„Liebe Feministinnen, wir haben eure Beteuerungen, dass ihr Männer nicht hasst satt“

Leser Matze zitierte in einem Kommentar eine gute Stelle aus einem Artikel beim Toy Soldier:

Here is a note: if your movement has existed in its current form for over 60 years, and since its inception people assumed you hated a group, and people still assume your movement hates that group, perhaps it is time to admit your movement hates that group.

Feminists frequently complain about people, particularly men, assuming feminism is about hating men. Wherever would people get this idea? It is not as if feminists write articles about how all men are potential rapists until proven otherwise. It is not as if feminists use hashtags mocking male feelings or threatening to kill men. It is not as if they target socially awkward males and accuse them of feeling entitled to sex with women. It is not as if feminists claim that all men belong to a global hegemony intent on oppressing women for some unspecified reason.
That never happens.

In der Tat sind die Beteuerungen ermüdend, weil der Feminismus ein sehr schlechte Bild von Männern hat – sie sind die Unterdrücker. Ich habe zu diesem Punkt schon sehr viele Diskussionen geführt und gehe inzwischen dazu über, dem Gegenüber folgende Frage zu stellen:

Wenn Feminismus nichts gegen Männer hat, kannst du mir dann einen feministischen Artikel nennen, indem es um Männer geht, in dem Männer positiv dargestellt werden oder der ihnen gegenüber zumindest neutral ist?

Aus meiner Sicht müsste das in einer Bewegung, in der es um Männer und Frauen Themen geht, die aber Männer nicht hasst ohne Probleme möglich sein.

Meist kommt dann nichts. Reaktionen sind entweder „Such doch selber“ oder Schweigen, mitunter auch die Verlinkung von Artikeln, in denen es darum geht, dass Männlichkeit böse ist, aber Männer sich davon befreien könnten und dann auch nicht mehr böse wären, wenn sie tagtäglich ihre Privilegien hinterfragen und Buße tun. Also Artikel, in denen es darum geht, dass gegenwärtig die meisten Männer böse sind, aber gut werden könnten. Das wird dann als Nichthass ausgegeben.

 

„Feindbild Frau“ – wie man Hass auf Männer rechtfertigt

Ein Text bei den „Störenfridas“ stellt dar, wie sich angeblich ein „Feindbild Frau“ etabliert hat. Es ist ein Text voller Hass, den ich immer wieder erstaunlich finde:

Die Unterschiede der Geschlechter wurden mir selten so deutlich wie in der Pubertät und der Loyalität untereinander, die sich damals verstärkt entwickelte. Wie oft hörte ich von Jungs und später auch (jungen und nicht mehr so jungen) Männern das gute alte „Bros before hoes“, was nichts anderes ist als die Übereinkunft, dass Frauen sich zum Ficken und Putzen gut eignen und auch sonst ganz reizend sein können, aber eine echte Verbundenheit nur zwischen Männern bestehen kann.

Ein gewagter Schluss. Es bedeutet einfach nur, dass gute Freunde etwas sind, was man sein ganzes Leben hat und was man nicht leichtfertig für Sex oder eine vielleicht kurzlebige Beziehung opfern soll – und dürfte auch eher spasshaft verwendet werden.

Denn nur Männer sind Menschen. Frauen sind eine Art Wurmfortsatz, Untermenschen, nicht vollkommen, schließlich stammen sie vom Mann ab.

Da hasst jemand wirklich. Und überträgt vielleicht ihre Selbstzweifel auf andere.

Bei uns Mädchen war es so, dass Jungs natürlich auf Platz eins standen, sie waren das Thema unserer Pausengespräche, stundenlanger Telefonkonferenzen und Ursache erbitterter Streits. Letztere insbesondere dann, wenn sich ein bis dato gebildetes Pärchen auflöste und der Junge im schlimmsten Fall eine weitläufige Bekannte oder gar Freundin datete. Es hieß so gut wie nie, dass der Junge ein blödes Arschloch sei, wenn er fremdging, oh nein, es hieß vielmehr, das andere Mädchen sei eine billige Nutte, Schlampe, Fotze… Dass der Mann einen ebensolchen Anteil daran trug wurde geflissentlich ignoriert. Bei den Jungs, denen das auch wiederfuhr, trug – wie könnte es anders sein – ebenfalls ausschließlich das Mädchen die Schuld, die den besten Kumpel vom Weg abbrachte, aber der männlichen Solidarität tat dies durchaus keinen Abbruch, siehe oben. Bei uns Mädchen führten derartige Konstellationen zu jahrelangen, unauflösbaren Zerwürfnissen. Wir sahen es nicht als das, was es war, zwischenmenschliche Beziehungen, sondern die Freundin wurde zur Konkurrenz um die Gunst von Männern. Das Feindbild Frau. Damals fing es an.

Die Jungs sind an allem Schuld! Nicht, dass man selbst nicht vernünftig mit Konkurrenz umgehen kann oder sich selbst mit seinen Freunden ebenfalls einen stilvolleren Ehrenkodex auferlegt.

