„Die Feministen sind ja auch nicht zum Dialog bereit, also ist Kampfrhetorik der richtige Weg“

Die häufigsten Argumente für den harten Ton innerhalb des Antifeminismus bzw. des Maskulismus scheinen mir die Folgenden zu sein,

  •  die Feministinnen sind ja eh nicht zum Dialog bereit, man muß es daher auch nicht versuchen
  • der Feminismus hat eh die Diskursherrschaft, daher muss man sie mit deutlichen Worten, die die Leute wachrütteln, zurückerobern.
  • die nutzen uns aus, sie sind der Feind, sie verdienen keine Gnade!!! (oder in radikal-vulgär maskulistisch: „Die Femanzen verstehen keine andere Sprache“)

Meiner Meinung nach wird dabei wesentliches übersehen und man schießt sich ein Eigentor:

Es ermöglicht eine leichte Abwertung der Männerbewegung als frauenfeindlich, vulgär, Unterschicht, wütender Mob, gewaltbereite Idioten ohne Ahnung.

Da wird man mir aus dem Bereich entgegenhalten: „Aber die Feministen sind doch auch so!!“. Das geht aber an der Sache vorbei. Denn der Feminismus kann sich in vielen Bereichen auf eine sehr akademische Sprache zurückziehen, auf gehobenen Dialog, der eben einiges überdeckt. Es finden sich in diesem Bereich eben wesentlich weniger direkte Abwertungen von Männern als bei einem deutlichen „Schlampen, Parasiten, Femanzen etc“. Der Feminismus spricht davon, dass Männer privilegiert sind und versucht dann diese Privilegien abzubauen, damit andere die gleiche Chance haben. Das ist weit raffinierter ausgedrückt als wenn im gelben Forum davon gesprochen wird, dass Frauen Parasiten sind, die alle Männer ausbeuten. Natürlich kann man die Aussage viel unangreifbarer Formulieren, zB in dem man sagt „Ein Großteil gesellschaftlicher Transferleistungen wird zugunsten der Frauen erbracht und durch die Männer erarbeitet. Nach meiner Ansicht kommt es gegenwärtig zu einer zu starken Verteilung zulasten der Männer, insbesondere in den geringen und mittleren Einkommensbereichen, so dass man dieses System genau hinterfragen sollte um eine gerechtere Verteilung aller Ressourcen sicherzustellen.“

– Es wird vergessen, dass Feminismus eine wesentlich breitere Aufstellung hat und man wenn man diese Kategorie verwendet auch Leute entfremdet, die man in dieser Hinsicht gar nicht meinte. Denn viele Frauen stehen dem Feminismus nahe, auch wenn sie vom theoretischen Feminismus keine Ahnung haben. Sie verbinden mit Feminismus nicht eine wissenschaftsfeindliche poststrukturalistische Theorie, die gerade in ihrer radikaleren Ausrichtung zu Lasten von Männern Denkverbote errichtet, sondern einen Weg Gleichberechtigung für Frauen zu erzielen und ihnen eine gerechte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Wer jetzt anführt, dass man mit „Feministinnen nicht diskutieren kann“ und diese daher mit Härte angegangen werden müssen, der läßt diese Frauen denken „Ich stehe dem Feminismus nahe und mit mir kann man argumentieren. Warum auch nicht, ich bin ja schließlich für Gleichberechtigung, ich habe auch einen Freund, der sich hat scheiden lassen und sehe, dass es da nicht ideal ist. ich bin also zu einem Gespräch bereit. Aber diese Idioten ja anscheinend nicht. Sie pöbeln nur rum und sehen mich als Feind“. Womit man es jedem, der diskutieren will, wieder schwieriger gemacht hat.

– Das selbe gilt natürlich auch für Männer. Klar, ein Scheidungsopfer, das durch Unterhaltszahlungen quasi nur noch für weit entfernte Frau und Kinder arbeitet und nicht mehr das Gefühl hat, sich noch etwas leisten zu können oder etwas zu haben, was ihm das Leben angenehm macht, der wird vielleicht froh sein, in den Ärger und den Zorn mit einzustimmen. Genauso wie ein Vergewaltigungsopfer gerne in einen Männerhass auf Seiten des radikalen Feminismus einstimmt. Aber die besonneneren Männer sehen eben, dass Frauen auf eine bestimmte Weise auf Männerrechtler reagieren, eine negative Assoziation zu diesen haben – und er kann sie nachvollziehen, weil er ebenfalls nicht möchte, dass ihm nahestehende Frauen auf diese Weise herabgewürdigt werden, selbst wenn er ebenfalls dafür ist, bestimmte gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen. Er wird sich daher eher distanzieren und lieber seinen eigenen Kram machen.

