bei Jugendlichen/jungen Erwachsenen ihre individuelle Reife. Ebenso können Erwachsene als schuldunfähig gelten. Prinzipiell ist da nichts Beliebiges, auch wenn die konkrete Umsetzung mangelhaft sein kann.

        Beliebig wäre es, die mit den abstehenden Ohren als schuldfähig, die mit den anliegenden als schuldunfähig zu klassifizieren. Entscheidend ist, dass die Kategorien nicht mittels sachfremder Erwägungen gebildet werden.

      • Oder Frauen sind tatsächlich als Frauen behindert?

        @ Meister Roslin

        Ich habe ja mal sarkastisch, nicht ernsthaft, diese These vertreten, dass „Weiblichkeit“ aus biologischen Gründen als Behinderung gelten sollte.

        Das ist mit einem zeitgemässen Verständnis des Geschlechterverhältnisses natürlich unvereinbar. Es würde aber, die Prämisse als richtig vorausgesetzt, die Privilegierung von Frauen begründen. Selbstverständlich kann das Feministen nicht schmackhaft gemacht werden.

        Aber auch Feministen müssen begründen, insbesondere die andauernde Privilegienforderungen. Da das Argument „Weiblichkeit als privilegienberechtigende Behinderung“ nicht ernsthaft angeführt werden kann, muss die Behinderung als eine von aussen aufgezwängte externalisiert werden. Kurzum: Frauen sind nicht von sich aus behindert, sondern werden behindert. Deshalb ist die Diffamierung des Mannes/des Patriarchats“ der „hegemonialen Männlichkeit“ immer integraler und notwendiger Bestandteil des Feminismus als frauenprivilegierende politische Bewegung.

      • Nein ist es nicht. Kind und Erwachsener sind z.B. beliebige Kategorien, die Übergänge fließend.

        Weshalb ja auch der Begriff sehr differenziert behandelt wird.

        Sehr oft mit einer individuellen Begutachtung der Entwicklung des Kindes.

      • „Entscheidend ist, dass die Kategorien nicht mittels sachfremder Erwägungen gebildet werden.“
        Was wären sachfremde Erwägungen? Und vor allem was sind sachgerechte Erwägungen?

  6. Also ist euer eigentliches Problem, dass der produktive Sektor in Europa abgenommen hat und Maschinen den Menschen Arbeit abnehmen ?
    oder ist es eher, dass ihr (nein, einige von euch) körperliche Arbeit für generell anspruchsvoller halten als die kommunikationsintensiven Frauenberufe ?

    Und dieses Klischee vom entspannten Kaffeetrinken mit anderen Müttern, das nervt. Mag ja auf zwei, drei Prenzlauer Berg – Mütter zutreffen oder auf Managerehefrauen –
    aber die meisten sitzen nur, wenn sie rumsitzen und Kaffeetrinken und plauschen, blöd rum weil sie beim Kinder betreuen auch nichts geistreiches mehr machen können. Und das ist öde und deprimierend und auch ein Grund, warum Akademikerinnen wenig Kinder kriegen.
    Aus Frust shoppt frau dann (v.a. online, da muss frau nicht das Kind im Ladengeschäft in Schach halten), damit sie was Abwechslungsreiches erlebt.

    So, jetzt hab ich 20 min. für die paar Zeilen gebraucht, weil das Kind nämlich mit Husten nicht in die Kita darf und hier rumturnt (aka alle 30sec. Input oder Beschwichtigung verlangt). Das war’s dann auch mit meinem Urlaub. Schönen Dank, individualisierte Wohlstandsgesellschaft.

    Weil immer nach Alternativen gefragt wird:
    mehr generationsübergreifende Wohnprojekte, weniger „für die Selbstverwirklichung und den gut bezahlten Job“ in andere Städte ziehen, mehr Stammesgesellschaft wagen 🙂

    Von mir aus auch mehr Firmen, mit denen mensch sich identifizieren kann, weil es da gemeinsame Feiern, Betriebskita, leckere Kantine und Ausflüge gibt und nicht nur unsichere Beschäftigungsverhältnisse.
    Meinetwegen können Frauen dort auch Schlosser (wie meine Mutter !) und Dreher und Fräser sein, wenn es dafür den Theaterclub gibt, verschmerzen die das.
    (bei solchen mechanischen Aufgaben sieht frau wenigstens schnell ein Ergebnis, beim Kinder-Bespaßen ja eher nicht.)

    • @anniefee
      „oder ist es eher, dass ihr (nein, einige von euch) körperliche Arbeit für generell anspruchsvoller halten als die kommunikationsintensiven Frauenberufe ? “
      Zum einen ja, Männerberufe sind anspruchsvoller als Frauenberufe. Zum anderen ist nicht das Problem des Einsatzes von Machinen, sondern das Frauen in Bereichen Arbeiten, die keinen Mehrwert generieren, die nichts dafür tun, das diese Gesellschaft weiter vorankommt, z. B. Infrastruktur oder in der Forschung.

      „aber die meisten sitzen nur, wenn sie rumsitzen und Kaffeetrinken und plauschen, blöd rum weil sie beim Kinder betreuen auch nichts geistreiches mehr machen können“
      Ach, doch nicht nur die Damen vom Brenazlauer Berg. Wie wärs mit mehr Arbeiten? Ging früher ja auch, komischerweise hat aber das Arbeitspensum von Frauen abgenommen, trotz ausbau der Betreuungsmöglichkeiten. Komisch, nicht? Dann könnten Väter auch mehr Zeit mit den Kindern verbringen.

      „Aus Frust shoppt frau dann (v.a. online, da muss frau nicht das Kind im Ladengeschäft in Schach halten), damit sie was Abwechslungsreiches erlebt. “
      Das schlimme Frauenleben. Falls ich wiedergeboren werde und etwas mitzubestimmen habe, dann die nächsten drei Leben als Frau, ich brauche dringend mal urlaub.

      „(aka alle 30sec. Input oder Beschwichtigung verlang“
      Das Kind sich mit was sinnvollen selbst beschäftigen lassen?!

      „Von mir aus auch mehr Firmen, mit denen mensch sich identifizieren kann, weil es da gemeinsame Feiern, Betriebskita, leckere Kantine und Ausflüge gibt und nicht nur unsichere Beschäftigungsverhältnisse.“
      Anstatt von vornherein zu fordern, wie wäre es für Frauen, erstmal Leistung zu zeigen? Zu Arbeiten, ohne das die Firma mehr Geld ausgibt um Frauen beschäftigen „zu dürfen“, als das sie einnimmt, damit Frauen es ja auch schön gemütlich haben?