Ich hatte selbst mehrmals diese Konstellation in meiner Jugend erlebt und danach große Schwierigkeiten, Frauen zu vertrauen und sie zu mögen. Für mich waren Frauen nur eines – eine unkontrollierbare Gefahr im Kampf um männliche Gunst.

Sie hat grundsätzlich intrasexuelle Konkurrenz erkannt, aber nicht, wer eigentlich dafür verantwortlich ist und das es ihre Sache ist, wie sie darauf reagiert.

Die Verantwortung den fremdgehenden Männern zuzuweisen, darauf kam ich nicht. Denn hinter jedem verführten Mann steht eine Eva, die die Verantwortung trägt. Diesem Konflikt entging ich, indem ich nur noch männliche Freunde hatte (dass diese keine echten Freunde waren, geschenkt, dass ich mir in ihrer Nähe puren Frauenhass angeeignet hatte, ebenfalls), ich ertrug Frauen nicht mehr. Meine Unsicherheit und mein Selbsthass waren gigantisch und Frauen, egal welche, waren nichts anderes als eine Bedrohung. Ich hatte Furcht, meine Freundinnen meinem Partner vorzustellen, weil ich dachte, er würde mich sofort verlassen. Ich wusste nicht einmal, was Solidarität bedeutet. Ich habe Frauen verachtet, weil sie in meinen Augen, den Blick geprägt durch männliche Umgebung, sich als entweder billige Nutten darstellten (große Gefahr) oder als frigide Schlampen (langweilig, aber keine Gefahr, gut zum darüber Lustigmachen). Ich sah in allen Frauen Konkurrenz, und zwar ausschließlich um die Interessen der Männer.

Okay, sie ist männerzentriert. Und das war dann anscheinend ihr Weg zum Feminismus: Von einem Extrem in das andere: Aus der intrasexuellen Konkurrenz ausscheiden, indem man Männer zum Feind erklärt. Ich könnte mir vorstellen, dass das eine männerhassende Form des Feminismus für einige Frauen interessant macht: Wer der Feind ist, der kann eher ausgeblendet werden und damit ist die Konkurrenz vorbei (in der man eh schlechte Karten hatte oder die man nicht auf ein vernünftiges Maß reduzieren konnte.

An Dinge wie Beruf oder ähnliches habe ich keinen einzigen Gedanken verschwendet.

Und daran waren natürlich nur die Männer schuld, wie ich jetzt dank des Feminismus weiß!!!1elf

Frauen waren für mich schwach, lasch, und Feministinnen hysterische ungevögelte Irre, die lieber dahin gehen sollten, wo es echte Probleme gibt, denn in Deutschland hatten wir ja mehr als genug erreicht. Auch hat mir mein männlicher Umgang mit größtem Erfolg beigebracht, wie schlecht es sei, eine Frau zu sein, wir wissen es alle, sie sind zickig, hysterisch, dumm, quatschen den ganzen Tag, umso stolzer war ich, mir mit meiner burschikosen Art und der den Kerlen angepassten Sprache einen vermeintlichen Platz unter ihnen zu sichern, als „cooles Mädchen“, das so ganz anders war als die ollen Waschweiber. Dass ich nie zu ihnen gehören würde, merkte ich im Laufe der Jahre. Zwar lästerten wir gemeinsam über schlaffe Hintern, hängende Brüste und kurzhaarige Mannsweiber, aber ich spürte stets eine andere Atmosphäre, wenn ich als Fremde in die ausschließlich männlichen Zirkel eindrang. Ich war nie ein echter Teil dieser Kreise. Warum sie mich duldeten? Ich schätze, weil ich ein attraktives Mädchen war und sie die Hoffnung hatten, mich mal knallen zu können.

Wie geht der alte Spruch: „Wenn Männer bei dir nur an Sex interessiert sind, dann wahrscheinlich, weil du nicht mehr zu bieten hast“

Denn von echter Nähe, wie es in einer Freundschaft sein sollte, war nie die Rede. Ich akzeptierte diesen traurigen Umstand als mein Schicksal und versuchte, Männern zu gefallen, schminkte mich, trug enge Kleidung, lange Haare, hohe Schuhe, gab mich sexuell betont locker, alles, um die Billigung derer zu erhalten, die das weibliche Dasein so prägend bestimmten.

Ich kann mir auch da vorstellen, dass Frauen, die Sex gegen Gesellschaft und Einbeziehung in die Gruppe tauschten schneller frustriert sind und einen Hass entwickeln. Im folgenden ist dann Feminismus ihre „rote Pille“, die alles ins rechte Licht rückt und sie echte Solidarität erfahren lässt.

So kann sie ihre eigene Verantwortung abgeben und den Männern die Schuld zuweisen. Und das auch gleich auf alle Männer ausdehnen

Auf andere Herabblicken zur Selbstwertsteigerung

Der Blog Asemann weißt auf einen interessanten Artikel im Spiegel hin, in dem es darum geht, dass wir es mögen, auf andere herabschauen zu können:

Eine andere Belohnung dagegen ist praktisch für jedermann und auf den ersten Blick völlig kostenlos zu haben. Und damit nähern wir uns der Frage, woher all der Hass kommt, der unsere Gesellschaften im Moment zu zerfressen scheint.