Meiner Meinung nach macht eine „starke Rhetorik“ durch die Verwendung von Beleidigungen und angreifenden, aggressiven Texten eine Position nicht stärker. Im Gegenteil, sie macht sie schwächer. Wer den anderen beleidigt und ihn beschimpft oder gar bedroht, der macht in meinen Augen allenfalls deutlich, dass er eben keine Argumente in der Sache hat. Auf lange Sicht gewinnt nicht der, der am lautesten schreit. Sondern der, bei dem die Leute das Gefühl haben, dass er eine richtige, überzeugende Theorie vertritt. Wer deutlich macht, dass er bereit ist auf die Argumente der Gegenseite einzugehen, der wird meiner Meinung nach nicht schwächer, sondern eher stärker. Auch wenn die Gegenseite selbst nicht darauf eingeht.

Natürlich darf eine Argumentation dabei durchaus etwas Polemik, Sarkasmus oder Ironie oder andere sprachliche Mittel enthalten. Natürlich kann man sich etwas angehen, solange man es nicht zu sehr abgleiten lässt. Aber ich würde mir mehr Leute im deutschen Maskulismus wünschen, die sich eher an Warren Farrell oder Glenn Sacks  orientieren. Weil solche Argumente wie dort verwendet zitierfähig und verlinkbar sind.

Terminatus macht sich in seinem Blogbeitrag Gedanken dazu, wie man in der Männerbewegung mehr an einem Strang ziehen kann.

Meiner Meinung nach bringt es wenig, die Differenzen zu übertünchen, wer Gemeinsamkeiten finden will, der muss sich zunächst über die Unterschiede klar werden und ein gemeinsames Ziel haben, das man umsetzen will.

Aus meiner Sicht ist dabei das wichtigste Ziel, dass die Männerbewegung gegenwärtig haben sollte, eine akzeptierte Meinung zu sein, eine Gruppierung, deren Bedenken man ernst nehmen sollte und zu deren Gedanken man sich bekennen kann. Nur so kann man letztendlich in die Mainstreammedien kommen und seine Gedanken einem breiten Publikum zugänglich machen.

Dagegen setzt gerade der radikale Maskulismus eher darauf, überhaupt aufzufallen und sieht dabei Lautstärke, Tonfall, Level der Aggressivität und Absolutheit der Position als wichtigere Mittel an.

Nach dieser Position wäre es die richtige Strategie, Gegner abzuwerten, möglichst lautstark zu agieren, dabei über Positionen nicht durch Diskussion abzuschwächen.

Wo ich sagen würde, dass man einen Dialog hinbekommen sollte, wird man im radikalen Maskulismus eher darauf verweisen, dass ein Dialog sinnlos ist und nur der Gegenseite nützt.

Man sieht hier, dass aus dem Ziel heraus vollkommen andere Mittel gewählt werden.

Das stellt auch Manifold in einem Artikel zu Terminatus Beitrag so dar.

Meine Wünsche an die Darstellung von Positionen innerhalb der Männerbewegung wären:

– Abbau von Feindbildern gegen Frauen

Ich hatte hier schon einmal angeführt, dass eine Position, die Frauen generell abwertet, nicht in der Mitte der Gesellschaft ankommen kann. Auch die feministischen Positionen dazu sind nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sondern finden sich eher im theoretischen Feminismus als in der weiblichen Bevölkerung.

– Weniger Verschwörungstheorien

Im Maskulismus scheint es mir einiges an Verschwörungstheorien zu geben. Von den Rechtsanwälten, die die Richter erpressen, damit diese gebührenträchtige Verfahren entsprechend behandeln über eine Verschwörung aller Frauen zur Ausbeutung der Männer bis zu der Allmacht des Feminiats. Meiner Meinung nach muss da einiges einer Revision unterzogen werden.

– Sachlicherer Ton ohne Drohungen und Beleidigungen und Bereitschaft zum Dialog

Dazu habe ich ja schon oben was geschrieben.

– Mehr Verständnis dafür, wie bestimmte Sachen ankommen und wie sie dargestellt werden können, besseres Marketing

Ich denke vieles wäre einfacher, wenn man etwas mehr positives Marketing betreiben würde. Nicht nur immer mit dem Hammer drauf und den Wilden Mann spielen, sondern den Leuten auch einmal zeigen, dass es auch anders geht. Auch mal zeigen, dass man zumindest versucht die Perspektive von Frauen einzunehmen oder die Gegenposition nachzuvollziehen.

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Bewertung von Schönheit in intrasexueller Konkurrenz

Ich finde die Frage interessant, inwieweit sich das Schönheitsideal von Männer und Frauen für Männer und Frauen aufgrund verschiedener evolutionärer Vorteile von Schönheitsidealen unterscheiden könnte:

Bei der Wahl des anderen Geschlechts für Sex/Partnerschaft müßten Attraktivitätsmerkmale selektiert worden sein, bei denen eine erfolgreiche Fortpflanzung wahrscheinlich ist.

Das sind beim Mann in Bezug auf die Frau körperliche Anzeichen für Gesundheit, gute Gene, gesundes Aufwachsen und zusätzlich Anzeichen bei einer Langzeitstrategie für Treue, Gemeinsamkeiten, guter Charakter etc

Bei der Frau in Bezug auf den Mann sind es ebenfalls körperliche Anzeichen für gute Gene, Gesundheit, gesundes Aufwachsen etc.

