Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 20. Februar 2016

Wie veränderten sich nach Einführung des Frauenwahlrechts die Staatsausgaben?

Ein interessanter Artikel behandelt die Änderungen an Staat und Verwaltung nach dem Wahlrecht für Frauen:

This paper examines the growth of government during this century as a result of giving women the right to vote. Using cross-sectional time-series data for 1870 to 1940, we examine state government expenditures and revenue as well as voting by U.S. House and Senate state delegations and the passage of a wide range of different state laws. Suffrage coincided with immediate increases in state government expenditures and revenue and more liberal voting patterns for federal representatives, and these effects continued growing over time as more women took advantage of the franchise. Contrary to many recent suggestions, the gender gap is not something that has arisen since the 1970s, and it helps explain why American government started growing when it did.

Quelle: Did Women’s Suffrage Change the Size and Scope of Government?

Eine Grafik stellt den Effekt ganz gut dar:

Staatsausgaben Frauenwahlrecht

Staatsausgaben Frauenwahlrecht

Wie man recht deutlich sieht sanken die Staatsausgaben vor der Einführung des Wahlrechts, mit dessen Einführung stiegen sie sehr steil an.

Aus der Studie:

 

Giving women the right to vote significantly changed American politics from the very beginning. Despite claims to the contrary, the gender gap is not something that has arisen since the 1970s. Suffrage coincided with immediate increases in state government expenditures and revenue, and these effects continued growing as more women took advantage of the franchise. Similar changes occurred at the federal level as female suffrage led to more liberal voting records for the state’s U.S. House and Senate delegations. In the Senate, suffrage changed voting behavior by an amount equal to almost 20 percent of the difference between Republican and Democratic senators. Suffrage also coincided with changes in the probability that prohibition would be enacted and changes in divorce laws. We were also able to deal with questions of causality by taking advantage of the fact that while some states voluntarily adopted suffrage, others where compelled to do so by the Nineteenth Amendment. The conclusion was that suffrage dramatically changed government in both cases. Accordingly, the effects of suffrage we estimate are not reflecting some other factor present in only states that adopted suffrage. Not all women immediately took advantage of the right to vote. About half of the ultimate percentage of women who eventually voted in elections appeared to have started voting immediately after suffrage was granted, and most of those women were in the 45–64- year-old age group.

More work remains to be done on why women vote so differently, but our initial work provides scant evidence that it is due to selfinterest arising from their employment by government. The only evidence that we found indicated that the gender gap in part arises from women’s fear that they are being left to raise children on their own (Lott and Kenny 1997). If this result is true, the continued breakdown of the family and higher divorce rates imply growing political conflicts between the sexes.Claims that the gender gap has arisen as men have left the Democratic party and that the ‘‘modern’’ gender gap has arisen only since the 1970s can now be put in a different perspective (Stark 1996, p.78). Combining these claims with our work implies that the gender gap disappeared during the 1960s and 1970s as men moved toward women and became more liberal, but that it reappeared again when men moved back to their original position relative to women.

Anmerkungen dazu von Judgybitch, auf deren Blog ich die Studie fand:

Within 4 years of giving women the vote, government spending crossed its previous peak, and within 11 years, women voted for candidates who doubled state expenditures. And this trend is going nowhere but up. Women are now demanding free tampons, free birth control, free college tuition. Paid for by the state men. Women are rapacious consumers of state resources, and appear to have no defined limits.

Women will vote for entitlements until the state collapses, if permitted to do so.

I haven’t parsed Lott and Kenny’s data very closely, but I do not doubt there are some correlation/causation metrics that could be argued. Or one might argue that expanding state benefits is a net positive. Or argue that women might rein in demands at a certain critical point, being that women are more risk averse than men, and have no interest in seeing the state collapse.

Es ist sicherlich genau zu untersuchen, wie viel tatsächlich auf den direkten Einfluss von Frauen zurück ging und wie viel einfach geänderten Zeiten, die eben auch zu einer Liberalisierung des Wahlrechts zu tun hatte. Auch die andere Position der Frau an sich kann vieles in der Gesellschaft verändert haben.

Es passt jedenfalls gut zu der These von Warren Farrell, dass der Staat in modernen Zeiten immer mehr zum Ersatzversorger für Frauen geworden ist und dabei den Mann indirekt ersetzt hat.


Responses

  1. Danke, eine wahrlich interessante Studie ;-). Wenn man bedenkt, dass höhere Ausgaben auch mit höheren Ressourcenverbrauch einhergeht, dann ist zumindest die Aussage, dass Frauen besser mit ihrer Umwelt umgehen als Männer, ein für allemal widerlegt ;-).

