Wo sind die Feminazis?

Lisa Wölfl schildert in „Broadly“ ihre verzweifelte Suche nach den „Feminazis“. Sie hat bei Blogs wie „Männerstreik“ nachgefragt, es will ihr aber niemand welche zeigen. (ich selbst mag den Begriff „Feminazis“ nicht, aber es geht letztendlich um radikaler Feministinnen. Da sie aber den Begriff in den Vordergrund stellt sei es drum)

Sie schreibt:

Sind Feminazis also mehr urbaner, frauenfeindlicher Mythos, als tatsächlich existierende Personen, die den männlichen Teil unserer Gesellschaft bedrohen? Wenn es sie gibt, wo sind dann ihre Zusammenschlüsse, ihre modernen SCUM Manifeste?

„Sie werden nichts finden“, sagt mir Ulli Koch, Literatur- und Genderwissenschaftlerin, als ich ich ihr von meiner erfolglosen Suche nach männerhassenden Feministinnen berichte. Koch kennt selbst keine aktuelle, deutschsprachige Literatur, die in irgendeiner Form zu Gewalt gegen Männer aufruft. Solanas‘ SCUM Manifest sei unter Feministinnen im deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannt.

Woher der Vergleich von Feminismus mit dem Nazi-Regime kommt, kann sie sich ebenfalls nicht erklären: „Im Gegenteil. Wenn man sich feministische Literatur ansieht, geht es vielmehr darum, die Lebensrealität von Frauen sichtbar zu machen. Feministinnen lesen zwar vereinzelt Literatur, in der das Matriarchat ausgerufen wird, diese wirkt sich aber nicht auf reale Forderungen aus.“ (Gleichzeitig steht ein „Matriarchat“ aber eben auch nicht zwingend für das gewalttätige Vorgehen gegen die Vertreter des männlichen Geschlechts, wie beispielsweise dieses Dorf in China zeigt.)

Valerie Solanas ist keine feministische Ikone. Ihr folgen keine Scharen an gewaltbereiten Frauen, die Männer morden wollen. The Valerie Solanas ist kein Name einer radikalen Gruppierung, sondern der einer belgischen Band. Die Solanas-Fan-Page mit den meisten Likes hat 69 „Gefällt mir“-Angaben. Selbst die Männerpartei kann mir keine konkreten männerfeindlichen Gruppierungen nennen.

„Die Lebensrelalität von Frauen sichtbar machen“ ist eine nette Nichtaussage. Prominente Theorien im Feminismus sind beispielsweise die Rape Culture Theorie, nach der Männer ein System der Angst vorhalten, in denen sie Frauen folgenlos vergewaltigen können und dies bei 1/3 aller Frauen auch passiert. Der deutsche Blog „hollaback Berlin“ beispielsweise schreibt dazu:

“A rape culture is a culture of intimidation. It keeps women afraid of being attacked and so it keeps women confined in the range of their behavior. That fear makes a women censor her behavior – her speech, her way of dressing, her actions. It undermines her confidence in her ability to be independent. The necessity to be mindful of one’s behavior at all times is far more than annoying. Women’s lives are unnecessarily constricted.

As a society, this one issue hampers the best efforts of half our population. It costs us heavily in lost initiative and in emotional energy stolen from other, more creative thoughts.

Andere Seiten wie die Störenfridas stehen Sätze wie:

Ein Schwanz aber ist eine potenzielle Waffe. Er kann benutzt werden, um Frauen gegen ihren Willen zu pentrieren, vielleicht in einer Situation, in der sie hilflos, ungeschützt oder schlichtweg unachtsam sind. Opfer sexueller Gewalt müssen ein Recht auf schwanzfreie Räume haben.

Und Anne Wizorek sieht die Lage der Frauen so:

Viele Frauen wehren sich schon allein dadurch, dass sie jeden Tag trotzdem noch auf die Straße gehen anstatt sich zuhause zu verbuddeln. Für ganz viele Frauen ist es extrem schlimm einfach schon auf die Straße zu gehen.

Weiteres interessantes von ihr findet sich hier.

Und es finden sich im intersektionalen Feminismus maßenhaft rassistische Äußerungen, also Herabwürdigungen und Abwertungen wegen der Hautfarbe, nur das sie sich eher auf die Abwertung weißer spezialisiert haben.

Das feministische Magazin Edition F lässt eine Feministin wie folgt vortragen:

Weil das Jetzt schon weiblich ist. Soziale Netzwerke sind weiblich. Das Internet ist weiblich. Digitalisierung ist weiblich. Deswegen bäumen sich ja auch die alten weißen Männer gerade noch mal auf. Wie ein Tier kurz vorm Tod. Sie spüren sehr wohl, dass die Zeit für sie gekommen ist.“(…)

„Wir müssen eine feministische Terror-Gruppe gründen und die alten weißen Männer aus dem Weg schaffen.“

Julie Bindel sagt über Männer:

I would actually put them all in some kind of camp where they can all drive around in quad bikes, or bicycles, or white vans. I would give them a choice of vehicles to drive around with, give them no porn, they wouldn’t be able to fight – we would have wardens, of course! Women who want to see their sons or male loved ones would be able to go and visit, or take them out like a library book, and then bring them back. 

I hope heterosexuality doesn’t survive, actually. I would like to see a truce on heterosexuality. I would like an amnesty on heterosexuality until we have sorted ourselves out. Because under patriarchy it’s shit.

And I am sick of hearing from individual women that their men are all right. Those men have been shored up by the advantages of patriarchy and they are complacent, they are not stopping other men from being shit.

I would love to see a women’s liberation that results in women turning away from men and saying: “when you come back as human beings, then we might look again.”

Es liefen feministische Parolen wie „#Banman oder ‚#killallmen“

Frustration with men became as vocal in 2014 as it’s ever been – especially online. Instead of commiserating behind closed doors, women and sympathetic men started increasingly bringing our anger to social media. Ban men, we said when tweeting a link about the latest rape apology or nude photo theft. #KillAllMen. Launch men into space. I can’t wait until we send them all to Dude Island.(…)

We were joking, sort of, but we were also very serious. A lot of feminists are very fond of individual men, but it’s hard to ignore that men as a group are responsible for an ongoing parade of offenses – indignities at best, violence at worst. And while recent circumstances have demanded that many of us take a break from banning men in order to ban white people instead (it’s an emergency), 2014 demonstrated that “ban men” could be a rallying cry, a banner under which we could mass and direct our frustrations.