Gleichzeitig bietet es sich aber auch an, eine Attraktivitätsbewertung nicht nur der auszusuchenden Partner, sondern auch möglicher Konkurrenten durchzuführen. Dabei spielen neben den Attraktivitätsmerkmalen, die auch die ursprüngliche Partnerwahl beeinflussen möglicherweise auch darüber hinausgehende Merkmale eine Rolle, die die andere Person gerade als Konkurrenz gefährlich machen. Es würde sich anbieten, diese ebenfalls unter dem Oberbegriff Schönheit zu bewerten

1. Frauen in Bezug auf Konkurrentinnen

Bei der Frau in Bezug auf einer andere Frau müsste bewertet werden, inwieweit sie als Konkurrentin in der Lage ist einer Frau den eigenen Mann wegzuschnappen. Auch hier kann Schlankheit bedrohlicher wirken, weil es dafür sprechen kann, dass die Frau motivierter ist, einen guten Versorger wegzuschnappen. Weibliche Rundungen können hingegen dafür sprechen, dass sie gut versorgt ist und eine feste Bindung zu dem Mann hat, was es schwieriger macht, diesen Mann wegzuschnappen. Es wäre daher möglich, dass Frauen bei der Bewertung von Frauen weiter mit dem Gewicht nach unten gehen, was dann im Wege intrasexueller Konkurrenz zu Magersucht führen kann oder weiter nach oben, was dann zu abweichenden Vorstellungen von der von Männern führt. Für das intrasexuelle Bewertungsschema hat es eine geringe Bedeutung, ob die andere Frau schwanger werden kann. Es spielt nur eine indirekte Rolle über die Attraktivität für den Mann. Interessanter kann es sein, inwieweit sie motiviert ist, mit dem Mann zu flirten und ihn gegebenenfalls auszuspannen.

2. Männer in Bezug auf Konkurrenten

Genauso müssen Männer die Partnerwahlkriterien der Frauen einbeziehen, aber auch zusätzliche Merkmale der intrasexuellen Konkurrenz. Dabei geht es insbesondere darum, mit welchem Gegner sie im Rahmen einer direkten Auseinandersetzung fertig werden würden. Das könnte erklären, warum Männer bei der Bewertung eines idealen männlichen Körpers üblicherweise muskulösere Körper als Frauen gut finden, da diese in einer direkten Auseinandersetzung Vorteile bieten und auch, warum sie Männer mit reinen Ressourcen häufig für attraktiver halten als Frauen. Ebenso würde Status eine hohe Rolle spielen.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich hierdurch leichte Abweichungen zwischen den Geschlechtern ergeben können, wenn diese auch im ganzen recht dicht beieinander liegen sollten, da die Bewertungen ja teilweise die gleichen Grundlagen haben.

Ein weiterere Frage wäre, inwieweit sich das Schönheitsideal von Männer und Frauen für Männer und Frauen unterscheiden müssen:
Bei der Wahl des anderen Geschlechts für Sex/Partnerschaft müßten Attraktivitätsmerkmale selektiert worden sein, bei denen eine erfolgreiche Fortpflanzung wahrscheinlich ist.
Das sind beim Mann in Bezug auf die Frau körperliche Anzeichen für Gesundheit, gute Gene, gesundes Aufwachsen und zusätzlich Anzeichen bei einer Langzeitstrategie für Treue, Gemeinsamkeiten, guter Charakter etc
Bei der Frau in Bezug auf einer andere Frau müßte bewertet werden, inwieweit sie als Konkurrentin in der Lage ist einer Frau den eigenen Mann wegzuschnappen. Auch hier kann Schlankheit bedrohlicher wirken, weil es dafür sprechen kann, dass die Frau motivierter ist, einen guten Versorger wegzuschnappen. Weibliche Rundungen können hingegen dafür sprechen, dass sie gut versorgt ist und eine feste Bindung zu dem Mann hat, was es schwieriger macht, diesen Mann wegzuschnappen. Es wäre daher möglich, dass Frauen bei der Bewertung von Frauen weiter mit dem Gewicht nach unten gehen, was dann im Wege intrasexueller Konkurrenz zu Magersucht führen kann oder weiter nach oben, was dann zu abweichenden Vorstellungen von der von Männern führt.
Genauso müssen Männer die Partnerwahlkriterien der Frauen einbeziehen, aber auch zusätzliche Merkmale der intrasexuellen Konkurrenz. Dabei geht es insbesondere darum, mit welchem Gegner sie im Rahmen einer direkten Auseinandersetzung fertig werden würden. Das könnte erklären, warum Männer bei der Bewertung eines idealen männlichen Körpers üblicherweise muskulösere Körper als Frauen gut finden, da diese in einer direkten Auseinandersetzung vorteile bieten und auch, warum sie Männer mit reinen Ressourcen häufig für attraktiver halten als Frauen. 