    • zumal mir ein Physiker mal sagte der Klimawandel sei nicht zu stoppen wegen der Frauen. Die 2 Grad Erwärmung sind genau die 2 Grad, die es Frauen immer wärmer haben wollen, wenn es um die Heizung geht.

      Aber im Ernst, ich erlebe immer wieder, das jeder Kampf gegen Umweltsünden an der Masse der Frauen scheitern muss, exemplarisch ist das Scheitern der Grünen im feministischen Wahn befangen.

      • Dir ist aber schon klar, dass das mit den 2K nur ein Scherz war? Denn es handelt sich dabei lediglich um eine zufällige Korrelation.
        Das ist typischer Physikerhumor, der von Fachfremden leider oft ernst genommen wird, wie beispielsweise die Aussage mit den schwarzen Löcher, die bei CERN entstehen könnten.

        • Was soll es denn sonst sein außer ein Scherz?

        • Es finden sich immer Leute, die so etwas für bare Münze nehmen – z.B. kam es vor der Inbetriebnahme vom LHC aus Angst vor schwarzen Löchern fast zu einer Hysterie.

          Und ich hab‘ keine Lust, frieren zu müssen, nur weil die Heizung nicht genügend aufgedreht ist. 😎

        • Na ja, so zufällig kann die Korrelation auch nicht sein. Aufgrund des Frauenwahlrechts muss auch die Schuhproduktion gewaltig gestiegen sein.

          Da zu deren Herstellung erhebliche Mengen Energie verwendet werden müssen und viele Kühe gebraucht werden um den vom Frauenwahlrecht ausgelösten, neuen Lederhunger der Industrie zu stillen, kann ich mir durchaus vorstellen, dass nicht nur der weibliche Wärmebedarf zur Klimaerwärmung beiträgt.

          😉

    • Es wäre schön, wenn bei deinen Grafiken die Achsen beschriftet wären, so dass man sich nicht durch deine Textwüste quälen muss, um dann irgend wann so zufällig auf relevante Information zu stossen.
      Wäre ich Dein Lehrer und Du würdest mir eine solche Grafik vorlegen, ich würde Dich hundert Mal schreiben lassen: „Die Achsen müssen eindeutig beschriftet werden“.

      • Mein Beitrag, auf den Du antwortest ist Achseln ;-).

        • Verfluchte Autokorrektur: Es soll „achsenfrei“ heissen!

  2. heftig. Ich will aber wählen^^
    Vielleicht sollte man nur Leute mit nem IQ über 90 wählen lassen.
    Oder nur Leute, die einen bestimmten MIndeststeuersatz zahlen.

    • … intessante idee, atacama. In england galt meines wissens bis ca. 1916 ein männliches grundbesitzerwahlrecht und lediglich 4 jahre männliches wahlrecht, bis zur einführung des allgemeinen wahlrechts. Die 4 jahre sind zu kurz, um entscheiden zu können, ob die staatliche vollversorgungspolitik den frauen oder den besitzlosen geschuldet ist, aber vielleicht finden sich andere staaten. Die intelligenz-hypothese ließe sich vielleicht in postkolonialen gesellschaften, wie in südafrika untersuchen. Gibt es hierzu etwas?

      • im Grunde genommen ist es doch aber wirklich komisch, wenn Leute, die nichts beitragen und vielleicht vom Bildungsstand oder IQ (man kann ja auch ohne Bildung intelligent sein und Zusammenhänge verstehen theoretisch) gar nicht in der Lage sind, Zusammenhänge zu verstehen, genauso viel Mitspracherecht haben, wie Leute, die den Laden am Laufen halten. Irgendwie.
        Also es widerspricht zwar eklatant dem Grundsatz der Gleichbehandlung usw. aber….

        • auf der anderen Seite ist das die Argumentation der Regierung, weswegen sie uns keine Volksabstimmungen zutraut, Wir sind nämlich einfach zu blöd.

        • Demokratie funktioniert grundsätzlich nur in Gebieten und Ländern, wo der IQ tatsächlich so um die 100 liegt und ein gewisses Grundverständnis für den Qualität von Entscheidungsprozess und dessen Konsequenzen vorliegt – bei einem IQ von durchschnittlich 80 kann eine Demokratie schlicht nicht funktionieren und hat es auch nie. Daher muss man in solchen Ländern mit einem niedrigen Durchschnitt muss man entweder eine Meritokratie aufbauen, die sich dann langsam zu einer Demokratie wandelt, oder man landet immer automatisch bei einer Diktatur.