Und „in Männer Tränen baden“ war ebenfalls ein gern verwendete Phrase

Es finden sich durchaus Artikel wie dieser, in denen dargestellt ist, dass es ganz verständlich ist, dass Frauen Männer als ihre Unterdrücker tot sehen wollen:

And this is because misogynists completely fail to understand how power works. They miss the fact that in this society, violence against women and girls is rife, that it is an everyday occurrence which is seen to at best utterly unremarkable and at worst funny or aspirational. Saying “kill all men” and violence against women and girls are completely different. There is no serious threat of the women rising up and actually killing all men, all the while the hum of background noise of another women raped, murdered or beaten by a man. That this culture of violence is gendered, and the system is set up in favour of keeping things that way.

So is it any wonder that sometimes women are angry enough to express a wish to see their oppressors dead? And that this violent revenge fantasy remains just that–a revenge fantasy?

Oder Suzanne Moore:

Men. You can’t live with them. You can’t shoot them. Well, you can, but this is the New Statesman. (…)

All the special boys. What about the ones who were abused at public school and now run everything but can’t express their emotions properly? All the man victims, trapped by masculinity. Who could hate them? Their oppression is structural. You can’t hate them individually, can you?

You know what? I can. Please don’t confuse that with bitterness. I am in touch with my emotions enough to know the difference between personal hurt and class hatred. As a class, I hate men. I’ve changed my mind. I am no longer reasonable.

Oder in einem Beitrag auf der Seite Feministing:

I admit it–I’m a feminist who hates men. I feel nothing but revulsion, disgust, and distrust for men. I’m that type of woman everyone makes stereotypical jokes about.

I haven’t always hated men. I used to have a high sex drive, and I wanted to get married and have children and a family of my own just like everyone else I knew. In fact, deep down I still wish I could do those things. But I know that just won’t be possible. I didn’t start hating men because I was a feminist who was angry at men for having more rights and privileges than me or because I think women are better than men.  I began hating them because they outright HURT me.

Ich hätte noch weitere entsprechende Beiträge bei Bedarf.

Allerdings ist es insbesondere das totalitäre, welches dem modernen Feminismus sehr eigen ist, welches sehr gut in das Bild passt:

Alles ist sexistisch, alles ist rassistisch, und man muss muss das alles aufzeigen, so der Ruf vieler Feministinnen. Sie können selbst aus Kleinigkeiten erhebliche Skandale machen und fallen entweder im Shitstormschwarm über jeden her, der eine abweichende Meinung vertritt oder werten diesen ab und grenzen ihn aus.

Sie sind nicht bereit über Grundlagen zu diskutieren, sie können sich nur noch in ihren starren Denkgerüsten zu bewegen. Jeder, der ihnen widerspricht, ist dabei der Feind.

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72 Gedanken zu “Wo sind die Feminazis?

  1. Totalitarismus-Modell von Friedrich/Brzezinski

    1. eine alle wichtigen Lebensbereiche umfassende, allgemeinverbindliche, auf Schaffung einer neuen Gesellschaft ausgerichtete Ideologie mit Wahrheitsanspruch und stark utopischen, z. T. religionsähnlichen Elementen
    2. eine einzige, die gesamte formelle Macht innehabende, hierarchisch und oligarchisch organisierte Massenpartei (neuen Typs), die in der Regel von einem Mann (dem Diktator) angeführt wird und die der staatlichen Bürokratie entweder übergeordnet, oder mit ihr völlig verflochten ist. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung (bis 10 %) gehört der Partei aktiv an und eine aktive Minderheit innerhalb der Partei ist fanatisch der zugrunde liegenden Ideologie ergeben.
    3. ein physisches und/oder psychisches Terrorsystem: Kontrolle und Überwachung der Bevölkerung, aber auch der Partei selbst, durch eine Geheimpolizei. Diese bekämpft nicht nur tatsächliche, sondern auch potentielle Feinde.
    4.das nahezu vollständige Monopol der Massenkommunikationsmittel beim Staat

    https://de.wikipedia.org/wiki/Totalitarismus#Totalitarismus-Modell_von_Friedrich.2FBrzezinski

    Ich finde die Punkt passen sehr gut auf den heutigen Feminismus. Es gibt zwar keinen einzelnen Diktator, aber es gibt die Gleichstellungsbeauftragten, die überall meine mitbestimmen zu dürfen auch bei Themen von denen sie keine Ahnung haben oder die Frauengruppen in Parteien, die ein eigenes Vetorecht besitzen.

    Es sind, wie du ja auch schon schreibst, nicht nur die Auslöschungs-phantasien sondern auch das totalitäre Handeln gegenüber jedem und jeder die widersprechen. Femininazi ist daher in meinen Augen gar nichts so falsch.

    • Ja, wobei ja Nazi von NAtionalsoZIalist kommt und die weder „national“ noch „sozial“ sind. Ob sie „sozialistisch“ sind, kann man zumindest streiten, im Sinne des „real existierenden Sozialismus“ passt deren Gebaren ganz gut, wenngleich mir da die sozialistischen Idealisten von damals fast leid tun, verglichen mit dem Grobzeug von heute, waren das Intellektuelle 🙂

      Aber so wie du es geschrieben hast, kann man es lassen „Femininazi“, also Femin – inazi, sozusagen feminine internationale Sozialistinnen *g*

  2. Es ist im Grunde kein großer Unterschied, ob man von der Existent von höheren und niederen Rassen ausgeht (wobei die höheren in der Geschichte immer unter den niederen leiden mussten), oder von höheren und niederen Geschlechtern. Beides ist Rassismus. ,

    • „Beides ist Rassismus.“

      Nach der erweiterten Rassismustheorie ist alles Rassismus, was irgendeiner gesellschaftlichen Gruppe irgendeine negative Eigenschaft unterstellt.

      Allein, sich auf eine solche Theorie ernsthaft zu berufen, ist aber ein intellektuelles Armutszeugnis, da es Diskussionen über gesellschaftliche Probleme nicht mehr geben könnte, würde man diese ultra-individualistische Sichtweise konsequent anwenden. Selbst diejenigen, die sich allezeit darauf berufen, wenden sie deshalb nicht konsequent an, denn dann wäre das Schmähen von Einheimischen ebenso rassistisch, wie das Verleumden der AfD. Das wäre natürlich das Letzte was sie wollen. Merke also: die derzeit gängige erweiterte Rassismustheorie ist lediglich ein Herrschaftsinstrument, um unliebsame Gruppen zum Schweigen zu bringen. Und sie ist gefährlich, weil die meisten das nicht durchschauen und weil sie offene Diskussionen, mit moralischen Scheinargumenten, unmöglich macht.