Wie arbeitsintensiv sind Spitzenpositionen?

Eine der immer wieder auftauchenden Themen ist, welche Anforderungen eigentlich an eine Spitzenposition gerade in zeitlicher Hinsicht gestellt werden.

Die eine Position ist, dass Spitzenpositionen ein erhebliches Maß an Zeit erfordern, wenn man sie richtig durchführen will und mit einem geringeren Zeitaufwand schlicht nicht zu bewältigen sind.

Die andere Auffassung ist, dass der Arbeitsumfang eher künstlich aufgebläht wird, die Leute nicht deligieren können, man nicht abgeben kann und Führungspositionen eh eher das große Bild im Auge behalten müssen und es eher um Verantwortung geht, nicht darum, wie viele Stunden man im Büro ist. Man könne eh nicht mehr als 8 Stunden effektiv arbeiten, alles andere sei bloßes Zeitabsitzen.

Eng damit verwandt ist die mir insbesondere aus feministischen Diskussionen bekannte Argumentation, dass es eben die männliche Arbeitswelt ist, die diese Stunden verlangt, während Frauen, die weniger egobezogen und zugleich teamfähiger arbeiten würden, dies nicht nötig hätten und einfach effektiver arbeiten würden, dass aber, weil der Schein mehr zähle als das tatsächliche Arbeiten, nicht entsprechend gewürdigt würde.

Eine andere Variante ist einfach davon auszugehen, dass jeder Job teilbar ist und man dann eben einfach mehr Leute einstellen soll, die die gleiche Arbeit machen

Meiner Meinung nach erfordern gewisse Arbeiten durchaus einen hohen Arbeitsaufwand und das ist auch nicht immer deligierbar. Da ist zB die Arbeit von Spezialisten an einem größeren Projekt, dass zeitgebunden ist. Wenn Vorbereitungen für einen Auftrag an einem bestimmten Tag abgeschlossen sein müssen und diese Zeit knapp bemessen ist, dann kann man eben keinen 8 Stundentag hinlegen, sondern wird zwangsläufig mehr arbeiten müssen. Das gleiche ist es, wenn man den Überblick behalten möchte und dazu Fachwissen und Detailwissen braucht. Dann ist es ebensowenig möglich, sich in dem Bereich zurückzuhalten.

In dem anderen Beitrag wurde ja bereits die Abschlußarbeit eines Studiums angeführt. Die wenigesten werden hier gesagt haben, dass sie da auch gut mit 8 Stunden hinkommen, sondern sie werden echte Stressphasen gehabt haben, in denen sie gerade am Ende der Zeit „überstunden“ gemacht haben. Hier will eben auch niemand was übersehen, geht diversen Spuren nach, sichert sich durch umfangreiches sichten und lesen diverser Literaturstellen ab und baut dadurch natürlich auch zusätzliches Wissen auf.

Es ist zudem zu bedenken, dass es Menschen gibt, die vollkommen in ihrem Beruf aufgehen. Workoholics, die sich ein Leben außerhalb des Büros und ohne die Anspannung des Jobs nicht vorstellen können. Oder auch sehr sachliche Menschen, die sich ihre Bestätigung, die sie vielleicht im persönlichen Bereich nicht bekommen, innerhalb des Berufs suchen.

Denen zu sagen, dass sie es doch mal etwas entspannter angehen können, verkennt vollkommen, dass sie dies gar nicht können und wollen. Sie empfinden diesen Bereich nicht als Belastung, weil ihr Beruf ihr Hobby bzw. sie den Stress brauchen um sich wichtig zu fühlen.

So jemanden zu sagen, dass er die Arbeitswelt doch mal etwas Frauenfreundlicher gestalten soll, indem er weniger arbeitet oder die Anforderungen herunterschraubt, wird wenig bringen. Die Reaktion wird eher ein „Warum sollten wir? Uns gefällt es so.“ sein.

Das in diesem Bereich mehr Männer vertreten sind mag daran liegen, dass dies dem sachlich-analytischen Gehirn, dass häufiger bei Männern zu finden ist, eher entgegenkommt.

Männer mit hohem Status (aber nicht Frauen) finden mehr Beachtung

In einer Studie wurde ermittelt, wie sich Status bei den Geschlechtern auswirkt:

Two studies tested the hypothesis that people attend preferentially to high status men (but not women). Participants overestimated the frequency of high status men in rapidly presented arrays (Experiment 1) and fixated their visual attention on high status men in an eye-tracking study (Experiment 2). Neither study showed any evidence of preferential attention to high status women, but there was evidence that physically attractive women captured attention. The results from both studies support evolutionary theories regarding differential prioritization of social status and physical attractiveness in men versus women. These findings illustrate how examination of early-in-the-stream social cognition can provide useful insights into the adapted mind.