        • Und diese these eines mindest-iq behauptest du auf welcher Basis? Weiche Fakten sprechen dafür und welche Studien sprechen dafür?

          Es wirkt sehr beliebig, wie etwas, was ein bestimmtes Weltbild stützen soll.

        • Demokratie funktioniert grundsätzlich nur in Gebieten und Ländern, wo der IQ tatsächlich so um die 100 liegt ..

          Da der IQ für eine bestimmte Gruppe immer auf 100 normiert wird, ist der Durchschnitt jeder Gruppe immer 100. Du brauchst schon eine Supergruppe zu der Du die Subgruppe in Relation setzt.

        • „Da der IQ für eine bestimmte Gruppe immer auf 100 normiert wird, ist der Durchschnitt jeder Gruppe immer 100. Du brauchst schon eine Supergruppe zu der Du die Subgruppe in Relation setzt.“

          Man hat soweit ich das gesehen habe weder in der Wissenschaft noch im Sprachgebrauch jemals einen anderen Wert ausser die europäische Referenzgruppe als eine 100 definiert und alle anderen gruppen in Relation dazu gesetzt.

        • „Und diese these eines mindest-iq behauptest du auf welcher Basis? Weiche Fakten sprechen dafür und welche Studien sprechen dafür?“

          Muss ja nicht IQ sein, kann ja auch Steuerlast sein. Dann darf Araft auch wählen^^

          „Es wirkt sehr beliebig, wie etwas, was ein bestimmtes Weltbild stützen soll.““

          Welches denn?

          „Weiche Fakten sprechen dafür und welche Studien sprechen dafür?““

          Vergleiche einfach den Durchschnitts IQ mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und damit Überlebensfähigkeit eines Landes/Region. Aber wozu muss ich überhaupt Studien oder Fakten liefern? Wir reden doch nur ganz entspannt und ich bin keine Autokratin, die die Macht oder Absicht hat, Wahlverbote auszusprechen.

          Allerdings sagt mir mein Verstand, dass, je mehr abhängige in einem Land leben, desto mehr auf Umverteilung und Stütze Wert gelegt wird, denn auf Weiterentwicklung.

        • Hab das Buch allerdings nicht gelesen. „IQ and commonwealth of nations“.
          Aber es ist halt schon irgendwie auffällig, dass aus manchen Regionen mehr Erfundungen und Publikationen kommen als aus anderen. Hieß es nicht mal, die gesamte arabische Welt veröffentlicht so viele Bücher wie das Bundesland Hessen?

        • IQ hat aber nicht unbedingt was mit Intelligenz zu tun. Das Problem mit der Messbareit von Intelligenz ist, dass man Intelligenz erst einmal klar definieren müsste, um sie gena messen zu können. IQ-Tests nutzen einen (je nach Test unt Testzweck unterschiedlichen) Satz an Fragen, deren Beantwortung eine gewisse Intelligenz zugeschrieben wird. Ursprünglich wurden IQ-Tests entwickelt um die Eignung von Schülern für die Schule zu testen. Für die Beantwortung der Fragen ist aber mehr notwendig, als einfach nur Intelligenz. Es spielen noch weitere psychologische Faktoren eine Rolle: Motivation, aktuele Testumgebung, Prägung, aktueller Geisteszustand, Lebensgeschichte usw.

        • „Und diese these eines mindest-iq behauptest du auf welcher Basis?“

          Z.b. „IQ and the Wealth of Nations“, „IQ and Global Inequality“ und the „Bell Curve“ etc. Dort wird die Grenze übrigens bei einem IQ von 90 gezogen; mit 80 bin ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in einem Bereich, der nicht zu retten ist.

          Mit einem IQ von 80 werden die meisten Menschen, die dort abstimmen müssten, Probleme haben zu lesen bzw. Analphabeten sein; es wird an Ausbildung fehlen und das Land wird sehr arm sein. Im IQ-Bereich von 80-90 ist die Chance auf Gewalt am höchsten (http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0160289612000116) und Gewaltbereitschaft korreliert stark negativ mit dem ökonomischen und sozialen Erfolg einer Gesellschaft.