Die Sozialpsychologie kennt eine einfache Methode, mit der sich nahezu jeder Mensch in nahezu jeder Situation gleich ein bisschen besser fühlen kann. Diese Methode heißt, wenig elegant, abwärtsgerichteter sozialer Vergleich.

Es wirkt auf Menschen belohnend, auf andere herabzublicken. Das ist kein schöner Wesenszug, aber in bestimmten, klar umgrenzten Bereichen ein durchaus zielführender: In meine Strohhütte regnet es nicht hinein, in deine schon. Auf meinem Feld wächst mehr Weizen, meine Kühe sind fetter als deine – das waren viele Jahrtausende lang durchaus sinnvolle Kriterien für Erfolg. Und sinnvolle Motivatoren für die Unterlegenen, doch endlich mal das Dach zu flicken oder vielleicht vor der Aussaat doch auch mal das Feld zu pflügen. Der ganze Kapitalismus von heute funktioniert nur, weil abwärtsgerichteter sozialer Vergleich – mein Erfolg, dein Misserfolg – ein so effektiver Motivator ist.

Hassen, um sich besser zu fühlen

Unglücklicherweise brauchen wir aber fürs Abwärtsvergleichen gar keine realen, handfesten Begründungen. Es kann schon reichen, jemand anderen einfach nur um des eigenen Wohlbefindens willen blöd zu finden.

Auf dieser Form des abwärtsgerichteten sozialen Vergleichs – ich erhebe mich über dich, weil du einer aus meiner Sicht niederen Gruppe angehörst – basieren ganze Staatsgebilde und politische Systeme. Der politisch-gesellschaftliche Kulminationspunkt des abwärtsgerichteten sozialen Vergleichs ist der Faschismus: Ganze Völker erklären sich selbst für wertvoller, andere für minderwertig. Solche Ideologien bringen Begriffe wie „Untermensch“ hervor, gewissermaßen der begriffgewordene abwärtsgerichtete soziale Vergleich. Am Ende, so paradox das klingt, hassen Menschen andere Menschen – Juden, Schwarze, „Ausländer“, wen auch immer – um sich selbst besser zu fühlen. Verachtung als Methode der Selbstwertsteigerung.

Diese Methode ist nicht vom persönlichen wirtschaftlichen oder sonstigen Erfolg des Einzelnen abhängig. Es gibt schwerreiche Rassisten, antisemitische Filmstars und frauenfeindliche Spitzensportler. Allerdings, so ehrlich muss man sein, ist es wahrscheinlicher, dass jemand das Auf-andere-Herabblicken zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens einsetzt, wenn es ihm nicht so gut geht. Auch ein arbeitsloser, einsamer Mann Ende vierzig hat immer noch die Option, die bösen Muslime zu verachten, wenn er auf der Suche nach einer schnellen Dosis abwärtsgerichteten sozialen Vergleichs ist.

Der Mechanismus ist in der Tat einfach: Wir vergleichen uns insbesondere mit den Menschen um uns herum. Wir sind gerne etwas besser, weil Status aus evolutionären Gründen eine hohe Bedeutung für Menschen hat. Wir gehören gerne zu den besseren, zur Oberschicht. Und dazu kann man eben nur gehören, wenn man auf andere herabblicken kann.

Das Denken führt auch dazu, dass Millionäre unzufrieden sind, wenn sie sehen, dass ihr Nachbar, der auch Millionär ist, die etwas größere Yacht hat, auch wenn sie immer noch beide reicher sind als die meisten anderen Menschen.

In einem lesenwerten Artikel überträgt Asemann das auf den Feminismus und die dortige Einteilung in „die Guten“ (feministische Frauen) und „die Bösen“ (die weißen heterosexuellen Männer):

Allerdings erklärt der Artikel für mich auch sehr gut, warum dritte-Welle-Gender-Feministinnen den „weißen heterosexuellen Mann“ zum Hassobjekt auserkoren haben und keine Gelegenheit auslassen auf ihm herumhacken.

Wenn man jemand ist, der keine wirtschaftlich relevanten Fähigkeiten besitzt, und komplett von öffentlicher Förderung abhängt, die jederzeit gestrichen werden kann, dann ist das Bedürfnis, auf irgendjemand anderen herabzublicken, natürlich groß. Aber alle Minderheiten scheiden als Opfer und Hassobjekt aus, wenn man den links-progressiven, toleranten Habitus bewahren will; sie sind sakrosankt.

Also gibt es für den Gender-Feminismus nur die Misandrie, den Männerhass als Ausweg zur Befriedigung des Bedürfnisses nach Geltung. Bei der Suche nach jemandem, auf den man „guten Gewissens“ herabblicken und den man verachten kann, bleibt niemand anderes übrig als der weiße, heterosexuelle Mann. Das starke Bedürfnis, jemanden verachten zu können führt zu der absurden Stilisierung des WHM, der natürlich mehr für Frieden, Wohlstand und Frauenrechte getan hat als irgendwer sonst, zum ultimativ bösen, zum jahrtausende-langen Unterdrücker, zur Quelle allen Übels, zum Förderer von Rape-Culture etc. pp..