Quelle: High Status Men (But Not Women) Capture the Eye of the Beholder

Aus der Studie:

Examination of basic social perceptual processes provides important insights into adaptive constraints on the human mind. Indeed, people are confronted with myriad stimuli and therefore attend primarily to social information that will help them address fundamental adaptive challenges. Whereas physical attractiveness is valued in women to a relatively greater extent than to men (e.g., Li et al., 2002), social status is valued in men to a relatively greater extent than to women (e.g., Sadalla et al., 1987). Several previous investigations have demonstrated attentional bias to physically attractive women (e.g., Maner et al., 2003), but little work has examined potential attentional bias to high status men. If social status is valued in men more so than women, then high status men (but not women) are expected to capture attention. Results from two experiments provided consistent evidence that perceivers vigilantly attended to men displaying cues to high social status. In Experiment 1, limiting participants’ attentional capacity caused them to estimate a higher percentage of high status men within an array of photos. Experiment 2 provided similar evidence using an eyetracking method. In contrast, we found no evidence that high status women captured attention. Taken together, these findings suggest that high status men (but not women) capture attention, particularly under conditions of limited attentional capacity. Although attention was not captured by high status women, it was captured by women who were physically attractive. This is consistent with a large body of literature suggesting that attractive women are preferred as mating partners (by men) and serve as potent intrasexual rivals (for other women). These findings are also consistent with several previous studies suggesting that both men and women attend preferentially to signs of attractiveness in women (e.g., Maner et al., 2007). We also observed some evidence that male physical attractiveness captured attention. Evidence for preferential processing of male attractiveness has varied somewhat across studies (see Maner, DeWall, and Gailliot, 2008; Maner et al., 2007; Maner et al., 2003, 2007). Thus, whereas attention to female attractiveness seems to be consistent across situational contexts and levels of perceptual processing, attention to male attractiveness appears to be more flexible, and may depend on the peculiarities of the situation, the stimuli, and the particular cognitive process under investigation.

Das passt gut zu dem, was man bei einer evolutionären Betrachtung erwarten müsste. Bei intelligenten Gruppentieren sind Bündnisse das wichtigste, da mit der Fähigkeit strategisch zu handeln und Gefälligkeiten zu erwidern eine bessere Koordination möglich ist, mit der nicht mehr das stärkste Lebewesen gewinnt, sondern das, welches die meisten Verbündeten hat. Das ist insbesondere bei Männchen wichtig, da diese in einer starken auch körperlichen intrasexuellen Konkurrenz stehen, was bei (Menschen-) Weibchen eher nicht der Fall ist.

Ich hatte das bereits in einigen Artikel ausgeführt:

Es ist aus dieser Sicht verständlich, dass der Status des Mannes Interesse weckt bzw. das Verhalten statushoher Männer stark beachtet wird. Für die Männer kann es wichtig sein, innerhalb der intrasexuellen Konkurrenz auf dem neusten Stand zu sein und dort eben gerade zu wissen, was die statushohen Männer machen, für Frauen ist dies ebenfalls wichtig und gibt zudem interessante Informationen für die Partnerwahl. Hingegen ist für Frauen die Schönheit innerhalb der intrasexuellen Konkurrenz wesentlich entscheidender, ebenso wie dies für Männer bei Frauen interessanter ist, weil diese von einem Statuszuwachs weniger profitieren.

Warum ich die Bezeichnung „Lila Pudel“ ablehne

Jemand, der als Mann feministisches Gedankengut vertritt oder aber je nach Auffassung auch nur die eigenen Reihen nicht energisch genug schließt bzw. Kritik äußert wird im Maskulismus gerne als „lila Pudel“ bezeichnet.

Meiner Meinung nach verfolgt der Benutzer damit meist zwei Interessen:

  • Abgrenzung von In-und Outgroup
  • Abwertung der Meinung als außerhalb der In-Group stehend und damit falsch.

Das zeigt auch bereits die Probleme auf, die damit verbunden sind. Denn In- und Out Group spielen zwar für uns Menschen eine erhebliche Rolle, weil die Zugehörigkeit zu einer Gruppe in unserer Entwicklungsgeschichte eines der maßgeblichen Unterscheidungskriterien war, sollte aber in einer Diskussion keine Rolle spielen, in der es um Argumente geht.

Wer das „Lila Pudel“ Argument benutzt, der will damit entweder die Gruppendisziplin hochhalten („weiche nicht von unserer Meinung ab, sonst müssen wir dich als Überläufer behandeln und ausschließen“) oder aber will dessen Meinung über die Ideologiezugehörigkeit per se Gewicht nehmen.

Natürlich kann die Zuordnung zu einer Ideenwelt die Auslegung bestimmter Aussagen erleichtern („Weil X dem profeministischen Flügel nahesteht, gehe ich davon aus, dass er mit dieser oder jener Aussage auf die Privilegientheorie abstellt“). Aber sie sollte nicht der Entwertung der Meinung des anderen dienen und Argumente ersetzen.