          Meine Aussage ist aber grundsätzlich am einfachsten zu überprüfen, wenn man die Weltkarte http://memolition.com/wp-content/uploads/2013/04/National_IQ_Lynn_Vanhanen_2006_IQ_and_Global_Inequality.png mit dieser hier vergleicht : https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/43/The_Economist,_Democracy_Index_2008.svg

          Das heisst nicht, dass ein höherer IQ immer in einer Demokratie münden muss (siehe China/Russland), heisst aber, dass Ländern mit einem niedrigen IQ fast keine stabilen Demokratien hervorbringen können. Diese Aussage ist in sich aber trivial und müsste gar nicht erst erklärt werden.

        • “Es wirkt sehr beliebig, wie etwas, was ein bestimmtes Weltbild stützen soll.””

          Welches denn?

          Wir können uns ja die Rhetorik auch einfach sparen; Christian meint damit, dass ich ein Rassist bin, weil er meine Aussage „Mit einem IQ von 80 lässt sich keine Demokratie aufbauen“ übersetzt hat mit „Schwarze/Braune/Muslime können keine Demokratie aufbauen“. Das darf ich aus seiner Sicht nicht sagen, da ich damit aus seiner Sicht gefährlich nahe an einer sozialdarwinistischen/evolutionären Erklärung bin (Welche er natürlich, sobald es um Geschlechterthemen geht, ebenfalls vertritt), die er als rassistisch ablehnt.

        • jo, dachte ich mir, die Frage war auch mehr rethorischer Natur.

          Was postet Christan dann solche Artikel? Das empfinde ich als sexistisch. Ich will auch nie wieder lesen, dass mehr Männer als Frauen hochbegabt sind. Das empfinde ich als sexistische Beleidigung. Das darf einfach nicht sein.

        • Ersetze IQ durch durchschnittlichen Bildungsgrad und die These ist schon gar nicht mehr so kontrovers.
          Ich würde sie zwar nicht im Bekanntenkreis vertreten, aber sie scheint mir auch nicht so ganz unplausibel.

          Wobei das Nichtfunktionieren einer Demokratie eher in Korruption und fehlenden Grundwerten begründet liegt, weniger in „dummen“ Entscheidungen.

        • „Man hat soweit ich das gesehen habe weder in der Wissenschaft noch im Sprachgebrauch jemals einen anderen Wert ausser die europäische Referenzgruppe als eine 100 definiert und alle anderen gruppen in Relation dazu gesetzt.“

          Nur bei internationalen Vergleichen wird der IQ von Großbritannien als 100 definiert, sonst nicht.

    • Schon wieder dieser IQ-Trullala.

      Sämtliche IQ-Tests sind stark bildungsabhängig. Es ist deshalb zu erwarten, dass Länder mit hohem Bildungsniveau ökonomisch erfolgreicher sind als solche mit geringem Bildungsstand. Der Flynn-Effekt zeigt das eindrücklich. Wer heute einen IQ von 100 hat, hätte vor hundert Jahren einen von 130 erreicht und als hochbegabt gegolten. Asiaten, die heute gut und teilweise besser abschneiden als Westeuropäer waren vor einigen Jahrzehnten noch klar „weniger intelligent“ (sie waren natürlich nur schlechter gebildet). Biologisch-genetische Ursachen können ausgeschlossen werden, weil 100 Jahre eine viel zu kurze Zeitspanne dafür ist.

      Junk science.

      • „Schon wieder dieser IQ-Trullala.“

        Schon wieder Peter mit seinem IQ-Unwissen.

        „Sämtliche IQ-Tests sind stark bildungsabhängig. “

        Falsch (siehe Ravens Progressive Matrizen oder Wahl-Reaktionstests). Mittlerweile kann man den IQ sogar mit Hilfe von Hirnscans bestimmen.

        „Es ist deshalb zu erwarten, dass Länder mit hohem Bildungsniveau ökonomisch erfolgreicher sind als solche mit geringem Bildungsstand.“

        Das stimmt ausnahmsweise.

        „Der Flynn-Effekt zeigt das eindrücklich. Wer heute einen IQ von 100 hat, hätte vor hundert Jahren einen von 130 erreicht und als hochbegabt gegolten.“

        Der Flynn-Effekt zeigt nur, dass sich der IQ einer Population unweltbedingt erhöhen kann (was niemand bestreitet). Die Ursache des Flynn-Effekts ist immer noch nicht geklärt; er betrifft allerdings nur manche Tests und nicht die allgemeine Intelligenz „g“.

        „Asiaten, die heute gut und teilweise besser abschneiden als Westeuropäer waren vor einigen Jahrzehnten noch klar “weniger intelligent” (sie waren natürlich nur schlechter gebildet).“

        Waren sie das?