      Wir sollten sie also besser nicht benutzen!

      Bleiben wir bei der herkömmlichen Rassismustheorie, die Rassismus dann sieht, wenn man ganze Rassen abwertet (nicht Geschlechter). Auch die ist schon problematisch genug, da das im Endeffekt offenbar dazu führt, dass man (offensichtliche) Rassen leugnen muss (damit niemand mehr vergleichen kann). Jeder kann sehen, dass es Menschen mit schwarzen Haaren und Schlitzaugen gibt, die keinen Alkohol vertragen, sowie schwarzbraune Menschen mit Kraushaar, aber Rasse darf man sie nicht mehr nennen, sie nicht vergleichen, sie auch nicht untersuchen. Das wird letztendlich aber ohnehin von der Genetik beantwortet werden, die auf phänomenologische Trennung nicht mehr angewiesen ist, sondern ganze Erbschaftslinien betrachtet. Ich bin schon auf die politisch korrekte Antwort dazu gespannt.

  3. Soweit ich weiss, war sie die erste, die das so formuliert hat. Da ist ein Mann nicht viel mehr als ein Sadist, der als einzige nennenwerte Wissenleistung seines ganzen Lebens entdeckt hat, dass er ein natürliche Waffe besitzt. Ihre Bücher sind voll davon…

  4. Guter Artikel von Christian.

    In dem Broadley-Text geht es außerdem ja auch darum die Männerrechtsbewegung und ihre Anliegen verzerrt darzustellen.
    (Nicht zufällig wird dort auch auf unseriöse Seiten wie „Wikimannia“ und „Männerstreik“ hingewiesen, obwohl diese in der linken und liberalen männerrechtlichen Blog-Szene nicht beliebt sind und für die Männerrechtsbewegung nicht repräsentativ sind.)

    Für den Fall, dass Leser des Broadley-Textes auf Christians Erwiderung stoßen und vielleicht auch die Kommentare lesen, verlinke ich an dieser Stelle mal zwei frühere Beiträge von mir, in denen ich versuchte zu verdeutlichen, was m.E. der tatsächliche wesentliche weltanschauliche Unterschied zwischen der Männerrechtsbewegung und dem Mainstream-Feminismus ist:

    https://allesevolution.wordpress.com/2015/04/19/die-ablehnung-der-theorie-von-mannern-als-privilegierte-klasse-als-zentraler-ausgangspunkt-maskulistischen-denkens/

    und was in meinen Augen die Essenz der männerrechtlichen Kritik am heute in westlichen Gesellschaften vorherrschenden Feminismus ist:

    https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2015/10/29/gamergate-und-feminismus/comment-page-1/#comment-7400

  5. Ich habe die Feminazi-Bezeichnung auch immer auf den totalitären Charakter des Feminismus bezogen.

    Und dabei stimmt es schon, dass man inzwischen nicht mehr viele Feminazis findet, was aber ausschließlich am Erfolg des „Widerstands“ in den letzten Jahren liegt. Denn, Männer: Jeder ungehörige Kommentar, jedes breitbeinige Sitzen, jeder lüsterne Blick auf eine Frau ist ein Akt des Widerstands und der Rettung der liberalen Gesellschaft.

  6. Ich finde den Begriff „Feminazi“ unglücklich gewählt und nutze ihn selber nicht, weil er unnötig emotionalisiert und von der inhaltlichen Auseinandersetzung ablenkt. Außerdem macht er es den Gegnern, also den Feminist(inn)en einfach, auf Männerrechtler und Feminismuskritiker pauschal einzudreschen, belegt er doch vermeintlich, wie undifferenziert und aggressiv die „Antifeministen“ mit dem Feminismus umgehen. Wenn von den Feminist(inn)en dann noch einige der verbalen Kraftmeiereien aus wgvdl, wikimannia, von Kapitän Dino (gibts den eigentlich noch?) usw. zitiert werden, dann ist die heile Welt (Filterblase) in Ordnung und man hat wieder mal belegt, wie böse die Maskus sind.

    • @chris
      Das zeigt doch höchstens, dass „feminazis“ als Begriff ungebäuchlich ist (unter der Voraussetzung der Begriff wird nicht als „toxisch“ schon zensiert) und daher von „Feminist“ vollkommen überlagert und überspült wird.
      Ist ja auch kein Wunder, wenn heute jeder und sein Hund als „Nazi“ beschimpft werden, dass der Begriff nicht mehr so populär ist. Und da die „Nazi!“-Beschimpfungsorgie vor allem von Feministen und ihren Aliierten ausgeht, will man sich auch nicht so gern auf deren Niwoh begeben….

    • Die Endung -nazi hat eben eine relativ harmlose Bedeutung. Man gebe einmal „rechtschreibn“ bei Google ein und achte auf die Autovervollständigung. Muss man jetzt fragen, wo die ganzen Rechtschreibnazis sind?

  7. „kill all men“ etc?

    Das hat doch alles gar nichts mit dem Feminismus zu tun! Das sind alles Leute, die den Feminismus völlig falsch interpretieren und gar nicht Feministinnen genannt werden dürfen! Diese bedauerlichen völlig einzelnen Einzelfälle sind ein paar psychisch instabile Verrückte gewesen, die NIEMAND kennt, die völlig unbedeutend sind, in grauer Vergangenheit.

    Feminismus ist in Wirklichkeit eine Ideologie des Friedens! Sie ist völkerverständigend und kämpft überall für das Gute, von San Francisco bis nach Palästina. Eine Bewegung, die so nobel ist, sogar bei der UN gehört zu werden, wo sonst auch nur gute Menschen sind.

    Der Vergleich mit den Nazis ist absurd, die Feministen sind genau das Gegenteil! Beweis:
    Sie sind meist Frauen, die anderen waren nur Männer, Frauen haben sich ja nicht hingegeben. Und wenn, waren sie verblendet von den Männern.
    Ihre Rote Binde tragen sie nicht um den Arm, sondern zwischen den Beinen!
    Sie würden nie in Polen oder Russland einmarschieren wollen, denn sie wollen wirklich nur zurückschiessen.