      • @imion: Es ist zwar wahrscheinlich sinnlos, mit dir zu diskutieren, aber da ich grad Zeit habe und die Hirnwindungen irgendwie warm halten muss… 🙂
        – „Männerberufe sind anspruchsvoller als Frauenberufe“:
        Kann man so pauschal nicht sagen. Mach mal so Jobs, wo man den ganzen Tag grinsen, seine Meinung verschleiern und in fremden Körpern rumpuhlen muss – Pediküre, Krankenschwester oder so. Also ich würde da hundertmal lieber Lagerarbeiter sein. Und habe mich da auch schon beworben: aber da guckten die kurz: aha, Weibchen, zierlich, lachen kurz und Tschüß !
        – „das Arbeitspensum von Frauen abgenommen, trotz ausbau der Betreuungsmöglichkeiten“: psst, der Ausbau steht auf dem Papier und wird schleppend umgesetzt. Und es hindert auch keiner Papi daran, auf das etwas höhere Gehalt zu verzichten und mehr Zeit mit den Kinder zu verbringen. (oh, doch: gestrige Chefs und ein überzogenes Besitzdenken)
        – Gute Idee. Werd mal Frau. Ich garantiere dir, du wirst dich (wenn du deinen Charakter behälst) nach Kampfsport und IT sehnen.
        – Nee, unter 3 oder 4 Jahren kannst du das mit dem Selbstbeschäftigen für länger als 30sec. bis 10min. vergessen. Deshalb können die auch keine geistreichen Gespräche mehr führen, da im Café – es sei denn, sie ignorieren die Kinder oder haben seltene Exemplare, Autistische Kinder z.B.
        – biete doch einer Frau deiner Wahl mal an, 4 Stunden alleine auf ihr Kind aufzupassen, während sie deine Dokumente ordnet oder deinen Küchenschrank oder dein Fahrrad repariert oder weiß der Teufel. Mal sehen, wer nach den Stunden nervlich entspannter ist 😉
        – diese Betriebsforderungen würden einfach beiden Geschlechtern helfen, das hat nichts mit Frauenförderung zu tun. Dafür aber auch mit Inklusion Älterer.

      • (oh, doch: gestrige Chefs und ein überzogenes Besitzdenken)

        Das überzogene Besitzdenken geht aber eher seltener von Pappi alleine aus..

      • @annifee
        „Mach mal so Jobs, wo man den ganzen Tag grinsen, seine Meinung verschleiern“
        Oh ja, vollkommen anstrengend, nicht zu vergleichen mit dem Dachdecker.

        „und in fremden Körpern rumpuhlen muss – Pediküre, Krankenschwester oder so“
        krankenschwester ist Köperlich anstrengend und mit einem Männerberuf vergleichbar, nur Arbeiten dort die wenigsten Frauen. Und dann kommt nichts mehr an Frauenberufen, die mit den Männerberufen mithalten können.

        Es ist auch nicht nur die Körperliche Anstrengung, auch das etwas Produziert wird, etwas das Mehrwert Produziert, Frauen ergreifen solche Jobs nicht. Und wenn es Programmierer sind. Da muss dann auch sofort wieder mit Frauenförderung unter die Arme gegriffen werden.

        „Also ich würde da hundertmal lieber Lagerarbeiter sein. Und habe mich da auch schon beworben: aber da guckten die kurz: aha, Weibchen, zierlich, lachen kurz und Tschüß “
        Hätttest du als zierliche das gleiche Leisten können wie ein Mann? Gerade bei Lagerarbeitern, die findet man ab und an auch in Geschlechterdiskussionen, sind Frauen nicht sehr beliebt, weil sie wesentlich weniger leisten, aber das gleiche Geld bekommen. Dann gibt es ja noch das Arbeitsplatzschutzgesetz, danach dürfen Frauen nicht mehr als 15 kg heben. Wie wärs Mädels, warum setzt ihr euch nicht dafür ein, das dieser Frauendiskriminierende § abgeschafft wird?

        „psst, der Ausbau steht auf dem Papier und wird schleppend umgesetzt. “
        Ja genau, so schleppend, das Thüringen mehr Erziehrinnen Produziert, als es benötigt.

        „Und es hindert auch keiner Papi daran, auf das etwas höhere Gehalt zu verzichten und mehr Zeit mit den Kinder zu verbringen.“
        Doch, die Familie benötigt schlieslich Geld zum Essen und Spielsachen kaufen etc. wer besorgt das Geld, wenn der Mann sein Arbeitspensum verringer? Die Frau nicht, dafür langt das Arbeitspensum nicht. Und wer ist nutznieser dieses von Männern erwirtschafteten Geldes? Richtig, die Frau, diese hat zugriff auf das gemeinsame Konto und die Zeit, das Geld auszugeben. Nicht umsonst werden 80% der Konsumentscheidungen von Frauen getroffen, ist die Verkaufsfläche für Frauen dreimal so viel, wie für Männer. Nein, Männer können nur weniger Arbeiten, wenn Frauen mehr arbeiten.

        „Gute Idee. Werd mal Frau. Ich garantiere dir, du wirst dich (wenn du deinen Charakter behälst) nach Kampfsport und IT sehnen.“
        Oh ja, tierisch. Während ich ein Briefchen für meinen Chef schreibe, nachmittags in der Stadt beim Shoppen bin und Abends, wenn mir der Zehnte Kerl einen Drink ausgegeben hat, nachdem ich schon umsonst in den club reingekommen bin. Oder als Prostituierte oder Pornodarstellerin, wo ich nach fünf jahren in Rente gehen kann, weil ich für den Rest meines Lebens genüg verdient habe, um nie mehr Arbeiten zu müssen. Oder als Gleichsstellungsbeauftragte, die den ganzen Tag rumläuft und nichts zu tun hat. Doch, doch, ein ganz schlimmes los, dieses Leben. Nicht zu vergleichen, mit dem Stress oder der Körperlichen Anstrungung in einem Männerberuf, dem ständigen beweisen müssen, sich alles erkämpfen müssen, im Gegensatz zum ständigen einfach so bekommen, das Frauen haben.

        „Nee, unter 3 oder 4 Jahren kannst du das mit dem Selbstbeschäftigen für länger als 30sec. bis 10min. vergessen“
        Bei meiner Nichte klappt es.

        „biete doch einer Frau deiner Wahl mal an, 4 Stunden alleine auf ihr Kind aufzupassen, während sie deine Dokumente ordnet oder deinen Küchenschrank oder dein Fahrrad repariert oder weiß der Teufel. Mal sehen, wer nach den Stunden nervlich entspannter ist“
        Klar, nur würde ich ihr meine Richtige Arbeit zeigen,die kann gerne mal im IT-Support arbeiten, sich nach der Arbeit nochdas Wissen aneignen, z. B. das hier: http://www.amazon.de/MCITP-Windows-Server-Administrator-CorePack/dp/3866459998/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1328280129&sr=8-1
        Und das ist nur ein kleiner Teil, daneben noch verschiedene Betriebssysteme, hardware etc. Dann kann sie gerne auch die Schlägereien mitmachen, in die ein Mann zwangsläufig kommt, weil genügend idioten rumrennen etc pp. Nein, ich passe lieber auf die Kinder auf. Deshalb gilt in meiner Ehe auch die Bedingung für Kinder, das meine Frau die Haupternährerin ist. Auf die Kinder aufzupassen, ist wesentlich einfacher.