        „Biologisch-genetische Ursachen können ausgeschlossen werden, weil 100 Jahre eine viel zu kurze Zeitspanne dafür ist. “

        Biologisch-genetische Ursachen können natürlich nicht ausgeschlossen werden. Als mögliche Ursache des Flynn-Effekts ist z. B. die Ernährung im Gespräch.

        „Junk science.“

        Ja, ja…

        • Es sind sogar genetische Ursachen im Gespräch:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Heterosis-Effekt

          Man darf auch nicht vergessen, dass es auch durchaus „eugenische“ Effekte geben kann, beispielsweise durch Pränataldiagnostik (heute nur noch 10% der Rate an Trisomie 21), außerdem können epigenetische Effekte selektiv wirksam sein in einer Bildungsgesellschaft vs. Agrargesellschaft mit Zwangsehe. Auch zu „unseren“ Ungunsten, beispielsweise durch negative Korrelation von Bildungserfolg und Kinderzahl.

          Es sieht aber für mich schon so aus, als sei der Flynn-Effekt hauptsächlich auf eine intelligenzörderliche Umwelt zurückzuführen ist (die allerdings wohl auch durch Intelligenz geschaffen wurde). Das heißt aber ja nicht, dass Umwelt alles erklärt. Und seit ca. 30 Jahren scheint es den Effekt eh nicht mehr zu geben. Vielleicht waren es auch nur die kulturabhängigen Varianzanteile mancher Tests. Oder ein Wegfall der unter stark deprivierten Bedingungen aufwachsenden Kinder links unter der Kurve.

        • „““Sämtliche IQ-Tests sind stark bildungsabhängig. ”

          Falsch (siehe Ravens Progressive Matrizen oder Wahl-Reaktionstests).“““

          Boah eeh, Progressive Matrizen, das imponiert mir ungemein. Sind die invertierbar?

          **Mittlerweile kann man den IQ sogar mit Hilfe von Hirnscans bestimmen.““

          Definieren kann man Intelligenz nicht, aber mit Hirnscans bestimmen. Ok.

          „“Der Flynn-Effekt zeigt nur, dass sich der IQ einer Population unweltbedingt erhöhen kann (was niemand bestreitet). Die Ursache des Flynn-Effekts ist immer noch nicht geklärt; er betrifft allerdings nur manche Tests und nicht die allgemeine Intelligenz “““

          Ich übersetz das mal. IQ-Tests messen irgendwas, was irgendwie mit unserer vagen Vorstellung von Intelligenz übereinstimmt. Wenn die Testergebnisse unserer Anschauung widersprechen, dann sind sie irrelevant und nicht beachtenswert.

        • Ok.Jetzt mal ohne Polemik für die etwas Schwerfälligeren hier. Die IQ-Tests erheben den Anspruch, umweltunabhängig, und sozialisationsunabhängig und vor allem bildungsunabhängig zu sein.

          Es ist einigermassen trivial festzustellen, dass ein afrikanisches Kind, das mangelernährt ohne Bildung und durch Malaria in seiner Entwicklung beeinträchtigt war, bei einem IQ-Test schlechter abschneidet als ein durchschnittliches europäisches Kind.
          Die IQ-Fetischisten aber wollen etwas ganz anderes beweisen, dass nämlich die Afrikaner (insbesondere, genetisch bedingt) zu geringerer Intelligenz neigen – um es mal moderat auszudrücken.

          Bullshit, der trotz Matrizen Bullshit bleibt. Der Flynn-Effekt zeigt eindeutig, dass IQ-Tests im Grunde Bildungstests sind, die vorgaukeln, bildungsunabhängig zu sein und somit auf genetische Dispositionen verweisen. Das kann sich jeder, der eins und eins zusammen zählen kann, nachvollziehen. Nur ausgeprägte ideologische Voreingenommenheit verhindert diese simple Schlussfolgerung,.

    • Ahhh, alles lupenreine Demokraten hier 🙂

  3. Das ist ja auch der Grund, warum alle Staatsorganisationen den Feminismus anschieben. Es erlaubt ihnen zu wachsen und die Kontrolle auszuweiten. Ohne diese Förderung von oben wäre Feminismus nie so weit gekommen.

  4. http://www.welt.de/regionales/sachsen-anhalt/article151903660/Fluechtlinge-duerfen-kurz-vor-Landtagswahl-probewaehlen.html

    Flüs dürfen probewählen^^
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Bald wird es heißen „Zur Integration gehört auch die Beteiligung an der Um…öh Gestaltung dieses Landes, wir müssen diesen Menschen durch uneingeschränkte Partizipation zeigen, dass sie hier willkommen sind“ oder sowas (Außerdem müssen wir verhindern, dass die AFD zulegt). Zumindest, wenn sie „korrekt“ wählen.