  8. Ich erlaube mir mal, wie Leszek auch auf einen Text von mir zum Thema zu verlinken: ich hatte dort argumentiert, dass die in meinen Augen schwerwiegendste »Feminazi«-Analogie die zum Antisemitismus ist – aber nicht zu dem der Nazis (weil echte Vernichtungsphantasien dann doch eher randständig sind), sondern zu dem des wilhelminischen Kaiserreiches: indem nämlich der Feminismus Männer analog zu den Juden als eine Art »Zivilisationsschädlinge« darstellt.

    Der Feminismus pflegt in diesem Sinne die einizige Form von Rassismus, die in modernen, westlichen Gesellschaften noch als legitim (weil nicht als Rassismus identifiziert) gilt: den Rassismus gegen Männer (ergänze »weiß«, »alt« und »heteronormativ« je nach Kontext).

    Die feministische Affinität zu dieser Art von historischen Sündenböcken hatte sich bereits im authentischen Antisemitismus der »Matriarchatsforschung« gezeigt. Dazu ein interessanter Artikel aus der Perspektive der Kritischen Theorie:

    Adorno, die „Große Göttin“ und der feministische Antisemitismus

    und noch etwas allgemeiner ein sehr ausführlicher Dreiteiler von Gerhard Amendt:

    Die Mitschuld der Frauen an der NS-Zeit
    Opfer-Täter-Kategorien als Flucht vor der Verantwortung
    Feministische Politik als Wegbereiter struktureller Gewalt

    Wenn man also den »Feminazi«-Begriff von der harten Assoziation mit Vernichtungsphantasien löst, dann ist die betreffende Mentalität gar nicht so selten. Und auch wenn sich die verlinkten Artikel auf das deutsche Beispiel beziehen, ist die Denkfigur des Mannes als Kulturschädling nicht auf Deutschland beschränkt.

    • Diese Diskussion eines »Femifaschismus« ist nun dadurch gekennzeichnet, dass sie den Analogieschluss zum Antisemitismus auf dessen massenmörderische letzte Phase während der nationalsozialistischen Herrschaft bezieht. Das impliziert: wenn (feministische) Männerverachtung und Antisemitismus in sinnvoller Weise vegleichbar sein sollen, dann muss ein Bezug über Massenvernichtungsphantasien hergestellt und müssen diese im Feminismus nachgewiesen werden. Obwohl das nicht unmöglich ist, liegt die Latte damit ziemlich hoch.

      Aus deinem verlinkten Text.

      Damit liegt die Latte ziemlich hoch, das ist richtig. Konsequenterweise müsste man dann aber zugeben, dass es so gut wie keine Nazis gibt, denn wer tritt in die Öffentlichkeit mit der Forderung, man solle diese oder jene Bevölkerungsgruppe ausrotten? Ausser ein paar wirklich völlig durchgeknallte Braune und einige Radikalfeministen gibt es so etwas nicht. Während diese Extrembraunen sozial isoliert sind und von der grossen Mehrheit verachtet werden, sind die genannten Radikalfeministinnen nicht geächtet. Das spricht nun nicht für den Feminismus.

      Wie nennt sich das gleich gemäss der Genderideologie? Doing gender, d.h man muss das, was Frauen sagen, nicht so ernst nehmen. Wer aber wie die Männerrechtler fordert, Frauen ernst zu nehmen, der muss ein Nazi sein. Es ist so unbeschreiblich dämlich.

  9. Ich finde diese Diskussion ist der Fangfrage von Frau Wölfl auf den Leim gegangen. Die erwartete Antwort sollte doch sein: es gibt keine Feminazis. Alles nur männliche Hysterie!
    Es ist völlig unangemessen dieser Frage in der Literatur oder auch nur ernsthaft nachzugehen.
    Der Begriff „Nazi“ wird heute doch in der Hipster Kultur für alles verwendet, was man persönlich nicht mag, weil es totalitär, autoritär, prohibitiv oder sonst irgendwie abstoßend ist. Siehe z.B. den Spiegel Artikel über Kaffeekultur: „Kaffee-Nazis kann ich nicht leiden“ http://www.spiegel.de/stil/horst-a-friedrichs-coffee-style-kaffeekultur-und-lifestyle-a-1157550.html. Man darf die Damen von der Gender Front nicht ernst nehmen bei ihrer vermeintlichen Suche nach Wahrheit. Es geht doch nur darum zu jammern: die bösen Maskus nennen uns Feminazis – dabei gibt es die gar nicht. Opfer Attitüde halt.

    • @Jochen:

      »Ich finde diese Diskussion ist der Fangfrage von Frau Wölfl auf den Leim gegangen. Die erwartete Antwort sollte doch sein: es gibt keine Feminazis. Alles nur männliche Hysterie!«

      Wenn wir aber zeigen können, dass es »Feminazis« eben doch in einem sinnvollen Sinne des Begriffs gibt und es sich demzufolge nicht um einen maskulistischen Strohmann handelt, dann hört die Fangfrage auf, eine Fangfrage zu sein, und es handelt sich nicht mehr um ein »Auf-den-Leim-gehen« unsererseits. Dann haben wir im Gegenteil die Frage durch ernsthaftes Beantworten gegen die Autorin gewendet.

      • Wenn du mal einer echten Feminazi begegnen willst, geh mal 15 min vor einem Frauenhaus auf und ab. Dann lassen die die Kamf-Lesben los.

  10. Ich denke, man kommt dem Verständnis des Ausdrucks Feminazi am nächsten, wenn man ihn analog etwa zum „grammar nazi“ betrachtet.
    Das hat auch nix mit dem historischen Nationalsozialismus zu tun. Sondern er beschreibt ein fast schon zwanghaftes, bevormundendes Korrigieren und sachfremdes Vorschreiben.
    Den Nazi in Feminazi sehe ich eher in der Erfahrung der radikalen, irrationalen, kompromisslosen Forderungen und Vorstellungen manchen Feministen, die völlig außerhalb der Erfahrungswelt des „gesunden Menschenverstandes“ liegt. Nazi in diesem Zusammenhang bedeutet Radikalität, Irrationalität und überzogene Kompromißlosigkeit.

    Der Ausdruck kommt ja auch aus dem Amerikanischen, wo man den Begriff Nazi doch sehr viel freihändiger verteilt.

    Für die politische Debatte in Deutschland halte ich den „Feminazi“ ebenfalls für angebracht. Maximal taugt er zu Polemik auf Twitter.