Dass finde ich einen interessanten Gedanken. Danach würden Feministinnen schlicht ein politisch zulässiges Hassobjekt brauchen, welches sie entsprechen ausbauen müssen, um es auch wirklich legitim hassen zu können. Man muss also den Mann, beziehungsweise den weißen heterosexuellen Mann entsprechend zum Hassobjekt aufbauen: Er unterdrückt, er errichtet ein Patriarchat, er hält die Frauen zurück, er gibt nichts ab. Darauf kann man herabblicken. Daraus kann man stärke ziehen. Und wenn man dann noch alle anderen Minderheiten, auch dann wenn sie männlich sind, ausnehmen kann, dann kann einem auch keiner was vorwerfen. Dann darf man hassen und abwerten. Und sich dabei gutfühlen.

„Ich denke, dass jede intelligente Frau Männer hassen sollte“

Suzanne Moore muss sich leider im New Statesman mit ihrem Männerhass zurückhalten. (via Genderama) Heraus kommt dabei dieser Text:

Men. You can’t live with them. You can’t shoot them. Well, you can, but this is the New Statesman. And modern feminism spends most of its life not just bending over backwards, but in the doggy position, saying how much it likes men. “I’m a feminist but . . . I love men.” Obviously I’m being a bit binary here, and when I write “men”, I mean women, blokes, anyone fluid enough basically to be in charge.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie radikale Feministinnen das Nichthassen von Männern bereits als Anbiederung an Männer sehen. Und damit dann auch noch in großen Zeitschriften Texte veröffentlichen können ohne das es den Leuten peinlich ist. Das ist so als würde man Texte aus dem Gelben Forum in eine große Tageszeitung einstellen und alle würden es irgendwie okay finden das zu machen. Ich finde das immer noch erstaunlich

I once adhered to this. I didn’t want to put anyone off. I used to call feminism “sexual politics”, because that sounded way more sexy. Hey, I’m no man-hater – on the contrary. Look at me. Men? Can’t get enough of them, the poor, damaged critters. It’s not their fault. They’re as screwed up by the patriarchy as ordinary women, probably even more so.

Sie scheint mir der RadFem-Ecke zuzugehören, die den intersektionalen Feminismus ablehnt, weil er nicht deutlich genug macht, dass Männer insgesamt der Feind sind. Weil er Männlichkeit und nicht Männer an sich für alles verantwortlich macht und Männern insofern die Möglichkeit gibt, sich zu exkulpieren.

All the special boys. What about the ones who were abused at public school and now run everything but can’t express their emotions properly? All the man victims, trapped by masculinity. Who could hate them? Their oppression is structural. You can’t hate them individually, can you?

„Die Unterdrückung der Männer folgt aus der Struktur“ klingt so als könnten Männer im intersektionalen Feminismus Opfer sein. Aber dabei wird unterschlagen, dass sie, um einer Schuld zu entkommen, erst einmal ihre Schuld in Form ihrer Verantwortung für die Unterdrückung auch ihrer selbst als Männer akzeptieren müssen. Sie müssen ihre Privilegien hinterfragen und letztendlich Männlichkeit bekämpfen

You know what? I can. Please don’t confuse that with bitterness. I am in touch with my emotions enough to know the difference between personal hurt and class hatred. As a class, I hate men. I’ve changed my mind. I am no longer reasonable.

Der Hinweis, dass man einen bestimmten Unterschied kennt und er deswegen auf einen selbst nicht zutreffen kann, wird gerne zur eigenen Entlastung verwendet, ist aber häufig falsch. Ob es bei ihr tatsächlich Verbitterung ist oder einfach das Gefallen daran, Verantwortung für bestimmte Umstände oder eigenes Scheitern auf eine andere Gruppe von Menschen als Sündenböcke zu verlagern

I want to see this class broken. There can’t be even basic equality for women without taking away the power of men – and by that I don’t mean feeling sorry for them because they have no friends or suggesting that they have small genitals. I mean the removal of their power.

„Den Männern ihre Macht wegnehmen“ ist ein altes Thema im Feminismus. Dabei ist es eigentlich recht einfach in einer Demokratie mit mehr weiblichen Wählern. Wahlweise muss man eben Familie und Freizeit eintauschen gegen Überstunden und die Partnerwahl von dem gutverdienenden Statusmann auf den Kindergärtner umstellen. Oder Beziehungen aufgeben und nur noch mit hübschen Männern schlafen ohne wirkliche Bindung, nach der Art der Bonobos. Männer hätten plötzlich zu viel damit zu tun ins Fitnessstudio zu laufen statt Karriere zu machen.

When I used to give men the benefit of the doubt, that doubt was suffused with my desire for sex, babies, the whole shebang. It wasn’t difficult to get any of this, although the way in which women are encouraged to do so is stultifying.