    • Na solange sie nen IQ über 100 haben ist doch alles tutti, oder?

  5. Das ist ja eine schöne These, aber die Daten dazu sind sehr wenig überzeugend. Eine Verdoppelung der Staatsausgaben pro Kopf (in absoluten Zahlen wie von der Studie benutzt) über einen Zeitraum von 11 Jahren entspricht in etwa 3% Inflation + 3,5% Wachstum. Das waren lange Zeit sehr übliche Wachstumszahlen und wenn man sich mehr als 3 Jahre vor der Einführung des Frauenwahlrechts anschaut, dann findet man einen Trend ähnlicher Größenordnung auch da vor.

    Als provokante These ist das sicher gut, aber für ernsthafte wissenschaftliche Erkenntnis taugt das Paper nicht.

    • Die Inflation in den USA lag wohl in dem Zeitraum sehr niedrig bei ca. 1,7%.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Depression_(1873%E2%80%931896)

      • In den USA wurde das Frauenwahlrecht 1920 eingeführt. D.h. davor gab es eine Post-WK1-Rezension und danach die „roaring twenties“.

    • Wenig überzeugend. Die Ausgaben sollten als Anteil am Bruttosozialprodukt angegeben werden.
      Mein lieber Christian, gib dir mehr Mühe. Einfach eine halbgare These raus zu hauen genügt nicht. Weniger Text, mehr (kritische) Aufarbeitung. Ungenügend.
      Dein Lehrer Peter.

  6. Aber was sagt es dann über die Intelligenz von Staatschefs aus, wenn sie meinen, solchen Ländern mal eben so Demokratie „bringen“ zu können (hier, der Diktator ist weg) oder die Leute hierher zu holen?
    Von denen die meisten vermutlich nie in der Lage sein werden, in einer solchen Gesellschaft mitzuhalten?

    Ich sag nur

    • Solche Kommentare überraschen mich immer wieder von Leuten, dessen Vorfahren zu den intelligentesten ihrer Zeit gehörten, und ein System der perversesten diktatorischen Grausamkeit wählten, gegen das der IS wie ein Ponyhof wirkt.

      • Ja, Deutsche sollten sich vielleicht etwas zurückhalten in der Frage, ob andere Länder „zu dumm für Demokratie“ sind. Kein Volk hat seine vorhandene Demokratie jemals mit einer solchen Radikalität erst selbst abgewählt und dann ausgerottet.

        • Typisch peinlicher Deutschenhaß. Wie lange dauert es, bis wir Deutschen uns endlich selbst zugestehen, wie sehr wir auch selbst Opfer waren, wie sehr die Weimarer Republik eben auch durch äußere Faktoren und auch durch Zufälle scheiterte.

          Es gibt leider immer noch genug Leute, die meinen, so eine Haltung wie von David sei progressiv oder moralisch ganz toll.

          Die Weimarer Republik wäre ohne das Nation shaming des Versailler Vertrags, ohne Weltwirtschaftskrise und als konstitutionelle Monarchie wohl kaum gescheitert.

          Man kann keinem Land eine Demokratie aufzwingen. Das sieht man immer wieder.

        • „Die Weimarer Republik wäre ohne das Nation shaming des Versailler Vertrags, ohne Weltwirtschaftskrise und als konstitutionelle Monarchie wohl kaum gescheitert.“

          Kommt ja extrem selten vor, aber hier gebe ich Dir recht 😉

      • immerhin haben sie den Weg zurück genau so schnell geschafft 🙂

      • 1. Ich gehöre nicht zu den Menschen mit Erbschuldkomplex.
        2. Intelligente Menschen können uU noch mehr Schaden anrichten als dummer, Intelligenz und „Gut-Sein“ ist nicht dasselbe
        3. Ich bin mir nicht sicher, ob Hitler seinen ersten Wahlkampf mit den Wahlkampfthemen „Ausrottung der Juden“ und „Weltkrieg“ geführt hat.
        4. Wir sollten vielleicht mal ne Umfrage machen bei den Plusdeutschen und Neuzugängen aus dem primären Herkunftsraum aus dem sie zu uns stoßen, was die denn so von Juden halten.
        Nach der Auswertung überlegen wir uns dann, ob Deutschland moralisch oder sonstwie ein Recht hat, sie aufzunehmen. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass Deutschland dann bald das schaffen wird, was Adolf nicht geschafft hat – Deutschland judenfrei zu kriegen.