    Schönes Wochenende

    • @ bollschewist:

      Generell bin ich auch gegen die Inflationierung von Kampfvokabeln. Aber ich kann mir Kontexte der direkten Konfrontation (in Wort und Schrift) mit Feministinnen vorstellen, in denen ich ihn mit gezielter polemischer Absicht einsetzen würde, zumal wenn es darum geht, eine selbstgefällige Eigenwahrnehmung zu durchbrechen.

  11. Das Patriarchat als alle Gesellschaften zu allen Zeiten total umfassende und böswillige Macht hat strukturell sehr grosse Ähnlichkeit mit der von den Nazis behaupteten „jüdischen Weltverschwörung“. Es gibt in der feministischen Vorstellung keinen Lebensbereich, wo nicht patriarchale Strukturen die Frauen in ihrer Freiheit beschränken, sie ausbeuten und unterdrücken. Eine solch vage Anschuldigung, die sich zu grossen Teilen auf eine okkult wirkende Kraft bezieht (kulturell anerzogene Verhaltensmuster und Strukturen etc.) ist nicht falsifizierbar, genau so wenig, wie das Hirngespinst einer beinahe allmächtigen, im Geheimen wirkenden jüdische Weltverschwörung nicht falsifizierbar ist. Die Unsichtbarkeit dieser Kräfte kann als Bestätigung der Hypothese – okkult wirkende Kräfte – gelten, ein für Verschwörungstheorien bekanntes Muster.
    Wird man konkreter, dann gibt es eine Menge Fakten, die eine Benachteiligung der Frauen stützen und ebenso eine menge Fakten, die eine Privilegierung der Frauen vermuten lassen. Auf Gesetzesebene gibt es da nichts, was als Benachteiligung von Frauen gelten könnte. Damit verlagert sich der Kampf auf die Ebene des sozialen Miteinanders, von der Gleichberechtigung zur Gleichstellung, was in letzter Konsequenz einen totalitären Staat verlangt, der nicht mehr nur die Grenzen des Erlaubten festlegt, sondern erzieherisch gemäss der politischen Agenda operiert.

  12. Wo sind also die Feminazis?
    Wen könnte man als solche bezeichnen?
    Laut Wölfli wäre V.Solanas ein Beispiel, das aber nicht gilt, weil die in D. kaum Anhänger hat.
    Ergo wäre nicht nur Solanas, sondern auch deren Anhänger im umgangssprachlichen Sinne als Feminazis identifizierbar, wenn sie von großen Teilen des MS-Feminismus anerkant wäre, verehrt werden würde, man sich ihre Gedankengänge zu eigen macht u.s.w.

    Gibt es solche Personen, oder gar ganze Organisationen in D.?
    Gibt es eine Organisation, die z.B. folgende Bedingungen erfüllt, welche wohl als ernsthafte Kriterien für jenes Feminazitum erfüllen?

    – Struktur einer Wehrsportgruppe
    – Entsprechende Kampfausbildung und hierarchische Führung
    – Forderungen, daß Männerblut in Strömen fließen müßte, um „Gerechtigkeit“ herzustellen
    – Allgemein von den wesentlichen Strömungen des Feminismus als „gut“ anerkannt, verehrt und aktiv wie passiv unterstützt

    Nun, mir fällt da sofort eine ein, die sämtliche Bedingungen vollumfänglich erfüllt:
    Femen! Das Bild mit den mittels rostiger Sichel abgehackten Eiern kennt wohl jeder hier. Die Forderungen wurden oft genug in Interviews offen und ernst gemeint geäußert.
    Die Mitglieder ( ähm, Mitmösen ) berichten von ihrer entsprechenden Ausbildung und Hierarchie unter dem Führer.
    Sie werden solidarisch von großen Teilen der Hauptströmungen des deutschen Feminismus untersützt, manche Radfems, die in sonstigen, allgemein anerkannten Femigruppierungen aktiv sind, beteiligen sich auch aktiv an ihren Kampfaktionen.

    Laut den oben von Wölfli angeführten Kriterien, die ich ja nur etwas konkretisiert habe, sind also Femen, sowie alle sie nicht als faschistoid ablehnenden Sympathisanten Feminazis.

    Und das sind somit ziemlich viele in D., oder?

      • @ Djad:
        Ich bitte um Verzeihung für meine Privilegierung als bildungsferner Angehöriger der WHOM-Klasse.
        Habe ich doch aus dieser bevorzugten Ignoranz heraus einfch den pösen Patriarchen Pispers zur Begriffsfindung bemüht. Asche auf mein Haupt ….
        Unterwürfigsten Dank für die korrigierende Aufklärung!
        Ab jetzt fordere ich Vergasung für jeden, der nicht „Mitklit“ sagt, jawoll!

        • Besser nicht, in unserer übergewichtigen Gesellschaft ist das oft nicht eindeutig genug 😉

          Zumal ich nicht die Oberweite von, sagen wir mal, Lann Hornscheidt wissen will.

  13. Von sog. „Rechtschreibnazis“ erwartet doch auch keiner, dass jene wegen Rechtschreibfehlern Leute erschiessen wollen.

    Die Feminazi-Detektiv-Damen sind hier aber nicht so blöd, sondern stellen sich blöd … und halten sich bestimmt für ganz schlau die Kritik auf solche Art auflaufen lassen zu wollen.

    Für diese Schlaubergerinnen sei hier exemplarisch ein wohlbekannter feministischer Pitbull, Margarete Stokowski, als Prototyp des Feminazis benannt.
    Ganz leicht zu finden ein- zweimal die Woche bei SPIEGEL ONLINE.

    Oder die Aufkreische Anne Wizorek, oder Manuela, oder Alice …. usw.

      • Ich kann das nachvollziehen. Der unbedingte Anspruch, anderen (Männern) vorschreiben zu wollen, wie sie zu sein haben und darin der feste Glaube für das Gute zu kämpfen, sind bei Stokowski sehr präsent.

      • „Sie ist ja immerhin noch relativ sachlich üblicherweise.“

        LOL Ihr Stil ist einer der immerforten Unterstellung, in Stakkato-Stukka-Manier, höchst emotional, irrational und sich beständig im Öbszönen sich suhlend. Und das erinnert schon an den Propaganda-Stil der Nazis.

      • Ich finde sie gar nicht so herausstechend. Sie ist ja immerhin noch relativ sachlich üblicherweise.