Das gilt auf der umgekehrten Seite natürlich auch für viele Labels, etwa Maskulist, Biologist oder ähnliches. In-Group-Bildung, Hochhaltung der Gruppendisziplin und Feindbildaufbau sind menschliche Verhaltensweisen, in die wir schnell hineinrücken und von denen man sich schwer frei machen kann. Sie sind damit aber nicht gut, was ein naturalistischer Fehlschluß wäre.

Man sollte aufpassen, dass sie, wenn man an einer Diskussion interessiert ist, nicht die Argumente innerhalb dieser ersetzen.

Entwicklung der Unterschiede zwischen den Geschlechter im Rahmen der Evolution

In einer Diskussion mit Joachim auf seinem Blog Quantenmeinung in dem Artikel „Gender sells“ führte dieser an, dass Männer sich nicht ohne Frauen fortpflanzen können und Frauen nicht ohne Männer. Das wiederum sollte zu Schwierigkeiten bei einer abweichenden Selektion führen.

Johannes fasst es wie folgt:

Man sollte bei den evolutionären Erklärungen nicht vergessen, dass Frauen und Männer sich nicht unabhängig voneinander vermehren können. Die Entwicklung sexueller Unterschiede basiert nicht auf voneinander unabhängigen Selektionsmechanismen. Man muss also bei kognitiven Fähigkeiten, nicht nur begründen, warum sie für ein Geschlecht vorteilhafter sind als für das andere. Erklärungsbedürftig ist auch, warum eine Geschlechterdifferenz für die Art insgesamt vorteilhaft ist. Das ist bei Fähigkeiten, die nicht direkt der Fortpflanzung dienen, schwer begründbar.

Allerdings ist es nur ein Scheinwiderspruch, der sich leicht auflösen lässt, wenn man sich die diesbezüglichen Theorien vor Augen führt.

 Zunächst erst einmal muss man sich bewußt machen, wie Unterschiede bei Mann und Frau genetisch hinterlegt sind. Dabei geht die Theorie von zwei groben Unterschieden aus:

  •  Ein Teil der Unterschiede ist im Y-Chromosom vorhanden, dass immer nur der Vater weiter gibt. Dieses ist allerdings vergleichsweise klein und enthält lediglich ein paar Basisinformationen, darunter die Wachstumsanleitung für die männlichen Hoden.
  • Des weiteren sind in den Genen von Männern und Frauen Wachstumsanleitungen enthalten, die spezifisches auf das Geschlecht ausgerichtete Wachstumsvorgaben enthalten. Die Information, welche Anweisung ausgeführt wird, wird dabei zB über Hormone gegeben. ich hatte das schon einmal in dem Artikel „Wachstum, Hoxgene und hormonelle Steuerung“ ausgeführt.  Da die Hormone wiederum danach differenziert werden, ob der Fötus Hoden hat oder nicht (üblicherweise), ergeben sich darauf Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

Wie kann sich hieraus nun eine verschiedene Selektion ergeben?

Ein einfaches Beispiel sind Muskeln. Muskeln haben Vorteile, nämlich eine erhöhte Kraft, die man bei verschiedenen Täigkeiten vom Jagen über das Schleppen von Lasten oder beim Kampf verwenden kann. Sie haben aber auch Nachteile in Gestalt hoher Unterhaltskosten. Mehr Muskeln bedeutet, dass man täglich mehr verbraucht, also auch mehr Nahrung benötigt. Ein Wesen wird demnach um so weniger Muskeln haben um so seltener es sie braucht. Frauen haben dabei als Säugetiere das Problem, dass sie während der Schwangerschaft von vorneherein wenig jagen oder kämpfen können. Männer haben das Problem, dass sie während der Evolution wie am Körper sichtbar einer starken intrasexuellen Konkurrenz ausgesetzt waren, die sich um Ressourcen, Frauen und Nahrung drehte. Sie hatten insofern einen höheren Nutzen von den Zusatzkosten durch die Muskeln. Eine Mutation, die dazu führt, dass sie mehr Muskeln als Frauen hatten, war damit für beide Vorteilhaft, weil die Frauen die Kosten sparten und die Männer die zusätzliche Kraft nutzen konnten.

Das kann sich auch bei zB geistigen Fähigkeiten ergeben. Denn auch hier ist zu berücksichtigen, dass diese nicht umsonst sind. Jeder Gehirnbereich, der vorgehalten wird, ohne genutzt zu werden, kostet Energie und Platz. Eine Lösung, nach der wichtige Eigenschaften, die ein Geschlecht nicht benötigt, das andere aber schon, nur bei dem Geschlecht ausgebaut werden, dass diese Eigenschaft benötigt, bietet einen selektiven Vorteil in diesem Bereich. Zudem erlaubt eine auf ein Geschlecht ausgelegte Vorformatierung eine auf die in der Arbeitsteilung zu erwartetenden Arbeiten abgestimmte Optimierung.