Dazu vielleicht kurz etwas aus ihrem Leben aus einem anderen Artikel:

Moore had her first child, Scarlet, when she was at university in her mid-20s; she had Bliss in her early 30s; 10 years later, she had another daughter, Angel. She has been a single mother pretty much throughout. Given her experience of having a child in three separate decades, she says she „probably“ agrees with Hilary Mantel’s recent comments that women might sometimes benefit from having children when they’re young. „When I had Scarlet, I had no money but a lot of energy, and as you get older, you have – well, luckily for me – more money, but less energy. I’ve known so many people who have left it, and left it, and then had problems. You just want everyone to be aware of the choices they have to make.“

She has always had a feminist outlook, she says, formed partly as a result of seeing her mother, who was „in lots of ways really strong, but trapped by her relationships with men. Financially dependent. I think I decided very young that I would never be financially dependent on a guy.“ It is a decision she has stuck to. But Moore didn’t always call herself a feminist; at first she was „loth to identify with it, because while I thought that, as a woman, I could do whatever I liked, I also thought, ‚Yeah, but I do like lipstick.'“ After realising the two interests were compatible, she became one of the most popular feminist writers in the country.

Sie scheint also Männer für Sex gefunden zu haben, auch welche, mit denen sie Kinder hatte, aber keine, die geblieben sind. Dazu noch eine etwas vorbelastete Familiengeschichte als abschreckendes Beispiel.

Marriage, monogamy – a prison where you build your own walls. Familiarity breeds contempt, but this is the aftermath of romance. If you want to fetishise proximity, domesticity, and storage solutions from Ikea, why not go all the way and be a lesbian? If you want to service someone, have a baby. And if you want to rescue someone, get a dog.

Sure, there can be equitable relationships between men and women, in which one turns into the other’s carer. This is the ­optimal compromise, the prospectus that no one really gets until it’s too late.

Warum eine lesbische Beziehung so viel anders sein soll legt sie nicht da. Und warum Beziehungen mit Männern gerade die Frau unterdrücken auch nicht wirklich. Aber es folgt wahrscheinlich schlicht daraus, dass Männer einfach die Macht haben.

Having tried to live with various mishaps, I realise that this is not for me and it never will be. But then, nor will the kind of reasonable feminism in which we make allowances for men. Because they are men. I have had it all my life: pro-choice marches in which men insist that they walk at the front. A left-wing party that cannot deal with a female leader. The continuing pushing back of women’s rights.

If you are interested in the liberation of women, you’ll find that the biggest barrier to this is men: men as a class. I used to think, “I don’t hate all men.” I had therapy and everything. Now, I think that any intelligent woman hates men. There are very few problems in the world that don’t have, at the root of them, male violence and woman-hating.

Wenn man alles nur so auslegt, dass es Frauenhass ist, statt etwa biologische Unterschiede oder intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen, dann mag das so erscheinen.

The more I hate men (#YesAllMen), the more I don’t mind individual ones, actually, as it is clear that some can be entertaining for a while. Before you even bother whingeing that my hatred of the taskmasters of patriarchy is somehow equivalent to systematic misogyny, to the ongoing killing, rape and torture and erasure of women, know this: I once made exceptions. I was wrong.

„Bevor du rumheulst, dass meine Hass für die Projektleiter des Patriarchats irgendwie das Gegenstück zu systematischen Frauenhass, zu dem andauernden töten, vergewaltigen und Auslöschen von Frauen ist, wisse dies: Ich habe Ausnahmen gemacht. Das war falsch von Mir“

Und das ist eine der beliebtesten Feministinnen Großbritaniens, die in vielen großen Zeitschriften veröffentlicht und auf Twitter immerhin 57.000 Follower hat. Ich glaube es ist kein männliches Gegenstück dazu zu finden, der entsprechenden Hass verbreiten dürfte.

„Ich bin Feministin und ich hasse Männer“

Bei Feministing gibt es in dem offenen Bereich einen „Leserbeitrag“, also keinen Beitrag der „offiziellen Schreiber“, in dem sich die dortige Autorin zum Männerhass bekennt:

I admit it–I’m a feminist who hates men. I feel nothing but revulsion, disgust, and distrust for men. I’m that type of woman everyone makes stereotypical jokes about.