        Das ist nicht mein Eindruck. Sie weibelt (schönes und passendes Wort hier) ja ständig für Feminismus. Man sollte deshalb erwarten können, dass sie in dieser ihrer Sache sehr gut informiert ist und gut argumentiert. Das ist nicht der Fall.

        Antifeministen sind für sie Menschen, die sich gegen die Gleichberechtigung der Frauen aussprechen. Mit ganz wenigen Ausnahmen ist das Bullshit. Sie unterscheidet nicht zwischen Gleichberechtigung (als Gleichstellung im Recht) und gesamtgesellschaftliche Gleichstellung als zahlenmässige Parität der Geschlechter in ausgewählten Feldern (wo es für die Damen was zu gewinnen gibt, notabene). Diese sich im Zweiwochentakt (?) wiederholende Sauce ist für jeden Nichtidioten eine intellektuelle Zumutung.

        Es generiert aber Klicks und nicht zuletzt durch Leute wie mich, die sich mal wieder informieren wollen, was für einen Schwachsinn sie wieder verzapft hat. Sobald irgendwas als „Frau, jung, feministisch“ gelabelt daherkommt, sinken die Ansprüche an die Qualität bei den Mainstreammedien ins Bodenlose. Stokowski & Co. scheinen anzutreten, um das Vorurteil „Frauen können nicht logisch denken“ zu untermauern.

      • Sie ist das typische ‚one trick pony‘ des gegenwärtigen Journalismus, die von Ihrem einzigen Glaubensinhalt so beseelt ist, dass die Gehirnfunktion darunter leidet. (analog zu Fleischhauer als neurotischer Linkenhasser). Eher könnte man Zeugen Jehovas von der Nichtexistenz Gottes überzeugen, als Stokowski von der Nichtexistenz des Patriarchats. Ein Nazi ist jemand, der für seine Ideologie über Leichen geht.

  14. Ich habe es eigentlich immer auf die recht vergleichbaren Mittel bezogen, mit denen sie die Ideologie durchzusetzen versuchen:

    – ideolgische Dogmen (der weiße alte Mann als Böse = das aufgebaute Feindbild ist halt heute nicht mehr der Jude, sonder der Mann)
    – Formen der „Rassentrennung“ (z.B. Frauenparkplätze, Frauenschwimmzeiten, Frauenhäuser, Frauenbahnabteile, Frauencomputerkurse, ….) die vermutlich nahezu jeder als nazibraun empfinden würden, wenn statt Frauen irgendwelche Anderen Personenmerkmale wie Religion oder Hautfarben als Unterscheidungskriterium verwenden würde (z.B. Deutschenparkplätze oder nur Parkplätze für Nichtmuslime).
    – viel Propaganda in der Dauerschleife mit Halbwahrheiten bzw. herbeifantasierten Benachteiligungen
    – staatliche Verankerung auf allen Ebenen (Gleichstellungsbeauftragte, Frauenministerium, Medien, Genderstudies in allen Lebensbereichen …), um etwaige Menschen mit anderer Meinung schnell zu erkennen und mundtot machen zu können.
    – Missbrauch der Wissenschaft als Tarnmantel einer vermeintlichen Seriösität (Gender Studies)
    – Nutzung der Antifa als quasi SA-Schlägerstrupps für alle diejenigen, die anderer Ansicht sind (z.B. wenn es reine Männerclubs geben würde, würde die tausend reinen Frauenclubs nie ein Problem sind)
    – staatlich mitfinanzierte Hetze und schwarze Listen gegen Andersdenkene
    – ab und zu auch die Fantasien, eine Welt ohne Männer (= ohne Juden), ohne dass die große Mehrzahl der Frauen hiergegen protestieren würden und somit wie im Nazireich von der schweigenden Mehrheit nicht in die Schranken gewiesen wird.

    Die Liste lässt sich sicher noch erweitern und es sind nur die Dinge, die mir auf die Schnelle einfallen. Und es sind halt alles Dinge, die ich sehr nazitypisch halte, so dass ich dem Begriff Feminazi für eine Feministin recht passend finde.

    • Das mit den Juden und den weißen Männern ist übrigens ein sehr interessantes Thema. Ich erinnere an Danischs:
      http://www.danisch.de/blog/2014/06/25/ein-boesartiger-vortrag-eines-boesartigen-professors/

      Was ihn zu der These brachte, der Kampf gegen die „weißen Männer“ sei eine Art verspäteter Kampf gegen Antisemitismus. Eine Ideologie sozusagen, die versucht, alles was den vermeintlich prototypischen „Nazi“ ausmacht: Stärke, Selbstbewusstsein, Männlichkeit, weiße Hautfarbe als schlechte Eigenschaften zu definieren. Trifft zwar die jüdischen Männer am Ende auch, aber als Juden sind die in der Opferhierarchie zumindest nicht soweit unten wie wir.

      • @Androsch Kubi:

        Trotz der Verschwörungstheorie von der jüdischen Entnazifizierungskampagne (er kann es nicht lassen – das kommt davon, wenn man nichts von Soziologie versteht und verstehen will) ein wirklich guter Artikel von Danisch.

  15. Wenn man etwas mit den Nazis vergleichen will, dann sollte man zB an dieses Regime hier denken:

    Hier ist eine klassische Feministin (nach landläufiger Definition) das Opfer dieses „islamofaschistischen“ Regimes.

    Die Sympathisanten dieser Quasi-Nazis sind alle, die diese begünstigen und schön machen. Die progressive Linke ist ganz vorne dabei, allen voran Ex-Präsident Obama mit seinem „Iran Deal“.

    „Palästina“ ist natürlich noch krasser als Iran, auch ein absolutes Lieblingsobjekt (nicht nur) der „progressiven Linken“.

    • Hör doch auf, für die israelischen Kriegspläne zu werben. Der Iran ist alles andere als ein leichtes Opfer, der kann die ganze Region in Brand stecken. Außerdem hat Israel auch Atomwaffen, eure Doppelmoral diesbezüglich hängt mir gründlich zum Hals raus!

      Auf Dauer muss Israel zu einem Frieden mit den Anrainern finden, ansonsten wird es früher oder später vermutlich vernichtet werden. Niemand lässt sich ewig klein halten und wie lange die USA noch zuverlässige Schutzmacht sind, steht in den Sternen.

      • Der Iran hat seit Anfang an die Region in Brand gesteckt, die wollen ihre islamische Gottesstaat-Revolution verbreiten. Alles 100000-mal gesagt, aber manche wollen wohl nicht zuhören?!