      • Solche Kommentare überraschen mich immer wieder von Leuten, dessen Vorfahren zu den intelligentesten ihrer Zeit gehörten

        Lern du erst ma die richtige Anwendung von Deutsch, ey.

  7. Na, ich weiss nicht so recht…..
    Korrelation muss noch lange nicht Kausalität sein.

    Die Studie bezieht sich rein auf die USA und dort wurde in den allermeisten Bundesstaaten das Frauenwahlrecht 1919/1920 eingeführt, also sehr nahe nach dem Ende des 1 Weltkrieges.
    In wie weit der Aufbau eines rudimentären Sozialstattes in den USA rein bzw überwiegend auf Frauen zurückgeführt werden kann, halte ich für zweifelhaft, denn in dieser Zeit wurde der Sozialstaat auch zur Abwehr sozialistischer und kommunistischer Bewegungen aufgebaut (neben der massiven Repression von allem, was irgendwie „links“ war.)

    Daneben erlebte Die USA zwischen 1920 und 1929 ein für ein hochentwickeltes Land beeindruckendes Wachstum. was natürlich das Steuereinkommen förderte… und eingenommene Steuern tendieren dazu, ausgegeben zu werden. Der Inflationseffekt wurde ja schon angesprochen.

    Insofern halte ich die Studie für lückenhaft.

    LG
    Mike

    • Ja, das sind wichtige historische Effekte als Alternativerklärung.

    • @mike
      Nein, die Verfasser stellen auf S. 10 fest, dass das mit dem Weltkrieg nichts zu tun hat, da ja der Abwärtstrend ja noch ein ganzes Jahr nach dem offiziellen Ende anhielt.Ich wiederhole: Ein ganzes Jahr!
      Zudem hätte der Weltkrieg ja ohnehin nur wenig Einfluß auf die Ausgaben gehabt.

      • Jo, die Autoren behaupten das….
        Sie belegen es blos nicht.
        Und gerade NACH dem Krieg hielt der Abwärtstrend weiter an, denn zu diesem Zeitpunkt wurden die Exporte von Rohmaterialien und Halbzeug nach Europa zurückgefahren, da dort der Bedarf an Lebensmittelimporten und Rüstungsgütern sank.
        https://en.wikipedia.org/wiki/Post%E2%80%93World_War_I_recession
        (Einen ähnlichen kurzzeitigen Effekt gab es in den USA übrigens nach Ende des 2. Weltkrieges)

        Der Abwärtstrend vor dem WK I in den USA war bedingt durch mehrere Deflationen, während des WK I zog logischerweise die Zentralregierung große Mengen an Finanziellen Mitteln ab.

        Nach dem Krieg wurde ja nicht nur das Frauenwahlrecht eingeführt, sondern es kamen auch mehrere Millionen Soldaten aus dem Krieg zurück, welche für ihre Dienste auch eine Gegenleistung verlangten.
        der Anstieg der Einzelstaatshaushalte nach dem Ende der Doppelrezession nach dem 1 Weltkrieg ist meiner Ansicht nach multikausal.

        Und was mich persönlich ja mal intressieren würde:
        Wie verhält es sich denn in den verschiedenen Einzelstaaten, insbesondere bei Idaho und Colorado, die 17 Jahre vor dem allgemeinen Bundesweiten frauenwahlrecht das Einzelstaatliche Frauenwahlrecht eingeführt haben.
        Das wären mal intressante Daten, gelle… werden aber nicht gezeigt!

        Für Wyoming gibt es eh keine entsprechenden Daten da dort das Frauenwahlrecht vor der Aufzeichnung der Finanzdaten eingeführt wurde, für andere Territories ist die Datenlage sehr dünn.

        Ich bleibe dabei: Die Studie ist lückenhaft und damit höchstens als Ansatz für weitere Untersuchungen brauchbar.

    • Ist es nicht einfach nur logisch, dass eine Zunahme an Wählerpotential die Politik dazu verleitet diese zusätzlichen Wähler mit Geschenken in ihr Camp zu locken?

  8. In der Schweiz war das Wahlrecht ja lange Zeit an die Wehrpflicht gekoppelt und erst als die Verfassung geändert wurde, durften Frauen dann ab 1971 auch einfach so wählen. (Männer die nicht ihre Wehrpflicht ableisten müssen bis heute noch bis zum 30igsten Lebensjahr eine Sondersteuer leisten)

    Hab einmal gelesen das die Sozialausgaben seit dem auch kräftig gestiegen sind, finde die Quelle aber nicht wieder.