I haven’t always hated men. I used to have a high sex drive, and I wanted to get married and have children and a family of my own just like everyone else I knew. In fact, deep down I still wish I could do those things. But I know that just won’t be possible. I didn’t start hating men because I was a feminist who was angry at men for having more rights and privileges than me or because I think women are better than men.  I began hating them because they outright HURT me. Really badly. They have betrayed my trust and damaged my sense of dignity in the worst ways possible. One trusted male friend of mine who I had known for ten years suddenly put drugs in my beverage one evening in an attempt to take advantage of me. When his plan failed because he didn’t put enough drugs in my drink to completely knock me unconscious, he suddenly stopped speaking to me. (Not that I missed his company after I finally realized what he had done.) Another trusted male friend of mine who I had known for many years took advantage of me by suddenly telling me that he had had feelings for me for the past ten years. We had confided to each other often about things going on in our lives, and he told me that if I gave him the chance to date me I would never have to feel sad or hurt ever again. Of course I trusted him, because he was an old friend who I could talk to about anything. Well as soon as we finally slept together for the first time ever, he suddenly and immediately turned on me overnight. He suddenly went from being a friend who cared about me to laughing and bragging to everyone about what a “good lay” I was, calling me a “trick”,  and even telling meWe were never really friends, I just thought you’d be a good lay and I was right. And I was gonna wait as long as it took to get you.” Then he ran off and slept with literally one woman after another after another after another…MULTIPLE  women, some of them other men’s wives & girlfriends…using NO protection. At one point, half a dozen 40-year-old divorced single moms (he’s 28) all thought he was their serious “boyfriend”, unaware that he was making the rounds “servicing” other women all over town. Now he has a couple of illegitimate kids from these reckless liasons (and he isn’t involved in ANY of these children’s lives). At that point, I was no longer a person or even a human being anymore; I was just an object. I was no  better than all the hundreds of other unsuspecting women he had slept with. I was just a dumb fool who got used and tossed aside: a joke.  The utter shock, pain, and humiliation I endured from him doing this to me was unbearable. I realized then that if I couldn’t trust my own friends whom I had known for a decade or longer, then I really couldn’t trust ANYONE. And these are just two examples of the MANY times I have suddenly been abandoned, beytayed, or used by men throughout my life for no apparent reason. I’ve finally learned not to let myself have feelings for any  man because the chances are high that he will suddenly walk away from me without warning and for no reason. 

Sie ist also in der „Fuckzone“ gelandet und anscheinend hatten die meisten Männer kein Interesse an einem Mehr über Sex hinaus, allenfalls waren sie bereit so viel Arbeit in die Sache zu stecken, dass sie Sex bekommen. Sie hingegen dachte tatsächlich, dass die Männer ihre Freunde sind, was für ein erhebliches Maß an Selbstüberschätzung spricht.

Ich schrieb in dem Fuckzone Artikel:

Wer zu häufig in der Fuckzone landet, der sollte gerade als Frau die Auswahl seiner Männer beachten: Es spricht dann einiges dafür, dass die jeweilige Frau zu hoch rangeht oder zu nervig ist für die Klasse der Männer, die sie auswählt. Wenn man gut aussieht, dann ist es eben ein Persönlichkeitsproblem, also quasi im Komfortbereich zu verorten.

Hier spricht vieles dafür, dass sie okay aussieht, aber relativ verrückt ist, also ein Persönlichkeitsproblem.

Interessanterweise hat sie einen weiteren Artikel geschrieben, der das ganz gut erläutert: „Hört auf Frauen als Psychos zu labeln“ (sic!)

Frankly, I’m tired of myself and women in general being labeled as “psycho” or “crazy” by men whenever we get upset about something or voice our opinion on something. In my own experiences, I can’t really do or say ANYTHING without being labeled as “crazy” by the men-folk. I’ll give you some examples: I’ve had a few men cheat on me, lie to me repeatedly, or do other unbecoming things that have hurt me in some way. And I cannot feel upset about these things and call them out on their behavior without being labeled as “psycho”. Now I’m not saying that I go overboard by doing things such as hitting them or damaging their property or causing a scene in front of other people. I simply raise my voice to them and let them know in clear terms that what they did was disgusting and wrong. And apparently that alone is enough to earn me the label of “psycho”

Es geht weiter damit, dass sie einfach eine Frau ist, die ihre Meinung sagt und das würde bereits ausreichen. Meiner Erfahrung nach spricht vieles dafür, dass jemand, der im direkten Kontakt immer wieder als Psycho bezeichnet wird, auch tatsächlich einer ist.

Dass dürfte – unter Mißachtung des Grundsatzes „Never stick your dick in crazy“ – der Grund sein, warum Männer sie nur benutzen und das wiederum ist der Grund ihrer Verbitterung, die dann wieder zu Hass führt. Sie scheint leider nicht in der Lage zu sein, ihre Wirkung auf Menschen und gerade das andere Geschlecht realistisch einzuschätzen – was nicht selten der Grund sein dürfte einen radikalen Hass auf das andere Geschlecht zu entwickeln. Genug Männern wird es ähnlich gegangen sein, ihre Auffassung ist dann meist statt „Männer wollen mich nur für Sex“ eher „Frauen wollen nur das Geld“

„Männer waren der Feind“ (im radikalen Feminismus)

Nachdem wir kürzlich den Bericht eines männlichen Aussteigers aus dem radikalen Feminismus hatten hier noch der Bericht einer weiblichen Aussteigerin aus dem Feminismus:

And when I birthed my first daughter I realised that there was a whole lot more to this mother/birthing/woman thing than I’d been told.  I read ‘Women Who Run With The Wolves’ and Mary Daly, Barbara Walker, Alice Walker, Dale Spender, and a host of other feminist writers, and got really really mad.  Furious that my lineage of strong women had been kept from me.  Enraged that men had taken over the world and turned it into warfare and cruelty.  Brandished the word ‘patriarchy’ as a bludgeon, and attended women’s groups.