        „diese Betriebsforderungen würden einfach beiden Geschlechtern helfen, das hat nichts mit Frauenförderung zu tun. Dafür aber auch mit Inklusion Älterer.“
        Die auch bezahlt werden müssen, was wiederum das Produkt teurer machen. Und diese Forderungen stellen tatsächlich nur Frauen. Für Frauen muss immer ein besonder Anreiz geschaffen werden, siehe das ganze Frauengedöns in der Wirtschaft, Schule, Uni, ÖD

    • Also ist euer eigentliches Problem, dass der produktive Sektor in Europa abgenommen hat und Maschinen den Menschen Arbeit abnehmen ?

      Natürlich ist das ein Teil des Problems.

      Dadurch wird Männlichkeit zwangsläufig abgewertet.

      Die Aufwertung von Weiblichkeit, die man zum Beginn der Industrialisierung als Kompensation geschaffen hat, wurde aber nicht abgebaut.

      Dafür sorgte der vorherrschende Feminismus.


      aber die meisten sitzen nur, wenn sie rumsitzen und Kaffeetrinken und plauschen, blöd rum weil sie beim Kinder betreuen auch nichts geistreiches mehr machen können. Und das ist öde und deprimierend und auch ein Grund, warum Akademikerinnen wenig Kinder kriegen.
      [..]
      So, jetzt hab ich 20 min. für die paar Zeilen gebraucht, weil das Kind nämlich mit Husten nicht in die Kita darf und hier rumturnt (aka alle 30sec. Input oder Beschwichtigung verlangt). Das war’s dann auch mit meinem Urlaub. Schönen Dank, individualisierte Wohlstandsgesellschaft.

      Endlich erzählt mal jemand, was tatsächlich an Kleinkindbetreuung so belastend ist.

      • „Endlich erzählt mal jemand, was tatsächlich an Kleinkindbetreuung so belastend ist.“
        –> und das sehen ja nicht zwingend Frauen so, das ist eher eine Frage des Intellekts. Aber das ist nur eine Vermutung, vielleicht schauspielern die niedriger Gebildeten auf dem Spielplatz und im Eltern-Kind-Zentrum auch einfach ihre Begeisterung besser, während Leute meines Schlags krampfhaft in den Minuten, die das Kind selbst spielt, die Zeitschrift aufklappen.

        Ich denke, „das Land“ braucht mehr Chefs wie meinen, die viele Kinder haben und darum heilfroh sind, im Büro zu sein und beim Kaffee konzentriert eine Aufgabe zu verfolgen. Die durch die Familie unterschiedliche Menscheninteressen („Ansprachen“) verinnelicht haben und dadurch beliebt bei Mitarbeitern und Kunden sind. Das Reinversetzen in Mitmenschen und das Flexibel sein, das lernt man am besten in Elternzeit. Und das Ruhebewahren.

      • und das sehen ja nicht zwingend Frauen so,

        Ja, manche gehen darin auf wie sonstwas. Ich glaube nicht, dass das soviel mit Intellekt zu tun hat.

        Ich denke, „das Land“ braucht mehr Chefs wie meinen..

        Klar lernt man durch Kinder sehr viel über Menschen. Und eine gute Menschenkenntnis macht eben einen guten Chef.

  7. „Das überzogene Besitzdenken geht aber eher seltener von Pappi alleine aus..“
    Klar. Und das stell ich mir schon auch schwierig vor, als Mann:
    vorm Zeugen auszudiskutieren, wie man zum Mammon steht – wenn die Dame dann doch ihre Meinung ändert und das kreditfinanzierte Eigenhaus mit Zweitwagen braucht und du nicht, dann kann man sich höchstens noch trennen, was zumindest dann ins Geld geht, wenn die Dame auf sich-Versorgenlassen steht.
    Aber das kann man doch in der Tendenz schon beim Daten bemerken, wie sie zur Versorgermentalität steht.

    • vorm Zeugen auszudiskutieren, wie man zum Mammon steht – wenn die Dame dann doch ihre Meinung ändert

      Vor dem Kind sieht die Welt ja meistens völlig anders aus.

      Aber das kann man doch in der Tendenz schon beim Daten bemerken, wie sie zur Versorgermentalität steht.

      Wenn man genau beobachtet, und das Selbstbild dass sie von sich hat nicht für 100% bare Münze nimmt, wenn man von anderen beobachtend lernt, dann kann man das, ja.

    • @anniefee
      „Aber das kann man doch in der Tendenz schon beim Daten bemerken, wie sie zur Versorgermentalität steht.“
      Das ist bei Frauen gleich. Frauen suchen den Versorger.

      • @imion:
        (noch ein Letztes, dann merke ich mir, nicht mehr mit dir zu diskutieren, weil du zu verbittert anscheinend bist. Was okay ist, ich hatte auch mal so eine Opfermentalität. Die wächst sich raus – bei dir vielleicht, wenn du die Frau hast, die die Ernährerrolle macht.)
        – ich bin mit dem Einen zusammen, ja, und zu dem anderen besteht ein freundschaftliches Verhältnis.
        – ich lebe nicht von den Ersparnissen, sondern baue welche auf bzw. lege für Schulzeiten etc. beiseite. Und das trotz niedrigem Einkommens, huch.
        – durch das Leben in der Platte ist ein Leben in einer Kulturstadt möglich ohne Fantasiemieten zu zahlen. Leider kann man mit Zweijährigen keine Kultur machen, hab ich mal probiert, spätestens nach 10min. steht die Kleine auf und die Kulturschaffenden gucken irritiert
        – Wissen aneignen nach Feierabend ist allemal besser als Kinder-Sitten nach Feierabend und nachts 1-7mal geweckt zu werden. Es ist ja auch Wissen, für das man sich im Wesentlichen entschieden hat.
        – Gibt es einen IT-Ausbildungsgang, bei dem man Problemelösen lernt ohne höhere Mathematik anwenden zu müssen ?
        – Warum ich so subjektiv mit meinem eigenen Kram rumposaune: mir gehen deine Verallgemeinerungen auf den Keks, weil sie Frauen am Rand der Normalverteilung Verlogenheit unterstellen.

  8. @imion:
    – „vollkommen anstrengend, nicht zu vergleichen mit dem Dachdecker.“
    das ist eine andere Art von Anstrengung, eine die schlechter schlafen lässt, wohingegen mensch nach rein Körperlichem wengstens erschöpft ist und pennen kann
    – ich bin in Krankenhäusern bislang nur weiblichen Pflegern begegnet und einem Zivi, der eine total anspruchsvolle Tätigkeit ausübte: er leerte Schieber aus.
    – Blödsinn. Klamotten, Spielzeug, Windeln, Essen ist alles in unterschiedlichen Preissegmenten vorhanden. Oder gebraucht kaufbar, das würde auch die Umwelt schonen. Glaub mir. Ich habe ein Kind von einem Studenten und eins von einem Arbeitslosen: beide sind gesund und intelligent und haben Ersparnisse. Es kommt immer auch darauf an, wie das Paar haushalten kann.
    – deine Nichte: ja, wenn Besuch da ist, benehmen sich Kinder gern besser. Hast du sie schon mal kränklich und/oder übermüdet gesehen ?
    – Cool ! Lass uns heiraten ! Dieses Administratorenwissen reizt mich schon lange. Im Ernst, ich gucke den Herren immer total fasziniert über die Schulter, wenn sie im Büro vorbeikommen.
    Problem-Ursachenfindung-Lösung ist tausendmal interessanter als Geheul-keine objektive Ursache-mit Irgendwas ablenken

    • @anniefee
      „das ist eine andere Art von Anstrengung, eine die schlechter schlafen lässt, wohingegen mensch nach rein Körperlichem wengstens erschöpft ist und pennen kann“
      Nein, von Anstrengung kann in einem Frauenberuf keine Rede sein. Mal kurz ne viertelstunde an die Kaffeemaschine mit der Kollegin reden, das wars. So erhohlungszeiten hast du als Dachdecker nicht. Männliche Berufe sind wesentlich anstrengender und Stressiger als Frauenberufe.