    Wäre ja interessant, da zu der Zeit bereits die Pille und diverse elektrische Haushaltsgeräte verfügbar wahren und der Unterschied im Vergleich zu ca. 1918 geringer ist.

  9. Vorsicht mit solchen Schlüssen. Ohne Vergleichsgruppe ist aus solchen Korrelationen nichts ablesbar. Wir haben hier ein übliches logisches Problem in der Statistik:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Correlation_does_not_imply_causation
    Auf solch einer Grundlage ein Wahlrecht zu debattieren halte ich für extrem fragwürdig, aus mehrerlei Gründen.

  10. Ich schließe mich den Skeptikern an, das überzeugt mich überhaupt nicht.

    Die Kurve ist ja schön intuitiv, aber wieso sollte sie (gemäß Theorie) vor der Einführung des Wahlrechts absinken, also in genau der Phase wo es einen Diskurs gab um Frauen mehr zuzugestehen? Warum gibt es danach keinen abrupten, sondern einen linearen Anstieg? Es haben ja nicht nach und nach mehr Frauen gewählt, sondern es müsste sich eher um einen Einmal-Effekt handeln.

    Man müsste auch erstmal schauen, für was konkret Geld ausgegeben wurde, und ob Frauen davon übermäßig profitieren.
    Ansonsten wird auch impliziert, dass der Staat vorher deutlich an den Frauen gespart hat, weil sie seine Vertreter ja eh nicht wählen konnten. Das würde ich für eine falsche, feministische Aussage halten.

    Was es vor allem noch bräuchte wäre der Vergleich mit anderen Ländern, nicht nur um konfundierte historische Effekte rauszumitteln, sondern um überhaupt eine anständige Menge Daten zu haben, die sich generalisieren lassen.
    Außerdem die Unterschiede im Wahlverhalten, denn wenn Frauen wie Männer wählen, wäre auch kein Effekt zu erwarten. Meines Wissens haben sie das aber stets bekannt, große Geschlechtsunterschiede sind mir nicht bekannt.

    • Bedenken sind sicherlich angebracht. Angesichts der vollkommen idiotischen Diskussion um den Gender Pay Gap und die dazu besonders argumentations- und belegfreie, feministische Rhetorik, finde ich, dass die sich ein Kopf darum machen sollen.

      Die 23% Lohnunterschied sind genau so zu hinterfragen, wie Du jetzt diese Kurve hinterfragt wissen möchtest. Erst wenn Feminist.I.nnen den klaren Beleg erbringen sollten, dass die 23% tatsächlich diskriminieren, sollte man die Kurve der Staatsausgaben hinterfragen.

      Es ist, glaube ich, die Aufgabe des Feminismus, nachzuweisen, dass die Staatsausgaben nichts mit der Einführung des Frauenwahlrechts zu tun hat. (Das kann sich sicherlich kein verheirateter oder geschiedener/getrennter Mann vorstellen: Frauen kosten IMMER mehr Geld, ab Hochzeit/Zusammenziehen oder Trennung/Scheidung; Diese Ereignisse im privaten Leben wären auf Staatsebene analog zur Einführung des Frauenwahlrechts 😉 Es ist also die nackte Empirie, die für diese Kurve spricht.)

      • Deine Argumentation ist unwissenschaftlich!
        Man sollte nicht den Quatsch des einen Lagers gegen den Quatsch des anderen Lagers aufrechnen.
        Quatsch * Quatsch = Quatsch hoch 2

        Ich stelle an die Männerrechtsbewegung höhere Ansprüche!

        • Wenn Du eine wissenschaftliche Antwort haben möchtest, brauchst Du eine wissenschaftliche Studie.

          Eine wissenschaftliche Studie kostet Geld.

          Wenn Du das notwendige Geld vom Ministerium für alle Männer loseisen könntest, bin ich gerne bereit Dir eine wissenschaftliche Studie zu liefern.

          So lange wir uns aber im real existierenden Matriarchat bewegen, werden wir keine Wissenschaft betreiben können. Das ist eine Religion. Dagegen kann mann sowieso nicht argumentieren. Die glauben daran.

        • Nein: Wer eine Theorie aufstellt, muss sie belegen. Er ist in der Bringschuld.
          Ansonsten landen wir da, dass irgendwer Daten erschafft oder eine Theorie aufstellt mit fehlerhafter oder lückenhafter Argumentation und dann sagt: „Widerlegt mich halt“.
          Das ist pseudowissenschaftlich!


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