Das ist denke ich recht klassisch: Man liest eine Literatur mit einem sehr speziellen Blickwinkel, ohne besondere Belege, die für einen die Welt in ein anderes Licht rückt und das Bild wird als stimmig übernommen, weil man mangels Beweisen und Argumenten auch gar nichts hinterfragen kann.

Not long after my re-education, I had a fling with a woman and slowly but surely morphed into a lesbian feminist that teetered on the edge of separatism.  I seriously entertained the notion of living a life surrounded by women only, to give my energy to my sisters who had been so oppressed.  I read books on lifting the curse of menstruation, coming to terms with the crone of menopause, and understanding the backlash against feminism in the fashion and cosmetic industries.  I learnt about ancient strong women who had been crucified for their difference, and many a treatise on the ancient matrifocal role models that needed rekindling.  I knew that fat was a feminist issue, and abortions and child care.  I heard about the glass ceiling and the tall poppy syndrome and read books about how the science of gynaecology was rooted in the barbaric acts of footbinding, sutee, the burning times, and genital mutilation.  I knew about equal rights and equal pay, how contraception was a feminist issue as well.  In fact, I learnt that everything to do with a woman and her sexuality were feminist issues – except birth and motherhood – unless it was about throwing off the shackles of them.

Die große Geschichte der Unterdrückung der Frau. Alles ist Unterdrückung, alles ist Benachteiligung, in der sehr selektiven Weltsicht kann nichts mehr positives sein außer der Kampf gegen die Unterdrückung-

Men were the enemy.

Natürlich waren sie das. Es ist erstaunlich für mich, dass so viele Feministinnen das leugnen. Der Mann unterdrückt. Die Frau wird unterdrückt.

They were shallow and aggressive and abusive and rapists and liars and adulterers and threatening and sexist and privileged and everything that was wrong with the world.  There were always a few men that I considered to be ‘worthwhile’, but they always had to endure my rather pointed opinions about their gender as a ticket to my world.  Listen to my conversations with my sisters about the state of the world, with liberal doses of the use of the word patriarchal sprinkled on top.  And I knew an incredible amount of little anecdotes about amazing women who had been fucked over or ignored by men.  If only the goddess would come back and put women in their rightful place as the bosses of everything, then we’d all be a lot happier.

„Männer sind Schweine, Frauen die Befreiung und die Rettung der Welt“. Und natürlich würde durch Frauen auch alles besser werden. Obwohl die gleichzeitig zu schlimmen Geschlechterrollen erzogen werden, die sie schnell loswerden müssen.

And then I met the love of my life.

The first man I’d ever come across who treated me with the utmost respect even though I was ‘easy’.  Who wasn’t afraid of my strength and sexuality.  I was in love.  I went back home and decided I wanted one just like him, but not him cause he was far too damaged.  So I wrote about our time together.  And when the book was done I took myself off on a trip through the desert in January, in my beat up old Gemini that couldn’t go faster than 80km’s an hour or it would overheat.  And I met men and father figures and brothers the whole way up, made peace with my father, and discovered my feminine side, that I’d never felt safe enough to explore before.  I had a cleavage!    And sometimes it proved very handy when it came to getting help and advice from the opposite sex.

Auch ein interessanter Gegensatz: Die Heilung durch die Liebe, die Entdeckung, dass Frau sein auch ganz schön sein kann. Die Entdeckung, dass Männer vielleicht gar nicht so schlimm sind.

(…)

I was there to hear his heartbreaking ache that there were no men in his world that he could look up to and admire.

And around then was when I stopped being sensitive to men because I loved my man, and started being sensitive to men because I was seeing things that didn’t add up.  Like how men are portrayed as unbelievably aggressive, dominating and ‘manly’, or totally bumbling buffoons that never quite get anything right, but are lovable nonetheless.  All the hundreds of little ways that men are told that they’re a bit dumb, as portrayed by main stream media in a ‘mere male’ kinda way.  How we’re meant to be a male dominated society, but there’s no acknowledgement of realistic archetypes for men beyond being the provider, warrior, king or hero.  No equivalent of the cycles of maiden, mother and crone that women experience.  Men often don’t have the emotionally deep friendship networks that women have, so when faced with relationship issues, sexual problems, or struggles with identity, they endure it on their own.  How there’s little importance placed on men as fathers, beyond donating sperm, and then going out to work to pay for what it created.   How thousands of men are scared of touching their children, rough playing with their kids, and showing physical love and comfort for fear of being suspected of being an abuser.  And I could never quite get that we lived in a patriarchal society, supposedly dominated by men, yet men who didn’t fit in with the prescribed roles and were feminine, gentle, alternative, anarchistic, or deviated from the very narrow allowances for what men were…….were shamed and given a drubbing as bad as any given to a woman or child.