      „ich bin in Krankenhäusern bislang nur weiblichen Pflegern begegnet und einem Zivi, der eine total anspruchsvolle Tätigkeit ausübte: er leerte Schieber aus.“
      Ja, weiter. Falls es dir nicht aufgefallen ist, ich habe Pflegekräfte im Krankenhaus mit einem Männerberuf gleichgesetzt.

      „Blödsinn. Klamotten, Spielzeug, Windeln, Essen ist alles in unterschiedlichen Preissegmenten vorhanden. Oder gebraucht kaufbar, das würde auch die Umwelt schonen.“
      Klar, warum machen es dann nicht alle, wenn es so einfach ist. Mensch, alle können nicht mit Geld umgehen, ausser Anniefee. Bücher, Kino, Schulsachen, Freizeit aktivitäten, Kultur brauchen ja kein Geld, so rumturnen in der Plattenbausiedlung ist total geil, da reden die Kids immer untentwegt davon, wei toll das ist. Und Frauen neigen ja auch nicht dazu den Partner zu verlassen, wenn es mit der Patte nicht hinhaut, nein, überhaupt nicht, das sind ja die Schmetterlinge im Bauch.

      „Ich habe ein Kind von einem Studenten und eins von einem Arbeitslosen: beide sind gesund und intelligent und haben Ersparnisse.“
      Du lebst also von den Ersparnissen der beiden? Bist du noch mit einem von beiden zusammen?

      „Hast du sie schon mal kränklich und/oder übermüdet gesehen ?“
      Jup, meine Frau ist die Patentante, da ist man ein bisschen mehr als nur Besuch. Desweiteren geb ich meinem kleinen cousin noch nachhilfe und bespasse in ein wenig, der hat ADHS, muss also immer und immer wieder ermahnt werden, sich zu Konzentrieren. Ich frag mich, wie wenig Frauen leisten können, damit das als Schwer eingestuft wird.

      „Cool ! Lass uns heiraten ! Dieses Administratorenwissen reizt mich schon lange. Im Ernst, ich gucke den Herren immer total fasziniert über die Schulter, wenn sie im Büro vorbeikommen.“
      Jap, total cool, wenn sie vorbei kommen. Das wissen aneignen, erweiteren und das alles noch zusätzlich neber dem Job, dann nicht mehr. Da ist dann noch weniger Zeit fürs Kind. Aber klar, Frauen haben es so schwer, wenn sie nach dem Job Feierabend haben, nichts mehr tun müssen, als die Beine hochlegen. Ach ich vergass, die unglaublich anstrengende Arbeit, den Geschirrspüler auszuräumen. Dafür sollte es einen Orden geben.

      • *Desweiteren geb ich meinem kleinen cousin noch nachhilfe und bespasse in ein wenig, der hat ADHS, muss also immer und immer wieder ermahnt werden, sich zu Konzentrieren. *

        Und jetzt stell dir das mal in 32facher Ausführung 8h am Tag vor. Dann hast du ne ungefähre Vorstellung, was eine Lehrerin, Erzieherin oder auch Sozialarbeiterin leistet.

        *Aber klar, Frauen haben es so schwer, wenn sie nach dem Job Feierabend haben, nichts mehr tun müssen, als die Beine hochlegen*

        Ich denke kinderlosen Frauen wird es da auch so ähnlich gehen, dir ja auch gelle?

        Wie hast du dir als Programmierer eigentlich dieses umfangreiche Wissen über schwer körperliche Berufe aneignen können? Also die Dachdecker die ich kenne, die bei uns das Dach gedeckt haben, haben zwischendurch auch eine geraucht, Kaffee getrunken und Mittag gemacht. Eisenkugeln an Ketten konnte ich auch nirgends entdecken. Und was haben Dächer eigentlich für einen Mehrwert, den Krankenversorgung oder Haare schneiden nicht haben? Klär mich da doch bitte mal auf.

      • Zudem, die IT-ler mit denen ich zusammengearbeitet habe haben sich auch nicht grad kaputtgeschuftet. Wenn einer reinkam wurden immer erstmal 5 Tabs im Browser geschlossen und ICQ zugemacht. 😀

      • @ Maren

        „Also die Dachdecker die ich kenne, die bei uns das Dach gedeckt haben, haben zwischendurch auch eine geraucht, Kaffee getrunken und Mittag gemacht. “

        Nichts für ungut Maren, aber dir ist schon klar, dass die Leute in so einem Beruf trotz Mittagspause irgendwann an vielen Gelenken Arthrose bekommen, das sind wirklich verbrauchende Arbeiten. Und bei Lehrer(innen) winkt bei vorzeitiger Pensionierung durch psychischen Stress immerhin eine üppige Alimentierung.

        „Und was haben Dächer eigentlich für einen Mehrwert“

        Dächer haben natürlich keinen Mehrwert, kein Wunder, dass hier die Diskussionen so versumpfen, wenn kaum einer Fachbegriffe entsprechend ihrer Definition verwendet.

      • Und jetzt stell dir das mal in 32facher Ausführung 8h am Tag vor.

        Die Zustände in deinem Bundesland müssen ja in der Tat erscheckend sein.

        Einen Betreuerschlüssel von 1:32 in Kitas? Lehrerinnen 8h vor der Klasse? Und danach noch Unterrichtsvorbereitung?

        (Ein Bundesland ist das wohl eher nicht)

        Und sechs Kinder sind nicht sechsmal so anstrengend wie eines.

        Erzieherin und Lehrerin ist zwar kein easy Job, aber wir wollen mal nicht übertreiben.

      • *Und sechs Kinder sind nicht sechsmal so anstrengend wie eines.*

        Schonmal den Bespaßer auf nem Kindergeburtstag gemacht?
        Alleine die Lautstärke ist ein Streßfaktor.

        *Die Zustände in deinem Bundesland müssen ja in der Tat erscheckend sein.*

        Wenn Herr Imion meint, dass sein Fachwissen als Nachhilfelehrer seines ADHS- Cousins (btw, was los, der Junge kriegt doch bestimmt nur nicht genug Bewegung :D) und Ehemann einer Patentante ihn dazu qualifizieren abwertend über Frauenarbeit im Allgemeinen und (bezahlte) Erziehungsarbeit im Besonderen zu sprechen, finde ich ein wenig künstlerische Freiheit angebracht.