Ein Beispiel wäre das räumliche Denken. Dies dürfte sich nach den herrschenden Theorien aufgrund der Jagd und der intrasexuellen Konkurrenz unter Männern entwickelt haben. Dabei bietet ein besseres räumliches Denken mehrere Vorteile bei der Jagd:

  • Jagd erfordert es Spuren von Beute oder gejagte Beute zu verfolgen, wobei man zum einen einen größeren Radius abdeckt und zum anderen das Ziel weniger vorhersagen kann. Den Weg zurück zu finden erfordert dazu eine gute räumliche Orientierung. Deswegen haben die meisten Raubtiere einen besseren Orientierungssinn als Tiere, die nicht jagen.
  • Die Jagd mit Wurfwaffen erfordert die Berechnung des Wurfwinkels und der einzusetzenden Kraft. Dies evtl. abgestimmt auf die Bewegung des Tieres.
  • Der Kampf im intrasexuellen Bereich erforderte bei Wurfwaffen zum einen die bereits angesprochene Treffsicherheit wie bei derJagd. Zum anderen aber auch ein schnelles Einschätzen, wo ein sich auf einen zubewegender Speer landen würde: Würde er einen Treffen oder nicht und in welche Richtung sollte man ausweichen.

Die diesbezüglichen Eigenschaften waren demnach für einen Mann vorteilhaft.

Für eine Frau hingegen konnte es vorteilhaft sein, sie nicht zu haben:

  • Frauen waren durch Schwangerschaft und Stillen zunächst mehr in die Kinderbetreuung eingebunden. Sie hatten daher wesentlich weniger Handlungsspielraum, mussten mehr Rücksicht auf die von ihnen betreuten Kinder nehmen und konnten daher der jagd weit weniger nachgehen
  • Frauen sind aufgrund ihrer geringeren Oberkörperkraft von vorneherein bei einer Jagd mit Speeren und auch beim Kampf mit Speeren einem Mann weit unterlegen, so dass sich hier eine Arbeitsteilung angeboten hat.
  • Da sie weniger kämpften mussten sie auch weitaus weniger Speeren ausweichen. Überdies dürften Frauen im gebährfähigen Alter weitaus eher als lebenige Beute interessant gewesen sein als als Gegner, so dass auch aus diesem Gesichtspunkt eine schwächere Selektion in diesem Bereich wirkte.
  • Es kann sogar ein Vorteil sein, eine schlechtere Eigenschaft in diesem Bereich zu haben, weil es einen von vorneherein von der Pflicht befreit sie auszuüben. Aus dem selben Grund, aus dem der klischeehafte Mann, der nicht mehr abwaschen will, beim Abwaschen den Teller fallen läßt, lohnt sich eine Selektion der Gene hin zu einer Nichtjagd und Nichtkampfbasis, wenn man in diesen ohnehin meist den kürzeren ziehen würde und diese im Wege der Arbeitsteilung auf jemand anders verlagern kann. Wer eine Arbeit nicht durchführen kann, der wird auch nicht mit ihr betraut. Natürlich ist bei einem Genpool zu bedenken, dass es verschiedene Strategien gibt, die erfolgreich sein können, wobei sich bei einer Betrachtung über den Schnitt eine Tendenz der Hauptstrategie abzeichnet.
  • Die Frau spart die Energie für das Vorhalten der Gehirnstruktur für räumliches Denken und kann Platz und Energie in andere Bereiche investieren, die ihr mehr Nutzen bringen als das räumliche Denken.

Dabei ist noch ein wichtiger Grundsatz der Arbeitsteilung zu bedenken: Wer ein Produkt besonders gut/schnell herstellt, für den lohnt es sich meist eher, sich auf dieses Produkt zu konzentrieren und die anderen Produkte gegen den Gegenwert des eigenen Produktes zu tauschen, das ein anderer besser herstellen kann. Das macht eine Arbeitsteilung auch zwischen den Geschlechtern sehr effektiv und kann damit alles begünstigen, was die Geschlechter dazu bewegt, sich auf ihre Stärken zu besinnen und die jeweiligen Stärken des anderen Geschlechts zu nutzen

Zu Bedenken ist auch, dass es in der Evolution kein „Team Frau“ und kein „Team Mann“ gibt, die Aufpassen müssen, dass das andere Team nicht mächtigter wird. Es findet keine Gruppenselektion zwischen den Geschlechtern statt, sondern nur eine Selektion der einzelnen Gene, die sich in der nächsten Generation jeweils in einem Mann oder einer Frau wiederfinden können. Die Gene eines Mannes wurden demnach in vorherigen Generationen darauf selektiert, dass sie auch in einem Frauenkörper gut über die Runden kommen, was ebenfalls mit Sonderregelungen am einfachsten geht, die Gene einer Frau wurden demnach in den Generationen davor darauf selektiert, ebenfalls in einem Männerkörper zu überleben. Überleben bedeutet dabei Gene erfolgreich an die nächste Generation weitergeben zu können, denn Gene, die nicht in die nächste Generation gelangen (auch nicht über Verwandte) fallen automatisch aus dem Genpool.