Auch ein interessanter Wechsel, bei dem sie feststellt, dass die Gesellschaft gar nicht per se auf Männer ausgerichtet ist. Und das es nur bestimmte Rollen gibt, die akzeptiert sind.

At this point I need to mention that I personally also feel let down by the womens movement when it comes to my experiences with birthing and motherhood.  After 8 birthing experiences and learning from my children and witnessing the incredible influence of a father in a family that hasn’t been seperated, and through observing the vast amount of self awareness, contemplation and pattern busting that’s ensued, I just can’t buy the feminist opinion that motherhood and birth are ‘lesser’ paths, and that if I was really empowered I’d be Prime Minister.  Instead I believe now from my own experience, that motherhood and fatherhood and birth and children are actually as valid a path to enlightenment as any other, and in my opinion at least, far superior to most.  In actualising my evolutionary mammalian imperative, I find my perspectives on a vast array of matters and my self awareness, fears faced, and internal tool kit to be well worth the effort of taking the path less travelled.  And I’ve witnessed a similar journey in my love and the father of our children

Das geht denke ich durchaus vielen Frauen so. Sie wollen den Stress einer hohen beruflichen Position gar nicht, jedenfalls wollen sie dafür nicht das Mutter sein auf einen sehr geringen Zeitraum beschränken-

So as a woman who was once upon a time a radical lesbian feminist…….

I’d like to say I’m sorry.

To the men who feel so alone and isolated within their pain that they see no other course than to end their lives.  To the men who have dissolved into fear in the bottom of a beer glass.  To the men who have to go off to work when their heart stays at home.  To the boys who listen to their mothers talking to their girlfriends about the latest bastard thing their man did.  To the men who listen to a thousand reports about another man somewhere who did something bad.  To the men desperately wanting a boundary and never getting one.  To the men who feel closed out and blamed by a sisterhood of tight knit women.  To the men that desperately want to be fathers, but are kept away from it by one or another heirarchy……..

I see you and I love you and I know you really wish it could be better.

I’ve got five sons and I want them to grow free and respectful of themselves and each other, and with a sense of purpose and of being who they really are.  In fact I think I’d really like that for everyman.  And woman.  And child.  And living creature.  And planet.  And universe, within which we are one……..

Das ist ja mal ein durchaus versöhnliches Ende.

Wie Feministinnen deutlich machen, dass sie nicht männerfeindlich sind

In Diskussionen, in denen es darum geht, ob Feminismus Männerfeindlichkeit ist, stelle ich häufig eine Frage:

 

Kannst du mir einen Artikel zeigen, der die positive Sicht des Feminismus auf Männer darstellt?

 

Hierauf kommt meistens erschreckend wenig, viele retten sich in ein  „Such doch selbst“

Mein Hinweis darauf, dass es doch nicht schwierig sein kann einen solchen Artikel zu finden, wenn der Feminismus tatsächlich nicht männerfeindlich ist, wird üblicherweise unfreundlich aufgenommen. (für die Gegenfrage: zB hier)

Tatsächlich habe ich aber als Reaktion hierauf noch keinen wirklich positiven Artikel gezeigt bekommen. Die Artikel haben eher den folgenden Inhalt:

  • Wir hassen Männer nicht, wir glauben ja, dass Männer besser werden können.
  • Wir hassen Männer nicht einige Männer sind gut
  • Wir hassen Männer nicht, man kann sie umerziehen
  • Wir hassen Männer nicht, wir sind bereit Ihnen zu verzeihen im wenn sie hinreichend büßen und sich ändern
  • Mir persönlich bekannte Männer sind durchaus gut, leider sind nicht alle so
  • Männer sind nicht das Problem sondern die Männlichkeit, also das Verhalten des typischen Mann
  • Wie du als Mann aufhören kannst ein schrecklicher Mann zu sein indem du ein feministischer Ally wirst und deine Privilegien hinterfragst

Es gibt keine tatsächlich positiven Artikel darüber im Feminismus was Männer machen. Es gibt allenfalls Ausführung dazu, wie Männer besser werden können oder dass es einige gute Männer gibt. Selbst selbst die Artikel in denen es darum geht, dass es gute Männer geben sollte haben meistens den Ausgang, dass Männer leider doch schlecht sind obwohl man hohe Erwartungen an sie hatte. Diese hohen Erwartungen, dass Männer doch besser sein können, werden dann üblicherweise enttäuscht, dienen aber als Nachweis dafür dass man doch eigentlich auf gute Männer hoffte, ihn also gut sein zugesteht.

Aus meiner Sicht sind das Artikel, die eher das Gegenteil davon belegen, was sie eigentlich zeigen sollten: Wer einen der oben genannten Ansätze bringt, der macht damit eher deutlich, dass er gegenwärtig Männern gegenüber nicht positiv eingestellt ist (was nicht unbedingt hassen sein muss, aber doch eine gewisse Männerfeindlichkeit beeinhaltet).

Natürlich: Wenn eine mitlesende Feministin mir hier einen feministischen Artikel mit einer positiveren Sicht auf Frauen darstellen kann, dann würde ich mich freuen.