      • Schonmal den Bespaßer auf nem Kindergeburtstag gemacht?
        Alleine die Lautstärke ist ein Streßfaktor.

        Bist du gelernte Erzieherin?

        Manche habens eben eher nicht drauf. „Frau“ ist da keine eingebaute Qualifikation.

        finde ich ein wenig künstlerische Freiheit angebracht.

        Schöner Euphemismus für sich aufs gleiche Niveau begeben.

      • Nee aber meine Mama. Und ich wohne mit meiner Nichte in einem Haus, die hat nen Arschvoll Freunde, die oft und gern vorbeikommen und dann der liebenden Tante auf den Keks gehen.

        Nee Frau ist keine Qualifikation, es ist aber dennoch ein Frauenberuf, mit Fähigkeiten die eher bei Frauen vermutet werden und daher auch Frauen zugeschustert werden.
        Von daher sind die Stressfaktoren auch eher von Frauen wahrgenommen, Männer können da meist nicht mitreden.

      • Von daher sind die Stressfaktoren auch eher von Frauen wahrgenommen, Männer können da meist nicht mitreden.

        Die Stresfaktoren des Erzieherberufes werden wohl eher von Erziehern wahrgenommen, sollte man meinen.

        Oder gibt es sowas wie ein kollektives Frauenbewußtsein?

        Dein Schluß hinkt ganz gewaltig.

  9. @Haselnuss:

    Das Subjekt der Gleichstellung ist nicht das Individuum, dass zur Gruppe der Frauen gehört, sondern die Gruppe „Frauen“ als Ganzes.

    Insofern hinkt imho der Vergleich mit den Kindern.

  10. Boah Leute, was redet ihr denn hier für’n Zeug?! Dass der sekundäre Sektor immer mehr abgebaut wird, ist doch nicht durch Frauen zu verantworten. Wir leben nun einmal in einer Gesellschaft, in der der tertiäre und der quartäre Sektor immer mehr an Bedeutung gewinnen und in denen es immer mehr Beschäftigte gibt. Wären keine Frauen im ÖD, wären eben Männer dort. Und ob ein Sesselpupser männlich oder weiblich ist, spielt doch nun wirklich keine Rolle!

    Ich glaube auch nicht, dass Männer sich willentlich dem Erwirtschaften von Gütern immer mehr entziehen, vielmehr gibt es immer mehr Menschen, die sich von der Leistungsgesellschaft völlig überfordert in ein Burnout zurückziehen und dem Leistungsdruck und der permanenten Jobunsicherheit nicht mehr gewachsen sind. Das sind Probleme, die rein gar nichts mit Geschlechtern zu tun haben. Man kann doch nicht alles, was nicht gut läuft, jede Fehlentwicklung dem anderen Geschlecht die Schuld in die Schuhe schieben.

    • @ Helena

      „Dass der sekundäre Sektor immer mehr abgebaut wird, ist doch nicht durch Frauen zu verantworten. Wir leben nun einmal in einer Gesellschaft, in der der tertiäre und der quartäre Sektor immer mehr an Bedeutung gewinnen und in denen es immer mehr Beschäftigte gibt.“

      Ich habe nicht die gesamte Diskussion verfolgt, weiß jetzt nicht genau, was Frauen zu verantworten haben sollen, aber ich glaube, du übersiehst hier, dass Rohstoffausbeutung und Industrie durchaus auf Hochtouren laufen, wobei die Industrie halt zunehmend ins Ausland verlagert wird, wo die menschliche Arbeitskraft billiger ist, weil aufgrund hoher Automatisierung die Industrie zunehmend weniger Profit abwirft. Finanzdienstleistungen können aus sich keinen Wert schaffen, wenn die Geldmenge steigt, ohne dass die Menge der verfügbaren Güter proportional steigt, kommt es eben zur Inflation.

      Nur mal eine Bemerkung zu dem allgegenwärtigen „Warenproduktion ist kaum noch von Bedeutung“, falls dies gemeint gewesen sein sollte.

      • @ichx3

        Aber wenn Industrie und öffentlicher Dienst zueinander in Beziehung gesetzt werden, gehe ich davon aus, dass wir von unseren Breitengraden sprechen. Und ob Industrie und Produktion zunehmend ins Ausland verlagert werden, oder nur abgebaut, spielt im Ergebnis m.E. auch keine Rolle, da diese Arbeitsplätze hier wegfallen, so oder so.

        Hierzulande gibt es hauptsächlich nur noch Jobs in Handel, Dienstleistung und IT. Wenn Männer sich wohler fühlen in IT und Frauen in Dienstleistung, dann ist es eben so. Dieses „Mein Job ist aber mehr wert als deiner“ ist einfach nur albern, weil diese Jobs getan werden müssen. Schlimm genug, dass die einen Jobs weniger Geld einbringen als die anderen, weil sie unterm Strich alle anstrengend sind. Dass man sich dafür auch noch gegenseitig die Augen aushackt, ist doch krank.

      • @ Helena

        „Und ob Industrie und Produktion zunehmend ins Ausland verlagert werden, oder nur abgebaut, spielt im Ergebnis m.E. auch keine Rolle, da diese Arbeitsplätze hier wegfallen, so oder so.“

        Wenn Rohstoffabbau und Industrie einfach eingestellt werden würden, statt verlagert, würden wir alle längst verhungert sein. Mein Punkt ist, dass wirtschaftliche Prozesse nicht verstanden werden können, wenn man sich bei der Betrachtung auf eine Nation beschränkt. Insofern hat Roslin unten mit dem „Wasserkopf“ recht.

      • @ Helena
        „Dieses „Mein Job ist aber mehr wert als deiner“ ist einfach nur albern, weil diese Jobs getan werden müssen. Schlimm genug, dass die einen Jobs weniger Geld einbringen als die anderen, weil sie unterm Strich alle anstrengend sind. Dass man sich dafür auch noch gegenseitig die Augen aushackt, ist doch krank.“

        Gegenseitig? Hier hackt nur eine Seite permanent rum, dass die einen Berufe ja so viel anstrengender sind als die anderen.

      • Da stimme ich ja durchaus zu, ist aber in dieser Diskussion eher von nachrangiger Bedeutung. Es geht ja, wie immer, um die Ausbeutung des hiesigen Mannes durch die Frau oder umgekehrt, nicht um die Versorgung der Weltbevölkerung.

      • war an ichichich gerichtet

        @onyx

        Ich finde, die Frauen beschweren sich hier auch nicht viel weniger, auch wenn sie defensiver sind, weil sie angegriffen werden.

      • @Helena

        es gibt keine Ausbeutung der Männer/ der Frauen durch die Männer / die Frauen. Ich finde es nur bemerkenswert, dass z.B. die SPÖ jüngst bemängelte, Frauen in Vorstandsposten/Aufsichtsräten (?) würden mit (von mir erfundene Zahlen) durchschnittlich 400.000 gegenüber Männern mit durchschnittlich 500.000 Euro Jahreseinkommen eklatant benachteiligt. Das ist in beiden Fällen mehr Geld, als man vernünftigerweise ausgeben kann und scheint dennoch wichtiger zu sein, als die wirklich existentiellen Nöte von Menschen am unteren Rand der Gesellschaft.