        Im übrigen können die USA kaum „zuverlässige Schutzmacht“ genannt werden. Oder wie kann es sein, dass der Hauptzahlmeister der „Palästinenser“ erst jetzt Gesetze zum Stopp dieser Zahlungen auf den Weg gebracht werden („Taylor Force Act“), weil ein gigantischer Teil des Budgets direkt in die Wohlfahrt der Terroristen und ihrer Angehörigen fliesst?

        • @Alex

          Du gehst mit den historischen Fakten locker um.
          Den ersten Golfkrieg hat der *Irak* angefangen, nicht der Iran.

          Schaun wir doch mal, wer den Iran so mit Waffen versorgt hat – laut Wikipedia:

          „Nur an den Iran lieferten: Algerien, Argentinien, Griechenland, Israel, Libyen, Mexiko, Südkorea, Südjemen, Syrien, Taiwan, Türkei und Vietnam.“
          https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Golfkrieg#Waffenlieferungen
          Ooops.

          Wie ging das denn?

          „Von der Reagan-Regierung wurden Einnahmen aus geheimen Waffenverkäufen an den Iran an die rechtsgerichtete Guerilla-Bewegung der Contras in Nicaragua weitergeleitet, um sie bei dem Contra-Krieg gegen die sandinistische Regierung zu unterstützen. Zum einen war die Unterstützung der Contras ein klarer Verstoß gegen einen entsprechenden US-Kongress­beschluss (Boland-Amendment), zum anderen war das Geld ursprünglich zum Freikauf US-amerikanischer Geiseln im Libanon vorgesehen. Im Zeitraum vom 20. August 1985 bis zum 28. Oktober 1986 wurden insgesamt 2.515 TOW-Systeme sowie 258 HAWK-Systeme bzw. deren Teile, auch via Israel, an den Iran geliefert.“
          https://de.wikipedia.org/wiki/Iran-Contra-Affäre

          *Vor* 1985 (herv. von mir):

          „Selbst nach der Machtergreifung durch das Mullahregime ging die iranisch-israelische Zusammenarbeit nach kurzer Pause weiter. Als im September 1980 der Iran-Irak-Krieg begann, stand Israel wieder an der Seite der Iraner. Nach Recherchen der britischen Sonntagszeitung Observer verkaufte man während des gesamten Krieges, der bis 1988 andauerte, *jährlich Waffen für 500 Millionen Dollar* an Teheran . Das amerikanische Magazin Time berichtete, dass Israelis 1981 und 1982 Schweizer Bankkonten einrichteten, um die Geschäfte abzuwickeln.“
          http://www.zeit.de/2010/16/GES-Iran-Israel

          1. Wenn du einen *erklärten Feind* hast, dann verkaufe gefälligst keine Waffen an ihn.
          2. Wenn du an deinen Feind Waffen verkaufst, jammer nicht herum, wenn er auf die Idee kommt, sie gegen dich einzusetzen.

          Dann zu Zahlen, das Verhältnis von USA und Israel betreffend:

          „The Washington Report on Middle East Affairs’ current estimate of cumulative total U.S. direct aid to Israel is $137.638 billion, updating the estimate in the magazine’s Oct./Nov. 2013 issue. It is an estimate because arriving at an exact amount is not possible, since parts of U.S. aid to Israel are buried in the budgets of various U.S. agencies or in a form not easily quantified, such as the early disbursement of aid, giving Israel a direct benefit of interest income and the U.S. Treasury a corresponding loss.“

          Das gilt bis 2015.
          Jedes Jahr kommen ungefähr 3,5 Milliarden USD hinzu.
          In den nächsten Jahren wird es noch mehr werden wegen:

          „In March 2011 it was announced that Israel will pay US$144.7M per aircraft for 19 F-35As, a price that includes a share of development, test and evaluation costs.“ – davon bekommen sie 50 Stück, mit Geld bezahlt, das nicht da ist, bzw. mit „Gegengeschäften“, die gaga sind.
          https://en.wikipedia.org/wiki/Lockheed_Martin_F-35_Lightning_II_Israeli_procurement

          Die Gesamtsumme, die Israel zugeschanzt worden ist von allen Staaten dieser Welt (vormalige Schutzmacht war Frankreich, Deutschland als Geldgeber dürfte bekannt sein) oder jüdischen Einzelpersonen oder Organisationen ist beispiellos.
          Den Inuit wäre es mit dieser Summe gelungen die Arktis abzutauen und weltgrößter Bananenexporteur zu werden.

          1. Hör auf, die blöde Pro-Israel Propaganda, die lediglich AIPAC nachbetet zu glauben.
          Die lügen in der Regel wie gedruckt. Die Geschichte dieser Lügerei ist wesentlich länger, als du selber glauben wirst und willst.
          2. Mach dich mit unabhängigen Quellen vertraut und versuche vor allem einmal – auch wenn es schwer fällt – die ganze Geschichte aus der palästinensischen Perspektive zu sehen.
          3. Wichtig ist, sich nicht zwingen zu lassen, einseitig eine Seite in diesem Konflikt zu beziehen, noch wichtiger, den Fokus auf die Lösung des Konflikts nicht zu verlieren.

          Subcomandante crumar
          (Organisation MGTOW)

        • @crumar
          „Den ersten Golfkrieg hat der *Irak* angefangen, nicht der Iran.“

          Uh, das ist aber völlig entscheidend jetzt…. 😦
          Was haben ausserdem die ganzen Schweinereien Reagans hier zu suchen? Gerade das zeigt doch nur, welches dubiose Spiel die USA mit Iran treiben (bzw. Teile der USA, hierüber gibt es mE einen tiefen Konflikt), ohne deren Hilfe (noch vor „Iran-Contra“) hätten die Iraker den Iran am Anfang platt gemacht.

          „Wichtig ist, sich nicht zwingen zu lassen, einseitig eine Seite in diesem Konflikt zu beziehen …“

          Haha, wem sagst du das. Genau deshalb habe ich diese Sicht, die du so einseitig findest. Es war nicht ganz einfach dahin zu kommen und es ist ziemlich faszinierend zu beobachten in welcher defensiven Lage die israelische Seite sich befindet und welcher Druck auf ihr lastet. Und natürlich, dass möglichste Offenheit und Gradlinigkeit die beste Verteidigung ist. Sowas schafft grundlegende Sympathien, nachhaltig.