Das bedeutet, dass eine Selektion darauf stattfindet, dass Gene weitergeben werden und nicht darauf, die übergeordneten Interessen eines Geschlechtes zu schützen. Eine Genzusammenstellung, die dafür sorgt, dass sie in einem Frauenkörper besonders hochwertige Männer an sich bindet, die mit ihr in einer Partnerschaft Energie in den Nachwuchs stecken, in einem Männerkörper aber dafür sorgt, dass er zum einen eine hochwertige Partnerin anzieht, in deren von ihm stammenden Nachwuchs er Energie stecken kann, zum anderen aber evtl noch seine Gene streut und die Weitergabe seiner Gene durch ein paar Bastarde absichert, in die er nicht gesondert investieren muss, verbreitet sich damit schnell im Genpool. Gene können damit in einer dualen Anlage sowohl „frauenfeindlich“ als auch „männerfeindlich“ sein, weil Evolution keine Moral kennt (wohl aber zu moralischen Wesen führen kann, wenn dies für die Weitergabe der Gene vorteilhaft ist). In beiden miteinander verwobenen „Wachstumsplänen“ geht es nur darum, die Gene unabhängig vom Geschlecht in die nächsten Generationen zu bringen. Das bedeutet nicht, dass dies gut ist, was ein naturalistischer Fehlschluss wäre. Aber es macht deutlich, dass Gruppeninteressen der Geschlechter insoweit keine Rolle spielen.

Der Rücktritt von Marina Weisband und Frauen in der Politik

Marina Weisband ist vom Vorstand der Piratenpartei zurückgetreten und erläutert dies in einem Spiegelinterview:

Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich nur 30 Stunden pro Woche der Partei widmen kann, doch in Wahrheit geht viel mehr Zeit drauf. Ich stehe unter enormem Druck, mache zwei Jobs gleichzeitig. Einmal die interne politische Arbeit, dann die Öffentlichkeitsarbeit. Nebenbei mache ich mein Diplom. Ich bekomme das auch gesundheitlich nicht mehr unter einen Hut. Ich kann schlichtweg physisch nicht mehr weitermachen.

SPIEGEL ONLINE: Wollen Sie das näher erklären?

Weisband: Es ist richtig, dass ich im Moment öfter mal Krankheitsphasen habe. Weiter möchte ich darauf nicht eingehen. Das ist für die Partei aber ein Unsicherheitsfaktor. In dieser Situation ist es mir erst einmal wichtiger, eine Grundlage für mein Leben zu schaffen und meinen Abschluss zu machen – und in einem Jahr zu gucken, wie es aussieht. Ein Jahr möchte ich mindestens Pause machen und mich von der Doppelbelastung erholen.

Vielleicht hat ihr Rücktritt tatsächlich einfach gesundheitliche Probleme, aber er passt auch ganz hervorragend in das Geschlechterschema. Ein von Susan Pinkers Hauptthesen in „Das Geschlechter Paradox“ ist ja, dass Frauen ein geringeres Interesse daran haben, ihr persönliches Leben einer Karriere unterzuordnen und es lieber etwas ruhiger angehen lassen, dafür aber mehr Zeit für persönliche Belange haben. Das wiederum ist eben mit den meisten Spitzenjobs nicht vereinbar, die deswegen ganz überwiegend mit Männern besetzt sind, die den Anreiz des zusätzlichen Statuserwerbs dieser Jobs höher werten.

Das passt ja auch zu der hier bereits einmal zitierten Auffassung von Baum aus der Piratenpartei (auf die Frage, warum so wenig Frauen dort in Führungspositionen sind):

„Die Frauen wollen halt nicht so in der ersten Reihe stehen, da muss man dann ja manchmal vor hundert oder tausend Leuten sprechen.“

Auch eine interessante Stelle:

Ich habe viel Hilfe bekommen, aber es gibt einiges, was ich nicht abgeben kann. Ich kann die Entscheidungen der Bundesvorsitzenden nicht wegdelegieren, ebensowenig meine Medienauftritte. Es ist teilweise so gewesen, dass ich in eine Sendung eingeladen wurde – und wenn ich Ersatz angeboten habe, wurde er nicht genommen. Sondern sie wollten nur mich.

Was eigentlich nicht recht zu einem Patriarchat oder der hegemonialen Männlichkeit passt, denn die hätten ja eigentlich einen männlichen Ersatz mit Kusshand nehmen müssen. Klar, dass sie mitunter auf ihr Aufsehen reduziert wurde,

Marina Weisband Piratenpartei

Foto: Bastian Bringenberg

dass wäre auch ein zu diskutierendes Thema. Aber ungeachtet dessen sieht man hier, dass sich die Presse auf weibliche Politikerinnen stürzt und sie in Talkshows haben will. Was ja auch wieder dagegen spricht, dass sie lediglich aufgrund Diskriminierung nicht in die Spitzenpositionen kommen.