      • @ichichich

        Dieses laute Gejammer auf höchstem Niveau interessiert mich schon lange nicht mehr. Ob Vorstände 2,4 Mio oder 1,6 Mio im Jahr einstreichen, übersteigt schon lange mein Fassungsvermögen. Mir persönlich ist es vollkommen schnuppe, ob es eine Frau oder ein Mann ist, das ist einfach viel zu viel.

      • „Ich finde, die Frauen beschweren sich hier auch nicht viel weniger, auch wenn sie defensiver sind, weil sie angegriffen werden.“

        Frau muß ja nicht jeden Scheiß und jeden Angriff unwidersprochen lassen, obwohl ich das meiste schon ignoriere, weil es wenig Sinn hat, gegen Leierkästen und Betonmauern zu reden… Beschweren würde ich das nicht nennen, wenn man denn schon mal drauf antwortet.

      • Frau muß ja nicht jeden Scheiß und jeden Angriff unwidersprochen lassen

        Eben. Da ist es durchaus angemessen, die Erzieherin als fast zwangsläufig tödlichen Beruf darzstellen 😉

      • @ Helena

        „ist aber in dieser Diskussion eher von nachrangiger Bedeutung. Es geht ja, wie immer, um die Ausbeutung des hiesigen Mannes durch die Frau oder umgekehrt, nicht um die Versorgung der Weltbevölkerung.“

        Da frage ich mich aber, weshalb diese unsinnige Diskussion dann von beiden Seiten geführt wird. Vielleicht weil die (Staats-)Feministinnen selbst dieses unsinnige Fass von „Lohngerechtigkeit“, „unbezahlter Hausarbeit“ etc. aufgemacht haben und als Argument einsetzen, um Frauenlobbyismus zu betreiben? Die Höhe der Bezahlung war noch nie an der Härte, gesundheitlichem Verschleiß oder gesellschaftlichem Nutzen einer Tätigkeit ausgerichtet, auch nicht für Männer, erst recht ist Lohnhöhe kein Ausdruck von „Wertschätzung“.

      • Oh Mann, das frage ich mich auch 🙂

        Und bezgl. der Lohngerechtigkeit gebe ich dir 100% Recht. Aber hierzu müsste wohl der Kapitalismus Frage und Antwort stehen. Und zu diesem Thema halte ich mit meinem gefährlichen Halbwissen lieber die Klappe.

      • @ Helena Nachtrag

        falls dies als blöder Spruch rüberkommen könnte, eigentlich halte ich es für sinnvoller, wenn du auf Lohnarbeit angewiesen bist, dich mit Leuten zu solidarisieren, die in der gleichen Lage sind, als mit Frauen (bzw. auch Männern), die in Vorstandsposten sitzen. Aber dass dich letztere nicht so interessieren, hattest du ja schon angemerkt.

      • Klar, blöder Spruch, aber ich bin da nicht so dünnhäutig 😉

        Was Solidarität angeht, ist es mir schon immer schwer gefallen, mich Gruppen zuzuordnen, da interessiert mich der Einzelfall.

        Beispiel Scheidung: Wurde die Frau schlecht behandelt, betrogen etc. wäre ich vermutlich voll auf ihrer Seite, wenn sie ihren Ex ausbluten lässt. Im umgekehrten Fall sähe ich es wiederum ganz anders.

        Lohngerechtigkeit: Dass die Löhne so verteilt sind, wie sie sind, kann ich aus der kapitalistischen Perspektive nachvollziehen, sozial verträglich sind sie definitiv nicht.

      • @ Helena

        „Lohngerechtigkeit: Dass die Löhne so verteilt sind, wie sie sind, kann ich aus der kapitalistischen Perspektive nachvollziehen, sozial verträglich sind sie definitiv nicht.“

        Das ist auch nicht der Sinn der Sache. Ebensowenig wie die „Versorgung der Weltbevölkerung“. Sonst gäbe es ja nicht gleichzeitig das Problem der Überproduktion und 1 Milliarde Hungernde.

      • „Das ist auch nicht der Sinn der Sache.“

        War das ironisch gemeint? Jetzt muss ich doch mal fragen: Ist das Prinzip des Kapitalismus, dass nur einige Wenige zu Wohlstand kommen und der große Rest zugucken darf?

      • @ Helena

        Nein, keine Ironie. Natürlich geilt sich kein Kapitalist daran auf, dass Menschen hungern. Aber der Zweck ist, aus Geld mehr Geld zu machen. Das hat halt einige unschöne Nebeneffekte. Und wenn es lukrativer ist, aus Weizen Biosprit für zahlungskräftige Autofahrer herzustellen, als Nahrung für Besitzlose, dann hat das halt entsprechende Folgen.

      • Pffff, das wird ja recht stoisch hingenommen. Aber wenn ein paar Frauen sich im ÖD den Arsch platt sitzen, brennt der Himmel. (Dich meine ich damit nicht explizit.) Ich weiß ehrlich nicht, was das Gewese um den Feminismus soll. Da liegen wesentlich üblere Dinge im Argen.

      • Ich finde nachvollziehbar, was Nick dazu unten geschrieben hatte:

        „Wenn aber Politiker, die sich auf die Fahnen schreiben sich um die Verlierer der Gesellschaft zu kümmern solche Slogans raushauen wie „wer die menschliche Gesellschaft will, muss die Männliche überwinden“, dann macht sich Feminismus selber zur Zielscheibe.“

        Siehe auch die UN-Genderpolitik, die zur Folge hat, dass männlichen Vergewaltigungsopfern im Kongo jede Hilfe verweigert wird, in Haiti Lebensmittel nur an Frauen abgegeben etc., alles um das Modell Mann=Täter, Frau=Opfer aufrechtzuerhalten, das ist kritikwürdig.

      • Liest sich erstmal übel, stimme ich zu. Dass den Vergewaltigungsopfern nicht geholfen wird, ist nicht nachzuvollziehen, auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass Frauen die Vergewaltiger waren.

        Wie sieht die Realität in Haiti denn aus? Ist es möglich, dass Männer vielfach die Lebensmittel weiter verkaufen, anstatt ihre Familien damit zu versorgen, kämpfen sie miteinander, um den Schwächeren die ausgeteilten Lebensmittel zu entreißen? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es in Krisengebieten teilweise recht wild zugeht. Ein rigoroses Durchgreifen der Hilfskräfte muss nicht zwangsläufig eine willkürliche Benachteiligung des Mannes sein.