  16. Hier ist ein Nazi-Vorwurf in einem Entgegnungsbrief als Reaktion auf eine Anti-Sarsour Meinung („“When Progressives Embrace Hate,” by Bari Weiss (Opinion, nytimes.com, Aug. 1)“) in der New York Times:

    „Ms. Weiss is endorsing a sensational alt-right attack that aims to discredit the Women’s March movement and its leaders and to derail the progress ….“

    „alt-right“ ist natürlich ein Code-Wort für Nazi, bedeutet mittlerweile nichts anderes als das. Bezieht sich auf die heimlichen Nazi-Armeen, die das bösartige cis-herteronormative, kapitalistische Patriarchat und so weiter, kurz Nazi, unterhält und der automatisch jeder angehört, der nicht Feminist ist („apologists for the status quo, racist ideology and the white nationalist patriarchy“.). Die feministische Chefideologin umschreibt das so: „…. an American dystopia that communities on the margin have endured and fought against for generations.“

    Der persönliche Hintergrund der Feministinnen sei angeblich ganz egal, denn nur das Kollektiv zählt und sonst nichts: „The Women’s March has always been about coming together for one another’s collective liberation and not just showing up for issues that directly affect us.“

    „BOB BLAND, NEW YORK

    The writer is co-president of the Women’s March.“

    • @Alex

      Ich habe den Artikel mit den Vorwürfen gelesen und an der Antwort ist vor allem eins interessant: Er geht mit KEINEM Wort auf die Vorwürfe ein, mobilisiert nicht ein einziges Argument, sondern dämonisiert die Gegenseite und beschwört Einigkeit.

      Das ist das Pfeifen im Walde, sage ich…

      • Aber so ist das *immer* mit denen. Ich bin mittlerweile überzeugt, sie haben gar keine Vorstellung davon, was „Diskussion“ überhaupt bedeutet. Gerade dieser Text hier hätte aus rein taktischen Gründen sowas wie eine differenzierte Herangehensweise gebraucht, aber nichts davon hat man für nötig befunden.

  17. „A rape culture is a culture of intimidation. It keeps women afraid of being attacked and so it keeps women confined in the range of their behavior.“

    Intressante Definition, meiner Ansicht nach trifft diese ironischerweise auf große Teile des Feminismus zu. Die Furcht wird im großem Ausmaß gefördert um sie dann im Anschluss als Legitimation für sich die eigene Ideologie zu benutzen. Dabei ist das nur der Teil der sich auf Vergewaltigungen bezieht. Frauen die sich zu stark gegen den modernen Feminismus ausprechen oder selbst Feministen die zu sehr von der üblichen Linie zu abweichen müssen damit rechnen direkt terrorisiert zu werden.

      • Kann es sein, dass das irgendwie ironisch gemeint ist?

        Bei dem slogan „sex slavery is fascism“ müsste man dann davon ausgehen, dass die Femen dafür wären. Sie äussern sich aber dagegen.

        Ist wohl eher so gemeint, dass diese Femen einfach „die anderen“ meinen (also alle anderen).

      • Diese Art der Demonstration konterkariert sich selbst. In einem frauenunterdrückenden Patriarchat würde eine solche Aktion schwere Strafen nach sich ziehen. Um das zu belegen, müsste eine solche Aktion beispielsweise in Saudi Arabien stattfinden und nicht hier bei uns, wo die Damen mal kurz aufs Revier mitgenommen werden – schlimmstenfalls – und wo sie in den Medien als aufrechte Kämpferinnen für die Emanzipation der Frauen gefeiert werden. Das ist so subversiv wie in Nordkorea Kim Jong Un zuzujubeln.

  18. „Das Neueste aus der „Rape Culture“: Eine US-amerikanische Universität sanktioniert einen Studenten wegen eines angeblichen sexuellen Übergriffes gegen seine Partnerin: Er darf den Campus nicht mehr betreten und keinen Kontakt zu seinen Trainern und Sportkameraden mehr aufnehmen. Seine Partnerin indes bestreitet hartnäckig, Opfer eines solchen Übergriffes geworden zu sein:

    Words, including mine, have been incompetently or intentionally misrepresented, misquoted and taken out of context, which should not be that surprising since no statements were recorded or verified. (…) I have never been abused, assaulted or otherwise mistreated by Matt. (…) He is an incredible person, and I am and have been 100% behind him. Nothing happened that warranted an investigation, much less the unfair, biased and drawn out process that we have been forced to endure quietly.

    Matt Boermeester did nothing improper against me, ever. I would not stand for it. Nor will I stand for watching him be maligned and lied about, and I implore the USC community to stand together to stop this from happening to Matt or anyone else.

    Nach diesen Äußerungen geht die Universität jetzt auch gegen die fragliche Studentin vor. “

    http://genderama.blogspot.de/2017/08/projekt-der-berliner-regierung.html

  19. Kommt dieser Begriff Feminazi nicht aus der Zeit als es noch einzelne SPDler gab, die nicht gleichberechtigungs- und menschenrechtsfeindlich waren? ZB als 2002 Fraunministerin Schmidt den Gender Pay Gap noch faktenbasiert einordnete etc. Damals wollte man den Begriff Nazi als Arierrechtler analog Sozi als Frauenrechtler noch nicht verwenden, da eben noch nicht alle SPDler/’Sozis‘ Über/Untermenschuntumsideologen waren. Heute schein mir der Umweg über den Begriff Feminazi redundant. ‚Sozi‘ als Bezeichnung der gleichberechtigungsfeindlichen, menschenrechtsfeindlichen Über/untermenschentumsideologen sexistischer Spielart ist heute ausreichend.

  20. Feminazis ist auch ein schlechter Begriff, mehr als Protofaschismus bekommen Feministen alleine auch nicht hin.
    Genderfaschisten passt aber ganz gut. Ich hämmere da weiterhin das Family Court System, Title IX und das Duluth-Model rein, das existiert alles immernoch und belegt eindeutig, dass Feministen Faschisten sind.

  21. Dieser tweet einer britischen Polizei zeigt, welches geschellschaftliche paranoide Klima Feminismus und Co erzeugt haben:

    heute Händchenhalten mit jemandem auf Twitter, morgen Einmarsch in Paris!

    Also, diese Denunziation harmloser twitterer überschreitet wirklich jede Grenze der Anständigkeit.

    GB ist auf dem besten Wege der Privatisierung der Exekutiven. Das, btw, könnte al genuiner Neoliberalismus verstanden werden.

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