      • @ Helena

        „Wie sieht die Realität in Haiti denn aus? Ist es möglich, dass Männer vielfach die Lebensmittel weiter verkaufen, anstatt ihre Familien damit zu versorgen, kämpfen sie miteinander, um den Schwächeren die ausgeteilten Lebensmittel zu entreißen?“

        Irgendwie muss der Mensch ja erstmal selbst essen, um übrige Nahrung weiterzuverkaufen. Wer keine Nahrung hat, krepiert. Es wurden ja auch offenbar nicht 1-Personen-Portionen ausgegeben, sondern gar keine.

        http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/uno_verteilt_lebensmittel_in_haiti_nur_noch_an_frauen_1.4713584.html

        „auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass Frauen die Vergewaltiger waren.“

        Nein, in erster Linie männliche Offiziere und Soldaten. Aber in feministischer Logik heißt das dann, Täter und Opfer sind ja dieselben (Mann=Mann), also brauchen sie auch keine Hilfe. An den Massakern in Ruanda waren übrigens Frauen auch ganz gut beteiligt, zur Ergänzung. Das lässt sich sogar bei der Böll-Stiftung nachlesen.

        http://www.boell.de/weltweit/afrika/afrika-voelkermord-ruanda-frauen-als-taeter-12490.html

      • Übrigens muss man nicht nur mit der 3. Welt argumentieren, in Deutschland sind 80 % der Obdachlosen männlich, es gibt dann Männerwohnheime, wo man gegen Geld auf verlausten Matratzen hausen kann, wobei die meisten Obdachlosen das aus Angst vor Diebstahl (und weil es unter der Brücke eh hygienischer ist) nicht machen, wohingegen Wohnheime für obdachlose Frauen wie Hotels der mittleren Preisklasse ausgestattet sind und obendrein versuchen, die Frauen in eigene Wohnungen zu vermitteln. Da werden einfach Menschen aufgrund des falschen Geschlechts fallengelassen.

      • In Haiti war/ist die Not groß, es war damit zu rechnen, dass es nicht mehr weit her mit zivilisiertem Benehmen sein würde; das hätte man evtl. besser einkalkulieren müssen, sehe ich aber nach wie vor nicht als willkürlichen Akt gegen Männer.

        Was ich noch nicht ganz verstehe an deiner Argumentation, ist die Annahme, jegliche Hilfsleistung in der Welt, sei sie im Ausland, in Deutschland, in der dritten oder ersten Welt, sei von feministischer Hand geplant und ausgeführt. Oder zumindest gründlich von feministischer Ideologie geprägt.

        Was die Obdachlosenheime betrifft, kann man, so denke ich, davon ausgehen, dass sich die Frauenbewegten in erster Linie für Frauen eingesetzt haben. Wenn sie sich auf die Fahnen schreiben, sich im gleichen Maße auch für die Schwachen unter den Männern einzusetzen, müssen sie sich den Vorwurf der Heuchelei wohl gefallen lassen, wenn nicht, dann sehe ich keinen Grund zur Kritik. Eine IG Rettet die Wale wird wohl auch kaum seine Spendengelder für Pandabären ausgeben.

      • „Was ich noch nicht ganz verstehe an deiner Argumentation, ist die Annahme, jegliche Hilfsleistung in der Welt, sei sie im Ausland, in Deutschland, in der dritten oder ersten Welt, sei von feministischer Hand geplant und ausgeführt. “

        Das habe ich nie behauptet.

        „Oder zumindest gründlich von feministischer Ideologie geprägt.“

        Dass es eine politische Implementierung von feministischer Ideologie auf UN-, Europa- und nationaler Ebene gibt, lässt sich nicht bestreiten. Und wenn eine Hälfte der Menschheit bei jeglichen politischen Maßnahmen besondere Vorteile bekommen soll, bedeutet das für die andere logischerweise in selbem Maße Nachteile.

        http://www.unwomen.org/

        „Eine IG Rettet die Wale wird wohl auch kaum seine Spendengelder für Pandabären ausgeben.“

        Es geht um staatlich finanzierte Infrastruktur.

      • „das hätte man evtl. besser einkalkulieren müssen, sehe ich aber nach wie vor nicht als willkürlichen Akt gegen Männer.“

        Eine Menschengruppe von vorhandenen Nahrungsmitteln auszuschließen ist kein willkürlicher Akt?

      • Nein, wörtlich hast du das so nicht behauptet, aber „Nein, in erster Linie männliche Offiziere und Soldaten. Aber in feministischer Logik heißt das dann, Täter und Opfer sind ja dieselben (Mann=Mann), also brauchen sie auch keine Hilfe.“ las sich ein wenig so.

        Gut, es gibt innerhalb der UN, der EU und auch national Programme, die sich ausschließlich mit einer Hälfte der Bevölkerung befasst. Das ist erstmal grundsätzlich nicht schlecht, da es Belange gibt, die hauptsächlich die eine Hälfte der Bevölkerung betrifft. Dass die andere Hälfte auch Programme für sich haben will, ist nachvollzehbar. Ich frage mich, ob es wirklich unvermeidlich ist, der einen Hälfte etwas vorzuenthalten, um es der anderen zu geben.

        Sind Obdachlosenheime durchweg staatlich finanziert?

      • nochmal: ich finde es gerechtfertigt, wirkliche Unterdrückung von Frauen, die es in bestimmten Ländern gibt, zu beseitigen. Aber die Annahme, Männer seien in jeglichen Belangen, immer und überall, gegenüber Frauen bevorzugt, ist absurd und führt zu solchen Monströsitäten wie Verweigerung von Hilfe und Nahrung in absoluter Not. Dass Männer, die sich nur durch Plünderung Nahrung beschaffen können, dann plündern und als Plünderer erschossen werden, ist ja tautologisch.

      • „Eine Menschengruppe von vorhandenen Nahrungsmitteln auszuschließen ist kein willkürlicher Akt?“

        Ich war nicht vor Ort, kann dir also leider nicht sagen, ob eine solche Entscheidung gerechtfertigt war oder nicht.

      • das war eine Ergänzung zu dem vorher gesagten und bezog sich nicht auf dein letztes Posting.

        „Sind Obdachlosenheime durchweg staatlich finanziert?“

        Keine Ahnung, zumindest wird es wohl staatliche Förderung geben.

      • „Aber die Annahme, Männer seien in jeglichen Belangen, immer und überall, gegenüber Frauen bevorzugt, ist absurd und führt zu solchen Monströsitäten wie Verweigerung von Hilfe und Nahrung in absoluter Not.“

        Hierin widerspreche ich dir ja auch gar nicht.

      • „Ich war nicht vor Ort, kann dir also leider nicht sagen, ob eine solche Entscheidung gerechtfertigt war oder nicht.“

        So gerechtfertigt es halt sein kann, jemanden verhungern zu lassen.

      • „Keine Ahnung, zumindest wird es wohl staatliche Förderung geben.“

        Soweit ich weiß, werden Obdachlosenheime vielfach von kirchlichen Organisationen geleitet. Diese sind bekanntermaßen nicht gerade arm, aber sie haben wohl prestigeträchtigere Projekte, in die sie mehr investieren.

      • „So gerechtfertigt es halt sein kann, jemanden verhungern zu lassen.“

        Nun ja, wer in diesem Fall das Pech hatte, nicht eine einzige Frau in der Familie zu haben, war wirklich im Eimer…

      • Zur Thematisierung von Frauen und Männern als Opfern in Bürgerkriegen noch als kleine Anekdote das von Roslin hier verlinkte Video https://allesevolution.wordpress.com/2011/12/29/in-einer-vergewaltigungskultur-sind-alle-manner-schuldig-bis-sie-ihre-unschuld-bewiesen-haben/

        mit einer Transkription von mir:

        Christine Ockrent:

        „Et donc, les ravages des toutes ces populations civiles contraintes a fuir, Frappent d’abord les femmes, les hommes sont assassinés la plupart du temps.“

        (“und somit betreffen die Verheerungen der ganzen Zivilbevölkerungen, die gezwungen sind, zu fliehen, zuerst die Frauen, die Männer sind meistens ermordet worden.”)

        Zemmour fasst sie wie folgt zusammen:

        „Les femmes sont quand même beaucoup plus victimes, parce qu’elles sont violées, les hommes ne sont que tués, c’est pas grave, ca.

        (Die Frauen sind trotzdem vielmehr Opfer, weil sie vergewaltigt werden, die Männer werden nur getötet, das ist nicht schlimm.)“

      • Mir ist die Relevanz des Videos nicht klar, aber ist Ockrent oder Zemmour Feminist(in)?

        Mich brauchst du eigentlich nicht davon zu überzeugen, dass feministische Ziele und Begründungen teilweise an der Realität vorbeischießen. Ich stelle nur die Frage, ob viele Schuldzuweisungen nicht auch fälschlicherweise und etwas übereifrig an den Feminismus adressiert werden.

      • Ockrent ist eine bekannte französische Feministin, Zemmour ist Ockrents Kontrahent (wohl ein Konservativer, nach Roslins Geschmack 😉 ).

        Ich denke, es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um einen Kampf um Deutungshoheit. Wer feministische Grundüberzeugungen angreift, hat automatisch die Feministen als Gegner.

      • Logisch. Wer meine Grundüberzeugungen angreift, hat mich auch zum Gegner 🙂

        Aber ich denke, die Deutungshoheit interessiert die tatsächlich Betroffenen weniger, sondern mehr die Resultate. In diesem Blog bzw. seinen Kommentaren scheint es aber vorrangig doch um Schuldzuweisungen und weniger um Deutungshoheit zu gehen.

    • @ Helena

      Das ist doch das Problem!

      Der Wasserkopf tertiärer und quartärer Sektor wächst und wächst, der Hals, auf dem er sitzt, wird dünner und dünner und kassiert auch noch mehr und mehr Nackenschläge von jenen, die nicht kapieren, dass sie mit Fleiß an dem Ast sägen, auf dem sie hocken.

      • @Roslin

        Aber dass die Industrie zunahmend ins Ausland verlagert wird, oder ganz abgebaut, ist doch nicht dem Feminismus geschuldet, oder irre ich mich da?!

      • @ Helena

        Die Industrie wird u.a. deshalb abgebaut bzw. verlagert, weil sie hierzulande den Wasserkoopf mitfinanzieren muss, ein Wasserkopf, von dem Frauen sehr viel mehr profitieren als Männer, den Männer aber in sehr viel höherem Maße finanzieren müssen als Frauen, sowohl direkt als auch in Form von Opportunitätskosten, denn der Wasserkoopf beschäftigt sehr viel mehr Frauen als Männer (z.B. sind 60 % der neuen, zusätzlichen Arbeitsplätze in Deutschland seit 1970 im ÖD entstanden, 60% davon gingen an Frauen).

        Und diese Situation einer Frauenprivilegierungswirtschaft hat sehr wohl mit Feminismus zu tun.

        Das ist nicht durchhaltbar.

        Wir können uns den Wasserkopf schon lange nicht mehr leisten, verschleiern das durch Schulden und immer noch mehr Schulden, kauften uns durch Beleihung der Vergangenheit und der Zukunft Zeit.

        Die ist vertan worden, abgelaufen, verfressen und versoffen, der Weg zu Ende gegangen, nun würde ich gerne hören, wie die Zukunft finanziert werden soll.

        Wo sind die weiblichen Ingenieure, Erfinder, Malocher, die MATERIELLEN Wohlstand schaffen mit ihren tollen Ausbildungen?

        Germanistinnen, Kulturwissenschaftlerinnen, Kommunikation mit irgendwas interessiert die Chinesen/Inder etc. nicht, die kaufen uns den Klumlpatsch nicht ab.

        Die wollen Maschinen, Autos, Fabriken, nicht die 181 feministische Interpretation von Rilke, dafür bezahlen die keinen müden Euro, vom Export leben wir aber!

        Von feministischer Seite höre ich immer nur die hanebüchene Dummheit nach der Melodie „Geld ist doch genug da. Man muss es nur richtig verteilen!“.

        Nach dem Muster „Gibt ja genug Reiche, nehmt’s denen doch weg!“

        Fragt sich nur, wie und was passiert dann und danach?

        Kennen wir doch alles.

      • Aber der Wasserkopf würde vermutlich nicht schrumpfen, auch wenn zukünftig der Profit gleichmäßiger verteilt würde, sehe ich das richtig? Denn die Gelder würden anders verteilt, aber nicht eingespart werden. Somit bleibt die Frage, ob das erfolgreiche Anrennen gegen den Feminismus überhaupt zum gewünschten Ergebnis führen würde.

    • Dass der sekundäre Sektor immer mehr abgebaut wird, ist doch nicht durch Frauen zu verantworten.

      Selbstverständlich nicht. Der Abbau des sekundären Sektors hat aber nicht unerheblichen Einfluß auf die Geschlechter.

      Ein Feminismus, der letztendlich auf die Lage der Frauen zu den Zeiten, als der sekundäre Sektor vorherrschend war beruht ist fehl am Platze bis Schädlich.

      Es bedarf einer gründlichen Revision, insbesondere hinsichtlich der Frage ob diverse Kompensationsmechanismen noch angebracht sind.

      Das schafft viel Frustration und Ungerechtigkeitsempfinden, insbesondere bei denen, die nicht unbedingt zu den Gewinnern des Strukturwandels zählen.

      Was würdest du denn sagen, wenn du uberall die A-Karte ziehst und dir dann von einer saturierten quasiverbeamteten Gender-Tussie dir das Gejammer anhören musst, du seist doch „privilegiert“?

      Über den Zuwachs an Rechtsradikalen muss man sich dann wohl nicht wundern.

      • Die Schuldfrage ist in jedem Falle falsch adressiert.

        Wenn aber Politiker, die sich auf die Fahnen schreiben sich um die Verlierer der Gesellschaft zu kümmern solche Slogans raushauen wie „wer die menschliche Gesellschaft will, muss die Männliche überwinden“, dann macht sich Feminismus selber zur Zielscheibe.

      • ..vielleicht anders Formuliert: Der vorherrschende Feminismus ist nicht an der Lage schuld.

        Er ist eher daran schuld, dass die Lage so mancher völlig aus dem Blick gerät.

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  14. Logisch. Wer meine Grundüberzeugungen angreift, hat mich auch zum Gegner 🙂

    Aber ich denke, die Deutungshoheit interessiert die tatsächlich Betroffenen weniger, sondern mehr die Resultate. In diesem Blog bzw. seinen Kommentaren scheint es aber vorrangig doch um Schuldzuweisungen und weniger um Deutungshoheit zu gehen.

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